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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp, wie Jesus in Matthäus 11 offenbart, dass Gott seine Wahrheit nicht den Klugen und Verständigen, sondern den Unmündigen offenbart. Er beleuchtet, warum dies so ist und wie wichtig die persönliche Beziehung zu Jesus ist, um Gottes Wort wirklich zu verstehen. Die Predigt betont, dass wahre Erkenntnis nicht vom Intellekt, sondern von der Offenbarung durch Jesus abhängt.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute wollen wir nur einen kurzen Abschnitt anschauen. Eigentlich sind es nur drei Verse, aber die haben es in sich, wie jedes Mal, wenn Jesus redet. Das ist nie oberflächlich, da gibt es immer eine ganze Menge zu entdecken. Und das sind Verse in Matthäus 11. Bevor wir das anschauen, wollen wir natürlich beten und ich lade euch ein, dazu niederzuknien, wenn es euch möglich ist.

[1:02] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir, um Worte von Jesus zu lesen, von denen die Bibel sagt, dass diese Worte Leben sind. Und wir brauchen dieses Leben, das in diesen Worten ist. Denn wir verstehen, was diese Worte für uns bedeuten und wie sie unser Leben verändern und formen. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du trotz unserer Schwachheit und trotz all den Dingen, die uns belasten vielleicht oder die uns auch von dir getrennt haben, dass du uns ganz reinwischst und durch deinen Heiligen Geist uns das zeigst, was in diesen Worten steckt für uns persönlich. Das bitten wir im Namen Jesu, der sie gesagt hat. Amen.

[1:58] Matthäus 11 und dort Vers 25 bis 27, das sind die Verse, die wir uns heute anschauen wollen. Eigentlich nur ein kurzer Abschnitt, wie gesagt, aber der hat es in sich. Wir fangen mal an mit Vers 25 und 26. Wer mag das mal lesen? Matthäus 11, Vers 25 und 26.

[2:29] Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. Genau, es heißt zu jener Zeit. Könnt ihr euch noch erinnern, was hat Jesus direkt davor, oder zumindest steht es in Matthäus davor? Was steht in Matthäus direkt davor? Was hat Jesus davor gesagt? Worum ging es das letzte Mal?

[3:02] Es ging um die Städte. Welche Städte genau? Kapernaum, Korazin und Bethsaida und die hat er getadelt. Warum hat er sie getadelt? Warum hat er sie getadelt? Ja, da waren viele Wunder geschehen, mehr als irgendwo sonst und was war mit den Städten passiert? Die Städte sind nicht zugrunde gegangen. Sie haben trotzdem keine Buße getan. Sie sind nicht umgekehrt und jetzt heißt es zu dieser Zeit, als Jesus also anfing, hat er angefangen, diese Städte zu tadeln und hat gesagt: Hey, Sodom und Gomorra würden heute noch stehen, wenn die Lamen und die Blinden und die Stummen geheilt worden wären wie in euch. Jesus sagt, ihr seht die Herrlichkeit Gottes wie kaum andere Menschen jemals zuvor und ihr tut keine Buße. Wehe euch! Und zu jener Zeit, also in diesem Kontext, so macht zumindest Matthäus das deutlich, begann jetzt Jesus diese Worte zu sprechen, die wir gerade gelesen haben. Wenn er die mal erstmal so von ihrem Gesamtinhalt zusammenfasst, Vers 25 und 26, was ist so die Kernidee in diesen Sätzen, Vers 25 und 26? Was will Jesus erstmal so grundsätzlich sagen? Wenn ihr es mit eigenen Worten mal zusammenfassen solltet, was ist der Kern dieser beiden Verse?

[4:47] Aber Gott hat seine Kinder, die es verstehen. Okay, es geht um die Wahrheit, die von manchen nicht verstanden wird und von manchen wird sie verstanden. Und was ist die Ironie des Verses sozusagen? Was ist das Paradoxe, die Pointe? Also Jesus macht deutlich, da gibt es Menschen, die sind sehr klug und sehr weise und die verstehen das Evangelium nicht. Und es gibt Leute, die sind unmündig und verstehen es sehr gut. Und das wollen wir uns noch anschauen. Ja, etwas ähnliches schreibt Paulus im Korinther. Ja, kommt, kommt, kommt. Fangen wir jetzt mal vorne an. Er sagt, ich danke dir. Ich meine, wir sollen Gott immer wieder danken, oder? Warum ist Jesus so dankbar für das, was wir gerade gesehen haben? Warum ist er für diese Tatsache dankbar, dass nicht die Klugen das Evangelium verstehen, sondern die Unmündigen? Warum sagt er, ich danke dir? Er hätte nur sagen können, aha, ich sehe, dass es so ist, aber er sagt, ich danke dir, Vater.

