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In dieser Lektion der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp, wie Jesus Christus das Gesetz des Herrn gelebt und erfüllt hat. Anhand von Beispielen wie der Bergpredigt und der Feindesliebe wird gezeigt, wie Jesus die tiefere Bedeutung der Gebote offenbarte und uns dazu aufruft, diese in unserem Leben umzusetzen. Eine Ermutigung, die Lehren Jesu im Alltag zu leben.

In dieser Predigt wird die biblische Geschichte von Jesu Beschneidung und Darstellung im Tempel beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die tiefere Bedeutung der Beschneidung als Zeichen des Bundes und der Herzensreinigung. Er zeigt auf, wie die Ereignisse im Leben Jesu, von seiner Namensgebung bis zu seiner Darbringung im Tempel, die Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen darstellen und auf den Erlöser hinweisen. Die Predigt betont die Bedeutung des Wartens auf den Messias, wie es Simeon tat, und ermutigt die Zuhörer, ein gerechtes und gottfürchtiges Leben zu führen, während sie auf die Wiederkunft Jesu warten.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass ihr gekommen seid. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de zu unserem Seminar, der Ersehnte. Wir wollen uns heute mit einem interessanten Abschnitt beschäftigen in Lukas Kapitel 2. Letzte Woche haben wir gesprochen über die Hirten auf dem Feld. Wir sind ja gerade in den Geschichten, die normalerweise in allen Kirchen nur zu Weihnachten erzählt werden. Und es tut so wohl, sie mal im Frühherbst zu betrachten. Und wir haben gesprochen über die Hirten, die die ersten Missionare waren des gerade geborenen Kindes, des gerade geborenen Messias. Und heute wollen wir schauen, wie das weitergegangen ist. Ab Vers 21. Bevor wir dahin gehen, möchte ich euch einladen, dass wir wie immer gewohnt ein Anfangsgebet sprechen und wem es möglich ist, der möge dazu niederknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen können, dass wir dein Wort studieren können. Wir danken dir für die Gelegenheit, in deinem Wort Dinge zu erkennen, die uns helfen, im Alltag dir nachzufolgen. Wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist zu uns spricht und dass wir in diesen Worten Trost und Hoffnung und Stärkung finden können. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[1:49] Lukas 2 und dort Vers 21. Schlag mal mit mir auf. Lukas 2, wir sind in unserem Versuch, das Leben Jesu chronologisch nachzuzeichnen. In den Anfangszeiten sehr von Lukas abhängig. Der hat die meisten der Geschichten aus jenen Tagen. Lukas 2 und dort Vers 21. Die Bibel sagt, und als acht Tage vollendet waren, als man das Kind beschneiden musste, da wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe er im Mutterleib empfangen worden war. Interessanterweise, das ist mir vorher gar nicht so richtig bewusst gewesen, aber das wird hier sehr deutlich, hat Jesus sieben Tage auf dieser Welt gelebt, ohne Jesus zu heißen. Er war einfach nur das Baby, der Säugling, von dem man schon wusste, er wird der Retter sein. Nun, Maria und Josef wussten schon, wie sie ihn nennen würden, aber seine Identität als Jesus bekam er nicht bei seiner Geburt, sondern an seinem achten Lebenstag. Bei uns ist das ja anders. Meistens werden die Kinder gleich bei der Geburt dann benannt. Aber hier war die Namensgebung mit der Beschneidung verbunden und das ist interessant, weil die Beschneidung etwas ist, was natürlich vor allem im Alten Testament eine große Rolle gespielt hat.

[3:26] Schon im Lukas-Evangelium hatten wir eine andere Person gefunden, die beschnitten worden war. Könnt ihr euch daran erinnern? Im Kapitel zuvor hatten wir die Beschneidung von Johannes dem Täufer. Genau, wir hatten ja gesehen, dass Johannes der Täufer und Jesus, dass da sehr viele Parallelen sind in Lukas 1 und 2. Und wenn wir das noch ganz kurz nochmal uns vergegenwärtigen wollen in Lukas 1 und dort Vers 59. Und es geschah am achten Tag, dass sie kamen, um das Kind zu beschneiden und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Sararias. Da war übrigens auch genau derselbe Fall. Das Kind wurde bei der Beschneidung benannt. Übrigens, wenn ihr genau gelesen habt, könnt ihr feststellen, dass Johannes am achten Tag beschnitten wurde. Wann wurde Jesus beschnitten? Es heißt, als acht Tage vollendet waren. Der westeuropäisch denkende Mensch würde sagen, wenn acht Tage vollendet sind, welcher Tag haben wir dann? Den neunten Tag. Aber nichts zu der Hebräer, ich erwähne das immer nur mal wieder gerne am Rande, ist nicht das Hauptthema hier. Der achte Tag ist, wenn der achte Tag ist, sind acht Tage vollendet. Die Hebräer haben inklusiv gerechnet. Das ist ein wichtiger Punkt, immer dann, wenn jemand wieder darüber stolpert, ob Jesus am dritten Tag auferstanden ist oder nach drei Tagen. Aber kommen wir doch zur Beschneidung.

[5:00] Was hatte es mit der Beschneidung auf sich? Nun, es gibt viele Kulturen, in denen Beschneidung praktiziert wird, zum Teil aus traditionellen Gründen, zum Teil aus hygienischen Gründen und verschiedenen anderen Gründen, aber bei den Juden hat es ganz deutlich einen religiösen Grund. Woher kommt die Beschneidung? Wer war der Erste, der beschnitten wurde oder in welcher Geschichte wird die Beschneidung eingeführt in der Bibel? Mose hatte mit der Beschneidung auch zu kämpfen, er wollte seine Söhne nicht beschneiden und dann hat Gott deutlich eingegriffen, aber wer war der Erste? Abraham, ganz genau. Lass uns mal kurz hingehen zu 1. Mose 17. Wir wollen ein bisschen auf die Spur gehen, was es mit der Beschneidung auf sich hat. 1. Mose 17 und ihr kennt die Geschichte, ihr wisst, Abraham ist berufen worden, dass in seinem Samen, in seinen Nachkommen die Welt gesegnet werden sollte. Er sollte der Vater dieser Heilslinie sein und ihr kennt die Geschichte, ihr wisst, er hat geglaubt und dann hat er nachher nicht mehr so sehr geglaubt, dann hat die Hagar ihn überzeugt mit ihren Argumenten und als er dann 99 Jahre alt war und schon dachte, alles ist im Lot, er hat ja einen Sohn Ismael. Es war nicht ganz so gewesen, wie er sich gedacht hatte. Er hat die Hagar dazu gebraucht, aber er hatte zumindest ein Sohn. Da kommt Gott und fordert ihn heraus, dass das nicht der Plan Gottes war und ist. Ihr kennt die Geschichte, ihr wisst, dass er ihm dann sagt, deine Frau Sarah wird einen Sohn gebären und ihr werdet ihn Isaak nennen und in diesem Zusammenhang wird die Beschneidung gegeben.

