[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Diese Woche mit einem ganz wundervollen Thema. Wir wollen uns nämlich diese Woche mit der Bergpredigt beschäftigen und ich möchte euch einladen, dass bevor wir die Bibel aufschlagen, bevor wir in das Thema hineinkommen, dass wir gemeinsam beten und Gott um seinen Heiligen Geist bitten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass wir jetzt unsere Bibeln aufschlagen können, dass wir dieses besondere Thema studieren können und wir möchten dich bitten, Herr, dass du uns deinen Heiligen Geist gibst, damit wir wirklich dein Wort auch verstehen können, damit dein Wort auch wirklich in unser Herzen hineinkommt und wir danken dir schon jetzt dafür. Im Namen Jesu, Amen.
Nun, unser Thema, die Bergpredigt, das ist wohl die berühmteste Predigt, die jemals auf diesem Planeten gehalten wurde. Wenn jemand irgendwas von einer Predigt kennt, er kennt wahrscheinlich die Bergpredigt von Jesus Christus selber gehalten, damals ganz am Anfang seines Dienstes. Er hatte seine Jünger versammelt und dann bringt er das ganze Volk auf den oder an die Anhöhe und er spricht zu ihm diese berühmte Bergpredigt. Wir wollen da diese Woche hineinschauen und wir beginnen bei Matthäus 5, Vers 1 und 2. Hier heißt es: „Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg und als er sich setzte, traten seine Jünger zu ihm und er tat seinen Mund auf zu einer Rede, lehrte sie und sprach.“
So beginnt die Bergpredigt. Oder jetzt beginnt eigentlich die Bergpredigt. Er sammelt das Volk, er sammelt seine Jünger um sich und jetzt fängt er an mit dieser sehr, sehr berühmten Predigt. Diese Predigt hat viel Eindruck auf viele Menschen hinterlassen, nicht nur auf Christen interessanterweise, sondern viele Menschen, die diese Predigt lesen, sagen: „Es sind gute und weise Worte“, egal ob sie zu Christus gehören, ob sie Christus anerkennen oder auch nicht. Aber diese Predigt hat etwas ganz Besonderes, die er hier hält und sie endet in Matthäus 7. Und da lesen wir was ganz Interessantes. In Matthäus 7, Vers 28 und 29. Am Ende seiner Predigt gibt Matthäus das Zeugnis: „Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten.“
Also hier scheint es einen Unterschied zu geben zwischen der Art und Weise, wie Jesus hier das Volk belehrt und der Art und Weise, wie sie es von den Pharisäern oder aber den Schriftgelehrten kennen, wie sie das Volk belehrt haben. Hier ist ein ganz entscheidender Unterschied und der macht so ein bisschen die Bergpredigt auch aus. Etwas Neues, etwas, was die Menschen so noch nicht gesehen oder gekannt haben. Aber die Frage ist, ja, was war denn so neu? Was war denn so neu an der Predigt, die Jesus Christus hier gehalten hat? Dazu gucken wir etwas tiefer in die Bergpredigt und schauen uns gleich mal die nächsten Verse an. Wir werden sie jetzt nicht lesen, aber zwischen Vers 3 und 12, da sind die sogenannten Seligpreisungen. Also wo Jesus immer wieder anfängt und sagt: „Glücklich sind die, denn sie sollen.“ Und da zählt er einige Leute auf. Zum Beispiel sagt er, dass glücklich die Menschen sind, die nach Gerechtigkeit suchen oder die nach Barmherzigkeit suchen oder die Menschen, die sich nach Frieden sehnen. Die werden hier glücklich genannt von Jesus Christus und nicht etwa die Menschen, die viel Reichtum besitzen oder die viel Ruhm und Ehre beim Volk haben. Auch nicht die Menschen, die alle Schriften auswendig kennen. Das ist interessant. Jesus Christus sagt immer: „Glücklich oder glückselig oder selig sind Menschen, die nach etwas hungern, die nach etwas sehen, die sich nach etwas sehnen oder die nach etwas verlangen.“ Und es ist interessant, wonach diese Menschen verlangen, die hier glücklich genannt werden. Denn Jesus Christus erklärt Menschen für glückselig, die sich nach bestimmten Dingen sehnen. Nämlich zum Beispiel nach Barmherzigkeit, nach Frieden, nach Gerechtigkeit heißt es hier. Und er nennt sogar die Menschen glücklich, die um seinetwillen verfolgt werden. Also Menschen, die etwas auf sich nehmen. Aber das sind ja eigentlich Menschen, die in dieser Welt nicht glücklich sind. In dieser Welt werden sie verfolgt. In dieser Welt vermissen sie Gerechtigkeit. In dieser Welt vermissen sie Barmherzigkeit. In dieser Welt vermissen sie Frieden. In dieser Welt vermissen sie eigentlich immer nur alles. Aber Gott sagt: „Glückselig.“ Denn das, wonach sie hier verlangen, wonach sie eine Sehnsucht hier haben, werden sie im Himmelreich alles haben. Das, worunter sie hier leiden, wird es im Himmelreich nicht mehr geben. Und das ist wundervoll. Jesus Christus sagt: „Glückselig.“ Denn das heißt, eure Herzen sind eigentlich schon im Himmelreich. Von eurem Charakter her, von eurem Herz her, eure Herzenseinstellung ist eigentlich dem Himmel nicht fern. Glückselig seid ihr, wenn ihr das in euch drin habt. Denn das ist ja genau das, was Gott am Anfang mit den Menschen machen wollte. Er wollte Feindschaft setzen zwischen dem Menschen und der Sünde. Und wohl denen, bei denen es im Herzen schon so ist. Die die Ungerechtigkeit auf diesem Planeten hassen. Die die Unbarmherzigkeit verachten. Menschen, die sich wirklich sehnen nach etwas Besserem. Jesus erklärt sich für glückselig und sagt in Vers 12, in Matthäus 5, Vers 12: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.“ Freut euch und jubelt. Es klingt so, wenn er diese ganzen Worte sagt, diese Seligpreisung. Diese armen Menschen, sie haben nichts. Sie werden verfolgt. Sie sehnen sich nach anderen Dingen. Aber Christus sagt: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn im Himmel wird groß sein.“ Denn im Himmel wird sie das erwarten, wonach sie sich hier sehnen.
