In dieser Predigt wird das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht aus Matthäus 18 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die tiefere Bedeutung der Vergebung, die Jesus lehrt, und wie sie sich von der menschlichen Vorstellung von Vergebung unterscheidet. Es wird betont, wie wichtig es ist, das Ausmaß der eigenen Schuld vor Gott zu erkennen, um anderen vergeben zu können.
Der Ersehnte: 190. „100 Denare“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend da seid und dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Heute mit unserem 190. Wir haben heute die Gelegenheit, das Gleichnis zu Ende zu lesen, das wir mal angefangen haben und ein bisschen noch genau zu studieren. Wir sind nach einigen Wochen des Studiums von Matthäus 18 jetzt am Ende dieses Kapitels angelangt und wollen interessante Dinge, die heute gemeinsam studieren.
[1:06] Wir möchten mit einem Gebet starten und wir können sitzen bleiben oder niederknien, wie es euch möglich ist, und dann wollen wir loslegen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir jetzt aus deinem Wort lesen können, dass wir es verstehen dürfen. Heiliger Geist, möchte ich bitten, dass du uns Kraft schenkst zu sehen, wie es unser eigenes Leben zu übertragen ist, dass wir deine Stimme zu unserem Herzen hören. Möchte ich bitten, dass du unser Lehrer bist, du deinen Füßen sitzen dürfen. Im Namen Jesu. Amen.
[1:47] Schlagen wir auf Matthäus Kapitel 18 und wiederholen ganz kurz: Wir sind ganz am Ende des Kapitels beim berühmten Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht. Könnt ihr euch noch daran erinnern, warum Jesus dieses Gleichnis erzählt hat? Petrus hat eine Frage gestellt, nachdem Jesus erklärt hatte, was man tun soll, wenn ein anderer an einem sündigt. Erinnert euch ja, wenn jemand gesündigt hat, so geh hin. Er hat erklärt, wie man mit Menschen, die einem etwas angetan haben, umgehen soll, wie man versuchen sollte, Versöhnung zu erwirken: erst alleine, dann mit Zeugen, und schließlich mit der ganzen Gemeinde.
[2:30] Stellt Petrus die Frage: Wie oft soll ich vergeben? Dreimal? Ja, und Petrus denkt jetzt, weil er Jesus schon kennt und so viel Erfahrung mit Jesus gemacht hat, dass er jetzt möglicherweise schon sehr weit ausholt, als er sagt: Bis siebenmal? Und Jesus sagt etwas mehr, nämlich: 70 mal 7 mal. Und wir haben gesehen, dass soll ausdrücken: So oft wie Gott vergibt. Und Gott vergibt immer. Wir haben gesehen, Gott vergibt immer und er vergibt sogar gerne. Es macht ihm Freude zu vergeben.
[3:21] Und wir haben gesehen, aber auch bei Gott gibt es ein Ende, sozusagen, mit der Vergebung, nämlich dann, wenn wir keine Vergebung haben wollen, wenn wir das Wirken des Heiligen Geistes ablehnen. Dann kann man sich nicht mehr vergeben. Das ist das, was auch mit dem Ende der Gnadenzeit gemeint ist: die Sünde gegen den Heiligen Geist. Und so gibt es auch für die Vergebung ein Ende. Ich war Gottes Vergebung selbst ein Ende hat, sondern weil irgendwann der Mensch nicht mehr empfänglich ist für die Vergebung.
[3:44] Und wir haben dabei gesehen, dass es einen ganz entscheidenden Zusammenhang gibt, nämlich die Vergebung, die Gott dem Menschen angedeihen lässt. Der also Gott vergibt mir, und ich vergebe dem Nächsten. Ja, und da hat Petrus, was ich ganz klar, er hat nur die Vergebung gesehen: Wie oft soll ich beim Nächsten vergeben? Und Jesus wollte ihm jetzt deutlich machen, auch durch das Gleichnis, dass diese Vergebung hier direkt gekoppelt ist an den Gedanken, dass Gott siebenmal vergibt. Das wäre eine Katastrophe, oder wenn ich nur siebenmal Vergebung von Gott bekommen, dann bin ich verloren.
[4:24] Und in diesem Zusammenhang hatte Jesus schon mal deutlich gemacht in der Bergpredigt: "Ja, vergib unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Und das Gleichnis jetzt, das er erzählt, soll das illustrieren, nämlich, dass es nicht darauf ankommt, wie oft man vergibt, sondern diesem Zusammenhang.
