Veröffentlicht am
591 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Weizen und Unkraut aus Matthäus 13 detailliert ausgelegt. Christopher Kramp erklärt, wer der Sämann, der Same und das Feld repräsentiert, und beleuchtet die Bedeutung des Feindes und des Unkrauts. Dabei wird betont, wie wichtig der Kontext für die Auslegung von Gleichnissen ist und dass die Unterscheidung zwischen echten Gläubigen und Scheinchristen letztendlich Gottes Aufgabe ist. Die Predigt schließt mit der Hoffnung, dass jeder Zuhörer sich selbst prüft und ein echter Weizen im Reich Gottes wird.

In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Weizen und Unkraut aus Matthäus 13 detailliert ausgelegt. Christopher Kramp erklärt, wer der Sämann, der Samen und das Feld repräsentieren und beleuchtet die tiefere Bedeutung des Feindes, der das Unkraut sät. Die Auslegung betont die Unterscheidung zwischen echten Gläubigen und Scheinchristen und erklärt, warum Gott das Böse zulässt, bis zur Zeit der Ernte.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:30] Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute ein Gleichnis studieren, das es wirklich in sich hat: Matthäus 13, das Gleichnis vom Weizen und Unkraut. Manches davon bekannt, manches wird auch vielleicht neu sein und unser Blick auf dieses Gleichnis vertiefen. Bevor wir allerdings damit starten, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:02] Lieber Vater im Himmel, danke so sehr für dein Wort und danke für die Gelegenheit, es studieren zu können. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst und dass die Wahrheit in deinem Wort unsere Herzen berührt. Bitte erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und zeig uns, was die Botschaft für unser Leben persönlich heute ist. Das bitten wir im Namen unseres Erlösers und Schöpfers Jesus Christus. Amen. Matthäus 13 und dort ab Vers 24.

[1:47] Wir sind ja in der See-Predigt und haben uns schon verschiedene Gleichnisse angeschaut: das Gleichnis vom Seemann und den vier Böden. Dann das letzte Mal haben wir das Gleichnis vom Wachsen der Saat angeschaut. Erinnert ihr euch nicht wahr, dass dort quasi ohne dass der Seemann es weiß, die Frucht wächst und bis zur vollen Ernte, also bis zur vollen Frucht, die Pflanze wächst bis zur vollen Frucht und dann die Ernte kommt. Wir haben gesehen, dass Jesus diese Gleichnisse deswegen auch verwendet hat, weil während er dort gepredigt hat, er sehen konnte, die ganze Menschenmenge konnte sehen, dass dort Menschen auf dem Feld arbeiteten. Also Jesus hat genau das benutzt, was gerade sichtbar war und was alle verstehen konnten. Jetzt interessanterweise ist das nächste Gleichnis schon wieder aus der Welt des Ackerbaus. Also das Gleichnis von den vier Böden, das Gleichnis vom Wachstum der Saat und jetzt auch das Gleichnis vom Weizen und Unkraut kommen alle eigentlich aus demselben Bild. Man sah dort Leute auf dem Feld arbeiten. Was lehrt uns das oder was können wir daraus ableiten, dass Jesus aus diesem einen Bild mehrere Gleichnisse gemacht hat? Was können wir daraus ableiten? Ja, also ein Bild, die Leute sehen dort Ackerbau und Jesus nimmt ein Gleichnis nach dem anderen aus demselben Bild. Was können wir daraus ableiten? So eine Lehre, eine Lektion, die wir daraus lernen können. Ja, wenn Gott spricht durch die Natur zum Beispiel, dann hat das immer mehrere Schichten. Je nachdem, von welcher Perspektive man es betrachtet, kann man verschiedene Dinge daraus ziehen. Das heißt, nur weil ich einmal etwas gelernt habe, kann ich nicht sagen, jetzt weiß ich alles schon darüber, sondern ich muss immer und immer wieder es neu betrachten. Gilt das auch für Bibelfersen? Wenn das schon für die Natur geht, die ja nur in einem begrenzten Maße Gottes Wesen zeigt, ja, weil durch die Sünde auch verdreht, wie viel mehr für das Wort Gottes, wo Gott ungefehlt dazu entspricht. Ich gebe mal ein Beispiel. Der bekannteste Bibelfers der Bibel ist Johannes 3, Vers 16. Johannes 3, Vers 16 kann man unter verschiedenen Blickwinkeln lesen. Johannes 3, Vers 16 ist ein Vers über den Charakter Gottes, oder? Denn so hat Gott die Welt geliebt. Es ist aber auch ein Vers über den Erlösungsplan und das Leben von Jesus, der seinen Sohn gesandt hat. Es ist auch ein Vers über den Zustand der Toten und die Frage nach ewiger Hölle oder nicht, denn dort geht es darum, dass die einen ein ewiges Leben haben und die anderen werden vernichtet. Es ist auch ein Vers über Typologie, denn es heißt, so wie die Schlange auf der Wüste, so hat Gott die Welt geliebt. Das heißt, je nachdem, unter welchem Gesichtspunkt, ob man jetzt aus dem Gesichtspunkt des Charakters Gottes oder der Typologie oder vom Zustand der Toten, kann man denselben Vers sehen und man sieht verschiedene Wahrheiten in dem Vers und das ist mit Geschichten so, das ist mit der Natur so und Jesus zeigt also, dass wir die Wahrheit von verschiedenen Seiten betrachten können.

[4:49] Im ersten Gleichnis, da ging es um die Frage, wie nehme ich die Wahrheit auf, wie ist mein Herz, ja, die vier Böden. Im zweiten ging es um die Frage der Heiligung, ja, nach der Bekehrung, wie geht es weiter, ja, wie wächst der Mensch, bis er dann bereit ist für die Wiederkunft. Jetzt geht es aber nicht so sehr hier in diesem Gleichnis um Heiligung oder um Bekehrung, hier geht es jetzt um die Frage des großen Kampfes und ihr wisst ja, wir haben das ja gelernt, Jesus hat diese Gleichnisse in der See-Predigt gepredigt, aber er hat sie nicht erklärt. Wem hat er sie erklärt? Den Jüngern hat er sie erklärt und da kommen wir gleich noch mal dazu. Überlesen wir jetzt mal das Gleichnis ab Vers 24.

[5:24] Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut und die Knechte des Hausherrn traten dazu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er dann denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt, lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne, den Weizen aber sammelt in meine Scheune.

