Veröffentlicht am
535 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Geschichte von Jesu zweitem Besuch in seiner Heimatstadt Nazareth beleuchtet. Trotz seiner beeindruckenden Wunder und Lehren in Galiläa wird Jesus in Nazareth erneut abgelehnt. Die Zuhörer werden ermutigt, über die Gefahren des Unglaubens und menschlicher Vorurteile nachzudenken, die selbst die göttliche Kraft Jesu einschränken können. Es wird betont, wie wichtig Vertrauen und das Hinhören auf Jesus sind, auch wenn wir nicht alles verstehen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[5:00] Leben von Jesus. Also wir haben die Taufe und die Versuchung, dann vergeht zwar noch das ganze Jahr, das nur Johannes beschreibt, zwischen dem ersten Passah und dem zweiten Passah, aber dann, ihr wisst vielleicht nochmal als Erinnerung, wir haben die Taufe im Herbst 1927 und dann haben wir das erste Passah 1928, da ist die Tempelreinigung, hier ist die Versuchung natürlich, Tempelreinigung und dann haben wir das zweite Passah im Jahre 1929, hier ist das Passah und da ist er vor dem Sanhedrin, wo er schon angeklagt wird und all das hier zwischen ist nur, was Johannes 2-5 beschreibt und dann beginnt erst nach dem Passah der Dienst in Galiläa.

[6:06] Dann kommt hier Galiläa und das ist jetzt das, was wir schon seit geraumer Zeit studieren, die ganzen Wunder und die Zeichen usw. in Galiläa und innerhalb dieses Dienstes ist Lukas 4-16 ziemlich am Anfang, eine der ersten Dinge, die er tut. Ziemlich am Anfang seines Dienstes in Galiläa, nachdem er ja in Judäa abgelehnt worden ist, in Jerusalem abgelehnt worden ist, kommt er nach Galiläa, nach ungefähr anderthalb Jahren und eines der ersten Dinge, die er tut, er geht nach Nazareth und er geht in die Synagoge am Sabbat und ihr kennt die Geschichte, oder? Er wird gebeten etwas vorzulesen, nämlich aus dem Propheten Jesaja, er findet die Stelle Jesaja 61 Vers 1 und 2, die berühmte messianische Prophezeiung, liest sie vor, hält eine Predigt darüber und sagt quasi mit anderen Worten, ich bin die Erfüllung. Die Erfüllung, heute ist vor euren Ohren dieses Wort erfüllt, diese Schrift erfüllt und dann, was passiert dann in diesem Gottesdienst?

[7:11] Erst sind sie erstaunt, sie wundern sich, sie fragen sich, ist nicht dieser der Sohn Josefs? Und dann beginnt Jesus sehr deutliche Worte zu reden und zu zeigen, dass sie denken, dass nur weil sie Juden sind, ein Vorrecht auf den Messias haben, die Witwe von Sarepta war gläubiger als die Witwe in Israel und da werden sie so wütend, was machen sie mit ihm? Sie ziehen den Prediger von der Kanzel und wollen ihn töten. Ich weiß nicht, ob ihr das mal erlebt habt, dass am Sabbat Gottesdienst die Gemeinde den Prediger töten will, gewaltig. Und was passiert? Er geht durch sie hindurch, Engel retten ihn und er bleibt dann in Galiläa, aber er nimmt jetzt eine andere Stadt zu seiner Basis.

[8:14] Nämlich welche Stadt? Kapernaum und von Kapernaum aus zieht er in die ganzen Gegenden, alle Dörfer usw. All die Dinge, die wir studieren, die ganzen Bergpredigt und all das findet statt, die Seepredigt. Man hat fast den Eindruck, möglicherweise hätte er gern Nazareth zu seiner Basis gemacht, aber er kann nicht, er geht nach Kapernaum. Und jetzt gegen Ende seines Dienstes in Galiläa, wir werden ja in den nächsten Wochen und Monaten dann sehen, wie das zu Ende kommt und was dazu führt, dass er sich aus Galiläa zurückzieht, kommt er noch einmal nach Nazareth.

[8:51] Das ist interessant, Lukas 4 beschreibt die Geschichte, wo er am Anfang in Galiläa ist und Markus 6 und Matthäus 13, Vers 54 bis 58 beschreibt, das ist die Parallelstelle, dieses Ende. Also am Anfang und am Ende, Jesus, obwohl sie ihn so schlecht behandelt haben, gibt sie nicht auf, er kommt noch mal ein zweites Mal. Und was jetzt interessant ist, in dieser Zeit ist ja viel passiert. Viele Wunder, viele Predigten, die Bergpredigt, die Seepredigt, Totenauferstehung, die Stillung des Sturmes, Dämonenbesessen, alles was wir studiert haben, all das hat sich natürlich auch nach Nazareth verbreitet. Man wusste jetzt nicht nur, damals hat man ihn ja quasi kennengelernt als seinen neuen Prediger, man hatte einiges gehört aus Jerusalem und so, aber jetzt in allen Dörfern um Nazareth herum, die haben Jesus bejubelt, weil da gab es kaum ein Krankenbett. Und jetzt kommt er noch mal nach Nazareth und will ihnen noch mal eine Chance geben.

