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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Schatz im Acker aus Matthäus 13 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, warum Jesus in Gleichnissen sprach und wie diese Geschichten tiefere Bedeutungen bergen, die oft über das Offensichtliche hinausgehen. Es wird die Wichtigkeit des Zuhörens und des Suchens nach verborgenen Schätzen in der Bibel und im Leben Jesu betont, um die wahre Kraft des Evangeliums zu erkennen und unser Leben danach auszurichten.

In dieser Predigt wird das Gleichnis vom Schatz im Acker aus Matthäus 13 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, warum Jesus in Gleichnissen sprach und wie diese alten Geschichten eine tiefere Bedeutung für uns heute haben. Er zeigt auf, dass der Schatz das Evangelium und die Kraft Gottes repräsentiert, die in der Bibel verborgen liegt. Die Predigt ermutigt dazu, aufmerksam zuzuhören und sich intensiv mit Gottes Wort zu beschäftigen, um diesen verborgenen Schatz zu finden und bereit zu sein, alles dafür hinzugeben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt. Wir wollen heute das Gleichnis vom Schatz im Acker besprechen. Und wenn ihr jetzt live dabei seid und letzte Woche live dabei wart, werdet ihr sagen: Meine Güte, ich glaube, ich habe ein Déjà-vu. Das haben wir letzte Woche schon gemacht. Wir haben uns aber entschieden, nachdem es von meiner Seite nicht so gut gelungen ist, es nochmal zu machen und ein bisschen besser vorbereitet vorzutragen. Und wenn ihr es also schon gehört habt, hört nochmal zu. Es gibt noch viel Neues zu entdecken und zu lernen. Und wir wollen gemeinsam beginnen mit einem Gebet und dann mit dem Studium beginnen.

[1:17] Lieber Vater im Himmel, hab herzlichen Dank, dass du unser Lehrer bist und dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Wir möchten jetzt hören, was du uns zu sagen hast. Wir möchten uns erfüllen lassen mit deinem Heiligen Geist, uns leiten lassen in alle Wahrheit und verstehen, was wir im Alltag erleben können, wenn wir uns einfach mit dir beschäftigen. Bitte sprich du jetzt zu uns, halte alle Störende fern und wir danken dir für die Kraft, die in deinem Evangelium steckt. Im Namen Jesu, Amen.

[2:01] Als kleine Neuerung, wir haben das gerade im Offenbarungsseminar schon gehabt, werden wir auf vielfachen Wunsch der Livestream-Zuschauer jetzt auch Redebeiträge, vor allem auch Bibelverse aus dem Publikum mit Mikrofon haben. Und wir testen das gleich mal aus. In Matthäus 13 und dort Vers 34 und 35 haben wir erst einmal noch einen Text, den wir anschauen wollen: Matthäus 13, Vers 34 und 35. Bevor wir dann gleich zu dem Gleichnis kommen, wollen wir diesen Abschnitt noch hier gemeinsam studieren, der nach dem Gleichnis vom Sauerteig hier in Matthäus steht. Ist jemand schon bereit für Matthäus 13, 34 und 35?

[2:40] "Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist, der spricht: Ich will meinen Mund zu Gleichnisreden öffnen, ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war."

[2:57] Dankeschön. Wir haben ja schon hier mal eine ganze Folge gehabt über die Frage, warum Jesus in Gleichnissen gesprochen hat. Wir wollen das nicht alles komplett wiederholen, aber wenn ihr vielleicht ganz kurz zusammenfasst, was war so der wesentliche Punkt? Warum hat Jesus in Gleichnissen gesprochen? Vor allem hier in der See-Predigt, was war so seine Hauptintention? Warum in Gleichnissen?

[3:23] Ist es einfacher zu erklären? Ja, also ist es einfacher zu verstehen? Okay. Noch eine Idee? Warum spricht er hier? Ja, nicht ab und zu in Beispielen, sondern es heißt hier, dass er nur noch in Gleichnissen sprach. Ja, hat er früher immer auf verschiedene Dinge gepredigt und dann mal auch ein Gleichnis eingefügt. Hier predigt er Gleichnis nach Gleichnis nach Gleichnis. Warum?

[3:51] Haben wir noch eine Idee? Schaut mal mit mir in dem Kapitel Matthäus 13 und dort in Vers 13. Matthäus 13, Vers 13 sagt er: "Okay, also er sagt, der Hauptgrund ist: Sie sehen und sehen nicht, sie hören und hören nicht." Jetzt in diesem Vers haben wohl die Worte "sehen" und "hören" zwei verschiedene Bedeutungen, oder? Einmal haben wir "sehen", denn sie sehen, und dann haben wir aber ein anderes "sehen", das sehen sie nicht. Wie würde man das am besten beschreiben können? Wie kann man sehen und gleichzeitig nicht sehen? Wie kann man hören und gleichzeitig nicht hören?

[4:39] Ja, weil das machen sie nicht, aber das machen sie. Das müssen jetzt zwei verschiedene Dinge sein, oder? Das könnte man vielleicht durch "verstehen" ersetzen, das sehen. Also mit anderen Worten, sie sehen etwas, aber sie verstehen es nicht. Sie hören etwas, aber es dringt nicht in ihr Ohr hinein. Was würden die anderen sagen?

[5:03] Also mit anderen Worten, das ist quasi etwas Äußerliches, etwas Innerliches. Sie haben die Predigt gehört, aber irgendwie nicht verstanden. Jetzt, woran liegt es, dass man Dinge manchmal hört, aber nicht versteht? Ich meine, das ist uns allen schon so gegangen, oder? Man hört so Dinge. Wer kennt das? Jemand redet auf einen ein, nicht wahr? Man hört es und man weiß nach zehn Minuten gar nicht, was er gesagt hat. Ist das schon mal so gegangen? Dass man sich mit anderen beschäftigt. Ah, okay. Man hat die Gedanken woanders.

[5:30] Weil man vielleicht von dem Thema oder der Materie noch nie etwas gehört hat. Weil man vielleicht noch nie etwas gehört hat? Ja, okay. Es war ja so, beim Gleichnis vom Samen, der aufs Land fällt, da gibt es ja verschiedene Gründe eben. Zum Beispiel Vergnügen oder alles Mögliche, was außen rum noch ist. Okay.

[5:52] Was ist denn so der Hauptgrund, warum jemand auf mich vielleicht einredet und vielleicht sogar lange redet und ich überhaupt mir nichts von dem behalte, was er gesagt hat? Was könnte so eine der Hauptgründe sein?

[6:03] Dass ich den Kontext nicht kenne. Ja, vielleicht kenne ich den Kontext nicht. Aber man kann trotzdem auch interessiert jemandem zuhören und man versteht es vielleicht nicht so intellektuell. Aber manchmal erlebt man, man hört, jemand redet auf einen zu und redet und redet und irgendwie geht es hier rein und da raus. Wenn es mich nicht interessiert.

[6:19] Es interessiert mich nicht, oder? Es kann sein, dass ich Dinge höre, aber weil ich kein Interesse daran habe, denke ich nicht darüber nach. Jesus wollte, dass die Menschen Interesse haben. Jetzt, wie erzeugt man Interesse? Also, wenn du willst, dass jemand sich für dein Thema interessiert, wie erzeugst du das? Du nimmst etwas, womit die Person sich schon auskennt, also woran die Person sowieso Interesse hat.

