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In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Geburt Jesu aus der Perspektive des Matthäusevangeliums. Er erklärt die Bedeutung der Jungfrauengeburt und die Rolle Josefs, der trotz der Umstände gerecht und barmherzig handelt. Die Ausführungen verbinden biblische Texte aus dem Alten und Neuen Testament, um die tiefe theologische Bedeutung von Jesu Ankunft und seiner Mission, die Menschen von ihren Sünden zu erretten, zu verdeutlichen.

In dieser Predigt wird die Geburt Jesu aus der Perspektive von Josef beleuchtet, basierend auf dem Matthäusevangelium. Es wird erklärt, warum die Beteiligung des Heiligen Geistes bei Jesu Empfängnis entscheidend war und wie Josef mit der Situation umging, als er von Marias Schwangerschaft erfuhr. Die Bedeutung des Namens Jesus als „Der Herr ist Retter“ und die Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen werden ebenso thematisiert wie die tiefere Bedeutung von „Gott mit uns“.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Serie „Der Ersehnte“. Nach, ich glaube, vier oder fünf Wochen Pause oder so, sind wir wieder zurück mit unserem Studium über das Leben Jesu. Und wenn ihr euch noch erinnert, haben wir in den vorherigen Folgen uns viel mit Lukas 1 beschäftigt. Wir sind chronologisch hindurchgegangen durch die Geschichten, die die Zeit vor seiner Geburt betroffen haben. Und heute werden wir einen Ausflug ins Matthäusevangelium machen, weil dort eine Geschichte steht, die jetzt chronologisch am nächsten kommt. Und dann ab nächster Woche gehen wir wieder nach Lukas, dann nach Lukas 2. Bevor wir beginnen, möchte ich euch wie immer einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:24] Lieber Vater im Himmel, hab Dank für diesen wunderbaren Tag, hab Dank, dass du bei uns bist und dass du uns jeden Tag aufs Neue führst und leitest. Wir danken dir für all die Segnungen, die du für uns bereithältst und auch jetzt an diesem Abend, dass wir deinem Wort lesen können, lernen können, neue Dinge verstehen dürfen und alte uns wieder ins Gedächtnis rufen können. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist anwesend bist und dass wir verstehen, was du uns heute sagen möchtest. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:54] Lass uns aufschlagen, Matthäus, Kapitel 1. Wir haben, wie gesagt, ja im Lukasevangelium das ganze erste Kapitel hindurchgearbeitet und wir waren stehen geblieben. Weiß jemand noch, das Letzte, was wir gemacht haben vor der vier Wochen Pause? Das Ende vom Lukasevangelium, das stimmt. Aber was war diese letzte Geschichte oder dieser letzte Abschnitt, den wir betrachtet haben? Kann mich jemand noch erinnern? Der Lobgesang des Zacharias. Ja, der Johannes der Täufer war geboren worden, der ist dann beschnitten worden, hat seinen Namen bekommen Johannes und dann hat Zacharias diesen Lobgesang, diese Weissagung, diese Prophezeiung ausgesprochen über den kommenden Messias und die Rolle von Johannes. Und wir hatten gesehen, dass kurz vor der Geburt von Johannes die Maria wieder zurückgekehrt ist an ihren eigentlichen Heimatort. Und der war was für ein Heimatort? Wo ist sie wohnhaft gewesen? In Nazareth. Genau. Weiß jemand noch, wie lange sie ungefähr bei der Elisabeth gewesen war? Drei Monate war es ungefähr, weil die Elisabeth war ja schon im sechsten Monat schwanger, als sie gekommen ist. Und in dieser Zeit hinein, man kann jetzt nicht ganz genau sagen, ob das, was wir jetzt lesen, direkt nach der Weissagung von Zacharias gewesen ist oder etwa zur gleichen Zeit. Jedenfalls sind wir jetzt in Matthäus 1 und da berichtet Matthäus etwas, was Lukas nicht erwähnt. Ihr wisst ja, der Lukas erzählt alles aus der Perspektive von Maria. Das Geschlechtsregister ist das Geschlechtsregister von Maria und all die Geschichten sind immer mit Maria im Zentrum. Und Matthäus, der kümmert sich mehr um den Josef. Und so sehen wir jetzt die Geschichte aus der Perspektive von Josef, der noch nicht so viel bisher beteiligt gewesen ist.

[3:53] Fangen wir mal an in Matthäus 1, Vers 18. „Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise, als nämlich seine Mutter Maria mit Josef verlobt war. Noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war.“ Das ist die erste Geschichte, die Matthäus erzählt. Vorher haben wir nur das Geschlechtsregister, das von Abraham bis zu Josef geht. Und dann fängt es jetzt an über die Geburt Jesu allgemein. Das ist noch nicht die Geburtsgeschichte, aber der Beginn davon. Übrigens das Wort Geburt auf Griechisch ist das Wort Genesis. Kennt ihr das? Genesis, so wird auch das erste Buch Mose bezeichnet, der Ursprung, der Anfang. Und das ist jetzt hier der Anfang aus der Perspektive von Matthäus. Und wie gesagt, sein Fokus liegt auf Josef und der war mit Maria in einer Beziehung. Jetzt, was war der Beziehungsstatus zwischen Maria und Josef? Sie waren verlobt. Ganz genau. Gleich noch deutlich sehen, was das im Einzelnen bedeutet hat. Und sie waren, wie es sehr deutlich heißt, noch nicht zusammengekommen. Und doch heißt es, es erwies sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war. Wie hat sich denn das erwiesen? Genau, das heißt also, es lohnt sich hier so ein bisschen mal in die Situation des Josef sich hinein zu versetzen. Der war ja schon einige Zeit mit ihr verlobt. Wir lesen schon in Lukas 1, als die Maria den Engel trifft, dass sie verlobt gewesen ist mit Josef. Und jetzt ist die Maria weg. Drei Monate und sie kommt wieder. Und es erweist sich, ihr Bauch fängt an sich zu wölben, dass sie schwanger ist. Jetzt, was hat der Josef wahrscheinlich gedacht? Oder was hätte er vielleicht denken können? Und wir kennen die Geschichte, wie sie ausgeht, aber diese ersten Verse werden gleich deutlich machen, dass er sich tatsächlich nicht ganz so hundertprozentig sicher gewesen ist, was hier passiert ist.

