In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp, wie wichtig es ist, die Bibel nicht nur zu lesen, sondern sie wirklich zu verstehen und anzuwenden. Er vergleicht einen verständigen Gläubigen mit einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt, um seine Familie zu versorgen. Dabei betont er die Bedeutung des Forschens, Tuns und Lehrens, wie es das Vorbild Esra zeigt. Die Predigt ermutigt dazu, den eigenen Glaubensschatz durch tiefes Bibelstudium und die Anwendung des Gelernten zu erweitern und dieses Wissen mit anderen zu teilen.
Der Ersehnte: 120. „Neues und Altes“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[5:00] Der liest Jesaja. Würdet ihr sagen, Jesaja ist leicht oder schwer zu verstehen? Ja, schon mal komplett Jesaja gelesen, schon einiges Schwieriges dabei, aber es ist auch nicht. Es gibt viele wichtige Sachen, die sind relativ leicht zu verstehen. Aber was hat er denn gelesen? Jesaja 53. Ist das leicht zu verstehen? Eigentlich schon. Aber warum hat er es nicht verstanden? Er kannte Jesus nicht, er brauchte jemanden, der ihm von Jesus erzählt. Das heißt, selbst leichte Stellen kann man nur verstehen, wenn man Jesus kennt. Die Gleichnisse sind ja super leicht, oder? Das ist ja total simpel eigentlich, würde man denken. Aber erst als sie bei Jesus waren, konnten sie es verstehen. Und das ist einer der Gründe, warum es in der Gemeinde Lehrer braucht, oder Bibellehrer, oder Evangelisten, oder Leute, die anderen etwas erklären. Man könnte denken, jeder kann auch selbst einfach die Bibel lesen. Aber wie wir hier sehen, ist es auch wichtig, dass Menschen, die schon Jesus kennen, über Jesus erzählen, andere zu Jesus führen, damit sie, wenn sie Jesus kennen, dann die Dinge verstehen, die dort stehen. Das heißt, das ist also eine ganz wesentliche Sache. Man kann nicht voraussetzen, nur weil jemand liest, dass er immer alles gleich versteht. Und ein Anliegen, das wir brauchen an der Gemeinde ist, dass wir auch die Dinge verständlich machen. Und Jesus ist ein großer Meister darin, die Dinge sehr verständlich gemacht zu haben. Was ist denn das Verständnis, das Jesus eigentlich ihm hier geben wollte? Wenn er sagt, habt ihr das verstanden, wie würdet ihr dieses Verständnis definieren? Was für eine Art von Verständnis meint er denn hier? Weil ich meine, den Inhalt der Gleichnisse konnten ja wahrscheinlich auch die wiedergeben, die nur die Predigt gehört haben, ohne Erklärung. Was meint er hiermit, dass ihr es verstanden habt? Ich würde sagen, es hat auch was damit zu tun, was man vielleicht schon aus Matthäus 7 gekannt hat, dass man das, was man verstanden hat, auch anwendet, dass man es tut. Ja, dass man es also auch umsetzt. Weil in 14, da steht es ja im gleichen Kapitel, da steht ja, oder ab 13 fängt es sogar schon an, darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend und nicht sehen und hörend und nicht hören, noch verstehen. Und es wird an ihnen die Weissagung Jesajas erfüllt, die lautet: Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen. Denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden und mit den Ohren haben sie schwer gehört und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren. Also das heißt, und ich sie heile. Also sie zu verstehen bedeutet auch, dass sie sich bekehren, dass man dann umkehrt, oder das, was man falsch gemacht hat, dass man es erkennt und umkehren kann und Gottes dann heilen kann, also dass es auf den richtigen Weg kommt. Mit anderen Worten, dass das, was dort steht, ich nicht nur intellektuell verstehe, sondern dass ich verstehe, das hat was mit meinem Leben zu tun, dass ich verstehe, aha, wenn ich den Schatz gefunden habe, oder ich muss nach dem Schatz graben, sonst werde ich niemals alles wirklich verlassen für Jesus, oder mein Glaube ist noch klein, aber wenn ich ihn weiter nähre, so wie bisher, wird er wachsen. Also, dass ich quasi die Dinge, die ich da lese, auf mein Leben selbst beziehe. Das heißt, es geht eigentlich auch um so eine Beziehung zu Jesus, oder? Ihr wisst, diese Idee von der Erkenntnis bedeutet jemanden zu lieben, und darum geht es hier ganz wesentlich. Jesus hat ihnen gesagt: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse zu verstehen, weil ihr seid bei mir. Und sie sagen jetzt als Zeugnis: Ja, wir haben es verstanden. Man kann das Evangelium sehr gut verstehen.
