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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Sauerteig aus Matthäus 13 beleuchtet. Es wird erklärt, wie Sauerteig traditionell für negative Dinge wie Irrlehre und Heuchelei stand, Jesus ihn aber für das Reich der Himmel neu deutet. Die Predigt beleuchtet die transformative Kraft der Gnade Gottes, die wie Sauerteig von innen wirkt und das gesamte Leben verändert. Es wird betont, dass wahre Veränderung am Herzen beginnt und nicht durch äußere Verhaltensänderungen erreicht werden kann.

In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Sauerteig aus Matthäus 13 beleuchtet. Es wird erklärt, wie Sauerteig traditionell für negative Dinge wie Irrlehre und Heuchelei stand, Jesus ihn aber im Gleichnis positiv für das Reich Gottes verwendet. Die Predigt untersucht die transformative Kraft der Gnade Gottes, die wie Sauerteig von innen heraus wirkt und das ganze Leben verändert. Es wird betont, dass wahre Veränderung am Herzen beginnt und nicht durch äußere Verhaltensänderungen erreicht werden kann.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zum zweiten Teil unseres Dienstagabends-Seminars, der Ersehnte. Ganz spannend, heute dürfen wir ein interessantes Gleichnis studieren. Und bevor wir das tun, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam zu beten. Und wir können dazu niederknien. Lieber guter Vater im Himmel, ich lobe und preise dich, dass wir heute hier sein dürfen, dass es uns gut geht, dass wir gesund sind und dass du uns Verstand geschenkt hast, dass wir Dinge erkennen können, die du in die Natur gelegt hast, die du in dein Wort gelegt hast und dass du uns durch diesen Prozess veränderst, dass wir darüber nachdenken. Ich danke dir und ich möchte dich jetzt besonders bitten um deine Führung und Leitung, dass du uns durch dieses Studium begleitest und dass wir ein Stück näher zu dir kommen. Dafür hab Dank. Amen.

[1:27] Wie gesagt, dürfen wir ein spannendes Gleichnis studieren, nämlich das Gleichnis vom Sauerteig. Und vielleicht können wir erstmal ein bisschen sammeln. Was kennt ihr so vom Sauerteig? Woher kennt ihr den Sauerteig? Wo kommt der vor? Genau, man braucht Sauerteig erstmal zum Backen, damit das Brot aufgeht. Fällt euch was in der Bibel ein, wo Sauerteig vorkommt? Genau, Jesus hat gesagt, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer. Das ist sehr spannend. Wisst ihr, wofür da der Sauerteig stand? Zweimal für zwei Dinge: für die Lehre, für die Irrlehre und für die Heuchelei an der zweiten Stelle. Fällt euch noch eine Stelle ein, wo es mit Sauerteig zu tun hat? Beim Passah, nicht wahr? Wofür stand da der Sauerteig? Genau, der Sauerteig beim Passah sollte ganz raus aus den Häusern. Er stand für die Sünde.

[3:05] Das lesen wir dann in Korinther. Das war etwas, was die Israeliten von sich abtun sollten. Hat sonst noch jemand einen Punkt zum Sauerteig? Ja, genau, darauf werden wir später auch noch eingehen. Der Sauerteig kommt noch in den Opfergesetzen vor und es ist eigentlich ganz spannend. Wir haben jetzt eigentlich gesammelt und es ist eigentlich nur Negatives, was einem so in den Sinn kommt: die Sünde, die abgetan werden soll beim Passah, die Lehre der Pharisäer, die Heuchelei. Es sind eigentlich nur negative Sachen und jetzt kommt Jesus und er sagt: Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig. Ist das nicht interessant? Hier haben wir ein exzellentes Beispiel dafür, wie Jesus unterrichtet. Jesus als Lehrer, weil er benutzt nämlich die Tatsache, dass er sagt, also schon allein wenn er sagt, Sauerteig wird allen, die sich irgendwie im Alten Testament auskannten, wird in den Kopf geschossen sein: Das ist schlecht, das wollen wir nicht, das muss raus. Und Jesus benutzt das und bringt es aber mit etwas völlig Neuem in Verbindung. Ja, er sagt, das ist das Reich Gottes und das ist sehr spannend. Er kreiert etwas, was eigentlich erst mal nicht zusammen zu passen scheint, damit er die volle Aufmerksamkeit hat. Ja, und dann erklärt er, was er meint. Also die Leute haben dann wahrscheinlich wirklich zugehört und haben sich überlegt, was meint er jetzt damit? Was hat das jetzt damit zu tun? Ein anderes Beispiel für sowas ist zum Beispiel auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Da hat er auch zwei Dinge genommen, die für die Israeliten damals überhaupt nicht zusammengepasst haben und er hat sie zusammen verbunden, hat so eine tolle Lehre daraus gezogen.