[6:13] Jetzt die Bibel, der Matthäus sagt gleich von Anfang an, klar, sie war schwanger vom Heiligen Geist. Das hat ja der Engel ihr gesagt. „Der Heilige Geist wird dich überschatten“, hatten wir gelesen in Lukas 1, Vers 35. Und Gott hatte ja schon seit langen, seit Jahrhunderten verheißen, dass der Messias kommen würde. Übrigens, warum ist das so wichtig, dass der Heilige Geist mitbeteiligt war bei der Fleischwerdung Jesu? Hat jemand eine Idee, warum das so entscheidend ist, dass der Heilige Geist hier die führende Rolle gehabt hat? Er ist der, der auf Erden wirkt. Ja, okay. Ich meine, es gibt ja manchmal Leute, gerade so in dieser Anti-Trinitaria-Szene, die dann sagen, der Heilige Geist ist Jesus. Und der Vers zeigt mal wieder, dass das gar nicht sein kann, weil Jesus hat sich nicht selbst gezeugt. Der Heilige Geist hat dafür gesorgt, dass Jesus, wie auch immer das genau im Detail gewesen ist, in diesen Leib von Maria gekommen ist. Und es gibt einen theologischen Grund, den wir durchaus mal anschauen wollen. Lasst mal euren Finger hier drinnen und geht mal mit mir zu Hiob 15, Vers 14. Hiob 15, Vers 14. 15, Vers 14. Hiob 15, Vers 14. Und da wird eine Frage gestellt, die ganz interessant ist. Die Frage ist nämlich, „Was ist der Sterbliche, dass er rein sein sollte? Und wie kann der von einer Frau Geborene gerecht sein?“ Also die Frage ist sehr einfach, wie kann jemand, der von einer menschlichen Person geboren wird, von einer Frau geboren wird, wie kann der rein sein? Weil wie der David ja sagt, „in Sünde bin ich empfangen worden, in Sünde bin ich geboren.“ Obwohl wir nicht durch unsere Geburt bereits schuldig sind. Es gibt keine Erbsünde, die von Adam weitergereicht wird. Sagt die Bibel doch, dass es Tendenzen, dass es Dinge gibt, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Und wenn Jesus nur das Produkt von zwei Menschen gewesen wäre, hätte er nicht der gerechte, heilige Erlöser sein können. Das ist sehr, sehr wichtig. In Jesu, ihr kennt die Aussprache von Goethe, es sind zwei Seelen in meiner Brust. Das ist natürlich Unfug bei Goethe gewesen, aber bei Jesus stimmt das in gewisser Weise. Da gab es das Menschliche in ihm, all das, was er von Maria vererbt bekommen hat, aber dann gab es auch das Göttliche in ihm, das vom Heiligen Geist. Und das darf man nie aus den Augen verlieren, muss beide Seiten immer ausgewogen nebeneinander haben.

[9:09] Und naja, schauen wir mal zurück zu Matthäus und gucken wir jetzt ein bisschen genauer an, was hier passiert ist. Also Maria war vom Heiligen Geist schwanger, aber Josef war offensichtlich nicht ganz davon überzeugt. Also ich kann mir vorstellen, dass die Maria bestimmt erzählt hat, was vorgefallen ist, oder? Also wenn man einen Engel sieht, dann erzählt man bestimmt seinem Verlobten, dass man das getan hat, oder? Und wahrscheinlich hat er das auch gehört und vielleicht auch erst mal geglaubt, aber wir schauen mal in Vers 19, Matthäus 1, Vers 19: „Aber Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.“ Jetzt der Vers ist sehr interessant. Beim Lesen, was fällt euch automatisch auf, was Ungewöhnliches in diesem Vers? Er war fromm oder gerecht, ja.

[10:08] Also es ist auf jeden Fall, da sind so verschiedene Aspekte, die wir gleich auseinander dividieren müssen, genau, ja. Es steht ihr Mann, habt ihr das gelesen? Ein Vers vorher steht, sie sind verlobt und jetzt steht ihr Mann. Jetzt im deutschen Denken macht das keinen Sinn, entweder ich bin verlobt oder ich bin verheiratet, aber im hebräischen Denken ist das viel näher beieinander, denn eine hebräische Verlobung war quasi fast schon wie eine Heirat, nur dass man nicht gelebt hat wie verheiratete Menschen. Wer sich verlobt hat in Israel, der war rechtsgültig bereits mit der Person verboten. Er hatte noch nicht das Recht, mit ihr zusammenzuleben, war noch keine Hochzeit gewesen, aber man konnte jetzt nicht einfach so auseinander gehen, wie man das heute macht. Heute verlobt man sich und wenn man dann merkt, das wird wohl nichts, dann zieht man die Reißleine ganz schnell und das ist auch gut so. Man sollte niemals einfach nur blind weitergehen. Das war auch in Israel möglich, aber nur durch einen formalen Akt. Das heißt, wenn ich mich verlobt habe, konnte ich diese Verlobung nur, wie sagt man, lösen durch einen rechtskräftigen Akt, durch eine Art Scheidung. Man musste sich also scheiden lassen von seinem Verlobten. Deswegen haben die Hebräer auch die Verlobten bereits als Mann und Frau bezeichnet. Das ist übrigens ganz interessant, ganz nebenbei, lasst mal euren Finger hier drin und geht mal mit mir zu Hosea. Das zeigt nämlich, wie viel Kraft in einer Verheißung Gottes steckt, die man sonst gar nicht richtig versteht. In Hosea, Hosea 2, ihr habt den Vers bestimmt schon mal gelesen, aber wenn ihr das jetzt im Hinterkopf habt, dass Verlobung so etwas Ultimatives, was Festes ist, was man nicht einfach auflösen kann, dann bekommt diese Verheißung in Hosea 2 was ganz frisches Licht. Hosea 2 und dort Vers 21 und 22. Schaut mal in Hosea 2, Vers 21 und 22, da heißt es: „Und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen. Ja, ich will dich mir verloben in Treue.“ Wie oft will er sich verloben? Zwei mal im Vers 21 und einmal im Vers 22, dreimal, interessant. Aber der Punkt ist der, Gott möchte sich mit seinem Volk verloben und wir wissen, die Verlobung ist die Vorbereitung auf die Hochzeit. Jetzt, wann ist die Hochzeit? Nach der Verlobung, ja das stimmt, aber jetzt im biblischen Denken, im Heilsplan Gottes, wann ist die Hochzeit? Bei der Wiederkunft. Das heißt, die Hochzeit ist die Wiederkunft, aber vorher sind wir verlobt. Ja und wenn man das im deutschen Denken lesen würde, würde man denken, naja, also Gott hat einen Bund mit uns gemacht, aber den kann er immer so ohne weiteres auflösen, ja, weil wie man eine Verlobung so einfach auflösen kann. Aber nicht so im hebräischen Denken. Im hebräischen Denken bedeutet das, Gott hat sich quasi mit uns schon verheiratet, nur das letzte, die Hochzeit selbst hat nicht stattgefunden. So wie Maria und Josef bereits legal miteinander verbunden waren, sie haben nur noch nicht zusammen gewohnt, so sind wir mit Gott bereits legal verbunden. Der Brautpreis ist schon bezahlt, es ist alles schon festgelegt, der Vertrag ist gemacht, nur wir wohnen noch nicht mit Gott, weil er noch im Himmel ist und wir auf der Erde. Ja und das ist dann, was die Hochzeit bringt. Die Hochzeit bringt dann unser tatsächliches Zusammenleben und dieser Bund, der kann nicht so einfach aufgelöst werden, nur durch einen rechtskräftigen, durch eine Scheidung. Und das ist interessant, das zeigt also, wie ernst Gott diese Beziehung zu uns nimmt. Und ich denke, das sollte uns anregen, auch die Beziehung zu ihm sehr ernst zu nehmen. Ja, dass es nicht einfach nur so eine Liebesaffäre ist, sondern etwas, was wirklich Bestand hat. Aber jetzt zurück zu Matthäus, das nur als kleiner Ausblick bei diesem Thema Verlobung.