[6:11] Genau, da kommen wir gleich zu. Paulus, genau. Ja, aber warum ist Jesus dankbar, dass das Evangelium von den Unmündigen verstanden wird? Sonst würde es? Ja, also er ist dankbar, weil er weiß, Menschen müssen nicht erst intellektuell irgendein gewisses Niveau erreicht haben. Es hängt nicht sozusagen von den Gaben und Fähigkeiten der Menschen ab, ob sie gerettet werden können, sondern der, in Anführungsstrichen, dümmste Mensch kann gerettet werden, weil Gott es ihm offenbart. Und Jesus ist dankbar dafür. Ich weiß nicht, ob wir dafür dankbar sind. Bist du dankbar dafür, dass das Evangelium einfach ist? Also ich meine, manchmal nehmen wir das selbstverständlich hin, ja, aber das Evangelium ist ja jetzt nicht schwer zu verstehen. Jesus ist für mich gestorben. Wenn ich ihm glaube, habe ich ewiges Leben. Das nehmen wir so hin. Manchmal sind wir vielleicht sogar ein bisschen gelangweilt, dass es nicht so, vielleicht immer wieder dasselbe ist, ja. Paulus sagt ja, immer dasselbe zu predigen, macht mich jetzt nicht müde, aber euch macht es fest. Manchmal wollen wir immer neues Licht haben, wir wollen neue Erkenntnisse, tiefe prophetische Wahrheiten, die noch keiner gehört hat. Aber Jesus sagt, ich bin so froh und dankbar, dass das Evangelium eigentlich so einfach ist. Ich meine, die Frage, ob wir eigentlich froh und dankbar dafür sind, dass jeder das Evangelium verstehen kann. Haben wir Gott schon mal dafür gedankt? Danke, Herr, dass das Evangelium von jedem verstanden werden kann.

[7:53] Jetzt schaut mal mit mir in Daniel. Daniel war auch mal dankbar, als es um Weisheit ging. Schaut mal in Daniel Kapitel 2. War Daniel eher klug oder eher nicht so klug? Was würdet ihr sagen? Wie klug war Daniel? Zehnmal klüger als alle anderen. Wer waren denn alle anderen? Nicht nur die anderen Schüler. Zehnmal klüger als wer? Als die anderen Weisen. Wer waren die Weisen? Wer waren die Weisen? Das waren die Wissenschaftler Babylons. Das war nicht nur Quacksalber. Das waren Astronomen, die konnten Mondfinsternisse vorausberechnen. Ich weiß nicht, wer das von euch kann. Das waren Leute, die hatten zum Teil sehr gutes medizinisches Wissen. Die Griechen haben ihr ganzes medizinisches Wissen von den Babyloniern bekommen. Die kannten schon viele Dinge, die heute noch in Operationen gemacht werden. Und Daniel war zehnmal klüger als alle anderen, die es gab in Babylon. Daniel war brillant. Und dann heißt es hier in Daniel 2 Vers 23. Daniel sagt in Vers 23, was sagt er über sich selbst und die Weisheit und Gott? Wer mag das mal lesen?

[9:28] Okay, hier sagt Daniel, wir kennen die Geschichte, es geht um Daniel 2. Er sagt: Du, Gott, hast mir die Weisheit geoffenbart. Es kommt von dir. Und eine Lektion aus Daniel 2 ist: Die klugen Menschen ohne Gott haben keine Ahnung, aber mit Gott kann Daniel wissen, worum es geht. Das heißt aber nicht, dass man unmündig sein muss. Man muss nicht dumm sein, um das Evangelium zu verstehen. Daniel war extrem klug, aber für ihn gilt genau dasselbe, wie für alle anderen. Die Weisheit, die vor Gott zählt, kommt allein von Gott.

[10:19] Jesus in Matthäus 11, wie nennt er denn Gott? Ist euch das aufgefallen, wie er Gott nennt? Er sagt, ich preise dich, ich danke dir. Das schwingt ihm im Griechischen auch mit, ich anerkenne, ich stimme dir vollkommen zu. Gott Vater, er sagt Vater und wie nennt er ihn dann? Nee, er nennt ihn nicht Gott meiner Väter, er nennt ihn ein bisschen anders. Vater Gott des Himmels und der Erde. Das ist eine interessante Formulierung, die gibt es öfter mal im Alten Testament auch. Schaut mal mit mir in 5. Mose 10.

[10:53] 5. Mose 10 und dort Vers 14 und 15. Dort heißt es: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem Herrn, deinem Gott. Das ist die Idee. Der Gott des Himmels und der Erde. Gott gehört alles, ihm gehört der Himmel, ihm gehört die Erde, aber dann geht der Vers weiter oder der Abschnitt geht weiter. Wie geht es weiter in Vers 15? Da heißt es: Dennoch hat der Herr allein deinen Vätern sein Herz zugewandt, dass er sie liebte und hat ihren Samen nach ihnen aus allen Völkern erwählt, nämlich euch, wie es heute der Fall ist. Also was ist so ein bisschen die Argumentation von Mose hier? Was ist sein Punkt?

[11:52] Genau, er sagt, Gott gehört alles und trotzdem redet er besonders zu einem Volk. Ganz genau. War dieses Volk das größte Volk? War es das klügste Volk? Das stärkste Volk? Was sagt Gott über das Volk Israel, verglichen mit den anderen Nationen? Es war das kleinste, geringste Volk. Das ist uns manchmal nicht so bewusst, aber die Hebräer waren jetzt unter den ganzen Völkern, den Hethitern und den Ägyptern und den Babyloniern und so weiter, eher eine ganz kleine Nummer. Klein und unbedeutend eigentlich. Und ihnen, die Sklaven waren in Ägypten, offenbart Gott seine Weisheit. Was die Babylonier und die Ägypter und all die großen Nationen mit ihrer Wissenschaft und ihrer Weisheit nicht erkannt haben, das erkennen die Israeliten, weil Gott zu ihnen spricht. Und damit haben wir eigentlich mit dem Volk Israel genau diese Lektion, die Jesus dann in Matthäus 11 sagt.

