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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die biblische Anweisung, wie man mit Konflikten in der Gemeinde umgehen soll, basierend auf Matthäus 18, Vers 15. Der Sprecher betont, dass diese Verse oft falsch interpretiert werden und erklärt, dass sie eng mit dem Gleichnis vom verlorenen Schaf verbunden sind. Es wird beleuchtet, dass Gott jeden Menschen retten möchte und wie wichtig es ist, proaktiv auf den Nächsten zuzugehen, anstatt abzuwarten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass wir heute Abend da sind und schön, dass wir jetzt live dabei sind oder das Video später anschaut. Heute wollen wir uns einen Text anschauen, der oft angewendet wird, der oft zitiert wird. Ich möchte behaupten, nicht immer so, wie Jesus ihn eigentlich gemeint hat. Und dieser Vers, oder diese Abschnitte, sind berühmt, ich möchte ich sagen, berüchtigt, weil sie oft in Situationen angewendet werden, die eben nicht so schön sind.

[1:08] Sagt dieser Abschnitt, meistens verbunden mit unangenehmen Gemeinde-Situationen. Die berühmten Verse aus Matthäus 18. Ich hab dich mal gehört, wenn es Streit in der Gemeinde gibt, wenn jemand sich mit jemandem verkracht hat, dann wird gesagt: "Wir müssen nach Matthäus 18 vorgehen" oder "Da ist nicht nach Matthäus 18 vorgegangen worden." Und wir wollen uns heute anschauen, was diese Verse eigentlich bedeuten, was Jesus uns sagen möchte, und was wir alle, ganz egal, ob wir gerade in Streitigkeiten leben oder nicht, was wir daraus lernen können und was Jesus uns heute sagen möchte.

[1:45] Bevor wir beginnen, möchten wir noch einmal kurz niederknien für den Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir aus jedem Wort nehmen dürfen. In deinem Wort gibt es kein einziges, das unnütz oder überflüssig wäre, sondern in jedem Wort, in jeder Phrase, in jedem Satz steckt so viel Weisheit und Licht und Kraft. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt dein Wort studieren, dass wir nicht einfach nur Konsumenten sind und uns darüber freuen, dass dein Wort interessant ist, so dass wir uns die Frage stellen, ob das, was wir lesen, in unserem Leben sichtbar ist, oder ob wir uns von irgendwo auf die Vergebung brauchen, ob wir Veränderung brauchen, ob wir umkehren müssen in bestimmten Punkten unseres Denkens.

[2:33] Herr, wir möchten dich bitten, dass dein Wort wie ein zweischneidiges Schwert hineindringt in unser Denken und unsere Gefühle und uns den rechten Weg zeigt. Das bieten wir von ganzem Herzen. Amen.

[2:59] Ich schlage mit mir auf Matthäus Kapitel 18 und wir lesen Vers 15. Matthäus 18 und dort Vers 15. Wer mag den mal lesen? Matthäus 18, Vers 15.

[3:34] Genau, danke schön. "Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen."

[3:38] Erste Frage: Wenn der Vers beginnt mit "Wenn aber...", was sagt euch das? Der Satz beginnt mit "Wenn aber...". Was sagt euch das?

[4:00] Der Satz beginnt mit "Wenn aber...". Da steht "Wenn aber...". Dann gut an dem, was, was denkt ihr sofort, was sollte man denken?

[4:18] Ja, genau. Also, das ist so, ja, wenn das ist also nur falls das der Fall ist. Ja, also, wir den Satz beginnt in der Bibel: "Wenn aber..." das und das, was sollten auf jeden Fall tun? Ja, vielleicht genau anschauen, was davor steht. "Wenn aber" bedeutet, da war schon was davor, oder da ist was passiert. Wenn aber, das ist ja kein Buch der Bibel fängt an mit den Worten "Wenn aber", ja, sondern das ist immer nach etwas anderes und da was.

[5:03] Und das ist wichtig. Es ist ganz, ganz wichtig, weil das wird nie gemacht. Weil, was steht vor Matthäus 18, Vers 15? Das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Und in unseren Köpfen ist das Gleichnis vom verlorenen Schaf immer irgendwie die Menschen draußen in der Welt, die so verloren sind. Und Matthäus 18 ab 15 ist, wie wir in der Gemeinde mit Streitigkeiten umgehen. Oder aber in der Bibel selbst, in der Rede von Jesus an seine Jünger, hier ist das Gleichnis vom verlorenen Schaf.

[5:46] Das verlorene Schaf. Und dieser Konfliktordnung sagt, ich mache ja, wie geht man mit Konflikten um? Das hängt direkt aneinander. Das hat direkt miteinander zu tun. Mit anderen Worten, die berühmte Passage Matthäus 18 hängt direkt an dem berühmten Gleichnis vom verlorenen Schaf. Und was ist das haben wir letztes Mal angeschaut? Das können wir kurz mal wiederholen. Was ist die Hauptbotschaft vom verlorenen Schaf?

