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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt, basierend auf dem Gleichnis vom Fischernetz aus Matthäus 13, erklärt Christopher Kramp, wie das Reich Gottes mit einem Netz verglichen wird, das gute und schlechte Fische sammelt. Er beleuchtet die Bedeutung der Mission, die Herausforderungen durch falsche Gläubige in der Gemeinde und die letztendliche Trennung durch Gott. Die Botschaft betont, dass die Unterscheidung zwischen „guten“ und „faulen“ Fischen nicht unsere Aufgabe ist, sondern Gottes.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[3:51] Warum nimmt Jesus hier ein Gleichnis aus der Fischerei? Was würdet ihr sagen? Warum ein Gleichnis aus der Fischerei? Einige der Jünger waren Fischer, wahrscheinlich auch einige andere, die dort anwesend waren. Das ist ja eine See-Predigt, da bietet sich das ganz gut an, oder? Genau, die Predigt fand ja statt am See Genezareth. Und mit Sicherheit hat, während Jesus gepredigt hat, und die Leute dazuhörten, irgendein Fischer dort gerade gefischt. Genauso wie auch Leute auf den Feldern den Samen ausgestreut haben oder da Ackerbau betrieben haben und Jesus auch darüber spricht. Jesus hat also ein anderes, ganz naheliegendes Beispiel genommen, um das Evangelium zu erklären.

[4:41] Gibt es ein anderes Gleichnis in dieser Predigt, das so eine ganz ähnliche Idee hatte? Oder ist so die Idee von dem Gleichnis ganz einzigartig? Oder gibt es ein anderes Gleichnis hier, das auch so ähnlich ist? Das vom Unkraut und Weizen? Ja genau, das Gleichnis vom Unkraut und Weizen, haben wir auch die Idee, dass da zwei Dinge miteinander sind, nämlich das Gute und das Schlechte, das Weizen und das Unkraut. Und das bleibt miteinander bis an den Tag, wo es getrennt wird. Und dann wird das Unkraut verbrannt, nicht wahr? Und hier haben wir auch die Fische, die guten und die schlechten Fische, in einem Netz bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, wo das dann getrennt wird. Und das gibt sogar am Ende ganz ähnliche Formulierung. Das heißt, Jesus hat hier dasselbe gemacht, was wir auch beim Schatz im Acker und bei der Perle gesehen haben. Er hat dasselbe Thema auf zwei verschiedene Weisen gepredigt. Also einmal für die, die Landwirtschaft mochten, und dann für die Fische. Also das ist so diese Idee, die wir das letzte Mal schon ausgearbeitet haben. Jesus war in der Lage, ein und dasselbe Thema auf verschiedene Arten und Weisen zu präsentieren. Wir haben manchmal so immer die Angewohnheit, ein Thema auf dieselbe Art und Weise zu machen. Unser Standardtext, unsere Standardformulierung. Aber Jesus war unglaublich kreativ. Wenn er den Eindruck hatte, die haben es auf die eine Weise nicht verstanden, hat er ein anderes Bild gesucht. Das ist etwas sehr Wesentliches, was wir lernen müssen. Auch wenn wir mit anderen Menschen, mit den Glauben reden, dass wir uns überlegen, auf welche Art und Weise kann ich dieses Prinzip einem anderen weitergeben.

[6:14] Magst du denn Mikro nehmen? Wir lesen hier von Guten oder von den faulen Fischen. Und da denke ich natürlich, etwas geht in diese Richtung, die Zehn Jungfrauen. Fünf klug, fünf törig. Also fünf waren Gute und fünf waren Faule. Also wir haben später immer noch weitere Gleichnisse, die in diese Richtung gehen, ganz genau. Ja, und es gibt auch in Matthäus 25, Vers 33, die Schafe unter die Böden. Ja, ganz genau. Also diese Idee, dass am Ende getrennt wird zwischen den Guten und den Schlechten, die greift Jesus auch in der Endzeitpredigt immer wieder auf. Da werden wir auch später noch darauf zurückkommen, ganz genau.

[6:54] Jetzt schauen wir uns mal das Gleichnis genau an. Es ist ja relativ simpel erstmal. Er sagt, Vers 47, wiederum gleich das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und alle Arten von Fischen zusammenbrachte. Jetzt ist jetzt mal die Frage, was für eine Art von Netz könnte das denn sein? Ich weiß nicht, wer sich von euch so ein bisschen mit der Fischerei auskennt. Wir sind wahrscheinlich alle keine Experten wie Petrus und Johannes und Andreas. Aber es gibt wohl verschiedene Arten von Netzen. Was könnt ihr euch denn vorstellen? Welche Arten von Netzen könnte es denn geben? Es gibt Dichte und Dünnere. Ja, vielleicht je nachdem, welche Arten von Fischen man fängt. Es könnte sein, das war ein Netz, wo große Fische und kleine Fische kommen. Es gibt im Wesentlichen vor allem auch die Idee, es gibt Netze, die man einfach so auswirft, also so zum Werfen. Die wirft man aus und dann fast wie eine Angel quasi und dann fängt man was und dann tut man es wieder rein. Und dann gibt es aber diese Netze, die man so hinter sich her zieht, die so ziehen und so quasi einen größeren Teil des Sees durchkämmen. Und interessanterweise ist an dieser Stelle so ein Ziehnetz gemeint. Das kommt nur an dieser Stelle im Neuen Testament vor. Während sonst in Matthäus 4 immer so die anderen Netze gemeint sind, ist das hier so ein Netz, das man quasi hinter sich her zieht und so systematisch durch den See fährt und möglichst viel einsammelt. Das ist ganz interessant. Also nicht so eine Art Angel oder so ein kleines Netz, wo man mal versucht, jemanden zu finden, sondern relativ systematisch. Und deswegen wird so viel gefangen und auch nicht nur Gutes.

