Veröffentlicht am
1.030 Klicks

Manuskript zur Sendung >>> CSH_Manuskript_2016-2nd-Nr-6

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour 2016 Q2 über das Evangelium nach Matthäus spricht Chiara Castoro über das Thema „In Christus ruhen“. Sie beleuchtet, wie Jesus uns einlädt, unsere Lasten bei ihm abzugeben und Ruhe für unsere Seelen zu finden. Dabei wird die Bedeutung des Jochs Jesu und die Unterscheidung zu anderen Jochen, wie dem der Knechtschaft, erklärt.

Ein zentraler Punkt ist die Betrachtung des Sabbatgebots im Licht der Lehren Jesu. Es wird gezeigt, wie Jesus das Sabbatgebot im Kontext von Liebe und Barmherzigkeit interpretiert und wie dieses Gebot auch heute noch seine Gültigkeit hat. Die Lektion ermutigt dazu, den Sabbat als eine Zeit der Ruhe, der Gemeinschaft und des Dienstes zu gestalten.

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Chiara Castoro wird das Thema „In Christus ruhen“ anhand des Matthäusevangeliums beleuchtet. Es wird erklärt, was es bedeutet, Jesu Joch anzunehmen und wie dies zu wahrer Ruhe führt, im Gegensatz zu den Lasten der Sünde oder menschgemachten Regeln. Anhand von Bibelstellen aus Matthäus, Galater, Johannes und Jesaja wird die Bedeutung von Ruhe in Christus und die richtige Auslegung des Sabbatgebots erläutert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2016 Q2: Das Evangelium nach Matthäus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen bei joelmedia.de. Ich freue mich sehr, dass Sie zugeschaltet haben und ich freue mich sehr, dass wir zu dieser Serie, das Evangelium nach Matthäus, eine weitere Folge gemeinsam haben dürfen. Und das Thema von dieser Folge ist: In Christus ruhen.

Nun, wir haben die Serie so angefangen, dass wir gerne Merkverse auswendig lernen möchten. Und ich lade euch einfach ein, dass ihr auch zu diesem Studium euren Vers aus dem Matthäusevangelium nehmt und es auswendig lernt, damit es gut ist für unseren Verstand, aber vor allem, dass wir es in unserem Herzen prägen können. Aber bevor wir auch mit dem Studium beginnen, möchte ich gerne mit euch zusammen reden. Herr, ich möchte dir danken, dass wir dein Wort haben dürfen. Herr, ich möchte dir danken, dass wir auch in dir ruhen dürfen. Herr, bitte zeige du uns, wie wir das können. Herr, schenke uns ein offenes Herz, ein offenes Ohr für dein Wort und ja, dass wir das in unserem Leben anwenden können. Ich danke dir dafür. Amen.

Nun ist es in unserer Zeit so, dass jeder Einzelne von uns irgendwelche Lasten zu tragen hat. Für manche von uns ist es vielleicht der Arbeitsstress oder Depressionen wegen Schwierigkeiten in den Familien oder Probleme, die man vor sich hat und die man nicht weiß, wie man sie lösen muss. Und das bringt uns meistens auch zur Unruhe. Wir haben vielleicht schlaflose Nächte. Und es gibt auch viele von uns, die vielleicht auch Christen beobachten und ungern, so wie Christen Christ sein möchten, denn viele vermitteln, dass Christsein doch eine Last ist. Aber wir möchten sehen, was eigentlich Jesus dazu zu sagen hat und was er uns eigentlich schenken möchte.

In Matthäus Kapitel 11 und dort Vers 28 bis 30 möchten wir gemeinsam lesen. Und genau, ab Vers 28: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. Und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Nun, in der Elberfelder Übersetzung steht, ich möchte euch Ruhe geben, zweimal. Es scheint Jesus wichtig zu sein, dass wir in ihm Ruhe finden. Er möchte uns das schenken.

