[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet seid auf www.joelmedia.de oder später das Video anschaut.
[0:46] Wir wollen heute weiter studieren. Wir haben letzte Woche begonnen mit der Aussendung der zwölf Jünger und das werden wir ein bisschen vertiefen, jetzt mit einigen weiteren Versen. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir als Lernende, um aus deinem Wort das zu erfahren, was wir für unser Leben brauchen. Wir glauben, dass auch du uns aussendest in die Welt. Wir möchten lernen aus den Prinzipien, die Jesus seinen Jüngern gegeben hat. Bitte sprich du durch dein Wort zu uns, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und schenk uns Wahrheit, die wir für unseren Alltag brauchen und dass wir immer besser verstehen, wie Jesus ist und ihm aus Liebe und Freude nachfolgen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.
[1:42] Auf Matthäus Kapitel 10, da werden wir uns heute etwas länger aufhalten. Vielleicht können wir kurz zusammenfassen, wir haben das letzte Mal ja gesehen, was so der Hintergrund gewesen ist für die Aussendung der zwölf Jünger. Könnt ihr euch erinnern? Jesus haben wir gesehen, wir haben diese Aussage nochmal betrachtet, er hat drei Dinge getan, nicht wahr? Matthäus ist ja thematisch angeordnet und was waren die drei Dinge, die Jesus immer getan hat? Er hat gelehrt, geheilt und gepredigt. Geheilt und gepredigt. Und wir haben gesehen, dass so ein riesiger Textblock in Matthäus 4, 23 bis 9, 35, wo die ganze Bergpredigt drin ist, die ganzen Heilungen und das kommt in 9, 35 zum Ende. Man hat so quasi die Idee, das ist was Jesus in Galiläa tut und dann sagt er in Vers 36, was hat er gesagt? Er sah die Menschen, wie waren sie? Wie Schafe ohne Hirten.
[2:48] Und wir haben gesagt, das ist ein alttestamentliches Bild. Es gibt die Verheißung von Hesekiel, wo es heißt, dass Gott selbst als Hirte kommen wird. Das ist ja die Aufgabe von Jesus, der gute Hirte. Und sie waren verschmachtet, sie brauchen Hilfe und dann hat Jesus sich an seine Jünger gewandt und hat was zu ihnen gesagt. Was ist das Problem, das Jesus hat? Ernst ist groß, aber wenig Arbeiter. Er alleine als Mensch schafft das nicht. Schon Galiläa war ein zu großes Feld für ihn, gesteigert dann die ganze Welt, aber die ganze Welt muss das Evangelium erfahren und deswegen braucht es mehr Mitarbeiter. Jesus braucht Leute, die mit ihm zusammenarbeiten, die sein Werk weitertragen. Und was war also die Bitte an die Jünger? Beten, beten um Mitarbeiter, beten um Arbeiter. Sie sollen bitten, den Herren der Ernte, dass der Arbeiter seine Ernte sendet. Ihr erinnert euch, das Griechische bedeutet, Leute an die Front schmeißen. So richtig mit, da werden Leute gebraucht.
[4:00] Und der nächste Vers sagt uns, dass er genau die, die er bat zu beten, dann beruft. Und da haben wir daraus geschlussfolgert, wenn wir darum bitten, Herr, tu etwas für deine Gemeinde, tu etwas im Werk. Wenn wir Missstände vielleicht sehen und denken, da muss was getan werden, können wir sicher sein, dass es der Heilige Geist schon ist, der an unserem Herzen wirkt, um uns darauf vorzubereiten, dass wir Teil der Gebetserhöhung werden. Das gibt es selten, dass Leute einfach nur beten und dann nichts mit der Erhöhung zu tun haben. Nehemi hat gebetet darum, dass Gott doch irgendwas tut, damit die Mauern aufgebaut werden und er sich versah, war in Jerusalem und hat den Aufbau geleitet. Das ist ein Prinzip Gottes, dass das Gebet um Führung im Werk Gottes uns selbst vorbereiten soll, einen Teil dieser Führung mit zu übernehmen.
[4:47] Genau, jetzt schauen wir mal in Matthäus 10 und wir lesen mal Vers 1. Wer mag mal Vers 1 lesen?
[5:06] Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, dass sie sie austreiben und heilten, alle Krankheiten und alle Gebrechen.
[5:20] Ganz genau, also wir haben schon gesehen, die zwölf Jünger waren ja schon längst berufen, das haben wir letztes Mal schon angeschaut, vor der Bergpredigt und sie waren sich für diese Aufgabe auch ausgewählt und wir haben letztes Mal schon studiert, was sie bis zu diesem Zeitpunkt gemacht haben. Sie waren schon Jünger, sie wussten schon, sie sollten genau das predigen und genau das heilen wie Jesus auch, aber was hatten sie bis dahin gemacht? Wie haben sie mit ihm zusammengearbeitet? Könnt ihr euch erinnern? Sie waren immer bei ihm, ja, wenn er gepredigt hat, haben sie die Leute eingeteilt, arrangiert, haben dann den Leuten noch so Fragen beantwortet, ja, haben so die ganze Drumherum-Arbeit gemacht, wenn Leute, wenn Heilung war, haben sie die die Kranken gesucht, haben sie zu Jesus gebracht, wenn sie gemerkt haben, jemand eine Frage, haben sie zu Jesus gebracht, sie waren quasi seine Entourage sozusagen, ja, sie haben seine Mitarbeiter, aber sie waren immer bei ihm, so dass, wenn irgendwas passiert ist, sie sofort zu Jesus kommen konnten und sagen konnten, was machen wir jetzt?
