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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Aussendung der zwölf Apostel durch Jesus Christus beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die Prinzipien, die Jesus seinen Jüngern für ihre Mission mitgab, wie das Vertrauen auf Gottes Versorgung und die Bedeutung, dass Leben und Botschaft übereinstimmen. Es wird thematisiert, wie Evangeliumsverkündiger materiell unterstützt werden sollen und welche Rolle das Handeln der Jünger als Illustration ihrer Botschaft spielt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt. Wir wollen heute weiter studieren in der Rede Jesu bei der Aussendung der zwölf Apostel. Es geht also ganz praktisch um Mission und um Prinzipien, die Jesus uns gegeben hat, die nicht immer ganz richtig verstanden werden, die wir uns ein bisschen genauer anschauen wollen. Und bevor wir das tun, wollen wir niederknien für ein Anfangsgebet.

[1:05] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für dein Wort und die Gelegenheit, es studieren zu können. Das ist nicht selbstverständlich. Wir möchten dir danke sagen für deinen Heiligen Geist, der allein es uns erklären kann und möchten dich bitten, dass wir unsere Herzen ganz weit aufmachen können, dass du alle Störende fernhältst. Wir möchten dich einladen, zu uns zu sprechen und uns Gedanken zu geben, die von dir kommen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:37] Schlagt mit mir auf Matthäus Kapitel 10, da haben wir das letzte Mal angefangen, eigentlich auch schon fortgeführt, diese Aussendung der zwölf Apostel zu studieren. Wir haben gesehen, die zwölf Apostel, die waren natürlich schon vorher Apostel, aber sie waren zuvor immer mit, also seit ihrer Erwählung als Apostel, immer noch bei Jesus gewesen und haben so, ihr erinnert euch vielleicht, wisst ihr, welche Aufgaben sie gemacht haben? Kurz Wiederholung, was haben die so als Aufgaben gemacht bis dahin als Apostel? Ja, sie haben doch eben noch nicht alleine gepredigt, sondern sie haben vor allem eigentlich bei den Predigten von Jesus so die Leute arrangiert, haben Fragen beantwortet, Leute zu Jesus gebracht, Kranke zu Jesus gebracht. Sie waren so ein bisschen seine engsten Mitarbeiter, so quasi vor Ort.

[2:27] Und Jesus hatte aber die sehr kluge und richtige Idee, seine Jünger jetzt auch einmal alleine auszusenden. Warum? Training, genau, weil er wusste, er wird nicht mehr ewig auf der Erde sein, bald wird er in den Himmel auch fahren und seine Jünger müssen auch lernen, eigenständig zu arbeiten. Also sie sollten dann immer zu zweit gehen. Wir haben uns das letzte Mal die Liste angeschaut, der zwölf Jünger nochmal und ein bisschen gesehen, was sie so ausgezeichnet hat, dass sie auch so in bestimmten Gruppen immer organisiert waren und wir haben auch festgestellt, was ihre Aufgabe war, was sollten sie tun, wenn sie jetzt gehen? Was war ihre Mission, ihr Mission Statement sozusagen? Sie sollten was tun?

[3:12] Sie sollten predigen, das Evangelium tut Buße und was sollten sie noch tun? Ja, lehren, genau und sie sollten heilen, genau, sie sollten lehren und predigen wie Jesus und sie sollten heilen wie Jesus. Das sind die beiden Säulen ihrer Mission gewesen und sie sollten wo anfangen oder wo sollten sie nicht anfangen? Sie sollten nicht im Ausland anfangen, nicht nach Kreta gehen oder nach Ägypten oder Babylon, sondern erst mal da, wo sie waren. Übrigens, Ellen White sagt, sie sollten nur in die Städte und Dörfer gehen, wo Jesus schon gewesen war, interessanterweise. Jesus hat sie erst dorthin gesandt, wo sozusagen schon der Boden bereitet war. Er hat sie noch nicht gleich zu ganz frischen Leuten gesandt, wahrscheinlich war ihm das ein bisschen zu heikel, sondern nur dort, wo Jesus schon Freunde gemacht hat, sollten sie sozusagen eigenständig arbeiten, aber schon sozusagen noch so ein bisschen unter Supervision von Jesus.

[4:05] Das zeigt also auch, dass Jesus, der unglaublich viel investiert hat in seine Jünger, nicht der Meinung war, dass Leute einfach immer gleich sofort so freiweg losgehen. Er hat zwar manchmal auch Leute einfach in ihr Gebiet gesandt, wie den ehemals Besessenen in der Dekapolis, aber oft hat Jesus sozusagen das auch von langer Hand vorbereitet, dass sie auch eine gute Erfahrung haben und vielleicht keine zu großen Schwierigkeiten. Also das zeigt, Jesus war ein guter Lehrer, hat das so richtig pädagogisch aufgebaut. Und dann haben wir gesehen, sie sollten also anfangen bei den verlorenen Schafen des Hauses Israel und sie sollten das Reich der Himmel predigen, sie sollten Kranke heilen und wie viel durften sie als Lohn dafür sich berechnen lassen? Nichts, sie sollten es umsonst geben, weil sie es umsonst bekommen haben. Jetzt lesen wir weiter, ab Vers 9.

[5:00] In Matthäus 10, Vers 9, wer mag da mal lesen? Wir können Vers 9 und 10 lesen, das passt eigentlich ganz gut zusammen. Vers 9 und 10.

[5:11] Nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab, denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.

[5:21] Genau, also Jesus sagt jetzt, nehmt weder Gold noch Silber noch Kupfer. Wozu braucht man Gold, Silber und Kupfer? Wozu würde jemand das mitnehmen, im Gürtel, ist ja schwer, zum Bezahlen, das ist also quasi Geld, nehmt kein Geld mit. Und jetzt ist die Frage, was ist die Idee, warum sagt Jesus, dass sie kein eigenes Geld mitnehmen sollen?

[5:46] Ganz genau, das ist eigentlich der Gedanke der Bergpredigt, ja und wenn sie die Bergpredigt predigen sollen, sollten sie auch irgendwie danach leben, also die Idee sozusagen, sich von Gott abhängig zu machen und eigentlich gehören Vers 8 und 9 zusammen. Vers 8 ist die Idee sozusagen, dass man nicht fordern soll, keine Rechnung stellen soll sozusagen, ich habe euch gepredigt, jetzt müsst ihr mir so und so viel geben dafür, aber auch nicht aus eigener Initiative sozusagen die ganze Sicherheit hervorbringen, sondern auf Gottes Führung vertrauen. Keine Tasche auf dem Weg, keine zwei Hemden, weder Schuhe noch Stab. Warum keine zwei Hemden?