[8:44] Jetzt schaut mal in Vers 52. Also die Jünger sagen, ja, wir haben es verstanden. Und jetzt gibt Jesus ihnen eine letzte Idee mit im Rahmen dieser Predigterklärung. In Vers 52 das Gleichnis vom Hausvater. Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Himmelreich unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatze Neues und Altes hervorholt. Genau. Was ist, wenn ihr das erst mal mit eigenen Worten beschreiben solltet, was ist so die Grundidee, was ist so quasi die Moral von diesem Gleichnis? Also jedes Gleichnis hat ja so eine Grundidee, da kann man ein bisschen Details noch anschauen, aber was ist so unterm Strich das, was Jesus sagen will? Also jeder, der für das Himmelreich unterrichtet ist, ist auch ein Schriftgelehrter. Okay, ja, also. Und der hat so einen, glaubt man, ein Pensum an Dingen, oder nee, so ein Reservoir. Ja, genau. Ein Reservoir, genau. Genau, genau. Weil er am Saal steht und er nimmt das Passende. Okay, also jemand, der das Reich Gottes versteht, der hat so verschiedene Dinge, mit denen er über die reden kann, das stimmt. Es gibt verschiedene Nuancen sozusagen von dieser Idee. Was würden die anderen sagen, was ist so die Hauptidee? Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Bezogen auf den Vers vorher, wer verstanden hat, was Gottes Wort sagt, der gibt es auch gerne weiter. Ah, ja, genau. Also der hat jetzt einen Schatz und den behält er nicht für sich, sondern wenn du es verstanden hast, gib es weiter. Und wie du richtig gesagt hast, du hast verschiedene Möglichkeiten, da gibt es verschiedene Varianten, wie du es weitergeben kannst. Aber niemand, das ist ja quasi die Idee, die er jetzt sagt, ihr seid meine Jünger und ihr habt es jetzt verstanden. Das sind tausende Menschen gewesen, die haben alle die Gleichnisse gehört, die sind nach Hause gegangen, haben wahrscheinlich gedacht, oh, tolle Predigt, aber richtig verstanden haben sie es nicht. Ihr habt es verstanden. Und deswegen seid ihr jetzt wie jemand, der einen Schatz hat. Und was macht er mit dem Schatz? Er vergräbt ihn nicht, sondern was macht er mit dem Schatz? Er holt da Sachen heraus. Und natürlich, was für ein Mensch ist das, der den Schatz hat hier? Das ist kein König und kein Kaiser, ein Hausvater. Welche Idee steckt denn so bei Hausvater? Was könnte denn ein Hausvater mit seinem eigenen Schatz machen? Ich weiß nicht, aber die Aufgabe eines Vaters ist doch, für seine Familie zu sorgen und dadurch vielleicht es auch weiterzugeben an die Gemeinde als Familie. Ganz genau. Also der Hausvater ist derjenige, der muss sorgen für seine Frau, für die Kinder, vielleicht noch für die alten Eltern. Der Hausvater hat seinen Schatz, nicht damit er sich immer nur eine schöne Urlaubsreise gönnen kann und alle bleiben zu Hause, der Rest, sondern er hat den Schatz, um anderen, die abhängig sind von ihm, etwas geben zu können. Und Jesus sagt, wenn ihr das verstanden habt, seid ihr wie so ein Hausvater. Ihr habt die Verantwortung, anderen das, was ihr selbst entdeckt habt, weitergeben zu müssen.
[11:40] In Matthäus 24, Wurste 45, wo der treue Knecht, sage ich mal, die Parallelstelle, und der gibt, der sein Herr über sein Gesindel gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit. Genauso der Vater, der zur rechten Zeit das weitergeben. Der Hausvater, wenn ein kleines fünfjähriges Kind kommt und sagt, du, ich habe Hunger, können wir Brot kaufen? Dann sagt er nicht, oh, ich habe einen großen Schatz, aber den brauche ich für mein neues Haus, das ich bauen will. Er sagt, natürlich, gerne. Heißt also, jemand, der das Evangelium verstanden hat, und wahrscheinlich würden wir uns eher, die wir jetzt hier sind oder zuschauen, zu denen zählen, die schon einiges verstanden haben vom Evangelium. Wenn wir also sehen, dass jemand Mangel hat, das ist jetzt genau der Punkt, dann kennst du Dinge in der Bibel, alt und neu, die helfen können. Übrigens, du hast schon gesagt, es sind mehrere Dinge, die man haben kann hier. Er sagt, es sind alte und neue Dinge. Was sagt uns das, dass es Neues und Altes ist, was im Schatz ist? Also, der macht den Schatz auf, und da sind Altes und Neues drin. Was heißt das? Dass man immer Neues davon erfährt. Ja, genau, dass man immer Neues erfährt. Mit anderen Worten, da gibt es Dinge, die sind schon lange drin, und Dinge, die sind relativ neu. Kennt ihr? Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr so was ganz Neues in der Bibel entdeckt habt, und ihr wollt es unbedingt weitergeben? Schon mal erlebt? Das ist eine ganz interessante Erfahrung. Es gibt so Dinge, die weiß man schon seit 10 Jahren vielleicht, oder seit 5 Jahren, die hat man einmal entdeckt, und die erzählt man immer und immer wieder. Und dann gibt es so Dinge, die entdeckt man immer mal wieder neu, die kommen so dazu. Und dann wird der Schatz immer größer. Je mehr man Jesus kennenlernt, desto größer wird der Schatz. Aber auch die Erfahrung. Also, man hat das Wissen aus der Bibel, aber dann auch die Erfahrung, die man selber hat. Man hat das Wissen aus der Bibel, aber dann auch die Erfahrung, die man selber hat. Und dann wächst der Schatz. Und die Beziehung zu Jesus. Und das, was man auch rüberbringt. Du hast es erlebt. Das ist ein guter Punkt.
[13:44] Was gehört denn alles zu diesem Schatz, den man da hat? Was ist da alles in diesem Schatz drin? Wovon spricht dieser Schatz? Was ist dieser Schatz? Das Wort Gottes, was denn noch? Oder ist es nur die Bibel? Auch das, was man von der Bibel lernen kann, wo man Dinge schon seit langem weiß oder immer Neues dazulernt aus der Bibel. Also, Dinge, ja, das sind auch Bibel, nicht wahr? Also, Bibel ist eine Sache. Das ist vielleicht das Wichtigste. Aber gibt es noch neben der Bibel Dinge? Dinge aus dem eigenen Leben, Erfahrungen. Ja, so Dinge, die man im Leben erlebt hat. Erfahrungen. Er spricht von den zwischenmenschlichen Beziehungen. Je mehr du Gott kennenlernst, desto mehr wirst du auch in den Erlebnissen des Alltags in der Bibel sein. Das ist auch ein Schatz. Ihr hört mich immer predigen aus der Bibel, aber schaut mal, du brauchst dir nur das Senfkorn anschauen. Das ist auch ein Gleichnis. Oder du musst nur einfach mal beim Fischefangen drüber nachdenken, mit das Netz. Da kannst du auch was von lernen. Das ist auch ein Schatz. Weil die hatten ja schon Jesus kennengelernt, wie er über die Bibel gepredigt hat, oder? Jetzt hat er ihnen gezeigt, wie man aus der Natur und aus dem alltäglichen Leben auch Dinge zeigen kann für das Evangelium. Jemand, der Jesus kennenlernt, wird immer mehr auch in der Natur Dinge sehen, die ihm helfen, das Evangelium zu erklären. Und dann in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Und natürlich am allerwichtigsten und am meisten in der Bibel, weil da ist es natürlich am allerklarsten. Aber das andere gehört auch dazu. Das ist ein wichtiger Punkt.
