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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die biblische Lehre über Reinheit und Verunreinigung aus der Perspektive von Jesus Christus beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass wahre Verunreinigung nicht von äußeren Dingen, sondern von den Gedanken und Absichten des menschlichen Herzens ausgeht. Er betont die Wichtigkeit, das Herz zu reinigen und Jesus darin wohnen zu lassen, um ein Leben in wahrer Heiligkeit und Frieden zu führen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Jetzt hört ihr mich auch hoffentlich mit Ton. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir haben in der letzten Woche das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht ganz geschafft, deswegen wir heute quasi den zweiten Teil haben, diese Geschichte noch zu Ende studieren, in der die Pharisäer Jesus zu fangen suchten über die Frage des Händewaschens. Und wir haben letztes Mal dann gesehen, was Jesus dann der Volksmenge und seinen Jüngern erklärt hat. Und da werden wir jetzt noch zu Ende lesen. Bevor wir das tun, wollen wir niederknien, wo es möglich ist, für ein Anfangsgebet.

[1:11] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort haben und dass wir verstehen können, was Jesus auf dieser Welt gesagt und auch ausgelebt hat. Wir möchten ihn uns zum Vorbild nehmen und wir glauben, dass du in unserem Herzen etwas ganz Großes tun kannst. Du hast damit schon angefangen und willst es weiter tun. Wir haben letztes Mal gesehen, dass jeder von uns eine Pflanzung sein kann, die du gepflanzt hast und dass du dich um uns kümmerst. Ich möchte dich bitten, dass du heute erneut durch deinen Geist zu uns sprichst, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast, dass wir in unserem Vertrauen, unserer Liebe zu dir wachsen und dass wir erkennen, wo das Problem und wo die Lösung ist für all die Dinge, die uns in unserem Leben plagen. Wir danken dir, dass du mit deinem Heiligen Geist jetzt zu uns sprechen wirst. Im Namen Jesu, Amen.

[2:15] So, schlagen wir auf, Matthäus Kapitel 15. Wiederholen wir ganz kurz. Wir waren ja dabei, Jesus hatte mit den Pharisäern, den Schriftgelehrten aus Jerusalem gesprochen. Die hatten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass seine Jünger sich nicht die Hände waschen und Jesus hatte, nochmal geantwortet, mit einem Satz so zusammengefasst, wie hat er geantwortet? Was war so seine Kernidee? Hat er auf das Händewaschen Bezug genommen mit den Pharisäern? Was hat er gesagt? Genau, er sagt, ihr seid die eigentlichen Gebotebrecher, ihr brecht die zehn Gebote. Meine Jünger brechen die Überlieferung der Alten, ja, das stimmt, die halten sich nicht an die Händewaschregeln von irgendwelchen Rabbis, aber ihr brecht die zehn Gebote. Er hat das an diesem Beispiel mit dem Korban illustriert und gesagt, ihr naht euch, ihr ehrt mich mit euren Lippen, sagt Gott in Jesaja, nicht wahr? Er hat mit dem Jesajatext aus Jesaja 29 geantwortet und deutlich gemacht, dass er eigentlich schon dieses Gericht über Jerusalem auch vorher sieht.

[3:23] Und dann als die Pharisäer so grummelig weggegangen sind, wie wir quasi aus dem Kontext dann ableiten können, hat er was gemacht? Er hat die ganze Volksmenge zusammengerufen. Und was hat er denen gesagt? Hört mir zu. Ihr wisst noch vielleicht, warum er noch einmal jetzt mit ihm, warum ihm das so wichtig war, jetzt noch mal zur ganzen Volksmenge zu sprechen. Warum war ihm das noch mal so wichtig an diesem Moment? Könnt ihr euch noch erinnern? Genau, es war seine letzte Rede, bevor er sich dann für einige Zeit zurückgezogen hat ins Ausland sozusagen. Ja, da werden wir dann die nächsten Male drüber sprechen. Und er wollte noch einmal ganz deutlich das eigentliche Problem andeuten oder zeigen, der Mensch leidet nicht so sehr an den äußeren Umständen, er leidet an sich selbst. Die Pharisäer dachten, nicht wahr, das Problem ist woanders her, die Römer sind das Problem und der Schmutz am Brot ist das Problem. Ja, und mit tausenden Waschungen und Regeln kann man das alles irgendwie lösen. Er sagt, nein, was aus dem Menschen herauskommt, ist das Problem. Und er sagt, hört, hört mir zu, hört und versteht, wer ein Ohr hat, der höre. Und dann hat er das der Volksmenge erklärt und gesagt, und dann kommen seine Jünger hinterher zu ihm und fragen ihn, erklär uns mal das Gleichnis. Und wir haben schon überlegt, Gleichnis? War eigentlich gar kein Gleichnis, aber zuerst fragen sie ihn noch, da haben wir dann letztens aufgehört, hast du gemerkt, dass du den Pharisäern einen Anstoß gegeben hast?

[5:00] Sagt Jesus etwas sehr Bemerkenswertes. Er sagt, jede Pflanze, die nicht von Gott gepflanzt ist, wird ausgerissen werden. Heuchler werden in der Gemeinde nicht bestehen. Aber wer wird bestehen? Das haben wir letztes Mal ausführlich besprochen. Wer wird bestehen? Die von Gott gepflanzt sind. Und wer waren die nochmal, die von Gott gepflanzt worden sind? Vielleicht könnt ihr euch erinnern, damit haben wir aufgehört. Wer sind die, die Gott eine Pflanzung nennt, eine Pflanzung des Herrn? Wir haben ja gesehen, in einem Kapitel, da hat ja Gott gesagt, das Volk wird aus lauter Gerechten bestehen, eine Pflanzung des Herrn, ihm zu Ruhm. Wisst ihr noch, welches prophetische Kapitel das war? Erst Jesaja 60, genau, Jesaja 60 auf der neuen Erde, im neuen Jerusalem, sieht er ein Volk von lauter Gerechten, eine Pflanzung des Herrn. Man fragt sich, wie kommt es dazu? Und dann kommt Jesaja 61. Da werden nämlich Menschen zu dieser Pflanzung gemacht, und zwar durch welchen Prozess? Was ist in Vers 1 bis 3, was wird da beschrieben?