[6:46] Das ist ein bisschen merkwürdig, woher kommt diese Idee mit, keine zwei Hemden? War Jesus der Erste, der das hier gesagt hat oder hat man das irgendwo schon mal gehört? Wir sind zwei Hemden im Neuen Testament? Wenn ich schon so frage, gibt es wahrscheinlich irgendeine Stelle, wo es um die Hemden geht und wo jemand sagt, wenn du zwei Hemden hast. Johannes war das, genau, Johannes der Täufer. Schaut mal in Lukas 3 und da können wir mal gucken in Vers 11. Lukas 3 und dort Vers 11.

[7:23] Da heißt es: Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat, und wer Speise hat, der mache das ebenso. Zu wem spricht Johannes der Täufer da? Zu wem spricht er da?

[7:38] Zu Sündern, das ist eine sehr gute Antwort, weil sehr allgemeingültig, aber etwas spezifischer. Und welche Gruppe von der Menge genau spricht er an? Das spricht eine spezifische Gruppe an. Das sind diejenigen, die getauft werden wollen, oder? Das sind die, die sagen, was sollen wir tun? Das sind also Leute, das sind Taufkandidaten, Taufanwärter. Also muss man sich mal überlegen, Johannes der Täufer hat gesagt, zu den Taufanwärtern, wenn ihr zwei Hemden habt, ist das eins zu viel sozusagen, gebt eins ab. Wie viel mehr sollen dann die Jünger Jesu? Es wäre merkwürdig gewesen, wenn die Jünger Jesu jetzt mit so einem Stapel Hemden um die Gegend herumgegangen wären und die anderen Menschen, die schon Johannes gehört hätten, hätten gesagt, ja Moment mal, das passt ja gar nicht.

[8:29] Mit anderen Worten, um das jetzt mal runterzubrechen, weil wir müssen jetzt nicht Panik haben, dass in unserem Schrank mehr als ein Hemd ist, um es runterzubrechen sozusagen, die Jünger Jesu sollten auch dem entsprechen, was als gegenwärtige Wahrheit damals gepredigt worden ist. Das Leben und die Botschaft sollten übereinstimmen, sonst stößt man sich sehr schnell auch an Predigern.

[8:50] Jetzt also, sollen also Evangeliumsverkündiger einfach den Hungertod sterben? Weil sie dürfen ja kein Geld mitnehmen, sie dürfen sich auch, sollen keine Rechnung stellen, also sollen die quasi sich um nichts kümmern? Oder wie ist das Prinzip von Evangeliumsverkündigung und materiellem Unterhalt in der Bibel?

[9:17] Also zu Johannes dem Täufer schreibt er im Kommentar, wie es seine Kleidung war und was es für die damalige Gesellschaft eigentlich aussagen sollte, also dass er praktisch dieses ganze zur Schau stellen der Mode und so weiter und dieser Wohlstand, also dieser übertriebene Wohlstand, dass er also da so quasi den Spiegel, innen den Spiegel zählen sollte der Gesellschaft, dass man eigentlich mal Hilfe braucht, um glücklich zu leben und nicht diesen Leichnam hat. Ja, also die Idee ist natürlich klar, dass ein Verkündiger jetzt nicht den Luxus präsentieren soll.

[9:51] Wie ist das? So ein Verkündiger, so ein Missionar, so ein Apostel, der muss doch auch was essen, oder? Wo kommt das her? Also wie, was ist das Prinzip des Evangeliums? Woher kommt das? Nach der Bibel. Ja, das stimmt, alles kommt von Gott. Aber wie hat Gott es ausersehen, dass es, also wie kommt das konkret von Gott zu dem Verkündiger?

[10:23] Also gut, es gibt Fälle wie die Raben, nicht wahr, bei Elia, aber ja. Ja, das ist Bergpredigt, genau, aber ja.

[10:33] Genau, also schauen wir mal erstmal in 1. Korinther 9, da stellt Paulus die Frage. Da stellt Paulus ein paar grundsätzliche Fragen, die hier bei dem Thema wichtig sind. 1. Korinther 9, ab Vers 4, da sagt: Sind wir nicht berechtigt zu essen und zu trinken? Wir sollen essen, oder? Und auch weiter: Sind wir nicht berechtigt, eine Schwester als Ehefrau mit uns zu führen, wie auch die anderen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? Er sagt, ich hätte das Recht, sagt er, eine Frau zu haben, die auch mitreist und die auch mitunterhalten wird. Oder sind nur ich und Barnabas nicht berechtigt, die Arbeit zu unterlassen? Ja, weil ihr wisst ja, der Paulus hat oftmals bei seinen Missionsreisen nebenbei noch selbst gearbeitet, so als Zeltmacher. Aber er stellt die Frage, ist es jetzt nur bei Paulus und Barnabas oder sind wir irgendwie ein Sonderfall?

[11:21] Und dann stellt er interessante Fragen. Schaut mal, Vers 7. Wer zieht je auf eigene Kosten in den Krieg? Wer pflanzt einen Weinberg und isst nicht von dessen Frucht? Wer weidet eine Herde und nährt sich nicht von der Milch der Herde? Das, was du arbeitest, soll dich auch ernähren. Das ist ein grundsätzliches Prinzip und das sind historische Fragen. Paulus sagt, so ist das überall.

[11:40] Vers 8. Sage ich das nur aus menschlicher Sicht oder sagt dies nicht auch das Gesetz? Jetzt kommt ein ganz toller Abschnitt. Nämlich Vers 9 sagt er: Ja, im Gesetz Mose steht geschrieben: Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt. Ja, das ist 5. Mose. Die Idee ist ganz einfach, nicht wahr? Wenn so ein Ochse da vor so einem Pflug ist und du dem das Maul verbindest, ich meine, das ist ja wirklich sehr ungerecht, nicht wahr? Wenn der Ochse sich abmüht, kann ich mal da essen, was da vor ihm ist.

