[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid, schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir haben letztes Mal eine sehr interessante Geschichte studiert und werden heute uns anschauen, was diese Geschichte bewirkt hat und auch da sind ganz viele wichtige Aspekte und Lehren für uns enthalten. Wir werden das in drei Evangelien so ein bisschen nach und nach uns anschauen. Bevor wir damit beginnen, wollen wir heute mit einem Gebet starten und ich lade euch ein, dazu niederzuknien, wo es möglich ist.
[1:10] Lieber Vater im Himmel, wir haben so wichtige Geschichten vor uns im Neuen Testament in den Evangelien, Geschichten, die du hast aufschreiben lassen, damit wir lernen, wie wir mit Jesus im Alltag leben können. Und deswegen kommen wir jetzt als Lernende, als solche, die dich dringend brauchen und die von dir erfahren möchten, was in unserem Leben sich ändern muss und wie du uns helfen kannst und wie du uns verändern möchtest. Wir möchten dich bitten, dass die Kraft deines Wortes sich auch heute hier entfaltet nach deiner Verheißung, denn du hast ja gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wo du es gesandt hast. So möchten wir unser Herz öffnen, damit du hinein sprechen kannst nach deiner Verheißung, im Namen Jesu. Amen.
[2:04] Letztes Mal haben wir uns die Geschichte angeschaut von der Enthauptung von Johannes und wir haben gesehen, dass es eine ganze Reihe von praktischen Lektionen aus dieser Geschichte gibt. Wir haben gesehen, Johannes wurde enthauptet. Ja, vielleicht können wir das kurz zusammenfassen. Warum wurde Johannes enthauptet? Die Wahrheit gesagt, das hat ihn ins Gefängnis gebracht. Genau. Aber wir haben gesehen, er hätte eigentlich wieder freigelassen werden sollen. Dazu kam es nie. Warum? Ja, der Herodes Antipas hat immer erst herausgezögert, ihn freizulassen und dann kam die berühmte, berüchtigte Geburtstagsparty. Der Alkohol floss in Strömen und dann kam die Salome. Die junge Salome tanzte, benebelte das Denken des Königs, ohne dass sie selbst wusste, wohin das führt. Und dann kam dieser unbedachte Schwur: Ich gebe dir alles, bis zur Hälfte des Königsreiches. Erinnert euch an Salome und Esther. Und dann kam die Stunde von Herodias, die das Ganze geplant hatte. Und alle anderen waren ahnungslos, aber sie hat sich durchgesetzt. Und das zeigte uns, was passieren kann, wenn wir unsere Wachsamkeit aufgeben. Und das endete damit, dass Herodias, der Kopf des Johannes des Täufers, auf einem Teller gegeben wurde. Und wir haben bei Ellen White den Hinweis, dass sie dann noch diesen Kopf regelrecht beschimpft hat, noch so richtig schlecht über den gesprochen hat.
[3:50] Und dann sagt Ellen White etwas Interessantes. Sie sagte, dass Herodias glaubte, dass damit die Sache erledigt sei. Johannes tot, Sache erledigt. Weil Herodes hat immer ein schlechtes Gewissen, oder? Herodes Antipas hat ein schlechtes Gewissen, weil Johannes immer gesagt hat, du darfst sie nicht als Frau haben. Und das hat sie natürlich gestört. Und sie dachte, wenn Johannes tot ist, ist die Sache vorbei. Was meint ihr, war das so? War die Sache vorbei, ja oder nein? Wie war es? Was passiert? Was hat wohl Herodes jetzt gedacht? Wie ging es ihm? Was denkt ihr? Ja, Ellen White sagt, es resultierte keine Glücklichkeit aus dieser Sünde. Erstmal für sie, Herodias, ihr Name wurde sprichwörtlich und alle haben sie verabscheut. Ja, weil das war natürlich, jeder wusste, das war ein Verbrechen. Während Herodes noch mehr von so Buße oder nicht Buße, das ist das falsche Wort, so von Reue geplagt war, als er von den Warnungen des Propheten geplagt war. Er war jetzt mehr geplagt als vorher. Gewissensbisse, Gewissensbisse. Und der Einfluss von Johannes' Lehren, der war nicht eingeschränkt, der war nicht zum Schweigen gebracht worden, sondern Ellen White sagt, der Einfluss von Johannes dem Täufer würde bis in die Endzeit reichen. Sie konnten zwar ihm den Kopf abschlagen, aber sie konnten seinen Einfluss nicht begrenzen. Das heißt, wenn wir mit Jesus leben, kann man zwar unserem Leben ein Ende setzen, aber nicht unserem Einfluss. Interessant, oder? Wir können für Jesus auch dann noch weiter wirken, selbst wenn wir tot sind. Johannes der Täufer hat mit seinen Lehren selbst nur uns beeindruckt, oder? Obwohl wir schon 2000 Jahre knapp später leben.