[9:54] Halten wir fest, Jesus gibt uns eine weitere Chance, auch wenn wir ihn abgelehnt haben. Und ich meine, das war ja nicht nur eine Ablehnung, die wollten ihn umbringen. Er gibt ihnen eine weitere Chance. Und wie wir hier lesen in Lukas 6, ja nicht in Lukas 6, Entschuldigung, in Markus 6, seine Jünger folgten ihm nach, also deswegen glaube ich mittlerweile, dass diese Geschichte, dass die Aussendung der zwölf Jünger direkt danach kam, also dass das die Geschichte ist, nachdem das passiert ist, was wir heute studieren, hat er seine Jünger ausgesandt, indem er dann ihnen all das gesagt hat, was wir die letzten Wochen studiert haben.

[10:28] Es ist interessant, was Ellen White sagt. Sie sagt hier, die Menschen von Nazareth wussten, dass er umherging und gutes tat und alle heilte, die vom Satan unterdrückt waren. Niemand konnte leugnen, dass er mehr hatte als menschliche Kraft. Seit seiner ersten Ablehnung war sein Ruhm durch seine Predigt und seine Wunder durch das ganze Land erfüllt. Und sie sagt, jeder Akt seines Lebens hat bewiesen, er ist von göttlicher Salbung.

[11:03] Jetzt schauen wir in Markus 6, Vers 2, was passiert. Markus 6, Vers 2. Und als der Sabbat kam, fing er an zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen, woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen. Okay, also er ist wieder, also an welchem Wochentag hat er in Lukas 4 gepredigt? An welchem Wochentag hat er in Lukas 4 gepredigt? Am Sabbat. Wieder an einem Sabbat. Wieder Nazareth, wieder an einem Sabbat. Also die beiden Geschichten eignen sich zur Parallele, zum Vergleichen. Wieder am Sabbat, das ist ja auch eine Sache.

[12:00] Stellt euch vor, ihr kommt an eine Gemeinde, wo ihr letztes Jahr gepredigt habt und die hätten euch beinahe umgebracht. Das ist nicht, da würde man wahrscheinlich vorsichtig sein, da brauchen wir viel Gebet, oder? Mit Personenschutz. Er geht dorthin mit seinen Jüngern und predigt erneut. Vor einer Gemeinde, die ihn umbringen wollte. Das sagt schon einiges darüber aus. Wir wissen natürlich, er hat oft in den Gemeinden gepredigt. Ja, Markus und auch Lukas berichten das, dass er in allen Synagogen gepredigt hat. Jetzt auch in Nazareth.

[12:30] Schaut mal mit mir in Psalm 22, Vers 23. Das ist einer dieser messianischen Psalmen. Psalm 22, Vers 23. Wer mag lesen? Genau, das ist ein messianischer Psalm und da geht es darum, auch den eigenen Brüdern, den engsten Vertrauten, Bekannten, Verwandten, den Namen Gottes zu verkündigen. Jesus hatte eine Aufgabe nicht nur für die Fernen, er hatte auch eine Aufgabe für die, bei denen er aufgewachsen war. Wenn Jesus sich besonders bemühte um die Menschen, mit denen er aufgewachsen war, dann haben wir wohl auch diese Aufgabe, uns um die zu kümmern, die uns gut kennen.

[13:43] Ich bekomme jetzt einen seltsamen Gedanken. Er kommt und er bekommt sofort das Wort. Stell dir vor, du kommst zu einer Gemeinde oder ich und die geben dir sofort das Wort. Ich habe mich gefragt, was passiert ist, dass die ihm immer das Wort gegeben haben? Denn da waren auch Pharisäer, Schriftgelehrte und die könnten vielleicht kein Interesse an ihm haben. Also eins ist sicher, und das sagte Ellen White auch, sie alle hatten gehört, was er getan hat. Sie hätten jetzt ein Jahr lang gehört. Als man am Anfang kam, das war so ein bisschen aus der fernen Distanz, man hatte was aus Jerusalem gehört, dies und jenes. Aber jetzt, ich meine, Galiläa war ja erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Ich meine, Jesus sagt, Korazin, Betsaida, ihr seid bis zum Himmel erhöht worden. Wunder über Wunder. Die Arztpraxen mussten zumachen, nach dem Motto, es gab keine Kranken mehr. Alle waren geheilt. Die Leute haben, egal wo sie im Alltag gewesen sind, haben ständig die Gleichnisse Jesu im Kopf gehabt. Ich glaube, man war einfach auch jetzt irgendwie auch stolz, neugierig, interessiert. Jesus ist jetzt in seiner Heimat. Und man hat ihn predigen lassen.

[14:49] Schauen wir noch einen Psalmtext an, in Psalm 41. Das ist dieser berühmte Psalm, auch messianisch, wo Jesus sagt, siehe, ich komme. In der Schriftrolle steht von mir geschrieben, in der Buchrolle. Dein Willen zu tun, mein Gott, begehre ich. Dein Gesetz ist in meinem Herzen. Vers 10. Was sagt der? Vers 10. Ich habe Gerechtigkeit als Vorbotschaft. Anderes Wort für Vorbotschaft. Evangelium gepredigt, genau. In der großen Gemeinde, siehe, ich will meine Lippen nicht verschließen. Jesus predigt das Evangelium. Er predigt die Gerechtigkeit Gottes. Das, was er immer gepredigt hat.

