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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Bedeutung des Bekenntnisses zu Jesus Christus ein. Er erklärt, warum wir uns nicht fürchten müssen, selbst in schwierigen Situationen, und wie Gott selbst die kleinsten Details unseres Lebens kennt. Die Predigt beleuchtet die biblische Grundlage des Bekennens und Verleugnens und zeigt auf, wie unser Bekenntnis zu Jesus unsere Beziehung zu Gott stärkt und unsere Erlösung beeinflusst. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Vorbild Jesu, der sich selbst vor Pontius Pilatus zu seiner Wahrheit bekannt hat.

In dieser Predigt geht Christopher Kramp auf die Bedeutung des Bekenntnisses zu Jesus Christus ein. Er erklärt, wie die Verse in Matthäus 10 uns ermutigen, uns nicht zu fürchten, selbst angesichts von Schwierigkeiten. Anhand von biblischen Beispielen und Vergleichen wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, Jesus vor den Menschen zu bekennen und wie er uns wiederum vor Gott bekennt. Die Predigt betont, dass dieses Bekenntnis eng mit unserer Beziehung zu Gott verbunden ist und wie es uns hilft, im Glauben standhaft zu bleiben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf joelmedia.de oder später das Video anschaut. Wir sind mittendrin in der Rede Jesu an die zwölf Apostel, die er ausgesandt hat. Und wir wollen heute weiter studieren an einer ganz entscheidenden Stelle. Und wir werden gleich sehen, welche Verse das sind. Matthäus Zehn, aber wir wollen vorher Gott bitten, dass er uns mit seinem Heiligen Geist führt. Und wenn es uns möglich ist, wollen wir dazu die Köpfe zum Gebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für all das, was Jesus gesagt hat. Wenn wir jetzt einige seiner Sätze uns genauer anschauen, dann möchten wir dich bitten, dass wir nicht nur Erkenntnis gewinnen, sondern dass wir dich besser kennenlernen dadurch und dass wir etwas über dich und dein Wesen verstehen und diese Dinge in unserem Leben auch tatsächlich umsetzen können. Herr, sprich du zu uns durch deinen Heiligen Geist nach deiner Verheißung. Dafür danken wir dir im Namen Jesu.

[1:42] Matthäus Kapitel 10. Wir haben das letzte Mal, wenn ihr aufschlagt in Matthäus 10, das letzte Mal uns mit den Versen 26 bis 28 beschäftigt. Ja, wir haben gesprochen über die Aussage von Jesus, dass trotz all der Gefahren, die die Mission so mit sich bringen wird, trotz all der Schwierigkeiten, der Gefängnis und Tod und Gerichte und so weiter, wir welche Einstellung haben sollen. Wenn wir das mal kurz wiederholen, was sagt Jesus? Trotz all der Schwierigkeiten, sollen wir mit welcher Grundeinstellung gehen? Er sagt, fürchtet euch nicht, geht voran, fürchtet euch nicht, denn er sagt, selbst wenn die Menschen uns töten, können sie sich das ewige Leben nicht nehmen. Und er hat ihnen deutlich gesagt, das, was ihr so im Geheimen hört, verkündigt auf den Dächern. Er sagt es überall hin. Die Jünger sollten dann auch, nachdem Jesus von der Erde weggenommen worden ist, als quasi das Sprachrohr Gottes gelten. Ja, alles, was er ihnen beigebracht hat, sollte in die ganze Welt bringen.

[2:59] Und bei diesem Thema mit dem Fürchten sind noch diese Verse 29 bis 31 ganz interessant, die wir kurz hier noch anschauen wollen. Schaut mal in Vers 29, wer mag den mal lesen? Vers 29.

[3:10] „Verkauft man nicht zwei Sperlinge für fünf Rappen und nicht einer von ihnen wird ohne Zutun eures Vaters auf die Erde fallen?“ Genau, du hast Zürcher, nicht wahr? Zürcher. Das sind Rappen. Genau. Hat jemand eine andere Übersetzung? Diese Sperlinge. Hier ist ein Gleichnis jetzt hier. Was sagen die anderen?

[3:33] „Ein Pfennig, Rappen, was gibt es noch?“ „Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen.“ Ein Groschen, genau. Also Pfennig, Groschen, Rappen. Was würdet ihr schätzen, wie viel ist denn das in heutiger Kaufkraft? Jemand eine Idee? Ja, also dahinter steckt die griechische Assarion. Und das ist eigentlich eine relativ kleine Münze, relativ bekannt. Das ist die griechische Variante vom römischen Ass, auch Assarius genannt. Und das kann man ein bisschen berechnen. Und zwar wissen wir von römischen Quellen, dass das ein Sechzehntel eines Denars ist. Und den Denar, den kennen wir aus dem Neuen Testament öfter. Wisst ihr, wie viel Denare man bekommen hat für einen Tageseinsatz Arbeit?

[4:39] Ja, genau. Das ist das, was Jesus im Gleichnis sagt. Er kommt mit den Knechten übereinander, der einen Denar für einen Tag. Das heißt, man kann so ungefähr, so jetzt grob überschätzen, ganz genau kann man das nicht so wiedergeben, aber so ungefähr, so ein Tageslohn. Was würdet ihr sagen, jetzt mal ein bisschen in unsere Welt zu übertragen, was könnte so, was wäre so vielleicht so ein angemessener Tageslohn, so ein Stundenlohn, Tageslohn, was wäre denn ein Denar vielleicht so vergleichsweise? Was würdet ihr sagen? 80 Euro vielleicht? Ja, so. Also es gibt Leute, die verdienen viel mehr, Leute, die verdienen weniger, aber so vielleicht 10 Euro die Stunde, so kann man gut rechnen, ja, 80 Euro. Dann wäre ein Sechzehntel, Mathematiker an die Front, ein Sechzehntel von 80?

