In dieser Predigt wird das Gleichnis vom wachsenden Samen aus Markus 4, Verse 26-29, eingehend betrachtet. Christopher Kramp erklärt, wie das Reich Gottes durch das Wort Gottes in unseren Herzen wächst, ähnlich wie ein Samen, der von selbst keimt und Frucht trägt. Es wird betont, dass dieses Wachstum ein automatischer Prozess ist, der durch die Aussetzung gegenüber Gottes Wort und die Kooperation mit Gott geschieht, und dass es letztendlich zur Vollendung durch Jesus Christus führt.
Der Ersehnte: 113. „ohne dass er es weiß“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:00] Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, um nicht verpasst zu werden, was ich noch zu erzählen habe.
[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de zur Folge 113.
[0:46] Wir wollen heute ein kleines, aber wirklich intensives Gleichnis studieren.
[0:52] Eines meiner absoluten Lieblingsgleichnisse und ich hoffe, es wird auch eines von euren Lieblingsgleichnissen, weil es so viel uns zu sagen hat.
[0:58] Ich bin schon ganz gespannt darauf.
[1:00] Bevor wir jetzt aber anfangen, in Markus 4 wollen wir mit einem Gebet starten und wenn es euch möglich ist, wollen wir dazu niederknien.
[1:14] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und danke, dass dein Wort in unseren Herzen wirken wird, wenn wir uns nur damit beschäftigen und mit einem offenen Ohr, mit einem offenen Herzen uns damit beschäftigen.
[1:28] Du hast verheißen, dass du deinen Heiligen Geist sendest und so möchten wir dich bitten, dass er unsere Herzen berührt, dass wir die Wahrheit verstehen, wie sie in dir ist und dass wir die gute Nachricht in unserem Leben umsetzen können, dass wir sie erleben dürfen.
[1:41] Wir möchten dich bitten, dass du alle störenden fernhältst, dass wir uns auf dich konzentrieren können, dass du direkt zu uns sprichst und danken dir dafür im Namen Jesu. Amen.
[1:50] Schlagt mit mir auf in Markus Kapitel 4. Das Gleichnis, das wir heute anschauen ist kurz, es hat nur vier Verse, aber es ist vollgepackt.
[2:05] Wir sind ja immer noch bei der See Predigt.
[2:09] Was war das Besondere an der See Predigt, als Jesus am See Genezareth dort gepredigt hat?
[2:18] Was war das Besondere an seiner Predigt?
[2:25] Er sprach in Gleichnissen und wir haben gelernt, er hat dort in dieser See Predigt eine ganze Reihe von verschiedenen Gleichnissen gepredigt und erst hinterher die Auslegung gegeben.
[2:38] Was war das erste Gleichnis, das er gepredigt hat?
[2:43] Das vom Seemann.
[2:47] Im Buch das Leben Jesu ist es so schön beschrieben, als Jesus dort am See stand, warum hat er angefangen mit dem Gleichnis vom Seemann?
[2:55] Hat jemand eine Idee, warum er ausgerechnet mit so einem Gleichnis angefangen hat?
[2:59] Warum hat er nicht angefangen mit einem Gleichnis über einen Palmenbaum zum Beispiel?
[3:04] Oder warum hat er nicht angefangen mit einem Gleichnis über den Bau einer Stadt?
[3:08] Warum ein Gleichnis über den Seemann, der auf das Feld geht und Samen ausstreut?
[3:13] Ja, sie schreibt sogar, während sie dort standen, sah man die Menschen, wie sie den Samen ausgestreut haben.
[3:22] Man sah Menschen auf dem Feld arbeiten.
[3:24] Jesus hat mit dem gearbeitet, was die Menschen direkt sahen.
[3:27] Und er hat nicht nur ein Gleichnis darüber gemacht, sondern er hat eine ganze Reihe von Gleichnissen gemacht.
[3:32] Ihr werdet sehen, in dieser See Predigt gibt es mehrere Gleichnisse über diese ganze Sache mit Ackerbau, Samen, Pflanzen, Unkraut.
[3:41] Er hat also das benutzt, was da ist.
[3:44] Und so auch jetzt in Markus 4, das ist eigentlich das zweite Gleichnis in der Reihe, ist eine Erklärung auch zum ersten Gleichnis.
[3:53] Wir lesen das mal komplett und dann machen wir uns ein bisschen Gedanken.
[3:56] In Vers 26 heißt es,
[4:23] Die Ernte ist da.
[4:25] Dieses Gleichnis gibt es nur bei Markus.
[4:29] Und das ist ganz interessant.
[4:31] Die meisten Gleichnisse gibt es ja bei Matthäus und Lukas und Markus.
[4:34] Man kann vergleichen.
[4:35] Aber nur Markus berichtet uns dieses Gleichnis.
[4:37] Können wir Markus Danke sagen, dass er das aufgeschrieben hat.
[4:42] Was ist, glaubt, wenn ihr zum ersten Mal, ihr habt es wahrscheinlich viele von euch schon öfter mal gelesen,
[4:47] was ist so die Grundidee von diesem Gleichnis?
[4:50] Was ist so das Grundthema, der Grundtenor, was Jesus hier deutlich machen will?
[4:59] Also es geht um Samen ausstreuen.
[5:01] Es geht um die Frucht, die dadurch entsteht.
[5:03] Also wenn wir noch gar nicht wissen, was die Bedeutung ist,
[5:06] aber wenn man einfach so sagen würde,
[5:08] wenn man so zusammenfasst erstmal, was dort steht,
[5:11] wie würdet ihr es vielleicht in einem Satz dieses Gleichnis zusammenfassen?
[5:15] Es gibt einen Automatismus.
[5:18] Interessantes Wort, das du verwendest.
[5:19] Kommen wir gleich noch zu.
[5:20] Es gibt einen Automatismus.
[5:21] Der Samen bringt dann letztendlich Frucht.
[5:27] Es geht um das Wachstum.
[5:29] Beim ersten Gleichnis ging es nicht so sehr um das Wachstum,
[5:32] sondern ging es vor allem um die verschiedenen Böden.
[5:35] Erster Boden, zweiter Boden, dritter Boden, vierter Boden.
[5:37] Hier geht es jetzt um den Aspekt vom Wachstum.
[5:39] Das dritte Gleichnis hat dann später das Unkraut.
[5:41] Aber jetzt geht es um das Wachstum.
[5:43] Frage.
[5:44] Was soll eigentlich hier mit dem Gleichnis ausgedrückt werden?
[5:47] Schaut mal den Text Vers 26.
[5:49] Was soll ausgedrückt werden mit diesem Gleichnis?
[5:51] Worum geht es?
[5:52] Es geht um das Reich Gottes.
[5:54] Könnt ihr das alle sehen?
[5:55] Das Reich Gottes.
[5:57] Frage.
[5:58] Was ist das Reich Gottes?
[6:03] Das ist eine Königsherrschaft.
[6:07] Das Königreich Gottes.
[6:09] Aber es ist immer noch ein bisschen...
[6:15] Ja, genau.
[6:16] Dings, Dings und Freude im Heiligen Geist.
[6:18] Liebe gehört auch dazu.
[6:19] Das stimmt.
[6:20] Aber das steht nicht in dem Text.
[6:22] Friede ist das Zweite.
[6:23] Genau.
[6:24] Was geht los mit?
[6:25] Glaube gehört auch dazu.
[6:27] Es ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.
[6:30] Das ist in Römer 14 Vers 17.
[6:35] Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist.
[6:38] Das ist das Reich Gottes.
[6:44] Genau.
[6:45] Also das Reich Gottes ist nicht nur etwas, was man sehen kann,
[6:47] sondern es ist etwas, was im Herzen sein kann.
[6:49] Hat jemand noch eine Idee, was mit dem Reich Gottes gemeint ist?
[6:51] Außer jetzt Gerechtigkeit, Friede, Freude im Heiligen Geist.
[6:54] Das sind so Kennzeichen.
