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In dieser Predigt wird die biblische Geschichte der Weisen aus dem Morgenland neu beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die chronologische Einordnung der Ereignisse, die Bedeutung des Sterns und die Herkunft der Weisen. Er betont, wie wichtig es ist, Prophezeiungen zu verstehen und den Zeichen der Zeit zu folgen, um Jesus zu finden und anzubeten, im Gegensatz zu den Schriftgelehrten, die zwar Wissen besaßen, aber nicht handelten.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Abonniere den Kanal und aktiviere die Glocke, damit du nicht verpasst, was ich in den nächsten Videos zu erzählen habe. Hallo und herzlich Willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“. Wir entschuldigen uns für die leichte Verspätung und freuen uns, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Schön, dass ihr hier seid und dass wir gemeinsam wiederum in den Evangelien studieren können, wie das Leben von Jesus sich so Schritt für Schritt entwickelt hat und was wir alles daraus lernen können.

[0:53] Heute wollen wir eine Geschichte anschauen, die wir genauso wie Lukas 2 in der Regel oder die viele Menschen in ihrem Kopf an das Weihnachtsfest heften und verorten. Die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland und was es damit wirklich auf sich hat und was wir daraus lernen können, wollen wir uns heute anschauen. Wir wollen beginnen, wie wir es immer tun, mit einem Gebet und wer möchte, darf dazu niederknien.

[1:26] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können als schwache, irrende, sündige Menschen und wissen dürfen, dass du aus deinem Wort zu uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du alles hinwegnimmst, was deinen Segen hindern könnte, von innen oder von außen, dass du uns ganz rein vor dir machst und dass wir durch dein Wort erkennen können, was dein Wille für unser Leben ist. Bitte sprich du in unser Herz hinein, zeig uns die Wahrheit, die uns freimachen kann und sei du bei uns im Namen Jesu. Amen.

[2:03] Wir haben die letzten Folgen uns intensiv im Lukas-Evangelium aufgehalten, Lukas 1 und Lukas 2 angeschaut und all die verschiedenen Geschichten, wie sie dort der Reihenfolge nach aufgezeichnet sind. Wir haben festgestellt, dass Lukas derjenige ist, der die meisten Geschichten aus der Kindheit Jesu hat oder sogar die meisten Geschichten vor der Geburt Jesu und auch er einen besonders chronologischen Ansatz hat. Aber heute gehen wir zu Matthäus Kapitel 2. Dort findet sich eine Geschichte, die Lukas auslässt, die aber jetzt chronologisch nach der Szene im Tempel passiert.

[2:44] Also wenn wir einfach chronologisch die Reihenfolge uns vor Augen halten, wir haben die Geburt in Bethlehem, dort haben wir natürlich die Geschichte mit den Hirten dazu, die Engel sehen, Hirten und Engel, schreibe ich mal hier. Und dann haben wir die Beschneidung gehabt, wie viele Tage später war die? Genau, also am achten Tag, nach acht Tagen, das ist ja immer das hebräische Denken. Und dann hatten wir als nächstes Ereignis, genau, die Darstellung im Tempel, wo der Simeon kam und dann auch die Prophetin Hannah. Welche, wie viele Tage waren das ungefähr nach der Geburt? Nach der Geburt, genau, also ungefähr 40 Tage. Es waren dann nochmal 33 Tage nach der Beschneidung, das heißt ungefähr 40 Tage nach der Geburt.

[3:46] Und danach jetzt, als nächstes Ereignis, kommen jetzt die Weisen aus dem Morgenland. Das heißt, das was man sich landläufig so mal vorstellt, dass am Tage der Geburt erst die Hirten kommen und dann gleich noch um die nächste Ecke die Weisen aus dem Morgenland auch noch angeritten kommen, das war nicht so. Das kann von der Chronologie der Ereignisse gar nicht so gewesen sein. Aber schauen wir mal selbst, was wir hier finden. Offensichtlich sind also Maria und Josef, nachdem sie in Jerusalem im Tempel gewesen sind, wieder zurückgegangen nach Bethlehem und haben dort weiter in Bethlehem gehaust. Aber dazu gleich noch mehr. Matthäus 2 und dort Vers 1.

[5:01] Könnt ihr euch noch ganz kurz erinnern, wann ist der Herodes gestorben? Nur, dass wir das mal kurz in Erinnerung haben. Haben wir vor einigen Monaten mal gesagt. Der Herodes ist vier Jahre vor Christus gestorben, also was man landläufig so als vor Christus bezeichnet. Das heißt, Jesus dürfte aller spätestens vier vor Christus, vielleicht auch fünf vor Christus oder sechs vor Christus geboren worden sein. Ist nicht ganz genau mehr zu eruieren. Aber da heißt es, als Jesus geboren war in Bethlehem, in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem.

[5:41] Jetzt steht bei euch auch Morgenland? Genau, was muss man sich unter dem Morgenland vorstellen? Das ist ja eher so ein altdeutscher Begriff. Morgenland ist erstmal ganz einfach Osten. Im weitesten Sinne ist ja Bethlehem auch noch Asien, aber tatsächlich aus dem Osten. Das heißt jetzt nicht unbedingt China und Japan, aber welche Gebiete, welche Länder stellt ihr euch vor, auch wenn die Bibel das jetzt nicht explizit sagt, aber was ist so realistisch, woher könnten die gekommen sein? Indien vielleicht? Iran? Irak? Welche Hinweise, was würde euch dazu führen zu sagen, das war so aus dem Gebiet Iran, Irak? Das weiß keiner genau, wo das gewesen ist, aber aus dem Text heraus. Es waren offensichtlich Menschen, die ein paar grundlegende Kenntnisse über messianische Prophezeiung hatten.