[6:13] So haben es alle gehört, ja, alle haben das gehört und aber die meisten Menschen sind nach der Predigt nach Hause gegangen, aber die Jünger bleiben bei Jesus und sie fragen ihn dann im Vers 36 genauso wie auch bei dem Gleichnis von den Böden, da heißt es: Da entließ Jesus die Volksmenge und ging in das Haus und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Die ganzen Erklärungen hat Jesus den Jüngern gegeben, als sie ihn gefragt haben und da haben wir daraus gelernt, das wiederholen wir nur: Manches in der Bibel verstehen wir nur, wenn wir Gott fragen, wenn wir nachfragen, wenn wir bohren, wenn wir dranbleiben. Ja, manche Dinge kann man sofort auf den ersten Blick verstehen, aber die tieferen Wahrheiten verstehen wir nur, wenn wir bei Jesus bleiben und ihn quasi beständig fragen: Was bedeutet das? Erkläre uns das, hilf uns das zu verstehen.

[6:57] Also fangen wir an, dieses Gleichnis mal ein bisschen unter die Lupe zu nehmen und wir werden einfach heute das Gleichnis und die Erklärung immer nebeneinander legen, weil das dann einfacher ist, weil Jesus ja dann oft sagt: Das ist das, das ist das und so weiter.

[7:10] Vers 24: Ein anderes Gleichnis legt er ihnen vor. Das ist total schön, dieses Wort "vorlegen". Im Griechischen wird eigentlich oft verwendet für Mahlzeiten, da heißt es dann oft: Und er setzte ihnen eine Mahlzeit vor. Ja, also die Idee ist hier, dass Jesus quasi wie ein Koch, der sich was Schönes ausgedacht hat, gekocht hat, jetzt seinen Gästen die Mahlzeit vorsetzt. Ja, so freut euch, ja, so hat er gepredigt, so ich habe etwas ausgearbeitet, ich habe eine Gedanken, daran könnt ihr euch jetzt ernähren von. Ja, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort. Also das ist ein Fest, ja, und das ist ja ein echtes Fest. Also dieses Gleichnis ist wie alles andere drumherum auch ein echtes Festmahl. Er legte ihnen ein Gleichnis vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.

[7:56] Wir wissen ja schon, die anderen beiden Gleichnisse waren auch das Reich der Himmel, ja, und Reich der Himmel bedeutet was? Das Königreich Gottes ist, es ist unter uns, ja, genau. Aber was genau ist das Reich Gottes? Haben wir letztes Mal auch behandelt, was ist das Reich Gottes? Was ist das Reich Gottes? Ja, genau. Römer 14 sagt: Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Und zusammengefasst sagt die Bibel in Matthäus 24, Vers 14: Denn dieses Evangelium vom Reich wird gepredigt werden in der ganzen Welt. Das Reich Gottes ist das Evangelium erstmal, ja, also die Botschaft, die Jesus gepredigt hatte: Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe gekommen. Und wer ist gekommen? Jesus, das Evangelium. Ja, also es geht um das Evangelium, es geht um Gottes Herrschaft, damit auch um sein Gesetz und um quasi alles das, was Gott betrifft, seine Gemeinde betrifft, das Evangelium und den Charakter Gottes. Das kommende Reich natürlich auch, genau. Aber das werden wir gleich noch ein bisschen damit bedenken.

[9:03] Also das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Jetzt beim letzten Mal haben wir auch gesehen, da war auch ein Mensch im Gleichnis vom Wachstum der Saat, war auch ein Mensch, der Samen ausgesät hat. Für wen stand der Mensch damals in dem anderen Gleichnis, in Markus 4? Der Mensch, der den Samen aussät, wisst ihr noch? Da haben wir gesagt, das war nicht Jesus, denn das heißt, er legt sich hin und schläft und weiß nicht, wie das aufwächst. Das heißt, in dem anderen Gleichnis war der Mensch ein Symbol für den Menschen, der das Wort Gottes nimmt und sein Herz lässt. Aber hier ist der Mensch ein Symbol für wen?

[9:38] Vers 37: Und er antwortet und sprach zu ihnen: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Jetzt, wir lesen das und denken uns nichts dabei, aber für die Menschen war das damals sehr signifikant. Warum? Es geht ja um das Königreich, richtig? Woher bekommt der Begriff "Sohn des Menschen"? Also wenn ein Hebräer am See Genezareth steht und Jesus sagt, das ist der Sohn des Menschen und er hat vorher gesagt, es geht um das Königreich Gottes. An welche Bibelstelle hat jeder dort gedacht? Daniel 7. Der Sohn des Menschen, das ist Daniel 7. Daniel 7, um genau zu sein, Vers 13 und 14. Was steht über dem Sohn des Menschen in Daniel 7? Der kommt vor den alten Tagen zu Gott und erhält von ihm was? Das Königreich, und zwar das Königreich, das vorher Babylon, Medo-Persien und Griechenland und Rom hatten. Das ist der Weltherrscher und auf den haben die Juden gewartet, oder? Und wir wissen, dass schon bei der Bergpredigt alle gedacht haben, jetzt wird Jesus sich zu diesem König bekennen. Und alle haben gedacht, was ist das für ein komisches Königreich, das er in der Bergpredigt dort erklärt. Und auch, sagt Ellen White, in der See-Predigt wollte Jesus ihnen erklären, worin sein Königreich besteht. Er benutzt also bewusst Begriffe, die die Juden eigentlich an ihre Erwartungen erinnern: Ein Königreich, der Sohn des Menschen, der kommende König. Und er sagt, dieser kommende König, den ihr in Daniel 7 lest, von dem ihr immer denkt, er wird die Römer vertreiben, der ist wie einer, der Samen ausstreut. Der König selbst, der das Königreich bringt, der streut Samen aus. Und zwar was für Samen? Guten Samen. Er streut guten Samen.

[11:33] Und wofür steht der gute Same? Ja, also der Same ist das Wort Gottes, auch im anderen Gleichnis gewesen. Aber hier gibt Jesus noch eine etwas konkretere Auslegung, denn die Symbole sind ja immer auch ein bisschen, die changieren ein bisschen von Kontext zu Kontext. Was sagt Jesus in Vers 38? Wer ist der gute Same? Wer ist der gute Same? Die Kinder des Reiches. Wer sind die Kinder des Reiches? Wer sind Kinder des Reiches? Erlöste. Also der gute Same, das sind die Erlösten, das sind die wahrhaft Gläubigen. Und du hast natürlich vollkommen recht. Ganz genau. Also das ist nicht getrennt vom Wort Gottes. Lesen wir vielleicht nochmal die Stelle in 1. Petrus 1.

[12:18] 1. Petrus 1, denn das ist selbstverständlich natürlich das Wort, der eigentliche Same, der auch diese Bekehrung möglich macht. 1. Petrus 1, Vers 23. Und dort heißt es: Denn ihr seid wiedergeboren, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. Das Wort Gottes. Aber, und das halten wir im Hinterkopf, der Same selbst, hier und dann die Pflanze, die entsteht, sind eigentlich Gläubige. Gott, Jesus, durch die Predigt des Wortes, macht Gläubige quasi. Er schafft Gläubige. Er schafft neue Herzen. Und diese Idee, dass der Same selbst für Gläubige steht, das kommt aus dem Alten Testament. Und zwar schaut mal in Hosea.

