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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Einladung Jesu aus Matthäus 11,28 „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“ eingehend beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass diese Einladung tief in den Schriften des Alten Testaments verwurzelt ist und Jesus damit seine göttliche Identität unterstreicht. Es wird aufgezeigt, welche vielfältigen Lasten – von Sünde über Lebensschwierigkeiten bis hin zu menschlichen religiösen Vorschriften – Jesus uns abnehmen möchte. Die Predigt betont, dass Jesus uns nicht nur von unseren Lasten befreit, sondern uns auch ein leichtes und sanftes Joch anbietet, das uns hilft, seinen Charakter zu lernen und wahren Frieden zu finden.

In dieser Predigt lädt Christopher Kramp dazu ein, die Einladung Jesu aus Matthäus 11,28 anzunehmen: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“. Er beleuchtet, wie Jesus uns von den Lasten der Sünde, der Schwierigkeiten des Lebens und menschlichen religiösen Vorschriften befreien möchte. Die Predigt betont, dass Jesu Joch sanft und leicht ist und dass wir durch das Lernen von seinem demütigen und sanftmütigen Charakter wahre Ruhe für unsere Seelen finden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid heute Abend und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir haben heute einen der schönsten Abschnitte der Evangelien vor uns. Ein kurzer Abschnitt, einer, der nur drei Verse umfasst, wie schon letzte Woche. Aber einer, der so bedeutsam ist, dass Ellen White für diese drei Verse ein ganzes eigenes Kapitel im Leben Jesu reserviert hat. Es geht um die Einladung schlechthin. Wir alle sind schon eingeladen worden, aber wenn Jesus einlädt, ist das ganz besonders. Er sagt: "Kommt her zu mir alle." Und über diese Verse wollen wir heute nachdenken und wollen diese Einladung ernst nehmen, zu ihm kommen, zu ihm beten und ihn dann in unser Herz einladen und sein Wort studieren.

[1:25] Ja, lieber Herr Jesus, du hast gesagt: "Kommt her zu mir alle." Und heute Abend sind wir hier, um genau das zu erleben, was du versprochen hast, dass du uns erquicken willst, dass du uns beleben willst, dass du uns die Last der Sünde und der Sorge nehmen möchtest und dass du uns dein Joch gibst. Und über dieses Joch wollen wir heute sprechen, das so sanft und leicht ist, dass wir von dir lernen, deinem Charakter, die Sanftmut und die Demut, dass wir sie widerspiegeln. Wir möchten dich bitten, dass diese Worte, wenn wir sie jetzt lesen, nicht nur Worte sind, die wir exegetisch studieren, sondern dass es Worte sind, bei denen uns bewusst ist, dass du tatsächlich persönlich, als Person, mich und jeden Einzelnen hier ansprichst, dass wir zu dir kommen und mit dir leben. Das bitten wir in deinem Namen. Amen. Matthäus 11 und dort Vers 28.

[2:40] Bevor wir das lesen, vielleicht als kurze Wiederholung. Wir hatten in der letzten Woche die drei Verse davor angeschaut und vielleicht könnt ihr mit ein, zwei Sätzen kurz zusammenfassen, was war Jesu Aussage in diesen drei Versen? Das waren ja auch sehr interessante Verse in Matthäus 11, Vers 25 bis 27, mit euren eigenen Worten zusammengefasst. Was war so die Kernaussage dort? Was hat Jesus da gesagt?

[3:09] Jesus hat deutlich gemacht, dass es nicht an dem Intelligenzquotienten hängt, ob wir die Wahrheit kennen oder nicht. Er sagt: "Gott, ich preise dich, dass du es nicht den Weisen offenbart hast, sondern den Unmündigen." Und wir haben gesagt, das hat nichts damit zu tun, auch kluge Leute können die Wahrheit erkennen, aber es liegt eben nicht an unserer Klugheit, nicht an unserer Weisheit. Wir haben Verse gelesen, die zeigen, dass die Weisen ihrer Weisheit von alleine Gott nicht gefunden haben. Und dann haben wir gesehen, es gibt nur einen Weg, Gott den Vater richtig zu verstehen. Nämlich, was ist der einzige Weg, ihn richtig zu verstehen? Das stimmt zwar, aber das steht nicht im Text, sondern im Text steht, haben wir studiert: Wer ist der einzige Weg? Jesus. Er sagt: "Alles hat mir der Vater übergeben, der Einzige, der alles vom Vater weiß, ist Jesus Christus und nur er ist der Weg." Er sagt, und wir haben gelesen, Vers 27: "Und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will." Jesus ist der einzige Zugang zu dem wahren Wissen, zu der wahren Weisheit, zu der wahren Erkenntnis Gottes. Und weil das so ist, sagt Jesus jetzt: "Kommt her zu mir alle." Man könnte ja denken, wenn man die drei Verse vorgelesen hat: "Oh je, wenn ich jetzt keinen, wenn ich jetzt nicht Jesus gut kenne, ja, wenn ich da irgendwie nicht qualifiziert habe, wie soll ich dann das wissen?" Ja, aber Jesus sagt nicht nur, dass er der Einzige ist, er sagt, dass jeder zu ihm kommen kann.

[4:48] "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken." Das allererste ist, dass wir feststellen wollen: Jesus lädt ein. Und ihr ahnt es schon, das gibt es schon im Alten Testament. Es gibt Bibeltexte, auf die er sich hier bezieht, und die wollen wir uns mal anschauen in Jesaja 45. Jesaja 45 und dort lesen wir mal Vers 22. Wer das hat, darf gerne lesen.