[15:12] Interessanterweise spricht er von Schriftgelehrten. Wenn ihr an Schriftgelehrte denkt, welche Assoziation hat man normalerweise mit Schriftgelehrten? Nehemiah. Ah, Nehemiah, ja. Also man würde vielleicht denken, Nehemiah war kein Schriftgelehrter, aber fast Nehemiah. In der Nähe? Esra. Esra war der Schriftgelehrte. Nehemiah war der Monschenk. Wahrscheinlich würde man vielleicht auch erst mal ins Neue Testament denken. Im Neuen Testament sind die Schriftgelehrten eher so ein bisschen negativ, oder? Das sind die Pharisäer, Sadduzeer, Schriftgelehrte. Aber Schriftgelehrte ist eigentlich ein positiver Begriff, kommt von Esra. Übrigens, welchen Beruf haben Schriftgelehrte normalerweise? Warum sind Schriftgelehrte Schriftgelehrte? Wozu brauchen sie das, während ihr Esra 7 aufschlagt? Also, warum hat jemand Schriftgelehrte angestellt im alten Israel? Zu welchem Zweck? Was war ihr Beruf? Das sind ja die damaligen Lehrer. Lehrer, genau. Er hat Schriftgelehrte angestellt, damit sie die Bibel unterrichten. Lehrer. Übrigens, schaut mal, das ist ein interessanter Punkt. Er sagt, während er Esra 7 aufschlagt, die Schriftgelehrten, die er hier meint, also in Matthäus, was haben die? Also, die sollen unterrichten, die sollen lehren. Die sollen andere lehren. Aber was machen sie gleichzeitig, während sie andere lehren? Was wird von ihnen gesagt? Sie sind was? In Matthäus? Und im Reich Gottes? Unterrichtet. Was heißt es, wenn man unterrichtet wird? Man ist Schüler. Man hat einen Lehrer, nämlich Gott. Hey, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Echte Lehrer sind immer auch Schüler. Derjenige, der nicht konstant lernt, kann auch nicht andere lehren. Leider gibt es zu viele Schriftgelehrte, die einmal 4 Jahre gedacht haben, oder 5 Jahre, oder 6 Jahre, ich lerne jetzt die Bibel, und dann kann ich sie, und dann unterrichte ich. Und Jesus natürlich auch. Jesus hat auch ständig von Gott, dem Vater, gelernt und hat weitergegeben. Daran erkennt man gute Lehrer, die konsequent immer weiter lernen. Wenn ihr selbst ein guter Lehrer sein wollt, in welchem Bereich des Lebens auch immer, dann müssen wir konstant immer weiter lernen. Je mehr wir lernen, desto größer ist unsere Effektivität, anderen etwas weiterzugeben.
[17:48] Aber jetzt Esra 7. Woran erkennt man Esra 7, Vers 6, einen Schriftgelehrten? Wer mag das mal lesen? Vers 6, genau, Esra 7, Vers 6. Dass dieser Esra von Babel hinaufzog, der war ein Schriftgelehrter, wohlbewandert im Gesetze Moses, welches der Herr, der Gott Israels, gegeben hatte. Und der König gab ihm alles, was er forderte, weil die Hand des Herrn, seines Gottes, über ihm war. Also woran erkennt man einen Schriftgelehrten? Ziemlich simpel. Der kennt sich in der Bibel aus. Jetzt kommt ein wichtiger Punkt, ihr Lieben. Jesus hat den Anspruch, fangen wir anders herum. Wie viel muss man wissen, um errettet zu werden? Nicht viel. Also kann ich schon mit dem allerkleinsten Bibelwissen ein fröhlicher Christ sein und sagen, Jesus liebt mich. Aber wenn ich ihn besser kennenlerne, welchen Anspruch hat Jesus? Dass wir uns gut auskennen in der Bibel. Und hey, es gibt Leute, es gibt Geschwister, die sind seit 30, 40, 50, 60 Jahren in der Gemeinde und finden manchmal die Bücher nicht. Aber es gibt Leute, die sind seit 30, 40, 50, 60 Jahren in der Gemeinde und finden manchmal die Bücher nicht. Jetzt übertreibe ich ein bisschen. Aber Jesus war schon davon ausgegangen, dass jemand, der ihn liebt, auch viel Zeit in der Bibel verbringt. Nun, es mag schon sein, nicht jeder hat ein gutes Gedächtnis und merkt nicht genau, wo was steht. Aber je mehr wir uns mit Jesus beschäftigen, desto mehr sollten wir schon wissen, was in der Bibel steht, denn es ist so, dass man es sich am allermeisten merkt. Wenn man anderen das beibringt, merkt man es sich besser. Und er war wohlbewandert im Gesetz Moses. Was gehört denn zum Gesetz Mose? Zehn Gebote, genau. Wenn du es ein bisschen weiter fasst, was gehört alles zum Gesetz Mose? Fünfte Mose, ja genau. Also die Israeliten meinten eigentlich damit die fünf Bücher Mose. Erste, zweite, dritte, vierte, fünfte. Jetzt könnt ihr mal einen Selbsttest machen. Das ist eine gute Frage. Hierauf wahrscheinlich eher nicht. Weil hier ein Gedicht gewesen ist. Das hat man extra betrachtet. Aber eigentlich so, wenn die vom Gesetz gesprochen haben, die waren von den fünf Büchern Mose. Das war die Tora. Man spricht von der Tora, den Propheten und den Schriften.