[6:01] In Vers 1 bis 3. Was wird in Jesaja 61 Vers 1 bis 3 beschrieben? Die Botschaft des Messias, das Evangelium, das, was Jesus für die Menschen tut. Die zerbrochenen Herzen, die verbindet er, den Armen predigt er die gute Nachricht, die Gebundenen werden freigelassen, das Jahr der Gnade, das angenehme Jahr, er tröstet die Trauernden und dadurch werden sie eine Pflanzung des Herrn, durch Jesus, durch das Evangelium, werden sie eine Pflanzung des Herrn und mit anderen Worten, alle, die bei Jesus sind, werden bleiben. Alle, die nur religiöse Formen spielen ohne Jesus, werden ausgerissen werden. Das ist der Unterschied. Also nicht, wie gut bin ich, sondern bin ich mit Jesus oder nicht.

[6:51] Nun, an der Stelle geht es jetzt weiter, und zwar in Matthäus 15 und dort Vers 14. Jesus sagt noch mehr über diese Pharisäer, diese Schriftgelehrten. Wer mag mal lesen, Vers 14. Das sind sehr deutliche Worte. Jesus sagt, die Führer des Volkes sind blind, aber was trauen sie sich zu? Welchen Anspruch haben sie? Wir leiten die Blinden. Sie glauben, das Volk ist blind und wir müssen das Volk führen und Jesus sagt, wir sind selbst blind.

[7:35] Kennt ihr eine Stelle im Neuen Testament, wo der Paulus auch so etwas Ähnliches sagt, du traust dir zu, ein Lehrer derer zu sein? In Römer 2, schon mal ganz kurz, in Römer 2, Abvers 17, wo der Paulus zu den Juden spricht, schaut mal in Römer 2, Vers 17. Siehe, du nennst dich einen Juden und verlässt dich auf das Gesetz und rühmst dich Gottes und kennst seinen Willen und verstehst zu prüfen, worauf es ankommt, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist. Also hier geht es nicht nur um Juden, die als Juden geboren sind oder sagen, naja, ich mag halt jüdische Feste. Die kennen die 28 Glaubenspunkte des Judentums sozusagen. Die kennen sich aus, die wissen das, die können auch Irrtum von Wahrheit unterscheiden. Du traust dir zu, ein Leiter der, da kam es, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind. Jesus sagt ja, wir sollen ein Licht sein für die Welt, oder? Ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Kenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat. Also er sagt, du, das traust dir alles zu, weil du die Wahrheit kennst und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Er sagt, nun also, du lehrst andere, dich selbst, aber lehrst du nicht. Du verkündigst, man soll nicht stehlen und stiehlst es selber. Du sagst, man soll ja nicht Ehe brechen und brichst selbst die Ehe. Du verabscheust die Götze und begehst dabei Tempelraub. Also wo liegt das Problem? Dann können wir diese Blinden leider besser verstehen.

[9:08] Liegt das Problem daran, dass sie die Wahrheit nicht kennen? Sie wenden die Wahrheit auf alles und jeden an, nur nicht auf sich selbst. Und das ist ein Problem, das ist nicht auf Schriftgelehrte im ersten Jahrhundert nach Christus beschränkt, oder? Es ist relativ einfach, biblische Wahrheit zu erkennen. Ja, also wenn man einigermaßen offen ist und den Geist wirken lässt, ist es relativ einfach zu erkennen, okay, was man tun sollte oder was Gott sagt. Ja, die biblische Wahrheit zu erkennen ist sehr relativ einfach. Und was meistens uns auch sehr einfach fällt, ist zu sehen, wo andere das nicht tun, oder? Seht ihr das auch? Das sieht man so schnell, ja. Wenn andere sich nicht so benehmen, wie sie sich benehmen sollten, wenn die Sachen sagen, die falsch sind, man sieht das so schnell. Und das ist eine Tendenz, die wir alle Menschen haben. Und Paulus sagt, er spricht ja nicht nur zu den Juden, er spricht zu allen Menschen letztendlich im Römerbrief und sagt, wenn du andere lehrst, lehrst du dich auch selbst?

[10:06] Es gibt einen interessanten Satz bei Ellen White, wo sie sagt, dass der Thomas Münzer, der ja Reformator sein wollte und Fanatiker geworden ist, den wichtigsten Grundsatz vergessen hat, dass ein Reformator immer damit anfängt, sich selbst zu reformieren. Wenn ich mal alle andere reformieren möchte und nicht mich selbst reformieren möchte, dann geht das Ganze schief. Und so war es auch bei den Pharisäern. Sie wollten alle anderen kontrollieren, sie wollten allen anderen sagen, was richtig und falsch ist, aber sie haben sich nicht die Frage gestellt, okay, gibt es in meinem Herzen Dinge, die nicht in Ordnung sind, die ich Jesus übergeben muss?

[10:41] Wo hat er das gesagt? Wo hat er das gesagt, mit dem Splitter und Balken? Bergpredigt. Gibt es diesen Ausspruch von den blinden Blindenleitern auch in der Bergpredigt?

[11:03] Blinde Blindenleiter auch in der Bergpredigt? Wo ist die Bergpredigt? Matthäus 5 und 6 und 7. Steht da irgendwo was von blinden Blindenleitern? Ich kann euch nicht helfen. Nein, aber gibt es die Bergpredigt noch woanders? Lukas und wo ist sie da? Lukas 6, genau. Und das Interessante ist, das ist eine der wenigen Verse, die Jesus in der Bergpredigt gesagt hat, der nur in Lukas vorkommt und nicht in Matthäus. Schaut mal Lukas 6, da seht ihr hier im Kontext, da geht es um die Seligpreisung und Liebe zu den Feinden, Warnung vor dem Richten. Also Lukas hat eine gekürzte Fassung von der Bergpredigt, nicht so ausführlich wie Matthäus, aber in dieser gekürzten Fassung hat er ein paar Aussagen, die Jesus in der Bergpredigt gesagt hat, die nicht in Matthäus stehen, nämlich in Vers 39. Er sagt ihnen aber ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen?