[5:26] Jesaja 45 und dort Vers 22. "Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet. All ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und keiner sonst." Genau. Wer spricht hier? Wer spricht hier? Gott. Und Gott sagt was? Was sagt er in eigenen Worten? Er sagt: "Kommt zu mir, wendet euch zu mir." Und an wen ist die Formulierung gerichtet? Wer soll sich zu ihm wenden? Alle. Man könnte übersetzen, man könnte auch sagen: "Kommt her zu mir alle." Ja, "wendet euch zu mir, alle Enden der Erde, denn ich bin Gott." Achtung, was sagt Jesus? "Kommt her zu mir alle." Im Alten Testament sagt Gott: "Kommt her zu mir alle. Wendet euch zu mir und ihr werdet gerettet." Und dann hat Jesus, das Wort, was ich sagen soll, Jesus sagt: "Kommt her zu mir." Was hat er damit gesagt? Ich bin Gott. Also ich sammle nur über die Jahre, sammle ich einfach so viele Parallelen, wo deutlich wird, Jesus ist Gott, weil es immer wieder Leute gibt, die das irgendwie nicht sehen wollen. Aber es ist ganz deutlich, es ist Gott, der sagt: "Kommt her zu mir, ich will euch erquicken, ich will euch retten."

[6:45] Schaut mal weiter in Vers 23. "Ich habe mir bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird. Ja, mir soll sich jedes Knie beugen und jede Zunge schwören. Nur in dem Herrn wird man von mir sagen, habe ich Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man was? Zu ihm wird man kommen, aber beschämt werden alle, die sich gegen ihn auflehnten. In dem Herrn wird gerechtfertigt werden und sich rühmen der ganze Samen Israels." Hier haben wir eine Aussage von Gott, der sagt: "Kommt her zu mir." Jeder, der zu mir kommt, bekommt was? In Vers 24. Was bekommt jeder, der zu Gott kommt? Heil und Gerechtigkeit, Stärke, Heil. Gott sagt im alten Testament: "Kommt her zu mir." Kennt ihr noch andere Aussagen bei Jesaja, wo ebenfalls so eine Aufforderung kommt? "Kommt her, ja."

[7:41] Genau, Jesaja 55, ein paar Kapitel weiter. Jesaja 55 und dort ab Vers 1, wer mag das mal lesen?

[7:53] "Wohl an, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser! Und die, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch. Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so sollt ihr Gutes essen und eure Seele soll sich laben an fetter Speise." Hier ist Gott auch und er sagt: "Kommt zu mir." Hier gibt es noch einen Gedanken, den es vorher nicht gab in Jesaja 45. Was ist der Gedanke hier, als er sagt: "Kommt doch zu mir"? Was ist der Aspekt, der hier noch besonders betont wird in den beiden Versen?

[8:37] Es ist umsonst. Er sagt, wenn ihr kein Geld habt, kein Problem, kommt einfach her. Er stellt sogar die Frage: "Warum bezahlt ihr Geld für etwas anderes, wenn ihr doch das Beste umsonst haben könnt?" Das Beste ist immer umsonst. Kommt her, ihr braucht kein Geld, ihr könnt einfach Soße kaufen, Wein, Milch, Brot, was immer ihr wollt. Kommt her. Und übrigens, wer soll kommen? Die Durstigen. Wenn du Durst hast, wenn du merkst, mir fehlt was, wenn du das Gefühl hast, so kann das Leben nicht weitergehen, wenn du ein Bedürfnis hast, sag Gott: "Komm her zu mir." Und zwar so, wie du bist.

[9:17] Ja. Wer sagt das da? Wer sagt, komm? Nein, wer sagt dort, komm?

[9:32] "Die Braut und der Geist sprechen: Komm! Und wer da hört, der spreche: Komm! Und wer da dürstet, der nehme vom Wasser des Lebens umsonst." Ist genau das. Diese Einladung kommt aus dem Alten Testament und sie wird von Jesus wiederholt und sie geht bis ans Ende der Zeit, bis ins letzte Kapitel der Offenbarung. Komm. Auch als Jesus nicht mehr auf der Erde war, sendet er jetzt seinen Geist und er sendet seine Gemeinde. Denn die Braut ist seine Gemeinde. Das heißt, der Heilige Geist und seine Gemeinde, man könnte auch sagen, der Heilige Geist in der Gemeinde, durch die Gemeindelieder, soll genau diese Einladung auch weitergeben. Wir sollen also kommen und wer es hört, der spreche: "Komm."

[10:11] Wir sollen auch andere einladen zu Jesus. Deswegen müssen wir diese Einladung gut verstehen, denn sie ist entscheidend für uns und sie ist entscheidend für andere. Wir müssen sie studieren, um zu sehen, wie können wir selbst zu Gott kommen oder was erwartet uns, wenn wir zu Jesus kommen, und wie können wir andere zu Jesus bringen. Jetzt schaut mal in Vers 3. Jesaja 55, Vers 3. Wer mag den noch lesen? Vers 3.

[10:49] "Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir. Hört, so werdet ihr leben. Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben." Hier Vers 3, da sieht man, wenn man es vergleicht mit Matthäus 11, Vers 28, welche Worte sind da ziemlich parallel? Vers 3 hier.

[11:19] Ja, genau. "Ich will euch erquicken, ich will euch beleben, ich will euch erfrischen." Und noch deutlicher, was ist die allerdeutlichste Parallele? Welche Worte?

[11:34] Nee, das steht nicht in Matthäus 11. "Kommt her zu mir." Könnt ihr es sehen? "Kommt her zu mir." Und dann in Matthäus 11 steht: "Kommt her zu mir alle, die ihr müßig und beladen seid. Ich will euch erquicken, ich will euch erfrischen, ich will euch beleben, ich will euch Ruhe geben." Und hier steht: "Kommt her zu mir alle. Hört, so wird eure Seele leben." Man hat fast den Eindruck, als ob Jesus in Matthäus 11 einfach Jesaja 55 paraphasiert, wie er das so gerne tut. Einfach den biblischen Vers mit eigenen Worten wiedergibt und dann mit seiner ganzen göttlichen Inspiration da noch einen Glanz drauf gibt. Aber das ist keine neue Idee, das hat sich nicht Jesus ausgedacht, er hat eigentlich nur das wiederholt, was er selbst schon durch die Propheten seit Jahrhunderten eingeladen hat.