[5:25] 5 Euro. Genau, 5 Euro. Also das ist so eine, also ob das jetzt 4,70 Euro sind oder 5,30, spielt nicht die Rolle, aber so, also es geht hier also jetzt nicht um zwei Pfennig, zwei Cent oder so, es geht schon um 5 Euro. Also Jesus sagt, also schaut mal, wenn man jetzt so Sperlinge kaufen geht, Spatzen kaufen geht, dann bezahlt man 5 Euro für. Ja, und was sagt er über diese Spatzen jetzt? Schaut mal in Vers, also in Vers 29, er sagt, und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Übrigens, wisst ihr, warum man vielleicht zwei Sperlinge, zwei Spatzen gekauft hat? Also aus welchem Grund verkauft jemand so kleine Vögel im Doppelpack? Hat jemand eine Idee aus der Bibel, warum da vielleicht es ein Geschäft gegeben hat mit so zwei Vögeln, die man verkauft?

[6:15] Es gibt im Levitikus, im dritten Buch Mose, gibt es Reinigungsopfer mit zwei Vögeln, ja, wo der eine getötet wird und dann der andere ins Blut getaucht wird und so. Also es gibt Gelehrte, die sagen, möglicherweise gab es da so ein Geschäft damit, dass man diese zwei Vögel gekauft hat und das war billig. Ja, 5 Euro. Und er sagt, Jesus sagt, und obwohl diese, also dann einer nur so 2,50 Euro kostet, ja, also jetzt wirklich nicht besonders wertvoll sind, Gott sieht, wenn so ein Vogel auf die Erde fällt. Also hier steht nicht, dass Vögel niemals sterben, oder? Vögel fallen auf die Erde und Vögel werden gefressen, aber kein Vogel wird gefressen, kein Vogel stirbt und Gott hat es nicht mitbekommen. Gott wacht über alles.

[7:12] Und jetzt kommt ein interessanter Vers, nämlich Vers 30. Was sagt Vers 30? Wer mag den mal lesen? Mikrofon?

[7:21] „Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt.“ Genau. Also abgesehen davon, dass es eine ziemliche mathematische Leistung ist, weil der Mensch viele Haare hat, die Frage ist, was ist die Verbindung zwischen Vögeln, die irgendwie runterfallen und tot sind und Haaren auf dem Haupt? Das ist ja nicht jetzt so direkt dasselbe, oder? Vögel und Haare sind zwei verschiedene Kategorien. Warum sagt Jesus, okay, ihr seht hier die Vögel, die kosten 5 Euro und wenn einer runterfällt, Gott weiß es. Bei euch aber, sagt er, sind die Haare gezählt.

[8:01] Hat jemand eine Idee, was gibt es denn mit Haare? Gibt es im Alten Testament irgendwelche Bibelstellen, wo es um Haare geht? Haare im Alten Testament. Simson, ja, die langen Haare, genau, ja. Also was war das Problem? Was ist bei den Vögeln? Die Vögel, die können fallen. Gibt es Bibelstellen, die davon sprechen, dass Haare fallen? Schaut mal ein paar Bibelstellen an mit mir und zwar in 1. Samuel 14, Vers 45. 1. Samuel 14 und dort Vers 45. Wer mag das mal lesen? 1. Samuel 14, Vers 45.

[8:54] „Aber das Volk sprach zum Saul: Wie? Jonathan soll sterben, der diesen großen Sieg in Israel errungen hat? Das sei ferne! So wahr der Herr lebt, er soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen, denn mit Gott hat er es an diesem Tag ausgerichtet.“ So löste das Volk Jonathan, dass er nicht sterben musste. Genau. Also was soll diese Redewendung sagen? Es soll ihm nicht ein Haupt vom Haar fallen. Nicht anders. Also ich meine, Haare fallen bei manchen Leuten von alleine fast aus, aber das soll deutlich machen, absolut gar nichts soll ihm passieren. Ein Haar soll ihm fallen. Und das ist nicht nur hier in dieser Geschichte, nur ein anderes Beispiel. Das kommt ganz oft, also öfter mal im Alten Testament vor. 2. Samuel 14 und dort Vers 11. Ihr werdet sehen, das ist quasi so eine Art Redewendung, die es im Alten Testament gab.

[10:04] So eine Redewendung. 2. Samuel 14 und dort Vers 11. Ich lese mal, da heißt es hier: „Sie sprach: Der König gedenke doch an den Herrn, dein Gott, dass der Blutrecher nicht noch mehr Unheil anrichte und dass man meinen Sohn nicht verderbe.“ Er sprach: „So wahr der Herr lebt, es soll, wie geht es weiter? Es soll nicht ein Haar, kein Haar von deinem Sohn zur Erde fallen.“ Das ist eine andere Geschichte, aber dieses gleiche Muster. Das heißt, im Alten Testament, im Volk Israel gab es diese Redewendung, dass wenn jemand beschützt wird, dann soll kein Haar zur Erde fallen.

[10:42] Mit diesem, mit diesem Sprichwort im Hinterkopf macht jetzt die Aussage von Jesus noch viel mehr Sinn. Er sagt, schaut mal, hier sind zwei Vögel, die kosten 5 Euro und kein Vogel fällt, ohne dass Gott es merkt. Bei euch aber sind die Haare gezählt. Was bedeutet das, wenn sie gezählt sind? Wenn jemand die Haare zählt, was kann er dann sagen? Ob eins gefallen ist oder nicht. Das ist nur eine andere Ausdrucksweise, um zu sagen, also euch fällt kein Haar vom Haupt, weil ich weiß das, ich habe jedes Haar gezählt. Gott sieht die Vögel, die fallen, bei euch zählt er sogar die Haare. Er würde merken, wenn ein Haar wegfällt.