[5:04] Aber dieses gesäuerte Brot, der Christoph hat es schon angesprochen, kommt noch mal in einer positiven Art und Weise vor im Alten Testament, nur am also in Bezug auf eine Tatsache und zwar auf die Erstlingsgabe und explizit wird es nur an einer Stelle gefordert, an der anderen Stelle wird gesagt, ja, das könnt ihr schon machen. Und 5. Mose 26 lesen wir von der Erstlingsgabe und das könnt ihr dann irgendwann nachlesen oder auch kurz aufschlagen, aber es geht um die Gabe der Erstlingsfrüchte, es wird das erklärt und es wird direkt Bezug auf Ägypten genommen. Das ist eigentlich ganz spannend, wenn wir uns anschauen, vielleicht lesen wir doch kurz ein, zwei Verse daraus aus 5. Mose 26 und da lesen wir in Vers 1: Wenn du nun in das Land kommst, dass dir der Herr dein Gott zum Erbe gibt und es in Besitz nimmst und darin wohnst, so sollst du von den Erstlingen aller Früchte des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringen wirst, dass der Herr dein Gott dir gibt und du sollst sie in einen Korb nehmen und an den Ort hingehen, den der Herr dein Gott erwähnen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen und du sollst zu dem Priester kommen und der zu der Zeit im Amt sein wird und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute vor dem Herrn deinem Gott, dass ich in das Land gekommen bin, von dem der Herr unseren Vätern geschworen hat, dass er es uns gebe. Und dann nimmt der Priester das und dann in Vers 5 ist dann ganz spannend, dann soll die Person selbst zu Gott sagen, ja, die Person, also wenn ich jetzt ein Israelit wäre und ich bringe jetzt meine meine Erstlingsfrüchte hin, ja, dann gebe ich die dem Priester und er macht seine Sachen und dann stelle ich mich hin und ich soll zu Gott etwas sagen und zwar: Mein Vater war ein umherirrender Aramäer und er zog nach Ägypten hinab und lebte dort als Fremdling mit wenigen Leuten, er wurde dort zu einem großen, starken, zahlreichen Volk, aber die Ägypter misshandelten uns und bedrückten uns und legten uns harte Arbeit auf. Da schrien wir zum Herrn, dem Gott unserer Väter und der Herr erhörte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und unsere Unterdrückung und der Herr führte uns aus Ägypten mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit gewaltigen, furchtgebietenden Taten und durch Zeichen und Wunder und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließt.

[7:36] Also es ist ganz spannend, er sagt, du sollst die Erstlingsgaben geben und dabei macht Gott diesen direkten Bezug zu Ägypten und zu dem Auszug aus Ägypten und ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wieso sind jetzt diese zwei Stellen, Jesus macht dieses Gleichnis und diese Erstlingsgaben, wieso sind das die einzigen zwei Stellen in der Bibel, wo der Sauerteig für etwas Positives steht und ich habe so eine Theorie, aber das muss auch nicht stimmen, aber ich möchte euch anregen, darüber nachzudenken und zu überlegen, warum hat Gott das so reingelegt. Also beim Passahfest, ja, die Ägypter sind ja, da waren ja die zehn Plagen und sozusagen zum Höhepunkt der Plagen, als es am schlimmsten war, hat Gott das Passah eingesetzt und alle, die am Passah teilgenommen haben, deren Erstgeburt, also der erstgeborene Sohn starb nicht und beim Passah kommen wir also, da kamen damals auch die Israeliten sündig vor Gott und Gott macht uns frei vom alten Sauerteig. Ja, wir können mal dazu lesen 1. Korinther 5, das was wir auch vorhin schon kurz angesprochen hatten, 1. Korinther 5 und dort die Verse 7 und 8. 1. Korinther 5, die Verse 7 und 8: Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid, denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden, Christus. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig festfeiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.

[9:10] Also beim Passah kommen wir sündig vor Gott und Gott sagt, dieser alte Sauerteig muss weg, wir müssen ihn rausnehmen. Und damit, was war notwendig, dass die Israeliten nicht, also dass die Erstgeborenen der Israeliten nicht sterben in dieser Nacht? Genau, man brauchte Blut an der Tür, nicht wahr? Auf wessen Blut hat das hingedeutet? Auf das Blut Jesu. Damit wir Sühnung erlangen für unsere Sünde gilt nur eine Sache und zwar das Blut Jesu. Ja, nur das makellose, perfekte Opfer Jesu gilt für unsere Sühnung und wir können nichts dazu beitragen. Es ist allein nur die Gnade Gottes und in diesem Schritt, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, in den Himmel zu kommen, können wir rein gar nichts tun. Aber dann kommen die Israeliten in die Wüste und so weiter und irgendwann kommen sie nach Kanaan und dann sollen sie die Erstlingsgaben geben. Und Gott sagt eigentlich, du darfst mir in Dankbarkeit, ja, für all das, was ich Großes an dir getan habe, wie ich dich rausgeholt habe aus Ägypten, hast du jetzt die Möglichkeit, mir in Dankbarkeit etwas zurückzugeben. Und erfüllt von einem vom Heiligen Geist und erfüllt von einem neuen Sauerteig, ja, der jetzt hineinwirkt, kann man etwas zurückgeben.

[10:39] In Römer 12 lesen wir, in Römer 12 lesen wir, ich ermahne euch nun, ihr Brüder, Vers 1, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Also diese Zusammenarbeit mit Gott kommt ins Spiel, ja. Und wir geben ihm Gaben der Dankbarkeit zurück und diese Gaben sind durchdrungen vom Sauerteig der Wahrheit, vom Sauerteig des Heiligen Geistes. Und diese Gabe als Ganzes soll eigentlich unser ganzes Leben sein. Ja, den habe ich übersprungen. Das tut mir leid. Damit das alles Sinn macht, lesen wir noch 3. Mose 23 und dort Vers 17. 3. Mose 23, Vers 17, weil da wird nämlich etwas, eine spannende Verbindung noch hergestellt, die wir gerade schon also angesprochen haben, nämlich dass dieser Sauerteig oder diese Erstlingsgabe mit dem Sauerteig dann erst in Kanaan gegeben wird.

