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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ von Christopher Kramp geht es um eine entscheidende Frage Jesu an seine Jünger: „Für wen haltet ihr mich?“. Jesus bereitet seine Jünger auf sein bevorstehendes Leiden und Sterben vor und wählt dafür bewusst einen heidnischen Ort, um ihnen die Weite der Welt und die Bedeutung seiner Mission zu verdeutlichen. Die Predigt beleuchtet Jesu strategische Vorgehensweise in Gesprächen und die Wichtigkeit des persönlichen Bekenntnisses zu ihm.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr da seid, schön, dass wir jetzt live eingeschaltet habt auf joelmedia.de oder das Video später anschaut. Wir wollen heute beginnen, uns eine Geschichte anzugucken, die zu diesen absoluten Schlüsselmomenten gehört in den Evangelien. Es gibt ein paar Geschichten, da werden richtig Weichen gestellt. Also, alle Geschichten sind interessant und wichtig, aber ein paar Geschichten haben so richtig, da merkt man, da passiert ganz besonders was. Aber diese Geschichte ist auch sehr berühmt und hat auch viele Missverständnisse gesorgt. Und wir wollen heute den ersten Teil anfangen, wenn dann die nächsten Wochen und so ein bisschen weiter tiefer hinein vertiefen. Und bevor wir beginnen, wollen wir natürlich gern gemeinsam beten. Schaut euch alle ein, auch gemeinsam mit uns in Niederknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist durch den Heiligen Geist und dass wir aus deinen Worten das lernen, was wir heute persönlich brauchen. Herr, du hast Worte des Lebens allein. Und es hat Petrus damals schon bekannt, wollen heute auch über ihn und sein Bekenntnis sprechen und ich bitten, dass wir etwas lernen auch für uns, die wir so viel schon von dir erkannt haben und doch auch in der Gefahr stehen, die Petrus doch schwere Fehler zu machen. Wir möchten dich bitten, dass du uns durch deinen Heiligen Geist die Augen geöffnet für unseren Zustand und für deine große Gnade, Macht und Kraft. Und darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:17] Schlagt mit mir auf Markus Kapitel 8. Markus Kapitel 8 und dort Vers 27. Wir folgen Jesus auf seiner Tour, nachdem er nach der Speisung der Fünftausend und der darauf folgenden Krise seinen Dienst in Galiläa so ein bisschen, ja, zurückgelassen hat. Und wir haben gesehen, wie er in die Gegend von Tyros und Sidon gegangen ist und dort der kanadischen Frau geholfen hat. Sie haben gesehen, wie er in Ikone, äh, Kapernaum ist, Komm Ass und dort diesen Taubstummen geheilt hat. Wie er dort 4000 Menschen geheilt hat, gespeist hat, natürlich. Und wir haben dann gesehen, wie er dann über den See gefahren ist, aus der Dekapolis, der ungefähr hier ist, Richtung Magdala. Und wie er dort von den Pharisäern und Sadduzäern angegangen worden ist. Wir wollten ein Zeichen haben und Jesus hat sie stehen lassen und hat gesagt: "Es wird euch kein Zeichen gegeben werden, außer das Zeichen des Jona." Und dann hat er sie dort stehen lassen und ist mit dem Schiff mit seinen Jüngern schnurstracks wieder zurück, aber mehr so hier in die Gegend von Bethesda. Und nehmt euch auf dem Weg auf dem Boot hat er dann den Jüngern erklären wollen: "Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer." Und die Jünger haben das falsch verstanden. Was gedacht? Erst gibt es Essen. Genau, wer hat sie, hatten vergessen, Boot zu nehmen. Ja, und Jesus sagt dann: "Seid ihr immer noch so unverständlich? Er versteht ihr nicht, dass ich nicht von dem Brot sprach, denn ich habe ja vorhin gerade, also vor allen Dingen vor kurzer Zeit, erst 5000 gemacht mit fünf Broten und dann 4000 mit sieben Broten." Und dann verstehen sie, es geht um die Lehre der Sadduzäer und der Pharisäer. Und wir haben dann festgestellt, es gibt eine ganze Reihe von Ereignissen hier, mit denen Jesus ihnen etwas deutlich machen will. Schon die Hilfe für die kanadische Frau, die hat Jesus ein bisschen merkwürdig gemacht. Er hat sich so verstellt, um seinen Jüngern etwas beizubringen. Und dann bei der Heilung des Taubstummen von Dekapolis hat er mit Spucke und mit Fingern in den Ohren, ist auch merkwürdig gemacht, um den Jüngern etwas beizubringen. Und dann haben wir letztes Mal eine Geschichte angeschaut, nämlich hier in Bethsaida, in der Nähe von Bethsaida. Da wurde was für ein Mann zu ihm gebracht, ein blinder Mann, genau. Und dann hat er diesen blinden Mann geheilt, aber nicht normal, wie sonst im Dorf, vor allem, sondern er hat ihn aus dem Dorf mitgenommen, um wieder etwas Merkwürdiges zu tun, und zwar im besten Sinne des Wortes merkwürdig, nicht für die Menschen des Dorfes, sondern für die Jünger. Wie hat er diesen Menschen geheilt? Hat er auch die Augen bespuckt? Ja, und das muss den Jüngern sofort irgendwie im Gedächtnis geblieben sein. Das kommt denn ich hatte Tage vor und sie müssen sich auch erinnert haben, dass er auch mit Spucke den Mann, äh, kaputtes geheilt hat. Und es ging ja oft auch hier um Heilung und um das, die Jünger bestimmte Dinge nicht verstanden haben. Und jetzt als in diesen Mann anstieß und dann die Augen, die Finger auf wenig. Was, was passiert? Mit dem er ist gefragt in diesem Land, sieht er etwas? Er sieht, aber er sieht nicht scharf. Er kann sehen, aber noch nicht so, wie er sehen könnte. Und er muss nochmal geheilt werden. Also, jetzt muss noch mehr für ihn tun. Und wir haben gesehen, dass diese kleine Geschichte, die nur von Markus berichtet wird, im Grunde genommen wie in der Nussschale, sozusagen den Zustand der Jünger zeigt. Sie sehen schon Jesus, aber sie sehen jedoch nicht richtig. Sie verstehen schon seine Mission, aber sie verstehen sich noch gar nicht richtig. Und das war ihnen deutlich machen, weil er hat etwas auf dem Herzen. Allen White sagt folgendes: "Das Werk von Christus auf der Erde eilte seinem Ende zu." Ja, wir haben gesehen, er ist jetzt schon über 200 Jahre unterwegs. Er hat insgesamt rund dreieinhalb Jahre ist jetzt sozusagen im letzten Jahr. Er weiß, ich muss sie jetzt langsam vorbereiten. Jesus wusste ganz genau, was kommen würde. Nicht, was da stand vor ihm in einigen Monaten, knapp einem Jahr stand vor ihm Kreuzigung, Schande, Beschuldigung, her wie ein Verbrecher umgebracht zu werden. Es war alles ganz deutlich, sagt in lebendiger Ausgestaltung lagen die Szenen schon vor ihm. Wo seine Füße hingegen hat er wusste genau, was kommt. Nur seine Jünger hatten keine Ahnung. Und Jesus musste jetzt langsam anfangen, seine Jünger darauf vorzubereiten, was kommen würde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte in all den zweieinhalb und mehr Jahren noch nie etwas gesagt von dem, was auf ihn zukommen würde. Er, also von den dreieinhalb Jahren Dienst hat er mehr als zweieinhalb Jahre nie etwas von Kreuz und Schande und Enttäuschung erzählt. Er wusste, er musste langsam verbreiten. Und diese Geschichte, wir heute anfangen zu studieren, ist so ein erster eine erste Weichenstellung. Und er weiß, wie kritisch das ist, weil er hat ja schon gesehen, wie viele Menschen ihn verlassen haben, bei der Speisung der Fünftausend, als er nicht ihren Erwartungen entsprochen hat. Also muss Jesus sich genau überlegen, was er tut. Und das sehen wir jetzt in Markus Kapitel 8 und wir lesen ab Vers 27. Diese ganze Geschichte versteht man erst, wenn man diesen diesen größeren Bogen hat. Ja, Jesus hat etwas vorher muss ihm etwas sagen.