[12:02] Also Jesus hat diese Idee mit den Blindenleitern jetzt gerade nicht erfunden, sondern das hat er schon öfter gepredigt vermutlich. Also ich gehe mal davon aus, dass das, was er bei der Bergpredigt gepredigt hat, er öfter gepredigt hat. Ja, gute Predigten hält man öfter. Und das heißt, es war eine Idee, die er immer wieder gesagt hat, ja, wenn du ein Blindenleiter sein willst, darfst du nicht blind sein. Das heißt, wahrscheinlich haben die Jünger das immer so als allgemeines Prinzip so wahrgenommen. Wenn ich andere leiten will, muss ich selbst sehen können, ich muss geistliches Unterscheidungsvermögen haben. Und jetzt sagt aber Jesus, ihr kennt dieses Prinzip, die Leute, zu denen er aufschaut, denn auch die Jünger schauten ja noch zu den Pharisäern in gewisser Weise auf, das sind blinde Blindenleiter.

[12:38] Übrigens, kennt ihr noch Menschen in der Bibel, die als blind bezeichnet werden im Neuen Testament? Laodizea, ne? Also solange Laodizea blind ist und es den Eindruck hat, ja nicht unberechtigt, ich kenne die Wahrheit, Laodizea wird ja nicht für ihre theologischen Missstände kritisiert. Laodizea weiß alles, aber es fehlt ihr an Glauben und Liebe, Gerechtigkeit und Augensalbe. Und das Interessante ist, wenn ein Blinder Blinden leitet, also ein blinder Blinde leitet, dann ist es nicht nur schlecht für ihn, für wen ist es noch viel schlechter? Die, die glauben, dass er den Weg kennt, weil die vertrauen ihm jetzt und wissen gar nicht, dass sie völlig irregeführt werden. Das ist ein bisschen wie der Nebukadnezer, der seinen Wahrsager getraut hat und gar nicht erst gewusst hat, dass die total blind sind, keine Ahnung haben. Und dann, als er gemerkt hat, war ganz schön ärgerlich.

[13:44] Paulus ist nicht dagegen und auch Jesus, Blinde zu leiten, aber was ist der entscheidende Punkt? Wenn ich Blinde leiten möchte, muss ich selbst sehen. Wenn ich anderen helfen möchte, mit ihren Problemen geistlich umzugehen, muss ich erst lernen, meine eigenen Probleme geistlich vor Gott zu bringen. Wenn ich das nicht gelernt habe, kann ich es anderen nicht erklären. Und das ist eines der größten Probleme, dass so viel oft nur nach außen gesagt wird und der, der es sagt, vielleicht gar nicht in seinem Herzen angenommen hat.

[14:19] So, schauen wir mal ein bisschen weiter. Das ist natürlich eine, übrigens, was sagt Jesus? Er sagt, lasst sie. Habt ihr das gesehen? Lasst sie. Schaut mal mit mir in Hosea 4, Vers 17. Wann, unter welchen Umständen sagt Gott, lasst sie, lasst sie in Ruhe, lasst sie gehen? Das ist ja eine Einstellung, die Gott nicht so schnell hat, oder? Gott sagt nicht so schnell, okay, lasst. Hosea 4, Vers 17, wer mag denn mal lesen? Hosea 4, Vers 17. Wann sagt Gott, okay, geht, lasst, lasst sie in Ruhe, lasst sie gehen.

[15:01] Genau, also warum soll man Ephraim in Ruhe lassen? Ja, sie betet nicht nur Götzen an, sie sind an die Götzen gebunden. Ja, ganz fest. Gott sagt irgendwann, okay, bringt nichts. Das Nordreich geht in die Gefangenschaft. Schauen wir noch einen Text an, Jesaja 56. Jesaja 56, und dort Vers 10.

[15:39] Jesaja 56, und dort Vers 10. Interessant, oder? Da geht es um die Führer Israels, zur Zeit von Jesaja, und er sagt, sie sind alle blind, und was ist die Folge dafür, dass sie nichts sehen? Was ist quasi das Resultat, die Konsequenz? Ja, was müssten sie dann merken, wenn sie nicht blind wären?

[16:18] Ja, genau, sie sind stumme Hunde. Wann soll denn ein Hund bellen? Ja, genau, wenn ein Einbrecher kommt, oder? Ja, also irgendwie bellen die auch, wenn ich da lang gehe, obwohl ich nie einbrechen will. Aber Hunde bellen, wenn irgendwie potenziell Gefahr ist, ja, und die sind blind, die sehen die Gefahr nicht und bellen nicht. Blinde Blindleiter sehen nicht die Gefahr, die Gottes Volk droht.

[16:51] Haben die Pharisäer geglaubt, dass sie die Gefahr kennen? Haben die Pharisäer geglaubt, dass sie die Gefahr sehen und erkennen? Genau, die haben gesagt, wir stehen ganz fest zur Wahrheit, und wir verteidigen die Wahrheit gegen die Feinde, denn ihre Feinde waren die Römer. Die haben gedacht, die sind die auf dem Posten, wo immer ein Römer sich eindrängen will, waren sie dagegen. Aber das eigentliche Problem haben sie nicht gesehen, nämlich die Sünde. Die Sünde in ihrem eigenen Leben, das war der eigentliche Feind, und deswegen haben sie die Sünde nicht echt, also nicht wirklich angebellt sozusagen. Ja, ganz genau, ja ganz genau, ganz genau.

[17:45] Hier hat schon mal Matthäus 15, also Jesus sagt, und das ist interessant, das ist ein Jahr vor der Kreuzigung, und er will ihnen jetzt deutlich machen hier, die Pharisäer, zu denen er immer noch aufschaut und denkt, naja, so irgendwie, wir können es ja nicht mit ihnen verscherzen. Sie sind geistlich viel tiefer, als ihr denkt. Ja, Jesus hat ja schon erhebend gesagt, wenn eure Gerechtigkeit die der Pharisäer nicht weit übertrifft, werdet ihr gar nicht in den Himmel kommen. Wahrscheinlich haben die Jünger gedacht, was? Das sind die einzigen heiligen Menschen, die wir kennen, und die sind nicht mal heilig genug. Aber das war genau das Problem, sie waren nur heilig aus ihrer eigenen Kraft, als Show für andere, aber sie kannten Jesus nicht.