[6:25] Was ist die Hauptbotschaft vom Gleichnis vom verlorenen Schaf? Gott liebt uns so, dass er sich um diesen einen verlorenen Planeten so sehr kümmert, obwohl er 99 hatte, die ihn verlassen haben. Und zwar so sehr, dass er die 99 verlassen und im Himmel und uns gesucht hat. Er ist auf die Erde gekommen, alles riskiert, damit er den ein oder anderen von uns retten kann.

[7:12] Und es ist ganz wichtig, das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt uns, Gott will, wie viele Menschen retten. Alles. Das ist die Grundlage für Matthäus 18. Weil Gott alle Menschen retten will, deswegen stehen jetzt die Dinge, die jetzt kommen, und alles, was wir hier studieren, jetzt in den nächsten Versen. Studieren wir quasi in diesem Hintergrund: Gott will eigentlich alle retten. Kann er alle retten? Wird er alle retten?

[7:43] Nein. Gesehen, es ist nicht selbstverständlich, dass man das verlorene Schaf findet. Es gibt Situationen, wo man ein verlorenes Schaf vielleicht nicht findet. Ja, und da haben wir gesehen, er ist es nicht selbstverständlich, aber Gott will alle retten.

[8:01] Jetzt hat das erste, was wir lernen können, in Matthäus 18, Vers 15. Was ist die erste Lektion, die wir hier aus diesem Vers lernen können, über das, was wir tun sollen, wenn jemand etwas Böses getan hat? Hat jemand von euch schon mal das erlebt, dass ein Bruder, eine Schwester neben gesundheit hat, oder hat es noch nie erlebt? Ich denke, ich habe alles schon erlebt. Oder wir alle haben erlebt, wie andere auch in der Gemeinde sich schlecht verhalten, ein schlechtes Wort gesagt haben, uns falsch behandelt haben, uns was, was sagt uns Jesus praktisch, was wir tun?

[8:52] Das ist sehr gute Punkte. Dann habe ich da gar nicht drüber nachgedacht. Also, wir sollen erst alles daran setzen, dass es gar nicht so weit kommt, dass der andere sündigt. Ja, weil es ist sehr heiß. Wir sollen den die kleine ich zur Sünde verführen. Ganz genau.

[9:10] Also, das ist ein wichtiger Punkt mit ihm. Aber noch bevor es kommt, mit ihm, was ist, was sie tun sollen? Wir sollen gebeten, natürlich gewinnen. Aber ganz wichtig ist, er sagt, wir sollen gehen. Wir sollen nicht warten. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wie viele warten darauf, dass der Sünder zu ihnen kommt? Weil wir denken, der hat mich nicht beleidigt, der hat mich ignoriert, der hat mich schlecht behandelt. Ich habe kein Problem mit ihm. Werden schlecht behandelt, ich warte jetzt bis er kommt. Erstmal so gedacht.

[9:42] Wir denken, ja, wenn wir gesund sind, haben wir, dann müssen wir uns entschuldigen. Ja, wenn wir einen Fehler gemacht haben, dann gehen wir hoffentlich auch zum anderen. Aber wenn jemand an uns zunächst sagt, die Bibel nicht warte und selbst freundlich, wenn er kommt. Die Bibel sagt: "Geh hin."

[9:57] Wir haben eine Aufgabe, auch an der Lösung von Konflikten zu arbeiten, selbst wenn wir nicht schuld sind. Und es gibt Situationen, in denen er nicht schuld ist. Also, oft ist auch so, dass man nicht nicht 100% schuld ist. Das ist auch so ein bisschen komplizierter. Ja, betrifft weiter ein bisschen schuld, aber auch wenn wir völlig schuldlos sind, sagt Jesus: "Geh zu deinem Bruder, der an dir gesündigt hat."

[10:35] Ja, ganz klar in der Bergpredigt, ja, wo wir es genau den gleichen Gedanken. Dankeschön. Ist man noch immer nicht angekommen, wo Jesus sagt: "Wenn du ein Opfer bringen wolltest und dir fällt ein Mensch, mein Bruder, etwas gegen mich..." Lasst euch also auf Deutsch übersetzt: Wenn du im Gottesdienst sitzt und willst jetzt sofort Schule leiten oder willst du ein Missionsleiter machen oder was auch immer, und dir fällt ein, mein Bruder ist etwas gegen mich, und ich habe noch nichts unternommen, dass dieser andere Sache und kläre das.

[11:04] Erst mal dein Bruder mit einer Schwester. Und dann kannst du deinen Dienst tun. Ja.

[11:31] Ja, genau. Aber der Punkt ist sehr deutlich. Jesus sagt, er es ist sagt, wir sollen so viel an uns liegt. Sagte Paulus auch: "Mit allen Menschen Frieden leben." Wir sollen nicht warten, sondern wir sollen gehen. Warum? Warum sollen wir gehen? Weil der Hirte geht. Der Hirte steht nicht an seiner Herde und sagt: "Okay, ich warte, bis das verlorene Schaf und gekommen so, wenn es kommt, werde ich es nicht ausschöpfen. Ich will ganz freundlich warten, denn es kommt. Freue ich mich?" Nein. Der Hirte weiß, wenn ich nicht hier, wird es wahrscheinlich nie kommen.