[8:34] Genau, also Jesus war kurz in Bethsaida, also besser gesagt, er ist in Galiläa. Aber jetzt macht er sich auf den Weg nach Cäsarea Philippi. Hat jemand von euch einen blassen Schimmer oder eine Vermutung, wo Cäsarea Philippi liegen könnte? Allerdings so Norden, Süden, Osten, Westen? Also, ich gebe auch einen Tipp. Es gibt ein Cäsarea, das hier an der Küste liegt, ja, das war der Sitz von Pontius Pilatus. Aber das ist nicht gemeint. Nicht, dass Cäsarea hier an der Küste, sondern ein anderes Cäsarea. Da ist jemand von euch so, das lag? Es gibt einen Tipp, es heißt jetzt Cäsarea Philippi. Und das heißt, es ist das Cäsarea von dem Philippus. Und es gab ja verschiedene, äh, Trachten, das Grab Herodes Antipas, und es gab auch diesen Herodes Philippus. Und so Philippus hatte ein bestimmtes Gebiet, das ihm gehörte, das er regiert hat. Etwas nicht regiert hat, sondern das Philippus regiert hat, was dann folgt. Das liegt so zufällig, das lag hier im Norden. Hier ungefähr ist Cäsarea. Genau, da gab es noch eine andere Stadt in der Nähe, die hieß dann, vielleicht könnt ihr dann aus dem Alten Testament, das war so der nördlichste Punkt so vom Volk Israel, ist also ganz im Norden. Hier hinter beginnt dann das Libanongebirge. Das ist auch noch ganz wichtig für die weiteren Geschichten, die wir anschauen werden, mit dem Hohenberg, Herrmann. Naja, ich, es ist Libanongebirge und direkt am Süden, da gab es hier Quellen und da ist die Quellen von Jordan, der sozusagen denn hier, hier fließt der Jordan in den See Genezareth. Und dort an diesen Quellen, das war lange Zeit auch eigentlich dann außerhalb von Israel, weil es sowieso an der Grenze war. Und wenn die Israeliten dann nicht mal ihre ganze Macht hatten, waren hier viele Heiden. Hier war ein großer Baal-Kult. Und als die, als Jesus hierher kommt, leben hier auch fast nur noch Heiden. Er ist ein Gebiet, das wo fast keine Juden mehr sind. Also, jetzt geht mit seinen Jüngern in ein Gebiet, das heidnisch ist. Interessant ist die Gegend, also die Stadt hieß eigentlich ursprünglich und zwar seit den Griechen dort kamen, Alexander der Große, hat er alles erobert und da kam der Grieche hin und da gab es so eine an dieser Quelle, da hat man, weil das so schön da war, ja, da waren so, wenn Quellen sind ja schön und das Sträucher und ein bisschen Berge, hat man so Götzenbilder aufgestellt, ja, so heidnisch. Und zwar für einen bestimmten Gott. Könnt ihr aus dem Namen erahnen, welcher Gott angebetet wurde? Genau, der griechische Gott Pan. Deswegen wurde auch die später die ganze Gegend Paneas genannt. Heute heißt die Stadt noch Banias auf Arabisch. Und als nicht, weder die Römer kamen, haben sie diese diese Gegend, da hat sich dann so eine Stadt gebildet, ein kleines Dorf erst, also, weil das ein Heiligtum, die Leute sind immerhin gekommen und haben dazu Pan gebetet. Und dann mussten die versorgt werden. Er bildet sich so eine kleine Siedlung und dann wurde die mal größer und dann hat Herodes zur Zeit der Römer diese Stadt bekommen, Panjas und sein Sohn. Und als er gestorben ist, ist ja sein Reich aufgeteilt worden. Da hat er den Süden bekommen und der Herodes Antipas hier Galiläa und Peräa und der Philippus hat hier diese ganze Gegend regiert, so was heute so quasi Syrien, das Golan, Höhen und die Drusenhöhen. Und ausland ist alles heißt und der Philippus hat dann die Stadt umbenannt in Jahres 14. Was wisst ihr, wer im Jahr 14 berühmtes gestorben ist? Ganz berühmte Person der Weltgeschichte, dass Augustus gestorben. Augustus und nach ihm, weil er ja der Kaiser war, der Cäsar, wurde damals Kaiser ausgesprochen. Hat man dann die Stadt von Kanias in Kaiser-Re umbenannt. Umbenannt. Deswegen ist auch die Stadt jetzt diese Rea, das war die Stadt des Kaisers zu Ehren des Kaisers, also dem toten Augustus und dem lebenden Tiberius. Also, das war eine Stadt, da war griechischer Götzendienst, da lebten fast nur Heiden. Und die Stadt war nach den römischen Kaisern benannt, hat also mit jüdischer Widerstandskultur fast gar nichts mehr zu tun. Und deswegen sagt Ellen White: "Jesus hat seine Jünger bewusst dorthin gebracht." Was hat er wohl dabei im Schilde geführt? Was war wohl sein Ansinnen, sie ausgerechnet in dieser heidnischen Gegend zu bringen? Was denkt ihr?