[13:08] Hosea Kapitel 2. Hosea Kapitel 2 und dort Vers, Hosea Kapitel 2 und dort Vers 25. Das ist ein interessanter Vers. Hosea 2 und dort Vers 25. Ihr wisst vielleicht, worum es in Hosea 2 geht, oder? Da geht es darum, dass Gott das abgefallene Volk wieder zu sich ziehen möchte. Er möchte sich mit ihnen verloben. Und dann sagt er in Vers 25: Und ich will wen? Ich will, seit dem Hosea 2, 25, und ich will sie, also die Menschen, mir im Land ansehen. Ja, also wir sagen vielleicht, ich habe heute Karotten angesät, oder ich habe Tomaten angesät, oder ich habe was anderes gesät. Und hier sagt Gott: Ich will mir Menschen ansehen. Ich will Menschen aussäen, und zwar meine, mein Volk. Die, die nicht mein Volk gewesen sind, ja, die mich über die Unbegnadigten erbarmen und zu nicht mein Volk sagen: Du bist mein Volk, und das wird sagen: Du bist mein Gott. Das heißt, diese Idee, dass Gott etwas tut, als wenn er quasi Samen ausstreut, und das sind dann die Gläubigen, das hat Jesus nicht erfunden, das steht im Alten Testament. Also man hätte auch ohne die Erklärung Jesus ein bisschen drauf kommen können. Hosea sagt das ganz deutlich.

[14:25] Also wer ist der Acker in Matthäus 13? Also Jesus sät jetzt quasi Gläubige. Wer ist der Acker? Das sagt Vers 38. Aber, und das ist jetzt sehr wichtig, Ellen White kommentiert das auch: Es ist eigentlich die weltweite Gemeinde, denn alle wahren Gläubigen sind ja letztendlich mehr oder weniger Teil der Gemeinde Gottes. Nicht alle sind vielleicht Teil der sichtbaren Gemeinde Gottes, aber es gibt es hier nicht, dass jemand ein echter Gläubige ist, der zur Ehre Gottes wächst und mit niemandem anderen was zu tun haben will. Es ist quasi die Gemeinschaft der Gläubigen und die ist weltweit, oder? In der ganzen Welt. Da haben wir viele Bibeltexte, die sagen, dass das Evangelium in die ganze Welt gepredigt werden soll. Welche würden euch einfallen? So spontan. Matthäus 24 sagt das nicht wahr? Matthäus 28 und natürlich Offenbarung 6, das Evangelium in die ganze Welt.

[15:11] Okay, also Gott möchte in der ganzen Welt Menschen haben, die das Reich Gottes repräsentieren. Das ist die Idee.

[15:28] Vers 25: Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Jetzt der Feind, das sagt Jesus sehr deutlich, ist wer? Der Teufel. Und das Wort Satan im Hebräischen, Satan ist Feind, Widersacher, Gegenspieler. Es geht also um einen großen Kampf. Interessant ist hier: sein Feind, also der Feind von wem? Von Jesus. Und gibt es eine Bibelstelle, die deutlich macht, dass der Satan speziell der Feind von Jesus ist? Natürlich kämpft er auch gegen Gott, den Vater, aber speziell ist er der Feind von Jesus. Welche Bibelstelle macht das sehr deutlich, dass da ein Kampf ist zwischen? Offenbarung 12, Vers 7, nicht wahr? Es entstand ein Kampf im Himmel, nämlich Michael und seine Engel kämpfen und der Drache und seine Engel kämpfen. Es ist der Feind von Jesus. Also hier sehen wir nicht einfach nur den großen Kampf im Allgemeinen, sondern vor allem den Kampf zwischen Jesus und Satan.

[16:28] Der Satan tut etwas sehr Interessantes. Jetzt schaut mal, es heißt: Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen. Im Griechischen steht eigentlich: auf den Weizen drauf. Also die Idee ist, was ist zuerst? Der Weizen oder das Unkraut? Der Weizen. Und das ist interessant, weil was das heißt ist, dass eigentlich der Satan immer nur reagiert auf das, was Gott tut. Der Satan reagiert. Erst war die Schöpfung, dann war der Sündenfall. Erst war das Evangelium, dann war der falsche Gottesdienst. Erst ist das reine Christentum, dann kommt das abgefallene Christentum. Das heißt, Gott tut etwas Gutes und der Satan reagiert darauf. Und er versucht jetzt, das Gute zu kontaminieren, indem er nicht einfach nur irgendwo Unkraut sieht, sondern das Unkraut genau dort, wo das Weizen ist. Hier geht es also nicht einfach um böse Menschen im Allgemeinen. Hier geht es um böse Menschen in der Umgebung der Gläubigen in der Gemeinde.

[17:41] Ja, ganz genau. Da wäre jetzt zu kommen. Also was ich hier euch zeigen möchte, ist ein ganz wichtiges Prinzip jetzt beim Bibelstudium. Was würdet ihr sagen, wenn jemand sagt: Oh, Unkraut, haben wir schon mal gelesen im ersten Gleichnis von den vier Böden. Wofür steht das Unkraut im Gleichnis von den vier Böden? Da gibt es ja auch Unkraut, oder? Im dritten Boden, da fällt der Same auf den Boden und da kommt das Unkraut. Wofür steht das Unkraut dort? Für Sorgen, Vergnügung, Reichtum, all diese Dinge, die Sünden, die dann quasi die Pflanze ersticken. Was würdet ihr sagen, wenn jemand sagt: Wenn das dort für Sorgen, Reichtum und Sünde steht, dann kann das ja hier auch für Sorgen, Reichtum und Sünde stehen. Das heißt, wir können das Gute und die Sünde ein vor unserem Herzen wachsen lassen bis zur Zeit der Ernte. Wäre das möglich? Eine gute Auslegung? Nein, nein, nein, nein, nein, falsche Auslegung. Denn warum? Jesus sagt, was sagt er hier über das Unkraut? Das Unkraut aber sind die, in Vers 38, das Unkraut sind die Kinder des Bösen.