[8:33] Jetzt müssen wir uns die erste Frage stellen, was eigentlich genau soll dieser Fischzug sein? Dieses Netzauswerfen, wofür steht denn das? Was könnte denn damit symbolisiert werden, symbolisiert sein? Dieses Netzauswerfen, was soll das symbolisieren? Okay, was willst du? Dass das Evangelium gepredigt wird. Kennt ihr eine Bibelstelle, wo deutlich wird, dass das Evangelium weitersagen irgendwie was mit Fischen zu tun hat? Ja, ganz genau. Ich will euch zu Menschenfischern machen. Weiß jemand von euch, wo das steht? Gibt es mehrmals, aber wo steht das? In Matthäus 4, das ist die Stelle, wo die Jünger gerade ihre Netze ausbessern. Und Jesus kommt am See entlang, an dem See, am See Genezareth, nicht wahr? Und sagt, schaut mal in Matthäus 4. Vers 19 ist ein ganz toller Vers, der hat mir in meinem Leben mal sehr viel, eine große Bedeutung in meinem Leben mal gehabt. Matthäus 4, Vers 19 und er spricht zu ihnen, folgt mir nach und ich will euch zu Menschenfischern machen. Er sagt nicht einfach, lasst die Fischerei und werdet Missionare. Er sagt, ihr habt bisher Fische gefischt, ab jetzt werdet ihr Menschenfischern. Ihr könnt also vieles von den Prinzipien, von der Arbeitsweise übernehmen. Aber euer Fokus muss anders sein. Ihr seid jetzt nicht mehr Fischer, um Fische zu fischen, ihr seid Fischer, um Menschen zu fischen. Und das heißt, dieser Fischnetzzug ist natürlich jetzt ein Bild auf die Mission, auf die Evangelisation, das Weitergeben des Evangeliums, der guten Nachricht.

[10:27] Nun, die Grundidee ist natürlich sehr simpel. Durch die Predigt des Evangeliums kommen viele Menschen zur Gemeinde, sie kommen zum Volk Gottes. Sie sind angetan, sie sind begeistert, sie hören die Predigten an und sie entscheiden sich, Teil der Gemeinde Gottes zu werden. Sie werden alle von diesem Netz mitgefangen. Aber der Text sagt in Matthäus 13, in diesem Gleichnis, es sind alle Arten von Fischen. Verschiedene und offensichtlich nicht nur gute, sondern gute und faule. Ja, mich erinnere an diese Beschaffung des Bodens, wo der Sammel wurde gestreut. Und da sind auch verschiedene Arten von Menschen, die nehmen es gern, aber dann kommen die Skandalen oder Probleme, Schwierigkeiten. Also, das hatten wir beim Gleichnis vom Seemann auch, dass nicht alle, die es gleich angenommen haben, auch dabei geblieben sind. Es reicht also nicht nur aus, das Evangelium anzunehmen, man muss auch dabei bleiben. Das ist ein wichtiger Punkt.

[11:36] Wie war das denn in der Erfahrung der Jünger? Die haben jetzt dieses Gleichnis gehört und später, nach der Kreuzigung, nach der Auferstehung, nach Pfingsten, hatten sie jetzt die Aufgabe, erfüllt vom Heiligen Geist, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen. Dann war ja der eigentliche Fischzug, alles andere vorher war ja quasi Ausbildung vor dem Kreuz. Aber dann war der große Fischzug und als die dann 3000 an einem Tag taufen, und dann werden es immer mehr und mehr und die Gemeinde wächst und dann geht sie an andere Gegenden und dann Paulus geht nach Europa und so weiter. Haben die da nur gute Leute in die Gemeinde getauft? Oder gab es auch Negativbeispiele in der Gemeinde? Leute, die sich zu Christus bekannt haben, die getauft worden sind, die nach Ansicht der Jünger sogar gute Gemeindeglieder werden würden, aber die faule Fische waren. Kennt ihr da Beispiele in der Bibel? Ananias und Saphira sind ein klassisches Beispiel, ja, okay, sehr gut. Simon Magus, Apostelgeschichte 8, fallen da andere ein? Also das ist interessant, schon in der Urgemeinde, die vom Heiligen Geist erfüllt ist, waren nicht nur wahre Bekehrte. Demas, der war wahrscheinlich ein wahrer Bekehrter, der hat die Welt lieb gewonnen. Der war wirklich ein, Paulus schreibt von ihm, dass er ein Mitarbeiter war und der hat wirklich an vorderster Front mitgekämpft und hat sich dann von der Welt so gefangen nehmen lassen und hat ihn dann verlassen, das ist eine ganz traurige Geschichte. Er hat von den ganzen Gemeinden geschrieben, die das Evangelium verlassen haben. Welche Gemeinden? Die Galater meinst du? Ja, die Galater haben das Evangelium verlassen, sagt er, genau.

[13:20] Schauen wir doch ein paar Beispiele an in 1. Korinther 5, Vers 1. Nicht alle sind uns mit Namen überliefert, aber wir sehen immer wieder auch in der Urgemeinde offensichtlich Gemeindemitglieder, die nicht wirklich bekehrt sind. 1. Korinther 5 und dort Vers 1, das ist ein ziemlich heftiger Vers hier. Überhaupt hört man von Unzucht unter euch und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat. Das ist ein fauler Fisch, oder? Ja? Es sind noch zwei, Hymenäus und Philetus. Ja, Hymenäus und Philetus, die mit falscher Lehre dann umgegangen sind. Ganz genau, sehr gut.