[13:01] Das könnte ihn bewogen haben. Sie sagen, okay, wir verlassen sofort wieder Galiläa, nur kurz auf Durchreise. Wir gehen gleich weiter Richtung Norden, da wo die heidnischen Gebiete noch heidnischer sind als hier bei Tyros und Sidon. Warum dahin? Irgendeine Idee? Warum bringt Jesus die Jünger in ein heidnisches Gebiet, um ihnen zumindest erst mal zu zeigen: Schaut mal, ihr könnt euer kleines Galiläa und Judäa, ihr kennt eure kleine Welt. Schaut mal, so viele Menschen kennen Gott überhaupt gar nicht. Dass sie mal so einen Eindruck bekommen, wie viele Menschen im finstersten Götzendienst leben. Ja, sie sollten mal die ganzen Tempel sehen. Ellen White sagte, sie sollten mal sehen, wie viele Menschen eigentlich so Aberglauben haben, in wie viele Menschen an erhalten sind, damit sie mal so anfangen, ihre Aufgabe richtig zu begreifen. Das andere war natürlich, hier gab es keine Sadduzäer und keine Pharisäer. Es gab auch nicht so viele Juden, die jetzt von ihm geheilt werden wollten, weil sie ihn kannten. Erinnert euch ja, eine seiner großen Anliegen war gewesen, schon seit etlichen Wochen irgendwie mal Ruhe zu finden. Egal wohin gefahren ist, immer gab es Leute, die geheilt werden wollen. Und deshalb war ja schon in die Gegend von Tyros und Sidon gegangen, um endlich mal mit seinen Jüngern zu sprechen. Diese ganze Phase wird auch genannt, so sein Rückzug aus dem öffentlichen Leben für einige Zeit lang. Und Ellen White beschreibt, er wollte ich hier jetzt ein bisschen sich seinen Jüngern widmen, weil er sie weiter ausbilden wollte und weil er ihnen Wichtiges, Wichtiges zu sagen hatte. Also, sie sind gar nicht direkt in der Stadt selbst, sondern bei den Dörfern hier darum herum, so in der Gegend. Und das wird auch ganz deutlich in Markus, Matthäus 16.

[14:45] Matthäus 16 und dort Vers 13. Dort steht: "Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, hat er seine Jünger und sprach zu ihnen: Halten die Leute mich, den Sohn des Menschen?" Also, er war noch nicht an der Stadt selbst angekommen, war auf dem Weg, wie Markus sagt, er in der Gegend schon ziemlich weit, in der Nähe hier, aber noch nicht ganz angekommen. Und Lukas gibt uns noch ein wichtiges Detail, bevor wir diese Geschichte richtig begreifen können. Und zwar in Lukas Kapitel 9. Also, diese Geschichte haben wir in drei Evangelien aufgezeichnet, in Matthäus, Markus und Lukas. Und in Lukas 9 Vers 18 steht, dass Jesus gar nichts gleich angefangen hatte zu fragen. Er hat erst noch etwas gemacht, bevor er das Gespräch begonnen hat. In Lukas 9 und dort Vers 18.

[15:40] Was lesen wir? Dass wir manchmal lesen.

[16:06] Genau, wird es dieselbe Geschichte. Er fragt seine Jünger, er fragt sie auf dem Weg, es fast schon in der Gegend von Cäsarea, ist dagegen. Er ist in den Dörfern davor, ist auf dem Weg, aber er fragt. Also, wenn man die anderen beiden Evangelien lesen würde, könnte man denken, die sind unterwegs und Jesus hängt mal einfach ein Gespräch an und sagt: "Hey, was denkt ihr eigentlich?" Ja, aber das ist nicht der Fall. Jesus will nicht einfach die Zeit füllen, sondern dieses etwas auf dem Herzen und es wird dadurch deutlich, dass während sie auf dem Weg sind, wir machen wahrscheinlich Rast oder so und Jesus betet allein. Seine Jünger ist irgendwo in der Nähe. Er betet. Was hat er wohl gebetet? Wenn man, wir wissen nicht genau, was er gebetet hat im Wortlaut, aber könnt ihr euch vorstellen, was hat er wohl gebetet, wenn ihr wisst, was eigentlich sein Anliegen ist? Sein Anliegen ist ja nicht mal raus zu kriegen, was die Leute denken, oder wusste Jesus, was die Leute denken? Natürlich hat das gewusst. Also verfolgt er mit dem Gespräch ein Ziel. Was hat mir gesagt, was ist ein Ziel? Das Ziel, das er eigentlich vor Augen hat.

[17:10] Was aber gesagt, wenn ihr euch an den Anfang von Ellen White erinnert, was ist das Ziel, was er eigentlich in diesem Gespräch ihnen mitteilen möchte? Auf das, was kommt. Er möchte sich vorbereiten und er weiß, es wird nicht einfach. Also betet er, bevor er jetzt mit ihnen redet. Ist auch eine wichtige Sache. Habt ihr schon mal schwierige Gespräche geführt, wo ihr wusstet, ihr müsst eine unangenehme Wahrheit weiterbringen? Also, wir mögen es ja gerne, die gute Nachricht weiterzugeben, aber manchmal muss man auch unangenehme Wahrheiten weitergeben. Und die Jesus selbst hat, als er mit seinen Jüngern reden wollte, gesagt: "Okay, Vater, ich muss erst noch mal gebeten, gib mir die richtigen Worte, gib mir die richtige Strategie, wie ich das Gespräch anfangen kann." Ja, und dann fängt er auch nicht direkt an und sagt: "Übrigens, ihr Lieben, ich habe schlechte Nachrichten." Er sagt nicht: "Jetzt hört mal genau zu." Er fragt sie erstmal. Er fragt sie: "Was sagen die Menschen, wer ich bin?" Und wir müssen wir verstehen, warum er das macht. Das ist nämlich sehr interessant. Ja.