[4:40] Und wir haben gesehen, als Gleichnis wählte er einen König. Der König hat einen Knecht, und dem hat er Geld wohl geliehen. Und der Knecht soll abrechnen, und das kann er nicht, denn es fehlen ihm. Wie viel? Wie groß ist die Schuld? 10.000 Talente. Kennengelernt, das ist der höchste Betrag, den man sich an den Titel vorstellen kann. Kein Mensch, selbst der Krösus, war nicht so reich, dass er das hätte bezahlen können. 10.000 Talente sind irrsinnig viel Geld.
[5:05] Denn was heute umgerechnet würde, haben wir gesagt, sind, und was ich mir doch wie viel wir es umgerechnet haben, so 4,8 Milliarden Euro. Aber es ist doch, es ist noch leicht gerechnet. Also haben wir gerechnet, haben wir gerechnet.
[5:27] Hat mir gesagt, wie aufgrund dieses Gleichnis von Jesus, dass man für einen Tageslohn eine Name kommt. Ich habe jetzt zwischenzeitlich nachrecherchiert. Es ist sogar so, dass in der Zeit kurz bevor Jesus gelebt hat, in der Zeit von Kaiser Augustus, also bevor Jesus hier gewirkt hat, im Jahre 13 vor Christus, also ist jetzt nicht so lange vor dieser Geschichte, da sagt man, dass ein Denar sogar 15 bis 25 Euro Kaufkraft hatte. Also man könnte auch sagen, in dem Gleichnis vom Weinberg haben die Leute richtig gut verdient, man guten Tageslohn bekommen.
[6:07] Aber die Idee, sozusagen, also 4,8 Milliarden, was wir ausgerechnet haben, ist schon eher, soll ich mal ein niedriger Betrag. Man könnte auch vielleicht sagen, so fast zehn Milliarden. Ist also nutzt die Idee.
[6:17] Bekommt und jetzt lesen wir weiter. Was hat der Mann? Der Mann hat natürlich das nicht bezahlen können. Was hat er gemacht, als er merkt, er kann nicht bezahlen? Er soll verkauft werden, seine Familie, dort verkauft werden, Schuldknechtschaft.
[6:30] Was hat er mal gemacht? Er hat den König gebettelt, ja, und zwar nicht um Gnade, sondern Geduld. Er hat gedacht, da kann es auch bezahlen, er kann es irgendwie, wenn er nun genügend Zeit hat, schafft er das zu bezahlen. Und der König hat sofort gemerkt, das geht nicht. Die Schuld ist viel zu groß.
[6:49] Und als das sagt der Text, was hat der König gehabt? Das hatte er hofft, etwas Eigenes gemacht. Das könnt ihr lesen, erst 27. Was hat der König gehabt, als er ihn sieht, diesen bettelnden Knecht, er so tief in den roten Zahlen steckt, dass er niemals da rauskommt aus eigener Kraft.
[7:07] Das hat der König hat Erbarmen. Er hat Erbarmen mit ihm und weiter mit ihm. Erbarmen hat er, lässt ihn die Schuld erlassen. Ist ein Bild für die Erlösung, oder? Denn wir sind so stark bei Gott verschuldet. All das, was uns geschenkt hat, was er nie wieder zurückgeben können. All die Gelegenheiten, die Fähigkeiten, alles, was wir vergeudet haben, die ganze Zeit, dass wir vergeudet haben, die Worte, die wir falsch machen. Das können wir nicht mehr gut machen.
[7:26] Und wir denken vielleicht auch, wenn wir nur lange genug uns anstrengen, können wir irgendwie gut werden. Aber Gott weiß, das wird nie funktionieren. Er wird Erbarmen uns. Und er vergibt uns, er befreit uns.
[7:38] Und wir können geben, wir sind frei. Er frei von der Schuld.
[7:48] Ja, ganz genau. Da muss man sich das leisten können, oder er muss das sozusagen sich selbst dann selbst dafür aufkommen, sozusagen, dass das Loch im Staatshaushalt, das muss er selbst sozusagen jetzt dafür einstehen. Das deutet an, dass Gott selbst sozusagen die Schuld auf sich nimmt.