[12:06] Die Wahrscheinlichkeit, dass das Schaf gerettet wird, ist viel größer, wenn der Hirte geht, als wenn er nur wartet. Wenn ich merke, jemand hat an ihr gesündigt, muss mir also wird denken: "Oh, ich bin verletzt." Oder eben: "Nie hat mir wehgetan." Die kann der neuer unsere Ich ist angegriffen. Ja, aber wir könnten anders. Denn wir können sagen: "Meine Güte, der hat gesündigt. Erst auf dem Weg ins Verderben. Er trennt sich von Gott durch die Sünde."

[12:27] Ich muss ihn retten. Muss nicht wieder zu Jesus bringen. Mit dem die Tat war, dass wir so oft, und es gebe dir alles geht. Mir so, es geht uns allen so, mehr oder weniger, dass wir uns oft durch Angriffe angegriffen fühlen. Zeigte, dass wir oft diesen Blick nicht haben, dass der, der Hirte sagt: "Meine Güte, jetzt muss ich diesen extra Weg auf mich nehmen, weil das Schaf so dumm war und den falschen Weg abgebogen ist." Der Hirte will, dass das Schaf zurückkam.

[12:56] Und wenn wir Jesus im Herzen haben, werden wir immer mehr so einen Hirtenherz entwickeln. Sagen: "Okay, selbst wenn jemand an mir gesündigt hat, nicht jemand anders an mir, würde ich trotzdem versuchen, ihn zurückzugewinnen."

[13:09] Und jetzt habt ihr, jetzt schauen wir erst mal an, was die Bibel allgemein sagt darüber, wenn jemand einem anderen gesündigt hat. Schon mal in 3. Mose 5. Ein 3. Mose 5 haben wir die alte, männliche, das alte Prinzip. Was soll geschehen? Also, zuerst mal die juristische, sozusagen die juristische Grundlage, die prinzipielle Grundlage, wie soll mit Sünde umgegangen werden?

[13:30] In 3. Mose 5 bis 21. Da geht es jetzt um, wenn jemand sich an einem anderen versündigt hat. Genauso wie in unserem Text, auch in 3. Mose 5 und dort Vers 21: "Wenn sich jemand versündigt und Untreue begeht gegen den Herrn, indem er seinem Nächsten etwas anvertrautes oder etwas hinterlegt ist, oder etwas geraubtes ab..."

[13:55] "...leugnet, oder wenn er seinen Nächsten übervorteilt, oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es ab..."

[14:01] "...leugnet, oder einen falschen Eid wegen irgendetwas von alledem, womit sich ein Mensch versündigen kann, wenn man uns nicht und Schuld auf sich bringt, so soll er den Raub, den er verübt hat, oder das erpresste Gut, dass er erpresst hat, oder das anvertraute Gut, dass er ihm anvertraut wurde, oder das Verlorene, dass er gefunden hat, zurückerstatten."

[14:24] "Auch alles, worüber er einen falschen Eid geschworen hat, soll er nach seinem vollen Wert zurückerstatten und auch ein Fünftel zulegen. Und zwar soll er erst dem geben, wem es gehört, an dem Tag, da er sein Schuldopfer darbringt. Sein Schuldopfer soll er dem Herrn bringen zum Priester, einen makellosen Widder von der Herde nach seiner Schätzung als Schuldopfer. Und der Priester soll für ihn Sühne erwirken vor dem Herrn, oder es wird ihm vergeben werden, was irgendwer getan hat, von alledem, womit man sich schuldig machen kann."

[14:52] Also, was ist Gottes Plan? Was hat Gott, wie soll damit umgegangen werden? Wie kann das Problem gelöst werden, wenn einer sich am anderen versündigt hat? Was muss geschehen, damit das Problem...

[15:12] Also, ein Punkt: Es muss wieder gut gemacht werden. Und diese Wiedergutmachung ist interessant. Wie viel muss er wieder gut geben? Gut machen? Alles zurück. Und ja, also ergibt sich noch alles zurück, sondern noch ein Fünftel dazu. Ja.

[15:29] Also, wenn ich mich an jemandem versündigt habe, sagt Gott, soll ich nicht einfach nur ganz exakt alles wieder zurückgeben? Ich soll noch ein bisschen mehr geben. Warum? Was drückt das aus?

[15:45] Wenn ich nicht nur, also mit anderen Worten, ich glaube dir 100 Euro und jetzt sage ich, es tut mir leid. Welchen Unterschied macht es, ob ich sage: "Okay, hier sind die 100 Euro zurück" oder sage ich: "Hier bist du 120 Euro"? Welchen Unterschied also, wenn euch 100 Euro gestohlen wird und jemand tut mir leid, dass die 100 Euro wieder zurück, oder anderen: "Ich geb dir das tut mir wirklich leid, 120 Euro." Welchen Unterschied wird das für euch machen?