Aber schauen wir uns diese Bergpredigt mal genauer an. Denn wie ihr wahrscheinlich wisst, ist in der Bergpredigt so ein kleiner Kontrast. Viele Menschen sagen: „Naja, mit der Bergpredigt hat Christus das Gesetz aufgehoben.“ Also das Gesetz, das Moralgesetz, also die zehn Gebote Gottes wurden aufgehoben durch Jesus Christus. Habt ihr das schon mal gehört? Ich habe das schon ganz oft gehört im Leben. Und wir wollen da mal reingucken. Unser Montagsthema in unserer Lektion heißt: „Bergpredigt contra Gesetz.“ Schauen wir mal an, ob Jesus was verändert hat. Ich meine, die Menschen staunen ja nun und sagen: „Hey, irgendwas ist neu. Was ist nun neu?“ Hat er das Gesetz geändert? Hat er was Neues gepredigt? Eigentlich nicht. Eigentlich hat er das Gesetz Gottes nur ins richtige Licht zurückgeschoben. Schauen wir hier in Matthäus 5, Vers 17. Hier wird es ganz klar und deutlich. Hier heißt es: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen.“ Und dann ergänzt dann Vers 18: „Denn wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ Nun, wenn er hier von dem Gesetz spricht, spricht er nicht nur von den zehn Geboten, sondern von dem ganzen Alten Testament. Er sagt: „Es wird nicht ein Strichlein vergehen, bis alles geschehen ist.“ „Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen. Ich bin gekommen, um zu erfüllen“, sagt Jesus Christus. Und das ist hochinteressant, dieses „Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen.“ Denn es gibt einige Menschen, die sagen: „Ah, das ist gut. Jesus Christus hat es erfüllt. Also wird mir jetzt seine Gerechtigkeit angerechnet und ich brauche die zehn Gebote nicht mehr zu erfüllen oder ich brauche die Gebote, die Gott im Alten Testament gegeben hat, nicht mehr zu erfüllen. Denn in Christus sind sie ja erfüllt. Also ich bin frei davon.“ Nun, ist das richtig, dieser Gedankengang? Ich glaube, das ist nicht, was da steht. Jesus Christus sagte: „Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ Mit anderen Worten: „Mein Leben wird eine Erfüllung des Gesetzes sein. Ich werde euch zeigen, wie man im Gesetz Gottes lebt.“ Und das hat er getan, sein Leben lang. Er kam nicht, um irgendwas zu erfüllen, was erfüllt werden musste, damit wir alle frei davon sind, sondern er kam als ein Vorbild für uns, um zu zeigen, wie man in den Geboten Gottes leben kann und wie rechtschaffen ein Charakter ist, der das tut. Und die Menschen, wir heute auch, wenn wir Jesus Christus sehen und seinen Charakter uns angucken, dann staunen wir darüber und sagen: „Was für ein rechtschaffender Mensch, was für ein guter Charakter.“ Aber eigentlich hat er uns nur gezeigt, was der Wille Gottes ist. Er hat buchstäblich in seinem Leben das Gesetz erfüllt. Und das sollen wir auch tun.
Schaut mal, was Paulus schreibt in Römer 3, Vers 31. Römer 3, Vers 31. Hier sagt Paulus: „Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz.“ Immer wieder wurde diese Meinung gepredigt: „Aus Glauben brauchen wir das Gesetz nicht halten.“ Aber Paulus fragt hier in Römer 3, Vers 31: „Heben wir das Gesetz auf durch den Glauben?“ Er sagt: „Das sei ferne.“ Der Glaube hebt nicht das Gesetz auf, sondern er bestätigt das Gesetz, wie Jesus Christus in seinem Leben das Gesetz bestätigt hat. Die Bibel nennt es: „Er erfüllte das Gesetz.“ So sollen wir es auch tun. Aus Glauben an Jesus Christus, aus Glauben an einen liebevollen Vater im Himmel wird in unserem Leben das Gesetz erfüllt. Wir bestätigen das Gesetz. Das Leben ist ein Zeugnis des Gesetzes Gottes. Es ist wundervoll.
Gehen wir zurück zu Matthäus und schauen wieder in die Bergpredigt, Matthäus 5, und schauen uns mal an, was Christus da weiter sagt. Wir gehen in Matthäus 5, jetzt lesen wir die Verse 14 bis 16. Also behaltet im Hinterkopf: Unser Leben soll eine Erfüllung des Gesetzes sein, was Paulus sagt. Matthäus 5, Vers 14 bis 16. Das heißt: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf allen Bergen liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter. So leuchtet es allen, die im Hause sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ So soll euer Licht leuchten, damit die Menschen eure guten Werke sehen und dann euren Vater im Himmel preisen. Auch hier wird ganz deutlich: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Christus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Und dann sagt er: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Euer Leben soll vor den Menschen scheinen wie ein Licht, wie ein Licht in der Dunkelheit. Und die Menschen werden euer Leben sehen. Und weil euer Leben ein Abglanz der Gebote Gottes ist, werden sie nicht euch, sondern euren Vater im Himmel preisen. Das ist wundervoll.
Nun sagt Jesus aber auch: „Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen.“ Also manchmal machen wir das so, dass wir das zeigen. Wir zeigen, dass wir Christen sind. Wir leuchten für einen Moment und dann stoßen wir auf Ablehnung. Und dann sagen wir: „Okay, der Mensch will vielleicht nicht.“ Und dann hören wir auf zu leuchten. Dann suchen wir uns irgendwie ein anderes Umfeld, wo wir leuchten können. Aber das ist falsch. Jesus Christus sagt: „Lasst es leuchten. Lasst es leuchten.“ Warum? Nun, die Bibel sagt, die Menschen leben in Dunkelheit. Gott kam wie ein Licht in die Welt. Und dann stellt euch mal vor, die Welt heute ist ja immer noch dunkel, aber die Christen sind nur das Licht in der Welt. Und dann kommst du als ein Christ in eine dunkle Umgebung, wie ein Licht, und du fängst an, plötzlich zu strahlen. Was werden die Menschen normalerweise machen, wenn sowas physikalisch passiert? Wenn ich in einem dunklen Raum sitze und jemand macht das Licht an. Oder reißt die Fenster auf und draußen ist Tageslicht. Ich werde mir die Augen zuhalten und sagen: „Aua, das tut weh, ich will das nicht sehen.“ Nun könnte jemand die Fenster wieder schließen und es ist wieder dunkel im Raum. Dann würde ich sagen: „Ah ja, jetzt geht es mir besser. Es ist viel schöner jetzt. Es tut nicht mehr so weh im Auge.“ Aber damit ist mir nicht geholfen. Lasst euer Licht leuchten. Macht die Fenster auf oder macht das Licht an. Und lasst es hell im Raum. Natürlich werden die Menschen sagen: „Das kann ich mir nicht angucken.“ Aber so nach und nach, über Zeit, wenn Menschen euer Leben beobachten, werden sich die Augen an das Licht gewöhnen. Wird sich der Mensch an euren Lebensstil, an euren Werdegang gewöhnen. Sie werden angucken, sie werden das betrachten und müssen erkennen: „Der Herr im Himmel ist wundervoll.“ So wie ein Auge, das plötzlich die Natur draußen sieht, das sie vorher noch nicht gesehen hat. Und sie sieht all die Farben und Bilder und Formen und diese wunderschönen Dinge. Genauso werden die Menschen euch auch betrachten, wenn ihr euer Licht leuchten lasst. Die erste Reaktion ist oft sehr abweisend. „Mach das aus, das blendet, das tut weh.“ Aber über die Zeit, Stück für Stück, wird es so sein, dass Menschen sich an dieses Licht gewöhnen. Deswegen lasst euer Licht leuchten. Gebt nicht auf, wenn ihr auf Ablehnung trefft, wenn jemand sagt: „Mach das Licht aus.“ Ihr seid das Licht der Welt. An euren Taten wird man euch erkennen und wird euren Vater im Himmel preisen.