[18:20] Also, ich bin jetzt Ellen White sagt, er war dabei, ihnen zu sagen, was er leiden würde, was auf ihn wartet. Aber erst ging er an einen einsamen Ort, betete alleine, dass ihre Herzen bereit wären, seine Worte zu empfangen. Und als er dann sich wieder ihnen anschloss, hat er nicht sofort das ausgesprochen, was er eigentlich ihnen mitgeben wollte. Jetzt auch interessant, hat sie überlegt, ich fange erst mal ein bisschen indirekt an. Dann kann von Jesus lernen. Und bevor das tat, bevor er das tat, gab er ihnen eine Gelegenheit, ihren Glauben zu bekennen, damit sie gestärkt werden für das, was kommen wird. Also, um das mal so zu bringen, Jesus macht für eine Gesprächsstrategie. Er weiß, am Ende kommt die erschütternde Nachricht. Okay, er weiß, wenn sie das annehmen und glauben, werden sie erschüttert sein. Die erschütternde Nachricht, das ist das, was er eigentlich ihnen mitgeben möchte. Aber er denkt sich, lieber mitteilt es besser. Annehmen können, sollten sie vorher nochmal ganz klar sich bewusst sein, wer ich bin. Sie sollen also vorher nochmal ein Bekenntnis zu mehr abgeben. Ja, damit sie genauso, damit sich wirklich sicher sind, sie absichtlich getäuscht. Und damit wir dieses Bekenntnis abgeben, fängt er erst einmal an zu fragen: "Was denken denn die anderen?" Er, also, was ist die Meinung des Volkes? Das ist eigentlich also von vornherein ein sehr durchdachtes Gespräch gewesen. Jesus will sie fragen, was denken die anderen, damit er dann fragen kann: "Was denkt ihr?" Damit, wenn sie dann bekennen, wer er ist, er ihnen mehr über sich sagen kann. Damit sie erst mit etwas Positivem starten, um dann die negative Nachricht besser begreifen zu können. Also, ihr seht, man kann von Jesus eine ganze Menge lernen.

[20:19] Schau doch mal jetzt in Matthäus 16 zurück. Er fragt mich einfach nur: "Für wen halten mich die Menschen?" Sondern er gibt schon so einen Hinweis. Im Matthäus 16 und dort Vers 13 heißt es: "Da sagt er, als er aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute mich, den Sohn des Menschen?" So, dass Menschen. Was war das für ein Begriff? Wie kam Jesus darauf, hier so zu sagen? Weil ein Mensch geworden ist. Genau. Das ist eigentlich die wörtliche Bedeutung. So, dass Menschen heißt ein Mensch. Hat er sich jetzt zum ersten Mal so als Menschen genannt? Nein, Sohn des Menschen war eigentlich seine Lieblingsbezeichnung für sich selbst.

[21:14] Lassen wir die Finger hier. Wir gehen wir nur ganz kurz einfach nur mal so kursorisch in Matthäus Kapitel 8 Vers 20. Matthäus 8 Vers 20: "Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel des Himmels haben Nester, aber der Sohn des Menschen hat nichts, womit er ein Hauptanliegen kann." Ja, oder ein Kapitel weiter in Matthäus 9 Vers 6. Damit ihr wisst, dass der Sohn des Menschen.

[21:41] wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben. Oder in Matthäus 12. Und dort

[21:47] vergeben. Oder in Matthäus 12. Und dort fährst du acht. Matthäus ist auch bekannt,

[21:52] denn der Sohn des Menschen ist ein Herr auch des Sabbats. Oder Matthäus 12, Vers

[21:56] 32. Des Kapitels erst 32. Oder wer ein

[22:00] Wort reden wird gegen den Sohn des

[22:03] Menschen, dem wird vergeben werden. Oder

[22:05] noch im selben Kapitel, Matthäus 12, 40.

[22:08] Matthäus 12, 40. Denn gleich wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war,

[22:13] so wird der Sohn des Menschen drei Tage

[22:16] und drei Nächte im Schoß der Erde sein.

[22:20] Und dann Matthäus 13, Vers 7. Und

[22:23] analysiert, das ist gerade Matthäus immer

[22:25] und immer wieder.

[22:26] Matthäus 13, Vers 37. Matthäus 13, 437. Und

[22:31] er antwortete und sprach zu ihnen: Der

[22:34] den guten Samen sät, ist der Sohn des

[22:37] Menschen. Und dann in Vers 42. Und sie

[22:41] fürs 21, Entschuldigung, für S21. Der Sohn

[22:44] des Menschen wird seine Engel aussenden,

[22:46] und sie werden alle Ärgernisse und die

[22:48] Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich

[22:50] zusammen. Also seht, das war der Begriff,

[22:51] für den sich Jesus immer und immer

[22:53] wieder. Das war Matthäus. Sie könnten auch

[22:54] in Johannes schauen. Immer und immer

[22:56] wieder hat er sich, der Sohn des Menschen.

[22:57] Jetzt kommt die Frage: Warum?

[23:00] Jetzt schon gesagt, weil er Mensch

[23:02] geworden ist. Woher kommt dieser Begriff

[23:06] Sohn des Menschen? Irgendwo aus den

[23:11] prophetischen Büchern. Und zwar aus dem

[23:14] prophetischen Buch, einfach Zeit von

[23:18] Jesus. Aber muss dazu für uns aus unserer

[23:21] Sicht, aus dem prophetischen Buch des

[23:23] Testamentes, nämlich Daniel. Genau. Und

[23:27] zwar in Daniel Kapitel 7. In Daniel 7. Und

[23:31] dort Vers 13. Inmitten dieser großen

[23:34] Szene des Gerichts.

[23:36] Ja, also nach den vier Weltreichen und

[23:39] dann das kleine Horn und dann das

[23:41] Gericht, das sich setzt und die Bücher

[23:43] werden geöffnet. Und dann lesen wir in

[23:44] Vers 13: „Ich sah in den Nachtgesichten

[23:47] und siehe, es kam einer mit den Wolken

[23:50] des Himmels, gleich einem Sohn des

[23:53] Menschen, oder gelangte bis zu dem

[23:56] Hochbetagten und wurde vor ihm gebracht.

[23:58] Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und

[24:01] Königtum verliehen, und alle Völker,

[24:02] Stämme und Sprachen, die nehmen seine

[24:05] Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die

[24:06] nicht vergeht, und sein Königreich wird nie

[24:08] zugrunde gehen.“ Seit den Tagen von

[24:11] Daniel wussten die Juden: Irgendwann gibt

[24:14] es einen Herrscher, der wird niemals

[24:15] sterben, der wird für immer regieren, da

[24:17] wir die ganze Welt beherrschen. Und erst

[24:19] des Sohnes Menschen. Und eigentlich,

[24:21] obwohl Jesus sich nie selbst als Messias,

[24:23] oder lange Zeit nicht als Messias,

[24:25] bezeichnet hat, hat er durch diesen

[24:26] Begriff „Sohn des Menschen“ immer quasi so

[24:29] unterschwellig gesagt: Ich bin der

[24:31] König der Welt. Ich bin der König der

[24:33] Könige. Ja, hat ihnen damit eigentlich so

[24:35] auch wieder so einen Tipp gegeben. Aber

[24:37] natürlich, warum macht einen Begriff? Und

[24:39] das habt ihr ganz richtig gesagt, weil er

[24:41] sich mit der Menschheit identifiziert.