[20:20] Selbsttest machen. Wie gut kennst du dich in den ersten fünf Büchern Mose aus? Also jetzt werden wir keinen Test hier machen. Wenn dich jemand fragen würde, könntest du mal eine Stunde lang über die fünf Bücher Mose referieren? Was da drin steht, worum es da geht. Allgemein. Der Ezra kannte sich gut aus. Ihr wisst vielleicht auch, wie das dazu kam. Er war ein sehr gebildeter Mann. Er hatte studiert, die ganzen persische Literatur und irgendwann hat ihn das alles genervt. Und er wollte die Bibel richtig kennenlernen. Der Ezra war derjenige, der die verschiedenen biblischen Bücher zusammengestellt hat. Und dann die hebräische Bibel ausgemacht hat. Der kannte sich wirklich aus. Warum? Schaut mal im gleichen Kapitel in Vers 10. Ezra 7 und dort Vers 10. Das ist auch ein total wichtiger Vers. Wenn ihr euch den merken wollt, kann man auswendig lernen. Es war einer der wichtigsten Vers im ganzen Ezra Buch. Ezra 7, Vers 10. Wer mag den mal lesen? Ezra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun. Und in Israel Gesetz und Recht zu lehren. Genau. Der Ezra hat drei Dinge entschieden. Er hat sein Herz drauf gerichtet. Was waren die drei Dinge, die er entschieden hat? Forschen. Hey, was ist ein Forscher? Was macht ein Forscher? Habt ihr mal einen Forscher kennengelernt? Jemand, der wirklich forscht? Nicht nur in der Bibel, sondern im Allgemeinen. Ein Forscher will die Wahrheit wissen. Ein Forscher sagt nicht einfach nur das, was in Wikipedia steht. Wenn jemand nur Wikipedia zitiert, ist er kein Forscher. Ein Forscher will die Wahrheit wissen. Was zeichnet noch ein Forscher aus? Er geht immer weiter. Er will immer mehr verstehen. Er will die Ursachen verstehen. Er denkt sich nicht Sachen aus. Kein Forscher zitiert YouTube-Videos. Die Wahrheit ist, dass es nur ein Forscher gibt. Das ist die Wahrheit. Aber wie viele von uns schauen sich ein Video an und sagen, dass der x, y, z hat gesagt. Ezra war ein Forscher. Ein Forscher, der nimmt Zeit. Er nimmt sich Zeit. Er hat das als obere Priorität in seinem Leben. Oder?
[22:48] Okay, ihr Lieben. Kann ich ein bisschen euren Forschergeist anregen? Gibt es Dinge, die wir als Adventgemeinde noch nicht gut verstehen? Wo man noch forschen müsste? Es ist ja so eine Sache, wenn man weiß, das verstehen wir schon. In der Wissenschaft ist es so, da gibt es Dinge, die hat man schon verstanden. Und da gibt es Dinge, die weiß man noch nicht. Und da gibt es Dinge, die wir noch nicht gut verstanden haben. Auch wenn wir alle nicht wissen, wo wir die Lösung haben, nennen wir mal ein paar Forschungsgebiete, wo man noch forschen muss. Was die Natur angeht, da gibt es noch ganz viel zu erforschen. Aber auch in der Bibel gibt es noch Themen, die wir noch nicht so gut verstanden haben. Wenn ihr morgen sagt, ich will wie Ezra forschen. Ich will Dinge verstehen, die wir noch nicht so gut verstanden haben. Das ist das Thema. Sagt jetzt nicht Johannes 3, weil da gibt es schon relativ viel. Da kann man bestimmt auch noch mehr entdecken. Daniel 11 zum Beispiel. Da gibt es vor allem zwischen Vers 23 und 30 überhaupt gar nichts richtig Gutes. Wenn ihr da mal was findet, das wäre fantastisch. Hesekiel. Es ist eine Reihe. Bis erst Ellen White sagt, dass das jüdische Opfer-System noch sehr viel enthält, das wir nicht kennen. Ellen White sagt, wir als Adventgemeinde, da gibt es noch einiges zu entdecken, was wir noch nicht kennen. Das meint sie nicht im Sinne von, man kann immer noch was Neues entdecken. Da gibt es noch ganze Schichten an Bedeutung, die noch keiner angezapft hat. Warum sage ich das? Die Bibelstudie macht richtig Freude, wenn man nicht nur das wieder kaut, sondern auch das Thema, das nehme ich mir vor. Jetzt sagt sie, ich doch nicht. Doch, die Jünger. Das waren noch die Jünger, nicht die Schriftgelehrten damals. Das waren die Jünger, die Jesus kannten, die plötzlich Dinge in der Bibel entdeckt haben, die keiner andere entdeckt hat. Also wünscht sich Jesus, wenn du heute hier sitzt und zuhörst, dass du forschst. Gemeinde forscht. Ich bin nicht zufrieden damit. Ich möchte das besser verstehen. Wir sind ja schon froh, wenn Leute in die Gemeinde kommen und sagen, ich habe das nicht verstanden. Lieber Prediger, lieber Gemeindeleiter, kannst du mir das erklären? Da bin ich ja schon froh als Gemeindeleiter, dass die Leute überhaupt Interesse haben. Aber das ist eigentlich nicht das Ziel. Das Ziel wäre eigentlich, dass wir sagen, das will ich selbst verstehen.
