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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die tiefere Bedeutung von Reinheit und Unreinheit im biblischen Kontext. Jesus korrigiert die pharisäische Auslegung des Gesetzes und betont, dass wahre Unreinheit von innen kommt. Die Predigt beleuchtet, wie diese Lehre auch für unser heutiges Leben relevant ist und wie wir als „Pflanzung des Herrn“ gedeihen können.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[5:00] sagt, hebt ihr das Gesetz Gottes auf aufgrund eurer Übertretung und Willen. Und sie wollten
[5:04] eigentlich Jesus als Übertreter darstellen. In Wirklichkeit hat Jesus den umgestellt und gezeigt,
[5:10] dass gerade die, die so sehr für kleine menschliche Regeln sind und so verbissen darauf einhaken,
[5:15] eigentlich in Wirklichkeit den ganzen Geist des Gesetzes übertreten und in Gottes Augen die
[5:21] eigentlichen Übertreter sind. Und jetzt springen wir in die Geschichte hinein in Vers 14. Wir haben
[5:28] Vers 13 gelesen: „So hebt ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort Gottes auf
[5:33] und viele ähnliche Dinge tut ihr.“ Jetzt lesen wir mal in Vers 14. Wer mag mal Vers 14 lesen?
[5:45] Genau. Als wir gleich sehen werden, ist die Geschichte immer noch dieselbe. Jesus greift
[5:59] jetzt das Thema von den Pharisäern auf mit den Waschungen, da kommen wir gleich zu. Aber er
[6:05] sagt zuallererst zum ganzen Volk: „Kommt her zu mir.“ Kennt ihr irgendeine andere Geschichte,
[6:11] wo auch jemand sich plötzlich an das ganze Volk wendet und sagt: „Jetzt kommt mal alle her.“
[6:19] Elia, wo sagt Elia zum ganzen Volk: „Kommt mal alle her“ am Berg Karmel. Was ist denn da los
[6:30] gewesen am Berg Karmel? Da war der Wettkampf zwischen Baal und dem Gott des Himmels, wer ist der wahre
[6:38] Gott. Und das Volk stand dort, die standen dort um den ganzen Berg rum, wahrscheinlich hunderttausende
[6:45] Menschen wahrscheinlich. Und die Baalspriester haben ihr Tumult abgeliefert und dann sagt Elia,
[6:55] als Einziger, der als Einziger für die Wahrheit steht: „Kommt mal her, ich will euch was zeigen.“
[6:59] Und so ein bisschen hat man den Eindruck hier auch. Die Pharisäer und Jesus sind im Konflikt
[7:04] und Jesus sagt jetzt, nachdem er mit den Pharisäern gesprochen hat, zum ganzen Volk: „Kommt
[7:08] mal her, ich will euch etwas wirklich Wichtiges sagen.“ Und er sagt: „Hört und versteht.“ Und wir
[7:16] haben nicht die Zeit, ein langes Studium dazu zu machen, aber kennt ihr noch andere Aussagen,
[7:22] wo Gott oder Jesus in der Bibel, im Alten und Neuen Testament, das Volk auffordert zu hören?
[7:31] Das ist einer meiner Themen, auf die ich immer gerne wieder eingehe. Wo sagt Gott,
[7:37] dass das Volk hören soll? „Höre Israel!“ Und zwar in 5. Mose 4, 5. Mose 5, 5. Mose 6 gleich zweimal:
[7:47] „Höre Israel.“ Und was ist der ganze Punkt bei 5. Mose 4, 5, 6? Warum sagt das ständig Gott:
[7:52] „Höre Israel, höre Israel?“ Da geht es um das Gesetz, aber die haben es doch schon gehört. Warum sagt
[7:59] Gott: „Höre Israel?“ Das war ja nicht neu. Warum sagt Gott ständig in 5. Mose 4 und 5
[8:06] und 6: „Höre Israel?“ Ja, dass man sich nicht verhört, genau. Aber sie hatten die Stimme Gottes ja
[8:14] deutlich gehört. Also niemand konnte sagen: „Ich habe nicht genau gehört, was Gott gesagt hat am
[8:17] Sinai.“ Oder? Die haben alle genau gehört: „Du sollst dich töten, du sollst dich ehebrechen,
[8:21] du sollst nicht falsches Zeugnis geben.“ Das haben sie alles genau gehört. Aber warum sagt Gott jetzt:
[8:24] „Höre Israel?“ Es ist ein Unterschied, ob ich etwas höre oder ob ich es auch im Herzen trage.
[8:34] Das ist genau der Punkt: „Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein, und du sollst den
[8:39] Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit deiner ganzen Kraft.“ Und diese
[8:43] Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein. Dabei einen ersten Hinweis darauf,
[8:49] was gleich das Thema dieses Abschnitts sein wird. Kommen wir gleich dazu. Wenn Gott sagt: „Höre“,
[8:56] dann möchte er, dass die bloße Information in unser Herz kommt. Kennt ihr noch Geschichten,
[9:01] wo Jesus gesagt hat: „Wer ein Ohr hat, der...“ In der Offenbarung, noch bei Jesus,
[9:10] also in den Evangelien gibt es eine Stelle, wo Jesus mal gesagt hat: „Wer ein Ohr hat, der höre.“
[9:15] Lukas steht es wahrscheinlich auch. Ja, steht auch in Matthäus, in Markus, bei den Gleichnissen.
