Veröffentlicht am
618 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird das Gleichnis von der kostbaren Perle aus Matthäus 13 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die tiefere Bedeutung der Perle als Symbol für Jesus Christus und das Königreich Gottes. Er vergleicht das Gleichnis mit dem Schatz im Acker und hebt sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede hervor. Die Predigt betont die immense Kostbarkeit Jesu und die Notwendigkeit, ihn über alles andere im Leben zu stellen, um die Erlösung zu erlangen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[5:00] und dasselbe Wort in der Bibel manchmal verschiedene Dinge bedeuten kann, oder? Auf der anderen Seite gibt es manchmal verschiedene Worte, die dasselbe bedeuten können. Manchmal gibt es naive Bibelstudenten, die sagen: "Immer wenn dieses Wort vorkommt, ist genau das gemeint." Aber damit kommt man nicht weit. Wir müssen verstehen, so wie Jesus das auch uns hier zeigt, dass immer der Kontext entscheidend ist. Und ein und dasselbe Bild kann verschiedene Ideen ausdrücken, aber auch dieselbe Idee durch verschiedene Bilder ausgedrückt werden kann. Das fand ich ein sehr interessantes Bild, interessante Idee. Wenn wir also Bibel lesen wollen wie Jesus, sollten wir das bedenken.

[5:45] Nun, jetzt haben wir gesagt, da gibt es Parallelen zum Gleichnis vom Schatz im Acker. Was sind die Parallelen? Fassen wir zusammen: Was ist in beiden Gleichnissen gleich oder ähnlich? Da wird also, der verkauft etwas. Er verkauft nämlich, wie viel? Verkauft alles. Das ist ganz charakteristisch. In beiden Fällen verkauft derjenige alles, um das zu bekommen. Was haben wir noch für Parallelen? Ja, die kennen den Wert. Also es gibt einen kostbaren Fund, oder? Beide finden etwas Kostbares und wissen, dass es so viel wert ist. Ja, ganz genau. Kostbarer Fund? Ja, man muss es kaufen. Es ist zu kaufen. Es wird nicht geschenkt. In dem Sinne, man muss etwas einsetzen. Es muss gekauft werden, in beiden Fällen. Sowohl der Schatz, also der Acker muss gekauft werden, als auch die Perle muss gekauft werden.

[6:40] In beiden Fällen heißt es auch: Er findet es und dann geht er hin und verkauft. Habt ihr es gesehen? In beiden Fällen. Also der Mann findet den Schatz im Acker und dann geht er hin und verkauft alles, was er hat. Und der Kaufmann, der sucht Perlen, er findet eine und er geht hin. Er geht also quasi zurück und verkauft alles, was er hat. Also schon von der Sprache hat Jesus hier dieselbe Wahrheit so aus zwei Perspektiven betrachtet.

[7:03] Und das ist jetzt interessant, weil obwohl es sehr viele Parallelen gibt, es auch ein paar Unterschiede gibt. Was sind die Unterschiede zwischen dem Schatzgleichnis und dem Perlengleichnis? Was sind die Unterschiede? Ja, genau. Also der Schatz muss nochmal vergraben werden, um ihn kaufen zu können, weil der Acker muss gekauft werden. Nicht der Schatz, sondern der Acker wird komplett gekauft. Während die Perle muss man jetzt nicht vergraben, sondern die ist ja eh zum Verkauf. Okay, das ist ein Unterschied. Also vergraben und hier ist nicht vergraben, die Perle. Okay, was sind noch Unterschiede?

[7:41] Der eine suchte, der andere nicht. Ja, also der Mann auf dem Acker, der hat keinen Schatz gesucht erstmal, oder? Der wollte nur umgraben. Der stößt nicht zu viel, aber der stößt quasi drauf. Der will einfach nur Samen säen und ernten und findet den Schatz. Wir haben gesagt, das ist ein Beispiel für Leute, die einfach in der Bibel lesen, weil sie denken: "Naja, ich möchte mal wissen, was das Abendland so glaubt." Ja, oder ich möchte mich interessieren, ob das wahr sein könnte. Ja, die suchen jetzt nicht vielleicht nach dem ewigen Leben, die lesen die Bibel und finden beim Lesen den Schatz. Aber hier, also das war quasi mehr, er stößt drauf. Aber hier wird aktiv gesucht. Dieser Kaufmann, der geht nicht durch den Laden und sagt: "Ach, ich habe Lust, Geld auszugeben, mal sehen, was ich mir heute kaufen möchte", sondern er sucht was. Was sucht er? Was sucht der Kaufmann im Gleichnis? Vers 45, was sucht er? Er sucht Perlen. Er hat nur ein Ziel: Ich will Perlen kaufen. Er weiß schon, was er will und sucht danach. Das ist ein Unterschied, oder?

