[5:00] mit dem Sturm. Das sind alles Geschichten, die innerhalb von wenigen Stunden passiert sind. Und ihr wisst vielleicht, kommen wir dann in den nächsten Wochen, wenn die Geschichte mit dem Sturm zu Ende ist und die kommen auf der anderen Seite an, was passiert dann? Wenn die auf der anderen Seite ankommen, kennt ihr vielleicht schon, dann kommt die Geschichte mit den zwei Besessenen. Das ist unser Fahrplan für die nächste Woche. Das ist alles quasi innerhalb von 24 Stunden. Das ist also Stoff für viele Predigten, aber innerhalb von 24 Stunden. Sehr intensiver Tag gewesen. Aber Matthäus berichtet uns jetzt, da werden wir heute drüber sprechen, dass zwischen diesen beiden Dingen, nach dem Ende der Seepredigt und bevor sie jetzt in das Boot kommen, sich noch eine kleine Sache ereignet hat, die wir heute anschauen wollen. Und zwar berichtet die Matthäus schon in Matthäus 8. Da gehen wir heute hin. Ihr wisst, der Matthäus ist nicht so chronologisch, der sortiert die Sachen mehr so thematisch ein. Deswegen steht das schon in Matthäus 8, obwohl es zeitlich eigentlich nach Matthäus 13 passiert ist. Und zwar in Matthäus 8 lesen wir jetzt in Vers 18 genau dieselbe Situation, dass sie jetzt über das Ufer fahren wollen. Wer mag mal lesen? Vers 18. Matthäus 8, Vers 18. Als aber Jesus die große Volksmenge um sich sah, befahl er, ans jenseitige Ufer zu fahren. Genau. Ihr wisst, er ist am See Genezareth. Wisst ihr ungefähr, also ich weiß nicht genau, ob ich das so gut zeichnen kann, aber wenn das so ungefähr so der See Genezareth ist, wisst ihr so an welcher Himmelsrichtung er sich befanden hat, als er diese Predigten hält hier, wo Kapernaum liegt. Hier so, das ist so hier so die Gegend. Kapernaum, Bethsaida, er war so hier. Ans gegenseitige Ufer zu fahren bedeutet jetzt, hier so rüber zu schippern. Und vielleicht habt ihr mal gehört, diese Gegend hier, das war eine besondere Gegend, das war die sogenannte Dekapolis. Dekapolis, weiß ich mal, was das heißt. Polis. Zehn Städte. Deka, Dekathlon, ich hatte zehn. Und Polis ist Stadt. Zehn Städte, gab es zehn Städte, die waren sehr griechisch geprägt. Das war mehr heidnisch als jüdisch. Das war so ein bisschen, im Ausland kann man nicht sagen, aber das war so ein bisschen, die Menschen waren dann nicht so sehr firm in der Bibel. Jesus wollte eigentlich offensichtlich jetzt hier mal so in diese Gegend und da werden wir dann später noch gleich sehen, wie das mit den Besessenen dann kommt in den nächsten Wochen und so weiter. Aber das war sein Plan, ja. Er hat hier ganz viel geheilt in Kapernaum und Bethsaida und diese ganzen Orte, die ganzen Wunder, die ganzen Predigten, die Bergpredigt, die Seepredigt, all das gehalten und jetzt wollte er hier rüber. Das ist der Plan. Und in dem Moment, als er sagt, lass uns hinüberfahren, ans jenseitige Ufer, bevor sie losfahren können, kommen zwei Leute zu ihm. Wir fangen mal mit Vers 19 an. Wer mag mal Vers 19 lesen? Vers 19. Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm, Meister, ich will dir folgen, wo du hingehst. Okay, das war interessant.
[8:06] Was war das letzte Gleichnis, von dem Jesus gesprochen hatte? Der Hausvater. Matthäus 13 war das allerletzte Gleichnis, was sie gesagt haben. Es war der Hausvater und der Hausvater, er sagt, ein Schriftgelehrter, der im Reich Gottes unterrichtet ist, gleicht einem Hausvater. Und jetzt kommt ein tatsächlicher Schriftgelehrter, der auch tatsächlich sich unterrichten lassen will. Also man könnte denken, jetzt kommt jemand, der ist die direkte Erfüllung von diesem Gleichnis. Das ist interessant, weil dass diese beiden Dinge zusammengehören, sieht man in Matthäus gar nicht. Weil Matthäus ist einmal Matthäus 8 und Matthäus 13. Aber durch die Verbindung mit Markus sehen wir, dass die direkt aneinander gehören, die beiden Geschichten. Wie nennt dieser Schriftgelehrte Jesus? Lehrer. Im Griechischen sagt er Didaskalos. Vielleicht kennt ihr ein deutsches Wort, das irgendwie was mit Dida zu tun hat. Didaktik, genau, Lehrer. Jesus hat ja gesagt, ein Schriftgelehrter, der im Reich Gottes unterrichtet ist. Und jetzt kommt ein Schriftgelehrter und sagt, du bist mein Lehrer. Das ist doch toll, oder? Wenn ein Theologe sagt, ich will von Jesus lernen und sich nicht nur auf sein eigenes Wissen und seine eigene Erkenntnis beruft, sondern hier ist ein Theologe, der sagt, ich will von dir lernen, ich möchte dein Jünger sein, ich möchte dein Lehrer sein, erklär mir dein Wort. Ist doch ganz großartig, oder? Bevor wir weiterlesen, kennt ihr noch irgendjemanden, der gesagt hat oder von dem es heißt, dass er Jesus nachfolgen will, wohin der auch geht. Er sagte hier, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Von wem heißt es noch, dass sie Jesus nachfolgen, wohin er auch geht? Ja, es gibt eine Stelle in der Bibel, da spricht es von einer Gruppe von Menschen, sie folgen Jesus nach. Offenbarung, da steht noch nicht Jesus, da steht nämlich, sie folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Also die sagen nicht nur, dass sie es wollen, sondern die machen es auch tatsächlich. Und von wem heißt es, sie folgen Jesus nach, wohin es auch geht? Das sind die 144.000 und jetzt sollten wir die Ohren ganz scharf spitzen, denn wir wollen noch Teil der 144.000 sein, oder? Das heißt, hier haben wir jetzt eine Stelle, in Offenbarung 14 Vers 4 ist das, wo es heißt, sie folgen dem Lamm nach, wohin es auch geht. Hier haben wir jetzt eine Stelle, wo Jesus direkt auf diese Frage angesprochen wird, ich möchte von dir lernen und ich möchte dir folgen, wohin du auch gehst. Und jetzt sollten wir genau zuhören, weil was Jesus jetzt sagt, gilt auch uns, wenn wir zu den 145.000 gehören wollen, oder? Okay, also schauen wir mal an, was sagt Jesus in Vers 20? Was sagt er in Matthäus 8 Vers 20? Was ist deine Antwort? Wer mag das mal lesen?