Nun weiter sagt Jesus Christus nicht nur, dass ihr das Licht der Welt seid, sondern davor, in dem einen Vers, den wir gerade übersprungen haben, nämlich in Vers 13, sagt Jesus Christus: „Ihr seid das Salz der Erde.“ „Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird.“ Nun, ihr seid das Salz der Erde. Ihr macht etwas, ihr habt irgendwie wirklich einen Effekt. Ihr seid das Salz der Erde. Nun, was macht dieses Salz? Woher kennen wir dieses Salz? Die Jünger sollen Salz sein. Du und ich, wir sollen Salz sein für diese Erde. Nun, wir wissen, dass dieses Salz im Alten Testament auch gebraucht wurde. Im Alten Testament, zum Beispiel im dritten Buch Mose 2, Vers 13, lesen wir, dass auch die Opfer gesalzen wurden. Also jedes Opfer wurde mit Salz bestreut, als es geopfert wurde. Und das bringt uns zu einer ganz, ganz interessanten Parallele. Denn auch wir sollen etwas, wir sollen unsere Werke, die Dinge, die wir tun, die sollen wir auch immer ein bisschen salzen. Die guten Werke, deine Freundlichkeit, deine Barmherzigkeit, dein Langmut, deine Güte, die sollen ein bisschen gewürzt sein mit etwas, mit Salz. Wie die Opfer, die damals gebracht wurden, mit Salz gewürzt waren, so sollen die Opfer, die du bringst, Barmherzigkeit, Treue, Langmut, was auch immer, Liebe, gesalzen sein mit etwas. Nun, was ist dieses Salz, mit dem wir unsere Dinge salzen sollen? Schauen wir mal in Markus, Kapitel 9. Und hier Vers 49 und Vers 50. Vers Markus 9, Vers 49 und 50: „Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander.“ Nun, Markus hier, an dieser Stelle, beschreibt etwas. Jeder muss mit Feuer gesalzen werden. Nun, auf jeden von uns muss irgendwie ein Feuer kommen. Wir müssen mit Feuer gesalzen werden. Aber was war dieses Feuer, das auf jeden kam? Wir kennen es von Pfingsten, oder? Apostelgeschichte 2. Am Pfingsttag kam auch ein Feuer auf die Jünger runter und dieses Feuer war ein Symbol für den Heiligen Geist. Was die Jünger dann taten, war ein Werk im Geist Gottes. Und genau das brauchen wir auch in unseren Opfern. Wenn wir Barmherzigkeit üben, wenn wir freundlich sind, wenn wir Liebe, Langmut, Sanftmut, was auch immer, für liebliche Opfer dem Herrn bringen, müssen sie gewürzt sein mit dem Heiligen Geist. Wir sollen sie nicht machen, einfach nur, weil wir sie tun müssen. „Ich muss freundlich sein, also bin ich freundlich.“ Das hat vor Gott keinen Wert. Es muss aus dem Heiligen Geist heraus entstehen. Und der Heilige Geist, natürlich, gehört zur Gottheit. Aber Gott ist Liebe, wie uns im ersten Johannesbrief berichtet wird. Gott ist Liebe. Gott ist Liebe. Der Heilige Geist ist Liebe. Der Heilige Geist soll aber uns würzen, damit wir auch die Welt salzen können. Der Heilige Geist, der in uns hineinkommt, das lebendige Wasser soll in uns zu einer Quelle werden, die überströmt, also auch zu anderen übergeht. Unser Werk, unser gutes Werk muss immer eine Liebestat sein. Und wenn es das nicht ist, dann ist es nicht angenehm vor Gott. Dann ist es eine Tat aus einem Pflichtgefühl. Aber Gott ist ein Gott der Liebe. Und all diese Dinge, die wir tun, bringen nichts, wenn wir sie nicht in Liebe tun. Sie sind vor Gott nicht wohlgefällig.
Schauen wir mal, was Paulus dazu sagt, in 1. Korinther 13. Hier lesen wir vielleicht mal die Verse 1 bis 3. Hier sagt Paulus: „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagungen hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnisse und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeile und mein Leib hingebe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützt es mir nichts.“ Das Salz muss salzen. Die Liebe muss in meinen Taten sein. Wenn die Liebe in meinen Taten nicht sichtbar ist, dann sind alle meine Werke sinnlos. Und selbst wenn Paulus sagt, wenn ich meine Habe austeile und sogar mein Leib hingeben würde, dass er verbrannt wird und ich tue das nicht aus Liebe, hat es keinen Wert. Denn Gott ist ein Gott der Liebe. Und da stellt Jesus Christus in seiner Bergpredigt ganz deutlich hervor: Gott ist ein Gott der Liebe. Was ihr tut, muss eine Liebestat sein. Und diese Liebe soll leuchten. Diese Liebe soll leuchten vor den Menschen.
Ich möchte noch ganz kurz mit euch in den Galaterbrief gehen. Galater 5, Vers 5 und 6. Hier heißt es: „Wir aber erwarten im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit. Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ In Christus gilt alles andere nichts. Es gilt nur der Glaube, der in der Liebe wirksam ist. Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Es muss immer diese Verbindung da sein zwischen meinen guten Werken und dem Vater im Himmel. Die Menschen müssen erkennen, dass diese guten Werke, dass sie nicht aus mir herauskommen, sondern dass Gott im Himmel da Freude daran hat. Und dass er den Menschen hilft, zur Herzensumkehr zu kommen, um diese Werke zu vollbringen. Damit sie nicht dich und mich preisen für die guten Werke, sondern immer dem Vater im Himmel. Lasst Salz in eurer Sprache mit drin sein. Lasst den Heiligen Geist mit drin sein. Lasst Liebe mit drin sein. Und bezeugt immer die Liebe zu Gott. Denn die guten Werke bringen nichts, wenn die Menschen sie nicht auf Gott zurückführen können. Wenn die Menschen von Gott nicht erfahren, dass er ein Gott der Liebe ist, dann bringen alle unsere guten Werke nichts. Es bringt nichts, der gütigste, gnädigste und wundervollste Mensch zu sein, wenn die Menschen dadurch nicht zu Gott geführt werden. Lasst die Menschen wissen, dass ihr Christen seid und dass ihr Gott von ganzem Herzen liebt. Dann werden die Menschen eure guten Werke mit Gott im Himmel verbinden und werden euren Vater im Himmel dafür loben.
So beginnt Jesus seine Bergpredigt. Gucken wir noch ein bisschen weiter. In Matthäus 5 geht es weiter in der Bergpredigt. Wir gehen die Verse mal durch. 5. Wir springen jetzt mal zu Vers 21 und 22. Wir sind immer noch bei dem Thema: Ist es sozusagen Gesetz oder ist es Glaube? Hat sich irgendwas geändert? Hat sich die Bergpredigt gegen das Gesetz Gottes gewendet? Schauen wir mal rein. Vers 21 und 22 in Matthäus 5 sagen: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.“ In diesen Versen macht Christus etwas ganz deutlich. Ein bloßes Halten des Buchstabens, ich habe ja nicht getötet, wird keinen Menschen retten. Denn das Gesetz muss ins Herz hinein. Es geht um die Einstellung eines Menschen. Es geht nicht darum, ob ich wirklich jemanden umbringe. Denn der Gedanke führt zur Tat. Die Tat ist nur die Frucht von dem, was in meinem Herzen ist. Wenn ich also jemanden umbringe, also jemanden wirklich absichtlich ermorde, zeugt das davon, dass ich irgendetwas Falsches in meinem Herzen hatte, nämlich keine Liebe. Und die Frucht davon ist im Extremfall der Mord. Kann auch der Diebstahl sein oder eine Beleidigung. Aber das Problem ist im Herzen. Christus sagt: „Der Mord beginnt nicht da, wo sozusagen der ausführende Akt ist, sondern der Mord beginnt eigentlich da, da im Herzen und da darf er nicht sein.“ Er sagt: „Es ist völlig egal in beiden Fällen, ob die Frucht nun erkennbar ist oder ob es nur im Herzen ist, aber es passt nicht ins Himmelreich.“ Im Himmelreich gibt es so etwas nicht. Wer also schon seinen Bruder zürnt, der hat schon etwas im Herzen, was mit dem Mord gleichgestellt ist. Wer jemanden den Tod wünscht, ohne dass er das ausführt, der hat ihn eigentlich schon umgebracht. Und diese Beleidigung ist interessanterweise, ich will da jetzt kein neues Thema draus machen, aber man kann jemanden durch falsche Worte auch wirklich das Leben nehmen. Gott hat für den Menschen ein gutes Leben vorgesehen, ein Leben in Gerechtigkeit, in Frieden. Und durch meine bösen Worte kann ich jemandem dieses Leben nehmen. Also ich bringe ihn tatsächlich durch Worte um. Eine Art Rufmord geschieht. Christus macht deutlich: Es geht nicht um die äußere Tat, es geht um das Herz.
