Veröffentlicht am
785 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp das Gleichnis vom Sämann aus Matthäus 13. Er beleuchtet, wie das Wort Gottes in verschiedenen Herzen aufgenommen wird und warum es unterschiedlich fruchtbar ist. Dabei werden die vier Bodenarten analysiert, um zu verstehen, welche Bedingungen für ein fruchtbares Glaubensleben notwendig sind.

Die Ausführungen zeigen auf, dass nicht nur das Hören des Wortes entscheidend ist, sondern auch die Bereitschaft, Hindernisse wie Stolz, Schuld und weltliche Sorgen zu überwinden. Die Predigt ermutigt dazu, das Herz als guten Boden zu kultivieren, damit das Wort Gottes tief Wurzeln schlagen und reiche Frucht bringen kann.

In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Sämann aus Matthäus 13, Markus 4 und Lukas 8 detailliert ausgelegt. Christopher Kramp erklärt, dass Jesus mit dem Sämann das Wort Gottes meint und die verschiedenen Böden die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf dieses Wort symbolisieren. Die Auslegung beleuchtet, warum manche Menschen das Wort Gottes aufnehmen und Frucht bringen, während andere es nicht tun, und betont die entscheidende Rolle des Herzens und der Bereitschaft zur Nachfolge.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:00] Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, um nicht verpasst zu werden, was ich noch zu erzählen habe.

[4:02] Und in Markus 4 und in Lukas 8. Wir werden immer so ein bisschen hin und her springen. Ja, das sind die drei Parallelberichte. Könnt ihr eure Bändchen da reintun oder eure Finger. Immer so ein bisschen hin und her. Matthäus 13, Markus 4, Lukas 8. Matthäus 13 und dort Vers 18. Es geht los, dass Jesus sagt: "So hört nun ihr das Gleichnis vom Sämann." Das ist interessant, oder? Hatten sie das Gleichnis schon gehört, ja oder nein? Ja, sie hatten es schon gehört. Er hat sie am See schon gepredigt. Aber jetzt sagt er: "Ihr, meine Jünger, ihr sollt das Gleichnis jetzt hören." Warum sagt Jesus: "So hört nun das Gleichnis des Sämanns"? Hatten sie vorher ihre Ohren verstopft gehabt? Warum sagt er: "So hört nun"? Versteht, ja? Das heißt, könnt ihr euch erinnern, was Jesus gesagt hat? Diese Prophezeiung von Jesaja da angeführt, nicht wahr? Sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Augen und sehen nicht. Und so sagt er: "Aber ihr, die jetzt bei Jesus seid, ihr könnt wirklich hören." Höre Israel, nicht wahr? Höre Israel. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Das heißt, wenn Jesus sagt "höre", meint er eigentlich richtige Auslegung. Das ist ein entscheidender Punkt. Den kann man gar nicht stark genug betonen. Wenn Jesus sagt, höre, meint er, dass man es richtig versteht. Wenn Gott durch Mose sagt: "Höre, Israel", dann meint er, ihr sollt die zehn Gebote richtig verstehen, wie ich sie gemeint habe, nicht nur oberflächlich. Wenn Jesus in der Offenbarung sagt: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt", dann meint er, ihr müsst die Gemeinden richtig auslegen, ihr müsst die Offenbarung richtig verstehen. Höre Israel, höre. Also nur Jesus kann uns das Wort wirklich erklären.

[5:57] Springen wir mal zu Markus 4 und gehen dort zu Markus 4 und dort Vers 13. Markus 4 und dort Vers 13. Dort heißt es: Markus 4, Vers 13: "Und er spricht zu ihnen: Wenn ihr dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann alle Gleichnisse verstehen?" Was sagt Jesus über dieses Gleichnis vom Sämann? Was sagt er über dieses Gleichnis, mit anderen Worten? Es ist eine Grundlage, es ist ein Fundament, es ist eigentlich der Schlüssel zu allen anderen Gleichnissen. Dieses Gleichnis ist, wie du richtig sagst, die Grundlage. Wenn man dieses Gleichnis nicht versteht, kann man es auch alles andere nicht verstehen. Nun, ist das Gleichnis eher einfach oder eher schwer? Einfach. Ellen White sagt: "Einige studieren das Gleichnis nicht, weil es ihnen zu einfach ist." Ja, Sämann, vier Böden, ist ja logisch, ja klar. Aber das Interessante ist, der Schlüssel für die komplizierten Gleichnisse liegt im einfachen Gleichnis. So hat Jesus immer gelehrt: Die einfachen Lehren Jesu, die man sofort schnell verstehen kann, sind der Schlüssel für die komplizierten Dinge, nicht wahr? Die einfache Lehre vom Kreuz, die einfache Lehre von der Schöpfung, die einfache Lehre vom Zustand der Toten ist der Schlüssel für die Offenbarung. Ohne das kann man die Offenbarung nicht verstehen. Die einfachen Lehren sind die Grundlage für die schweren.

[7:40] Und also, wenn er sagt, die Gleichnisse, dann meint er natürlich seine Gleichnisse, nicht wahr? Nun geht es also los in Vers 14. Das Erste, was er sagt, ist in Vers 14: "Der Sämann sät das Wort." Lukas 8, Vers 11 sagt parallel: "Der Same ist das Wort." Nun, warum hat Jesus in diesem Gleichnis über das Wort Gottes gepredigt? Denn das macht er ja. Dem Gleichnis geht es um die Wirkung des Wortes Gottes. Warum über das Wort Gottes? Warum? Erinnert euch an den Kontext der Seepredigt. Was war vor der Seepredigt passiert? Was wir in den Wochen vorher studiert haben. Was war passiert? Genau, da gab es die Dämonenaustreibung. Die Pharisäer haben seiner Predigt nicht geglaubt, sondern sie haben gesagt: "Das ist von Beelzebub", und sie wollten ein Zeichen haben. Und Jesus hat ihnen dann gesagt: "Das einzige Zeichen, das euch gegeben wird, ist das Zeichen des Jona." Jona hat gepredigt, hat kein Zeichen gegeben, und die Niniviten haben sich bekehrt. Salomo hat gepredigt und die Königin von Saba war begeistert. Ihr hört das Wort Gottes von dem Meisterprediger und ihr bekehrt euch nicht. Was ist verkehrt mit euch? Das heißt, dieses Gleichnis beantwortet eigentlich die Frage: Warum ist das in Matthäus 12 passiert, wie es passiert ist? Wie ist es möglich, dass die Niniviten sich bekehren durch das Wort von Jona? Wie ist es möglich, dass die Königin von Saba durch das Wort von Salomo begeistert ist, und dass Pharisäer das Wort Jesu ablehnen? Wie ist das möglich? Es ist dasselbe Wort Gottes. In dem Gleichnis geht es also darum, eigentlich geht es gar nicht um das Wort Gottes, es geht um die Frage: Warum hat dasselbe Wort Gottes unterschiedliche Wirkung?

