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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die biblische Begebenheit aus Markus 3 und Matthäus 12 beleuchtet, bei der Jesus einen blind und stumm geborenen Mann heilt. Der Vortragende analysiert die Reaktionen der Familie Jesu, die ihn für verrückt hält, und der Pharisäer, die ihm dämonische Kräfte unterstellen. Dabei wird die Bedeutung des Namens Beelzebul und die biblische Lehre über die Uneinigkeit als Ursache des Zusammenbruchs von Reichen und Häusern erläutert.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:00] In diesem Video wird die biblische Begebenheit aus Markus Kapitel 3, Vers 20-35 und Matthäus Kapitel 12, Verse 22-32 beleuchtet. Es wird thematisiert, wie die Familie Jesu ihn für verrückt hält, während er gleichzeitig ein blindes und stummes Kind heilt. Die Reaktion der Pharisäer, die ihm dämonische Kräfte unterstellen, und die tiefere Bedeutung des Namens Beelzebul werden analysiert.

[1:50] Wir steigen heute wieder in Markus ein, und zwar in Markus Kapitel 3. Wir haben in den letzten Monaten wenig aus Markus gelesen, aus dem einfachen Grund, weil Markus eine lange Lücke hat. Zwischen Markus 3 Vers 19 und Vers 20 steckt enorm viel, das in Matthäus und Lukas berichtet ist, unter anderem die gesamte Bergpredigt. Aber Markus, der ist relativ kurz und prägnant und auf dem Punkt und hat das alles weggelassen. Also in Markus 3 haben wir ab Vers 13 die Berufung der 12 Apostel und dann das, was wir über das ganze Jahr jetzt gemacht haben, fehlt. Und jetzt in Vers 20 steigen wir bei Markus wieder ein und werden natürlich dann jetzt auch gleich die Parallelferse bei Matthäus und Lukas lesen.

[2:39] In Markus 3 Vers 20 heißt es: "Und sie traten in das Haus, und es kam nochmals eine Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten." Immer und immer wieder in dieser Zeit ist Jesus von Leuten förmlich bedrängt worden. Die kamen immer und immer wieder, wir haben das gesehen bei der Bergpredigt, wir haben das gesehen, wenn er dann auf dem Schiff war. Immer und immer haben wir gesehen, die Leute kamen und haben ihm keine Ruhe gelassen. Sie wollten alle ihn berühren. Wenn ihr in Vers 9 seht zum Beispiel, da hatten wir das mal in einer anderen Geschichte, in Markus 3 Vers 9. "Und er befahl seinen Jüngern, ihm ein kleines Schiff bereitzuhalten, um der Volksmenge willen, damit sie ihn nicht bedrängen." Gerade der Markus berichtet immer wieder, wie Jesus gerade irgendwie mal Pause machen will und dann kommt die Volksmenge und die bedrängt ihn. Und Jesus hat keine Zeit. Und naja, er hat nicht mal Zeit zum Essen.

[3:41] Ist euch das schon mal so gegangen, dass ihr so viel für den Herrn getan habt, dass ihr nicht mal mehr Zeit zum Essen hattet? Also ich kenne das. Es kommt so vor, dass man so viel zu tun hat, man weiß gar nicht, was man essen soll. Ich kenne eine Stelle in der Bibel, wo Jesus auch hungrig war, aber er kam nicht zum Essen. Und dann kommen die Jünger mit dem Essen und sagen: "Isst." Welche Stelle ist das? Am Jakobsbrunnen in Johannes 4. Und dann sagt Jesus: "Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt." Und die sagen: "Was für eine Speise? Hat die mir jemand zu essen gebracht?" Und dann sagt er: "Meine Speise ist, dass ich den Willen meines Vaters tue und sein Werk vollende." Das Werk Gottes vollenden.

[4:28] Und nun, auch Jesus musste ab und zu tatsächlich essen. Man kann sich nicht nur von der Missionsarbeit ernähren. Aber Jesus wusste, es gibt manchmal sogar wichtigere Dinge, als dass ich meine zwei, drei Mahlzeiten am Tag habe. Nun, wir sollten schon regelmäßig essen, nicht falsch verstehen. Aber Jesus war so sehr beschäftigt mit dem Werk Gottes, dass er manchmal nicht mal essen konnte.