[5:55] Und dann sagt sie, die Sünde von Herodes war ständig vor ihm. Er hat immer wieder versucht, irgendwie da sich von zu befreien, weil sein Gewissen ihn angeklagt hat. Sein Vertrauen in Johannes war noch ungebrochen. Und wenn er sich daran erinnerte, wie Johannes selbstverleugnerisch und feierlich und ernst Aufrufe gemacht hat, wenn er so guten Ratschlag gegeben hat und wenn er sich dann erinnert hat, wie Johannes zu Tode gekommen ist, konnte Herodes keine Ruhe finden. Und dann sagt sie was Interessantes. Sie sagt, während er mit den Staatsgeschäften beschäftigt war und von Menschen geehrt wurde, hat er immer ein lächelndes Gesicht gehabt, immer ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Aber er hat ein ängstliches Herz verborgen, das ständig damit bedrückt war, mit der Furcht, dass ein Fluch auf ihm war. Also der hat seine Geschäfte getan, war jetzt auf seinem Herrscherthron, hat gelächelt, alle gedacht, es ist gut, aber innen drin war buchstäblich die Hölle los. Und das bringt uns vielleicht zu der Frage, wie viele Menschen, die äußerlich lächeln, wo man denkt, alles ist gut, in Wirklichkeit von ihrem Gewissen geplagt werden. Herodes war tief beeindruckt worden von den Worten Johannes, dass nichts vor Gott verborgen ist. Er war überzeugt, dass Gott überall ist und dass er alles gesehen hat. Und dann sagt sie, viele Dinge, die Herodes gehört von den Lippen des Propheten, sprachen jetzt zu seinem Gewissen deutlicher, als Johannes in der Wüste gepredigt hatte. Es war ihm ganz deutlich vor Augen, er hatte überhaupt nichts dadurch gewonnen, er hatte nur verloren. Vielleicht kennen wir das auch nicht, wenn wir bewusst gegen Gott sündigen, geht es uns danach weiter schlimmer als vorher.
[7:44] Und jetzt greifen wir die Geschichte auf in Markus Kapitel 6. Was passierte dann? Wir haben bis Vers 28 gelesen, bis die Schüssel mit dem Haupt von Johannes kam und der Salome gegeben worden ist, die das dann der Mutter des Herodes gegeben hat. In Vers 29 und wer mag das mal lesen, lesen wir Markus 6 Vers 29. Und als seine Jünger es hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab. Wer kommt jetzt? Die Jünger des Johannes. Das ist eine interessante Gruppe, die man meistens irgendwie aus den Augen verliert in den Evangelien. Am Anfang sind sie alle Jünger von Johannes, oder? Aber dann teilt sich das immer mehr, weil einige werden Jünger von Jesus, aber andere bleiben Jünger von Johannes. Und wie war das Verhältnis zwischen den Jüngern von Jesus und den Jüngern von Johannes? In den Evangelien, wenn die mal auftauchen, wie ist das Verhältnis? Arbeiten die gemeinsam an einer Sache? Eher nicht, die streiten sich. Erinnert euch an Johannes 3. Da streiten die sich über die Taufe. Ja, genau. Da sind so Menschen da. Obwohl sie fast dieselbe Botschaft haben, dasselbe Verständnis vom Alten Testament. Jesus war natürlich allen weit voraus, aber sie waren sich ja sehr nahe. Und doch waren sie irgendwie getrennte Gruppen. Wir haben ja dann gesehen, wie sogar die Jünger des Johannes sich von den Pharisäern haben einspannen lassen, um Jesus dann diese Frage zu stellen: Warum fasten deine Jünger nicht? Wir fasten, die Pharisäer fasten. Und da war dieser Disput ganz interessant.
[9:38] Und jetzt, was meint er wohl, wie ging es ihnen jetzt? Sie hatten ja an Johannes festgehalten und sich von Jesus ein bisschen distanziert. Wie ging es ihnen jetzt, als Johannes ohne Kopf dort im Gefängnis lag? Also was war wohl ihr emotionaler Zustand? Die waren wohl tief enttäuscht, oder? Das war die große Enttäuschung für die Johannes-Jünger. Sie müssen übrigens, um ihn zu holen, müssen sie wohin? Die müssen in die Burg, die müssen in die Festung. Und da gehört ein bisschen Mut dazu, oder? Stellt euch vor, ihr seid so Jünger des Johannes und der Johannes, dem ist gerade der Kopf abgeschlagen worden. Da hätten wir auch sagen können, wir bleiben wie wir zu Hause, oder? Nein, sie gehen hin. Sie haben solch eine Loyalität zu ihrem Prediger. Sie gehen dorthin und bitten um den Leichnam und bekommen ihn auch. Kennt ihr noch Menschen, oder? Kennt ihr noch Leichname, die von den Jüngern mitgenommen worden sind? Wo also jemand stirbt und dann kommen Leute. Im Neuen Testament, bei Saul. Bei Saul ist es so, das sind nicht seine Jünger, das sind Leute, die ihm sehr loyal ergeben, die aus Jabes. Genau, die kommen und holen seinen Leichnam. Kennt ihr im Neuen Testament Leute? Ja, also bei Jesus, als Jesus stirbt, da bitten auch Leute um seinen Leichnam, um ihn begraben zu können.
[11:06] Es geht zwar nicht um Leichnam, aber dass jemand besucht, jemanden, der ist in Gefahr, der hat ihn besucht im Gefängnis. Das ist auch eine nicht leichte Sache. Alle anderen haben sich von ihm weggezogen, aber er hat ihn besucht. Ganz genau. Wir lesen das auch bei Stephanus, als Stephanus gestorben ist, kommen dann die Jünger und nehmen seinen Leichnam. Es ist ja gerade Verfolgung, aber sie wollen diesen Leichnam noch begraben. Was muss das für ein Begräbnis gewesen sein? Stellt euch mal vor. Das war ja ohne Hoffnung für sie. Man wusste, es wird eine Auferstehung irgendwann geben. Aber all ihre Hoffnungen, die sie gehabt haben, ohne Vorankündigung, man hat immer gehofft, dass er jetzt bald frei kommt, oder? Der Kopf war ab. Und was haben sie jetzt gemacht? Sie haben ihn genommen, sie haben ihn begraben, haben das Begräbnis gehalten und was jetzt? Weil ihre Bewegung war ja quasi in sich zusammengebrochen. Die ganze Bewegung basiert auf Johannes dem Täufer, oder? Aber eines darf ich nicht vergessen. Johannes hat, bevor er starb, hat etwas sehr Bedeutsames gesagt: Er muss wachsen, er muss abnehmen. Das heißt, er wollte Hinweise geben, also nicht ich, sondern ich soll dann später auf Jesus schauen, nicht auf mich. Ja, er hatte das ja schon damals gesagt, genau, als dieses Disput war. Und wir wissen noch, er hat ja auch selbst diesen kleinen Zweifel gehabt, hat dann zwei gesandt, ist dann von Jesus bestätigt worden und korrigiert worden.