Das lesen wir hier auch in Vers 27 und 28. Hier sagt er: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon den Ehebruch mit ihr begangen.“ Ehebruch muss nicht erst ausgeführt sein. Es muss nicht sozusagen die Frucht der Tat erst kommen. Es reicht schon, wenn ich das im Herzen habe. Denn mit diesem Herzen kann ich nicht ins Himmelreich. Und das ist ja das Problem. Das ist ja das Problem. Die Tat an sich, vielleicht schaffe ich es ja, mein Leib irgendwie zu bezwingen, dass ich nicht in den Ehebruch gehe, dass ich niemanden umbringe, dass ich vielleicht sogar nicht lüge. Aber ich kämpfe mit meinem Leib. Und das ist nicht das, was Gott möchte. Denn das Problem ist das Herz.
Paulus sagt in Epheser 5, Vers 1 bis 5. Paulus macht hier deutlich: „Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt hat und sich selbst für uns gegeben hat, als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott. Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt. Auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagungen. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, der ein Götzendiener ist, ein Erbteil hat im Reiche des Christus und Gottes.“ Irrt euch nicht. Wenn das in eurem Herzen ist, dann ist da kein Teil für euch im Himmelreich. Ob das nun zur Tat kommt oder nicht, wer sagt schon diese schändlichen Worte, Witzeleien, das alles wird schon angerechnet. Denn es hat Rückschlüsse auf das, was in meinem Herzen los ist. Das Herz ist die auslösende Kraft. Auf das Herz kommt es an. Das Herz muss vorbereitet werden, dass es in das Himmelreich passt. Und das ist das, was bei uns allen passieren muss. Das Herz muss so vorbereitet sein, dass es die Welt nicht mehr mag. Denn glückselig ist, wer nach Gerechtigkeit hungert. Glückselig ist, wem Barmherzigkeit verlangt. Glückselig ist, wer sich nach Frieden sehnt. Aber das muss aus dem Herzen kommen. Das ist kein äußerer Akt. Das muss aus dem Herzen kommen.
Nun gucken wir uns doch mal das Leben an. Unser Dienstagsthema spricht hier über Pharisäer und Schriftgelehrte. Eigentlich genau über die Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer. Schriftgelehrte und Pharisäer. Man muss mal kurz mit denen beschäftigen. Hier in Matthäus 5 und dann gucken wir mal in Vers 20. Matthäus 5, Vers 20. Christus sagt hier: „Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen.“ Wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht erst hineinkommen. Nun, nicht alle Schriftgelehrten und Pharisäer waren schlechte Menschen. Aber es wird doch was deutlich bei den Schriftgelehrten und Pharisäern. Sie kannten nun die Schriften und sie kannten die Gesetze sogar auswendig. Also um als Pharisäer zu gelten, musstest du die Gesetze, und zwar die Gesetze auswendig können. Und wenn dann deine Gerechtigkeit, deine Gerechtigkeit, die der Pharisäer nicht weit übertrifft, weit übertrifft, wirst du gar nicht erst ins Reich Gottes kommen. Nun, die Pharisäer kannten alle Gebote, alle Gesetze, das ganze Altes Testament auswendig. Und sie handelten ja auch so gut, wie sie konnten danach. Ich meine, sie gaben ja sogar, Christus gibt das Zeugnis, den Zehnten von jedem Küchengewürz, das sie haben. Geben wir immer unseren Zehnten? Tun wir immer alles, was Recht und Gerechtigkeit ist, aus der Bibel heraus? Die Pharisäer waren so akribisch und haben ihre Schritte am Sabbat gezählt. Sie haben wirklich alles gemacht, um dieses Gesetz einzuhalten. Und dann sagt Christus: „Wenn eure Gerechtigkeit, die der Pharisäer nicht weit übertrifft, also nicht nur ein bisschen übertrifft, sondern nicht weit übertrifft, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ Ja, was müssen wir denn tun, um die Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten, die ja erstmal augenscheinlich ziemlich, ziemlich hoch war, um die nicht nur ein bisschen zu übertreffen, sondern weit zu übertreffen?
Da will ich euch mal was von Paulus zeigen. Paulus gibt hier eine Antwort in Römer, in Römer 8. In Römer 8. Und da lesen wir Vers 37. Römer 8, Vers 37. Hier sagt Paulus: „Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ Also Paulus nimmt hier etwas auf, was Christus vorher gesagt hat: „Ihr müsst weit überwinden.“ Und jetzt sagt Paulus: „In allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.“ Also diese weite Überwindung ist möglich. Nur, was meint er? Wie funktioniert das? Und das können wir in dem Kapitel vorher sehen. Wir gehen einmal in Römer 7 und schauen uns mal an, was das Problem des Pharisäers Saulus war. Saulus war ein Pharisäer, aber sogar ein sehr angesehener Pharisäer. Er hatte eine hohe Stellung in Israel, bevor er Paulus wurde und Christus folgte. Da war nun Saulus, der Pharisäer. Und wir lesen mal Vers 7 und Vers 9 in Kapitel 7. Römer 7, Vers 7 und Vers 9. Vers 7: „Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz. Denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren.“ Und dann sagt er, wir lesen Vers 8 auch noch: „Dann nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir jede Begierde. Denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.“ Vers 9: „Ich aber lebte, als sie noch ohne Gesetz war. Als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf und ich starb.“ „Ich lebte, als sie noch ohne Gesetz war“, sagt Saulus, sozusagen der Pharisäer. Als Paulus noch Saulus war und ein Pharisäer war: „Ich lebte, als ich noch ohne Gesetz war.“ Aber wann, wann in der ganzen Geschichte vom Saulus war er ohne Gesetz? Nun, er war ein Pharisäer, er ging die Laufbahn eines Pharisäers. Bis er zehn Jahre alt war, musste er die fünf Bücher Mose auswendig aufsagen können, ohne Fehler. Bis zum Alter von 14 Jahren musste er das ganze Alte Testament auswendig können, fehlerfrei. Und jetzt sagt er: „Als ich ohne Gesetz war, lebte ich.“ Ja, wann soll denn das gewesen sein? Das muss ja gewesen sein, bevor er zehn Jahre alt war. Das wäre ja Unsinn. „Als er ohne Gesetz war, lebte er.“ Und dann sagt er: „Als aber das Gesetz kam, lebte plötzlich die Sünde in mir auf und ich starb.“ Und das ist interessant. Er kannte das Gebot nicht wirklich. Er hat das alles zwar auswendig gelernt, aber er hat das Gesetz nie wirklich kennengelernt, bis er den Charakter Jesu Christi gesehen hat, auf dem Weg nach Damaskus. Als Saulus damals nach Damaskus ging, um die Christen zu verfolgen, er dachte ja, er macht einen guten Dienst. Er dachte ja, er tut was für Gott, indem er die Christen, diese Sekte des Nazareners, auslöscht. Aber er war wirklich auf dem Holzweg. Er wusste nicht, dass das, was er tut, eigentlich gegen Gott ist. Er dachte, wenn er diese Gerechtigkeit tut, wenn er Gott diesen Dienst tut, dass er diese Sekte auslöscht, tut er ein gutes Werk. Jesus Christus erscheint ihm und er erkennt plötzlich in Jesus Christus seinen eigenen Charakter. Er sieht in Jesus Christus das erfüllte Gesetz Gottes, erkennt seinen eigenen Charakter und sagt: „Wow, die Sünde legt er plötzlich auf und ich sterbe.“ Plötzlich merkte er, dass es nicht nur um den Buchstaben geht. Es geht nicht darum, den Buchstaben zu halten und alles nach außen hin so zu tun, wie es das Gesetz vorgibt, sondern das Gesetz muss dort hinein. Und das veränderte den Saulus und er wurde zum Paulus.