[4:50] Jetzt schaut mal in Vers 21, was das bewirkt. Der Vers ist sehr interessant. Fangen wir mal an. Wer sind wohl die, es heißt hier: "Und als die, welche um ihn waren?" Von welchen Menschen redet das hier? Was meint ihr?

[5:20] Die Seinigen, ganz genau. Es geht also nicht um die Menschen, die jetzt gerade neben ihm im Haus stehen, weil die müssen nicht erst irgendwo ausgehen, um ihn zu fassen. Sondern die Seinigen, eigentlich wörtlich im Griechischen, die von seiner Seite waren. Also die so neben ihm sind, im Sinne von wo er herkommt. Also auf deutsch seine?

[5:42] Seine Familie, seine Verwandten. Wir sagen auch Verwandt, weil man so Wand an Wand lebt quasi. Die an seiner Seite waren. Seine Familie, seine Angehörigen. Also wer waren seine Familie zu der Zeit? Seine Mutter. Der Josef war schon tot. Und seine Brüder, seine älteren Brüder. Also eigentlich genau genommen seine Halbbrüder. Die Halbbrüder, die der Josef schon mit in die erste Ehe gebracht hat. Also Geschwister. Möglicherweise gab es auch noch entfernte Tanten und ich weiß nicht was. Da sagt die Bibel jetzt nicht so viel darüber. Aber seine Verwandten, die hören davon jetzt.

[6:20] Wie haben die wohl davon gehört? Die haben ja nicht mit Jesus telefoniert. Wie haben die davon gehört? Also steht jetzt im Text nicht drin. Aber stellt euch vor, wie haben die davon gehört? Andere Leute. Die Nachricht von Jesus verbreitet sich. Wir haben ja immer gelesen, das verbreitet sich durch die ganze Gegend. Weil Jesus sagt immer: "Sag es niemandem, dass ich dich geheilt habe." Und die gehen immer raus und erzählen es überall hin. Und jetzt hören sie die Nachrichten. Sie hören, dass Jesus Menschen heilt, alles mögliche tut. Sie hören aber auch, dass er manchmal ganze Nächte durchbetet. Und dann hören sie, dass er nicht mal mehr isst. Und dann hören sie, dass sogar die Pharisäer sagen, er ist von Dämonen besessen. Haben wir letztes Mal behandelt.

[7:04] Und jetzt, was denken sie, als sie diese Berichte hören? Stellt euch vor, ihr habt jemanden, euer Verwandter und ihr hört, der schläft nicht mehr. Betet ganze Nächte durch. Ist nicht, nicht wahr? Und die Experten sagen, er ist von einem Dämonen besessen. Was ist ihre Angst? Sie haben also Angst, dass er sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Dass er sich nicht mehr selbst kontrollieren kann, dass er irgendwie den Verstand verliert. Jesus ist vielleicht verrückt. Das heißt, deine Familie, die ist jetzt nicht hier an dem Ort, sondern die hören das jetzt. Und das ist ganz interessant. Die machen sich jetzt auf den Weg. Und wir werden in ein paar Wochen sehen, während die Geschichte hier weitergeht, irgendwann kommen die an den Ort, wo Jesus ist. Das wird hier schon mal angedeutet. Die sind auf dem Weg.

[7:53] Und das Interessante ist, im Griechischen heißt es nicht: "Denn sie sagten, er ist von Sinnen", sondern sie sagten ständig: "Er ist von Sinnen." Also eine Sache, wenn ich sage: "Er ist total verrückt", und dann gehe ich los. Oder ob ich gehe und sage: "Wie kann der nur, der ist total verrückt, er muss von Sinnen sein." Kannst du dir das vorstellen? Also die reden ständig. Die können gar nicht aufhören damit. So sehr bewegt sie das. Jesus scheint verrückt zu sein.

[8:21] Kennt ihr noch im Alten Testament oder überhaupt in der Bibel Männer Gottes, die als verrückt bezeichnet worden sind? Der hat sich verrückt gestellt. Der hat auch einiges dafür getan. Der hat sich verrückt gestellt. Aber Leute, die einfach das Werk Gottes getan haben und die sind als verrückt bezeichnet worden. Außer Jesus. Einer ist recht bekannt, der stand in Ketten vor Agrippa und hat, das war der Paulus, und dann sagt nicht Agrippa, sondern Festus sagt, Festus sagt: "Paulus, du bist ganz von Sinnen, dass viele studieren, mach dich hier verrückt." Paulus.