[6:40] Schaut mal in 1. Mose 17 und dort Vers 12. Jedes männliche von euren Nachkommen soll bei euch beschnitten werden, wenn es acht Tage alt ist, sei es im Haus oder geboren oder um Geld erkauft von irgendwelchen Fremden, die nicht von deinem Samen sind. Ich habe mich lange Zeit die Frage gestellt, was sollte eigentlich diese Beschneidung jetzt wirklich ausdrücken? Ein schmerzhaftes Ritual? Es war definitiv ein Zeichen eines Bundes. Uns wird deutlich gesagt, dass hier ein Bund gemacht worden ist, ein Bund, der die Zugehörigkeit zu Gott symbolisieren sollte. Beschneidung bedeutet auf Deutsch, dass etwas weggeschnitten wird. Das ist ein schmerzhafter Prozess und in derselben Geschichte in 1. Mose 17, da wird auch noch etwas anderes weggeschnitten als die Vorhaut von Abraham. Warum? Als Gott dann dem Abraham sagt, du wirst einen anderen Sohn haben und der wird der Träger der Heilslinie werden, schaut mal was Abraham sagt im Vers 18. Und Abraham sprach zu Gott, dass Ismael vor dir leben möchte. Ismael ist mein Sohn, ich habe Ismael seit Jahren gut erzogen, ich liebe ihn. Kann er nicht der verheißene Sohn sein? Und dann sagt Gott etwas sehr Trauriges aus Abrahams Sicht. Er sagt schlicht und einfach nein. In diesem Moment ist eine Lebenslüge, eine Lebensillusion Abrahams weggeschnitten worden. Er hat sich immer eingebildet mit seiner Methode, mit seinem genialen Plan oder dem genialen Plan seiner Frau, kann er den Plan Gottes irgendwie erfüllen und das wird dann schon Gottes Akzeptanz finden. Aber Gott sagt, nein, nein, nein, wenn du wirklich der Träger der Heilslinie sein willst, dann nur nach meinen Maßstäben und dazu muss auch was weggeschnitten werden. Ihr wisst später, der Abraham musste sich sogar von dem Ismael ganz trennen. Und glaubt ihr, das war schmerzhaft? Das war schmerzhaft. Die Beschneidung im Kontext wurde gegeben in einem Moment, wo Abraham verstanden hat, dass eine ganz liebe Idee, eine Idee, die ihm ganz, ganz, ganz nah am Herzen war, dass sie nicht von Gott war und sie musste weggeschnitten werden.

[9:34] Die Bibel kennt diese Idee von der Beschneidung des Herzens. Schaut mal mit mir in 5. Mose 10. 5. Mose 10 und dort Vers 16, Entschuldigung, nicht 6, 16. Dort wird uns gesagt, 5. Mose 10 und dort Vers 16. So beschneidet nun die Vorhaut von eures Herzens und das Herz in der biblischen Anatomie, das liegt wo? Wo liegt das Herz in der biblischen Anatomie? Hier, ja. Beschneidet die Vorhaut eures Herzens, mit anderem Wort, beschneidet euer Denken. Die Beschneidung hatte zu tun mit dem Herzen. Und übrigens, für den Fall, dass man sagt, naja, wie soll ich jetzt meine Gedanken beschneiden, hat 5. Mose eine ganz tolle Antwort. Schaut mal in 5. Mose Kapitel 30 und dort Vers 6. 5. Mose 30 und dort Vers 6. Das finde ich eine ganz, ganz, ganz, ganz wunderbare Verheißung. Die Bibel sagt uns, wir sollen unser Herz beschneiden, aber 5. Mose 30 Vers 6 sagt, und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz in der Nachkommenschaft beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst. Das heißt, die Beschneidung des Herzens hatte zur Folge, dass man Gott von ganzem Herzen liebt und von ganzer Seele, mit anderen Worten, dass man immer das tut, was Gott möchte, weil man ihn so gern hat. Jesus sagt, das ist die Zusammenfassung des ganzen Gesetzes. Und diese Beschneidung des Herzens wurde symbolisch ausgedrückt durch die Beschneidung der Vorhaut.

[11:33] Wenn ihr dem Paulus da folgen wollt, schaut mal in Römer, in Römer Kapitel 4, in Römer Kapitel 4 und dort Vers 11. Die Beschneidung selbst hat keine geistliche Qualität hineinge injiziert. Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit dein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde. Das heißt, die Beschneidung der Vorhaut war ein Symbol, ein äußeres Zeichen einer inneren Einstellung. Das heißt, von den Tagen Abrahams bis zu Jesus war jede Beschneidung eigentlich ein Gleichnis, das den Menschen, die das erlebt haben, deutlich machen sollte, beschneidet eure Herzen. Damit ihr Gott liebt von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wie Jesus es dann später vorgelebt hat. Insofern ist die gesamte Beschneidung ein Hinweis auf Jesus gewesen. Der zweite Punkt war natürlich, dass die Beschneidung die Heilslinie deutlich machen sollte, aus der der Messias kommen sollte. Das heißt, das gesamte Konzept von Beschneidung, sowohl von dem theologischen, von dem Gedanken, als auch von der tatsächlichen Heilslinie, wies auf den Erlöser hin.

