[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Manchmal gibt es Situationen im Leben, da tut sich ein großer Schleier aus Zweifel über den ganzen Glauben legen. Und man stellt sich die Frage, ob alles, was man geglaubt hat und getan hat für die Gemeinde, vielleicht völlig umsonst gewesen ist und absolut nutzlos.
[1:08] So ging es dem Größten aller Propheten, so hat Jesus gesagt, Johannes dem Täufer. Und wir wollen heute diese Geschichte anschauen, als Johannes der Täufer selbst plötzlich mit Zweifel gekämpft hat. Und das ist eine sehr interessante Geschichte, glaube ich, die auch sehr, sehr uns praktisch helfen kann. Und bevor wir damit beginnen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet.
[1:31] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für die Möglichkeit, zu dir beten zu dürfen und dich bitten zu dürfen, dass du uns dein Wort erklärst und dass du mit deinem Heiligen Geist anwesend bist und dass du uns in unser Herz hineinsprichst. Herr, wir wollen uns eine Geschichte anschauen, die wirklich unter die Haut geht und die ganz viel praktisches christliches Leben uns vermitteln möchte und uns zeigen möchte, wie wir mit Zweifeln umgehen können und wie Jesus dem Johannes geantwortet hat. Wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, was wir mitnehmen dürfen und sollen für unser persönliches Leben und dass wir lernen, auf dich ganz zu vertrauen. Im Namen Jesu, Amen.
[2:25] Schlagt mit mir auf, Lukas Kapitel 7. Wie gerade schon gesagt, es geht heute um eine neue Geschichte. Wir haben in den letzten Monaten Geschichten angeschaut, die alle in unfassbarer zeitlicher Nähe zueinander waren. Die ganze Geschichte mit der Heilung des Besessenen, dann mit der ganzen Beelzebub-Geschichte, den Verwandten von Jesus, die ganze See-Predigt mit den Gleichnissen, dann die Fahrt über den See Genezareth, die Heilung der beiden Besessenen dort mit den Schweinen, dann wieder zurück, das Fest bei Levi Matthäus, die Frage nach dem Fasten und schließlich dann der Gang zur Tochter des Jairus mit der blutflüssigen Frau auf dem Weg. Das war alles innerhalb von eigentlich wenigen Tagen. Aber jetzt schauen wir uns mal eine neue Geschichte an, die zeitlich ungefähr in diese Zeit hineinpasst und zwar in Lukas 7 finden wir den ausführlichen Bericht. Wir werden ab und zu noch zu Matthäus springen. Matthäus ist kürzer, in Matthäus 11 finden wir noch ein paar kleine Details, aber wir werden vor allem bei Lukas 7 bleiben. In Lukas 7 und dort Vers 18. Wer mag den mal vorlesen? Lukas 7 und dort Vers 18.
[3:44] Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles. Genau, bis dann erstmal. Also die Jünger des Johannes haben wem verkündigt? Ihm, genau, wer ist ihm hier? Könnte man denken, aber nein, sie gehen zu Johannes. Die Jünger des Johannes gehen zu Johannes und wie wir gelernt haben, vor gar nicht allzu langer Zeit, neben der Bewegung von Jesus und seinen Jüngern gab es immer noch die Bewegung des Johannes. Die war noch immer eine eigenständige Bewegung. Es gab immer noch Leute, die waren Jünger des Johannes, aber nicht Jünger von Jesus. Also die haben wir meistens im Studium der Evangelien nicht so auf dem Schirm. Ja, wir denken an die Pharisäer und an die Sadduzäer und an die Zerlaten und die ganzen verschiedenen Gruppierungen und dann so die allgemeine Masse der Juden und an die Jünger Jesu. Und Johannes und seine Bewegung sind immer so ein bisschen quasi der Vorläufer und wenn Jesus so beginnt mit seinem Dienst, dann hört man noch von denen, aber dann verliert man die so ein bisschen aus den Augen. Aber halten wir fest, die Jünger des Johannes sind immer noch eine eigene Gruppierung, die inhaltlich fast alles genauso glauben wie Jesus, aber sich Jesus nicht angeschlossen haben. Wo hatten wir die vor kurzem nochmal entdeckt? Könnt ihr euch erinnern, bei einer Geschichte hatten wir sie gesehen. Wie sie, ja? Gesehen weiß ich nicht, aber sie wurden erwähnt beim Festmahl von dem Matthäus. Genau, da waren sie diejenigen, die die Frage gestellt haben, warum fasten wir und die Pharisäer, aber ihr nicht, ihr Jünger von Jesus. Genau, da hatten wir sie gesehen, die Jünger des Johannes. Und die sind also immer wieder bei Jesus, beobachten sein Tun, aber hinterfragen es auch. Sie sehen zum Beispiel, der sitzt da mit den Sündern bei Levi Matthäus und sie fasten. Sie fragen, warum fasten wir und du nicht? Kennt ihr noch eine andere Geschichte, wo sie etwas von Jesus gesehen haben und dann zu Johannes gelaufen sind und sich quasi beschwert haben? Etwas früher schon, ja?