[11:09] Und Jesus sagt zu ihm, die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels haben Nester. Der Sohn des Menschen dagegen hat nicht, wo er sein Haupt hinlegen kann. Okay, was ist so erstmal die Grundidee von dem, was Jesus hier sagen will? Ist ja erstmal auch eine interessante Antwort, nicht? Er hätte auch sagen können, super, komm mir nach. Was will Jesus hiermit so grundsätzlich erstmal vermitteln, bevor wir die Details anschauen? Stellt euch vor, ihr seid der Schriftgelehrte und sagt nach dieser Predigt, du bist mein Lehrer. Jesus, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Und jetzt sagt Jesus, die Füchse haben Gruben, die Vögel haben Nester, aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er seinen Kopf hinlegen kann. Mein Gedanke wäre, dass du meinst nicht, dass du bist jetzt in meiner Regierung, dass du irgendwie einen Posten bekommst oder so. Okay, ja, es ist ja ganz weit verbreitet gewesen, dass wir gedacht haben, der König, genau, er wird ein König sein. Jesus wollte sagen, es ist nicht einfach. Er will also deutlich machen, hast du dir überlegt, was du möchtest? Die Nachfolge Jesu hat einen Preis. Er sagt, die Füchse haben Gruben. Wozu brauchen die Füchse Gruben? Um zu schlafen. Die Vögel haben Nester. Interessanterweise im Griechischen sagt er eigentlich gar nicht Nester, er sagt einfach Aufenthaltsorte, weil die Vögel ja meistens die Nester nur zum Brüten benutzen. Aber jeder Vogel hat irgendwo so einen Ort, wo er halt schläft. Vögel haben einen Ort, wo sie schlafen, die Füchse haben einen Ort, wo sie schlafen. Ich, Jesus, habe keinen festen Ort, den ich mein Eigen nenne. Kein Eigenheim, keine Wohnung, wo ich immer hingehe. Ich bin unterwegs, ich bin von anderen abhängig. Jesus hat diese Idee möglicherweise aus dem Alten Testament. Schaut mal mit mir in Psalm 84. Da gibt es eine interessante Stelle. Und zwar in Psalm 84 und dort Vers 4. Da heißt es, hat doch der Sperling ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hinlegen kann. Deine Altere, o Herr, der Herrscher, mein Gott und mein König. Jetzt kommt der Satz, wohl denen, die in deinem Haus wohnen. Sie preisen sich alle Zeit. Also hier verbindet jetzt der Psalmist die Idee von den Tieren, die eine Wohnung haben. Und der Gläubige hat seine Wohnung wo? Im Hause des Herrn. Anderes Wort für das Haus des Herrn? Im Tempel, im Heiligtum. Kennt ihr irgendeine andere Idee in der Bibel, wo deutlich wird, dass gläubige Menschen ihre Wohnung, ihre Heimat im Heiligtum haben? David? Der sagt sowas auch. Ich möchte wohnen. Ich möchte immer bleiben da im Hause des Herrn. Ein Tag im Haus des Herrn. Noch andere Stellen der Bibel, wo das so deutlich wird, diese Idee, dass das Heiligtum eigentlich so eine Art Wohnung ist, Heimat. Ja, also das Heiligtum ist der Wohnort Gottes. Die Idee ist also, wenn Gott im Heiligtum wohnt und ich mit Gott lebe, dann wohne ich im Heiligtum.
[14:56] Gab es einen Stamm unter den Israeliten, der etwas mit dem Heiligtum zu tun hatte? Die Leviten. Und was war das Besondere an den Leviten? Sie hatten keine eigene Heimat. Alle anderen Stämme hatten ihre eigene Heimat, aber die, die mit dem Heiligtum zusammenhängen, hatten keine eigene Heimat. Kennt ihr noch jemand, der in der Bibel, im Alten Testament, keine eigene Heimat hat? Abraham. Was sagt Hebräer, wo war seine Heimat? Er hat ja von einer Heimat gesprochen. Er hat gesagt, schaut mal in Hebräer 11, Hebräer 11, da haben wir genau diese Idee, nämlich Jesus sagt ja hier nicht, also was Jesus nicht sagen will, ist, oh, mir nachzufolgen ist so ein Survival Training. Ja, das ist das Allerschwerste auf der Welt. Er will den Blick auf etwas lenken, nämlich das, was Abraham erlebt hat. Hebräer 11 und dort fährst, mag mal jemand lesen, Hebräer 11 Vers 13 und 14. Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von Ferne gesehen und waren davon überzeugt und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden. Denn die solches Sagen geben damit zu erkennen, dass sie ein Vaterland suchen.