[8:01] Ganz genau. An der Stelle geht das Gleichnis jetzt weiter. Schaut mal mit mir in Vers 28.
[8:06] Jetzt interessant. Weiter interessant. Wer mag mal Vers 28 lesen?
[8:27] Genau. Also er geht hinaus, erfreut sich wahrscheinlich: Meine Güte, ich habe eine riesige Summe Geld erlassen bekommen. Ja, ich bin ein freier Mann. Meine Kinder müssen nicht in die Sklaverei. Meine Frau ist wunderbar. Er geht so lang, und man hat fast den Eindruck, man kann sich genau vom Krieg ich schon sagen, möglicherweise trifft ihn zufällig. Ja, so erläuft ihn so quasi über den Weg. Ja, vielleicht hat ihn gar nicht mal gesucht.
[8:42] Er findet ihn so, und ist ein Mitknecht. Ein anderer hat er genauso Knecht des Königs, und er schuldet ihm etwas.
[8:55] Und zwar, wie viel? Wie viele Sklaven schuldet ihm? Ja, genau, also 100 Denare. Ich dachte früher als Kind, wenn ich die Geschichte gehört habe, ja, in der eine Kinderseite Schule oder so, dachte ich immer, na ja, also es bestimmt irgendwie so eine große Betrag und dann ein paar Cent oder sogar hunderte. Es bestimmt so eine lächerlich kleine Summe.
[9:14] Das ist nicht ganz der Fall. Hunderte Denare sind mehr, als er denkt. Weil das hat mir gesagt, ein Denar, wir haben gesagt, nicht 10 Euro, dann hat man gesagt, ein Stundenlohn von 10 Euro. Mehr gerechnet, das kann hier streichen.
[9:33] Das kann hier streichen. Das sind dann 80 Euro.
[9:45] Und was ist dann sozusagen der, was wären 100 Denare? Das wäre dann ungefähr 8000 Euro. Das genau nehmen die. Fällt auf, dass hier mit den 15, 65 Euro, dass das war verkehrt. Das bezog sich auf den Denar, den Tageslohn auf den Denar. Ähnlich ist es ein bisschen weniger. Da habe ich ja einen Denkfehler gehabt. Also entweder 8000 Euro, da ein bisschen weniger sozusagen.
[10:11] Ja, so aber in den 1000 Denaren sozusagen, also stellt euch vor, ihr kommt in die Gemeinde, und da gibt es jemanden, der schuldet euch 8000 Euro oder zweieinhalbtausend Euro, mehrere tausend Euro. Würdet ihr sagen: Auch das ist ja eine Kleinigkeit?
[10:35] Also wir denken, das ist, das ist nicht alles bezahlt, nicht aus der Portokasse. Oder? Also das ist ein ziemlich großer Betrag.
[10:43] Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hätte nicht 8000 Euro, die einfach so mal ignorieren kann. Er brauche ich nicht, ja. Jemand, den wir 8000 Euro schulden, da möchte ich doch gern, dass ich sie zurückbekomme.
[10:55] Oder das ist interessant, weil die 8000 Euro sind ziemlich groß. Aber was passiert, wenn man sie gegen 4,8 Milliarden hält? Könnte sehen, dass sie dann etwas kleiner werden. Dann gehen sie gegen Null. Aber in dem Moment, oder anders gesagt, warum ist der, ist der, aber wenn wir gleich sehen, in welchem Moment werden die 8000 Euro groß?
[11:24] Wenn ich vergesse, dass mir 4,8 Milliarden erlassen worden sind. Wenn ich vergesse, was ich erlebt habe, wenn er, wenn er die 4,8 Milliarden aus den Augen verliert, werden die 8000 Euro plötzlich ziemlich groß.
[11:37] Was uns damit sagen? Er wird sagen, die Schuld, die wir uns gegenseitig zufügen, ja, wenn jemand ein schlechtes Wort gegen den anderen sagt, wenn du jemand gelästert hat oder was weiß ich was, ja, das ist kein Kinkerlitzchen, das ist nicht belanglos. Das tut wirklich weh, das ist wirklich schwerwiegend.
[11:58] Nur im Vergleich zu meiner eigenen Schuld vor Gott ist es vergleichsweise wenig. Immer dann, wenn wir aus den Augen verlieren, wie da wir gegen Gott gesündigt haben, wie viele uns vergeben muss, dann werden die Fehler der anderen groß. Sie werden groß und bedeutend, und wir fühlen uns schwer benachteiligt.