[12:05] Und jetzt stellt er eine interessante Frage, eine ziemlich gute Frage. Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen? Was ist die Antwort? Ja und nein. Also im Grunde genommen, ja, Gott kümmert sich um die Ochsen, er kümmert sich um jeden Vogel. Aber im Kontext ist es eigentlich eine rhetorische Frage. Im Kontext sagt Paulus, also ganz ehrlich, wenn in 5. Mose steht, du sollst dem Ochsen, der er drischt, das Maul nicht verbinden, sagt Paulus, glaubt ihr wirklich, dass Gott jetzt 5. Mose jetzt noch anfüllt mit Regeln über wie man mit einem Ochsen umgeht? Oder gibt es nicht einen tieferen Sinn?

[12:40] Das ist übrigens ein interessanter Hinweis darauf, dass vieles in dem, was wir das mosaische Gesetz nennen, vielleicht tiefergründige Prinzipien hat, die auf der Oberfläche nicht mehr gleich zu sehen sind. Und er sagt, was das Prinzip, Vers 10, oder sagt er das nicht vielmehr um unseren Willen? Also Paulus war ein ziemlich guter Bibelstudent. Er hat gesehen, wenn dort steht, du sollst dem Ochsen, der er drischt, das Maul nicht verbinden, hat er gesehen, aha, das sagt etwas darüber aus, wie Evangeliumsmitarbeiter bezahlt werden sollen. Das hätten wir vielleicht nicht gleich sofort erkannt, oder?

[13:12] Vers 10. Denn es ist ja um unseren Willen geschrieben worden, der, welcher pflügt, soll auf Hoffnung hin pflügen, und der, welcher drischt, soll auf Hoffnung hindreschen, dass er an seiner Hoffnung auch Anteil bekommt. Und jetzt kommt er zum Punkt, Vers 11: Wenn wir euch die geistlichen Güter gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir von euch diejenigen für den Leib ernten.

[13:33] Also was ist das Prinzip, nach dem es eigentlich funktionieren soll? Ja genau, das kommt dann genau, das sagt ja Jesus dann, der Evangeliumsverkündiger soll von denen materiell unterstützt werden, denen er das Evangelium verkündigt hat. Und zwar, jetzt kommt es, nicht weil er ihnen eine Rechnung gibt, und nicht weil er sich selbst versorgt, sondern weil diejenigen, die das Evangelium hören, was tun? Sie unterstützen ihn freiwillig und zwar ungezwungen. Das ist eigentlich, wie Gott es sich wünscht. Gott wünscht sich, dass diejenigen, die das Evangelium hören, aus Dankbarkeit sagen: Okay, du setzt dich so sehr dafür ein, du hast nicht Zeit, eine Familie alleine zu ernähren, mit dem, dann kriegst du von uns.

[14:26] Und dann sagt der Vers 12: Wenn andere an diesem Recht über euch Anteil haben, sollten wir es nicht viel eher haben. Aber wir haben uns dieses Recht jetzt nicht bedient, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten. Das ist ein ganz toller Abschnitt. Paulus sagt hier, ich als freier Missionar hätte das Recht, auch Zehnten zu nehmen. Weil er sagt, also die anderen hier, die Apostel, die sind alle in Jerusalem, die nehmen alle Zehnten und ich, der ich tatsächlich hier vor Ort bin, der ich an der Front stehe, als selbst unterhaltender Missionar, ich könnte auch Zehnten nehmen, aber er sagt, ich tue es nicht. Warum? Ich möchte dem Evangelium kein Hindernis bereiten.

[15:02] Und dann geht er weiter: Wisst ihr nicht, dass die, welche die heiligen Dienste tun, auch vom Heiligtum essen und dass die, welche am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil erhalten. So hat auch der Herr angeordnet, jetzt kommt das Prinzip, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.

[15:17] Und das sollten die Jünger lernen. Sie sollten lernen, dass sie nicht als Geschäftsmänner auftreten sollen, die sozusagen überlegen, wie oft muss ich irgendwo hingehen, damit ich so und so viel verdiene. Sie sollten auch nicht überlegen, wo sie eine Erbschaft herbekommen, um sich aus eigener Tasche zu finanzieren. Sie sollten lernen, dass das das Prinzip Gottes ist, das auch tatsächlich funktioniert. Und deswegen sollten sie keine eigenen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um zu sehen, ob Gott wirklich immer genügend Leute hat in den Städten und Dörfern, die begeistert genug sind, um sie zu unterstützen.

[15:48] Entsprechend finden wir auch in Galater den Aufruf von Paulus. Schaut mal, Galater 6, Vers 6. Wer mag das mal lesen?

[15:55] Galater 6, Vers 6. Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.

[16:05] Genau. Und 1. Timotheus 5, Vers 17 und 18. Das ist auch eine interessante Stelle. 1. Timotheus 5, Vers 17 und 18.

[16:30] Wer mag das mal lesen? Die Ältesten, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre gewürdigt werden, besonders die in Wort und Lehre arbeiten. Denn die Schrift sagt, du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden. Und der Arbeiter ist seines Lohnes wert.

[16:48] Der Vers ist sehr interessant. Ihr merkt schon, Paulus mochte diesen Vers mit dem Ochsen. Aber er zitiert zwei Bibelfersen und sagt, beide sind heilige Schrift. Und woher kommt der zweite Vers? Woher kommt der zweite Vers? Der Arbeiter ist seines Lohnes wert. 4. Mose, Vers 18 und 21. Das ist aus Lukas, das, was Jesus in den Evangelien sagt.

[17:20] Ich sage das deswegen, weil hier deutlich wird, dass schon zu der Zeit, wo Paulus die Briefe schreibt, die Evangelien so bekannt gewesen sein müssen, dass man sie als heilige Schrift zitiert hat. Das ist ein bisschen die Frage, auch wann die Evangelien entstanden sind. Einige sagen, die sind viel später entstanden. Das ist ein guter Punkt, zu zeigen, als Paulus hier schreibt, kennen schon alle die Evangelien. Er kann das zitieren und sagen, so steht es in der Bibel.

[17:41] Okay, aber zurück zu Matthäus. Wie viele Stäbe durften sie mitnehmen? Also, wenn die jetzt losgegangen sind, Petrus und Andreas zum Beispiel. Wie viele Stäbe durften die da haben? Was haben wir gelesen, Matthäus? Matthäus, Stand?