[9:43] Nun, mir ist das wichtig, dass ihr seht, dass diese Gleichnisse nicht einfach so, Jesus hat nicht einfach Gleichnisse erzählt, weil ihm langweilig war, sondern das Gleichnis ist die direkte Antwort auf die Frage, was ist vorher passiert, warum ist das so gekommen? Ellen White sagt sogar: Jesus hat dieses Gleichnis deswegen so gepredigt, weil er wusste, die Menschen erwarteten einen anderen Messias, einer, der erobert, und Jesus kam aber als ein Sämann, und deswegen wollte er erklären, was ist meine Mission.

[10:16] Kennt ihr andere Bibelverse, die davon sprechen, dass das Wort Gottes ein Same ist? Das Wort Gottes ein Same, oder diese Idee, dass der Same das Wort Gottes ist. Kennt ihr andere Bibeltexte, die das sagen? Es gibt zum Beispiel den ganz berühmten, schaut mal in 1. Petrus, 1. Petrus 1, und da gibt es den Vers 23: "Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Same, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt." Das ist ganz interessant, weil ein paar Verse vorher sagt: "Ihr seid nicht erkauft durch vergängliche Dinge, sondern durch das Blut Jesu." Zweimal ist es mit dem "nicht vergänglich". Also Petrus sagt, durch das Wort Gottes gibt es die Wiedergeburt, und das ist jetzt genau die Frage: Warum kann das Wort Gottes zu einer Gruppe von Menschen gepredigt werden, und einige sind wiedergeboren und andere nicht? Das ist ja merkwürdig, oder? Wir sagen, das Wort Gottes hat Kraft. Hat ein Same Kraft? Oh ja, jeder wusste damals, das Leben der Pflanze ist in dem Same. Der Same ist relativ unscheinbar, oder? Samen sind jetzt nicht besonders groß, sie sind nicht besonders schön, sie sind nicht besonders leuchtend. Die Blume ist nachher groß, schön und leuchtend, oder das Korn, oder so. Die Bibel ist jetzt auch erst mal nicht so spektakulär, oder? Ist ein Buch. Buchstaben, ja manche sind irgendwie ein bisschen komisch zu lesen auf den ersten Blick, und so. Ist nicht so spektakulär, aber es enthält das Leben Gottes. Es gibt einen unglaublichen Satz von Ellen White. Das ist übrigens, wenn ihr mehr dazu wissen wollt, lest das erste Kapitel von "Christi Gleichnisse". Das ist der absolute Hammer. Da sagt sie hier: "In jedem Gebot und in jeder Verheißung des Wortes Gottes ist die Kraft, das tatsächliche Leben Gottes, in Englisch 'the very life of God', durch das das Gebot erfüllt werden kann und die Verheißung realisiert wird. Der, der durch den Glauben das Wort Gottes, das Wort aufnimmt, empfängt das tatsächliche Leben und den Charakter Gottes." Das heißt, sie sagt, hier ist die Kraft und der Charakter Gottes drin.

[12:27] Jetzt ist ja die Frage: Hey, wenn das gepredigt wird, warum verändert es nicht alle? Nun, übrigens, das ist auch interessant, Jesus ist der Sämann, nicht wahr? Es heißt ja, der Sämann ging hinaus, um zu säen. Warum musste der Sämann hinausgehen, um zu säen? Weiß jemand von euch, was der Hintergrund war? Warum musste der Sämann hinausgehen? Genau, wo war er denn ursprünglich, bevor er hinausgeht? Er war in einer Stadt, und die Stadt war mit Mauern umgeben. Warum war die Stadt mit Mauern umgeben? Damals, es gab viele Feinde. Ellen White sagt, es war immer ein Risiko, wenn man zur Arbeit ging aufs Feld. Da in der Stadt war Sicherheit, draußen war Gefahr. Warum sagt Jesus das? Weil er selbst den Himmel verlassen hat, um auf die Erde zu gehen, sich selbst in Gefahr gebracht hat, um den Samen auszustreuen. Was wäre die Anwendung für uns? Ich meine, Jesus ist der Sämann, aber wir sind auch Sämmänner, oder? Und Sämmäninnen sozusagen. Wir alle sollen den Samen auch säen, oder? Wenn Jesus seine Komfortzone verlassen musste, wissen wir es auch. Wer das Wort Gottes predigen möchte, muss auch mal heraus aus der umgebenden Stadt, aus der Sicherheit. Er muss hinaus da, wo es gefährlich wird. Und Jesus hat das Wort gepredigt. Er hat dem das Wort ausgestreut, nichts anderes.

[13:51] Ellen White kommentiert viel darüber, dass wir in unseren Predigten, in unseren Schulen, in dem, was wir für Gott machen, nicht unsere eigenen Meinungen verkünden sollen, irgendwelche Traditionen, irgendwelche, was weiß ich was, nicht wahr? Irgendwie versuchen, intelligent zu wirken, sondern wir sollen das simple Wort Gottes predigen. Er sagt: Predige über die Wiederkunft, predige über die Kreuzigung, über die Auferstehung. Die simplen Wahrheiten sollen ausgestreut werden.