[8:51] Es gibt Menschen, die stoßen auf das Evangelium, weil ihnen irgendjemand eine Bibel in die Hand gibt und sie fangen an zu lesen und sagen: "Ja." Und dann gibt es Menschen, die wissen, was sie suchen. Sie suchen die Wahrheit, sie wollen wissen, wie sie ewig leben können. Es gibt Menschen, die suchen überall, bis sie finden, was gefunden werden soll. Und übrigens, wer findet den Schatz? Wie heißt, was ist das für ein Mensch? Ein Mensch, irgendein Mensch. Aber hier in dem Gleichnis ist es etwas Spezielles, nicht irgendein Mensch, sondern ein Kaufmann, also einer, der von Anfang an bereit ist, auch Geld auszugeben. Also der Mann ist irgendjemand, der findet den Schatz im Acker und denkt sich: "Hoi, ein Schatz! Was mache ich denn jetzt? Ich müsste verkaufen." Und jetzt kommt er erst auf die Idee, dass er etwas verkaufen könnte, um den Schatz zu finden, den Schatz zu haben. Während der Mann bei der Perle, der weiß von Anfang an: Wenn ich die beste Perle finde, werde ich verkaufen. Der hat also von Anfang an schon diesen Gedanken, dass er etwas verkaufen will. Dieses Kaufen, ein Käufer, ein Kaufmann.

[10:00] Nun, warum Perlen? Warum sucht der Kaufmann Perlen? Warum nicht einfach Gemüse? Ja, Perlen waren schon im Altertum sehr wertvoll. Heutzutage werden manche Perlen manchmal mit Millionen Dollar verkauft, besonders wenn sie groß sind. Vielleicht habt ihr das gehört, vor ein paar Jahren ist herausgekommen, wie ein, ich glaube, in den Philippinen, aber ich könnte mich irren, ein Fischer hatte eine gigantische Perle gefunden und er wusste nicht, wie wertvoll die ist und hat die zehn Jahre unter seinem Bett versteckt gehabt. Man hat dann geschätzt, die war so 100 Millionen Dollar wert oder so. Also Perlen sind sehr, sehr wertvoll.

[11:09] Ja, genau, da kommen wir gleich zu, ganz genau. Weiß jemand von euch zufällig, was das griechische Wort für Perle ist? Ihr kennt das Wort vielleicht, das ist das Wort Margarita und daher kommt der Name Margarete, ja, eine Perle. Das wurde dann schon später von den Römern auch verwendet für eine besonders liebe Frau. Nicht, weil sie eine Frau besonders liebt, das war ihre Margarita, ihre Perle sozusagen.

[11:37] Jetzt, ihr habt es schon angesprochen, wo kommen Perlen bei Jesus vor? Hat Jesus schon mal über Perlen gesprochen im Evangelium? Wo? Genau, wer mag das vorlesen? Matthäus 7, Vers 6.

[11:56] "Gebe das Heilige nicht den Hunden und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie nicht etwa mit ihren Füßen sie zertreten und sich umwenden und euch zerreißen." Okay, also wofür steht die Perle hier? Wofür steht die Perle? Ja, es steht eigentlich für das Heilige, das Heilige, was den Jüngern anvertraut worden ist, das Evangelium.

[12:29] Und jetzt hast du richtig gesagt, in der Offenbarung werden die Perlen beschrieben. In der Stadt Jerusalem, schaut mal in Offenbarung 21, was genau, welche architektonische Funktion übernehmen denn die Perlen in Offenbarung 21, Vers 21? Wer mag das mal lesen? Offenbarung 21, Vers 21.

[12:53] "Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eins der Tore bestand aus einer einzigen Perle und die Straße der Stadt war reines Gold wie durchsichtiges Glas." Okay, das heißt, die Perle hier, wofür steht die Perle hier in Neu-Jerusalem? Die Tür. Es ist der Eingang nach Neu-Jerusalem, das ist der Zugang zum Baum des Lebens sozusagen. Das heißt, die Perle, es ist kein Zufall, dass ausreichend Perlen verwendet werden, denn die Perle markiert den Weg zum Baum des Lebens, den Weg zum Thron Gottes, den Weg zu unserer ewigen Wohnung. Die Perle ist der Zugang.

[13:41] Das heißt, wonach sucht der Mann eigentlich, wenn er nach Perlen sucht? Er sucht eigentlich nach dem, was ihm Zugang verschafft zum Baum des Lebens. Er sucht den Zugang zum ewigen Leben, zu dem, wonach er sich eigentlich sehnt. Schaut mal mit mir in Epheser 3 und dort Vers 8. Bevor wir da lesen, kann mir jemand sagen, wer ist denn der Zugang zum Neuen Jerusalem? Wer ist die Tür? Wer ist das Tor? Wer ist der Weg, die Wahrheit und das Leben? Es ist Jesus. Jesus ist die eine Perle, um die es geht. Er ist die kostbare Perle.

[14:33] Und so sagt es Epheser 3 und was haben wir gesagt? Vers 8. Epheser Kapitel 3, Vers 8. Schaut mal, Epheser 3, Vers 8.

[14:44] "Mir, dem Allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen." Was heißt denn unausforschlich? Untergründlich, unfassbar, unmessbar, ein Reichtum, der alles in den Schatten stellt. Jesus ist nicht nur eine Person, die auf Erden gelebt hat. Jesus ist nicht nur eine theologische Idee. Jesus ist das Kostbarste, das Wertvollste, was es überhaupt gibt.