[6:56] Und wir wissen, dass die biblischen Schriften doch zum Teil auch in den Gebieten von Babylon und Persien bekannt gewesen sein mussten. Warum? Du hast schon gesagt, der Prophet Daniel hat einiges geschrieben. Das glaube ich schon, aber Ägypten liegt halt im Süden, nicht im Osten. Also es sieht sehr danach aus, dass es tatsächlich eine Gruppe von Leuten waren, die so in die gleiche Kategorie zählen würde, wie die Weisen, die Nebuchadnezzar hat holen lassen in Daniel 2. Es gab ja in Babylon schon immer diese zwei Grundlinien, es gab die wissenschaftliche Astronomie, es gab die Wissenschaft, die waren ja wirklich hochbegabte Mathematiker und Astronomen und haben da viel gerechnet.

[8:00] Und dann gab es auch gleichzeitig die Astrologie, wo man dann mit Hilfe kruder Methoden versucht hat, die Zukunft vorherzusagen. Aber hier scheint es sich um Philosophen zu handeln, die tatsächlich eher aufrichtige Wissenschaftler gewesen sind, Philosophen, die nach der Wahrheit gesucht haben. Jetzt kommen die nach Jerusalem und schaut mal, was sie sagen in Vers 2.

[8:17] Jetzt das ist natürlich eine spektakuläre Sache. Frage, haben die einen Stern gesehen, ja oder nein? Also Moment mal, wir haben hier den Hinweis, dass sie einen Stern gesehen haben. Ist das ein buchstäblicher Stern gewesen oder ein symbolischer Stern? Gebt mir mal biblische Begründung.

[9:01] Also den Stern gibt es ja auch als Symbol, ohne Frage. Es gibt den Stern als buchstäblichen Stern und es gibt den Stern als Symbol, beides in der Bibel. Jetzt was ist die Regel? Wonach entscheiden wir, ob etwas in der Bibel buchstäblich oder symbolisch gemeint ist? Der Kontext entscheidet. Das heißt, ich kann nicht automatisch sagen, nur weil da Löwe ist und es auch buchstäbliche Löwen gibt, ist es automatisch immer ein buchstäblicher Löwe. Ich kann aber auch nicht davon ausgehen, dass alles symbolisch ist. Hier ist die Grundregel, ihr Lieben. Wir legen alles buchstäblich aus, es sei denn, der Kontext zwingt uns, dass es nicht buchstäblich ist.

[9:46] Wir sind also nicht berechtigt, frei zu entscheiden, das gefällt mir besser als symbolisch, das gefällt mir besser buchstäblich, sondern wir lesen die Bibel, wie sie dort steht, buchstäblich und nur wenn der Kontext uns dazu zwingt, dass es nicht buchstäblich sein kann. Wenn es steht, die Bäume klatschen in die Hände oder da kommt ein Leopard mit vier Köpfen aus dem Meer, dann ist logisch, es kann nicht buchstäblich gemeint sein. Wenn ihr diesen Vers so lest, Vers 2, sieht das buchstäblich oder symbolisch aus?

[10:18] Buchstäblich. Ihr habt vielleicht die Geschichte schon vorgelesen oder kennt sie auch. Gibt es in der Geschichte irgendetwas, was uns zwingen könnte, den Stern nicht buchstäblich auszulegen?

[10:34] In der Geschichte, in der Geschichte. In der Geschichte, ja, ja, weil ansonsten sind wir in der Geschichte. Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenmarkt.

[10:47] Okay, wir haben seinen Stern gesehen, aber das könnte bedeuten, dass es da einen Stern gibt, der mit dem Messias assoziiert war. Es gibt einen Vers, der ziemlich deutlich zeigt, es kann kein buchstäblicher Stern gewesen sein.

[11:05] Genau. Wo stand er still?

[11:07] Über dem Ort, wo das Kind war. Schaut mal, Vers 9. Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort still stand, wo das Kind war.

[11:24] Wenn der Stern wirklich so nah an dem Ort gewesen wäre, dass man genau sagen kann, okay, hier ist das Kind und sie konnten das Haus identifizieren. Dann, wenn das ein buchstäblicher Stern gewesen wäre, wäre zu dem Zeitpunkt ganz Palästina in Flammen aufgegangen. Versteht ihr, was ich meine?

[11:40] Der Kontext, wir brauchen gar nicht einen weit dazu, der Kontext der Bibel macht deutlich, es kann kein buchstäblicher Stern gewesen sein. Es muss ein symbolischer Stern gewesen sein. Und an der Stelle können wir fragen, was ist es gewesen? Und auch hier hilft uns die Bibel.

[11:55] Der Stern symbolisch steht in allererster Linie, zunächst einmal, schaut mal, Offenbarung 1, Vers 20. Genau, Offenbarung 1, Vers 20 gibt den Hinweis, das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden.

[12:14] Das heißt, der Stern, dieser besondere Stern, das waren offensichtlich Engel. Jetzt die Frage ist, warum werden dann Engel als Stern bezeichnet, wenn die Bibel doch weiß, dass es Engel waren? Und hier ist es wichtig vielleicht zu wissen, dass die Bibel öfter mal Dinge, die nur in menschlicher Wahrnehmung so gewesen sind, beschreibt als ob sie so gewesen wären.

[12:39] Ich gebe euch ein Beispiel. Wenn es heißt von den Zauberern in Ägypten, dass sie die Wunder von Mose nachgeäfft haben, dann heißt es, die Stäbe wurden zu Schlangen. Obwohl wir wissen, der Satan hat keine Kraft, echtes Leben zu erzeugen, es waren keine echten Schlangen. Aber es sah so aus, als ob es Schlangen sind, deswegen sagt die Bibel, es waren Schlangen. Es waren aber keine wirklichen Schlangen.