[13:18] Haben die Israeliten das verstanden? Haben die Israeliten diese Lektion verstanden? Wir sind so gering und Gott spricht zu uns. Warum denkst du, haben sie sie nicht verstanden? Die Israeliten waren der Meinung, dass sie die klügsten sind zur Zeit von Jesus. Sie kennen die Wahrheit, die anderen kennen sie nicht. Diese Lektion, die Jesus sich eigentlich anspricht, hätte sie davor bewahrt, wenn sie verstanden hätten, Gott offenbart uns die Wahrheit nicht, weil wir klüger sind oder stärker sind, sondern möglicherweise, weil wir die Schwächsten sind. Wenn wir also die Wahrheit, die gegenwärtige Wahrheit für die Endzeit haben, dann nicht, weil wir die stärksten Christen sind, die es gibt und nicht die klügsten und wer weiß was, sondern vielleicht sind wir die Schwächsten, die es gibt. Und das ist erstmal ein interessanter Gedanke, über den man nachdenken muss, weil dann ist die Herrlichkeit, die Ehre nämlich bei Gott und nicht bei mir. Das ist das größte Problem, das wir immer haben, dass irgendwie unser Ereignis sich so dazwischen schiebt und sagt, naja, aber ich kenne die Bibel schon ganz gut oder und ich habe schon das und jenes für Gott gemacht und ich habe schon Erfahrungen und dies und jenes und Gott sagt, hey, Jesus sagt, die Klugen, die Weisen, die verstehen es nicht aufgrund ihres Intellekts, sondern weil Gott es ihnen offenbart, kann man es verstehen.

[15:11] Jetzt das Wort für klug in Matthäus 11, die Klugen. Was würdet ihr sagen, was ist ein kluger Mensch, woran kann man einen Klugen erkennen? Wie würdet ihr klug definieren? Wer ist klug? Jemand fragt euch, was ist ein kluger Mensch, was würdet ihr sagen?

[15:33] Hochgebildet, okay, was würden die anderen sagen? Es wird ja Leute geben, die haben viel Bildung, sind trotzdem nicht klug. Aber ja, oft vielleicht hochgebildete Menschen. Was würden die anderen sagen? Ein kluger Mensch, also so weise, er gibt gute Ratschläge. Im Griechischen kommt hier dieses Wort klug von einem Verb, das heißt zusammenbringen, zusammenbringen und dahinter steckt die Idee, jemand, der klug ist, der kann so verschiedene Punkte, die er beobachtet, alle zusammenbringen und einen Zusammenhang feststellen. Also Klugheit hier bedeutet sozusagen nicht nur, ich sehe das, das und das und das. Interessant, ich muss mir alles merken. Nein, ein kluger Mensch ist in der Lage, Zusammenhänge zu erkennen. Das ist so Klugheit. Und jetzt würde man denken, jemand, der so Zusammenhänge sieht, der sich irgendwie vielleicht mit der Natur beschäftigt und der Naturgesetze erkennt oder der Bibel liest und sieht, dieser Vers hat mit dem zu tun und der hat mit dem zu tun. Die Parallele, das sind doch kluge Menschen, oder? Wer Zusammenhänge findet, der findet doch die Wahrheit, oder?

[16:49] Jesus sagt nein. Jesus sagt, du kannst der größte Meister darin sein, Zusammenhänge zu erkennen und trotzdem hast du noch nicht die Wahrheit verstanden. Es ist ganz gut möglich, die Bibel sehr gründlich zu studieren und all die möglichen Parallelverse zu kennen, welcher Vers auf wen sich bezieht und wo da die Struktur ist und welcher Vers mit wem und die Geschichte. Man kann alle Zusammenhänge der Bibel erkennen und trotzdem das Evangelium nicht kennen. Die Juden haben nicht genau das gemacht, die kannten die Bibel ziemlich gut. Genau, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, ganz genau.

[17:35] Jetzt sagt Jesus, vor den Weisen, vor den Klugen hat Gott es verborgen. Dazu wollen wir ein paar Textstellen anschauen, denn das kommt natürlich wie immer bei Jesus aus dem Alten Testament. Jesaja Kapitel 5 und dort Vers 21. Vor welchen Weisen hat Gott es denn verborgen? Denn Daniel hat ja die Weisheit bekommen, oder? Daniel hat das Evangelium verstanden. Daniel war zwar weise, aber Gott hat es ihm offenbaren können. Also vor welchen Weisen offenbart Gott es? Schaut mal Jesaja 5, Vers 21. Wer mag das lesen? Jesaja 5, Vers 21. Wer mag das lesen?

[18:16] Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten. Vor wem hat Gott es verborgen? Vor denen, die glauben, ich bin klug, ich bin weise. Es geht also nicht eigentlich um Menschen, die weise sind, sondern um Menschen, die weise in ihren eigenen Augen sind. Denn ihr wisst auch, die Bibel macht deutlich, wer in seinen eigenen Augen weise und klug ist, ist eigentlich was? Ziemlich töricht, ein Narr. Gott hat ja gar nichts gegen Weisheit, oder? Hat Gott was gegen Weisheit? Nein, woher wisst ihr, dass Gott nichts gegen Weisheit hat? Er ist die Weisheit, oder? Paulus sagt, dass Jesus unsere Weisheit ist. Niemand ist so klug und so weise wie Gott. Gott hat nichts gegen Weisheit. Er sagt nur, Menschen, die ohne ihn, allein mit ihrem Intellekt, mit ihrem Verstand, Wahrheit erforschen wollen, werden sie nicht finden.

