In dieser Predigt über das Leben Jesu wird die Heilung eines Blinden in Bethsaida beleuchtet, die nur im Markusevangelium beschrieben wird. Der Sprecher vergleicht diese Begebenheit mit der Heilung eines Taubstummen aus Markus 7 und hebt dabei die Parallelen und die besondere Vorgehensweise Jesu hervor. Es wird erklärt, warum Jesus die Heilungen abseits der Menge durchführte und welche tiefere Bedeutung die Handlungen wie das Spucken auf die Augen für die Jünger hatten.
Der Ersehnte: 167. „… wandelnde Bäume!“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de zu einer weiteren Folge über das Leben von Jesus. Und heute eine kleine Geschichte, die aber äußerst merkwürdig und interessant ist. Keine Geschichte, die nur von Markus berichtet wird, so am Rande quasi noch eingeschoben, scheinbar auch von allen weit eben Leben Jesu gar nicht aufgegriffen wird direkt, aber die uns doch einiges zu sagen hat. Und das wollen wir uns anschauen.
[1:12] Und bevor wir beginnen, wollen wir gemeinsam niederknien für ein einfaches Gebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort auch heute studieren können. Wir möchten dich bitten, dass wir diese Geschichte, die wir uns heute vorgenommen haben, gut verstehen, dass wir Jesus besser als unseren Freund und Heiland erkennen, dass wir etwas für unser persönliches Glaubensleben erkennen. Herr, diese Worte sind voll vom Heiligen Geist und ich möchte unsere Herzens-Tür aufmachen, damit du hinein sprechen kannst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:05] Schlagt den wir auf Markus Kapitel 8. Markus Kapitel 8 und wir lesen die Geschichte ab Vers 22. Markus 8 und dort ab Vers 22. Wir können vielleicht kurz uns noch mal erinnern, was in der vergangenen Woche, in der vergangenen Geschichte wir uns angeschaut haben. Wisst ihr noch, was das letzte war, was wir studiert haben? Worum ging es da? Was haben wir uns letzte Woche angeschaut?
[2:45] Wir haben letzte Woche uns angeschaut, wie die Jünger mit Jesus auf dem Boot zurückgefahren sind, nachdem sie ihr Gerät, vielleicht sie waren in der Dekapolis gewesen, wo die Speisung der 4000 gewesen ist und dann sind sie ja auf die andere Seite des Ufers Richtung Magdala gefahren. Und dort hatten sie die Pharisäer getroffen. Das könnt ihr nochmal nachvollziehen in Markus 8 ab Vers 10. Die Pharisäer ein Zeichen gefordert vom Himmel und Jesus hat ihnen gesagt: "Es wird euch kein Zeichen gegeben werden." Damit parallel berichtet Matthäus, steht: "Es wird euch nur das Zeichen des Jona gegeben werden." Genau. Und dann hat er sie dort stehen lassen, hat ihnen kein Zeichen gegeben und ist wieder zurückgefahren.
[3:32] Und die Jünger haben natürlich sich wahrscheinlich die Frage gestellt und das haben wir uns angeschaut: Warum macht Jesus das? Warum geht er nicht ein bisschen mehr auf die Pharisäer und die Sadduzäer ein? Und während sie das überlegen, sagt ihnen Jesus im Boot, als sie auf dem Weg Richtung Wetzlar sind, etwas sehr Wichtiges. Er sagt ihnen: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und der Sadduzäer." Und was machen die Jünger, als sie diese Worte Jesu hören? Sagt: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer und der Anhänger des Herodes." Was, was denken die Jünger? Ja, genau, wir dürfen also beim Land dann nicht bei den Pharisäern kaufen. Ich meine, die Sadduzäer, vielleicht ist die Grußworte nicht so besonders gut. Sie denken an das Brot, weil sie hatten vergessen Brot mitzunehmen und Markus sagten sie: "Hat nur ein Brot im Boot." Und entsprechend sind sie jetzt ein bisschen perplex und Jesus fragt sie: "Versteht ihr dennoch nicht?"
[4:36] "Ich habe fünf Brote gebraucht, um 5000 Männer satt zu machen, und ich habe sieben Brote gebraucht, um 4000 Männer satt zu machen. Was meint ihr wohl, wie viele Brote ich brauche für 13 Männer plus Jesus?" Steht ihr noch nicht? Sie waren so klein, da wir haben gesehen, ihr Herz war verhärtet gewesen, weil sie zwar die Wunder gesehen haben, aber es fiel ihnen schwer zu glauben, dass die Wunder, die Jesus in der Vergangenheit getan hat, er immer wieder tun könnte. Es war das Wunder, aber ihnen fehlt noch der Glaube, dass er das immer wieder tun könnte und dass er für sie sorgen würde.
[5:11] Und das haben wir gesehen, jetzt mal, dass eine ganz wichtige Lehre, die Jesus mitgeben wollte, dass wir nicht nur die Wunder erkennen und nicht nur dankbar sind für die Wunder, sondern dass wir aus den Wundern auch lernen und sagen: Okay, wenn Jesus solch ein Wunder für mich getan hat, dann mag er mich wohl, dann hat er Interesse an mir und dann kann ich eben auch vertrauen, wenn mal wieder eine schwierige Situation kommt, dass er mich hindurchträgt. Das ist so die Idee gewesen.