[6:56] Aber wie könnte man es zusammenfassen?
[6:58] Schaut mal in Matthäus.
[6:59] Lasst mir mal einen Finger hier drin.
[7:01] Matthäus 24.
[7:03] Und dort Vers 14.
[7:05] Matthäus 24.
[7:07] Und dort Vers 14.
[7:08] Kennt ihr vielleicht sogar auswendig.
[7:09] Und dieses Evangelium vom Reich.
[7:17] Das heißt, das Reich Gottes ist was?
[7:19] Das Evangelium.
[7:21] Die gute Botschaft.
[7:22] Denn im Evangelium geht es darum, wie kann ein Mensch Gerechtigkeit bekommen?
[7:25] Es geht darum, wie kann ein Mensch Frieden bekommen?
[7:28] Es geht darum, wie kann ein Mensch den Heiligen Geist haben?
[7:30] Wie kann er Freude haben im Heiligen Geist?
[7:32] Das Reich Gottes ist eigentlich ein Gesamtbegriff für alles, was das Evangelium sagt.
[7:35] Deswegen heißt es, Jesus ging umher und sagt, tut Buße, denn das Reich Gottes ist gekommen.
[7:41] Wer hat das vorhin schon gepredigt?
[7:44] Johannes der Täufer hat auch gepredigt, tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.
[7:47] Die haben das Evangelium gepredigt, oder?
[7:49] Also ich meine, wenn man in einem Wort zusammenfassen würde, was Jesus gepredigt hat,
[7:53] würde man sagen, das Evangelium.
[7:56] Fast jedes Gleichnis beginnt mit den Worten, das Reich Gottes ist gleich.
[8:00] Das Reich Gottes ist gleich einem Samen, ist gleich einem Sauerteig.
[8:05] Das Reich Gottes ist immer das Thema von Jesus.
[8:09] Sogar in der Bergpredigt geht es los, glückselig sind die, geistlich arm, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
[8:16] Immer geht es um das Reich Gottes.
[8:17] Also Jesus erklärt das Evangelium, erklärt seine Botschaft.
[8:20] Jetzt schaut mal mit mir zurück in Matthäus 13.
[8:26] Da sagt Jesus etwas in Bezug schon auf das erste Gleichnis, das Gleichnis vom Seemann.
[8:31] Er sagt nämlich, es gibt ein Problem am Reich Gottes.
[8:36] Obwohl es eigentlich kein Problem ist, aber es ist für viele ein Problem.
[8:38] Matthäus 13, was ist das Problem?
[8:40] Und dort Vers 11.
[8:42] Er beantwortete und sprach zu ihnen, weil es euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu verstehen, jenen aber ist es nicht gegeben.
[8:51] Also was ist das Problem am Reich Gottes, am Evangelium?
[8:55] Genau, manche verstehen es, manche verstehen es nicht.
[8:57] Es gibt Geheimnisse, es ist ein Geheimnis.
[9:00] Nun für wen ist es ein Geheimnis und für wen ist es kein Geheimnis?
[9:06] Für die Jünger ist es kein Geheimnis, weil die Jünger klüger waren?
[9:09] Weil die bei Jesus waren.
[9:12] Die Idee ist, wer bei Jesus ist, versteht das Evangelium.
[9:16] Wer bei Jesus nicht ist, kann das Evangelium nicht verstehen.
[9:22] Die Idee ist also, was Jesus sagt, mit all diesen Gleichnissen, du kannst das Evangelium nicht wissenschaftlich, technisch verstehen.
[9:33] Man kann keine Dissertation in Evangelium schreiben und einfach als weltlicher Mensch das Evangelium verstehen.
[9:40] Das Evangelium kann man nur verstehen, wenn man bei Jesus ist.
[9:47] Gut, jetzt wollen wir mal dieses Gleichnis ein bisschen genauer anschauen.
[9:54] Gehen wir zurück zu Markus 4.
[9:56] Er sagt mit diesem Reich Gottes, mit dem Evangelium, dass nur der verstehen kann, der bei Jesus ist.
[10:01] Ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht und so weiter.
[10:08] Wer ist der Mensch?
[10:10] Jetzt bin ich mal gespannt, was er sagt.
[10:12] Wer ist dieser Mensch, der den Samen ausstreut?
[10:16] Die Idee ist gar nicht so dumm, weil im ersten Gleichnis vom Seemann, da war ja auch ein Mensch, der streut den Samen aus, und da war es ganz deutlich Jesus.
[10:25] Aber ist es in dem Gleichnis Jesus hier?
[10:27] Lesen wir ein Vers weiter.
[10:29] Kann das Jesus sein, der hier den Samen ausstreut?
[10:32] Ja, genau, warum?
[10:42] Weil in Vers 27 steht, und er schläft und aufsteht Nacht und Tag, und der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß.
[10:50] Das ist interessant.
[10:52] Schaut, hier ist es ganz wichtig.
[10:53] Wenn man in der Natur Gleichnisse für das Evangelium sucht, dann kann es sein, dass eine und dieselbe Sache mal für das steht und mal für das steht.
[11:01] Also Jesus konnte einen Seemann beobachten und konnte sagen, schaut mal, was der Seemann tut, das ist so, wie ich bin.
[11:07] Er verdeutlicht einen Punkt.
[11:09] Aber jetzt macht er einen anderen Punkt.
[11:10] Er will etwas anderes verdeutlichen und verwendet dasselbe Bild für eine andere Nuance.
[11:14] Das zeigt auch, dass Jesus immer wieder über dieselben Bilder nachgedacht hat.
[11:19] Er hat sich nicht damit zufrieden gegeben, ich habe hier einen Seemann, das sagt mir das und das.
[11:24] Er hat immer wieder neu darüber nachgedacht, so wie wir die Bibel lesen sollten, immer wieder neu nachdenken.
[11:29] Er hat eine neue Nuance gefunden.
[11:32] Der Seemann ist eigentlich ein Mensch.
[11:35] Es geht darum, wie ein Mensch den Samen auf die Erde...
[11:39] Was ist der Same?
[11:41] Wofür steht der Same?
[11:46] Weiß jemand noch einen Bibelvers, wo wir das ganz deutlich sagen können, ohne dass wir...
[11:53] Lukas 8 und dort Vers 11.
[11:57] Das ist so schön, wie wenn die Bibel sich selbst erklärt, nicht wahr?
[12:00] Lukas 8, Vers 11, da steht, der Same ist das Wort Gottes.
[12:07] Das Wort Gottes, also im ersten Gleichnis ist es klar, Jesus predigt das Wort Gottes,
[12:15] aber auch wir können ja das Wort Gottes damit etwas machen.
[12:18] Jetzt, wo muss der Same hin?
[12:20] Der Same wird wohin gestreut?
[12:22] In die Erde.
[12:24] Wofür steht denn die Erde?
[12:26] Wofür steht das Ackerfeld, wo der Same hin muss?
[12:31] Für das Herz, genau, für unser Herz.
[12:34] Also im ersten Gleichnis ist es Jesus, der predigt und er trifft auf verschiedene Herzen.
[12:39] Aber jetzt geht es hier nicht um die verschiedenen Herzen in dem Gleichnis,
[12:42] sondern es geht um ein Herz und die Frage, wenn es reinkommt, wie kann es wachsen?
[12:47] Also es geht darum, wie ein Mensch das Wort Gottes in sein Herz bekommt.
[12:55] Wie bekommt ein Mensch das Wort Gottes in sein Herz?
[12:57] Wie wirft er den Samen des Wortes in sein Herz?
[13:10] Also ganz praktisch, wie kommt das hier hin?
[13:16] Ich muss lesen, ich muss mich dem aussetzen.
[13:20] Also wenn der Seemann den Samen auf den Acker wirft,
[13:24] was macht der Seemann, bevor er den Samen sät?
[13:29] Mit dem Boden, was macht er?
[13:32] Wie bereitet er ihn vor?
[13:34] Spricht er zu ihm?
[13:36] Nee, was macht er?