[24:43] Habt ihr wisst vielleicht, schaut mal mit

[24:45] mir in Hebräer Kapitel 2. Er ist nicht nur

[24:47] ein Königssohn. Das ist ja der Punkt an

[24:50] Daniel 7, dass ein Mensch König wird, was

[24:53] über alles her. Ein Mensch, der sich mit

[24:55] uns, also in dem Fall dann Gott, der

[24:58] Mensch geworden ist. Er sich mit uns

[24:59] identifiziert.

[25:00] In Hebräer 2 und dort ab Vers 14

[25:04] heißt es: „Da nun die Kinder

[25:08] an Fleisch und Blut

[25:10] Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen

[25:13] zu heftig geworden.“ Also er hat auch

[25:14] Fleisch und Blut, erst Mensch geworden.

[25:16] Und dann springen wir in Vers 16.

[25:19] Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an.

[25:21] Hier ist es nicht einfach Engel geworden,

[25:24] um uns zu retten, sondern des Samens

[25:26] Abrahams nimmt er sich an.

[25:27] Daher musste er in jeder Hinsicht den

[25:30] Brüdern ähnlich werden, der mit einem

[25:32] warmherzigen und teuren Hohepriester

[25:34] würde, in dem was Gott betrifft, um die

[25:36] Sünden des Volkes zu sühnen. Denn von der

[25:39] selbst gelitten hat, als er versucht

[25:40] wurde, kann er denen helfen, die versucht

[25:42] werden. Also Jesus selbst.

[25:43] Er fragt er quasi jetzt. Also, wie ihr

[25:45] seht, wir sind die Menschen nicht. Aber es

[25:47] gibt schon einen Hinweis darauf, was ihm

[25:49] wichtig ist. Er sagt: Ich bin die

[25:50] Erfüllung von den

[25:51] Sieben. Ich bin der kommende König, aber ich bin

[25:54] Mensch. Ein Mensch geworden, um euch alle

[25:57] zu retten. Dass uns das, das sollte uns ganz

[26:00] wichtig sein, dass Jesus nicht nur unser

[26:02] Gott ist, unser Bruder. Unser Bruder, den

[26:07] wir alle haben, egal ob er sonst irdische

[26:08] Brüder habe oder nicht. Aber Jesus ist

[26:11] mein und dein Bruder. Weil die Frage

[26:16] müssen wir uns ja natürlich auch stellen.

[26:18] Jesus hier stellt: Für wen haltet ihr

[26:20] mich? Wer ist Jesus für mich persönlich?

[26:24] Und jetzt fragt also die Jünger: Für wen

[26:26] halten mich die Leute? Und das schauen

[26:28] wir in Matthäus 16.

[26:30] Was die Antworten sind. Matthäus 16, Vers

[26:33] 14. Was antworten die? Für wen halten ihn

[26:37] die Leute? Da heißt es in Vers 14:

[26:53] Genau. Also die Meinungen sind geteilt. Ja.

[26:54] Wenn man jetzt quasi eine Umfrage

[26:57] gemacht hätte in Galiläa, irgendwo im

[26:58] Kapernaum oder in Bethsaida, da wo

[27:00] Jesus ganz viele Wunder getan hat. Wer

[27:02] ist Jesus? Hätte man gesagt: Jesus? Die

[27:04] glauben, das ist der Lehrer. Manchmal

[27:05] ist aus dem Grab wieder aufgestanden. Oder

[27:07] andere: Nein, das ist er jetzt im Himmel

[27:09] abgekommen. Das ist Johannes der Täufer.

[27:11] Das war also die Meinung, die dort

[27:12] gegenwärtig war. Wer hätte geglaubt,

[27:14] dass Jesus Johannes der Täufer sein

[27:16] könnte? Eine berühmte Person, hätte man

[27:19] gesagt: Oh, das ist Johannes der Täufer. Wer

[27:23] hat gesagt, das ist Johannes der Täufer? Büros

[27:25] des Herodes Antipas, der Herrscher von

[27:27] Galiläa. Näher als der, nämlich den

[27:30] Johannes getötet hat und dass sein

[27:32] Gewissen gequält hat und daher von Jesus

[27:34] hört, die Wunder denkt, das ist Johannes

[27:35] der Täufer.

[27:37] Da können wir das direkt lesen in

[27:39] Matthäus 13. Die Schuldigen in Markus 6, den

[27:41] Markus 6 und dort Vers 14 und 15. In

[27:47] Markus 6 und dort Vers 14 und 15. In

[27:51] Markus 6, Vers 14 und 15, das sieht man

[27:52] genau das, was die Jünger jetzt hier

[27:55] sagen, wie das da in der Bevölkerung

[27:57] gewesen ist. Markus 6, Vers 14 und 15.

[28:01] Und der König Herodes hörte das, denn

[28:02] sein Name wurde bekannt. Und er sprach:

[28:04] Johannes der Täufer ist aus den Toten

[28:06] auferstanden, darum wirken auch die

[28:07] Wunderkräfte in ihm.

[28:10] Andere sagten: Er ist ein Lehrer. Wieder andere

[28:11] sagten: Er ist ein Prophet, oder wie einer

[28:13] der Propheten. Also ihr seht, hier die

[28:15] Jünger, die geben genau das wieder, was

[28:16] tatsächlich auch in der Gesellschaft

[28:18] gewesen ist. Also Jünger hatten eine gute

[28:20] eine gute Beobachtungsgabe. Die haben

[28:21] gehört, was die Leute sagen und haben

[28:25] auch so reflektiert, wie Jesus ankommt in

[28:27] der Menge. Die kamen Leute darauf,

[28:29] dass also wie kam Leute darauf, dass

[28:36] genau das war ja, dass Dinge, denn die

[28:39] letzte Prophezeiung in Maleachi am Ende

[28:41] sagt, dass Gott sagt: Gott sei Dank, ich sende

[28:43] euch den Propheten Elia, ehe der große

[28:44] und schreckliche Tag des Herrn kommt.

[28:47] Deswegen hat man gedacht: Okay, Elia kommt.

[28:49] Und niemand hat's richtig begriffen, dass

[28:52] natürlich eigentlich wer Elia war.

[28:54] Johannes der Täufer, nicht der eigentlich

[28:56] der Elia. Wir sind soweit, wir sind noch nicht

[28:57] der Elia.

[28:59] Und was mich interessiert, was ich

[29:03] interessant fand, dass sie auch speziell

[29:07] den Jeremia erwähnt haben. Also es gibt

[29:08] viele Propheten. Man hätte ja auch

[29:09] irgendwie Habakuk oder Jesaja gesagt. Aber

[29:11] sagen Jeremia, was war dann an Jeremia

[29:14] so besonders, wenn ihr sagen musst, also

[29:18] war, was hat ihnen Jeremia so ausgemacht?