[12:00] Vers 17: Ihr sollt, ist es, ja, ihr sollt nämlich aus euren Wohnungen zwei Webelbrote bringen, von 2 Zehntel Efa Feinmehl zubereitet, die sollen gesäuert gebacken werden als Erstlinge für den Herrn. Verzeiht mir, dass ich den Text vergessen habe. Und das ist spannend. Das hier, weiß jemand in welchem Kontext, von welchem genauen Fest das hier steht? Steht auch in der Überschrift darüber. Genau. Und wann hat sich das erfüllt? Zu Pfingsten, nicht wahr? Was ist an Pfingsten passiert? Der Heilige Geist wurde ausgegossen, nicht wahr? Und jetzt macht das, was ich gerade alles erzählt habe, auch alles Sinn. Genau, also in Dankbarkeit vom Heiligen Geist durchdrungen, dürfen wir Gott nun in Dankbarkeit unser Leben geben als Opfer und damit ganz viele Gaben verbunden. Aber dieses, dieses Leben, das man Gott gibt, steht eigentlich an erster Stelle.

[12:59] Gut, jetzt lasst uns mal das Gleichnis selbst lesen und dann ein bisschen näher anschauen. Wer weiß denn, wo dieses Gleichnis steht? Das Gleichnis vom Sauerteig. Matthäus 13. Ja, an verschiedenen Stellen steht das. Aber wir wollen uns heute mit Matthäus beschäftigen. Matthäus 13, Vers 33. Matthäus 13, Vers 33: Ein anderes Gleichnis, sagt er ihnen, das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Schäffeln Mehl hinein mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

[13:40] Jetzt lasst uns zunächst mal das Mehl anschauen. Welche Rolle hat hier das Mehl? Wie viel macht das Mehl am Anfang? Nichts. Die Rolle des Mehls ist passiv, nicht wahr? Das Mehl macht zunächst mal nichts. Das Mehl kann auch nicht sich selbst den Sauerteig beschaffen, ja? Oder seid ihr schon mal daheim in der Küche gesessen und dann kamen ganz viele kleine Mehlkörner und sind zum Kühlschrank gegangen und haben sich die Hefe rausgeholt? Das passiert nicht so, wirklich. Ein Zitat: Der Sauerteig illustriert die belebende, verändernde Kraft der Gnade Gottes. Wie der Sauerteig, wenn er unter den Teig gemischt wird, von außen wirkt, so wirkt auch bei der Erneuerung des Herzens die Gnade Gottes, die das Leben verändert. Eine rein äußerliche Veränderung, also das steht für Verhaltensänderung, reicht nicht aus, um uns in Einklang mit Gott zu bringen. Viele versuchen ihr Leben umzugestalten, indem sie diese eine oder jene schlechte Gewohnheit verändern und sie hoffen, so Christen zu werden, aber sie beginnen am falschen Ort. Die wahre Arbeit beginnt am Herzen.

[14:51] Also jemand kommt zu dem Sauerteig und fügt von außen etwas hinzu und der Sauerteig kann nichts machen. Der Sauerteig hat sich das nicht verdient und er kann nichts dazu tun und es fängt ganz innen an am Sauerteig. Der Sauerteig hat noch keine Reaktion, die man sehen würde und da ist noch kein Verhalten, das sich abzeichnen würde, sondern die Hefe ist einfach drin und wir sehen noch nicht, was passiert. Jetzt habe ich mir angeschaut, wie Sauerteig eigentlich so funktioniert und das ist ganz spannend. Also die Hefe kommt von außen in den Teig und dann vermengt man das so ein bisschen und dann werden ganz viele CO2-Moleküle freigesetzt und diese CO2-Moleküle, die durchdringen dann den ganzen Teig und dazu habe ich auch ein spannendes Zitat gefunden: Der Mensch ist nicht imstande, sich aus eigener Willensanstrengung heraus von Grund auf zu ändern, denn dazu reicht seine Kraft nicht aus. Bevor das Mehl in der gewünschten Weise verändert werden kann, muss man Sauerteig hinzufügen, anders geht es nicht. Also etwas, das völlig von außen kommt. Genauso muss der Sünder die Gnade Gottes in sich aufnehmen, wenn er für das Reich der Herrlichkeit geeignet werden möchte. Alle Erziehung und Bildung, die die Welt vermitteln kann, wird versagen, wenn es darum geht, einen in Sünde verstrickten Menschen in ein Kind Gottes umzugestalten. Die erneuernde Kraft muss von Gott ausgehen, nur der Heilige Geist kann derartige Wandlung vollbringen. Jeder, der gerettet werden will, er sei vornehm oder verachtet, arm oder reich, muss sich dem Wirken dieser Macht aussetzen. Jeder.

[16:28] Wir haben gelesen, es wird heimlich, eine Frau mischt es heimlich hinein. Jetzt, was bedeutet das? Was denkt ihr, warum macht die Frau das heimlich? Was ist denn heimlich? Was bedeutet etwas heimliches? Im Verborgenen? Ja. Man sieht es nicht, nicht wahr? Also was man irgendwie, wenn ich jetzt hier hinter dem Blumenstrauß irgendwas mache, ihr seht es nicht, ja? Und darum ist es heimlich. Es passiert trotzdem, aber ihr seht es nicht. Ja, das ist ein schöner Punkt. Genau.