[13:38] Er pflügt ihn um, dass der Boden offen ist, dass der Samen reinfallen kann.
[13:43] Das heißt, die Idee ist, ich muss die Bibel lesen mit einem offenen Geist.
[13:48] Ich muss Interesse haben.
[13:49] Ich muss nicht lesen, ich will jetzt lesen.
[13:51] Sondern ich will etwas lernen.
[13:53] Wenn ich etwas lernen will und ich beschäftige mich mit dem Wort,
[13:56] dann kommt der Same in mein Denken.
[14:00] Aber das kann auch ein Zeichen dafür sein,
[14:03] weil das macht ja eigentlich auch so,
[14:08] dass manchmal das Leben einfach so ist, dass wir offen werden.
[14:12] Weil es so schwierig ist.
[14:14] Ja, ja, genau.
[14:15] Ja, genau.
[14:16] Absolut.
[14:17] Aber da muss eine gewisse Offenheit da sein.
[14:19] Und die Umstände haben wir schon, die sind im ersten Gleichnis, nicht wahr?
[14:22] Aber der Punkt ist jetzt,
[14:24] irgendwie müssen wir mit dem Wort Gottes in Kontakt kommen.
[14:26] Dann kommt der Same in unser Denken.
[14:30] Jetzt schauen wir noch einen Text an den 1. Petrus.
[14:32] 1. Petrus 1 und dort Vers 23.
[14:48] 1. Petrus 1 Vers 23 dort steht,
[14:51] denn ihr seid wiedergeboren.
[14:56] Woraus?
[14:58] Nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen.
[15:06] Und wie nennt er es jetzt?
[15:07] Er nennt das Wort durch das lebendige Wort Gottes.
[15:16] Nun, wenn der Seemann den Samen ausstreut,
[15:19] das ist in 1. Petrus 1, 23.
[15:23] Wenn der Seemann den Samen ausstreut,
[15:26] was trägt der Same in sich?
[15:29] Der trägt das Leben, oder?
[15:31] Das ist eine der Kernideen in diesem Gleichnis.
[15:34] Das Leben, das zur Frucht bringt, steckt im Samen.
[15:40] Das heißt, das, was das Leben verändert,
[15:45] steckt in diesem Wort.
[15:47] Deswegen sagt die Bibel, dass das Wort mächtig ist,
[15:49] weil das Wort hat Kraft, das Leben im Wort.
[15:52] Paulus hat mal gesagt, wenn ihr die Bibel lest,
[15:56] dann merkt ihr, dass es nicht Menschenwort ist,
[15:59] sondern es ist Gottes Wort, das in euch wirkt.
[16:02] Habt ihr mal gesehen?
[16:03] Es gibt manchmal im Internet Videos,
[16:05] wo man im Zeitraffer sieht, wie ein Same aufgeht.
[16:10] Habt ihr das mal gesehen?
[16:11] Im Zeitraffer sieht man plötzlich,
[16:12] wie das auseinanderbricht und dann sich so streckt.
[16:16] Das ist unglaublich schön.
[16:17] Man sieht eine ungeheure schöne Kraft, die sich entfaltet.
[16:21] Und Jesus sagt, so ist mein Wort.
[16:24] Auf den ersten Blick sind es einfach nur Buchstaben
[16:27] mit Komma und Punkt, schwarz auf weiß.
[16:31] Aber wenn die da hineinkommen,
[16:33] der Same geht ja erst auf, wenn er in der Erde ist, oder?
[16:36] Man sieht es erst mal gar nicht,
[16:37] aber man kann sich das fast vorstellen,
[16:39] da kommt dieses Wort, das ich hier lese,
[16:41] schwarz auf weiß, kommt in mein Denken.
[16:42] Und in meinem Denken passiert genau das,
[16:44] was sonst unter der Erde passiert.
[16:45] Da bricht was auf, da kommt Leben heraus.
[16:49] Nun, gehen wir zurück zu Markus 4
[16:51] und schauen uns mal den nächsten Vers an,
[16:53] der jetzt direkt dazugehört.
[16:54] In Markus 4 und dort Vers 27.
[16:58] Was macht der Mensch,
[16:59] wenn er den Samen auf die Erde geworfen hat?
[17:01] Was macht er jetzt?
[17:03] Schläft, steht auf.
[17:05] Also die Idee ist, er schläft und steht auf
[17:06] und schläft und steht auf Tag und Nacht, nicht wahr?
[17:09] Und was macht der Same?
[17:11] Der geht auf.
[17:13] Der Same keimt und geht auf, ohne dass er es weiß.
[17:19] Weil der Same keimt ja erst mal unter der Erde.
[17:24] Das Tolle ist, im Griechischen steht sogar,
[17:27] wörtlich eigentlich, der Same keimt wie?
[17:31] Weiß er nicht.
[17:32] Also wie das genau geschieht?
[17:33] Er hat keine Ahnung.
[17:36] Und damit soll ausgesagt werden,
[17:38] dass wenn Gott etwas in unserem Leben tut,
[17:42] dann ist das nicht das, was wir uns angestrengt haben,
[17:46] sondern das kommt allein aus dem Wort.
[17:50] Jetzt, was ist die einzige Bedingung,
[17:54] die erfüllt sein muss,
[17:55] damit der Same auch wirklich keimt?
[18:00] Also erst mal im Ackerbau.
[18:03] Was muss mit dem Samen sein,
[18:04] damit er auch keimen kann?
[18:05] Nun gut, es gibt vielleicht mehrere,
[18:06] aber was ist die entscheidende?
[18:08] Er braucht Wasser, okay, ja.
[18:10] Er muss reinkommen und?
[18:12] Okay, das ist jetzt ziemlich selbstverständlich,
[18:15] aber ihr werdet gleich sehen, warum ich das sage.
[18:17] Er muss da bleiben.
[18:19] Er muss da bleiben, oder?
[18:21] Das ist jetzt eine kleine Begrenzung im Gleichnis,
[18:24] weil das ist selbstverständlich.
[18:25] Der Seemann sät es einmal hin und dann bleibt es da, oder?
[18:28] Aber wenn es aus irgendeinem Grund verschwinden würde,
[18:30] könnte es nicht dort keimen.
[18:33] Wenn ein Pferd kommt,
[18:34] oder wenn ein Vogel das rausreißt,
[18:36] es muss im Boden bleiben.
[18:38] Und das ist jetzt der Punkt.
[18:39] Es gibt nämlich eine Bedingung,
[18:40] die wir erfüllen müssen, nämlich,
[18:43] das Wort muss im Herzen bleiben.
[18:46] Denn unser Herz ist nicht wie der Boden.
[18:48] Also ich kann den Samen nehmen,
[18:50] ich kann ihn in den Boden werfen
[18:51] und dann bleibt er da, wahrscheinlich.
[18:53] Aber mein Denken ist immer nur
[18:55] in der Sekunde, wo ich bin, sozusagen.
[18:56] Ich muss mich relativ kontinuierlich
[19:00] dem Wort Gottes aussetzen.
[19:03] Wenn das passiert,
[19:05] dann kann es keimen.
[19:06] Es kann nicht keimen,
[19:07] wenn ich nur einmal lese und dann wieder vergesse.
[19:09] Das ist also die Idee.
[19:10] Weil der Boden,
[19:13] das ist quasi meine Gedanken.
[19:16] Und der Same, der jetzt hier reinkommt,
[19:19] das Wort Gottes,
[19:21] das muss da bleiben in meinen Gedanken.
[19:23] Und wenn es in meinen Gedanken bleibt,
[19:25] dann entsteht eine Kraft,
[19:28] die irgendwann nach sehr kurzer Zeit auch sichtbar wird.
[19:31] Am Anfang ist sie erst unsichtbar,
[19:33] aber sie wird dann bald sichtbar.
[19:34] Und ich als Mensch,
[19:36] der ich das jetzt in mein Denken hineinlasse,
[19:39] sehe das aber,
[19:41] es geschieht eigentlich ohne mein Zutun.