[14:10] Schaut mal mit mir in 1. Korinther 11, Vers 19. 1. Korinther 11, Vers 19, den kann mal jemand vorlesen, der das hat. 1. Korinther 11, Vers 19. Denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten offenbar werden unter euch. Genau, was sind Parteiungen, was heißt das? Spaltung. Also Paulus sagt, ich weiß, dass es in der Gemeinde auch verschiedene Gruppen gibt und wenn es Bewährte gibt, dann gibt es auch Unbewährte. Also er sagt, durch diese Spaltung wird deutlich, wer wirklich ein echter Christ ist und wer vielleicht einfach nur aus anderen Motiven sich der Gemeinde angeschlossen hat.

[14:59] Aus welchen Motiven können sich denn Menschen der Gemeinde anschließen, wenn sie nicht wirklich Jesus von ganzem Herzen lieben? Welche anderen Motive könnten euch einfallen, warum Leute sich der Gemeinde anschließen? Wegen Freunden, ja? Ich meine, das ist ja kein schlechtes Motiv, aber wenn es nur Freunde sind ohne Jesus, dann hält das nicht, oder Freunde? Vielleicht hat man Vorteile davon, ja? Man wird vielleicht finanziell unterstützt, es gibt was zu essen, ja? Auch das ja auch keine schlechten Gründe, aber wenn sie die einzigen sind, frag für dich? Angst. Angst? Ja, dass man vielleicht Angst hat verloren zu gehen, aber keine Liebe hat und das führt auf so eine Gesetzlichkeit. Man sollte nicht mit Angst missionieren und manche Menschen kommen aus Angst in die Gemeinde, stimmt? Aus Gewohnheit, aber man hat nie eine eigene Entscheidung getroffen. Gewohnheit, ja, man ist vielleicht aufgewachsen in der Gemeinde, hat nie eine Entscheidung getroffen und dann sind vielleicht die Eltern ein guter Fisch, aber man selbst ein fauler Fisch, weil man einfach aus Gewohnheit geht, ja? Manche Leute gehen in die Gemeinde, weil sie Macht ausüben wollen, weil sie vielleicht verstehen, in der Gemeinde, wenn ich da irgendwie mich profiliere, dann kann ich vielleicht andere beherrschen. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, ja? Ja, Paulus spricht auch von Menschen, die äußere Form von Frömmigkeit besitzen. Ja, zu dem kommen wir gleich, zu dem kommen wir, oder hast du dich schon aufgeschlagen? 2. Timotheus 3, 5. Ja, vielleicht kannst du den mal vorlesen, 2. Timotheus 3, 5. Also Leute oder Menschen, die eine äußere Form von Frömmigkeit besitzen, deren Kraft aber verleugnet haben und von diesem wende dich weg.

[16:27] Genau, was ist das Besondere in 2. Timotheus 3, 5, in dem ganzen Kapitel? Von welcher Zeit spricht er eigentlich in 2. Timotheus 3? Er spricht von der Endzeit, das heißt, wir sehen hier, das ist nicht nur ein Phänomen der Urgemeinde, wo man sagt, ah, das war noch am Anfang, da konnte man nicht genau unterscheiden. Wenn schon in der Urgemeinde, die vom Heiligen Geist erfüllt gewesen ist, nicht wahr? Also in der besonderen Art und Weise auch Ungläubige in die Gemeinde aufgenommen worden sind und der Paulus explizit sagt, am Ende der Zeit wird es Menschen geben, dann zählt er eine ganze Reihe von Sünden auf und sagt, aber sie werden die Form der Gottseligkeit haben, dann sollten wir erwarten, dass es auch in Gottes wahrer Gemeinde Menschen gibt, die nicht wirklich bekehrt sind, die quasi faule Fische sind. Das ist schon immer so gewesen zu allen Zeiten.

[17:16] Ich betone das aus einem Grund, weil einer der Hauptgründe, warum Menschen sich vom Glauben und von der Gemeinde distanzieren, einer der Hauptgründe ist, nicht weil sie die Bibel lange studieren und sagen, das kann nicht sein, sondern weil sie Menschen sehen in der Gemeinde, die nicht so leben, wie es eigentlich die Bibel sagt oder in der Gemeinde gelehrt wird und die dann enttäuscht sind, die das für Heuchlerei halten, in dem Fall sogar zu Recht, und sich deswegen davon distanzieren. Und deswegen sagt Jesus mit dem Gleichnis zum zweiten Mal, wundert euch nicht, wenn es in Gottes eigener Gemeinde Menschen gibt, die da eigentlich nicht hingehören. Das ist der Lauf der Dinge.

[17:58] In dem gleichen Brief, in Kapitel 2, schreibt Paulus, in einem großen Haus sind nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene und die einen zu Ehre und die anderen zu Unehre. Also wir sehen hier auch, es gibt Geschwister, es gibt Menschen, die zu Ehre Gottes abholen. An der Stelle geht es sogar auch noch ein bisschen weiter. Es geht nicht nur um die Gemeinde, es geht auch um Weltmenschen. Das ist nochmal ein anderes Thema, aber schon ein guter Punkt. Paulus spricht ganz oft von falschen Brüdern, die sich eingeschlichen haben. Er spricht von falschen Lehrern, die kommen werden. Er spricht von falschen Aposteln, die sich verkleiden, so als Diener des Lichts. Also Paulus hat das immer und immer wieder erwarnt. Und auch nicht nur Paulus, auch der Jakobus, Judas warnt auch vor den Brüdern, den Menschen, die sich eingeschlichen haben. Das kommt immer und immer wieder.

[18:51] Schaut mal mit mir in 1. Johannes, auch Johannes erwähnt das. 1. Johannes, Kapitel 2 und dort Vers 18 und 19. Das ist ein ganz krasser Vers eigentlich. In 1. Johannes 2, Vers 18 und 19. Macht dir mal jemand vorlesen. Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns, denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.