[13:01] Anderes Beispiel. Als der Saul zu der Witwe von Endor geht, was kommt da hervor? Der Text sagt, es war Samuel. Aber man kann biblisch beweisen, es war nicht Samuel, sondern es war ein Dämon, der Samuel nachgeäfft hat. Das heißt, immer wieder haben wir dieses Prinzip, dass es auf den ersten Blick so scheint, als ob es tatsächlich etwas gewesen ist, aber wenn man genau hinschaut, sieht man, es war dann nur die menschliche Wahrnehmung.

[13:31] Für menschliche Wahrnehmung war es ein Stern, aber es war offensichtlich kein echter Stern. Jetzt, woher wussten sie, dass dieser Stern mit dem König der Juden verbunden ist? Das würde mich interessieren. Welche Schriften kannten sie? Welche Schriften haben sie studiert? Welche Schrift sagt etwas von einem Stern in Verbindung mit dem König der Juden?

[14:07] Michael kommt später vor, aber geht mal mit mir ganz weit zurück zu 4. Mose. 4. Mose 24, da gibt es einen ganz berühmten Propheten. Wer ist der Prophet in 4. Mose 24?

[14:29] 4. Mose 24. Mose? Nein? Ist nicht Mose? Sondern ein Prophet, Bileam. Und Bileam war ja ein mittlerweile nicht mehr so wirklich echter Prophet. Er war mal ein Prophet Gottes gewesen, hatte sich vom Glauben entfernt und hatte sich jetzt anderen Künsten zugewandt. Er hatte sich eigentlich mehr in diese Berufsgruppe jetzt gewagt, für die auch die Magier aus dem Osten standen.

[15:03] So falsche Propheten eigentlich. Und in 4. Mose 24, da haben wir diese berühmte Prophezeiung, die er gibt, als er versucht Israel zu verfluchen. Vers 17. Ich sehe ihn aber jetzt noch nicht. Mit anderen Worten, er sieht jemanden in der fernen Zukunft. Ich schaue ihn aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob und ein Zepter erhebt sich aus Israel.

[15:33] Jetzt wer hat ein Zepter? Ein König. Zepter und Stern, das war die Verbindung. Der Bileam, wenn wir anschauen, wo er gelebt hat, wird deutlich, dass er offensichtlich Kontakt, mindestens Kontakt, wenn nicht auch engere Zusammenarbeit mit den Chaldäern gehabt hat. Das heißt, und Ellen White sagt das übrigens auch, dass seine Schriften über Generationen weitergegeben worden sind unter diesen Magiern und Zukunftsdeutern, weil er einer von ihnen gewesen ist.

[16:04] Und die Magier, die hier gekommen sind, wussten also aus der Prophezeiung von Bileam, dass wenn dieser Stern erscheint, dieser Stern etwas mit einem König zu tun hat. Außerdem kannten sie natürlich auch die Prophezeiung von Daniel. Sie wussten von dem kommenden Messias.

[16:26] Außerdem war natürlich auch das gesamte Alte Testament in der Welt mittlerweile verbreitet. Weiß jemand, in welcher Sprache das Alte Testament verbreitet worden ist? Nicht in Aramäisch, sondern in Griechisch. Und Griechisch wurde damals überall gesprochen. Seitdem Alexander der Große die Welt erobert hatte, wurde selbst in Afghanistan und Pakistan Griechisch gesprochen. Da gab es so griechische Königreiche. Das Alte Testament in Griechisch, übersetzt.

[17:03] Es wurde übersetzt und deswegen konnte es in der ganzen Welt verstanden werden. Ellen White sagt, es gab viele Philosophen, die tatsächlich das Alte Testament studiert haben. Die versucht haben zu verstehen, was hinter den ganzen Opferdiensten sich verbirgt. Und die natürlich auch Prophezeiungen gelesen haben. Wie zum Beispiel in Jesaja 9, wo es heißt in Vers 5 und 6, denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man sendet seinen Namen, wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewig Vater, Friede, Fürst. Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich.

[17:41] Sie kannten diese Prophezeiungen. Und als sie diesen Stern gesehen haben, übrigens, wann werden sie wohl diesen Stern zum ersten Mal gesehen haben, wenn wir wissen aus der Bibel, dass es in Wirklichkeit Engel gewesen sind?

[17:52] Bei der Geburt. Der ganze Himmel war ja erhellt gewesen von dem Licht. Und die Juden mit ihrem mangelnden Interesse an den Zeichen der Zeit, die werden das nicht mitbekommen haben. Aber die Babylonier, die werden gesehen haben in der Ferne dieses Licht, das da plötzlich aufgeflaggert ist. Die Babylonier haben Tag und Nacht den Himmel beobachtet. Die konnten über Jahrhunderte vorher sagen oder dann dokumentieren, wann es Mondfinsternisse und Sonnenfinsternisse gegeben hat und wann welcher Stern wo gestanden hat.

[18:22] Die haben das mitbekommen. Und als sie dieses ungewöhnliche Licht gesehen haben, das keiner erwartet hat, weil nach all den Berechnungen es gar kein Licht hätte geben sollen. Und dann dieses kleine Licht dort verblieben ist, dieser vermeintliche Stern. Eine Gruppe von Engeln, die dort die Stellung gehalten hat. Dann haben sie studiert, haben gesagt, was könnte dieser Stern sein, sind auf die Prophezeiungen von Bileam gekommen, haben dann Daniel studiert, haben Jesaja studiert.