[12:22] "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid." Wer ist eingeladen? "Kommt her zu mir, alle." Übrigens, noch ganz kurz zu Vers 3. Was erwartet uns denn, wenn wir zu Jesus kommen, so wie wir sind, ohne etwas bezahlen zu müssen? Was will er uns denn geben nach Vers 3?

[12:41] Gnade. Was für Gnade? Er sagt: "Beständige Gnade." Es ist ja ein Unterschied, ob mich jemand mal begnadigt und am nächsten Morgen nicht mehr weiß, was er getan hat. Das, was Jesus uns anbietet, ist etwas sehr Kostbares. Es ist nicht nur Gnade, es ist beständige Gnade. Gnade, die Bestand hat. Wo wir nicht sagen: "Meine Güte, ist Jesus immer noch derselbe wie vor drei Wochen? Gilt das noch, was er mir vergeben hat?" Er will eine beständige Gnade uns geben und er nennt sie, wie? Das ist ein ganz bestimmter Begriff, auf den es hier ankommt.

[13:18] Die Gnade Güter Davids. Ja, aber er sagt, ich will euch was geben? Einen ewigen Bund. Und welches ist der ewige Bund? Ihr wisst, es gibt zwei Bündnisse in der Bibel. Der ewige Bund ist der neue Bund.

[13:29] Die Einladung im Alten, wie im Neuen Testament ist: "Kommt her zu mir, wenn ihr Durst habt, wenn es euch schlecht geht, wenn ihr nicht weiter wisst, kommt einfach her zu mir, so wie ihr seid. Ihr braucht nichts mitbringen, ihr braucht nichts bezahlen, ihr braucht euch nicht zu qualifizieren. Kommt her, ich will euch den neuen Bund geben." Ziemlich spektakulär.

[13:47] Denn es gibt eigentlich keinen Grund, nicht zu Jesus zu kommen. Wenn uns irgendetwas fehlt, können wir direkt zu ihm kommen. Er sagt: "Ich habe so viel." Wenn ihr durstig seid, ich habe Wasser und Wein und Milch und fette Speise.

[14:02] Der Segen, den Gott uns geben möchte im neuen Bund, ist nicht kerklich. Das sind keine kerklichen, abgezählten Rationen, für jeden gerade so viel, dass man irgendwie über die Runden kommt. Er hat mehr als genügend Segen. Und die Frage ist dann vielleicht: Warum kommen wir so selten und wollen das einfach haben?

[14:17] Also, haben wir gesehen, Matthäus 11, Vers 28: "Kommt her zu mir." Und es ist jetzt sehr, sehr wichtig, er lädt wie viel ein? Alle. Er lädt dich ein, lieber Freund, liebe Freundin.

[14:31] Auch die, die du zuschaust, er lädt dich persönlich ein. Nicht ein.

[14:36] Und wie ist der Zustand derer, die kommen?

[14:39] "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen wird." Hat jemand eine andere Übersetzung für "mühselig"?

[14:45] Müde? Ja? Was steht in euren Bibeln?

[14:49] Mühselig? Mühselig.

[14:52] Ja, das ist nicht ganz sauber, was eigentlich im Griechischen steht. Im Griechischen steht nämlich: "Kommt her zu mir alle, die arbeitend sind und beladen." Mit anderen Worten, alle, die sich abmühen, die rackern, die arbeiten, die sich einsetzen und alle, die beladen sind mit was auch immer. Das eine ist etwas Aktives, das andere ist etwas Passives. Und damit wird, weil es gibt zwei Arten von Sorgen, die wir haben können. Das eine ist, ich habe Sorgen und das Leben ist schwer, weil ich mich abmühe. Ich kämpfe, ich tue, ich mache und es ist so schwierig. Das andere ist, dass jemand anders mir Lasten auflegt. Es kann sein, dass es mir schlecht geht, weil ich selbst kämpfe und nicht vorankomme. Dass ich aktiv bin, aber nicht das Ziel erreiche, was ich möchte. Und es kann sein, dass es mir schlecht geht, weil ich aufgrund der Sünde oder von Situationen von woanders etwas aufgeladen bekomme. Und für beides, für die aktive Sorge und die passive Sorge, sagt Jesus: "Kommt her."

[16:08] "Kommt her zu mir alle, die ihr arbeitet und ihr beladen seid." Manchmal ist man sogar beides, nicht wahr?

[16:15] Jetzt gucken wir uns mal diese Lasten an, unter denen wir leiden. Welche Lasten zählen denn darunter, unter denen wir zu leiden haben? Was ist denn das konkret?

[16:30] Okay, da ist zuerst mal die Sünde. Schaut mal mit mir in Psalm 38, Vers 5.

[16:38] Psalm 38, Vers 5. Wer mag den mal lesen?

[16:46] Psalm 38, Vers 5.

[16:51] "Denn meine Sünden wachsen mir über den Kopf, und eine schwere Last sind sie, zu schwer für mich." Ja, ich glaube, das können wir alle nachempfinden, oder? Die Sünden, wenn man sie wirklich betrachtet, wenn man sie alleine tragen will, sind eine schwere Last. Sie sind zu schwer, man kann sie nicht tragen. Wer war der Erste, der gesagt hat: "Das ist zu schwer für mich"? Kain. Er war nicht bereit, den Erlöser anzunehmen. Er war nicht bereit, dass jemand seine Sünde trägt. Er wollte sie selbst tragen, aber als sie dann auf ihn gelegt wurde, hat er gesagt: "Das ist zu schwer." Die Konsequenz ist zu schwer für mich. Also Sünde, wenn man sie alleine tragen möchte, ist unfassbar schwer.

[17:29] Jesaja 1 Vers 4 sagt, schaut mal, nur dass ihr das seht, wie oft das öfter in der Bibel vorkommt. Jesaja 1 Vers 4, da sagt Gott in Jesaja 1 Vers 4:

[17:42] "Wehe der sündigen Nation, dem schuldbeladenen Volk." Das Volk, das von Sünde beladen ist. Okay, also Sünde ist so eine Last, die uns bedrückt, mit der wir zu Jesus kommen können.