[9:22] Er nennt die Seepredigt, als Jesus das Gleichnis vom Sämann gibt, da sagt er auch:
[9:27] „Wer ein Ohr hat, der höre.“ Weil er wusste, das Gleichnis vom Sämann, so wie es da ist,
[9:34] hat eine tiefere Bedeutung. Es reicht nicht aus, nur zu wissen: „Ah, Jesus hat von vier Böden
[9:38] gepredigt.“ Man muss nachdenken, was das bedeutet. Und so möchte Jesus, dass die Menschen jetzt
[9:43] wirklich nachdenken, dass sie nicht nur sagen: „Ah ja, wir haben Jesus zugehört“, sondern dass sie
[9:46] wirklich verstehen, was Jesus ihnen sagen möchte. Und so soll es uns ja auch gehen. Also schauen wir
[9:52] mal weiter und zwar in Markus 7, Vers 15. Wer mag das mal lesen?
[9:58] Genau. Vielleicht noch Vers 16 dazu. Genau. Da seht ihr, das ist genau das, was Jesus bei den Gleichnissen
[10:20] gesagt hat, was er dann in der Offenbarung sagt: „Wer Ohren hat, der höre.“ Und was ist ihm hier so
[10:26] wichtig? Was will er, dass die Menschen unbedingt verstehen, wenn er es mit eigenen Worten mal
[10:31] zusammenfasst? Was ist der Inhalt von diesem Vers? Was will Jesus sagen?
[11:00] Also, was will er sagen? Es gibt zwei theoretische Möglichkeiten, wie ein Mensch unrein werden könnte,
[11:16] nämlich entweder von außen oder von innen. Und Jesus sagt: „Egal, was von außen kommt, es macht
[11:25] einen Menschen nie unrein.“ Er sagt: „Nichts, was außerhalb des Menschen ist, verunreinigt ihn in
[11:34] Gottes Augen.“ Ein ganz entscheidender Punkt. Was immer von außen in den Menschen kommt, ist nicht
[11:42] das, was ihn schuldig macht vor Gott, sondern was macht ihn schuldig, was verunreinigt ihn? Das,
[11:48] was von innen kommt. Jetzt heißt das, das wird manchmal missverstanden, weil jetzt
[11:59] gehen wir zum Beispiel. Heißt das also, ich kann Schweinefleisch essen? Verunreinigt mich das
[12:10] Schweinefleisch? Also sind wir uns einig, dass Schweinefleisch essen schlecht ist, ja oder nein?
[12:20] Okay. Warum ist es schlecht? Ja, aber was ist, was bewirkt die Verunreinigung? Was macht den
[12:33] Menschen jetzt unrein? Ist es das Schwein? Nein, es ist der Ungehorsam gegen 3. Mose 11. Das ist ein
[12:40] Unterschied. Es ist nicht das Schwein selbst, das das Herz verunreinigt, denn das Schwein selbst ist
[12:49] ungesund, aber es macht nicht sündig. Die Sünde entsteht dadurch, dass ich etwas esse, was Gott
[12:56] sagt, ich nicht essen soll und dadurch wird der Mensch verunreinigt. Der Apfel war nicht unrein
[13:03] und trotzdem wurden Adam und Eva verunreinigt durch das Essen des Apfels. Es war eine innere
[13:10] Entscheidung, nicht das zu tun, was Gott gesagt hat und das macht einen ganz entscheidenden Unterschied.
[13:26] Es hilft natürlich auch zu sündigen. Ja, ja, natürlich. Es ist ein Stoff, der glücklich ist und der das Leben nachher umlebt.
[13:37] Ja, klar. Und das ist halt etwas, was dann dazu gilt, dass man von innen raus auch unrein wird.
[13:46] Na, sagen wir so, Gott hat einen Grund, warum uns Dinge verbietet und nicht. Das hat Gründe, aber das
[13:52] Prinzip des Verses bleibt bestehen. Jesus sagt: „Nichts, was außerhalb des Menschen ist, verunreinigt den Menschen,
[13:59] wenn es hineinkommt, sondern er wird von innen heraus verunreinigt.“ Das Prinzip bleibt bestehen und
[14:03] trotzdem hast du vollkommen recht. Natürlich weiß Gott, wie er die Welt geschaffen hat. Er weiß, was uns
[14:07] hilft, was gut für uns ist, was schlecht für uns ist. Das ist natürlich eine andere Frage, aber
[14:13] bleiben wir ganz kurz hier bei dem Punkt. Haben die Jünger diese Lektion verstanden oder gibt es
[14:21] später noch Geschichten in der Bibel, wo die immer wieder mit diesem Thema kämpfen? Mit der Idee von
[14:29] Unreinheit, die außerhalb von ihnen ist, die sie irgendwie vielleicht verunreinigen könnte?