[15:32] Und was ist die Wirkung in Nazareth? Schauen wir mal in Vers 2. In Markus 6, Vers 2. Was sagen sie als allererstes, als sie die Predigt von Jesus hören? Und viele, die zuhörten, was ist das nächste Wort? Sie staunten. Sie erstaunten. Das griechische Wort kommt eigentlich von einem Wort, das heißt schlagen. Das Gefühl hat man, man ist so, wow. Das ist ja unfassbar. Als wenn man wie vom Donner gerührt ist. Unglaublich. Man ist fast sprachlos. In dieser Predigt. Das predigt er.

[16:28] Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo jemand so ähnlich, oder wo die Menschen eine ganz ähnliche Reaktion hatten, als Jesus es gepredigt hat. Bei welcher Predigt heißt es auch, dass die Menschen erstaunten und sie konnten es gar nicht fassen, dass jemand so predigt. Hört ihr eine Predigt ein, wo es hinterher heißt, sie erstaunten sich über seine Lehre. Noch nie hat ein Mensch so geredet, wie dieser Mensch. Ja, das stimmt, das ist in Johannes 7 und 9 später, genau.

[17:04] Schaut mal in Matthäus. Matthäus Kapitel 7 und dort Vers 28. Da steht das gleiche griechische Wort. Matthäus 7, Vers 28. Wer mag lesen? Und es begab sich, als Jesus diese Rede vollendet hatte, dass sich das Volk entsetzte über seine Lehre. Genau, was hast du für eine Übersetzung? Das ist schön. Luther sagt, sie entsetzten sich. Schlachter sagt, sie staunten. Was? Wow, das ist unglaublich. Was für eine Predigt war das, die er hier gehalten hat? Die Bergpredigt. Also nach der Bergpredigt sagt es, dass die Menschen gesagt haben, sowas haben wir noch nie gehört. Wir sind außer uns, wir sind außer uns vor Erstaunen. Und dieselbe Reaktion ist auch in Nazareth.

[18:05] Die sitzen nicht da und sagen, Jesus, erzähl mal. Sie sind außer sich und sagen, das ist ja unglaublich. Wahrscheinlich hat er auch was ganz ähnliches gepredigt. Wir wissen ja nicht, was er diesmal gepredigt hat. Wir wissen, dass er beim ersten Mal, ein Jahr zuvor knapp, Jesaja gepredigt hat. Jesaja 61. Was er hier gepredigt hat, wissen wir nicht. Aber wir kennen ja mittlerweile so viele Predigten von Jesus. Wir haben die Seepredigt studiert, wir haben die Bergpredigt studiert. Wir wissen ja ungefähr, was er gepredigt hat. Höchstwahrscheinlich hat er was ähnliches gepredigt wie in der Bergpredigt. Und die Nazarener, sie sind außer sich.

[18:35] Übrigens, dieses Wort, sie erstaunen sich, finden wir auch in Markus 1. Können wir mal kurz lesen noch. Markus 1. Das war immer wieder die Folge, wenn Menschen Jesus zugehört haben. Markus 1 und dort Vers 22. Da heißt es, und sie erstaunten. Das ist wieder das gleiche griechische Wort. Sie erstaunten über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat und nicht wie die Schriftgelehrten. Die Schriftgelehrten haben gesagt, ja, dieser Vers könnte das bedeuten, er könnte auch das bedeuten, er könnte das bedeuten, er könnte auch das bedeuten, weil Rabbi X sagt und Rabbi Y sagt und das ist langweilig. Und immer so ein bisschen angezweifelt, alles Mögliche. Und dann viele eigene Meinungen. Und Jesus hat gepredigt, es steht geschrieben, es steht geschrieben, es steht geschrieben. Auf den Punkt, liebevoll, mit großer Vollmacht. Und die Leute hatten so eine Predigt noch nie gehört. Die waren erstaunt. Auch die in Nazareth.

[19:30] Halten wir fest. Jesus predigt in Nazareth zum zweiten Mal und die Leute sind völlig außer sich vor Erstaunen. Ja, aber die Frage ist jetzt, warum die sind erstaunt. Ich glaube, die haben nicht immer verstanden, das ist der Sohn Gottes. Ja, jetzt kommt es. Ja, das ist das Predigt. Man kann staunen, wenn man nicht versteht etwas. Jetzt kommt es, genau.

[19:54] Denn die Geschichte geht noch weiter. Markus 6, Vers 3. Sie fragen, woher hat er das? Sie fragen, woher kommt das? Wie kann er so reden? Woher kommen diese Wundertaten? Sie wissen ja alles, was er getan hat. Und sie fragen sich, woher hat er das her? Und jetzt kommt Vers 3. Markus 6, Vers 3. Und sie nahmen Anstoß an ihm. Okay, also was machen die? Sie hören Jesus und was ist ihre Reaktion gewesen? Sie waren? Erstaunt. Aber dann hört ihr Erstaunen auf. Warum? Weil sie weiter auf Jesus hören? Nee, warum nehmen sie plötzlich Anstoß an ihm?