[5:55] Ja, ganz genau, sehr gut. In Johannes 3 ist das nicht wahr? Als sie dann merken, Jesus tauft, aber eigentlich die Jünger von Jesus tauften im Auftrag Jesu und immer mehr Leute kommen zu Jesus und das bedeutet immer mehr weniger Leute kommen zu Johannes im Täufer. Der war ja erst der Prediger für die Massen. Da kommen dann die Jünger des Johannes zu Johannes und sagen, stell dir vor, der andere da, von dem du gesagt hast, alle Leute gehen zu dem. Die kommen nicht mehr zu unserer Veranstaltung, sondern zu seiner. Und was hat Johannes dann gesagt? Hat er gesagt, danke, dass ihr mir das sagt, wir müssen die alle wieder zurückgewinnen. Er muss wachsen, ich muss abnehmen. Und er hat gesagt, ich war, ich bin nur der Freund des Bräutigams. Der Bräutigam braucht die Braut, nicht der Freund des Bräutigams. Meine Freude ist erfüllt. Also die Jünger des Johannes, die hatten so eine Angewohnheit, die waren oft in der Nähe von Jesus. Die haben beobachtet, aber dann haben sie ihrem eigentlichen Führer, dem Johannes, das berichtet. Und zwar die ganzen Wunder. Jetzt schauen wir mal in Matthäus 11 und dort Vers 2.
[7:03] Und da lernen wir noch etwas, was uns wahrscheinlich klar ist, aber noch mal hier betont werden sollte. Matthäus 11, Vers 2. Dort heißt es nämlich, Matthäus 11, Vers 2, wer mag das lesen?
[7:22] Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken des Christus hörte, sandte er zwei seiner Jünger. Genau, also durch wen hat er gehört? Durch seine Jünger. Also seine Jünger kommen ins Gefängnis. Die einfache Wahrheit hier ist, oder die wir noch mal uns vergegenwärtigen wollen, Johannes sitzt im Gefängnis. Der ist immer noch nicht tot, der sitzt immer noch im Gefängnis.
[7:41] Vielleicht können wir noch ganz kurz wiederholen, was so die Zeitlinie ist diesbezüglich. Mal sehen, ob wir das zusammenkriegen. In welchem Jahr hat Johannes, der Täufer, begonnen zu taufen? In welchem Jahr? Oh, das wäre ein bisschen zu spät. In welchem Jahr ist denn Jesus getauft worden? 1927, genau. Im Jahr 1927, im 15. Jahr des Tiberius, hat er angefangen. Also im 1927, da ist, da kommt jetzt 1928, dann ist irgendwo hier die Taufe gewesen, die Taufe von Jesus. Und dann gab es, das ist jetzt das Jahr 1928, dann kommt das Jahr 1929. Und dann ist Jesus erstmal in der Wüste gewesen, hat seinen ersten Jünger bekommen. Er hat dann, wann war die erste Tempelreinigung? Wisst ihr das noch zufällig? Die erste Tempelreinigung war im Passa, also im Frühjahr 1928. Das ist, wo er zum ersten Mal in Jerusalem sich als Messias oder so, als Erlöser zu erkennen gegeben hat. Und da war Johannes immer noch aktiv. Er hat immer noch gepredigt und getauft, denn danach ist Jesus unterwegs. Ja, und er predigt ja dann auch zu Nikodemus in Jerusalem. Und danach kommt die Geschichte, wo dann die Jünger taufen von Jesus und so weiter und die Jünger des Johannes sich darüber beschweren. Das ist alles so hier in der Zeit. Wann hat denn Jesus oder wann ist denn Johannes gefangen genommen worden? Eine Idee, das war ja nicht direkt erst vor der Kreuzigung, oder? Wann ist er gefangen genommen worden? Ich gebe euch einen Tipp. Seine Gefangennahme hat etwas im Dienst von Jesus ausgelöst. Weiß jemand, welche Beziehung zwischen der Gefangennahme von Johannes und dem Dienst von Jesus gewesen ist? Ich gebe zu, das ist schon lange her, das haben wir, glaube ich, vor zwei oder drei Jahren hier studiert. Was hat Jesus gemacht, als er gehört hat, dass Johannes gefangen genommen worden ist? Er hat gebetet, das hat er bestimmt, aber es steht noch was anderes in der Bibel. Nämlich, als er hörte, dass Johannes gefangen genommen worden ist, hat er was gemacht? Ja? Er hat gepredigt, aber wo? Wo hat er denn hier gepredigt, also wo hat er denn gepredigt, hier im Jahre 28? Größtenteils. Hm? Nicht im Norden, sondern in Juda. Also im eigentlichen, da wo die Juden eigentlich sind, also Jerusalem und Umgebung. Da wo auch Johannes der Täufer gewesen ist. Und dann, als Johannes der Täufer gefangen genommen worden ist, hat er sich entschieden, dass er wohin geht. Nicht mehr in Judäa, größtenteils, sondern wohin jetzt eigentlich sein Dienst verlagert hat? Nach Galiläa, genau. Und das hat auch damit zu tun, dass er selbst beinahe umgekommen wäre schon, wenn ihr euch daran erinnern könnt. Nämlich, bei welcher Gelegenheit stand er schon vor dem Sanhedrin und musste sich verantworten. Wegen Sabbatbrechen. Seht ihr das noch? Am Teich Bethesda, genau. Der Mann, der 38 Jahre am Teich Bethesda lag und den er geheilt hat, am Sabbat. Und wisst ihr noch zufällig, welches Fest das war in Jerusalem, wo er den geheilt hat? Gut, das ein bisschen zu wiederholen. Das war auch am Passa, also ein Jahr später sozusagen. Ein Jahr lang sozusagen von Tempel zu Tempel. Da hat er in Bethesda den Mann geheilt, wurde angeklagt vor dem Sanhedrin und er war schon quasi, also er wusste, wenn ich weiter in Judäa bleibe, dann bringen die mich jetzt schon um. Und dann hat er sozusagen, weil er gehört hat, dass Johannes gefangen genommen worden ist, seinen Dienst verändert sozusagen und ist jetzt nach Galiläa gegangen, dauerhaft. Ich meine, er war vorher immer mal wieder in Galiläa, so besuchsweise, aber erst ab quasi Frühjahr 29, also anderthalb Jahre nach seiner Taufe, hat er jetzt in Galiläa die ganzen Dinge getan, die wir jetzt so seit gefühlten zwei Jahren studieren. Die Bergpredigt und die Seepredigt und die ganzen Wunder und Heilungen und so weiter. Das ist alles in Galiläa jetzt. Und da sind wir immer noch. Wir sind immer noch im Jahr 29, irgendwo hier vielleicht oder so. Und die Gefangennahme von Johannes, die muss kurz vorher hier gewesen sein, hier irgendwo.