[8:59] Ein anderes Beispiel, sehr interessant. Schaut mal, 2. Könige 9, Vers 11. Das ging einigen Propheten so im Alten Testament. 2. Könige 9, und dort Vers 11. Dort haben wir die Salbung von König Jehu. Und die Geschichte ist die, dass der Prophet Elisa einen der Prophetensöhne aussendet, um im Feldlager den Jehu zu salben. Und dann holt er ihn und salbt ihn, und dann heißt es hier in Vers 11, 2. Könige 9, Vers 11: "Als nun Jehu zu den Knechten seines Herrn herausging, sprach man zu ihm: Bedeutet es Friede? Warum ist dieser Verrückte zu dir gekommen?" Er sprach zu ihnen: "Ihr kennt doch den Mann und seine Rede." Also die Soldaten bezeichnen diesen Prophetenschüler, diesen Propheten, als einen Verrückten. Da sieht man so, welchen Stellenwert oft Propheten im Volk Gottes hatten.

[9:55] Ein anderes, ja. Ja, genau, Dankeschön. Da haben sie ziemlich verrückt, aber betrunken, als die Apostel vom Heiligen Geist erfüllt waren. Ja, genau, bei Jesaja und Jeremia gibt es auch solche Stellen. Ich habe auch eine herausgesucht, wo ein falscher Prophet dann über die wahren Propheten sagt, dass sie verrückt sind. Schaut mal in Jeremia 29. Jeremia 29 und dort Vers 24 und bis 28. Jeremia 29 und dort Vers 24. "Und zu Schemaja, dem Nechelamite, sollst du folgendermaßen reden. Vers 25: So spricht der Herr, der Herrscher und der Gott Israels: Weil du in deinem eigenen Namen Briefe gesandt hast, an das ganze Volk in Jerusalem und an Zephania, den Sohn Maeseas, den Priester, wie auch an alle Priester, und gesagt hast: Der Herr hat dich anstelle des Priesters Jojada zum Priester gemacht, damit du Aufseher bestellst im Haus des Herrn über alle Wahnsinnigen und alle, die als Propheten auftreten, dass du sie in den Stock und in das Halseisen legst. Nun, warum hast du dann Jeremia von Anatot nicht gestraft, der euch gegenüber als Prophet auftritt?"

[11:18] Also, hier ist ein Mann, der heißt Schemaja, und der schreibt Briefe und setzt jetzt neue Priester ein und sagt ihnen, dass sie die Propheten ins Gefängnis werfen sollen. Und er nennt die Propheten wie? Verrückte, Wahnsinnige. Und unter anderem auch Jeremia. Der Jeremia ist wahnsinnig, den musst du ins Gefängnis, dem musst du Redeverbot geben, sozusagen. Den musst du dingfest machen.

[11:45] Nun, also im Alten Testament, im Neuen Testament, finden wir immer wieder, eine Methode Satans ist es, um treue Verkündiger des Wortes Gottes und Propheten mundtot zu machen, ist, sie als verrückt darzustellen.

[11:57] Nun, gehen wir zu Matthäus 12, und wir greifen jetzt hier den Parallelbericht auf. Matthäus 12, Vers 22. Also, die Menschenmenge weiß ja von dem noch nichts, dass die Familie von Jesus jetzt unterwegs ist, nicht wahr? Jesus ist dort und die Menschen kommen alle und sie bringen natürlich wieder alle ihre Kranken. Und jetzt schaut man Vers 22. "Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, der was war? Der blind und stumm war, und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah."

[12:36] Frage: Haben wir sowas ähnliches schon mal gesehen? Ein Besessener, der stumm war? Letztes Mal, genau, sehr gut. Letztes Mal in Matthäus 9. Lass mal den Finger hier drin. Das war ja die Geschichte, die wir angeschaut haben, dass hier in Matthäus 12 das jetzt zum zweiten Mal passiert und deswegen auf jeden Fall in Matthäus 9 vorhergeschehen sein muss. Da heißt es in Vers 32: "Als er hinausging, siehe, da brachte man einen Menschen zu ihm, der stumm und besessen war." Ihr erinnert euch, oder? Da haben wir diese Geschichten gelesen von den beiden Blinden, die gerufen haben: "Sohn Davids, erbarme dich unser!" und dann von dem stummen Besessenen.