[20:50] Sie schauen jetzt auf die menschlichen Umstände, oder? Sie hören seine Worte und sagen, wow. Aber dann sagen sie, Moment mal. Wir kennen doch seinen Bruder. Wir kennen seine Schwester. Wir waren doch früher beim Einkaufen. Ja, wir haben das. Und sie nehmen Anstoß an ihm. Sie haben den Blick zu sehr auf die menschlichen Umstände. Kann das auch passieren in unserem Leben, dass Jesus zu uns spricht durch das Wort Gottes und wir fühlen uns getroffen. Aber dann schauen wir zu den menschlichen Umständen. Dann schauen wir irgendwie, wie das alles gewesen ist. Vielleicht war es auch nur Zufall. Vielleicht, wer weiß, ob das jetzt genauso gewesen ist. Und wir verlieren die Kraft des Wortes.

[21:34] Die Nazarener waren genauso beeindruckt wie alle anderen auch. Aber weil sie halt Jesus so gut kannten, dachten sie, dass sie irgendwie sein Privatleben ganz genau einschätzen können. Und dann kann er ja nicht der Sohn Gottes sein. Sie hatten ihren Blick zu sehr auf das Menschliche, das Irdische.

[21:51] Frage. Kennt ihr noch Menschen, die ein bisschen Zweifel hatten, weil Jesus aus Nazareth kam? Genau, wer hat das gesagt? Nathanael. Nathanael hatte auch eine Frage. Er hatte auch den Blick auf das Menschliche gerichtet. Kann er was Gutes? Und mit wem hat er gesprochen, der Nathanael damals? Mit Philippus. Und Philippus hat was gesagt. Komm, wir haben den Messias gesehen. Aber er hat gesagt, komm, wir haben den Messias gesehen. Jesus von Nazareth, den Sohn Josefs. Der taucht seine Augen auf. Noch nicht ganz richtig. Das war auch nicht ganz richtig, was er sagt. Beide hatten noch so ein bisschen. Ellen White sagt sie, er hat auch ein bisschen gezweifelt noch, ob es der Messias ist, weil er ja der Sohn von Josef ist.

[22:36] Aber was war die Lösung? Warum sind die beiden daran nicht gescheitert? Was haben sie gemacht? Ja, genau. Sie sind zu Jesus gekommen, haben gesehen und ihre Zweifel über Jesus haben sich in Luft aufgelöst. Sie haben sich mehr mit Jesus beschäftigt. Das heißt, es kann durchaus passieren, dass uns plötzlich sehr menschliche Gedanken kommen. Aber die kann man überwinden, indem man weiter auf Jesus hört. Und genau das hätten sie auch machen können. Sie hätten einfach weiter auf Jesus hören können. Und ihre Gedanken, die sie so hatten, und ihre Zweifel von Jesu Worten vertreiben lassen können. Das hätten sie machen können. Das war also nicht zwangsläufig, was hier passiert.

[22:54] Jesus war offensichtlich gut bekannt. Interessant ist hier dieser Vers, weil hier finden wir seinen Beruf. Das wird ja in der Bibel gar nicht so oft gesagt. Aber hier finden wir seinen Beruf. Er war Zimmermann. Und wir finden seine vier Brüder mit Namen. Wie heißen sie? Jakobus, Joses, Judas und Simon. Vier Brüder von Jesus. Und was meistens gar nicht so bewusst ist, er hatte auch mindestens zwei Schwestern. Also eine Großfamilie mit mindestens sieben Kindern. Also Jesus hatte eine Reihe von Geschwistern. Also von den Brüdern hört man ab und zu noch was, von den Schwestern fast gar nichts. Man muss sich überlegen, wie war das wohl als Schwester von Jesus?

[24:04] Wir hatten ja schon von der Familie gehört, oder? Insbesondere von den Brüdern. Das ist doch gar nicht so lange her in der Chronologie der Geschichte. In Matthäus, lasst mal euren Finger hier. In Matthäus 12, Matthäus 12, Vers 46. Wer mag das lesen? Ganz genau. Ihr wisst noch, warum sie gekommen sind? Könnt ihr euch noch erinnern? Sie hatten Angst, dass er verrückt wird, oder? Dass er nicht mehr auf die Pharisäer hört, weil er sein eigenes Ding macht. Und die wollten ihn irgendwie unter ihrer Obhut nehmen. Und Jesus sagt, wer ist meine Mutter? Wer ist meine Familie?

[25:05] Könnte es sein. Dass als die Familie zurückkehrt nach Nazareth, auch die Einstellung der Familie gegenüber Jesus ein Faktor war in Nazareth. Mit anderen Worten, wenn ich im Gottesdienst in Nazareth sitze, und da steht Jesus vorne auf der Kanzel und predigt, und ich weiß, dass seine eigenen Brüder nicht an ihn glauben, dann kann man auch Gedanken haben wie, ja, also seine eigene Familie, die ihn ja am allerbesten kennen, die glauben auch nicht an ihn. Die anderen, die ihn nicht kennen, die so leicht verführbar sind, aber ich kenne ihn ja genau, und seine eigene Familie, also wie geht denn das? Seht ihr, wie das geht?