[12:26] In dem Moment, wenn mir aber bewusst ist, was Jesus für mich getan hat, dann sieht die Sache ganz anders aus. Könnt ihr sehen, wie sehr sozusagen diese 8000 Euro sind entweder sehr viel oder sehr wenig, je nachdem, wie stark wir die 4,8 Milliarden im Hinterkopf sind oder nicht.
[12:43] Das heißt also auch immer dann, wenn in der Gemeinde oder auch in einer Familie es Streit gibt und man sich nicht vergeben möchte, ist das eigentlich ein starker Indikator dafür, dass das, was Jesus am Kreuz für uns getan hat, nicht wirklich im Bewusstsein ist. Also man würde immer noch sagen: "Jaja, wir glauben." Dann ist man sich im Bewusstsein, weil wenn es ohne Bewusstsein ist, dann regiert man anders.
[13:05] Aber jetzt schauen wir mal, was der Mann hier macht. Übrigens, ist mir jetzt aufgefallen, was der Mann hier mit einem Mit-Gerechten macht.
[13:14] Er wird ihn jetzt aufgefallen hat, dass der König gemacht hat. Der König den Knecht gewürgt hat, nur gesagt: "Du musst bezahlen, du kannst nicht." Ich verkaufe ich. Ja, da kommt jemand und er wird ihn kräftig überlegt, was warum, was das bedeuten könnte.
[13:34] Die Idee, warum also, warum würgt man jemanden, der ihm Geld schuldet? Und aus Wut? Ja, also die Idee ist im römischen Recht, wahr ist so, dass der Gläubiger den Schuldner vor Gericht ziehen durfte.
[13:50] Musste ich komme gerne, das heute sagen. Ja, ich habe mit dem Matthias letztes Silvester eine Vorlesung römisches Recht. Das heißt, wenn ich jetzt, wenn du Schulden bei mir hast und ich finde dich, dann kann ich dich quasi vor Gericht zerren und zwar ziemlich. Das heißt, damals also ziemlich bestätigt zerren vor Gericht. Ja, es gibt eine römische Geschichte, schreiben davon, beschreiben die jemanden, Hals gepackt und ihn vor Gericht gezerrt. Das ist eigentlich die Idee hier.
[14:16] Er würgt ihn also nicht, um ihn umzubringen. Er würgt ihn nicht aus Wut. Er würgt ihn und sagt: "Ich hab dich jetzt und ich darf das jetzt. Ich wende sozusagen die ganze Schärfe des römischen Rechts an."
[14:25] An. Ich bringe sie vor Gericht. Du musst bezahlen. Das ist sozusagen die Idee. Gab es im Alten Testament schon die Idee, dass man auch Schulden erlassen kann?
[14:37] Gab es da schon die Idee, dass man Schulden, wenn es besondere Situationen gibt, auch erlassen darf, soll, kann? Oder war es im Alten Testament so, alle Schulden bezahlt werden, egal wie?
[15:02] Ja, die Zufluchtsstätten. Ja, genau. Wir schauen nur zwei Beispiele an. Den 15. Mose 15, dort Vers 25, 25, 10 und dort Vers 2. Dort heißt es: "Dies ist aber die Ordnung des Erlasses. Jeder Schuldherr soll das Darlehen seiner Hand erlassen, das er seinem Nächsten geliehen hat. Er soll seinen Nächsten oder seinem Bruder nicht bedrängen, denn man hat einen Schuldenerlass des Herrn ausgerufen."
[15:32] Dass ihr wisst, es gab ja alle, es gab dieses Erlasses, ja, alle sieben Jahre soll man einen Schuldenerlass anordnen. Steht fest. Gott wollte damit nicht sagen, dass Menschen ihre Schulden grundsätzlich zurückzahlen sollen, aber er wollte quasi diese Herzenshaltung den Israeliten antrainieren, sozusagen.
[15:50] Sollten das einüben, dass immer wieder Gelegenheiten gab, wo man zwar theoretisch Schulden hätte einfordern können, rechtlich, aber sozusagen nach dem Gesetz Moses sie Schulden erlassen sollten.