[18:46] Und Ellen White sagt sogar, haben Träume bekommen, dass sie sich auf den Weg machen sollen. Haben sich auf den Weg gemacht und wenn man dem Stern folgt, dann muss man wann reisen? Nur nachts. Sind also tagelang, wahrscheinlich wochenlang nachts immer gereist.

[19:04] Wenn ihr euch das anschaut von Babylon oder vom Iran bis nach Palästina, das ist keine Kleinigkeit. Das ist nicht über Nacht geschehen. Deswegen passt das ganz gut, dass nach über 40 Tagen erst sie ankommen. Die werden auch öfter Pausen gemacht haben, werden gerastet haben und Oasen und diesen ganzen fruchtbaren Halbmond abgewandert haben. Haben weder Kost noch Mühen gescheut und es waren sicherlich mehr als drei. Das nur vielleicht auch dazu, man hat immer diese Idee von den drei Weisen, aber die Bibel sagt nirgendwo, dass es drei waren. Es könnten, gut, sehr viel mehr gewesen sein.

[19:34] Zurück zu Matthäus. Die Ankunft dieser, ich sag jetzt einfach mal Babylonischer, Chaldäischer, es können auch Persische gewesen sein, Philosophen erzeugt natürlich einen ziemlichen Aufruhr. Schaut mal in Matthäus 2 und dort Vers 3.

[19:49] Es heißt, als das der König Herodes hörte, erschrak er und ganz Jerusalem mit ihm. Warum sind die wohl erschrocken gewesen?

[20:10] Für den Herodes war das eine Katastrophe, weil ein neuer König geboren worden ist. Er selbst war kein Jude, die Juden haben ihn gehasst und sollte jetzt irgendwo ein neuer König geboren worden sein, der vielleicht den Anspruch auf den Thron hat, das wäre für ihn ja das Ende seiner Regierung gewesen. Der Herodes war erschrocken, aber warum war jetzt ganz Jerusalem erschrocken?

[20:37] Wer hat gewusst, dass sie nicht erwarten? Sie hatten ja diese Vorstellung, dass ein König kommen würde, aber sie haben nichts mitbekommen von einem König. Sie haben keinerlei Anzeichen gesehen, dass der König gekommen sei und jetzt kommen die Heiden aus dem fernen Osten und erzählen ihnen, wir haben Beweise dafür, dass euer König geboren ist. Das hat natürlich einen ziemlichen Aufruhr gebracht.

[21:07] Schaut mal mit mir in Matthäus 23. Schaut mal, was Jesus sagt. Ganz bekannte Aussage, auf den ersten Blick würde man die nicht zusammenbringen, aber sie passen sehr gut zusammen. Matthäus 23, Vers 37.

[21:32] Und dieses Ereignis ist schlicht und ergreifend eines dieser vielen Ereignisse, wo Gott sie sammeln wollte. Eines unter vielen Situationen, wo Gott versucht hat, Jerusalem aufzuwecken. Und er hat es ja versucht durch die Hirten, das hat nicht so viel gebracht. Dann hat er sich gedacht, naja, vielleicht nehme ich jetzt mal die babylonischen Philosophen, wenn die von Ferne anreisen, vielleicht wird das ja im Volk etwas ausrichten. Jesus versucht, Jerusalem aufzuwecken.

[22:23] Aber was passiert? Vers 4. Und er, der König, rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und er fragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.

[22:39] Jetzt haben wir ein theologisches Symposium. Der König Judas kennt sich in der Bibel nicht so gut aus. Er ist ja selbst kein Jude, wie gesagt. Und jetzt holt er alle Theologen zusammen und sagt, sagt mir, wo steht es? Was meint ihr, haben die Juden großes Interesse gehabt, ihm das zu sagen, ja oder nein?

[22:58] Ihrem verhassten heidnischen König, die haben überhaupt gar kein Interesse gehabt. Ellen White schreibt das so schön, wie sie so ganz lustlos in der Bibel geblättert haben. Und so ein bisschen gleichgültig versucht haben, sich aus der Fähre zu ziehen, bis er von ihnen gefordert hat mit großer Autorität, sagt mir, wo wird er geboren werden?

[23:24] Und dann haben sie mit der Sprache rausgerückt. Vers 5. Sie aber sagten ihm, in Bethlehem, in Judäa, denn so steht es geschrieben durch den Propheten Vers 6. Und du, Bethlehem, im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas. Denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll.

[23:54] Jetzt ist euch was Interessantes aufgefallen. Es geht ja um Jesus. Stellt euch die Frage anders. Die Weisen fragen nach dem König, in Vers 2. Sie kommen nach Jerusalem und stellen die Frage, wo ist der König, der geboren worden ist? Als der König Herodes jetzt die obersten Priester zusammengerufen hat, welche Frage hätte er stellen sollen?

[24:31] Jetzt guckt er mich an, als ob ich eine schwere Frage gestellt habe. Hier kommen die Schriftgelehrten, die Philosophen, und sagen, wir haben gehört, dass ein König geboren worden ist. Wo ist der König? Was möchte jetzt der König Herodes natürlicherweise wissen?

[24:57] Er möchte wissen, wo der König geboren worden ist. Was sagt er aber in Vers 4? Wo der Christus geboren worden ist. Die Philosophen fragen nach dem König. Er spricht von Christus.

[25:19] Dann suchen die Schriftgelehrten einen Bibelvers, wo weder König noch Christus vorkommt. Welches Wort? Ein Fürst oder ein Herrscher. Haben die aneinander vorbeigeredet, oder haben die immer dasselbe gemeint?