Aber wie hat er das denn gemacht? Wie hat er das Gesetz da hineinbekommen? Wie kam diese Veränderung in seinem Leben? Und dieses Zeugnis gibt er uns in Römer 8, Vers 13 zum Beispiel. Vers 13 sagt er: „Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“ Hier geht es wieder um den Geist. Wenn ihr durch den Geist die Taten des Leibes tötet, dann werdet ihr leben. Der Geist Gottes in unserem Herz muss die Taten des Leibes, also die Frucht des Leibes, also den Mord, den Totschlag, die Begierde, dieses lüsterne Ansehen, schon das muss der Geist Gottes im Herzen töten. Das muss der Geist aus dem Herz herausnehmen. Und dann werdet ihr leben, sagt Paulus. Paulus merkte also, aus eigener Kraft kann er die Sünde nicht bekämpfen. Das beschreibt er im ganzen Kapitel 7. Er sagt, was hat er gekämpft? Was hat er gekämpft mit dieser Sünde in seinem Herzen? Und er konnte nicht überwinden. Und er schreit am Ende von Kapitel 7 noch raus: „Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes?“ Aber in Kapitel 8 macht er deutlich: „Der Geist Gottes kam in mein Herz hinein und er hat gekämpft für mich. Der Geist Gottes hat in mir diese Sünde ausgemerzt und so konnte ich leben.“ Der Geist Gottes war das Geheimnis von Römer 7 und Römer 8. Und der Geist Gottes ist auch das Geheimnis in uns. Der Geist Gottes ist die Erfüllung des Gesetzes in uns. Wenn der Geist in unseren Herzen ist, erfüllen wir das Gesetz Gottes. So wie Jesus Christus, der vom Geist erfüllt war, das Gesetz Gottes gehalten hat. Strichlein für Strichlein. Nichts ist gefallen.
Nun, wahrscheinlich erinnert ihr euch, dass Jesus einmal zu Nikodemus sagt, das lesen wir in Johannes 3, diese Geschichte, sagt: „Nur wer aus Geist geboren ist, der kann das Himmelreich eintreten.“ Also Wasser und Geist, sagt er. Aber interessant ist dieser Geist. Also das Wasser natürlich muss meine eigene Entscheidung sein, aber der Geist muss in mein Herz hinein. Ich kann mich zwar entscheiden, Christus zu folgen und ich kann sagen: „Ich folge ihm nach, so gut ich kann.“ Aber der Geist Gottes muss ins Herz, damit das überhaupt erfolgreich ist. Er sagt: „Wir müssen aus Geist neu geboren werden.“ Und dieser Geist, der bringt in uns eine Veränderung hervor, die uns fähig macht, im Himmel zu leben. Und darüber spricht Jesus auch in der Bergpredigt.
Aber wir gucken noch mal in 1. Johannes 5 und hier in Vers 13. 1. Johannes 5, Vers 18: „Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst und der Böse tastet ihn nicht an.“ Er sagt auch: „Wer aus Gott geboren ist, also wer aus Geist neu geboren ist, der sündigt nicht mehr.“ Wenn wir aus Geist geboren sind, dann erfüllen auch wir das Gesetz Gottes. Dann sind auch wir und unsere Werke plötzlich wohlgefällig vor Gott, weil alles plötzlich aus dem Geist herauskommt und der Geist ist Liebe. Alle unsere Werke werden aus Liebe kommen. Ich tue nichts mehr aus Pflichterfüllung. Ich lasse die Sünde nicht mehr, weil ich die Sünde lassen muss, sondern ich lasse die Sünde, weil ich die Sünde hasse. Und ich tue nicht das Gute, weil ich das Gute tun muss, sondern ich tue das Gute, weil ich das Gute liebe. Dann ist das Herz bereit für den Himmel. Aber diese Herzensumkehr muss hier auf Erden passieren. Also der Geist muss schon hier und so Stück für Stück für Stück für Stück unser Herz erobern, unser Herz bereit machen für das Himmelreich. Und das geht dann so weit, der Geist macht Dinge möglich.
Schaut euch das mal an. Bergpredigt zurück. Matthäus 5, Vers 48. Wie weitreichend das ist. Matthäus 5, Vers 48. Hier sagt Jesus Christus: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Diese Vollkommenheit wird jetzt uns zugedacht. Und ich weiß nicht, wie es euch damit geht, wenn ihr dieses Wort lest: „vollkommen.“ Können wir wirklich vollkommen sein? Ist das möglich? Nun, diese Vollkommenheit kennen wir aus einigen Bibeltexten. Da gibt es zum Beispiel in Ezechiel 28, Vers 15. Hier wird zum Satan gesagt: „Du warst vollkommen in deinem Tun, bis Sünde in dir gefunden wurde.“ Also Geschöpfe können scheinbar auch vollkommen sein, genau wie der Schöpfer vollkommen ist. Satan war, Luzifer damals hat er geheißen, war vollkommen in seinen Wegen, bis Sünde in ihm gefunden wurde. Und auch Adam und Eva waren ja vollkommen geschaffen. Nun, alles war scheinbar einmal vollkommen, dann fiel es in Sünde und hat die Vollkommenheit verloren. Wie können wir diese Vollkommenheit zurückerlangen? Was ist diese Vollkommenheit, von der die Bibel spricht? Vollkommenheit. Du und ich, wir können beide vollkommen werden. Aber wie machen wir das? Antwort auch Paulus. Kolosser 3, Vers 14. Paulus sagt in Kolosser 3, Vers 14 über diese Vollkommenheit, was ganz Spannendes. Hier spricht er, dass wir heilig wandeln sollen, dass wir also Christus nachfolgen sollen mit all unserem Tun. Und dann sagt er hier in Vers 14: „Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.“ Paulus setzt hier was gleich. Mit ihm ist vollkommen sein, aber er sagt, es ist die Liebe. Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit. Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit. Und das macht ja auch total Sinn im ganzen Bild der Bibel. Die Liebe muss in unser Herz hinein. Der Geist Gottes ist in unseren Herzen. Und aus Liebe sollen wir handeln. Dann können wir vollkommen sein, wenn unser Vater im Himmel vollkommen ist. Denn der Charakter Gottes wird ausgedrückt in seinem Gesetz. Und sein Gesetz ist nach Jesus Christus Liebe, pure Liebe.