[18:06] Stand gar nichts, ne? Also, Matthäus klingt so wie kein Stab, oder? Aber schaut mal in Markus, in Markus 6 und dort Vers 8.

[18:13] Markus 6, Vers 8, wer mag das mal lesen? Und er befahl ihnen, sie sollten nichts auf den Weg nehmen, als nur einen Stab. Keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Gürtel.

[18:35] Also, Markus sagt, sie sollten einen Stab haben. Was meint denn also Matthäus, wenn er sagt, weder Tasche noch Stab, noch so weiter? Was ist also die Idee dahinter in Matthäus? Wenn er sagt, kein Gold, kein Silber, kein Kupfer, kein Stab.

[18:50] Wenn aber Markus deutlich sagt, sie dürften einen Stab haben. Ja? Ja, also, woher kam denn der Stab, den sie in ihrer Hand gerade hielten? Den hatten sie schon, oder? Das war ihr Stab, den sie hatten.

[19:09] Was Jesus sagt, mit anderen Worten, ich sende euch jetzt aus, nehmt einfach, was ihr habt und kauft nichts extra dazu. Weil man könnte ja sagen, oh, jetzt mache ich eine Reise, nicht wahr? Jetzt werde ich da durch ganze Dörfer gehen. Vielleicht sollte ich mir einen extra Stab mitnehmen, falls der andere kaputt geht. Ja, dann bin ich schon auf der sicheren Seite. Und dann kann ich mir ein bisschen Geld noch mitnehmen, damit ich mir einen zweiten Stab kaufen kann oder so. Jesus sagt, sorgt nicht extra vor, sozusagen.

[19:35] Also keine extra Ausrüstung außer dem, was sie hatten. Das war eigentlich die Lektion. Jesus hat nichts gegen Stäbe, wie wir hier deutlich sehen. Und die Idee wird ganz interessant illustriert in 2. Timotheus 2, Vers 4.

[19:42] Wer Kriegsdienst tut, verstrickt sich nicht in Geschäfte des Lebensunterhalts, damit er dem gefällt, der ihn in Dienst gestellt hat.

[20:00] Genau, wenn jemand in eine Armee einberufen wird, macht er sich ja nicht Gedanken, meine Güte, was werde ich essen, was werde ich trinken? Und fängt dann an, noch ein eigenes Unternehmen zu gründen. Und dann hat er ein eigenes Unternehmen, und dann hat er ein eigenes Unternehmen, und dann hat er ein eigenes Unternehmen.

[20:20] Und fängt dann an, noch ein eigenes Unternehmen zu gründen, um sich irgendwie zu versorgen, oder? Wer in den Krieg zieht, der nimmt an, dass sein General, dass die Armee, die ihn einstellt, dass die dann versorgen wird. Und genau das ist eigentlich die Idee beim Evangelium. Wenn jemand sich vollzeit dem Evangelium widmet, sollte er auch glauben, dass Gott in der Lage ist, für ihn zu sorgen. Auf welche Art und Weise?

[20:40] Also, Gott hat nichts dagegen, dass Geld gezahlt wird, Gott hat nichts dagegen, dass auch Unterstützung geleistet wird. Wenn ich mir überlege, bin ich mir bewusst, dass Gott sich darum kümmert? Oder denke ich, dass ich eine Vorbereitung treffen muss, damit aufgrund meiner klugen Planung ich überhaupt Gottes Werk tun kann? Das ist das Prinzip, um das es geht.

[21:02] Also, wenn ihr mal auf Missionsreise seid, dürft ihr natürlich mehrere Hemden mitnehmen, sozusagen. Aber ihr versteht das Prinzip, das hier Jesus deutlich machen möchte. Nun, wenn wir noch in Markus sind, in Markus, Kapitel 6, und dort Vers 9, da gibt es noch einen Hinweis.

[21:13] In Markus 6, Vers 9, da heißt es nämlich in Markus 6: Sie sollten aber Sandalen an den Füßen tragen und nicht zwei Hemden anziehen.

[21:35] Genau, Sandalen an den Füßen. Also, Sandalen ist die einfachste Fußbekleidung. Ihr wisst vielleicht, im Epheser, da wird die Fußbekleidung auch verbunden mit einer geistlichen Idee in der Waffenrüstung Gottes. Das ist die Fußbekleidung, ein Symbol für was?

[22:00] Genau, für die Bereitschaft, zu verkündigen das Evangelium. Das ist ganz interessant hier noch. Jetzt machen wir hier mal kurz einen Stopp und überlegen uns, was haben die denn erlebt? Als sie das jetzt ausprobiert haben, hat ihnen irgendwas gemangelt oder hat Gott gesorgt? Wird das irgendwann später nochmal thematisiert?

[22:20] Also, die kommen ja später zurück und sind ganz begeistert über das, was sie erlebt haben. Aber wird diese Frage von der Abhängigkeit irgendwann nochmal thematisiert? Da muss sich der Petrus echt verdächtig sein. Wir haben uns nichts gemacht, soweit er uns begleitet.

[22:39] Genau, wann spricht Jesus mit ihnen über das Thema nochmal? Sehr viel später. Und zwar schaut man mit mir in Lukas 22. Das ist über ein Jahr später, wo er das nochmal aufgreift. Und in Lukas 22 und dort Vers 35.

[22:53] Was ist der Kontext hier in Lukas 22? Wir lesen ab Vers 35, aber worum geht es vorher? Das ist also kurz vor der Kreuzigung. Jesus sagt dem Petrus, er wird ihn verleugnen. Und dann im Kontext dieser Warnung, dass sie alle ihn verlassen werden, sagt er Vers 35.

[23:23] Und er sprach zu ihnen: Was haben sie geantwortet? Nichts. Das heißt, sie müssen bezeugen, als sie für Jesus unterwegs waren, aufgrund seines Auftrages mit seiner Mission und unter seinem Segen, konnten sie sich voll und ganz auf ihn verlassen.

[23:45] Interessant ist jetzt der nächste Vers. Schaut mal in Vers 36. Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt. Kontrast, aber jetzt. Wer einen Beutel hat, der nehme ihn. Ebenso auch die Tasche. Und wer es nicht hat, der verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert.