[25:43] Das heißt, was ich damit deutlich machen möchte, im damaligen Denken war König dasselbe wie Christus. Dasselbe wie Herrscher. Und Christus ist Messias. Das heißt, wenn damals ein Mensch das Wort Christus gehört hat, hat er die Assoziation gehabt, König. So selbstverständlich, dass wenn jemand nach dem König gefragt hat, der Herodes sagt, ein König ist geboren, also wo ist der Christus geboren? Und wenn jemand gehört hat Christus, wo steht etwas über den Christus? Hier geht es ja um den König.

[26:23] Christus und König waren austauschbar. Das ist der Grund, warum später Jesus immer gesagt hat, sag nicht, dass ich der Christus bin, weil in ihrem Denken Christus automatisch dasselbe war wie König. Und König kannten sie nur den politischen, militärischen König. Das ist natürlich ein wichtiger Gedanke, weil Jesus spricht ganz viel von der Königsherrschaft Gottes, oder? Das Königreich Gottes. Dieser Gedanke, das ist ganz wichtig, dass Christus letztendlich der König ist.

[26:53] Jetzt, woher zitieren die Schriftgelehrten diesen Bibelvers aus Micha? Schauen wir mal ganz kurz. Micha 5, welchen Vers zitieren sie? Da bin ich mal gespannt. Erstmal schauen. Micha 5 und dort. Es kommt glaube ich sogar auf die Zählweise eurer Bibel an. Also in meiner Bibel ist es Micha 5, Vers 1, oder?

[27:27] Und du, Bethlehem, Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda, aus dir soll hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll. Und dann, interessanterweise, lassen sie etwas weg aus dem Vers. Was lassen sie weg aus dem Vers? Was sie nicht zitieren in Matthäus.

[27:48] Interessant, oder? Diesen Fakt, dass der kommende König seit Ewigkeiten besteht, den lassen sie weg. Ob das jetzt Zufall war, ob das bewusst war, unbewusst war, kann ich nicht sagen, aber es ist interessant. Wir werden ja später sehen, dass wenn sie in Kontakt mit Jesus waren und konfrontiert worden sind mit der Wahrheit, dass er schon existierte lange bevor Abraham, dass sie das völlig aus der Fassung gebracht hat. Aber hier haben wir einen Bibelvers, der deutlich macht, der kommende Messias existiert schon seit Ewigkeiten.

[28:22] Stattdessen fügen sie etwas aus einem anderen Vers noch hinzu. Nicht nur aus dem Vers 1. Es heißt ja in Matthäus 2, Vers 6, wenn ihr genau hinschaut. Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas. Denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen und jetzt heißt es, der mein Volk Israel weiden soll.

[28:44] Aus welchem Vers haben sie denn das? Aber das Wort weiden steht da nicht, oder? Das haben sie auch, Herrscher, Herrscher, genau. Aber dann dieses Weiden, er wird sie weiden. Das kommt in Micha vor, in Micha 5. Schaut mal in welchem Vers.

[29:12] Vers 3, genau. Und er wird auftreten und sie weiden in der Kraft des Herrn und in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen, denn nun wird er groß sein bis an die Enden der Erde.

[29:27] Ist nicht interessant? Hier wird vorhergesagt, in Micha 5, Vers 1 und 3, dass der Messias seit Ewigkeiten besteht und dass sein Ruhm die ganze Erde umfassen wird. Aber auch das zitieren sie wieder nicht. Sie lassen weg, dass er von Ewigkeiten besteht und sie lassen weg, dass sein Ruhm über die ganze Erde geht.

[29:54] Denn in ihrem Denken ist der Messias für wen da? Für sie. Und ist nicht kurios, dass jetzt Ausländer, Heiden, kommen und sie quasi dazu gezwungen werden, diesen Vers zu lesen, der ihnen eigentlich sagen müsste, die Herrlichkeit des Messias reicht bis an die Enden der Erde.

[30:12] Was noch interessant ist, es heißt ja, er wird sie weiden. Welche Personengruppe weidet? Hirten. Das heißt, der Christus ist nicht nur ein König, er ist ein Hirte. Ein Hirtenkönig. Und es ist interessant, dass auch der Antichrist vorgibt, ein König oder ein Hirte zu sein. Ein Hirtenkönig, der Antichrist. Weil der wahre Christus ein König ist oder ein Hirte. Ein Hirtenkönig. Er wird sie weiden.

[30:52] Gut. Also, Herodes hat seine Antwort bekommen. Der König kommt aus Bethlehem. Jetzt nur mal ganz kurz zusammengetragen, welche berühmten Geschichten aus dem alten Testament gibt es mit Bethlehem verknüpft? David der Hirte, der später König wurde. Welche Geschichten noch?

[31:12] Es gibt noch zwei interessante Geschichten, die mit Bethlehem verknüpft sind im alten Testament. Ja, da starb jemand auf dem Weg nach Bethlehem. Wer starb denn da? Nicht die Magd? Nicht mal Lea, sondern? Wenn es nicht die Magd war und nicht Lea, dann war es? Rachel. Genau, Rachel starb auf dem Weg kurz vor Bethlehem. Und Rachel war die geliebte Frau von Jakob, oder? Und David war der geliebte Gott, der nach dem Herzen Gottes war. Sein Name heißt Liebe.

[31:48] Und da gibt es noch eine ganz berühmte Geschichte, die in Bethlehem stattfindet. Ein ganzes Buch, das in Bethlehem spielt im alten Testament. Ein kurzes Buch mit nur vier Kapiteln. Und es spielt in Bethlehem. Und zwar hat das Buch nur vier Buchstaben. Es spielt in Nineveh, es hat auch nur vier Buchstaben. Ruth. Das Buch Ruth. Und im Buch Ruth geht es darum, dass eine Heidin Israelitin wird, durch das Wirken eines Lösers, der sie löst, der sie erlöst. Da geht es um die Geschichte des Erlösers Boas, der sie in die Familie aufnimmt.