[14:33] Petrus, oder? Cornelius, Apostelgeschichte 10. Was ist da das Bedenken von Petrus? Warum hat
[14:44] er da irgendwie Bedenken zu Cornelius zu gehen? Weil Cornelius ist ein Heide, der ist im jüdischen
[14:55] Denken unrein. Und die Idee ist, wenn da jetzt ein Unreiner kommt und ich den jetzt quasi berühre,
[15:03] wenn die Unreinheit von außen an mich kommt, werde ich unrein. Und wenn man so denkt, was passiert
[15:09] dann? Also wenn man so ein Denken hat, was macht man, was macht das mit dem Glaubensleben? Man sondert
[15:16] sich ab, man baut ganz viele Mauern und Wellen, so wie die Juden oder im Mittelalter, wie die
[15:21] Mönche. Ich will mich nicht irgendwie von der Welt beflecken lassen, sozusagen und dann will man sich
[15:26] einigeln. Übrigens, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das gibt es manchmal auch unter
[15:36] uns. Nicht wenige haben den Eindruck, dass sie vor Gott schuldig sein könnten, weil in ihr, ohne dass
[15:48] sie davon etwas wissen, ohne dass sie etwas dafür können, in ihrer Umgebung vielleicht irgendjemand
[15:52] anders mal irgendwie etwas Okkultes gemacht hat. Wer kennt diese Idee? Irgendjemand anderes hat
[15:58] vielleicht etwas Okkultes gemacht, da liegt irgendwo ein okkultes Buch im Keller, keiner hat es gewusst
[16:03] und die Idee ist, dass aufgrund dieser Gegenwart eines okkulten Buches, von dem ich gar nichts weiß,
[16:08] mein Leben jetzt irgendwie negativ beeinflusst wird. Das ist nicht biblisch. Mein Leben wird
[16:17] erst negativ beeinflusst, mein Leben wird verunreinigt, wenn in meinem Herzen ich mich
[16:23] für so etwas öffne, wenn ich davon weiß, wenn ich es toleriere, wenn ich es gutheiße, wenn ich mich
[16:28] dafür interessiere, wenn ich dem Raum gebe, aber kein Mensch und auch kein Gläubiger wird von außen
[16:36] verunreinigt, sondern von innen. Das ist ein ganz entscheidendes Prinzip und Jesus war das so
[16:42] wichtig, weil er wusste, dass es ein menschliches Problem ist, das weit zurückgeht, durch alle
[16:48] Kulturen, tief im Judentum drin war, wie wir gesehen haben, in der Christenheit auch Mönche
[16:53] und so weiter, weit und weit verbreitet war und auch heute nicht ausgerottet ist, weil das
[17:00] sündige Herz möchte gern den Fokus woanders hinlegen. Das Problem ist außerhalb, ich habe
[17:07] Probleme wegen einem anderen, ich habe Probleme wegen dem, aber nicht wegen mir selbst. Das ist das Problem.
[17:11] Aber Jesus macht das sehr deutlich. Jetzt schauen wir mal weiter, bevor wir hier weitergehen, lasst
[17:17] mal zu uns Matthäus gehen, in Matthäus 15 wird dieselbe Geschichte erzählt, aber da wird noch
[17:22] ein Detail etwas spezifischer ausgedrückt. In Matthäus 15 und dort Vers 11, da sagt nämlich Jesus
[17:30] nicht einfach nur, was in den Menschen, also was zum Menschen kommt, in den Menschen hineinkommt,
[17:34] sondern da gibt es ganz spezifisch, sagt er in Vers 11: „Nicht das, was zum Mund hineinkommt, verunreinigt
[17:40] den Menschen, sondern was aus dem Mund herauskommt, das verunreinigt den Menschen.“ Also da geht es
[17:44] also insbesondere auch um das Essen, aber nicht vergessen und das ist jetzt schon ein ganz wichtiger
[17:49] Schlüssel für die ganze Frage, geht es denn in Matthäus 15 und Markus 7 um die Frage, Schweinefleisch
[17:55] essen die oder nein? Haben die Jünger da so irgendwo ein Kotelett versteckt? Nein, es ging um
[18:02] welche Frage? Genau, da könnten sozusagen ein paar Staubkörner mit in den Magen geladen. Also mal
[18:10] unabhängig davon, dass es wahrscheinlich sogar gesund ist, wenn nicht wahr, ihr wisst ja, man soll den
[18:14] Salat gar nicht so sehr waschen, wegen den Vitamin B12, aber ein anderer Punkt. Und die Juden
[18:21] haben wirklich gedacht, dass sie dadurch irgendwie unrein werden können und Jesus sagt: „Nein.“
[18:29] Jetzt gehen wir zurück zu Markus und schauen nochmal an. Er sagt ja dann, er sagt das der ganzen Volksmenge,
[18:34] weil die natürlich alle so unter dem Einfluss der pharisäischen Lehre stehen und er sagt,
[18:42] er sagt das ganz deutlich: „Nichts, was außerhalb des Menschen ist, verunreinigt uns, sondern vor Gott
[18:47] sind wir nur unrein, wenn wir von innen uns verunreinigen.“ Übrigens, was heißt denn das für
[18:54] die Bücher zweite, dritte, vierte Mose, wo ganz viel von solcher Unreinheit steht, wenn du irgendwie
[19:01] einen Toten angefasst hast, bist du unrein, wenn du irgendwie Aussatz bekommst von einem anderen,
[19:08] bist du unrein. Was heißt denn das dann im Licht dieser Aussage von Jesus?
[19:12] Also wenn Jesus, wenn in 5. Mose, 2. Mose, 3. Mose, 4. Mose steht, wenn ich den
[19:22] berühre, bin ich unrein und wenn ich, wenn ich der Aussatz bekomme von einem anderen, bin ich unrein
[19:25] und wenn dann aber Jesus sagt, nichts, was von außen kommt, macht den Menschen unrein, was ist dann
[19:35] der Punkt von 2., 3., 4. Mose, diesen ganzen Reinheitsgesetzen? Natürlich,
[19:42] sie widerspricht sich nicht ganz genau. Was ist dann der Punkt? Ja, aber Jesus sagt ja nicht:
[19:54] „Bisher war das so, jetzt ändert sich alles, ab jetzt ist es von...“ Wurde ein, wurde ein,
[19:59] galt diese Aussage schon zur Zeit der Israeliten? Also was Jesus hier sagt in Matthäus 15 und
[20:05] Markus 7, galt das schon zur Zeit von 3. Mose und 4. Mose? Ja oder nein? Galt dieses
[20:10] Prinzip? Ja, selbstverständlich. Jesus sagt ja keine neuen Weiden, es galt immer schon. Also
[20:14] wenn schon damals, zur Zeit der Israeliten, in der Wüste, kein Mensch wirklich unrein wurde
[20:22] durch etwas, was von außen kommt, was haben dann diese ganzen kultischen Gesetze für eine Funktion?