[11:27] Also das ist eigentlich so der Hintergrund von dieser Aussage und damit soll eigentlich gesagt werden, dass nicht die kleinste Kleinigkeit uns passiert. Also wir würden ja sagen, also wir merken ja nicht mal, wenn uns Haare ausfallen, oder? Also manchmal ist man irgendwann, steht man vor dem Spiegel und sagt, meine Güte, wo sind die Haare alle hin? Wir merken das nicht, aber Gott merkt sogar Dinge, die schädlich für uns sind, die wir gar nicht merken. So sehr kümmert er sich um uns. Das heißt, es ist niemals so, dass wir merken, oh, hier passiert mir etwas, was schlecht für mich ist. Gott, hast du das schon mitbekommen? Ja, ich musste dir informieren darüber. Gott zählt unsere Haare. Das ist nicht einfach nur, damit will er nichts sagen, nur ich weiß alles. Er will deutlich machen, ich kümmere mich um alles, ich sorge für euch.

[12:10] Deshalb habe ich gesagt, dass Gott weiß, weil manchmal wir uns fragen, wenn Situationen passieren, wo schwierig ist, wo bist du, Gott? Weißt du nichts von meinem Problem oder so? Und das ist diese Sache, dass eigentlich man sich erinnern sollte, dass Gott weiß doch alles. Wir zwar nicht alles verstehen, aber doch hinter dem Ganzen ist ein Sinn. Ganz genau.

[12:32] Und deswegen sagt jetzt im nächsten Vers, in Vers 31, was ist jetzt seine Aussage in Vers 31?

[12:39] „Darum fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.“ Genau. Er sagt, darum fürchtet euch nicht. Das ist ein Gleichnis, um deutlich zu machen, wir müssen uns nicht fürchten. Wir können in keine Notsituation geraten, in keine Krise, von der Gott nicht weiß. Er kennt jede Krise und wenn wir vor Gericht stehen, hat er das vorher schon gewusst. Und wenn uns, also das geht ja hier vorher um die verschiedenen Dinge, die passieren können, und wenn uns unsere eigenen Familienangehörigen anklagen, hat Gott das vorher schon gewusst. Und wenn wir fliehen müssen von einer Stadt in die nächste, hat Gott das vorher schon gewusst. Er nennt alle diese Dinge, aber dann sagt er, fürchtet euch nicht. Und begründet das und sagt, schaut mal, ein Vogel fällt und der ist 5 Euro wert oder 2,50 Euro und Gott weiß es.

[13:34] Gott sieht jedes Haar, ob es fällt oder nicht. Das heißt, wenn wir im Auftrag Gottes unterwegs sind, dürfen wir wissen, dass er sich darum kümmert, dass es uns gut geht, wenn es uns zum Besten ist. Und ihr wisst, das war in der Bergpredigt ein Hauptgedanke, dass wir das Reich Gottes an die erste Stelle setzen sollen und alles andere wird uns hinzugefügt werden. Aber mit einer Ausnahme, die zwar vielleicht nicht ganz passt, aber vielleicht auch etwas. Denn die Bibel sagt auch, dass man auf Wagen gebogen und doch leicht gefunden kann. Dann die Frage ist, in solchen Fällen, ob Gott sich doch kümmert oder ob es steht in einem anderen Text im Alten Testament, lass ihn fahren mit seinem Götze. Du weißt, es gibt solche Situationen, wo man manchmal unsicher ist. Bin ich jetzt so weit gegangen, dass könnte Gott nicht mehr Interesse an meinen Haaren haben?

[14:36] Doch, ich glaube, Gott hat immer Interesse an meinen Haaren. Er lässt die Sonne aufgehen über die Gottlosen und die Gerechten. Daniel 2 sagt, er wohnt im Licht und er weiß, was in der Finsternis ist. Er weiß ganz genau. Er erkannte jedes Haar vom Pharao und hat den Pharao am Leben erhalten. Wir können uns niemals so falsch verhalten, dass Gott kein Interesse mehr an uns hat. Gerade die Menschen, die sich von ihm entfernen und ohne ihn leben, über die ist er am meisten traurig. Von denen wünscht er sich am meisten, dass sie zurückkommen. Das Problem ist nur, dass wenn wir uns nicht mit ihm, wenn wir auch nicht auf ihn hören, kann seine Fürsorge uns nichts nützen. Der Vater im Haus konnte dem verlorenen Sohn nicht helfen, sozusagen. Das ist so ein bisschen die Idee. Der Vater vom verlorenen Sohn hat nicht gesagt, jetzt bist du da weg, jetzt habe ich kein Interesse mehr an dir.

[15:36] Ich habe die Gedanke, weil in dem Buch, das Wirken des Heiligen Geistes, vor allem in diesem Andachtsbuch, in den letzten Tagen, wo wir immer zu Hause lesen, fast jedes Jahr, sind im Moment in diesen Tagen die Sünde gegen den Heiligen Geist, dass man ihn nicht betrüben soll, er kann sich zurückziehen und dies und jenes. Und dann ist die Frage, ob sich Gott interessiert, wenn man so weit geht. Natürlich, er interessiert sich selbstverständlich.

[16:01] Selbst dann interessiert er sich. Das Problem an der Sünde vom Heiligen Geist ist ja nicht, dass Gott plötzlich aufhört, Interesse an uns zu haben. Das Problem ist, dass wir nicht mehr in der Lage sind, sein Interesse wahrzunehmen. Das ist ein großer Unterschied. Gottes Liebe hört nie auf, aber unsere Fähigkeit, die Liebe zu sehen, kann so sehr schrumpfen, dass wir sie nicht mehr sehen können. Aber die Liebe ist noch da, die ist selbstverständlich da, die hört nie auf.

[16:27] Der Vater im Himmel, der weint noch heute, wenn er über Luzifer denkt. Lest ihr Ezekiel 28, der hat nicht aufgehört, sich für ihn zu interessieren. Der weiß noch immer ganz genau, was Luzifer macht, Satan macht. Aber Satan hat keine Kapazität mehr, diese Liebe wahrzunehmen. Das ist das Problem.