[17:09] Schaut mal in eine Stelle, die hier ganz, also den gleichen Vorgang erklärt, aber mit einem anderen Bild in Johannes 3 bei Nikodemus. In Johannes 3 Vers 8, dort lesen wir: Der Wind weht, wo er will und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Und das ist ganz spannend, weil auch hier der Sauerteig kommt, ja, und du siehst nicht genau, wie er wirkt, du siehst nicht genau, woher er kommt, ja, aber wie auch beim Wind, wenn es gewindet hat, dann sieht man eine Auswirkung und so sieht man auch beim Sauerteig, wenn er dann anfängt zu wirken, eine Veränderung. Und da gibt es auch ein schönes Zitat dazu: Der Welt ist ein Mensch, in dessen Leben dieses Prinzip, hier ist aus dem Kontext von einfach einem christlichen, bekehrten christlichen Leben gesprochen, offenbar wird ein Rätsel. Die Welt kann ihn nicht verstehen, weil er den Blick auf die ewige Wirklichkeit gerichtet hält. Die Liebe Christi mit ihrer erlösenden Kraft ist in sein Herz eingedrungen, beherrscht alle seine Beweggründe und hebt ihn hoch über den verderblichen Einfluss der Welt. Ist auch ganz spannend, ich sah einen Himmel, ich sah einen anderen Engel am Himmel fliegen, nicht wahr? Und ich denke, ich habe noch ein Zitat gefunden, ich denke, dass es wirklich auch ein Anlass für uns ist, uns selbst zu prüfen.

[19:01] Beim gleichen Kapitel steht auch: Wenn die Anforderungen Gottes als Last empfunden werden, weil sie der menschlichen Neigung entgegenstehen, dann dürfen wir wissen, das ist kein christliches Leben. Wenn wir selbst das merken, wir müssen nicht am Verhalten anfangen, dann was rumzuschustern und zu machen, die Veränderung muss dann am Herz geschehen wieder. Das fand ich sehr ernüchternd auch und ich denke, das ist auch ein Punkt, an dem wir selbst uns prüfen sollten und immer wieder schauen sollten, in welcher Verbindung stehen wir zu Gott.

[19:28] Weiß jemand von euch, in welchem Kontext Jesus dieses Gleichnis gegeben hat? Also Jesus hat schon ganz viele Gleichnisse erzählt und dann ist ihm aufgefallen, da waren Leute aus allen möglichen Schichten, da waren Arme und Reiche, da waren Analphabeten, da waren zerlumpte Bettler, da war der Dieb, der irgendwie voller Schuldgefühle da stand, da waren Verstümmelte und alle möglichen Leute und dann gab es aber auch von einer ganz anderen Ecke, dann gab es Händler und irgendwie wichtige Leute und dann ist beschrieben in, wie heißt das auf Deutsch, Bilder vom Reich Gottes, ist beschrieben, wie dann so ein paar Leute dazu kamen. Es waren ganz gebildete Leute, ja, und von einer weltlichen Sicht würde man sagen, das sind besondere Leute, die waren gebildet, die waren einflussreich, die kamen dann dazu und haben sich umgeschaut und dachten sich so: Ist das Reich Gottes aus solchem Material gemacht? Und sie schreibt, das Gleichnis ist eigentlich eine Antwort auf diese Frage.

[20:46] Das fand ich so spannend, ich habe mich gefragt, warum ist jetzt dieses Gleichnis eine Antwort auf die Frage, weil wir denken zunächst mal nicht daran bei dem Gleichnis. Aber ich fand es spannend, weil es zeigt eigentlich, dass Jesus sich nicht über weltliches Anerkennen freut oder über die ein oder andere veränderte Gewohnheit oder darüber, dass wir besonders groß, schön, reich, klug sind. Jetzt, ich frage euch mal, was macht uns passend für das Himmelreich? Demut? Der Heilige Geist? Liebe? Jesus? Ja, natürlich gibt es viele Sachen, es gibt ganz, ganz viele Sachen, die dann wunderbar ins Himmelreich einpassen werden und das ist wunderbar, wenn wir diese Eigenschaften erfüllen, aber am Grund all dieser Sachen ist die Gnade Gottes. Der Heilige Geist, der in uns wirkt, Christus, der für uns gestorben ist, der Vater, der alles gegeben hat, ja, am Grund von all diesen Dingen, die uns sicherlich passend machen, wo wir dann mit den himmlischen Chören mitsingen können, wo wir dann mit den Engeln in harmonischer Gemeinschaft leben können, am Grund all dieser Eigenschaften ist die verändernde Gnade Gottes, die in uns wirkt. Was du selbst mitbringst und was du oder vielleicht andere denken, das macht dich besonders passend, ja, darum passt du rein, weil du hast das ja schon, du bist ja schon so höflich und so zurückhaltend und was nicht alles oder vielleicht so einflussreich oder kannst gut reden oder wie auch nicht, das gibt es eigentlich nicht.

[22:32] Ja, am Anfang steht die Gnade Gottes und da standen Leute, die dachten, wenn jemand in den Himmel kommt, dann sind das so Leute wie wir, ja, wir sind, wir sind, das war ja sowieso die Idee vom Reich Gottes, war ja nicht so sehr auf die Ewigkeit gedacht, sondern eher so auf wir besiegen die Römer und da lachten sich die Leute, wenn, wenn da jemand, dann wir, weil wir sind ja schon einflussreich, wir haben schon alles, aber Gott sieht mit anderen Augen.