[13:11] Und jetzt sind wir in Lukas 2,21 und Jesus selbst wurde beschnitten. Vielleicht könnt ihr euch fragen, wie kann das sein, dass wenn die ganze Beschneidungszeremonie seit Abraham auf Jesus hinweist, warum musste dann Jesus selbst beschnitten werden? Das ist doch merkwürdig, oder? Man könnte doch denken, dass man vielleicht hätte auch ein Engel sagen können, naja, er ist derjenige, auf den es hinweist, er muss nicht beschnitten werden. Aber die Bibel sagt, er wurde genau an dem Tag beschnitten, wo es notwendig war, am achten Tag. Nicht einen Tag zuvor, nicht einen Tag danach. Schaut mal in Galater 4, um das Rätsel zu lösen. Galater 4 und dort Vers 4 und 5. Galater 4, das ist Paulus' Kommentar zu Lukas 2, sozusagen. Galater 4 und dort Vers 4 und 5. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau, das ist die Geschichte von der Krippe in Bethlehem, nicht wahr? Und, das ist sehr wichtig, das lesen wir meistens, und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. Wovon werden die, die unter dem Gesetz sind, losgekauft? Vom Gesetz? Von der Sünde, nicht wahr? Das ist die Sünde, die versklavt. Jesus wurde unter das Gesetz getan, er hat auch alle Pflichten des mosaischen Gesetzes erfüllt, um den Menschen dort zu erreichen, wo der Mensch war. Um den Menschen von der Sünde zu befreien, musste er den Menschen gleich werden. Und das bedeutete sich auch, Regeln anzunehmen, die für ihn gar nicht notwendig waren. Das vielleicht beste Beispiel ist eine Taufe. Jesus brauchte nun wirklich keine Taufe, um zur Vergebung der Sünden, oder? Das hat der Johannes ihm gesagt, wozu willst du dich taufen lassen? Aber Jesus sagt, lass es so, ich muss alle Gerechtigkeit erfüllen, alle Gerechtigkeit muss erfüllt werden. Er ist uns gleich geworden in allem, er hat sich freiwillig unter das Gesetz getan.

[15:36] Übrigens, wir haben schon gesagt, bei seiner Beschneidung ist ihm sein Name gegeben worden, und sein Name war Jesus, Jesus heißt übersetzt der Retter. Und wir wissen aus Matthäus 1, Vers 21, wovon er die Menschen zu retten suchte. Er wollte sie retten von der Sünde. Frage, wer hat ihm eigentlich den Namen Jesus dann tatsächlich gegeben? Gott hat den Namen vorgeschlagen, der Engel hat es weitergeleitet, aber wer hat letztendlich den juristischen Akt vollzogen, Jesus so zu nennen? Maria oder Josef? Noch eine Abstimmung, wer sagt Maria? Maria, wer sagt Josef? Wer sagt beide? Schaut mal, es ist ganz interessant, Matthäus 1 und dort Vers 25. Matthäus 1, Vers 25 ist der Vers, der jetzt direkt von diesem achten Tag spricht. Matthäus 1, Vers 25, und er, Josef, erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte, und er gab ihm den Namen Jesus. Ganz interessant, oder? Beide haben einen Engel als Besuch gehabt, sowohl Josef als auch Maria. Zu beiden hat der Engel gesagt, nennt ihn Jesus, und obwohl Josef nicht einmal der leibliche Vater war, hat er ihn Jesus genannt, was also auch deutlich macht, dass er die volle rechtliche Verantwortung für Jesus übernommen hat. Das ist ein ganz interessanter Punkt, nur so am Rande.

[17:19] Jetzt gehen wir zurück zu Lukas 2. Wir haben die Beschneidung gesehen. Sieben Tage lang war Jesus dort in der Krippe, in dem Stall, und dann ist er beschnitten worden, und dann vergeht noch mal einige Zeit. Es heißt in Vers 22, und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren. Übrigens, im Deutschen kommt das nicht so gut raus, aber im Englischen, im englischen Quatsch, im Griechischen sind Vers 21 und Vers 22, die fangen fast parallel an, also die ersten fünf, sechs Worte sind fast parallel. Also einmal die Zeit der Beschneidung, als die vollendet ist, wurde er beschnitten, und dann als die Zeit der Reinigung vollendet ist, hat man das gemacht. Die Idee ist fast, da gibt es so bestimmte Fristen, die eingehalten werden müssen. Da gibt es die Beschneidung, dann gibt es die Zeit der Reinigung, und all diese Zeiten hat die Familie von Jesus korrekt eingehalten, unter das Gesetz getan.

[18:28] Jetzt, was hat es mit diesen Tagen ihrer Reinigung auf sich? Das heißt ja auch wiederum nach dem Gesetz Moses. Wo schreibt denn Mose etwas über die Reinigung einer Frau, nachdem sie ein Kind bekommen hat? Dritte Mose, sowas klingt nach dritte Mose, nicht wahr? Dritte Mose, da gibt es viele solcher Gesetze. Dritte Mose und zwar Kapitel 12. Schaut mal, Dritte Mose 12 und dort Vers 2 bis 4. Dritte Mose 12, Vers 2 bis 4. Rede zu den Kindern Israels und sprich, wenn eine Frau schwanger ist und einen Knaben gebiert, so soll sie sieben Tage lang unrein sein. Sie soll unrein sein, wie an den Tagen, an denen sie abgesondert ist, wegen ihres Unwohlseins, und am achten Tag soll man das Fleisch der Vorhaut des Knaben beschneiden, das ist was wir gerade gelesen haben, und sie soll 33 Tage lang im Blut ihrer Reinigung daheim bleiben. Sie soll nichts Heiliges anrühren und nicht zum Heiligtum kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind. 12, Vers 2 bis 4. Also ungefähr, jetzt wenn man alles zusammennimmt, hat man ungefähr 41 Tage bis zu dem Zeitpunkt, wo das Kind nach Jerusalem gebracht werden muss zum Tempel. Also es könnte durchaus, manchmal hat man diese Idee, dass Maria und Josef da quasi die Nacht übernachtet haben in Bethlehem, aber es sieht so aus, als ob sie einen weitaus längeren Zeitraum dort in Bethlehem gewesen sind und damit auch einen weitaus längeren Zeitraum dort in diesem Stall, oder was auch immer das genau gewesen ist, dass sie dort mehr oder weniger gehaust und gelebt haben, bis sie dann endlich nach Jerusalem gehen konnten.