[16:25] Genau, Abraham hat zwar in Palästina gelebt, aber es war nicht seine Heimat. Er sagt ganz deutlich mit dem Fremdling, ich habe kein Wohnrecht, ich habe kein Bürgerrecht, das ist nicht meine Heimat, ich habe keinen Pass von Kanan sozusagen, sondern mein Bürgerrecht ist wo? Was sagt der Paulus? Unser Bürgerrecht ist im Himmel. Und wo genau ist, also Bürgerrecht bedeutet ja, mein Name ist irgendwo eingeschrieben. In der Stadt Jerusalem, genau. Und wo da? Im Tempel, denn im Tempel sind die Bücher und das ist das Buch des Lebens und da ist mein Name eingeschrieben, da ist mein Bürgerrecht. Das ist die Idee, dass wenn der David sagt, ich will wohnen in deiner Wohnung, das geht nachher später ganz buchstäblich, weil wenn wir im Himmel sind und dann auf der neuen Erde, werden wir tatsächlich dort wohnen, das ist unsere Heimat. Was also Jesus sagt ist, wenn du mein Jünger sein willst, reicht es nicht, dass du einfach sagst, ich will von dir lernen. Jüngerschaft ist nicht einfach nur, Jesus ist mein Lehrer, ich bin der Schüler und ich schreibe immer fleißig mit, sondern Jüngerschaft bedeutet, dass ich mir bewusst bin, wenn ich Jünger Jesu bin, verliere ich meine Heimat und ich gewinne eine neue. Ich verliere diese Welt und ich gewinne die himmlische. Wenn ich ihm das glaube, ist das ein wirklich guter Handel. Wenn ich ihm das aber nicht glaube, sieht es aus wie ein schwerer Verlust. Deswegen haben so viele Menschen eigentlich Angst vor einer radikalen Nachfolge Jesu, weil sie sehen, was sie alles verlieren, aber nicht unbedingt glauben, was sie dadurch gewinnen können.
[17:52] Wer also Jesus nachfolgt, der kann diese Welt nicht sein Heim nennen. Das sagt sich schnell, aber das bedeutet ja praktisch, wie oft sind wir halt auch in unserem Leben ein bisschen bequem, wenn wir uns irgendwo sesshaft gemacht haben und das ist diese Idee, die Jesus sagen will, wenn du mir nachfolgst, musst du damit rechnen, dass du auf viele Dinge, die du normalerweise so als Komfort hast und wo du denkst, das ist selbstverständlich, dass das nicht selbstverständlich ist. War Jesus eher arm oder eher reich? Schaut mal in ein paar Psalmen an, Psalm 40. Es gibt so einige messianische Psalmen und immer und immer wieder sagt das Alte Testament, wenn der Messias kommt, wird er sehr arm sein.
[18:37] Schaut mal Psalm 40. Psalm 40 ist der Psalm, wo es da heißt, siehe ich komme, der Buchrolle steht von mir geschrieben, deinen Willen zu tun, mein Gott begehre ich. Schaut mal da in Vers 18, Psalm 40, Vers 18. Bin ich auch elend und arm? Für mich sorgt der Herr, du bist meine Hilfe und mein Retter, mein Gott sei mir nicht. Genau, also dieser Psalm, der davon spricht, dass jemand sagt, siehe ich komme, in der Buchrolle steht von mir geschrieben, da sagt dieselbe Person dann später hier, verbunden mit der Idee, ich bin elend und arm.
[19:20] Noch ein Beispiel, gibt mehrere, aber eins reicht uns noch, Psalm 109, Vers 22. Psalm 109, Vers 22. Das ist der Psalm, wo es heißt, sie bekämpfen mich ohne Grund dafür, dass ich sie hasse, sind sie mir Feind. Das ist auch so ein ganz typischer messianischer Psalm. Psalm 109, Vers 22. Ich mag das mal lesen. Denn ich bin elend und arm und mein Herz ängstet sich in der Brust. Genau, bin elend und arm, das später steht es dann nicht wahr, wer mich sieht schüttelt den Kopf, das ist das, was am Kreuz dann passiert ist. Immer wieder sagen die Psalmen, dass der Messias, wenn er kommt, wenn er arm sein wird. Kennt ihr noch andere messianische Prophezeiungen außerhalb der Psalmen, die davon sprechen, dass der Messias arm sein wird?
[20:13] Jesaja sagt, dass uns seine Gestalt nicht gefallen hat, so wie ein dürres Wurzelspross. Im Neuen Testament, wie wird das im Neuen Testament betont, dass Jesus wirklich aus ärmlichsten Verhältnissen kam? Bei den Opfern, seine Familie kann nicht mal das normale Opfer bringen, sondern sie müssen die zwei Turteltauben bringen. Das war so der Kompromiss für die ganz Armen. Und die Geschichte, die so oft schon erzählt worden ist, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt.
[20:46] Ja, ganz genau, dreimal steht in Lukas 2 Krippe. Das ist heutzutage so mit verzuckert und mit Weihnachtsglanz und so romantisiert, aber eigentlich sagt der Text, der Text ist ganz nüchtern, hat nichts mit Schnee und nichts mit Glitzer zu tun, sondern hier kommt der König der Welt und er liegt in einem Futtertrog. Das ist der Punkt, er liegt im Futtertrog. Da sind sonst die Ochsen mit ihrer Zunge drin. Da liegt er. Das ist der Punkt von der Geschichte. Er ist so arm, man kann sich nicht mal ein Bett für das Blieben leisten.