[32:41] Das heißt, im Denken des alten Testamentes war Bethlehem der Ort, wo der Hirte David, der später König war, wo der Erlöser die Heiden zu Israeliten gemacht hat. Und wo die geliebte Lea begann. Also ein ganz besonderer Ort. Und das nur so am Rande.

[32:58] Matthäus 2 Vers 7. Herodes weiß jetzt, wo das Kind sich verbirgt. Ach übrigens, noch ein ganz kurzer Punkt. Haben die Schriftgelehrten die theologisch richtige Antwort gewusst? Absolut. Was hätten sie tun sollen? Sie hätten zu ihm hingehen sollen. Haben sie übrigens gewusst, dass dort etwas Außergewöhnliches passiert ist? Also Bethlehem ist nicht allzu weit entfernt. Das heißt ja, von den Hirten haben die Kunde in der ganzen Gegend verbreitet. Nur wenige Wochen zuvor sind dort Männer und Frauen durch Jerusalem gerannt und haben gesagt, hey, da haben die Hirten Engel gesehen.

[33:44] Und die Schriftgelehrten haben wahrscheinlich gesagt, ja, ja, die Hirten, wenn die nachts nicht schlafen, dann haben die Halluzinationen. Wer sind die Hirten schon? Die haben ja gar nicht Theologie studiert. Das kann ja gar nicht stimmen. Und außerdem, der Messias, der wird ja nicht im Stall geboren. Das kann ja gar nicht sein. Jetzt kommen die Heiden. Und wieder genau dasselbe. Sie geben die theologisch richtige Antwort, aber handeln nicht nach ihrer theologisch richtigen Antwort, weil Gott diese Botschaft Laien gegeben hat. Und das ist für sie zu schwer zu ertragen. Das können sie nicht verstehen. Und das können sie nicht akzeptieren.

[34:15] Theologisch geben sie die richtige Antwort, aber tun nicht das, was sie tun sollten. Und damit beginnt schon hier, der Jesus ist ein paar Wochen alt, beginnt hier schon die Ablehnung Jesu durch die Schriftgelehrten. Statt demütig anzunehmen, dass sie belehrt werden durch die heidnischen Philosophen, geben sie die richtige Antwort und tun gar nichts. Wie oft geben wir die richtige Antwort und tun gar nichts? Wir wissen genau, was richtig ist, aber tun nicht das, was richtig ist. Das ist ein großer Unterschied, ob ich die richtige Antwort geben kann im Prophetieseminar oder ob ich das tue, was die Prophetie sagt.

[34:52] Jetzt Vers 7. Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war. Heißt also, wenn wir korrekt sind mit dieser Interpretation, dann hat er genau danach gefragt, wann war dieses besondere Licht, das außergewöhnlich geflaggert ist und das sie dann verfolgt haben. Mit anderen Worten, er hat damit ziemlich genau herauskriegen können, wann das Kind geboren worden ist. Und sein Ziel war natürlich sehr böse.

[35:29] Schaut mal in Offenbarung 12. Und dort Vers 4. Da spricht es von dem Drachen. In Offenbarung 12. Wer ist der Drache? Der Satan, das stimmt. Schaut mal in Vers 4. Wer ist die Frau? Das Volk Israel zu dem Zeitpunkt. Wer ist das? Jesus. Das heißt, der Satan hatte schon Pläne, dass sobald Jesus geboren werden würde, er ihn umbringt. Der Jesus war gerade mal beschnitten und gerade mal dem Herrn dargebracht. Da hat Satan schon einen Plan gehabt, wie er Jesus umbringt.

[36:32] Und sein Hilfsmittel zu dem Zeitpunkt war der König Herodes. Jetzt achtet darauf, der Satan hat einen Menschen, den er benutzen will für seinen Zweck. Und dieser Mensch studiert mithilfe anderer die Prophetie. Oder? Er gibt sich sogar den Anschein, dass er für Gott ist. Wenn ihr jetzt das nochmal genau lest in Matthäus 2. Da heißt es ja in Vers 8.

[37:12] So wie der Satan im Himmel behauptet hat, dass er auf Gottes Seite steht, nur um Gott von seinem Thron zu jagen, so behauptet der Herodes, er würde Jesus anbeten, nur um ihn töten zu können. So wie der Satan in der Schlange, der Eva gesagt hat, ihr werdet nicht sterben, nur um sie umzubringen, so arbeitet er hier auch. Immer und immer wieder, daran erkennt man den Satan, dieser Strategie. Er behauptet, auf Gottes Seite zu stehen. Er behauptet, das Gute tun zu wollen.

[37:45] Und er tut es auch übrigens, er spricht heimlich. Der Satan hat ja auch viel von dieser Heimlichkeit. Schaut mal mit mir in 1. Korinther 3, Vers 19 und 20. Ein ganz interessanter Vers. 1. Korinther 3, Vers 19 und 20.

[38:10] Und das ist eine sehr ermutigende Tatsache hier. 1. Korinther 3, Vers 19 und 20. Und wiederum, der Herr kennt die ... Vers 19, Entschuldigung. Denn die Weisheit dieser Welt ist was? Torheit vor Gott. Denn es steht geschrieben, er fängt die Weisen in ihrer List und wiederum, der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.