[24:02] Denkt man, Moment mal, hat Jesus seine Meinung geändert? Warum sagt Jesus, als ich euch damals ausgesandt habe, solltet ihr keine Tasche nehmen und kein Schwert und keinen zweiten Stab und kein zweites Hemd? Hat euch was gemangelt? Nein. Aber jetzt sage ich euch, nehmt euren Beutel und nehmt auch die Tasche und kauft euch noch am besten ein Schwert.

[24:23] Was macht den Unterschied aus? Ändert er das Prinzip? Oder warum einmal so und warum einmal so? Interessante Stelle.

[24:41] Ist nicht die einfachste Stelle im Evangelium. Aber warum sagt Jesus, also hat Jesus seine Meinung geändert, ja oder nein? Ändert Jesus seine Meinung? Nein. Okay, also warum brauchten sie kein Beutel und kein Gold und Silber und Kupfer, als sie in Matthäus 10 ausgesandt worden sind? Warum brauchten sie das nicht?

[25:06] Warum brauchten sie das nicht? Helft mir. Warum brauchten sie das nicht? Weil Gott für sie sorgte. Aha, Gott hat versprochen, wenn ihr für mich arbeitet, werde ich für euch sorgen.

[25:22] Wenn sie aber jetzt für sich selbst sorgen sollen, was ist wohl die Implikation? An dieser Stelle hier. Wenn sie nichts gemangelt hat, ihnen nichts gemangelt hat, obwohl sie nichts selbst vorbereitet haben, was ist ein Beispiel, eine Illustration dafür, dass Gott mit ihnen war?

[25:44] Vielleicht weist Jesus darauf hin, dass er bald von ihnen gehen würde und sie dann ohne ihn sein müssten. Aber das waren sie auch in Matthäus 10. In Matthäus 10 sind sie auch ohne ihn gegangen und trotzdem war Gottes Geist mit ihnen, Gottes Segen war mit ihnen und so würde es ja auch mit dem Geist Gottes dann sein.

[26:03] Was macht den Unterschied? Jesus hat sie zwar vorbereitet, dass er sterben wird, aber ich meine, vom Prinzip her haben sie sich ja von ihm entfernt. Jesus gibt einen Ratschlag an Menschen, die ohne ihn leben wollen. Er gibt einen Ratschlag an Menschen, die von ihm weglaufen.

[26:26] Was Jesus sagt ist, wenn ihr für mich seid und mit mir geht und mir folgt, braucht ihr nichts. Wenn ihr von mir weglauft, ihr werdet nämlich alle weglaufen, ihr braucht euch ein Schwert. Jesus sagt nicht, dass Menschen einfach ihr Leben sinnlos riskieren sollen. Jesus sagt, wenn du alleine leben möchtest ohne mich, dann triff sorgfältige Vorkehrungen, die das Leben dir etwas vereinfachen. Jesus erlaubt es jedem Menschen, entsprechend seinen Möglichkeiten, sich zu schützen und zu machen. Er sagt nur, wenn du mit mir gehst, brauchst du dir keine Gedanken darüber machen, ich bin ja mit dir und ich kann mich um dich kümmern.

[27:07] Das Schwert war nie dafür gedacht, Jesus zu verteidigen. Das ist nicht der Punkt. Jesus hat nicht gesagt, kauft euch ein Schwert, damit ich mich verteidigen kann. Er sagt, das Schwert könnt ihr nehmen, wenn ihr ohne mich seid. Nicht physisch ohne mich, sondern geistlich ohne mich. Das ist ein interessanter Gedanke.

[27:29] Wenn wir also der Meinung sind, wir müssen selbst erst mal unser Leben in den Griff kriegen und alles organisieren, ist das vielleicht auch ein Hinweis darauf, wie wir geistlich gerade mit Gott so verbunden sind. Und wie sehr wir in der Mission sind, in der uns Gott haben möchte.

[27:49] Okay. Schauen wir mal in Matthäus 10 zurück. Matthäus 10 und dort Vers 11. Das ist dieser eine große Gedanke hier, den wir haben, dass sie sich von Gott abhängig machen sollen und wissen dürfen, das ist ja jetzt nicht einfach nur ein Glaubenstest, sondern Gott sagt, hey, ihr arbeitet für mich, selbstverständlich kümmere ich mich um euch. Das soll ihnen zeigen, wie real Gott ist. Man kann mich auch Missionen machen, einfach nur für eine Theorie.

[28:15] Das ist übrigens gar nicht so abwegig. Ganz viele Menschen machen Missionen für Theorien. Leute machen Missionen für den Marxismus und Leute machen Missionen für Rechtsradikalismus und Menschen machen Missionen für alles mögliche. Für irgendwelche Werbung. Das sind oft nur Theorien, die gar nichts mit der Realität zu tun haben. Und trotzdem machen sie Werbung dafür und sind ganz eifrig. Und manchmal kann es vielleicht passieren, dass wir auch Werbung machen für das Evangelium, einfach nur als eine Theorie. Aber Gott möchte, dass wir wissen, wir arbeiten mit einem realen Wesen zusammen, der sich um uns kümmern kann.

[28:49] Und da zeigt sich sozusagen jetzt das Prinzip. Okay. Matthäus 10 und lesen wir weiter ab Vers 11. Wer mag mal Vers 11 lesen?

[28:57] Wenn ihr aber in eine Stadt oder ein Dorf geht, da kundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist, und bei dem selben bleibt.

[29:11] Okay. Also sie kommen in eine Stadt und jetzt gibt es eine Handlungsanweisung. Wie viel sollen wir vorbereiten? Die haben vielleicht gefragt. Okay, Jesus, wir sind auf unserer ersten Missionsreise. Was sollen wir alles mitnehmen? Nichts. Geht einfach los. Was? Okay. Jetzt gehen wir in die Stadt. Wo können wir, was ist die Frage, die man natürlich hat? Wo sollen wir übernachten? So eine Missionsreise dauert ja länger als einen Tag. Wo sollen wir übernachten? Wo haben wir ein Bett?

[29:37] Was wäre denn eine Alternative gewesen? Was hätte man noch machen können, außer sich ein Haus auszusuchen und dort zu bleiben? Hm?