[21:20] Schaut mal in Lukas 8. Wisst ihr eigentlich, wer Jesus unterstützt hat? Wer hat Jesus eigentlich in der Zeit seines Lebens finanziell unterstützt? Er hat ja lange Zeit auch gearbeitet, aber als er dann Wanderprediger war. Der Josef von Arimathea, der hat sein Grab finanziert, genau. Aber Lukas 8 und schaut mal Vers 3. Das ist eine ganz interessante Stelle. Lukas 8 Vers 3, wer mag das mal lesen? Und Johanna, die Frau Kusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm dienten, mit ihrer Habe.
[22:09] Schon in Vers 2 geht es um die Frauen, die Magdalene usw. Das heißt, was hier steht ist, Jesus wurde finanziell unterstützt, und zwar von Frauen. Ihr könnt die ganze Bibel durchlesen, es gibt nicht eine Stelle, in der steht, dass Männer ihm Geld gegeben hätten. Wir können es nicht hundertprozentig beweisen, aber zumindest von dem, was wir wissen, sieht es so aus, dass Jesus im Wesentlichen von den Finanzen von Frauen unterstützt worden ist.
[22:40] Ja, genau, das war, als er Kind war. Ich rede jetzt davon, als er Wanderprediger war. Das hat nicht gereicht, bis er 30 war. Das war ja die Flucht für Ägypten. Du hast vollkommen recht. Aber ich meine jetzt, als er gepredigt hat, als er sozusagen für seinen Lebensunterhalt gesorgt werden musste, jemand musste ja irgendwie dafür sorgen, dass er genügend Essen und so hat, das waren Frauen.
[23:00] Jetzt denken wir kurz drüber nach. Ein kleiner Exkurs. Jesus hat sich die dreieinhalb Jahre seiner Wanderschaft von Frauen, also finanziell, anvertraut. Die haben ihn unterstützt. Jesus hat auch sein Leben von einer Frau abhängig gemacht, nicht von einem Mann. Ich meine, Jesus, der alles wusste, auch dass es einen Sündenfall geben wird, dass er kommen müsste, der hätte ja auch die Anatomie anders machen können. Denkt mal drüber nach, es ist ausgerechnet die Frau, die zuerst gesündigt hat, der Jesus die Aufgabe anvertraut hat, ihn selbst durch ihre Ernährung und durch ihren Lebensstil am Leben zu erhalten. Und ihr wisst ja, eine Frau hat mit ihrem Lebensstil Einfluss auf das Kind. Und Jesus hat sich keine Frau anvertraut. Und er hat sich hier Frauen anvertraut. Die, die am Kreuz waren, das waren Frauen. Und was ich damit sagen will, ist einfach nur so als Nebenexkurs, man unterschätze nicht die Rolle, die Gott den Frauen immer Lösungsplan gegeben hat.
[24:18] Jesus hat sich offensichtlich lieber abhängig von Frauen als von Männern gemacht. Sowohl hier bei seiner Geburt als auch finanziell. Vielleicht regt sich jetzt bei den Männern ein bisschen Widerstand, aber das scheint mir der Fall zu sein. Jesus hat sich von den Frauen lieber abhängig gemacht als von den Männern. Aber jetzt kommen wir zurück zu Matthäus. Das Interessante in Matthäus 8, Vers 20 ist ja, er sagt, die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels haben Nester, aber jetzt kommt die Formulierung, aber der Sohn des Menschen hat keinen Ort, wo sein Haupt hinlegen kann.
[24:50] Das haben wir schon öfter behandelt hier. Was hat jeder Jude verstanden, wenn er gehört hat, Sohn des Menschen? Messias, genau. An welche Stelle hat jeder gedacht beim Menschensohn? Es gibt eine Stelle im Alten Testament, da hat jeder sofort dran gedacht. Daniel, welches Kapitel? Daniel 7. Daniel 7, das ist da, wo die ganzen Königreiche sind, Babylon, Medopädien, Griechenland, Rom, kleines Horn, großes Gericht und dann kommt auf den Wolken des Himmels, der Sohn des Menschen und ihm wird übergeben die Macht und die Herrlichkeit und das Königtum. Deswegen haben alle gedacht, der Sohn des Menschen ist ein König, was er ja auch ist. Das heißt, die Juden, wenn sie es gelesen haben, haben immer gedacht, ah ja, jetzt kommt Weltreich das, Weltreich das, Weltreich das und wenn der Menschensohn kommt, wird er der ewige König sein.
[25:39] Und jetzt sagt Jesus, dieser Menschensohn, auf den ihr wartet, dieser Menschensohn, der einmal gekrönt wird und einmal die gesamte Welt regieren wird und zwar für Ewigkeit, das heißt, ihm wird das gegeben, von Ewigkeit zu Ewigkeit, seine Herrschaft wird von Ewigkeit zu Ewigkeit sein, dieser König, auf den ihr wartet, der hat nicht mal einen Schlafplatz, der hat nicht mal eine Isomatte. Man hätte ja immer denken können, wenn der größte Weltkönig kommt, der alles für ewig regieren wird, der hat doch viele Ressourcen, oder? Und Jesus sagt, nein, nein, ich bin dieser König, der über die ganze Welt regieren wird, aber ich habe nichts.
[26:14] Und das muss man sich mal bewusst machen, wie radikal das eigentlich in ihren Augen da gewesen ist, weil Jesus ja deutlich macht, seine Königsherrschaft basiert nicht auf seinem materiellen Besitz und basiert nicht auf seinen Fähigkeiten, sondern basiert auf seinem Charakter und der zeigt sich auch dann, wenn man nichts hat. Das ist die Lektion von Hiob. Hiobs Charakter zeigt sich am schönsten dann, wenn er nichts mehr hatte, er war immer noch derselbe. Und auch Jesus war ja nicht immer arm, oder? Jesus ist ja nicht grundsätzlich arm, sondern die Bibel sagt uns, er war sehr reich. Schaut mal in 2. Korinther 8, Vers 9.