[19:18] Schaut mal, Jesaja 29. Jetzt wird es interessant. Jesaja 29, wir lesen mal ab Vers 10. Ja, genau. Er hat gerne dem Salomo Weisheit gegeben, oder? Jetzt schauen wir mal in Jesaja 29 und dort ab Vers 10.

[19:36] Jesaja 29, ab Vers 10. Denn der Herr hat über euch einen Geist tiefen Schlaf ausgegossen und er hat eure Augen, die Propheten, verschlossen und eure Häupter, die Seher, verhüllt. Da haben wir heute schon im Offenbarungsseminar darüber gesprochen, verhüllt, verschlossen. Die wissen nicht, die sehen nicht mehr, die wissen nicht mehr, was kommt. Vers 11. Darum ist alle Offenbarung für euch geworden wie die Worte eines versiegelten Buches. Interessant, wenn man auch an Offenbarung denkt, nicht an Offenbarung 10. Daniel versiegelt. Wenn man dieses einem gibt, der lesen kann und zu ihm sagt: Lies das, so antwortet er: Ich kann nicht, weil es versiegelt ist. Wenn man aber das Buch einem gibt, der nicht lesen kann und zu ihm sagt: Lies das, so spricht er: Ich kann nicht lesen.

[20:23] Also was Gott hier sagt, es gibt kluge und weniger kluge Leute, die lesen können, die nicht lesen können, aber beide kommen irgendwie nicht an die Wahrheit ran, weil die, die lesen können, sagen, es ist ein versiegeltes Buch. Und die, die nicht lesen können, die lesen nicht. Die sagen, die können nicht lesen. Aber woran liegt das? Jetzt schaut mal in Vers 13. Weiter spricht der Herr: Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und nicht mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist. Lasst bei diesem Vers gründlich durchsinken in eurem Gehirn. Spricht Gott hier von Gläubigen oder Nichtgläubigen? Von Gläubigen oder Ungläubigen?

[21:20] Ja, also er spricht von Menschen, die Gott anbeten. Er spricht von Menschen, die Gott fürchten. Was ist das Problem mit ihrer Gottesfurcht? Was ist das Problem mit ihrer Gottesfurcht? Wenn ihr den Vers anschaut, steht ganz genau drin, was das Problem mit der Gottesfurcht ist. Es ist ein Menschengebot. Sie haben es gelernt. Jemand hat ihnen gesagt: Gott ist die Liebe. Und so sagen sie im Gottesdienst: Gott ist die Liebe. Jemand hat ihnen gesagt: Du musst beten. Also beten sie im Gottesdienst. Jemand hat ihnen gesagt: Jesus kommt wieder. Also sagen sie in der Sabbatschule: Jesus kommt wieder. Aber sie kennen die Wahrheit nicht, obwohl sie das Richtige sagen.

[22:08] Jetzt, ihr Lieben, es ist gut möglich, dass ich die ganze Wahrheit kenne, aber die Wahrheit, die sogar wahr ist, für mich nur ein angelerntes Menschengebot ist. Jemand hat mir gesagt, dass es so ist. Ich wiederhole es. Ich habe aber keine persönliche Erfahrung mit Gott, der mir selbst in seinem Wort etwas offenbart hat. Und das ist sehr gefährlich, weil wie, was sagt Jesaja, was, in welchem Zustand ist dieses Volk, dass alles nur nachplappert, obwohl es sogar richtig ist? Ihr Herz ist, ja genau, er sagt in Vers 10, sie haben einen geisttiefen Schlaf. Das kennt ihr noch, in der Endzeit, irgendjemand, der schläft. Ja, die zehn Jungfrauen, die zehn Jungfrauen schlafen. Die sagen alles Richtige, die geben die 28 Glaubenspunkte wieder, aber oftmals ist es nur angelerntes Menschengebot. Ein anderer hat ihnen gesagt, so und so ist es, sie haben das überprüft, sie haben den Zusammenhang erkannt, aber sie schlafen.

[23:34] Das bedeutet, das ist einer der Hauptgründe, warum allein eine formale Theologie niemals Wahrheit offenbaren kann. Selbst wenn es korrekte Theologie ist, wenn man einfach sagt: Okay, hier steht der Professor und sagt, also die Verse so und so und so und so, sagen so und so und so, deswegen ist das die Schlussfolgerung, deswegen ist das die Wahrheit. Das kann ich mitschreiben, das kann ich auswendig lernen, das kann ich wiedergeben, aber ich habe noch nicht erlebt, dass Gott mir sein Wort offenbart hat. Jeder einzelne Gläubige muss eine tiefe Erfahrung mit Gott haben, als dass er nur Wahrheiten oder Theorien von Menschen gelernt hat und sie einfach nur so weitergibt, wie er es von Menschen gelernt hat.

[24:11] Nun, Paulus schreibt, schauen wir in Markus 4, in Markus 4 und dort Vers 10 bis 12. Ja, kannst du gerne, nimmst du das Mikrofon? Markus 4, Vers 10 bis 12.