[29:51] Okay, sie hätten sich vielleicht eine teure Pension leisten können. Was hätte man noch machen können, wenn man jetzt kein Geld hat, statt in einem Haus zu bleiben? Man hätte sagen können, okay, zwei Tage sind wir bei dir und dann gehen wir zum nächsten, ja, und dann gehen wir zum nächsten und lernen so alle kennen. Das wäre doch schön gewesen, oder? Warum sagt Jesus, mach das nicht. Geht nicht von einem Haus zum anderen, sagt er. Das meint nicht Haus-zu-Haus-Arbeit im Sinne von Klopfen und Umfrage, sondern es meint, wechselt eure Basis nicht ständig.

[30:23] Warum? Also stellt euch vor, ihr wärt so Dorfbewohner und da kommen jetzt diese Missionare und alle zwei Nächte wechseln die sozusagen das Haus und lassen sich woanders bewirten. Was könnte der Eindruck sein?

[30:37] Ja? Ja, die nutzen quasi Leute aus, ja. Die werden erst von denen beschenkt und dann werden sie von denen beschenkt und dann essen sie da viel und dann kriegen sie da vielleicht noch was, ja, und je mehr sie sind, desto mehr bekommen sie. Der Eindruck darf nicht entstehen, dass wenn wir Missionen machen, wir uns irgendwie selbst bereichern wollen. Deswegen sagt er, sucht euch ein geeignetes Haus aus und da bleibt. Nicht den Anschein erwecken, dass ihr quasi irgendwie die Leute ausnehmen wollt, oder so.

[31:09] Und wenn es kein geeignetes Haus gibt, was ist so eine der schlimmsten Städte durch allen Fallen in der Bibel, die so sprichwörtlich böse war? Nazareth, okay. Wenn man nach Nazareth gekommen wäre, hätte man ein Haus gefunden, wo man das wert gewesen wäre? Klar, das Haus von Maria und Jesus, nicht wahr? Welche anderen bösen Städte gibt es? Sodom und Gomorra, gab es da ein Haus, das wert war?

[31:41] Ja, also die Idee ist sozusagen, man findet eigentlich wahrscheinlich immer irgendwo wenigstens eine Familie, die Gott vorbereitet hat. Und wir sehen auch in der Apostelgeschichte, dass sie es oft so gemacht haben. Wir lesen von Paulus zum Beispiel, dass der in Korinth dann bei Aquila und Priscilla sich da eingenistet hat. Die waren ja auch Zeltmacher wie er und sind bei denen geblieben. Und hat da gearbeitet und das war das Prinzip. Ja, also nicht einfach so bei jedem so ein bisschen, sondern eine Basis haben, aus der man arbeitet.

[32:09] Okay, Vers 12, wer mag Vers 12 lesen? Matthäus 10, Vers 12.

[32:17] Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüßt es mit dem Friedensgruß.

[32:23] Genau, was ist der Friedensgruß? Im Hebräischen? Schalom, genau, Frieden, Schalom, Frieden.

[32:31] Warum sollen sie grüßen? Ich meine, das ist ja selbstverständlich, dass man sagt, hallo, herzlich willkommen. Was soll dieser Gruß ausdrücken? Ist es nicht eine Selbstverständlichkeit, dass man grüßt?

[32:45] Ein Segen, okay. Wann spricht man denn Grüße aus? Mit Freunden, genau, ja. Wo habt ihr alle schon Grüße gehört in eurem langen Leben? Wo werden denn so Grüße ausgesprochen? In welchem Zusammenhang? Also man begrüßt sich selbst, wenn man sich lange nicht gesehen hat, man begrüßt sich. Abgesehen von dieser Begrüßung, wo gibt es noch Grüße?

[33:15] Ja, okay, okay. Ich meine, in einem gesprochenen Leben. Außer, dass der eine den anderen begrüßt. Man richtet Grüße aus. In der Gemeinde zum Beispiel, ja, ich richte Grüße aus von der Gemeinde XY, ja, und ah, wie schön, du grüßt sie wieder zurück, wenn du da bist. Manchmal stehen irgendwie leitende Brüder auf dem Podium und richten ein Grußwort an die Gemeinde, ja. Da grüßen sie zum Beispiel sozusagen die Gemeinde im Namen der Vereinigung, des Verbandes oder von irgendjemanden, einer Institution. Sie richten die Grüße von jemand anderem an die Zuhörer.

[33:49] Und in dem Sinne, wessen Gruß richten denn die Jünger aus? Das ist mehr als nur, hallo, wir begrüßen euch. Wessen Gruß richten die aus?

[34:03] Jesu Gruß, genau, Gottes Gruß. Schaut mal, da gibt es den 2. Korinther, die ganz berühmte Stelle, die hier ganz wichtig ist in dem Zusammenhang. 2. Korinther 5 und dort Vers 20.

[34:11] 2. Korinther 5 Vers 20, übrigens das Griechische sagt, während ihr eintretet, grüßt. Und das ist jetzt nicht einfach nur Knicke, dass Jesus dachte, meine Güte, Petrus ist so ungehobelt, der vergisst noch das Guten Tag sagen. Das ist nicht das Ding. Sondern schon in dem allerersten Kontakt sollen sie eine Idee deutlich machen, nämlich 2. Korinther 5 Vers 20 sagt:

[34:39] Wer mag das lesen? So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott.

[34:51] Genau. Sie sollen das Haus grüßen, die Idee ist unter anderem auch, sie sollen einen Gruß übermitteln von Jesus. Denn wie wir gerade schon gehört haben, sagt Ellen White, sie waren nur in Gegenden, wo Jesus schon bekannt war. Sie sollten also von Anfang an deutlich machen, wir kommen im Namen von Jesus. Von Anfang an sollten die Menschen irgendwie deutlich wissen, okay, das ist ein Christ sozusagen. Sie sind aber zwar nicht Christen, aber er ist mit Jesus.

[35:24] Okay, zurück zu Matthäus 10, Vers 13. Da lesen wir: Und wenn das Haus es wert ist, so komme euer Friede über dasselbe. Ist es aber dessen nicht wert, so soll euer Friede wieder zu euch zurückkehren.