[5:41] Und dann begreifen sie aber: Okay, es geht gar nicht das Brot. Der Sauerteig ist nämlich ein Symbol wofür im Alten Testament? Vor allem dieser Tag ist ein Symbol für das, also meistens. Also jetzt hat zwar den Sauerteig auch verwendet als Symbol für das Reich Gottes, aber grundsätzlich ist der Sauerteig eigentlich ein Symbol für Sünde. Genau. Deswegen beim Passah, als sie frei werden sollten aus der Sklaverei aus Ägypten, aus der Knechtschaft, da sollte sieben Tage lang Passah-Feste Erlösung kein Sauerteig in den Häusern zu finden sein.
[6:23] Und das sind die Dinge, die wir angeschaut haben. Und jetzt kommen sie an das Ufer nach Bethsaida. Und jetzt lesen wir Vers 22. Bethsaida. Und jetzt lesen wir Vers 22. Das sagen wir einen diese kurz, aber äußerst interessante Geschichte. Der Merkmal Vers 22 lesen.
[6:42] Genau. Er kommt nach Bethsaida. Jetzt haben wir schon gelernt heute, neben anderen, Bethsaida heißt wörtlich das Haus des Fisches. Ganz genau, denn Bethsaida war der Heimatort von Johannes und Jakobus und Andreas und Petrus. Sie kamen ja alle aus Bethsaida. Die waren sicher, das war ihre Heimat. Was wird also, es war die Heimat einiger der Jünger. Was wissen wir noch immer weiter aus dem Neuen Testament, aus dem Evangelium, war, dass er eine Stadt, in der Jesus selten gewesen war, oder war das eine Stadt, die durchaus wichtig gewesen ist? Dass wir das einschätzen, welche Rolle spielte Bethsaida so im Leben von Jesus? Er häufig schaut mal noch als in Matthäus 11. Lasst euren Finger hier bekommen. Immer wieder zu Markus zurück.
[7:44] Will Matthäus 11 und dort Vers 41. Das ist natürlich falsch. Matthäus 12 Vers 41. Natürlich Matthäus 12. Sehr natürlich Matthäus 11. Entschuldigung, Matthäus 11 Vers 21 muss es sein. Soll mich hier vertippt. Matthäus 11 Vers 21 ist es. Da steht nämlich: "Wer dir Korazin, Bethsaida, denn während ihr und Sidon und die Wundertaten geschehen, während die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan." Also die Idee ist, in Bethsaida hat Jesus viele Wunder getan. Also das ist für die Geschichte jetzt auch ganz wichtig. Sei dabei nicht ein Ort, an dem er noch nie gewesen war, sondern gerade während seines Dienstes in Galiläa, also von Passau 29 bis Passau 30, war Bethsaida einer der Orte, wo er ganz besonders viele Wunder getan hat. Eigentlich wahrscheinlich nur Kapernaum war noch mehr Kapernaum war so seine Basis, aber leider hatte ich viel gesehen von den Wundern.
[8:57] Wieso genau die meisten seiner Wundertaten, genau Kapernaum, Korazin, das, dass man so die Städte. Also da konnte es kaum noch einen Kranken geben. Ja, nur wenige vielleicht. Ja, oder überhaupt was kann. Und jetzt kommt er wieder dorthin nach Bethsaida, wo er so viel getan hat. In der Nähe von Bethsaida war übrigens auch die Speisung der 5000 gewesen. Jetzt schauen wir uns mal die Stelle genau an.
[9:28] Es heißt hier in Markus, in Markus Kapitel 8 und dort Vers 23. Machen wir mal die Stelle lesen. Der maximal diesem Vers 23.
[10:09] Okay, fällt euch irgendetwas auf, wenn ihr diesen Vers lest?
[10:22] Irgendeine Assoziation? Ja, okay, okay, das stimmt. Ist das eine Frage? Ja, sehr gut.
[10:24] Ja, genau. Er hat den Speichel auf die Augen getan. Also meine Übersetzung steht: Er spuckte ihn auf die Augen. Also stellt euch vor, Jesus kommt mit seinen Jüngern nach Bethsaida, in das Dorf. Da kennt ihn jeder. Jetzt kommen die Menschen: "Herr, könntest du den bitte heilen?" Was macht Jesus? Was das erst? Ich hoffe, er nimmt ihn an die Hand. Gut, das ist klar, weil er blind ist, oder?
[10:52] Was macht er mit ihm? Er führt ihn hinaus. Ist das aufgefallen? Er hält ihn nicht im Bett, nimmt mitten aus dem Dorf hinaus. Und dann, was macht er dann? Also das ist erstmal bildlich vorzustellen. Sie kommen zu ihm und seinen vier Zent blinder und jetzt sagt: "Okay, er nimmt ihn einer Hand, führt ihn hinweg aus dem Dorf hinaus." Was macht er dann?
[11:19] Er spuckt ihm in die Augen. Wenn ihr dabei gewesen wäre, was hättet ihr gedacht? Er spuckt ihm in die Augen und an Fakten. Und dann legt die Hände auf und fragte ihn.
[11:38] Was haben wohl Matthäus, Markus, Herbert, Markus, Matthäus, Petrus, Johannes, Nathan? Was haben die wohl gedacht, wenn euch in dieser Lage versetzt? Gab es schon mal eine Geschichte, wo Speichel eine Rolle gespielt hatte? Wenn ja, wo?
[12:12] Schaut mal eine Seite zuvor, in Markus 7 und dort in Vers 32. Markus 7 Vers 32. Da heißt es: "Und sie brachten einen tauben, einen stummen zu ihm, der kaum reden konnte und baten ihn, die Hand aufzulegen." Es waren davon ist, wir vergleichen mal diese beiden Geschichten so ein bisschen.