[22:56] Fällt euch eine Geschichte ein, wo ganz deutlich wird, dass Gott mit ganz anderen Augen sieht als wir manchmal? Ja. Ja, das stimmt, das Schärflein von der Witwe. Ja, an die Geschichte hatte ich auch gedacht. Habt ihr noch andere Analogien dazu? Ja, ja, daran hatte ich auch gedacht. Ja, genau, der Pharisäer und der Sünder. Ja, ich glaube, es gibt unzählige solche Geschichten.

[23:53] Eine, die ich auch, weil da diese schönen Verse drin stand, war die, die ihr zwei gerade genannt habt, von David. Lasst uns die mal kurz aufschlagen und zwar zunächst mal 1. Samuel 13. 1. Samuel 13, da befinden wir uns gerade so an dem Punkt, wo dann ganz klar war, okay, der Saul ist untreu geworden, das funktioniert nicht mehr. Und in 1. Samuel 13 und dort Vers 14, in 1. Samuel 13 und dort Vers 14 lesen wir dann: Nun aber wird dein Königtum keinen Bestand haben. Der Herr hat sich einen Mann, nach wessen Herzen? Nach seinem Herzen, nach Gottes Herzen, nicht wahr? Ausgesucht, dem hat der Herr geboten, über sein Volk Fürst zu sein, weil du nicht gehalten hast, was dir der Herr geboten hat. Also Gott sucht sich einen Menschen nach seinem Herzen und Samuel weiß das jetzt, ja? Samuel weiß jetzt, okay, Gott will jemanden, der so denkt wie Gott, der nach seinem Herzen ist, ja? Dessen Gedankenprozesse erst mal sozusagen durch die himmlischen Vorhöfe geläutert wurden. Und dann kommt Samuel zu der Familie, nicht wahr?

[25:09] In 1. Samuel 16, in 1. Samuel 16 und dort lesen wir mal Vers 6 und 7. Und es geschah, als sie hereinkam, das sah er Eliab an und dachte: Gewiss, hier vor dem Herrn sein Gesalbter. Also Samuel kommt rein und er sieht ihn und warum? Was sagt dann Gott, warum hat Samuel ihn gesehen? Genau, er hatte gutes Aussehen und er war stark, die perfekte Kombination. Ich war der perfekte Mann und in Vers 7 lesen wir das, weil das ist dann das, wo Gott sagt: Hey, pass auf, ja? Er sagt: Aber der Herr sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen. Und jetzt spannend: Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht, denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an. Ja, sehr wichtig, auch bei Gemeindewahlen etwas zu berücksichtigen.

[26:39] Ja, und das macht es dann auch erklärt, warum Gott schon sagt, ich habe ihn schon verworfen, weil Gott wusste das schon von vornherein, dass es so sind. Und ich finde das so spannend, dass Gott dann sagt, nein, den sollst du nicht nehmen, sondern es wird David, der nicht mal anwesend war, wo dieses besondere Fest war und ein Gast war da und der Vater hat gesagt, den holen wir nicht mal. Wie heißt es nicht: Selig sind die geistlich Armen, denn ihrer wird was sein? Das Reich der Himmel sein.

[27:18] Jetzt schauen wir uns ein bisschen weiter an, wie der Sauerteig funktioniert, oder jedenfalls manche Formen von Sauerteig. Da sind dann diese CO2-Moleküle und die durchdringen den ganzen Teig. Und das bleibt aber nicht einfach so, sondern was dann passiert, ist etwas mit dem Teig. Dann tritt plötzlich der Teig in Aktion, weil bei Weizen zum Beispiel hat er dann Glutenteile und dieses Gluten kommt dann um das CO2 und ist wie so eine Blase und das fängt das CO2 so ein. Und dann hat man überall diese Glutenteile, das heißt der Sauerteig kommt rein, fängt an zu wirken, aber dann wird er festgehalten vom Teig. Und das Gluten lässt ihn nicht mehr los. Ich fand das so passend, weil das so ausgesucht wurde.

[28:06] Hier, ich lese euch vor, ein Glaubensbekenntnis und die Wahrheit, übrigens, sorry, alle Zitate sind aus dem Kapitel dazu, aus Bilder im Reich Gottes, außer ich merke es an, dass sie nicht daraus sind. Ein Glaubensbekenntnis und die Wahrheit im eigenen Leben zu besitzen, sind zwei verschiedene Dinge. Wahrheit einfach nur zu kennen ist nicht genug, wir mögen sie besitzen, aber, und jetzt spannend, der Gang unserer Gedanken mag noch nicht verändert sein. Das Herz muss bekehrt und geheiligt werden. Es gibt diesen schönen Satz: Wann hat Wahrheit einen Einfluss auf uns? Wenn wir darüber nachdenken. Wahrheit kann mich dann beeinflussen, wenn ich darüber nachdenke, wenn ich mich damit beschäftige. Die Tatsache, dass Gott mich liebt, existiert immer, für jeden einzelnen Menschen, weil Gott immer liebt. Und selbst wenn das Ende der Welt kommt, selbst wenn das Gericht kommt, existiert die Tatsache immer noch. Aber es wird keine der Personen verändern, die dann verloren geht. Die Tatsache, dass Gott mich liebt, die Tatsache, dass Jesus für mich gestorben ist, verändert mich, wenn ich mich damit beschäftige. Und Gott sät und sät, aber es verändert mich dann.