[16:03] Ja, und zwar, warum sollte man sie erlassen? Was steht etwas zwei aus unter welchem unter welcher Bedingung sollte man den Bruder nicht bedrängen? Was war passiert?
[16:14] Was war ausgerufen worden? Genau, also die Defa, wenn der Herr einen Schuldenerlass erlässt, solltest du dann nicht deinen Bruder bedrängen. Ja, das war natürlich ein Typus, das war ein Gleichnis, eine Illustration dafür, dass wenn Gott Schulden erlässt, sollst du nicht einen Schuldner bedrängen.
[16:31] Herr, vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Ganz bewusst mit Schuld. Ja, und das war die Idee.
[16:42] Schauen wir doch ein Beispiel an. Ein Fünfter Mose, der in der 45, nicht mir kam es fünf, da sind wir noch einmal diese Idee, dass man auch im Alten Testament eigentlich immer wieder diese Botschaft hat, dass man auch in besonderen Situationen auch Schulden erlassen.
[17:02] Weil diese als diese Herzens Einstellung nicht sozusagen das mit Gewalt durchzudrücken.
[17:06] Demir 5 und dort Vers 10 und 11 nehmen wir fünf und dort Vers 10 und 11 heißt es: "Ich und meine Brüder und meine Diener haben ihnen auch Geld und Korn geliehen. Wir wollen ihnen doch diese Schuld erlassen."
[17:28] Der rechteckige schon Vers 11: "Gebt ihnen heute noch ihre Äcker, ihre Weinberge, Ölbäume, ihre Häuser zurück, dazu den hundertsten vom Geld, vom Korn, vom Obst und vom Öl, den ihr ihnen auferlegt habt, gebt es ihnen zurück." Mehr.
[17:39] Also damit sehen sie hier eine Situation, wo auch einige Juden so verschuldet sind, dass sie sich verkaufen müssen und andere Brüder sie sozusagen in die Sklaverei verkaufen. Und neben mir sagen: "Was seid ihr verrückt? Wir versuchen die Juden aus der Sklaverei rauszukaufen in Persien und überall. Verkauft eure eigenen Brüder, weil sie leicht Schulden haben."
[17:59] Erlassen die Schulden, ja, im Geiste der Wiederaufbaues von Jerusalem, im Geiste der Wiederherstellung, diesem Geist von Haus aus paar Männern, die rose und wieder aufbauen, ja, Reformation, Erweckung. In diesem Geist, erlasst doch lieber ihren Bruder an die Schulden, als sie sozusagen den Feinden auszuliefern.
[18:16] Und das ist sozusagen eine eine Haltung, die also Jesus hier nicht sozusagen neu einführt, sondern die man eigentlich, dass man immer wieder sehen kann.
[18:26] Übrigens, wenn wir zurückgehen zu Matthäus 18, dann ist es interessant, dass im Griechischen dieses Wort "bezahle sie" hervorgehoben ist von der Wortstellung her. Also der Mann betont: "Bezahle mir, was du schuldig bist."
[18:46] Im Buch Christi Gleichnisse, das kennt ihr vielleicht, heißt es: "Wie viele zeigen heute denselben Geist als der Schuldner mit seinem Herrn und bat um Gnade?" Hat er keinen richtigen Sinn für die Größe seiner Schuld. Er hat sich seine Hilflosigkeit verstanden. Er hoffte, sich selbst befreien zu können. Ja, das, was wir gesagt haben.
[19:17] Und dann sagt sie weiter: "Sie realisieren nicht ihre Hilflosigkeit. Sie akzeptieren die Gnade Gottes sich als ein freies Geschenk, sondern versuchen irgendwie sich selbst in Selbstgerechtigkeit aufzubauen. Ihre eigenen Herzen sind nicht gebrochen und gedemütigt gegen ihre Sünde, und sie sind und vergeben und anderen gegenüber."
[19:38] Das heißt, gibt es einen Zusammenhang? Dieser Mann hat zwar Vergebung bekommen, hat gar nicht verstanden, wie groß seine Schuld gewesen ist, und deswegen war nicht bereit, an zu vergeben.
[19:51] Das Geheimnis also, wie ich anderen Vergebung breiter werde, besteht darin, mehr zu verstehen, wie viel mir Gott vergeben hat. Wenn ich das nicht verstehe, wird es mir an Vergebungsbereitschaft fehlen. Das Problem von Petrus, das war echtes Problem von den Rabbis.