[25:32] Also Esra hat geforscht. Was hat er noch gemacht als Schriftgelehrter? Er hat nicht nur die Sprachbefriedigung von Spekulationen, sondern wenn wer wirklich forscht als Schriftgelehrter Gottes, der will das auch umsetzen. Das bedingt sich. So wie Daniel. Daniel war einer der größten Gelehrten aller Zeiten. Oder Mose. Aber das hat auch seinen Charakter verändert. Und was ist das Dritte? Er will forschen, er will tun und lehren. Er gibt es weiter. Er vergisst die Lehrer, die Schriftgelehrten, die Theologen, und er will immer nur weiter graben und graben und graben und keine Menschen davon erzählen. Wenn ihr die mal fragt, wissen die oft gar nicht so viel. Die wissen relativ viele Fakten, aber die wissen oft keine großen Zusammenhänge. Weil die Zusammenhänge erkennst du oft erst, wenn du sie anderen erklärst. Das ist meine Erfahrung. Das große Bild ergibt sich immer erst, wenn du anderen es erklärst und dann mit vielen Fragen konfrontiert bist. Und ich versuche es in die Denkwelt von anderen hineinzuversetzen. Dann fängt das an, viel mehr Sinn zu machen. Die drei Dinge hat sich Ezra vorgenommen. Er hat nicht vor sich hin gelebt und gesagt, der Heilige Geist macht das. Er hat eine Entscheidung gefällt. Ich will forschen. Ich will das tun, was ich lese. Ich meine, Gott ist der Heilige Geist. Und ich will es anderen erklären und beibringen. Er sagt an einer Stelle, wenn man die Bibel richtig studiert, dann muss man das weitergeben. Dieses Gefühl, da liest man was. Irgendwie muss man das erzählen. Das ist fast zu schade, wenn man es alleine versteht. Irgendwann vergisst man es wieder. Das muss man weitergeben. Und das ist das, was er hier sagt. Wer unterrichtet ist für das Reich Gottes, der ist wie ein Hausvater. Wer von euch braucht noch Brot? Wer von euch möchte Nachtisch haben? Wer von euch möchte sich was leisten? Ich habe was. Ich kann euch etwas anbieten.
[27:26] Und deswegen ist es wichtig, dass auch in der Gemeinde wir uns gegenseitig ermutigen, die Bibel gut zu kennen. Das ist wirklich wichtig. Ich glaube, in den letzten Jahren und Jahrzehnten ist das etwas vernachlässigt worden. Es gibt immer die Tendenz, die Beziehung zu Jesus ist wichtig, die Lehre rettet nichts. Aber das führt dazu, dass Leute sich nicht mehr für die Bibel interessieren. Oder für die Geschichte um die Bibel. Oder die Personen der Bibel. Oder den Aufbau der Bibel. Wenn ich Jesus liebe, dann interessiert mich alles, was er gesagt hat. Nun, hatte Jesus schon mal was von einem Schatz gesprochen? Von wo man etwas hervorholt? Er sagt, ein Schriftgelehrter, der für das Reich Gottes unterrichtet ist, ist wie ein Hausvater, der aus seinem Schatz etwas hervorholt. Kennt ihr diese Formulierung von Jesus? Der aus seinem Schatz etwas hervorholt? Da gibt es ein ganz berühmtes Vers, wo Jesus davon spricht, dass ein Mensch aus dem Schatz seines Herzens das Gute hervorholt, wenn er gut ist. Und wenn er böse ist, das Böse hervorholt. Schaut mal, wo das steht, und zwar in Matthäus 12. Wir sind in welchem Kapitel? In Matthäus 13. In Matthäus 12. Und da sagt er im Vers 35, lest mal, wer mag das mal lesen? Matthäus 12. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor. Seht ihr, es ist relativ ähnlich wie unser Gleichnis, der Hausvater bringt aus dem Schatz etwas hervor.
[29:08] Jetzt habe ich eine Frage an euch. In Matthäus 12.35, zu wem spricht er da? Wer stand da gerade um ihn herum, als er sagt, der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor? Das sind die Pharisäern, und wie könnte man die allgemeiner formulieren? Die Pharisäer, die Schriftgelehrten. In Matthäus 12 geht es um Schriftgelehrte. Matthäus 12.35, da haben wir die Schriftgelehrten. Was sind das für Schriftgelehrte hier? Im Vergleich zu den hier. Was sind das für Schriftgelehrte? Die sind böse, warum sind sie böse? Was machen diese Schriftgelehrten nicht? Doch, sie lernen auch. Diese Schriftgelehrten lehren auch. Was machen sie nicht? Die forschen auch. Die forschen ganz genau. Muss ich den Kümmel verzehnt, muss ich die Münze verzehnt? Die forschen, aber was machen sie nicht? Doch, sie erklären es auch. Alles, was sie gefunden haben, erklären sie. In Matthäus 12. Worum geht es in Matthäus 12? Da haben wir ja wochenlang studiert. Was tun sie hier oder was tun sie nicht? Sie lernen nicht. Sie lehnen Jesus ab. Hier sind Schriftgelehrte, die sich nicht unterrichten lassen wollen. In Matthäus 12 geht es sogar um die Sünde gegen den Heiligen Geist. Jesus lehrt und was sagen sie über seine Lehre? Und über seine Heilungen? Was sagen sie noch? Er ist vom Teufel. Er erinnert euch an den phönizischen Gott. Und was macht Jesus, nachdem ihn die Schriftgelehrten... Da gibt es eine große Linie. Also Matthäus 12 wird er abgelehnt von den Schriftgelehrten. Was macht Jesus nach Matthäus 12? Was macht er? Er geht zum See. Er predigt was? Das Reich Gottes. Er predigt das Reich Gottes gleich einem. Und unterrichtet damit wen? Die Jünger, die zu Schriftgelehrten werden. Wir haben einmal die Schriftgelehrten in Kapitel 12 und die Schriftgelehrten in Kapitel 13. Die einen sind offizielle Schriftgelehrte, die Jesus ablehnen. Und die Jünger waren dabei. Die Jünger dachten immer, die Schriftgelehrten sind die, die die Ahnung von der Bibel haben. Aber ich erkläre euch das Evangelium. Und wenn ihr es verstanden habt, seid ihr die wahren Schriftgelehrten. Seht ihr, wie Matthäus 12 und 13 einen großen Bogen spannen? Das heißt, die ganze See predigt. All die Gleichnisse hatten eigentlich einen wesentlichen Grund. Jesus wollte sagen, ihr Fischer, wenn ihr mir folgt, seid ihr die wahren Theologen. Ihr denkt vielleicht, die staatlichen Theologen oder die anerkannten Theologen sind die wahren Theologen. Aber das ist falsch. Wenn ihr mir folgt, seid ihr die wahren Theologen und müsst auch die Aufgabe der Theologen übernehmen. Von daher seht ihr, wie Matthäus das ganz schön zusammenfasst. Ganz am Ende der See predigt, versteht man erst eigentlich, warum Jesus sie gehalten hat. Alle Gleichnisse sind eine Antwort auf Matthäus 12. Weil sie ihn abgelehnt haben, erklärt Jesus jetzt, wie man ein echter Theologe wird.