[16:48] Aber gehen wir ein Stück weiter. Wir sind in Matthäus 10 und Jesus macht jetzt an mehreren Dingen deutlich, fürchtet euch nicht, geht voran. Wir haben letztes Mal über Josa gesprochen, dem auch gesagt worden ist, fürchte dich nicht. Wir dürfen furchtlos Gott bekennen und das Evangelium, das wir erlebt haben. Jetzt schauen wir in Vers 32 und 33. Jetzt geht es hier um dieses Bekennen. Vielleicht lesen wir die Verse gemeinsam, Vers 32 und 33, weil die gehören eigentlich als Ganzes zusammen. Vers 32 und 33.

[17:19] „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde ich, werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“ Also wir haben jetzt hier Bekennen und Verleugnen. Und in beiden Fällen gibt es da irgendwie eine Relation, eine Korrelation zwischen unserem Bekennen gegenüber Menschen und dem Bekennen, dass Jesus uns, also uns vor dem Vater bekennt. Bekennen und Verleugnen.

[18:09] In Paralleltexten, Lukas spricht es nicht nur vor dem Vater, sondern auch vor den Engeln. Aber das ist wahrscheinlich selbstverständlich, weil die Engel sind ja, also wo der Vater ist, da sind auch die Engel. Jetzt, wo in der Bibel wird deutlich, dass wir, dass dieses Bekennen einen Einfluss auf unsere Erlösung hat, oder besser gesagt, ein Aspekt der Erlösung mit beinhaltet, dass wir tatsächlich Jesus bekennen müssen? Römerbrief? Ja, das mit dem Mund bekennt, genau. Können wir mal lesen in Römer 10, Vers 9 und 10.

[18:44] Römer 10, Vers 9 und 10, da heißt es: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten aufgeweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“ Also welche beiden Dinge werden hier miteinander kombiniert? Das Bekenntnis und der Glaube, ganz genau. Bekenntnis und Glaube. Und die werden so parallel genommen, dass man es eigentlich gar nicht voneinander trennen kann. Das eine ist für die Rechtfertigung, das andere für die Rettung. Das brauchen wir beides. Wir brauchen Bekenntnis und Glauben.

[19:45] Welche andere Bibelstelle kombiniert den Glauben an das Blut und das Bekennen gegenüber anderen Menschen? Es gibt noch Bibelstellen, die das kombinieren. Dass also deutlich wird, dass wir nicht nur passiv glauben, sondern diesen Glauben auch aktiv bekennen. Ja, das stimmt. Das ist bei ihm natürlich auch nochmal eine besondere Situation, weil er ausersehen ist als Vollzeitevangelist. Aber schaut mal in Offenbarung. Offenbarung Kapitel 12 und dort Vers 11. Ja, genau. Offenbarung 12. Und da geht es um wen? Es geht erstmal um wen?

[20:28] Auch, aber um wen geht es in Vers 11? Also der ihnen ist der Drache, ja. Aber,

[20:37] lieber Wendler, sie haben Ihnen, den Drachen, überwunden. Sie sind Sieger. Wodurch? Durch das Blut des Lammes, der Glaube und das Wort ihres Zeugnisses. Und jetzt kommt, und das passt jetzt sehr schön zu Matthäus 10, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Genau das Thema von Jesus, der sagt, fürchtet euch nicht, sie können vielleicht sogar den Leib töten, aber die Seele nicht. Da sehen wir eigentlich, wie im Grunde genommen Offenbarung 12, Vers 11 zusammenfasst, was Jesus hier in Matthäus 10 sehr ausführlich beschreibt. Man könnte auch sagen, dass Matthäus 10 die Vorbereitung für die Mission der zwölf Apostel im Grunde genommen eine praktische Anweisung fürs Überwinden ist.

[21:24] Denn Jesus macht jetzt deutlich, schaut mal, wenn ihr jetzt hinausgeht und dann auch Schwierigkeiten habt und trotzdem vor Gerichten und vor Königen und Zeugnis gebt, wenn ihr euch nicht irritieren lasst, wenn ihr euch nicht zurückweicht, das hat etwas zu tun mit dem Überwinden. Denn wenn ihr mich bekennt vor den Menschen, werde ich mich bekennen zu euch vor dem Vater. Da ist eine Verbindung, die müssen wir noch ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. Warum ist das so? Warum ist das Bekenntnis zu Jesus so entscheidend für die Erlösung? Also wir werden ja nicht erlöst, weil wir Worte sagen, oder? Wir werden doch durch das Blut Jesu erlöst.

[22:06] Schaut mal mit mir in 1. Johannes Kapitel 4, Vers 15. 1. Johannes Kapitel 4 und dort Vers 15. Da sieht man jetzt eigentlich, warum das hier so wichtig ist, dieses Bekennen. 1. Johannes 4 und dort Vers 15.

[22:31] „Es hat, gerne lesen. Stattdessen solltet ihr sagen, wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“ Bist du in 1. Johannes 4, Vers 15? Auch ein wichtiger Vers.

[23:01] 1. Johannes 4, Vers 15.

[23:16] „Wer nun bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.“ Also was passiert, wenn ich Jesus bekenne? Was passiert dann? Das ist jetzt sehr wichtig. Gott bleibt bei mir.

[23:39] Was sagt der Vers nicht? Der Vers sagt nicht, dass durch mein Bekenntnis Gott zu mir kommt. Das Bekenntnis ist nicht die Ursache, dass ich eine Beziehung zu Gott habe, aber das Bekenntnis sorgt dafür, dass die Beziehung, die ich schon habe, bleibt. Mit anderen Worten, es ist der Glaube, der mich rettet und durch den Glauben komme ich in eine Beziehung zu Gott und durch das Bekenntnis bleibe ich in der Beziehung. Denn indem ich von Jesus rede, über ihn rede, bleibe ich gedanklich bei ihm.