[20:08] Getrieben weiter Matthäus 18, sehen und dort Vers 29. Was passiert? Matthäus 18, Vers 29. Wer mag lesen?
[20:30] Genau. Was fällt euch an dem Vers auf? Das hätte ich auf etwas auf. Genau ist genauso wie in Vers 26. Oder er wirft sich vor die Füße und sagt: "Auch habe Geduld mit dir, ich will sie bezahlen."
[20:44] Was der einzige Unterschied? Beide werfen sich da vor die Füße. Beide sagen: "Habe Geduld, ich will dir alles bezahlen." Was der einst gutes Lied in dem Fall hat der Knecht sogar eine realistische Chance, denn ein paar tausend Euro kann man abbezahlen, wenn man nur lange genug Zeit hat.
[21:09] Ja, der einzige Unterschied, ja, der könnte es eventuell sogar bei dem wäre es realistisch vorstellbar. Und es interessant, der Knecht hätte doch realisieren müssen, ich war in der gleichen Lage oder hab das gleiche durchgemacht. Hier ging es noch die gleichen Worte gesagt.
[21:20] Aber was ist eine Reaktion in Vers 30?
[21:30] Seine Reaktion, wenn man Vers 30, es ist auch er hatte Erbarmen, wieder König. Was heißt es?
[21:42] Er wollte nicht. Das heißt, dass er wollte nichts.
[21:49] Ist eine Willensentscheidung. Das heißt, wenn uns das Evangelium nicht klar ist, wenn wir nicht verstehen, wie sehr Gott uns liebt, dann wird unser Wille falsche Entscheidung treffen. Damit unser Wille das so entscheidet, wie Gott es möchte, müssen wir uns unserer eigenen Sündhaftigkeit, Hilflosigkeit und Gottes Evangelium bewusst sein.
[22:09] Nur dann kann unser Wille auch die nötigen Entscheidungen. Er wollte nichts. Das ist eine interessante Sache. Übrigens, kennt ihr jemanden im Alten Testament, dem vergeben worden ist und er dann doch einen Mann Gottes wieder ins Gefängnis geworfen hat, wo man also genau dieses Prinzip hier.
[22:33] Er hat Vergebung bekommen, hat er Buße getan. Gott hat ihn angesehen, hat gesagt: "Okay."
[22:36] Gott hat ihn angesehen, hat gesagt: "Okay." Und dann kurze Zeit später ist er wieder...
[22:47] Zufällig jemand, der das genauso passiert ist. Ich habe auch nie zuvor nachgedacht, aber ja, stimmt, da wären wir also. Gott ist nicht ganz so böse wie davor.
[23:04] Er bereut es nicht wirklich, aber ja, noch andere. Jemand, der quasi, wo Gott sagt: "Schau, ich habe auf ihn geblickt. Er hat sich gedemütigt." Und dann kurze Zeit später sein Hoch.
[23:18] Es sei ja, ja, Saul hatte war ja ganz treu am Anfang und dann hat er Sünden begangen, aber er hat diese Sünden nie so richtig ganz bereut. Das ist das Problem von Saul. Hat am Anfang kleine Sünden begangen, aber nie bereut.
[23:34] Und an diesen Punkt wäre ich auch nicht drauf gekommen. Ich habe mit mir in 1. Könige 21.
[23:39] 1. Könige 21. Erkenn den König eigentlich ziemlich gut, wenn 1. Könige 21 nur dort ab Vers 27.
[23:49] 1. Könige 21 und dort ab Vers 27. 1. Könige 21, 24. Da geht es um König Ahab mit Elia.
[24:05] Ach ja, und von König heißt es hier in 1. Könige 21, 27: "Als aber Ahab diese Worte hörte, was da gemacht..."
[24:11] Da geht es um genau eine Gerichts-Botschaft. "Zerriss er seine Kleider und legte es Sacktuch um seinen Leib und fastete und schlief im Sacktuch und ging..."
[24:24] Echte Buße. Da kann man sehen, dass zu dem wirklichkeit. Und was macht Gott jetzt? 28: "Da ging das Wort des Herrn an Elia folgendermaßen: Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab von mir gedemütigt?"