[19:44] Jetzt schaut mal mit mir in Johannes 3 Vers 7 und 8.
[19:50] Jesus hat das mal auf eine andere Art und Weise
[19:53] einem Menschen erklärt,
[19:55] der eigentlich sehr intelligent war,
[19:57] aber irgendwie das nicht begriffen hat.
[19:59] Weil nämlich die Geheimnisse des Reiches Gottes
[20:01] nur von denen begriffen werden,
[20:03] die bei Jesus sind.
[20:05] Nur bei Jesus.
[20:06] In Johannes 3 Vers 7 und 8
[20:09] Wundere dich nicht,
[20:11] dass ich dir gesagt habe,
[20:12] ihr müsst von Neuem geboren werden.
[20:15] Der Wind weht, wo er will,
[20:17] und du hörst seinen Sausen,
[20:18] aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht.
[20:21] So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.
[20:22] Jesus sagt, wenn du bekehrt bist,
[20:23] wenn du ein neues Leben mit Gott beginnst,
[20:25] kannst du niemals genau sagen,
[20:27] wegen dem und dem und dem und dem und dem und dem
[20:29] und dem Grund ist mein Leben anders.
[20:31] Es bleibt eigentlich ein Geheimnis.
[20:34] Man kann Erlösung nicht einfach exakt erklären.
[20:38] Das ist ein Wunder Gottes.
[20:56] Das heißt, das Werk des Heiligen Geistes
[20:58] ist tiefer, als man es erklären kann.
[21:00] Und Jesus spricht hier zu dem,
[21:02] ich meine, wer war Nikodemus, der Mann hier?
[21:04] Was war sein Beruf?
[21:06] Ein Theologie-Professor.
[21:09] Und Jesus sagt dem Theologie-Professor,
[21:11] die allerwichtigsten Dinge im christlichen Leben,
[21:13] nämlich wie man Christ wird,
[21:16] kannst du nicht erklären.
[21:17] Also nicht vollständig.
[21:18] Man kann die wesentlichen Dinge sagen,
[21:20] so wie Jesus hier das erklärt,
[21:21] aber man kann nie das so machen,
[21:23] dass man einfach aus reinem intellektuellem Verständnis
[21:26] sich so selbst bekehrt.
[21:27] Das ist unmöglich.
[21:29] Das ist ein Wunder Gottes.
[21:31] Das immer dann geschieht,
[21:34] wenn ein Mensch offen ist für das Wort.
[21:36] Wenn der Mensch offen ist für das Wort,
[21:39] geschieht es, auch wenn er es selbst nicht erklären kann.
[21:41] Nun, das heißt, es ist eigentlich gar nicht so sinnvoll,
[21:45] ihr werdet das oft merken,
[21:46] dass Menschen versuchen,
[21:47] das Evangelium ganz präzise,
[21:50] so Phase für Phase aufzudröseln.
[21:53] Und dann streiten die sich.
[21:54] Bist du jetzt in der Phase oder in der Phase?
[21:56] Und dann werden über bestimmte technische Begriffe,
[21:58] dann streitet man sich.
[21:59] Und die ganze Kirchengeschichte ist voll von Streit
[22:01] über bestimmte Details des Evangeliums, oder?
[22:05] Aber Gott hat uns nicht gebeten,
[22:07] das Werk des Heiligen Geistes zu erklären,
[22:10] sondern zu erleben, oder?
[22:13] Er hat uns aufgefordert, es zu erleben.
[22:15] Und wenn wir es dann erlebt haben,
[22:16] dann können wir zumindest erklären,
[22:18] was wir erlebt haben.
[22:19] Wir können erzählen, was wir erlebt haben.
[22:21] Das ist übrigens bei jedem Menschen
[22:22] auch ein klein bisschen anders,
[22:24] weil Gott tausend Wege hat,
[22:26] von denen wir nichts wissen.
[22:27] Er kann viele Menschen auf verschiedene Arten und Weisen erreichen.
[22:29] Die einzige Bedingung ist,
[22:31] es muss Gott zu mir kommunizieren können.
[22:33] Durch sein Wort, manchmal auch durch die Natur,
[22:35] durch die Dinge, die er benutzt.
[22:37] Aber durch sein Wort, letztlich durch Jesus,
[22:39] der das Wort Gottes ist.
[22:40] Wenn der im Herzen ist,
[22:42] dann geht's auf.
[22:43] Ohne, dass ich genau weiß, wie.
[22:44] Ich kann zwar merken,
[22:45] ihr habt ja in den letzten Tagen gemerkt,
[22:46] da war Sturm, nicht wahr?
[22:47] Man merkt irgendwann, dass Sturm ist.
[22:49] Aber genau den Sturm zu erklären,
[22:51] irgendwann merkt man, da ist was.
[22:54] Nun.
[23:00] Ist euch aufgefallen?
[23:01] Der Seemann schläft und steht auf.
[23:03] Wie heißt es?
[23:04] Tag und Nacht.
[23:07] Kennt ihr irgendein Bibelvers,
[23:08] der damit zusammenhängt,
[23:09] dass man das Wort Gottes immer im Herzen hat?
[23:12] Tag und Nacht.
[23:16] Und was passiert dann?
[23:18] Also wohl dem, der nicht wandelt,
[23:19] auf dem Weg der Gottlosen und so weiter,
[23:21] der nachsinnt über dein Gesetz Tag und Nacht,
[23:25] oder Lust hat an deinem Gesetz Tag und Nacht,
[23:27] der ist wie ein Baum,
[23:30] gepflanzt an Wasserbechern,
[23:32] der seine Frucht bringt zu seiner Zeit.
[23:37] Also David wusste,
[23:39] ich kann zwar die Furcht nicht hervorbringen,
[23:41] ich kann zwar die Bekehrung nicht hervorbringen,
[23:42] aber was kann ich tun?
[23:44] Was muss auch dieser Mann quasi tun?
[23:46] Tag und Nacht muss der Same im Boden sein.
[23:50] Er steht auf,
[23:51] er schläft,
[23:52] solange er,
[23:53] schaut,
[23:54] was ich damit sagen will ist, ihr Lieben,
[23:57] das Wort,
[23:58] was ich damit sagen will ist,
[23:59] wenn wir täglich uns dem Wort Gottes aussetzen,
[24:04] mit der simplen Idee,
[24:06] ich will etwas lernen,
[24:08] schenkt Gott uns neues Leben.
[24:10] Viele Menschen denken,
[24:11] sie müssen das Wort Gottes studieren,
[24:13] um dann zu wissen,
[24:14] was sie tun müssen.
[24:17] Aber wer sich dem Wort Gottes aussetzt,
[24:20] wer quasi einfach Gottes Geist an seinen Geist ranlässt,
[24:24] der erlebt, dass es von alleine aufgeht.
[24:26] Das ist die Bedingung.
[24:27] Es ist nicht eine andere Bedingung,
[24:28] die wir noch erfüllen müssen,
[24:29] sondern die einzige Bedingung ist,
[24:30] habt Kontakt mit dem Wort,
[24:31] dann entsteht ein Automatismus.
[24:34] Schaut mal in Markus 4 Vers 28.
[24:38] Nicht nur ist das bei dem ersten Keimen so,
[24:44] sondern der Markus sagt,
[24:48] Jesus sagt weiter,
[24:49] denn die Erde trägt,
[24:50] wie geht es weiter?
[24:51] Die Erde trägt von selbst,
[24:54] also ich muss euch ganz ehrlich gestehen,
[24:56] wenn ich in früheren Jahren
[24:58] über das Gleichnis gepredigt habe,
[24:59] dann hat mich immer eins fasziniert.
[25:01] Mich hat immer fasziniert,
[25:02] dass da betont wird,
[25:03] dass am Ende eine Frucht ist.
[25:05] Ich habe immer die Frucht betont am Ende
[25:07] und wenn die Frucht es zulässt
[25:08] und wir müssen die Frucht erreichen,
[25:10] und man kommt dann so ganz leicht
[25:12] in diesen Fokus,
[25:13] dass man irgendwie selbst versuchen muss,
[25:15] dass da irgendwann eine Frucht ist.