Aber was ist dieses Joch, das wir nehmen sollen, damit wir auch diese Ruhe empfangen können? Die Bibel erklärt über das Joch und es gibt verschiedene Bibeltexte, die darüber sprechen. Und es gibt verschiedene Arten von Jochen. Zum Beispiel in Galater Kapitel 5, Vers 1, da lesen wir von einem Joch. Das möchten wir lesen. Galater Kapitel 5, Vers 1, da steht: „Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein Joch der Knechtschaft belasten.“ Nun, es gibt wohl Christus, der uns frei macht und der uns frei machen möchte. Und es gibt dieses Joch der Knechtschaft, was wohl gegensätzlich ist zu dem, was Jesus uns schenken möchte.

Aber vorerst auch noch eine andere Frage: Was ist eigentlich ein Joch? Ein Joch hat man auf Tiere früher auferlegt, zum Beispiel auf Ochsen oder auf andere Tiere, damit es für sie wie eine Arbeitserleichterung ist. Denn die Last wurde dann besser verteilt auf ihnen. Und genau das ist auch, was Jesus uns schenken möchte: eine Arbeitserleichterung.

Nun müssen wir einen anderen Vers lesen. In 1. Johannes Kapitel 5, Vers 3. 1. Johannes Kapitel 5, Vers 3, da steht: „Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer.“ So wie das Joch leicht ist, so sind auch die Gebote nicht schwer. Aber welchen Zusammenhang hat es? Und auch da möchte ich mit euch einen anderen Vers lesen, den wir in Römer finden. Römer Kapitel 6 und dort Vers 15 bis 18. Römer Kapitel 6, ab Vers 15: „Was nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Auf keinen Fall! Wisst ihr nicht, dass wem ihr euch zur Verfügung stellt als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorcht? Entweder Sklaven der Sünde zum Tod oder Sklaven des Gehorsams zur Gerechtigkeit. Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, die euch übergeben worden seid. Freigemacht aber von der Sünde seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.“

Nun erscheint es so, dass wir ein Joch tragen und wir können entscheiden, was für ein Joch wir tragen möchten. Ob es dieses Joch ist, der Sklaverei der Sünde oder das Gesetz Gottes. Und es gibt auch eine andere Bedeutung zu dem, dass Jesus sagt: „Nehmt auf euch mein Joch.“ Denn wie gesagt, ein Joch werden wir tragen. Und um Jesu Joch annehmen zu müssen, müssen wir oftmals unser Joch, das wir uns auferlegt haben, ablegen. Und das kostet viel. Es kostet Überwindung gegen das eigene Ich und es bedeutet, seinen Willen, dem Willen Gottes und den Geboten Gottes unterzuordnen. Aber Jesus verspricht, dass sein Joch nicht schwer ist, dass er leicht ist, dass er sanft ist und dass er zur Ruhe bringt. Und es ist eine Schule Gottes auch, wie wir immer Jesus ähnlicher werden können.

Jesus beginnt in Matthäus 11, Vers 28 mit „Kommt her“. Es gibt auch andere Bibelstellen in der Bibel, die mit „Kommt her“ beginnen. Und wir möchten auch diese Einladungen, die die Bibel uns gibt, mal lesen. Zum Beispiel im Psalm Kapitel 34. Psalm Kapitel 34 und dort Vers 12. Psalm 34, Vers 12 steht: „Kommt, ihr Söhne, hört mir zu. Die Furcht des Herrn will ich euch lehren.“ Hier sagt der Psalmist: „Kommt her, ich will euch lehren, wie man Gott fürchtet, wie man Gott gehorsam sein kann.“ Und in Psalm 66, Vers 5 steht: „Kommt und seht die Großtaten Gottes. Fürchterlich ist sein Tun gegenüber den Menschenkindern.“ Und im gleichen Kapitel, dort Vers 16: „Kommt herzu, alle, die ihr Gott fürchtet, dass ich erzähle, was er in meiner Seele getan hat.“ Wenn wir zu Jesus kommen, wenn wir zu ihm kommen, dann haben wir die Gelegenheit, dass wir aus ihm lernen können. Lernen, wie wir Gehorsam, wie seine Gebote halten können und lernen auch, was er für große Taten und Wunder für uns getan hat.