[24:38] Demütigt. Weil er sich nun vor mir demütigt, will ich das Unheil nicht zu seinen Lebzeiten hereinbrechen lassen. Erst zu Lebzeiten seines Sohnes will ich das Unheil über sein Haus bringen.
[24:49] Also hier haben wir einen Mann, der Gott hat gesagt: "Ich warne dich, ich kündige dir Unheil an." Und es tut ihm leid und er möchte das irgendwie wieder gut machen und er betet und fastet und denkt nach.
[25:03] Und Gott sagt: "Ich habe das gesehen. Es soll nicht zu seinen Lebzeiten kommen."
[25:08] Heute sind so. Jetzt schlagen wir die Seite einmal um, nächstes Kapitel, Kapitel 22. Und derselbe Ahab, dem gerade sozusagen diese Botschaft von Gott zuteil wird, dass Gott ihn verschont, ja, erlöst sozusagen in der Hinsicht.
[25:24] Schaut man Kapitel 22. Da gibt es einen Kriegsrat und dann kommen viele falsche Propheten. Oder wird er mich eingeladen?
[25:29] Der Prophet Micha. Und er sagt dann die Wahrheit. Und was passiert in Vers 27?
[25:40] "Heißt uns sage: So spricht der König: Das ist Ahab, legt diesen den Micha in den Kerker und speist ihn mit Broten der Drangsal und mit Wasser der Drangsal, bis ich in Frieden wieder komme."
[25:52] Ja, also Ahab mag das nicht, dass er ihm die Wahrheit sagt. Und weil er so wütend auf den Micha ist, schmeißt er ihn ins Gefängnis.
[25:59] Ganz große Geschichte. Man könnte fast denken, Ahab ist so in gewisser Weise eine Illustration dieses Gleichnisses. Übrigens, ist der Ahab in Frieden zurückgekommen? Er ist gestorben.
[26:10] Gestorben. Denn das macht, und da gab es dann keine weitere Rettung. Das, was er selbst erlebt hat, hat er nicht andere weitergegeben.
[26:21] Jetzt schauen wir in Matthäus 18 zurück. Matthäus 18 und dort Vers 31. Übrigens, was hat die Bergpredigt? Während ihr sucht, was ist die fünfte Seligpreisung? Glückselig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
[26:40] Und das ist der Bergpredigt immer wieder ein Thema. Und dieses Gleichnis illustriert das. Das ist wirklich auf den Punkt.
[26:50] Fest 31. Jetzt, was passiert, nachdem er den Mit-Knecht wegen ein paar tausend Euro ins Gefängnis werfen lässt?
[27:19] Genau. Warum sind die betrübt? Sie sehen das und denken: "Lässt er sie..."
[27:24] ...wurden sehr betrübt. Diese nicht, aber...
[27:29] ...gesagt: "Habe wir setzen jetzt mal..." Es heißt: "Sie waren sehr betrübt." Die betrübt das?
[27:38] Das ist ungerecht. Oder das fühlt sich ungerecht an. Wie kann jemand, der so einen Segen bekommen hat, so hartherzig sein?
[27:46] Um Gerechtigkeit. Kennt ihr noch andere Menschen in der Bibel, von denen das heißt, dass sie traurig gewesen sind, weil Dinge nicht so gelaufen sind, wie Gott sich wünscht?
[27:56] Menschen, die traurig waren, die betrübt waren, weil sie Unrecht gesehen haben, um Gerechtigkeit.
[28:06] Jemand, der betrübt gewesen ist, weil er um David jagen. Und er sagt, dass sogar...
[28:12] Hast du das spezielle Geschichte vor Augen? Oder in den Psalmen? Ganz genau.
[28:16] Augen. Oder in den Psalmen. Ganz genau. Schlagmann mit Psalm 119 auf.
[28:28] Ja, ganz genau. Wir haben ganz deutlich Aussagen in Psalm 119. Müsste es der längste Psalm der Bibel sein. Psalm 119.
[28:34] Psalm 119 und dort Vers 136. Psalm 119, Vers 136.
[28:50] Da heißt es: "Tränenströme fließen aus meinen Augen, warum? Weil man dein Gesetz nicht befolgt." Und kann sich mal selbst die Frage stellen, wie oft habe ich schon geweint, weil andere das Gesetz gebrochen haben?
[29:06] Also nicht unbedingt, weil in mir ein Schaden entstanden, sondern einfach nur, weil ich es so traurig finde, dass Gottes Gesetz gebrochen wird.