Das gucken wir uns mal eben an. Nochmal hier in Matthäus 5. Wir springen also nochmal zurück in Matthäus 5 und lesen mal die Verse davor. Und zwar 8 und 5 Vers 43 bis 47. Also die Verse vor dieser Vollkommenheit. Hier sagt Christus: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, und tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso?“ Er sagte: „Wenn ihr Kinder eures Vaters im Himmel sein wollt, dann sollt ihr auch sogar eure Feinde lieben.“ Interessant, dass er hier ein Zitat hat aus dem 3. Mose 19, Vers 18. Da sagt er: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.“ Na, wenn ihr 3. Mose 19, Vers 18 mal aufschlagt, schaut mal nach, was da genau steht. Da steht überhaupt nicht, dass wir unsere Feinde hassen sollen. Da steht auch im Alten Testament: „Wir sollen lieben.“ Wir sollen unseren Nächsten lieben. Da steht nichts von unseren Feinden hassen. Das haben die Menschen aber irgendwie mal irgendwo mal so aufgenommen. „Wir sollen deinen Nächsten lieben und die Feinde hassen.“ Und Christus stellt das klar und sagt: „Das habt ihr gehört, dass das so ist. Aber ich sage euch: Ihr liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen.“ Und Christus baut das Alte Testament wieder auf. Er baut das Gesetz Gottes wieder auf, er stellt es wieder ins richtige Licht und sagt: „Gott im Himmel, der vollkommen ist, er liebt alle seine Kinder, ob sie nun böse sind oder gut sind. Er lässt seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte. Und wenn ihr ihm nachfolgen wollt, dann braucht ihr auch diese Liebe im Herzen. Die Liebe im Herzen, sogar, sogar zu den Feinden.“ Das ist so großartig.
Wenn ihr, das könnt ihr vielleicht mal machen, Matthäus 22 euch anschaut, da werdet ihr sehen, dass in Matthäus 22 in Versen 34 bis 40 Jesus Christus gefragt wird: „Meister, welches ist das größte Gebot?“ Und er sagt: „Du sollst den Vater im Himmel lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deinen Kräften. Und dann sagt er: Und deinen Nächsten wie dich selbst, denn darin hängen das Gesetz und all die Propheten.“ Liebe ist der Schlüssel für das ganze Alte Testament. Man versteht das ganze Alte Testament, wenn man mit Augen der Liebe darauf blickt. Nicht mit Hass, nicht mit einem verkehrten Herzen. Solange ich ein böses Herz habe und ich lese das Alte Testament, dann werde ich vieles nicht verstehen. Und viele Dinge kommen mir so grausam vor. Aber wenn ich das mit den Augen der Liebe betrachte, werde ich plötzlich verstehen, dass Gott ein wundervoller Gott ist. Ein wundervoller Gott, der sein Volk führt. Es werden sogar die Kämpfe erklärt im Alten Testament, die in unserem Herzen stattfinden. Es geht um Liebe. Jesus Christus fasst das zusammen und sagt: „Das sind die Gebote Gottes. Die ersten vier zwischen den Menschen und Gott und die anderen sechs zwischen mir und meinem Nächsten. Aber letztendlich, liebe Gott und liebe deinen Nächsten, und du hältst das ganze Gebot.“ Liebe ist der Schlüssel dazu. Liebe ist vollkommen.
Das Gesetz ist vollkommen. Das sagt übrigens der Psalmist auch im Psalm 19, Vers 7. Es ist nicht Psalm 19, Vers 7. Es ist 19, Vers 8. Da heißt es: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen. Es erquickt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig. Es macht den Unwissenden weise.“ Hier sagt er: „Das Gesetz ist vollkommen.“ Mit anderen Worten, was war Vollkommenheit? Die Liebe war das Band der Vollkommenheit. Er sagt: „Das Gesetz ist Liebe im Alten Testament.“ Es wurde schon verstanden, dass Liebe und Gesetz ganz, ganz eng miteinander verknüpft sind. Und zwar so eng, dass die beiden eins sind. Liebe und Gesetz ist genau das Gleiche.
Wollen wir uns mal ein Beispiel angucken. Dazu springen wir zurück in die Bergpredigt. Denn Christus geht ja noch weiter in seiner berühmten Predigt. Und wir lesen mal die Verse 38 bis 42. Also wir gehen noch mal ein Stück weiter nach vorne. 38 bis 42: „Ihr habt, ihr habt gehört, das Gesagtes: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar. Und der, der mit dir vor Gericht gehen und ein Hemd nehmen will, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile weit zu gehen, so geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.“ Interessantes Prinzip. Ihr habt gesagt, ihr habt gehört: „Auge um Auge und Zahn um Zahn.“ Da steht auch noch Fuß um Fuß, Leben und Leben und so weiter. Ich aber sage euch: „Wenn dir einer auf die eine, auf die rechte Backe schlägt, dem biete auch die andere dar.“ Setzt ihr hier was außer Kraft? Sagt Christus, was ihr gehört vom Alten Testament ist falsch? Nein, es ist absolut richtig, was wir vom Alten Testament gehört haben. Hier wird die Gerechtigkeit auch deutlich. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Leben um Leben, das ist absolut gerecht. Aber Christus macht was anderes deutlich. Wenn dir einer auf die eine Wange schlägt, biete er auch die andere dar. Überlegt mal, hat Christus das nicht gemacht? Sind nicht all die Sachen, die hier stehen, die Backe hinhalten, die andere, den Mantel geben von dem, der von dir fordert, der dich vor Gericht bringt und dieses einen extra Meile mit jemandem zu gehen? Das sind ja alles Dinge, die im Leben von Jesus erfüllt worden sind, die wir in seinem wunderbaren Charakter sehen und uns daran orientieren sollen. Überlegen wir mal, wenn dich einer auf die eine Wange schlägt, dem biete auch die andere dar. Ich habe Jesus Christus mit der Sünde in meinem Leben, mit meiner Sünde auf die eine Wange geschlagen. Ich habe ihn buchstäblich ins Gesicht geschlagen mit meiner Sünde. Er hat mich geliebt und ich schlage ihn mit meiner Sünde ins Gesicht. Jetzt müsste eigentlich folgerichtig ein Schlag zu mir zurückkommen, denn es ist Gerechtigkeit. Nun, die Bibel sagt, der Sünde Sold ist der Tod. Also ich schlage Christus mit meiner Sünde ins Gesicht und er gibt mir den Tod. Das ist gerecht. Jetzt macht aber Christus anderes und sagt: „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dem biete auch die andere dar.“ Nun, das lief so ab. Ich schlage Christus mit meiner Sünde ins Gesicht und ich verdiene den Tod. Aber Christus sagt: „Ich halte meine andere Wange auch hin.“ Ich nehme den Tod auf mich, den du jetzt verdienst. Ich schlage Christus und anstatt, dass ich jetzt den Schlag empfangen, der mich umbringen würde, nimmt Christus den auch noch in Kauf und er stirbt für meine Sünde. In Jesus Christus ist es erfüllt worden und das ist wunderbar. In seinem Leben erkennen wir, was für ein liebevoller, wundervoller Charakter er ist. Das hat er getan für mich. Ich hätte den Tod verdient, aber er starb für mich, obwohl ich ihn doch zuerst geschlagen habe. Ich bin doch gegen ihn vorgegangen. Ich habe ihn doch verraten. Ich habe ihn doch ins Angesicht geschlagen. Aber er nimmt den zweiten Schlag auch und er sagt: „Handelt auch so. Habt Liebe im Herzen.“ Etwas völlig Neues für die Menschen damals, das so zu hören.