[32:32] Wer war denn eurer Meinung nach vielleicht der ... Gibt es denn ein Beispiel für jemanden, der ein Schriftgelehrter war im alten Sinne und gleichzeitig für das Reich Gottes unterrichtet worden war? Der beides hatte, der so richtig theologisch ausgebildet war und dann auch noch das Reich Gottes verstanden hat? Paulus ist das Idealbeispiel. Würdet ihr sagen, dass Paulus besonders viele interessante Dinge hervorgebracht hat? Paulus hat den großen Schatz, oder? Daran sieht man, Paulus war nicht mehr errettet als Petrus. Würdet ihr nicht auch sagen, dass Paulus ein bisschen klarer über das Evangelium schreibt als Petrus? Paulus schreibt sehr viel mehr, auf sehr viele verschiedene Arten und zum Teil auch sehr viel systematischer als Petrus. Petrus auch schön und auch gut, auch inspiriert, aber man merkt, jemand, der wirklich sich dahinter geklemmt hat, der viel weiß von der Bibel, der in seinem Geist inspiriert ist, ist eine enorme Kraft für Gott und sein Werk.
[33:36] Schaut mal, was Paulus selbst sagt in 2. Korinther 4 und dort ab Vers 5. Wer mag mal Vers 5 bis 7 lesen? 2. Korinther 4 und Vers 5 bis 7. Es ist ganz interessant, wie er sich selbst darstellt als so ein Schriftgelehrter. Denn wir verkünden nicht uns selbst, sondern Christus Jesus. Dass er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesus willen. Vielleicht ganz kurz bis dahin. Er sagt also, ich als ein geistlicher Schriftgelehrter predige nicht mich selbst, sondern es geht um Jesus. Er sagt, Jesus ist euer Herr, aber ich selbst will euer Knecht sein. Also er sagt, Jesus ist euer Herr, aber ich habe keinerlei Macht über euch oder keinerlei Autorität. Und dann kommt der Vers 6 weiter. Denn Gott, dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, hat es auch in unsere Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesus Christus. Paulus sagt jetzt, woher kommt alle wahre Erkenntnis, alle Dinge, die er präsentiert, im Römerbrief und Korintherbrief und Galaterbrief, woher kommt all die großartige Erkenntnis, all die tollen Beispiele, woher kommt das? Gott hat es geschaffen. Welt geschaffen hat, so hat er es in mir geschaffen. Ich habe das nicht selbst fabriziert. Wenn man sich Gott zur Verfügung stellt, kann Gott in unserem Leben das schaffen, dass wir anderen sehr viel erklären können. Und dann sagt er in Vers 7, das ist der letzte Vers hier, wir haben aber diesen Schatz im irdenen Gefäß, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. Genau, was ist ein irdenes Gefäß? Was muss man sich von einem Irden, das ist ein bisschen altes Deutsch, was muss man sich darunter vorstellen? Genau, der Mensch, was heißt Irden? Erstmal, aus Erde, das ist wie so Keramik, also so Erde. Und der Mensch ist aus Erde gemacht, er sagt, wir sind ein Gefäß, wir sind nur Erde. Er sagt, ich Paulus bin, weiß nicht, 6 Euro nicht, als Materialkosten. Aber in mir ist das Evangelium, das ist Gottes Schöpfung, das ist ein Schatz. Aber den habe nicht ich fabriziert, den hat Gott fabriziert, deswegen gibt Gott die Ehre, nicht mir. Also ein echter Schriftgelehrter, der das Reich Gottes kennt, der weiß, ich bin nur ein Kanal. Es geht nicht um mich, es geht um Gott. Und jemand, der wirklich die Bibel richtig studiert und mit Liebe zu Jesus liest, der hat eine enorme Freude, Leute zu Jesus zu bringen und ist von Jesus begeistert jetzt, aber er hat nicht das Bedürfnis immer, dass die Leute sagen, ah du und du. Nein, er möchte Menschen zu Jesus bringen und solche Menschen sucht Jesus. Jesus sucht Menschen, die richtig fleißig sind im Bibellesen, aber dann nicht ständig einen auf die Schulter brauchen und hier in Orden und du kennst schon so viel und du weißt schon so viel. Gott möchte nicht, dass wir uns gegenseitig applaudieren, sondern dass wir gegenseitig uns begeistern für Jesus. Das ist eigentlich sein Ziel.