[12:41] Werdet sehen, da gibt es viele Parallelen. Also Markus 7 und in Markus 8, also Markus 7:31 mal vergleichen mit Markus 8:22. Lassen die Parallelen zwischen Markus 7 Vers 31 und zwischen Markus 8 Vers 22.
[13:11] Was ist in beiden Geschichten gleich in diesen beiden Versen?
[13:19] Ja, in beiden wird Jesus gebeten, eine Hand aufzulegen. Könnte das sehen? Sie baten ihn, die Hand aufzulegen. Genau. Also es ist ein Vers 33 schon. Also fangen wir vorne an.
[13:29] In beiden Fällen heißt es hier, sie bringen jemanden oder es heißt, entfernt. Markus 7: "Und sie brachten einen Tauben zu ihm." Und hier in Markus 8 heißt es: "Und da kommt nach der Zeiger und man bringt einen Blinden zu ihm." Und dann heißt es hier in Markus 8: "Und bittet ihn, dass er ihn anrühre."
[13:52] Wie stets in Markus 7: "Und baten ihn, die Hand aufzulegen." Also in beiden Geschichten kommt eine Volksmenge mit einer Person. Sie bringen eine Person zu Jesus und bitten ihn, fasziniere sie. Also in beiden Fällen wird er, wird der Kranke gebracht, wird gebracht. Und wäre beiden Fällen, dass sie sie bitten Jesus, ja, sie bitten Jesus, bitte rühre ihn an.
[14:18] In einem Fall, was ist die Krankheit? Ist ein der eine ist taub. Er hat also ein Problem mit dem, was ein Problem hat, ein Problem mit den Ohren. Und dementsprechend hat er auch ein Problem mit seiner Zunge, weil er nicht richtig hören kann, kann er schlecht sprechen. Ja, alles nicht taub, also es ist ganz stumm. Aber weil er taub ist, kann er nur sehr undeutlich sprechen, weil er dann richtig sich selbst hört. Okay. Markus 8: Der Mann hat womit ein Problem? Er ist blind. Das heißt, ein Problem mit mit den Augen.
[14:53] Geht es noch eine interessante Parallele, die jetzt nicht beim Lesen sofort offensichtlich ist? Das ist sehr wichtig. Beide Geschichten in Markus 7 und Markus 8 kommen nur in Markus vor. Also die Geschichte Markus 7 mit dem taubstummen kommt in keinem anderen Evangelium vor, nur Markus. Und die hier mit dem Blinden kommt auch in keinem anderen Evangelium vor, sondern nur in Markus. Zwei Geschichten, die nur Markus berichtet.
[15:21] Und jetzt kommt relativ nahe beieinander waren. Machen wir noch ganz kurz Chronologie-Check. Also die haben gesagt, vor Markus 8, also vor der Geschichte mit dem Blinden, hatten wir die Aus-, die Rede von Jesus, oder dieses Gespräch mit seinen Jüngern über den Sauerteig der Pharisäer, was wir wiederholt haben. Davor, vor dem Sauerteig, vor diesem Bootsgespräch war das Zeichen. Also diese Bitte von den Pharisäern, ein Zeichen zu sehen, ja, das Zeichen vom Himmel.
[16:01] Was war davor gewesen? Genau, die Speisung der 4000. Ja, und was war davor gewesen, vor der Speisung der Zehntausend? Ja, genau. Also diese Geschichte mit dem Tauben, das heißt, zwischen den beiden Geschichten ist gar nicht viel Zeit. Also einmal haben wir die Geschichte vor einigen Wochen, jemand studiert im Markus 7, wo der Taube geheilt wird. Übrigens, ja, dann ganz interessant, auch da kommen gleich noch dazu. Und während das ist hier, während er Jesus in der Dekapolis ist, in dieser Gegend steht, dann im Zuge der Heilung, das dauert mehrere Tage, wo die Leute geheilt werden, wer nicht 4000 gespeist. Als das vorbei ist, zieht fährt Jesus über den See, trifft die Pharisäer und Sadduzäer, die sagen: "Wir uns ein Zeichen." Er machte direkt wieder kehrt, umfährt wieder auf die andere Seite, redet auf dem Weg über die Pharisäer. Und das nächste, was passiert, ist die Geschichte von Markus 8. Also mit anderen Worten, die Jünger hatten diese Geschichte von Markus 7 noch ganz frisch in Erinnerung.
[17:01] Da waren wir wahrscheinlich mal eine Woche vergangen. Also als sie Jesus sehen, wie er einen Menschen in die Augen spuckt. Ich meine, wie oft habt ihr erlebt, dass ein Prediger jemandem die Augen spuckt? Ja, aber wenn ihr gerade vor wenigen Tagen gesehen hättet, dass wir uns schon mal mit seiner Spucke etwas macht, denn jetzt schaut mal Markus 7.
[17:24] Welche Parallele gibt es da mit der mit der Spucke? Wie ist dieser Taube geheilt worden?
[17:41] Er hat schon gesagt, in beiden Fällen sind die Männer beiseite geführt worden. Oder in beiden Fällen nicht vor der Volksmenge, sondern vor, also an einem einsamen Ort. War Jesus mit den mit dem Mann ganz alleine, oder die Jünger waren dabei. Und es gibt auch schon einen Hinweis, das haben wir letztes damals auch studiert, wofür er wohl diese Heilung durchgeführt hat, für wen?