[29:52] Es ist nicht einfach von außen und wir ändern mal hier und da, sondern von Grund auf muss neu gebaut werden, sozusagen. Es ist eine völlig neue Art oder eine völlig neue Ausrichtung. Es gibt ein tolles Zitat dazu: Wenn wir uns darin üben, in Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist, nicht allein, sondern wir üben uns in Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist, die Gedanken zu beherrschen, gibt er uns auch die rechten Worte. Das ist echte Weisheit, die uns geistigen Frieden, Zufriedenheit und Ruhe vermittelt. Wir werden Freude daran haben, über den Reichtum der Gnade Gottes nachzudenken.

[30:31] Also Gott sagt, das, was wir sagen, ist auch nur das, was davor in den Gedanken war. Ja, aber mit seiner Hilfe werden die Gedanken kontrolliert, die Gedanken werden beherrscht. Und das ist auch ein bisschen eine Antwort auf das Problem von Laodizea, oder nicht? Weil in Kolosser 1, 27, 28, da lesen wir, vielleicht können wir es kurz lesen. In Kolosser 1 und dort die Verse 27 und 28 lesen wir:

[30:47] Also es geht hier um das Geheimnis Gottes, nämlich Christus in euch. Die Hoffnung der Herrlichkeit, das ist auch die einzige Hoffnung der Herrlichkeit, die wir haben. Es gibt keine andere. Also wir sehen hier, also die Herrlichkeit steht dann irgendwo ziemlich weit sozusagen hinten, nicht wahr? Aber Christus ist am Anfang und am Ende und an jedem einzelnen Schritt. Ihn verkündigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit. Und jetzt spannend, um jeden Menschen vollkommen in Christus darzustellen. Ist das nicht so eine schöne Verheißung? Es sagt, wir wollen, also das Gesetz ist nicht einfach da, um uns zu sagen, oh, das kannst du alles nicht. Das Gesetz ist eine Verheißung, die in uns wirken soll. Das Gesetz ist etwas, was der Heilige Geist einfach nur aufschnappt, der schon in unseren Herzen ist und uns verändert.

[32:10] Es zeigt ja eigentlich, dass die wirksame Kraft allein bei Gott ist, weil nur der Sauerteig kann wirken. Das Mehl kann nichts tun, aber das Mehl kann den Sauerteig quasi umfassen. Genau, festhalten. Das Mehl kann den Sauerteig quasi kooperieren. Es ist also nicht Hälfte Sauerteig, Hälfte Mehl, jeder macht was für sich. Es ist nur der Sauerteig, aber der Sauerteig würde halt auch nichts tun, wenn da kein Mehl ist. Der Sauerteig an sich macht nichts, sondern er braucht das Mehl, das quasi den Sauerteig annimmt.

[32:41] Ja, vielen Dank. Da könnte man so ein Allmenschen-Lehren-Geschichte äußern. Da steht jede Menschin, jede Menschin, jede Menschin. Wie man die Geltungsdauer, die Kooperation ist absolut. Der Heilige Geist und diese Menschen. Ja, also auch wenn es 99,9999999% sind, was Gott macht. Und er möchte nur, dass wir sagen: Hey, okay. Aber dieses Hey, okay, das muss man sagen. Das muss man den Leuten zeigen.

[33:12] 1. Thessalonicher 5, Vers 23. Ist auch so passend für diese Analogie. 1. Thessalonicher 5, Vers 23: Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch wie weit? Ein bisschen? Durch und durch. Nicht wahr? Der Sauerteig wirkt nicht in der Hälfte des Mehls, sondern wenn gemischt wird, dann überall. Dann sind diese Moleküle überall und das Gluten reagiert überall.

[33:42] Heilige euch durch und durch und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib möge untadellich bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Die Idee ist ja sozusagen, dass der Sauerteig wirklich dann das gesamte Mehl benutzt. Das heißt, wenn du nicht das Mehl wegnimmst, also wenn du das Mehl wegnimmst vom Sauerteig, ist es unnötig. Aber wenn du es da lässt einfach, dann wird er nicht aufgehen, bis alles erreicht ist. Und das kommt in ganz hohen Preisen, weil das zeigt, die Heiligung gehört nicht nur zu 95% oder zu 60% oder nur ein bisschen, sondern sie wird eigentlich alles durchsteuern, was unser Leben tut. Das ist echt unglaublich.

[34:25] Ich wollte aber sagen, das ist ja auch kein Zufall. Wir haben vorhin gesagt, man versteht die Geschichte, wie das Wort Gottes wirkt. Wir haben in den Zeichnissen, zum Beispiel in der Bucharbeit, diese Erklärung. Ich glaube, das gerade ist drin. Wie kommt es dazu, dass der Heilige Geist sich so viel gedacht hat, immer dann trotzdem nicht alle darauf positiv reagiert haben? Welche Konsequenzen hat das? Ja, das ist auch spannend. Auf jeden Fall, ja.

[34:54] Schaut mal noch mit mir in Philipper 1, Vers 6. Philipper 1, Vers 6. Und vielleicht lesen wir schon ein bisschen davor. Vers 3, lesen wir mal Vers 3 bis 6. Weil da noch ein schöner Gedanke dahintersteckt. Ich danke meinem Gott, so oft ich an euch denke, indem ich alle Zeit in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freudenfürbitte tue, wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird, bis auf den Tag Jesu Christi.