[20:27] Jetzt schauen wir uns das mal kurz an. In Lukas 2, Vers 22, da ist etwas Interessantes mir aufgefallen beim Studium. Das ist mir ziemlich kurios. Schaut man Lukas 2, Vers 22, und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses vollendet waren, brachten sie ihn nach Jerusalem. Warum? Wozu? Was ist der Zweck? Was wollten sie in Jerusalem? Beschnitten war er schon am achten Tag. Wir sind jetzt 33 Tage später. Beschnitten war er schon. Sie wollten ihm wen darstellen? Dem Herrn. Hier steht das griechische Wort Kyrios, dem Herrn darstellen. Das Kuriose ist, dass im selben Kapitel Jesus ebenfalls Kyrios genannt wird. Ja, in Kapitel 2, Vers 11. Das heißt es nämlich, denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren. Welcher ist Christus? Der Herr. Also, wenn man das beide zusammen nimmt, wurde an diesem Tag der Herr dem Herrn dargestellt. Ja, also einmal bezieht sich, in Vers 11 bezieht sich der Herr ganz bewusst auf Jesus, oder? Aber in Vers 22 bezieht es sich auf Gott den Vater, oder? Noch ein schöner Beweis, dass tatsächlich dieser Name Kyrios, Herr, sowohl für Gott den Vater, als auch für Jesus austauschbar verwendet wird. Und das war das einzige Mal, dass ein Kind dem Herrn dargebracht wurde, das selbst der Herr war. Ziemlich außergewöhnliche Situation. Ich lies das so drüber und denke, naja, wird schon ziemlich, ziemlich interessant. Dem Herrn dargestellt.

[22:21] Nun, die Reise nach Jerusalem war wohl offensichtlich nicht so anstrengend. Wenn ihr auf der Karte schaut, das sind nur ein paar Kilometer, das werden sie an einem Tag geschafft haben. Interessant ist, was in Vers 23 steht, warum sie dort hingegangen sind. Wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht, alle männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen. Also, es gab einen Grund, warum sie beschnitten haben. Es gab einen Grund, warum sie dann 33 Tage nach der Beschneidung gewartet haben. Und es gab einen Grund, warum sie nach Jerusalem gegangen sind. All die Ereignisse im frühen Leben von Jesus waren alle in Übereinstimmung mit dem Gesetz des Mose. Kennt jemand das Zitat, wo das hierher kommt? Alles männliche Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heißen. Woher kommt das, aus welcher Geschichte? Ja, so ist es. Ziemlich genau richtig, fast. Es ist in 2. Mose, wo die ganze Erstgeburt, nicht nur die Menschen, auch die Tiere Gott geweiht werden. Schaut mal in 2. Mose 13 und der Kontext ist sehr interessant. Die Israeliten haben ja oft leider den Inhalt ihrer Zeremonien verloren. Ja, sie haben die Zeremonien auch getan, so als bloße Form. Aber wenn man wirklich die Bedeutung verstehen will, muss man zurückschauen und gucken, warum hat man das eigentlich damals gemacht. Schaut mal in Vers 1 und 2, 2. Mose 13, Vers 1 und 2. Und der Herr redete zu Mose und sprach, heilige mir alle Erstgeburt, alles was den Mutterschoß als erstes durchbricht, von den Kindern Israels, vom Menschen und vom Vieh, das gehört mir. Jetzt, ja, da sagen die Erstgeborenen, Amen. Du bist auch Erstgeborene. Wer ist noch Erstgeborene von uns? Ich bin auch Erstgeborene. Also im Sinne von, ich habe noch Geschwister, aber alle sind jünger als ich.

[24:27] Jetzt schaut mal in Vers 12, Vers 12. So sollst du alles, was den Mutterschoß als erstes durchbricht, für den Herrn aussondern, das heißt ja geheiligt sein, auch jeden ersten Wurf vom Vieh, den du bekommst, alles was männlich ist, soll dem Herrn gehören. Aber jede Erstgeburt des Esels sollst du mit einem Lamm auslösen. Wenn du es aber nicht auslöst, so bricht ihm das Genick. Ebenso sollst du alle Erstgeburt des Menschen unter seinen Söhnen auslösen, weil das Erstgeborene Lamm, Erstgeborene Kalb wurden alle getötet. Und jetzt schaut mal in Vers 14. Und wenn dich künftig dein Sohn fragen wird, was bedeutet das? Warum machen wir das? Was ist der Sinn davon? Sollst du zu ihm sagen, der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten herausgeführt, aus dem Haus der Knechtschaft. Also was war der ganze Sinn, warum man diese Erstgeburt geheiligt hat? Es war die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Und da hatten wir den Auszug. Was war die letzte Plage? Es war der Tod der Erstgeburt, der letztendlich dafür gesorgt hat, dass die Israeliten ausziehen durften. Es war an der gleichen Nacht, wo die Erstgeborene gestorben ist, ist das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen worden. Das waren mehrere Ideen, aber wenn man sie zusammennimmt, eigentlich ziemlich deutlich lehren, dass Gott einen Plan hatte, alle Menschen aus der Knechtschaft der Sünde zu befreien, durch das Blut des Lammes, durch den Tod seines Erstgeborenen. Weil Gott seinen eingeborenen, erstgeborenen Sohn gibt, sagt er im Gegenzug, lasst alle Erstgeburt mir heilig sein. Gott hat seine Erstgeburt, in Anführungsstrichen, seinen Erstgeborenen, seinen Eingeborenen, seinen Sohn gegeben.