[17:57] Was gibt es denn noch für Lasten, außer Sünde und Schuld, mit denen wir vielleicht belastet sein könnten? Das ist vielleicht die Wichtigste, die vielleicht am Ersten uns einfällt. Aber gibt es da noch andere Lasten, die uns bedrücken, die das Leben schwer machen?

[18:12] Verfolgung, Krankheit, Sorgen. Also fassen wir mal zusammen: einfach die Schwierigkeiten des Lebens, oder? Die manchmal einfach nur die Konsequenz der Tatsache sind, dass es einen großen Kampf gerade gibt, die nichts mit meiner eigenen Sünde zu tun haben, sondern einfach das Leben ist manchmal richtig anstrengend.

[18:35] Wer war der Erste, dem gesagt worden ist, dass sein Leben anstrengend sein wird? "Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen." Was soll man machen, wenn man mit Schwierigkeiten zu tun hat?

[18:52] Kommt her zu mir.

[18:54] Also als Jesus dem Adam sagt, jetzt werden Dornen und Disteln wachsen und du wirst dich noch ernähren können. Das war ja die Hoffnung, die Gnade. Du wirst noch weiterleben können, du wirst dich ernähren können. Aber es wird mit Schwierigkeiten sein, es wird anstrengend sein. Du wirst dir den Schweiß von der Stirn erwischen müssen. Warum hat Gott das gemacht?

[19:19] Ja, die Schwierigkeiten sind ein Mittel Gottes, um Menschen wieder zu Jesus zu rufen. Das ist uns immer nicht so bewusst. Wenn die Schwierigkeiten kommen, wenn die Last so groß wird mit dem Stress und mit dies und jenem, dann fragen wir wirklich Gott: "Warum lässt du das zu?" Also mit den Sünden ist uns ja ganz klar, die Sünden, die belasten uns. Aber manchmal gibt es ja auch Dinge, für die können wir nichts. Und trotzdem gehen die uns auf die Nerven oder haben irgendwie einen negativen Einfluss auf uns. Und wir fragen uns: "Gott, muss es jetzt wirklich so sein?" Aber der Grund ist, Gott lässt es zu, damit wir zu ihm kommen.

[20:03] Dass wir demütig werden, ja. Also schaut mal mit mir in Hiob 14, Vers 1. Der Hiob, der wusste, wovon er redete, oder? Hiob 14, Vers 1, der hat enorm zu tragen gehabt. Nicht so sehr jetzt in dem Fall hier an seiner eigenen Sünde, sondern an den Schwierigkeiten des Lebens, an den Schicksalsschlägen, an den Dingen, also den Ereignissen, die passiert sind. Und schaut mal, was er sagt in Hiob 14, Vers 1. Was ist seine Aussage?

[20:41] Wer mag das lesen?

[20:43] "Der Mensch, von der Frau geboren, lebt nur kurze Zeit und ist voll Unruhe." Ja, voller Unruhe. Die wörtliche Übersetzung sagt: "Mit Unruhe gesättigt." Ja, also getränkt mit Unruhe. Unser Leben ist kurz und es hat kaum richtig ruhige Passagen, Teile.

[21:03] In Prediger 4, Vers 8. Prediger 4, Vers 8, da sagt er, Salomo. Da steht einer ganz allein, hat weder Sohn noch Bruder, und doch hat all seine Arbeit kein Ende. Und er sieht nie Reichtum genug. "Für wen mühe ich mich denn ab und enthalte meiner Seele das Beste vor? Auch das ist nichtig und eine üble Mühe." Der Salomo wusste, es gibt immer noch mehr Arbeit. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, das Gefühl. Das kenne ich ganz gut. Es gibt immer so viel Arbeit, dass man denkt: "Meine Güte, das kann sogar gute Arbeit sein." Dass man irgendwann das Gefühl hat, das ganz reale Gefühl, man wird förmlich zerquetscht zwischen den Erwartungen und den Aufgaben und das, was man sich selbst, die Erwartungen, die man sich selbst stellt, die andere haben. Und man hat das Gefühl, man ist wie so eine Presse, man kommt gar nicht raus. Und auch damit, sagt Jesus, können wir zu ihm kommen.

[22:02] Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Man kann zu Jesus sagen: "Herr, es ist gerade zu viel." Man kann nicht nur seine Sünden bekennen, man kann sagen: "Du, die Schwierigkeiten sind gerade so viel. Bitte hilf mir."

[22:14] "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid." Dann gibt es noch eine Art von Last, die man tragen kann. Schaut mal mit mir in Apostelgeschichte. Wir können auch gleich Matthäus 23 lesen, das geht dann schneller.

[22:30] Matthäus 23 und dort Vers 4. Noch eine Art von Last, die Menschen mit sich tragen, die Jesus ihnen gerne nehmen möchte. Matthäus 23 und dort Vers 4.

[22:41] Wer mag das mal lesen?

[22:46] "Sie binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern. Sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren." Was sind denn das für Lasten, die die Menschen hier trugen, die die Pharisäer ihnen aufgebürdet haben? Waren das Sünden? Nicht so direkt. Waren das Schwierigkeiten? Nein. Was?

[23:14] Menschliche religiöse Vorschriften.

[23:18] Religiöse Vorschriften, die menschliche Autorität haben und nicht göttliche Autorität, können eine enorme Last sein. Schaut euch mal um in Religionen, in denen menschengemachte Traditionen eingefordert werden. Das kann das Gewissen richtig zerbrechen. Es geschah auch in der Zeit des Apostels. Da muss man sagen, die geschiedenen Gemeinschaften tun es gut, euch keine weitere Last aufzulegen, außer den und den.