[12:38] Wo sollen die Jünger des Johannes hin? Sie waren bisher immer Johannes gefolgt und der ist tot. Und jetzt? Zu den Pharisäern können sie nicht, oder? Zu den Sadduzäern können sie nicht. Wohin werdet ihr gegangen, wenn ihr Jünger von Johannes gewesen werdet? Fast zu, nicht zu den Jüngern Jesu, zu Jesus. Denn die Jünger sind gerade übrigens unterwegs, die Jünger sind auf ihrer Missionsreise und wir lesen in Matthäus 14, Vers 12. Und das ist interessant, auch eine interessante Wendung. In Matthäus 14, Vers 12. Die Jünger des Johannes, die so lange, jetzt schon gut zwei Jahre, eigentlich nicht mit Jesus gehen, weil sie an Johannes festgehalten haben, jetzt wo Johannes tot ist, kommen sie zu Jesus. Schaut mal, Matthäus 14, und dort Vers 12. Wir machen mal lesen. Und seine Jünger kamen herbei, nahmen den Leichnam und begruben ihn, und sie gingen hin und berichteten es Jesus. Genau, und dadurch erfährt es Jesus. Ja, sie haben es zuerst erfahren, sie sind nach Machaerus, haben den Leichnam genommen, haben ihn begraben, und jetzt wissen sie zu niemand anderem zu gehen, als zu Jesus. Und man hat fast den Eindruck, das sagt zwar die Bibel nicht und Ellen White sagt so auch nicht, man hat fast den Eindruck, der Johannes musste erst sterben, bevor diese Jünger endlich bereit waren, zu Jesus zu gehen. Also vielleicht wird mal Johannes der Täufer im Himmel sagen: Zum Glück bin ich dann gestorben, weil dann sind sie noch zu Jesus gekommen.
[14:19] Ellen White sagt, interessanterweise, das sagt sie, sie sagt, dass mit traurigen Herzen sie ihn begraben haben, und dann sind sie zu Jesus gegangen. Und dann sagt sie hier: Diese Jünger waren neidisch auf Christus gewesen, weil er ja Leute von Johannes weggezogen hat. Sie hatten mit den Pharisäern sich zusammengetan, um ihn anzuklagen, als er bei dem Fest von Matthäus mit den Zöllnern saß. Sie hatten seine göttliche Mission angezweifelt, weil er ja den Täufer nicht befreit hat. Aber jetzt war ihr Lehrer tot, und sie verlangten, oder sie sehnten sich nach einem Trost. Interessant, oder? Theologisch hatten sie gedacht, ah, der Jesus, sie waren neidisch, aber jetzt, wo sie traurig waren, sehnten sie sich nach Trost. Manchmal muss Gott uns in ein tiefes Tal der Enttäuschung führen, damit wir Jesus finden. Und dann sagt sie, und um für ihre zukünftige Arbeit eine Leitung zu bekommen, kamen sie zu Jesus und verbanden ihr Interesse mit seinem. Sie wurden jetzt Teil der großen Gruppe von Jüngern von Jesus. Interessant, das ist auch eine Fußnote der Geschichte, die man nicht so unbedingt vor Augen hat. Bis dahin gab es immer noch diese Johannes-Jünger als eigenständige Gruppe, die hören jetzt auf zu existieren und sie kommen quasi in diese Jüngerschaft von Jesus hinein.
[15:43] Und währenddessen ist Jesus alleine. Ellen White sagt, während die Jünger abwesend waren auf ihrer Tour, die waren ja auf der Missionstour, war Jesus allein unterwegs und hat einzelne Städte und Dörfer besucht, hat das Evangelium gepredigt und in dieser Zeit hat Jesus von dem Tod des Täufers erfahren. Nun schauen wir mal jetzt in Matthäus 14 und dort Vers 1.
[16:22] Zu der Zeit kam die Kunde von Jesus vor den Landesfürsten Herodes. Genau, bis dahin erstmal. Nicht nur Jesus hört jetzt vom Tod des Johannes, sondern Herodes hört von Jesus. Und zwar wann? Wann hört er? Zu jener Zeit. Erst jetzt wird Herodes Antipas überhaupt auf Jesus aufmerksam. Das ist ganz interessant. Also Johannes stirbt, seine Jünger werden jetzt Teil der Jünger Jesu, erzählen Jesus, was passiert ist. Übrigens, vielleicht noch ganz kurz, was hat wohl Jesus gedacht, als er von der ganzen Sache gehört hat mit Herodes und Herodias und Johannes? Was hat er wohl gedacht, als er diese Nachricht hört? Ja, es war sein Verwandter. Ja, er war tief betroffen. Was hat er noch gedacht vielleicht? Wahrscheinlich hat er schon gewusst, er hat gewusst, aber wahrscheinlich hat es ihn daran erinnert, was jetzt demnächst auch mit ihm passieren wird. Er wusste, seine Zeit in Galiläa ist bald vorbei und er hat noch ein bisschen mehr als ein Jahr bis zu dem ultimativen Opfer. Der Schatten des Kreuzes, der legt sich mehr und mehr über sein Leben.