[18:24] Jetzt Matthäus 15, Vers 15. Jetzt, wer mag das mal lesen? Matthäus 15, Vers 15. Genau, also, die wollen wissen, was hat das jetzt zu bedeuten, mit diesem hinein in den Körper und raus aus dem Körper, deutet uns das Gleichnis, und wer ist der Erste, der spricht? Petrus, wie man, Petrus ist der Wortführer und sagt, jetzt erklär mal, was bedeutet das? Und wir springen jetzt mal einfach, weil es da besser erklärt ist oder deutlich erklärt ist, zu Markus 7 zurück. In Markus 7, da haben wir in Vers 17 auch, die Jünger fragen ihn jetzt über das Gleichnis, und jetzt ist Jesus alleine mit seiner kleinen Gruppe und hat noch mal die Gelegenheit, das so deutlich wie möglich zu erklären, sodass auch wir das so richtig gut verstehen können.

[19:12] Vers 18, wer mag mal Vers 18 lesen? Markus 7, Vers 18. Okay, also schaut mal, wie Jesus anfängt. Ja, die Jünger kommen jetzt und sagen, okay, Pharisäer, erklären uns das Gleichnis. Und Jesus sagt als allererstes, seid ihr auch so unverständlich? Welche Botschaft schwingt damit? Seid ihr auch so unverständlich? Seid ihr auch blind? Seid ihr verführt vom Pharisäer?

[19:52] Genau, habt ihr es noch immer nicht verstanden? Da ist so diese Idee, eigentlich müsstet ihr es schon längst verstanden haben. Das heißt, hier geht es um etwas, was Jesus eigentlich immer wieder gesagt hat, immer wieder deutlich gemacht hat. Und er fragt, habt ihr es noch nicht verstanden? Wem hat Jesus noch mal diese Frage gestellt, das weißt du nicht, das müsstest du eigentlich wissen? Nicodemus, oder? Dem hat er auch gesagt, du weißt es nicht. Und was sagt Jesus dem Nicodemus? Er sagt, du bist der Lehrer Israels und weißt es nicht. Bei Nicodemus war das so, er hat gesagt, du bist ein Lehrer, du bist ausgebildet in Theologie und hast den Beruf, das Volk zu belehren in der Bibel, deswegen müsstest du das Evangelium kennen. Das ist der ganze Punkt, du müsstest wissen, wie ein Mensch ewiges Leben bekommt, du müsstest wissen, wie man in das Reich Gottes kommt und du weißt es nicht. Weil die Frage bei Nicodemus ist ganz deutlich, Jesus sagt, du müsstest es eigentlich wissen, wieso weißt du das nicht?

[20:57] Und jetzt stellt er den Jüngern dieselbe Frage, ist eigentlich ganz interessant, er stellt jetzt den Jüngern dieselbe Frage und sagt, das wisst ihr nicht? Was impliziert das, wenn wir das mal dann vergleichen? Vielleicht ist die Schlussfolgerung zu einfach, er betrachtet seine Jünger nicht nur als Lernende, sondern auch als Lehrer. Zu diesem Stadium hier, in diesem Stadium sind seine Jünger nicht einfach nur die Fischer, die ihm nachfolgen, er betrachtet sie in diesem Stadium schon als Lehrer. Woher wissen wir, dass er sie als Lehrer schon betrachtet hat? Außer dieser Frage. Er hat sie ausgesandt, gar nicht so lange zuvor, denn vor dieser Geschichte war ja die ganze Geschichte mit Johannes 6 und das war der Tag nach der Speisung der 5000 und die Speisung der 5000 ist geschehen, weil sie sich zur Ruhe setzen wollten, nicht wahr? Weil sie vorher alle ausgesandt waren. Das ist eigentlich wahrscheinlich nur ein paar Wochen zurück gewesen oder paar Tage. Sie sind alle von ihrer Missionsreise zurückgekommen, die sind gerade unterwegs gewesen, haben Wunder gewirkt, haben Menschen geheilt, haben das Evangelium gepredigt und fragen ihn, sag mal, was hast du damit gemeint? Man wird nicht unrein durch das, was hineinkommt, sondern das, was hinauskommt.

[22:19] Jesus sagt, ihr wart gerade auf Missionsreise, ihr habt gerade anderen Menschen das Evangelium erklärt, Gott hat mit seinem Geist euch Wunder wirken lassen und ihr versteht das nicht? Was also zeigt, Menschen können mit Jesus leben, sie können sogar für Jesus Wunder tun, sie können für ihn predigen und trotzdem ab und zu das Evangelium gar nicht richtig selbst begreifen. Jesus sagt nicht, geh nach Hause, er sagt, okay, eigentlich müsstet ihr es verstanden haben. Ich erkläre es euch nochmal, okay, ich erkläre es euch nochmal. Die Jünger haben manchmal, nicht nur hier, später auch immer wieder Probleme gehabt, so die offensichtlichen Dinge zu verstehen. Ist das, was ich glaube? Jedenfalls aus meiner eigenen Erfahrung, das größte Problem ist oftmals nicht, die schwierigen Dinge in der Prophetie zu verstehen, das Schwierigste sind oft die einfachen Wahrheiten immer und immer wieder im Kopf zu behalten und dabei zu bleiben, ja.

[23:21] Genau und diese Jünger sind ja nicht nur irgendwelche Lehrer, sondern wen sollen sie am Ende irgendwann mal belehren? Die ganze Welt, sie sollen die zwölf Apostel sein für die ganze Welt, sie sollen die sein, die der ganzen Welt das Evangelium predigen, also sie müssten das Evangelium selbst irgendwann verstanden haben, ja und die sagen, okay, pass auf, ich erkläre es euch noch einmal und man sieht doch jetzt ein bisschen so, wie ihr auch das mit Nachdruck macht. Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen den Menschen hineinkommt, ihn nicht verunreinigen kann? Wir haben ja letztes Mal schon gesehen, Jesus ist sehr deutlich, ein Mensch wird geistlich gesehen niemals durch etwas von außen verunreinigt, geistlich. Selbst wenn er Schweinefleisch isst, wird er nicht dadurch unrein durch das Schweinefleisch, sondern dadurch, dass er weiß, wenn er es denn weiß, dass Gott es verboten hat und er gegen Gottes Gebot sich entscheidet und diese Entscheidung, es zu essen, kommt von innen. Die Verunreinigung am Garten Eden geschah nicht durch die Frucht, sondern durch die Entscheidung, die Frucht zu essen.