[23:49] Das heißt, wir sehen, das waren die verschiedenen Dinge, die wollten dann erbracht werden. Ja, danke. Das ist genau der Fehler, den habe ich jetzt gerade übersprungen, weil es genau die Idee ist. Im Apostelkonzil sagen sie ja: "Warum wollt ihr jetzt euren Brüdern wieder ein Joch auferlegen, das schon unsere Väter nicht tragen konnten?" Und deswegen sagen sie dann: "Der Heilige Geist hat den Eindruck, nur das Notwendige, nicht mehr." Wir haben manchmal auch vielleicht den Eindruck, dass wir, wir wollen noch über das hinausgehen, was die Bibel sagt, was Ellen White sagt, um ganz sicher zu gehen, dass alles richtig machen und dabei bedrücken wir andere. Oder wir werden bedrückt. Manchmal ist es auch, muss man sich die Frage stellen: Habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen, weil ich gegen Gottes Wort verstoße? Oder habe ich nur ein schlechtes Gewissen, weil ich einfach etwas tue, was menschlicher Tradition, so liebgeworden sie auch ist, widerspricht? Ja, das ist manchmal, manchmal vermischt sich das und hat man ein schlechtes Gewissen wegen Dingen, die, obwohl ganz okay sind, aber Menschen erwarten das von einem. Ach, das ist eine Last.

[24:53] Und Jesus sagt: "Kommt her, kommt her mit euren Sünden, kommt her mit den Schwierigkeiten und kommt her mit all den Gewissensbissen, die ihr habt, die einfach nur da sind, weil Menschen euch irgendetwas abfordern, was ich gar nicht euch abfordere."

[25:06] Was ist deine Verheißung? Er sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken."

[25:12] Erquicken ist jetzt nicht so das üblichste deutsche Wort. Was heißt das eigentlich, "ich will euch erquicken"?

[25:18] Erfrischen, ja.

[25:21] Ja, eigentlich wörtlich heißt es: "Ich will es aufhören lassen." Ich will es aufhören lassen. Die Sünde aufhören lassen. Diese religiösen Vorschriften aufhören lassen. Und die Schwierigkeiten, soweit es im Plan Gottes ist, aufhören lassen. Deswegen im Englischen auch: "zur Ruhe bringen."

[25:42] Schaut mal mit mir in Jesaja 11 und dort Vers 10.

[25:53] Jesaja 11 und dort Vers 10. Ganz toller Vers. Dort steht Jesaja 11 und dort Vers 10. Wer mag den mal lesen?

[26:03] "Und es wird geschehen an jedem Tag, da werden die Heidenvölker fragen nach dem Wurzelspross Isaias, der als Banner für die Völker dasteht und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein." Genau. Wer ist der Wurzelspross Isaias?

[26:20] Der Messias. Er sagt, es wird geschehen, da werden die Heiden nach ihm fragen und seine Ruhestätte, oder eigentlich wörtlich seine Ruhe, wird Herrlichkeit sein. Als ein Banner. Was ist ein Banner?

[26:36] Das heißt, er wird als ein Banner dastehen für die Völker. Was ist ein Banner?

[26:42] So ein Feldzeichen im Krieg, wo alle wissen, da müssen wir hin, oder? So ein Banner sagt: "Wenn ihr Interesse habt, kommt hierher. Hier ist das Banner sozusagen." Jesus, dieses Banner, das sagt: "Kommt her zu mir, alle, für alle Völker, kommt her zu mir. Meine Ruhe ist herrlich. Ich will euch Ruhe geben."

[27:00] Jesaja hatte vorher gesagt, der Messias würde kommen als derjenige, zu dem alle Heidenvölker kommen, um Ruhe zu finden. Schaut mal mit mir in Jesaja 28, Vers 12.

[27:13] Jesus hat sich nichts Neues ausgedacht. Das ist nicht irgendwie jetzt eine neutestamentliche Neuerfindung, sondern er sagt nur das, was Gott schon immer gesagt hat.

[27:22] Jesaja 28, Vers 12. "Er, der zu ihnen gesagt hatte: Das ist die Ruhe, erquicke den Müden, und das ist die Erquickung. Aber sie wollten nicht hören." Jesus wiederholt eigentlich nur das, was Gott schon immer wollte. Er möchte, dass wir inneren Frieden haben. Er möchte, dass wir diese Lasten nicht tragen.

[27:47] Es gibt keinen Grund, sie zu tragen. Die Sünden kann Jesus uns nehmen. In Schwierigkeiten kann er uns helfen. Die religiösen Vorschriften müssen wir nicht halten. Es gibt keinen Grund. Wir müssen einfach nur zu ihm kommen.

[28:00] Psalm 116 und dort Vers 7. Wie kommt die Ruhe in mein Herz? Psalm 116, ganz toller Psalm übrigens. Psalm 116 und dort Vers 7.

[28:20] "Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der Herr hat dir wohlgetan." Genau. Wann kommt die Ruhe zur Seele oder die Seele zur Ruhe?

[28:33] Wann kehrt die menschliche Seele zur Ruhe zurück?

[28:36] Wenn wir zu Jesus kommen. Wenn wir zu Jesus kommen, genau. Was sagt der Text hier? Wann kehrt sie zurück?

[28:45] Wenn der Herr eine Ruhe gibt. Wenn der Herr etwas Gutes getan hat. Die Ruhe kommt dadurch, dass Gott uns Gutes tut. Dass wir merken, die Nähe Gottes tut mir gut.

[29:02] Habt ihr das mal erlebt, dass ihr ruhelos gewesen seid, gestresst gewesen seid, vielleicht niedergedrückt gewesen seid von Versagen und ihr habt Zeit mit Gott verbracht und ihr habt gespürt, wie gut es euch tut, wie der Frieden in euer Herz kommt? Das ist die Einladung, die Jesus jedem Einzelnen von uns gibt.

[29:25] Und ihr wisst, diese Ruhe ist eigentlich ein Symbol. Schaut mal in Hebräer 4. Hebräer 4 ist ein ganzes Kapitel über die Ruhe. Da haben wir nicht die Zeit, das anzuschauen. Aber in Hebräer 4, Vers 1 heißt es: "So lasst uns nun mit Furcht darauf bedacht sein, dass sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht." Und dann vergleicht der Paulus diese Ruhe mit einer anderen Ruhe aus dem Alten Testament. Mit welcher Ruhe vergleicht er sie?