[26:50] Das muss man auch dabei bedenken. 2. Korinther 8, und dort Vers 9. 2. Korinther 8, und dort Vers 9. Wer mag das mal lesen? 2. Korinther 8, und dort Vers 9. Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euren Willen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich werdet.
[27:25] Ihr wisst ja, es gibt ja manchmal so Rankings, wer die reichsten Männer der Welt sind. Auf dieser Skala, welche Position hätte wohl Jesus im Himmel gehabt? Kein Vergleich, oder? Ihm gehörte das gesamte Universum, alle Bodenschätze, alle Planeten, alles. Er hat alles geschaffen, ihm gehört alles.
[27:47] Schaut, es ist eine Sache, wenn man arm geboren ist und arm bleibt. Es ist eine andere Sache, wenn man sehr viel hat und es aufgibt. Ihr wisst es vielleicht, als Kind, wenn man nicht viele Spielsachen hat und dann auch nicht viele bekommt, ist es okay. Wenn man aber viele Spielsachen gehabt hat und sie dann aufgeben muss, dann war man schon eher ein bisschen, ja, wieso muss ich das aufgeben, das ist doch meins.
[28:11] Jesus hat buchstäblich alles aufgegeben. Was uns bewusst machen sollte, was Jesus jetzt sagt, ist, schau mal, Jesus sagt zu ihm, pass mal auf, ich bin der Sohn des Menschen, ich bin der König, auf den ihr wartet, ich bin der Schöpfer der Welt, ich bin Gott und ich habe nicht mal einen Schlafplatz. Wenn du mir nachfolgen willst und mein Jünger werden willst, dann werde ich dir nicht nur Theologie beibringen. Du wirst damit rechnen müssen, dass du auch Dinge aufgeben musst, von denen du denkst, dass sie sehr wichtig für dich sind.
[28:46] Ja, das ist die Idee, wenn man an anderer Stelle sagt, wer mir nachfolgen will, nehme meinen Joch auf sich. Jetzt, warum hat Jesus das aufgegeben? Weil er so viel Freude daran hat, wenig zu besitzen? Nee, in Ewigkeit wird er wieder reich sein. Also es ist gar nichts Schlimmes daran reich zu sein. Jesus wird in alle Ewigkeit reich sein. Warum hat er es aufgegeben?
[29:05] Weil ein materieller Reichtum nicht die Grundlage für Erlösung ist. Ja, weil er muss das aufgeben, wenn er uns retten wollte. Das ist der Punkt. Er wusste, ich kann nicht gleichzeitig reich im Himmel bleiben und die Menschen retten. Der Reichtum im Himmel war nicht sündig. Jesus war vollkommen sündlos im Himmel und war der Reichste, den man sich vorstellen kann. Aber er wusste, jetzt als zwei Ideen aufeinander prallten, nämlich ich behalte meinen gerechten Reichtum und ich rette die Menschen, war ihm eine Sache wichtiger.
[29:51] Und jetzt kommt es sofort. Das bedeutet, es gibt viele Dinge, also wenn wir davon sprechen, dass wir etwas aufgeben, dann meinen wir meistens Dinge, die schädlich sind für uns. Schädliche Dinge, da haben wir schon alle Mühe mit. Schädliche Charaktereigenschaften, schädliche Gewohnheiten, schädliche Dinge zum Essen und Trinken usw. Aber hier geht es um etwas ganz anderes. Hier geht es um Dinge aufzugeben, die gut sind, die aber im Weg stehen, dass ich andere Menschen retten kann. Jesus hat ja nichts aufgegeben, was schädlich war. Er hat Sachen aufgegeben, die gut waren, die ihm auch später wiedergegeben werden, aber die er jetzt zumindest für die Zeit aufgegeben hat, ein Opfer gebracht hat, weil es ihm wichtiger war, jemanden zu retten.
[30:25] Und jetzt ist die Frage, was gibt es vielleicht in meinem Leben, was mich daran hindert, anderen ein Segen zu sein, was ich aufgeben könnte. Das ist das, was der Satan ihm vorgeworfen hat, dass er letztendlich seine Privilegien dadurch, er nur diese Rettung der Erde praktizieren hat können. Und er hat gesagt, nein, ich gehe auf dieser Skala noch auf Minus.
[30:49] Dankeschön. Lukas 14 ist etwas, was hat mich schon vor Jahren angesprochen, 33. So nun kann keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mal jünger sein.
[31:05] Ganz genau. Jetzt gibt es etwas ganz Interessantes, das kann man aus der Bibel so direkt nicht ablesen, aber Ellen Weiss sagt das im Leben Jesu. Sie sagt nämlich, dass es diesen Dialog schon einmal gegeben hatte an einer anderen Stelle. Weiß jemand, was Ellen Weiss schreibt, wo es diesen Dialog schon einmal gegeben hatte, wo Jesus auf dieselbe Aussage mit derselben Antwort geantwortet hat? Nicht bei der Versuchung.
[31:44] Da kam ein anderer zu ihm, einer von den Jüngern, Judas. Ellen Weiss sagt, dass als Judas Apostel wurde, wollte Jesus das ja eigentlich nicht unbedingt. Und die Jünger haben das gepusht. Und sie sagt, Judas selbst hat gesagt, Meister, ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Und Jesus wusste, der Judas, der hat keine ganz wirklich guten, reinen Motive. Und er hat ihm dann ganz nüchtern gesagt, nämlich diese Worte, die Fuchse haben Gruben, die Vögel haben Nester, ich habe keinen Ort, wo ich meinen Haupt hinlegen kann.