[25:17] Aber der Text sagt immer wieder,
[25:19] ohne dass er es weiß.
[25:20] Von selbst.
[25:22] Wisst ihr, was im Griechischen hier steht?
[25:24] Ich sage euch mal ein griechisches Wort,
[25:26] das ihr alle kennt.
[25:27] Ich wette mit euch,
[25:28] dass ihr alles kennt, oder?
[25:29] Das griechische Wort hier ist Automathe.
[25:32] Das ist das Wort, Automathe.
[25:34] Von selbst.
[25:35] Wörtlich heißt das im Griechischen
[25:37] Selbsthandeln.
[25:38] Das kommt nur noch an einer Stelle
[25:39] in der Bibel vor.
[25:40] Kennt ihr die Geschichte,
[25:41] wo Petrus im Gefängnis ist?
[25:43] Und ein Engel befreit ihn.
[25:45] Und dann passiert was mit dem Tor.
[25:46] Sie gehen hinaus und was passiert mit dem Tor?
[25:48] Was passiert mit dem Tor?
[25:51] Geht von alleine auf.
[25:52] Sie gehen hindurch.
[25:53] Automathe.
[25:54] Wie ein Automatismus.
[25:55] Das ist die Idee.
[25:56] Automatisch.
[25:58] Wenn das Wort im Herzen ist,
[26:00] beginnt es ein neues Leben.
[26:02] Das heißt,
[26:03] wir fangen an,
[26:04] ein neues Leben zu bekommen,
[26:05] aber es verändert uns auch
[26:07] Schritt für Schritt.
[26:08] Manche Leute haben die Idee,
[26:10] Gott bekehrt mich irgendwie
[26:12] oder ich bekomme Vergebung meiner Sünden
[26:14] und da bin ich irgendwie ein Christ
[26:16] und jetzt muss es mich anstrengen.
[26:17] Jetzt muss ich loslegen.
[26:18] Jetzt muss ich gute Werke tun,
[26:19] damit ich irgendwie da weitermache.
[26:21] Aber genauso wie das Wort sprießt,
[26:24] genauso wächst es jetzt auch.
[26:26] Nach dem selben Mechanismus.
[26:27] Es ist dieselbe Erde.
[26:29] Es ist dieselbe Sonne.
[26:30] Es ist derselbe Regen.
[26:32] Ist der Mann völlig tatenlos hier?
[26:37] Was muss der Mann machen?
[26:40] Was muss er tun?
[26:42] Er muss erstmal den Boden lockern.
[26:45] Er muss ab und zu Wasser bringen,
[26:47] wenn es gerade nicht viel Regen gibt.
[26:48] Was muss er noch tun?
[26:50] Er muss warten.
[26:52] Er muss geduldig sein.
[26:53] Jetzt ein ganz wichtiger Punkt.
[26:55] Ein echter Ackerbauer sagt ja nicht,
[26:57] nach drei Wochen,
[26:58] meine Güte,
[26:59] die Pflanzen sind immer noch nicht so groß,
[27:00] wie ich dachte,
[27:01] macht der gar keinen Sinn.
[27:02] Er muss wissen,
[27:03] dass die Pflanzen,
[27:04] er weiß,
[27:05] dass die Pflanze zu jedem Zeitpunkt so ist,
[27:06] wie sie eigentlich sein sollte
[27:07] und er muss Geduld haben mit seiner Pflanze,
[27:10] so wie auch wir Geduld haben sollten mit uns.
[27:12] Wir werden nicht von einem Tag auf den anderen perfekt.
[27:14] Es braucht Zeit.
[27:16] Wie sagt der Salomo?
[27:17] Alles hat seine Zeit.
[27:19] Wenn man anfängt,
[27:20] sich für den christlichen Glauben zu interessieren,
[27:21] kann man nicht gleich alles.
[27:22] Und man kann sowieso selten gleich alles.
[27:25] Aber der Punkt ist,
[27:26] das geht Schritt für Schritt.
[27:28] Aber es gibt noch etwas,
[27:29] da bist du gleich dran,
[27:30] es gibt noch etwas,
[27:31] was der Mann tun kann, ja tun muss.
[27:33] Was muss er tun?
[27:36] Er muss,
[27:38] ja,
[27:39] da gibt es nämlich oft Unkraut,
[27:41] er muss das Unkraut rausnehmen.
[27:43] Denn ihr erinnert euch,
[27:44] in dem anderen Gleichnis,
[27:46] da gab es ja vier Böden.
[27:47] Im ersten Boden,
[27:48] da war festgetrampelt,
[27:49] da gab es gar kein Interesse am Wort Gottes.
[27:51] Der zweite Boden,
[27:52] der war ein bisschen offen oben,
[27:56] aber unten waren die Steine.
[27:57] Das war jemand,
[27:58] der begeistert ist vom Wort,
[27:59] aber den nicht bekehrt,
[28:01] der nicht sein Herz Gott gibt.
[28:02] Aber beim dritten Boden gab es,
[28:04] offen nach unten war alles frei.
[28:07] Das sind die Menschen,
[28:09] die wirklich vom Wort Gottes bekehrt sind,
[28:11] aber dann die Sünde in ihrem Leben tolerieren
[28:13] und denken, das wird schon alles.
[28:15] Und dann wird die Pflanze erstickt.
[28:17] Was der Mensch tun kann ist,
[28:19] er kann sich nicht besser machen,
[28:21] er kann sich nicht heiliger machen,
[28:24] aber er kann Sünde in seinem Leben,
[28:27] die er merkt, Gott übergeben.
[28:29] Er kann sich weigern,
[28:30] weiter an der Sünde festhalten zu wollen.
[28:32] Er kann,
[28:33] wenn da schlechte Gewohnheiten kommen,
[28:34] oder Sorgen,
[28:35] oder all diese Dinge,
[28:36] Weltlichkeit,
[28:37] kann er immer wieder sagen,
[28:38] ah, da steht eine Distel,
[28:39] ich übergebe sie Gott.
[28:40] Das kann er tun.
[28:41] Und das ist die Kooperation.
[28:42] Der Seemann ist nicht tatenlos,
[28:44] er kooperiert mit Gott.
[28:46] Aber das Leben kommt nicht vom Seemann.
[28:49] Das Leben kommt von dem Samen.
[29:04] Ja.
[29:12] Ganz genau.
[29:13] Gott hat einmal illustriert,
[29:15] dass er keinen einzelnen Menschen braucht,
[29:18] um Pflanzen hervorbringen zu können.
[29:20] Wann hat Gott das illustriert?
[29:24] Ja, genau, wo in 1. Mose.
[29:26] Bei der Schöpfung, oder?
[29:28] Wann hat Gott die Menschen geschaffen?
[29:30] Am 6. Tag, oder?
[29:31] Wann hat Gott die Pflanzen geschaffen?
[29:33] Am 3. Tag.
[29:34] Und wie hat Gott das gemacht mit den Pflanzen?
[29:36] Wie hat er sie geschaffen?
[29:39] Er hat gesagt, und Gott sprach,
[29:40] die Erde lasse Gras sprießen,
[29:43] und gewächst, das Samen hervorbringt,
[29:45] fruchttragende Bäume auf der Erde,
[29:47] von denen jeder seine Früchte bringt,
[29:49] nach seiner Art, in denen ihr Samen isst.
[29:51] Und die Bibel sagt, und es geschah.
[29:53] So, die Erde brachte Gras hervor,
[29:55] und gewächst, das Samen hervorbringt,
[29:57] und trägt nach seiner Art,
[29:58] und Bäume, die Früchte bringen,
[30:00] nach ihrer Art, und so weiter.
[30:02] Da war kein Mensch.
[30:03] Gott hat also gezeigt,
[30:04] allein durch sein Wort kann er das tun.