[29:59] Mit dem Sabbat aufs eine, ja, mit dem Sabbat. Und mit welcher Ruhe noch?

[30:04] Eine andere Ruhe noch.

[30:08] Ja, es geht um den Einmarsch nach Kanaan. Und die Idee ist sozusagen, dass der Einzug oder die Landnahme von Kanaan so ein Symbol ist für die Ruhe, die er schenkt. Das heißt, mit der Ruhe ist auch ein Sieg verbunden. Die Ruhe kommt, wenn die Sünde besiegt wird, ja.

[30:32] Und er sagt, und das ist das ganze Punkt hier in Hebräer, er sagt, es gibt noch eine Ruhe, in die wir hineingehen können. Und zwar durch dasselbe Evangelium wie damals im Alten Testament.

[30:40] Also, Jesus lädt dich ein und mich ein: "Kommt zu ihm." Ihr Lieben, es reicht nicht zu wissen, dass Jesus existiert und dass er anderen die Sünden genommen hat. Jeder Einzelne, du und ich, wir müssen täglich zu Jesus kommen. Wir müssen Zeit mit ihm verbringen, am besten jeden Morgen. Beten, vielleicht ein bisschen hinausgehen, Bibel lesen. Zeit mit ihm verbringen, ihm Fragen stellen, mit ihm reden, zuhören, was er sagt. Damit er uns all diese Dinge nehmen kann, dass er uns Frieden geben kann, dass er uns Ruhe geben kann. Denn das macht er. Und zwar jedes Mal, wenn man zu ihm kommt. Er ist nämlich beständige Gnadengüter, nicht mal so, mal so, beständig.

[31:30] Und dann sagt er was Interessantes im Vers 29. Er sagt nämlich im Vers 29: Wer mag mal Vers 29 lesen?

[31:42] Matthäus 11, Vers 29.

[31:47] "Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir. Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."

[31:55] Also Jesus sagt: "Ich nehme euch die Last ab und lege euch eine andere Last auf." Hier sagt er: "Mit all euren Lasten, kommt zu mir, ich lasse sie aufhören." Und dann sagt er im nächsten Vers: "Nehmt auf euch mein Joch." Ihr wisst, was ein Joch ist, oder? Das wird verwendet für die Ochsen, die gemeinsam zusammenarbeiten.

[32:13] Wenn Jesus sagt: "Nehmt auf euch mein Joch", was sagt er dann?

[32:18] Arbeite mit mir zusammen. Ich arbeite schon. Was arbeitet denn Jesus?

[32:27] Er arbeitet für die Rettung von Menschen. Und Jesus sagt: "Die Sünden sind dir zu schwer. Die Schwierigkeiten im Leben sind so katastrophal. Die religiösen Vorschriften von Menschen, Traditionen, die zerdrücken deine Seele. Das nehme ich alles dir. Aber es gibt eine Last, nämlich meine Last, die kannst du mit mir tragen. Nämlich andere Menschen zu retten."

[32:49] Was ist denn also dieses Joch?

[32:51] Ellen White sagt etwas Interessantes. Sie sagt: "Das Joch, das uns bindet zum Dienst, ist das Gesetz Gottes." Das große Gesetz der Liebe, wie es in Eden offenbart wurde, vom Sinai verkündigt wurde und im neuen Bund in das Herz geschrieben wird, ist das, was den menschlichen Arbeiter mit dem Willen Gottes verbindet. Das heißt, im Bild sind das zwei Ochsen, die mit einem Joch verbunden sind und deswegen in die gleiche Richtung laufen und das gleiche Feld umpflügen. Und so sagt sie, es ist das Gesetz Gottes, das uns mit Jesus verbindet, dass wenn wir dem Gesetz Gottes folgen, dann laufen wir mit Jesus in dieselbe Richtung. Arbeiten am selben Projekt, beackern den selben Acker sozusagen.

[33:43] Und übrigens, so ein Joch, das macht ja die Last für den Ochsen nicht schwerer, sondern leichter. Denn der muss ohnehin sein Gerät da hinten ziehen. Aber dadurch, dass es auf den Schultern ist, verteilt sich die Last ein bisschen mehr, als wenn es nur am Schwanz angehängt wäre oder so. Dieses Joch macht die Arbeit leichter.

[34:04] Das Gesetz Gottes ist das Joch. Und jetzt ist es ganz, ganz, ganz, ganz großartig. Wie ist die Reihenfolge? Was kommt zuerst? Vers 28 oder Vers 29? Es ist: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig seid, wie ihr seid. Kommt einfach, kommt, kommt, kommt. Ich nehme euch die Lasten ab." Und wenn ich euch die Lasten abgenommen habe, dann als Folge, Vers 29: "Nehmt auf euch meinen Joch." Wir können kommen, wie wir sind. Wir können mit Sünden, beladen, Schwierigkeiten, falschen Traditionen, wir können kommen, wie wir sind. Und Jesus macht uns frei und dann können wir sein Gesetz halten.

[34:42] Und dann sagt er später: "Denn mein Joch ist was? Sanft und leicht." Wir hätten das gesagt, dass die Gebote Gottes nicht schwer sind. Johannes sagt, schaut mal, in 1. Johannes 5 und dort Vers 3. Da sagt er, das ist so schön. 1. Johannes 5 und dort Vers 3.

[35:01] Wer mag das mal lesen? Hat das jemand? 1. Johannes 5, Vers 3.

[35:05] "Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten. Und seine Gebote sind nicht schwer." Da redet jemand, der das Joch mit Jesus trägt. Johannes sagt: "Sein Joch ist nicht schwer."

[35:23] Also Jesus sagt: "Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir." Was hatten wir in den letzten Wochen gesagt, was wird Jesus uns offenbaren? Den Vater. Er sagt: "Lernt von mir. Ich bin so, wie der Vater ist. Lernt von mir." Und zwar geht es hier nicht darum um Mathe und Physik und Biologie, sondern es geht um was für ein wissenschaftliches Gebiet? Er sagt: "Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig." Es geht um den Charakter. Die größte Wissenschaft, die es gibt, in der Frage des Charakters. Lernt von mir.