[24:19] Warum möchte Gott, dass wir Missionen machen? Nicht, weil er irgendwie uns Beschäftigungstherapie geben will und auch nicht, weil er den Engeln das nicht zutrauen würde, sondern weil er weiß, unsere Beziehung zu Gott, die bleibt und die intensiviert sich, wenn wir anderen erzählen, was wir selbst mit Gott erlebt haben. Und deswegen ist das Bekenntnis zu entscheiden und hat so eine Beziehung auch zu unserer Erlösung.

[24:47] Es ist also nicht so, dass wenn wir bekennen, dann macht Gott etwas, sondern durch das Bekennen bleiben wir dabei und dadurch kann der hohe priesterliche Dienst Jesu für uns weiter wirksam sein. Denn er sagt ja nicht, wer für mich, wer sich zu mir bekennt, für den werde ich sterben, oder? Das hat er nicht gesagt. Er hat gesagt, wer sich zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen. Ich bin schon für ihn gestorben, aber das Blut, das ich schon vergossen habe, wird weiter für ihn reden, wenn er auch sich zu mir stellt.

[25:20] Nun die Idee ist natürlich aus dem Alten Testament. Schaut mal Psalm 119 und dort Vers 46, diese Idee vor Königen zu reden und Gottes Namen zu bekennen. Psalm 119 und dort Vers 46.

[25:45] Hat jemand? Psalm 119 Vers 46. „Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht.“ Ganz genau. Diese Idee, dass man von dem, was Gott mir gezeigt hat, sogar auf höchster Ebene, selbst von den Königen redet. Das ist ja das, was Jesus auch sagt. Sie werden euch vor die Gerichte bringen. Sie werden euch vor Könige stellen. Interessant ist diese Formulierung, ich schäme mich nicht. An wen müsst ihr da denken, wenn es heißt, ich schäme mich nicht? Paulus. Da sagt Paulus wo? Römer Kapitel 1 Vers 16. Er sagt: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht.“ Jetzt ganz interessant. Er sagt, denn ich schäme mich. Warum sagt er denn? Weiß jemand, was davor steht? Man liest immer nur Vers 16. „Ich schäme mich des Evangeliums nicht.“ Aber er sagt, denn ich schäme mich des Evangeliums nicht. Das ist Gottes Kraft. Das ist eine Begründung für etwas, was davor steht. Das liest man nur nie. In Vers 15 steht und 14 und 15, da redet er davon, dass er nach Rom gehen möchte und er sagt, soviel an mir liegt, bin ich bereit, auch in Rom zu predigen. Obwohl da der Kaiser ist, obwohl da der Nero ist und obwohl da, ich weiß nicht, ob Claudius zu der Zeit noch war, aber obwohl da Kaiser sind und ich meine, in der Großstadt Rom das Evangelium zu predigen ist viel gefährlicher als irgendwo auf dem Land. Er sagt, ich bin bereit, denn ich schäme mich nicht. Weil er das Evangelium erlebt hat als eine Kraft, schämt er sich nicht und ist bereit, Jesus zu bekennen, wo immer es auch eine Gelegenheit gibt.

[27:06] Aber jetzt ist interessant, wer ist denn eurer Meinung nach das beste Vorbild, wenn es darum geht, ein Bekenntnis abzulegen für Gott? Wer wäre so das Idealvorbild in der Bibel, wenn es darum geht, ein Bekenntnis abzulegen für Gott? Also ich rede von Menschen jetzt, Menschen, Menschen. Johannes der Täufer, Stephanus. Ich habe noch einen besseren. Daniel, sehr gut, ausgezeichnet. Jemand, der vor einem hohen Politiker ein Bekenntnis abgelegt hat.

[27:48] Schaut mal mit mir in 1. Timotheus 6, Vers 12 und 13. 1. Timotheus 6, Vers 12 und 13. Wer mag das mal lesen?

[28:17] „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, dazu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis.“ Dankeschön. Also wer hat das gute Bekenntnis vor Pontius Pilatus bezeugt? Jesus selbst.

[28:47] Jetzt lass uns kurz mal darüber nachdenken, weil es ist gar nicht so uninteressant. Was hat denn Jesus vor Pontius Pilatus bekannt? Ja, genau. Also ihr wisst ja, der wird ja im Frühjahrmorgen da in das Praetorium da reingeschubst förmlich, die Juden bleiben draußen und dann kommt Pilatus, ja, Ellenweit sagt so ein bisschen verschlafen und hat eigentlich keine Lust und sagt eigentlich, was soll ich nicht. Und dann fängt er an ihn zu interviewen und dann stellt er ihm ein paar Fragen. Was für Fragen stellt er ihm? Johannes 18. Er fragt ihn was? Wer bist du? Ja, genau.

[29:25] Vielleicht können wir das mal kurz aufschlagen, das ist sehr interessant jetzt für unser Thema. Johannes 18 in Vers 33: „Nun ging Pilatus wieder ins Praetorium hinein und rief Jesus und fragte ihn: Bist du der König der Juden?“ Jetzt versetzt euch mal in die Lage von Jesus. Warum ist die Frage brisant? Stellt euch vor, ihr seid Jesus, mit allem, was ihr jetzt über Jesus wisst und über die ganze Vorgeschichte, jetzt kommt der Pilatus, der die Macht über Leben und Tod hat und fragt euch, bist du der König der Juden? Warum ist die Frage brisant?

[30:05] Die haben ihn angeklagt. Wie haben sie ihn angeklagt? Was haben sie behauptet? Die haben behauptet, also wie haben sie den Pontius Pilatus überzeugen wollen, dass man Jesus umbringen muss? Dass er gegen den Kaiser ist, dass er ein politischer Revolutionär ist, dass er irgendwie ein Sonderreich, ein Königreich aufrichten will, dass er irgendwie hier politisch aktiv werden will. Also was wäre die einfachste Antwort für Jesus gewesen, um sich dem zu entziehen?