[26:50] Und naja, ist eigentlich ganz kurios dann wieder, an diesem Tag, als Jesus dargestellt wurde. Weil er war der Erstgeborene von Maria, er war aber gleichzeitig der eingeborene Sohn Gottes. Wiederum findet dieses Gesetz des Mose seine direkte Erfüllung in Jesus. Der Sinn war ja aus der Sünde heraus in die Freiheit. Also schon von seinen ersten Tagen an, von den ersten Lebenswochen an, hat Jesus eigentlich mit seinem Leben, fast noch eigentlich unbewusst quasi, durch seine Eltern, den Weg gewiesen auf die Erlösung.

[27:49] Gehen wir zurück zu Lukas 2. Und dann ist es interessant, dass auch im nächsten Vers schon wieder auf das Gesetz Bezug genommen wird. Schaut mal Vers 24. Und um ein Opfer darzubringen, wie es im Gesetz des Herrn geboten ist. Habt ihr gesehen? Vers 21 sagt, er musste beschnitten werden. Wir wissen wegen dem Gesetz. Vers 22 sagt, nach dem Gesetz des Mose. Vers 23 sagt, wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht. Vers 24, wie es im Gesetz des Herrn geboten ist. Jeder Vers macht deutlich, er war unter das Gesetz getan. Und jetzt gibt es hier einen interessanten Punkt deutlich zu machen. Was verlangt das Gesetz Mose für das Reinigungsopfer? Gehen wir zurück zu 3. Mose. 3. Mose 12. Und dort Vers 6 bis 8. 3. Mose 12, Vers 6 bis 8. Und wenn die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind, für den Sohn oder für die Tochter, so soll sie zu dem Priester am Eingang der Stiftshütte ein einjähriges Lamm als Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube als Sündopfer. Also was sollte geopfert werden? Ein Lamm und eine Turteltaube oder eine junge Taube. Und es soll vor dem Herrn darbringen und für die Sühnung erwirken, so wird sie rein sein von ihrem Blutfluss. Das ist das Gesetz für die Frau, die einen Knaben oder ein Mädchen gebiert.

[29:35] Und jetzt kommt quasi die Fußnote, die Sonderbestimmung. Kann sie aber den Preis eines Schafes nicht aufbringen? Warum sollte sie ein Schaf nicht bezahlen können, wenn sie sehr arm ist? Also jetzt ein Schaf ist ja nun nicht der größte Reichtum im Nahen Osten, oder? Also die haben ja zum Teil Rinderherden gehabt, Kamelherden. Also wenn man nicht mal ein Schaf bezahlen kann, dann ist man wirklich arm. In der heutigen Gesellschaft wäre man dann wirklich an die Sozialleistungen des Staates gebunden und abhängig, vielleicht sogar in einem intensiven Maße. Kann sie aber den Preis eines Schafes nicht aufbringen, so nehmen sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine als Brandopfer und die andere als Sündopfer und der Priester soll für sie Sühnung erwirken, damit sie rein wird. Offensichtlich waren Maria und Josef sehr arm. Sie konnten sich nicht einmal ein Lamm leisten für ihr erstgeborenes Kind. Ich meine, für das erstgeborene Kind kann man ja einiges investieren. Wenn man sagt, okay, wir würden gerne Lammfleisch essen, aber es ist uns zu teuer, wir können es uns nicht leisten, wir essen lieber Karotten. Das ist eine Sache, ja. Aber wenn man selbst für die Darstellung des erstgeborenen Sohnes nicht genug Geld hat, um ein Lamm zu kaufen, dann ist es wirklich nicht weit her mit den Finanzen. Interessant, nicht wahr? Dass Gott der Vater den ganzen Himmel in ein Geschenk gepackt hat, den ganzen Reichtum und auf der Gegenseite das menschliche Paar, das das Geschenk bekommen hat, im Gegenzug nicht mal das vorgeschriebene Opfer bringen konnte, nur das bisschen, was sie hatten. Was für ein Kontrast, oder? Gott sendet seinen ganzen Reichtum in Christus und die Menschen können nicht mal nur so wenig geben. Aber das Interessante ist, Gott nimmt dieses Wenige an, weil Maria es von ganzem Herzen gibt und das zeigt etwas über Gott, dass wenn er so viel gibt und wir vielleicht nur so wenig zurückgeben können, es reicht ihm aus. Er wird niemals sagen, hey, ich habe so viel gegeben, jetzt musst du mir auch so viel zurückgeben, weil er weiß, wir können es gar nicht. Und egal wie schwach wir sind, egal wie wenig wir haben, egal wie limitiert unsere Möglichkeiten sind, wenn wir das bisschen, was wir haben, aus Liebe ihm geben, das ist alles, was er verlangt. Er hat ja das große Geschenk gemacht.

[32:28] Und übrigens, was musste dargestellt werden, was musste geopfert werden ursprünglich? Ein Lamm. Ist es nicht kurios, dass sie zwar kein Lamm hatten, das sie bringen konnten, aber den, den sie brachte, der war das Lamm. Der war das Lamm Gottes. Den haben sie dann jetzt nicht geopfert, aber der würde sich opfern. Sie hatten kein Lamm, aber Gott hatte ihnen doch das Lamm Gottes geschenkt. Das ist interessant, oder? Schaut mal, 2. Korinther 6, 2. Korinther 8, Vers 9. 2. Korinther 8 und dort Vers 9. Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet. Also normalerweise denken wir, dass Menschen wirklich große Helden sind, wenn sie von Armut es zu Reichtum schaffen. Also die Geschichte des amerikanischen Millionärs, vom Tellerwäscher zum Millionär, der amerikanische Traum. Das finden wir beeindruckend. Aber wenn jemand reich ist und arm wird, dann sehen wir nicht unbedingt, warum das so toll sein sollte. Aber die Bibel sagt, dass Jesus genau das gemacht hat. Er war reich und als er sich auf der Erde angeschaut hat, wer denn seine zukünftigen Eltern sein sollten, da hat er sich ganz bewusst eine Familie ausgesucht, die mindestens von Hartz IV gelebt hat und sich nichts leisten konnte. Kein Urlaub, kein Auto, nicht mal eine Pension. Wenn du dir deine Eltern aussuchen könntest, hättest du dir solche Eltern ausgesucht? Wenn du die Wahl hättest, so zwischen ganz reich und ganz arm oder vielleicht so ein bisschen gehobene Mittelklasse. Jesus ist arm geworden, wiederum mit der gleichen Idee, weil er alle erreichen wollte und durch seine Armut sind wir reich geworden. Das heißt, wenn wir diese Geschichten lesen, diese Geschichte, dass Maria und Josef nicht mal ein Lamm ausgesucht haben, bringen konnten, dann ist das dazu geschrieben, damit wir reich werden können.