[24:41] Markus 4, Vers 10 bis 12.

[24:51] Als er aber allein war, fragten ihn die, welche um ihn waren, samt den Zwölfen über das Gleichnis, und er sprach zu ihnen: Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen, denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil.

[25:19] Genau, das reicht eigentlich schon bis dahin, genau. Das ist ein Zitat aus Jesaja. Was ist, ihr könnt euch erinnern, wir haben darüber gesprochen, oder, wo hat Jesus das gesagt, bei welchem Zusammenhang? Ist schon ein paar Monate her, dass wir es hier studiert haben. Das war bei den Gleichnissen, bei der Seepredigt, könnt ihr euch erinnern, als Jesus die ganzen Gleichnisse gepredigt hat, und dann haben die Jünger gefragt: Warum sprichst du in Gleichnissen? Und warum? Und Jesus sagt: Ihr versteht es, aber die anderen verstehen es nicht.

[25:44] Was war der Unterschied zwischen den Jüngern und denen, die es nicht verstanden haben? Die waren bei Jesus, die waren bei Jesus, und das macht den Unterschied aus.

[26:01] Nicht der Intellekt, aber die Beziehung zu Jesus.

[26:10] Jetzt schaut mal mit mir in 1. Korinther 1, 1. Korinther 1, und dort, das ist das, was du meintest, Kornel, glaube ich, 1. Korinther 1, und dort ab Vers 18, da sagt der Paulus, ich lese mal ein paar Verse direkt mal vor. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen. Was ist eine Torheit? Eine Dummheit. Uns aber, die bekehrt werden, ist es eine Gotteskraft. Er sagt nicht, wir haben eine bessere Theorie, wir können es besser erklären, wir haben hier so irgendwie bessere Argumente. Er sagt, es ist eine Kraft. Deswegen glauben wir das. Wenn ich Jesus nicht kenne, wenn ich Gotteskraft nicht kenne und ich den Lösungsplan so als Weltmensch anschaue, sagt Paulus, war Paulus klug oder nicht so klug? Paulus war extrem klug. Er sagt, weltlich betrachtet ist der Lösungsplan ziemlich dumm. Aber wenn ich Jesus kenne, wenn ich eine Erfahrung mit ihm habe, merke ich, dass so eine Kraft dahinter ist, deswegen folge ich dem, weil ich merke, es verändert mein Leben.

[27:14] Dann sagt er weiter: Denn es steht geschrieben: Ich will die Weisheit der Weisen zunichtemachen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Jetzt stellt er eine rhetorische Frage: Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige? Also der Rhetoriker dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Also angesichts der Schönheit und der Kraft des Evangeliums wirken eigentlich so die Philosophen und die Wissenschaftler der Antike ziemlich langweilig und ziemlich dünn.

[27:50] Vers 21: Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. Das ist ein toller Vers. Er sagt nämlich, die Wissenschaftler und die Philosophen und die ganzen Gelehrten haben versucht, durch Philosophie und durch kluges rationales Denken irgendwie Gott zu entdecken und sie haben ihn nicht entdeckt. Aber Gott hat sich offenbart und zwar den armen, verachteten Israeliten, den Fischern am See Genezareth zu retten. Und wie will er jetzt alle erreichen? Wodurch?

[28:20] Ja, das stimmt schon. Durch was? Durch was für eine Methode? Steht direkt im Text. Durch was für eine Methode? Durch die? Nee, das steht nicht im Text. Direkt in dem Vers, den wir gelesen haben. Wodurch will er sie erreichen? Wodurch will er sie retten? Durch die? Durch die Torheit der Verkündigung. Was meint er mit der Verkündigung? Was für eine Methode ist das? Das sind Predigten. Paulus stellt die Frage: Warum ist es eigentlich, dass Gott Menschen durch Predigten erreichen möchte? Warum nicht durch wissenschaftliche Aufsätze? Warum nicht durch Doktorarbeiten? Glaubt ihr, Sokrates und Aristoteles sind durch die Gegend gerannt und haben gepredigt? Haben die Weisen von Babylon, die großen Astronomen, sich auf den Marktplatz gestellt und haben gepredigt? Nee, das ist nicht die eigentlich wissenschaftliche, hochgebildete, intellektuelle Methode, oder? Predigen. Paulus sagt als Gelehrter: Predigen ist eigentlich etwas, eine Torheit. Und durch die Torheit, in Anführungsstrichen, der Predigt, erreicht Gott die Menschen.

[29:47] Paulus hätte ja sagen können: Ich bin gelernt. Lass mal Petrus und Johannes von Haus zu Haus gehen, lass die mal irgendwie predigen. Aber ich bin Gelehrter, ich schreibe theologische Aufsätze. Ich schreibe Doktorarbeiten mit Fußnoten. Ich mache, das ist mein, so erreiche ich die Welt. Paulus wusste, so werde ich die Welt nicht erreichen. Ich muss predigen, klug wie ich bin. Ich muss predigen, weil durch die Torheit, der Predigt, gewinnt Gott die Menschen.

[30:18] Schaut mal weiter, Vers 22: Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen. Die Griechen, die waren so philosophisch, die wollen das irgendwie philosophisch erklärt bekommen. Sagt der Vers 23: Verkündigen wir Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine was? Eine Torheit. Und dann springen wir zu Vers 26: Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder. Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zu Schande zu machen. Und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zu Schande zu machen.