[19:35] Okay, also Paulus sagt, da gibt es Antichristen. Das sind so Vorläufer des echten Antichristen, der dann später in der Geschichte sich offenbart hat, nach Daniel 7 usw. Aber schon diese Menschen, die die Gemeinde verführen, die die Gemeinde verlassen haben, woher kommen die? Sind die vom Himmel gefallen? Woher kommen die? Die kommen aus der Gemeinde. Das heißt, es gab einen Zeitpunkt, wo sie in der Gemeinde waren und jetzt sagt Johannes etwas Interessantes. Er sagt, sie waren in der Gemeinde, aber sie gehörten nicht zu uns. Das heißt, Johannes hat verstanden, das waren dann faule Fische sozusagen. Und wenn das in der Urgemeinde so gewesen ist, dann sollten wir das auch in unserer Zeit erwarten, auch wenn es nicht schön ist.

[20:19] Paulus sagt, zwischen euch kommen die Wölfe. Apostelgeschichte 20, nicht wahr? Er sagt, aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lernen werden. Innerhalb. Das heißt, die Gemeinde, die Christenheit, wird nicht nur von außen bedroht, schon immer, sie wird auch von innen bedroht.

[20:40] Und jetzt ist natürlich die Frage, die auch schon im Gleichnis von Unkraut und Weizen aufgekommen ist, soll man das ausreißen? Sollen wir hingehen und das Unkraut ausreißen? Da ist unsere Aufgabe jetzt zu überlegen, du bist ein treuer Christ, du bist kein treuer Christ. Nun, wir haben damals gesehen, natürlich offene Sünde mussten nach Matthäus 18 behandelt werden. Aber hier geht es ja gerade darum, dass viele von denen, die wir gerade behandelt haben, die sind ja in die Gemeinde gekommen worden, zu einem Zeitpunkt, wo Johannes und Petrus und die anderen Gemeindeleiter gewesen sind. Und die sind trotzdem reingekommen. Auch Johannes und Petrus haben das nicht erkannt. Und die sind trotzdem reingekommen, weil das menschliche Herz von einem Menschen nicht durchdrungen werden kann. Niemand von uns kann wirklich genau sagen, was im Herzen eines anderen vorgeht. Und Jesus möchte also deutlich machen, es ist auch nicht meine oder deine oder unsere Aufgabe, jetzt durch die Gemeinde zu gehen und zu sagen, ah, die Gemeinde, der geht schlecht, weil du bist ein falscher Christ oder du bist ein Heuchler. Das ist nicht die Aufgabe, sondern Jesus zeigt, das Evangelium sich ausbreitet, es auch falsche Geschwister geben wird. Aber es kommt der Zeitpunkt, wo Gott sich darum kümmern wird.

[21:59] Also der Fokus des Gleichnisses ist gerade nicht zu sagen, oh, das sind falsche Brüder, wir müssen sie alle identifizieren. Hast du einen gefunden? Sondern der Fokus des Gleichnisses ist, obwohl es falsche Brüder gibt, mach dir keine Gedanken. Gott kümmert sich darum, hört nicht auf zu fischen. Man könnte ja denken, okay, dann hören wir lieber auf zu fischen. Wenn wir unsere kleine Gemeinde haben, wo wir uns alle gut kennen, alle geistlich sind, dann bleiben wir, wie wir sind. Wenn wir jetzt fischen, dann kommen vielleicht negativ, also faule Fische hinein. Aber Jesus sagt, nein, nein, mach das weiter. Das wird man nicht verhindern können, aber Gott hat das unter Kontrolle. Und es kommt der Zeitpunkt, wo Gott sich darum kümmert.

[22:40] Ann hat gesagt früher, dass der Paulus zwei Geschwister mit Namen nennt und Johannes nennt im dritten Brief auch einen interessanten Namen, den sogenannten Diotrephes, der unter ihnen gern der Erste wäre, nimmt uns nicht an. Also wir sehen, dass es auch solche gibt, die wollen Erste und die dann irgendwie schlecht behandeln die andere. Genau.

[23:03] Wann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die guten Fische von den faulen Fischen zu trennen? Wann ist er gekommen? Im Gleichnis. Ja, im Gleichnis erstmal. Also beim Fischen. Wann ist der Zeitpunkt gekommen? Als voll. Und wenn das Fischnetz für die Mission der Gemeinde steht, wann wird getrennt? Wenn die Mission erfüllt ist. Wenn der Plan voll gemacht ist sozusagen.

[23:34] Als das Netz voll ist mit Fischen, was machen die Fische? Habt ihr genau gelesen, was machen die? Was machen die? Ja, bevor sie die jetzt in die beiden, also was machen sie vorher? Das übersieht man leicht. Ja, bevor sie die sammeln, was machen sie? Schaut mal in Vers 48. Was machen sie, als es voll war? Sie zogen es ans Ufer und? Sie setzten sich. Kleinste Teil, aber nicht ohne Grund. Warum? Man hätte auch einfach schon im Boot schnell das machen können, oder? Sondern sie setzen sich. Was drückt das aus, wenn sie sich jetzt hinsetzen, um zu entscheiden? Die nehmen sich Zeit. Das ist also nicht so, dass jetzt auf dem Boot, ah, wir kommen gleich ans Ufer, wir müssen gleich verkaufen. Ach, der ist schlecht, der ist schlecht. Nicht wahr? Schnell, keine Zeit verlieren. Sondern nein, sie kommen ans Ufer. Sie setzen sich und jetzt gehen sie das Netz durch. Guter Fisch. Bisschen klein, aber guter Fisch. Ziemlich klein, aber kann man auch essen. Guter Fisch. Fauler Fisch. Das kann man ungenießbar, muss man wegschmeißen. Sie gehen also sorgfältig durch. Und das ist wichtig, weil genau das ja am Ende geschehen muss. Es muss sorgfältig geprüft werden. Und das ist nicht das Werk von Menschen, sondern das Werk Gottes. Jesus will also deutlich machen, diese Trennung zwischen echten Christen und Scheinchristen ist nicht etwas, was man so hastig nebenbei, so ich habe den fünf Minuten beobachtet im Gottesdienst, oder ich kenne ihn schon seit fünf Jahren. Nein, nein. Nur der, der die Herzen kennt, der sich genügend Zeit nimmt und genau weiß, was er tut, er kann die Guten von den Schlechten unterscheiden. Und das ist ein sehr wichtiger Punkt.