[15:33] So wertvoll, dass eigentlich auch der Vergleich mit der Perle eher ein schwacher Vergleich ist, weil alle Vergleiche mit Jesus sind ein schwacher Vergleich. Das Lamm ist auch ein schwacher Vergleich für Jesus. Das Heiligtum war ein schwacher Vergleich für Jesus. Egal, womit man Jesus vergleicht, es fällt immer ab. Aber die Perle soll halt diese Kostbarkeit ausdrücken. Aber die Bibel sagt uns deutlich, dass die Weisheit, die Jesus ausdrückt, viel mehr ist als Perlen. Schaut mal in Hiob 28 und dort Vers 18. Hiob 28, Vers 18. Wer mag das dann mal lesen? Hiob 28 und dort Vers 18.

[15:59] "Korallen und Kristall gelten nichts gegen sie und der Besitz der Weisheit geht über Perlen." Genau, die Weisheit ist wer in den Sprüchen in Hiob? Es ist immer Jesus, oder? Er ist die Weisheit und die Weisheit ist viel mehr eigentlich als Perlen.

[16:29] Ellen White sagt das so wunderbar. Sie sagt hier: "Christus selbst ist die kostbare Perle. In ihm ist die Herrlichkeit des Vaters zusammengefasst, die Fülle der Gottheit. Er ist die Herrlichkeit des Vaters und das ausdrückliche Bild seiner Person. Die Herrlichkeit der Eigenschaften Gottes sind ausgedrückt in seinem Charakter." Dann sagt sie: "Achtung, jede Seite der Bibel scheint von seinem Licht." Ist dir das bewusst, dass in jeder Seite der Bibel das Licht von Jesus scheint? Die Gerechtigkeit Christi, so rein wie eine weiße, reine Perle, hat kein Fehler, kein Makel. Kein menschliches Werk kann dieses große und kostbare Geschenk Gottes verbessern. Es ist ohne Makel. Christus ist einfach unfassbar wertvoll.

[17:31] Und dann sagt sie: "Alles, was die Bedürfnisse und Wünsche der menschlichen Seele befriedigen kann, in dieser Welt und in der zukünftigen Welt, ist in Christus gefunden." Was sie sagt ist: Alles, was du brauchst in dieser Welt und in der zukünftigen Welt, was deine Bedürfnisse angeht, was deine Wünsche angeht, was deine Freuden angeht, alles ist kompakt in Jesus. Unser Erlöser ist die Perle, so kostbar, dass im Vergleich alles andere wie Verlust ist, sagt sie.

[18:23] Und darum geht es im Gleichnis zuallererst: Wie wertvoll ist uns Jesus? Wie wertvoll? Ja, im Kolosser, Kapitel 2, fand ich diesen Gedanken, dass in Christus, in dem sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Auch alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis. Ja, genau, diese Idee hatten wir schon beim Schatz im Acker. In Jesus, in der Bibel sind all diese Schätze verborgen. Das ist ja genau das, was wir gesagt haben: Der Mensch, der anfängt, die Bibel zu lesen, entdeckt einen Schatz, der viel größer ist als das, was er erwartet hat. Er denkt, er geht auf einen Acker und findet diesen Schatz.

[19:01] Aber dieser Mann, der sucht nach Perlen. Das heißt, dieser Mann, der gehört zu der Gruppe von Menschen, die aufrichtig, die aktiv nach Wahrheit suchen. Die Menschen, die sich schon in ihrem heidnischen Zustand sagen: "Es muss doch irgendwo echte Gerechtigkeit geben, echte Liebe, echte Wahrheit." Und Ellen White sagt: "Es gab in verschiedenen Nationen immer wieder ernste und gedankenvolle Menschen, nachdenkliche Menschen, die in der Literatur und in der Wissenschaft und in verschiedenen Religionen das gesucht haben, was man als den Schatz der Seele empfangen könnte." Die haben die Philosophien studiert, die haben die Naturwissenschaften studiert, die haben die Künste studiert und haben das gesucht, was dieses Loch im Herzen irgendwie stillen könnte.

[19:49] Und dann sagt sie: "Unter den Juden gab es solche, die nach dem gesucht hatten, was sie nicht hatten. Sie waren enttäuscht von der formalen Religion. Sie haben sich nach dem gesehnt, was geistlich und erhebend ist." Und dann sagt sie: "Die Jünger Jesu gehörten zu dieser Gruppe. Cornelius und der Äthiopier gehörten zu den Heiden, die nachgesucht haben. Und sie alle haben nach Licht vom Himmel gebetet. Und als sie Christus gefunden haben, haben sie ihn gerne angenommen."

[20:23] Und das ist, glaube ich, ein sehr entscheidender Punkt. Jesus beschreibt hier, wie Menschen gerne Jesus annehmen, wenn sie sich bewusst machen, wonach sie eigentlich suchen, was ihnen fehlt. Mir kommt der Gedanke, dass in Sprüche 23 steht geschrieben: "Kaufe die Wahrheit und verkaufe sie nicht." Ja, genau. Weil die Wahrheit ist auch etwas mit dem Schatz zu tun und wir sollen es nicht verkaufen. Und in Offenbarung steht genau auch etwas, dass wir sollen kaufen.