[6:13] Aber Jesus wusste, er wird nicht für ewig auf dieser Erde sein, er wusste schon, bald wird er in den Himmel auffahren und dann würden seine Jünger alleine sein und deswegen beginnt er jetzt, das ist auch ein wichtiges Prinzip von Jesus, Jesus hat voraus geplant, ja, er hat dieses Werk nicht einfach nur, er hat zwar Tag für Tag die Pläne Gottes für sich akzeptiert, das stimmt schon, aber er hat auch überlegt, nicht wahr, wie muss dieses Werk weitergeplant werden, damit es auch nachhaltig ist und so entscheidet er sich jetzt schon, seine Jünger einmal alleine auszusenden, damit sie auch Fehler machen können, die er dann nochmal korrigieren kann, damit sie später ausgewildert sind. Das heißt, manchmal muss Gott uns auch ins kalte Wasser schmeißen, damit wir den nächsten Ausbildungsschritt lernen, sozusagen. Offensichtlich ist auch selbstständiges Arbeiten eine Sache, die Gott sich von uns wünscht, selbstständiges Arbeiten. Wir sind froh und dankbar für Leute, die uns an die Hand nehmen, aber irgendwann müssen wir vielleicht auch mal alleine arbeiten oder in kleinen Gruppen und so sie jetzt ausgesandt werden.
[7:21] Übrigens, er gibt ihnen, das haben wir letztes Mal auch schon studiert, er gibt ihnen Vollmacht. Warum ist die Vollmacht so wichtig? Weil nur mit der Vollmacht können sie das tun, was sie tun sollen und wir haben gesehen, das gibt es dann noch mal in der Apostelgeschichte, das können wir kurz hier in den Finger drin lassen, zur Apostelgeschichte gehen, genau Kapitel 1, Vers 8, das haben wir auch noch gelesen, aber dann machen wir jetzt hier weiter, Apostelgeschichte 1, Vers 8, da wird den Jüngern gesagt, das ist dann nach der Auferstehung bei der Himmelfahrt, nachdem Jesus ihnen noch mal viele Dinge erklärt hat, sagt er ihnen in Vers 8, sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn, wann? Wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judea und Samaria und bis an das Ende der Erde.
[8:16] Übrigens, merkt euch hier, was ist der Plan von Jerusalem und Judea, also quasi Israel und dann Samaria und dann die Welt, das ist das Prinzip, also von innen nach außen. Das ist eine gigantische Aufgabe, eine gigantische Aufgabe, die die Christenheit bis heute nicht erfüllt hat. Der Hauptgrund, warum Jesus nicht gekommen ist, es gibt viele Gründe, Faktoren, die eine Rolle spielen, aber der ganz offensichtliche Grund ist, dass diese Aufgabe bis heute nicht erfüllt ist. 2000 Jahre, das ist nicht erfüllt. Es gibt immer noch Gebiete, die sind noch nicht erreicht mit dem Evangelium, nach 2000 Jahren mit all der Technik, die wir haben. Das ist ein wichtiger Punkt, den man sich mal vor Augen halten muss. Aber das ist die Aufgabe und Jesus sagt, dazu braucht ihr Kraft, ihr braucht Vollmacht, ihr braucht und woher kommt die Vollmacht? Sie kommt durch den Heiligen Geist, ja.
[9:19] Halten wir das fest und gehen jetzt zurück zu Matthäus. Matthäus 10 und jetzt lesen wir ab Vers 2. Wir lesen Vers 2 bis 4. Wer mag die mal zusammen lesen? Vers 2 bis 4. Ja, gerne.
[9:29] Die Namen der zwölf Apostel sind diese. Zuerst Simon, genannt Petrus und sein Bruder Andreas und Jakobus, der Deszepodeus Sohn und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomeus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Altheus Sohn und Hadeus, Simon der Kanäher und Judas Iskariot, der ihn auch überlieferte.
[9:40] Genau, das sind die zwölf. Das sind die zwölf ersten offiziellen Missionare, die quasi eigenständig für Jesus predigen. Und wir kennen diese Liste sonst aus der Berufung der zwölfer Apostel, ja, in Markus und in Lukas. Die Reihenfolge ist nicht immer dieselbe, aber es gibt ein paar bestimmte Prinzipien. Zum Beispiel der Erste ist immer wer? Simon, Petrus, immer der Erste, ja.
[10:33] Also, können wir kurz nochmal die zwölf durchgehen, ohne so viel zu sagen, aber ein bisschen. Simon heißt was? Petrus heißt Fels, aber Simon heißt, Simeon? Hören, ja, das ist die berühmte Stelle, nicht wahr? Er wollte nicht hören, er schlägt ihm das Ohr ab und so weiter. Höre, Simeon. Petrus, der Fels, ja, Jesus gibt ihm diesen Namen. Simeon hat wohl offensichtlich auch schon zu der Zeit eine gewisse tragende Rolle gespielt in der in der Jüngerschaft, auch dann später in der Apostelgeschichte, ohne natürlich Papst zu sein. Das ist natürlich totaler Quatsch. Aber was wisst ihr über Simon? Petrus, wie war so vom Charakter, vom Wesen? Forsch, nicht wahr? Hat schnell gehandelt, ist hinterher überlegt, ja, und er ist einer so der am häufigsten auftauchenden Personen unter den Jüngern. Was war sein Beruf? Fischer, ganz genau.
[11:43] Dann haben wir seinen Bruder, Andreas. Ja, was wissen wir über Andreas? Außer, dass er der Bruder von Petrus war. Ja, genau, das hat er nicht nur einmal gemacht. Andreas ist ganz bekannt dafür, dass man, könnt ihr nachschauen in der Bibel, wann immer Andreas vorkommt in den Evangelien, bringt er immer eine, bringt er jemand zu Jesus. Ja, also Andreas steht, also man sieht nicht, weil man hört nichts jetzt davon, wahrscheinlich hat er das auch irgendwann gemacht, aber er ist jetzt nicht der, von dem berichtet wird, dass er vor tausenden Leuten steht und predigt wie Petrus, aber wann immer irgendwie ein Menschen trifft, bringt ihn zu Jesus. So, das ist das Andreas-Prinzip, er bringt Menschen zu Jesus. Die beiden sind Brüder, Andreas heißt männlich.