[25:37] Ellen White sagt, wenn die Mission des Evangeliums vollendet ist, dann wird das Gericht die Trennung durchführen. Erst muss das Evangelium in die Welt getragen werden. Erst muss das Netz voll werden, dann wird getrennt. Guter Fisch, fauler Fisch. Wenn wir uns also ablenken lassen von unserer Mission, weil wir denken, wir müssen jetzt in der Gemeinde gucken, du bist gut, du bist faul, du bist gut, du bist faul, dann tun wir etwas sehr Sinnloses, weil wir tun dann die Arbeit, die Gott sowieso noch tun würde am Ende und vernachlässigen die Arbeit, die wir aber jetzt tun sollen. Wir sollten die Arbeit tun, die Gott uns gegeben hat, nicht die Arbeit, die Gott nachher später selbst tun wird. Das ist, glaube ich, sehr, sehr wichtig. Denn wie viel missionarisches Potenzial geht verloren, weil Menschen denken, sie sind berufen zu entscheiden, wer ein guter und wer ein fauler Fisch ist.

[26:44] Ja, du hast aber vor kurzem etwas Wichtiges gesagt, wo aber offene Sache ist. Ja. Sollte man tun, denn wir haben eine Geschichte, Achan und auch viele andere, und die zeigen uns, was für ein Unglück sogar eine offene Sünde in die Gemeinde bringen kann. Ja, das ist ohne Frage. Das ist sehr wichtig. Aber das ist ja nicht der Punkt des Gleichnisses. Also mit anderen Worten, wenn man jetzt ein Netz durch den See wirft und dann sieht man plötzlich einen großen Gegenstand, so einen Metallgegenstand, der das Netz droht zu zerstören, dann wartet man nicht, bis das Netz voll ist, sondern reißt ihn gleich raus, oder? Aber wenn das alles aussehen wie Fische, dann wartet man bis ans Ende. Der Fischer hört nicht jedes Mal auf, wenn ein Fisch ins Netz geht und taucht erst und guckt, ob da wieder Fisch ist. Er wartet bis ans Ende und dann entscheidet er.

[27:35] Nun, schaut mal in Vers 49. Jetzt kommt die Auslegung. So wird es wann sein? Um welche Zeit geht es hier eigentlich? So wird es wann sein? Am Ende der Weltzeit sein. Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und Zähne knirschen sein. Wo haben wir ganz ähnliche Worte schon gelesen? Mit dem Heulen, mit dem Zähne knirschen, mit dem Ende der Weltzeit. Wo hat man schon fast genau die gleichen Formulierungen gefunden? Wo? Ihr habt es vorhin schon gesagt. Im Gleichnis mit dem Unkraut. Schaut mal nur ein paar Verse weiter vor. Da heißt es nämlich hier in Vers 39. Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Weltzeit. Also wenn die in der Predigt aufgepasst haben, haben die gemerkt, hey, kurz zuvor hat Jesus schon mal über dasselbe Thema gesprochen. Ende der Weltzeit. Und dann in Vers 40. Gleich wie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussennen. Haben wir auch in Vers 49 die Engel. Und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben, aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und das Zähne knirschen sein. Könnt ihr sehen, dass es fast identische Formulierungen sind. Jesus möchte unbedingt, dass die Jünger und auch die Menschen verstehen, dass diese Gleichnisse vom Selben reden.

[29:10] In Matthäus 22, glaube ich, da steht diese Hochzeit. Und da ist der Mann ohne Kleid. Und Jesus sagt am Ende, da wird das Heulen und das Zähne knirschen sein. Also wir sehen das sogar im Untersuchungsgericht. Und da kommt eine Situation ähnlich. Ja, genau. Das haben wir in den Endzeitreden, immer gerade um Jerusalem herum, als er dann in Jerusalem ist. Matthäus 22 und 24, 25. Immer wieder dieser Gedanke, dass dann das Gericht entscheidet.

[29:41] Also schaut mal. Das Interessante ist, mein Leben wird nicht beurteilt von anderen Menschen. Ob ich ein echter Christ bin oder nicht, wird von dem beurteilt, dem ich vorgebe nachzufolgen, nämlich von Christus. Was wiederum zeigt, dass wir eine Sache zuallererst tun sollten in unserem Leben, nämlich wirklich mit Jesus verbunden sein, Jesus kennen, Jesus unseren Freund nennen können. Denn wenn Jesus auf meiner Seite ist, brauche ich nicht zu befürchten, aussortiert zu werden, oder? Wenn Jesus nicht auf meiner Seite ist, dann nützt es nichts, wenn alle anderen in der Gemeinde denken, ich bin auf Jesus Seite. Wenn er nicht auf meiner Seite ist, ist es nur Schein. Deswegen, wonach Jesus sich sehnt, sind nicht Menschen, die einen guten Eindruck in der Gemeinde lassen, sondern Menschen, die zu Hause im stillen Kämmerlein aufrichtige, ehrliche, echte Christen sind. Die auch dann Christen sind, wenn keiner zuschaut.

[30:48] Ja, einer von den ersten Texten, die habe ich auswendig gelernt, war 2. Timotheus 2,19. Und warum? Weil da steht, doch der feste Grund Gott steht und hat diese Siegel, der erkennt die seinen Sinn und jeder, der den Namen des Herrn nennt, steht ab von Ungerechtigkeit. Also ich will sehen, dass Gott kennt diejenigen, die sich zu ihm bekennen, die müssen auch von Ungerechtigkeit wegstehen. Ja. Das ist ein Kennzeichen innerhalb auch der Gemeinde.