[20:57] Jetzt bleiben wir bei dem Kaufmann. Warum kauft normalerweise ein Kaufmann Güter ein? Wozu kauft er die normalerweise ein? Zum Handeln. Das heißt, normalerweise kauft er etwas ein, um es dann damit, was damit zu machen? Wieder zu verkaufen und zwar mit größerem Gewinn, weil er ja einfach Geld machen will. Das heißt, der normale Kaufmann, der handelt mit den Gütern nicht, weil ihm die Güter so wertvoll sind, sondern weil er Geld machen will. Und das Wort für Kaufmann kommt sonst in der Bibel nur noch in einem anderen Kapitel vor, nämlich in Offenbarung 18, wo die Kaufmänner auch mit Perlen und Gold und Steinen und allem Möglichen handeln, mit der Hure Babylon, aber nicht wegen, sondern einfach um reich zu werden. Aber dieser Kaufmann ist anders. Er kauft die Perle nicht, um zu sagen: "Jetzt habe ich etwas, das ich meistbietend verkaufen kann." Er kauft die Perle der Perle wegen. Das ist ein wichtiger Punkt. Der Mann hat Interesse an der Perle selbst, nicht, dass er durch die Perle einen größeren Gewinn hat.

[21:57] Das macht einen Unterschied. Hört gut zu, das macht einen Unterschied, ob ich Christus annehme, weil ich dadurch persönlich einen Vorteil habe, oder ob ich Christus annehme, weil Christus Christus ist, weil er einfach so ist, wie er ist. Das ist mir die Idee. Er kauft die Wahrheit und verkauft sie nicht.

[22:24] Judas wollte Jesus kaufen, aber auch verkaufen, kann ich mir vorstellen. Ja, ganz genau, weil Judas war bei Jesus, weil er einen Vorteil daraus gesucht hat. Er war ein Typ vom anderen Kaufmann. Er war nicht dieser Kaufmann.

[22:42] Schaut bei mir in Sprüche 2 und dort Vers 4. Sprüche 2 und dort Vers 4.

[22:49] Sprüche 2 und dort Vers 4. Da geht es um die Weisheit. "Wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen."

[23:10] Dieser Kaufmann, der sucht, der sucht nach der Perle, der will die besten Perlen finden, die es gibt. Wenn du suchst wie nach Silber, wenn du nach ihr forschst wie nach Schätzen, was wird passieren? Dann wirst du die Furcht des Herrn erkennen, verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Übrigens, ich habe heute noch gefunden, hätte eigentlich zum letzten Mal gepasst, auch die Furcht des Herrn wird als ein Schatz beschrieben, den man finden kann. Die Furcht des Herrn. Ihr wisst ja, das Evangelium beginnt mit den Worten: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."

[23:41] Und wenn wir danach suchen, werden wir finden. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der aufrichtig nach Wahrheit sucht und sie nicht findet. Keinen Menschen, der aufrichtig nach Liebe sucht und sie nicht findet. Keinen Menschen, der aufrichtig nach Gerechtigkeit sucht und sie nicht findet, denn Jesus sagt: "Wenn ihr mich suchen werdet von ganzem Herzen, dann werdet ihr mich finden." In der Apostelgeschichte sagt Paulus in Apostelgeschichte 17: "Ihr müsst nur tasten, wenn ihr umhertastend ihn sucht, werdet ihr ihn finden, denn er ist nicht fern von euch."

[24:15] Was die meisten Menschen nicht machen: Sie suchen gar nicht. Sie sind zufrieden mit ihrem Leben, sie glauben das, was andere ihnen gesagt haben, sie denken nicht nach, sie suchen nicht, sie haben kein Interesse an der Wahrheit. Die Bibel macht es sehr deutlich: Egal, wo du bist, egal, was dein Zustand ist, deine Herkunft, deine Bedingungen, wenn du aufrichtig suchst, wirst du finden.

[24:37] Ja, mir kommt der Gedanke, dass Ellen White schreibt in einem Buch, glaube ich, Patriarchen und Propheten, dass die Menschen nicht nur deshalb verloren gehen, weil sie vielleicht an eine Lüge geglaubt haben, sondern weil sie nicht das Interesse haben, die Wahrheit zu suchen und zu schätzen. Das ist der zweite Thessalonicher 2, wo es heißt in Vers 10: "Dass sie umkommen, weil sie keine Liebe zur Wahrheit hatten, durch die sie hätten gerettet werden können." Wir müssen nicht die Wahrheit kennen, wir müssen erstmal nur Liebe zur Wahrheit haben, weil wenn wir Liebe zur Wahrheit haben, kann uns der Heilige Geist in alle Wahrheit führen. Und das ist das, was ganz entscheidend ist.

[25:08] Jetzt schaut mal in Sprüche im nächsten Kapitel, in Sprüche 3 und dort Vers 13. Sprüche 3 und dort Vers 13.

[25:23] "Wohl dem Menschen, der was findet? Weisheit findet. Die Weisheit, Christus, die Perle, das Evangelium. Der Weisheit findet, dem Menschen, der Einsicht erlangt." Jetzt schaut mal her: "Denn ihr Erwerb ist besser als Gelderwerb und ihr Gewinn ist mehr wert als feines Gold. Sie ist kostbarer als Perlen und alle deine Schätze sind dir nicht zu vergleichen."