[13:21] Wie hatten damals die Pharisäer reagiert, als Jesus den stummen Besessenen geheilt hatte? Was hatten sie gesagt? Schaut mal in Vers 34. Genau, da hatten die Pharisäer gesagt: "Der treibt den ja mit den obersten der Dämonen aus." Jetzt kommt dasselbe Wunder nochmal. Jesus macht in Matthäus 12 dasselbe Wunder nochmal. Damals hat es ja geheißen: "So etwas hat es noch nie in Israel gegeben." Die Volksmehrheit hatte gesagt: "Ein Besessener, der stumm ist, das hat noch niemals funktioniert, dass der befreit worden ist." Und jetzt macht Jesus es ein zweites Mal. Er will also offensichtlich nicht nur den Menschen heilen, er will auch den Pharisäern eine Gelegenheit geben, ihre Meinung zu ändern.

[14:09] Aber das Interessante ist, diesmal ist der Mann nicht nur stumm und besessen, sondern er ist auch noch blind. In Matthäus 9 hatten wir erst zwei Blinde und dann einen stummen Besessenen. Und jetzt, quasi als ob das so zusammengenommen wird, haben wir jetzt einen Besessenen, der ist stumm und blind. Mit anderen Worten, der kann nicht reden, der kann nicht mal sehen und ist besessen. Die Frage ist, wie er überhaupt kommuniziert mit Jesus. Und Jesus heilt ihn trotzdem. Blind, stumm und besessen, quasi dreifach angegriffen vom Satan. Kann ich sehen, kann ich hören, kann ich denken. Und Jesus heilt ihn trotzdem.

[14:52] Mit anderen Worten, er setzt noch eins drauf. Er wiederholt das Wunder und es ist noch ein Stück eigentlich besonderer. Und das ist natürlich wie immer eine Erfüllung. Schaut mal von Jesaja 35. Wie immer, was Jesus tut, ist Erfüllung von Altem Testament. Jesaja 35, Vers 5 und 6.

[15:10] Dort heißt es: Jesaja 35, Vers 5 und 6. "Wenn Gottes Geist wirkt, passiert das. Das ist die Idee. Die Ströme in der Wüste. Der Geist Gottes, der sich offenbart. Und dann Vers 8. Es wird eine Straße dort sein und ein Weg. Man wird ihn den heiligen Weg nennen. Kein Unreiner wird auf ihm gehen, sondern erst sie, die auf dem Weg wandeln. Selbst Einfältige werden nicht irre gehen. Jeder kann diesen Weg Jesus Christus finden."

[15:55] Wie reagiert das Volk? Wie reagieren die Menschen, als sie sehen, da kommt ein Mann, der ist blind und stumm und besessen und Jesus heilt ihn. Was denkt ihr, was hat das Volk gemacht? Wie hat das Volk reagiert?

[16:13] Die haben sich sehr gewundert. Schaut mal in Lukas 11, Vers 14. Lukas 11, Vers 14. Was sagt die Volksmenge, als Jesus das tut? Lukas 11, Vers 14: "Und er trieb einen Dämon aus, und der war stumm. Es geschah aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, redete der Stumme, und die Volksmenge verwunderte sich." So wie letztes Mal in Matthäus 9. So etwas ist noch nie in Israel geschehen. Diesmal können sie das nicht sagen, weil es ist jetzt zum zweiten Mal geschehen. Aber sie wundern sich.

[16:45] Und jetzt schaut mal, wohin die Verwunderung führt. Zurück zu Matthäus. Wir müssen ein bisschen hin und her springen. Ich war mit den Parallelberichten. Matthäus 12. Also die Volksmenge staunt und sie wundert sich. Und jetzt schaut mal, was die Volksmenge vor eine interessante Frage stellt. Matthäus 12, Vers 23. "Und die Volksmenge staunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?"

[17:17] Wenn ihr euch ein letztes Mal erinnern könnt. Wer hatte gesagt: "Du Sohn Davids, erbarme dich unser"? Die beiden Blinden, oder? Und wir haben das letzte Mal gelernt, die beiden Blinden sind vermutlich die ersten überhaupt gewesen. Zumindest in der Chronologie der Bibel finden wir das dort zum ersten Mal, dass jemand Jesus als den Sohn Davids bezeichnet. So in seinem Dienst. Und jetzt sagen das nicht nur die beiden Blinden, sondern die ganze Volksmenge, nachdem jetzt diese Wunder sich wiederholen, sagt die ganze Volksmenge: "Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?"