[35:33] Also ich denke, das ist die gleiche Idee wie das mit durch und durch. Gott möchte alles in unserem Leben erreichen, jeden einzelnen Gedanken. Aber jetzt hier eine Frage zum Nachdenken: Warum betet der Paulus hier für die? Betet er damit, der, der ein gutes Werk in ihnen angefangen hat, es auch vollenden wird? Oder weil? Und das wünscht er, dass er den Tag am Evangelium wünschen kann. Interessant ist, dass er ja sagt, weil ich es hier für euch alle mit Freudenfürbitte tue. Also entweder beten wir mit Freude und Danke, oder wir machen Fürbitte mit einem schweren Herzen. Aber er betet mit Freude für die anderen. Weil er weiß, dass wenn sie mit Gott leben, er weiter berühren wird. Ja, genau. Wir beten auch mit Dankbarkeit. Oder wir beten für andere, wenn es schlecht geht. Aber wir beten wenig für Leute, denen es gut geht. Aus Dankbarkeit, dass man weiter berühren wird. Aber wenn ich das Evangelium jetzt verstehe, was Paulus meinte, dann, wenn wir um 1. Korinther 15 vorstehen, ich verkünde um das Evangelium, in welchem Sinne seid ihr gegriffen, wenn ihr es tun wollt, weil ich gesagt habe, Paulus und Paulus sind hier, weil die Kinder verstehen, dass das Evangelium im Sinne der Wahrheit ist. Das ist ja nicht die Wahrheit, die Wahrheit ist da. Er spricht auch vom Evangelium. Wenn es tut, wie ich gesagt habe, Paulus und Paulus sind hier, weil die Kinder verstehen, dass das Evangelium im Sinne der Wahrheit ist.

[37:12] Ja, muss schon das richtige Evangelium sein. Ja, auf jeden Fall. Seht ihr hier, dass in Vers 5 und in Vers 6 zwei Gründe liegen: Wegen der Gemeinschaft am Evangelium und weil Gott das Werk vollenden wird. Das ist das, was du gesagt hast. Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Ausrichtungssache. Wir beten nicht für Bitte oder wir beten auch nicht für uns selbst oder für irgendwen, damit Gott irgendwas tut. Wir machen nicht, wenn ich für irgendjemanden bete und sage: Bitte hilf der Person, dich zu erkennen, dann bete ich das nicht, weil Gott es nicht tun kann, sondern weil Gott es tut. Ich bete es nicht, damit Gott es tut, weil er es tut sowieso. Ich bete es einfach, weil er es tut. Das ist so eine andere Ausrichtung, weil Gott ist schon gut. Wir können Gott auch nicht verändern. Ich bete es, weil er es tut.

[38:06] Ich fand das einfach eine sehr spannende Ausrichtung. Ich glaube, das ist auch bei dem Sauerteig so. Der Heilige Geist wirkt in uns und er wirkt in uns. Und wir kommen dazu, weil er in uns wirkt. Und wir können auch nur dazu kommen, weil er in uns wirkt.

[38:21] Vielleicht noch ein Gedanke. Wenn der Paulus hier schreibt, ihr habt Gemeinschaft am Evangelium, man geht nur vom ersten Tag an, wo das Werk immer noch nicht vollendet ist, dann heißt das auch, dass nicht alles sofort geschieht. Das ist ein wichtiger Gedanke. Auch der Sauerteig braucht ja Stunden, bis er aufgeht. Niemand sollte verzweifeln, wenn er sagt: Meine Güte, da ist noch so viel Mehl, man muss es einfach nur wirken. Die Idee, dass man den Kaffee auch zeigt. Das Mehl ist da. Es ist noch nicht alles aufgegangen, aber der Sauerteig ist überall. Der Sauerteig ist schon überall. Man hat vermengt, der Sauerteig ist überall. Die Moleküle sind überall. Auch wenn der Teig noch nicht voll aufgegangen ist. Und das ist eine sehr, sehr schöne Botschaft. Auch genau dieser Vers 5. Sie haben schon Gemeinschaft am Evangelium. Wir sind schon da. Wie gesagt, wir können unsere Errettung nicht irgendwie erkämpfen oder erarbeiten. Sonst ist alles aus der Gnade Gottes.

[39:19] Noch ein spannender Punkt. Am Ende zum Sauerteig. Wie kommt der Sauerteig jetzt? Wir essen ja jetzt nicht den Sauerteig. Also wenn jetzt jemand backt, dann tut er die Hefe rein oder in das Mehl einfach den Sauerteig. Und dann geht das auf und dann isst man das ja nicht einfach. Sondern was muss noch passieren? Man tut es in den Ofen, oder nicht? Man backt es. Und was dann passiert, ist spannend. Diese Glutenteile, die das CO2 festgehalten haben, die werden fest. Und das ist so eine spannende Analogie. Wenn irgendwelche Anfechtungen, seien sie große oder kleine, in unser Leben kommen, dann wird diese Bindung, die im Kleinen aufgebaut wird, die wird fest. Die war davor schon genauso da. Und die kann nur fest werden, wenn der Sauerteig auch wirklich da war. Aber durch diese Sachen wird sie fest. Und das ist auch so spannend bei Laodizea.