[32:25] Ihr wisst ja, der Judas ist am Ende darüber gescheitert. Genau diese Frage, weil er gedacht hat, ich dachte, Jesus bringt mir was, jetzt scheint er mir nichts zu bringen. Hat für Geld ihn verkauft. Was uns zeigt, dass Jesus diesen Satz wohl öfters gesagt hat. Wir werden das in vielen Monaten mal sehen, später in Lukas 9 oder 10, also viele Monate später, als er in Perea ist, kommt wieder ein Schriftgelehrter und sagt wieder dasselbe und er sagt wieder dieselbe Antwort. Das heißt, er hat das mindestens dreimal gesagt. Das ist also nicht ein Einzelfall hier, sondern das sieht so aus, dass Jesus auf bestimmte Fragen immer wieder dieselbe Antwort gegeben hat. Vielleicht kennt ihr das, dass ihr auch auf bestimmte Fragen gerne dieselben Formulierungen verwendet. Das ist bei Jesus nicht anders gewesen, das war eine Formulierung, die er auf verschiedene Situationen immer wieder angewendet hat.
[33:08] Übrigens, was denkt ihr wohl, was hat wohl der Judas gedacht, als er jetzt daneben stand? Da kommt jetzt ein anderer Schriftgelehrter und sagt genau das, was er auch gesagt hat und Jesus gibt ihm exakt dieselbe Antwort. Denkt ihr, auch der Judas hat sich daran erinnert, was Jesus ihm gesagt hat? Das ist manchmal ganz interessant, dass wenn wir sehen, wie Jesus mit anderen umgeht, wir daran auch einen Spiegel unserer Beziehung zu Jesus sehen können.
[33:36] Und das war sicherlich auch so ein Seitenblick auf den Judas, dass Jesus gesagt hat, schau mal Judas, du erinnerst dich, was habe ich dir gesagt? Und weil Judas hat immer die Lektion nicht gelernt oder wird sie nie gelernt haben. Ihr wisst vielleicht, dass Ellen White sagt, Jesus hat den Judas niemals getadelt. Er hat den Petrus oft getadelt, weil Petrus, den konnte man tadeln und der hat was dabei gelernt. Er wusste, wenn ich Judas tadle, verliere ich ihn ganz. Er hat ihn niemals getadelt, er hat immer versucht, ganz sacht ihn darauf hinzuweisen. Das ist eine der Gelegenheiten hier.
[34:10] Was ist interessant, das andere hat Jesus mit Namen gerufen, aber ihm nicht. Und deshalb im Johannes 13 bei der Fußwaschung steht geschrieben, ich weiß aber, wer ich berufen habe. Das ist die einzige Stelle, wo man sagen kann, Jesus hat sich seinen Verräter gerufen. Das wäre etwas unlogisch.
[34:30] Gehen wir noch ganz schnell weiter, Matthäus 8, Vers 21 und 22. Das ist eine noch so interessante Stelle, weil jetzt kommt dieser eine Schriftgelehrte und sagt, ich will dir nachvollziehen, wohin du gehst. Und Jesus sagt, überleg dir mal, berechne die Kosten. Weißt du, was das bedeutet? Jetzt kommt ein anderer, Vers 21. Und ein anderer seiner Jünger sprach zu ihm, Herr, erlaube mir zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. Jesus aber sprach zu ihm, folge mir nach und lass die Toten ihre Toten begraben.
[34:57] Also zwei Leute, stellt sich das vor, Jesus predigt. Alle sind begeistert, die Jünger haben jetzt die Erklärung abgeholt, nicht wahr? Jetzt sagt Jesus, okay, Erklärung zu Ende, so eine Riesenvolksmenge hier überall, nicht wahr? Wir gehen jetzt auf die andere Seite, lassen uns aufmachen und zwei Leute kommen zu ihm. Einer sagt, Meister, lass mich dir folgen, wohin du auch gehst. Und Jesus sagt, weißt du, was du möchtest? Und ein anderer seiner Jünger, also nicht von den zwölf Aposteln, aber von den vielen anderen Jüngern, ein anderer sagt, du, ich würde dir gern folgen, aber hey, kann ich erst meinen Vater begraben?
[35:28] Jetzt, die Schwierigkeit bei dem Vers liegt ja daran, man denkt beim ersten Lesen, da ist gerade sein Vater gestorben, jetzt darf er nicht zum Begräbnis gehen. Was denkt ihr, was bedeutet das, dass er hier fragt, lass mich zuerst meinen Vater begraben? Was sagt er eigentlich? Wie versteht ihr das? Ja, sicherlich hat der Vater eine andere Vorstellung gehabt von dem, was sein Sohn werden sollte. Und deswegen würde er sagen, ich muss erst einmal jetzt das Ego meines Vaters begraben und ihm beibringen, was ich jetzt wirklich tue. Okay, ja.
[36:01] Ich werde sehen, hier eine gewisse Ausrede, das heißt, es ist etwas wichtiger, als nichts davon nachzufolgen. Ja, ganz genau. Also halt mal fest, wenn der Vater direkt gestorben wäre, dann wäre dieser Mann gar nicht hier. Denn dort im Orient, wenn jemand stirbt, muss der ziemlich schnell begraben werden wegen der Verwesung. Das heißt, die Tatsache, dass er hier bei der Predigt ist und nicht zu Hause, ist Beweis dafür, dass der Vater gerade gar nicht gestorben ist. Er sagt auch nicht, mein Vater ist gestorben, lass mich ihn begraben. Er sagt, lass mich erst meinen Vater begraben. Warum? Was passiert, wenn der Vater tot ist? Er bekommt das Erbe. Es gibt nur eine einzige Stelle in der ganzen Bibel, in der ganzen orientalischen Literatur, wo ein junger Mann die Idee hat, er könnte das Erbe schon haben, bevor der Vater tot ist. Der verlorene Sohn. Das ist eigentlich die Frechheit schlechthin. Jeder Mensch damals im Orient wartet, bis der Vater tot ist, dann bekommt er das Erbe. Was dieser Mann sagt, ist nicht, mein Vater ist gestorben, kann ich noch schnell zur Begräbnis feiern. Er sagt, ich würde dir gerne nachfolgen, aber da du ja gerade gesagt hast, dass es ein bisschen schwierig ist und dass du auch nicht mal einen Schlafplatz hast, ich mache folgenden Vorschlag. Ich warte, bis mein Vater tot ist, dann kriege ich das Erbe und dann folge ich dir nach.