[14:29] Also wir haben gesagt, der Josef, der war gerecht. Kennt ihr noch andere Personen in der Bibel, die auch als gerecht bezeichnet werden? Sammeln wir ein bisschen. Noah wird gerecht genannt, ganz explizit, er war gerecht vor Gott. Noch jemand? Daniel, Hiob, Abraham, ja, weiß nicht, ob Abraham direkt, aber könnte sein. Zacharias, er war gottesfürchtig, heißt er genau. Simeon, den haben wir in Lukas 1 gehabt, nicht wahr? Simeon, der im Tempel gewesen ist, Johannes der Täufer wird von Jesus gerecht genannt. Also in diese Linie von berühmten Glaubenshelden, Männern und Frauen, wird auch dieser Josef hineingestellt. Vom Josef haben wir meistens nicht so viel, wir reden nicht so viel über den Josef, weil der irgendwie mehr so ein Nebendarsteller ist in der Geschichte. War nicht biologisch beteiligt, ist auch relativ früh gestorben, als Jesus dann seinen öffentlichen Dienst beginnt, ist er schon nicht mehr da. Und so ist er so ein bisschen im Halbschatten der Bibel. Aber hier kommt er ganz, ganz interessant bei Werk. Es heißt nämlich, er war gerecht und gleichzeitig wollte er sie nicht der öffentlichen Schande preisgeben. Jetzt, Gerechtigkeit hätte was für eine Reaktion erfordert? Angenommen, er wäre nur gerecht gewesen und er hätte, ja, er wäre nur gerecht gewesen. Was hätte er machen müssen? Er hätte sie vor Gericht stellen müssen, oder? Scheiden lassen müssen, und zwar ganz offiziell, öffentlich, weil der Verdacht bestand, dass sie untreu gewesen ist. Aber er war nicht nur gerecht, er war auch, welches andere Wort könnte man dafür finden? Er war auch, okay Gottesfürchtig. Ja, er war gerecht, das ist das eine, aber da gab es noch ein anderes Prinzip in ihm. Er war gnädig, barmherzig und in seiner Gerechtigkeit wusste er, irgendwas ist hier nicht richtig. Ja, es sieht so aus, als ob ich mich davon distanzieren müsste, aber in seiner Liebe hat er gedacht, ich will ja nicht, dass es ihr schlecht geht. Das ist interessant. Woher kennt ihr dieses Konzept von, da ist Gerechtigkeit, die das eine fordert und da ist die Gnade, die sagt, aber ich möchte trotzdem, dass es ihnen nicht schlecht geht. Das ist Gott selbst, oder? Es gibt wenig Geschichten der Bibel, wo dieser Konflikt zwischen Gerechtigkeit und ich möchte trotzdem das Beste für sie so offensichtlich an die Oberfläche kommt, wie hier bei Josef und ausgerechnet bei der Geschichte, wo Gott Mensch wird. Nun, wir wissen natürlich, dass es gar keinen Grund gab, jetzt irgendwie sie vor Gericht zu stellen, aber er war in dieser Situation und ich glaube, Gott hat es auch bewusst so gemacht, um ihm mal deutlich zu machen, wie es für Gott war, zu sagen, ich möchte gerecht sein, ich muss gerecht sein, aber ich habe sie so lieb. Wie kann ich das miteinander verbinden? Und für ihn war das fast ein unlösbares Puzzle. Wie soll ich das machen? Und das ist natürlich ganz interessant, weil wir dann sehen werden, wie Gott das macht.

[17:36] Jetzt schauen wir mal ganz kurz an, das ist interessanterweise, was wäre die Option gewesen, angenommen der Heilige Geist wäre nicht der Vater gewesen. Habt ihr darüber mal nachgedacht? Rein hypothetisch, das ist natürlich totaler Unsinn, aber nehmen wir mal an, Maria wäre nicht vom Heiligen Geist schwanger gewesen, sondern von jemand anders. Was wäre die Option gewesen? Schauen wir mal im Alten Testament, es gibt zwei Optionen, die möglich gewesen wären. Einmal in 3. Mose, da verstehen wir dann auch die Tragweite dieser Geschichte. 3. Mose 19, Vers 20, das ist die sanftere Option. 3. Mose 19, Vers 20, das heißt es: „Wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihr beiwohnt und sie ist einem Dienstmädchen und einem Mann verlobt, doch nicht losgekauft und die Freiheit ist ihr nicht geschenkt, soll eine Bestrafung stattfinden, aber sie soll nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen.“ Das heißt, eine Option wäre gewesen oder eine Möglichkeit für den außenstehenden Betrachter, dass Josef der Vater ist, oder? Hätte ja theoretisch sein können. In diesem Fall hätte man gesagt, sie war mit ihm bereits verlobt, sie war bereits an ihn gebunden, sie war nicht mehr ganz frei und ja, sie hätte bestraft werden müssen, aber sie hätte nicht sterben müssen. In dem Fall hätte aber Josef etwas auf sich nehmen müssen, was er gar nicht getan hat. Er hätte sagen müssen, ich habe sie geschwängert, obwohl er das gar nicht getan hat. Die andere Option wäre, er hätte sagen können, jemand anders ist es gewesen und in dem Fall hätte dann 5. Mose 22 gegriffen. Schaut mal, 5. Mose 22. Es gibt dieses Gesetz in 4. Mose, wo es das Gesetz der Eifersucht ist, wo man dann diesen Kelch trinken muss und je nachdem wie sich der Bauch verformt, diesen bitteren Trank, genau. Aber das ist jetzt nicht das, was wir anschauen. In 5. Mose 22 und dort Vers 23 oder 24. 23 und 24. 5. Mose 22, Vers 23 und 24: „Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau mit einem Mann verlobt ist und ein anderer Mann trifft sie in der Stadt, also nicht der, mit dem sie verlobt ist, in der Stadt an und liegt bei ihr, so sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinaus führen und sollt sie beide steinigen, dass sie sterben. Das Mädchen deshalb, weil sie in der Stadt nicht geschrien hat, den Mann deshalb, weil er die Frau seines Nächsten geschwächt hat. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten.“ Also, wenn sie mit ihrem Verlobten geschlafen hätte, dann wäre sie bestraft worden, aber hätte nicht gestorben. Wenn sie mit einem anderen geschlafen hätte, dann wäre sie, hätte sie sterben müssen. Waren diese Gesetze zur Zeit von Jesu bei den Pharisäern noch Mode? Haben die das noch versucht durchzusetzen? Denk mal kurz nach. Haben die Pharisäer noch versucht durchzusetzen? Okay, ja, ja. Aber mein Punkt ist der, ja, das stimmt, du hast vollkommen recht. Sie haben da eine Trennung gemacht, die war vollkommen ungerechtfertigt, absolut richtig. Aber mein Punkt ist der, diese Gesetze waren immer noch gegenwärtig. Ja, man hat sich immer noch auf sie berufen, wenn man sie auch falsch interpretiert hat oder angewandt missbraucht hat. Aber das war nicht so, dass man jetzt sagen konnte, in der Zeit Jesu war das nur noch alter Tobak, man hat sich damit nicht mehr beschäftigt. Das war eine reale Gefahr für die Maria. Also hätte der Josef gesagt, schaut mal her, sie war drei Monate weg im Südland, kommt schwanger wieder. Sie erzählt, es war der Heilige Geist. Ja, und er hätte das öffentlich gemacht, das wäre wahrscheinlich ein Todesurteil gewesen. Und von daher sehen wir auch, was für eine gewaltige Last diese Aufgabe auf den Augen, auf den Schultern von Maria gewesen ist. Und auch was für eine große Last das bei Josef gewesen ist. Und was das auch eine Last, ein Leben lang für Jesus gewesen ist, weil es gab viele Leute, die haben die Geschichte vom Heiligen Geist nie geglaubt. Wenn ihr nachlest bei Ellen White im Leben Jesu, selbst bei seiner, kurz vor seiner Kreuzigung, dem Verhör beim Hohen Priester, haben sie ihm das vorgeworfen, als sie ihn geschlagen haben und gesagt haben, weißt du, sage uns, wer schlägt dich? Da haben sie ihm erneut seine zweifelhafte Geburt an den Kopf geworfen mit Worten, die wir jetzt hier nicht ausführen werden. Das hat ihn auch sein Leben lang verfolgt. Und das ist so interessant, dass Gott ganz bewusst einen Weg gewählt hat, der, wenn man nicht wirklich Gottes Wort glaubt, so viel Schande mit sich bringt. Und so viel, also einlädt quasi schon, ja, angezweifelt zu werden. Und das zeigt viel von der Demut Gottes auch.