[31:04] Um das mal ein bisschen geschichtlich zu erklären: Die Babylonier hatten Gesetze, sehr durchdachte Gesetze. Und dann kommen die Hebräer mit den zehn Geboten. Und die zehn Gebote sind bei weitem gerechter als alle babylonischen Gesetze, die es gab. Jetzt kommen die Philosophen, die Sokrates und Aristoteles und Cicero. Und die sprechen alle so in hohen Tönen von der Gerechtigkeit und von der Liebe und ich weiß nicht was. Und kein Mensch irgendwie so richtig bewegt davon. Und dann kommen Johannes und Paulus und Petrus, abgesehen von Paulus, einfache Männer, erfüllt vom Heiligen Geist. Und die Welt steht Kopf.

[31:43] Also was braucht es am Ende, um diese Welt zu erreichen? Wir sind ja manchmal ein bisschen in Herausforderung, dass wir denken, meine Güte, die Leute heutzutage im 21. Jahrhundert, die sind so gebildet, die sind so klug, die haben so viel Wissen. Ja, wie sollen die jetzt einfach der Bibel glauben oder so? Ja, die haben so viele Vorurteile. Wir müssen erst mal all die Vorurteile wissenschaftlich irgendwie widerlegen. Hat das der Paulus mal versucht, irgendwo, dass er mal versucht hat, so auf wissenschaftlicher Ebene den Leuten zu begegnen? Hat das mal versucht der Paulus?

[32:20] In Athen, in der Hochburg der Philosophen, da kamen die Epikureer und da kamen die Stoiker, die kamen alle von den verschiedenen Philosophenschulen, haben gesagt: Hey, Paulus, erzähl mal. Und Paulus hat gesagt: Okay, wenn ihr wüsstet, wie gut ich ausgebildet bin. Der hat mal angefangen mit Philosophie, hat sogar griechische Philosophen zitiert, hat gesagt, ich weiß, ich kenne genau eure Leute. Und hat versucht, ihnen dort zu begegnen. Und haben sich ein paar Leute bekehrt? Ein paar, wenige. Aber es ist nie so richtig eine große Gemeinde von Athen entstanden. Also geht er jetzt nach Korinth und auf dem Weg von Athen nach Korinth überlegt er: Okay, das war ja ein netter Versuch. Ich habe auch gezeigt, dass ich mich richtig gut auskenne, aber so richtig überzeugt hat es die Leute nicht. Obwohl ich die besten Argumente hatte. Es hat die Leute nicht richtig überzeugt. Ich konnte zwar die Argumente gewinnen, ich konnte die Debatte gewinnen, aber bekehrt waren sie trotzdem nicht. Und auf dem Weg nach Korinth entscheidet sich Paulus: Ich ändere meine Strategie. Ich mache jetzt was?

[33:19] Schaut mal in 1. Korinther 2, Vers 2: Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus und zwar als Gekreuzigten. Er sagt, ich gehe nach Korinth, das ist genauso eine große Stadt, aber da ändere ich meine Methode. Ich rede über das Kreuz, über Jesus. Und Erfolg oder kein Erfolg? Es entsteht eine große Gemeinde, die Gemeinde der Korinther. Paulus hat das, glaube ich, nie vergessen. Paulus war trotzdem weiter klug und hat trotzdem immer noch sehr zum Teil kompliziert geschrieben. Aber Paulus wusste, die Kraft für die Bekehrung von Menschen muss von Gott kommen und nicht von mir selbst.

[33:56] Ihr habt schon den Vers, glaube ich, erwähnt in 2. Korinther 3 und dort Vers 14. Da haben wir diese Idee wieder bezogen auf die Israeliten. 2. Korinther 3 und dort Vers 14. Dort heißt es: Aber ihre Gedanken wurden verstockt, denn bis zum heutigen Tag bleibt beim Lesen des Alttestamentes diese Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird. Also Paulus sagt, nicht nur die Heiden können das Evangelium nicht verstehen, sondern auch die Juden verstehen das Alte Testament nicht. Die lesen es und begreifen es nicht. Die stehen davor und entdecken es nicht. Wodurch können sie es verstehen? Durch Jesus Christus. Egal wie klug wir sind und egal wie wahr das Alte Testament ist, ohne Jesus kommt die Wahrheit nicht in unseren klugen Verstand.

[35:01] Und jetzt noch in Kapitel 4 Vers 3. Da haben wir nochmal die Idee mit dem verhüllten Evangelium. Da heißt es jetzt in Kapitel 4 Vers 3: Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es bei denen verhüllt, die verloren gehen. Warum ist es bei ihnen verhüllt? Es heißt, bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat. Das Problem ist, dass selbst wenn wir noch so klug sind, noch so gut Zusammenhänge erkennen können, solange wir auf Satans Seite stehen, unsere Sinne doch verblendet sind. Das heißt, jemand kann ein IQ von ich weiß nicht was haben und direkt vor der Quelle der Wahrheit sitzen und es gibt keine Verbindung. Deswegen gibt es so viele Theologen, die sind klüger als wir alle zusammen. Die können Hebräisch und Griechisch und Aramäisch und Latein und alle Sprachen und können das rückwärts und erkennen nicht, dass sie verloren sind und dass Jesus sie retten möchte. Obwohl die die Bibel tag ein tag aus lesen.