[16:18] Das andere zeigt, dass dem wirklich das andere ist quasi nur denn das Muster tun. Ja, das ist so das Mindeste. Aber dann, aber wenn ich etwas mehr gebe, zeigt es mir, ich möchte wirklich, dass ich wieder gut ist. Ja, ich gehe quasi die extra Meile so ein bisschen, weil ich nicht nur quasi den nominellen Wert ersetzen will, sondern ich weiß, Landrat, der hat sich geärgert. Ich würde es wirklich gut machen. Ja, ich will dem entgegenkommen.

[16:43] Also, Sünde wird dadurch, oder wenn sich zwei Menschen versündigt haben, dann besteht Gottes Lösung nicht darin, dass sich der Schuldige einfach sagt: "Okay, es tut mir leid", sondern dass er wirklich dem anderen entgegen kommt, wirklich um zeigt: "Ich will Frieden haben." Das ist ein Punkt.

[16:55] Dass der zweite Punkt in diesem Text, das eine ist also eine echte Wiedergutmachung, die über quasi das technische hinausgeht. Eine echte Wiedergutmachung. Was ist der zweite Aspekt?

[17:10] Genau, das heißt auf Deutsch, er muss bei dem Menschen Wiedergutmachen. Und was muss er noch machen? Er muss auch von Gott Vergebung erhalten. Konnte sehen, dass die Wiedergutmachung nur einer von zwei Aspekten des es reicht nicht aus aus Gottes Sicht, einfach nur das wieder gut zu machen, sondern wir brauchen auch Vergebung von Gott. Genau so reicht es nicht aus zu sagen: "Gott, bitte vergib mir, und ich würde ich wieder gutmachen."

[17:35] Kennt jemand in der Bibel im Neuen Testament, der wirklich von Herzen Vergebung bekommen hat und auch Wiedergutmachung gemacht hat? Daher ist mein Testament, vielleicht sei es ein gutes war ich, werde dem Feld ein Mensch oder der, der realisiert, es war verkehrt und dann gibt er noch noch extra zurück. Ja, das ist, was Gott sich wünscht. Also, das eigentlich das Ziel, was wir gerade studiert haben.

[18:13] Wiedergutmachung und Vergebung von Gott. Und zwar dieses Opfer, das gebracht werden soll, ist natürlich ein Bild, wofür Jesus am Kreuz auch für diese Sünde gestorben ist. Das ist ganz wichtig, weil in Matthäus 18 geht es ja darum, was soll man tun mit wie vielen Menschen? Und wie und was sind die Schritte? Aber wir dürfen erst mal nicht aus den Augen verlieren, was ist der Hintergrund? Das verlorene Schaf. Menschen sollen gerettet werden.

[18:37] Und zweitens, müssen wir auch wissen, was wollen wir eigentlich erreichen, wenn wir Matthäus 18 praktizieren? Was will man eigentlich erreichen? Was wünscht sich Gott? Einfach nur, dass wir Punkte abarbeiten? Habe ich gemacht, habe ich gemacht, Paragraph so und so? Mein großes Ziel ist, dass wir echte Wiedergutmachung erleben und echte Vergebung von Gott. Das ist das Ziel.

[18:57] Jeder einzelne dieser Schritte muss dieses Ziel erreichen. Und wenn dieses Ziel beim ersten Schritt nicht reicht, ist noch eine zweite Schritt. Und wenn es da nicht erreicht, kommt der dritte. Und wenn es da nicht erreicht wird, sagt: "Okay, kann man nicht erreichen." Er aber, das ist immer das Ziel vor Augen.

[19:11] Das nicht einfach Geschwister sagen: "Okay, ich lasse dich in Frieden, du lässt mich in Frieden." Ja, wir setzen uns einfach 41 hinten, 61 vorne hin und wir reden halt nicht miteinander. Nicht, dass hier. Ja, das Ziel ist nicht, dass man sich nicht mehr anschreit. Das Ziel ist, dass man echte Vergebung erlebt. Das wünscht sich Gott. Und ich denke, hier gibt es viel Nachholbedarf in unseren Familien und in unseren Gemeinden, weil was oft als Frieden in der Gemeinde akzeptiert wird, ist nur ein Waffenstillstand oder eine "Ich rede nicht mit dir", und dann gehen wir dann aus dem Weg. Aber das ist nicht Gottes Ziel.

[19:47] Gott, dass die das echte Vergebung. Nun, also, was soll also, jetzt gehen wir zu Matthäus. Was soll also derjenige tun, in dem ersten Schritt, Matthäus 18, Vers 15? Was soll da tun?

[20:01] Er soll gehen. Und dann, was wir machen, weiter bis 18:15 haben wir gesehen: "Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht." Wie, wie stellt sich das vor? Was heißt das?