[12:26] Wie auch immer, weil als er davon hört, geht er nach Galiläa und er geht direkt nach dem Passa 29 nach Galiläa. Soll also heißen, der Johannes ist jetzt wahrscheinlich seit ein paar Monaten gefangen. Der hat also mindestens ein, zwei Jahre so gepredigt, ist jetzt seit Monaten gefangen, sitzt im Gefängnis.
[12:49] Wie wird es ihm denn da gegangen sein? Was denkt ihr, wenn man so als Prediger für das Evangelium gewohnt ist, zu den Massen zu predigen und plötzlich sitzt man so in einem dunklen Loch? Was hat er denn so gedacht? Was könnt ihr euch vorstellen? Also vielleicht können wir uns da nicht hineinversetzen, weil wir noch nie im Gefängnis waren, aber was wird er wohl so gedacht haben? Er könnte sich die Frage stellen, wenn Jesus der Messias ist, warum befreit er nicht mich? Ist nicht der Messias gekommen, um den Gefangenen Befreiung zu verkünden?
[13:28] Ellen White beschreibt ein paar interessante Dinge dazu. Sie sagt, das Leben von Johannes war eins von aktiver Arbeit gewesen. Er war nicht einfach nur faul, er hat immer gepredigt und gemacht und getan, ein Reformer. Und jetzt im Gefängnis, wie viel kann man da tun? Nicht viel, im Wesentlichen sitzt man rum und sie sagt, das hat ihn ziemlich belastet, diese Inaktivität. Und dann hat er gesagt, Woche für Woche hat er danach geschaut, ob irgendwie, und sie sagt, nach Woche für Woche kamen immer mehr Zweifel und Verzweiflung über ihn. Sie sagt, das hat sich so eingeschlichen, weil nichts sich verändert hat. Er hätte vielleicht gedacht, naja, ich bin im Gefängnis und dann komme ich bald wieder raus, oder? Weil ich muss ja weiter predigen. Es gab keine Veränderung und jetzt fängt dieser Zweifel an, sagt sie. Aber seine Jünger haben ihn nicht verlassen. Sie hatten die Erlaubnis, ihn immer zu besuchen und haben ihn dann immer berichtet. Schau mal, Jesus macht das und Jesus macht das und Jesus hat hier das gemacht. Und schau mal da, wie er mit den Pharisäern gesprochen hat und so weiter. Und wie die Leute alle Jesus nachfolgen. Aber gleichzeitig haben die Jünger, sagt sie, die Jünger von Johannes, Johannes gefragt, wie kann denn das der Messias sein, wenn er dich nicht befreit? Das heißt, die Idee, dass Jesus eigentlich ihn befreien müsste, kam sogar von seinen Jüngern.
[15:40] Und sie sagt, Zweifel, Johannes hat jetzt plötzlich Zweifel bekommen, die er niemals bekommen hätte, hätten seine Freunde ihm nicht solche Dinge eingeflüstert. Also das zeigt uns auch, wie gefährlich es ist, wenn einer Zweifel hat, sie anderen weiterzugeben. Und dann sagt sie noch interessant, auch Johannes der Täufer hat nicht genau verstanden, was eigentlich Jesu Königreich gewesen ist. Was hat er erwartet, wie alle anderen auch? Was hat er erwartet? Dass Jesus sein Königreich, dass Israel wieder stark wird und die Römer besiegt werden und alles auf Erden passiert. Also er war nicht so weltlich wie die Pharisäer, aber er hat auch irgendwo gedacht, wenn Jesus geistlich uns erneuert, wird er doch auch das politisch erneuern, oder? Er wird die ganze Unterdrückung durch Herodes beenden und er wird das Heidentum der Römer raustreiben. Er hat schon auch auf so eine politische Komponente gewartet und die kam natürlich nicht. Und das hat ihn ziemlich irritiert, weil Jesus, was hat Jesus gemacht? Aus allen Nachrichten, die man hörte, waren, er heilt, er predigt, fährt auf dem See, kommt wieder zurück, heilt mehr, predigt mehr. Er spricht keine Verbrechen an der Politiker, er kümmert sich nicht um die römischen Soldaten, um gegen sie zu kämpfen. Und das hat ihn ziemlich irritiert. Sie sagt, für Johannes war das ein Geheimnis, das konnte er nicht begreifen. Wie kann der Messias, der gesalbte König, sich nicht um die politischen Belange Israels kümmern? Wie kann denn das nicht interessieren, dass Herodes so sehr das Volk unterdrückt? Wie kann es nicht interessieren, dass die Römer so sehr das Volk bedrücken? Wie ist das möglich?