[16:58] Jetzt, der Vierfürst Herodes hört davon. Was heißt Vierfürst? Könnte man denken, aber genau das ist nicht der Fall. Herodes der Große war ja König über das ganze Gebiet von Palästina und als er starb, wurde das quasi aufgeteilt in einzelne Teile. Und ein Viertel bekam Herodes Antipas und ein Viertel seinen Halbbruder und zwei Viertel Archelaus. Und Tetrach heißt also Vierfürst, weil man sozusagen ein Gebiet so in vier aufteilt. Das hat man öfter gemacht, hat sich ein bisschen verselbstständigt der Titel. Er war der Herrscher, wisst ihr noch über welches Gebiet? Haben wir uns letztes Mal angeschaut. Er war nicht in Judäa, Judäa war mittlerweile eine römische Provinz. Auch nicht in Samaria, sondern er war der Herrscher von Galiläa. Und das war ganz entscheidend, weil die Burg, wo Johannes war, war nicht in Galiläa, sondern die war in Peräa. Das war unten am Toten Meer im Ostjordanland. Das war so ein bisschen auseinandergezogen, dieses Gebiet. Wo ist Jesus? Jesus befindet sich in Galiläa. Aber wo ist Herodes? Ist er zu der Zeit in Galiläa oder in Peräa? Er ist in Peräa. Woher wissen wir das? Weil er gerade Johannes den Täufer umgebracht hat. Er ist in Peräa und deswegen ist er so ein bisschen von der Szenerie von Jesus entfernt. Und die Nachricht von Jesus in Galiläa dringt jetzt bis nach Peräa, bis an den Palast sozusagen.
[19:49] Jetzt schauen wir mal in Markus 6 Vers 14. Wie kam denn das Ganze zu ihm? Markus 6 Vers 14. Wer mag mal lesen? Markus 6 Vers 14. Und der König Herodes hörte das, denn sein Name wurde bekannt und man sagte, Johannes der Täufer ist von den Toten auferweckt worden und deshalb sind die Wunderkräfte in ihm wirksam. Genau. Frage. Wenn dort steht, der König Herodes hörte das, was ist mit das gemeint? Was hat er gehört? Der Herodes Antipas hört was. Was hört er? Von Jesus gehört, das wissen wir schon. Das haben wir schon mal Matthäus gelesen. Er hat von Jesus gehört. Aber jetzt, wenn man jetzt hier Markus liest, was genau hat er gehört? Das ist eine Interpretation. Aber wenn dort steht, als Herodes das hörte, wo muss ich dann nachlesen, um herauszufinden, was er gehört hat? Davor, oder? Und um wen geht es in Versen 12 und 13? Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie. Um wen geht es da? Um die Apostel. Das sind die Apostel. Also Markus sagt uns, nachdem Jesus, jetzt das ist die Chronologie, Jesus hat ja, das haben wir lang und breit uns angeschaut, Jesus hat die zwölf Apostel ausgesandt, oder? Als Missionare zwei und zwei. Und dann sind die losgegangen und verkündigen überall als sechs Zweierteams das Evangelium ganz in ganz Galiläa. Und dann sagt Markus und als Herodes das hörte, hat er von dem Namen Jesu gehört. Dadurch, dass die zwölf Apostel ihre Missionsreise gemacht haben, wird der Name noch so viel mehr bekannt, dass er jetzt auch zu dem König Herodes selbst kommt. Das ist interessant, oder? Dass es ausgerechnet die Missionsreise der Jünger war, die dazu geführt hat, dass jetzt Herodes zum ersten Mal den Namen Jesus hört.
[22:36] Halten wir das fest. Das zeigt also, welche Bedeutung auch unsere persönliche Mission hat, oder? Lassen wir den Finger hier drin. Geht mal mit mir, nur als ein Beispiel für das Neue Testament. Erste Thessalonicher. Erste Thessalonicher, Kapitel 5, äh, Kapitel 1, Entschuldigung. Erste Thessalonicher 1, Vers 8. Erste Thessalonicher 1, Vers 8. Genau. Als die Urchristenheit, also hier in dem Fall die Gläubigen in Thessalonike, als sie sich, als sie gegründet worden sind als Gemeinde, was haben sie gemacht? Überall ist verkündet, ja. Das ging überall in die ganze Welt hinaus. Und das zeigt uns das Wesen eigentlich von wahrer Mission. Sie haben nicht einfach nur ein festgefügtes Programm gemacht als Beschäftigungstherapie, sondern der Name Jesus sich verbreitet. Sogar in Gebiete, in die Jesus noch gar nicht gegangen war. Er war noch gar nicht in Peräa gewesen. Er wird dann später im Laufe der Evangelien noch nach Peräa kommen. Aber der Name verbreitet sich. Und die Frage ist vielleicht in unserem Leben, wie verbreitet sich der Name Jesus? Kann es auch von uns gesagt werden, dass aufgrund dessen, was wir tun oder halt auch nicht tun, der Name Jesu auch in entlegene Gebiete kommt? Das ist die Aufgabe.