[26:06] Was heißt das? Ja. Das ist eine gute Frage. Sehr gute Frage. Die Kurzantwort ist die, Maria ist nicht der einzige Mensch, der etwas von Gott gesagt bekommen hat, und trotzdem später daran zweifelt. Oder? Dem Abraham war gesagt, von Gott hat er gesagt, du wirst einen Sohn bekommen, oder? Hat Abraham das immer geglaubt? Irgendwann kam ihm das Zweifeln und hat gesagt, ah, vielleicht sollte ich doch die Hagar nehmen, oder? Wie oft hat Gott schon zu uns gesprochen, und uns deutliche Verheißungen gegeben, und gesagt, ich habe dir vergeben, und dann stellen wir uns die Frage, hat Gott uns wirklich vergeben? Also, ich glaube, das zeigt einfach die Menschlichkeit auch von Maria, sie war auch nur ein Mensch.

[26:56] Das stimmt. Und trotzdem hat sie Jesus ja nie, das merkt man oft in den Geschichten, sie hat ihn auch nicht mehr wissen, sie hatte verstanden, sie hat nicht genau gewusst. Der Simeon hatte schon bei seiner Geburt gesagt, der Simeon, bei der Jesu Geburt, hat er gesagt, dir wird ein Schwert durchs Herz drängen, du wirst auch nie, also, du wirst viele Schmerzen haben wegen Jesus, weil du auch viele Enttäuschungen erlebst, weil du halt dir andere Sachen vorstellst. Aber, gute Frage.

[27:24] Ich will dazu sagen, das Volk Israel hat sogar gehört und gesehen die Herrlichkeit Gottes, also, wir sehen, das ist keine Garantie, auch wenn du mit Gott direkt, das man kann nicht sofort später wieder abfahren. Das stimmt, ganz genau. Aber halten wir fest, die Familie, vor allem auch insbesondere, wenn wir an die Brüder denken, die Jesus offensichtlich nicht angenommen haben zu diesem Zeitpunkt, haben möglicherweise auch ein Beispiel gesetzt für die Mitbewohner.

[27:54] Nun wissen wir aber, und das ist jetzt interessant, sind die Jünger, sind die Brüder von Jesus immer ungläubig geblieben? Die haben sich später bekehrt. Wir finden Jakobus zum Beispiel, den Bruder von Jesus, als einen Leiter der Gemeinde in Jerusalem. Das heißt, die Menschen in Nazareth, die sich auf die Familie von Jesus berufen haben, haben einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Denn seine eigene Familie hat sich später bekehrt. Aber viele von denen, vielleicht haben sich nie bekehrt, weil sie sich auf Familienmitglieder berufen haben. Das zeigt uns einmal, wie töricht es ist, auf das Urteil von anderen Menschen zu vertrauen. Es zeigt uns aber auch, wie gefährlich es ist. Oder es zeigt uns unsere Verantwortung. Unser Glaube oder Unglaube beeinflusst auch wieder andere. Das ist also ein wichtiger Punkt.

[28:46] Jetzt gehen wir mal weiter. In Matthäus 13 finden wir noch als Ergänzung, weil der kommt hier nicht jetzt vor, aber in Matthäus 13, 55 erwähnt, Matthäus 13, 55 heißt es, ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns. Sie kennen noch Joseph, der schon längst gestorben war. Sie kennen Maria, sie kennen die vier Söhne. Sie kennen die Schwestern alle dort. Und es heißt, sie nahmen Anstoß. Warum haben sie Anstoß an ihm genommen?

[29:20] Überlegt mal, was könnte wohl der Grund sein, dass sie Anstoß an ihn genommen haben? Es gibt Situationen, zum Beispiel wie Johannes der Täufer, der war im Gefängnis und Jesus sagte zum Schluss, nachdem er sagte, die Blinden sehen und die Lahmen gehen, selig ist, der keinen Anstoß an mir nimmt. Das ist auch ein Hinweis, dass wir nicht verstehen, dass wir nicht aufgeben und glauben. Das haben wir studiert in Matthäus 11, wo Johannes die Jünger sendet. Es gibt Situationen, die können wir nicht verstehen, wir müssen aber trotzdem glauben.

[30:06] Was gab es denn nicht zu verstehen? Sie sagen ja, im Gegensatz zu den meisten anderen, die Jesus zugehört haben, diese Menschen in Nazareth, die kannten seine Familiengeschichte. Sie sagen ja ganz genau, wir wissen, wer sein Vater war, wir wissen, wer Josef war, wir kennen Maria, wir kennen seine vier Söhne mit Namen, wir kennen die Schwestern, wir kennen sie alle, die kannten genau die Lebensgeschichte. Das heißt, was wussten sie auch? Wenn sie die Lebens- und Familiengeschichte von Jesus kannten, was wussten sie dann? Sie wussten, Maria war schwanger und sie hatte zwei Alternativen, was man denken kann. Entweder, Maria hat Recht mit ihrer Geschichte vom Heiligen Geist, oder Jesus ist ein Bastard. Sie nahmen Anstoß an ihm. Sie haben Jesus, Moment, du willst was erzählen? Du bist unehelich geboren. Das haben sie geglaubt. Sie nahmen Anstoß an ihm. Weil sie dachten, sie kennen ja die Familiengeschichte so gut, haben sie so viel Einblick, dass sie das beurteilen können. Und wie schnell verurteilen wir Menschen, gerade weil wir denken, dass wir sie so gut kennen und so viel Informationen über ihr Umfeld haben und sagen, ich kenne mich ja so gut aus, ich kenne ja die Eltern, ich kenne die Geschwister, ich kenne die Cousins, ich kenne ja die Familienverhältnisse, deswegen weiß ich, was passiert ist. Die lagen voll daneben. Sie nahmen Anstoß an ihm.