[35:05] Womit sollen wir übrigens reich werden? Welchen Art von Reichtum bekommen wir durch Jesus? In der Laodizea-Botschaft heißt es, geistlich Reichtum, genau, was für ein geistlich Reichtum? Was macht uns geistlich reich? In der Laodizea wird gesagt, ja genau, da heißt es kaufe Gold, das im Feuer geläutert wird, damit du reich wirst und dieses Gold ist ein Symbol für Glaube und Liebe. Wenn wir diese Geschichten sehen, dann sehen wir, wie sehr Gott uns liebt und wir können an ihn glauben.

[35:44] Jetzt gehen wir zurück zu Lukas 2. Lukas 2 und während sie dort also das Lamm darbringen, das Lamm Gottes, Jesus, ist es interessant, keiner von den Priestern macht irgendwelche Anstalten, irgendwas zu bemerken. Für den Priester, der das Kind jetzt bekommt und segnet, ist es nur eines von hunderttausenden von Kindern, die er schon vielleicht gesegnet hat in seinem Leben. Das ist übrigens auch ein interessanter Punkt, der Priester bekommt Jesus, seinen Schöpfer, seinen Erretter, seinen König als Baby in den Arm, er merkt es gar nicht. Er ist ihm ganz nah, aber er erkennt ihn nicht und gibt ihn wieder weg. Wie oft kann es uns passieren, dass Jesus uns eigentlich ganz nahe gewesen ist und wir haben es gar nicht gemerkt. Wir haben nur gedacht, es ist eine ganz normale Routine Situation, wir haben nichts Besonderes gemerkt, aber Jesus wollte uns zum Segen sein. Es war halt so unscheinbar für den Priester, er hat auf den Messias gewartet als einen König, aber doch gab es einen, der wusste, wer Jesus war. Woher wusste er das? Er war verbunden mit dem Heiligen Geist.

[37:08] Vers 25. Und siehe, es war ein Mensch namens Simeon in Jerusalem. Wer von euch weiß, was Simeon übersetzt heißt? Simeon, ein hebräischer Name. Einer der Söhne Jakobs hieß Simeon, richtig? Welcher? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12? 5, 3? Ruben, Simeon, Levi. Und ihr wisst ja, die Mütter, die verschiedenen Mütter, die haben jedes Mal, wenn sie ein Kind geboren haben, sie einen Namen gegeben und dann erklärt, warum das Kind so heißt. Zum Beispiel Ruben, ein Sohn. Oder Simeon, da sagt die Lea, Gott hat mein Gebet erhört. Simeon heißt hören oder gehört werden, hören. Interessant, auch wenn man dann Simon Petrus studiert. Der Simon hat offensichtlich gehört auf die Stimme des Heiligen Geistes. Schaut mal, dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels. Frage, nur mal so in die Runde. Welche anderen Personen in der Bibel werden explizit als gerecht oder gottesfürchtig bezeichnet? Wir haben schon öfter mal welche aufgezählt, nur mal als Wiederholung. Gerecht und gottesfürchtig. Welche Personen werden mit diesen Adjektiven belegt in der Bibel? Hiob zum Beispiel. Abraham, ihm wird zumindest gesagt, sei gerecht und wandle vor mir. Zacharias und seine Frau, schon in Lukas 1. Nicht vergessen, Henoch. Also einige dieser großen biblischen Helden. Der Simeon gehört dazu. Manchmal sind diese Nebencharaktere aus unserem Gedächtnis ein bisschen verschwunden, weil sie nur drei Verse auftauchen, dann verschwinden sie wieder. Aber der Simeon gehört zu den großen Männern der Bibel.

[39:21] Er wartete auf den Trost Israels. Frage, auf welchen Bibelfers bezieht sich wohl dieser Trost Israels? Ich bin gespannt, wer von euch sich im Alten Testament gut auskennt. Es muss ja irgendwo was stehen vom Trost Israels, ansonsten kann man nicht darauf warten, oder? Irgendwoher wusste er, dass Israel getröstet werden sollte und darauf hat er gewartet. Er wartete auf den Trost Israels. Jetzt wo im Alten Testament wird etwas über den Trost für Israel vorhergesagt? Jesaja ist schon mal ein guter Tipp, weil es immer messianische Prophezeiungen gibt, ist Jesaja ein heißer Kandidat. Ja, ganz genau. Jesaja Kapitel 40, ganz bekannte Prophezeiung, genau. Schaut mal, Jesaja 40, die kennen wir gut und wir wissen auch, dass es eine messianische Prophezeiung ist. Wie geht Jesaja 40 Vers 1 los? Was steht dort? Tröstet, tröstet mein Volk. Wer ist das Volk Gottes? Israel. Also wenn man Israel tröstet, dann ist das der Trost Israels. Mit anderen Worten, wenn es dort steht, er wartete auf den Trost Israels, heißt das, er wartete auf die Erfüllung von Jesaja 40 und dann den Rest von Jesaja 40. Kennt ihr, oder? Wo es heißt in Vers 3, die Stimme eines Rufenden in der Wüste bereitet den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Straße unserem Gott. Und dann Vers 5, die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren und alles Fleisch miteinander wird sie sehen, denn der Mund des Herrn hat es geredet. Das ist Johannes 1 Vers 14, nicht wahr? Die Herrlichkeit Gottes. Das Wort wird Fleisch und wohnt unter uns. Wir sagen die Herrlichkeit. Und dann schaut man in Vers 9, steige auf einen hohen Berg, O Zion, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe deine Stimme mit Macht. O Jerusalem, die du frohe Botschaft verkündigst, erhebe sie, fürchte dich nicht, sage den Städten Judas, seht, da ist euer Gott. Das war die Botschaft, die er gewartet hat. Der Trost Israels, dass Gott selbst kommen würde. Vers 10, siehe Gott der Herr kommt mit Macht und sein Arm wird herrschen für ihn. Siehe, sein Lohn ist bei ihm und was er sich erworben hat, geht vor ihm her. Und dann schaut mal Vers 11, er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Die Lämmer wird er in seinem Arm nehmen und den Bausch seines Gewandes tragen. Die Mutterschafe wird er sorgsam führen. Könnt ihr sehen, dass hier schon sowohl die erste Ankunft als auch die zweite Ankunft besprochen werden. Einige dieser Verse beziehen sich auf die Wiederkunft, einige auf die erste Ankunft, wie so oft im Alten Testament, wo das Reich Gottes als Ganzes dargestellt wird. Das hat er gelesen. Ich möchte das erleben, ich möchte diese Herrlichkeit sehen, ich möchte diesen guten Hirten sehen. Und er hat ja gelesen, dass es in Jerusalem stattfinden würde. Erhebe deine Stimme, O Jerusalem.