[6:49] Okay, also man nimmt etwas, was man schon kennt. Was könnte noch ein Mittel sein, um Interesse zu erzeugen? Weil, was er ja möchte, ist er möchte, dass die Leute nachdenken über seine Botschaft, oder?

[7:00] Etwas nehmen, was schon gerade vor Augen ist. Etwas, was vor Augen ist, genau. So eine ähnliche Idee, etwas, was man schon kennt. Eben, was nehmen, was man noch nicht kennt, etwas Neues.

[7:11] Okay, was man noch nicht kennt. Also ich glaube, die Idee ist, man muss irgendetwas sagen, was einen zum Denken quasi herausfordert. Etwas, was man vielleicht nicht gleich sofort versteht, wo man die Idee hat, da muss ich nochmal nachfragen, oder? Wenn ich die Idee habe, da muss ich nochmal nachfragen, das ist noch nicht ganz klar, dann beschäftige ich mich mehr damit, als wenn ich schon das Gefühl habe, ich weiß alles. Und das werden wir jetzt bei den Gleichnissen hier ein bisschen genauer sehen.

[7:38] Er sagt ja hier in Vers 35: "Es war die Erfüllung einer Prophetie und diese Prophetie findet sich im Psalm 78." Schaut mal mit mir Psalm 78 an. Da wollen wir kurz ein bisschen Zeit drin verbringen, denn der Psalm ist total interessant. Schaut mal in Psalm 78. Psalm 78 und wir lesen jetzt mal Vers 1 und 2, das sind die Verse, auf die sich hier Matthäus bezieht. Wer mag die mal vorlesen?

[8:09] Psalm 78, Vers 1 und 2, die ja die Erfüllung oder die Erfülltwerden in der See-Predigt.

[8:16] "Höre, mein Volk, meine Lehre. Neigt eure Ohren zu den Reden meines Mundes. Ich will meinen Mund zu einer Gleichnisrede öffnen, will Rätsel vortragen aus alter Zeit."

[8:26] Okay, ihr könnt sehen, das ist das, was Matthäus zitiert, oder? Jetzt wollen wir uns mal ein paar Fragen stellen an Psalm 78. Was ist der Inhalt von Psalm 78? Schauen wir das erst mal zuerst an. Wenn ihr mal so ganz grob über das gesamte Kapitel drüber fliegt, mal so die Verse scannt, vor allem ab Vers 12, was ist so eigentlich der Inhalt? Als der Asaph den Psalm komponiert, als er sich fragt, welchen Liedtext soll ich meinem Lied zugrunde legen? Welches Thema wählt er sich aus?

[9:00] Den Auszug aus Ägypten. Auszug aus Ägypten, ja. Welche Verse sprechen da zum Beispiel von? Gib mal nur ein, zwei oder so. Welche Verse?

[9:13] Na ja, zum Beispiel Vers 13. "Er spaltete das Meer und führte es durch." Ja, genau. Durchs Rote Meer, oder? Also es geht um den Auszug aus Ägypten. Worum geht es noch? Dass man das Gesetz weitergibt an die nächste Generation. Ab Vers 12 erst mal. Was ist der thematische Inhalt?

[9:33] Wir haben auch noch mal den Bezug zu den Zehn Plagen. Zehn Plagen, genau. Und wir haben den Auszug aus Ägypten. Zehn Plagen, was haben wir noch? Also sie hören es ja noch nicht. Sie hören, dann legen sie wieder an. Also es geht um die Wüstenwanderung. Könnt ihr das sehen? Schaut mal in Vers 24. "Und hatte Mann auf sie regnen lassen zum Essen." Oder in Vers 18. "Sie versuchten Gott in ihrem Herzen, indem sie Speise forderten." Und es geht die ganze Zeit immer so weiter. Es geht um die Wüstenwanderung. Es geht um die Plagen. Es geht um den Auszug aus Ägypten.

[10:05] Sind das bekannte Geschichten oder unbekannte Geschichten gewesen? Total bekannt. Also, wenn ihr weiterlest, geht es noch ein bisschen weiter. Vom Abfall zur Richterzeit bis ungefähr. Was sind so die letzten Geschichten, die noch erwähnt werden hier? So ganz am Ende.

[10:18] David. Genau, Exodus bis David. Pass mal auf, das ist sehr interessant. Der Asaph sagt: "Lass mich ein Lied machen. Mein Lied geht über die Geschichte Israels, vom Auszug Ägyptens bis zu David." Frage: Was ist das Ziel, das er mit diesem Inhalt verknüpft? Mit diesem Lied? Was will er machen?

[10:36] Schaut mal jetzt Vers 7 und 8 an. Wer mag die mal lesen? Vers 7 und 8. Was ist das Ziel mit diesem Lied?

[10:45] "Damit diese auf Gott ihr Vertrauen setzen und die Taten Gottes nicht vergessen und seine Gebote befolgten und nicht würden wie ihre Väter, ein trotziges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte und dessen Geist nicht treu war gegen Gott."

[11:01] Okay, was ist das Ziel? Was will er mit dem Lied erreichen? Was soll bei den Hörern passieren? Denen das Lied dann vorgetragen wird. Haben wir gerade gelesen. Was soll mit ihnen passieren?

[11:17] Sie sollen nicht dieselben Fehler machen wie ihre Väter und sich daran erinnern, wie es ihnen ging. Ja, sie sollen gehorsam sein. Sie sollen das Evangelium erkennen. Sie sollen gehorsam sein. Sie sollen nicht dieselben Fehler machen. Könnt ihr das sehen?

[11:29] Und jetzt ist die Frage: War das bekannt? Waren diese Geschichten? Hatte die zum ersten Mal in der Vision gesehen und gesagt: "Hey, ich erzähle euch eine Geschichte, die ihr noch nie vorher gehört habt?" Oder waren das bekannte Geschichten? Woher wissen wir aus dem Text, dass das bekannte Geschichten waren?

[11:45] Schaut mal in den ersten Versen. Gibt es irgendeinen Hinweis, dass das, was er hier singt, bekannt war?

[11:52] Vers 3. Vers 3, was sagt er da?

[11:55] "Was sie gehört und gelernt haben und was unsere Väter uns erzählt haben."

[11:59] Okay, also bis dahin ist die Sache eigentlich total simpel, oder? Asaph sagt: "Ich singe ein Lied, ich erzähle die Geschichte von Exodus bis David, und das kennt ihr alle schon, oder?" Könnt ihr das sehen? Das sagt auch der Titel "Maskil". Ein Maskil war, glaube ich, ein gesungener Psalm, der quasi Lehre verpackt hat.

[12:17] Sehr gut, sehr gut. Interessanter Punkt. Also kommen wir gleich noch dazu. Das ist ein Lehrpsalm, ja? Und das sind keine neuen Visionen, sondern alte Geschichten. Und jetzt kommt der merkwürdige Vers. Schaut mal, Vers 2.