[12:23] Dann haben wir als nächstes, haben wir Jakobus, den Sohn des Zebedeus und sein Bruder Johannes. Jakobus, das heißt was? Das könnt ihr vielleicht wissen. Was heißt Jakobus? Ja, wisst ihr mit Sicherheit. Jakobus, ja? Ja, Betrüger, Fersenhalter, weil das ist Jakob. Jakobus ist ja nur die griechische Form von Jakob, der heißt Jakob. Und Johannes, könnt ihr vielleicht euch noch erinnern, wir haben fast vor einem Jahr eine Predigt gehabt über Johannes, der Name ist Jochanan, der Herr ist gnädig. Das ist der selbe Name wie Hanania, also Hanania, der ist gnädig.
[13:20] Die beiden, die vier sind alles, ja genau, die Donnersöhne, die waren also sehr impulsiv. Ellenwald schreibt einiges über den Charakter von Johannes, der war ambitioniert und rachsüchtig und all solche Sachen, aber einer, der immer nach Liebe gesucht hat und nach Freundschaft und der wie kein anderer immer näher zu Jesus kam. Was ist besonders an Jakobus und Johannes in Bezug dann später auf die Apostelgeschichte? Beide Leiter der Gemeinde. Was ist denn mit Jakobus passiert? Er war der erste Märtyrer unter den Aposteln und Johannes, der letzte, der noch überlebt hat sozusagen, ganz interessant. Die vier bilden, die werden immer in allen drei Listen, werden die vier zusammen genannt, weil die vier offensichtlich irgendwie so, das war so die Kerntruppe. Es gibt viele Geschichten, wo die nur zu viert mit Jesus sind und dann manchmal auch noch ohne Andreas dann die drei, also Simon, Jakobus und Johannes und dann nachher irgendwann, also dann, wenn man es noch weiter reduziert, ist es Simon und Johannes und wenn es noch weiter reduziert, Johannes war immer am nächsten. Aber die vier spielen eine Rolle.
[14:27] Interessant, diese zwölf sind immer so in Vierergruppen organisiert und in jeder Liste ist immer der erste der Vierergruppe identisch. Die zweite Vierergruppe, die geht jetzt los mit diesem Philippus. Philippus heißt was? Philippus kommt von Philippus. Phil ist Freund, ganz genau, Philosophie, Freund der Weisheit und Hippos, Hippos, Pferd, ganz genau, ein Pferdefreund.
[15:01] Der Pferdefreund ist ein griechischer Name. Was wisst ihr über Philippus? Das war der Diakon Philippus, das ist nicht der Philippus. Es gibt in der Apostelgeschichte zwei Philippus, einmal den Apostel Philippus, der bleibt in Jerusalem. Das ist der Diakon Philippus und dann den sieben Diakonen, der dann die Kamera führt. Ja, das ist nicht der Philippus. Was wisst ihr über Philippus? Ja, also Philippus ist einer von denen, Ellenwald schreibt, er sucht nach der Wahrheit, aber ist langsam im Glauben. Also Jesus sagt, ich bin mitten unter euch. Der Vater, also wenn ihr mich gesehen habt, den Vater gesehen und er ist immer wieder auch ein bisschen zweifelnd gewesen, hat die goldene Gelegenheit nicht erkannt, aber sie sagt, er war ein Lernender in der Schule Jesu.
[15:45] Und dann haben wir Bartholomeus. Was wisst ihr über Bartholomeus? Also die Kirchengeschichte weiß wohl angeblich, dass er dann als Märtyrer gehäutet worden ist, wird immer so ohne Haut dargestellt. Aber die Kirchengeschichte weiß angeblich, dass er gehäutet worden ist als Apostel, wird oft in den Kirchen so dargestellt ohne Haut. Aber wie dem auch sei, Bartholomeus, und das ist dem meistens nicht so bewusst, ist wohl identisch mit einem, der auch manchmal erwähnt wird, aber nicht in den Listen mit dem Namen, nämlich Nathanael. Ellenwhite beschreibt Nathanael als einer der zwölf Jünger. Und Bartholomeus ist wahrscheinlich Nathanael.
[16:48] Nathanael war von seinem Charakter wie? Wie war Nathanael? Was wisst ihr über Nathanael? Nathanael zweifelt, ja. Ja genau, Ellenwhite beschreibt ihn eigentlich als so ein bisschen das Gegenteil von Philippus, als einer der eigentlich sehr kindlichen Glauben hat, sehr reines Gemüt so und Jesus vertraut. Genau, also Ellenwhite beschreibt die so ein bisschen auch als Gegensatzpaare in ihrer Beschreibung.
[17:19] Dann haben wir als nächsten wen? Thomas. Thomas ist bekannt wofür? Ja, der ungläubige Thomas, genau. Eigentlich heißt er wörtlich Zwilling, Tom ist sein Name. Und er wollte das nicht glauben, dass Jesus auferstanden ist. Aber Ellenwhite beschreibt einen anderen Charakterzug an ihm. Sie sagt, er war besonders ängstlich, besonders ängstlich. Und das ist interessant, die verschiedenen Leute, also ganzes Gegenteil von Simon zum Beispiel. Ja, Simon war nur gar nicht ängstlich. Und all die verschiedenen Charaktere, die sind in dieser Zwölfergruppe so zusammengefasst. Ja genau, aber das ist, was Ellenwhite so grundsätzlich über seinen Charakter sagt.