[36:09] Das heißt, wenn wir nicht zu Gott kommen als Lernende, ist es egal wie viel wir können, wie viel wir wissen und wie viel wir auch an Ressourcen haben. Nützt alles nichts. Kennt ihr Unmündige in der Bibel, denen Gott sich offenbart hat? Samuel, wie alt war er? Samuel war ein Kind noch, oder? Als Gott sich offenbart hat. Moses war schon ein bisschen älter. Denkt mal an einen Propheten, der selbst sagt, ich bin noch so jung. Jeremia hat gesagt, ich bin noch ein Knabe. Auch die Apostel waren zum Teil sehr jung, unausgebildet. Das Griechische sagt, sie waren Idiotes, Laien und Gott hat sich ihnen offenbart.

[36:58] Jetzt schauen wir mal in den letzten Vers für heute, in Matthäus 11 Vers 27. Da sagt jetzt Jesus hier ein paar interessante Dinge. Er sagt nämlich, wer mag mal lesen, Vers 27. Matthäus 11, Vers 27.

[37:13] Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater. Noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn und der, dem der Sohn ihn offenbaren will. Okay, in diesem Vers sind zwei wesentliche Ideen drin. Was sind die beiden Hauptideen in diesem Vers?

[37:38] Okay, also eine Idee ist, Jesus offenbart den Vater vollständig. Die Schöpfung hat Gott offenbart, Adam hat Gott offenbart, Henoch hat Gott offenbart, immer so ein bisschen, aber nur einer offenbart Gott den Vater vollständig, denn Jesus sagt, alles vom Vater ist mir übergeben worden. Der Vater hat nichts zurückgehalten, als er es mir gegeben hat. Alles, was der Vater hat, ist, immer sein wird, ist bei mir zu finden. Das ist die erste Idee. Also nur Jesus gibt uns das vollständige Bild von Gott. Was ist die andere Idee in diesem Vers?

[38:25] Jesus, also die eine Idee ist, Jesus offenbart Gott vollständig. Die andere Idee ist, der einzige Weg zu dieser Offenbarung zu kommen ist Jesus. Also Jesus offenbart es vollständig, aber er ist auch der Einzige, der es offenbart. Das sind zwei Ideen. Also die Offenbarung durch Jesus ist vollständig, aber sie ist die Einzige und deswegen brauchen wir unbedingt Jesus. Übrigens, das ist heute nicht unser Thema, aber wisst ihr, was der nächste Vers sagt in Matthäus 11? Kommt her zu mir alle. Den lesen wir immer außerhalb des Kontexts, weil wir denken, ich bin müde, ich bin schwach. Das ist auch total richtig, aber im Kontext geht es auch darum, Menschen, die die Wahrheit kennen wollen, aber bisher nicht begriffen haben, weil Gott es ihnen nicht offenbart hat. Wie kann Gott es ihnen offenbaren? Durch Jesus. Und dann sagt Jesus: Kommt her zu mir alle. Alle können die Wahrheit offenbaren. Gott ist nicht gegen die Klugen. Er sagt, ihr müsst zu mir kommen. Kommt her zu mir alle, denn nur wenn wir zu Jesus kommen, kann er uns Wahrheit offenbaren.

[39:43] Ihr Lieben, hört mal gut zu. Es ist absolut wichtig, dass jeder Einzelne von uns zu Jesus betet und sagt: Herr, zeige mir die Wahrheiten, die ich glaube, selbst aus deinem Wort. Zeige mir in deinem Wort, dass die Toten wirklich tot sind. Zeige mir in deinem Wort, dass der Sabbat wirklich wahr ist. Zeige mir, zeige du mir in deinem Wort, dass du für mich gestorben bist. Zeige du mir in deinem Wort, wie der Heilige Geist mich erfüllt. Das ist etwas ganz anderes, als wenn ich nur in der Predigt gesessen habe, in der Bibelstunde mitgeschrieben habe und sage: Ja, ja, so ist das halt. Das ist nur angelerntes Menschengebot. Das ist zwar gut, aber das soll mich ja nur zu Jesus führen. Wir müssen eine persönliche Erfahrung mit Jesus machen, dass Jesus mir das zeigt. Dass ich selbst in der Bibel lese und sage: Aha, ich habe zu Jesus gebetet, ich habe gelesen, er hat mir selbst zu einem bestimmten Vers geführt und jetzt habe ich es selbst begriffen. Nur das wird uns halten, wenn die Winde wehen von links, rechts, oben, unten. Nur wenn wir es selbst erfahren haben.

[40:56] Schaut mit mir in Johannes 1, Vers 18, da ist ja dieselbe Idee. Johannes hat das immer wieder. Bei Johannes kommt das ganz oft vor, dass Jesus sagt, nicht wahr, dass er den Vater offenbart. Johannes 1, Vers 18, was steht dort?

[41:13] Johannes 1, Vers 18, da heißt es: Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Kunde oder Aufschluss über ihn gegeben, der hat uns sozusagen erklärt, wie Gott der Vater ist. Ich glaube, ein Grund, warum viele Christen kein richtiges, kein gutes Bild oder keine gute Vorstellung von Gott dem Vater haben, ist, weil sie vielleicht oft von Jesus erzählen, aber nicht oft bei Jesus sind. Denn wer bei Jesus ist, merkt, dass Gott wie Gott ist. Jesus offenbart den Vater.