[12:30] "Ich will meinen Mund zu einer Gleichnisrede öffnen, will Rätsel vortragen." Was ist merkwürdig an diesem Vers?

[12:43] Ja, ist bekannt. Da bin ich auch erst noch nicht drauf gekommen. Der Asaph sagt, diese bekannte Geschichte, die jeder Israelit kennt, ist ein Rätsel. Und mit diesem Wort "Rätsel" meint er wirklich Rätsel. Das ist dasselbe Wort. Kennt ihr sonst Geschichten in der Bibel, wo so Rätsel gestellt werden? Kennt ihr so Geschichten im Alten Testament, wo Rätsel gestellt werden?

[13:07] Bei Simson. Simson, dasselbe Wort, wo sich die Leute den Kopf zerbrechen, nicht wissen, was rauskommt, oder? Oder bei der Königin von Saba, die ihm die schwersten Fragen stellt. Der Asaph sagt: "Also, jetzt müssen wir das mal umdrehen. Wir haben es ja von hinten gemacht, nicht wahr? Jetzt drehen wir es mal um. Asaph sagt: 'Hört mal zu, ich erzähle euch ein Rätsel, ein dunkles Rätsel, ein Gleichnis.' Und alle Zuhörer werden beim ersten Mal gedacht haben: 'Okay, ob wir das rauskriegen werden?'" Und dann sagt er: "Ich erzähle euch die Geschichte, die ihr alle kennt. Israel war in Ägypten, wurde aus Ägypten befreit, nicht wahr?" Und dann erzählt er die ganzen alten Geschichten. Und die Frage ist: Warum nennt Asaph bekannte Geschichten ein Rätsel?

[13:47] Weil das ist ja der Punkt, auf den dann Matthäus gleich mit den Gleichnissen zu sprechen kommt. Warum nennt er die ein Rätsel? Was denkt ihr? Warum sagt er, diese Geschichte ist ein Gleichnis?

[14:05] Vielleicht war sie mal sehr bekannt und es ist so verschütt gegangen, dass es mittlerweile ein Rätsel geworden ist. Oder die Leute nicht mehr die Anwendung wissen. Vielleicht noch die Geschichte, aber nicht mehr die Anwendung.

[14:17] Ah, vielleicht ist also etwas hinter der Geschichte. Gibt es irgendeinen Bibelvers, der deutlich macht, dass diese Geschichten mehr sind als nur Geschichte? Also gerade so Exodus, Ausflug aus Ägypten, Plagen, dass das mehr ist als nur eine Geschichte?

[14:32] 1. Korinther 10, glaube ich. Genau, 1. Korinther 10. Schlagt mal mit mir auf. 1. Korinther 10 und dort Vers 11. Wer mag das mal lesen?

[14:53] "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeit gekommen ist."

[15:02] Okay, also mit anderen Worten, diese ganzen Geschichten sind was? Sind Warnungen, genau. Und sind für wen? Für uns. Das heißt, in der Geschichte ist etwas tiefer verborgen. Jetzt merkt euch das. Ist etwas tiefer verborgen. Man kann die Geschichte hören und doch nicht sehen, was drin ist. Denn die Israeliten kannten die Geschichte, aber haben die Botschaft da drin nicht erkannt. Und das ist der Vers oder der Psalm, von dem jetzt Matthäus sagt, dass es genau passiert, als Jesus die Gleichnisse gesprochen hat.

[15:35] Übrigens, wisst ihr, wie die griechische Übersetzung heißt vom Alten Testament? Die Septuaginta, genau. Die übersetzt hier bei "Rätsel" interessanterweise "Problemata". "Problemata" heißt übersetzt "Probleme". Das ist dasselbe Wort, was Aristoteles verwendet für so ganz schwierige Probleme, die man lösen muss, wo man sich anstrengen muss, wo man rätseln muss. Die übersetzt "Problemata".

[16:02] Aber jetzt wird es interessant. Der Matthäus nimmt nicht die Septuaginta, als er das übersetzt, sondern übersetzt völlig frei. Schaut mal zurück in Matthäus 13. Der nimmt eigentlich gar nicht den Bibeltext, sondern er verändert den Bibeltext unter Inspiration des Heiligen Geistes zu etwas noch viel Weitergehendem. Schaut mal in Matthäus 13 und dort Vers 35. Da sagt er: "Ich will meinen Mund zur Gleichnisrede öffnen. Ich will verkündigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war." Dort steht nicht "Rätsel", "Problemata". Da steht "Krypto".

[16:41] Genau, und "Krypto" kennen wir woher? Kryptografie, Krypto, nicht wahr? Das ist so geheim. Und zwar nicht erst vom Exodus, sondern von Grundlegung der Welt an. Matthäus sagt: Ihr alle kennt Psalm 78, und die Botschaft von Asaph war, dass die Geschichte vom Exodus einen tieferen Sinn hat. Aber Matthäus sagt jetzt: Die gesamte Heilsgeschichte hat einen tieferen Sinn.

[17:14] Wisst ihr, was Ellen White sagt? Sehr interessant. Sie sagt: "Alle Aussprüche von Christus haben einen Wert hinter ihrem unscheinbaren Äußeren. Es gibt keine Aussage von Jesus, die nicht eine tiefere Bedeutung hat." Und wenn man das versteht, kann man zwei Verse miteinander sehr gut vergleichen. Schaut mal mit mir Titus 1, Vers 2. Wenn man das nicht versteht, würde man wirklich denken, der Paulus ist schizophren. Schaut mal Titus 1, Vers 2. Da sagt Paulus nämlich in Titus 1, Vers 2.

[18:01] Okay, also das ewige Leben ist seit ewigen Zeiten was? Verheißen, mit anderen Worten verkündet. Er sagt, es ist verheißen. Und zwar seit ewigen Zeiten. Jetzt Römer 16 dazu. Römer 16, Vers 25. Da sagt derselbe Paulus über dasselbe Evangelium, über dieselben Zeitraum. Also hier sagt er: "Seit Ewigkeiten ist das Evangelium, das ewige Leben verheißen." Was sagt er in Römer 16, Vers 25?

[18:38] Okay, kann er sehen. Derselbe Paulus sagt, einmal ist es verheißen und einmal ist es verschwiegen. Das ist genauso absurd wie sie sehen und sie können nicht sehen, sie hören und sie können nicht hören. Was war verheißen und was war verschwiegen? Wenn ihr jetzt mal Psalm 78 als Beispiel nehmt. Was war verheißen? Was haben alle gehört?

[19:03] Wenn wir jetzt Psalm 78 als Beispiel nehmen, was haben alle Menschen gehört, die hier im Volk Israel gewesen sind? Die haben gehört: "Wir waren in Ägypten." Die haben gehört: "Ein Lamm wurde geschlachtet." Die haben gehört: "Wir sind durchs Rote Meer hindurch." Die haben gehört: "Gott hat uns Manna gegeben." Was haben sie nicht gehört? Dass Gott das auch heute alles noch tut. Die haben nicht gehört: "Ägypten steht für die Sünde." "Das Blut des Lammes steht für den Erlöser." "Das Rote Meer steht für die Befreiung, ein neues Leben." Die haben sozusagen zwar den Text gelesen, aber die Botschaft nicht gesehen.