[22:35] Nun, als wir gesehen haben, er wollte sie entlassen. Er wollte also eine Scheidung, aber er wollte sie nicht öffentlich, weil er wusste, das könnte ihr Leben kosten. Er wollte also, er hat einen Weg gesucht, die Gerechtigkeit mit der Liebe irgendwie zu verbinden. Nur es war ein menschlicher Weg und der war natürlich nicht gut genug, weil nur Gott in der Lage ist, Gerechtigkeit und Liebe miteinander zu versöhnen. Ist es nicht interessant, dass in dem Vers finden wir einen Menschen, der versucht, Gerechtigkeit und Gnade zu verbinden? Er kann es aber nicht. Und gleich zwei Verse weiter unten wird uns gesagt, dass da einer kommt, just durch diese Frau, der tatsächlich Gerechtigkeit und Gnade verbinden wird. Ganz interessant.

[23:26] Jetzt Vers 20, Matthäus 1, Vers 20: „Während er aber dies, wo hatte, im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Josef, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau zu dir zu nehmen, denn was in dir gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.“ Der Vers ist genauso spannend. Was fällt euch auf an diesem Vers? Mehrere Dinge, die wirklich ins Auge stechen. Also er denkt darüber nach, er hat noch mit jemandem darüber gesprochen und Gott geht auf seine Gedanken ein. Kennt ihr noch eine Geschichte in der Bibel, wo jemand was gedacht hat und dann hat Gott genau das offenbart? Nebukadnezzar, im Buch Daniel. Der Nebukadnezzar lag auf dem Bett und hat sich Gedanken gemacht, was kommt in der Zukunft. Die Bibel sagt, er hat sich Gedanken gemacht und sein Herz hat darüber nachgedacht und Gott hat ihm im Traum geantwortet. Übrigens, wenn ihr in Matthäus weiterlest, werdet ihr feststellen, der Josef bekommt immer Träume. Die Maria und der Zacharias, die haben den Engel leibhaftig gesehen, aber der Josef hat immer Träume. Dann später auch in Ägypten und immer bekommt er einen Traum. Gott hat ja viele verschiedene Wege, wie er kommuniziert. Also ein Engel im Traum und ganz spannend fand ich, das ist mir noch nie vorher aufgefallen, bevor ich das jetzt hier vorbereitet habe, wie redet der Engel den Josef an? Sohn Davids, oder? Wer ist denn der Sohn Davids? Steht im gleichen Kapitel, oder? Schaut mal ganz vorne in Kapitel 1, Vers 1. „Geschlechtsregister Jesu Christi des Sohnes Davids.“ Und jetzt kommt der Engel und sagt zu Josef, Sohn Davids. Nun, damit wollte ich natürlich deutlich machen, du bist der Nachfolger Davids, du bist in diesem Geschlechtsregister drin, das ja deswegen auch gleich am Anfang hier präsentiert wird. Und auch wenn du nicht der leibliche Vater bist, bist du doch der, also im geistlichen Sinne, der Erbe und dein, in dem Fall jetzt Adoptivsohn, den Gott dir schenkt, der wird dann der eigentliche Sohn Davids sein. „Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria als deine Frau zu nehmen.“

[25:39] Und das ist ganz interessant, weil es gibt in der Bibel, im Altestament, eine Geschichte, eine Verheißung, eine Prophezeiung, muss ich sagen, wo von der Jungfrauengeburt explizit die Rede ist. Weißt du, welche Prophezeiung das ist? Wo explizit gesagt wird, dass eine Jungfrau ein Kind haben wird? Jesaja, weiß jemand wo? Also 4 ist gut, aber nur für die Versangabe. Es ist Jesaja 7 und dort Vers 14. Und da ist mir auch was Interessantes aufgefallen heute. Schaut mal, Jesaja 7, Vers 14, das berühmte Vers: „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.“ Aber schaut mal, was in Vers 13 vorhersteht und das erklärt, warum der Engel den Josef mit Sohn Davids anspricht. Wie geht Vers 13 los? „Darauf Höre doch, Haus David.“ Also in Vers 13 sagt der Jesaja, höre doch, Haus David. „Ist es euch nicht genug, dass ihr Menschen ermüdet? Müsst ihr auch meinen Gott ermüden?“ Und dann in Vers 14: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden, einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.“ Jetzt kommt der Engel zu Josef und sagt: „Fürchte dich nicht, Sohn Davids, deine Frau ist immer noch Jungfrau und was in ihr wächst, ist vom Heiligen Geist.“ Das heißt, der Josef hat gemerkt, hey, das ist wirklich eine exakte Erfüllung von Jesaja, und zwar Vers für Vers. Wir werden gleich sehen, dass auch noch der nächste Abschnitt auch noch in Matthäus 1 vorkommt. Das ist ganz offensichtlich, dass Matthäus sich hier ständig auf Jesaja bezieht.