Dann sagt er hier im zweiten Teil: „Wenn dir einer vor Gericht gehen will mit dir und er will dein Hemd nehmen, dem lass ihn auch den Mantel.“ Ist das nicht im Leben Jesu genauso passiert? Ist nicht auch Jesus Christus, als sie ihn vor Gericht gebracht haben und ihn ans Kreuz gehängt haben, haben sie nicht das Los über seine Kleider geworfen? Haben sie nicht seine Kleider unter sich zerteilt? Sie haben seine Kleider zerteilt und sie haben um den Mantel das Los geworfen. Und dann sagt Jesus Christus am Kreuz: „Vater, vergib ihm, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Sie haben gerade ihm sein Hemd, seine Kleider genommen und jetzt gibt er ihnen das Gewand oder den Mantel der Gerechtigkeit. In Jesus Christus ist genau das erfüllt worden. Er sagt: „Handelt auch so. Seid auch so gesinnt, wie Jesus Christus es war.“ Wenn sie von euch fordern, dann gebt ihm. Wenn sie euch vor Gericht bringen, betet für sie, betet für eure Feinde.
In Jesus Christus erfüllt oder hier Vers 41: „Wenn dich jemand nötigt, eine Meile weit zu gehen, so geh zwei mit ihm.“ Ist das nicht auch erfüllt worden im Leben Jesu Christi? Ist nicht auch Jesus Christus den Weg vorgegangen, den wir gehen müssen? Hat er uns nicht gezeigt, wie der Weg zum Leben ist? Ist er nicht den schmalen Weg auf Erden gegangen? Er ist vorausgegangen, damit wir ihm nachfolgen können. Aber gleichzeitig sagt er: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Er geht den Weg mit uns nochmal mit jedem Einzelnen. Er ist die Meile vorausgegangen und er geht noch eine extra Meile. In Jesus Christus wurde gezeigt, was es heißt, das Alte Testament zu erfüllen, das Gesetz im Herzen zu erfüllen. Und daran soll uns ein Beispiel nehmen. So wie Christus gelebt und geliebt hat, so sollen auch wir leben und lieben.
Ein wunderbarer Gott. Und das wurde schon im Alten Testament deutlich. Wir kennen aus unserer Lektion in Micha 6, 6 bis 8 die Aussage im Alten Testament, die eigentlich schon ganz auf die Bergpredigt hinweist. Micha 6, 6 bis 8: „Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem erhabenen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat der Herr Wohlgefallen an Tausenden von Widdern und an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung? Die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert. Was anderes als Recht zu tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott.“ Im Alten Testament wird es schon ganz deutlich: Ich habe gar keinen Gefallen an diesen ganzen Schlachtopfern, Brandopfern, an Selbstkasteiung. Ich möchte, dass ihr Liebe übt, dass ihr demütig seid von mir. Ich möchte Gerechtigkeit. Gott hat nichts anderes von den Menschen gefordert. Das ist der Gott des Alten Testamentes. Was hat er für seine Kinder gekämpft, um ihnen das klarzumachen? Und kaum einer wollte es verstehen. Im Alten Testament klingt ja die Bergpredigt schon an in Micha 6, 6 bis 8 und in vielen, vielen anderen Versen. In der Bergpredigt wird nur zusammengefasst: „Schaut mal, das ist das Gesetz. Das habe ich versucht, euch zu sagen im Alten Testament, aber ihr habt nicht hören wollen.“ Und Christus gibt nun diese Lösung, diese wundervollen Verheißung und er erklärt das Alte Testament. Und er macht das so wunderbar und so vollkommen, dass am Ende die Menschen sagen: „Wow, das haben wir von unseren Schriftgelehrten und Pharisäern noch nie so gehört.“
Unsere Lektion schließt ab am Donnerstag mit einem Kapitel, das aus der Bergpredigt herausspringt. Wir gehen nämlich in Kapitel 13, Matthäus 13. Das sind die Worte des Reiches Gottes empfangen, heißt dieses Kapitel in unserer Lektion. Und in Matthäus 13 lesen wir ein paar Gleichnisse. Genau genommen sind das hier gleich drei Gleichnisse. Und wir lesen mal Matthäus 13 Vers 44 bis 46. „Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jeden Acker. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ Zwei Gleichnisse. Und Jesus Christus in beiden Gleichnissen erzählt hier einmal von diesem Schatz im Acker. Jemand fand einen Schatz und er wollte diesen haben. Also ging er hin, verkaufte alles, was er hat, ging zurück und kaufte diesen Acker. Dieser Schatz war ihm so wertvoll, dass er alles verkauft hat, was er besitzt. Alles, was er hat, gab er hin, um das zu haben. Und das Gleiche erklärt er nochmal in Vers 45 und 46 dieser kostbaren Perle. Ein Kaufmann findet eine Perle und die ist ihm so wertvoll. Auch hier heißt es, Vers 46: „Er ging hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ Er gab alles für diese Perle. Nun, diese beiden Gleichnisse sind interessant, dass hier zwei Gleichnisse eigentlich genau das Gleiche ausdrücken. Denn ich glaube, das sollen sie auch. Das Reich der Himmel gleicht einem Schatz im Acker. Jemand geht hin, findet das, sagt: „Wow, das ist das Himmelreich. Das ist der große Preis. Das ist der Segen Gottes. Das würde Gott mir geben, mir Sünder. Er würde mir das ewige Leben geben. Er würde mir ewige Freude im Himmelreich geben. Und er verspricht sogar jetzt auf der Welt bei mir zu sein.“ Dafür verkaufe ich alles, was ich habe. Ich gebe alles raus, was ich besitze. Ich gebe meine Hobbys auf, wenn es sein muss. Ich gebe sogar meine Freunde auf, die schlecht sind für mich. Ich verkaufe sogar mein Besitz, wenn es sein muss. Ich achte alles für nichts um dessen Willen. Ich möchte diesen Preis erlangen. Christus sagt: „So ist das Himmelreich.“ Das Himmelreich gleicht so etwas. Jemand, der alles aufgibt, um das zu empfangen. Und das müssen wir auch. Wir müssen unser altes Ich aufgeben, um das neue Herz zu empfangen. Wir müssen unsere alten Gewohnheiten, unsere Sünden, unser schlechtes Leben aufgeben, um das zu empfangen. Und wir geben buchstäblich unser Leben für das. Und das ist im zweiten Gleichnis das Gleiche nochmal. Da ist jemand, der eine kostbare Perle findet. Ein Kaufmann findet eine kostbare Perle, verkauft alles, was er hat und kauft diese Perle. Diese Perle schien außergewöhnlich wertvoll zu sein für ihn. Und genau das ist genau die gleiche Idee.