[18:45] Was soll ich damit sagen? Nur weil das Unkraut in einem Gleichnis für Sorgen und Nöte und Reichtum steht, heißt es nicht, dass es in allen Gleichnissen immer für dasselbe steht. Wir können nicht einfach nur ein Symbol nehmen und überall einsetzen. Nur weil der Satan als Löwe dargestellt wird, ist der Löwe aus dem Stamm Juda nicht der Satan. Das heißt, beim Bibel studieren muss man nicht nur die einzelnen Symbole betrachten, man muss auch den Kontext betrachten, in dem es steht. Denn wenn ich hier jetzt Sorgen und Sünde einsetzen würde, dann hätten wir eine falsche Lehre. Dann würden wir nämlich sagen, man darf die Sorgen und Sünden nicht ausreißen. Denn das Gleichnis sagt ja, dass hier etwas nicht ausgerissen werden soll. Das Unkraut soll nicht ausgerissen werden. Und das als Beispiel dafür, dass man vorsichtig sein muss, wie man so Bibeltext miteinander auch vergleicht. Man muss den Kontext beachten.

[19:39] Jetzt, interessant ist das, was für ein Unkraut, das habt ihr vielleicht schon mal gehört. Was ist das für ein Unkraut, das hier gesät wird? Was ist Unkraut? Wie heißt das Unkraut? Ist das normales Unkraut? Ist das etwas, was dort aktiv hingesät wird? Man nennt dieses Unkraut auch Scheinweizen oder auch Taumellolch. Ich habe mich mal gefragt früher, warum heißt das Taumellolch? Dieses Unkraut sieht aus wie Weizen. Es handelt sich, wenn ihr genau wissen wollt, um Lolium temulentum. Der Taumellolch ist eine Pflanzenart der Süßgräser. Was interessant ist, dieser Scheinweizen, der aussieht wie echter Weizen, wird ganz oft von einem Pilz befallen, dem sogenannten Neotyphodium coenophialum und ist dadurch toxisch, das heißt giftig. Und so giftig, wenn man jetzt einfach nicht aufpasst und alles erntet, was dann passiert ist, die Leute haben das gegessen und aufgrund des Giftes haben sich zwei Symptome eingestellt: Sie konnten nicht mehr richtig sehen und sie wurden so quasi wie besoffen, so berauscht. Sie haben getaumelt. Sehr interessant, weil das beide Symbole sind, die in der Bibel auch mit Irrlehre verbunden sind. Wenn man so taumelt und wenn man nicht mehr richtig sehen kann. Und das ist der Effekt dieses Scheinweizens und in einzelnen Fällen hat er sogar zum Tod geführt. Ellen White sagt, es gab damals durchaus den Fall, dass wenn zwei Leute sich nicht gemocht haben und der eine ist dem anderen heimzahlen wollten und der eine hat gerade sein Feld bestellt, ist der andere gekommen in der Nacht und hat aus Rache so Samen von diesem Scheinweizen genommen und hat das dann gesät, weil er wusste, man erkennt es nicht sofort und wenn ich Glück habe, in Anführungsstrichen, dann ist er davon und dann wird er krank und taumelt und stirbt vielleicht. Und diese Idee, das heißt für uns ist ja ein bisschen merkwürdig erst mal, wer würde beim anderen sowas säen, aber das war damals Gang und Gäbe. Das war so eine Art Rache. Die Leute wussten alle genau, was gemeint ist. Es sieht so aus wie echter Weizen, ist aber ein Scheinweizen.

[21:57] Was macht der Satan? Der Satan, wie du gesagt hast, um Jesus Probleme zu bereiten, um ihn zu ärgern, bringt er Menschen in die Gemeinde, die tatsächlich Scheinchristen sind. Das ist die Idee. Er bringt Scheinchristen in die Kirche und davon gibt es eine ganze Reihe von Beispielen. Ich hole ein Beispiel ein, so ganz spontan von Leuten, die auch zum Beispiel in der frühen Urgemeinde keine, also die eigentlich dann wieder mehr Kinder Satans waren als Gottes, die aber trotzdem Mitglieder der Gemeinde waren. Ananias und Saphira. Ach, Altes Testament, ja. Aber wenn wir im Neuen Testament bei der Gemeinde, das ist ziemlich offensichtlich. Demas, wir hatten am Montag jetzt gerade eine super Andacht von der Bär über den Demas, ja, der war ein Nachfolger Jesu, ja, ein Mitglied der Gemeinde und dann ist er abgefallen, ja. Wen noch? Simon Magus, der wurde getauft, ja. Und Paulus, da gibt es einige.

[22:59] Sie werden genannt hier die Kinder des Bösen. Jesus hat ja später zu den Pharisäern gesagt: Ihr seid die Kinder des, oder er hat gesagt: Ihr habt den Teufel zum Vater. Wir wissen, in 1. Mose 3, Vers 15 steht: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und deinem Samen und der Frau und ihrem Samen. Es gibt zwei Gruppen von Menschen, die Gott nachfolgen und die dem Satan nachfolgen.

[23:35] Und schauen wir mit mir in 1. Johannes 3, Vers 8, da haben wir diese Idee nochmal ausgeschrieben. 1. Johannes 3, Vers 8. Und dann kann man jetzt vielleicht so ein bisschen erkennen, was den Unterschied macht zwischen dem echten Weizen und dem Scheinweizen, zwischen dem echten Christen und dem Scheinkristen.

[23:53] 1. Johannes 3, Vers 8: Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, ja. Also woran erkennt man den Scheinkristen? Man erkennt ihn daran, dass er an der Sünde festhält, in der Sünde lebt und auch wenn er mal gefallen ist, sich dann nicht zu Jesus wendet, sondern einfach das nicht wahr rechtfertigt und dabei bleibt. Also halten wir fest: Der Unterschied zwischen echten Christen und Scheinkristen ist: Die einen lassen sich ihre Sünde vergeben und nehmen den Sieg an und leben aus dem Glauben an Jesus. Die anderen sehen so aus wie Christen, sie reden wie Christen, sie geben nach außen den Anschein, dass sie Christen sind, leben aber in der Sünde.

[24:38] Ja, genau. Lesen wir weiter. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar. Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, sondern ebenso, wer seinen Bruder nicht liebt. Das heißt, das geht nicht nur darum, sozusagen, dass man nicht sündigt, sondern es geht darum, dass man die Geschwister liebt. Ja, wer seinen Bruder nicht liebt, kann nicht aus Gott sein und wer Gerechtigkeit nicht übt, kann nicht aus Gott sein. Ganz genau, das ist der Punkt. Aber kommen wir gleich nochmal drauf zu.

[25:20] Wann ist der Feind auf das Feld gelangt? Was sagt das Gleichnis? Als die anderen schliefen. Schaut mal, was Paulus sagt in der Apostelgeschichte 20.