[30:31] Nein. Aber das ist das Problem. Er fragt ja nicht, bist du so jemand wie die Juden? Er stellt die Frage, bist du der König der Juden? Und was ist die Antwort darauf, die biblische Antwort? Was muss die biblische Antwort sein, als er fragt, bist du der König der Juden?

[30:58] Ja, er ist es. Er ist es. Er weiß, jetzt versetze ich seine Lage. Die Frage, so wie sie gestellt ist, erfordert biblisch ein Ja, denn er ist der Messias, er ist der König der Gerechtigkeit, er ist der, der von allen Propheten als König vorhergesagt ist. Aber er weiß, in dem Moment, wo er das sagt, wird es eigentlich missverstanden, weil mit König der Juden wird eben nicht der König von Jesaja, Jeremia und sonst wie es wirklich gemeint ist, sondern die Juden haben eine andere Idee davon. Die sehen einen politischen Führer und mit ihrer Idee ist tödlich, denn der Pontius Pilatus, wenn er überzeugt ist, dass ihre Idee richtig ist, dann wird ihn sofort umbringen. Könnt ihr sehen? Also das war eine ganz diffizile Situation eigentlich.

[31:43] Deswegen fragt er auch am Anfang, ist so interessant dabei, so in Vers 34, redest du das von dir selbst aus oder haben es dir andere von mir gesagt? Er will also wissen, sozusagen, welche Art von Königtum meinst du? Weil davon hängt, sagt er ja, sagt er nein. Und jetzt kommt die Antwort, Vers 35: „Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Priester haben dich mir ausgeliefert, was hast du getan?“ Und dann sagt Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Und dann kommt Pilatus wieder darauf zurück und sagt, Vers 37: „So bist du also ein König.“ Er kann der Sache nicht ausweichen.

[32:16] Und was sagt, und jetzt ist interessant, die Wahrheit ist, er ist ein König. Er hätte gute Gründe zu sagen nein, er hätte sagen können, naja, also so wie Pilatus das versteht und wie die Juden das verstehen, bin ich kein König. Aber er war gekommen, um der Wahrheit Zeugnis zu geben und er bekennt sich jetzt zu dieser Wahrheit, obwohl er auch weiß, dass es missverstanden werden kann, weil wenn er hier glaubhaft sagt, ich bin kein König, gibt es für Pontius Pilatus keine Möglichkeit ihn anzuklagen. Und obwohl er unschuldig ist, bekennt er sich zur Wahrheit, obwohl das jetzt für ihn gefährlich sein kann. Er sagt ja, ich bin ein König.

[32:59] Und das ist interessant, weil wir auch manchmal Situationen kommen, wo es plötzlich so diffizil wird, wo wir uns die Frage stellen, soll ich einfach zur ganzen Wahrheit stehen oder kann ich vielleicht irgendwie der Sicherheit halber erst mal so ein bisschen so eine Halbwahrheit sagen oder so. Paulus hat es genau analysiert und sagt zu Timotheus, Jesus hat das gute Bekenntnis abgelegt, er hat sich zur Wahrheit bekannt, obwohl er wusste, dass das einem Pontius Pilatus nicht ganz verständlich sein könnte und möglicherweise gefährlich ist für ihn. Und wie man ja später sieht, ist das Ganze ja auch, nicht nur deswegen natürlich, aber auch dann so ausgegangen, dass Pontius Pilatus ihn nicht freisprechen wollte, also nicht freigesprochen hat er am Ende.

[33:36] Also halten wir fest, Jesus selbst kennt diese Situation vor einem Herrscher zu stehen als Mensch und konfrontiert zu sein mit der Frage, sage ich jetzt die ganze Wahrheit oder versuche ich irgendwie eine diplomatische, politische Lösung zu finden, Kompromiss. Also wir haben, Jesus ist in allen Dingen unser Vorbild, auch wenn wir, wenn wir einmal vor Gericht stehen sollten, wenn wir einmal in so einer Situation sind, können wir uns an Jesus erinnern, der das gute Bekenntnis gesagt hat und deswegen sagt Paulus, erinnere dich an Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat.

[34:07] Ja, mich erinnere auch an eine Situation, wo auch vor Hohepriester wurde etwas gefragt und Jesus wusste, wenn er sagt die Wahrheit, er wird dann und dann hat er doch die Wahrheit gesagt. Bist du der Christus? Genau. Und dann sagte er: „Ja, du sagst es.“ Und dann.

[34:31] Ja, das ist eine Sache, die öfter vorkommt sozusagen, genau. Also der Paulus bezieht sich hier direkt auf Pontius Pilatus, aber du hast vollkommen recht, das war bei Kai fast nicht nicht unähnlich.

[34:44] Jetzt habe ich eine Frage an euch. Es ist ja offensichtlich, dass Jesus dieses Bekennen in zwei Richtungen deutet. Er sagt einmal, ihr, also der Gläubige, bekennt Jesus vor den Menschen und gleichzeitig bekennt Jesus den Gläubigen vor Gott. Also eigentlich so quasi, wir stehen für unseren Freund vor den Menschen ein und Jesus steht für seinen Freund oder seine Freundin vor Gott ein, so quasi gemeinschaftlich. Für wen von den beiden ist denn das die größere Herausforderung?

[35:18] Ich frage das deswegen, weil wir immer quasi, wenn es darum geht, Jesus zu bekennen und Mission zu machen, wir sehen immer eine Herausforderung. Ja, da muss ich ja irgendwie mich überwinden, ja. Ich muss mich überwinden, vielleicht mal den Mund aufzumachen, ich muss mich überwinden, da jemand anzusprechen, vielleicht sogar von Haus aus eine Überwindung, so ist das die Idee, ja.