[18:10] Offensichtlich sollte bei dieser Heilung nicht das Volk etwas lernen, denn wenn das Volk etwas lernen sollte, hätte es ja vor dem Volk machen können. Oder er hat viele Menschen vor dem Volk gelehrt, er geheilt. Das heißt, dass er sie jetzt nicht vor dem Volk heilt, zeigt, dass er die Jünger etwas beibringen wollte.
[18:26] Und wie heilte dann den Taubstummen? Finger in die Ohren, ich war auch Finger in die Ohren und und Speichel auf die Zunge. Also den den Taubstummen heilt er, indem er ihm Finger in die Ohren schlägt und Spucke nimmt und die Stücke ihm auf der Zunge liegt. Das schon ziemlich merkwürdig, oder? Merkwürdig. Und jetzt ein paar Tage später teilt er den Blinden dadurch, indem er ihm an Stücke auf die Augen tut. Würde neben mir zustimmen, dass diese beiden Geschichten irgendwie zusammengehören?
[19:07] Die Geschichten müssen was miteinander zu tun haben. Und Markus 7 ist damit auch ein gewisser Weise ein Schlüssel zu Markus 8. Aber jetzt fangen wir mal noch mal ein bisschen fordern. Warum nimmt er ihn an die Hand?
[19:22] Außer vielleicht, dass sowieso der Mann blind ist. Was könnte damit noch verbunden sein? Wir diese Idee, jemand an die Hand zu nehmen.
[19:34] Zu nehmen. Die Hand für dich.
[19:49] Das Vertrauen fast genau zu einem buchstäblichen Sinne erfasst Vertrauen. Ja, ganz genau. Wer dennoch eine Stelle fällt im Alten Testament, wo es heißt, dass Gott jemand an die Hand nimmt, wenn sie an die Hand ergreift und sagt: "Komm mit mir." In Jeremia 31 und dort Vers 32.
[20:26] "Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss, an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um was zu tun? Um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen." Also, warum hat also, wen hat Gott bei der Hand ergriffen?
[20:50] Das Volk Israel. Und was war sein Ziel? Warum hat er sie ergriffen mit der Hand?
[21:00] Genau. Und der Auszug aus Ägypten war ein Sinnbild für die Erlösung. Das heißt, wenn es war ja auch Jesus damals. Jesus sagt: "Ich habe das Volk Israel an der Hand genommen, hat ergriffen und habe es aus Ägypten geführt." Jetzt sieht diesen Blinden und sagt und nimmt ihn an der Hand und sagt: "Komm, komm für den." Das heißt, wir sehen hier so eine eine eine ein Bild auch für die für die Erlösung.
[21:30] Jetzt haben wir schon gesagt, okay, das war nicht für die Volksmenge. Die Volksmenge hätte wahrscheinlich sehr gewundert, wenn Jesus ihn angespuckt hatte. Oder es war für die Jünger. Die Jünger sollten etwas näher und ihr damals nicht dabei gewesen seid. Ich kann vielleicht kurz wiederholen, zusammenfassen.
[21:47] Könnt ihr euch vorstellen, warum Jesus da Finger in die Ohren legt und mit seiner Zunge, mit seinem in seiner Spucke auf die Zunge geht? Was soll denn, was meint ihr, was haben die Jünger dadurch gelernt?
[22:11] Außer, dass es wohl sehr merkwürdig ist. Ja, das muss man sich eingebrannt haben. Was wollte er damit sagen?
[22:42] Wenn Markus 7, das steht ja und der nahm ihn Vers 33. Und der nahm ihn beiseite, weg von der Volksmenge, legte seine Finger an seine Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel. Dann blickt er zum Himmel auf. Oder kommt es an das Wort "Effata"? Seufzte, sprach zu ihm: "Effata!" Das heißt: "Tu dich auf!" Und sogleich wurde seine Ohren aufgetan, das Band seiner Zunge gelöst und er redete richtig."
[23:06] Die haben damals Ausgabe dieses "Effata" ist eine besondere aramäische Form, die nicht nur sagt: "So werde offen", sondern so etwas so richtig gründlich öffnen, so richtig aufmachen. Also, wenn etwas schwierig ist und dann so richtig hindurchdringen. Das war wohl die Lektion, die Jesus seinen Jüngern vermitteln wollte.
[23:30] Naja, mal ganz dumm gefragt, musste Jesus die Finger in die Ohren stecken, damit der Mann geheilt wird? Musste ihm, musste erst seufzen, damit man geheilt wird? Okay, warum macht er all die Dinge? Warum steckte die Finger in die Ohren? Aber die Junioren schauen und er sagte: "Tu dich auf."
[23:55] Wollte damit sagen, es ist schwer. Was wollte er wohl illustrieren?
[24:11] Schäm dich nicht. Die Jünger haben es offensichtlich auch nicht begriffen. Er wollte ihnen zeigen, wie sehr er darunter leidet, dass die Menschen ihm nicht zuhören, dass ihre Ohren verstopft sind, dass die Ohren haben und doch nicht hören. Er würde sich so sehr wünschen, dass sie ihm wirklich zuhören, dass ihre Ohren aufgehen. Dass sie, weil wenn man richtig hört, dann spricht man auch richtig. Ja, wer das Wort Gottes richtig versteht, wer zuhört, was der Geist zu sagen hat, der redet auch über Jesus.