[27:53] Gehen wir zu Vers 21. Matthäus 1, Vers 21. Da heißt es: „Sie wird aber einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ Und das ist eine der wichtigsten Verse der ganzen Bibel. Es gibt so Verse in der Bibel, die sind so Ecksteine, Fundamente, auf denen alles andere basiert. So wie 1. Mose 1, Vers 1 oder Johannes 1, Vers 1 und einige andere. Und das ist auch so ein Vers hier. „Sie wird aber einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen ... geben“, kennen wir noch aus zwei anderen Geschichten, die wir schon angeschaut haben, nämlich Johannes der Täufer. „Sie wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Johannes geben.“ Und das war schon eine Parallele ins Alte Testament, wo jemand die gleichen Worte gehört hat. „Sie wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Isaak geben.“ Abraham hatte auch schon diese Worte gehört und zwar identisch. Wenn ihr das Alte Testament auf Griechisch lesen würdet, dann könntet ihr diesen Vers und den bei Abraham im Alten Testament eins zu eins nebeneinander legen. Da ist nur der Name anders. „Sie wird ihm einen Sohn gebären oder sie wird dir einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen ... geben.“ Also wiederum, ihr seht, nicht nur der Lukas, auch der Matthäus und bei dem ja ganz besonders, da ist das Alte Testament einfach mit hineingewoben.

[29:29] Jetzt, Jesus heißt wörtlich übersetzt Erretter. Ja, noch genauer, denn genau der Herr, also Jahwe, ist Retter. Es heißt Jehoshua oder Yahushua und Jah ist die Kurzform von Jahwe und Hoshua, Hosea, ist Retter. Und in dem Sinne ist es, der Herr ist Retter. Und das kommt interessanterweise auch aus dem Alten Testament, wie eigentlich alles hier im Neuen Testament, und zwar aus Psalm 130. Wäre das gedacht, dass der Name Jesu eigentlich aus einem Psalm kommt? Psalm 130? Schaut mal, Psalm 130 und dort Vers 7. Und ach, da haben wir genau diese Idee, von der in Matthäus 1 beschrieben wird. Psalm 130, Vers 7 und 8: „Israel hoffe auf den Herrn, denn bei dem Herrn ist die Gnade und bei ihm ist die Erlösung in Fülle. Ja, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden.“ Was sagt der Engel dem Josef? „Er wird sein Volk, wer ist sein Volk? Also Israel ist sein Volk. Er wird sein Volk Israel erlösen von allen seinen Sünden.“ Das heißt, der Engel zitiert Psalm 130 und sagt, das was dort über den Herrn steht, über Jahwe, das wird gesagt werden über Jesus. Also in anderen Worten, Jesus ist Jahwe. Denn der Herr, er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden und der Engel sagt dann: „Dieses Kind, Jesus, wird sein Volk erlösen von allen seinen Sünden.“ Da habt ihr es schwarz auf weiß. Jesus muss derselbe sein, wie der, der hier J-H-W-H genannt wird.

[31:32] Gehen wir noch zu einem Alttestament in den Text, und zwar in Daniel 9. Daniel 9 kennt ihr natürlich wie eure Westentasche. Daniel 9, Vers 24. Daniel 9, Vers 24. Auch das ist ein Vers, der bestimmt dem Josef durch den Kopf gegangen ist, als er diesen Traum, diesen Engel vor sich sieht. Daniel 9, Vers 24: „Über dein Volk, welches ist das Volk? Israel. Über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen.“ Also Übertretung ein Ende machen, Sünden abtun, Missetat zu sühnen. Das ist das, was in Matthäus 1, Vers 21 heißt. Er wird sein Volk erretten von den Sünden. Worauf haben die Juden gewartet? Errettung von den Römern. Errettung von den Feinden. Und Gott verheißt ihnen Errettung von der Sünde.

[32:50] Jetzt jemand hat schon gesagt, naja, wer wird denn errettet? Wird das Volk Israel errettet oder wird die Welt errettet? Also wer sagt Israel und wer sagt die Welt? Könnten wir irgendein Bibelsvers nennen, dass in der ganzen Welt Menschen von Jesus die Sünden weggenommen bekommen können? Das ist Johannes 1, Vers 12. Also dass er uns ein Anrecht gegeben hat, Kind Gottes zu werden, nicht die, die aus dem Fleisch geboren sind. Johannes 1, Vers 29 sagt, Johannes sagt: „Siehe, das Lamm Gottes trägt die Sünde der Welt hinweg.“ Aber trotzdem sagt Matthäus, er wird sein Volk von den Sünden retten. Was heißt denn das? Wenn Matthäus 1 Recht hat und Johannes 1 Recht hat, also Matthäus 1, Vers 21 sagt, er wird sein Volk, also Israel retten von seinen Sünden und Johannes 1, Vers 29 sagt, dass er die Sünden der Welt trägt. Was bedeutet das? Dass Israel sich auf die ganze Welt bezieht. Jeder, der seine Sünden vergeben bekommt, ist Israel. Das ist ja der ganze Sinn der israelitischen Idee. Israel sind doch diejenigen, die überwinden. Jakob, diejenigen, die sich an Christus festhalten, auch wenn er gehen möchte, die bitten, segne mich oder ich lasse dich nicht los, es sei denn, du segnest mich. Und das heißt, Israel hier, und das ist ja das, was die Juden falsch verstanden haben, sie haben immer Israel rein national gedacht und deswegen das Königreich Gottes nicht verstanden. Und das Interessante ist, dass heute viele Christen denselben Fehler machen, sie bis heute noch Israel rein national definieren, anstatt wie Gott es gemeint hat, als das Volk der Gläubigen. Jeder, der seine Sünden vergeben bekommt, ist Israelit. Aber wer Israel ist, der wird auch von seinen Sünden errettet, nicht in seinen Sünden. Das ist ein großer Unterschied. Das heißt ganz deutlich, er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

[35:35] Schau dir mal zwei, drei Texte dazu an. Epheser 5, weil in diesem einen Vers ist die gesamte Mission von Jesus letztendlich auf dieser Erde beschrieben. Warum ist er gekommen, was ist das Wichtige an seinem Namen? Er ist gekommen, um von den Sünden zu retten. Epheser 5, Vers 25: „Ihr Männer liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die wie sei. Herrlich.“ Und jetzt erklärt er was Herrliches. Herrlich heißt nicht einfach nur, sieht schön aus von der Seite, so dass sie weder Flecken, noch Runzeln, noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Also der Vers ist sehr eindeutig. Er sagt weder Flecken, noch Runzeln, noch irgendetwas Ähnliches. Nicht, dass einer sagen kann, ich habe keine Flecken, ich habe keine Runzeln, ich habe ein bisschen Dreck. Er sagt nichts, egal welches Wort du verwendest, nichts davon soll dabei sein. All die Sünde sollen weggenommen werden, sie sollen tadellos sein. Tadellos heißt, man kann es nicht mehr tadeln. An anderer Stelle sagt der Paulus, unverklagbar, so dass man sie nicht mehr verklagen kann.