[25:49] Und jetzt kommt es: "In ihrer Rechten ist was? Langes Leben. In ihrer Linken: Reichtum und Ehre. Ihre Wege sind lieblicher Wege und alle ihre Pfade: Frieden." Sie ist ein Baum des Lebens, den sie ergreifen und wer sie festhält, ist glücklich zu preisen.

[26:07] Der Salomo sagt: Wenn du im Geschäft des Lebens die Weisheit findest, kauf sie. Denn die Weisheit hat ein paar Dinge, die dich wirklich interessieren sollten. In ihrer rechten Hand ist langes Leben, in ihrer linken Reichtum und Ehre.

[26:28] Was für ein langes Leben ist denn damit gemeint, wenn wir die Weisheit kaufen? Ewiges Leben. Was für ein Reichtum und was für eine Ehre sind denn gemeint, wenn wir die Weisheit kaufen? Der Reichtum des Universums und die Ehre, einmal in der Stadt Gottes, beim Thron Gottes, im Zentrum des Universums zu wohnen, mit Jesus auf seinem Thron zu sitzen. Die höchste Ehre, die man einem geschaffenen Wesen nur geben kann.

[27:02] Ewiges Leben und Reichtum, unvorstellbarer Reichtum. Das Problem ist, die meisten Menschen sehen das nicht. Sie sehen nur ein Buch mit 66 Büchern, eine Person, die vor 2000 Jahren gelebt hat, die am Kreuz gestorben ist. Sie sehen nicht die Perle.

[27:23] Und Salomo sagt: Wenn du die Weisheit findest, schau sie dir genau an. Wenn du genau hinschaust, siehst du, die gibt dir ewiges Leben, die gibt dir den größten Reichtum, die gibt dir die größte Ehre, die gibt dir Frieden.

[27:37] Hey, wonach suchen die Menschen in diesem Leben? Suchen sie nicht nach längerem Leben, nach Reichtum, nach Ehre, suchen sie nicht nach Frieden, suchen sie nicht nach, dass ihre Wege gut sein werden? Und was Salomo sagt: All das, was du als Mensch dir wünschst, ist in der Weisheit drin, in dieser einen Perle. Such sie und kauf sie.

[28:11] Genau, also mit anderen Worten, wir bekommen all das, wir bekommen das ewige Leben, wir bekommen die Krone und den ganzen Reichtum Neu-Jerusalems, weil wir uns für Jesus entschieden haben, oder? Für die Liebe Gottes. Was sagt die Bibel sofort? Was sagt die Bibel? "Wer den Sohn hat, hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht."

[28:38] Deswegen kommt es, ihr Lieben, zuallererst in unserem Leben auf eine Sache an: Jesus zu haben. Wenn wir Jesus haben, haben wir alles. Wenn wir Jesus nicht haben, ist auch egal. Also dann ist der Rest auch egal. Dann ist egal, was wir sonst haben, weil ohne Jesus kommen wir nicht hinein. Wir müssen Jesus haben.

[29:22] Übrigens, wir haben letztes Mal schon darüber gesprochen, mit dem Verkaufen. Der geht hin und verkauft alles, was er hat. Ist es nicht so, dass das Evangelium ein Geschenk ist? Warum sagt sowohl das Gleichnis vom Schatz im Acker, als auch das Gleichnis von der Perle, also Jesus macht den Punkt ja wiederholt, dass man nicht nur es kaufen muss, man muss es sogar mit allem kaufen. Es reicht für ihn nicht, die Hälfte seines Besitzes zu geben, man muss all seinen Besitz haben, um diese Perle zu haben. Warum kaufen? Was würdet ihr sagen? Ist das ein Widerspruch zu der Idee, dass das Evangelium umsonst ist? Ein Geschenk?

[30:02] Ja, genau. Aber wie? Wie muss man das verstehen? Um etwas in eine Hand zu bekommen, muss man sie vorher leer haben. Ich muss bereit sein, mein altes Leben komplett aufzugeben, um das Geschenk des ewigen Lebens bekommen zu können. Absolut.

[30:22] Das heißt, die Idee ist, ich kann es mir nicht verdienen. Ich kann nicht so und so viel geben, dass Gott sagt: "Na okay, jetzt gebe ich es dir doch." Wie sagt die Bibel in Jesaja 55: "Kommt her und kauft ohne Geld." Also nicht mit Geld sollen wir kaufen, sondern womit sollen wir es dann kaufen? Mit uns selbst.

[30:43] Die Währung, mit der man die Weisheit kauft, ist nicht Gold und nicht Silber und auch nicht die eigenen Leistungen, sondern unser Wille. Ellen White spricht von dem willigen Gehorsam.

[31:04] Schaut mal, was sie sagt. Sie sagt: "Wir müssen uns selbst Christus geben, ein Leben des willigen Gehorsams, allen seinen Anforderungen leben. Alles, was wir sind, alle Talente, alle Fähigkeiten, die wir besitzen, gehören dem Herrn und sie sollten seinem Dienst geweiht werden." Wenn wir uns so ihm völlig geben, wird Christus sich mit allen Schätzen des Himmels uns geben. Dann erhalten wir die kostbare Perle.