[20:33] Kennt ihr eine Stelle, auf die sich Jesus hier beziehen könnte, wo auch gesagt wird, dass wir den Nächsten zurechtweisen sollen? Bibel spricht ausdrücklich davon. Manchmal gibt er die Idee, jeder soll in der Gemeinde tun und lassen, was er will, und sagen, was er will, und niemand soll sich um einen anderen kümmern. Aber die Liebe ist sehr deutlich. Wir sollen unter bestimmten Umständen unseren Nächsten zurechtweisen.

[20:54] Und kenne ich meine Stelle, wo das auch vorkommt? Ein ganz bekannter Stelle, sogar eben im Alten Testament. Man nicht, schauen wir mit mir in 3. Mose 19. Oder werdet ihr einen bekannten Vergleich finden? In 3. Mose 19 ab Vers 17 ist ganz interessant, weil da einige Ideen hier verbunden werden, die in unseren Köpfen man einander getrennt sind.

[21:19] In 3. Mose 19, Vers 17: "Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern das soll zu tun, sondern sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen." Ob man das interessant. Oder wir würden meistens denken, wenn ich, wenn nicht jemand zurechtweist, dann hat er mich. Oder und wenn er mich lieb hat, sagt er nichts, lässt sich einfach machen. Aber Gott sagt es genau andersrum. Er sagt, wenn du jemanden nicht zurechtweist, obwohl er so nicht, dann machst du, was hast du ihn, wenn du nicht hast in deinem Herzen, dann wirst du ihn ernstlich zurechtweisen.

[21:59] Und er sagt es sogar so, dass wenn du das weißt, dass ein Fehler macht und du warst du nicht, bist du mit verantwortlicher, dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst. Jetzt kommt das 18.

[22:08] Du sollst nicht Rache üben, noch was noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das hat oder die Nächstenliebe und den anderen zurechtweisen stehen in der Bibel nebeneinander im selben Abschnitt. Und wie oft passiert das in den Gemeinden, dass Leute sagen: "Du hast mir nichts zu sagen." Ja, allein die Liebe zählt. Die mussten den Nächsten lieben. Da kann es nicht mich kritisieren, hast.

[22:45] Das stimmt, wir sollten nicht vorschnell kritisieren, weil vieles, was wir als zurechtweisen betrachten, kommt dem hier gar nicht nach. Denn wie sollen wir den anderen zurechtweisen nach diesem Text?

[22:58] Wie sollen wir uns recht weisen ernsthaft, aber wie? Also, wenn wir 17, 18 zusammennehmen, als ein ohne Hass und indem wir ihn lieben wie uns selbst. Es gibt nämlich durchaus viele Geschwister, die gerne antreten, zurechtweisen, aber gleichzeitig den, den sie zurechtweisen, nicht so sehr lieben wie sie selbst. Was passiert, wenn ich jemanden zurechtweise, weil er den Fehler gemacht hat, aber ich glaube, dass ich selbst besser bin? Was passiert? Ich werde ihn richten, ich werde scharf sein, ich werde harte Worte verwenden, ich werde ihn abweisen usw. Wenn ich jemanden liebe wie mich selbst.

[23:49] Wenn ich jemanden liebe wie mich selbst, was mache ich dann? Wie behandle ich jemanden, den ich liebe wie mich selbst? Ich behandle ihn so, wie ich auch gerne behandelt werden würde. Ich weise ihn so zurecht, wie auch ich gerne zurechtgewiesen werden würde. Wer von euch ist schon mal kritisiert worden, getadelt worden? Wie fühlt sich das an, wenn man kritisiert wird? Ich weiß selbst, wenn es zu Recht ist, ja, wenn es... gefühlt, dass ich immer noch und ihr habt alle schon gemerkt, es macht einen großen Unterschied, ob jemand ganz höflich und freundlich und bedacht und mit Fingerspitzengefühl uns kritisiert oder wie man nur kommt und sagt, ja, wir wissen ganz genau, das macht den Unterschied. Einen großen Unterschied sogar. Wir nehmen eigentlich nur, wenn überhaupt, die Kritik an, die wirklich freundlich und liebevoll vorgetragen wird. Also, es gibt niemanden, der angeschrieben wird und sagt: "Oh, hier, das muss ich wirklich jetzt machen", weil das erzeugt Gegendruck.