[31:44] Schaut mal in Jesaja 8, Vers 14. Schon das Alte Testament hatte vorhergesagt, dass Jesus Anstoß erregen würde. Jesaja 8 und dort Vers 14. Oder lese Vers 13 und 14. Jesaja 8, Vers 13 und 14. 13 und 14, genau. Sondern verschwört euch mit dem Herrn Zebaoth. Den lasst eure Furcht und eure Schrecken sein. Er wird ein Fallstrick sein und ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses für die beiden Häuser Israels. Ein Fallstrick und eine Schlinge für die Bürger Jerusalems. Genau, hier spricht es von Gott, mit dem wir uns eigentlich verbinden sollen, aber in der Schlacht heißt es, er wird euch zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes. Jesaja sagt voraus, dass Gott selbst zu einem Stein des Anstoßes werden würde für die Israeliten. Und genau das passiert. Gott wird Mensch und gerade die Tatsache, dass Gott Mensch wird, nämlich durch den Heiligen Geist. Gott wird Mensch, Immanuel, er wird Fleisch, das Wort wird Fleisch. Und zeltet unter uns, Heiligtum. Er wird quasi das Heiligtum, Gott, bei den Menschen. Gerade das wird zum Anstoß, weil die Leute sagen, das können wir uns nicht vorstellen, du bist ein unheiliges Kind.

[33:24] Interessant, dass ausgerechnet die Tat, die vielleicht am unglaublichsten ist, gerade zu dem wird, deswegen sie ihn ablehnen. Ein ähnlicher Gedanke ist, wo er sagte, ich bin vor dem Abraham. Er sagte, du bist noch nicht 50 und du, also auch Anstoß. Also wir sehen, die haben nicht verstanden, wer er ist überhaupt. Das ist das Problem, wenn man nicht versteht, wer ist Jesus. Ja, ganz genau.

[33:54] Also, das Alte Testament sagt mehrmals, er wird verachtet sein, verlassen sein von den Menschen, nicht angesehen. Schauen wir mal, was er selbst sagt, jetzt in Markus 6 Vers 4. Vers 4. Da sprach Jesus zu ihnen, ein Prophet ist nirgends verachtet, außer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. Okay. Also er sagt, ein Prophet wird wo verachtet? In seiner Heimat? In seinem Vaterhaus, also in seinen Verwandten und in seinem Vaterhaus.

[34:34] Kennt ihr noch einen Propheten, der in seiner eigenen Heimat, von seinen eigenen Familien angerufen, bedroht worden ist? Jeremia. Von Jeremia heißt es, können wir ganz kurz einen Finger hier drin lassen, Jeremia 11. Jeremia 11 und dort Vers, Jeremia 11 und dort Vers 21. Jeremia 11, 21, darum so viel. Der Herr über die Männer von Anatot. Wo kam Jeremia her? Aus Anatot, das war seine Heimatstadt, die dir nach dem Leben trachten und sagen, du sollst uns nicht mehr im Namen des Herrn weissagen, sonst musst du durch unsere Hand sterben. Also die Leute aus seiner eigenen Stadt wollten ihn umbringen, wie bei Jesus. Und dann in Jeremia 12, gleich daneben, Jeremia 12 Vers 6, denn auch deine Brüder und das Haus deines Vaters sind treulos gegen dich gewesen. Also Jeremia war auch jemand, wo die Leute in seiner eigenen Stadt und seine eigenen Brüder, sein eigener Vater gegen ihn gewesen sind. Also Jesus, wovon er spricht, das findet sich im Alten Testament.

[35:35] Aber was interessant ist, Jesus sagt diesen Satz nicht zum ersten Mal hier, sondern schaut mal mit mir in Johannes 4, Johannes 4 und dort Vers 44. Das ist eine Idee, die kommt öfter vor in den Evangelien. Johannes 4 und dort Vers 43 und 44, das ist noch bevor er richtig seinen Dienst in Galiläa beginnt. Da sagt es nämlich hier, nach den zwei Tagen aber zog er fort und ging nach Galiläa. Jesus selbst bezeugte zwar, dass ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird. Das ist hier so, das ist so diese Zeit hier. Da sagt er okay, weil er ist ja meistens in Judäa gewesen. Wir gehen jetzt mal nach Galiläa. Ich bin eigentlich meiner Heimat nicht so geachtet. Aber er geht dorthin, er geht bewusst aber nicht nach Nazareth, sondern er geht nach Kana, wo auch dieses erste Wunder gewesen ist und dort heilt er dann den Sohn von dem königlichen Beamten aus Kapernaum. Er sagt das hier schon mal zu seinen Jüngern. Er sagt, pass auf, ich warne euch schon mal vor, in meiner Heimatstadt werden sie mich nicht annehmen. Und dann kommt er Monate später in seine Heimatstadt, in Lukas 4 und ratet mal, was er sagt in Lukas 4 und dort Vers 24. Lukas 4 Vers 24, wer mag das mal lesen? Genau, das hat er schon mal gesagt. Also er wiederholt jetzt das, was er damals gesagt hat.