[17:48] Was hatte die Frau am Jakobsbrunnen gesagt? "Ist dieser nicht etwa der Messias, der Christus?" Und es war nicht so: "Ist dieser etwa der Messias?", sondern das ist quasi eine rhetorische Frage fast. Das heißt, in dem Volk beginnt das jetzt, in all den Tausenden beginnt sich diese Überzeugung breit zu machen: Jesus ist der Sohn Davids.

[18:10] Wir haben ja letztes Mal gelernt, was steckt hinter dem Begriff Sohn Davids? Warum ist das so ein wichtiger Begriff hier, der uns hellhörig machen sollte? Was steckt dahinter, hinter Sohn Davids? Das ist der Messias, nicht wahr? Jesus fragt später die Pharisäer: "Für wen haltet ihr den Messias?" Sie sagen: "Für den Sohn Davids." Der Sohn Davids ist der, der auf dem Thron Davids sitzt. Der kommende König, der König, auf den alle warten. Das heißt, hier geht es jetzt schon wirklich mit der Frage: Wer ist der Messias? Ist der nicht der Sohn Davids?

[18:44] Und naja, der Satan hat kein Interesse daran, dass das Volk erkennt, dass der Messias unter ihnen ist, oder? Also muss er eine Gegenbewegung initiieren.

[19:01] Schaut mal in Lukas 11, Lukas 11, Vers 15. Es kommt eine Gegenmeinung auf, während der Großteil der Menge sagt: "Das muss doch der Messias sein." Schaut euch das an, er hat einen blinden, stummen, besessenen geheilt. Jetzt kommt aber eine Idee auf, die auch schon mal ausgedrückt worden ist. Schaut mal in Lukas 11, Vers 15. "Aber etliche von ihnen sprachen: Durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus."

[19:32] Das gleiche wie in Matthäus 9. Also hier sieht man innerhalb von einem kurzen Rahmen, wie die Geschichte sich wiederholt. Jesus tut ein Wunder, die Pharisäer, also das Volk wundert sich, die Pharisäer sagen: "Der ist okkult belastet." Jesus macht das Wunder nochmal noch stärker. Die Volksmenge ist noch begeisterter. Die Pharisäer drücken noch eins nach und sagen: "Es ist Beelzebul." Sie geben sogar noch den Namen des obersten Dämonen. Man sieht quasi, wie die Schere immer weit auseinander geht zwischen Jesus und den Pharisäern. Mit jeder Tat Jesu, die sie abgelehnt haben, haben sie sich weiter von Jesus entfernt. Ganz wichtiges Prinzip, weil wir werden sehen, diese Geschichte führt dann später direkt in eine Predigt über die Sünde gegen den Heiligen Geist. Das müssen wir im Hinterkopf behalten. Das bereitet jetzt quasi der Matthäus und der Lukas, die bereiten das jetzt vor, weil das kommt jetzt gleich, die Sünde gegen den Heiligen Geist.

[20:24] Nun, wer hat diese Idee vorgebracht? Woher kommt diese Idee? Wer hat das formuliert? In Lukas steht das nicht, aber was meint ihr? Wer hat das wohl in das Volk gestreut?

[20:37] Die Pharisäer, genau, ganz genau. Matthäus 12, da haben wir es, in Matthäus 12, der Matthäus sagt uns das. Vers 24: "Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus, als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen."

[20:53] Und der Markus ergänzt auch noch was. Der sagt nämlich, woher die Pharisäer kamen. Schaut man Markus 3, in Markus 3 und dort Vers 22. Dort heißt es nämlich, woher diese Pharisäer kommen, nämlich, Markus 3, Vers aus Jerusalem. "Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul und durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus."

[21:23] Frage: Was verbirgt sich hinter dem Namen Beelzebul? Ist doch ein komischer Name, oder? Ich habe mal gefragt, was sich dahinter verbirgt. Diesen Namen gibt es auch in der lateinischen Fassung, den kennt ihr vielleicht eher, Beelzebub. Also das ist griechisch Beelzebul und Beelzebub ist dann lateinisch.

[21:45] Und woher kommt, weiß jemand von euch, woher der Name kommt? Das sind zwei Worte, ganz genau. Das sind zwei Worte. Kann jemand raten, was das erste Wort eigentlich ursprünglich hieß?