[31:41] Also, wir finden Jesus und wir sagen: "Was alles ich bin, habe, ist alles deins." Und so bekommen wir Jesus. Wer macht das bessere Geschäft? Jesus oder wir? Jesus bekommt uns, aber wir bekommen Jesus. Das ist ein interessantes Geschäft.

[32:02] Und was bedeutet es, alles zu geben? Könnt ihr euch daran erinnern, was wir gesagt haben? Was bedeutet es, alles zu geben? Erinnert euch, Petrus, der sagt: "Haben wir nicht alles verlassen?" Hatte Petrus alles verlassen zu dem Zeitpunkt? Hat er schon alles gegeben, was man geben konnte? In seinen Augen schon. Petrus war nicht wie Ananias und Saphira, der gesagt hat: "Ja, ja, ich habe alles gegeben, aber ich weiß, was ich zurückbehalten habe." Petrus glaubte zu dem Zeitpunkt ernsthaft, dass alles, was er geben kann, er gegeben hat.

[32:35] Und jetzt ist der Punkt: Alles, der Begriff alles, verändert sich im Laufe unseres Lebens. Als Abraham seine Familie in Ur zurückließ, hat er alles gegeben. Als er später das Haus seines Vaters in Haran zurückließ, hat er auch alles gegeben. Er hatte noch keine Idee, dass er mal seinen Sohn geben soll. Das wäre für ihn noch unvorstellbar. Denn je mehr wir Gott näher kommen, desto mehr verstehen wir, was alles bedeuten kann.

[33:05] Das heißt, ich kann jetzt in meinem Leben schon bereit sein, alles zu geben. Aber vielleicht gibt es manche Dinge, von denen ich noch gar nicht ahne, dass ich sie auch geben soll. Und Gott wird mir das dann irgendwann zeigen. Und wenn ich jetzt alles gebe, was ich mir bewusst bin, kann ich ihm später noch mehr geben. Das ist ja auch ein Wachstumsprozess. Die Idee ist sozusagen: Alles ist immer alles, was mir jetzt schon als alles bewusst ist. Aber Gott, das sehen wir bei Abraham, das sehen wir bei Petrus, das sehen wir bei Johannes. Irgendwann waren diese Menschen bereit, sogar ihr eigenes Leben zu geben. Aber das waren sie nicht am Anfang bereit. Sondern dieser Begriff, alles, wird immer größer, je mehr wir mit Jesus leben.

[33:48] Ich komme an das Wort, das Leben zu geben, weil Jesus sagte zu Petrus: "Wenn du dich einmal bekehrst." Also, wir wissen, dass Petrus wollte Jesus den Kreuz nicht sehen. Und da musste er noch sich hier bekehren. Und in seinem Brief, da merken wir, er ermutigt sogar andere, diesen Weg zu gehen.

[34:06] Ich möchte ein Zitat noch vorlesen von Ellen White, das ist sehr interessant. Sie sagt: "Es gibt einige", das hat mich sehr bewegt und ich denke, es wird euch auch bewegen und auch die, die ihr zuschaut. Sie sagt: "Es gibt einige, die immer nach der himmlischen Perle zu suchen scheinen, aber sie machen keine vollständige Übergabe ihrer falschen Gewohnheiten. Sie sterben nicht ihrem eigenen Ich ab, der mit Christen leben kann. Deswegen finden sie die kostbare Perle nicht. Sie haben nicht ihre unheiligen Ambitionen überwunden, ihre Liebe für weltliche Attraktionen. Sie nehmen nicht das Kreuz auf sich und folgen Christus in dem Pfad der Selbstverleugnung und des Opfers." Dann sagt sie: "Sie sind beinahe Christen, aber keine völligen Christen. Sie scheinen dem Königreich des Himmels nahe, aber sie können nicht hineingehen."

[35:00] Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Menschen können nach etwas suchen. Es gibt Menschen, die wollen immer Christen werden, aber sie entscheiden sich nicht dazu, Christen zu werden. Es ist die Wichtigkeit, dass wir wirklich sagen: Ich möchte Christin werden. Ich möchte Christ werden.

[35:28] Es ist wichtig, dass wir sagen: Ich möchte Jesus in meinem Leben haben. Was immer das an Konsequenzen für meinen Alltag, für mein Hobby, für meinen Beruf, für meine Beziehung hat, Jesus soll die Nummer 1 sein. Und das ist das, was einen Christen am Ende ausmacht. Paulus sagt: "Ich rühme mich des Kreuzes, durch das ich der Welt und die Welt mir gestorben ist."

[35:56] Und dann sagt Ellen White etwas ganz Großartiges, das habe ich mir fett angeschrieben, fett ausgedrückt. Sie sagt: "Wir können die Erlösung nicht erarbeiten, aber wir können sie suchen, mit solch einem Interesse und mit solch einer Ausdauer, als ob wir alles andere in der Welt dafür aufgeben würden." Sie sagt: "Wir können es nicht verdienen, aber was wir machen können, wir können uns das wünschen, nach dem Evangelium suchen und so sehr dafür interessieren, als wäre uns alles andere in der Welt egal." Dass das Evangelium die absolute Priorität ist und dann bekommen wir es als Geschenk. Aber kaufen können wir es nicht. Wir können es nicht verdienen. Aber das ist diese Einstellung von dem Kaufmann, der hat gesucht, der wollte die schönste Perle finden. Und so sollten wir auch sein.