[36:09] Ich weiß nicht, ob ihr das Gefühl kennt, aber wahrscheinlich kennt ihr das alle, dass man in einer Situation eigentlich weiß, ich müsste jetzt etwas für Jesus sagen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, ob das jetzt gut ankommt, ja oder so. Man schämt sich vielleicht ein bisschen dafür, oder?

[36:45] Nun, wir kennen alle schon aus unserem Leben dieses Gefühl, dass man sich irgendwie dafür schämt, zu Jesus zu gehören, der der Schöpfer des Universums ist. Wie ist es für Jesus? Jesus ist im Himmel vor lauter sündlosen Engeln und sündlosen Bewohnern ungefallener Welten und vor dem Vater selbst und er soll sich jetzt zu uns sündigen, oft so unloyalen Menschen bekennen und sagen, ja, was der Christopher getan hat, stimmt, das hat er alle getan, aber trotzdem bin ich auf seiner Seite.

[37:25] Stellt euch vor, Jesus würde im himmlischen Heiligtum so vorgehen, wie oft in der Mission, wenn wir sagen, oh, wenn ich jetzt mich zu Jesus bekenne, was wird mein Professor sagen, was wird mein Nachbar sagen, was werden meine Freunde sagen, bin ich dann auch wohl bei ihm angesehen, ja, wenn ich mich zu Jesus bekenne? Stellt euch vor, Jesus würde jetzt im himmlischen Gericht, mein Name kommt auf, ja und dann sagt Jesus, oh, na ja, also was werden jetzt die allen denken, wenn ich sage, ja, der Christopher, das ist mein Bruder, wir sind Freunde mit allem, was er getan hat.

[37:57] Jesus macht das gerne, er macht das sehr gerne, aber wenn Jesus das macht, der sich zu uns bekennt vor dem Himmel, obwohl wir nun wirklich nicht besonders würdig sind, wie viel mehr sollten wir bereit sein, uns zu Jesus zu bekennen, der so würdig ist? Ich glaube, wenn wir in so einer Situation sind, kann das helfen, dieses, dieser Vers, wenn wir uns fragen, soll ich jetzt was für Jesus sagen, ja oder nein, wenn wir uns dann daran erinnern, Jesus spricht gerade für mich, der bekennt sich zu mir, der sagt, ja, ich stehe auf Christophers Seite, ich bin sein Freund, ich weiß, obwohl er alles gemacht hat, ja, ich finde trotzdem, er sollte in den Himmel kommen, weil wir sind Freunde, er glaubt an mich und er bekennt sich zu uns.

[38:40] Aber wenn wir nichts von ihm wissen wollen auf dieser Erde, hat er auch nicht so besonders gute Argumente im Himmel, wenn er dann sagt, ja, Christoph hat all die Sünden begangen, aber ich möchte ihn im Himmel haben und wir gleichzeitig sagen, nee, eigentlich kennt er jemanden in der Bibel, bei dem es so war, dass Jesus sich zu ihm bekannt hat und gesagt hat, fragt ihn, das ist mein Jünger und währenddessen hat die Person gesagt, ich kenne ihn nicht, ihn verleugnet, Petrus, oder?

[39:16] Das ist interessant, weil man könnte ja, wenn man jetzt Vers 32 gelesen hat, denken, wenn wir Jesus verleugnen, dann will er nichts von uns wissen, oder? So könnte man denken. Aber die Geschichte von Petrus zeigt, dass es anders gemeint ist, denn was hat Jesus gemacht, als Petrus ihn einmal verleugnet hat, zweimal verleugnet hat, dreimal verleugnet hat, da hat Jesus gesagt, okay, also Petrus kenne ich nicht, wer ist Petrus? Was hat Jesus gemacht? In dem Moment erst mal, er konnte weder ihn fragen, noch zu ihm gehen, was hat er gemacht? Er hat vorher schon ihn gewarnt, er hat für ihn gebetet, was hat er noch gemacht? Er hat ihn angeschaut, angeschaut und hat ihm deutlich gemacht, ich mag dich noch immer, ich bin bereit für dich einzustehen, er ist ja auch für Petrus am Kreuz gestorben.

[40:09] Was heißt das? Schauen wir mal in Erste, in 2. Timotheus Kapitel 2, 2. Timotheus Kapitel 2, Vers 12 und 13, das ist sehr interessant jetzt.

[40:34] 2. Timotheus 2, Vers 12 und 13, das muss man genau lesen. „Dulden wir so, so werden wir mit herrschen. Verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen. Sind wir untreu, so bleibt er doch treu. Er kann sich selbst nicht verleugnen.“ Genau. Also da haben wir noch mal nicht das Bekennen, sondern auch das Ausharren, aber dann sagt es genau wie bei Jesus hier, wenn wir ihn verleugnen, wird er uns auch verleugnen, aber wenn wir treu sind, ist er was? Wenn wir untreu sind, ist er was? Ist er treu, er bleibt treu. Das heißt, es ist nicht einfach so, dass er einfach Gleiches mit Gleichem vergilt, sondern wenn wir ihn verleugnen, das ist auch die Antwort auf das, was du gefragt hast, wenn wir ihn verleugnen, bleibt er treu.

[41:30] Nur wenn wir nichts von ihm wissen wollen, kann er sich nicht mehr zu uns bekennen, aber er bleibt treu. Seine Treue hört nicht auf. In dem Moment, wo unsere Untreue sich in Treue wandelt, ist der Bund noch da.

[41:44] Es ist also nicht so, dass wir etwas tun und Jesus immer darauf reagiert. So, wir bekennen ihn, okay, er hat mich bekannt, jetzt kann ich ihn vor dem Vater bekannt. Oh, er leugnet mich, dann will ich nichts mit ihm zu tun haben. Nein, er ist immer treu, er will immer sich zu uns bekennen, aber damit sein Bekenntnis uns etwas nützt, müssen wir ihn auch bekennen, damit wir bei ihm bleiben.