[21:57] Beel? Baal, genau, das kommt von Baal. Von Baal. Also wir sagen immer Baal, aber eigentlich ist es Baal. Der Gott, der Philister und der Kanaaniter, der Baal.

[22:09] Und shoppen mit mir in Erste Könige, das ist sehr interessant, in Erste, Zweite Könige, Entschuldigung, Zweite Könige 1. Zweite Könige 1 ist eine interessante Geschichte von einem bösen König, der nicht aufgepasst hat, wo er zu Hause hingetreten ist. Der wohnte in mehreren Stockwerken und dann ist er durchs Gitter gefallen. Kennt ihr die Geschichte? Und hat sich schwer verletzt. Und dann heißt es, schaut mal in Vers 2 und 3. Zweite Könige 1, Vers 2 und 3: "Und Ahasja fiel in seinem Obergemach in Samaria durch das Gitter und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und befragt wen? Baal Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde. Aber der Engel des Herrn sprach zu Elia, dem Tischbiter: Mache dich auf und geh den Boten des Königs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass ihr hingeht, um Baal Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?"

[23:07] Also der Name ist eigentlich Baal Sebub. Die Hebräer haben wahrscheinlich Baal Sewuf ausgesprochen, das B wird dann wie Wuf. Baal Sebub, daher kommt es dann Beel Sebub. Und das heißt jetzt kurioserweise, wisst ihr was Baal heißt? Was heißt Baal? Herr, genau, das heißt der Herr, also Herr. Und Sebub heißt Fliegen.

[23:36] Fliegen, der Herr der Fliegen. Also Fliegen, die so über dem Kot sind. Deswegen haben später, in der therapinischen Zeit, hat man ihn auch den Herr des Misthaufens genannt. Oder den Mistbaal. Also der Herr der Fliegen, das ist ein ganz interessanter Begriff. Möglicherweise, das ist ein bisschen Spekulation, haben die Philister ihn in Wirklichkeit Baal Sebul genannt. Nicht Sebub, sondern Sebul. Deswegen könnte es sein, dass das griechische Baal Sebul daher kommt. Dann würde das heißen: Erhabener Herr. Also vermutlich haben die Philister einen besseren Namen gehabt für ihren Gott als die Hebräer. Die Philister haben ihn genannt Baal Sebul, der Erhabene Herr. Aber die Hebräer haben ihn genannt Baal Sebub, der Gott, der Herr der Fliegen, die über dem Kot so hinfliegen. Das war so die Idee im Misthaufen.

[24:31] Wie auch immer, das ist halt ein bisschen Spekulation, aber das wissen wir auf jeden Fall. Welche Funktion hat offensichtlich der Baal Sebub hier in der Geschichte? Was hat der Ahasja sich gedacht? Was hat man dem Baal Sebub beigesprochen?

[24:47] Heilung, er scheint ein Heilungsgott zu sein, oder? Der Ahasja denkt, wenn ich zu dem Baal Sebub gehe, dann werde ich geheilt. Das ist interessant, weil die Pharisäer sagen ja das im Rahmen einer Heilung. Jesus heilt den stummen Kranken und die sagen ja, der macht das mit diesem alten Gott aus Ekron, dem Gott der Philister.

[25:10] Allen White hat mal an einer Stelle im Zuge der Gesundheitsbotschaft gesagt, dass die weltliche Medizin und das Ärztewesen, das sich von Gott lossagt und gegen Gott rebelliert, hat sich verglichen mit dem Gott von Ekron. Baal Sebub, ganz interessant, gibt es ein interessantes Zitat. Der Gott von Ekron.

[25:37] Jetzt, was soll Jesus darauf antworten? Schauen wir mal gemeinsam in Markus 3, Vers 23. Jesus tut gerade eines seiner größten Wunder überhaupt. Und die Pharisäer, die Leiter der Gemeinde, sagen, er ist von dem obersten Dämon, von dem Gott der Philister besessen. Schaut mal in Markus 3, Vers 23.

[26:15] "Da rief er sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Denn eins ist sicher, das war kein Scheinwunder. Heute gibt es oft Scheinwunder. Es gibt viele charismatische Heiler, die tun so, als ob sie da einen Dämon austreiben. Aber es war ein echtes Wunder, der Dämon war wirklich weg." Wenn also Jesus, der gegen den Dämon gekämpft hat und ihn besiegt hat, der Gewinner ist, der Böse ist, dann ist der Dämon der Gute.