[24:35] Vers 19, jetzt erklärt er das so anschaulich, dass die Jünger das wahrscheinlich dann irgendwann auch begriffen haben. Vers 19, denn es kommt nicht wohin, in sein Herz. Er sagt, das, was von außen reinkommt, kommt nicht in dein Herz und wenn du ein Stück Hähnchenbrust isst und das lag neben einem Stück Schweinekotelett, dann musst du dich Gedanken machen, ob dein Herz verderbt ist, weil das kommt nicht in dein Herz hinein, sondern wo kommt es hinein? Das Stück Fleisch oder was immer man isst oder wenn jetzt Brot ist und da ist ein bisschen Krümel noch dran, also ein bisschen Schmutz dran, weil die Hände nicht gewaschen sind, wo kommt das hin? Er sagt, es geht wohin, sondern in den Bauch und wird auf dem natürlichen Weg, der alle Speisen reinigt, ausgeschieden.

[25:22] Woher weiß Jesus das so genau? Er hat diesen ganzen Darmtrakt geschaffen. Er hätte ihn jetzt auch noch eine Vorlesung halten können über die ganzen Dünndarm und Dickdarm und Magen und Säure und das und jenes. Macht er nicht, ist er auch jetzt hier weniger entscheidend. Interessant ist jetzt Folgendes und wird auf dem natürlichen Weg, eigentlich wörtlich steht da nicht natürlich, hat jemand eine andere Übersetzung aus natürlicher Weg? Das ist so ganz, also die Schlachter ist hier so ein bisschen blumig. Hat jemand eine andere Übersetzung?

[25:55] In die Grube, ja genau. Was für eine Grube ist damit gemeint? Das Klo. Jesus spricht über das Klo. Es gibt mindestens zwei Stellen der Bibel, die ausführlich über das Klo sprechen. Eines im fünften Mose, einem Evangelium, was übrigens auch zeigt, dass es keinen Ort gibt, wo man nicht Gott die Ehre geben kann. Fünfte Mose, ich weiß nicht, welches Kapitel das ist, aber da gibt es ein Kapitel, wie man Gott zur Ehre auf Klo gehen kann. Das ist ein anderes Thema. Ich habe immer leise darüber gepredigt. Ja genau, soll auch noch. Drei Stellen, genau. Aber der Punkt ist jetzt der, und das ist ja interessant, also er sagt, die Speise geht ja in den Bauch, nicht wahr, geht hier durch den Traktor durch und dann heißt es, geht also ins Klo, wird ausgeschieden und dann kommt eine Phrase, der alle Speisen reinigt.

[26:51] Steht das bei euch auch so, der alle Speisen reinigt? Was hast du für Übersetzung? Luther sagt, damit erklärte er alle Speisen rein. Schon mal gehört? Damit erklärt er alle Speisen rein und das ist der Vers, oder eine der Versen, wo Leute sagen, dritte Mose 11 ist abgeschafft, weil Jesus erklärte alle Speisen für rein. Nun, das Ding ist tatsächlich, heute keine Grammatikvorlesung, aber nicht so ein bisschen kompliziert. Wörtlich steht dort, also das geht in den Bauch und wird ausgeschieden in die Grube, quasi Komma, reinigend alle Speisen, Partizip, also reinigend alle Speisen. Jetzt mal an alle Grammatikfreaks, wenn so ein Partizip ist, reinigend alle Speisen, auf wen und was könnte sich das beziehen? Reinigend alle Speisen. Also es könnte sich auf den Ausscheidungsvorgang beziehen, der alles reinigt, worauf könnte es sich noch beziehen? Vielleicht auf das Klo selbst, es reinigt alles Speisen dadurch, reinigend.

[28:04] Jetzt im Griechischen endet normalerweise so ein, jetzt nicht übertreiben, so ein Partizip auf On, wenn es maskulin ist, also aktiv On. Wenn es aber Neutrum ist, tatsächlich endet es auf On. On und On klingt sehr ähnlich, oder? Und im Laufe der Zeit ist es fast identisch ausgesprochen worden und das Problem ist, es gibt in den verschiedenen Manuskripten einige, die sagen Katharizon und eine sagen Katharizon. Also Katharizon ist männlich und Katharizon ist sächlich. Also sächlich wäre ja sozusagen der Darmtrakt oder irgendwie das Klo oder so, aber wer wäre es denn, wenn es männlich wäre? Katharizon, eine Person. Und wer wäre das hier? Der, der spricht. Also die Idee war dann, er sprach, es geht hinein, es wird ausgeschieden und er sprach, reinigend alle Speisen. Indem er das gesagt hat, hat er alle Speisen gereinigt, da kommt die Idee. Und die Manuskripte sind gespalten. Also das ist so eine der Stelle, wo Texas Rezeptus gegen Codex Sinaiticus, da können sich die Leute die Köpfe einschlagen, aber das alles muss uns gar nicht stören, weil das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass wir griechische Grammatik studieren, nur damit ihr mal wisst, dass das Problem ist, sondern was genau wird denn hier auf jeden Fall gereinigt? Was wird gereinigt? Egal ob jetzt durch Jesus oder durch den Darm, wenn wir das jetzt nicht genau zuordnen können grammatisch, was wird auf jeden Fall gereinigt? Bleiben wir mit dem Text. Was wird gereinigt?