[20:26] Sie illustrieren etwas, sie sind eine Illustration. Dass ein Aussätziger unrein war, bedeutet nicht,
[20:42] dass der Aussätzige verloren ist, sondern der Aussätzige und das, was mit dem Aussätzigen
[20:47] geschieht, ist eine Illustration für die Sünde und die Tatsache, dass Opfer gebracht werden,
[20:55] ist eine Illustration für den Erlösungsplan. Das alles sind ganz, ganz praktische Illustrationen mit
[21:02] gesundheitlichen Aspekten natürlich auch, aber die kultische Unreinheit ist eine Illustration, ja.
[21:06] Genau, es soll, es ist ein quasi wie, wenn man in der Schule irgendwie das so mit praktischen
[21:19] Beispielen macht oder so, ja, so irgendwie zum Anfassen, ja, wenn man den Kindern irgendwie
[21:23] sowas Greifbares gibt, an dem sie sozusagen ein theoretisches Konzept verstehen sollen. Okay,
[21:28] also zurück zu Markus 7 und dann sagt Jesus hier in Vers 16: „Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre.“
[21:35] Was man bei dieser Geschichte jetzt nicht ahnt und nicht so beim eigentlichen Lesen der Verse
[21:40] merkt, ist etwas ganz Interessantes, nämlich, wir haben ja, das wiederholen wir jetzt nicht aus
[21:45] Zeitgründen, aber wir haben ja gesehen, dass Jesus diese Geschichte, wann spielt die ungefähr, nur ganz,
[21:50] ganz kurz, ein Jahr vor der Kreuzigung. Er hat jetzt ein Jahr lang in Galiläa gewirkt, ja, vor
[21:56] einem Jahr in Judäa, Passah 28 bis 29 in Judäa, Passah 29 bis 30 in Galiläa und jetzt verraten
[22:05] wir schon ein bisschen, was die nächsten Wochen kommt. Was macht er denn jetzt in dem kommenden
[22:10] Jahr? Was macht er jetzt erstmal? Wisst ihr das vielleicht? Wenn nicht, ist nicht so schlimm. Er
[22:16] geht jetzt erstmal ins Ausland. Er wird für ungefähr ein halbes Jahr sich vom öffentlichen
[22:21] Dienst zurückziehen. Das kommt dann ab nächster Woche, wenn wir ausführlich studieren. Er geht
[22:26] dann die Gegend von Tyrus nach Phönizien. Ellen White nennt das „The Retirement“, also er hat sich sozusagen
[22:32] so ein bisschen Auszeit genommen, weil er mehr mit seinen Jüngern zu tun haben wollte. Das hier ist
[22:38] die letzte Geschichte in seinem Dienst in Galiläa, bevor er sich für eine längere Zeit zurückzieht
[22:45] und wenn es die letzte Geschichte ist, die wir kennen, bevor er sich zurückzieht, sind das seine
[22:49] letzten Worte an die Volksmenge, bevor er sich zurückzieht. Quasi, dass es so für längere Monate
[22:57] ist, dass das Letzte, was so die Menschen von Jesus hören, das ist fast so wie ein Testament. Das
[23:01] merkt man jetzt beim Lesen gar nicht so, ja, aber das ist eigentlich das, was ihm am allerwichtigsten
[23:04] ist. Diese ganzen äußeren Regeln der Pharisäer, das ist nicht der Punkt. Das Problem liegt tief im
[23:10] Menschen. Ihr selbst seid das Problem, sozusagen. Ihr braucht ein neues Herz, wie wir gleich sehen
[23:16] werden. „Wer ein Ohr hat, der höre.“ Genau das, was er schon den Israeliten am Sinai gesagt hat. Ja,
[23:22] ihr denkt, ihr müsst die ganzen Gesetze halten, das müsst ihr auch, aber das Problem ist euer
[23:27] Herz. Das Gesetz muss in euer Herz kommen, dann könnt ihr sie auch halten, ja, durch meine Kraft.
[23:31] Gut, gehen wir ein bisschen weiter. Jetzt kommt Vers 17.
[23:36] Was fällt euch an dem Vers auf? „Als er zu Hause war, fragen ihn seine Jünger nach dem Gleichnis.“
[23:56] Das gab es schon öfter. Wo gab es das schon? Bei der Seepredigt, wo er die ganzen Gleichnisse
[24:05] gesagt hat. Könnt ihr euch daran erinnern? Er hat den Menschen die Gleichnisse gepredigt,
[24:08] aber er hat sie nicht ausgelegt, sondern wem hat er sie ausgelegt? Nur den Jüngern.
[24:12] Ja, das war so ein ganz typisches Muster. Nur irgendwas ist an diesem Vers sehr merkwürdig,
[24:17] wenn ihr die mal jetzt mal genau unter die Lupe nehmt. Was ist eigentlich ein bisschen merkwürdig
[24:20] an dem Vers? Die sagen, es ist ein Gleichnis. Also ich weiß nicht, wie ihr Gleichnisse definiert,
[24:30] aber ich hätte jetzt nicht gedacht, dass das ein Gleichnis war, oder? Das war eine ziemlich
[24:35] deutliche Aussage und trotzdem haben sie den Eindruck, es ist ein Gleichnis. Wir werden gleich
[24:39] sehen, dass Jesus eigentlich gesagt hat, also das war schon eigentlich relativ deutlich. Wieso
[24:43] versteht ihr es nicht? Sie haben das Gefühl, es ist ein Gleichnis und da ist irgendwas tiefer dahinter,
[24:48] was sie jetzt erklären müssen. Und an der Stelle springen wir wieder zu Matthäus. Und zwar fügt
[24:56] Matthäus noch was zu, was Markus auslässt. In Matthäus 15 und dort Vers 12, da geht es jetzt
[25:04] erst einmal um einen anderen Punkt. In Matthäus 15 und dort Vers 12. Wer mag den mal lesen?