Es gibt aber auch ein Joch, das wir brechen sollen. So beschreibt es zumindest Jesaja, Kapitel 58. In Jesaja, Kapitel 58 steht im Vers 6: „Ist nicht vielmehr das ein Fasten, an dem ich gefallen habe: ungerechte Fesseln zu lösen, die Knoten des Joches zu öffnen, Gewalttätige als frei zu entlassen und dass ihr jedes Joch zerbrecht?“ Wir haben auch eine Aufgabe, und zwar, Joche zu zerbrechen und nicht aufzuerlegen. Und dieses Joch, das wir zerbrechen, ist dieses Joch der Sünde. Und es gibt ein Joch, das wir auferlegen und nehmen müssen, so wie auch Jesus sagt.

Und in Jesaja, Kapitel 48, Vers 17 und 18 steht: „So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt zu deinem Nutzen, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst. Ach, hättest du doch auf meine Gebote geachtet, dann wäre wie der Strom dein Friede gewesen und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres.“ So ist es nun, dass wir Frieden empfangen, wenn wir auf die Gebote Gottes achten. Es ist eigentlich ein sehr großes Versprechen. Aber wie funktioniert das praktisch?

Wir wollen uns näher anschauen, was auch Jesus in Matthäus 12 dann für Beispiele bringt. Denn als Jesus diese Sätze spricht: „Kommt her zu mir, alle, die mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe schenken“, beginnt er zu lehren, wie eigentlich das Sabbatgebot zu halten ist, also einer von den zehn Geboten. Und wir wollen jetzt auch in Kapitel 12 lesen von Matthäus und dort die Verse 1 bis 8, damit wir den ganzen Kontext vor uns haben.

„Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saatfelder. Es hungerte aber seine Jünger, und sie fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen. Als aber die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte? Wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, die er nicht essen durfte, noch die bei ihm waren, sondern allein die Priester? Oder habt ihr nicht in dem Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen und doch schuldlos sind? Ich sage euch aber: Größeres als der Tempel ist hier. Wenn ihr aber erkannt hättet, was das heißt: Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.“

In Vers 1 und 2 sehen die Pharisäer, dass die Jünger Jesu Ähren gepflückt haben und das schien für die Pharisäer wie eine Arbeit zu sein und deswegen sagten sie, sie haben den Sabbat gebrochen. Doch wenn wir in den Fünf Büchern Mose nach diesem Gebot suchen, dann werden wir keins finden. In Wirklichkeit ist es ein jüdisches Gesetz, was dazu erfunden wurde, ein Extragesetz, damit der Sabbat auch richtig gehalten wird nach ihren Meinungen. Aber Jesus sagt, wir sollen kein weiteres Joch hinzufügen, sondern das Joch von Jesus annehmen und von ihm lernen, was z.B. auch der Sabbat bedeutet.

Wenn wir jetzt in Vers 8 lesen, da steht auch: „Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.“ Das heißt, hier sagt Jesus nicht, der Sabbat ist nicht mehr zu halten, sondern er sagt: „Ich weiß und von mir könnt ihr lernen, wie der Sabbat zu halten ist.“ Und er bringt hier zwei Beispiele, um die Pharisäer auch zum Nachdenken zu bringen. Das erste Beispiel ist das Beispiel mit David und die Schaubrote. Die Schaubrote waren eigentlich nur für den Heiligtumsdienst gedacht und David ist hungrig und mit seinen Soldaten und geht hin zum Priester und fragt ihn nach den Schaubroten. Und der Priester gibt sie ihm, denn er hatte erkannt, dass die Schaubrote und der Heiligtumsdienst wichtig sind, aber dass der Mensch viel wichtiger ist. Und an einer anderen Stelle sagt auch Jesus, dass der Sabbat für den Menschen geschaffen ist und nicht der Mensch für den Sabbat.