[19:39] Und das ist schon ein interessanter Punkt, weil der bringt uns jetzt gleich zum Gleichnis. Ich nehme es mal schon zurück. Die haben den Acker gesehen, aber nicht den Schatz. Und deswegen, jetzt geht nochmal einmal zurück zu Psalm 78, deswegen sagt der Asaf am allerersten Vers etwas total Interessantes, was ziemlich beeindruckend ist. Er sagt nämlich was?

[20:01] Psalm 78, Vers 1. Was ist das erste Wort?

[20:06] Höre. Jetzt, welches von den beiden Hören wird er wohl meinen? Das hier oder das hier?

[20:14] Das hier. Der sagt: "Ich erzähle euch die Geschichte, aber ich bitte euch, hört hin." Wo finden wir dieselbe Idee, wo eine bekannte Geschichte erzählt wird oder bekannte Themen erzählt werden und wo jemand sagt: "Höre"? Ist das vielleicht in 5. Mose? Das ist vielleicht nicht in 5. Mose. Womit geht es in 5. Mose? Geht es da auch um den Auszug von Ägypten? Wo kommt das vor in 5. Mose? Dieses "Höre Israel"?

[20:40] In Kapitel 6 und? Kapitel 4, also Kapitel 4, Vers 1. "Das sollen sie hören." Kapitel 5, Vers 1 und Kapitel 6, Vers 3 und 4. Worum geht es in Kapitel 4, 5 und 6 von 5. Mose?

[20:54] Die Gebote. Also hier geht es um die Geschichte Israels. In 5. Mose geht es um das Gesetz Gottes. Also wir haben die Geschichte Israels und Asaph sagt: "Ich erzähle euch die Geschichte, aber hört hin." Das ist jetzt Psalm 78, dann haben wir 5. Mose, da geht es um das Gesetz und Mose sagt: "Wenn ihr das Gesetz hört, hört hin." Denn man kann genauso die 10 Gebote lesen, wie man die Geschichte Israels lesen kann. Aha, ich soll nicht töten, aha, ich soll nicht Ehe brechen, aha, ich soll das nicht tun und kann nicht die Bedeutung dahinter sehen.

[21:30] Wo kommt das noch vor? Wo jemand, wer ein Ohr hat, der höre. Offenbarung, worum geht es in der Offenbarung? Ja, also der erste Inhalt, so wie Geschichte, Gesetz, worum geht es hier? Es geht um Prophetie, oder? Man kann Prophetie studieren, in der Offenbarung nicht, oder? Und trotzdem nicht hören, was der Geist mir zu sagen hat. Also man kann die Geschichten kennen und die Botschaft nicht kennen, man kann das Gesetz kennen und trotzdem die Botschaft nicht hören, man kann Prophetie studieren und die Botschaft nicht hören.

[22:06] Und jetzt ist quasi die Anwendung: Was macht Jesus? In der See-Predigt er predigt nicht über die Geschichte Israels, er predigt nicht über das Gesetz, er predigt nicht über die Prophetie, er predigt über die Natur, Alltägliches. Und das ist genau dasselbe. Denn auch in all dem, was wir im Alltag erleben und in der Natur sind Botschaften versteckt, die wir aber meistens genauso wenig sehen, wie wir Israeliten die Botschaft in der Geschichte gesehen haben. Indem er also jetzt diese Gleichnisse gibt, möchte er, dass sie darüber nachdenken, dass da irgendwas dahinter steckt. Also das Gleichnis regt zum Nachdenken an und ist die Lösung selbst.

[22:47] Schaut mal mit mir in Sprüche 1. Weiß jemand, was eigentlich Sprüche sind? Wie könnte man Sprüche noch übersetzen? Weisheiten? Schaut mal in Vers 6.

[23:18] Also, was muss ich tun, um die Sprüche und die Rätsel zu verstehen? Was ist mir gegeben, um sie zu verstehen?

[23:27] Ja, genau, die Sprüche. Die Sprüche sind dazu da, um die Sprüche zu verstehen. Das klingt jetzt ein bisschen merkwürdig. Warum? Die Sprüche sind so formuliert, dass wenn ich... Sind doch ein bisschen interessant, nicht wahr? Weil sie so ein bisschen gleichnishaft sind. Und ich stelle mir die Frage: Was sie bedeuten? Und wenn ich mir die Frage stelle, was sie bedeuten, kann ich durch die Sprüche die Sprüche erklären. Das ist mit der Prophetie dasselbe. Die Prophetie ist irgendwie interessant komponiert, nicht wahr? Da gibt es Tiere und Hörner und Dinge. Und wenn ich mir die Frage stelle, was das bedeutet, kann ich durch die Prophetie die Prophetie erklären. Wenn ich Geschichten finde, die ich sage: "Oh meine Güte, wie ist das passiert? Warum ist das Volk Israel an der Wegmarke so und so gelaufen?" Dann kann ich durch Geschichte die Geschichte erklären.

[24:17] Wer hat die Sprüche hier aufgeschrieben? Salomo und war der Sohn Davids. Wir haben hier den Sohn Davids, der durch Gleichnisse, Gleichnisse erklärt. Das ist interessant, weil genau dasselbe Jesus jetzt in der See-Predigt auch macht. Und jetzt kommt die Überleitung.

[24:35] Schaut mal Kapitel 2, Vers 1. Was soll denn der machen, wenn er sich mit den Gleichnissen beschäftigt? Wonach soll er denn suchen? Schaut mal, wer mag mal lesen? Sprüche 2, Vers 1 bis 6.

[25:24] Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewachst, sodass du der Weisheit dein Ohr leihst. Stopp ganz kurz. Was macht man, wenn man der Weisheit sein Ohr leiht?

[25:01] Hören.

[25:03] Und dein Herz der Einsicht zuwendest, wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst. Wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen, die Erkenntnis Gottes erlangen. Denn der Herr gibt Weisheit. Aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Einsicht.

[25:22] Okay, also wonach sucht er? Er sucht nach, also der hier Angesprochene, der soll suchen nach Weisheit. Und zwar, wie soll er suchen? Er soll nach Weisheit suchen wie nach Silber, wie nach Gold, wie nach Schätzen. Das heißt, das Gleichnis vom Schatz im Acker ist eigentlich eine Illustration der Methode, die Jesus hier angewendet hat. Und mit dem Gleichnis, die Methode, die Jesus hier angewendet hat.

[25:49] Und mit der Überleitung wollen wir jetzt mal kurz uns diesem Gleichnis zuwenden. Schaut mal, Matthäus 13 und dort Vers 44. Sehr kurz und nicht schwer zu verstehen, aber es gibt einiges Interessantes hier noch mehr zu entdecken. Schaut mal, Matthäus 13 und dort Vers 44. Wer mag das mal vorlesen?

[26:05] Matthäus 13, Vers 44.

[26:07] "Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker."