[18:18] Dann haben wir als nächsten wen? Matthäus. Was war sein anderer Name? Levi. Genau, Matthäus heißt das Geschenk des Herrn. Und was war das besondere? Also er war Zöllner, das heißt er konnte schreiben, hatte ein bisschen auch bessere Bildung. Aber was war das Besondere an ihm? Er ist offensichtlich als Schreiber derjenige gewesen, der von Anfang an ausersehen war, das Leben von Jesus aufzuschreiben. Er schreibt das Evangelium, das so am meisten so aus der jüdischen Kultur, aus dem Alten Testament anknüpft. Markus schreibt er dann später bezüglich der Heiden, der Römer. Und Lukas war auch, die beiden waren sowieso keine Apostel, Markus und Lukas. Und Johannes schreibt er erst dann zwei, drei Generationen später noch. Also Matthäus ist eigentlich der, der, man könnte sagen sozusagen, er ist mal so die offizielle Lebensbeschreibung von Jesus aus dem Kreis der zwölf Apostel verfasst. Er war sozusagen der Schreiber.
[19:29] Also die vier bilden eine Gruppe, die ist es so, die uns vielleicht am beläufigsten. Diese vier bilden auch eine Gruppe, die sind noch relativ bekannt. Die nächsten vier sind dann weniger bekannt, aber bilden noch mal so eine Gruppe, so ein bisschen gestuft auch bei diesen zwölf Aposteln. Und zwar haben wir jetzt noch wen? Jakobus, den Sohn des Alpheus. Genau, Jakobus, Sohn des Alpheus. Und da müssen wir jetzt kurz das vergleichen. Ja, das ist ganz interessant, das weiß man nicht genau, aber auch Levi Matthäus hatte einen Alpheus zum Vater. Also das ist jetzt nicht gesagt, dass sie die Brüder sind, aber das ist vielleicht nur ganz interessant.
[20:16] Danach haben wir wen? Thaddeus, genau. Seid ihr in Matthäus 10? Genau, Jakobus und Thaddeus. Ja, genau, also mit dem Beinamen Thaddeus. Sein Name wird hier genannt mit Lepheus. Habt ihr das nicht? Ah, habt ihr wieder diese Frage. Genau, das ist dann wieder Frage mit Textus Rezeptus und kodiertem Text. Und genau, Lepheus, der auch Thaddeus genannt wird, also der hat zwei Namen. Und um die Sache noch völlig zu verwirrend zu machen, er wird in Lukas noch mal anders genannt. Nämlich wisst ihr wie? Da ist er Judas, der Sohn des Jakobus. Also das ist eine und dieselbe Person. Lepheus, Thaddeus und Judas, Sohn des Jakobus ist eine und dieselbe Person.
[21:32] Lepheus heißt eigentlich der Mann des Herzens. Das ist so seine Bezeichnung. Der wird einmal eigentlich nur erwähnt, nur einmal in Johannes 14 Vers 22. Sonst ist er relativ im Hintergrund. Und dann haben wir wen? Simon, der, das heißt woher kommt er? Würde man denken, aber Kananea meint hier nicht Kanaanitha oder so, sondern Kananitha meint etwas ganz anderes. Nämlich Kana ist im Hebräischen Eifern. Und wisst ihr was, wie man die Eiferer nannte? Das waren die Zeloten. Zeloten, es gab Pharisäer, Sadduzeer, Essener und Zeloten. Und die Zeloten waren diejenigen, die mit politischer, stimmt nicht politischer Gewalt, mit militärischer Gewalt die Römer aus dem Land werfen wollten. Das waren die Terroristen. Die haben ständig ein Dolch im Gewand gehabt, um wenn sie einen Römer getroffen haben, haben sie Römer erdolcht. Das waren so Partisanen. Das waren so Untergrundkämpfer. Das waren Terroristen eigentlich.
[22:41] Also wir haben hier die unterschiedlichsten Leute. Wir haben den Simon, wir haben den Thomas, den Ängstlichen. Wir haben einen Terroristen, einen ehemaligen Terroristen sozusagen. Simon, der, wie heißt der nochmal? Der Zelot. Ja genau, der Kananitha. Und Kananitha meint nichts anderes als Zelot. Das ist einfach nur eine andere Ausdrucksweise.
[23:00] Genau und der muss so ein richtiger Kämpfer sein. Hat viel Hass auf die Römer und Ellenwald spricht von einem feurigen Eifer. Und dann haben wir als letztens noch Judas Iscariot und der ist natürlich wieder sehr bekannt, weil er Jesus verraten hat. Was war an ihm besonders? Er kam hier in die Gruppe rein, weil die anderen Elfen meinten, er muss unbedingt dabei sein. Und warum meinten die, er muss unbedingt dabei sein? Er konnte gut mit Geld umgehen, scheinbar, er hat sich aber dann bereichert. Er war mit Abstand gebildeter und redgewandter als der ganze Rest. Er war eigentlich der hochstehende Typ von unter den zwölf. Er war der, der von allen zwölf am ehesten sozusagen in der Gesellschaft höheres Ansehen genoss, weil er gut gebildet war, viel Erfahrung hat irgendwie oder so. Also der hat was hergemacht und der wird aber natürlich immer am Ende hier auch genannt.
[24:04] Das ist die dritte Vierergruppe. In den Listen sind diese Vierergruppen immer irgendwie so als zusammen. Ja und auch immer wird der Erste als der Führer quasi genannt. Simon Petrus hat die Gruppe geführt, Philippus quasi die und Jakobus der Sohn des Elpheus die. Die hat am wenigsten irgendwie hinterlassen in den Evangelien, außer mal jetzt von Judas abgesehen. Da ist einiges berichtet und hier natürlich am meisten. Jakobus ist so ein Allerweltsname. Jakobus ist so wie Müller, Mayer, Schulz, weil Jakob. Wer hat nicht alles Jakob geheißen damals?
[25:07] Das ist eine interessante Sache. Das ist eine interessante Frage. Da gibt es verschiedene Theorien, ob der Paulus dann der Zwölfte sein sollte oder ob, da gibt es auch die Idee sozusagen, dass man zwölf brauchte wegen dem hohen priesterlichen Dienst, weil es sind zwölf Steine auf dem hohen priesterlichen Gewand von Jesus. Aber das ist eine interessante Frage. Das werden wir mal studieren, wenn wir dann mal soweit sind.