[36:01] Kennt ihr jemanden in der Bibel, der eine große, gigantisch große Last trug, der zu Jesus kam, von seiner Last befreit wurde und zu den Füßen Jesus saß, um zu lernen?

[36:17] Stimmt, Maria auch. Ja, genau, sehr gut. Es gibt mehrere. Ich hatte jemand anderes fragen, aber ja, Maria auch. Der Besessene oder die Besessene. Schaut mal in Lukas 8. Hatten wir vor etlichen Wochen mal studiert. Lukas 8, Vers 35.

[36:37] Ich meine, der hatte eine Last zu tragen. Der hatte nicht einen Dämon, das waren unglaublich viele Dämonen. Das war vielleicht eine der größten Lasten, die ein Mensch so alleine jemals getragen hat. Und der kommt zu Jesus. Der kommt sogar so, wie der ist. Voller Dämonen kommt er zu Jesus. Kann nicht mal Hilfe sagen, nur mit den Augen Hilfe gucken.

[36:59] Lukas 8, Vers 35.

[37:13] Was heißt das, wenn jemand zu den Füßen von Jesus sitzt?

[37:16] Er lernt. Die Schüler haben zu den Füßen gesessen. Jesus hat also wirklich sagen können: "Komm her zu mir, der du müßig und beladen bist mit tausenden Dämonen, komm her zu mir. Ich will dich erquicken, ich will dir Ruhe geben. Lern von mir." Und übrigens hat er ihm ein Joch aufgelegt. Noch an diesem Tag hat er gesagt: "Geh und verkündige." Arbeite mit mir zusammen. Ich gehe in die Richtung, du gehst in die Richtung. Aber verkündige, was ich an dir getan habe.

[37:44] Diese Geschichte ist eine ganz tolle Illustration von diesem Prinzip. Jemand ist beladen, wird freigemacht, lernt von Jesus und bekommt das Joch. Und der ist jetzt nicht nach Hause gegangen und hat gedacht: "Oh, was für eine schwierige Aufgabe?" Der war dankbar, dass Jesus ihm geholfen hat.

[38:00] Also, was ist Jesu Charakter? Er sagt: "Ich bin von Herzen, ich bin sanftmütig und von Herzen demütig." Kennt ihr jemanden, der auch sehr demütig war in der Bibel? Mose, sagt die Bibel. War demütiger als alle anderen, aber Jesu übertrifft den Mose noch bei weitem. Schaut mal in Zacharia 9 und dort Vers 9.

[38:23] Zacharia 9, Vers 9.

[38:53] So sagte Zacharia, er würde ein demütiger Mensch sein. Ellen White sagt etwas ganz Interessantes. Sie sagt: "Im Herzen von Christus regierte vollkommene Harmonie mit Gott. Er hatte vollkommenen Frieden." Das heißt, er war niemals durch Applaus so emporgehoben, noch war er entmutigt durch Enttäuschung und durch Kritik. Wenn uns jemand applaudiert, dann geht es uns gut. Jemand mag mich. Jemand findet es toll, was ich gemacht habe. Und wenn wir kritisiert werden, dann sind wir niedergeschlagen. Jesus hat das von beidem nicht tangiert. Unter dem größten Widerstand, unter der grausamsten Behandlung war er immer noch von gutem Mutes. Er hatte vollkommenen Frieden.

[39:45] Und dann sagt sie etwas sehr Interessantes. Sie sagt: "Nur wenn wir eine absolute Übergabe machen, können wir Frieden finden." Sie sagt: "Es ist die Liebe zum eigenen Ich, die Unruhe bringt. Solange wir uns selbst lieben, haben wir Unruhe." Das ist so interessant.

[40:05] Also, was ist die Folge des Lernens? Die Folge des Lernens ist, er sagt:

[40:12] "Ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen."

[40:16] Jetzt schaut mal, das ist so interessant. In Vers 28 sagt er: "Und ich will euch erquicken, ich will euch Ruhe geben." In Vers 29 sagt er: "Und ihr werdet Ruhe finden." Das, was Gott für uns vorgesehen hat, ist sowohl etwas, das er uns gibt, als auch etwas, das wir finden. Könnt ihr das sehen? Er gibt es, aber auch wir finden es. Es ist eine Ruhe, die er gibt, aber auch eine Ruhe, die wir finden.

[40:43] Und diese Idee: "Ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen", ist ein direktes Zitat. Weiß jemand, woher? Auch aus dem Alten Testament. Woher kommt dieser Satz?

[40:53] "Denn so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." Jeremia, ganz genau. Jeremia, Kapitel 6, und dort Vers 16.

[41:01] Jeremia 6, und dort Vers 16. Dort heißt es: "So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege, und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, das, was Jesus hier macht. Er predigt das Alte Testament und sagt: Ihr Lieben, schaut einfach, was Gott gesagt hat, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." Silber sprechen, wir wollen nicht darauf wandeln. Jesus sagt, wir finden Ruhe, wenn wir zu ihm kommen, oder? Wenn wir von ihm lernen. Jeremia sagt, wann finden wir Ruhe für unsere Seelen? Wenn wir, was sagt Jeremia, wann finden wir Ruhe für unsere Seelen?

[41:49] Wenn wir zurückschauen, wie früher Gott sein Volk geführt hat. Heißt also, wenn wir zurückschauen, wie der Weg früher gewesen ist, im Alten Testament, lernen wir von Jesus. Dann nehmen wir seinen Joch auf uns. Was Jesus offenbart in seinem Leben, ist das, was schon der alte Weg immer gewesen ist. Ja?