[31:15] Jetzt schauen wir mal in Matthäus 13 nochmal. Wie heißen denn die beiden Gruppen am Ende, die alle von dem Evangeliums-Fischnetz eingesammelt wurden? Die zwei Gruppen haben zwei Namen. Wie heißen die? Frau und Frau. Ja, okay, genau. Aber in Vers 49. Böse und Gerechte. Man würde ja denken, die Gerechten, das sind die im Volk Gottes und die Bösen, das sind die, die nichts mit Gott zu tun haben wollen. Die Atheisten vielleicht oder so, ja. Aber Jesus sagt, innerhalb der Gemeinde, innerhalb der Christenheit, innerhalb des Volkes Gottes gibt es wohl Böse als auch Gerechte.

[31:57] Kennt ihr einen Text, wo Leute von Jesus als Böse bezeichnet werden, obwohl sie selbst denken, dass sie eigentlich Christen sind? Ja, genau, Matthäus 7. In der Bergpredigt. Können wir kurz mal hingehen. Wer mag das mal lesen? In Matthäus 7. Und dort Vers 21 bis 23. Matthäus 21 bis 23. Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen, Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen Geweißt sagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen, ich habe euch nie gekannt, weicht von mir ihr Gesetzlosen.

[32:57] Könnt ihr sehen, wie solche Menschen offensichtlich selbst dachten und auch viele andere dachten, dass die gute Christen sind? Ich meine, die haben Wunder getan, die haben Dämonen ausgetrieben, die haben im Namen Gottes gebetet. Aber der entscheidende Punkt ist, Jesus sagt, sie sind, was ist ihr Problem? Sie sind, sie sind gesetzlos. Sie haben das Gesetz Gottes gebrochen und zwar offensichtlich bewusst, wissentlich und deswegen sind sie böse, gesetzlos. Das heißt, das Gesetz Gottes spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterscheidung.

[33:31] Was ist denn, sofort, was ist denn Gerechtigkeit nach der Bibel? Ja, das sind die, die die Gebote halten und zwar nicht aus eigener Kraft, weil das kann kein Mensch, sondern durch die Kraft Gottes, indem sie mit ihm kooperieren, durch die Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Was wir hier sehen ist, durch die Formulierung Böse und Gerechte, das Evangelium, die Gnade Gottes, wird allen Menschen angeboten. Sie bringt auch viele Menschen in die Gemeinde, aber welcher Art Fisch man ist, sozusagen, entscheidet sich letztendlich nicht an dem Netz, sondern an dem Gesetz. Denn die Werke offenbaren, ob man die Gnade angenommen hat oder man sie nur behauptet hat. Denn es ist relativ einfach zu sagen, ich liebe Gott. Das geht relativ schnell von den Lippen. Es ist relativ einfach, ein Loblied für Gott zu singen oder auch ein Gebet zu sprechen, wenn man sich überwindet, im öffentlichen Raum zu beten. Aber tatsächlich Gottes Gebote zu halten, auch wenn keine Gemeinde drumherum ist, ein echter Christ zu sein, das geht nur, wenn ich mein Leben Jesus übergeben habe und täglich diese Übergabe erneuere.

[34:46] In der Bibel Johannes 3, Vers 10 steht geschrieben, gibt es Kinder Gottes und Kinder des Teufels. Ganz genau.

[34:56] Nun, Jesus sagt ja etwas ziemlich krasses. Er sagt, sie werden dann in den Feuerofen geworfen werden und wir werden jetzt in der Offenbarung 20 noch mehr studieren, was das bedeutet. Nicht wahr, ihr wisst, die Bibel spricht nicht von einer ewig brennenden Hölle, sondern sie spricht von einem Ereignis, wo die Gottlosen dann vernichtet werden. Aber vielleicht gehen wir ganz kurz zur Offenbarung 14, Vers 10 bis 11, wo das angedeutet ist. Offenbarung 14, Vers 10 und 11. Wer mag das mal lesen? So wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.

[35:57] Ich will auf einen Punkt hier eingehen, nämlich wenn die Ungläubigen am Ende verbrannt werden, nach den tausend Jahren, dann steht hier, dann geschieht das vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Wer ist denn das Lamm? Jesus, oder? Das heißt, diese Vernichtung der Gottlosen ist kein Racheakt Gottes im Sinne, wo er einfach sich revanchiert, sondern er geschieht vor dem, der für jeden Einzelnen von denen gestorben ist, der quasi sein eigenes Leben gegeben hat. Und die Gottlosen werden nicht einfach vernichtet, weil Gott sagt, deine Nase ist mir zu lang oder zu kurz, oder ich mag dich nicht, sondern weil diese Menschen nicht mit Gott leben wollen. Sie hassen Gott, sie haben das Evangelium abgelehnt, und Gott kann sie nicht am Leben erhalten, denn es gibt keine andere Quelle des Lebens außer Gott. Sie haben sich vom Leben abgeschnitten. Und das ist sehr interessant, diese Vernichtung der Gottlosen. Gott ist immer noch derselbe, er ist immer noch derselbe Lamm, derselbe Jesus, der für sie gestorben ist, vor dem sie vernichtet werden. Das muss man immer ein bisschen im Hinterkopf behalten.