[24:50] Ja, und das hat er damit zu tun, nur als Erinnerung. Beginnen gleich für Markus 8. Jesus war gerade dabei gewesen, den Jüngern ein bisschen deutlich zu machen, dass sie auch für die Heiden zuständig sind. Da war gerade Freude die Geschichte gewesen mit der Syrophönizierin, eine Frau, wo die Jünger gar nicht auf die Idee gekommen sind, dass man einer Kanaaniterin helfen kann. Er und Jesus wünschte sich, ihnen zu zeigen, dass sie endlich verstehen, was er ihnen sagen möchte.
[25:12] Und mit diesem Gedanken gehen wir jetzt zu Markus 8. Wenn er bei den bei der Geschichte von Markus 7, wenn man der Geschichte von Markus 7 bei den Ohren und dem Mund mit dem Speichel etwas für die Jünger ausdrücken wollte, dann können wir davon ausgehen, dass er auch für den Markus 8 mit dem Speichel auf die Augen etwas ausdrücken wollte.
[25:42] Hälft mal, was ist, warum, warum ist das so merkwürdig, wenn jemand angespuckt wird?
[25:55] Womit assoziieren wir Speichel? Also, hätte etwas dagegen, wenn ich mich anspucke? Warum, warum habt ihr was dagegen, wenn ich anspucke? Es ist ekelhaft, es ist schmachvoll, es ist schändlich, oder? Wir assoziieren Schande. Also, wenn jemand von euch ausspuckt, ja, das ist in manchen Kulturen so, ja, dann hat man das Gefühl, irgendwie Schande.
[26:18] Sprach ja, das ist so die Idee. Schaut er wird mir in Jesaja 50 Vers 6. Das ist damals nicht anders als heute gewesen.
[26:24] damals nicht anders als heute gewesen. Speichel ist ein Symbol für die Schande. Schaut mal in Jesaja 50 und dort, Vers sechster, wird es ganz deutlich. Hier sei, ja, Jesaja 50, Markiert es mal, lesen: "Ach, könnte sehen, speichern und Schmach. Anders, was ich mache? Ja, wer redet denn hier prophetisch? Wer sagt denn: Mein Angesicht vermag ich nicht vor Schmach und Speichel. Mein Rücken boten stehen da, die mich schlugen."
[27:27] Das wäre zu einfach, wäre das hier von. Will spricht das? Ja, von Jesus. Jetzt denkt mal drüber nach. Prophetisch wurde vorhergesagt, dass sie Jesus mit Speichel erniedrigt wird. Und zwar, wie er angespuckt werden würde. Interessant, oder? Wusste Jesus, dass er mal angespuckt werden würde? Wusste Jesus, dass er gekreuzigt werden würde, dass er verraten werden würde, dass er verlassen werden würde, dass man ihn schlagen würde, dass man ihn quälen würde? Wusste das Jesus?
[28:10] Wussten, dass die Jünger, dass ihr Jesus angespuckt, verraten, verlassen würde, dass er wie der schändlichste Verbrecher sterben würde? Sie wussten, dass die hatten zu diesem Zeitpunkt noch keinen blassen Schimmer.
[28:30] Wir haben gesehen, vor einiger Zeit, vor einigen Wochen. Wir sind jetzt im letzten Jahr vor der Kreuzigung. Also all diese Geschichten sind jetzt ein Jahr vor der Kreuzigung. Jesus fängt an, seine Jünger langsam darauf vorzubereiten. Und ich will nicht zu sehr vorgreifen. Nächste Woche fangen wir an, einen Antrag Geschichte anzuschauen, in der Jesus dann zum ersten Mal, das wird aber für die Interpretation hier richtig, zum ersten Mal ihnen tatsächlich sagt: "Ich werde gekostet werden, ich werde sterben." Ja, das kommt dann als nächste Geschichte.
[29:00] Man kann also diese Geschichte Markus 8 quasi als Vorbereitung sehen. Er will quasi den Jüngern schon ein bisschen sie auf den Weg bringen. Er will ihnen deutlich machen, dass etwas mit Schande auf sie zukommt, denn sie werden wohl die Jünger angesehen werden, wenn ihr Meister als Verbrecher am Kreuz hängt. Es wird die größte Enttäuschung ihres Lebens sein.
[29:23] Kennen sie Jesus? Ja, sie kennen ihre Folgen. Sie lieben sie ihn? Ja, sie kennen die Freude und die Schönheit und die Kraft des Evangeliums, aber sie ahnen noch nichts von der Sprache. Sie ahnen noch nichts von der Enttäuschung. Ja, man könnte sagen, in dem Wort ist süß in ihrem Mund, aber sie wissen noch nichts von der Bitterkeit, die kommen wird.
[29:48] Und man hat den Eindruck, dass Jesus gleich zweimal hintereinander seinen Jüngern irgendwie sagen will: "Passt mal auf, Leute, hört mal hin. Halt zu. Schaut mal her, hier kommt etwas mit Schande auf uns zu." Schande und Schmach.
[30:05] Jetzt passiert es. Interessant, dass Jesus spuckt ihn an, wie es im Zeichen der Schande ist. Und dann, was passiert mit dem Mann? Schauen wir zurück in Markus Kapitel 8 und dort Vers 24. Also Jesus fragt ihn ja: "Siehst du was?" Und was ist die Antwort?
[30:27] Er sagt: "Ich sehe, aber die Jünger müssen sich gewundert haben. Moment mal, wenn Jesus normalerweise heilt, wie gut sind die Dioptrien? Wenn Leute sonst von ihr, wenn Leute blind kamen, ja, und nicht sehen konnten und Jesus hat gesprochen oder die Hände aufgelegt, ja, was ist passiert? Sie konnten sehen wie ein Adler. Eric, die konnten gut sehen. Und jetzt zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelien lesen wir, der sieht einfach nicht richtig.