[17:38] Und so fragt er sich natürlich immer mehr jetzt, war das vielleicht alles umsonst? Und dann sagt sie was Interessantes, hört mal zu. Sie sagt, es gab Stunden, in denen Dämonen seinen Geist quälten mit ihren Einflüsterungen und der Schatten einer schrecklichen Furcht über ihn kam. Könnte es sein, dass der Erlöser noch gar nicht erschienen war? Was hat das bedeutet dann? Was würde das bedeuten für die Botschaft, die er selbst gegeben hat? Er hatte immer gehofft, dass wenn er so predigt, dass das Gleiche passiert wie im Alten Testament. Bei Josia und bei Elia, dass es eine große Erweckung gibt. Oder bei Esra. Aber das gab es irgendwie nicht. War alles umsonst gewesen? Seine eigenen Jünger sind nicht mal Jesus hinterher gelaufen, sind eher ihm nachgefolgt. Und er hat sich die Frage gestellt, war mein ganzes Leben, für das ich alles gegeben habe, war das vielleicht eigentlich umsonst? Und wie gesagt, das ist nicht jemand, der hier sowieso eigentlich sich für Gott nicht interessiert hat. Das war jemand, der alles gegeben hatte für diese Botschaft. Jesus später sagt, der größte Prophet, den es überhaupt gab. Der stellt sich plötzlich die Frage, war alles umsonst?
[18:55] Und das zeigt uns, dass niemand von uns gefeit ist vor Zweifel. Und davor, dass plötzlich in einer dunklen Situation, auch vielleicht durch die Einfüsterung von anderen, plötzlich Dinge nicht mehr so klar sind, die einem vorher relativ klar gewesen sind.
[19:11] Was würde er tun? Was würdet ihr jemandem raten, der plötzlich solche Gedanken hat? Was würdet ihr dem raten? Was soll er tun? Weil der Johannes musste jetzt irgendwas machen damit. Einfach, also was wäre eine Option, was könnte er dann machen? Einfach die Gedanken ignorieren? Stell dir vor, jemand redet mit euch und sagt, das ist genau das, was ich gerade durchlebe. Was würdet ihr ihm antworten? Was sollte er tun?
[19:59] Nichtstun ist gefährlich. Nichtstun ist super gefährlich, weil Zweifel ist wie Krebs, frisst sich immer weiter.
[20:10] Also was hat Johannes gemacht? Also wir wissen aus der Bibel auch eine Sache, dass er gemacht hat. Er hat nämlich, als er davon hörte und jetzt diese Zweifel hat, da hat er was gemacht? Haben wir gerade gelesen in Vers 2? Er hat zwei Jünger zu Jesus gesammelt. Das heißt, was hat er gemacht?
[20:36] Genau, das werden wir gleich lesen. Er hat sich an Jesus gewandt. Er hatte Zweifel über Jesus, aber hat sich an Jesus gewandt. Ellen White sagt sogar, er hat nicht einfach mit seinen Jüngern das ausdiskutiert. Er hat seine eigenen Zweifel, die die Jünger zum Teil ja überhaupt erst angestoßen haben, die hat er jetzt nicht vor den Jüngern ausgebreitet und gesagt, übrigens, ich mache mir ganz große Gedanken darüber und das ist wahrscheinlich, also ich weiß gar nicht. Er hat das für sich behalten, hat für sich damit gekämpft, aber hat jetzt Jesus kontaktiert, hat zwei seiner Jünger ausgewählt und hat ihnen eine Botschaft mitgegeben und hat ihnen jetzt diese Frage gestellt und die können wir mal lesen in Vers 3 und da heißt es und ließ ihm sagen, bist du, im Griechischen ist das Betonen, dieses du, bist du derjenige, der kommen soll oder sollen wir auf einen anderen warten?
[21:31] Frage, auf wen warteten die? Wenn er jetzt sagt, auf einen, wir warten da auf jemanden. Welche Bibelstellen hat er denn im Hinterkopf? Vielleicht sammeln wir mal ganz kurz. Welche Bibelstellen im Alten Testament hatten gesagt, dass da jemand kommen würde, auf den es sich lohnt zu warten? Welche fallen euch da spontan ein? Bibelstellen im Alten Testament, die davon sprechen, dass jemand kommen wird. Jesaja 53, der Knecht Gottes, der wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wird.
[22:01] Welche anderen Verse fallen euch an, wo im Alten Testament gesagt wird, da kommt einer? 5. Mose 18, da sagt Gott in 5. Mose 18, Vers 15 bis 18, einen Propheten wie mich wird der Herr euch senden, der wird euch alles sagen, Gott wird seine Worte in seinen Mund legen. Also der kommende Prophet, 5. Mose 18. Welche Verse fallen euch noch ein? Da gibt es unzählig viele. Unzählig nicht, aber eine ganze Menge. Was hat er im Hinterkopf gehabt?