[25:25] Halten wir fest, die werden alle zwölf jetzt ausgesandt. Und zwar auch, ja. Nee, kann ja nicht, weil das sind ja zum Teil Brüder. Also die sind ja Brüder, die sind Brüder. Und es sind alles ja im Wesentlichen, die zehn Stämme sind ja schon alle. Es gibt zwar noch einzelne Leute aus den zehn Stämmen, haben immer mal wieder aus so einzelnen Erwähnungen, aber im Wesentlichen sind es Juden, Benjaminide, die dann da gelebt haben. Auch Judas wird gesandt. Das darf man nicht vergessen, ja. Judas wird als einer der zwölf Pioniere der christlichen Bewegung ausgesandt. Judas gehörte zu den ersten zwölf christlichen Missionaren, die es jemals gab. Und er ist gefallen.
[26:20] Jetzt, schaut mal mit mir in Markus 6, Vers 7, Parallelbericht. Wie hat Jesus sie ausgesandt? Markus 6, Vers 7. Wer mag das mal lesen?
[26:31] Und er rief die zwölf zu sich und fing an, sie je zwei und zwei auszusenden und gab ihnen Macht über die unreinen Geister.
[26:52] Okay, was war das Prinzip, die Macht über die unreinen Geister kennen wir schon. Wie hat er sie ausgesandt? Zwei zu zwei, also immer in Zweiergruppen. Also wir wissen jetzt nicht genau innerhalb der Vierergruppe, aber wahrscheinlich innerhalb der Vierergruppe haben jeweils Zweierpaare gebildet. Warum? Also es war ja schon jetzt eine Aufgabe alleine zu sein, ohne Jesus. Aber Gott hat nicht vorgesehen, dass es Einzelkämpfer gibt, die mit niemandem Berat schlagen. Gott möchte eigentlich, dass wenn ein Arbeiter für Gott arbeitet, dass er immer wieder mit jemand anders irgendwie sich abgleicht. Ja, wie war das, dass man gemeinsam betet?
[27:30] Nun, manchmal wird daraus abgeleitet, dass man immer zu zweit gehen muss von einer Tür zur nächsten Tür. Das kann man auch jetzt beim Missionsarbeit mal machen, das ist gar kein Problem, ist sehr gut sogar. Aber es gibt keine Notwendigkeit, dass ein Evangelist oder ein Buchevangelist oder ein Bibelarbeiter immer mit einer anderen Person direkt an der physischen Seite von Haus zu Haus geht. Ellenweit spricht eigentlich davon, dass man schon in Zweierteams oder in kleinen Teams arbeiten sollte. Man kann dann schon den Tag über alleine arbeiten, man soll sich aber immer treffen und gemeinsam beratschlagen, gemeinsam beten. Das ist dieses Prinzip. Das heißt also nicht unbedingt, dass die immer zu zweit nebeneinander standen. Die haben vielleicht durchaus sogar in einer Stadt an verschiedenen Orten gewirkt, aber haben sich dann immer in einem Dorf dann getroffen und haben beratschlagt. Das ist eigentlich so die Idee von den Zwei und Zwei, weil die Bibel sagt uns, es ist besser gemeinsam als einsam. Das ist ein wesentliches Prinzip, das wir von Jesus kennen lernen.
[28:25] Schauen wir mal in Lukas 9, da wird nochmal zusammengefasst, was die Auftrag war. Lukas 9, Vers 1 und 2. Lukas 9, Vers 1 und 2.
[28:31] Er rief die Zwölf zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten. Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkünden und zu heilen.
[29:07] Genau, da haben wir es ganz kurz und knapp. Was ist die Auftrag? Predigen und heilen. Genau das, was wir bei Jesus gesehen haben. Also mit anderen Worten, die sollen jetzt das tun, was Jesus getan hat. Sie hatten jetzt Zeit, ihn zu beobachten. Seit der Bergpredigt haben sie Zeit gehabt, zu sehen, wie predigt er, wie heilt er, was sind seine Methoden, was ist der Inhalt seiner Predigt. Jetzt sollen sie dasselbe tun.
[29:33] Gehen wir zu Matthäus 10. Bevor sie aber eigentlich losgehen, gibt es jetzt eine Rede an sie und die wird, wie gesagt, nur von Matthäus in ihrer Fülle berichtet. Markus und Lukas sind da sehr kurz, aber Matthäus hat immer so ein Fäbel auch für die Predigten von Jesus. Kein anderer schreibt so viele Predigten auf wie Jesus. Deswegen auch die ganze Bergpredigt und die Endzeitrede und die Seepredigt, die wir auch schon studiert haben. Matthäus 10, jetzt ab Vers 5. Bevor sie losgehen, gibt Jesus ihnen eine lange Instruktion, die werden wir jetzt die nächsten Wochen studieren.
[29:59] Vers 5, wer mag das lesen?
[30:02] Dieser zwölf sankte Jesus aus, gebot ihnen und sprach, geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, aber vielleicht noch sechs noch dazu, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.
[30:21] Also halten wir fest, das Erste, was er macht, er gebietet ihnen. Was heißt das gebieten? Er befiehlt, er befehlt. Mission hat etwas mit Gehorsam zu tun. Die konnten einfach nicht aussuchen, was sie machen sollten, sondern da gab es jetzt Befehle, denen sie gehorchen sollten. Und was war der erste Befehl? Sehr interessant, was war der erste Befehl?
[30:38] Ja, das ist interessant, also er sagt sogar zu alles, was sie nicht tun sollen. Sie sollen was nicht tun? Nicht zu den Heiden und nicht zu den Samaritern, sondern wohin? Zu Israel. Okay, wie wird das später in der Apostelgeschichte heißen, wenn der Heilige Geist kommt? Erst Jerusalem, Judea, dann Samaria und dann Ende der Welt. Könnt ihr sehen, Jesus geht quasi rückwärts. Er sagt, geht nicht zu den Heiden, geht nicht auf eine Straße der Heiden, also lauft bitte jetzt nicht nach Ägypten. Bitte fahrt nicht nach Griechenland und bitte geht auch nicht zu den Samaritern, sondern geht zu den Israeliten.