[24:59] Echte Zurechtweisung bedeutet nicht, besonders ernst zu gucken, sondern dass es einem besonders ernst ist, den Menschen zu retten, dass er nicht sagt: "Ich habe mit ihm geredet, er will nicht warten", sondern sich wirklich für ihn beten, wirklich dran bleiben und immer wieder versucht, im Tagesschau mal, das war nicht gut. Ja, ganz genau, das ist die goldene Regel. Das ist, deswegen sagt Jesus, da hängt das ganze Gesetz, die Propheten, das zusammen. Daran. Also, wir sollen ihn lieben wie uns selbst. Übrigens, das griechische Wort hierfür "zurechtweisen" meint eigentlich, dass man prüft, ausforscht, überführt, beweist. Also, wir sollten nicht sagen: "Du hast dir gesündigt", sondern wir sollen ihn quasi versuchen, ihm deutlich zu machen, versuchen zu verstehen, wie er das empfunden hat und ihm dann deutlich machen: "Du, du hast mich damit verletzt." Weil oft ist es so, dass wenn wir andere verletzen, merken wir es nicht oder es ist uns nicht bewusst, oder wir wollen es nicht wahrhaben. Weil wenn es uns bewusst wäre, als würden wir davon alleine schon sagen: "Entschuldigung."

[26:11] Oder das heißt, jemanden zurechtzuweisen bedeutet ja, jemandem erst einmal deutlich zu machen, dass sie auch gesündigt haben. Und zwar so deutlich zu machen, dass er selbst dankbar ist. "Es tut mir leid." So, heute ist nicht gewagt und das braucht Fingerspitzengefühl.

[26:45] Und das ist nicht der Punkt. Diese Prinzipien müssen wir pauschal anwenden. Wir müssen nur verstehen, es gibt Situationen, in denen die Liebe fordert, deutlich zu sein. Zum Beispiel, weil auch andere in Gefahr sind. Genau. Also, wenn, wenn mein Bruder, wenn ein Bruder in der Gemeinde auf einem falschen Weg ist und eine Irrlehre verkündet, ja, wenn die... glaubt, dann kann ich ihn ernstlich zurückgewinnen. Wenn er aber gleichzeitig andere noch verführt, ist es genauso ernst. Ich muss vielleicht deutlicher ihn von den anderen trennen, indem ich... versteht, aber der Punkt ist, das ist ganz wichtig. Diese Prinzipien gelten zu allen Zeiten. Auch Jesus hat seine größten Feinde immer so behandelt. Und deswegen sagt dann Paulus für seine größten Feinde: "Ich wünschte mir, was ich wünschte, dass sich verschluckt wäre für sie." Mose, der manchmal sehr deutlich gesagt hat, sehr klar und unmissverständlich hat auf dem Berg gesagt: "Ich möchte gern für sie sterben." Deswegen sagt Ellen White, aber auch der... konnte und deswegen Priester werden, weil er so eine Liebe für das Volk hatte und auch bereit gewesen wäre, für diesen Menschen zu sterben, wenn es etwas geholfen hätte.

[28:14] Und das ist der Unterschied. Dieses Prinzip weltweit sagt, wir sind dann bereit, einen anderen zu kritisieren, wenn wir bereit sind, für ihn zu sterben. Und das nehmen wir dann und sagen: "Na ja, dann sollte ich also nicht kritisieren, weil ich bin nicht bereit, für ihn zu sterben." Aber es ist genau andersrum gemeint. Es bedeutet, wir sollten anfangen, bereit zu sein, für andere Menschen zu sterben, sie so sehr lieb haben, dass wir lieber uns selbst aufgeben, als dass sie verloren gehen. Und dann werden wir auch die richtigen Worte finden. Denn das ist die Liebe, die Jesus für uns hat.

[28:53] Nun, das, was wir gesehen haben, ist, mit wem soll man diese Streitsache jetzt ausmachen? Mit wem soll man sie besprechen? Mit ihm alleine, ja, direkt mit dem... Nächsten, nicht erst allen Leuten erzählen, sondern nur mit der Person und ihr Leben. Ich denke, wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir uns alle schon daran versündigt, dass wir Sünden gesehen haben, Dinge gesehen haben, die nicht richtig gelaufen sind, und dass wir zuerst mit einer dritten Person drüber gesprochen haben und gesagt: "Schau mal, was Bruder X macht, sie ist die Schwester Y. Das geht so nicht. Das ist eine Sünde." Und wir haben noch nicht einmal mit ihr gesprochen. Das ist, glaube ich, ein Problem, das wir alle schon in unserem Leben gehabt haben und vielleicht auch wirklich damit zu kämpfen haben, wo wir hier unbedingt lernen müssen.

[29:50] Übrigens, sagt nicht die Bibel, dass sie uns zurechtweist? Kennt ihr den Bibelvers, wo die Bibel sagt, dass oder wo Paulus sagt, dass die Bibel selbst uns zurechtweist? Zweite Timotheus 3, Vers 16: "Denn alle Schrift ist von Gott eingegeben und ist nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit." Ich glaube, also, ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe schon erlebt, dass die Bibel mich zurechtgewiesen hat. Oder auch, aber ich war, dass, wenn die Bibel zurückgewiesen hat, hab das Gefühl gehabt, ihr seid für immer verloren. Oder hat die Bibel neben dem Tadel auch immer große Verheißungen und einen ausgestreckten Arm und die Liebe Gottes?