[30:02] Was steht im Text? Speisen. Essen war nicht so verkehrt, aber Speisen. Jetzt, was ist eine Speise? Was die Bibel als eine Speise definiert. Es gibt eine einzige Stelle in unserem Glaubensbekenntnis, in den 28 Glaubenspunkten, die ich persönlich ändern würde. Und zwar ist es die Stelle, wo steht unreine Speisen. Ich glaube, der Begriff ist total verwirrend, weil es gibt keine unreine Speisen in der Bibel. Es gibt nur unreine Tiere und es sind keine Speisen. Steht nirgends von 3. Mose von unreinen Speisen, höchstens in der Überschrift. Die Bibel kennt nur Speise und das ist vor allem Gemüse, Obst und so weiter und reine Tiere und sie kennt unreine Tiere und die sind gar keine Speise. Also es gibt nicht reine Speise und unreine Speise, es gibt reine Tiere und unreine Tiere und Schwein ist genauso wenig Essen wie Krokodil oder wie Aluminium oder so. Es ist überhaupt gar nicht zum Essen gedacht und in dem Sinne ist dann die Sache vollkommen egal, ob jetzt Jesus die Speisen durch seine Worte gereinigt hat. Nämlich alles das, was man essen kann, ist rein, egal, ob man sich die Hände gewaschen hat oder nicht. Das wäre der Gedanke oder ob es sozusagen durch den Darmtrakt gereinigt wird. Es geht nur um Dinge, die man überhaupt essen darf. Speisen, biblische Speisen, weil entweder die Bibel definiert, was eine Speise ist oder wer definiert es sonst.

[31:45] Würdet ihr sagen, Hunde sind eine Speise? Also in China würden die sagen, ja klar, natürlich, Frösche. Wir können nicht die Kultur definieren, dass es eine Speise ist, sondern wir müssen die Bibel definieren lassen, wenn wir die Bibel sich selbst auslegen lassen und dann ist diese ganze Diskussion in sich total klar, weil es geht sowieso in dem Kontext nur um Dinge, die auch die Juden gegessen haben, denn auch die Jünger hätten kein Schwein gegessen.

[32:27] Genau, genau, das ist ja das ganze Thema. Genau, aber gut, dass du es mal erwähnt hast. Jetzt holen wir weiter. Vers 20, jetzt wird es aber interessant, die letzten Verse. Er sprach aber, was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Alle bösen Taten werden zuerst im Herzen ausgedacht.

[33:00] Schaut man mit mir in Micha, Kapitel 2, Vers 1. Micha 2, Vers 1, das kann man da sehr schön sehen. Micha 2, Vers 1. Da steht, wehe denen, die Frevel ersinnen und Böses vorbereiten auf ihren Lagern, am Morgen, wenn es Licht wird, führen sie es aus, weil es in ihrer Macht steht. Also was ist zuerst? Zuerst ist die Planung und dann die Ausführung. Und warum kommt es zur Ausführung? Warum kommt es zur Ausführung? Ja, aber warum kann der Gedanke dann ausgeführt werden?

[33:46] Weil es die Möglichkeit, weil es in ihrer Macht steht. Es gibt auch viele böse Gedanken, die werden nie ausgeführt, weil man die Gelegenheit dazu nicht hat. Wie viele Morde sind nie geschehen, weil man irgendwie es nicht geschafft hat oder so. Aber das Problem ist also, es gibt sehr viel mehr Böses auf der, was soll ich sagen, es gibt sehr viel mehr Böses auf der Gedankenebene als auf der Tatebene. Das Problem wird nie gelöst, wenn man nur die Tatebene angreift.

[34:17] Okay, kennt ihr noch irgendein Vers im Neuen Testament, wo deutlich wird, dass die Sünde geboren wird, weil vorher etwas geschieht. Jakobus, was sagt Jakobus? Was macht die Begierde? Ja, so ungefähr, genau. Jakobus 1, genau, Jakobus 1, Jakobus 1 und dort Vers. Er sagt ja, niemand wird von Gott versucht, oder? Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gelockt wird. Also der Sünder sucht die Schuld eher wo?

[35:00] Die Frau, die du mir gemacht hast. Der Sünder sucht die Schuld bei Gott und bei anderen Menschen, aber Jesus sagt, eigentlich ist das Problem im eigenen Herzen. Er wird von der eigenen Begierde gelockt und die führt dann zur Sünde und die Sünde führt dann zum Tod. Das heißt, was Jesus uns hier, was die Bibel sehr deutlich sagt, ist, wenn wir das Problem der Sünde lösen wollen, müssen wir das Problem des Herzens lösen. So sagt die Bibel, mehr als alles andere behüte dein Herz.

[35:37] Jetzt kommen wir zurück zu Markus, wir sind bald am Ende, Markus 7 und dort Vers 21 und 22. Ganz genau, er sagt, all das kommt aus dem menschlichen Herzen.

[36:06] Kennt ihr andere Bibelstellen, die so etwas ähnliches sagen, dass das Herz das Problem ist? Welche anderen Stellen fallen euch allen? Welcher Vers ist das, Jeremia? Vers 17, Jeremia 17, Vers 9 und wenn wir das lesen, müssen wir gleich von Anfang an uns bewusst machen, was ist denn das Herz?

[36:33] Ja genau, was ist das, also wie ist es, gucken wir gleich, aber was ist das Herz? Das Herz ist, wo? Unser Denken, die Sünde beginnt im Denken. Eva hat etwas gedacht über Gott, Adam hat etwas gedacht, bevor er gebissen hat. Jedes Mal, wenn wir uns von Gott entfernen, dann deswegen, weil wir vorher etwas gedacht haben. Und das Problem ist, schaut mal in Vers 9, überaus trügerisch ist das Herz und böse, bösartig wäre kein Grund. Also das Herz ist nicht nur böse, sondern was ist noch das Problem? Nicht nur ist es böse, sondern was heißt trügerisch? Ah, es erklärt mir, dass andere schuld sind und nicht ich. Es malt sich besser, als es ist und wir alle neigen dazu, uns besser zu sehen, als wir sind, oder? Das ist das Problem, das wir haben und deswegen beschützen wir unser Herz. Wir wollen nicht so gern eingestehen, dass ich das Problem bin und das ist das Problem an der Sache, dass wir unser eigenes Problem nicht erkennen.

[37:40] Schauen wir noch, 1. Mose 6, Vers 5, 1. Mose 6 und dort Vers 5, da geht es um die Gedanken des Herzens, da heißt es, mag jemand lesen, 1. Mose 6, Vers 5.