[25:37] Apostelgeschichte 20 und dort Vers 30 und 31, da sagt er, Vers 29, da sagt Paulus: Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft. Darum, was sagt er jetzt? Darum, wacht. Weil wann kommt der Satan? Als die Leute schliefen. Gerade wenn die Leiter schlafen, hat es der Satan einfacher, Leute einzuschleusen. Also das heißt nicht, dass man das ganz verhindern kann, aber Paulus sagt, weil das sowieso so ist, wacht, dass ihr quasi so viel wie möglich verhindern könnt. Leute werden hineingeschleust werden, Leute werden hineinkommen, die nicht wirklich echte Christen sind, aber so viel an euch liegt sozusagen: Wacht, passt auf, denn wenn wir schlafen, insbesondere wenn die Leiter schlafen, dann wird die Gemeinde geflutet von solchen Leuten und das war der eigentliche Grund, warum die Gemeinde dann abgefallen ist, dann zur Zeit Konstantins davor und danach.

[26:50] Ja, genau. Es geht um die Leiter. Die müssen besonders wachen, weil sie haben ja den besseren Überblick über die Gemeinde, ganz genau. Nun, übrigens sieht man es in der Gemeinde Tyra auch, dass Gott die Gemeinde zwar sehr lobt, aber er tadelt dann, dass sie duldet, dass die Isabell dort lehren darf, dass sie da einen Einfluss hat. Das sieht man in der Bibel immer wieder. Paulus sagt, das sind falsche Brüder in der Gemeinde, in Galater 2, Vers 4. Judas spricht von denen, die sich eingeschlichen haben. Ja, immer wieder findet man diese Idee, auch zur Zeit von Paulus und Petrus und Johannes ist das passiert, aber wir wissen aus der Gemeinde Ephesus, dass größtenteils diese falschen Apostel entlarvt werden konnten. Aber das ist unsere Aufgabe, darauf aufzupassen.

[27:36] Nun, zurück zu Matthäus 13 und Vers 26. Wann zeigt sich, dass es Unkraut gibt? Wann merken die Leute: Hey, irgendwas stimmt hier nicht?

[27:50] Vers 26: Da heißt es: Als nun die Saat aufwuchs und Frucht ansetzt. Also, wenn das christliche Leben sich so entfaltet, dann merkt man, also nicht alle hier in der Gemeinde sind eigentlich irgendwie gleich. Also, man merkt, das ist ein Problem. Und Jesus gibt dieses Gleichnis ja nicht ohne Grund, denn er weiß, viele Menschen halten sich von der Kirche fern oder von der Gemeinde fern, weil sie sagen: Schau mal, die sind eh nicht alle wirklich so. Ja, viele Heuchler. Ja, das ist ein Problem. Wie gehen wir damit um, dass in der Gemeinde nicht alle so leben, wie eigentlich das Evangelium es sagt?

[28:24] Es zeigt sich jetzt auch das Unkraut, Vers 27. Und die Knechte des Hausherrn traten dazu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinem Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Wer sind die Knechte des Herrn? An der Stelle, die Engel, die wüssten es wahrscheinlich schon, oder? Aber wer sind die? Wer sind die? Ja, die Knechte sind nicht die Schnitter, die Schnitter kommen nochmal extra, die Schnitter sind die Engel, aber wer sind die Knechte? Das sind die Diener Jesu, das sind die Jünger, das sind die Menschen, die Jesus dienen. Ja, die sich jetzt fragen: Wie kann das sein, dass in unserer Gemeinde, überall auf der Welt, in der Gemeinde es irgendwie nicht so ist, wie es eigentlich sein sollte? Du hast doch nur guten Samen gesät. Warum ist die Gemeinde nicht ein Paradies auf Erden? Müsste sie doch sein, oder?

[29:13] Nun, woher hat er denn das Unkraut? Dahinter steckt natürlich sogar die eigentliche Frage: Gott, wenn du nur Gutes machst, welche Frage stellt sich denn da? Woher kommt das Böse? Dieses Gleichnis beantwortet in wenigen Sätzen die berühmteste Frage der gesamten Menschheit. Seit Anbeginn haben Menschen sich diese Frage gestellt: Wenn Gott allmächtig und gut ist, woher kommt das Böse? Das ist die philosophische Frage schlechthin. Und wie viele Worte braucht Jesus, um sie zu beantworten? Also diese Frage, wo Leute Bücher geschrieben haben, Bände, Bibliotheken gefüllt haben, wie viele Worte benutzt Jesus, um die Frage zu beantworten? Er sagt im Vers 25: Das hat der Feind getan. Ende aus der Debatte. Fünf Worte für die größte Frage der Menschheit. Jesus ist ein Meisterlehrer. Das hat der Feind getan.

[30:10] Nun, die meisten Menschen glauben nicht an die Existenz Satans und deswegen können sie das nicht lösen. Ja, weil man irgendwie nur Prinzipien und so weiter. Aber wenn es einen Satan gibt, wie die Bibel es offenbart, dann macht diese ganze Geschichte, wie Jesus sie erzählt, Sinn. Jesus sagt, es gibt einen Feind. Und wenn man sich die Zeit, die ganze Geschichte vom Satan nochmal aufzudröseln, die kennt er natürlich aus Offenbarung, Hesekiel und Jesaja.

[30:30] Was jetzt interessant ist, ist die Frage, die sie jetzt stellen. Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Sollen wir in der Gemeinde aufräumen? Sollen wir die Gemeinde reinigen? Sollen wir hindurchgehen und sagen: Du bist ein Christ und du bist nach allem, was wir sehen können, kein Christ. Das wäre doch eine gute Sache, oder? Da könnte man noch so richtig die Gemeinde auf Vordermann bringen.

[31:08] Was sagt Jesus? Er aber sprach: Hast du eine Antwort? Nein. Damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihnen den Weizen ausreißt. Jetzt halten wir eine Sache fest. Hat Jesus jemals darüber gesprochen, was mit Menschen geschieht, die in der Gemeinde sind und die in offener Sünde leben? Die Bibel sagt sehr deutlich: Leute, die in offener Sünde leben, wo man also nicht erst irgendwie sich fragen muss, sondern wo es quasi ins Auge springt, dass sie die Gebote Gottes übertreten, dann sollen sie aus der Gemeinde entfernt werden. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es um die Frage, dass viele Menschen möglicherweise keine echten Christen sind, aber das sieht man nur, wenn man das Herz anschaut, wenn man die Gedanken kennt, wenn man die Motive kennt. Wir Menschen täuschen uns gewaltig anderen Menschen, oder? Wir sind sehr schnell dabei, ein Urteil zu fällen, aber liegen oft dramatisch daneben und deswegen gibt Gott keinem einzigen Christen auf dieser Welt, in dieser Gemeinde, die Aufgabe zu beurteilen: Du bist ein echter Christ, du bist ein falscher Christ, du bist ein echter Christ, du bist ein falscher Christ. Das ist nicht unsere Aufgabe.