[14:18] Nun, Matthäus 13, Vers 19, erster Boden. Wir kennen das Gleichnis ja, denke ich, ganz gut. Wir müssen nicht alle Details wiederholen. Wir haben es ja auch vor zwei Wochen schon mal angeschaut. Aber Jesus gibt jetzt eine interessante Erklärung dazu. Matthäus 13, Vers 19: "So oft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gestreut ist." Das Erste, was interessant ist, ist, im Griechischen heißt es eigentlich "während er säte", ja, also während das, nee Quatsch, während jemand das Wort hört, noch während es gesprochen wird, wird es schon wieder weggenommen. Schaut mal, wenn ihr euch jetzt einen Sämann vorstellt, der so auf dem, der so sät und es fällt einiges auf den, auf den Boden, auf den Weg. Wie lange warten die Vögel, bis sie es fressen? Warten die, bis der Sämann weg ist? Na, die fressen es gleich, oder? Das heißt, die Idee ist, Jesus wusste aus eigener Erfahrung: Während ich predige und das Wort gerade das Denken der Leute erreicht, ist es bei einigen schon wieder weggenommen. Der Satan ist mit seinen Dämonen auch während einer Predigt anwesend und versucht, Leute abzulenken oder so.

[15:34] Jetzt, warum ist bei einigen der Boden hart? Was heißt das, dass der Boden hart ist? Also, ich meine, der Same, was passiert mit dem Same, wenn er da rauf fällt? Der bleibt oben. Der kommt nicht rein. Das heißt auf Deutsch, was bedeutet das für den Charakter? Gar kein Interesse, unempfindlich, hat kein Interesse. Das sind die Menschen, denen predigst du und das hört es gar nicht. Das juckt die gar nicht. Kennt ihr solche Menschen aus der Bibel, denen gepredigt worden ist und die haben gedacht: "Das betrifft mich nicht, interessiert mich nicht"? Fällt dir jemand ein? Ja, der Jeremia, der die Buchrolle von Jeremia bekommen hat, hat damit das Feuer angezündet. Der hat gesagt: "Was bringt mir das, ja?" Aber mit Judas war es ein bisschen anders noch. Judas hat einiges aufgenommen. Judas hat nicht gesagt: "Interessiert mich nicht." Ein Beispiel wäre zum Beispiel auch, kennt ihr die Geschichte von Lot, der seine Schwiegersöhne noch retten will? Und der redet zu ihnen und sagt: "Hey, die Stadt wird gleich brennen", und es heißt, er war ihnen als einer der Scherze. Die haben gedacht: "Der spinnt." Haben ihn nicht für voll genommen. Bei Noah genau das Gleiche, ja? Das ist diese, Ellen White spricht davon, dass der Boden durch die ständige Sünde so festgetrampelt werden sein kann, dass ich gar nicht sehe, dass ich mich überhaupt damit beschäftigen müsste.

[17:02] Und interessant ist hier, dass Ellen, schaut man Lukas 8 noch als Vergleich, der Satan greift relativ schnell diese, diesen Samen wieder auf und, und, und tut ihn weg, weil er eine Angst hat. Schaut mal Lukas 8, Vers 12: "Die am Weg sind die, welche es hören. Danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden." Ellen White sagt, der, der Satan hat manchmal dann solche Angst, dass vielleicht doch das Wort irgendwie noch hineinkommen könnte, dass er es so schnell wie möglich wegnimmt. Und ihr erinnert euch, einiges wird von Vögeln gefressen, das andere wird auf den Boden, wird getreten. Und was Ellen White auch sagt, das fand ich sehr interessant, sie sagt: "Satan hat viele menschliche Helfer." Sie spricht davon, wenn man nach dem Sabbat, nach der Predigt, zu Hause sitzt und die Predigt zerpflückt und sich über die Rhetorik des Predigers auslässt, sagt sie, tut man genau die Arbeit dieser Vögel an, an den eigenen Kindern. Da wird die Wahrheit weg, weggerissen sozusagen. Und sie sagt, manche, manche Kinder werden im Hause ihrer Christen zu, ihrer Eltern, ihrer christlichen Eltern zu Ungläubigen, weil die einfach alles nur kritisieren. Also da muss man dann auch aufpassen.

[18:15] Matthäus 13, Vers 19, erster Boden, sagt Jesus, sind die, die eigentlich, wo der Satan sofort es wegnehmen kann, weil eigentlich sie gar kein Interesse haben. Sie haben es zweimal gehört, aber sie vergessen es gleich wieder, weil sie gar nicht offen sind. Zweiter Boden, Matthäus 13, Vers 20: "Auf den felsigen Boden gestreut, aber ist es bei dem, der das Wort hört und sogleich mit Freuden aufnimmt." Ich war denke an "hört", nicht an "höre". Der Boden ist offen, das heißt, der Boden ist nicht festgetrampelt, da gibt es eine prinzipielle Offenheit, das Wort Gottes zu verstehen. Kennt ihr solche Menschen in der Bibel, die eigentlich relativ offen waren, das Wort Gottes zu verstehen, aber dann doch sich nicht wirklich ganz bekehrt haben? Pilatus wäre zum Beispiel einer, der hat nicht gesagt: "Jesus, was willst du?" Der hat dann irgendwann nachgefragt, oder? Da war was aufgegangen, da ging der Same so rein. Ja, wer noch? Agrippa sagt: "Du überredest mich beinahe, bin ich ein Christ?" Der hat so ein bisschen aufgesogen, das ging so ein bisschen rein. Wer noch? Herodes? Johannes der Täufer, ja, natürlich, selbstverständlich. Ja, ich habe gerade an den anderen gedacht, aber selbstverständlich, der hat ihn gerne gehört, den Johannes den Täufer, oder? Er hat gerne zugehört, aber irgendwie ging das nur bis zu einem bestimmten Punkt und dann kam Felsen. Und bei Johannes dem Täufer gab es noch mehr Leute. Als Johannes der Täufer gepredigt hat, was sagt Jesus über die Pharisäer? Er sagt zu Johannes 5: "Ihr habt euch eine Zeit lang an seinem Schein erfreut." Ja, die haben gerne zugehört zum Teil, aber irgendwie kam es nicht weiter.