[36:52] Das ist die zweite Bedeutung von dem Gleichnis. Man kann das Gleichnis umdrehen. Weil in diesem Gleichnis, so wie wir es jetzt verstanden haben, und das ist auch richtig so, ist der Kaufmann der Mensch und die Perle ist Christus. Kann man dieses Gleichnis auch umdrehen? Ja? Ja. Das ist der Unterschied. Vorher war das Reich der Himmel gleich der Himmel, vorher der Schatz. Vorher war das Reich der Himmel wiederum gleich der Zeit der Himmel einer Perle. Aber das Gleichnis ist nicht eine Perle, sondern ein Kaufmann. Ja, möglicherweise meint es einfach grundsätzlich einen Kaufmann, der Perlen findet. Aber es ist eine interessante Beobachtung.

[37:38] Ellen White sagt, das Gleichnis hat auch die anderweitige Bedeutung. Der Kaufmann steht auch für Christus. Und wer ist die Perle? Hier. Christus sucht Seelen, die er retten kann. Sie beschreibt das so wunderbar schön. Sie sagt: "Christus, der himmlische Kaufmann, sucht gute Perlen und er sah in der verlorenen Menschheit die kostbare Perle. Im Menschen, ruiniert und verdorben durch die Sünde, sah er die Möglichkeiten der Erlösung. Herzen, die der Kampf ist, der Schlachtgrund des Konfliktes mit Satan gewesen sind, sind gerettet worden durch die Kraft der Liebe und sind dadurch kostbarer als dem Erlöser, als diejenigen, die nie gefallen sind."

[38:30] Mit anderen Worten, als Jesus durch das Universum schaut und er sieht die Engel, die ungefallenen Welten, all die verschiedenen Wesen und die Menschen, dann sieht er, als alle ungefallenen Wesen, deswegen sind die erlösten Menschen das Kostbarste in den Augen Jesu, was es im ganzen Universum gibt. Und dann sagt sie: "Gott schaute auf die Menschheit, nicht als böse und unwürdig, er schaute auf die Menschheit in Christus und sah, was sie bekommen würden durch erlösende Liebe. Und dann wurden sie zu dieser kostbaren Perle."

[39:10] Und dann sagt sie, was Gott sagt, was sie sagt: "Er, Gott, nahm alle Reichtümer des Universums zusammen, er sammelte alle Reichtümer des Universums und legte sie nieder, um diese Perle zu kaufen." Also, mit anderen Worten, Gott sagt: "Mensch, wenn ich diese Menschen retten könnte, ein erlöster Mensch, wäre das Kostbarste, was es gibt." Ich meine, es gibt Seraphim, es gibt Cherubim, es gibt ungefallene Welten, aber Gott sagt: "Wenn ich einen Sünder wieder zur Heiligkeit zurückbringen könnte, das wäre das Kostbarste der Welt. Was muss ich dafür geben?" Er hat sich umgeschaut, er hat alles eingesammelt, was er nur hatte, den ganzen Himmel, sagt Ellen White, und hat ihn in ein Geschenk verpackt, nämlich in Jesus.

[39:52] Alles gegeben, was er hatte. Er hat buchstäblich alles verkauft. Sich selbst hat er gegeben. Das, was wir tun müssen, nicht wahr? Wir geben uns, weil er sich uns gegeben hat. Und dann sagt sie: "Und Jesus, der uns gefunden hat, wird diese Perle auf sein Diadem stecken." Kennt ihr die Bibeltexte, die sagen, dass wir wie Edelsteine sein werden, nicht wahr? In seiner Krone und so weiter.

[40:24] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Wir sind gleich am Ende. Welche von den beiden Auslegungen des Gleichnisses, sind beide richtig und beide wichtig? Welche von den beiden ist für unser praktisches Leben wichtiger? Die Auslegung, dass wir der Kaufmann sind und die Perle Jesus? Oder die Auslegung, dass der Kaufmann Jesus ist und die Perle wir? Welche ist für den praktischen Alltag entscheidender? Ihr dürft offen eure Meinung sagen. Was würdet ihr denken? Erste oder zweite? Ihr müsst euch entscheiden, weil Ellen White sagt, eine von den beiden ist wichtiger. Erste? Zweite?

[41:08] Ellen White sagt, es ist die Erste. Sie sagt, es ist entscheidender, dass wir Zeit damit verbringen, wie wertvoll Jesus für uns ist. Es ist natürlich enorm wichtig, dass wir wissen, dass wir wertvoll sind in den Augen Jesu, aber sie sagt, für das praktische Leben müssen wir besonders, wir müssen mehr darüber nachdenken, wie wertvoll Jesus für uns ist, als wie wertvoll wir für Jesus sind.

[41:34] Ich würde mal behaupten, der zweite Gedanke, der ist uns eher noch... Mit diesen Gedanken muss man sich nicht so sehr bemühen, weil der gefällt einem, oder? Das ist ja ein schöner Gedanke, dass wir so wertvoll sind. Das ist wichtig, das ist eine Grundlage. Aber der Gedanke, um den wir oft mehr kämpfen müssen, ist der, dass Jesus uns so wertvoll ist. Versteht ihr, was ich meine?