[25:19] Genau. Jetzt kommen die Jünger und sagen: „Hey, ist dir bewusst, die Pharisäer, die sind alle so
[25:27] grimmig weggegangen. Weißt du das?“ Was ist interessant an dieser Frage? Wenn die Jünger
[25:33] von Jesus zu Jesus kommen und sagen: „Hey, weißt du, dass die Pharisäer deine Predigt ganz
[25:38] schön schlecht fanden?“ Was ist an dieser total bemerkenswerten Frage?
[25:50] Was ist bemerkenswert, wenn die Jünger von Jesus zu Jesus kommen und sagen: „Hey,
[25:57] weißt du, dass die Pharisäer deine Predigt schlecht fanden?“ Ja, genau. Ich meine, Jesus hat
[26:07] ihm schon Jahr für Jahr Beispiel für Beispiel gegeben, dass er immer gewusst hat, was die
[26:12] Menschen denken, oder? Aber so richtig ganz haben sich die Jünger noch nicht begriffen. Sie haben
[26:17] schon so oft erlebt, dass Gott ihre Gedanken kennt, also Jesus ihre Gedanken kennt, dass Jesus die
[26:20] Gedanken der Pharisäer kennt. Und sie fragen: „Hast du das mitbekommen, dass die so ein bisschen
[26:24] gemummelt haben? Hast du mitbekommen?“ Interessant ist, Jesus tadelte aber nicht dafür. Das ist eines
[26:28] der ganz vielen Beispiele, wo die Jünger noch nicht so ganz richtig durchgedrungen sind und
[26:31] Jesus einfach schluckt sozusagen, einfach auf eine spätere Zeit die Korrektur verschiebt. Jetzt erst
[26:37] mal über was anderes redet. Sie haben Anschluss genommen. Übrigens, was noch interessant ist,
[26:42] wieder in unserem chronologischen Gerüst, nicht wahr? Welche Geschichte fand denn vor kurzem statt,
[26:49] die ganz ähnlichen Ausgang hatte? Also hier sind ja die ganzen Schriftgelehrten wütend
[26:57] weggegangen. Hatten wir irgendwie vor kurzem eine Geschichte, wo auch Leute weggegangen sind?
[27:03] Ihr müsst euer Kurzzeitgedächtnis trainieren.
[27:07] Ja, genau, in Johannes 6 oder? Nach der Speisung der 5.000 und nachdem sie am nächsten Tag
[27:18] dann Jesus aufsuchen. In Kapernaum, da haben wir diese lange Rede ja analysiert, diese lange Predigt
[27:24] von Jesus, wo er am Ende sagt: „Ihr müsst mein Fleisch essen, mein Blut trinken“ und viele seiner
[27:28] Jünger haben ihn verlassen. Auch das merkt man jetzt nicht beim Lesen hier, dass diese Geschichten
[27:32] direkt nebeneinander sind. Erst verlassen ihn ganz viele Jünger, jetzt gehen diese Pharisäer alle
[27:37] wutentbrannt weg und die Jünger, die haben das Gefühl, alle verlassen Jesus, alle sind gegen Jesus,
[27:43] das ist ja auch, macht ja was mit den Jüngern. Die Jünger, die ganzen Freunde sind weg, jetzt
[27:48] diese Feinde sind so bösartig und deswegen scheint es ihnen ein Anliegen zu sein, eigentlich Jesus
[27:53] mit den Pharisäern irgendwie zusammenzubringen. Ja, das sagt Ellen White auch, die haben immer wieder
[27:58] versucht, irgendwie Jesus mit den Theologen ihrer Zeit irgendwie in Harmonie zu bringen und Jesus
[28:04] hat irgendwie keine Anstalten gemacht. Er wollte sie zwar retten, aber er wollte nicht mit ihnen
[28:09] einfach nur Harmonie so im Sinne von einem politischen Kompromiss haben. Jetzt lesen wir
[28:18] mal folgendes, lasst mal den Finger hier, geht damit zuerst zu Korinther 10. Hat denn
[28:24] Jesus bewusst diese Kontroverse herbeigeführt? Hat er diesen Anstoß gelegt, damit die
[28:31] Pharisäer wutentbrannt wegziehen? Hat Jesus das gewollt, dass sie einen Anstoß an ihm nehmen? Nein.
[28:41] Schaut mal in 1. Korinther 10, das gehört nämlich auch dazu. 1. Korinther 10 und dort Vers 32 und 33, dort
[28:49] sagt Paulus: „Gebt weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes einen Anstoß, so wie auch
[28:56] ich in allen Stücken allen zu gefallen lebe und nicht meine Nutzen suche, sondern denen der
[29:01] vielen, damit sie gerettet werden.“ Also Paulus sagt, wir als Gläubige, als Mitarbeiter Gottes sollten
[29:08] keinen Anstoß geben und sollten versuchen, wem zu gefallen? Nicht uns selbst, sondern allen anderen.