[30:34] So wie die Bibel uns zurechtweist, so sollen wir auch zurechtweisen. Und zwar so, wie in der Bibel. Du sagst, Paulus und Elia und Johannes der Täufer, neben den ganzen Verheißungen stehen und ein ausgewogenes Gesamtbild geben. So sollen auch wir, wenn nötig, deutlich, aber niemals ohne Liebe, niemals ohne Zartgefühl, niemals ohne Mitleid, niemals ohne Aufopferungsbereitschaft kritisieren.

[31:34] Der Unterschied ist: Jemand, der unbewusst sündigt, ist leichter zu gewinnen. Jemand, der unbewusst sündigt, ist leichter zu gewinnen, weil er sagt dann: "Und das habe ich gar nicht gewusst!" und ist sofort gewonnen. Jemand, der bewusst gesündigt hat, der ist schwerer zu gewinnen. Aber wir alle haben schon bewusst gesündigt, und Jesus hat uns gewonnen. Wenn also Jesus uns gewonnen hat, obwohl wir schon bewusst gesündigt haben, kann auch können auch wir mit Menschen, die bewusst an uns gesündigt haben, so umgehen, wie Jesus mit unserem gegangen ist. Wir müssen nur wissen, dass jemand, der bewusst sündigt und bewusst böse gegen uns ist, irgendwann vielleicht auch hier... kommen wir dazu. Es gibt ja dann dann Schritte. Was ist, wenn die man nicht hören will? Was das selbst von der Sonne gegen Heiligen Geist? Ja, aber das ist ein ganz wichtiger Punkt. Gottes Liebe gilt nicht nur denen, die unbewusst... Gottes Liebe gilt allen weiter.

[32:26] Ein Zitat, wo sie sagt: "Seine Liebe gilt am allermeisten denen, die besonders widerspenstig sind." Ganz krasse Zitate, wo sie sagt, das bezieht sich darauf, dass Eltern auch oft ihre Kinder lieben, die am meisten so gegen den Strom stand, also so aus ticken. Da haben Mitleid oft die größte Liebe zu den, weil sie die zurückgewinnen wollen. Ja, und so geht es Gott ganz genauso. Also, wir sollen das Böse mit Gutem gewinnen, sagte die Bibel. Oder ich habe mir Sprüche 11, Vers 30.

[33:04] Sprüche 11, Vers 30: "Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Seelen." Das Sprüche 11, Vers 30. Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise gewinnt Seelen. Jemand, der ein verlorenes Schaf zurückgewinnt, ist weise. Die Weisheit in unserem Leben besteht nicht darin, dass wir viel wissen. Die Weisheit besteht darin, sich zu werden, so viel an uns liegt. Wir können ja den Menschen nicht zwingen, aber so viel an uns liegt, die Brücke so deutlich zu machen, dass ein Mensch wieder zurückkehren kann. All unser Bibelwissen ist dafür gedacht, um Menschen zurückzubringen. Leider benutzen wir das Bibelwissen auch, um zu sagen: "Ich weiß mehr als du. Ja, ich bin klüger, ich bin weiter, ich habe mehr studiert, ich bin da irgendwie weiter als du." Nein. Alles, jeden Bibelvers, den wir verstanden haben, ist einfach nur ein Werkzeug im Werkzeugkasten, dass Gott uns schenkt, um uns ermöglichen, möglichst vielen Menschen einen Weg zurück zu bauen. Wir müssen sie selbst gehen. Ja, wir können sie nicht zwingen. Wir können Brücken bauen, indem wir ihnen zeigen, wie Gott wirklich ist und wie Gott ihr Problem lösen kann. All unser Wissen, all unsere Erfahrungen mit Gott gemacht haben, all unsere Dinge, die wir verstanden haben, all das dient dazu, um Seelen zu gewinnen. Das ist die Weisheit.

[34:37] Deswegen ist Jesus auch die Weisheit, weil er ist der Seelen-Gewinner. Und zwar ein großes Wir. Schauen wir Jakobus Kapitel 5. Jakobus Kapitel 5 und dort Vers 19 und 20. Jakobus 5, dort Vers 19 und 20.

[35:02] Jakobus 5, Vers 19 und 20: "Wenn jemand unter euch von der Wahrheit irrt, und ein anderer ihn zur Umkehr bringt, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod retten und eine Menge Sünden zudecken." Ja, indem man dem Vers ist es ja... eine Seele ist die genau. Wir wissen, er natürlich klar. Aber wir wissen auch, dass wir eine Verantwortung haben. Gerade gelesen, ja, wir tragen Schuld auch, wenn wir das sehen und einfach laufen lassen. Genau. Aber hier ist der wichtige Punkt. Wir tun es uns ganz wichtig. Wir tun es primär nicht, damit wir verloren nicht verloren gehen. Weil, wenn ich nur anderen helfe, damit ich nicht verloren gehe, merken, dass die anderen, aber wenn ich ihnen helfe, weil ich möchte, dass sie gerettet werden. Jesus ist ja auch nicht auf die Erde gekommen, um... verloren geht. Jesus hat das Risiko aufgenommen, hat sogar verloren zu gehen, Hauptsache, wir sind gerettet. Und das ist seine Liebe, und die ist unser Vorbild.