[37:09] Die Ellen White sagt etwas sehr Interessantes. Im Buch Christi Gleichnisse sagt sie, Jesus sah voraus, dass es falsche Brüder in der Gemeinde geben würde und deswegen der Weg der Wahrheit einen schlechten Ruf haben würde. Könnt ihr euch das vorstellen, dass wenn es Leute in der Gemeinde gibt, die behaupten, Christen zu sein, und benehmen sich total daneben, dass dann Leute drumherum sagen, ihr wollt Christen sein. Übrigens, wenn man Kirchengeschichte anschaut, das ist angefüllt mit Leuten, die sagen, die sind Christen und tun die schrecklichsten Dinge. Viele Menschen wollen heute keine Christen sein, weil sie sagen, schau mal, was die Kirche damals alles gemacht hat. Das ist genau das.

[37:52] Jetzt, die Welt würde das Evangelium ablehnen, wegen dem inkonsequenten Leben der falschen Christen. Und dann sagt sie Folgendes, weil diese Sünder in der Gemeinde sind, würden Menschen in der Gefahr sein zu denken, dass Gott ihre Sünden auch entschuldigt. Also in anderen Worten, jetzt bin ich vielleicht ein Mensch, der auf der Suche ist nach dem Evangelium, oder nach der Wahrheit, und ich entdecke die Wahrheit, ich fange an, mich für die Bibel zu interessieren, und ich stelle fest, dass es eine bestimmte Sünde in meinem Leben gibt, ich stehle oder ich benutze schlechte Worte. Und ich bin jetzt überzeugt, das sollte ich eigentlich nicht tun, es fällt mir schwer, es zu lassen. Jetzt komme ich in die Gemeinde und sehe dort Leute, die mit langer Erfahrung in der Gemeinde sind, viel schon gemacht haben, vielleicht hohe Positionen haben, fromm reden, und dann sehe ich, dass die genau dasselbe tun, was ich auch tue. Was denkt jetzt wohl der Suchende? Der denkt, so schlimm kann es ja nicht sein. Wenn die in bester Position in der Gemeinde sind, das stärkt die Sünde im Leben von anderen. Und das muss man sich mal bewusst machen, dass wenn wir mit uns selbst so nachlässig sind, dass wir anderen auch zum Stolperstein werden können.

[39:19] Im Zeugnis der Bahn 6, mich erinnere, schreibt Ellen White, und das passt zu dem, was hast du gerade jetzt gesagt, dass der Herd in letzter Zeit nicht so viele zu uns führt, wegen der vielen ungeheiligten Waschfallen. Einfluss hätten diese an die Neubekehrten. Also es geht in diese gleiche Richtung. Und jetzt kommt der Schlusssatz, sie sagt nämlich hier, deswegen, weil das so ist, und weil jetzt viele Gemeindeglieder oder viele treue Christen verzweifeln könnten, ja, was machen wir denn jetzt? Wir können die Gemeinde nicht reinigen, ja, und das ist trotzdem irgendwie schwierig. Da sagt sie jetzt, deswegen hat Christus den Vorhang von der Zukunft beiseite geschoben und hat allen gezeigt, dass es der Charakter ist, nicht die Position, die das Schicksal des Menschen entscheidet. Er zeigt also durch das Gleichnis, auch wenn man den Eindruck hat, das sind alles Fische, also gute Fische, sind es am Ende vielleicht doch falsche Fische. Jesus zeigt, es kommt der Zeitpunkt, den müssen wir nicht bestimmen, aber der kommt, wo jeder Heuchler als Heuchler entlarvt wird. Und wo jeder Ungerechte als Ungerechte entlarvt wird.

[40:25] Unsere Aufgabe ist was? Wir müssen auf Jesus schauen und ein positives Beispiel sein. Und vielleicht gibt es auch den manchen faulen Fisch, der noch ein guter Fisch werden kann, nicht wahr? Durch unser gutes Beispiel. Aber was das Gleichnis auch lehrt ist, es gibt doch immer noch Christen, es gibt immer wieder Christen auch, die der Meinung sind, Gott ist so sehr die Liebe, er ist so gut, dass er am Ende alle retten wird. Schon mal gehört? Das nennt man so Universalismus, dass am Ende sogar noch der Teufel bekehrt wird, weil Gott einfach in seiner grenzenlosen Liebe irgendwie alle um sich aufnimmt. Aber diese Gleichnisse zeigen, das ist nicht der Fall. Sie zeigen sehr deutlich, es gibt manche, die werden bis ans Ende faule Fische bleiben. Und wenn das Gericht kommt, gibt es auch keine zweite Chance. Es ist also nicht so, dass wenn jetzt der Fischer die Fische anschaut, dass er sagt, ah, der ist ein fauler Fisch, ich werfe ihn nochmal ins Wasser und lasse ihn da ein paar Minuten da schwimmen, vielleicht wird er gleich besser. Wenn er entschieden hat, gut oder schlecht, war es das. Und die Idee, die viele Menschen haben, na ja, vielleicht gibt es nach dem Gericht nochmal eine Chance und nochmal eine Gnadenzeit vielleicht, oder dann, wenn wir irgendwie vielleicht dann angeblich weiterleben oder so. All das ist Unsinn. Die Möglichkeit, sich für Jesus zu entscheiden, ist jetzt in unserem Leben, bevor wir sterben und bevor Jesus wiederkommt. Das ist unsere Gelegenheit. Danach wird entschieden und dann ist es rechts oder links, gut oder böse, guter Fisch oder fauler Fisch.

[41:59] Die Frage ist jetzt, wann kommt die Masse von Menschen von Babylon zu uns? Ich glaube, lauter Ruf, Sichtung, ohne dass kommen Einzelne, aber im Scharen muss etwas Gründliches geschehen mit unserer Gemeinde. Ich glaube, wir kommen jetzt noch nicht zu diesen großen Scharen, was wir glauben aus Babylon. Viele Millionen zu uns kommen. Das ist ein interessanter Punkt, aber der Punkt bei dem Gleichnis ist ja einfach hier, diese ganze Sache passiert überhaupt erst nur, wenn das Netz voll ist. Das heißt, erstmal muss einfach gefischt werden.