[24:22] Nun schauen wir zurück zu Markus 6. Also der König Herodes hört das und er sprach: Johannes der Täufer, er ist aus dem Tod auferstanden. Darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm. Vers 15. Einige aber sprachen, er ist Elia. Andere aber, er ist ein Prophet, wie einer der Propheten. Genau. Also wer sind das wohl für Leute, die das jetzt sagen? Ah, das ist Elia. Ah, das ist einer der Propheten. Wer sagt das? Wer spricht hier? Wer sind diese anderen in Vers 15? Andere sagten, er ist Elia. Ah, er ist einer der Propheten. Wer sind diese Leute, die das sagen? Das könnt ihr euch vorstellen. Wir können auf Vers 6 noch zunehmen, als das Herodes hörte, sprach er: Johannes. Also die Idee ist sozusagen, diese Nachricht kommt von Galiläa nach Peräa. Und Herodes sagt dann: Ist das Johannes? Und einige andere sagen: Ah, das ist vielleicht Elia, das ist vielleicht einer der Propheten. Wer sind diese Leute wahrscheinlich? Steht explizit da. Ja, genau. Ganz genau. Da werden wir dann später mal darauf zurückkommen, weil die Jünger haben das ja irgendwoher. Also ich denke, vermutlich sind das alles Leute hier im Gefolge von Herodes, oder? Also das Gerücht kommt ja nicht zu Herodes alleine. Genau, das kommt nicht zu ihm alleine. Aber da sind ja Leute um ihn herum, Berater, ja, irgendwelche Fürsten, Militäroffiziere. Und alle haben ihre Meinung dazu. Weil das, was man hört über Jesus, weil nämlich die Jünger Mission machen, da muss es irgendwelche Informanten geben. Ja, Leute, die hier irgendwo in irgendeinem Dorf mit Petrus und Johannes gesprochen haben, mit Jakobus oder mit Matthäus. Wir haben da was gehört und da geschehen Zeichen und Wunder. Und habt ihr davon gehört? Und vor allem der Totenaufersteher. Und das verbreitet sich dann bis nach Peräa. Und dann sagen die Berater des Königs: Ist das Elia?
[26:44] Warum kommen die auf Elia? Warum kommen die auf die Idee, dass es Elia sein könnte? Elia wurde entrückt und? Er wird wiederkommen. Genau, nämlich, wo steht das? Maleachi. Das war die letzte Prophezeiung im Alten Testament. Von einem Alten Testament den Propheten. Gott würde den Propheten Elia senden, bevor der große Tag Gottes kommt. Ja, und jetzt sagen die, vielleicht ist das Elia. Oder einer von den Propheten. Aber was sagt? Übrigens, Jesus war schon nach der ersten Totenauferweckung, vielleicht erinnert euch, der Jüngling von Nain, als Prophet bezeichnet worden. Was hat übrigens Johannes auf diese Frage immer geantwortet? Ist Johannes mal diese Frage gestellt worden? Bist du Elia? Bist du einer der Propheten? Wann ist ihm die Frage gestellt worden? Wann ist Johannes, der Täufer, die Frage gestellt worden, bist du Elia? Bist du einer der Propheten? Ja, noch vorher, noch vorher. Genau, in Johannes 1, als er getauft hat, in dem Zuge, als auch dann Jesus schon getauft worden war. Da kommt diese Gesandtschaft und fragt: Wer bist du? In wessen Autorität taufst du? Bist du Elia? Er sagt: Nein. Bist du der Prophet, der kommen soll? Nein. Wer bist du? Bist du der Christus? Nein. Wer bist du? Dann sagt Johannes: Ich bin eine Stimme in der Wüste. In Jesaja, genau. Also, das war etwas, das war in den Köpfen drin. Elia kommt. Johannes hat so geprägt. Jetzt ist Johannes tot. Jetzt sagen die: Ah, dieser Jesus, vielleicht ist das der Elia, einer der Propheten. Da war also diese Erwartungshaltung. Aber Herodes hatte eine andere Meinung. Während seine Leute sagen, das ist Elia, hat er eine andere Meinung.
[29:00] Schauen wir erstmal noch in Lukas. Schauen wir in Lukas Kapitel 9 und dort Vers 7. Das ist jetzt sehr interessant. Lukas 9, Vers 7. Der Fürst Herodes aber hörte alles, was geschah, und er war ratlos, weil von etlichen gesagt wurde, Johannes sei von den Toten auferweckt worden. Genau. Also erstmal ist interessant, wer kommt hier auf die Idee als erstes, dass es sich bei Jesus um den wiederauferstandenen Johannes handeln könnte? Ist es Herodes, die als erstes auf die Idee kommt? So hätte man bisher denken können aus den bisherigen Versen. Aber hier wird noch ein Detail erwähnt. Warum ist er in Verlegenheit? Etliche sagen, also das heißt, andere bringen erstmal auf die Idee. Also nicht nur sagen, ah, das ist Elia, das ist einer der Propheten. Andere sagen, hey, vielleicht ist das Johannes der Täufer, er ist von den Toten auferstanden. Und dann fällt es natürlich dem Herodes eiskalt den Rücken runter. Wenn der von den Toten auferstanden ist, was macht der mit mir? Es heißt also, in der Schlachter heißt es, er war verlegen. Bei dir stand es sehr schön, bei dir stand ratlos, glaube ich, oder? Ratlos. Hat jemand noch eine Übersetzung? Also verlegen, ratlos. Das griechische ist ganz interessant. Das griechische Wort heißt eigentlich ausweglos, ohne Ausweg. Das ist die Situation, wenn du merkst, okay, ich habe ein Problem, was ist meine Option? Das geht nicht, das geht nicht, das geht auch nicht, das geht auch nicht. Ich habe keine Lösung, ich habe keinen Weg hinaus. Das ist dieser, also man kann ja auch verlegen sein, wenn man sagt, ach na ja, ich bin jetzt ein bisschen verlegen, ein bisschen schüchtern. Das ist nicht die Verlegenheit. Das ist, wenn man plötzlich das Gefühl hat, ich habe keine Lösung für das Problem. Herodes ist bestürzt, er weiß nicht, wie er aus der Nummer raus soll. Und es ist interessant, weil wenn ihr darüber nachdenkt, gab es denn einen Ausweg für Herodes? Er hat das Gefühl, als dass er ohne Ausweg ist. Johannes ist von den Toten auferstanden möglicherweise. Er weiß nicht, wo er hin soll. Sein Gewissen plagt ihn. Hätte es einen Ausweg gegeben? Zu Jesus, denn Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist der Ausweg. Aber Herodes ist nie zu Jesus gekommen. Wir werden später sehen, Jesus ist mal zu Herodes gekommen, aber dazu gleich noch mehr.