[37:22] Er hat ihn damals gesagt, ich weiß, ihr nehmt mich nicht an, weil ich hier bei euch geboren bin. Und jetzt haben sie ein Jahr Zeit, Zeichen und Wunder überall sonst zu sehen und er kommt wieder zur Predigt und sie sind erstaunt, aber sie fallen wieder in denselben Fehler, obwohl er sie schon gewarnt hat. Interessant, oder? Das zeigt, wie Jesus eigentlich auch mit diesem Menschen umgegangen ist und wie er ihnen helfen wollte.

[37:45] Jetzt gehen wir ganz kurz zu Markus 6 Vers 5, gucken noch, wie das zu Ende geht. Markus 6 Vers 5, was heißt es hier? Markus 6 Vers 5, wer mag lesen? Das ist so interessant, in all den Dörfern drumherum gibt es keine Kranken mehr, er hat sie alle geheilt, überall hat er gepredigt, Tote sind auferstanden, Blinde sind sehen, Dämonenbesessene sind befreit worden, überall das ganze Land Galiläa jauchzt, weil Jesus alles tut, aber mitten in Nazareth kann er so gut wie nichts tun. Warum? Das Problem ist der Glaube, ganz genau, wenn ihr euch den Finger drin lasst und Matthäus 13 anschaut, Matthäus 13 Vers 58 sagt genau das. Das Problem ist ihr fehlender Glaube, Matthäus 13 Vers 58 sagt und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen. Das heißt, derselbe Jesus, der in Kapernaum so gut wie jeden Menschen geheilt hat, kann in Nazareth fast nichts tun, weil die Menschen einfach nicht glauben. Das kann also sein, dass Jesus sehr viel in meinem Leben tun könnte, aber nicht tut, weil er keinen Glauben findet, den man kopieren kann. Es gab eine Situation, wo Jesus sogar aus Hause ausstreben musste, weil die haben ihm ausgelacht, dass er jemanden heilen kann. Also wir sehen, ohne Glauben kann Jesus wirklich kein Wunder tun.

[39:30] Schauen wir mal in Hebräer 4, Hebräer 4 Vers 2, Hebräer 4 Vers 2, dort heißt es, denn auch uns ist eine Heilsbotschaft verkündigt worden, ein Evangelium, gleich wie jenen, aber das Wort der Verkündigung hat ihnen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war. Jesus hat eine Predigt gepredigt, die Leute waren begeistert, aber es hat ihnen nichts geholfen. Sie waren in Nazareth, waren sie erstaunt, so etwas haben wir noch nie gehört, aber es hat ihnen nichts geholfen, weil sie ihm nicht geglaubt haben. Man kann äußerlich beeindruckt sein von einer Predigt, ohne dass es etwas bringt. Paulus sagt, die Israeliten haben das Evangelium gehört von Gott, durch Mose, durch die Stiftshütte, durch die Opfer, sie kannten das Evangelium, sie haben dem nicht geglaubt, es hatte nichts genützt, sie sind in der Wüste gestorben. Jesus war mitten unter ihnen, aber weil sie ihm nicht vertraut haben, hat es ihnen nichts genützt. Wir können in den Gottesdienst gehen, Sabbat für Sabbat. Wenn wir Jesus nicht vertrauen, ihm nicht glauben, dann nützt es nichts.

[40:43] Lass uns schnell weitergehen, weil wir müssen gleich ans Ende kommen. Aber Jesus sagt, ist meine Hand zu kurz? Seine Hand ist nicht zu kurz, oder? Er sagt, meine Hand ist nicht zu kurz, um zu retten, aber wie sagt Jesaja 59 Vers 2? Eure Sünden trennen euch, eure Missetaten sorgen dafür, dass er uns nicht helfen kann. Markus 6 Vers 6, der letzte Vers. Markus 6 Vers 6. Wer mag den diesen? Und er wunderte sich über ihren Unglauben, und er ging ringsumher in die Dörfer und lehrte.

[41:26] Jetzt wundert sich Jesus, oder? Jesus wundert sich über ihren Unglauben. Kennt ihr eine Geschichte, wo Jesus sich über den Glauben von jemand gewundert hat? Vom Hauptmann von Kapernaum. Als der Hauptmann, der römische Hauptmann, da etwas sagt, sagt Jesus, er wundert sich über den Glauben, hier wundert sich Jesus über den Unglauben. Was hat der Hauptmann nochmal gesagt? Sag ein Wort und es wird geschehen, denn ich weiß, ich bin ein Mann in Autorität und ich weiß, wenn du das sagst, wird es geschehen. Was haben die Nazarener gesagt? Woher hast du das eigentlich? Sie wollten wissen, woher die Kraft kommt, sie wollten es erklären. Hey, wir kennen doch deine Brüder, deine Schwestern, es ist doch nichts Besonderes. Sie haben das alles hinterfragt. Sie wollten irgendwie das menschlich erklären. Der Hauptmann wollte keine menschliche Erklärung, der wollte nicht wissen, jetzt erklär es mal, wie du das machst. Der Hauptmann hat nicht gesagt, ich habe da gehört, sag mir mal, was ist dein Geheimnis? Der Hauptmann hat gesagt, sag einfach, ich weiß, es wird funktionieren.