[29:15] Aber dasselbe Paulus sagt auch, schaut mal, lasst mal einen Finger drinnen, selbe Paulus, selbes Buch,
[29:23] selbes Buch noch, 1. Korinther. Also Paulus sagt, ich möchte keinen Anstoß legen. Ein wahrer Christ
[29:31] möchte niemals anderen Schaden zufügen, er möchte niemals, dass Leute sich ärgern, er arbeitet nicht
[29:37] darauf hin, dass Leute irgendwie zornig werden, ganz im Gegenteil. Aber Paulus wusste auch, 1. Korinther 1,
[29:42] Vers 22 und 23: „Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen,
[29:51] verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit.“
[29:57] Er sagt, alleine die Tatsache, dass wir das Evangelium verkünden, sorgt für Anstoß. Das
[30:04] Evangelium selbst bewirkt den Anstoß und deswegen sagt Paulus dann auch, obwohl er sagt, ich will
[30:09] allen gefallen, sagt er auch: „Wenn ich Menschen gefalle und nicht Gott, bin ich kein Knecht Gottes.“
[30:16] Also da sieht man, wie ausgewogen er das betrachtet hat und das ist natürlich auch
[30:21] der Grund, wie wir Jesus hier verstehen können. Gehen wir zurück zu Matthäus 15 und schauen uns
[30:28] jetzt die Antwort von Jesus an. Da sagt er etwas Interessantes. Matthäus 15 und dort Vers 13. Was
[30:39] sagt er? Wer mag mal lesen? „Er antwortete und sprach: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden.“
[30:52] Wow. Die Jünger kommen und sagen: „Hey, die ganzen Theologen, die sind gegen dich, was machen wir jetzt?“ Und Jesus sagt: „Jede Pflanze, die nicht
[30:58] mein Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden.“ Boah, hatte Jesus sowas ähnliches vor kurzem schon mal gesagt?
[31:09] Wenn ihr euch an Johannes 6 erinnert. In Johannes 6 hatte er wenige Tage
[31:21] wahrscheinlich vorher etwas ganz Ähnliches gesagt. In Johannes Kapitel 6 und dort in Vers 44.
[31:31] Johannes 6 Vers 44: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich
[31:40] gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ Da hat er mehrmals gesagt, jeder Mensch, der zu
[31:45] Jesus aus echtem Antrieb kommt, der kommt durch den Vater. Und wer nicht wirklich durch Glauben zu
[31:52] Jesus kommt, vom Vater gezogen, der kann zwar in der Gemeinde tun und lassen, was er will, aber wenn
[31:58] er nicht wirklich zu Jesus kommt durch den Vater, der wird in der Gemeinde nicht bestehen, der wird
[32:03] am Ende sich gegen Gott wenden. Eine Pflanze, die ausgerissen wird. Gibt es
[32:13] irgendein Gleichnis von Jesus, wo er davon spricht, dass irgendwann mal Pflanzen ausgerissen werden?
[32:19] Unkraut und Weizen, Matthäus 13. Aber hier kommt noch eine interessante Ebene dazu. Wann wird
[32:27] denn der Unkraut, das Unkraut ausgerissen? Am Ende. Was heißt also, es scheint eine radikale Aussage
[32:34] zu sein, sie werden nicht gerettet, aber es ist auch ein implizit, implizit auch die Botschaft:
[32:41] Liebe Jünger, es ist nicht eure Aufgabe, die Pharisäer zu bestrafen, wenn ihr das wollt.
[32:47] Gott wird dafür sorgen. Dieses Unkraut und Weizen wird miteinander wachsen und Gott wird sich
[32:54] dafür sorgen, dass dieses Unkraut ausgerissen wird. Jetzt, wenn wir das lesen, haben wir,
[33:04] was für einen Wunsch, was müsste der Wunsch eines jeden Menschen sein, der einigermaßen bei Sinnen
[33:10] ist und der gläubig ist. Was ist der Wunsch, wenn man diesen Vers liest? Genau, zu wissen: Bin ich
[33:21] eine Pflanze, die der Vater gepflanzt hat? Woher weiß ich das, dass mich der Vater gepflanzt hat?
[33:25] Schauen wir mal gemeinsam in Psalm 92. Psalm 92 und dort Vers 14. Wir können Vers 13 und 14 lesen.
[33:49] Das heißt es, Psalm 13 und 14: „Der Gerechte wird sprossen wie ein, der Gerechte wird sprossen wie
[33:59] ein Palmenbaum. Er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon, die gepflanzt sind, wo im Hausherrn,
[34:10] sie werden gedeihen in den Vorhöfen unseres Gottes.“ Wie viele Bäume standen im Tempel?
[34:13] Okay, ist also eine symbolische Metapher, eine Metapher, oder? Was heißt denn das?
[34:20] Wer wird gedeihen? Wer wird im Glauben ans Ziel kommen? Es sind diejenigen, die, also wie steht
[34:31] es hier, welche Bäume werden gedeihen? Welche Bäume werden sein wie Palmenbäume und Zedern
[34:36] auf dem Libanon? Es sind die großen Bäume, die dicken. Wo muss man gepflanzt sein, um zu gedeihen?
[34:43] Im Tempel, im Haus Gottes. Wer im Heiligtum gepflanzt ist, der wird auch bestehen.
[34:53] Ganz interessante Idee. Wer seinen Glauben auf das Heiligtum gründet, auf das, was es
[35:00] sagt, der wird bestehen, der wird gedeihen. Wer sind diejenigen, die am Ende nicht bestehen? Sie
[35:07] haben vielleicht vom Heiligtum gehört, können vielleicht auch die Heiligtumsgegenstände alle
[35:11] runterbeten, aber ihre Wurzeln sind nicht im Heiligtum. Also ich meine, wir kennen das Heiligtum
[35:19] mit den Ideen, die im Heiligtum so sehr einfache, aber sehr profunde Ideen, sehr sehr wichtige Ideen.