[38:36] Der Herodes hat ja schon viele Menschen umgebracht. So ein antiker Herrscher, der ist ja nicht durch demokratische Wahl auf den Thron gekommen. Der hat viele Thronmitbewerber umgebracht, um die Ecke gebracht, hat viele Intrigen gesponnen. Und normalerweise hat es immer funktioniert. Das geheimliche Getue, die Intrige, das Bestechen von jemandem, das Umbringen von einem anderen, hat immer funktioniert. Aber als er sich an Gott vergreifen will, der hat wahrscheinlich Gott im Himmel geschaut und gesagt, bitteschön, das soll funktionieren. So eine billige Intrige. Du kannst vielleicht vor den Pharisäern dein wahres Ziel verbergen, du kannst vor den Philosophen Babylons dein wahres Ziel verbergen, aber vor Gott kann Herodes sein Ziel nicht verbergen.

[39:16] Gott wusste, was er vorhat. Und manchmal, da denken wir vielleicht auch, was die bösen Menschen an manchen Orten der Regierung und so nicht war, was sie alles so vorhaben mit uns und was sie alles so planen werden und was sie alles an den finsteren Plänen schmieden. Aber die Bibel sagt uns, dass nichts passiert, was Gott nicht zulässt, was er nicht weiß. Ein finsterer Plan, aber Gott hat alles unter Kontrolle.

[39:41] Vers 9, Matthäus 2 und dort Vers 9. Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her. Offensichtlich hatten sie ihn auf dem Weg zwischendurch mal verloren. Ansonsten hätten sie in Jerusalem nicht gefragt. Sieht so aus, Ellen White bestätigt das, dass sie bis nach Jerusalem geführt worden sind und dann in Jerusalem sich umhergefragt haben, weil Gottes Ziel, hätte Gott sie direkt nach Bethlehem führen können? Aber Gott hat sie bewusst nach Jerusalem gebracht, um Jerusalem eine Chance zu geben, das zu verstehen.

[40:25] Und Jerusalem hat die Chance an sich vorbeirauschen lassen und sie ziehen alleine weiter. Kein Priester, kein Schriftgelehrter, niemand aus dem Volk reist mit ihnen. Die Heiden erfahren keine Unterstützung darin, Jesus zu finden. Von dem Volk, das vorgibt, Gott zu gehorchen. Naja, aber sie machen sich weiter auf den Weg.

[40:50] Und dann heißt es hier, Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war. Die Engel führen ihm, die Engel führen die Heiden zu Jesus. Und das waren ja die Engel, die vorher diese frohe Botschaft, das Evangelium verkündigt haben, oder?

[41:19] Jetzt ist das nicht interessant. Da gibt es Engel, die predigen ein Evangelium für die ganze Welt, eine große Freude. Oder sind es dieselben Engel, die die treuen Wahrheitssucher aus Babylon herausführen, bis hin zu Jesus? Fast so wie in der Insel, oder? Wo die Engel auch mit ihrem frohen Evangelium Leute aus Babylon herausführen. Das helle Licht, das die Erde erleuchtet.

[41:47] Und die Frage ist, werden die Babylonier heute mehr Hilfe vom Volk Gottes bekommen? Oder ist das Volk Gottes vielleicht pikiert, wenn die Babylonier mehr über Prophetie wissen als sie selbst? Was übrigens durchaus manchmal vorkommen kann. Es kommt öfter vor, da kommen Leute in die Gemeinde und wissen mehr über die Prophetie als die, die 30, 40 Jahre in der Gemeinde gesessen haben. Nichts Neues unter der Sonne.

[42:17] Vers 10. Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut. Das ist ja schon eine interessante Formulierung. Sehr hoch erfreut. Und das ist genau dieselbe Formulierung, wie in Lukas 2, Vers 10. Wenn ihr das nochmal in euch in Erinnerung rufen wollt. In Lukas 2, Vers 10. Das heißt es, Und der Engel sprach zu ihnen, fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch eine große Freude. Und er sagte zu ihnen, fürchtet euch eine große Freude. Mega Chares. Riesenfreude.

[43:01] Das was der Engel verkündigt, obwohl sie den Engel gar nicht gehört haben, nur gesehen haben als Stern, das erleben sie. Der Engel verkündigt den Hirten mit Worten, den Philosophen haben die Engel einfach den Weg gewiesen. Und die Philosophen erleben diese große Freude. Der Herodes hat keine große Freude. Der sitzt in seinem Könighaus und ist depressiv, weil er auf dem Thron sitzt. Die Schriftgelehrten sind beleidigt, dass die Heiden mehr wissen über die Bibel als sie. Aber die Babylonier haben eine große Freude.

[43:37] Wer auf die Zeichen der Zeit achtet, und sie mit der Prophetie vergleicht, und dann der Botschaft der drei Engel folgt, der hat eine große Freude. Denn er findet Jesus. Schaut mal mit mir in 2. Petrus, Vers 19. 2. Petrus 1, Vers 19.

[44:06] Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

[44:26] Sie kommen zu Jesus. Sie haben sich mit Prophetie beschäftigt, sie haben die Zeichen der Zeit beobachtet, und die Zeichen der Zeit führen sie direkt zu Jesus. Wer sich mit Prophetie beschäftigt, wird zu Jesus gebracht. Wer das nicht tut, kann zwar die richtigen Antworten aus der Bibel geben, findet aber Jesus nicht. Die Schriftgelehrten haben Jesus nicht gefunden, sie haben nicht gesucht. Immerhin, sie haben Gott sie gefunden, sie haben exakt das gesucht. Alle diese letzten Vorstände können man von bis jetzt wissen.