[42:24] Und jetzt kommt er nach Jerusalem und die Bibel sagt uns, der Heilige Geist hat ihn aufmerksam gemacht. Zurück zu Lukas 2. Die Bibel sagt, der Heilige Geist war auf ihm. Der Lukas spricht sowieso viel vom Heiligen Geist. Wir haben schon gelernt, dass der Zacharias vom Heiligen Geist erfüllt worden ist und die Maria war vom Heiligen Geist erfüllt und die Elisabeth vom Heiligen Geist gefüllt. Der Johannes der Täufer war schon im Mutterleib vom Heiligen Geist erfüllt, ist gesprungen und gehüpft. Also in Lukas sind sie alle vom Heiligen Geist erfüllt. In der Apostelgeschichte werdet ihr auch finden, dass der Lukas immer davon erzählt, wie der Heilige Geist dem Paulus sagt, nicht dahin und nicht dorthin. Also der Lukas hat echt ein besonderes Auge auf den Heiligen Geist gehabt. Das heißt, der Heilige Geist war auf ihm, Vers 26, und er hatte vom Heiligen Geist die Zusage empfangen, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen habe.

[43:23] Frage, Gesalbter, was heißt das auf Hebräisch? Messias. Zweite Frage, kennt ihr alttestamentliche Prophezeiung, wo das Wort Gesalbter vorkommt? Wo? Altes Testament, Prophezeiung, wo von dem Gesalbten, dem Messias, die Rede ist. Man würde ja denken, das sind so die wichtigsten Prophezeiungen der Bibel, oder? Also kleiner Überblick, nur so drei oder vier, dass ihr mal so einen Überblick habt. Psalm 2 zum Beispiel, genau, super. Psalm 2, Psalm 2, die Könige der Erde lehnen sich auf und die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten. Und wie wird der Gesalbte in Vers 6 genannt? Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg. Deswegen haben wir geglaubt, dass wenn der Messias kommt, dann kommt er als König. Und sie hatten ja recht, sie hatten nur nicht verstanden, was das Königreich Gottes ist. Deswegen hat Jesus ja die ganze Zeit immer gepredigt, das Reich Gottes ist, das Reich Gottes ist, das Reich Gottes ist, weil das das hauptsächliche Missverständnis war. Sie wussten, dass er ein König ist, aber sie wussten nicht, was für ein König.

[45:02] Noch eine Prophezeiung über den Messias. Jesaja, ja danke, Vers 1, Jesaja 61, Vers 1. Vers 1, ja. Dort heißt es, der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr was? Mich gesalbt hat, den Armen vor Botschaft zu verkündigen, er hat mich gesandt zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers, den Gebundenen. Noch eine messianische Prophezeiung. Und dann die berühmteste von allen messianischen Prophezeiungen. Das hätten wir alle gewusst, oder? Daniel Kapitel 9. Schaut mal ganz kurz. Das ist die, wo der Messias sogar mit seinem Erscheinungsdatum vorhergesagt wird. Mit den 70 Wochen, genau. Der Messias.

[46:07] Glaubt ihr, der Simeon hat Daniel 9 studiert? Er wartet auf den Trost, er wartet auf den Messias. Der heilige Geist hat ihm gesagt, er würde den Messias sehen. Jetzt schaut mal, was in Daniel 9, Vers 25 steht. So wisse und verstehe, vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit. Frage. Wann ist der Befehl ergangen, Jerusalem wieder aufzubauen? Die Zahl 483 stimmt auch, aber sie ist nicht der Anfangszeitpunkt, sondern es war 457 vor Christus, genau. Aber du kommst gleich mit deinen 483. Warte nur eine Sekunde. Die 483 sind eine wichtige Rolle, weil sie sind nämlich, also wir haben wie viel Zeit bis zum Gesalbten? Nach diesem Vers, wie viel Zeit? 69 Wochen und 69 Wochen sind wie viele Tage? Jetzt kannst du kommen, Erika. Du hast die Antwort schon gegeben, bevor du gerechnet hast. Ja, 483. Das ist nicht der Anfangspunkt, sondern die Dauer. 483 Tage. Ein Tag steht für ein Jahr. Steht wohin? Ja, Hesekiel 4 Vers 6. Dankeschön. Und 483 Jahre vorwärts bringt uns wohin zu? Wann sollte der Messias auftreten? Kommt. Wann sollte der Messias auftreten? 27 nach Christus. Da war die Taufe von Jesus und er wurde getauft, er wurde gesalbt mit dem Heiligen Geist und mit Kraft. Apostelgeschichte 10 Vers 38.