[30:08] Das heißt, dass wir mitarbeiten dürfen,
[30:10] ist nicht, was ich damit sagen will,
[30:15] unsere Mitarbeit ist nicht so,
[30:17] dass Gott uns nicht ohne sie retten könnte,
[30:19] sondern unsere Mitarbeit ist notwendig,
[30:20] damit wir verstehen, was er tut.
[30:22] Gott ist nicht angewiesen auf uns,
[30:24] aber wir müssen ihm die Bedingung,
[30:27] wir müssen quasi die Bedingung schaffen.
[30:29] Ich würde es anders erklären.
[30:31] Ich war jetzt gerade vor kurzem mit meiner Frau im Urlaub.
[30:34] Wir waren in der Gemäldegalerie,
[30:37] ganz interessant, in Dresden.
[30:41] Da gibt es viele Bilder und auch Rahmen.
[30:45] Jetzt, wenn man sich das Evangelium vorstellt
[30:47] wie ein Bild und ein Rahmen,
[30:50] was tut Gottes Werk und mein Werk?
[30:52] Ist mein Werk das Bild und Gottes Werk der Rahmen,
[30:55] oder das Bild Gottes Werk und mein Werk der Rahmen?
[31:00] Ich glaube, für viele Christen ist es so,
[31:02] dass sie sagen, ich lebe mein Leben
[31:03] und Gott ist irgendwie mein Rahmen.
[31:05] Gott rahmt alles irgendwie ein,
[31:07] beschützt mich, erhellt mich,
[31:08] aber es ist mein Leben, umrahmt von Gott.
[31:14] Und das ist jetzt genau der Punkt.
[31:16] Wenn Gott sichtbar wird
[31:19] und ich quasi den Rahmen bilde,
[31:22] dass ich sozusagen meinen Körper,
[31:24] mein Denken ihm zur Verfügung stelle,
[31:27] damit er sichtbar wird.
[31:29] Der Rahmen ist ziemlich notwendig,
[31:31] der ist nicht völlig nutzlos,
[31:33] aber es geht mehr um das Bild als um den Rahmen.
[31:36] Und im Idealfall passen Bild und Rahmen sehr gut zusammen.
[31:40] Und eigentlich, wisst ihr was ist zuerst da?
[31:43] Das Bild oder der Rahmen?
[31:44] Also beim richtigen großen Meisterwerk.
[31:46] Das Bild.
[31:47] Und für das Bild wird dann ein passender Rahmen gesucht.
[31:50] Er sucht für seinen Charakter
[31:52] den passenden Rahmen sozusagen.
[31:54] Er möchte, dass Menschen durch ihr Leben
[31:57] seinen Charakter, sein Wesen zeigen.
[31:59] Nun, zurück zu Markus 4.
[32:01] Wir haben ja gesagt, alles hat seine Zeit.
[32:05] Jesus sagt, die Erde bringt zuerst einen Halm,
[32:10] dann die Ähre,
[32:12] dann den vollen Weizen in der Ähre.
[32:15] Das heißt, es geht so Stück für Stück.
[32:17] Zu jedem Zeitpunkt kann der Christ sagen,
[32:19] ich bin vollkommen in Christus.
[32:22] Aber trotzdem gibt es noch Raum zum Entwickeln.
[32:25] Wenn ein Christ denkt,
[32:28] ich kenne meine fünf Bibelverse,
[32:30] ich bete zweimal am Tag
[32:31] und ich gehe einmal die Woche in die Kirche,
[32:33] das dürfte ja ausreichen, fertig, aus.
[32:36] Dann hat er die ganze Idee dieses Gleichnisses nicht verstanden.
[32:40] Wer mit Gott ist, entwickelt sich weiter,
[32:43] und zwar automatisch.
[32:45] Was eigentlich nur bedeutet,
[32:47] wenn jemand sich nicht automatisch weiterentwickelt,
[32:50] dann fehlt etwas an der Grundlage,
[32:53] dann ist die Bedingung nicht erfüllt,
[32:55] dass das Wort Gottes im Herzen ist.
[32:57] Solange wir uns der Sonne der Gerechtigkeit aussetzen,
[33:03] solange wir den Heiligen Geist in unserem Herzen wirken lassen,
[33:06] den Regen,
[33:07] solange wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen,
[33:09] solange wird er Wachstum schenken.
[33:13] Aber dieses Wachstum ist ein echtes Wachstum,
[33:15] es ist kein theoretisches Wachstum.
[33:17] Manchmal hört man immer Christen sagen,
[33:19] es ist ein Wachstumsprozess.
[33:22] Aber wenn ich immer nur sage, es ist ein Wachstumsprozess
[33:24] und ich bin 30 Jahre auf demselben Punkt,
[33:26] dann ist das blanke Theorie ein Wachstumsprozess,
[33:29] erklärt man daran, dass etwas wächst.
[33:32] Die diagnostische Frage wäre dann,
[33:34] wenn ich zurückschaue an meinem Leben,
[33:36] bin ich in den letzten zwei Jahren Gott näher gekommen
[33:42] oder habe ich mich weiter von ihm entfernt?
[33:44] Oder stehe ich immer noch an demselben Punkt,
[33:46] wie vor 5, 10, 15 oder 50 Jahren,
[33:49] wo ich ihn kennengelernt habe?
[33:51] Gibt es irgendwie greifbare Hinweise,
[33:53] dass Gott in meinem Leben gewirkt hat?
[33:55] Wenn nicht, könnte es sein,
[33:56] dass das Wort gar nicht so richtig wirken kann, wie es sollte.
[34:02] Aber der Punkt ist, und das ist mir sehr wichtig,
[34:05] wenn wir diese einfachen Bedingungen erfüllen,
[34:08] einfach uns mit dem Wort Gottes beschäftigen,
[34:10] mit Jesus gehen,
[34:11] dann tut er das.
[34:12] Es gibt so viele Menschen, die das Gefühl haben,
[34:15] ich lese die Bibel, ich glaube an Gott,
[34:17] ich bete zu ihm,
[34:18] jetzt weiß ich aber immer noch nicht,
[34:20] ob ich gerettet bin.
[34:21] Ich tue das alles,
[34:22] aber irgendwelche Bedingungen erfülle ich wahrscheinlich noch nicht.
[34:26] Was Jesus hiermit sagt ist,
[34:28] wenn du einfach ihm folgst und an ihn glaubst
[34:32] und dich mit ihm beschäftigst,
[34:34] dann musst du dir keine Sorgen machen,
[34:36] solange du bei ihm bist, bist du gerettet.
[34:39] Und du wirst weiter wachsen,
[34:40] du wirst weiter wachsen und zwar automatisch.
[34:42] Du musst dich an ihn klammern,
[34:44] du musst bei ihm bleiben,
[34:45] aber er macht den Rest.
[34:47] Nun, schaut mal mit mir in Philipper 1.
[34:51] Philipper 1, Vers 6.
[34:57] Philipper 1, Vers 6, dort sagt der Paulus,
[35:00] weil ich davon überzeugt bin.
[35:03] Er sagt nicht, es ist meine Meinung,
[35:04] es könnte so sein, ja schauen wir mal,
[35:05] hoffentlich passt es so.
[35:06] Er sagt, weil ich davon überzeugt bin,
[35:08] dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat,
[35:13] es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.
[35:15] Schaut mal, Jesus baut keine Ruinen.
[35:20] Es soll ja Länder geben,
[35:21] in denen manchmal Häuser gebaut werden,
[35:22] die nicht vollendet sind.
[35:23] Ich weiß nicht,
[35:24] ob ihr schon mal so ein Land gesehen habt.
[35:25] Ich schon.
[35:26] Da fährt man so durch
[35:27] und man sieht lauter so halbe Häuser.
[35:29] Ja, da hat jemand angefangen
[35:30] und hat nicht zu Ende gebaut.
[35:31] Und manche Christen haben so eine Idee,
[35:33] dass Jesus so ein Ruinbauer ist.