[45:02] Dann Vers 11, wenn die Philosophen aus Babylon und Juda gedacht haben, was haben die sich wohl vorgestellt? Die haben wahrscheinlich gedacht, als sie nach Jerusalem reingegangen sind, dass dort schon die Trompeten spielen, dass dort Festivitäten sind. Spätestens in Bethlehem hätte doch bestimmt irgendwo ein roter Teppich ausgerollt werden müssen. Ein kleiner Palast, ein König. Und alles, was sie sehen, ist ein kleines Baby in einem Stall.

[45:44] Und wenn die Philosophen Babylons jetzt wieder zurückgegangen wären, hätte ich sogar vollstes Verständnis. Weil mit dem bisschen, was sie wussten, hätten sie sagen können, das ist ja gar kein König. Aber ist es nicht interessant, dass es jetzt heißt, das ist so ein interessanter Vers, da fielen sie nieder und beteten es an. Nicht weil er aussah wie ein König, nicht weil dort stand, hier ist ein König, sondern einzig und allein, die Prophetie, die sie gelesen hatten, ihnen sagte, es muss der König sein.

[46:18] Sie handelten aus Glauben. Genauso wie der Simeon, der auch sagt, das ist der Erlöser, ohne dass man es sehen kann. So haben auch diese Philosophen einen Glauben, den die Israeliten gar nicht hatten. Ähnlich wie der Hauptmann, von dem Jesus sagt, er ist gefunden. Sie beten ihn an, im Glauben, dass es der König ist. Er regiert ja noch gar nicht. Jedenfalls nicht sichtbar für ein menschliches Auge.

[46:52] Man muss sich ja schon vorstellen, dass während er dort in der Krippe liegt, er gleichzeitig das Universum am Leben erhält. Das ist ja das Kuriose. Dass während sie ihn anbeten, er sie am Leben erhält. Er ist ja Gott in menschlicher Gestalt. Aber, sie beten ihn an.

[47:10] Und dann heißt es, und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ganz kurz, warum haben sie Geschenke gebracht? Kennt ihr jemanden, der gesagt hat, wenn ihr zum König geht, dann bringt unbedingt Geschenke mit. Das war der Jakob. Als der Jakob seine Söhne, könnt ihr nachlesen, in 1. Mose 43, seine Söhne nach Ägypten geschickt hat, um Getreide zu kaufen, da hat er nicht nur gesagt, geht los, sondern er sagt, nehmt etwas Honig mit, ein paar Geschenke, um dem Vizekönig, dem Josef, günstig zu stimmen.

[47:56] Es gibt übrigens sogar eine Geschichte, wo man sich geweigert hat, dem König Geschenke zu geben. Kennt ihr die? Ganz kurz, 1. Samuel 10. Wer wird gerade König in 1. Samuel 10? Saul. War Saul gut oder schlecht? Sehr gut. Aber am Anfang war er so demütig, er hat sich kaum getraut, sich zu zeigen als König. Und jetzt schaut man, was es heißt in Vers 27.

[48:56] Was? Er hat sich gekrönt, und dann sagen Leute, der soll unser König sein, wie soll der uns retten? Und sie brachten ihm keine Geschenke. Wie die Juden, die gesagt haben, wie sollte dieses Kind in der Krippe unser Retter sein? Die Engel sagen, das ist euer Retter. Und die Juden sagen, ein Kind in der Krippe, wie sollte der uns erretten können? Und sie brachten ihm keine Geschenke. Die Bibel sagt, die Juden waren Belialsmenschen, böse Menschen. Sie verachteten ihn.

[49:32] Aber die Heiden, die haben weder Kost noch Mühen gescheut, haben einen Jahresurlaub genommen, sind einmal den gesamten fruchtbaren Halbmond durchgereist, um Gaben und Geschenke einem König zu bringen, der nicht mal der eigene König war, sondern der König der Juden. Wenn die Babylonier zu Jesus beten, aber die Juden nicht, und

[49:58] Ja, können wir vielleicht das nächste Mal machen. Also die Idee ist einfach nur, dass sie sind von Babylon nach Jerusalem gegangen. Letzter Vers für heute, Isaiah 60, Vers 6.

[50:24] Interessante Prophezeiung. Isaiah 60, Vers 6. Jahrhunderte vorhergesagt. Ich glaube, es waren mehr als drei Kamele. Es war bestimmt eine relativ große Delegation von Philosophen, die sich aufgemacht haben und Jesus gefunden haben. Wisst ihr, was das bedeutet? Dass jeder Einzelne von uns, wenn er die Zeichen der Zeit sieht, sich aufmacht und weder Kost noch Mühen scheut, in der Bibel Jesus finden kann.

[51:06] Und lasst uns so sein wie die Weisen aus dem Osten. Nicht wie die Schriftgelehrten, die zwar richtige Antworten geben konnten, aber nie gegangen sind. Lasst uns Jesus finden und ihn anbeten, oder? Was wäre besser als ihn anzubeten? Lasst uns dazu niederknien, wenn möglich.

[51:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und dass wir sehen konnten, dass Prophetie uns immer zu dir bringt. Wir danken dir für diese Geschichte, die so viele wertvolle Lektionen für uns bereithält. Wir möchten dich bitten, dass wir auch so dem Glauben handeln, wie diese Philosophen aus Babylon, aus dem Osten, die aufgrund der wenigen Prophezeiungen, die sie kannten, aufgrund der Zeichen der Zeit, die sie beobachteten, einfach dir gefolgt sind, ohne genau zu wissen, wohin sie gehen werden. Und die am Ende Jesus gefunden haben und im Glauben haben, dass er der König, der Retter sein wird. Wir danken dir für diese Geschichte und bitten dich, dass du uns diesen Glauben schenkst. Im Namen Jesu. Amen.


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