[35:39] Okay, woran kann man jetzt messen, ob das Haus wert ist oder nicht wert ist? Das hängt das jetzt von den baulichen Strukturen des Hauses ab, von dem Reichtum derer, die da leben? Vers 14 gibt es auch schon einen Hinweis dann, genau, wenn sie es nicht aufnehmen. Im Parallelbericht in Lukas gibt es eine schöne Formulierung: Lasst euren Finger, wir gehen gleich weiter hier in Matthäus 10. In Lukas 9 ist das, glaube ich. Lukas 9, genau. Vers, Moment. Nee, oder ist es Markus? Warte.

[36:32] Entschuldigung, ich habe hier einen falschen Text aufgeschrieben. Was hast du gesagt? Ja, ich weiß gar nicht, wo ich das aufgeschrieben habe hier. Sorry. Ich suche diese Formulierung, ein Sohn des Friedens. Das gibt es an einer Stelle, ein Sohn des Friedens, aber ich finde gerade die, die, ich habe sie falsch notiert, muss irgendwo geben. Vielleicht kann ich es nächstes Mal nachreichen oder weiß es jemand euch zufällig, wo steht? Der Sohn des Friedens. Lukas 10 aufgeschrieben. Ah ja doch, in Lukas 10, siehst du es genau, Lukas 10 und zwar Vers 6. Das ist bei einer anderen Gelegenheit, das ist bei der Aussendung der 70 Jünger, dann später, wenn wir ein anderes Mal studieren, da haben wir diese Formulierung, die auch natürlich für diesen Fall gilt.

[37:35] Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren. Der Friede ist ja der Gruß, der Friedensgruß. Das heißt, wonach sollten sie suchen? Sie sollten nach Kindern des Friedens suchen. Menschen, die durch Frieden gekennzeichnet sind, innerlichen Frieden, nicht streitsüchtig.

[38:00] Das war die, also in anderen Worten, wenn ich Missionen machen möchte und ich brauche irgendwie Rückhalt, ich brauche Menschen, die mich unterstützen, sei es jetzt materiell, organisatorisch, in welcher, wenn ich also Menschen suche, die quasi auch meine Basis bilden, dann sagt uns Jesus, suche nach Menschen, die Söhne des Friedens sind, Kinder des Friedens, die dir quasi den Rücken stärken können in den Aufgaben, die du hast. Das ist ein ganz interessantes Prinzip. Man findet viele Menschen, die begeistert sind von der Botschaft und die eifrig sind, aber nicht alle sind Kinder des Friedens. Manche sind eher so Donnersöhne oder so. Kinder des Friedens als Unterstützung für die eigene Mission.

[38:36] Jetzt gehen wir weiter zu Matthäus 10 und jetzt Vers 14.

[38:40] Wenn euch jemand nicht aufnehmen, noch auf eure Worte hören wird, so geht fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Ganz genau, Dankeschön. Haben das die Apostel irgendwann noch mal gemacht? Gibt eine Apostelgeschichte so Beispiele? Da sind die in Antiochien in Persilien und dann werden sie abgelehnt und dann heißt es, sie schüttelten den Staub von ihren Sandalen, von ihren Füßen und gingen nach Iconium, so ganz buchstäblich. Also das haben die ernst genommen.

[39:17] Was bedeutet denn das, wenn euch jemand nicht aufnimmt, so noch eure Worte hören wird? Sind die denn so wichtig, ihre Worte? Wer wird abgelehnt, wenn der Missionar abgelehnt wird? Gott. Paulus sagt ganz deutlich, wer die Menschen verwirft, die vom Geist Gottes erfüllt sind, der verwirft eigentlich Gott. Und das heißt, und das ist auch eine Gefahr, die ganz oft besteht in der Mission, dass wir so Ablehnung persönlich nehmen, weil das gibt es in Hülle und Fülle, ob das jetzt an den Türen ist, dass Leute die Tür zu knallen, das passiert gar nicht so häufig, aber ab und zu, ob das in der Verkündigung ist, dass Menschen irgendwie einem Stein in den Weg legen, es gibt immer Menschen, die dagegen sind und die Gefahr ist oft, dass man das dann persönlich nimmt, dass man beleidigt ist, dass man eingeschnappt ist, dass man irgendwie sagt, meine Güte.

[40:12] Man muss sich bewusst machen, wenn man für Gott spricht, gibt es Widerstand nicht, weil man selbst so komisch ist, sondern weil das Wort Gottes so eine Kraft hat, dass es den Sünder wirklich packt und wenn er sich nicht bekehren will, kämpft er dagegen an. Also halten wir fest, wer Menschen verwirft, die vom Geist Gottes erfüllt sind, der verwirft Gott selbst.

[40:32] Vers 15, letzter Vers für heute, da heißt es: Wahrlich ich sage euch, es wird dem Land Sodom und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt. Also wenn Jesus wahrlich sagt, sagt er eigentlich, was für ein Wort im Aramäischen? Amen. Und Amen heißt eigentlich, haben wir schon oft erklärt, Amen heißt eigentlich was?

[40:55] So sei es im Gebet, aber das Wort kommt eigentlich, vielleicht schon lange her, dass wir es mal erklärt haben, ja genau, das ist dieser feste Boden, also die Nomaden früher sind hin und her gereist und dann nicht jeder Boden ist gut, um sein Zelt fest zu machen und Amen ist so der Boden, der ganz fest, also der fest genug ist, wo man so sein Zelt fest machen kann, so fester Boden, fester Untergrund.

[41:20] Wenn also Jesus sagt Amen, dann sagt er das meistens vor ganz wichtigen Sätzen, um deutlich zu machen, was ich jetzt sage, ist ein Fundament, aber darauf kannst du bauen sozusagen. Das sagt er zum Beispiel dem Nikodemus: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Das sagt er, da ändert sich nie was dran, das ist ein Fundament. Genauso hier auch, er sagt Amen, ich sage euch, ihr könnt euch darauf verlassen, es wird diesem Land, also dem Land Sodom und Gomorra erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dieser Stadt.

[41:53] Jesus hatte fast dieselbe Formulierung schon mal verwendet, obwohl das jetzt in Matthäus dann etwas später ist, schaut man Matthäus 12, äh, Matthäus 11, Matthäus 11 Vers 24.