[22:36] Ja genau, was hat er gesagt? In Daniel 9 hat er gesagt, dass so und so viele Wochen vergehen werden. Bis der Gesalbte kommt, der Messias kommt zu einem bestimmten Zeitpunkt, hat Daniel 9 gesagt. Andere Stellen, die euch einfallen? Messianische Prophezeiung, geht ganz vorne los, 1. Mose 3, Vers 15. Einer kommt, der Same der Frau, der der Schlange in den Kopf zertreten wird, oder? Bei Abraham, in seinem Samen werden sich alle Völker segnen. Oder 1. Mose 49, der Segen für Juden, der Septer wird nicht weichen von ihm, bis der Schilo kommt, dem der Gehorsam der Völker dient. Oder Jesaja, gibt es ganz viele. Jesaja gibt es zum Beispiel, die Jungfrau wird schwanger werden. Immanuel wird kommen. Jesaja 9, ein Kind ist uns geboren, die Herrschaft wird auf ihm ruhen. Dann kündigt Jeremia an den kommenden König, der heißen wird, der König der Gerechtigkeit. Hesekiel spricht von dem kommenden Hirten. Gott sagt, ich werde ein Hirte sein. Dann erinnert euch an Zacharia, der König kommt, nicht wahr? Zion, auf einem Eselsföhlen reitend.
[23:59] Also das alte Testament ist voll von diesen Verheißungen, auf den einen, der kommen soll. Und das war damals den Israeliten allgemein bekannt. Und jetzt stellt euch die Frage, bist du derjenige, bist du der, von dem 1. Mosel 3 spricht, und von dem Jesaja 9 spricht, und Jesaja 11 spricht, und Jesaja 7 spricht, und bist du derjenige? Oder sollen wir noch warten?
[24:28] Was impliziert denn diese Frage? Wenn ihr die Frage mal genau durchdenkt, was schwingt denn da mit in dieser Frage? Bist du derjenige, oder sollen wir auf einen anderen warten?
[24:46] Da schwingt ein bisschen Zweifel mit, ja. Er ist nicht mehr überzeugt, dass er derjenige ist, 100%. Was schwingt aber noch mit, vielleicht positiv ausgedrückt, außer, dass da Zweifel mit schwingt. Hoffnung, könnte es ja sein. Okay, also auf jeden Fall ist Johannes sicher, die Verheißung wird sich erfüllen. Und wenn es Jesus nicht wird, also Gott steht zu seiner Verheißung. Also, dass die Prophezeiung sich gar nicht erfüllt, kommt für Johannes nicht in Frage. Das ist auch interessant.
[25:17] Was schwingt da noch mit? Ist interessant, er fragt ja Jesus, bist du derjenige, oder sollen wir auf einen anderen warten? Wie sieht er denn Jesus in dieser Hinsicht? Egal, ob Messias oder nicht. Wenn er Jesus fragt, bist du derjenige, oder sollen wir auf einen anderen warten? Könnt ihr sehen, dass er immer noch Jesus als einen Lehrer sieht, der höher steht als er selbst? Dass er immer noch die Antwort von ihm akzeptiert, auch wenn er sich nicht mehr sicher ist, ist Jesus wirklich der verheißene Messias der Prophezeiung? Wie ist Johannes immer noch bereit, sich von Jesus belehren zu lassen? Und das ist ein sehr wichtiger Punkt. Johannes hatte Zweifel, aber Johannes war immer noch belehrbar. Er war bereit, sich etwas sagen zu lassen, und er war bereit, zu Jesus zu gehen und seine Frage bei Jesus offen anzusprechen.
[26:20] Schauen wir mal zurück zu Lukas 7. Lukas 7, Vers 20 und 21. Jetzt kommen also die Männer mit dieser Frage. Lukas 7, Vers 20 und 21. Wer mag die mal lesen?
[26:40] Als nun die Männer zu ihm kamen, sprachen sie, Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dich fragen, bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Zu derselben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht.
[26:59] Eines habe ich noch vergessen, bevor wir gleich darüber lesen, was Ellen White schreibt, das ist ganz interessant. Sie sagt, obwohl er sich all diese Fragen gestellt hat, ob seine Arbeit völlig nutzlos war, hat er seinen Glauben nicht einfach aufgegeben. Und sie sagt, das lag daran, er hat sich an etwas erinnert. Woran wird er sich wohl in all diesen Zweifeln und all diesen ungelösten Fragen erinnern können? Er hat die Stimme Gottes gehört. Er hat den Heiligen Geist gesehen in Form einer Taube. Er hatte Erfahrungen mit Gott gemacht, die ihm gesagt haben, selbst wenn ich das nicht verstehe, das ist ein unlösbares Rätsel für mich, aber ich habe erlebt, dass Gott real gesprochen hat. Irgendetwas muss besonders an Jesus sein. Das heißt, in so einer Situation, und das ist ganz wichtig, wenn wir mal in so eine Situation kommen, wo wir vielleicht auch davor nie damit gerechnet hätten, weil wir wie Johannes der Täufer in der Wüste stehen und predigen, plötzlich von Zweifel angenagt werden, dass wir uns daran erinnern, was habe ich schon mit Jesus erlebt. Das ist wie ein Anker, wenn plötzlich der Zweifel wie ein Sturmwind das Schiff in uns herweht ist, das ist wie ein Anker, der uns festhält. Was habe ich schon erlebt? Auch das Zeugnis der prophetischen Schriften, all das hat ihn festgemacht, oder zumindest nicht ganz loslassen lassen.