[32:21] Und wie wir sehen, dass Satan in dem Werk musste, ihm Gott erlauben zu denken, weil niemand, wenn wenige in jeder Gebote durchschauen, seine Rechnung ist. Das ist eine andere Frage. Hier haben wir einen richtigen Fall. Es geht hier, wenn jemand offen ist, offen ist, dann muss man, denn das ist eine Sünde für die Person. Das heißt, hier ist nur die Frage, wo man nicht durchschauen kann, wo ist man so? Sofern ist das, wenn du das jetzt machst, auch andere bewegen. Und selbst dann, wenn ein Mensch in offener Sünde lebt und man ihn aus der Gemeinde für eine Zeit ausschließt, dann ist das ja immer noch sozusagen nur in dem Punkt, dass man nicht mal seinen Charakter beurteilt. Warum hier es geht, ist ja, sollen wir sie zusammenlesen, um sie zur Verbrennung vorzubereiten? Sollen wir entscheiden, wer wird gerettet, wer wird nicht gerettet? Und hier sagt: Nein, nein, nein.

[33:07] Ellen White sagt: Gerade diejenigen, wo wir denken, da ist ja Hopfen und Malz verloren. Also sie sagt hier, offen behandeln wir Menschen als hoffnungsvolle, hoffnungslose Fälle. Und das sind genau diejenigen, wo Jesus gerade wirkt. Und wenn wir ihnen jetzt das Gefühl geben, ihr seid verloren, dann würden wir den dort auslöschen, den Jesus anfachen möchte. Und deswegen ist es nicht unsere Aufgabe, Herzen zu beurteilen. Das kann und macht allein Gott.

[33:34] Das Weizen und das Unkraut, der Scheinweizen, müssen nebeneinander wachsen. Da gibt es noch einen Grund. Nämlich, Ellen White beschreibt das sehr schön. Sie sagt, oftmals ist das Unkraut so nahe gesät an dem Weizen, dass die Wurzeln sich unten ein bisschen verfangen haben. Das heißt, wenn man jetzt das Unkraut rausreißt, dann nimmt man dem Weizen den Boden. Was meint sie damit? Viele Menschen in der Gemeinde haben persönlich engen Kontakt zu anderen Geschwistern, die vielleicht nur Scheinchristen sind. Wenn wir als Menschen jetzt voreilig Leute rausreißen würden, sagt sie, dass echte Christen aufgrund ihrer Sympathie zu ihren Freunden auch verloren gehen würden. Allein aus diesem Grund.

[34:28] Das heißt, und jetzt denken wir darüber nach: Der Grund, warum Gott das Unkraut wachsen lässt, ist, weil er nicht möchte, dass ein einziger Weizen verloren geht. Das heißt, wir denken immer, da geht es nur um Gott, um seine Rechtfertigung. Wir müssen leiden. Nein, Gott leidet, aber er macht das, weil er weiß, wenn er einfach schnell das Böse ausrotten würde, würde auch viel Gutes verloren gehen. Das heißt, warum erduldet Gott das Böse? Warum lässt er sich nicht erbittern? Weil es der einzige Weg ist, um alle Aufrichtigen zu retten. Und es gibt eine ganz neue Perspektive auf den großen Kampf. Gott lässt es so lange zu, weil das der einzige Weg ist, um alle Aufrichtigen zu retten, sonst würden Leute verloren gehen, die man hätte retten können. Und Gott liebt die Welt zu sehr, als er das Böse schnell beendet. Das klingt total paradox, aber es ist genau so gemeint. Er liebt die Welt zu sehr, als er das Böse schnell beendet, sondern er beendet erst das Böse so, erst dann, wenn alle Aufrichtigen so fest stehen in ihm, dass sie verstehen, warum das Böse ausgerottet wird und deswegen ihn trotzdem lieben.

[35:36] Ja, das ist ein ganz großer Punkt. Ich meine, dahinter steckt natürlich auch die Idee, wir sollten uns als Christen sowieso mehr an Jesus halten, als an andere Menschen. Also, für alle, die im Livestream zugeschaut haben, das war gerade das Beispiel von Konrad. Da gibt es viele Beispiele in der Kirchen- und Adventgeschichte. Aber das ist interessant, nicht wahr? Weil er möchte, dass kein Weizen verloren geht, lässt er das Unkraut auch wachsen. Das ist für ihn natürlich noch viel ärgerlicher als für den Weizen, nicht wahr? Weil Gott natürlich am allermeisten leidet. Aber das zeigt, wie sehr er uns liebt.

[36:09] Nun, über die Beispiele aus der Urgemeinde haben wir schon gesprochen. Ellen White stellt eine ganz tolle Frage. Sie sagt: Sollten wir gegenüber unseren Mitmenschen nicht so langmütig sein, wie es der Herr von Himmel und Erde gegenüber Satan ist? Nochmal: Sollten wir gegenüber unseren Mitmenschen nicht genauso langmütig sein und geduldig sein, wie es der Herr von Himmel und Erde, also Gott, gegenüber Satan ist? Interessanter Gedanke. Und ich denke, wir sind manchmal da ein bisschen zu schnell.

[36:53] Nun, Vers 30.

[37:08] Jetzt, die Ernte ist was? Die Ernte ist die Wiederkunft. Das sagt es in Vers 39. Der Feind, der Säer ist der Teufel, die Ernte ist das Ende der Welt. Übrigens habt ihr gesehen, dass Jesus die Auslegung ganz simpel macht. Er sagt: Der Weizen ist das, Unkraut ist das, Ernte ist das, zack, zack, zack. Er sagt nicht, wie viele moderne Theologen: Dieses Symbol könnte das bedeuten. Es hätte aber auch noch eine zweite Anwendung, eine dritte, nicht wahr? Und wir sind uns nicht ganz sicher. So ganz allgemein. Jesus sagt: Zack, zack, zack, zack, zack. Das ist das, das ist das, das ist das, das, das. Unsere Pioniere haben noch so eine Bibel ausgelegt. Die haben gesagt: Dieses Symbol in diesem Kontext ist dieses Symbol das, das ist das, das ist das geschichtliche Ereignis, das ist dieses Datum, zack, zack, zack. Ich habe den Eindruck, in den letzten 20, 30 Jahren sind wir so ein bisschen mehr vage geworden. Wir wollen oft nicht mehr so konkrete Auslegungen haben, aber Jesus ist in seiner Bibelauslegung, Auslegung seiner eigenen Gerechtigkeit, sehr konkret. Er sagt nicht, ja, es könnte irgendwie alles böse sein. Er sagt in dem Fall: Es sind die bösen Menschen, nicht die Sünde, sondern die bösen Menschen. Es ist das, es ist das, es ist das. Und da kann man auch etwas von Jesus lernen. Wir dürfen, wenn es biblisch begründet ist, konkret sein in unserer Bibelauslegung, sehr konkret.