[26:19] Also, ich glaube, es ist uns wahrscheinlich bewusst, Jesus hat fast alle Gleichnisse bisher von einem Acker gesprochen. Wir hatten zuerst das Gleichnis vom Seemann. Da ging es um den Boden mit den verschiedenen Persönlichkeiten, verschiedenen Herzen. Dann hatten wir das Gleichnis von Unkraut und Weizen. Da geht es um den großen Kampf. Dann hatten wir das Gleichnis von dem Aufgehen der Saat. Da geht es um das Wachstum. Das Senfkorn. Und all das waren Dinge, die ja relativ offensichtlich mit Acker zusammenhängen.

[26:53] Jetzt haben wir eine Sache, die ist ein bisschen mehr um die Ecke gedacht. Das heißt, wir sehen, wie Jesus quasi vom Einfachen zum Interessanten, zum Abstrakten quasi weitergeht. Warum findet ein Mann einen Schatz im Acker? Der ist da verborgen, weil ihn jemand dort vergraben hat. Ellen White sagt uns, es war damals Usus. Man hatte Angst vor Räubern oder vor Armeen. Man hat ihn vergraben.

[27:19] Also, jetzt gehen wir mal ganz kurz durch, Schritt für Schritt, was der macht und warum er es tut. Der ist zuerst auf dem Acker. Warum ist er auf dem Acker? Hat er einen Tipp bekommen, dass man dort Schätze finden kann? Er bearbeitet den Acker. Warum macht er das vielleicht? Tagelöhner. Vielleicht ist er ein Tagelöhner. Vielleicht hat er ihn gepachtet. Was ist sein Ziel, was er jetzt verfolgt? Er möchte den Boden vorbereiten. Er möchte vielleicht etwas anpflanzen. Er möchte Ertrag haben. Während er das macht, findet er den Schatz.

[27:57] Wie denkt er jetzt darüber? Was ist seine Emotion, als er den Schatz findet? Er freut sich. Habt ihr mal nachgedacht, wie er von dem Schatz reagiert? Also, liegt der gesamte Schatz da oben an der Oberfläche? Er nicht, oder? Er findet einen Schatz. Möglicherweise findet er nur einen Teil davon. Aber jetzt kommt es. Als er den Schatz findet, trifft er eine Entscheidung.

[28:23] Was ist seine Entscheidung, die er trifft? Das ist eine Reaktion daraus. Was ist seine Entscheidung, die er trifft? Das ist eine Folge, die daraus entsteht. Was ist seine Entscheidung?

[28:35] Ich will den Schatz. Wie komme ich an den Schatz? Er muss den Acker kaufen. Deswegen verbirgt er den Schatz wieder. Warum? Warum verbirgt er den wieder?

[28:49] Was würde passieren? Kann er nicht den Schatz einfach mitnehmen? Denken wir mal kurz nach. Angenommen, er würde jetzt sagen: "Ich nehme ihn einfach mit und ich handle jetzt damit." Was würde passieren? Es würde zutage treten, dass er auf komische Weise zurechtgekommen ist. Was würde genau zutage treten? Dass er gestohlen hat. Dass es nicht sein Eigentum ist. Was würde mit seinem Schatz passieren? Er würde an seinen Herrn übergehen. Er würde ihn wieder verlieren. Damit er ihn nicht verliert, muss er ihn erst einmal wieder verbergen. Denn er muss erst diesen Schatz sein Eigen nennen können, bevor er damit handelt. Wenn er ihn nicht sein Eigen nimmt, kann er zwar ein bisschen was weitergeben, er wird ihn aber am Ende wieder verlieren. Deswegen muss er ihn verbergen, um erst den Acker zu kaufen. Und natürlich lässt er ihn nicht oben liegen, weil er möchte nicht, dass jemand anderes ihn kauft. Er möchte sicherstellen, dass er ihn kauft.

[29:51] Jetzt geht er nach Hause und nimmt sich wie lange Zeit? Es steht nicht im Text, aber gesunder Menschenverstand sagt, er lässt jetzt zwei Jahre verstreichen, um zu überlegen, was passiert. Was macht er? Er überlegt sofort, was er macht: Verkauft alles, was er hat, nimmt das Geld, kauft den Acker. Was denken seine Nachbarn? Denken die, es ist verrückt, einen Acker zu kaufen? Nein, die sehen den Acker, aber nicht den Schatz. Und er kauft den Acker, und dann hört das Gleiche auf.

[30:31] Was macht er jetzt, als er den Acker gekauft hat? Was macht er jetzt? Was muss er jetzt machen?

[30:41] Er gräbt. Angenommen, ihr wärt der Mann, ihr habt ja bisher nur den Boden umgepflügt, ein paar Taler gefunden. Wie würdet ihr jetzt graben, dass der ganze Acker euer ist? Also, das war nicht in Natur.

[30:53] Das war nicht in Natur? Der Schatz.

[31:01] Nein, ich glaube nicht. Ellen White sagt, dass man oft so, vielleicht auch in einzelnen Geldsäcken, aber man konnte oft so einzelne Taler finden, also so einzelne Goldmünzen. Es war nicht eher so wie im Kalibikfilm, wenn die klug gewesen sind, auf dem Acker ein bisschen versteckt. Also nicht alles an einer Stelle, sondern eher überall. Also, wenn ich jetzt einen vergraben würde, würde ich nicht alles an einer Stelle vergraben, sondern eher so an verschiedenen Stellen.

[31:33] Der gräbt jetzt überall um und sucht, und zwar, der gräbt jetzt nicht um, wie man umpflügt, sondern er gräbt tief. Je mehr er Schatz findet, desto mehr gräbt er. Die Frage ist: Was bedeutet das nach dem Gleichnis?

[31:49] Was ist der Schatz? Ja, ja, ja.

[31:53] Also, er sagt mit dem "Wiederum gleicht das..." Reich der Himmel. Das Reich der Himmel ist ein anderes Wort für?

[32:01] Schatz. Ja, für das Evangelium, oder? Der Schatz ist das Evangelium, die Kraft Gottes. Das ist der Schatz. Wo ist der Schatz verborgen? Der Schatz ist verborgen im?

[32:11] Im Acker. In der Bibel.

[32:15] In der Bibel, okay. Und deswegen sagt Ellen White, der Acker ist die Bibel. Jetzt mal, denken wir das andersrum. Nehmen wir mal an, der Acker hätte keinen Schatz. Wäre er trotzdem noch wertvoll? Was wäre sein Wert? Oder worin würde sein Wert bestehen?

[32:41] Ja. Du kannst da noch Getreide anbauen. Aber er wäre nicht viel anders als die Ecke drumherum. Angenommen, die Bibel hätte kein Evangelium, keine Kraft in ihrem Wort, wäre sie immer noch wertvoll? Was wäre ihr Wert? Woran wäre sie immer noch wertvoll?

[33:05] Genau, sie hätte einen ethischen Wert, einen moralischen Wert, einen künstlerischen Wert. Man könnte die Bibel vergleichen mit welchen anderen wertvollen Büchern? Welche anderen Bücher könnte man damit vergleichen? Philosophen, Aristoteles, Platon, vielleicht den Koran. So wertvolle Bücher. Der Koran soll sehr künstlerisch geschrieben sein. Wertvoll. Das heißt, man könnte sich vorstellen, etwas Zeit damit zu verbringen. Man kann sich nur nicht vorstellen, alles dafür zu geben.