[48:50] Und jetzt ist der entscheidende Punkt. Messias, glaubt ihr der Simeon wusste, wann der Befehl erlassen worden ist? Ich meine, die haben damals nicht in vor Christus gerechnet, so viel ist klar, aber man konnte die Jahreszahlen zusammenrechnen. Und Lukas 2 spielt wann ungefähr? So Pi mal Daumen. Wahrscheinlich so vier vor, fünf vor Christus, weil Herodes ist vier vor Christus gestorben. Also wir können gut und gerne davon ausgehen, dass es noch mehr als 30 Jahre war bis zur Erfüllung von Daniel 9 Vers 25. Und Simeon war offensichtlich hochbetagt. Das macht der ganze Kontext der Geschichte deutlich, und er wusste in Daniel 9, es sind noch über 30 Jahre bis der Messias auftritt. Und doch hatte der Heilige Geist ihm gesagt, du wirst nicht sterben, bevor du den Messias gesehen hast. Interessant oder? Und tatsächlich hat er ihn gesehen, zwar nicht als den getauften, gesalbten Messias, aber er hat ihn gesehen als Baby.

[50:14] In Lukas 2 und dort, Vers 27 heißt es, und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Warum? Wieso drei vor Christus? Also Pi mal Daumen 30 Jahre. 32 Jahre, 33 Jahre, so grob. Lukas 2 Vers 27 und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Ich weiß nicht, wann das letzte Mal dich der Heilige Geist angetrieben hat. Die Bibel ist voller Beispiele von Menschen, die vom Heiligen Geist bewegt worden sind, zum Teil sehr spezifisch. Fallen euch Leute ein, die vom Heiligen Geist besonders bewegt worden sind, an einen bestimmten Ort zu gehen? Abraham wurde bewegt, nicht wahr? An einen bestimmten Ort zu gehen, geleitet, wer noch? Elia wurde geleitet, an den Bach Kirit, später zu der Witwe. Petrus wurde vom Heiligen Geist geleitet, zum Kornelius zu gehen. Jesus wurde vom Heiligen Geist geleitet, in die Wüste zu gehen. Paulus wurde geleitet, nach Europa zu gehen, nicht in andere Gebiete von Kleinasien, sondern nach Europa. Der Heilige Geist spielt eine wichtige Rolle im Leben des Menschen, um ihn an den Ort zu führen, wo er Jesus begegnen kann. Der Heilige Geist treibt ihn an, damit Simeon eine Erfahrung mit Jesus hat und die Erfüllung der Prophetie erlebt. Wenn der Heilige Geist uns antreibt, dann wird er uns zu Jesus bringen. Manche, die fühlen sich vom Heiligen Geist angetrieben, aber die rennen ganz woanders hin, da wo gar nicht Jesus ist und wo sie nichts von Prophetie hören wollen und nennen das das Wirken des Heiligen Geistes. Der wahre Heilige Geist treibt uns zum Heiligtum, zum Tempel, zu Jesus und zu der Erfüllung der Prophetie.

[52:32] Nächste Woche werden wir hier weitermachen. Ich möchte schließen mit einem Gedanken, der diese ganze Geschichte in unsere Zeit holt. Schaut mal mit mir in Lukas in Titus, Kapitel 2. Wir haben gesehen, Simeon war gerecht und gottesfürchtig und er wartete auf den Trost Israels, er wartete auf den Messias. Titus, Kapitel 2 und dort Vers 11, eine der Schlüsselverse der Adventbewegung. Titus 2, Vers 11, denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und wir leben besonnen und gerecht und gottesfürchtig. Wie hat Simeon gelebt? Er war gerecht und gottesfürchtig. Leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir was tun, Vers 13, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Jesus Christus. Jesaja 40, haben wir gesagt, hat zwei Brennpunkte. In der Prophetie gibt es immer diesen doppelten Brennpunkt. Einmal das Reich der Gnade und das Reich der Herrlichkeit, das Kreuz und die Wiederkunft. Wenn Jesus vom Reich Gottes spricht, meint er immer letztendlich beide Dinge. Jesaja 40 spricht von dem Hirten, der kommen wird und die Lämmer in seinem Arm tragen wird und von dem herrlichen Jesus, der seinen Lohn mit sich bringt. Und Simeon wartete auf diesen Teil und er lebte gerecht und gottesfürchtig in einem Volk, das größtenteils kein Interesse hat an dem Messias. Und er wartete auf den Trost Israels. Und die Bibel ermutigt uns, heute in dieser dunklen Welt, wo die meisten Menschen kein Interesse haben an Gott, gerecht und besonnen und gottesfürchtig zu leben in der jetzigen Weltzeit und genauso zu warten auf den Trost Israels, auf den kommenden Erlöser. Wir können was von Simeon lernen. Wenn der Heilige Geist auch uns antreibt, dann werden wir genauso leben wie der Simeon und wir werden ihn kommen sehen. Amen.

[55:18] Nächste Woche werden wir an der Stelle weitermachen und anschauen, was dann Simeon zu sagen hat, was die Hanna zu sagen hat. Jetzt wollen wir ein Gebet noch sprechen und eine kurze Pause haben. Lasst uns gemeinsam noch niederknien, womöglich. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir sehen können, wie diese Geschichten im Evangelium uns zeigen, dass alles was geschrieben steht im Alten und Neuen Testament auf den großen Erlösungsplan hinweist. Wir danken dir, Herr Jesus, dass du arm geworden bist, damit wir reich werden können. Dass du in die tiefsten Tiefen der menschlichen Erfahrung hinabgestiegen bist, um uns besser verstehen zu können. Wir danken dir für das große Opfer, das große Geschenk, das du gemacht hast und wir möchten so wie Simeon gottesfürchtig und besonnen und gerecht leben in der jetzigen Weltzeit und warten auf den Trost, warten auf den verheißenen Messias, warten auf das Kommen unseres Erlösers. Und wir danken dir, dass der Heilige Geist genauso auf uns sein kann, wie damals auf Simeon. Und dafür loben und preisen wir dich. Amen.

[56:36] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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