[28:21] Jetzt kommen also diese Jünger, und dann sagt sie, das ist interessant, sie sagt, er wollte nicht seine Zweifel mit den Jüngern besprechen, sondern hat einfach zwei ausgewählt, ihnen diese Frage vorgelegt und sie zu Jesus gesandt. Jetzt kommen diese Jünger und treffen Jesus wo an? Was ist das Setting sozusagen, was ist die Umgebung? Wie viele Leute werden da gewesen sein, wenn Jesus gerade heilt, so erfahrungsgemäß? Wissen wir schon, wenn Jesus heilt, da wollen alle bei ihm sein, die drücken und quetschen von allen Seiten. Das ist eine riesige Masse. Jetzt kommen zwei Jünger von Johannes quasi als Delegation, hier sind wir, eine wichtige Botschaft. Jesus, vielleicht ist da gerade irgendjemand gerade sehend geworden, jetzt kommt irgendein Tauber, wird rangeführt und Jesus ist gerade dabei, ihm vielleicht zu helfen und hält kurz inne, weil diese beiden Jünger von Johannes jetzt ihre Botschaft vortragen.
[29:21] War Johannes der Täufer bekannt? Ja oder nein? Der war so bekannt, dass deutlich wird, der hätte selbst sich zum Messias ausrufen lassen können. Alle kannten ihn. Wahrscheinlich haben fast alle der Menschen, die dort waren, ihn gekannt. Und jetzt sagen diese beiden Jünger, Johannes der Täufer, alle wissen, der ist im Gefängnis, und die stellen die Frage, Johannes der Täufer fragt dich, Jesus, bist du derjenige oder sollen wir auf einen anderen warten?
[29:51] Was hat das wohl ausgelöst? Also versetzt euch mal in die Lage von Jesus und in die Lage der ganzen Menschen, die jetzt da gerade hier ihre Kranken bringen und so weiter. Da kommen zwei offizielle Delegierte von Johannes dem Täufer, nicht von den Pharisäern, nicht von den Sadduzeanern, die kann man schon einordnen, und sagen, bist du es eigentlich? Oder sollen wir vielleicht lieber auf einen anderen warten? Was hat das ausgelöst?
[30:21] Also wenn ihr Jesus gewesen wärt, was hätte es bei euch ausgelöst? Beweisszwang vielleicht, ja. Gut, was noch? Was könnte es noch auslösen? Ja, genau, also siehst es nicht, seht ihr es nicht. Aber natürlich muss man zugute halten, Johannes der Täufer hat es nicht gesehen, der sitzt im Gefängnis. Die Jünger, die könnten ihm ja davon erzählen, die könnten es glauben. Die haben ja auch viele Sachen gesehen und waren trotzdem nicht überzeugt, ganz genau.
[30:53] Also wenn ihr Jesus wärt, und ihr hört so eine Frage von Johannes dem Täufer, eurem direkten Vorläufer, der euch getauft hat. Also was hat der Mensch Jesus wohl jetzt gefühlt? Sorge natürlich, er hat sich gesorgt. Also ich meine ganz ehrlich, wenn Johannes der Täufer es nicht checkt, wenn der das nicht begreift, was kann man denn von dem Volk erwarten? Also wenn sogar Johannes der Täufer zweifelt, wer wird dann jemals an mich glauben? So nach dem Motto, ja. Also das war menschlich gesehen für Jesus eine echte Prüfung. Das war echt entmutigend. Vielleicht kennt ihr so Momente, wo Leute, denen ihr besonders viel vertraut habt und wo ihr denkt, meine Güte, das sind echte Vorbilder, wenn die plötzlich anfangen zu zweifeln, denkt man, okay, also wenn der zweifelt, also wer kann überhaupt glauben? Aber die Wahrheit ist, es gab Menschen, die haben nur nach einem Tag geglaubt, dass Jesus der Messias war und sind nie wieder davon abgerückt. Kennt ihr so jemanden, der nach einem Tag, nach einem Gespräch festgestellt hat, Jesus der Messias hat es allen erzählt? Nicodemus hat noch drei Jahre gewartet, bis er das anderen erzählt hat. Ja genau, der Gerasener, die beiden, die dämonenbesessenen ehemaligen, ja? Nathanael, ja, das hat ein bisschen gedauert, bis er das ganz begriffen hat, aber es gibt die berühmte Geschichte von der Frau im Jakobsbrunnen, oder? Die hat in einem Gespräch erkannt, Jesus der Messias hat es allen erzählt. Also das gibt es auch, nicht wahr?
[42:40] Jesu Antwort auf den Zweifel war keine Diskussion, war auch nicht so, wie kannst du nur, sondern er hat einfach weiter gewirkt, wie er immer gewirkt hat und hat gesagt, schau mal her, schau. Erinnert euch heute an Offenbarung, nicht wahr? Wenn wir auf Jesus schauen, dann haben wir die einzige Möglichkeit zu erkennen, wie er wirklich ist und das ist übrigens das Allerwichtigste, was den Zweifel besiegen kann. Wenn jemand, der zweifelt, sieht, was das Evangelium bewirkt und wenn er dann das, was das Evangelium bewirkt, im Leben von Menschen vergleicht mit dem, was die Bibel darüber sagt und feststellt, ja genau, das, was die Bibel sagt, passiert wirklich, das ist die Methode Jesu. So hat Jesus den Zweifel von Johannes geheilt.