[31:01] Ist auch merkwürdig, oder? Wie hat er gesehen? Also, wie würdet ihr seine Sicht beschreiben, wenn er sagt: "Ich sehe Leute, die wandelnde Bäume." Der Vers sagt: "So wie, wenn ich keine Brille abhabe, ich sehe da, da bewegt sich was. Ich kann sehen, dass es den Menschen gibt, aber auch, dass man Frau, Kind, keine Ahnung, bewegt sich die waren." Er warnt.
[31:21] Jetzt geheilt und nicht geheilt war der geheilt, erwartet nicht geheilt. Ich ganz nah. Man kann ich sagen, aber nicht geheilt. Aber man kann doch nicht sagen, aber geheilt?
[31:37] Frage: Also, ich hab mal einen Theologen gelesen, muss ich gestehen, ich war völlig baff. Die neueste Idee kommt, der meinte, vielleicht war das ein besonders schwerer Fall. Vielleicht musste Jesus halt zweimal ran. Meinte, es war ein besonders schwerer Fall, dass Jesus mit einmal das nicht geschafft hat. Natürlich nicht. Also, wenn der nicht gleich sofort sieht, dann hat das Jesus mit Absicht gemacht. Oder wenn dieser das mit Absicht gemacht hat, dann hat das eine Absicht.
[32:04] Was war Jesu Absicht? Was wollte er den Jüngern hier sagen? Weil er hat sie nimmt ihn ja mit, damit sie alleine anschauen, damit nicht die Volksmenge das mitbekommt. Er will den Jüngern etwas sagen. Was wäre wohl die Lektionen, die die Jünger lernen sollen?
[32:20] Dass sie noch nicht klar sehen. Sie denken, sie haben Jesus, Jesus hat ihr Leben eingegriffen und sie denken, sie kennen ihn, aber sie sehen noch gar nicht klar, was sie eigentlich sehen könnten. Wir denken oft schwarz-weiß. Wir denken oft, es gibt Gläubige und Ungläubige, oder Menschen, die mit Jesus gehen und Menschen, die ohne Jesus gehen. Aber die Bibel kennt Menschen, die mit Jesus gehen, aber kaum eine Ahnung haben, was vor ihnen steht.
[32:46] Die Bibel kennt Menschen, die an Jesus glauben, aber kaum richtig verstehen, was in steht. Die Menschen kennen die Bibel, kennt Menschen, die zur Gemeinde endzeit, Gemeinde Gottes dazu gehört, aber gar nicht richtig weiß, was sie eigentlich glauben.
[33:05] Ladezeit nicht und kurz davor auszuspucken. Und Allen White spricht von solchen Menschen. Genau, wenn wir geeint sind in der Einheit, für die Christus gebetet hat, wird diese lange Kampf, der durch die satanischen Mächte aufrechterhalten wird, ans Ende kommen. Und wir werden dann nicht Menschen sehen, die ihre Pläne nach weltlichen Maßstäben organisieren, weil sie jetzt noch keine geistliche, verlässliches Augenlicht haben, um geistliche Dinge zu erkennen.
[34:09] Jetzt sehen sie Menschen wie wandelnde Bäume. Allen White spricht von Menschen in der Gemeinde, die zwar an Gott glauben, die zwar in diesem großen Kampf irgendwie aktiv sind, die ihnen aber das geistliche Unterscheidungsvermögen fehlt und die das Werk Gottes so nach weltlichen Maßstäben tun, so wie es die Welt halt auch macht. Da sie glauben an Jesus, sie glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist, aber sie handeln im Prinzip wie die Welt, nur dass wir was anderes glauben, dann verstehen ja andere Dinge, von anderen überzeugt sind.
[34:37] Und genau so war das mit den Jüngern. Die Jünger hatten wir glaubt, dass Jesus der Messias ist. Wir hatten geglaubt, dass er von Gott gesandt ist, aber sie sahen noch nicht wirklich seine eigentliche Mission. Sie sahen nicht den Geist, in dem er gearbeitet hat. Sie wollten eigentlich wie die anderen Juden auch, sie wollten, dass er König wird, über und die Römer vertreibt.
[35:00] Und damit will dies in deutlich machen: Schaut mal, könnte es sein, dass ihr zwar geheilt, aber euch es noch an Heilung fehlt? Dass ich zwar in eurem Leben schon wirken konnte, aber dass sie eigentlich noch völlig unklar sind? Ihr wisst doch gar nicht, was auf uns zukommt.
[35:16] Und es scheine aus unserer Perspektive, sieht es immer so leicht auf die Jünger herab, nicht wahr? Wir sehen irgendwie. Aber könnte es sein, dass Jesus uns das gleiche heute sagen würde, dass er sagt: "Okay, ihr seid Adventisten und ihr freut euch, dass ihr die Wahrheit habt. Ihr freut euch, dass wir dem Herrn nachfolgt. Ihr freut euch, dass ihr in der richtigen Gemeinde seid, aber wisst ihr eigentlich, was auf euch zukommt? Seht ihr das schon? Seht ihr den Geist, in dem wir arbeiten müssen, oder ist das alles mehr oder weniger so ein bisschen unklar?"
[35:52] Jesus muss ihnen ein zweites Mal heilen, so zu sagen. Schaut mal in Vers 25. Was macht Jesus jetzt in Vers 25? Mal lesen. Jesus heilt ihn, weil das liegt ihm nochmal auf. Und jetzt sieht er, wie das ist sein, jetzt seine seine Augenqualität.