[42:14] Es gibt noch einen Weg, wie man Ruhe findet, und das ist, Ellen White schreibt, hochinteressant, im Leben Jesu, auf Seite 200: "Wir müssen Gott persönlich zu uns sprechen hören, und wenn jede andere Stimme schweigt, und wir ruhig auf ihn hören, wird uns durch die Stille seine Stimme Gottes vernehmbar. Er sagt: Sei stille und erkenne, dass ich Gott bin." Und dann kommt dieser ausschlaggebende Satz: "Hier allein kann wahre Ruhe gefunden werden. Nur eine solche Vorbereitung ist wirkungsvoll für die Arbeit im Werk Gottes." Ja.

[42:46] Also, wenn man so weit kommt, dass man sogar die Stimme Gottes... Ja.

[42:50] Lass uns noch zum Schluss ganz kurz lesen, in Matthäus 11, Vers 30, haben wir es schon angesprochen. Er sagt: "Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."

[43:03] Denn sein Joch ist ja eben nicht, dass er sich angestrengt hat, etwas zu erreichen. Sein Joch bestand worin? Dass er sich dem Willen Gottes unterstellt hat. Er sagt, Philipper 2, Vers 5: "Ihr sollt gesinnt sein, wie es auch Jesus Christus gesinnt war." Gleich unter dem selben Joch. Wie war er gesinnt? Was war seine Gesinnung? Er war gehorsam, er erniedrigte sich, demütig, sanftmütig. Er wurde, er war wie ein Mensch, er hat sich hingegeben für andere. Das war seine Gesinnung.

[43:37] Schaut mal in 1. Petrus 2, Vers 23. Da sagt Petrus uns, dass wir uns ein Beispiel nehmen sollen von ihm. Da wird so ein bisschen praktisch deutlich, wohin dieser Frieden besteht. In 1. Petrus 2 und dort Vers 23. Er sagt in Vers 21: "Dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten hat und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt." Das ist diese Idee mit dem Joch. Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden. Vers 23: "Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder. Als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet." Darin bestand seine Sanftmut, seine Demut.

[44:20] Und Jesus sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr müßig und beladen seid, kommt her zu mir, ich mache euch frei davon. Lernt von mir so zu sein. Und ihr werdet Frieden finden, ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen." Das ist der gute Weg. So war Gott schon immer. Denn er ist der gute Weg. Er sagt: "Ich bin der Weg." Und niemand ist ein so alter Weg wie Jesus, denn Jesus existiert seit Ewigkeiten. Sein Joch ist leicht. Seine Gebote sind nicht schwer. Paulus sagt, dass die Bedrängnis in dieser Welt im Vergleich zur Ewigkeit schnell vorübergehend und leicht ist. Sprüche 3, Vers 17 sagt: "Die Wege der Weisheit sind lieblich."

[45:02] Und wisst ihr, wenn Gott darüber spricht, was er von Menschen erwartet, wir sind gleich am Ende. Wir haben oft die Idee, Gott erwartet so viel von uns, oder? Wenn Gott davon spricht, was er von uns erwartet, dann klingt das immer so, als ob es eigentlich gar nicht so viel ist.

[45:41] "Es ist dir gesagt, oh Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Was anderes als Recht zu tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott." Gott sagt: "Du weißt doch, es ist eigentlich nicht so viel. Liebe üben, Recht tun, demütig wandeln mit Gott. Das wünsche ich mir." Und daran ist eigentlich alles schon begriffen.

[46:05] Jemand hat mal den klugen Satz gesagt, der Dame von Jeremy Taylor: "Das Joch von Christus ist wie die Federn bei einem Vogel. Sie sind keine Last, sondern sie erlauben die Bewegung. Kein Vogel sagt: 'Oh meine Güte, die vielen Federn hier, die sind immer so lästig.' Nein, die Federn sind dazu da, dass sie überhaupt fliegen können." Das Joch von Jesus ist keine Last.

[46:35] Begleiten sind verlassene Füße. Wir müssen eine Luft nennen, dass wir die Götter überall sein können. Besonderwichtig ist, dass wir uns bewegen können.

[46:49] Eine der schönsten Zitate von Unsern Vater, denn von Herrn Ehrenwald übe. Bei dieser Zukunft, aber Jesus sieht das Ende von Anfang an. In jeder Schwierigkeit hat er einen Weg bereitet, um uns Erleichterungen zu geben. Diejenigen, die dieses eine Prinzip akzeptieren, den Dienst und die Ehre Gottes an die oberste Stelle zu setzen, werden sehen, wie die Schwierigkeiten verschwinden und sie einen klaren Weg vor ihren Füßen haben.

[47:20] Und deswegen lädt Jesus uns heute ein: "Kommt her zu mir, alle, die ihr ermüdet und beladen seid, was immer dich bedrückt, was immer dich belastet, du kannst heute, jetzt hier zu Jesus kommen. Und er wird dir Ruhe schenken und du wirst Ruhe finden." Amen.

[47:39] Noch gemeinsam niederknien und beten.

[47:47] Lieber Vater im Himmel, danke, dass das Evangelium nicht schwer ist. Danke, dass wir kommen können, wie wir sind. Und danke, dass es keine Last gibt, die dir zu schwer wäre. Du hast uns verheißen, dass jede Last von Jesus am Kreuz getragen worden ist und wir sie abgeben können. Und nicht nur das, du hast uns heute gezeigt, dass du einen Dienst für uns hast, der nicht schwer ist, nicht uns erdrücken wird, sondern der uns Freude macht, weil er uns näher zu Jesus bringt. Herr, vergib uns, wenn wir in unserem Leben vielleicht gemeint haben, dir zu dienen, aber gleichzeitig uns eigentlich kaputt gemacht haben. Das ist nie dein Wille gewesen. Wir möchten dich bitten, dass du uns zeigst, jedem Einzelnen, mir und jedem Einzelnen, der hier kniet oder später dieses Video sieht, dass du uns zeigst, wie wir mit dir leben können, wie wir dieses Joch tragen können zu deiner Ehre und sagen können, es ist leicht und sanft. Und wie wir von dir lernen können, demütig und sanftmütig zu sein, dass der Frieden, der allen Vernunft, allen Verstand übersteigt, in unseren Herzen gewurzelt, regiert. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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