Und so auch das zweite Beispiel, was Jesus hier bringt: die Priester und ihren Dienst im Tempel, dass sie ja durch ihren Dienst am Sabbat den Tempel entweihen, denn sie tun arbeiten, sie arbeiten an diesem Tag. Und doch ist es erlaubt, denn es ist ein Segen für die Menschen. Ich möchte es aber wiederholen: Jesus sagt nicht, der Sabbat ist nicht wichtig, sondern er sagt, der Mensch ist viel wichtiger. Und deshalb soll der Sabbat richtig gehalten werden, wie es wirklich gemeint ist. Und er sagt: „Lernt von mir.“

In Matthäus Kapitel 12, Vers 9 bis Vers 13 steht dann die andere Geschichte über den Sabbat. Ab Vers 9: „Und als er von dort weiterging, kam er in ihre Synagoge. Und siehe, da war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen, damit sie ihn anklagen könnten? Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? Wie viel wertvoller ist nun ein Mensch als sein Schaf? Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun.“ Dann spricht er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus.“ Und er streckte sie aus und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.

Darf man am Sabbat heilen? Das ist die Frage, die sich die Juden damals gestellt haben. Denn das Heilen war auch doch wie Arbeit gleichgestellt für die Juden. Aber Jesus nimmt hier ein Beispiel, und zwar das Beispiel von diesem Schaf, das in eine Grube fällt. Und jeder würde etwas Gutes tun wollen für dieses Schaf und würde ihm helfen. Aber ein Mensch ist viel wichtiger als ein Schaf und auch er soll geholfen werden, wenn es am Sabbat auch ein zerbrochenes Herz hat.

Und mir gefällt sehr auch ein Parallelvers zu diesen Versen. Markus erzählt auch von dieser Geschichte in Markus Kapitel 3. Und dort wird die Geschichte ein bisschen anders erzählt. Die Pharisäer fragen sich: Wird das Heilen am Sabbat wohl richtig sein? Und Jesus ruft diesen Mann mit der verdorrten Hand und lädt ihn in die Mitte ein. Und in Markus Kapitel 3, Vers 4 steht: „Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun? Das Leben zu retten oder zu töten?“ Sie aber schwiegen.

Und daraufhin reagieren die Pharisäer in einer besonderen Art und Weise. Wenn wir zum Beispiel in Matthäus 12 zurückgehen und dort Vers 14 lesen, steht: „Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.“ Das ist eine sehr harte Reaktion. Wie kann es sein? Jesus hatte einen Menschen geheilt und die Pharisäer, die reagieren so, dass sie sogar überlegen, wie sie Jesus umbringen könnten. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die selbstgemachten Gesetze über den Sabbat ihnen viel wichtiger waren, als das Sabbatgesetz selbst. Denn durch diese Gesetze konnten sie strahlen. Sie konnten zeigen, wer sie wirklich sind. Und jeder konnte sehen, dass sie gute Menschen waren, dass sie gesetztreue Menschen waren.

Ellen White schreibt dazu im „Leben Jesu“ auf Seite 274 eine Beschreibung zu diesem Text. Und hier steht: „An einem anderen Sabbat sah Jesus beim Betreten einer Synagoge einen Mann mit einer verdorbenen Hand. Die Pharisäer beobachteten ihn gierig, um zu sehen, was er tun würde. Jesus wusste wohl, dass er als Übertreter des Gesetzes angesehen würde, wenn er am Sabbat heilte. Dennoch zögerte er nicht, die Schranken der übernommenen Menschensatzungen, die den Sabbat umzäunten, niederzureißen. Bei den Juden herrschte die Regel, dass wer eine gute Tat unterließ, gleichzeitig eine böse Tat beging. Ein gefährdetes Leben nicht zu retten, bedeutete es, zu töten. So schlug Jesus die Juden mit ihren eigenen Waffen.“