[42:06] Matthäus 11 Vers 24: Doch ich sage euch, es wird dem Land Sodom erträglicher gehen am Tag des Gerichts als dir. Wer ist denn dir hier? Kapernaum und da gibt es noch andere Städte, die in den Versen vorher angesprochen werden, Korazin, Bethsaida und das haben wir vor kurzem ja studiert, nicht wahr, warum tadelt Jesus diese Städte? Warum tadelt er sie, warum sagt er, den Tyros und Sidon und Sodom und Gomorra, die werden weniger lange brennen als ihr, warum? Sie haben Gott selbst in menschlicher Gestalt vor sich gehabt, also mehr ist es unüberbietbar sozusagen, ja und sie haben trotzdem nicht Buße getan und Jesus sagt und das ist ja irgendwie verständlich, er sagt, okay, wenn ich als Mensch in Sodom und Gomorra gepredigt hätte, die hätten Buße getan, ja, die sind zwar verloren und zwar auch zu Recht, weil sie, es war, sie hatten genügend Hinweise, ja, aber Sodom und Gomorra haben weniger Licht verworfen, als ihr es verwirft und das haben wir verstanden damals in Bezug, dass Jesus hier gegenwärtig ist.

[43:21] Aber jetzt und das ist sehr interessant, sagt Jesus zu seinen Jüngern, wenn ihr alleine geht und predigt und jemand verwirft euch, dann geht es dieser Stadt wie Korazin, Bethsaida und Kapernaum, wo ich gepredigt habe. Was er also sagt ist, ich möchte eigentlich, dass ihr so meine Stellvertreter seid, dass da ihr meine Worte sprecht und meine Wunder tut, es eigentlich keinen richtigen Unterschied macht, ob ich da bin oder ihr.

[43:50] Lass uns mal darüber nachdenken, Gott wünscht sich eigentlich, dass in unserer Mission wir so handeln und so reden, dass es eigentlich wenig Unterschied macht, ob Jesus selbst dort ist oder wir und da merkt man relativ schnell, wie leichtfertig wir oft Missionen machen und wie wenig wir uns Gedanken machen, ob wir wirklich Jesus widerspiegeln, ob unsere Worte, unser Verhalten Jesus entspricht. Und interessant ist natürlich hier auch in Matthäus 10, dass das ganze Evangelium gepredigt wird, immer mit dem Hintergrundgedanken, es wird ein Gericht geben. Jesus sendet seine Jünger aus im Bewusstsein, es wird ein Gericht geben. Paulus sagt, sein Evangelium beinhaltet ein Gericht und welches berühmte Evangelium spricht von einem Gericht? In der Engelsbotschaft: Fürchtet Gott, es gibt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Also ein ganz ähnlicher Gedanke sozusagen.

[44:48] Jesus sagt, predigt das Evangelium, erst mal nur den Städten hier, aber später der ganzen Welt und mit dem Wissen, es gibt ein Gericht irgendwann. Und wir predigen dasselbe Evangelium nur mit dem Gedanken, das Gericht ist jetzt schon da. Also sollte unsere Hingabe an Jesus ernste sein, oder? Denn die Konsequenzen für die Menschen, die uns hören, sind noch gewaltiger. Also das ist sehr nahe jetzt sozusagen.

[45:13] Allerletzter Vers, Markus 6, nur Parallelbericht. In Markus 6, Vers 11 heißt es, das ist sehr interessant, über dieses Staub abschütteln und von allen, die euch nicht aufnehmen noch hören wollen, zieht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen. Jetzt kommt noch ein Zusatz, der bei Matthäus nicht steht. Wie sollen sie den Staub von ihren Füßen schütteln? Zieht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis und dann warte ich sage euch und so weiter.

[45:40] Was heißt das zum Zeugnis? Warum zum Zeugnis? Also warum sollen sie quasi den Staub von ihren Schuhen schütteln? Das Ganze ist eine Illustration. Sie sollen nicht einfach nur gehen, sie sollen bildlich illustrieren, was sie meinen. Das ist deswegen interessant, weil diese Phrase zum Zeugnis kommt noch mal einer ganz berühmten Missionspassage. Welche berühmter Missionsvers hat auch zum Zeugnis zum Inhalt? Ein weltberühmter Vers, den kennt ihr alle auswendig, wo es steht auch zum Zeugnis. Fast, Matthäus 24 Vers 14: Dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis und dann wird das Ende kommen.

[46:40] Diese Phrase zum Zeugnis, man fragt sich mal was genau, aber hier hat man einen Hinweis darauf, was zum Zeugnis bedeutet sozusagen, dass auch das Handeln der Apostel eine Illustration war ihrer Botschaft. Das heißt, wenn wir das Evangelium predigen, predigen wir nicht nur Worte, sondern unser Handeln soll die Botschaft illustrieren. Zum Zeugnis heißt quasi bildlich, anschaulich. Das Handeln soll mit der Botschaft übereinstimmen, das ist so die Idee. Nächstes Mal schauen wir weiter, wie das, was Jesus noch weiter Ihnen sagt.

[47:07] Lernen wir heute vor allem zwei Dinge oder drei Dinge. Erstens, wenn wir für Jesus gehen, sorgt er für uns. Zweitens, wir müssen uns Gedanken machen, mit wem wir zusammenarbeiten, denn die Wahl des mit dem wir zusammenarbeiten, macht einen großen Unterschied, wie erfolgreich unsere Mission ist. Und drittens, wenn wir für Jesus sprechen, dann sind die Konsequenzen eigentlich für die Menschen so, als ob Jesus buchstäblich da wäre. Das ist eine ziemlich große Verantwortung, aber auch ein ziemlich großes Privileg, oder? Und auch Gott gemeinsam dafür danken, lasst uns nicht hinterknien.

[48:04] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Worte des Evangeliums, die wir studieren können. Danke, dass du zu unseren Herzen sprichst. Und Herr, du weißt, niemand von uns ist wirklich genauso wie Jesus. Wir alle brauchen noch so viel Veränderung durch dich, aber du hast uns schon viele Dinge gezeigt und du hast uns ganz geduldig bisher ausgebildet in unserer Glaubenserfahrung mit dir. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du das weiter tust, dass du uns Gelegenheiten schenkst, unseren Glauben zu bezeugen, damit wir lernen und auch aus unseren Fehlern lernen, es immer besser zu machen. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, uns ein Bewusstsein schenkst, dass wir für dich sprechen und das Vertrauen, dass du für uns sorgst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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