[31:19] Warum macht Jesus das? Macht er das, weil er nicht möchte, dass die Samariter und die Heiden das Evangelium nicht hören? Woher wissen wir, dass das nicht ethnisch gemeint ist, dass also er nicht gegen die Samariter ist und gegen die Heiden? Woher wissen wir das? Ja, sie sind jetzt gerade nicht in Jerusalem, sie sind jetzt erstmal in Galiläa. Okay, das heißt, die Samariter und die Heiden durften noch nichts davon erfahren? Dürfen die jetzt schon was davon erfahren? Warum?
[32:03] Durften die Jünger auf diese Missionsreise zu einem Heiden sprechen, ja oder nein, über das Evangelium? Ja oder nein? Ja oder nein? Ja, wohin, wo sollen sie denn mich predigen? Wo sollen sie predigen? Nicht in Jerusalem? Wo sind sie denn? In welcher Gegend von Israel sind sie denn gerade? Wo laufen die gerade rum die ganze Zeit mit Jesus? Nicht in Judäa? Ja, das ist ein bisschen groß. In Galiläa, richtig? In Galiläa. Jesus war ja am Anfang seines Dienstes in Judäa, aber da ist er schon lange nicht mehr. Er ist in Galiläa, Kapernaum, Nazareth. Nazareth war nicht so oft, aber Bethsaida, Korazin, am See Genezareth.
[33:02] Wie wird denn Galiläa genannt in Matthäus? Schaut mal, lasst euren Finger drin. In Matthäus Kapitel 4 und dort Vers 15, da heißt es, Matthäus 4 Vers 15, das Land Zebulon und das Land Naphtali am Weg des Sees jenseits des Jordan, das Galiläa der Nation, der Heiden. Das heißt, in Galiläa selbst gab es Heiden. Jesus sagt nichts, spricht nur zu Leuten, die über die letzten zehn Generationen Israeliten sind. Er sagt, bitte reist nicht nach Griechenland und reist nicht nach Babylon, geht nicht auf eine Straße der Heiden, bitte nicht vor lauter Eifer irgendwo in Australien anfangen, auch nicht in Samaria, sondern fang erst mal hier an, wo ihr seid. Das hat also gar nicht so sehr erstmal mit der Frage mit dem Volk zu tun. Natürlich hat es auch mit dem Volk zu tun, aber nicht mit der Ethnik.
[33:52] Hat Jesus zu Heiden gesprochen in Galiläa? Das wäre ein gutes Beispiel. Die Frau, die haben noch nicht studiert und die ist der Hauptmann, der römische Hauptmann. Das waren Römer in Galiläa, zu dem hat er das Evangelium gepredigt. Hat er zu Samaritern gesprochen schon? Johannes 4 ist schon Geschichte hier, zu der Frau am Jakobsbrunnen. Jesus wollte nicht sagen, die Samariter müssen warten, die dürfen noch nichts hören. Er wollte auch nicht sagen, die Heiden dürfen nichts hören. Er wollte sagen, fangt erstmal hier an. Das andere kommt später.
[34:24] Wichtig ist auch, wenn wir Missionen machen, dass wir einen Schritt nach dem anderen gehen, dass wir nicht vor lauter Begeisterung für die Weltmission vergessen, wo wir anfangen müssen. Jesus wusste, am Ende geht es bis zur Welt, aber er sagt, fangt nicht am Ende an, auch nicht in Samaria, fang erst mal hier an, weil hier in Galiläa bin ich in eurer Nähe und dann kann ich euch kontrollieren und korrigieren und ihr müsst zu den verlorenen Schafen Israels und jetzt könnt ihr kommen.
[34:58] Was war das Problem mit Israel? Ihr habt es schon gehört vorhin, da endet eine Zeit. Nämlich was für eine Zeit endet da? Die wieviel? 70 Wochen sind gleich, 90 Jahre von beginnend, eben Jahre 457 vor Christus, da war? Test euch noch. Was war da? Der Erlass von Adaxerxes. In welchem Jahr von ihm? Im siebten Jahr von Adaxerxes, ganz genau. Welches Kapitel? Das ist Adventistische DNA. Esra 7, genau. Und das Ganze endet wann? 34 nach Christus, in welchem Kapitel? Apostelgeschichte 7, genau. Esra 7, Apostelgeschichte 7, 34 mit welchem Ereignis? Steinigung des Stephanus, das war zwei Minuten Exkurs Adventistische Grundlagen, genau.
[36:10] Das endet, aber heißt das jetzt, dass nach 34 die Juden nicht mehr bevorzugt angepredigt wurden? Interessant, der Paulus, wenn er in die Städte geht, predigt er trotzdem immer zuerst zu den Juden. Schaut mal mit mir in nur ein Beispiel. In Apostelgeschichte 13, das ist jetzt nach 34, weil es ist Paulus und Paulus hat sich erst nach 34, also nach der Steinigung von Stephanus, bekehrt. Apostelgeschichte 13, Vers 46, da heißt es, da sagten Paulus und Barnabas freimütig, euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden, da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe so wenn wir uns zu den Heiden.