[43:39] Das wäre noch eine Heilung, er hat nicht nur die Armen, die Blinden geheilt und die Kranken geheilt, er hat auch den Zweifel von Johannes geheilt, quasi über Fernheilung sozusagen, indem er einfach Jesus war.
[43:51] Und dann fügt er noch eine Sache hinzu und die sollten wir uns nicht entgehen lassen. In Lukas 7, letzter Vers für heute, Lukas 7, Vers 23, Lukas 7, Vers 23, da heißt es, wer mag den lesen?
[44:08] Und selig ist, der sich nicht ärgert an mir. Genau, er gibt einfach diese Antwort, sagt schaut, was ich berichte dem Johannes und dann gibt er so einen kleinen, feinen Tadel, er sagt glückselig. Woher kennt ihr das Wort glückselig? Wer predigt? Ja, das Evangelium, glückselig, kommt eigentlich aus dem Alten Testament, da heißt es in den Psalmen und Sprüchen immer, nicht glückselig, sondern wohl dem, ja gut bekannt für Johannes, wohl dem. Du bist glücklich, wenn du was nicht tust? Wenn du nicht, nicht ärgerst oder Anstoß nimmst. Bei mir steht, an dem, der nicht Anstoß nimmt an mir und auch das ist nicht einfach so dahergeredet, sondern eine direkte Anspielung auf eine Jesaja Prophezeiung. Schaut mal in Jesaja Kapitel 8, Jesaja Kapitel 8 und dort Vers 13 und 14, Jesaja Kapitel 8, mitten in all dieser ganzen Messias Weissagungen finden wir auch folgende Aussage, den Herrn der Herrschern, den sollt ihr heiligen, er sei eure Furcht und euer Schrecken, so wird er, also Gott, euch zum Heiligtum werden, aber zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israels, zum Fallstrick und zur Schlingel für die Bewohner von Jerusalem. Hier sagt Jesaja, Gott kann entweder dein Heiligtum sein oder dein Stein des Anstoßes.
[45:38] Woran entscheidet sich also, ob Gott für mich ein Heiligtum ist, dass ich also näher zu Gott komme oder ein Stein des Anstoßes? Woran entscheidet sich das? Es ist an meiner Reaktion, oder? Was heißt eigentlich Stein des Anstoßes? Ein Stein des Anstoßes ist, der ist ein Stein auf meinem Weg und dann stoße ich dran und falle drüber.
[46:03] Jetzt schaut mal mit mir in Römer, jetzt kommt ein sehr, sehr wichtiger Punkt in den letzten zwei Minuten, den dürft ihr nicht verpassen. In Römer 9, Paulus spricht davon und er sagt, dass Jesus für die meisten Juden ein Stein des Anstoßes war. Schaut mal in Römer 9 und dort Vers 32. Also er sagt Vers 31 schon, dass Israel die Gerechtigkeit nicht erreicht hat. Warum? Vers 32, warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken des Gesetzes, denn sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, die geschrieben steht, siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes, einen Fels des Ärgernisses und jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Scham werden.
[46:48] Also was macht den Unterschied, ob für mich Jesus ein Fels ist oder ein Stein des Anstoßes? Der Glaube. Und was ist das Gegenteil von Glaube? Zweifel. Deswegen sagt Jesus, glückselig ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt. Wenn du zweifelst an mir, dann wirst du mich nicht einfach ignorieren, sondern du wirst über mich fallen. Man kann, wenn man mit Jesus konfrontiert ist, nur zwei, letztendlich nur zwei Reaktionen zeigen. Entweder man nimmt ihn an oder man stößt ihn von sich. Entweder man glaubt ihm oder man zweifelt an ihm. Entweder man schaut auf ihn oder man missachtet ihn. Man kann nicht einfach sagen, naja, das passt mir nicht und ich lasse ihn einfach so neutral liegen. Deswegen sagt Jesus, pass auf, du musst dir bewusst sein, wenn du mir nicht voll glaubst, wirst du am Ende Schiffbruch erleiden. Du kannst Johannes der Täufer, du kannst nicht einfach ein guter Prophet bleiben und mich ignorieren. Das geht nicht. Du musst dich entscheiden.
[47:43] Entweder du nimmst mich an, das ist wie ein Stein, entweder man stellt sich auf ihn und hat ein Fundament oder man stolpert über ihn und man fällt. Das Ganze ist ja auch wieder aus Jesaja zitiert. Da heißt es im Hebräischen eigentlich, ein bewährter Stein, ein Stein der Bewährung, mit anderen Worten, dieser Stein liegt auf dem Weg und wie ich mit dem Stein umgehe, ob ich mich drauf stelle oder drüber stolpere, das entscheidet sozusagen, ob ich erhöht werde oder ob ich falle.