[36:32] Jetzt schauen wir. Jetzt kann es aber passieren, dass das nicht funktioniert. Ganz kurz.

[36:42] [Musik] Ich kann den Menschen nicht vergeben, was nicht vergeben will. Aber ich kann von mir aus...

[37:05] Das ist ein wichtiger Punkt. Ich kann von mir aus trotzdem Frieden finden und dem Menschen von mir aus vergeben. In dem Sinne, dass ich ihm sozusagen der Börse...

[37:13] ...würde. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir sollen ja nicht rollen. Wir haben gelesen schon, wenn Matthäus 18, Vers 16: "Ganz kurz hörte, aber nicht so nimmt noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruht." Woher kommt dieses Prinzip von zwei, drei Zeugen? Vom Alten Testament. Genau. Schauen wir 5. Mose 19, Vers 15.

[37:46] Fünfter Mose 19 und dort Vers 15: "Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemand auftreten, wenn irgendeine Schuld oder wegen irgendeiner Sünde, mit der man sich versündigen kann, sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache beruhen." Es gibt mehrere Texte im Alten Testament, dann wird das explizit auf Mord angewendet. Also, wenn ein Mordfall ist und jemand sagt: "Ich weiß genau, wer der Mörder ist", darf niemand des Mordes verurteilt werden wegen einem Zeugen, sondern wegen nur wegen zwei, drei. Das heißt, dass ich hier sehe, im zweiten Schritt hat das schon eine juristische Komponente. Es geht jetzt auch darum, sozusagen, wie sicher ist die Sache. Das erste ist noch viel privater, persönlicher. Das ist, wie man im Menschen am leichtesten gewinnt. Jetzt kommt quasi ein bisschen äußerer. Kommen noch zwei Personen dazu. Oder ein...

[38:32] ...warum er etwas sagt. Ja, ja, genau. Sagt, dass es manchmal auch hilfreich ist, weil jetzt Personen dabei sind, die unabhängig sind, die unparteiisch sind. Und in seinem Gespräch nur von eins zu eins kann es schwierig sein. Aber wenn jetzt eine zweite, dritte Person dazu kommt, die jetzt nicht parteiisch ist, dann gibt es da eine größere Chance, dass der, der gesündigt hat, sagt: "Oh doch, ja, du hast recht. Ja, ich habe mich..." Also, wichtig, die Zeugen kommen nicht primär, damit man sagt: "Okay, jetzt haben wir eine Hand gegen dich", sondern die kommen primär, um sozusagen die Chance einmal zu vergrößern, dass der, der eigentlich jetzt schon abgelehnt hat, sich zu entschuldigen, sich vielleicht doch noch entschuldigt.

[39:21] Und jetzt mal ganz kurz lesen: Erste Timotheus 5, Vers 19. Das sehen wir, dass auch in der Gemeinde, in der Christenheit angewendet worden ist. Hier speziell jetzt auf Älteste bezogen, aber das gilt natürlich auch in anderen Fällen. Erste Timotheus 5, Vers 19: "Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer aufgrund von zwei und drei Zeugen." Ja, genau.

[39:45] Und jetzt kann es passieren, dass auch dieses Gespräch nicht fruchtet. Und dann heißt es in Vers 17 von Matthäus 18: "Hört er aber nicht auf die Gemeinde, so sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner." Hier ist ein wichtiger Punkt. Wer hat die Autorität, einen Bruder, eine Schwester von der Gemeinde auszuschließen? Wer hat die Autorität? Die ganze Gemeinde. Das zeigt, wie wichtig die einzelne Gemeinde ist. Nicht ein Ältester, nicht ein Prediger, nicht ein Vorsteher, eine Vereinigung, sondern die Gemeinde als Ganzes. Weil nur, wenn die ganze Gemeinde als solches überzeugt ist, dass hier ein Fehler vorliegt, oder großer Mehrheit, dann ist das einigermaßen sicher. Eine Einzelperson kann sich immer irren. Ja, sie kann vielleicht auch besonders informiert gewesen sein. Deswegen, egal wie hoch die Position einer Person ist, sie darf niemals solche Dinge alleine entscheiden. Das ist immer eine Sache der Gemeinde.

[40:59] Und wie soll dann die Person behandelt werden, wenn sie sich weigert, Sünde einzugestehen? Weil das ist ja letztendlich allen weit sagt, das ist eigentlich dann sowas wie die, also ein Wegschieben des Heiligen. Das ist damit das nächste Mal zu kommen. Denn Gott hat gesagt, hat versprochen, dass wo zwei oder drei versammeln, dass der Mitte unter ihnen ist.

[41:23] Ja, jetzt erstmal genau anschauen. Also, wie sollen wir jetzt den...


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