[37:01] Das ist schon zur Zeit der Heidenmission. Trotzdem war Paulus, der Heidenmissionar, immer der Meinung, wenn er in eine Stadt kam, wollte er zuerst zu den Juden sprechen. Er sagt sogar, ich muss zuerst zu euch sprechen. Warum? Warum fängt Paulus, obwohl er Heidenmissionar ist und in Griechenland und in Kleinasien unterwegs ist, warum fängt er immer mit der Synagoge an, obwohl die Gnadenzeit schon abgelaufen ist? Also für das Volk Israel als Volk Gottes fängt trotzdem immer in der Synagoge an, in jeder Stadt, sogar in Rom nachher. Er geht zur Synagoge, predigt den Juden. Warum fängt er bei der Synagoge an? Warum fängt er bei den Juden an? Das ist ein ganz pragmatischer Grund. Die kennen schon die Bibel, die muss er nicht erst von der Bibel überzeugen, die kennen das schon. Für die wäre es theoretisch ein leichter Schritt, das Evangelium anzunehmen. Deswegen sagt er später in Römer 1, Vers 16, ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden. Wie geht es weiter? Zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Das schreibt er Jahrzehnte, Jahre nachdem Stephanus gesteinigt ist. Er sagt zuerst für den Juden, nicht weil die bevorzugt werden, aber die kennen schon die Bibel, die kennen schon die Wahrheiten und für die müsste es jetzt einfacher sein, das Evangelium anzunehmen. Wenn er die gewinnt, hat er noch viel mehr, die er benutzen kann für die Mission.
[38:26] Das heißt übertragen. Wenn wir, angenommen, wir würden jetzt an eine ganz neue Stadt gehen, in der noch nie jemals der Adventbotschaft verkündet worden ist, würde die Übertragung bedeuten, sollte man zuerst nach den Christen suchen. Den anderen Christen, die schon viele biblische Wahrheiten kennen, ihnen dann die gegenwärtige Wahrheit geben, um dann mit ihnen gemeinsam den Rest zu erreichen. Wenn sie allerdings das nicht wollen, dann halt zu den Atheisten und zu den Heilen. Das ist so die Vorgehensweise von Paulus. Er sagt nicht nur, das Evangelium ist zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Auch das Urteil, die Strafe Gottes, wenn man es ablehnt, ist zuerst für den Juden, dann für den Griechen. Das ist in Römer 2 ganz deutlich.
[39:15] Übrigens, er sagt, er geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Wie viele sind denn in Israel verlorene Schafe? Schaut man in Jesaja, ganz interessanter Punkt. In Jesaja Kapitel 53 Vers 6. Unsere Frage ist, wie viele in Israel sind verlorene Schafe? Jesaja 53 Vers 6, da heißt es, wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unsere aller Schuld auf ihn. Das sind alles wir verlorene Schafe. Immerhin, sie kennen jetzt schon Jesus, aber ohne Jesus sind sie genauso verloren. Und erst durch die Mission, indem sie sehen, wie verloren andere sind, bekommen sie ein Gefühl, wie verloren sie selbst sind ohne Jesus. Es ist durch die Mission, dass wir erst richtig sehen, wie sehr wir selbst Jesus brauchen. Und wenn man Mission macht und nicht feststellt, wie sehr man selbst Jesus braucht, dann macht man Mission nicht so, wie Gott es möchte.
[40:09] Zurück zu Matthäus, gleich am Ende, Matthäus 10 und dort Vers 7. Wer mag den noch schnell lesen? Matthäus 10, Vers 7.
[40:15] Geht aber hin, verkündigt und sprecht, das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen.
[40:21] Okay, was ist das für eine Botschaft? Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Jesus hat das gepredigt, oder? Wo finden wir das von Jesus gepredigt? Matthäus 4, Vers 17. Von da an begann Jesus zu verkündigen in Galiläa und zu sprechen, tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Wer hat das vorher schon gepredigt? Johannes der Täufer in Matthäus 3, Vers 2. Tut Buße und spricht, tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Also wir haben Johannes der Täufer, der steht auf mit dieser prophetischen Botschaft und sagt, das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Dann kommt Jesus und predigt die identische Botschaft. Das haben wir damals studiert. Er predigt genau dasselbe, was auch Johannes gepredigt hat. Ich meine, es ist natürlich Jesus und dann kommen die Jünger und sollen wieder dieselbe Botschaft predigen.
[41:10] In der Mission wird die Botschaft nicht ständig neu erfunden. Was ich damit sagen will, sie machen die Idee, naja, jede Generation muss die Botschaft neu definieren und gucken, was ist eigentlich für uns jetzt die Wahrheit. Wir müssen einfach die Botschaft weiter predigen, die unsere Pioniere schon gepredigt haben. Einfach den Staffelstab übernehmen. Jesus sagt nicht, überlegt ihr mal, was ihr predigen wollt. Ja, lest mal die Bibel und dann sucht mal das, was für euch wichtig ist. Sie sollten die Botschaft weiter predigen, die schon ihre Lehrer gepredigt haben, Johannes der Täufer und Jesus. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil das war die gegenwärtige prophetische Wahrheit.
[41:49] Denn welches Reich stand jetzt nahe bevor? Welches Königreich stand nahe bevor? Wie viele Königreiche gibt es? Wie viele geistliche Königreiche? Wie viele geistliche Königreiche? Zwei, genau. Und welche beiden sind das? Ne, ne, ne, ne, ne, zwei gute geistliche Königreiche. Zwei gute geistliche Königreiche. Ellenwald spricht vom, die Bibel auch natürlich, vom Reich der Gnade und vom Reich der Herrlichkeit. Reich der Gnade, Reich der Herrlichkeit.
[42:21] Reich der Gnade, wann begann das Reich der Gnade, das Reich Gottes in Bezug auf seine Gnade? Es begann am Kreuz von Golgatha, da hat er den Sieg errogen. Da ist er sozusagen, er war der König der Juden. Aber begann das schon das Reich der Herrlichkeit? Nein, wir kommen jetzt nicht zum Thron der Herrlichkeit, wir kommen zum Thron der Gnade. Wann kommt der Thron, wann kommt der Thron der Herrlichkeit, das Reich der Herrlichkeit? Bei der Wiederkunft. Und so predigten die Jünger, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen und es meint, das Reich der Gnade, die Kreuzigung, die Auferstehung, das Evangelium, all das ist jetzt nahe herbeigekommen.