[42:32] Unsere erste Aufgabe, unsere allererste Aufgabe als Christen, ist es, den Missionsauftrag ernst zu nehmen. Das ist unsere allererste Aufgabe und jeder Einzelne von uns muss sich fragen in seinem persönlichen Leben, nehme ich den ernst. Dieser Auftrag lässt sich nicht delegieren an keinen Heimatmissionsleiter, an keinen Evangelisten, an keinen Bibelarbeiter, an keinen, was weiß ich, der lässt sich nicht delegieren. Jeder von uns hat diese Aufgabe. Jesus hat sie uns allen gegeben. Das ist das Allerentscheidendste. Wenn wir das alle tun, der Wiederkommen ist schon sehr viel näher, denn Mission fördert Erweckung und Erweckung fördert Mission. Das ist ein aufstrebender Kreis dann.

[43:16] Und in diesem Sinne, vielleicht enden wir noch mit diesem Gedanken, hat denn Gott Freude daran? Also stellt euch vor, ihr seid ein Fischer und ihr, warum fischt ihr? Man möchte ja die guten Fische haben, oder? Man möchte die guten Fische verkaufen oder essen. Hat ein Fischer Freude an faulen Fischen? Also wenn ein Fischer den ganzen Tag, jetzt denkt mal nach, den ganzen Tag oder die ganze Nacht, da dieses Netz hinter sich her zieht und dann jetzt das Netz inspiziert, freut er sich, wenn ein fauler Fisch ist und sagt, ah, ein fauler Fisch, zum Glück kann ich den wegschmeißen, oder? Ne, sagt er nicht. Er freut sich über jeden guten Fisch und er ärgert sich über jeden, er ist traurig über jeden faulen Fisch, der nutzlos wieder zurückgeschmissen ist, muss. Genau so geht es Gott. Er wünscht sich nicht, dass es faule Fische gibt. Er hat keine Freude daran, die Fische wieder zurückzuwerfen. Er wünscht sich eigentlich, dass alle gute Fische sind.

[44:17] Schaut mal zum Abschluss, letzter Vers, in Hesekiel 33, Hesekiel 33 und dort Vers 11. Da sagt Gott, hier Hesekiel 33 Vers 11, spricht zu ihnen, so wahr ich lebe. Was ist das, wenn jemand sagt, so wahr ich lebe? Wie nennt man das? Ein Schwur. Jesus, Gott schwört hier, so wahr ich lebe, spricht Gott daher, ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehre, von seinem Weg und lebe, kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, oh Haus Israel? Der spricht zum Volk Gottes, aber er spricht nicht zu den Gerechten, er spricht zu den Bösen. Hier spricht der Fischer zu den faulen Fischen und sagt, ich bin noch nicht so weit, dass ich Gericht halte. Solange also das Netz im Wasser ist und du ein fauler Fisch bist, werde ein guter Fisch. Ich habe kein Gefallen daran, Fische wieder zurückzuschmeißen. Gott hat kein Gefallen daran, Menschen in die Gemeinde zu holen, die er dann am Ende doch nicht in den Himmel nehmen kann, weil sie nicht wollen. Gott wünscht sich, dass jeder Einzelne von uns bei ihm ist.

[45:39] Und das Gute ist, wie wird man ein guter Fisch? Durch Gottes Gnade, durch Jesu Blut, das uns verändert, das uns vergibt, das uns reinigt, durch den Heiligen Geist wird jeder faule Fisch, wenn er möchte, ein guter Fisch. Wer von euch möchte gern ein guter Fisch sein und keinen faulen Fisch. Wir wollen doch gemeinsam beten.

[46:13] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Gleichnisse, die so wichtige Punkte so klar und deutlich machen, dass wir sie eigentlich alle wirklich gut verstehen können und dass wir trotzdem immer weiter über nachdenken können und immer neue Anwendungen auch finden für unser persönliches Leben. Herr, wir haben gesehen, dass wir nicht enttäuscht sein müssen, auch wenn es in der Gemeinde Menschen gibt, die sich nicht so verhalten, wie es dein Wort sagt. Und Herr, du zeigst uns das, damit wir nicht entmutigt werden und weglaufen, sondern dass wir uns noch näher an dich halten. Und wir danken dir auch, dass die Gemeinde nicht nur voller fauler Fisch ist, sondern dass es auch viele vom Geist erfüllte gläubige Menschen gibt, die uns auch stärken und ermutigen. Und dafür danken wir dir. Wir danken dir für die Gemeinschaft, die wir haben dürfen und dass du uns auch nicht diese überaus schwere Aufgabe gegeben hast, die für uns unmöglich wäre, zu entscheiden, wer gut und schlecht der Fisch ist, weil wir die Gedanken nicht lesen können. Danke, dass du uns nur die Aufgaben gibst, die wir auch tun können, nämlich zu erzählen, was du mit uns getan hast, was du uns geschenkt hast, dass wir anderen Menschen von dir erzählen und sie zu dir bringen. Danke, dass du die schwierigen Aufgaben, nämlich zu entscheiden, was die Motive und Gedanken eines Menschen waren, dass du das selbst tust, der du das alleine tun kannst. Und danke, dass du uns dadurch auch Geduld lernst, dass wir wissen dürfen, dass auch wenn in dieser Welt, vielleicht sogar in dieser Gemeinde, viel Ungerechtigkeit herrscht, dass wenn du einmal wieder kommst, Herr Jesus, dass du für absolute Gerechtigkeit sorgst und dass wir wissen dürfen, dass jeder echte Christ und sei er noch so schwach und noch so ungebildet und noch so kurz im Glauben, wenn er ein echter Christ ist, nicht zu befürchten hat, weil er mit dir verbunden ist. So bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns zu guten Fischen machst, im Sinn dieses Gleichnisses. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[48:27] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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