Aber schaut mal, das ist auch erfüllt worden. Jesus Christus. Jesus Christus hat dich gefunden und er findet dich so wertvoll, dass er dich retten möchte. Er möchte dich besitzen, er möchte dich haben. Und um dich zu bekommen, um dich zu kaufen, muss er einen hohen, hohen Preis zahlen. Und er ging hin und er verkaufte alles, was er hatte. Und was hatte er? Er hatte seinen Thron im Himmel, er hatte sein Leben. Und er hat dann nicht beides geopfert, um dich frei zu kaufen von der Sünde. Er hat seinen Thron nicht aufgegeben, im Himmel, auf die Erde, wurde als ein Baby in einer Krippe geboren, lebte ein Leben in Verfolgung und Armut und am Ende starb er für dich. Er hat sein Leben gegeben, damit du gerettet wirst, weil dein Leben so einen unvorstellbar hohen Preis für ihn hat. Du bist ein Unikat. Er kann dich nicht noch einmal machen. Wenn du verloren gehst, bist du wirklich für immer verloren. Wenn du verloren gehst, wird er nicht sagen: „Ich mache mir einen neuen Menschen.“ Er schafft ihn einfach nochmal. Sondern er ist verloren. Und deswegen war es für Jesus Christus kein Preis zu hoch, den er für dich hätte zahlen können. Und so gab er sogar sein eigenes Leben. Er verkaufte wirklich alles, was er hat, um dich frei zu kaufen.
In unserer Lektion schließt noch ein weiteren Gleichnis ab. In unserem Donnerstag-Thema gehen wir noch ein paar Verse weiter von 47 bis 52 und damit wollen wir es hier auch abschließen. Das sollen die letzten Verse sein. Hier heißt es: „Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen zusammenbrachte. Als es voll war, zogen sie es ans Ufer, setzten sich und sammelten die Guten in Gefäße, die Faulen aber warfen sie weg. So wird es am Ende der Weltzeit sein. Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern, um sie in den Feuerofen zu werfen. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“ Jesus sprach zu ihnen: „Habt ihr das alles verstanden?“ Sie sprachen zu ihm: „Ja, Herr.“ Da sagte er zu ihnen: „Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.“ Ein Schriftgelehrter, der Neues und Altes hervorholt aus seinem Schatz. Er sagt: „Überleg mal, das Himmelreich gleicht auch einem Fischernetz, das ins Meer geworfen wird und viele, viele bleiben drin hängen, werden gesammelt. Aber in diesem Himmelreich, wie das Netz symbolisiert, da sind Gute und die werden in Gefäße gesammelt und es sind Schlechte, die werden weggeschmissen.“ Und jetzt sagt Christus: „Wisst ihr, das ist genauso auf der Erde. Das Reich Gottes wird verkündet und viele sind es, die herzukommen. Aber einige sind gut und einige sind faul. Einige werden in die Gefäße gesammelt, andere werden verbrannt.“ Nun, viele Menschen, die von diesem Wort Gottes hören, die von dem Reich Gottes hören und sich angezogen fühlen, zum Reich Gottes dazuzugehören, werden zusammenkommen und sie werden sich zum Reich Gottes versammeln. Aber einige haben ihr altes Leben nicht aufgegeben. Sie haben das neue Leben nicht in sich. Sie sind faul, ohne Leben. Und wenn sie dieses neue Leben nicht in sich haben, die toten Fische, die mit gefangen wurden, sie werden hinweggeschmissen. Sie sind ungenießbar. Und so sagt Jesus: „So ist das Himmelreich.“ Viele, viele Menschen werden zusammenkommen. Aber es gibt Menschen, auch heute noch, die ihr Leben nicht aufgeben wollen, die zur Gemeinde dazugehören wollen, die sich für Christus entscheiden, aber ihm dabei nicht ihr Leben übergeben, sondern sich an ihrem alten Leben festhalten. Das können alte Gewohnheiten sein. Das können Freunde sein. Vielleicht kann das sogar der Beruf sein. Das können viele Dinge sein, von denen wir wissen, Gott hat keinen Gefallen daran. Und in unserem neuen Leben können wir diese Dinge nicht mitnehmen. Aber wir können sie auch nicht aufgeben. Wir wollen sie nicht aufgeben. Und so kann sich das neue Leben in uns nicht entfalten, weil wir in den alten Dingen gefangen sind. Und ohne neues Leben sind auch wir wie tote Fische. Und sie werden ausgesondert werden. Das Reich der Himmel gleicht einem Fischernetz. Wie viele Menschen zählen sich zur Gemeinde Gottes? Und wie traurig, dass nicht alle ein neues Leben haben. Wie traurig, dass Menschen versuchen, in ihrem alten Leben weiter zu existieren, aber zur Gemeinde Gottes hinzukommen. Versteht mich nicht falsch, es ist kein Akt von jetzt auf gleich. Die Bibel sagt, Johannes der Täufer spricht dieses Gleichnis und sagt: „Christus, also er, muss aber zunehmen, ich muss abnehmen.“ Also in meinem Leben muss ein Wandel geschehen. Ich muss Dinge opfern für Jesus Christus. Ich muss mein altes Leben Stück für Stück aufgeben, bis mein neues Leben 100 Prozent hat. Bis ich ein neues Herz habe. Bis wirklich jeder Bereich in meinem Herzen Christus gehört und dann gehört mir das Himmelreich. Und ich wünsche mir, dass jeder von uns das annehmen kann. Dass jeder von uns in seinem Herzen immer wieder prüft, auch am Gesetz Gottes, wie Paulus sagt, zu sehen: Sind da noch Dinge in meinem Leben, die weg müssen? Sind da Dinge, die ich aufgeben muss? Sind da Dinge, die ich neu annehmen darf? Sind da Dinge, die ich endlich mal aus Liebe tun kann und nicht aus Pflichtgefühl? Dann mach den Schritt und bitte den Geist Gottes, dass er dir hilft. Bitte den Geist Gottes, dass er dir Sünde aus dem Herzen wegnimmt, falsche Gedanken, böse Taten und dass dir die Liebe zu den guten Dingen ins Herz legt. Die Liebe zu den Dingen, die du in der Welt tun willst. Gute Dinge, die dein Leben bereichern und die auch ein Zeugnis und ein Segen für die Menschen um dich herum und für deine Geschwister sind. Das kannst du nicht aus eigener Kraft schaffen, aber Paulus sagt: „Hier müssen wir den Geist Gottes bitten.“ Das wird Zeugnis der einen Römer dreizehn. Der Geist Gottes ist der Schlüssel der Liebe zu unserem Herzen. Amen.
Lass uns noch gemeinsam beten. Unser lieber Vater im Himmel, wir danken dir dafür, dass du uns diese Bergpredigt gegeben hast. Wir wollen dir von Herzen dafür danken, dass wir diese Worte des Lebens aufnehmen durften. Und danke, Herr, dass du das Gesetz aus dem Alten Testament, dass du es wie das neue Licht gestellt hast und dass wir sehen können, Herr, wie vollkommen und wunderbar dein Wort ist. Bitte hilf uns, Herr, in deinem Licht treu zu wandeln, dass auch wir ein Licht auf der Welt sind und dass die Menschen, wenn sie unsere Taten sehen, dich loben und preisen, weil du ein wundervoller Gott bist mit einem wundervollen Charakter. Hab Dank dafür, Herr. Im Namen Jesu bitten wir dies. Amen.
Ich würde mich freuen, wenn ihr auch nächste Woche wieder dazukommt, wenn wir in unser Thema Nummer vier hineingehen. Lektion Nummer vier heißt: „Steh auf und geh, Glaube und Heilung.“ Wir gehen weiter durchs Matthäusevangelium und seid gespannt, was uns da alles erwartet. Das Matthäusevangelium hat viele, viele verborgene Schätze, die es auszugraben gilt. Ich würde
[57:00] mich freuen, wenn ihr dann wieder einschaltet. Gottes Segen euch.