[36:50] Anderer Text dazu, Titus. Titus 2, Vers 14. Titus 2, Vers 14. Das ist in diesem Kontext von diesem Wiederkunftsparagrafen hier in Titus 2. In Titus 2, Vers 14 spricht über Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, ähnlich wie im Epheserbrief, um uns von was zu erlösen? Von aller Sünde oder von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen. Auch diese Reinigung, ja. Das Eifrige ist, gute Werke zu tun. Das zieht sich durch das ganze Neue Testament. Das war die Idee von Jesus. Er kam, um von der Sünde zu retten, ein Volk zu reinigen, das ihm ähnlich ist. Noch ein Vers, dann haben wir das, in 1. Johannes. 1. Johannes 1 und dort Vers 7. 1. Johannes 1 und dort Vers 7. Johannes sagt: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Ja, und dann in Vers 9 heißt es: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Das heißt, die Idee der Bibel ist sehr eindeutig, sehr klar. Man kann da gar nicht groß rum diskutieren. Jesus ist nicht gekommen, um uns die Lieblingssünde zu nehmen. Manchmal wird das so ein bisschen so künstlich geteilt. Da gibt es die Lieblingssünde und da gibt es die anderen Sünden. Und dann wird immer so die Idee vermittelt, naja, alle Sünden können wir eh nicht überwinden, aber wenigstens müssen wir unsere Lieblingssünde überwinden. Habt ihr schon mal gehört? Es gibt so, das wird so manchmal gepredigt. Gott erwartet nicht von uns, dass wir alles überwinden, das schafft ja kein Mensch, aber wenigstens unsere Lieblingssünde. Das ist ziemlich grausam, oder? Ja, erstens das, dann wird das eine andere Lieblingssünde. Und warum ist die Lieblingssünde die Lieblingssünde? Weil wir sie am öftesten, also am meisten tun, deswegen am schwächsten dagegen angehen können, oder? Das heißt, wenn es eine Sünde gibt, die besonders schwer zu überwinden ist, dann auch meine Lieblingssünde. Ja, also wenn Gott mir die Kraft geben kann, meine Lieblingssünde zu überwinden, dann kann er die anderen auch überwinden. Ja, also das ist eine total in sich verquere Logik. Ja, absolut.

[39:34] Jetzt zurück zu Matthäus und interessant übrigens noch ganz kurz nebenbei, es heißt ja, du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Im Griechischen ist dieses „er“ noch ganz besonders betont, so als würde man sagen, er ist es, der das Volk von den Sünden rettet. Ja, also die Betonung ist nicht auf Sünden oder auf Retten oder Volk, sondern auf er. Mit anderen Worten, man hat schon Jahrhunderte darauf gewartet, dass irgendjemand mal kommt, der rettet und jetzt sagt der Engel, er ist es. Er ist der, auf den er gewartet hat, von dem der Psalmist gesungen hat im Psalm 130 und Daniel hat davon prophezeit, er ist es. Er ist der Ersehnte.

[40:20] Nun, wie viele Alternativen hat man, wenn man das nicht mit Jesus machen möchte? Gibt es noch eine andere Möglichkeit, seine Sünden loszuwerden? Nein, die Apostelgeschichte sagt, es ist uns kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, in dem wir gerettet werden können. Ja, also deswegen dieser doppelte Finger zeigt, er ist es, kein anderer.

[40:42] Und dann steht in Vers 22, das ist interessant, „Dies alles aber ist geschehen.“ Das ist jetzt Matthäus, der das kommentiert. Also bis hier hat er erzählt, was passiert ist und jetzt kommt Matthäus mit seinem Kommentar: „Dies alles aber ist geschehen“ und das ist so eine Standardformulierung von ihm, „damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten geredet hat.“ Matthäus erzählt immer eine Geschichte und dann sagt er: „Schau her, altes Testament hat sich erfüllt.“ Und da sagt er in Vers 23: „Schaut mal, siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Das heißt übersetzt Gott mit uns.“ Jetzt, das kriegt ihr ganz schnell raus. Woher zitiert ihr? Jesaja 7, das was wir gerade angeschaut haben. Ihr seht also, der Matthäus hat das verstanden mit diesem Haus David und der Jungfrau, der das genau verstanden.

[41:26] Ganz nebenbei, habt ihr mal die Diskussion gehört, dass Leute sagen, Maria war keine Jungfrau, weil das Wort auch junge Frau heißen könnte? Schon mal gehört? Ich habe mal vor einiger Zeit, als ich bei meinen Schwiegereltern war, die haben dann ein Fernsehen laufen gehabt, das war so gerade um die im Dezember, Ende Dezember und dann haben die, dann die Weihnachtsgeschichte wird analysiert und da gab es dann so einen Beitrag im Fernsehen, wo die Mythen und die Fabeln der Weihnachtsgeschichte aufgearbeitet worden sind und da hat dann so in bester Journalistenmanier hat dann der Sprecher gesagt, das hebräische Wort in Jesaja 7 kann sowohl heißen Jungfrau als auch junge Frau und die nächste Szene war Fakt Nummer 1, Maria war keine Jungfrau. Es stimmt, das hebräische Wort in Jesaja 7 kann tatsächlich Jungfrau als auch junge Frau heißen. Das heißt bestenfalls könnte man sagen, im hebräischen ist es unklar. Interessant ist aber, dass das hier ja in Matthäus nicht mehr hebräisch ist, sondern was für eine Sprache. Also man hat zur Zeit von Matthäus Aramäisch gesprochen, das stimmt, aber das Evangelium selbst ist geschrieben in griechisch. Das heißt, wenn man jetzt nachschaut, das griechische Wort für Jungfrau ist Parthenos, weiß nicht, ob ich es richtig ausgesprochen habe. Aber es kann sein, dass es trotzdem im Altgriechischen gibt es viele weibliche Worte auch mit Os und auch männliche Worte mit A. Es ist Parthenos. Da gibt es den Parthenon-Tempel auch in Athen, den Tempel der Jungfrau. Und das Wort im Griechischen ist eineindeutig ohne jeden Zweifel Jungfrau. Kann auch nichts anderes heißen. Das heißt, ja im Alten Testament könnte man es so oder so sehen, aber das Neue Testament, deswegen macht der Matthäus das ja auch für uns, weil wir kein Hebräisch können, da sagt er, es ist auf jeden Fall eine Jungfrau. Er erklärt das. Und übrigens, der ganze Kontext macht sehr deutlich, wenn das heißt, sie sind nicht zusammengekommen und die Maria sagt: „Wie soll das geschehen, ich weiß von keinem Mann“, dann kann man tausendmal über das hebräische Wort philosophieren. Der Kontext macht deutlich, was es meint. Sie war eine Jungfrau.