[36:19] Jetzt ist er im Griechischen heißt es, er sieht die Leute weit scheinen, also bis in die Ferne, kann er lupenrein sehen. Warum? Weil Jesus nochmal eingreifen konnte. Man könnte es auch so verstehen, dass Jesus deutlich macht, es ist nicht mit einmal getan. Ja, Gott muss immer wieder in und sein Leben eingreifen. Dieser Mann musste in seiner Heilung quasi noch wachsen. Er konnte zwar schon sehen, aber konnte nicht deutlich sehen.
[36:50] Vielleicht können wir auch sehen, dass Jesus unser Erlöser ist, aber wir können nicht deutlich sehen, wir unsere spezifischen Sünden überwinden kann. Ja, vielleicht können wir sehen, dass Jesus wieder kommen wird, aber wir können und wir vertrauen ihm, aber wir können nicht deutlich sehen, wie uns durch die nächsten Krisen durchbringt.
[37:11] Und genau das ist das, was Jesus auch in unserem Leben tun möchte. So in Markus 7, weil diese besondere Anstrengung quasi daran, dass Jesus seufzt und sagt: "Du dich auch, wer hört hier?" Wird es wieder deutlich, dass es nicht so einfach ist, in Menschen zum Hören und zu Sehen zu bringen. Er heilt ihn, aber er musste ein zweites Mal heilen. Mit beiden Fällen möchte Jesus deutlich machen, es ist gar nicht so einfach, dass Menschen wirklich zu hören. Es ist gar nicht so einfach, dass Menschen wirklich sehen. Sie denken vielleicht, dass sie sehen und hören und ja, aber sie hören kann ich richtig.
[37:46] Es kostet Jesus im Himmel extra Anstrengungen, dass ich auf den Heiligen Geist so höre, wie ich hören muss. Es kostet Jesus extra Anstrengung, muss quasi immer wieder in mein Leben eingreifen, damit ich endlich sehe, wieder gesehen. Stichwort lautet daher: Die Augen Salbe, die wir brauchen.
[38:10] Schauen wir noch gemeinsam Sprüche 4, Vers 18. Was hat Gott verheißen in Sprüche 4:18? Sind gleich am Ende. Sprüche 4, Vers 18. Was sagt die Bibel? "Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag."
[38:36] Im christlichen Leben gibt es keinen Stillstand, keine Plateau-Phase, sondern im christlichen Leben gibt es Fortschritt. Im christlichen Leben sollte man Dinge besser erkennen können. Welche den Eindruck gehabt, früher war mir alles klar. Dann müsste ich vielleicht mal wieder schauen, bin ich wirklich bei Jesus oder lebe ich nur aus meiner Vergangenheit heraus noch eine Stelle?
[38:54] Das ähnlich beschreibt es in Zweiter Petrus 3 und dort Vers 18 bis 23. Vers 18. Dort heißt es: "Zweiter Petrus Kapitel 3, Vers 18: Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen."
[39:22] Wir werden aufgefordert zu wachsen. Ja, es gibt heute war die Idee bei einigen Christen: "Einmal gerettet, immer gerettet." Er, wenn ich einmal nicht bekehrt habe, habe ich so irgendwie das Plateau erreicht. Ich bin gerettet und jetzt ist alles gut. Aber in der Bibel ist es ein Wachstum. In der Bibel ist es eine Erziehung. Es ist ein immer näher Gott kommt.
[39:38] Und auch die Jünger waren zwar schon weit, aber oder sie haben einiges erlebt, aber sie mussten noch viel mehr dazulernen. Ich kann niemals sagen, ich habe jetzt alles erkannt. Was ist Erkenntnis? Es gibt noch viele Dinge, die Jesus in meinem Leben tun möchte. Aber es gibt auch einen anderen Aspekt dazu.
[39:51] Uns waren Philipper 1, Vers 6, 5:16. Und das ist auch sehr wichtig. Habt ihr schon mal so gefühlt, als ob ihr das Gefühl habt, irgendwie stecke ich so mitten, ich bin so in der Heilung so stecken geblieben. Ich komme, ich es geht vorwärts. Ich habe einiges erlebt mit Gott, aber jetzt, wie es ist, nicht so, wie es sein soll.
[40:18] Der Mann hätte auch sagen können: "Okay, jetzt, ich wollte sehen, aber so toll ist es noch nicht, oder ich fühle mich noch ziemlich unsicher. Er hätte auch sagen können: "Okay, das hat er gar nichts gebracht." Aber schaut mal, was Paulus sagt, Philipper 1, 16: "Weil ich davon was bin, ich bin davon überzeugt, weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi."
[40:46] Derjenige, der den Mann mal die Augen aufgetan hat, konnte auch dafür sorgen, dass er dann auch scharf sehen kann. Derjenige, der mir die Sünden vergibt und anfängt, mehr ein heiliges in meinem Leben zu heiligen, der ist auch in der Lage, mich so sehr zu heiligen, dass ich irgendwann wirklich klar, klar, was Gottes Wille ist und was wurde sagt, damit verführen will. Das kann manchmal sehen wir das heute nicht so, da manchmal ein bisschen verschwommen.