[38:20] Also, die Ernte ist das Ende der Weltzeit. Das geht natürlich zurück auf Joel 4. Denn in Joel 4 wird der Tag des Herrn beschrieben als eine Ernte. Da heißt es, nicht wahr, die Ernte ist reif, die Kelter muss getreten werden. Natürlich haben wir das auch auf Markus 14. Da wird das Evangelium der ganzen Welt gepredigt. Und dann kommt die Ernte. Übrigens ja auch, nicht wahr, wenn die Frucht es zulässt, dann setzt er die Sichel an. In Markus 4. Und dann, was jetzt aber interessant ist: Er sagt ja in Vers, dass das eine wird verbrannt, das andere wird gesammelt, oder?

[38:54] Wer hat schon so etwas Ähnliches gepredigt, dass die einen verbrannt werden und die anderen werden gesammelt werden? Schaut mal in Matthäus Kapitel 3, Vers 12. Das ist die Botschaft von Johannes dem Täufer gewesen. Da kommt man im ersten Moment nicht drauf, aber das ist exakt das, was Johannes der Täufer gepredigt hat.

[39:18] Schaut mal in Matthäus 3, Vers 12: Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln. Die Spreu aber wird verbrennen mit unausweichlichem Feuer. Jetzt, wenn man das liest, denkt man: Meine Güte, wann wird das sein? Jesus greift das auf und sagt: Wann wird es geschehen? Es wird geschehen am Ende der Weltzeit, bei der Wiederkunft. Also er nimmt die Botschaft von Johannes dem Täufer und baut sie jetzt in den Erlösungsplan ein und sagt: Wenn das Ende gekommen ist, dann wird das passieren. Es ist also dieselbe Botschaft von Johannes dem Täufer: Der Weizen in die Scheune, die Spreu wird verbrannt.

[39:56] Ihr habt richtig gesagt, das ist auch in Maleachi so. Schaut mal in Maleachi 3, Vers 18 und 19. Da heißt es: Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen. Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, die Stoppeln sein und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heerscharen, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt. Wurzel ist der Satan, Zweig sind die Kinder des Satans, die Geistlichen. Aber schaut mal, was im Vers davor steht. Was ist direkt vor Vers 19? Vers 18, oder? Dann werdet ihr sehen, was für einen Unterschied besteht zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient und dem, der nicht dient.

[40:38] Also mit anderen Worten: Wenn der Unterschied ganz offensichtlich ist zwischen den Gerechten und den Ungerechten, zwischen denen, die Gott dienen, die ihn lieben und die, die Gott nicht dienen, zwischen denen, die ihren Mitmenschen lieben und die, die die Mitmenschen nicht lieben. Wenn der Unterschied ganz klar ist, dann kommt der Tag, der brennt wie ein Ofen. Das ist die Wiederkunft und dann natürlich nach den tausend Jahren das Feuer.

[40:59] Bis dahin, sagt Paulus, sollen wir nicht richten. Richtet nichts vor der Zeit. Schaut mal, 1. Korinther 4, Vers 5, denn nur Gott kann das wirklich machen. Ihr wisst ja, wir werden sehr überrascht sein im Himmel, in vielerlei Hinsicht.

[41:12] 1. Korinther 4 und dort Vers 5: Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt. Wenn er kommt, dann wird es offenbar werden, der auch das im Finstern Verborgene ins Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil werden.

[41:42] Ja, natürlich, aber das hast du gesagt, 1. Korinther 6 ist offene Sünde. Wenn du das liest, worum es da geht, das ist so offensichtlich, da braucht man eigentlich gar nicht drüber zu sprechen. Ja, genau, richtig, aber da geht es darum, offene Sünde durch gemeine Zucht anzusprechen. Aber darüber reden wir jetzt hier nicht. Wir reden über Herzenserforschung.

[42:09] Schauen wir noch ganz kurz zu den Schnittern. Wer sind die Schnitter? Die Engel. Das ist interessant. Habt ihr darüber nachgedacht, warum die Engel im Gericht auch in die Bücher schauen? Möglicherweise auch deswegen, weil sie ja diejenigen sind, die sowohl die Gläubigen sammeln, als auch die Ungläubigen dann mit vernichten. Das heißt, die Idee ist sozusagen, die Engel wollen genau wissen, wer ist gerecht, wer ist ungerecht. Die wollen wissen, die wollen nicht einfach nur willkürlich irgendwelche Arbeiten tun, sondern die wollen verstehen, warum nehmen wir den mit in den Himmel und dann den nicht. Weil sie sind es, die dann die Gläubigen in den Himmel bringen, die werden die Gläubigen entgegennehmen.

[42:47] Und Matthäus 13, Vers 41: Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden und sie werden alle Ärgernisse, also griechisch alle, die Skandal machen und die Gesetzlosigkeit verüben, aus seinem Reich sammeln. Wir wissen aus Matthäus 24, dass auch die Engel ausgesandt werden, um alle Gläubigen zu sammeln.

[43:07] Interessant ist mit der Gesetzlosigkeit. Kennt ihr einen Bibeltext, wo Jesus auch davon spricht, dass es am Ende Menschen geben wird, die glauben, sie sind Teil der Gemeinde, aber in Wirklichkeit sind sie Täter der Gesetzlosigkeit? Wo spricht Jesus von denen, die denken: Hey, wir sind doch Gläubige, wir sind doch in der Gemeinde, wir waren doch hier mitten unter dem ganzen Weizen. Und Jesus sagt: Ich kenne euch. Bergpredigt, nicht wahr?

[43:30] Viele werden an jedem Tag sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen ein Wunder getan? Und Jesus sagt: Ich kenne euch nicht, denn ihr Täter der Gesetzlosigkeit. Sünde. Das heißt, die Menschen, Matthäus 7, die wird angesprochen.

[43:44] Matthäus 7, in der Bergpredigt spricht Jesus von diesem Scheinweizen, den der Satan dort hineinbringt und der dann verbrannt wird. Übrigens, wenn es heißt, in Matthäus 13, 42: Und werden sie in den Feuerofen werfen, dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Ich meine, das ist natürlich ein Bezug auf das Feuer am Ende nach den 1000 Jahren. Das mit dem Heulen und Zähneknirschen hat er schon mal gesagt, und zwar in Matthäus 8.

[44:16] Matthäus 8, Vers 12: Aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein, ausgerechnet die, die geglaubt haben, sie gehören zum Volk Gottes. Und diese Idee kommt also öfter vor.

[44:36] Letzter Vers, und der ist sehr schön, Matthäus 13, Vers 43. Wenn das Unkraut gerecht durch den Gott der Liebe und Gerechtigkeit ausgesondert wird und verbrannt wird, Vers 43: Wie geht es weiter? Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

[44:58] Kennt ihr eine Textstelle im Alten Testament, die so ähnlich ist, dass die Gläubigen leuchten werden? Ja, genau, die Gottlieben werden sein wie die Sonne. Weiß jemand von euch, wo das steht? Die Gottlieben. Das ist ein Text aus dem Alten Testament, den kennt man besser aufgrund des Liedes, als aufgrund der Textstelle. Das steht in Richter.