[37:07] Und hier haben wir sozusagen ein anderes Problem der Nachfolge. Menschen, die Jesus nachfolgen wollen, aber auf jeden Fall erst mal eine menschliche Sicherheit brauchen und diesen Mut haben. Der eine ist ein bisschen zu übereilt. Der hat nicht darüber nachgedacht. Der andere ist ein bisschen zu vorsichtig.
[37:27] Schaut mal, es gibt einen tollen, also interessanten Vers in Haggai 1, Vers 2. Ihr wisst vielleicht, Haggai, das ist die Zeit, als das Volk Israel wieder zurück ist. Und sie sollen den Tempel aufbauen und da kriegen die da plötzlich so die Idee, ach, wer weiß, vielleicht machen wir das später. Und in Haggai 1, Vers 2, da kommt dieses so zum Ausdruck, was die Israeliten denken. Da heißt es hier in Haggai 1, Vers 2, so spricht der Herr der Herrschern. Dieses Volk sagt, es ist noch nicht die Zeit zu kommen, die Zeit, um das Haus des Herrn zu bauen.
[37:58] Wenn ihr das studiert, werdet ihr feststellen, die hatten sogar gute Gründe. Die Perser hatten es verboten. Es gab ein rechtliches Verbot, den Tempel aufzubauen. Deswegen sagen die, solange das verboten ist, können wir nichts machen. Aber wenn Gott sagt, bau den Tempel, dann müssen wir den Tempel bauen. Und das ist ein sehr guter Punkt, auch wenn es um Gemeindeprojekte geht, Schule und solche Dinge. Wenn Gott sagt, geh vorwärts, sollen wir vorwärts gehen.
[38:29] Ich weiß noch, wie das war, als ich mich entschieden habe, mein Studium aufzugeben. Ihr wisst vielleicht, ich habe damals vier Jahre Orchesterdirigent studiert, aber mein Diplomstudiengang waren fünf Jahre. Ich hatte acht Semester fertig, mir fehlen noch zwei Semester. Als ich auf der Missionsschule war und den Ruf Gottes gespürt habe, glaubt mir, es gab nicht wenige Menschen, die mir gesagt haben, mach doch erst dein Studium fertig, dann hast du eine Sicherheit, dann bist du abgesichert und dann kannst du immer noch Missionar werden. Nun versteht mich nicht falsch, nichts gegen abgeschossenes Studium, nichts gegen Sicherheit, aber wenn Gott ruft und er sehr deutlich ruft, und ich dann denke, ja, ich habe den Ruf jetzt gehört, aber ich folge später, weil ich muss mich erst noch absichern, es ist genau diese Situation.
[39:20] Gott verlangt nicht von jedem von uns immer gleich sofort, dass wir alles aufgeben, das ist auch eine andere Sache. Er möchte auch, dass wir Dinge durchziehen, die von ihm sind. Das war in meinem Fall sowieso eine andere Geschichte gewesen. Aber der Punkt ist, wenn Gott uns ruft und wir dann sagen, ich bin mir nicht ganz sicher, das sieht unsicher aus, wir sollten vielleicht irgendwie noch eine menschliche Sicherheit einbauen, dann ist das keine Nachfolge.
[39:43] Also wir sehen hier zwei Probleme, die bei der Nachfolge aufstehen können. Das eine ist, dass man denkt, naja, ich lerne einfach von Jesus so Theologie, ohne sich bereit, mir Dinge aufzugeben. Das andere, dass ich vielleicht denke, das ist mir zu unsicher und ich will das alles menschlich sicher absichern. Natürlich, Gott kann immer noch mit Plan B und C arbeiten, aber am glücklichsten ist man bei Plan A.
[40:15] Jetzt, wisst ihr, was interessant ist? Schaut mal Matthäus 4. Ihr kennt vielleicht Matthäus 4, da gibt es die Berufung der Jünger. Und das war auch damals in meiner Situation ein ganz wesentlicher Vers hier, Vers 19, wo es heißt, folgt mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen. Das ist mir heute aufgefallen beim Studium. Wisst ihr, wer da noch erwähnt wird, neben den vier Jüngern, die berufen werden? Wer da noch erwähnt wird, explizit in dem Abschnitt, in Vers 18 bis, vor allem bis Vers 21? Der Vater, genau, die sind mit ihrem Vater da. Ich habe früher gefragt, warum wird der Vater erwähnt? Der hat ja nichts damit zu tun. Doch, die verlassen, die folgen Jesus, obwohl ihr Vater noch lebt. Das ist der Punkt. Die können kein Erbe mitbringen. Die haben keine finanzielle Sicherheit, denn solange ihr Vater noch lebt, können sie nicht das Erbe vom Vater haben. Das ist also nicht ohne Grund, warum Matthäus das später aufschreibt und sagt, jaja, die Jünger sind hier gerufen worden und ihr Vater war dabei. Die haben nicht gewartet, bis der Vater tot ist. Die haben nicht gewartet, bis das Erbe da ist, bis sie finanziell abgesichert sind. Die haben ihren Vater verlassen. Also, ich meine, die haben Jesus nachgefolgt.