[43:04] Welches Kapitel in Daniel spricht von diesem König, der da kommt? Der Fürst des Bundes, der die Schlacht und Speisopfer wegnehmen wird? Daniel 9, oder? Daniel 9 ist die Prophezeiung auf das kommende Reich der Gnade, aber Daniel hat noch andere Prophezeiungen, auf ein anderes Reich, das Reich Gottes, das wie ein Stein die ganze Erde umfasst und das ist das Reich der Herrlichkeit und es ist durch die Wiederkunft eingeleitet. Die hatten die Aufgabe Daniel 9 zu predigen, weil Daniel 9 zeigt an, dass jetzt das Reich der Gnade nahe herbeigekommen ist.
[43:37] Was ist unsere Aufgabe? Daniel 8, 1844, Gericht, Einleitung der Wiederkunft, das Reich der Herrlichkeit ist nahe herbeigekommen, sozusagen. Also wir predigen natürlich auch basierend auf dem Reich der Gnade, aber da sieht man sozusagen, wie ihre Aufgabe und unsere Aufgabe ziemlich identisch ist. Wir können von ihnen lernen.
[44:01] Matthäus 10, Vers 8, letzter Vers für heute. Matthäus 10, Vers 8, da heißt es, wer das mal lesen?
[44:12] Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus, umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gibt es auch.
[44:20] Genau, also wir sehen sie sollen predigen und sie sollen heilen, wie wir gesehen haben, in Lukas 9, Vers 2. Und was ist jetzt das Prinzip, nach dem sie arbeiten sollen? Ganz interessant. Genau, sie sollen sich nicht am Evangelium bereichern, bevor sie irgendeine andere Anweisung bekommen, so im Sinne, wohin gehen und was sie sagen und wie sie sagen sollen. Jesus gibt ihnen Auftrag und das erste, was er ihnen quasi als Methode mitgibt, ist, verlangt kein Geld dafür, gibt es umsonst, denn das, wie wir in einem anderen Seminar gesehen haben, das Wasser des Lebens ist umsonst.
[44:55] Kennt ihr jemanden, der versucht hat, mit dem Evangelium Geld zu machen? Simon, im alten Testament auch jemand? Biliam, ja, also nicht mit dem Evangelium, aber der hat Geld genommen, ja. Da gibt es auch die Geschichte von Naaman, der zu Elisa kommt und als Naaman geheilt wird im Jordan, dann will er ihn quasi bezahlen, will ihm Geschenke geben. Was sagt Elisa? Nix. Und dann zieht der Naaman mit seinen Geschenken wieder ab, oder? Und dann? Kommt die Nachricht, dass sich Elisa es doch überlegt hat. Ja, da sind zwei Prophetensöhne wohl gekommen, ja, die brauchen jetzt doch was. Aber das war alles gelogen, denn Gehasi wollte Geld nehmen. Er wusste, dass Naaman begeistert war vom Evangelium und hat jetzt, oder von der Heilung und wollte das jetzt zu seinem persönlichen Vorteil ausnutzen.
[45:52] In dem Moment, wo wir das Evangelium ausnutzen für unseren persönlichen Vorteil, haben wir verloren. Heißt das, dass ein Buchevangelist nicht auch Geld verlangen darf? Das ist eine andere Frage. Ellenweiß spricht viel darüber. Paulo spricht auch davon, dass ein Arbeiter seines Lohnes wert ist, ja, ein Prediger muss auch bezahlt werden. Aber da geht es sozusagen um dieses grundlegende Prinzip, dass Gott dafür sorgt und dass wir nicht sozusagen ersten Leuten sagen sollen, ihr müsst bezahlen, damit ihr jetzt das Evangelium hört. Gott hat tausend Wege, mit denen er seine Arbeiter versorgt und einer davon ist auch, dass Geschwister durch ihre Gaben oder durch Zehnten die Mitarbeiter versorgen. Das ist ohne Frage, war ja auch im alten Testament so mit den Leviten. Aber das ist das Prinzip, umsonst gibt es.
[46:43] Und nächstes Mal, wenn wir weiter studieren und dann ein bisschen genauer anschauen, was es noch viele für Ratschläge gibt, die wir anwenden wollen auf unser Leben, dann halten wir fest, dass wir eine Aufgabe haben, so wie diese zwölf. Und egal, ob wir so vorlaut sind wie Simon oder so ängstlich wie Thomas, so kindlich reinglaubend wie Nathanael oder so zweifelnd wie Philippus oder so persönlich wie Andreas oder so immer mehr nach Liebe suchen wie Johannes, ob wir gebildet sind wie Matthäus. Wir alle können an diesem Auftrag teilnehmen, selbst wenn unser Herz noch nicht ganz richtig ist wie Judas. Er hatte die Gelegenheit, durch all diese Dinge geändert zu werden, ja. Und lasst uns die Gelegenheiten nutzen, die Jesus uns gibt, auch wenn er uns mal ins kalte Wasser schmeißt, damit wir von ihm lernen können.
[47:29] Und noch gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dieses Wort, das wir lesen konnten, für die Instruktion, die du den Jüngern gegeben hast, lieber Herr Jesus. Danke, dass du uns nicht einfach nur los sendest, losschickst, sondern dass du uns auch klar sagst, was wir tun sollen, wie wir es tun sollen. Dass wir in der Bibel und auch bei Ellenweit so viele Ratschläge haben. Herr, vergib uns, dass wir die oft gar nicht so genau lesen oder beachten und hilf uns, dass wir das mehr in den Fokus nehmen. Dass wir nicht nur für dich arbeiten, sondern auch uns bewusst machen, wie wir für dich arbeiten sollen. Und so bitten wir dich jetzt, dass du uns durch deinen Geist erfüllst und uns Gelegenheiten schenkst, ein Licht für dich zu sein und Zeugnis zu geben und die Botschaft der Wiederkunft zu erkennen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[48:48] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!