[48:13] Was also bedeutet? Jesus offenbart die Haltung des Volkes. An Jesus zeigt sich unsere wahre Gesinnung. Solange Jesus nicht da oder solange Jesus im Leben nicht mich konfrontiert, solange kann ich oft nicht sicher sein, wo stehe ich eigentlich genau. Aber in dem Moment, wo ich auf Jesus treffe, zeigt sich, was ganz tief im Herzen ist. Nämlich, lasst mich so erklären, wenn ich Jesus nicht lieben kann, dann kann ich niemanden lieben. Denn es gab niemals jemanden, der so liebenswürdig war wie Jesus. Ein Mensch, der nicht Jesus lieben will, würde niemanden sonst lieben.
[49:00] Die Frage ist also, wenn ich mit Jesus konfrontiert bin, bin ich überhaupt auf der Suche nach echter Liebe und bin ich bereit, Liebe zu haben. Wenn ich Jesus nicht liebe, werde ich niemanden lieben. Wenn ich Jesus nicht treu sein kann, werde ich niemals irgendjemandem treu sein können. Wenn ich Jesus nicht vertraue, wie werde ich irgendjemandem vertrauen können? Weil niemals gab es jemanden, dem man besser treu sein konnte als Jesus. Niemals gab es jemanden, dem man mehr vertrauen konnte als Jesus. Wenn ich nicht mit die, mit anderen Worten, wenn ich nicht mit Jesus leben kann, der der perfekte Mensch gewesen ist, dann kann ich niemals eine erfüllte Beziehung mit irgendjemandem haben. Das heißt, jeder Mensch ist ein Sünder und jeder Mensch ist verloren. Aber es gibt Menschen, die haben eine, eine, aber jeder Mensch kann sich entscheiden, ob er doch gerettet werden will oder nicht, ob er doch sich nach Liebe und nach Frieden und nach Reinigung sehnt oder das nicht haben will. Und ob ich das haben will oder nicht, in meinem Herzen wird offenbar an Jesus. Denn wenn ich es bei Jesus nicht haben will, dann werde ich es bei niemandem haben wollen. Denn bei niemandem wäre es so einfach wie bei Jesus. Und dass diese Idee von dem Stein der Bewährung an Jesus offenbart sich, wie ich wirklich bin, ob ich überhaupt Interesse habe an Rettung oder nicht. Und deswegen geht es bei diesem Stein des Anschlusses um unseren Glauben.
[50:32] Jesus sagt ihm, Johannes, du hast viel für mich getan und jetzt, wo du aufgrund der Umstände und aufgrund deiner Freunde plötzlich in Zweifel gekommen bist, schau einfach auf mich, schau, was ich tue, vergleich das mit der Bibel und du hast kein Problem. Und Johannes, pass auf, lass dich nicht irritieren. Es gibt keinen anderen, der so demütig ist wie ich, keiner, der so liebenswürdig ist.
[50:56] Und Ellen White sagt in dem Zusammenhang noch einen ganz tollen Satz, sie sagt, die Göttlichkeit Jesu beweist sich in seiner Erniedrigung, dass er eben so bescheiden ist, sich um die Menschen kümmert, darin beweist sich, dass er Messias ist. Nächstes Mal werden wir sehen, wie, nachdem jetzt die Jünger Johannes das zurückgebracht haben, wie Jesus dann über Johannes, den Täufer, spricht. Sehr interessant. Was hat Johannes mit dieser Botschaft gemacht? Hat er sie angenommen? Er hat sie angenommen, er hat den Dienst des Messias noch besser verstanden. Er hat etwas über Jesus verstanden im Gefängnis, was er als Prediger nie verstanden hat. Trotz dieses Zweifels, weil er sich an Jesus gewandt hat, konnte Gott ihm am Ende noch mehr über Jesus zeigen als jemals zuvor. Und das ist auch eine große Verheißung, wenn ein Mensch seine Zweifel ehrlich zu Gott bringt, kann er am Ende Jesus besser verstehen als jemals zuvor. Und in dem Sinne wollen wir Gott bitten, dass er auch zu uns spricht und uns auch zu solchen Menschen macht, die ein Bild sein können für die Kraft des Evangeliums. Amen. Lass uns hinter den Knien.
[52:10] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen dürfen, wie Jesus mit Zweifel umgegangen ist und dass sein Leben und sein Wirken und sein Charakter mehr als genug Beweis ist für die Wahrheit der Bibel. Und danke, dass wir wissen dürfen, dass selbst wenn große Männer und Frauen, Menschen, die so viel investiert haben in dein Werk, in Zweifel geraten, dass du sie nicht aufgibst, dass du sie nicht verlässt, dass du sie nicht sich selbst überlässt, sondern dass du jedem einzelnen Menschen nachgehst. Danke, dass du Johannes geheilt hast von seinen Zweifeln und dass er bereit war, sein Leben ganz dir zu übergeben. Und wir möchten dich bitten, dass du, wenn wir mit Zweifeln zu kämpfen haben, dass du uns dieselbe Erfahrung schenkst wie Johannes dem Täufer, dass du uns vergibst, wenn wir wie die Jünger des Johannes andere zum Zweifeln gebracht haben und dass du uns wie Jesus eine Liebe für Menschen schenkst und dass auch durch das, was Jesus in unserem Leben tut, sichtbar wird, dass das Evangelium real und du ein echter, liebevoller Gott bist. So bitten wir dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und danke dafür. Im Namen Jesu. Amen.