[44:05] Genitiv wäre dann Parthenu. Es müsste schon der Nominativ sein. Parthenos, Parthenu, Parthenon wäre dann Akkusativ. Egal. Wir können nachher mal nachschneiden, ich habe mein Griechisch Buch dabei.

[44:11] Jetzt lassen wir uns mal ganz kurz zu Jesaja 7 zurückgehen. Das ist nämlich ganz spannend, weil wir haben was übersehen von noch. Wir haben das noch nicht gesagt. Jesaja 7. Weiß jemand von euch, was der Kontext, der größere Kontext von Jesaja 7 ist? Worum geht es da eigentlich? Weil wir lesen diesen einen Vers, Gott wird dir ein Zeichen geben, die Jungfrau wird schwanger werden. Aber das ist ja in eine bestimmte Zeit hineingesprochen. Was ist denn da gerade passiert drumherum? Der Ahas war in einer prekären Situation. Was war denn die Situation? Der Ahas war ein abgefallener König. Ein abgefallener König von? Nord- oder Südreich? Südreich, genau, Juda. Und was war sein Problem? Ja, das stimmt. Aber hier in dem Kapitel, was ist sein Problem? Wenn du so die Verse 1, 2, 3, 4, 5 so liest. Ja, nicht so richtig ganz. Andere haben sich gegen ihn verbündet. Das Nordreich Israel und die mächtigen Aramea haben sich gegen Juda verbündet und haben jetzt angefangen Krieg zu führen oder wollten Jerusalem erobern. Das heißt, der Ahas ist in einer Verteidigungslage. Er wird angegriffen. Er befindet sich im Krieg. Und in dieser Situation, er ist im Krieg, er wird angegriffen und zwar von einem übermächtigen Feind. Das Nordreich hat mehr Stämme als das Südreich und die sind außerdem verbunden mit den Aramea. Übermächtiger Feind. Er wird angegriffen. Er selbst ist schwach. Er selbst ist abgefallen. Und in der Situation sagt der Jesaja zu Ahas in Vers 11: „Er bitte ein Zeichen von dem Herrn, deinem Gott, er bitte es in der Tiefe oder droben in der Höhe.“ Und was sagt Ahas in Vers 12? „Ich würde mich erbitten, damit ich den Herrn nicht versuche.“ Mit anderen Worten, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Er ist im Kampf. Er wird angegriffen von einem übermächtigen Feind und Gott sagt: „Hey, wie soll ich dir helfen? Ich will alles für dich tun.“ Und er sagt: „Ich will nicht zu extrem werden. Bloß nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.“ Und dann sagt Gott: „Weißt du was? Dann kommt der berühmte Vers: Ist es euch nicht genug Menschen zu ermüden? Ihr ermüdet mich. Ich könnte viel mehr für euch tun, aber ihr wollt gar nicht. Ihr wollt immer weiter kämpfen.“ Und dann sagt er: „Ich will eine eine Jungfrau schwanger werden lassen und sie wird das Kind gebären, wird Immanuel heißen.“

[46:54] Jetzt das hat eine geistliche Bedeutung, denn sind wir nicht auch in der selben Situation wie der Ahas? Kämpfen wir nicht auch in einem geistlichen Krieg gegen einen übermächtigen Feind, den wir nicht alleine besiegen können? Und Gott kommt so oft zu uns und sagt: „Hey, ich könnte dir den Sieg schenken.“ Und was sagen wir dann? „Ich will jetzt nicht zu fanatisch werden. Ich will jetzt nicht gleich glauben, dass ich alles überwinden kann.“ Ganz oft machen wir dasselbe wie der Ahas, nur auf geistlicher Ebene. Gott sagt: „Ich will dich von allen deinen Sünden erlösen.“ Und wir sagen: „Naja, wie soll das denn gehen?“ Oder Gott sagt: „Ich kann dir das nehmen, auch wenn du das 35 Jahre lang gemacht hast. Du kannst damit aufhören.“ Und wir sagen: „Naja, weiß nicht so recht.“ Und Gott sagt: „Ihr ermüdet mich. Ich könnte euch viel mehr helfen.“ Mit anderen Worten, ihr Lieben, wenn Menschen sagen, naja, irgendwie Gott hat zwar verheißen in seinem Wort, dass er uns von allen Sünden errettet, aber so richtig schafft er das auch nicht. Wir werden immer sündigen bis zur Wiederkunft. Das ist so in uns eingebaut. Dann sagt Gott im Himmel: „Ich werde müde. Ja, ich könnte viel mehr für euch tun, aber ihr wollt ja gar nicht.“ Und wir denken dann immer: „Ja, wir wollen nicht zu extrem werden. Wir wollen ja nicht irgendwie zu, ich weiß nicht was.“ Ganz interessant. Und das ist ja eigentlich der Kontext von der Geschichte, die dann Matthäus aufgreift und sagt, dieses Kind ist geboren worden, um sein Volk, alle die sich Israeliten nennen, buchstäblich oder geistlich, von ihren Sünden zu retten. Lasst uns bloß nicht zu dem Punkt kommen, dass wir Gott ermüden, oder? Dass wenn Gott bereit steht, ein Wunder für uns zu tun, dass wir sagen: „Nein, nein, das wollen wir nicht, das ist zu extrem.“ Gott ist nie zu extrem. Gott ist immer außergewöhnlich, aber nie zu extrem mit dem, was er uns anbietet.

[48:52] Übrigens habt ihr gewusst, dass nach dieser Prophezeiung, nachdem der Satan gehört hat, der hat ja vorher nicht genau gewusst, wie das kommen wird mit dem Samen und der Frau und wie das jetzt genau funktioniert. Er hat bestimmt sich überlegt, wie soll das geschehen. Alle Menschen, die bisher geboren worden sind, sind immer, da war ein Mann und eine Frau. Und wie kann Gott dann dafür sorgen, dass da einer kommt, der jetzt mich zertritt? Und als der Satan diese Prophezeiung hört, dass eine Jungfrau schwanger wird, er wird sich wahrscheinlich am Kopf gekratzt haben, wie das geht, aber habt ihr gewusst, dass danach im Altertum ständig Berichte auftauchten von Leuten, die angeblich von Jungfrauen geboren worden sind? Alexander der Große soll angeblich, so sagt es die Legende, von einer Jungfrau geboren worden sein. Pythagoras, so sagt es die Legende, soll angeblich von einer Jungfrau geboren worden sein. Plato soll angeblich von einer Jungfrau geboren worden sein und Augustus soll angeblich von einer Jungfrau geboren worden sein, sodass wir dann, als wir zu Jesus kommen, ist das noch nicht mal was Außergewöhnliches, was die Behauptung angeht. Das ist, wie der Satan immer arbeitet, nicht wahr? Er weiß, da kommt was und dann tut er so viel Falschmeldung streuen, dass, wenn es dann zum Original kommt, die historisch-kritischen Theologen sagen: „Ja, ja, das hat der Matthäus nur aufgeschrieben, der wollte halt sich einreihen in die Geschichtsschreiber von Alexander und von Augustus und von Pythagoras.“ Naja, aber da seht ihr mal, wie der Satan so arbeitet.