[42:30] Wenn wir versuchen wollen, Gottes Wirken menschlich zu erklären, werden wir nie kennenlernen. Wenn wir anfangen, ihm zu vertrauen, kann er große Dinge tun. Jesus wundert sich über den Glauben des Hauptmanns, er wundert sich über den Unglauben der Nazarener. Der Glaube ist entscheidend. Übrigens, die Bibel hat öfter so Verse, wo Gott sich wundert. Er sagt, mich, die Quelle des Lebendigen Wassers, haben sie verlassen und sich zerstört. Er sagt, hat jemals eine Nation ihre Götter vertauscht? Haben jemals die Ägypter neue Götter sich genommen und die Babylonier? Ihr Israeliten, ich bin der einzige wahre Gott und ihr habt mich aufgegeben. Gott kann es gar nicht begreifen. Er versteht gar nicht, warum wir so oft Gott den Rücken kehren, obwohl er doch so gut zu uns ist.

[43:13] Es wurde heute oft gesprochen von Unglauben, aber damit man versteht, was ist Unglaube, im Hebräer 3 steht, welchen aber schwur er, sie sollte nicht in seine Ruhe eingehen, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren. Und wir sehen, dass sie nicht eingehen konnte, wegen ihres Unglaubens. Unglaube ist gleich ungehorsam. Jemand könnte denken, was heißt Unglaube? Also Ellen White sagt am Ende, nur wenige Herzen in Nazareth waren offen für seinen Segen. Ich meine, sie haben diesmal nicht umbringen wollen, aber selbst nach einem Jahr geballtes Evangelium und geballter Segen Gottes auf Galiläa waren nur wenige Herzen in Nazareth offen. Das zeigt uns, wie stark menschliches Vorurteil sein kann, dass selbst der Himmel da nicht durchkommt. Und das ist sehr interessant, wie sie sagt, sehr traurig eigentlich. Sie sagt, zögernd, widerwillig zog er von dort weg und kam nie wieder zurück. Ziemlich traurig.

[44:21] Was hat Jesus gesagt, was sagt Jesus dann seinen Jüngern dann in der Aussendungspredigt, wenn sie an einem Ort abgelehnt werden? Was sollen sie tun? Zum anderen Ort gehen. Genau das macht er. Da sieht man eigentlich, er zeigt ihnen quasi erst das Beispiel. Er geht an andere Orte, in andere Dörfer und als sie dann in die anderen Dörfer ziehen, dass sie das studiert haben, sagt er, schaut her, sie sind wie Schafe ohne einen Hirten. Und im Zuge dessen dann sagt er, betet für Arbeiter, sie beten. Er sagt, ihr seid die Arbeiter. Er gibt ihnen die Vollmacht, sendet sie aus und dann sind wir an dem Punkt, wo wir die letzten Male studiert haben.

[45:00] Aber wisst ihr, Jesus ist ja von Nazareth gegangen, aber er ist gegangen, um für sie zu sterben. Er ist zwar nicht mehr zurückgekehrt, aber er ist trotzdem für jeden Einzelnen von ihnen gestorben. Wir wissen nicht genau, was passiert ist mit den Nazarenern, aber vielleicht gab es doch den einen oder anderen, der später unter dem Einfluss des Heiligen Geistes bei der Aussendung der Jünger sich bekehrt hat. Jesus geht, aber er geht nicht um sie. Sie sind ihm nicht egal, selbst wenn er gehen muss. Er war auf dem Weg nach, er wusste, in einem Jahr, gut einem Jahr werde ich sterben. Ich werde auch für diese Nazarener sterben. Aber lasst uns eine wichtige Lektion lernen. Wenn wir Unglaube im Herzen hegen, können selbst alle Wunder von Jesus und alles Evangelium das nicht durchbrechen, wenn wir ihn nicht aufgeben wollen. Und das ist eine traurige Nachricht. Jesus kann jede Sünde vergeben, aber wenn wir ihm nicht vertrauen, kann er nichts für uns tun. Wir müssen ihm vertrauen und müssen hinhören, uns für ihn interessieren, auch wenn wir nicht alles verstehen. Er kann es uns erklären und uns vornehmen, jeden Tag Jesus ein bisschen besser kennenzulernen. Lass uns noch gemeinsam niederknien und beten.

[46:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, wir sehen, welche eine gefährliche Macht der Unglaube hat und unsere Neigung, Dinge menschlich beurteilen zu wollen. Herr, das hat selbst Jesus in Nazareth schwer eingeschränkt. Herr, vergib uns, wenn wir in unserem Leben zu oft menschlich gedacht haben und die Kraft deines Evangeliums gering geschätzt haben. Bitte erfüll uns du mit deinem Heiligen Geist und vergib uns, dass wir das tun, was Nathanael gemacht hat. Dass wir kommen und sehen und Erfahrung machen, dass du wirklich der wahrhaftige, lebendige Gott bist, der alles weiß, alles kennt und uns gern hat. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


Lizenz

Copyright ©2020 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.