[26:53] Also hier ist ein Kampf. Jesus und der Dämon haben gekämpft und Jesus sagt: "Also überlegt mal, wenn ich mit dem Satan kämpfe, was ist dann mit diesem Dämon?"

[27:11] Jetzt schaut mal weiter, wie er das ausführt. "Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. Und wenn der Satan gegen sich selbst auftritt und ein zweites, so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende."

[27:30] Genauso sagt auch Matthäus. Matthäus sagt das Gleiche und gibt noch einen interessanten Hinweis dazu, der hier nicht fehlen darf. In Matthäus 12 und dort ab Vers 25. Matthäus 12 und dort Vers 25. "Da aber Jesus ihre was kannte? Ihre Gedanken." Das heißt, sie haben das nicht laut gesagt, sie haben das so untereinander geflüstert. Jesus hätte das menschlich nicht hören können, aber er kannte ihre Gedanken.

[28:06] Haben wir das schon mal gesehen in den Evangelien, dass Jesus die Gedanken der Menschen kennt? Johannes 2 bei der Hochzeit von Kana. Johannes 2 dann auch später, da heißt es: "Jesus kannte alles von den Menschen. Er hatte nicht nötig, dass jemand ihm Zeugnis gibt." Immer und immer wieder machen die Evangelienschreiber eins sehr deutlich: Jesus kannte die Gedanken der Menschen. Das ist sehr wichtig, weil das eine der großen Beweise, dass Jesus Gott ist. Denn nur Gott kennt die Gedanken.

[28:31] Schaut mal dazu in Psalm 139 Vers 2. Dass ihr das auch mal selbst mal gelesen habt. Psalm 139 Vers 2.

[28:49] Da heißt es: Psalm 139 Vers 2. "Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es, du verstehst meine Gedanken von Ferne." Das spricht David zu wem? Wer ist du? Gott, nicht wahr, der Herr. Vers 1. "Herr, du erforscht mich und kennst mich." Also Jesus ist der Herr.

[29:07] Noch ein Vers, der das zeigt. Amos 4 Vers 13. Da haben wir in Amos 4 Vers 13 genau dieselbe Idee. "Denn siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und den Menschen wissen lässt, was seine Gedanken sind, der das Morgenrot und das Dunkel macht und ein Herr schreitet über die Höhen der Erde. Herr, Gott, der Herrscher ist sein Name." Also das ist Jesus. Herr, Gott, der Herrscher ist sein Name. Er kennt die Gedanken.

[29:39] Er weiß ganz genau, dass im Herzen der Pharisäer sich etwas entwickelt, was später zur Sünde gegen den Heiligen Geist wird. Denn die größten Machtbeweise des Wirkens des Heiligen Geistes tun sie dem größten Dämon, also quasi dem Teufel, zuschreiben. Und wähle denen, die Licht Finsternis und Finsternis Licht nennen.

[30:01] Und das ist übrigens etwas, das man sehen wird immer mehr auch in unserer Zeit. Je mehr Licht und Finsternis quasi sich trennen sozusagen, je mehr die beiden Ernten vom Guten und vom Bösen wachsen, je mehr der Geist Gottes in den Gerechten wirkt, desto mehr werden sich die Ungerechten von ihnen abgestoßen fühlen und desto mehr werden sie die Gerechten als ungerecht darstellen. Hat man es mit Jesus gemacht, so wird man es am Ende der Zeit auch machen. Am Ende werden die Menschen, von denen es heißt, dass kein Falsch in ihrer Zunge ist, als Verbrecher und Kriminelle dargestellt werden.

[30:39] Nun, in Matthäus haben wir gelesen, Matthäus 12, 25, dass er ihre Gedanken kannte und auch hier heißt es jetzt von Matthäus, dass er aber ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: "Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen."

[31:01] Interessant ist, und dann sagt der Vers 26: "Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins oder wörtlich eigentlich, er hat sich vorher schon geteilt. Denn dann müsste es ja zwei Parteien im satanischen Reich geben, die einen gegen die anderen. Wie kann dann sein Reich bestehen?" Jesus scheint sich hier auf eine Stelle zu beziehen im Alten Testament. Schaut mal in Jesaja 19. Jesaja 19 und dort Vers 2.