[35:35] Ja, der fängt was an
[35:36] und hat irgendwie keine Lust mehr.
[35:37] Und wenn man sich selbst dann anstrengt,
[35:39] dann wird es nichts.
[35:40] Aber Paulus sagt, ich bin überzeugt,
[35:42] er hat ein gutes Werk angefangen
[35:43] und wenn wir ihn lassen,
[35:45] das ist der entscheidende Punkt,
[35:46] wenn wir ihn lassen,
[35:47] wenn wir ihn nicht stören bei seinem Werk,
[35:49] wenn wir uns auf ihn konzentrieren,
[35:51] dann baut er auch zu Ende.
[35:52] Er baut zu Ende.
[35:54] Was bedeutet das konkret?
[35:56] Schaut mal, Kolosser 1 Vers 10.
[35:58] Kolosser 1 und dort Vers 10.
[36:01] Was soll denn zunehmen?
[36:04] Kolosser 1 Vers 10.
[36:07] Dort steht,
[36:08] damit ihr des Herrn würdig wandelt
[36:11] und ihm in allem wohlgefällig seid,
[36:13] in jedem guten Werk fruchtbar
[36:16] und in der Erkenntnis Gottes wachsend.
[36:19] Also worin sollen wir wachsen?
[36:22] Also jetzt erklärt mir das mal ohne Theologendeutsch.
[36:24] Was heißt das praktisch?
[36:27] Ich sollte Gott immer besser kennenlernen.
[36:31] Also die Frage könnte ich mir stellen,
[36:33] kenne ich Gott heute besser als vor drei Jahren?
[36:36] Das ist eigentlich die Frage.
[36:38] Nicht weiß ich sowieso das, was ich vorher wusste,
[36:40] sondern kenne ich ihn besser.
[36:42] Wenn man Menschen kennenlernt,
[36:43] wenn man Freunde hat,
[36:44] wenn man seinen Ehepartner hat,
[36:45] man lernt den Menschen auch immer besser kennen, oder?
[36:47] Wenn man Zeit mit ihm verbringt.
[36:48] Wenn nicht,
[36:49] dann hat man irgendwie so die allgemeine Beziehung.
[36:52] Kenne ich Gott besser?
[36:55] Bin ich ihm näher irgendwie?
[36:58] Weil je näher ich ihm bin,
[37:00] desto mehr spiegele ich von ihm wider.
[37:02] Noch eine diagnostische Frage.
[37:03] Schaut mal in 1. Thessalonicher 3.
[37:05] Das ist auch sehr schön.
[37:06] 1. Thessalonicher 3,
[37:08] und dort Vers 12 und 13.
[37:13] 1. Thessalonicher 3,
[37:16] Vers 12 und 13.
[37:20] Euch aber lasse der Herr wachsen
[37:23] und überströme,
[37:25] also überströme,
[37:26] das ist so quasi über das Maß hinaus.
[37:28] Überströmend werden in der Liebe zu wem?
[37:32] Zueinander.
[37:33] Wow.
[37:34] Also,
[37:35] wie muss man sich das praktisch vorstellen,
[37:37] dass man überströmende Liebe in der Gemeinde zueinander hat?
[37:42] Ist ja Wahnsinn, oder?
[37:44] Und zu allen gleich auch wie wir sie zu euch haben.
[37:46] Also,
[37:47] wir sollen wachsen in der Liebe zueinander.
[37:51] Was wäre die diagnostische Frage,
[37:53] die ich mir stellen kann?
[37:55] Habe ich meine Geschwister in der Gemeinde
[37:57] mehr lieb als vor drei Jahren?
[37:59] Das ist eine interessante Frage, oder?
[38:01] Also,
[38:02] man kann sich ja so vorstellen,
[38:03] als ich zum ersten Mal in die Gemeinde kam,
[38:04] also,
[38:05] wie hatte ich so,
[38:06] wie kam ich so mit denen zurecht,
[38:07] und vor fünf Jahren,
[38:08] vor drei Jahren,
[38:09] merke ich,
[38:10] dass ich ihnen immer näher komme,
[38:11] oder bleibt es immer auf dem selben Level?
[38:13] Weil,
[38:14] wenn wir wirklich wachsen,
[38:15] lernen wir Gott besser kennen
[38:17] und unsere Geschwister besser kennen.
[38:20] Und das geschieht automatisch.
[38:22] Also, ich muss jetzt also nicht die ganze Zeit denken,
[38:23] meine Güte,
[38:24] ich muss meine Geschwister besser kennen,
[38:25] ich muss mehr Liebe für sie haben.
[38:26] Ich kann ja nicht Liebe aus mir selbst rausdrücken,
[38:28] weil die Liebe kommt ja nicht aus mir,
[38:30] sondern sie kommt
[38:31] vom Heiligen Geist.
[38:33] Ich muss wachsen lassen,
[38:34] Raum schaffen,
[38:35] dass er
[38:36] mich wachsen lässt.
[38:38] Oder macht das automatisch.
[38:40] Das heißt,
[38:41] was ich damit sagen möchte, ist,
[38:43] es gibt zu viele Christen,
[38:45] die irgendwie Angst haben,
[38:46] dass sie einen Standard nicht erreichen können.
[38:48] Dass sie irgendwie denken,
[38:49] meine Güte,
[38:50] werde ich das jemals schaffen,
[38:51] diese Frucht zu erreichen?
[38:53] Aber dieses Wort sagt uns,
[38:55] wenn wir
[38:57] ihn wirken lassen,
[38:59] dann macht es automatisch.
[39:01] Und ich muss mir nur die Frage stellen,
[39:03] ob ich wirklich wachse.
[39:04] Wie der Paulus sagt,
[39:05] wir müssen uns prüfen,
[39:06] ob wir im Glauben sind.
[39:07] Und wir müssen uns die Frage stellen,
[39:08] habe ich meine Geschwister
[39:09] mehr lieb als früher?
[39:10] Kenne ich Gott besser?
[39:11] Und wenn nicht,
[39:12] vielleicht täusche ich mich.
[39:13] Vielleicht denke ich, dass ich wachse,
[39:15] aber ich schrumpfe eigentlich gerade.
[39:17] Und dann müssen wir genau das tun,
[39:19] was hier beschrieben steht.
[39:20] Wir müssen das Wort Gottes
[39:21] in unser Herz lassen,
[39:22] dass es wachsen kann.
[39:28] Ja, genau.
[39:31] In der Natur gibt es eigentlich nur Wachstum
[39:33] oder Absterben.
[39:35] Da gibt es nicht gerade Linie.
[39:37] Und irgendwie haben wir so oft in unserem Leben
[39:39] das Gefühl,
[39:40] Christsein ist so gerade Linie.
[39:41] Ich habe seinen Stand erreicht
[39:42] und den halte ich einfach so.
[39:44] Aber es ist immer Wachstum oder Absterben.
[39:54] Ja, genau.
[39:55] Jetzt zurück zu Markus 4.
[39:57] Übrigens,
[39:58] das ist nicht immer nur ein fröhlicher Prozess.
[40:00] Es gibt ja auch den Vers,
[40:01] kennt ihr den?
[40:02] Wer in Tränen sät,
[40:03] die mit Tränen säen,
[40:04] werden mit Freuden ernten.
[40:05] Das kann aber auch anstrengend sein.
[40:07] Aber am Ende gibt es immer diese Ernte.
[40:09] Jetzt schauen wir in Vers 28 nochmal.
[40:10] Denn die Erde trägt von selbst Frucht
[40:12] zuerst den Halm,
[40:13] danach die Ähre,
[40:14] dann den vollen Weizen in der Ähre.
[40:15] Jetzt kommt Vers 29.
[40:16] Letzter Vers.
[40:17] Wenn aber die Frucht es zulässt,
[40:21] schickt er sogleich die Sichel hin,
[40:23] denn die Ernte ist da.
[40:24] Jetzt kommt ein wichtiger Punkt.
[40:26] In der Offenbarung gibt es einen Vers,
[40:30] der sich auf diesen Vers bezieht.