[31:56] Also diese Idee, dass Jesus, ja? Nee, also das geht zurück auf den Maleachi. Der Maleachi sagt, dass der Elia noch mal wiederkommen wird. Aber damit ist gemeint, das wird erklärt dann in Lukas 1, damit ist gemeint, als Johannes der Täufer kam, kam er in der Kraft des Elia. Also der hat quasi, der sah so ähnlich aus wie Elia, hat sich ähnlich gekleidet, hat vor allem dieselbe Botschaft gepredigt und hat so dieselbe Aufgabe erfüllt. Und Jesus sagt später, dass in Johannes dem Täufer quasi Elia symbolisch noch mal gekommen ist. Und er sagt aber auch, dass dieser Elia noch mal kommen wird. Das heißt, vor dem ersten Kommen Jesu gab es so einen Propheten, der das Volk vorbereitet hat. Und es gibt auch am Ende der Zeit mal eine prophetische Bewegung, die diese Botschaft von Elia noch mal vor der Wiederkunft predigt. Das ist so die Idee. Aber Elia selbst kommt nicht mal auf die Erde, er kam nur bei der Verklärung von Jesus auf den Berg. Aber das hat damit nicht direkt was zu tun. Aber gute Frage. Du sagst, er könnte zu Jesus kommen, aber ich glaube, er sagte an einer Stelle irgendwo, dass er schon die Möglichkeit von Johannes dem Täufer hatte und das hat ihm später Jesus keine Antwort mehr gegeben. Also man kann so weit gehen, dass du kannst nicht mehr zu Jesus kommen, wenn man irgendwie die Grenze erreicht. Und bei ihm, weil bei Johannes dem Täufer hat, hat er die Grenze erreicht, glaube ich.
[33:37] Ja, der Punkt ist, genau, das ist ein wichtiger Punkt. Als dann später kommen wir noch zu, als Jesus dann vor Herodes steht, ist er nicht mehr bereit, offen zu sein. Also wenn Herodes, ich meine, warum hast du ein schlechtes Gewissen? Weil der Heilige Geist dir sagt, ja. Wenn Herodes an dieser Stelle es von Herzen bereut hätte und nach Galiläa gereist wäre und sich zu den Füßen Jesu geworfen hätte, hätte Jesus ihn bestimmt retten können. Jesus kann jeden retten. Aber wir werden gleich sehen, er hat zwar ein Interesse an Jesus, aber es ist mehr eine Kuriosität. Und das ist genau das Zeichen dafür, dass er im Herzen eben jetzt zu weit geht. Er lehnt den Heiligen Geist ab. Wichtiger Punkt. Aber schauen wir jetzt in Vers 8 und 9. Wir sind in Lukas 9 noch und dort Vers 8 und 9.
[34:24] Von etlichen aber Elias sei erschienen und von anderen einer der alten Propheten sei auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet. Wer aber ist der, von welchem ich dies höre? Und er wünschte ihn zu sehen. Genau, also Herodes war offensichtlich nicht von Anfang an ganz sicher, dass es Johannes der Täufer ist. Er fragt sich: Ich habe doch Johannes enthauptet, wer ist das? Und er möchte ihn sehen. Könnt ihr das sehen? Das ist jetzt eine ganz traurige Geschichte. Hier ist jemand, der ist mit Sünde beladen und die Sünde quält ihn. Und er hört von Jesus und er möchte gern Jesus sehen. Was macht er nicht? Was macht er nicht? Er geht nicht zu Jesus. Er hat nur dieses große Interesse, wenn der Jesus mal hier vorbeikommt, so nach dem Motto, ja, also ich würde ihn wirklich gerne sehen. Und später ist er die Gelegenheit, als dann Jesus gefangen genommen wird, da lässt er ihn ja förmlich rufen, weil er wollte ihn unbedingt sehen und freut sich ja über ein Jahr lang. Das ist ungefähr jetzt hier vor dem Passah 30, also fast ein Jahr, über ein Jahr vorher. Über ein Jahr lang hat er darauf gewartet und dann, was sagt Jesus ihm, hast du schon gesagt, als Jesus vor ihm steht? Was sagt er dann? Also ein Jahr später in Lukas 23, was sagt Jesus zu ihm? Nichts, nichts, keine einzige Antwort, weil das Interesse an Jesus war eben Kuriosität. Das war so Sensationsgier vielleicht auch, ja. Aber wenn er wirklich von Herzen bereut hätte, dann wäre zu Jesus gerannt und hätte gesagt: Ich brauche Vergebung, hilf mir. Ja, das hat er nicht gemacht.