[29:21] Hat sehr gelitten. Ja, ich würde auch

[29:24] genannt der weinende Prophet. Also das

[29:26] Buch Jeremia zu lesen ist jetzt nicht

[29:29] an allen Stellen eine fröhliche Sache.

[29:32] Oder das viel Gerichts-Botschaft, viele

[29:34] Trauer. Jeremia lebte zu der Zeit, als

[29:38] dann Jerusalem dreimal erobert, wo also

[29:40] dreimal angegriffen wurde, dann am Ende

[29:44] erobert wurde, der Tempel zerstört wurde,

[29:45] alles verbrannt wurde.

[29:47] Jeremia war der Prophet des Untergangs.

[29:51] Und doch hat er mir einige der schönsten

[29:53] Prophezeiungen überhaupt, der schönsten

[29:59] In Jeremia steht zum Beispiel: „Sieh, ich

[30:01] habe dich mit ewiger Liebe habe ich

[30:02] geliebt, darum habe ich dich zu mir

[30:04] gezogen.“ Was laut der Gnade in Jeremia

[30:07] steht, ist nicht eben mein liebes Kind, so

[30:08] oft nicht gegen ihn geredet habe, es doch

[30:10] mein Herz erbarmen. Der andere mir steht:

[30:11] Ich will einen neuen Bund mit euch

[30:13] machen. Ja, in Jeremia steht, dass Gott

[30:15] sagt: „Ich will die Furcht.“ Gott ist euer

[30:18] Herz ging von ganzem Herzen, von ganzer

[30:21] Seele. Also Jeremia hat einige der

[30:22] tiefsten Prophezeiungen. Gibt es diese

[30:24] Prophezeiung: „Der Herr, unsere

[30:27] Gerechtigkeit.“ Jeremia hat ganz tiefe

[30:29] Evangeliums-Wahrheiten und gleichzeitig

[30:32] eine große Trauer über den Abfall. Und es

[30:33] scheint so zu sein, dass wenn die Leute

[30:36] Jesus haben predigen hören oder

[30:39] angesehen haben, wie er behandelt worden ist,

[30:41] und auch,

[30:42] wie der allgemeine Zustand der

[30:43] Gesellschaft war, dass sie sich irgendwie

[30:45] an Jeremia erinnert haben. Das ist sehr

[30:47] interessant. Ja, also das vielleicht nicht

[30:49] so die erste Assoziation, wie wir haben.

[30:51] Vielleicht Jesus, Jeremia. Das ist, was

[30:52] viele Leute gedacht haben. Also wie kann

[30:54] die Prophezeiung von Elia? Aber ich habe

[30:56] gedacht, er könnte das. Könnt ihr mir

[30:58] seine das sehr interessante gibt einen

[31:00] Hinweis darauf, wie Jesus so gepredigt hat.

[31:04] Aber eins ist deutlich. Niemand

[31:07] oder was diese Antwort auch sagt, niemand

[31:09] erkennt ihn so richtig als den Messias,

[31:11] als einen Propheten. Ja, vielleicht sogar

[31:13] ein großen Propheten. Aber nicht als

[31:15] Messias. Und deswegen fragt er jetzt

[31:16] weiter in Matthäus 16.

[31:19] Im nächsten Vers, in Vers 15. Nachdem

[31:21] also jetzt deutlich wird, also

[31:23] die Menge hat nach zweieinhalb Jahren

[31:26] Dienst, über 200 Jahre die Mission von

[31:29] Jesus nicht erkannt. Kommt jetzt die

[31:46] genau gesagt: Okay, jetzt seid ihr da. Ja.

[31:48] Jesus hat den Jüngern deutlich

[31:49] gemacht, dass sie eigentlich auch ein

[31:50] bisschen privilegiert sind. Erinnert euch

[31:52] vielleicht an die Gleichnisse. Jesus hat,

[31:55] wem hat Jesus die Gleichnisse gepredigt?

[31:58] Zum ganzen Volk, aber zu ihm

[32:00] hatte die Erklärung gepredigt. Und Jünger

[32:02] war sagte er: „Euch ist das gegeben, die

[32:03] Geheimnisse zu verstehen.“ Ja, und jetzt

[32:05] macht er quasi was ähnliches. Sagt: Okay,

[32:08] ihr kennt nicht so gut. Jetzt ist jetzt

[32:09] haben wir einmal daran erinnert, was das

[32:11] Volk sagte. Was sagt ihr?

[32:13] Und es ist ja nicht von ungefähr, weil

[32:15] nicht wenig zuvor, bei der Speisung der

[32:18] fünftausend, hatten viele Jünger ihn

[32:18] verlassen.

[32:21] Er will sich fragen: Was, was denkt ihr?

[32:24] Jesus weiß, Jesus, was sie denken, aber er

[32:27] möchte, dass sie es aussprechen. Ja, weiß

[32:30] Jesus, dass wir ihn gern haben. Und doch

[32:31] möchte er, dass wir das sagen haben.

[32:33] Möchte das wider, was er möchte, dass wenn

[32:35] wir davon reden, dass wir zu ihm beten,

[32:37] dass wir ihn loben. Warum? Weil das stärkt

[32:41] uns selbst. Wenn Jesus uns bittet, ein

[32:44] Bekenntnis zu ihm abzulegen, dann

[32:45] deswegen, weil er weiß, dass unser

[32:49] Bekennen von ihm uns stärkt für die

[32:50] erschütternden Nachrichten in unserem Leben.

[32:53] Wenn wir zu ihm stehen und uns erinnern,

[32:55] was wir glauben, dann sind wir auch auf

[32:56] diese Dinge vorbereitet. Besser

[33:00] verbreitet. Also wer antwortet natürlich

[33:04] Petrus, Vers 16. Simon Petrus, der

[33:06] antwortete, Simon Petrus und sprach: „Du

[33:09] bist der Christus, der Sohn des

[33:10] lebendigen Gottes.“ Jetzt ist eine ganz

[33:13] wichtige Sache. Manchmal, wenn man also,

[33:14] wenn ich früher diese bringt, also diese

[33:16] Geschichte gehört habe in Predigten, weiß

[33:18] wie es euch geht, da wurde es nochmal so

[33:20] dargestellt, als ob Petrus in dem Moment

[33:22] eine Erleuchtung hat. Ja, als ob Gott, der

[33:25] Vater, ihm in dem Moment klar macht: Er ist der

[33:27] Sohn Gottes. Ja, also eine übernatürliche

[33:29] Moment. Aber die Frage ist: Stimmt das?