Ich möchte mit euch nochmal in Vers 12 lesen. In Matthäus 12, Vers 12. Da steht: „Wie viel wertvoller ist nun ein Mensch als ein Schaf? Also ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun.“ Wir dürfen nicht vergessen, dass Jesus, als er über die 10 Gebote spricht und sie zusammenfasst, sie in zwei Gebote zusammengefasst hat. Die auch Zitate waren aus dem Alten Testament. Das erste hieß: „Du sollst deinen Gott lieben“ und das zweite: „Du sollst deinen Nächsten lieben.“ Und wenn wir in 1. Johannes lesen, 1. Johannes, Kapitel 4, und dort Vers 16 lesen wir: „Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm.“ Gott und Jesus und seine Gebote sind Liebe. Und so wie auch das in Vers 3 steht von Kapitel 5, 1. Johannes 5, Vers 3: „Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer.“

Das Sabbatgebot ist in diesen 10 Geboten beinhaltet und so müssen wir davon ausgehen, dass auch das Sabbatgebot ein Gebot der Liebe ist. Wenn wir uns überlegen, wie wir unseren Sabbat gestalten möchten, so lasst uns auch überlegen, was wir für Freuden schenken können unseren Mitmenschen, zum Beispiel unseren Kindern und Jugendlichen, dass es für sie nicht zu einer Last wird, weil sie es langweilig finden, zum Beispiel zu Hause nichts zu tun, das nicht zu machen und jenes nichts zu tun, sondern dass wir ihnen was anbieten, was ihnen Freude macht, zum Beispiel Sabbatspiele oder Menschen helfen, Kranke besuchen gehen, Gottes Wort studieren.

Wenn wir in den 10 Geboten lesen und dort das Sabbatgebot, erkennen wir selbst auch in den Sabbatgeboten, dass die gleichen Prinzipien da sind, wie sie Jesus hier Matthäus 11 und 12 genannt hat. Aber zuerst möchte ich mit euch lesen, wann das erste Mal über den Sabbat gesprochen wird und zwar bei der Schöpfung. 1. Mose Kapitel 2 und dort 1 bis 3, da steht so: „So wurden der Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet. Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte. Dies ist die Entstehungsgeschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden.“

An diesem Tag ist ein besonderer Segen und als erstes ist Gott selbst ein Vorbild und der in seiner sechstätigen Schöpfung gleich danach einen Tag nimmt, wo er sich ruhen kann, der siebte Tag. Und er ruhte und er schaute, was er gemacht hatte und er nahm sich auch Zeit, mit den Menschen, mit den Tieren Gemeinschaft zu haben. Und wir möchten aber auch jetzt in 2. Mose 20 lesen, wo die zehn Gebote stehen. In 2. Mose Kapitel 20 und dort Vers 8 bis 11. 2. Mose Kapitel 20 und dort Vers 8 bis 11, da steht: „Gedenke des Sabbat-Tages, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag. Darum segnete der Herr den Sabbat-Tag und heiligte ihn.“

Nun, es gibt hier verschiedene Punkte, die wichtig sind in diesem Gebot. Als erstes wird auch wieder hier wiederholt, dass der Sabbat eine Erinnerung ist für die Schöpfung. Das heißt, wenn wir uns am Sabbat ruhen, dann nehmen wir uns auch Zeit, über die Schöpfung nachzudenken, über Gott und über sein Werk, das er vollbracht hat, damit es uns gut geht. Weiterhin ist es auch eine Einladung, den Sabbat nicht alleine zu erleben oder zu halten, sondern es ist hier auch ein Gebot, dass auch der Sohn, die Tochter, die Knechte und alle, einfach der Nächste, auch in den Genuss kommt von der Sabbatruhe.