[40:13] In Offenbarung 1 haben wir die Gerechtigkeit. In Offenbarung 10 haben wir die Verheißung, dass das Geheimnis Gottes vollendet werden wird. Und es wird auch eine Verfolgung geben, die das Ganze fest machen wird. Und eine Sache dazu, fand ich noch spannend. Der Christoph will mir noch was sagen. Oder? Ihr könnt mir ganz kurz das erinnern, wenn Jakobus 1, Jakobus 2. Meine Brüder achten das für lauter Freude, wenn ihr manch einer Anfechtung gehalten habt. Ne, sag ruhig. Ja.

[40:45] Ich wiederhole es nochmal. Auch für Laodizea. Also in Jakobus 1, Vers 2. Würde ich noch gerne mit euch anschauen. Jakobus 1, Vers 2. Und dort lesen wir: Meine Brüder achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet. Das heißt nicht unbedingt, dass die Anfechtungen wunderschön sind. Oder, dass wir dann nur Freude haben, wenn die Anfechtungen wunderschön sind. Oder, dass wir dann nur Freudenstrahlen haben. Aber wir können uns trotzdem freuen, weil diese Bindung fester gemacht wird. Und weil wir eine Erfahrung haben, die ganz individuell mit Jesus ist. Da ihr wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Und wir lesen ja auch, hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen.

[41:39] ... Weißt du auch, wo die Verbindung ist? ...

[42:01] Es kommt nochmal vor, die 3 Scheffel, in 1. Mose 18, als Gott zu Abraham kommt. Die Geschichte, wo dann Sarah lacht. Und da nimmt sie auch 3 Scheffel Mehl da. Aus dem Kontext heraus würde es da wahrscheinlich für das Wort Gottes stehen. Was auch wieder Sinn macht. Wobei, ich glaube, hier hat es eine bisschen andere Bedeutung. Weil hier der Teig eindeutig für den Sünder steht. Aber ich denke, es ist auf jeden Fall eine Sache, die man weiter ausarbeiten oder studieren kann. Welche Bedeutung dahinter liegt.

[42:55] Wobei, die Hefe gibt ja Gott. Und ich denke, Gott weiß genau, wie viel Mehl da ist und dann weiß er genau, wie viel Hefe er geben muss.

[43:17] Es ist viel Arbeit. Ich glaube, das kann jeder aus eigener Erfahrung bezeugen, dass Gott viel Arbeit mit uns hat. Vielleicht noch im Grunde der Zeit eine Geschichte zum Abschluss. Ich habe über den Zweiten Weltkrieg nachgedacht. Ich dachte mir, wie spannend, da hat es so viele Geschichten verschiedener Menschen. Meistens denken wir, es sind die hässlichsten Seiten der Menschheit zum Vorschein gekommen. So etwas, worüber man gar nicht nachdenken will. Aber in genau der gleichen Zeit sind auch teilweise die schönsten Seiten der Menschheit zum Vorschein gekommen. Weil da Menschen waren, die haben ihr Leben riskiert, Folter riskiert, dass die Familie getötet wird, dass alle möglichen Leute, ja, die wussten ja auch nicht, wie es ausgeht. Die wussten nicht, ob sie das überleben oder nicht. Oder ob sie jetzt für den Rest ihres Lebens gefangen sind. Die haben alles riskiert, nur um anderen zu helfen. In genau der gleichen Zeit. Und das waren dann, ja, während auf der einen Seite das Bild Gottes im Menschen so zunichte gemacht wurde, dass man sich fragt, wo man denkt, das kann gar nicht zusammen sein, gibt es auf der anderen Seite dann Menschen, in denen, ja, der Charakter Christi so zum Leuchten kommt. Und die Menschen, die waren nicht dann plötzlich so. Die waren davor schon so. Und da hat es sich gezeigt. Und ich fand das so eine schöne Idee eigentlich, dass Gott selbst in so einer dunklen Zeit kann er was Schönes hervorbringen. Und wir wissen, dass es am Ende auch zwei Gruppen geben wird. Und ich möchte einfach nur euch aufrufen, mich selbst aufrufen, dass wir die Zeit jetzt nutzen. Dass wir jetzt schon solche Menschen sind durch die Gnade Gottes. Dass wir jetzt ernst sind, dass wir dann vorbereitet sind und dass Jesus dann auch in uns leuchten kann. Und dass er jeden Teil in unserem Leben, jeden einzelnen Charakterzug, jeden einzelnen Gedanken durchdringt. Dass überall diese kleinen Moleküle vom Sauerteig der Wahrheit sind. Lass uns uns das fest vornehmen.

[45:29] Lasst uns noch zum Abschluss beten miteinander. Lieber guter Vater im Himmel, ich danke dir so sehr, dass du an unseren Herzen wirkst und dass du auch nie damit aufhörst. Ich danke dir, dass du so große wunderbare Pläne für uns hast und dass du sowas Tolles und Gutes in uns siehst. Und ich danke dir, dass wir mit dir mitarbeiten können. Ich danke dir, dass du unsere Gedanken verändern möchtest und dass du durch diese veränderten Gedanken unser ganzes Leben reformieren möchtest. Ich möchte dich bitten, dass du uns bereit machst, dass du unser Herz öffnest, dass wir diesem Sauerteig der Wahrheit entgegennehmen können, dass wir genug Zeit haben, dass wir nicht vom Wahn der Weltzeit reingezogen werden, sondern dass wir fest bei dir bleiben. Und ich danke dir, dass du das tun wirst, dass wir auf dich vertrauen dürfen und dass wir im Namen Jesu beten dürfen. Amen.


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