[35:24] Wer dort seine Wurzeln ausschlägt, der wird gedeihen. Schauen wir noch einen tollen Vers an,
[35:29] Psalm 60, Jesaja 60, Entschuldigung, das ist ganz großartig. Jesaja 60 und dort Vers 21. Das ist
[35:39] so wieder so einer dieser Verse, der so, wo schon die Ewigkeit der neuen Erde durchschimmert durch
[35:45] die Zeilen. Jesaja 60 und dort Vers 21. Dort steht, mag jemand lesen? Genau, also da wird
[36:06] beschrieben, am Ende der Zeit in Neu-Jerusalem wird das Volk nicht mehr Weizen und Unkraut,
[36:12] sondern nur noch Gerechte, nur noch Gläubige, nur noch Heilige, Reine, alle, die Gott gepflanzt
[36:17] hat. Und jetzt möchte man die Frage stellen: „Ja, okay, wie komme ich da hin? Wie kann ich sicherstellen,
[36:23] dass ich vom Vater gepflanzt bin, dass ich wirklich eine Pflanzung des Herrn bin?“ Und jetzt kommt so
[36:28] eine Kapitel-Einteilung, aber die Kapitel-Einteilung ist eigentlich, wie ihr wisst, von irgendwann später.
[36:33] Das geht jetzt einfach weiter und zugegebenermaßen, man liest sonst immer Jesaja 61, Vers 1, aber
[36:38] haltet es mal im Hinterkopf, dass dort steht, am Ende der Zeit wird das Volk aus lauter Gerechten
[36:44] bestehen, eine Pflanzung des Herrn, zu seinem Ruhm. Jetzt lesen wir weiter, Jesaja 61, Vers 1:
[36:50] „Der Geist des Herrn, des Herrschers ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat.“ Um wen geht es hier?
[36:56] Um den Messias, um den Gesalbten. Warum hat er ihn gesalbt? Den Armen frohe Botschaft zu verkündigen.
[37:05] Was ist die frohe Botschaft? Das Evangelium. Wer sind die Armen? Alle, die unter dem Mindestlohn
[37:12] verdienen? Nein, die, was sagt Matthäus 5: „Glückselig sind die geistlich Armen, die wissen,
[37:19] mir fehlt was, die irgendwie das Gefühl haben, sie brauchen Jesus.“ Denen wird das Evangelium
[37:24] verkündigt. Was passiert? „Er hat mich gesandt, zu verbinden die zerbrochenen Herzen sind,
[37:30] den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das
[37:36] angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu trösten alle Trauernden,
[37:41] um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde,
[37:46] Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes.“ Bis dahin, also der
[37:52] Messias macht was? Er heilt die zerbrochenen Herzen, er predigt eine gute Botschaft an alle,
[37:58] die ihn brauchen, er macht die Gefangenen frei, er macht die Traurigen fröhlich und er gibt ihnen
[38:05] das Kleid der Gerechtigkeit. Und was ist die Folge davon, dass sie genannt werden? „Fest 3, Bäume der
[38:16] Gerechtigkeit, eine Pflanzung des Herrn zu seinem Ruhm.“ Also könnt ihr sehen, wir sagen ja 60, Vers 21:
[38:22] „Sie werden aus lauter Gerechten bestehen, eine Pflanzung des Herrn.“ Man fragt sich: „Okay, wie kann
[38:25] ich dabei sein? Wie kann ich gepflanzt sein?“ Und dann in Fest, wir sagen ja 61, Vers 3 sehen wir,
[38:29] diese Menschen werden eine Pflanzung des Herrn genannt, sie sind die Bäume der Gerechtigkeit.
[38:34] Okay, wer ist das? Wer ist das in Vers 1, 2 und 3? Was haben die erlebt? Es sind alle die,
[38:45] die zerbrochenen Herzens waren, die gefangen waren, die geistlich arm waren und die den Messias
[38:52] angenommen haben. Wenn du arm bist, zerbrochenen Herzens, traurig, gefangen und du den Messias
[39:02] angenommen hast, in dein Herz genommen hast und die frohe Botschaft akzeptierst, bist du was? Eine Pflanzung
[39:10] des Herrn, ein Baum der Gerechtigkeit. Und jetzt musst du nur noch dafür sorgen, dass der Baum
[39:14] immer schön genährt wird, nicht wahr, mit Wasser und mit Sonnenschein, also Sonnenschein und Wasser
[39:19] und Nährstoffe. Deswegen sagt Psalm 1: „Wohl dem, der nicht wandelt auf dem Weg der Gottlosen, sitzt
[39:24] wo die Spötter sitzen und so weiter, sondern der seine Lust hat am Gesetz des Herrn und darüber
[39:30] nachsinnend Tag und Nacht, der also Freude hat an Gottes Wort, weil es halt so gute Botschaft ist
[39:34] und sich daran freut, der wächst und wächst und wächst.“ Wir müssen uns nicht so sehr fürchten,
[39:41] bin ich jetzt eine Pflanzung des Herrn oder nicht. Jeder, der Jesus von Herzen liebt und zu ihm kommt,
[39:46] weil er gemerkt hat, Jesus hilft mir, ist eine Pflanzung des Herrn. Die Pharisäer waren keine
[39:51] Pflanzung des Herrn, weil sie nie zum Messias gekommen sind, weil sie nie mit dem Messias
[39:56] gelebt haben. Sie haben ganz viele religiöse Regeln gekannt, aber sie kannten den Erlöser nicht und
[40:00] deswegen waren sie keine Pflanzung des Herrn und deswegen sagt Jesus den Jüngern: „Ihr denkt
[40:05] vielleicht, die wissen so viel und ihr denkt vielleicht, die können so viel und die wirken auch so
[40:09] heilig und die reden immer so hochgestochen, aber ohne Messias werden sie ausgerottet.“ Nur die,
[40:16] die erlebt haben, dass ihre Sünden vergeben worden sind und die den Messias kennen, die werden
[40:25] bleiben, gepflanzt in den Vorhöfen des Herrn. Ist doch toll, oder? Ganz, ganz großartige Vers. Oh je,
[40:32] die Zeit ist fast vorbei. Machen wir wahrscheinlich dann nächste Woche weiter,
[40:39] weil das Ganze schaffen wir nicht mehr. Gehen wir nochmal zurück zu Matthäus 15.