[42:00] Das heißt, wenn Jesus am Ende, wird Jesus am Ende zu Menschen sagen, ich kenne euch nicht? Wird er sie verleugnen? Dass ein Mensch, der gestorben ist und der versucht hat, mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, das sind sehr viele, versucht hat, sie zu retten, aber sie wollten nicht. Sie haben, und interessanterweise, ganz kurz, die Bibel sagt, Jesus sagt nicht nur, dass wir ihn verleugnen, sondern auch, man kann auch seine Worte verleugnen. Ja, man kann zwar den Namen Jesu rufen, aber die Lehren, die er gesagt hat, verleugnen. Ja, das ist das Problem in Matthäus 7, die rufen her, her, haben wir nicht und zwar, aber sie haben das Gesetz übertreten.

[42:43] Ich weiß nicht, ob du darauf noch eingehen möchtest, Sacharja 3, wo es steht, tut ihm, also der Josua da ist, er hat diese schmutzige Kleider und dann sagt Gott, ja, tue die schmutzige Kleider vor ihm und ihm sprach: „Siehe, ich habe deine Schuld vor dir genommen und ziehe ihm feierliche Kleider an.“ Also hier ist sich Gott bekannt zu dem Josua und das ist auch ein schönes Beispiel, ja, dass Gott sich bekennt zu seinem Volk.

[43:16] Absolut. Schaut mal in 1. Johannes noch, als letzter Vers heute, 1. Johannes, Kapitel 2, 1. Johannes 2, genau, Vers 23. Da sehen wir jetzt sozusagen das Gegenstück von dem, was wir beim Bekennen gesehen haben. 1. Johannes 2, Vers 23.

[43:38] „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.“ Also, was passiert, wenn wir den Sohn leugnen? Die Beziehung zu Gott selbst, dem Vater, ist getrennt und deswegen kann dann Jesus, obwohl er immer noch genauso treu ist, er kann uns nicht retten.

[44:03] Wir sehen also, Bekennen und Verleugnen hat eigentlich was damit zu tun, dass unsere Beziehung zu Gott weitergeht oder unterbrochen wird und deswegen ist es für das Überwinden so entscheidend, dass wir ihn bekennen. Ja, Leute denken, meine Güte, das muss jetzt nach dem Glauben noch die Mission als zweiter Erlösungsschritte? Nein, nein, nein, nein. Aber durch das Bekennen bleibt unsere Beziehung zu Gott frisch und lebendig. Wenn wir uns von Jesus distanzieren im Alltag, können wir nicht gleichzeitig eine Beziehung zu ihm aufrechterhalten. Das ist eigentlich total selbstverständlich. Aber Jesus macht das hier sehr deutlich und dadurch, dass er sowohl über das Bekennen als auch das Verleugnen sagt, macht er sehr deutlich, es gibt keinen Weg drumherum.

[44:52] Zum Schluss Ellen White sagt folgendes: Derjenige, der Christus bekennt, muss auch Christus in sich haben. Er kann nicht das weitergeben, was er nicht empfangen hat. Der Jünger mag vielleicht ganz flüssig von den Lehren sprechen, er mag die Worte von Christus wiederholen, aber wenn er nicht eine christusähnliche Demut und Liebe hat, dann bekennt er ihn nicht. Also das Bekennen ist nicht einfach nur ein Weitergeben von Traktaten. Ein Geist, der gegensätzlich zum Geist Christi ist, verleugnet ihn, was immer auch das Bekenntnis ist. Das ist auch das Geheimnis Matthäus 7. Die haben zwar sich zu Jesus bekannt, aber nicht seinen Geist offenbart.

[45:32] Viele mögen Christus verleugnen durch ihr schlechtes Reden, durch dummes Reden, durch Worte, die unwahr sind und unhöflich. Sie können ihn verleugnen, indem sie die Bürden des Lebens vermeiden, indem sie sündigen Neigungen sich hingeben. Sie können ihn verleugnen, indem sie sich der Welt angleichen, durch unhöfliches Verhalten, durch die Liebe zu ihren eigenen Meinungen, durch Selbstrechtfertigung, indem man Zweifel hegt, indem man sich über die finsternes Gedanken macht und so weiter, indem man Sorgen auf sich lädt. Auf all diesen Wegen sagen sie, dass Christus nicht in ihnen ist. Und deswegen ist es wichtig, dass uns bewusst ist, Bekenntnis ist nicht losgelöst von der Erlösung. Es ist wie zwei Seiten einer Medaille, sondern wenn wir an Jesus glauben und ihn erlebt haben, werden wir auch gerne dazu stehen. Die Israeliten wurden nicht frei, weil sie ein Lamm geschlachtet haben, sondern weil sie das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen haben. Und wenn uns das bewusst ist, was Jesus für uns tut, werden wir auch gerne über Jesus reden.

[46:50] Deshalb sagt Paulus an Timotheus:

[46:57] „Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, noch auch meiner und meines Gefangenen, sondern leide mit mir Ungemach um das Evangelium.“ Also Timotheus, es kann sein, auch bei uns können wir uns schämen. Und da sagt Paulus, wir sollen uns nicht schämen, wir sollen bekennen. Also wollen wir uns von Herzen vornehmen, mehr Zeit mit Jesus zu verbringen, uns bewusst zu machen, wie er für uns einsteht, damit wir gerne auch vor anderen über ihn reden.

[47:26] Lass uns gemeinsam niederknien und beten.

[47:28] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, dass wir es verstehen können, dass es nicht so schwer ist und es uns zeigt, dass eigentlich all die verschiedenen Dinge in der Bibel zusammengehören und dass es um eine echte Beziehung zu dir geht. Herr, schenk uns Zeit und Freude darüber nachzudenken, dass du dich zu uns bekennst, jetzt gerade im himmlischen Gericht.

[48:03] Und wenn uns das bewusst ist, dass wir dann mit Überzeugung und Liebe uns auch zu dir bekennen, weil du so viel Großes und Gutes in uns getan hast, dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.


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