[33:41] Das ist genau das Problem, was die Leute haben. Die denken: "Kauf doch für einen normal angemessenen Betrag diesen Acker, dann kannst du dich einfach damit beschäftigen." Wenn du sagst: "Ich würde gerne ein bisschen die Psalmen studieren, weil ich mich für Poesie interessiere", sagt kein Mensch was. Wenn du sagst: "Ich möchte mal die Geschichtsbücher lesen, weil ich bin ein Historiker", sagt kein Mensch was. Wenn du sagst: "Ich möchte die Sprüche studieren, weil ich möchte ein paar Lebensweisheiten für mein Leben haben", sagt kein Mensch was. Wenn du sagst: "Ich möchte mir mein Leben, meine gesamte Ehe, meine gesamte Lebensplanung, meinen Lebensstil nach diesem Buch ausrichten", dann bist du verrückt. Genau darum geht es.

[34:19] Aber Ellen White sagt, der Acker ist die Bibel, aber es gibt noch einen zweiten Acker, eine zweite Bedeutung dazu. Schau dir mal den Kolosser an. Das passt ganz gut zusammen. Schau dir mal Kolosser 2 und dort Vers 3.

[34:35] Kolosser 2 und dort Vers 3.

[34:37] "In welchem alle Schätze der Weisheit und der Kenntnis verborgen sind."

[34:41] Genau, die Schätze der Weisheit, die Schätze der Kenntnis. Geht es um die Bibel? Um wen geht es da?

[34:49] Um Jesus. Aha, okay, um Jesus. Kann man das mit Jesus auch so machen? Was wäre, wenn Jesus nicht das Evangelium mit sich gebracht hätte, wenn da nicht die Kraft Gottes wäre? Wäre er immer noch eine wertvolle Person? Ein guter Mensch. Konfuzius, Laotse, Buddha. Ist nicht interessant, für beide gilt das relativ ähnlich. Sie sind von außen eher unscheinbar. Die Bibel ist jetzt schon auch ein tolles Buch, aber keiner, der sich für Literatur interessiert, würde sagen, die Bibel ist das mit Abstand tollste Buch. Leute, die sich für Geschichte interessieren, sagen: "Jesus Christus ist sehr wichtig, aber nicht die wichtigste Figur." Ohne das Evangelium wären beide eher so normal, so normale Acker.

[35:45] Aber wer sich mit der Bibel beschäftigt und wer sich mit Jesus beschäftigt, stellt fest, es ist eben nicht nur ein Acker, da ist ein Schatz da drin. Und dieser Schatz, sagt die Bibel, ist das Reich Gottes, das Evangelium. Dieser Schatz ist aber verborgen. Jetzt kommen wir wieder auf das, was wir am Anfang studiert haben. Sie sehen und sehen nicht. Warum ist der Schatz in der Bibel verborgen? Warum sehen den nicht alle? Warum sehen die meisten Menschen, wenn sie die Bibel sehen, einfach nur einen Acker? Wo man ein bisschen Ertrag bekommt, wenn man sich literarisch, geschichtlich, moralisch damit beschäftigt. Warum sehen die den Schatz nicht? Warum ist der verborgen?

[36:27] Wenn man nicht tief genug gräbt? Die anderen Menschen haben ja gar nicht gegraben. Die waren ja nicht mal auf dem Acker. Die schauen nur von außen. Seine ganzen Freunde, Nachbarn, die waren ja gar nicht auf dem Acker. Die schauen nur von außen und sagen: "Hey, der Acker sieht genauso aus wie der Acker." Weil der Schatz ist ja wahrscheinlich relativ dicht unter der Oberfläche. Der hat ja beim Umflügen den Schatz gefunden. Aber die sehen den nicht. Warum sehen die den nicht?

[36:55] Ich glaube, es gibt eine Gruppe von Menschen, die das nicht sehen. Es gibt eine Gruppe von Menschen. Die Toren. Schaut mal in 2. Korinther. Die mit dem Schleier. Ja, genau. 2. Korinther 4. Du meinst 2. Korinther 3, aber ich meine 2. Korinther 4. Ist aber auch ziemlich ähnlich. 2. Korinther 4 und dort Vers 4. Schaut mal, 2. Korinther 4, Vers 4. Wer mag das lesen?

[37:25] 2. Korinther 4, Vers 4.

[37:25] "In welchem der Gott dieser Welt die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, dass ihnen nicht aufleuchte das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher Gottes Ebenbild ist."

[37:37] Also, die Menschen sehen das Evangelium nicht. Warum? Sind verblendet. Durch wen? Durch Satan? Aber was genau ist verblendet? Wie würde Jesus den Vers übersetzen? Er würde sagen: "Sie sehen und sehen doch nicht. Sie hören und hören doch nicht."

[38:07] Wenn ich die Bibel lese, so wie die Israeliten die Geschichte Israels gelesen haben und das Gesetz gelesen haben und die Prophetie gelesen haben oder wie sie auch durch den Alltag gegangen sind, dann sind unsere Sinne verblendet. Man kann die Bibel lesen und trotzdem eigentlich nichts begreifen. Man kann durch den Alltag gehen und trotzdem nichts begreifen. Und das liegt daran, dass der Satan die Sinne verblendet.

[38:35] Wer hat denn alles dieses Problem? Betrifft das nur die bösen Menschen? Wer hat dieses Problem hier gehabt? 2. Korinther 4, Vers 4. 2. Korinther 4, Vers 3.

[38:53] "Wenn es aber unser Evangelium verhüllt ist, ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen." Bei wem ist es verhüllt? Verborgen, mit anderen Worten. Für wen ist der Schatz verborgen?

[39:05] Die verloren gehen. Wer würde denn alles verloren gehen normalerweise? Ja, wir alle. Wir würden alle verloren gehen. Kein Mensch sieht von sich aus den Schatz im Acker. Das ist die Idee hier. Kein Mensch sieht von außen aus seinem Haus auf den Acker und sieht dort irgendwie einen Schatz. Denn für jeden von uns, egal ob adventistisch aufgewachsen oder nicht, für jeden von uns ist die Bibel erstmal nur ein langweiliges Buch und Jesus ist eine Person, von der man gehört hat, aber zu der man keine Beziehung hat. Und wenn das so bleibt, geht man verloren. Und für die Israeliten war das jahrhundertelang immer dasselbe. Sie kannten die Geschichten, sie hörten die Propheten, sie lasen die Gesetze und es ging an ihren Ohren vorbei, weil sie nicht hingehört haben.

[39:55] Nun, was kann denn der Mensch tun, wenn er, ich meine, der Mann, der den Schatz gefunden hat, hat er den Schatz gleich gesehen? Nein, auch nicht. Was hätte der wohl gesagt, wenn man ihm gesagt hätte: "Hey, kannst du bitte alles verkaufen, um diesen Acker zu kaufen?" "Du bist verrückt." Also, was kann Gott nur von den Menschen erstmal verlangen?