[50:04] Da steht, also es gibt nirgends in der Bibel ein genauer Hinweis, also explizit, wie das jetzt, wie der Messias, dass er kommen würde, der Messias, ist klar, aber nirgendwo, zumindestens habe ich noch keine Stelle gefunden, dass es eine Jungfrau sein wird. Gott hat ja den Plan ja Stück für Stück immer mehr offenbart, so Schicht für Schicht und der Satan hat sehr genau aufgepasst. Er wollte genau verstehen, wie das funktioniert, um es dann irgendwie verhindern zu können, aber er hat es nicht verhindern können. Vielleicht hat er sogar den, wir wissen es nicht genau, die Bibel sagt das nicht, aber vielleicht war es ja auch sein Wirken, dass er versucht hat, vielleicht irgendwie die Maria öffentlich bloßzustellen. Vielleicht hat er gehofft, dass sie getötet wird. Genau und Gott schreitet ein.

[50:50] Immanuel, das heißt Gott mit uns und ihr wisst, in der ganzen Bibel gibt es dieses große Konzept von Gott mit uns. Warum die Texte nicht alle lesen? Jesus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ Er war Gott und er war Mensch. Das wird hier sehr deutlich. Ellen White hat es mal sehr schön beschrieben. Sie sagt: „Jesus war Mensch, um uns zu zeigen, wie man gehorsam ist und er war Gott, um uns die Kraft zum Gehorsam zu schenken.“ Und beides brauchen wir. Wir brauchen ihn als menschliches Vorbild und als Gott, der uns die Kraft schenkt, so zu leben, wie er lebt. Und wann immer man eine Seite überbetont, wird man unausgewogen.

[51:33] Also gehen wir zum Schluss. Matthäus 1, Vers 24: „Als nun Josef vom Schlaf erwachte, das finde ich so schön, handelte er so, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte.“ Er schläft nicht noch eine Nacht und sagt: „Das muss ich mir noch überlegen“, sondern obwohl das vielleicht auch mit Schmach und Schande für ihn verbunden war, hat er sie jetzt zu sich genommen. Ganz egal, was die Nachbarn sagen, der Herr hat es befohlen und damit reiht er sich ein in eine ganze Reihe von großen Glaubenshelden, die ähnlich wie Abraham zum Beispiel einfach das gemacht haben, was Gott sagte und damit den Plan der Erlösung weitergeführt haben. Er handelte so.

[52:11] Er nahm sie als Frau zu sich und dann, interessant ist das Vers 25: „Und er erkannte sie nicht.“ Er hätte sie einfach heiraten können und dann hätte man ja irgendwie vielleicht sogar noch das so hinbiegen können, zu sagen können: „Naja, es ist mein Kind und es war eine Frühgeburt oder so.“ Er hat ganz bewusst davon Abstand genommen. Ganz nebenbei habt ihr gewusst, dass die katholische Kirche lehrt, dass Maria ihr Leben lang Jungfrau gewesen ist. Ja, die sagen also nicht nur, dass sie unbefleckt empfangen worden ist, also dass schon ihre Mutter, also dass sie schon selbst sozusagen von Erbsünde befreit gewesen ist von ihrer Geburt an, sondern sie sagen auch, dass sie auch nach der Hochzeit immer noch Jungfrau gewesen ist, bis sie dann angeblich in den Himmel aufgenommen worden ist. Die Tatsache ist aber, der Vers sagt: „Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte.“ Danach war sie einfach die Ehefrau von Josef und auch da wieder eine falsche Lehre der katholischen Kirche in die Bibel hier offenbart. Das heißt, für die nächsten sechs Monate muss das, oder fünfeinhalb Monate, wie viel auch immer, muss das sehr interessant gewesen sein. Sie lebten jetzt quasi zusammen, aber doch nicht wirklich und währenddessen wuchs der Ersehnte im Bauch von Maria und die Nachbarn haben sich natürlich wahrscheinlich den Mund zerrissen. Und das war schon ein kleiner Vorgeschmack für das, was Gott selbst erleiden will. Gott ist ja auf diese Welt gekommen, um Schmach und Schande zu erleiden. Das ist so ein Bild davon, dass der Weg unserer Erlösung Schmach bedeutet hat, Schande bedeutet hat.

[53:46] Nächste Woche haben wir das außergewöhnliche Vergnügen, dann wahrscheinlich wieder bei tropischen Temperaturen, über eine Geschichte zu studieren, die sonst meistens bei denselben Temperaturen nur mit Minusgraden gelesen wird, nämlich Lukas 2. Wir sagen das ja immer, man müsste mal Lukas 2 im Sommer studieren. Nächste Woche lesen wir die sogenannte, also Anführungsstriche oben, Anführungsstriche unten, Weihnachtsgeschichte mitten im Juli. Könnt ihr schon mal vorlesen und studieren. Das wird sehr spannend und dann werden wir sehen, wie der Ersehnte tatsächlich auf die Welt gekommen ist und auch dort wird es wieder viele spannende Dinge zu entdecken geben. Für heute können wir etwas lernen, nämlich wir lernen von Josef, dass wenn Gott spricht, wir einfach handeln. Und auch wenn es für uns vielleicht bedeutet, dass wir uns in eine Situation begeben, die andere missverstehen können, vielleicht sogar unberechtigter Weise Schmach und Schande auf uns nehmen. Aber was war das denn verglichen mit dem, was Jesus auf sich genommen hat, ohne dass er dafür was konnte.

[54:45] Wollen wir noch gemeinsam niederknien und beten? Lieber Vater im Himmel, wir sehen voller Erstaunen immer wieder, welche Schätze verborgen sind im Evangelium, welche Schätze verborgen sind dieser Geschichte, diese einmaligen Geschichte, wie dein Sohn auf die Welt gekommen ist, um uns von aller Sünde zu retten. Und wir sehen in unserem Herzen, dass wir oftmals handeln wie der Ahas, dass wir gar nicht so viel Wunder wollen, dass wir vielleicht ein bisschen Ermutigung wollen, aber gar nicht vollständigen Sieg. Aber du bist gekommen, Herr Jesus, um uns vollständigen Sieg anzubieten, den wir natürlich Stück für Stück, Schritt für Schritt erlernen und umsetzen dürfen. Ich möchte dich bitten, dass du uns dieses Vertrauen und den Glauben schenkst, dass was du sagst, du auch wirklich meinst. Und dass wenn du all diesen Weg gekommen bist und all dieses Schmach auf dich genommen hast, dass du uns dann auch wirklich alles schenken wirst, was du uns anbietest. Und so bitten wir dich, dass du uns diesen freudigen Gehorsam schenkst, den Josef gehabt hat und bitten dich, dass auch wenn wir vielleicht gerufen werden, Schmach und Schande zu erleben, um deinetwillen, dass wir es freudig tun, weil wir wissen, dass du uns liebst und für uns gestorben bist. Amen.


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