[41:23] Und das ist ein ganz entscheidender Punkt. Jesus sagt, folgt mir nach. Und dann sagt er, die Toten werden die Toten begraben. Jetzt ist das ein interessanter Vers, weil in diesem Vers offensichtlich, ist ein guter Vers, zu zeigen, dass das Wort Tod mehrere Bedeutungen haben kann. In dem Vers bedeuten einmal die Toten etwas anderes als die Toten. Richtig? Weil die Toten können die Toten nicht begraben. Es müssen einmal, einmal sind es buchstäbliche Toten und einmal sind es geistliche Toten, weil die buchstäblichen Toten können niemand begraben. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Worte ihre Meinung ändern oder ihre Bedeutung ändern.
[41:58] Schaut mal mit mir ganz kurz in Lukas 15. Also, die zweiten Toten, die buchstäblichen Toten, ist ja klar. Das sind die Toten. Aber wer sind die ersten Toten? Lukas 15, Vers 32. Wer mag das lesen? Lukas 15, Vers 32. Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen, denn dieser, dein Bruder, war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wieder gefunden worden.
[42:31] Genau. Der war ja nicht wirklich tot, oder? Worin bestand sein Totsein? Er war verloren, er war geistlich tot. Kennt ihr noch andere Stellen der Bibel, wo es heißt, dass wenn wir in der Sünde sind, sind wir geistlich tot? Petrus, Paulus, Paulus spricht besonders dafür. Kennt ihr eine Stelle bei Paulus, wo es sagt, Tod in den Sünden und Missetaten? Schaut mal in Epheser. Es gibt mehrere Stellen, aber nur eine als Beispiel. In Epheser 2. Und dort Vers 1.
[43:07] Epheser 2, Vers 1. Mag dir noch jemand lesen? Es gibt viele. Wir schauen mal in Epheser 2. Es gibt viele. Und dann Vers 5. Wenn Jesus sagt, lass die Toten ihre Toten begraben, wer Jesus nachfolgen will, aber erst dann, wenn alles menschlich sicher ist, der hat das Wesen des Evangeliums nicht verstanden. Denn Jesus hat auch nicht etwas aufgegeben, nachdem alles sicher war. Das Evangelium als Jesu Rettungstat war ein Risiko. Und wer sich erst absichern will, wer alles sicher haben will, wer nichts riskieren will für Gott, der hat eigentlich gar nicht das Evangelium verstanden. Jesus sagt, er ist geistlich tot. Wenn ich also Jesus nachfolgen möchte, dann sollte ich glauben, dass Jesus mir helfen kann. Egal, ob ich das gleich sehen kann oder nicht.
[44:15] Was wir hier sehen, Jesus auf dem Weg in eine andere Gegend. Aber es ist eine ganz kleine Geschichte, aber sehr interessant. Zwei Leute sagen schnell zu ihm, wir wollen dir folgen. Der eine sagt, wohin du auch gehst. Aber er hat gar nicht darüber nachgedacht, was das eigentlich bedeutet. Und der andere sagt, ich will dir folgen, aber später. Gib mir noch ein paar Jahre. Und dann folge ich dir. Er hat keine Ahnung, dass Jesus so lange nicht mehr auf der Erde ist. Denn wenn er was von Jesus lernen will, dann sollte er es jetzt lernen. Das sind noch 1,5 Jahre, dann ist Jesus tot und im Himmel. Jesus sagt, sucht zuerst reiche Gottes, und alle Dinge werden gegeben. Genau, das ist der Bergprinzip. Tragt nach dem Reich Gottes, nach der Gerechtigkeit, damit alles andere zugefügt werden. Das ist das, was wir in den Evangelien sehen. Das sehen wir bei Abraham überall. Gott ist gut. Aber er testet unser Vertrauen. Wenn wir ihm vertrauen, können wir nicht andere an die oberste Stelle setzen.
[45:18] Da wir alle Nachfolger Jesu sind, können wir uns damit identifizieren. Manchmal sind wir sehr hastig und überdenken nicht, was Gott von uns möchte. Oder wir sind sehr zurückhaltend und wollen alles absichern. Aber wenn wir Jesus nachfolgen, gewinnen wir den großen Schatz. Wir gewinnen die kostbare Perle, von der er geredet hat. Wir werden diesen Schatz weitergeben können. Am Ende werden für viele Häuser, Ecker, ein Band, wo sie es schwer loslassen. Ganz genau.
[45:52] Da wir mal zu denen gehören wollen, dass wir uns überlegen, wenn wir Jesus nachfolgen, kostet es was. Wir müssen uns die Frage stellen, was ist die Motivation meiner Nachfolge? Wie folge ich Jesus nach? Bin ich bereit, seinem klaren Wort zu folgen, wohin er auch geht? Mit ihm ins Boot zu steigen? Und vielleicht sogar den Sturm zu erleben? Das sehen wir nächste Woche. Die berühmte Geschichte vom Sturm. Die wird sehr spannend werden. Wir wollen uns vornehmen, Jesus so zu folgen, wie er uns vorangeht. Lass uns gemeinsam niederknien und beten.
[46:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Dass wir etwas lernen konnten aus deinem Wort. Dass wir sehen konnten, wie wirkliche Nachfolge funktioniert. Oder was das Problem an falscher Nachfolge ist. Lass uns nicht diese Fehler machen, die wir heute besprochen haben. Lass uns echte Nachfolger sein, die verstehen, dass es etwas kosten wird, aber dass wir etwas unendlich Wertvolles gewinnen werden. Das ewige Leben. Und schon hier auf dieser Erde eine unsagbare Freude, mit dir zusammenarbeiten zu dürfen. So bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns zu Nachfolgern machst, die diesen Namen wirklich verdienen. Dass du uns zu Spielern machst, die gerne lernen und die gerne bereit sind, deinem Vorbild nachzufolgen. Das bitten wir in deinem Namen, Herr Jesus. Amen.
[47:54] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!