[33:32] Haben die Jünger vorher schon gewusst,

[33:34] dass Jesus der Sohn Gottes ist?

[33:37] Was würdet ihr sagen? War das ein

[33:41] übernatürlicher Erleuchtung oder wussten

[33:43] das vorher schon?

[33:45] Erstens, forschen wir und schauen wir mal

[33:47] ein paar wenige Bibelstellen an. Doppel

[33:48] Matthäus 14.

[33:51] Alles ist Formation 16. Ja, im

[33:57] Matthäus 14 und dort Vers genau 33. 33.

[34:00] Das ist fast 33. Als auf dem See geht da

[34:02] kamen die in dem Schiff waren, warfen

[34:04] sich anbeten nieder und sprachen: „Und

[34:07] wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.“ Und sie haben

[34:09] ihn schon als Sohn Gottes angebetet. Noch

[34:13] bekannter ist vielleicht Johannes 1, 49.

[34:16] Johannes 1, 49. Als Jesus seine ersten

[34:17] Jünger beruft, ganz am Anfang seines

[34:21] Dienstes, also zweieinhalb Jahre zuvor,

[34:23] unserer Geschichte heute in Johannes 1,

[34:24] Vers 49.

[34:29] Da sagt Nathanaël bei seiner

[34:31] ersten Begegnung mit Jesus: „Rabbi, du bist

[34:34] der Sohn Gottes, du bist der König von

[34:36] Israel.“ Also einige Jünger wussten schon

[34:38] seit den ersten Tagen: Er ist es um

[34:40] Gottes willen. Und ganz besonders

[34:43] interessant ist damit das als drittes

[34:46] Beispiel Johannes Kapitel 6. Johannes

[34:47] Kapitel 6. Und es ist jetzt interessant, weil

[34:50] in Johannes Kapitel 6 haben ja ganz

[34:53] viele Jünger Jesus verlassen. Und wer ist

[34:55] übrig geblieben?

[34:58] Die Zwölf. Genau. Die zwölf Apostel, die

[34:59] übrig geblieben sind. Das war nach der

[35:01] Speisung der

[35:03] fünftausend. Also gar nicht so lange vor

[35:05] unserer Geschichte, vielleicht einige

[35:07] Wochen, höchstens ein paar wenige

[35:07] Monate.

[35:12] Und wer spricht dort in Vers 69 und sagt:

[35:16] „Und wir haben geglaubt und erkannt, dass

[35:18] du der Christus bist, der Sohn des

[35:23] lebendigen Gottes.“ Versagt das nicht an

[35:26] hier, sondern wer sagt das? Simon Petrus.

[35:30] Könnt ihr sehen? Und Vers in Vers 68

[35:32] antwortete ihm Simon Petrus: „Herr, zu wem

[35:34] sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen

[35:36] Lebens. Und wir haben geglaubt und erkannt, dass du

[35:38] der Christus bist, der Sohn des lebendigen

[35:40] Gottes.“ Konnte sehen, dass ich hier bei

[35:42] der Speisung der fünftausend schon

[35:44] dasselbe sagt, was er später in Cäsar

[35:46] gesagt. Also das ist hier nicht, dass er

[35:48] plötzlich eine Erleuchtung hat und dass

[35:50] Gott der Vater vom Himmel quasi

[35:52] macht, und er aber jetzt weiß ich, sondern

[35:56] er bestätigt etwas, was er schon längst

[35:58] weiß. Das ist für die Geschichte sehr

[36:01] wichtig, weil Jesus hat ja auch schon

[36:03] gehört, dass er das weiß. Er, es ist eine

[36:05] Wiederholung eines Bekenntnisses.

[36:07] Es ist nicht der Moment, wo dem Petrus

[36:09] plötzlich das Licht aufgeht, sondern er

[36:12] wiederholt das, was er schon lange weiß.

[36:15] Das ist sehr, sehr entscheidend. Gott

[36:17] möchte, dass wir immer wieder auch die

[36:21] Dinge wiederholen und bekennen, die wir

[36:22] wissen. Dass wir immer wieder bekennen:

[36:24] Ich glaube, dass Jesus für mich gestorben

[36:26] ist. Ich glaube, dass Jesus bald

[36:27] wiederkommen möchte. Ich glaube, dass die

[36:28] Toten kurz und ja, ich glaube, dass der

[36:31] Sabbat, der Tag der Anbetung. Wenn wir

[36:33] Dinge, die wir glauben, immer wieder auch

[36:36] bekennen.

[36:41] Woher kommt diese Idee: „Du bist der

[36:44] Christus, der Sohn Gottes?“

[36:48] Was heißt Christus? Gesalbter. Genau. Schaut

[36:51] mal mit mir in Daniel. Jährlich Daniel

[36:55] Psalm 2. Der Psalm 2 ist ein ganz

[36:57] interessanter. Sein könnte, vielleicht

[36:57] nicht wahr.

[36:58] Warum toben die Heiden und ersinnen die

[37:00] Völker richtiges? Die Könige der Erde

[37:03] lehnen sich auf, und die Fürsten

[37:06] verabreden sich gegen den Herrn und

[37:08] gegen seinen Gesandten. Und dann heißt es

[37:12] später: „Der Herr, der im Himmel thront,

[37:15] lacht über sie. Ich war daher Sport

[37:18] übersieht.“ Und dann wird er zu ihnen

[37:19] reden in seinem Zorn und sie schrecken

[37:21] mit seinem Grimm.