[41:16] Wir wissen vielleicht gar nicht, ob das jetzt gut oder schlecht, oder wird Gott mich jetzt führen. Wir haben aber das Gefühl in unserem Leben, dass wir das wäre so ein bisschen so schwammig sehen. Aber Paulus sagt auch, wenn wir sehen, dass oder merken, dass wir noch nicht am Ziel sind, dass es noch nicht die volle Heilung da ist, dürfen wir wissen, der, der die Augen einmal halt, halt sie auch ein zweites Mal.
[41:40] Und das ist die gute Nachricht. Wenn wir das Gefühl haben: "Okay, Gott hat einiges getan, aber wird er noch den Rest tun, der noch zu tun ist?" Da dürfen wir wissen, der Gott, der den Anfang gemacht hat, der kann passende machen. Es wäre ziemlich dumm gewesen, wenn der Mann hier gesagt hätte: "Also, okay, ich bin sehr dankbar, aber ab, dass du mir wirklich hundertprozentige Sicht stellen kannst, dass ich weit kommen kann, das glaube ich nicht. Ich jetzt einfach so, ja, es nett von der Arbeit, den Rest schaffst du nicht." Das wäre dumm gewesen, oder?
[42:10] Er blieb bei Jesus. Jesus hat ihn zweimal geheilt und damit deutlich gemacht, dass er uns bis ans Ende bringen kann. Zum Schluss Markus Kapitel 8, letzter Vers 26.
[42:23] Markus 8, Vers 26. Und dort heißt es: "Wir manchmal lesen Markus 8:26." Okay, ich hier wird ganz deutlich, dass waren nicht für die Menge gedacht, nicht für das Volk gedacht, sondern für die Jünger. Jesus wollte nicht, dass die Volksmenge erfährt, dass er Leute ansprucht. Ja, aber die Jünger sollten durch diese merkwürdige Sache, die sich tief einprägt ins Gedächtnis, merken: "Okay, also Jesus will irgendwas, will uns sagen, übrigens, was hatte er denn Mann hier gesagt im Maxim? Bist du das?"
[43:00] Als der geheilt wird, wo doch schon was hat ihm gesagt, geboten, sie sollten das niemand sagen. Ja, und der hat nicht lange gehalten, hat es noch immer weiter verbreitet. Aber da sieht man, diese kleinen Geschichten sind extrem parallel, ganz eng aneinander. Zeitlich nur von Markus berichtet. Übrigens gar nicht einmal darauf, aber Johannes Markus, wisst ihr, von wessen Predigtmaterial er sein Evangelium geschrieben hat? Johannes Markus hat höchstwahrscheinlich seinem Evangelium basiert auf den Predigten von Petrus.
[43:39] Und jetzt greife ich schon ein bisschen vor. Das erste Mal ausführlich anschauen, in der nächsten Geschichte wird es Petrus sein, der auf die Frage von Jesus: "Wer bin ich?" Wird es Petrus sein, er sagt: "Ich weiß genau, wer bist du? Bist der Sohn Gottes." Oder willst du Sohn Gottes? Und da sagt Jesus: "Das hatte der Vater offenbart."
[44:01] Und dann eben nächsten Moment, als Jesus die die die Kreuzigung ankündigt, was sagt er das wieder widerfahre dir nicht. Der Petrus, der Petrus hat gesehen, aber unscharf. Er wusste, Jesus der Messias, aber er wusste nicht, was das praktisch bedeutet. Und ich habe den Eindruck, als ob Petrus ein Interesse daran hatte, später mal den Menschen zu erklären, wie Jesus ihnen eigentlich vor diesem für sie Missverständnis heute bewahren wollen, indem er direkt davor gesagt: "Schaut mal, kann es sein, dass auch du denkst, dass du siehst, aber du siehst noch ganz unklar?"
[44:45] Du musst noch mehr erfahren von mir. Also, diese Geschichte ist nicht nur ein Wunder, sondern sie hat ganz viel zu sagen für die Jünger gehabt und auch für uns. Und wenn wir das Gefühl haben: "Moment, meine Güte, irgendwie habe ich das Gefühl, Jesus hat für mich gewirkt, aber ich bin noch ziemlich im Unklaren."
[45:06] Dann dürfen wir wissen, Jesus hat noch mehr voll zu tun und wir sollten nicht aufhören zu Jesus zu gehen, bis wir nicht klar sehen, wie Gott über uns denkt, wie Gott über sich selbst redet, was die irgendwie Zukunft vorhergesagt ist und dass wir volles Vertrauen haben können. Weil dann werden wir auch nicht durch Schande und Schmach überrascht lernen.
[45:42] Lieber Vater im Himmel, möchte dir von ganzem Herzen danke sagen, dass du in den Evangelien durch deinen Geist und so viele interessante Geschichten und Prinzipien deutlich machst, die uns bewusst machen, wir brauchen dich so sehr. Herr, danken wir für diese Geschichte, die wir heute studiert haben und für das für die Zusammen und Gewissheit, dass wenn du ein Werk in uns angefangen hast, dann kannst und willst du es auch vollenden.
[46:15] Herr, lass uns verstehen, dass es gut sein kann, dass wir wie die Jünger denken, dass wir schon alles wissen, in Wirklichkeit aber noch gar nichts vorbereitet sind auf das, was eigentlich auf uns zukommt. Schenk du uns deinen Heiligen Geist, der uns Klarheit der Augen scheint, dass wir mit geistlichen Augen sehen, wie wir wirklich sind und wie du bist, dass wir uns richtig einschätzen im Verhältnis zu dir und dass wir uns im Glauben an dich klammern und darauf vertrauen, dass dein Wort genau sich so erfüllen wird, wie es sagt. Das bieten wir im Namen Jesu. Amen.
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