[38:03] Genau, hier haben wir die Menschen ohne den Heiligen Geist und was ist die Konsequenz? Der aus dem Herzen kommt nur Böses hervor. Also ein Mensch ohne Gott bringt in seinem Herzen eigentlich nur Böses vor. Er kann zwar durch Gesellschaft, durch Gesetze eingehegt werden, so dass er nicht alles macht, was er denkt. Er auch manche Sachen halt nur denkt und nie ausspricht oder sagt. Er kann so quasi begrenzt werden und er wirkt dann vielleicht auch sehr moralisch oder irgendwie bürgerlich, aber das Herz bringt eigentlich immer nur Schmutz hervor. Und deswegen sagt die Bibel, das Fleisch ist eigentlich in Feindschaft gegen Gott, das sagt Paulus ganz deutlich. Hiob sagt, dass ein Reiner kann nicht von einem Unreinen kommen, es ist unmöglich.

[38:45] Und dann schaut mal in Römer 7, Vers 8, das ist jetzt ganz interessant, das ist ganz toll, Römer 7, Vers 8. Paulus war ja jemand, der wirklich die Bibel kannte und zwar nicht nur ein bisschen, er war Schriftgelehrter, er war aufgewachsen zu den Füßen von Gamaliel. Aber Paulus war ein Sünder wie alle, oder? Und jetzt kam er sogar zu dem Punkt, dass er die Bedeutung des Gesetzes richtig erfasst hat. Was hat das bewirkt? Schaut mal in Römer 7, Vers 8. Da nahm aber die Sünde einen Anlass durch das Gebot und bewirkte in mir was? Jede Begierde, denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.

[39:35] Kennt ihr Pilgrims Progress bestimmt, oder? Von John Bunyan, die Pilgerreise. Da gibt es ein interessantes Gleichnis, vielleicht habe ich es schon mal erzählt, vielleicht auch nicht. Da kommt ein Mann, der Christian, in einen staubigen Raum, alles voller Staub. Und dann kommt jemand mit einem Besen und fängt an zu fegen. Was passiert, wenn man fegt in einem staubigen Raum? Man fängt zu husten, man wird fast erstickt. Und dann kommt eine junge Dame, eine junge Frau, und die bringt Wasser und sprüht das überall auf das überall hin und dann verklebt quasi der Staub und man kann es ganz locker leicht ausfegen. Und in diesem Gleichnis, der Mann mit dem Fick, das ist das Gesetz, die Frau mit dem Wasser ist das Evangelium.

[40:33] Was passiert, wenn man einem Menschen das Gesetz Gottes zeigt, ohne das Evangelium? Er wird nur noch mehr sündigen, weil er sieht sich, das Gesetz ist ein Spiegel, oder? Und er sieht sich und er sieht die Sünde und er sieht die Sünde und durch das Anschauen wird man verändert. Deswegen ist Gesetzlichkeit so gefährlich. Gesetzliche Systeme führen immer noch zu mehr Sünde. Wenn man das nicht glaubt, schaut man ins Mittelalter. Ohne Jesus hat die Gesetzlichkeit zu allen Abartigkeiten von Sünde geführt. Das, was eigentlich das Problem löst, ist das Blut Jesu, das Evangelium. Und wenn das da ist, dann kann auch das Gesetz ganz wunderbar alles, was den Schmutz rauskehren.

[41:21] Und das deswegen gibt es den Vers schlechthin in Jeremia 4, Vers 14. Ihr habt ja, ihr erinnert euch, am Anfang der Geschichte ging es ja um die Waschung, oder? Könnt ihr euch erinnern? Die Waschung von den, was sollten, was mussten die Juden alles waschen? Könnt ihr euch erinnern? Neben den Händen, die Füße und ihre Geschirr und ihr Besteck und ihre Polster, alles mussten die waschen, oder? Und jetzt schaut mal, was hier in Jeremia steht. Da braucht es nicht mal Johannes den Täufer, weil auch die Taufe des ganzen Körpers ist ja eigentlich nur ein Zeichen für das hier. Jeremia 4, Vers 14. Was steht dort? Was muss gewaschen werden? Das Herz, nicht die Hände.

[42:13] Das, was Jesus sagen will. Also die Hände auch, ja natürlich, in der Corona-Zeit. Hände auch waschen. Aber für geistliches Leben muss das Herz gewaschen werden. Kein Mensch wird jemals glücklich werden, wenn er einfach nur versucht, Regeln einzuhalten, weil es hier immer wie aus einem Vulkan, immer nur Böses kommt, Böses, Böses, Böses. Das muss gewaschen werden. Und wie mache ich das denn? Das kann man nicht selbst machen.

[42:42] Also was muss ich machen? Ja genau, konkret, was muss ich machen? Sagt mir. Ich muss mein Herz nehmen und was ist, wenn ich es nicht geben kann? Dann sage ich, wie Ellen Weitz sagt, Herr, nimm du mein Herz, denn ich kann es dir nicht geben. Halte du es rein, denn ich kann es allein nicht reinhalten. Ihm einfach Erlaubnis geben, dieses Herz zu nehmen, so wie es ist. Nimm du mein Herz, denn ich kann es dir nicht geben. Halte du es rein, denn ich kann es nicht reinhalten. Das ist, die Bibel sagt oft, beschneidet euer Herz, beschneidet euer Herz. Und dann sagt in 5. Mose 30, sagt Gott, ich will euer Herz beschneiden. Aber wir müssen ihm erlauben, wir müssen feststellen, es ist so dreckig, mein Herz, es ist so schmutzig. Aber mit ihm, und jetzt sofort, wir haben heute, für alle, die vorhin nicht da waren, im Offenbarungsseminar etwas anderes gesehen, nämlich entweder kommt aus dem Herzen immer nur Böses hervor, oder was könnte die alte Alternative sein? Was könnte noch im Herzen sein? Das Wasser des Lebens.