[19:54] Gutes Beispiel auch, schaut mal Psalm 106. Psalm 106 und dort Vers 12 bis 14. Psalm 106, Vers 12 bis 14: "Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob." Es geht um die Israeliten in der Wüste. Ja, sie glaubten seinen Worten, sie sangen sein Lob. Wisst ihr, warum sie gerade singen und sein Wort glauben? Was ist vorher passiert? Schaut mal Vers 11. 10 und 11. 19, 11. Er hat die Israeliten durch das Rote Meer geführt. Ja, die Ägypter liegen gerade alle tot am Strand. War es da einfach, an Gott zu glauben? Super einfach. Ja, sie haben gesungen. Großes Lied gesungen. Aber dann Vers 13: "Aber sie vergaßen seine Werke bald. Sie warteten nicht auf seinen Rat, sondern sie wurden begehrlich in der Wüste." Der Same in der ersten Generation ging auch so ein bisschen hinein und stieß dann auf Felsen.

[20:54] Jetzt gehen wir zurück zu Matthäus 13. Was ist das Problem? Matthäus 13, Vers 21: "Er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendig." Was heißt das, "wetterwendig"? Komisches Wort, oder? So wie es kommt, ja? Kommt der Wind von Osten? Kommt der Wind von Westen? Ich meinte doch was anderes. Man macht sich von den Umständen abhängig, und es gibt Menschen, die bekehren sich, weil es gerade, oder sie haben Interesse am Wort Gottes, weil es ihren Umständen entspricht. Ellen White hat diesen tollen Satz. Sie sagt: "Viele empfangen das Evangelium als einen Weg vom Leiden befreit zu werden, aber nicht als eine Befreiung von der Sünde." Und wenn ich das Evangelium annehme, weil ich deswegen vom Leiden befreit werde, dann kann es sein, dass sobald ich wieder leide, ich weg vom Fenster bin.

[21:44] Schaut mal in Vers 21. Ist ganz interessant. Habt ihr gesehen in Vers 20, da heißt es ja: "und sogleich mit Freuden aufnimmt." Das braucht nicht lange. Sie sind schnell begeistert, aber in Vers 21 heißt es auch: "Wenn nun Bedrängnis oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, zu nehmen, sogleich..." Anschluss. Schnell begeistert, schnell verloren. Wir haben schon gesagt, das ist ein Stein, ein Felsen. Wofür steht dieser Felsen? Wofür steht dieser Stein? Ja, der Felsen und der Stein steht auch für Jesus an anderer Stelle, aber dieser Stein hier, in diesem Boden, der verhindert die Wurzel. Das ist nicht Jesus. Genau das Gegenteil sogar. Der Stein, der hier, der Same fällt rein und der, der kann aber keine Wurzel schlagen, weil hier dieser Felsen ist. Wofür steht der Felsen? Der Stein. Ich meine, der Boden haben wir letztes Mal schon gelehrt, auch vor zwei Wochen, ist das Herz, oder? Jesus sagt: "Ich will euch das dein Herz wegnehmen." Der Stein, der Felsen ist Egoismus, Stolz und Schuld. Und das ist das Problem. Menschen können sich einigermaßen begeistern für das Evangelium, weil es ihre Probleme löst. Sie werden gesünder, es ist intellektuell ansprechend, ja und so weiter. Es löst Probleme, aber irgendwann kommt das Evangelium und sagt: "Du hast gesündigt. Du musst dich bekehren." Irgendwann kommt das Evangelium und sagt: "Du musst deinen Stolz auf den Altar legen." Und das ist genau das Problem dieser Menschen. Sie haben keine Wurzel, weil sie nie ihr Herz ganz Jesus gegeben haben.

[23:22] Geht mal mit mir zu Epheser. Wohin sollen wir gewurzelt sein? Schaut mal in Epheser 3, Vers 17. Und während ihr da hingeht, kennt ihr noch eine andere Geschichte, die Jesus in der Bergpredigt erzählt hat mit der gleichen Idee? Mit, mit wenig, also mit wenig, also hier geht es ja um viel Wurzel und keine Wurzel. Gibt es ein anderes Gleichnis, was Jesus gebraucht hat, um deutlich zu machen: Nur die, die eine feste Wurzel haben, die so tief, stabil gebaut sind, die werden im Sturm nicht weggeweht? Das Haus, das Haus auf Sand und das Haus auf dem Felsen. In dem Fall ist der Felsen wieder gut, nicht wahr? Aber die Idee sozusagen, das eine ist tief genug gebaut, um stehen zu bleiben, das andere ist so oberflächlich. Seid ihr in Epheser 3, Vers 17? Vers 17: "Worin sollen wir gewurzelt sein?" Epheser 3, Vers 17: "dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr worin gegründet seid und gewurzelt in Liebe." Das heißt, das hier ist das Gegenteil von Liebe. Das ist Egoismus, das ist Stolz. Hier ist die Liebe Gottes, also hier müsste eigentlich die Liebe Gottes sein, dass, dass da Platz ist, dass ich, dass mein Glaube gewurzelt und gegründet ist. Nur wenn wir die Liebe Gottes verstehen, wie sie sich in seinem Gesetz ausdrückt, dann kann der Glaube uns so stark machen, dass, wenn jetzt die Verfolgung kommt, wenn der Druck kommt, wir stehen bleiben.