[31:35] Wer hätte das gedacht, dass Jesus hier aus Jesaja 19 zitiert? Oder so den Gedanken aufgreift. Jesaja 19, Vers 2: "Und ich will die Ägypter gegeneinander aufstacheln, dass sie kämpfen werden, ein Bruder gegen den anderen, ein Freund gegen den anderen, Stadt gegen Stadt, Königreich gegen Königreich."

[31:54] Was sagt Jesus? Ein Reich, das mit sich selbst uneins ist und dann eine Stadt, die mit sich selbst uneins ist und ein, was sagt Jesus? Ein Reich, eine Stadt und ein Haus. Und hier haben wir genau dasselbe. Wir haben Bruder und Bruder, die sind in einem Haus. Dann haben wir Stadt und Stadt. Und wir haben Reich und Reich. Und was passiert hier in diesem Bürgerkrieg in Ägypten?

[32:16] Vers 4, Vers 3. "Und der Geist der Ägypter wird irre werden in ihrem Inneren und ich will ihren Plan zunichte machen. Dann werden sie die Götzen, die Zauberer, die Toten beschwören und die Wahrsager befragen."

[32:26] Also was deutlich wird, wann immer es, und das ist ein grundlegendes Prinzip in der Bibel, wann immer es Uneinigkeit gibt, bricht alles zusammen. Oder? Das wird am Ende so sein bei der Schlacht von Harmagedon. Uneinigkeit. Bei Joschafat war es genauso ähnlich. Deswegen heißt ja die Schlacht von Harmagedon auch eben Tal-Joschafat. Wenn wir am Sabbat nochmal mehr darüber sprechen. Bei Gog und Magog am Ende. Satan gegen die Menschen. Und die Dämonen gegen die Menschen nach dem Millennium. Ein wesentliches Prinzip der Bibel.

[32:58] Nächstes Mal werden wir anschauen, wie Jesus da jetzt aus dieser Idee, das entwickelt mit der Sünde gegen den Heiligen Geist. Das ist sehr interessant, weil über das Thema viel gesprochen wird, aber das wird meistens aus dem Kontext gerissen. Und wir wollen verstehen, wie das eigentlich in der Bibel richtig gemeint ist und was wir daraus lernen können.

[33:14] Halten wir fest. Jesus hat die Wunder immer und immer wieder getan. Und die, die offen waren für ihn, konnten so von einer Wahrheit zur nächsten geleitet werden. Beim ersten Mal haben sie gesagt: "Sowas haben wir noch nie gesehen." Beim zweiten Mal haben sie gesagt: "Ist das nicht der Messias?" Aber die, die gegen ihn waren, die wurden jetzt verhärtet. Die sagten beim ersten Mal: "Er treibt den durch den Dämon aus, den obersten der Dämonen." Jetzt sagen sie sogar: "Sie treibt den durch den obersten, den Beelzebub aus."

[33:45] Und wir sehen also, wenn Jesus wirkt, hat es zwei Wirkungen. Entweder näher zu Gott oder weiter in die Rebellion. Das hängt von unserer persönlichen Entscheidung ab. Und deswegen ist es wichtig, dass nicht nur Jesus wirkt, sondern dass wir offen sind für ihn und offen sind für das Wirken seines Geistes. Wollen wir uns das vornehmen? Lasst uns doch gemeinsam beten.

[34:13] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du in deinem Wort uns zeigst, wie Jesus gewirkt hat. Und wir danken dir, dass wir sehen können, dass es keinen Fall gibt, der für ihn zu hoffnungslos ist. Selbst dieser Mann, der stumm, blind und besessen war, der weder sehen noch sprechen noch richtig denken konnte. Jesus konnte ihn heilen und dann kann Jesus jeden heilen. Auch wenn wir vielleicht nicht einmal richtig artikulieren können, dass wir Hilfe brauchen. Wenn wir nur in unserem Herzen den Wunsch haben, frei zu werden, Jesus kann uns heilen. Dafür danken wir dir, lieber Vater, von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, der Satan kann keine Macht über uns haben, wenn wir uns zu Jesus wenden. Aber wir möchten dich bitten, dass wir diese Offenheit haben, das Wirken Jesu in unserem Leben zu erkennen und nicht dagegen zu rebellieren und nicht das Gute schlechte und das schlechte gut. Bitte bewahre uns davor und segne uns nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu. Amen.


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