[40:19] Genau. Gott kann nur von den Menschen eigentlich verlangen, dass du dich mal anfängst mit dem Acker zu beschäftigen. Wie hat Jesus das ausgedrückt? Es geht ja um die Bibel und um Jesus. Wie hat Jesus das ausgedrückt, diese Idee, man muss nicht gleich alles verkaufen, sondern man muss sich erstmal mit ihm beschäftigen. Wie hat er das ausgedrückt?

[40:39] Dass Jesus sagt: "Du musst dich erstmal mit mir beschäftigen, damit du später mal quasi entscheiden kannst, ob du mir ganz nachfolgen wirst." Kennt ihr eine Geschichte von Menschen, bei denen das so gewesen ist?

[40:53] Ja, genau. Bei den Jüngern. Was hat er denen zuerst gesagt? Also später hat er denen gesagt: "Verlasst eure Netze, verlasst eure Boote, kommt mir nach." Was hat er denen zuerst gesagt? "Kommt und seht, verbringt einfach einen Tag mit mir." Jesus hat den Jüngern nicht gleich gesagt: "Verkauft alles, was ihr habt und folgt mir nach." Er hat ihnen gesagt: "Kommt Sie." Das heißt, Gott verlangt von uns nicht, dass wir eine heftige Entscheidung machen, um ihn kennenzulernen. Er erwartet nur von uns, dass wir uns überhaupt mal mit ihm beschäftigen. Dass wir einfach mal den Boden ein bisschen umpflügen. Dass wir ein bisschen tasten.

[41:33] Schaut mal, wie das der Paulus ausdrückt in der Apostelgeschichte. Und das gilt für alle Menschen. Wisst ihr, was, während ihr Apostelgeschichte 17 sucht, wisst ihr, woran die Menschen am Ende zugrunde gehen werden? Was sagt die Bibel? Warum gehen die Menschen am Ende verloren? Sie sagt: "Weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben. Weil sie sich gar nicht dafür interessieren, was wahr sein könnte."

[41:59] Jetzt schaut man in Apostelgeschichte 17, was der Paulus sagt, was man tun muss. Was kann man tun? Vers 26 und 27.

[42:11] "Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen und hat im Voraus verordnete Zeiten und die Gesetze ihres Wohnens bestimmt, damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten. Und doch ist er hier jedem Einzelnen von uns nicht ferner."

[42:31] Das ist ganz einfach. Man muss einfach ein bisschen so schlagen und dann findet man hoffentlich den Topf. Ich glaube, die meisten Menschen haben die Idee, dass das Topfschlagen in der Religion so geht: Gott verbindet die Augen und sagt: "Jetzt fang mal an zu schlagen." Und der schlägt hier so rum, aber Gott ist da hinten in der Ecke. Man muss ewig lange suchen, bis man irgendwann Gott gefunden hat. Dabei sagt Paulus im Gegensatz: Wenn du ein bisschen umhertastest, wo ist er? Er ist nicht fern. Das heißt, jeder, der überhaupt tastet, wird ihn finden. Die meisten Menschen gehen verloren, weil sie gar nicht es ausprobieren. Sie wollen gar nicht selbst sich mit ihm beschäftigen.

[43:11] Nun, der Mann findet den Schatz und woran muss er jetzt ständig denken? Als er ihn findet. Denn die Bibel sagt: "Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." Aber er weiß, wenn er jetzt einfach losgeht und vom Evangelium erzählt, kennt ihr so Menschen, die einfach begeistert sind und das Evangelium und einfach loslegen? Ich beobachte das oft, dass Leute sehr schnell begeistert sind, schnell erzählen und am Ende wieder alles zurücknehmen. Weil sie nie quasi eine eigene Entscheidung gefällt haben. Und das ist diese Idee, er verbirgt es wieder, weil er weiß, es muss mein Eigenes werden. Ich muss mein Leben dementsprechend ordnen, erst dann kann ich darüber sprechen.

[43:51] Und warum macht er das? Also, warum macht er alles? Mit welcher Emotion macht er das? Mit Freude. Und die Idee hier ist auch, dass wenn jemand wirklich das Evangelium findet in der Bibel, wenn er die Kraft Gottes in Jesus findet, dann musst du ihn nicht zwingen, etwas aufzugeben. Ich würde behaupten, dass Christen, die nicht bereit sind, alles aufzugeben, den Schatz noch gar nicht gefunden haben. Die haben ihn noch gar nicht gefunden. Die reden vielleicht davon, aber die haben ihn nicht gefunden. Und das ist die Idee, die Bibel zu studieren. Und ich bin mir nicht sicher, ob es mit dieser Idee der Bibel zu tun hat, aber es ist eine ganz tolle Idee. Und er hat gesagt, als er angefangen hat, die Bibel zu studieren, die Hälfte von dem ist mir nicht einmal erzählt worden, von dem, was ich alles gefunden habe. Und ich glaube, das ist etwas, was wir hoffentlich alle erlebt haben.

[44:45] Man studiert die Bibel. Ich weiß, wie es mir ging. Ich habe irgendwann mal angefangen, also fast, in einem Dezember, man spürt sogar die beste Sammlung, das gute, das Schöne, das Worte gibt es schon wieder. Schwarz-Weiß sind die Sorgen, die lohnen sich jetzt auch nicht, weil es wirklich zu passend ist für den Rechte, den Höften in occupyen ist. Und das Gebindnis, Augustus hat betrachtet Gott und dann den Ismail und schließlich den Isaac. Ist es eher so, dass Gott vielleicht sagt, du musst nach und nach etwas aufgeben, bis am Ende du alles aufgibst? Oder wie ist das zu verstehen? Er hat alles, was er hatte, verkauft. Was denkt er?

[45:33] Also, alles gleich am Anfang aufgeben oder so Stück für Stück, bis am Ende alles aufgegeben worden ist? Komische Frage, ne? Aber es ist eine wichtige Frage. Weil man könnte ja denken, naja, ich mach einfach jetzt Stück für Stück. Ich gebe Jesus das und dann gebe ich ihm später das und in 10 Jahren gebe ich ihm das, weil irgendwann wird er mich ja am Ende...

[45:59] Das ist ein guter Punkt. Schaut mal in Matthäus 19. Das kann man bei Petrus schön sehen. Schaut mal in Matthäus 19, was Petrus in Vers 27 sagt. Matthäus 19 und dort Vers 27, da antwortete Petrus und sprach zu ihm: "Siehe, wir haben wie viel verlassen? Alles verlassen und sind hier nachgefolgt." Also, hatte Petrus den Eindruck, dass er alles verlassen hat, ja oder nein? Den hatte er. Er war nicht wie Ananias und Sapphira, die gesagt haben: "Wir haben alles verlassen und wir wissen..." Petrus war der felsenfesten Überzeugung: "Ich habe alles verlassen, ich habe alles gegeben." Hat er schon alles verlassen?