[24:46] Schaut mal mit mir in Hosea 6. Hosea 6, Vers 4: "Die Israeliten hatten genau das Problem." Das Problem ist nicht, dass die Liebe falsch war, das Problem war, dass die Liebe oberflächlich war. Es gibt echte Liebe, die aber oberflächlich ist. Ja, die ist so emotional, die ist so, die ist in dem Moment wirklich echt empfunden, aber sie hat kein Fundament. Schaut mal in Hosea 6, Vers 4, da sagt Hosea: "Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht." Mit anderen Worten, die Liebe ist da, und es ist wieder weg, wetterwendig.

[25:31] Und was sagt Jesus? Wer wird am Ende errettet werden? Diejenigen, die, wer wird am Ende gerettet werden? Wer aber? Oshad, bis ans Ende. Hier sind die, hier ist das standhafte Oshad. Und ihnen fehlt, diesen Menschen, solange das Ich im Herzen ist, kann man nicht bei Jesus bleiben. Das ist das Problem. Man kann zwar begeistert sein: "Wow, meine Güte, ich habe noch nie gewusst, dass Daniel 2 so interessant ist." Man kann sagen: "Meine Güte, die Wiederkunft ist wirklich spektakulär." Man kann sich begeistern für die Psalmen in den Psalmen und sagen: "Wie schön, dass Jesus für mich am Kreuz gestorben ist." Aber nur wenn der Stein weg ist, kann der Glaube gewurzelt sein. Das sind Menschen, die das Ich immer noch im Herzen haben.

[26:25] Ja, genau. Interessant ist, Ellen White sagt sogar, und das fand ich sehr interessant, sie sagt: "Die Menschen, diesen Boden, sie geben in einem allgemeinen Sinne zu, dass sie nicht vollkommen sind. Aber sie geben keine speziellen Sünden auf." Das heißt, diese Menschen sagen: "Ja, ja, ja, ja, ich, ich brauche Jesus, ja, weil ich bin ja so ein schwacher Mensch." Aber sie sind nicht bereit, wenn Jesus ihnen ihre Schwachheit zeigt, einen bestimmten Punkt, diesen Punkt aufzugeben. Wenn ich also immer nur sage: "Ja, ich bin irgendwie, ich bin ja ein schwacher Mensch, weil wir sind ja alle Sünder, nicht wahr, ja, ja", dann ist vielleicht mein Glaube noch nicht tief, tief gegangen. Denn es sind die einzelnen speziellen Sünden, die mir gern gefallen, die diesen Felsen losmachen. Nicht die Tatsache, dass ich ein allgemein schwacher Mensch bin, ja, das sind wir alle. Aber das ist, das ist das Problem, ja, die Sünder, die ich festhalte, die Jesus mir wegnehmen will, die verhindern quasi dieses Wurzelschlagen. Und das Wort für Verfolgung ist eigentlich "Druck" im Griechischen, einfach nur Druck. Das kann psychischer Druck sein, das kann Druck von außen sein, das kann alles. Wenn ich unter Druck gerate, zeigt sich, ob ich gewurzelt bin. Und das ist einer der Gründe, warum in der Endzeit, nicht wahr, wir ziemlich unter Druck geraten werden.

[27:36] Matthäus 13, Vers 22, schauen wir uns den dritten Boden an. Matthäus 13, Vers 22. Und wir sind immer noch dabei zu verstehen, warum ist dasselbe Wort Gottes bei Menschen unterschiedlich erfolgreich. Und es hilft uns auch, wenn wir Bibelstunden geben, wenn wir predigen, wenn wir mit anderen Menschen reden, es gibt keine Verheißung der Welt. Lass mich das ganz deutlich sagen, weil es gibt immer Leute, die sagen: "Ja, wenn wir nur lang genug beten, dann wird er sich bekehren." Ich glaube, Gott hat es verheißen. Gibt es an keiner Stelle. Alles, was Gott verheißen hat, ist, dass er mit seinem Heiligen Geist wirkt. Aber wenn selbst Jesus mit seinen Worten manchmal nicht mal bis in den Boden reinkam, dann werden wir es auch nicht können. Die Entscheidung, ob das Wort Gottes Frucht bringt oder nicht, hängt immer an der Bedingung und an dem Interesse des Menschen.

[28:38] Ja, aber auch nur deswegen, weil am Ende dieses Kind sich selbst entschieden hat. Nur deswegen. Dass Gott, dass die Gebete eine enorme Wirkung gehabt haben, weil durch die Gebete auch die Mutter sich verändert und viel mehr den Charakter Jesu widerspiegelt und damit viel mehr diese Wirkung viel stärker ist, ist unbestritten. Aber kein Mensch kann durch Gebete zur Bekehrung gezwungen werden, das ist unmöglich. Ansonsten hätte Jesus uns alle schon bekehrt. Das ist der Punkt. Ja, man kann sich so ein schönes Bild von außen erarbeiten. Aber schlussendlich wohnen wir so. Aber auch unsere Bitte ist, dass Gott den Boden mehr bearbeiten kann. Ganz genau. Der Punkt ist, niemand hat mehr für seine Hörer gebetet als Jesus, oder? Niemand hat mehr für seine Jünger gebetet als Jesus und trotzdem ist einer verloren gegangen. Ja, weil am Ende der freie Wille darüber entscheidet, und jeder von uns muss sich die Frage stellen: Welcher Boden bin ich? Ja, wie weit geht das Wort Gottes in meinem Herzen?