[36:30] Nun, habt ihr euch Gedanken oder habt ihr euch mal gefragt, warum Jesus sagt, neu und alt. Ich habe das ein bisschen studiert und ich bin auf etwas Interessantes gestoßen. Es gibt noch einen Vers in der Bibel, wo irgendjemand davon spricht, dass etwas sowohl neu als auch alt ist. Wo jemand etwas aufbewahrt hat, was sowohl neu als auch alt ist. Ja, aber da steht nicht neues und altes, da gibt es den neuen Bein und den alten Bein, aber ich meine eine Stelle, hier ist ja ein Schatz, eine Schatztruhe und das sind neue und alte Sachen nebeneinander und zwar neu und alt. Und da gibt es noch eine Stelle in der Bibel, wo jemand sagt, ich habe etwas gesammelt, ein Schatz sozusagen, was kein echter Schatz ist, etwas wertvolles und das ist neu und alt nebeneinander. Und das ist aus dem Hohelied. Schaut mal in Hohelied Kapitel 7 und das ist die einzige Phrase, wo das auch vorkommt, neu und alt, so neues und altes. Und das ist sehr interessant, weil man jetzt beim Hohelied jetzt nicht immer den Eindruck hat, dass Jesus das so oft zitiert, oder? Schaut mal in Hohelied Kapitel 7, das ist richtig schön. Hohelied Kapitel 7 und dort Vers 14. Wir sind jetzt alle Hohelied-Experten, seit vor zwei Wochen oder so, anderthalb Wochen. Nach wie vor kriege ich immer noch unterschiedliche Meinungen. Einige Leute sagen, dass sie das nicht gefallen hat, dieses Hohelied, aber es ist großartig. Also jetzt Hohelied 14. Die Liebesäpfel verbreiten Duft und über unseren Türen sind allerlei edle Früchte. Neue und alte habe ich dir, mein Lieber, aufbewahrt. Genau, wer spricht hier? Die Sulamith und die spricht zu Salomo und die sagt, hey, ich habe was, ich habe was aufbewahrt, ich habe einen kleinen Schatz. Und was ist dieser Schatz? Äpfel. Das sind keine normalen Äpfel, das sind nicht einfach, wie heißen die, Boskop-Äpfel? Das sind besondere Äpfel. Was für Äpfel sind das? Liebesäpfel, das ist genau, also bei mir steht, die Alraunen, das sind die Dudaim im Hebräischen, das sind so Früchte gewesen, von denen hat man sich versprochen, wenn man sie isst, hat man eine, wie nennt man das Afro? Ja, genau, also das ist quasi so die Liebe fördert. Ihr kennt vielleicht die Geschichte in Erste Mose, wo da die Rahel und die Lea sich das Streiten kriegen über diese Liebesäpfel, weil sie sagen, wenn man davon isst, wenn der Jakob davon isst, dann wird er gerne mit mir schlafen wollen. Das ist so die Idee. Und jetzt sagt die Sulamith, ich habe solche Früchte aufbewahrt und wenn du davon, die Idee ist, wenn du davon isst, wirst du mich mehr lieben, ganz platt gesagt. Das ist so die Idee, das fördert die Liebe. Und diesen Schatz habe ich aufbewahrt und es sind neue und alte. Und jetzt sagt Jesus mit dem Wort Gottes, es ist so, es ist wie ein Schatz, neues und altes. Also wenn man die Liebesäpfel isst, dann vergrößert das die Liebe. Kann man die Bibel auch essen? Gibt es da so die Idee, dass man die Bibel essen kann? Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern es gibt auch ein paar Liebesäpfel. Nicht nur vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Ich weiß nicht, ob ihr jemals den Gedanken gedacht habt, vielleicht denkt ihr auch, das ist absurd, aber könnte es sein, dass die Bibel auch ein Aphrodisakium ist? Dass die Bibel liebesfördernd ist. Je mehr man davon isst, desto mehr liebt man Gott. Und das ist interessant, weil man würde, viele denken das eher andersrum, weil ich Gott liebe, muss ich in der Bibel lesen, als meine Pflicht. Aber die Bibel, wenn man sie wirklich liest, so wie Esra sie gelesen hat, sie fördert die Liebe. Also wenn man gerade so eine Liebesflaute hat mit Gott, wenn es gerade irgendwie einen Ehestreit gibt, dann gibt es ein Mittel. Lies die Bibel, so wie Esra sie gelesen hat. Das fördert die Liebe zu Gott, wie so ein Liebesapfel. Neu und alt. Das ist eine ganz interessante Parallele.
[40:23] Und natürlich, wenn Jesus von neu und alt spricht, meint er natürlich auch sowohl das Alte Testament als auch das Neue Testament. Da gab es schon Wahrheiten, die kannten die Israeliten schon seit ewigen Jahren. Und da gab es Wahrheiten, die waren ganz, also in Anführungsstrichen ganz neu. Jesus hatte sie ganz neu formuliert. Da gab es die Zehn Gebote und die Bergpredigt. Da gab es Jesaja-Prophezeiung und das Leben von Jesus. Da gab es die Danielchen-Prophezeiung und dann bald auch die Offenbarungsprophezeiung. Altes und Neues. Und wir schließen mit zwei, drei Schönen. Übrigens, wenn es im Griechischen heißt, dass er aus seinem Schatz hervorholt, dann meint das nicht im Griechischen so, dass er sagt, okay, du brauchst was, so schwebisch, so Schatz triffst Truhe auf und dann, wie viel brauchst du denn? Ja, so, okay, drei. Sondern er holt es hervor, so als wenn er so richtig tief hineingreift. Schau mal hier, das ist so ein Klassiker. Hier ist was ganz Neues, ganz frisch reingekommen. Das ist ganz toll, wenn man so Bibelstunden gibt und über Jahre Bibelstunden gibt, da hat man so bestimmte Themen. Also ich gebe mal ein Beispiel. Ich gebe jetzt seit bestimmt fast zehn Jahren Bibelstunden über Daniel 2. Und letzte Woche und vorletzte Woche und die Woche davor habe ich jedes Mal in den Bibelstunden wieder neue Dinge in Daniel 2 gesehen. Also da stehe ich jedes Mal selbst davor und denke, das gibt es doch gar nicht. Daniel 2 habe ich nur wirklich, also ich weiß nicht, wie oft ich es gepredigt habe und Bibelstunden gegeben habe. Ich denke, ich kenne jeden Vers und dann erzähle ich das wieder jemandem und sage, ja, ja, ja, ich weiß. Und plötzlich denke ich, das habe ich noch nicht gesehen. Das ist total faszinierend. Und irgendwann habe ich jetzt aufgegeben zu denken, ich weiß alles. Ich vermute, in zehn Jahren werde ich sagen, meine Güte, was ich noch alles in Daniel 2 entdeckt habe, was ich gar nicht glaubte, was in Daniel 2 drin ist. Und ich würde das zur Ermutigung geben, weil ihr vielleicht denkt, naja, Daniel 2, was soll ich das noch lesen? Da gibt es so viel Dinge drin zu lernen, das ist kaum auszuhalten. Und wie bin ich darauf gekommen? Genau, der holt das ja vor, weil er viel davon geben möchte. Der möchte das weitergeben, weil er so begeistert ist von dem, was er studiert hat.