[45:19] In Richter, Kapitel 5, im Siegeslied der Debora. Auch eine interessante Stelle. Und interessanterweise, dort im Kontext geht es auch um die Feinde Gottes. Richter 5, Vers 31.

[45:46] Das heißt, diejenigen, die Gerechten, die echten Christen, die Gerechtigkeit üben, die nicht gesetzlos sind, die andere lieben, die Gott dienen, sind letztendlich an einer Sache festzumachen: Sie lieben Gott wirklich. Wer Gott wirklich liebt, wird ihm gehorsam sein. Wer Gott wirklich liebt, wird ihm dienen. Wer Gott wirklich liebt, wird gerecht sein. Wer Gott wirklich liebt, wird seinen Nächsten lieben. Am Ende geht es alles auf die Liebe zu Gott zurück.

[46:15] Genau. Da haben wir zwar nicht die Sonne, aber auch so ähnlich, nicht wahr? Die Verständigen, die vielen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, werden leuchten wie die Sterne. Nicht wahr? Im Moment. Immer und ewig. Das heißt, Jesus verwendet hier auch in diesem Gleichnis, wie immer, Bilder aus dem Alten Testament, weil eigentlich, dass sie ja seine zu erkennen müssen. Sie werden sein wie die Sonne, weil sie Gott lieben. Das heißt, als er das am Ende sagt, nicht wahr, die Kinder des Reiches werden leuchten, dann hat er eigentlich gesagt: Hey, wenn ihr dabei sein wollt, müsst ihr Gott von Herzen lieben. Es reicht nicht, wenn ihr Teil der Gemeinde seid.

[46:51] Wenn Jesus sagt, wer ein Ohr hat, der höre, haben wir gelernt, dann ist das genau dasselbe wie in den Sendschreiben, dann spricht der Geist zu den Menschen. Und wir lesen das und denken, ah, wir haben es verstanden, worum es geht, wir kennen die Auslegung, zack, zack, zack, zack, zack, das ist das, das ist das, das ist das, das ist das. Aber darum geht es gar nicht so, also nicht nur, es geht ja darum, dass wir die Botschaft verstehen, was Jesus hier jedem Einzelnen sagen wollte, ist: Ihr seid Teil der Gemeinde, aber seid ihr auch wirklich Weizen? Und die Frage müssen wir uns, die muss ich mir stellen, die müssen uns alle stellen. Wir sind es vielleicht, wir sitzen, Ellen White sagt: Nur weil ich in einer Kirche bin, bin ich noch kein Christ. Ja, wer hat das gesagt? Der Joachim, glaube ich, am Freitag. Ja, nur weil ich in einer Garage bin, bin ich kein Auto. Aber die Idee ist sozusagen, Jesus wollte, dass die Menschen sich überprüfen und fragen: Das, was wir hier auf dem Blatt Papier in der Bibel ganz deutlich sehen, ist es auch in unserem Herzen? Bin ich ein echter Christ oder rede ich und handle ich nur wie ein Christ nach außen hin?

[47:48] Denn das Gute an diesem, im Gegensatz zu dem Weizen und dem Scheinweizen ist: Man kann sich ändern. Man kann auch, wenn man vielleicht als Scheinweizen angefangen hat, kann man echter Weizen werden. Ja, ganz genau. Und der Geist bringt ja die Liebe Gottes, nicht wahr? Das heißt, so wie Jesus, so wie Jesus zum Volk Israel gesagt hat: Mir reicht es nicht, die Zehn Gebote auf Steintafeln zu haben, sondern höre Israel, ja. Habt diese Worte wo? Auf eurem Herzen. Schreibt sie, denkt darüber nach. So sollen wir über diese Gleichnisse nachdenken. Es reicht nicht, dass wir die in der Bibel haben und wenn wir gefragt werden, wissen, was es bedeutet. Diese Gleichnisse sind dazu da, dass wir darüber nachdenken und dass ich mir die Frage stelle: Bin ich ein echter Weizen oder bin ich nur ein Scheinweizen? Ich werde wahrscheinlich, wenn ich nur ein Scheinweizen bin, in dieser Welt nicht auffallen in der Gemeinde. Denn die echten Weizen haben nicht die Aufgabe, mich rauszuschmeißen. Das heißt, natürlich, wenn ich offene Sünde begehe, können die mir einen Denkzettel verpassen, aber ansonsten kann es nur der Geist Gottes, der zu mir spricht, mir zeigen: Hey, du bist kein echter Christ, du musst dich wirklich bekehren. Und deswegen sagt Jesus: Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist der Gemeinde sagt.

[48:58] Was wir heute uns vornehmen wollen, ist genau hinzuhören auf den Geist und uns die Frage zu stellen: Bin ich ein echter Christ? Ich kenne dieses Lied: Bist du ein Christ? Und diese Frage ist keine Frage, die uns unsicher machen soll, sondern eine Frage, die uns sicher machen soll. Denn diese Frage bringt uns zu Jesus, näher zu Gott. Denn wer Gott liebt, der wird sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Kraft.

[49:26] Wollen wir Gott bitten, dass er uns jeden Tag aufs Neue, durch seinen Heiligen Geist, zu echtem Christ macht, dass wir echt christlich leben, so wie Jesus es sich wünscht? Wollen wir gemeinsam mit den Kindern beten?

[49:48] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diese Botschaft, die du uns gezeigt hast aus deinem Wort. Danke, dass du zu uns gesprochen hast. Und danke, dass wir verstehen dürfen, dass wir nicht beauftragt sind, Herzen zu beurteilen oder uns Gedanken zu machen, wer gerettet und wer verloren ist. Sondern unsere Aufgabe ist es, uns selbst zu fragen, ob wir im Glauben sind. Und selbst immer wieder zu überprüfen, ob wir wirklich aus Glauben leben und wirklich dich lieben. Herr, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du uns so sehr liebst, dass du sogar selbst so viel auf dich genommen hast. Und sogar das Weitende, das Unkraut wachsen lässt, weil du Angst hast, dass wenn du es zu früh rausreißt, auch nur ein einziger, schwacher, echter Christ verloren gehen könnte. Herr, du bist so sorgfältig mit deiner und so behutsam mit jedem Aufrichtigen, dass wir sicher sein dürfen, dass wenn wir aufrichtig nach dir suchen, wenn wir aufrichtig deinen Geist erbitten, wenn wir aufrichtig zu dir kommen, dann wirst du uns nicht verloren geben. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Im Namen Jesu. Amen.

[51:19] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.