[29:53] Jetzt Matthäus 13 und dort Vers 22. Da heißt es: "Unter die Dornen gesät, aber ist es bei dem, der das Wort hört, aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort und es wird unfruchtbar." Jetzt bei diesem, sagt Jesus, ist nicht der Stein das Problem. Also erstens ist der Boden locker, der ist aufgegraben. Das heißt, das ist eine Offenheit da. Zweitens kann auch eine Wurzel entstehen. Ja, die ist da. Das ist kein Stein innen drin. Das heißt, dieser Boden geht weiter als der. Das sind Menschen, die wirklich ihre Sünden aufgeben, die wirklich ihre Sünden bekennen, die ihr Leben Jesus weihen. Ja, warum bringen die jetzt keine Frucht? Das ist interessant, oder? Bei dem sehen wir es sofort. Ja, der hat zwar Interesse, aber der ist nicht wirklich bekehrt. Ja, aber der übergibt sein Leben doch Jesus. Da ist das, der Stolz wird weggenommen. Warum bringt er keine Frucht? Was ist das Problem? Er toleriert neben sich ganz viel Sünde, die, weil er nicht bereit ist, sie auszureißen zu lassen, die Frucht verhindert. Und diese Sünde, diese Probleme, die eigentlich nicht so sehr sozusagen, die quasi ein bisschen mehr von außen an ihn herangetragen werden, weil wir werden sehen, das sind alles Dinge, die von außen herangetragen werden, die verhindern sozusagen diese Frucht.

[31:25] Was sind diese Dinge? Zählen wir sie mal auf. Erstens, es ist Sorge der Welt. Was stellt ihr euch in der Sorge der Welt vor? Was ist Sorge der Welt? Jesus hat darüber gesprochen in der Bergpredigt, oder? Macht euch nicht Sorgen über, was ihr esst und was ihr trinken sollt. Ja, aber wir müssen doch essen und trinken, oder? Was meint er damit? Er sagt: "Ihr trachtet zuerst." Das heißt, kann es sein, dass ich als gläubiger Mensch plötzlich die Idee habe: "Hey, wenn ich jetzt weiter gläubig bin, dann werde ich meinen Arbeitsplatz verlieren." Und jetzt kommt die Frage: Ja, die Sorge der Welt. Wie kann ich meine Kinder ändern? Das ist eine Sache, die kommt von außen an mich heran. Das ist eine Versuchung von außen, oder? Und jetzt ist die Frage, wie gehe ich damit um? Toleriere ich diesen Gedanken und lasse ihn immer weiter wachsen, wachsen, wachsen, wachsen, dann wird er irgendwann so stark, dass mein Verlangen, Gott treu zu sein, erstickt wird. Also wir haben die Sorge der Welt. Was haben wir noch? Was sind noch? Reichtum. Kennt ihr jemanden, der, der eigentlich ein Jüngling, oder? Der war wirklich, ich meine, der wollte wirklich Jesus folgen. Von ganzem Herzen. Aber der Reichtum von außen in seinem Leben, nicht wahr? Nun gut, am Ende ist natürlich immer ein Problem von innen, das ist schon richtig, aber kennt ihr noch jemanden in der Bibel, der, der so mit Reichtum zu tun hatte? Hm?

[32:52] Ananias und Saphira, oder? Die waren auch vom Heiligen Geist erfüllt. Und der Heilige Geist erfüllt nicht Menschen, die gar nicht bekehrt sind, oder? Die gehörten zur Gemeinde Gottes. Aber dann kam die Versuchung von außen, und sie haben dieser Versuchung nachgegeben. Sie haben sie toleriert, bis sie irgendwann sie überwuchert hat. Eines der größten Beispiele ist vielleicht Achan. Achan ist auch durch das, durch den, durch den Jordan gegangen. Achan ist nicht in Baal-Peor gestorben. Äh, in Beth-Peor. Das heißt, er wird sich wahrscheinlich nicht mit den Baals-Frauen da verbunden haben. Achan hat eine ganze Reihe von guten Dingen gemacht. Achan ist mit Jericho, um Jericho rumgezogen. Achan hat vor sich gesehen, wie Engel vor, ne, er hat die Engel nicht gesehen, aber er hat es wahrscheinlich gewusst, nicht wahr? Engel steigen die Mauern auf, ja? Vor ihm, die Mauern fallen nieder, die Engel steigen vor ihm ab, und er, Achan hat das alles gesehen. Und jetzt war, was hat ihn, was hat ihn zu Fall gebracht? Ein babylonischer Mantel und so ein bisschen Silber, nicht wahr? Und, und so, und, genau, so ein paar Dinge. Das war auch etwas, was von außen kam, aber jetzt, er hatte jetzt ja einfach den Gedanken, er, schaut, das, was ich damit sagen will, ist, auch für einen bekehrten Christen, selbst wenn wir uns den Stein, den Felsen unserer Schuld und unseres Egoismus und unseres harten Herzens Gott geben, gibt es doch immer wieder Dornen, die aufkommen.

[34:07] Was muss man mit den Dornen machen, wenn man Ackerbauer ist? Ausjäten, ausjäten, ausjäten, ausjäten, ausjäten, ausjäten, ständig. Da kommen immer wieder Gedanken von außen in unser Leben, Sorgen, Nöte, Reichtum. Schaut mal den Parallelbericht an. Der Parallelbericht ist in Markus 4, Vers 19, da gibt es noch jetzt eine, eine, eine Dorne sozusagen. Markus 4, Vers 19. Was ist, was ist da noch eine Dorne? Schaut mal, Markus 4, Vers 19. Begierde. Ja, das kann Lust der Augen sein, Lust des Fleisches, nicht wahr? Das kann Hochmut sein, plötzlich Dinge, die in mein Leben eintreten, wo der Satan versucht, mich versucht, und jetzt ist die Frage: Toleriere ich das? Weil ich denke, naja, ich bin, ich bin das Korn, das ist nur ein bisschen, bisschen Distel. Lass mal wachsen. Oder erlaube ich Jesus bei der ersten Gelegenheit, das auszureißen?