Und deswegen wiederholt eigentlich Jesus im Neuen Testament eigentlich Prinzipien, die es schon im Alten Testament gab. Und wir wollen auch die Wiederholung der Gebote lesen im 5. Mose, im 5. Mose 5. 5. Mose, Kapitel 5, steht im Vers 12 bis Vers 15: „Beachte den Sabbat-Tag, um ihn heilig zu halten, so wie der Herr, dein Gott, es dir geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind, dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt, damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen, wie du. Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der Herr, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestreckten Armen von dort herausgeführt hat. Darum hat der Herr, dein Gott, dir geboten, den Sabbat-Tag zu feiern.“

Hier sehen wir, dass das Sabbatgebot im 5. Mose 5 sehr ähnlich ist wie im 2. Mose 20, aber es gibt eine kleine Abänderung. Und zwar hier möchte Gott den Schwerpunkt zusammenfassen, dass der Sabbat auch für den Sklaven ist und er deshalb auch an diesem Tag ruhen soll. Denn wir waren auch Sklaven in Ägypten. Wir waren Sklaven der Sünde. Und Jesus hat dieses Joch der Sklaverei gebrochen. Er hat uns die Lösung gegeben für die Sünde und er möchte uns daran erinnern, für das, was er getan hat für uns. Und als Dank und als Dankbarkeit müssen wir Gemeinschaft mit Gott halten und diesen Sabbat auch nutzen, um über ihn nachzudenken und über das, was er für uns getan hat.

Nun ist das Sabbatgebot ein ewiges Gebot. Denn wenn wir in Jesaja lesen, Jesaja Kapitel 66, in Jesaja Kapitel 66, lesen wir von der neuen Erde und dort in Vers 22 und 23 steht: „Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, von mir bestehen, spricht der Herr, so werden eure Nachkommen und eure Namen bestehen. Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“ Das Sabbatgebot ist nicht ein alttestamentliches Gebot, und es ist ein neutestamentliches Gebot. Es ist ein ewiges Gebot. Denn sogar Jesus hat ihn gehalten und Jesus selbst sagt, er ist der Herr über den Sabbat.

Und ich hoffe, dass wir auch heute durch diese Lektion besser auch die Bedeutung des Sabbats verstehen können. Und vielleicht können wir uns vornehmen, dass wir nächsten Sabbat einfach auf eine andere Art gestalten wie die vorherigen. Dass wir eine Freude schenken oder Freude schenken an die Menschen, die um uns herum sind. Dass wir Zeit uns nehmen für Gottes Wort, für die Gemeinschaft mit unseren Geschwistern und dass wir auch Kranke besuchen, dass wir Gutes tun. Und ich möchte euch einladen, dass wir das auch vor Gott legen, dass er uns dabei hilft. Und ich möchte euch bitten, dass wir gemeinsam beten.

Ich möchte dir danken, dass du so gut zu uns bist, dass du uns auch die zehn Gebote geschenkt hast, Herr. Du hast sie uns geschenkt als dein Joch und es ist ein leichtes Joch, Herr. Deine Gebote sind nicht schwer. Und wir haben gemerkt, dass durch das Sabbatgebot, dass du uns was Besonderes schenken möchtest. Du möchtest uns die Ruhe schenken, die die Welt uns nicht schenken kann, Herr. Und du möchtest uns dadurch auch helfen, all die Lasten zu tragen, Herr, die wir in dieser Welt zu tragen haben, Herr. Ich möchte dich bitten, dass du uns die Kraft gibst, auch das, was wir gelesen haben, studiert haben, dass wir das umsetzen können, Sabbat für Sabbat, damit auch die Menschen, die um uns herum sind, ein Segen empfangen können. Amen.

Nun, ich freue mich, dass ihr zugeschaltet wart und ich freue mich, dass ich mit euch dieses Studium studieren durfte. Und ich möchte euch einladen, auch die nächste Folge euch anzuschauen, nächste Woche, mit dem Titel „Herr der Juden und Nichtjuden“. Es wird bestimmt ein spannendes Thema sein und auf Wiedersehen.


Lizenz

Copyright ©2016 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.