[40:34] Gibt es irgendwo in der Offenbarung
[40:37] diese Idee,
[40:38] dass eine Ernte da ist,
[40:41] weil die Ernte reif ist?
[40:43] Oder da wird geerntet?
[40:45] Offenbarung 14.
[40:46] Genau, schauen wir auf Offenbarung 14.
[40:48] Vers 14 und 15.
[40:53] Offenbarung 14, Vers 14 und 15.
[40:56] Da bezieht sich das genau hier rauf.
[40:59] Dort heißt es,
[41:01] Und ich sah und siehe eine weiße Wolke,
[41:04] und auf der Wolke saß einer,
[41:05] der glich einem Sohn des Menschen.
[41:06] Was wird hier beschrieben?
[41:07] Die Wiederkunft von Jesus.
[41:09] Der Sohn des Menschen kommt
[41:10] in den Wolken des Himmels wieder.
[41:11] Der glich einem Sohn des Menschen.
[41:13] Er hat auf seinem Haupt eine goldene Krone
[41:14] und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
[41:17] Wozu braucht man die Sichel?
[41:18] Zum Ernten.
[41:19] Und ein weiterer Engel
[41:21] kam aus dem Tempel hervor.
[41:22] Der rief mit lauter Stimme,
[41:23] dem zu, der auf der Wolke saß,
[41:25] Sende deine Sichel und ernte,
[41:27] denn die Stunde des Erntens
[41:29] ist für dich gekommen,
[41:30] weil die Ernte der Erde überreif ist.
[41:33] Wann wird geerntet?
[41:35] Wenn die Wiederkunft,
[41:37] wenn die Ernte reif ist.
[41:39] Also kein Bauer sagt,
[41:41] ich werde am 27. Oktober ernten
[41:44] und fange dann an zu pflanzen.
[41:46] Sondern wann erntet der?
[41:48] Er schaut immer,
[41:49] er hat Geduld,
[41:50] er schaut sich die Frucht an
[41:51] und wenn die Frucht es zulässt,
[41:54] dann erntet er.
[41:56] Die Wiederkunft von Jesus
[42:00] geschieht dann,
[42:02] wenn wir reif sind für den Himmel.
[42:04] Nun, da gibt es noch mehr dazu zu sagen,
[42:06] denn es gibt eigentlich
[42:08] drei Ernten,
[42:10] drei Punkte, die eine Rolle spielen.
[42:12] Also einmal hat es mit unserem Charakter zu tun,
[42:14] den Jesus in uns entwickeln möchte.
[42:17] Momentan hat es noch zu tun,
[42:18] die Wiederkunft.
[42:20] Wenn ich heile, ich lebe,
[42:21] dann kommt Jesus sofort wieder.
[42:22] Was hat noch damit zu tun?
[42:23] Der Charakter?
[42:24] Ja, genau.
[42:28] Also das Böse,
[42:30] der ist ja schon offenbar,
[42:32] aber ja.
[42:34] Das Böse muss sein Limit erreichen.
[42:37] In Joel auch,
[42:39] da heißt es, die Ernte ist reif,
[42:40] die Kelter treten über.
[42:42] Und was ist in Matthäus 24?
[42:45] Genau, die Mission.
[42:48] Und die drei Punkte gehören zusammen.
[42:49] Denn wenn Menschen im Glauben wachsen,
[42:51] erzählen sie anderen vom Glauben.
[42:53] Das führt zur Verfolgung.
[42:55] Die Verfolgung führt zu mehr Wachstum im Charakter.
[42:57] Ja, das gehört zusammen.
[42:59] Also, was ich damit sagen will,
[43:00] es ist nicht so,
[43:01] dass mein persönliches Glaubensleben
[43:03] der einzige Grund ist,
[43:04] warum Jesus kommt und nicht kommt.
[43:06] Ja, es gibt so Leute, die denken,
[43:07] meine Güte, wenn ich mehr heilig lebe,
[43:08] wenn ich im Wald lebe und nur noch Karotten esse,
[43:09] dann kommt Jesus wieder.
[43:10] Das ist natürlich Quatsch.
[43:12] Mein Charakter ist aber ein Faktor,
[43:15] jetzt hört gut zu,
[43:17] mein Charakter ist ein Faktor
[43:19] in dieser Gleichung.
[43:21] Mit anderen Worten,
[43:22] die Mission wird nie vollendet
[43:23] und auch das Böse
[43:24] wird sich nie ganz völlig offenbaren,
[43:26] wenn nicht Menschen auch das Bild Gottes offenbaren.
[43:29] Denn das Böse reagiert immer auf das Gute.
[43:31] Die Bosheit des Satans
[43:33] hat sich offenbart am Kreuz von Golgatha,
[43:35] als sich die Liebe Gottes offenbart hat.
[43:37] In der Liebe Gottes scheint das Böse
[43:39] am besonders heftig Böse.
[43:41] Und so wird auch dann
[43:43] in einem Charakter,
[43:44] der Jesus Christus widerspiegelt,
[43:46] das Böse umso böser erscheinen.
[43:48] Deswegen ist es tatsächlich so,
[43:50] dass wir mit unserem Leben
[43:52] einen Miteinfluss haben
[43:54] auf die Wiederkunft Jesu.
[43:55] Schaut mal in 2. Petrus.
[44:01] In 2. Petrus und dort Kapitel 3.
[44:05] 2. Petrus 3 und dort Vers 11 und 12.
[44:16] Das heißt es,
[44:19] da nun dies alles aufgelöst wird,
[44:22] wie sehr solltet ihr euch auszeichnen
[44:24] durch heiligen Wandel und Gottesfurcht.
[44:26] Also Petrus sagt,
[44:28] angesichts der Endzeit,
[44:29] angesichts der Wiederkunft Jesu,
[44:30] ihr solltet wirklich
[44:31] ein heiliges Leben leben.
[44:32] Und jetzt ist wichtig,
[44:33] jetzt muss man das Gleiche
[44:34] im Hinterkopf haben.
[44:35] Das heißt nicht, ach du Panik,
[44:36] ich muss heilig werden.
[44:38] Sondern was muss ich machen?
[44:41] Mich mit dem Wort Gottes beschäftigen.
[44:43] Das Wort Gottes muss im Boden sein.
[44:45] Dann kann er wirken.
[44:46] Wenn ich mich mit Gott beschäftige,
[44:47] wenn ich bei ihm bleibe,
[44:48] wenn ich ihm glaube,
[44:50] dann wirkt er und wirkt er
[44:51] und wirkt er und wirkt er.
[44:52] Von ganz klein bis ganz groß,
[44:54] das Werk das er anfängt,
[44:55] vollendet er.
[44:56] Er hat sich dafür verbürgt,
[44:58] dass er alles tut,
[44:59] was notwendig ist,
[45:00] wenn ich ihn tun lasse,
[45:01] wenn ich die Tür aufmache.
[45:03] Und dann sagt er hier,
[45:04] indem ihr das Kommen
[45:06] des Tages Gottes erwartet
[45:07] und ihm entgegeneilt,
[45:09] oder andere übersetzen auch,
[45:10] es beschleunigt.
[45:12] Wenn ihr also sozusagen
[45:13] mit eurem Leben
[45:15] daraufhin arbeitet.
[45:18] Wir können also,
[45:19] die Wiederkunft ist unser Vorrecht,
[45:20] sagt das Buch Christi Gleichnis,
[45:23] sogar ist unser Vorrecht,
[45:24] nicht nur auf die Wiederkunft zu warten,
[45:26] sondern sie zu beschleunigen.
[45:29] Wenn wir nämlich genau das tun,
[45:33] was wir jetzt studiert haben.
[45:36] Zum Schluss lasst ihr mir noch
[45:37] zwei Verse mit euch lesen,
[45:39] die, glaube ich, sehr interessant sind.
[45:41] In Jesaja 61 und dort Vers 11.
[45:45] Jesaja 61 und dort Vers 11.
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