[35:10] Und dann in Lukas haben wir noch eine, eine Dorne. Also, wenn man alles zusammen nimmt, sind es eigentlich vier verschiedene Arten von Dornen, die in der Lage sind, das Wort Gottes am Ende zu ersticken, obwohl es bereits in Liebe, im Herzen gewurzelt gewesen ist. Nämlich, was ist das letzte in Lukas 8, Vers 14? Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben, aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und? Ja, Genuss. Hat jemand eine andere Übersetzung? Genuss. Genuss klingt so wie: "Ich darf nicht genießen." Was ist, was hat die für Übersetzung? Vergnügung. Das heißt, Jesus sagt, ein bekehrter Mensch, der schon einiges von Gott erlebt hat, kann am Ende doch scheitern, weil er durch Vergnügungen, durch Begierde, durch Reichtum und durch Sorgen, das sind eigentlich ja Dinge mehr, die er nicht verhindern kann, der sich wieder innerlich korrumpieren lässt, weil er das toleriert und wachsen lässt, nicht ausjätet und dann, was Lukas sagt: "Er geht hin." Das heißt griechisch, während er auf dem Weg ist, das heißt, während er auf dem Weg zum Ziel ist, wird er quasi so behindert, dass er keine Frucht mehr bringen kann. Ja.

[36:38] Genau, Demas war ein Mitarbeiter von Paulus. Das war ein Missionar, der hat Haus und Hof aufgegeben wahrscheinlich, der ist wie Timotheus, wie Titus, mit Paulus gereist, wie Lukas und hat Missionsarbeit gemacht und irgendwann hat er gemerkt: "Meine Güte, ich will doch reich werden" und hat Paulus verlassen und hat die Welt lieb gewonnen. Was also deutlich macht, es geht eigentlich um das Ausharren und darum, den Vögeln, ihr kennt den Spruch von Luther: "Man kann nicht verhindern, dass die Vögel über den Kopf fliegen, man kann verhindern, dass man vielleicht schon angefangen hat, die Äste auf dem Kopf zu tolerieren." Das ist nämlich der Punkt.

[37:19] Übrigens, das Wort, das griechische Wort, wenn es heißt, schaut mal in Lukas 8, Vers 14, da heißt es doch: "und sie bringen die Frucht nicht zur Reife." Das ist sehr interessant. Im Griechischen steht dort: "sie bringen die Frucht nicht zu Ende." Die Idee ist eigentlich, es muss die Frucht bis ans Ende gebracht werden. Da gibt es einen Zielpunkt, aber sie bleiben mittendrin stecken wegen diesen vier Dingen.

[37:48] Letzter Boden, Matthäus 13, Vers 20. Das ist der gute Boden. Oh, was habe ich gesagt? Oh, Verzeihung, ich meine natürlich, was ich mir gesagt habe, 23, genau. "Auf das gute Erdreich gesät, aber ist es bei dem, der das Wort hört und versteht." Das ist die Frage, was ist genau die Frucht, nach der Jesus sucht mit seinem Wort? Was ist die Frucht? Die Frucht des Geistes, als er wäre: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Selbstbeherrschung. Dann haben wir die Früchte der Gerechtigkeit, sagt Paulus. Paulus schreibt, wenn er die Früchte der Gerechtigkeit hat, dann hat er die Freude. Dann hat er die Freude. Paulus spricht auch von der Frucht der Lippen. Kennt ihr die? Das ist das Bekenntnis und das Lob Gottes. Paulus spricht auch von der Heiligung als unserer Frucht im Römerbrief.

[38:51] Jetzt, wie viel von diesen Früchten soll es denn haben? Wie viel von dieser Frucht soll es denn haben? Hundertfältig. Das heißt, wir denken immer: "Meine Güte, jetzt habe ich nach 30 Jahren Christenleben als Glaubensleben es endlich geschafft, jemanden freundlich zu begegnen, der so hässlich zu mir ist. Ich habe den Sieg errungen. Ich bin mal freundlich gewesen und habe den schlechten Gedanken, den ich immer gehabt habe, endlich besiegt." Und denken schon, wir haben den Himmel erreicht damit. Aber was Gottes Ziel eigentlich ist, ist, dass Liebe und Freude und Sanftmut und Selbstbeherrschung und all diese Dinge überfließend da sind. Hundertfältig mehr, als man erwarten würde. Ihr wisst, wir haben gesprochen, niemand hat eigentlich mit hundertfacher Ernte gerechnet, außer es war Gottes besonderer Segen, wie bei Isaak, wie wir das angeschaut haben.

[39:47] Schaut mal mit mir in Lukas 8, Vers 15. Was unterscheidet das Herz dieser von den anderen? Das ist nicht die Frage, die wir uns stellen müssen, denn es reicht ja nicht, wenn ich sage: "Ich bin Adventgemeinde, ich sitze hier und ich höre das Wort Gottes, das wird schon irgendwie passen." Was ist die Bedingung? Dass das Leben Gottes mit sich trägt, wirklich auch das Leben Gottes in meinem Charakter reproduziert. Schaut mal in Lukas 8, Vers 15: "dass in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen in standhaftem Aussehen." Das war das, was den anderen gefehlt hat, oder? Die sind nicht dran geblieben. Das heißt, es ging nicht darum, dass sie besser waren als die anderen, sondern sie bleiben beim Wort. Sie denken über das Wort Gottes nach, bleiben beim Wort und deswegen bringen sie Frucht.

[40:43] Kennt ihr irgendeinen Psalm, der so etwas ähnliches sagt, wie man denkt über das Wort Gottes nach und dann gibt es Frucht? Ein Psalm, der sagt: Psalm 1, nicht wahr? "Wohl dem, der nachsinnig über das Gesetz Gottes Tag und Nacht, der ist wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen und der seine Frucht bringt zu seiner Zeit." Ganz genau.

[41:05] Ellen White sagt, das gute Herz sind die, die ihre Schuld bekennen, die ihre Bedürftigkeit der Liebe Gottes fühlen und die ein echtes Verlangen haben, Wahrheit zu kennen, dass sie gehorchen können. Das gute Herz ist ein glaubendes Herz. Kennt ihr jemanden in der Bibel, der so ein Herz gehabt hat? David, zumindest zeitweise in seinem Leben, ja? Jemand, der das Wort Gottes zur obersten Priorität gemacht hat, daran halte ich fest, was immer kommt. Jesus, natürlich, ja genau.