[40:54] Genau, Matthäus 15, dann können wir das hier abschließen und dann machen wir nächste Woche
[41:00] den zweiten Teil. Ich dachte, wir sind schneller, aber er sagt in Vers 13 und das ist jetzt sehr
[41:07] wichtig: „Er antwortete und sprach: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat,
[41:12] wird ausgerissen werden.“ Wer pflanzt die Pflanze? Gott, der Vater. Wer hat denn die Pharisäer Pflanze
[41:22] gepflanzt? Sie selbst quasi, sie haben sich selbst gepflanzt. Wir sind eine Pflanze. Schaut,
[41:33] wie schön wir sind. Wir sind so groß, wir können 5. Mose auswendig, wir sind so weit. Schaut
[41:38] mal, wie viele Zehnten wir geben und Almosen. Sie haben sich selbst gepflanzt und sie werden
[41:45] wieder ausgerissen werden. Aber die wahren Pflanzen werden von Gott gepflanzt. Gott setzt
[41:52] sie hin. Jetzt, welche Menschen möchte Gott nicht als Bäume der Gerechtigkeit pflanzen?
[41:56] Wie viele Menschen gibt es, die Gott nicht als Bäume der Gerechtigkeit haben möchte? Okay,
[42:03] also wenn du ein Mensch bist, qualifizierst du dich schon mal, okay. Jeder Mensch ist in Gottes
[42:10] Augen ein Kandidat, so eine Pflanzung zu sein, weil Gott pflanzt es. Was müssen wir also tun,
[42:16] damit wir so eine Pflanzung sind, damit wir tatsächlich unsere Wurzeln in den Boden strecken
[42:23] und dann bleiben und nicht ausgerissen werden können? Ja, sich einpflanzen lassen, sich von
[42:29] Jesus ziehen, sich vom Vater ziehen zu lassen. Könnt ihr euch erinnern? Johannes 6 haben wir
[42:33] gesehen, alle, die mein Vater zieht, dem Vater zu glauben, wenn er in der Bibel von Jesus spricht,
[42:40] den Heiligen Geist, ihm zu glauben, dass das stimmt und wenn wir ihm glauben und vertrauen,
[42:46] werden wir gepflanzt, sind wir gepflanzt und wenn wir glauben und vertrauen und mit ihm
[42:51] zusammenleben, dann werden wir auch durch nichts ausgerissen werden. Und das war die Lektion für
[42:57] die Jünger, denn auch für sie kam jetzt eine schwere Zeit, ja, also in einem Jahr Kreuzigung.
[43:02] Die Pharisäer, für die Pharisäer und die Schriftgelehrten endete die Gnadenzeit bald,
[43:06] ein paar Jahre noch, aber die waren in der Endzeit quasi. Es war ja für das jüdische Volk in
[43:11] gewisser Weise eine Art Endzeit. Ein großer Sturm hat sich zusammengebaut und Jesus sagt ihnen:
[43:17] „Schaut nicht auf die Pharisäer, denkt nicht so sehr nur, weil die so theologisch gebildet sind,
[43:21] dass sie so große Autorität haben. Das Einzige, was am Ende zählt, ist: Habe ich erlebt, dass Jesus
[43:28] mein zerbrochenes Herz heilt? Habe ich erlebt, dass ich geistlich arm bin und Jesus hat mich gefüllt?
[43:34] Habe ich erlebt, dass ich traurig war und Jesus hat mir Freude geschenkt? Das zählt.“ Und wer das
[43:40] erzählt hat, erlebt hat, der ist eine Pflanzung des Herrn und der wird bleiben. Nächste Woche schauen
[43:46] wir dann das Ende der Geschichte an, wie versprochen, dann gucken wir, was Jesus dann Markus 7 gesagt
[43:50] hat. Wollen wir Jesus bitten, dass wir jeden Tag neu uns mit ihm verbinden, jeden Tag bei ihm bleiben,
[43:59] dass unsere Wurzeln fest werden und dass wir eine Pflanzung sind, eine Pflanze, die Frucht bringt,
[44:06] nämlich die Frucht des Geistes zu seiner Ehre. Wollen wir gemeinsam niederknien und beten?
[44:19] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken, dass wir erfahren dürfen,
[44:27] dass jeder Einzelne von uns, ganz egal wer wir sind und was wir denken, eine Pflanzung von dir
[44:36] sein kann, wenn wir Jesus in unser Herz lassen und ihn in unserem Herzen auch dann wirklich lassen.
[44:44] Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns davor bewahrst, dass wir uns vor anderen einfach nur
[44:51] selbst darstellen wie die Pharisäer, dass wir vielleicht durch äußerliche, menschliche
[44:56] Zurschaustellung eine Heiligkeit suggerieren, die wir gar nicht innerlich haben. Herr, schenke uns
[45:03] diese Erfahrung, dass du die tiefsten innersten Nöte unseres Herzens kennst und heilst und dass
[45:11] wir wissen dürfen, dass du ein Fels bist, der nicht wankt noch weicht. Herr, wir möchten dich bitten von
[45:20] ganzem Herzen, dass du uns vorbereitest auf all das, was noch kommen wird und dass wir wissen
[45:26] dürfen, dass du für uns da bist. Lass uns nicht auf Menschen schauen, sondern auf dich, Herr Jesus.
[45:33] Das bitten wir in deinem Namen. Amen.
[45:50] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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