[36:29] Jesus sagte an der Stelle, wenn Jünger Jesu nicht angenommen, hat mich nicht angenommen. Das bedeutet, wir sehen, dass Jesus sich identifiziert mit seinem Jünger, mit seinem Apostel. Und wenn jemand sie verwirft, dann später, es ist nicht so immer so einfach, zu Jesus zu kommen, weil Jesus sagt eigentlich: Ich war Ihnen. Das ist der Punkt, als er Johannes den Täufer umbringen lässt, kämpfte er ja gegen die Stimme Gottes, die durch Johannes den Täufer spricht. Und schaut, hier ist ein wichtiger Punkt, das zeigt ja nicht, dass er jetzt plötzlich nichts mehr von Jesus wissen wollte. Er hatte durchaus Interesse, er wünschte es, aber vielleicht kennt ihr diese Aussage von Ellen White in Schritte zu Jesus, wo sie sagt: Viele wünschen sich, Christen zu sein, aber entscheiden sich nie dafür. Und das ist, glaube ich, eine ganz interessante Illustration dafür. Er wünscht sich, Jesus zu sehen, aber er ist der Zartarch, er kann dahin gehen, er kann hingehen, wo er hin will. Er ist nicht gebunden, er kann dafür sorgen, dass er Jesus begegnet. Niemand hat so viel Macht im Land wie er, aber er begegnet Jesus erst, als Jesus schon ein Jahr später gebunden ist. Er wollte ihn gerne sehen, aber er hat sich nicht dafür entschieden, mit seiner Sünde zu Jesus zu gehen. Und deswegen geht er verloren. Eine ganz traurige Geschichte und eine Sache, die wir unbedingt daraus lernen müssen, ist: Es reicht nicht zu wissen, dass ich ein Sünder bin und es reicht nicht, von Jesus gehört zu haben und es reicht nicht mal den Wunsch zu haben, Jesus zu sehen. Das Griechische sagt sogar, er hatte einen starken Wunsch. Das war nicht so, ach na ja, wenn er mal kommt, ich würde mich schon mal mit ihm unterhalten. Er wollte ihn unbedingt sehen, aber es blieb bei dem Wunsch und so konnte Jesus ihm nicht helfen. Es blieb bei dem Wunsch und er hat nichts getan.
[38:14] Schauen wir mal in Markus 6, Vers 16. Ja, das ist eine gute Frage. Das, was fehlt, ist eine einzige Sache. Man muss sich entscheiden, zu gehen. Es kann sein, dass ich mir wünsche, ein Christ zu sein, aber ich entscheide mich nicht, ein Christ zu sein. Es kann sein, dass ich mir wünsche, eine Sünde aufzugeben, aber ich entscheide mich nicht, sie aufzugeben. Und diese Entscheidung, das ist das, was die Bibel Glaube nennt. Zu glauben, dass Jesus mir hilft, wenn ich zu ihm gehe. Ich entscheide mich jetzt zu beten, weil ich Hilfe brauche. Ich entscheide mich jetzt, die Bibel aufzuschlagen, nicht weil ich durchs Bibel aufschlagen gerettet werde, sondern weil ich weiß, Jesus begegnet mir. Ich komme zu Jesus. Ich kann mir also wünschen, ich hoffe, Jesus hilft mir irgendwann oder ich kann sagen: Ich brauche Hilfe, jetzt schlag die Bibel auf und bete und komme zu Jesus. Diese Entscheidung, die kann Gott uns nicht abnehmen. Das Einzige, was zwischen uns und Gott steht, ist unsere eigene Wille und den können wir mal einsetzen, weil das ist unsere eigene Wille.
[39:33] Sollen wir Markus 6 lesen? Vers 16? Wer mag lesen? Markus 6, Vers 16. Als das Herodes hörte, sprach er: Er ist Johannes, den ich enthauptet habe, der ist aus den Toten auferstanden. Genau, also erst war sich unsicher. Erst war das eine Idee, die andere an ihn herangetragen haben, aber jetzt ist er überzeugt, das ist Johannes. Im Griechischen ist das sogar mit Emphase: Der Johannes ist aus den Toten auferstanden. Jetzt, warum kommt er zu dem Schluss? Ich meine, es ist ja nicht Johannes, oder? Jesus ist nicht Johannes, aber warum kommt Herodes zu diesem Schluss? Warum kommt er auf die Idee?
[40:26] Er hat es sich einreden lassen, vielleicht, ja. Seht ihr, wie sehr er sich hier eigentlich selbst anklagt? Der Johannes, den ich habe umbringen lassen. Die Sünde ist so stark, ja, sie versperrt förmlich fast den Blick auf Jesus. Der Grund ist eigentlich, der Heilige Geist ist nicht mehr da. Wir wissen, dass der Heilige Geist führt und leitet, dass man erkennt dies und jenes. Und wenn der Heilige Geist nicht wirkt, dann man kommt zu falschen Schlussfolgerungen. Ellen White sagt etwas Interessantes, sie sagt: Die eigenen Gedanken des Sünders sind seine Ankläger. Also in anderen Worten, wenn der Teufel sterben würde, heute Abend, und alle Dämonen mit ihm, würden trotzdem Sünder sich immer noch angeklagt fühlen, weil ihre eigenen Gedanken sie anklagen. Und sie sagt, es gibt keine schlimmere Qual, als die Stiche eines schuldigen Gewissens, das einem weder Tag noch Nacht Ruhe gibt. Das Gewissen verletzt es und keine Rettung bekommt durch Jesus, weil es nicht zu Jesus gebracht wird. Dann ist das eine Qual und wir wissen gar nicht, wie viele Menschen in ihrem Herzen gequält sind, weil dieses Gewissen sie so plagt.