[37:25] „Ich habe meinen König eingesetzt auf Zions

[37:26] und einem heiligen Berg.“ Ja, das ist ja

[37:30] gesagt. Und dann heißt es dann in dem

[37:33] Vers: „Und ich will den Ratsherrn

[37:34] verkündigen. Er hat zu mir gesagt: Du bist

[37:38] mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“

[37:41] Damit deutlich: Der Messias ist der Sohn

[37:44] Gottes. Könnte sind das heißt, denn Petrus

[37:47] sagt mehrmals: „Du bist der Christus, du

[37:49] bist der Sohn Gottes.“ Sagt er mit anderen

[37:53] Worten: Du bist derjenige, der in Daniel 2

[37:54] beschrieben ist, der Gesandte des Herrn,

[37:57] der König, der, wenn alle Völker sich

[37:59] gegen versammeln werden, der am Ende

[38:01] regieren wird. Es entsteht am Ende

[38:05] er küsst den Sohn und wohl allen, die

[38:06] sich bei ihm bergen. Der sagt: Du bist

[38:11] derjenige aus der 2, das Fundament dieses

[38:13] dieses Glaubens. Und interessanterweise

[38:16] ist das so ein wichtiges Bekenntnis, dass

[38:18] später noch das als Grundlage des

[38:20] Bekenntnisses genommen worden ist. Schaut

[38:22] mal in der Apostelgeschichte 8. In der

[38:24] Apostelgeschichte 8, da haben wir die

[38:26] Taufe von wem? Wer wird getauft? Jeder

[38:31] Apostelgeschichte 8, der Philippus, der

[38:34] Diakon, verlässt auf wen in den Ohren aus

[38:38] Äthiopien, genau den Kämmerer. Oder wird

[38:41] er die Frage gestellt: „Was hindert mich,

[38:43] getauft zu werden?“ Für

[38:46] 37: „Das sprach Philippus: Wenn du von

[38:47] ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt.“

[38:50] Er antwortet und sprach: „Ich glaube, dass

[38:53] Jesus Christus, was ist der Sohn Gottes.“

[38:54] Ist genau das, was Petrus bekennt. Könnt

[38:57] ihr sehen? Also Petrus hat genau den

[38:58] Glauben, den man offen einen

[39:02] Topkandidaten erwarten würde. Petrus ist

[39:04] sozusagen bekennt genau das, was ein

[39:07] Top-Kandidat bekennen sollte. Und jetzt

[39:11] achtet man darauf. Petrus bekennt das

[39:21] und ist trotzdem noch in Gefahr, weil er

[39:24] nicht ahnt zu dem Zeitpunkt ist, wenn wir

[39:25] noch im nächste Woche dann deutlicher

[39:28] sehen, dass dieses Bekenntnis Wahrheiten

[39:30] mit einschließt, die ihm völlig unbekannt

[39:34] sind. Und es ist das Interessante dieser

[39:36] Geschichte. Er bekennt hier etwas, das

[39:39] absolut korrekt und richtig und auch

[39:42] seinen Glauben offenbart. Und doch fehlen

[39:44] noch manche Dinge in seinem Herzen. Er

[39:46] bekennt etwas und hat es noch nicht ganz

[39:49] selbstverständlich, denn das, wenn wir im

[39:51] Laufe der Geschichte dann sehen. Aber

[39:53] halten wir fest. Diese Geschichte wurde.

[39:56] Dieses Bekenntnis ist ganz

[39:59] außergewöhnlich. Allen weit sagt Jesus

[40:01] hat von Petrus, hat von Anfang an

[40:04] geglaubt, dass Jesus der Messias war. Und

[40:05] auch wenn alle, viele andere ihn

[40:07] verlassen hatten, ist er über der

[40:11] Speisung der fünftausend war er und

[40:13] seine Freunde, die zwölf Apostel.

[40:17] Er wollte nicht von seiner Lizenz, also

[40:22] von seiner Loyalität abweichen. Er hatte

[40:24] mehr Glauben als die anderen, die mal mit

[40:27] Jesus gegen Unternehmen verließen, das

[40:29] ist also ganz wichtiger Punkt.

[40:31] Hier geht es nicht darum, wie oft

[40:34] dargestellt wird, dass Petrus so ganz

[40:37] plötzlich einen lichten Moment hat, weil

[40:38] Gott der Vater direkt so einen

[40:40] Lichtstrahl sendet oder im nächsten

[40:42] Moment halt wieder fällt, sondern hier

[40:45] geht es darum, dass Petrus über die Jahre

[40:48] hinweg ein bietet eine Erfahrung mit

[40:49] Jesus gemacht hat, die ihn zu diesem

[40:51] Bekenntnis führt. Und dazu steht er. Dazu

[40:54] Aber Jesus wird zeigen, was du jetzt

[40:57] bekennt, ist richtig und wahr.

[41:01] Aber du siehst nur wandelnde Bäume. Du

[41:03] siehst nur wandelbare. Was du sagst, du

[41:05] siehst, aber das ist noch nicht richtig.

[41:06] Und das werden im Laufe dieser

[41:09] Geschichte dann entwickeln. Nächste Woche

[41:10] schauen wir uns die Antwort von Jesus an.

[41:12] Und die ist super interessant. Also doch

[41:16] keine Stelle verpassen, weil da ein

[41:18] Missverständnis dieser Phase ganz viel

[41:20] Leid verursacht hat. 2000 Jahre

[41:22] Kirchengeschichte sind nicht

[41:24] anders zu erklären als mit einem in

[41:27] diesem Vers. Aber sind wir dann, was Jesus

[41:28] dann wirklich zu Petrus sagt und was er

[41:32] gemeint hat. Halten wir fest:

[41:35] Jesus wünscht sich, dass wir immer wieder

[41:38] die Dinge bekennen, die wir erlebt haben

[41:40] mit ihm, wo wir erkannt haben. Nicht, weil Gott einfach nur das gerne

[41:43] reden hören möchte, sondern weil er weiß,

[41:44] dass es uns selbst stärkt. Niemand von

[41:47] uns weiß, was seine Zukunft liegt. Nur

[41:49] Gott allein. Und niemand von uns weiß,

[41:51] welche Enttäuschungen noch auf uns liegen

[41:53] und was auch die Endzeit bereithält, um

[41:55] uns darauf vorzubereiten. Ist es wichtig,

[41:57] dass wir uns immer wieder bewusst machen,

[41:58] wer ist Jesus? Wer ist Jesus für mich? Und

[42:01] das öffentlich bekennen. Und noch

[42:03] gemeinsam decken und bieten.

[42:15] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so

[42:17] sehr, dass wir im Leben von Jesus sehen

[42:17] sehr, dass wir im Leben von Jesus sehen können, dass er so eine Liebe für seine Jünger hatte, dass er selbst die unangenehmen Nachrichten und die unbequemen Wahrheiten, die nicht einfach vor den Kopf geknallt hat, sondern so taktvoll und liebevoll versucht hat, sie ihnen nahe zu bringen, ohne sie abzuschrecken. Und dass er ja ganz bewusst so mit ihm gesprochen hat, dass auch das positive Bekenntnis im Zentrum stehen sollte.

[42:42] Herr, wir möchten dich bitten, dass wir durch den Heiligen Geist von Jesus lernen, dass auch wir, wenn wir unangenehme Wahrheiten weitergeben müssen, dass wir so ein Taktgefühl an den Tag legen wie Jesus, dass wir ihm immer ähnlicher werden und dass auch wir, wie Petrus, von ganzem Herzen uns zu dir bekennen, auch wenn wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, aber dass wir an dem festhalten, was du uns gesagt hast. Und wenn andere Menschen verschiedene Meinungen über dich haben, dass wir doch niemals vergessen, dass du unser Erlöser wirst, dass du unser Retter bist. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[43:18] Amen.


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