[42:20] Und jetzt zu den 11 Zitaten. Sie sagt, die Wahrheiten der Lösung sind in der Lage, immer weiterentwickelt zu werden und sich weiter zu expandieren. Obwohl alt sind sie immer neu und konstant wird man immer mehr Herrlichkeit und größere Kraft entfalten. Also du bist niemals an dem Punkt, wo du sagst, jetzt habe ich alles verstanden. Da ist immer noch mehr zu entdecken. Und sie sagt, die Wahrheit in Christus und durch Christus ist ohne Maßen. Ohne Maßen. Und da gibt es so viele Zitate, können wir gerne lesen. Aber ja, immer das Gleiche hier. Und dann sagt sie, dass in der Ewigkeit, das fand ich interessant, in der Ewigkeit werden wir noch viele Dinge entdecken, die wir hier schon auf Erden hätten entdecken können. Also die eine Idee ist natürlich, es gibt manche Dinge, die werden wir erst in der Ewigkeit entdecken können, weil unser Verstand ist viel zu klein. Aber sie sagt, es gibt auch viele Dinge, die hätten wir hier schon entdecken können, wenn wir mehr Glauben gehabt hätten. Und ein bisschen mehr Forschergeist. Und dann wird Jesus sagen, schau mal her, ich habe 20 Jahre versucht, dir das zu zeigen, aber du hast irgendwie kein Interesse gehabt. Jetzt kriegst du es jetzt. Da werden wir denken, meine Güte. Und dann werden wir denken, in meinem Leben wäre manches einfacher gewesen, wenn ich das schon gewusst hätte. Mein Bild von Gott wäre anders gewesen, wenn ich das schon gewusst hätte. Und deswegen sagt Gott, lies doch. Ich meine, Gott ist ja nicht, dass er uns beschäftigen will nach dem Motto, du darfst das und das nicht und das und das nicht. Jetzt musst du wenigstens ein bisschen Bibel lesen, damit du was zu tun hast. Nein, Gott will ja, dass wir die Bibel lesen, damit wir ihn immer besser kennen. Denn je besser wir ihn kennen, desto einfacher fällt uns das christliche Leben. Und desto weniger schwierig ist das Überwinden und desto leichter ist es, ihm zu vertrauen in Schwierigkeiten. Und ich glaube, ich habe genug gesagt. Jesus freut sich, wenn wir Zeit mit ihm verbringen. Er freut sich so sehr, wenn wir etwas lernen, wenn wir selbst Lernende sind und es weitergeben.
[44:13] Ihr wisst, was ist der Unterschied zwischen dem Totenmeer und dem See von Genezareth? Der See von Genezareth hat viele Fische, hunderte Arten. Das tote Meer hat wie viele Fische? Alles salzig. Warum? Was ist der Unterschied? Der See Genezareth hat einen Zufluss und einen Abfluss. Das tote Meer hat einen Zufluss und dann hört es auf, weil das tote Meer ist am tiefsten Punkt der Welt. Wenn ich immer nur nehme, aber nicht gebe, werde ich irgendwann geistlich tot. Und wenn ich gar nicht nehme, kann ich nichts geben. Das stimmt. Aber das ist hier das Bild, was Gott sich wünscht, wenn wir uns von Gott unterrichten lassen, Tag für Tag. Und wir müssen ja nicht zehn Stunden mit ihm verbringen in der Morgenandacht. Aber wenn wir jeden Tag uns Zeit nehmen in der Morgenandacht und dann den Tag über über das nachdenken, dann kann er uns unterrichten und wir können jeden Tag Gelegenheiten haben, irgendjemandem, irgendwie, irgendwann davon zu erzählen. Und so wächst der Schatz. Und mit solchen Menschen kann Gott enorm viel erreichen. Und die Frage ist, ob du dir heute auch vornehmen möchtest, auch dir live zuschaut, dass dein Schatz wieder ein bisschen größer wird, dass es vielleicht ein paar neue Stücke gibt in deinem Schatz. Es gibt vielleicht manche Dinge, die man schon seit 30 Jahren immer so erzählt, aber so ein paar neue Erfahrungen, neue Perspektiven, Bibelfersen, die man in einem neuen Licht gesehen hat. Und das will Gott uns schenken. Zeit mit Jesus verbringen und auch gemeinsam mit der Kinder und Beden.
[46:02] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du zu uns sprichst und hab Dank, dass du uns so gern hast und hab Dank, dass wir mit dir eine Freundschaft haben können, die tiefer ist als jede Freundschaft, die wir mit Menschen haben können. Danke, dass du uns verstehst, so tief, wie kein Mensch uns versteht und danke, dass wir dir alles sagen können und alles mit dir teilen können und dass du so viele verschiedene Wege hast, uns glücklich zu machen, uns fröhlich zu machen und uns wieder auf den rechten Weg zu helfen. Herr, wir wünschen uns auch, so wie Ezra, zu forschen und zu tun und anderen das zu zeigen, was wir gezeigt haben. Nicht, weil wir so toll sind, sondern weil dein Wort so toll ist, weil die Botschaft so grandios ist und wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns Ohren schenkst, dass wir hören und Zeit mit dir verbringen, dass Jesus unser Lehrer ist, jeden Tag aufs Neue und dass wir die Erfahrung machen dürfen, dass wir verständiger sind als alle unsere Lehrer, weil deine Zeugnisse unser Nachsinn und Überlegen sind. Und so bitten wir dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, jeden Tag aufs Neue und wir aus deinem Wort das Alte und das Neue hervorbringen können und anderen Menschen dadurch zum Segen werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[47:33] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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