[41:57] Und jetzt der letzte Vers für heute, Matthäus 14, Vers 2. Und sagte zu seinen Dienern: Dieser ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferweckt worden und deshalb sind die Wirkungskräfte in ihm wirksam. Jetzt kommt noch ein letzter wichtiger Punkt. Wie viel Wunder hatte denn Johannes der Täufer vor seinem Tod gewirkt? Keins. Das heißt, jetzt denkt mal scharf nach, wenn Johannes vor seinem Tod, der echte Johannes, der gestorben ist, kein einziges Wunder gewirkt hat, dann hat Herodes, Jesus nicht wegen der Wunder ihn mit Johannes in Verbindung gebracht, oder? Weil Wunder gab es keine von Johannes. Wie kam auf die Idee, dass es Johannes sein könnte? Was hat ihn dazu veranlasst, dass es Johannes sein könnte, wenn es nicht die Wunder sind? Er hat die Wunder Jesu gehört. Genau. Man könnte es so sagen. Er hört jetzt von einem Mann, der viele Wunder tut. Und was er sagt, dass Herodes denkt, die Wunder tut er, weil er aus den Toten auferstanden ist. Weil er jetzt von den Toten auferstanden ist, kann er jetzt Wunder tun, aber vorher konnte er keine. Aber er muss ja irgendwie den, den er jetzt sieht, mit dem Johannes von früher in Verbindung bringen. Das geht nicht über die Wunder, weil Johannes hat keine Wunder getan. Womit kann er ihn aber in Verbindung bringen? Was ist zwischen dem Mann, von dem er hört, und dem Johannes, den er kannte, was ist gleich? Nicht die Wunder, weil Johannes hat keine getan. Was ist so ähnlich zwischen dem, von dem er jetzt hört, und dem Johannes, den er kannte?
[43:52] Was war ähnlich zwischen dem, von dem er jetzt hört, und dem Johannes, den er kannte? Die Botschaft. Ganz genau. Tut Buße. Die Botschaft war dieselbe. Und er hört ja nicht nur von den Wundern von Jesus. Er hört das, was die Jünger getan haben, was Jesus getan hat. Und er erkennt in dem Bericht: Dieser Mann predigt dasselbe wie Johannes und er tut Wunder. Deswegen sagt er, das ist Johannes, nur quasi Johannes 2.0. Das ist Johannes nach seiner Auferstehung, weil jetzt kann er Wunder tun. Aber erkannt hat er ihn nicht an den Wundern, vermeintlich erkannt hat er ihn an derselben Botschaft, an demselben Geist.
[44:51] Schaut mal, stellt euch mal vor, jemand hat noch nie etwas von Jesus gehört, aber er kennt euch. Und stellt euch vor, die Person kennt euch recht gut, und dann sterbt ihr. Und dann hört die Person zum ersten Mal von Jesus, und wenn sie von Jesus hört, sagt sie: Was ich von Jesus höre, das erinnert mich an XY. Das ist interessant, oder? Bei uns denken wir meistens andersherum. Menschen hören von Jesus und sollen ihn dann in uns auch sehen. Und genau das passiert hier. Johannes war so eng mit Gott verbunden, dass als Herodes zum ersten Mal von Jesus hört, dem echten Jesus, sagt er: So wie der ist, der muss sein wie Johannes. Eigentlich ist das auch, obwohl die Schlussfolgerung falsch ist, ein Zeugnis dafür, wie sehr Johannes durch seine Reden und sein Handeln den Charakter Jesu repräsentiert hat. Ähnlich ist es, wo vom Apostel wurde gesagt, sie erkannte, dass sie mit Jesus waren. Und ich muss mich ehrlich fragen, vielleicht fragt euch das auch: Wenn ich heute sterben würde, würden dann Leute, die mich gekannt haben, aber die noch nie was von Jesus gehört haben, wenn sie dann mal das Evangelium aufschlagen und Geschichten von Jesus hören, also Matthäus, Markus, Lukas lesen und sagen: Der ist ja so wie Christopher. Das ist ja unglaublich, oder? Da bin ich noch ein ganzes Stück von entfernt. Und ich glaube, wenn uns das bewusst ist, was Gott tun kann, was Gott auch im Leben von Johannes dem Täufer getan hat, dann können wir sehen, wie sehr Jesus uns verändert. Ist das nicht eigentlich das, worum es geht, der Welt am Ende den Charakter Jesu zu offenbaren? Dass wenn Menschen uns sehen und dann vielleicht erst auch später von Jesus hören, dass sie sehen: Ich habe eigentlich schon Jesus gesehen. Praktisch, ja.
[47:07] Ganz genau. Die Werke folgen ihr nach. Das ist genau diese Idee, die wir heute gesehen haben. Können wir Gott bitten, dass er uns so mit seinem Heiligen Geist erfüllt, dass Leute in uns tatsächlich die Botschaft und das Wesentliche sehen.
[47:23] Noch gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, auch für diese Geschichte, die wir heute gelesen haben. Danke, dass wir sehen konnten, dass Johannes in seinem Reden und Handeln und Tun so ein leuchtendes Beispiel für wahre Gerechtigkeit gewesen ist, für ein Erfüllter mit dem Heiligen Geist, dass er dich, Herr Jesus, so sehr widergespiegelt hat. Und Herr, hab Dank, dass wir sehen können, auch in dieser Geschichte, dass es oft in unserer tiefsten Enttäuschung ist, dass du uns erreichst, so wie die Jünger des Johannes und dass wir dann endlich uns ganz dir vergeben. Und danke, dass wir sehen können, dass dein Heiliger Geist an unseren Herzen wirkt und dass es nicht allein reicht, zu wünschen, ein Christ zu sein, sondern dass wir wirklich auch von Herzen diese Entscheidung fällen, uns entscheiden, dir ganz nachzufolgen. Und das wollen wir heute erneut tun und dich bitten, dass du uns mit deinem Geist erfüllst. Im Namen Jesu. Amen.
[49:01] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!