[43:45] Herr Jesus sagt, wenn du von diesem Wasser trinkst, wirst du wieder durstig werden, aber wenn du von dem Wasser trinkst, das ich dir geben werde, wird es in dir zu einer Quelle werden. Also entweder habe ich mein natürliches Herz und da kommt immer Böses hervor, oder ich habe wen im Herzen, was wir haben heute gelernt, wer ist denn die Quelle des Lebens? Wir haben gesehen, bei dir ist die Quelle des Lebens, und dann sagt Gott in Jeremiah 2, mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen und sich löchrige Zisternen ausgegraben. Das heißt, damit die Quelle des Lebens des Wassers in mir ist, wie kommt sie da rein? Jesus muss in mir sein, denn Jesus ist die Quelle des lebendigen Wassers. Wenn ich mit Jesus gehe, ist mein Herz rein. Wenn ich ohne Jesus gehe, kann es nicht rein sein. Und das ist das, was er ihnen unbedingt sagen wollte.

[44:37] Deswegen sagt die Bibel, mehr als alles andere behüte dein Herz. Und was muss also beim Herzen die ganze Zeit sein? Wo müssen unsere Gedanken sein? Bei Jesus. Deswegen sagt er, setze mich wie ein Siegel an dein Herz, setze mich wie ein Siegel auf deinen Arm. Wenn man an Jesus denkt, kann man ziemlich schlecht sündigen, ist euch das mal aufgefallen? Wenn man an Jesus denkt, kann man schlecht böse sein auf andere. Wenn man an Jesus denkt, kann man schlecht neidisch sein. Es fällt einem auch schwer, böse Gedanken über andere zu haben, Böses zu vermuten. Es fällt einem auch schwer zu denken, ich schaffe alles nicht und ich bin völlig verloren und so. Wenn man auf Jesus schaut, dann weiß man fast gar nicht, wie man verloren gehen kann. Nur wenn man auf sich selbst schaut oder auf andere schaut, dann wird es kritisch. Und deswegen möchte Jesus den Menschen deutlich machen und den Jüngern deutlich machen, das Problem ist hier und nur wenn ihr auf Jesus schaut, dann können wir in unserem Herzen diese Quelle haben.

[45:40] Zum Schluss Matthäus 5, 21. Das ist letztendlich das, was Jesus in der Bergpredigt schon gesagt hat, oder? Er hatte gesagt, ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht töten. Wer aber tötet, der wird im Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, jeder seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird im Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt Raka, der wird im Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt Na, der wird im höllischen Feuer verfallen sein. Mit dem siebten Gebot kommt dann dasselbe nochmal. Und die Idee ist, es beginnt im Herzen, es beginnt im Herzen.

[46:25] Deswegen hat der Mose schon gesagt, in 5. Mose 6, höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein und du sollst den Herrn deinem Gott lieben von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen wo sein? Auf dem Herzen. Wenn wir Jesus annehmen, weil wir ihn mögen, dann können wir dieses Problem des Herzens lösen oder er löst es dann vielmehr.

[46:46] Zum Schluss in Markus 7, Vers 23, da heißt es, all dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. Als es im Alten Testament um Reinheit und Unreinheit geht, da geht es meistens in welchem Kontext um Reinheit und Unreinheit. Wenn man unrein ist, darf man wohin nicht gehen? Ins Lager, genau. Und dann noch deutlicher, wo darf man vor allem nicht hingehen? In das Heiligtum. Ja, der Priester darf nicht ins Heiligtum, wenn er unrein ist. Die Reinheit, die müssen sich reinigen. Unser Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Böse Gedanken verunreinigen den Tempel. Und beim Untersuchungsgericht geht es auch darum, das Heiligtum zu reinigen. Das Heiligtum im Himmel, das Heiligtum auf Erden. Das Heiligtum auf Erden, seine Gemeinde, unser Körper wird nicht dadurch rein, einfach nur, dass wir gesund leben und uns fleißig waschen, was alles gut und schön ist. Es wird dadurch rein, dieser Körper, dieser Tempel, in dem unser Denken verändert wird, in dem wir an Jesus denken.

[48:10] Genau, ganz genau. David sagt, erschaffe mir ein reines Herz. Und das kann Gott tun und er will es tun. Und wir sehen anhand Jesus, wie wichtig es ist, dass er sagt, hört mir zu. Jeder von uns, jeder von uns, die wir zuschauen, jetzt hier sind, jeder von uns kann ein reines Herz haben, in dem Jesus wohnt und das bietet er uns an. Und wie wir heute vorhin schon gesehen haben, wenn Jesus im Herzen wohnt, beginnt das Wasser des Lebens, wie aus dem Tempel, rauszulaufen. Das läuft und läuft und läuft und wird immer heller und immer weiter und bringt das Leben mit sich. Und wir Jesus bitten, dass er unser Herz nimmt, so wie es ist und dort mit seiner Gnade, seinem Geist, unserem Herzen wohnt.

[49:08] Und noch gemeinsam beten, lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass wir dein Wort haben und dass du uns zeigst, dass die wahren Probleme in unserem Leben nicht andere Menschen sind und auch nicht Umstände und Dinge, die uns schaden. Denn die Wahrheit ist, Gläubige, die mit dir gelebt haben, haben unter den unmöglichsten Umständen Frieden im Herzen gehabt und sind rein und sauber geblieben. Herr, wir sehen das, wenn wir uns von Umständen und von anderen Menschen und vielleicht durch unsere eigene Begierde verlocken lassen, dann deswegen, weil wir dich in unserem Leben immer wieder mal aus den Augen verlieren. Und Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass unsere Beziehung zu dir wachsen kann, dass wir von deiner Gnade gestärkt und durch deine Liebe geführt, dass wir dich so gut kennen, dass unsere Gedanken immer natürlicher zu dir gehen, dass wir uns bewusst machen, dass du alles für uns tust, um uns zu dir zu ziehen. Wir danken dir, dass wir dir unser Herz geben können, so wie es ist, dreckig, schmutzig, was immer dort vielleicht vorgefallen ist und dass du es im Blut von Jesus reinwaschen kannst und reinwaschen willst. Und zwar so rein, dass nichts übrig bleibt von all dem Schmutz. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen im Namen Jesu, der für uns gestorben ist und jetzt für uns bittet, beten wir dies. Amen.

[50:59] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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