[46:35] Was hat er noch nicht verlassen? Nicht mal sein Ich, nicht mal sein Herz ganz verlassen, obwohl er dachte. Und was hat er noch nicht verlassen? Sein Leben. Das wäre ihm in dem Moment nicht aufgegangen. Das heißt, mit anderen Worten, wir müssen immer alles geben, nur was "alles" bedeutet, verändert sich im Laufe des Lebens ziemlich radikal. Also, ich weiß noch, wie ich 2009 mal wirklich das Gefühl hatte, alles, was ich tue, alles, was ich bin, habe ich Jesus völlig übergeben. Wir wären im Herzen einer der meisten herzlichen Menschen, die ich damit in dieser Welt sein kann. Das wäre ihm im letzten Gedanken nicht eingefallen, dass er irgendwann ein Jahr später mich bitten würde, mein Orchester-Dirigierstudium aufzugeben. Man kann also wirklich völlig der Meinung sein, alles gegeben zu haben und dann ist man auch mit Gott im Reinen, weil er weiß ja, was wir bisher so verstanden haben. Nur wir müssen uns nicht mehr so in die Hölle bringen, sondern wir müssen uns in die Hölle bringen.

[47:49] Letzter Punkt, wie wir gesagt haben, was macht der Mann, nachdem er bereit ist, alles zu geben? Weil er Jesus, weil er das Evangelium sieht. Was macht er jetzt? Gut, es steht im Text nicht so explizit, aber es ist quasi implizit. Was macht er jetzt?

[48:05] Er ergräbt.

[48:21] Er ergräbt, bis experience entwickelt wurde, dass er jetzt ein impressive Aufstieg운er im Evangelium wäre. Kein Mensch, der alles aufgibt, hebt nicht den Schatz. Das heißt, ein Grund, warum so viele beim Bibellesen oder in der Beschäftigung mit Jesus so wenig erleben in ihrem Leben, ist, dass sie eigentlich nicht bereit sind, alles aufzugeben. Paulus war einer, und damit enden wir, der wirklich das erlebt hat. Würdet ihr sagen, Paulus war ein großer Bibelstudent? Würdet ihr sagen, Paulus hat Schätze gefunden, die kein anderer so gefunden hat?

[49:04] Schaut mal, was der Grund war. War Paulus vorher schon ein Gelehrter der Bibel? Und trotzdem hat er vorher gesehen und doch nicht gesehen und gehört und doch nicht gehört. Was war der entscheidende Unterschied? Schaut mal in Philipper. Philipper 3, Vers 7 bis 9, damit enden wir. Wer mag das mal lesen?

[50:04] Philipper 3, Vers 7 bis 9. Hier ist jemand, der wirklich alles aufgegeben hat. Warum? Ellen White sagt, als er einmal Jesus getroffen hat auf dem Weg nach Damaskus, das hat sich so eingebrannt. Als er verstanden hat, dass Jesus ihm vergeben hat, als er das Kreuz begriffen hat, war das so ein Schatz, den er gefunden hat. Und er hat das alles aufgegeben. Er hat das alles aufgegeben.

[50:32] Die Story ist noch viel weiter. Hier ein Beispiel. Jeffress Leider hat Mark Mah sunds cular geholfen. Ich kann mich noch erinnern, als ich diesen Versen auswendig gelernt habe. Das war 2010 auf der Missionsschule. Da gab es Dinge in meinem Leben, die waren mein absoluter Gewinn. Also, da habe ich alles für investiert. Und plötzlich, fast wie über Nacht, hat Gott das gemacht, dass es für mich unwichtig wurde. Und nicht, weil ich mich gezwungen habe. "Oh, das ist verkehrt, oder das ist böse." Sondern, was war passiert? Ich hatte viel Zeit mit Gott verbracht. Und das ist die Idee mit dem Höre. Höre hin.

[51:25] Höre, wenn du die Geschichte liest. Höre, wenn das Gesetz gepredigt wird. Höre, wenn du die Prophetie studierst. Als Jesus gefragt wurde, was ist das allergrößte Gesetz im Gebot? Hat er gesagt? Genau. Er zitiert in Matthäus 5. Mose 6, Vers 5. Aber in Markus auf dieselbe Frage sagt er: "Das erste Gebot ist: Höre, Israel, der Herr ist dein Gott, der Herr allein. Und du sollst deinen Gott lieben." Warum? Du kannst Gott ja gar nicht lieben, wenn du nicht hinhörst. Nur wenn du Zeit mit ihm verbringst, nur wenn du dir Zeit nimmst, wissen willst, was will die Geschichte mir sagen? Was will das Gesetz mir sagen? Was will die Natur mir sagen? Was will die Prophetie mir sagen? Wenn du dir dafür Zeit nimmst, kann er zu dir reden. Und dann fängst du an, ihn zu lieben. Und dann fängst du an, Entscheidungen zu treffen, die andere für völlig absurd halten, weil sie diese Stimme nie gehört haben.

[52:31] Deswegen ist der Aufruf von Gott durch Mose: "Höre, Israel." Auch der Aufruf, den der Heilige Geist der Gemeinde Laodizea macht: "Hör hin." Weil wenn du hinhörst, wenn du umgräbst, findest du den Schatz. Wer von euch möchte sagen: "Ich möchte hinhören, wenn ich Geschichten höre, die ich vielleicht auch kenne, oder Prophetie, oder Alltagsdinge. Was soll mir das schon groß sagen?" Wer von euch möchte sagen: "Ich möchte gerne hinhören. Hinhören, was Gott zu sagen hat, damit ich den Schatz finde. Immer wieder aufs Neue. Und bereit bin, aus Liebe das zu geben, was mir sowieso nichts bringt, im Vergleich zum Schatz." Das ist euer Wunsch.

[53:24] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen sagen, danke sagen. Ich möchte dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu mir persönlich gesprochen hast und zu jedem Einzelnen von uns. Herr, wir alle sind durch den Gott dieser Welt verblendet gewesen. Lass uns in deinem Namen und in deinem Wunsch immer wieder aufs Neue. Und wir sind immer wieder durch den Gott dieser Welt verblendet gewesen und sehen nicht den Schatz im Acker. Ja, wir kennen wahrscheinlich viele biblische Geschichten. Wir hören viel über Prophetie. Wir schauen uns die Natur an. Wir sind gerne begeistert. Aber wir nehmen uns so oft nicht die Zeit hinzuhören, weil wir nicht genügend Grund hätten, uns wirklich Fragen zu stellen, warum das so steht oder warum das der Fall ist oder warum diese Worte hier sind. Und Herr, wir sehen, dass wenn wir uns Zeit nehmen für dich und hinhören, dass du unser Herz anrührst. Wir sehen, dass wir immer dann, wenn wir uns Zeit für dich genommen haben in der Vergangenheit, dass wir dich so lieb gehabt haben. Und Herr, wir sehen, dass wir immer dann es uns am leichtesten fiel, auch wichtige Entscheidungen in unserem Leben zu fällen und Dinge zu verändern, die nicht gut sind. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns Ohren schenkst, dass wir hören und Augen, dass wir sehen und dass wir diesen Schatz nicht verkaufen und dass wir nicht nur einfach von ihm erzählen, ohne sicherzustellen, dass er unser Eigenes ist. Wir danken dir, dass du, Herr Jesus, durch Gleichnisse gesprochen hast und dass in dir alles, die Prophetie, die Gesetze, die Natur, die Alltagssituation, die Geschichte, all das seine Erklärung findet. Denn du bist das Ja und das Amen und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.

[55:46] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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