[41:59] Und in dem Zusammenhang sagt Johannes auch noch in 1. Johannes 2, Vers 3, 1. Johannes 2 und dort Vers 23, Entschuldigung, 1. Johannes 2, Vers 23, interessanter Satz: Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Welche Nation hat das ganz bitter erfahren? Welche Nation hat den Sohn verleugnet und dachte, dass sie trotzdem den Vater haben können? Israeliten, die haben gedacht, wir glauben an Gott, aber Jesus wollen wir nicht. In dem Moment, als sie Jesus abgelehnt haben, haben sie auch letztendlich Gott den Vater verloren.

[42:46] Und jetzt erinnert euch, was haben wir letzte Woche studiert, was hat Jesus in den Versen vorher gesagt über Bethsaida und Korazin? Er sagt, was hat er gesagt? Wehe euch, denn ich, ich, Jesus, der die einzige Offenbarung des Vaters bin, ich bin bei euch und ich tue Wunder nach Wunder nach Wunder. Wenn ihr mich nicht annehmt, wie wollt ihr jemals zur Wahrheit kommen? Wie wollt ihr jemals die Wahrheit erkennen, wenn ihr mich nicht annehmt? Also seht ihr die Verbindung zwischen, wehe dir Korazin und wehe dir Bethsaida und wehe dir Kapernaum und dann, dass der Vater den Sohn offenbart, der Sohn den Vater offenbart und dann im nächsten, nächste Woche, wenn wir studieren, er sagt: Kommt her zu mir alle. Egal wer wir sind, egal wie viel wir wissen, egal wie, was unsere, unser, unser Hintergrund ist, wir müssen täglich zu Jesus kommen.

[43:43] Ja, ganz genau, der Punkt ist sozusagen, er sagt diesen Städten mit anderen Worten: Ihr denkt vielleicht, dass ihr an Gott glaubt, aber wenn ihr mich ablehnt, dann verwerft ihr den Vater.

[44:03] 2. Johannes 9, wir sind fast am Ende, 2. Johannes, Vers 9, letzter Vers für heute und es ist interessant, weil es geht nicht nur um die Person Jesus, sondern 2. Johannes 9 sagt: Jeder, der abweicht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, der hat Gott nicht. Wer in der Lehre des Christus bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Also es geht nicht nur darum, dass wir bei der Person Jesus sind, sondern dass wir auch bei der Lehre von Jesus sind. Wir müssen also uns mit Jesus beschäftigen und mit dem, was er gesagt und gelehrt hat, nur dann können wir Gott verstehen. Heißt also auch, wenn Leute sagen: Hauptsache die Person, die Lehre ist nicht so wichtig, dann verdunkeln sie das Bild von Gott dem Vater, denn nur in der Lehre von Jesus können wir wirklich Gott sehen, wie er wirklich ist.

[45:01] Und deswegen sagt Jesus, es spielt erstmal keine Rolle, ob du viel Intellekt oder wenig Intellekt hast, viel Erfahrung oder wenig Erfahrung, gutes Vorwissen oder kein Vorwissen. Wenn du zu Jesus kommst, kann er dir das zeigen, was Gottes Wahrheit ist. Wenn du nicht zu ihm kommst, wirst du immer stolpern. Das mag vielleicht sich dann toll anhören, weil du ganz klug daher stolperst, aber du stolperst trotzdem. Lasst uns nicht einfach klug daher stolpern, lasst uns jeden Tag zu Jesus kommen.

[45:30] Ihr Lieben, lasst uns jeden Tag Zeit nehmen, mit Jesus zu sprechen, mit Jesus Gemeinschaft zu haben, weil dann kann Gott uns jeden Tag Wahrheiten offenbaren. Ich weiß nicht, ob ihr das erlebt, dass euch jeden Tag neue Gedanken kommen über Gott und sein Wort. Das ist das, was Gott uns schenken möchte und ich glaube, wenn wir das erleben, wird es unserer Gemeinde, sowohl lokal als auch weltweit, sehr viel besser gehen, weil Gott die Wahrheit offenbart, die wir wirklich brauchen. Wollen wir Gott bitten, dass er uns das schenkt?

[46:06] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir auch danken, so wie Jesus dir gedankt hat, dass Wahrheit für jeden verfügbar ist, unabhängig davon, wie unser IQ ist oder welche Qualifikation wir vorzuweisen haben. Dass Wahrheit nicht an bestimmten Voraussetzungen von uns hängt, sondern dass Wahrheit sich jedem offenbart, der zu Jesus kommt. Und wir danken dir, dass du keinen Unterschied machst zwischen Menschen und dass das einzige Kriterium unsere Nähe zu dir ist. Herr, wir möchten jeden Tag Zeit mit dir verbringen und wir möchten nicht um Vergebung bitten, wo wir das in der Vergangenheit nicht getan haben, wo wir so viel kostbare Wahrheit verpasst haben. Herr, schenk du uns Zeit und Freude, jeden Tag etwas mit dir zu verbringen, dass wir immer mehr Wahrheiten erfahren, von der die Welt hören muss. So bitten wir dich von ganzem Herzen, dass wir dich, lieber Vater, immer besser kennenlernen, indem wir Jesus und seine Lehren betrachten. In seinem Namen beten wir. Amen.


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