[41:54] Das heißt, diese Idee, dass Jesus so wertvoll ist, ist die Idee, die wir uns immer wieder vor Augen halten müssen. Weil die andere Idee, die macht uns... Also die Idee, dass wir so wertvoll sind, die wärmt unser Herz, die ist die Grundlage des Evangeliums. Aber die Idee, dass Jesus so wertvoll ist, die führt ja dazu, dass wir bereit sind, Dinge aufzugeben. Also das eine sagt uns, wir sind so wertvoll, deswegen war Jesus bereit, alles aufzugeben. Aber im Umkehrschluss müssen wir vor allem darüber nachdenken: Wenn Jesus mir so wertvoll ist, was bin ich bereit aufzugeben? Was bin ich bereit zu verkaufen?

[42:52] Ellen White sagt da noch am Ende im Evangelium, sie sagt: Jesus war ja auf der Welt, da hat er 3,5 Jahre gewirkt und als er predigte, haben viele Menschen noch nicht seinen Wert erkannt. Aber wann, zu welcher Zeit haben die Menschen plötzlich erkannt, dass er diese kostbare Perle ist? Wann war das, als die Menschen plötzlich den Reichtum seiner Schönheit, diesen unausforschlichen Reichtum erkannt haben? Als er im Grab lag und alle gemerkt haben, jetzt fehlt uns was. Ja, im Grab schon, aber es gab einen Zeitpunkt noch etwas später, wo plötzlich die Menschen gesagt haben: "Er ist es!" Wann war das? Als plötzlich an einem Tag 3000 Menschen sich taufen lassen. Als der Heilige Geist kommt und Petrus sagt: "Den Jesus, den ihr gekannt habt, der hier durch die Straßen von Jerusalem gelaufen ist, er ist jetzt im Himmel, sitzt zur Rechten Gottes, er ist unser Hoher Priester."

[43:50] Und als die Menschen plötzlich vom Heiligen Geist erleuchtet haben, die Lehren Jesu und die Worte Jesu und das Leben und die Heilungswunder plötzlich gesehen haben in der wirklichen Bedeutung, da waren sie bereit, alles aufzugeben. Priester haben sich bekehrt, oder? Priester waren bereit, ihr Leben aufzugeben. Saulus hat sich später bekehrt.

[44:08] Was ich damit sagen will, was sie sagen will ist: Wodurch erkennen wir, dass Jesus die Perle ist? Es ist durch das Wirken des Heiligen Geistes. Wenn der Heilige Geist in unserem Leben ist, werden wir plötzlich Jesus eine Schönheit und einen Glanz und eine Kraft und eine Herrlichkeit sehen, die wir ohne den Heiligen Geist so nicht sehen würden.

[44:34] Und dann sagt sie, das, was zu Pfingsten sich ereignet hat, wird sich noch mal ereignen. Menschen werden noch einmal im großen Stil Jesus als die kostbare Perle sehen. Was werden sie machen? Was macht ein Mensch, wenn er Jesus als die kostbare Perle sieht, die ihm ewiges Leben gibt und Reichtum und Ehre und Frieden im Herzen, Vergebung, alles? Was macht ein Mensch, wenn er das sieht, was Jesus für ihn tun kann? Er verlässt alles.

[45:06] Und Leute werden Babylon verlassen, die werden ihre Familie verlassen, Leute werden bereit sein, ihre Sünden zu verlassen für Jesus. Seht ihr, das Ding ist ja, Überwindung von Sünde ist nur dann möglich, wenn ich etwas habe, was mir wichtiger wird als die Sünde. Dann werde ich die Sünde überwinden, wenn ich etwas habe, was mir so wichtig ist, dass ich es unbedingt behalten möchte. Und dazu brauchen wir den Heiligen Geist.

[45:34] Seht ihr, ich glaube ganz ehrlich, dass wir wahrscheinlich viel von Jesus wissen und viel über Jesus reden. Aber ich glaube, wir brauchen noch mehr Erfüllung mit dem Heiligen Geist, dass Jesus für uns diese kostbare Perle ist. Dass alles andere unwichtiger ist als Jesus.

[46:02] Ich möchte heute sagen: Jesus soll für mich in meinem Leben das A und O, das größte, beste, wichtigste, kostbare Perle sein. Das ist euer Wunsch. Und auch gemeinsam mit den Kindern umbeten.

[46:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass du durch deinen Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Und dass du in deinem Wort uns so zu dir ziehst. Herr, wir möchten dich als die oberste Priorität in unserem Leben haben. Erfülle du uns mit dem Heiligen Geist, dass nicht nur am Sabbat und Dienstagabend, sondern jeden Tag dein Wesen, deine Person, deine Taten in unserem Leben das Wichtigste sind, wohin unsere Gedanken fast automatisch sich hinbewegen. Herr, wir danken dir so sehr für das, was du für uns tust. Und wir wollen gerne das aufgeben, was uns hindert, dir ganz nachzufolgen. Mach uns dazu bereit. Befähige du uns. Und bewahre uns. Im Namen Jesu. Amen.

[47:38] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2019 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.