[41:45] Schaut mal in Hiob. Hiob ist ganz interessant. In Hiob Kapitel 23, es gibt natürlich einige, man könnte Daniel nennen, Josef, aber Hiob 23, Hiob 23 und dort Vers 12, 11 und 12. Schaut mal, was Hiob sagt. Er sagt: "Mein Fuß ist seinen Tritten gefolgt, seinen Weg habe ich bewahrt und ich bin nicht davon abgewichen, vom Gebot seiner Lippen habe ich mich nicht entfernt, die Worte seines Mundes bewahre ich mehr als meine Grundsätze." Das ist ein toller Vers, oder? Jeder Mensch hat so Grundsätze, Dinge, die ihm wichtig sind, aber Hiob sagt, Gottes Wort war mir wichtiger als meine Grundsätze und ich bin nicht davon abgewichen. Aber das Buch Hiob beweist, jemand, der das sagen kann, der bleibt stehen, selbst wenn der Satan die Hölle loslässt. Der Satan hat alles versucht, was er konnte, oder? Ihm alles genommen, ihn angegriffen von allen Ecken und Enden und wie viel hat Hiob sich bewegt? Kein bisschen. Das war der Glaube, der Glaube Jesu, das war der Glaube des vierten Bodens. Er hat das Wort Gottes bewahrt, wenn alles weggenommen wird. Übrigens, was sagt Psalm 119? "Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige."

[43:18] Die Frucht soll reifen und das Wort Gottes ist mächtig, es ist machtvoll, es ist nicht der Bauer, der die Frucht hervorbringt, oder? Es ist nicht der Boden, der die Frucht hervorbringt, sondern das Leben ist in der Pflanze, und der Boden kann entweder dazu förderlich sein, oder er kann es behindern. Und so ist das mächtige, allmächtige Wort Gottes sozusagen, behindert manchmal durch unsere Einstellung dazu. Oder durch unsere Einstellung zu anderen Dingen, die wir neben dem Wort Gottes akzeptieren und tolerieren, bis wir gar nicht merken, dass sie das Wort Gottes in unserem Leben kaputt machen. Wisst ihr, zu dem Satz fällt mir noch ein Satz ein. Kennt ihr den Satz von Ellen White, der das Evangelium kaputt macht? Sie sagt: "Eine Sünde, an der man ständig festhält und sie nicht aufgeben will, eine Sünde, an die man nicht aufgeben will, neutralisiert am Ende die gesamte Kraft des Evangeliums." Diese Dornen machen am Ende alles kaputt. Genau.

[44:23] Wir brauchen ein standhaftes Ausharren. Jakobus 1, Vers 4, letzter Vers. Jakobus 1, Vers 4: "Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt." Das Wort Gottes bleibt im Herzen und kann so Frucht bringen. Das ist genau die Erfahrung der 144.000, oder? Das sind die, die in Offenbarung 14, Vers 12, es heißt: "Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind es, die die Gebote Gottes haben und den Glauben an Jesus bewahren."

[45:02] Was lernen wir? Jesus sagt, er sendet das Wort überall hin, in jedes Herz und auch wir sollen das Wort Gottes überall hinbringen. Aber ob am Ende das Wort Gottes seine Wirkung erzielen kann, hängt erstens davon ab, ob wir überhaupt erstmal Interesse haben. Erstens. Wenn wir Interesse haben, hängt es dann davon ab, ob wir bereit sind, den Stolz und die Schuld, diesen Felsen aus unserem Herzen abzugeben, dass das Wort Wurzel tragen kann. Und wenn wir das gemacht haben, hängt es drittens davon ab, ob wir bereit sind, all die Sünden und die Versuchungen, die von außen an uns herankommen, Jesus immer wieder zu übergeben und ihm erlauben, uns immer das wieder auszujäten aus dem Herzen, immer wenn komische Gedanken kommen, es ihm ausjäten lassen, weil wenn wir sie zulassen, wenn wir sie kultivieren, töten sie am Ende all das, was Jesus vorgetan hat.

[46:05] Und drittens. Jedes Gleichnis, jede Prophezeiung, es ist immer dasselbe. Eigentlich ist das sozusagen die Erklärung, wie lese ich die Bibel richtig, damit sie mir überhaupt etwas bringt. Denn nur wenn ich Interesse habe, wenn ich meine Schuld Jesus übergebe und wenn ich bereit bin, auch die Sünden von außen, also diese Dornen, immer wieder Gott zu übergeben, nur dann kann das Wort am Ende mich zur Vollendung bringen. Es ist nicht überfließend zur Vollendung. Die Frucht ist dann nicht gerade am Ende in letzter Kurve gekratzt, sondern die Frucht des Geistes ist überfließend, hundertfältig, 60-fältig, 30-fältig. In dem Sinne schließen wir hier dieses Gleichnis ab. Das nächste Mal gibt es ein neues Gleichnis und wollen wir uns vornehmen von ganzem Herzen, dass unser Herz ein guter Boden ist. Dass wir das machen, was Hosea und Jeremia sagen, dass wir einen Neubruch, einen neuen Ort haben. Und das ist das, was wir heute noch beten. Und das ist das, was wir heute noch beten. Und das ist das, was wir heute noch beten.

[47:17] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Und danke, dass wir in diesem so einfachen und doch so überaus tiefgründigen Gleichnis in unserem Leben auch Elemente von dem haben, was im ersten, zweiten oder dritten Boden beschrieben ist. Und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Tag für Tag daran erinnerst, dass wir unseren Boden immer wieder aufgraben, immer wieder locker machen für die vielen Samen des Wortes Gottes, die vielen Prinzipien, die vielen Ideen, die vielen Fähigkeiten, die wir in unserem Leben auch immer wieder in unserem Leben erinnern können. Herr, vergib uns, wenn wir kein Interesse an deinem Wort gehabt haben. Und Herr, vergib uns, wenn wir zwar großes Interesse an deinem Wort gehabt haben, aber nebenbei Dornen und Disteln und uns ganz dir weihen, dass du Mächtiges, wirklich Mächtiges in uns bewirken wirst. Herzlichen Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.