[29:14] Davids Aktion an dieser Stelle. Ich meine, Tränen strömen fließt aus meinen Augen, weil Gottes Gesetz gebrochen wird.
[29:21] So liefert das Gesetz. Gab das hat ihn traurig gemacht, wenn es gebrochen wird.
[29:25] Im gleichen Kapitel, wenn ihr in Psalm 119, Seiten immer noch 258 geht.
[29:34] 158. Das ist ein bisschen deutlicher formuliert. Da heißt es: "Wenn ich die Abtrünnigen ansehe, empfinde ich Abscheu, weil sie dein Wort nicht bewahren."
[29:44] Und sie haben auch diese Idee. Hat dieser Mann, der hat das Evangelium kennengelernt, aber bewahrt es nicht. Er behält es nicht. Ja, er hat es selbst davon profitiert, aber er bleibt nicht dabei.
[29:53] Und das macht die Leute, das macht die Mit-Knechte traurig.
[29:58] Kennt ihr im Neuen Testament jemanden, der traurig geworden ist, weil er über Sünde geweint hat? Jesus selbst?
[30:04] Oder das heißt, er hat geweint, als ihre Herzen...
[30:12] ...weil die nicht...
[30:14] ...hatte genau das gleiche Problem. Oder hatte Gott Jerusalem gesegnet? Hat sie gerade Gott, das Volk Israel gesegnet?
[30:21] Haben sie das weitergegeben, den Segen? Andere haben sie ihren Mitmenschen behandelt, wie Gott sie behandelt hat?
[30:26] Nein, ganz im Gegenteil. Sie waren genauso. Ja, Gott hat ihnen seinen Segen gegeben, seine Vergebung, aber sie haben gesagt: "Dreimal vergeben wir nicht." Ja, wir hatten diesen Geist, der bloß nicht zu viel vergeben.
[30:41] Und das Evangelium nicht anderen weitergeben. Ja, nur für uns. Ja, nicht anderen die Gnade weitergeben.
[30:47] Und Jesus sieht das und er fand auch.
[30:50] Übrigens, Paulus sagt, dass auch, oder?
[30:54] Paulus sagt, er hat sogar gesagt im Römer 9, sagt er: "Ich habe mir gewünscht, von Christus verstoßen zu sein, um meiner Brüder willen."
[31:00] Ja, dass die irgendwie zur Erkenntnis kommt. So traurig, dass sie das nicht verstanden haben.
[31:06] Und jetzt kommt das Ganze von den König. Und was sagt der König in Matthäus 18?
[31:10] Wie reagiert der König? Wir lesen mal Vers 32 und 33 zusammen. Das passt dann vielleicht ganz gut.
[31:13] Matthäus 18, 32 und 33.
[31:36] Wer mag diesen Vers 32 und Vers 33? Matthäus 18.
[32:00] Ganz genau. Was würde ich auch wieder...
[32:08] ...das was hier stolpert beim Lesen, oder was euch so auffällt?
[32:24] Ja, genau. "Ich habe die ganze Schuld erlassen." Ja, jene ganze Schuld. Und das ist so noch mal so groß, wie war 10.000 Talente.
[32:33] Milliarden habe ich ihr lassen.
[32:43] Du solltest du dich auch so. Das ist wieder genau dieser Zusammenhang. Ja, ich hab dir vergeben, du solltest auch vergeben. Gott erwartet von uns, dass, weil wir vergeben haben, auch anderen vergeben.
[32:53] Weil durch die Vergebung, in dem war, warum erwartet das eigentlich von uns?
[32:56] Mal, jetzt mal davon abgesehen, warum erwartet von uns, dass wir andere vergeben?
[33:01] Warum wünscht sich Gott, dass ich anderen vergebe?
[33:06] Er hat ihn vergeben. Genau. Was hat Gott davon, wenn ich anderen vergebe?
[33:10] Klar, also er hat mir vergeben, aber was hat Gott davon, wenn ich anderen vergebe?
[33:12] Wenn ich meinem Bruder vergebe, hier, was hat Gott davon?
[33:25] Ganz genau. Indem ich nämlich sozusagen das weitergebe, was ich erlebt habe.
[33:28] Indem ich meinem Nächsten vergebe, kann durch meine Vergebung der andere...
[33:33] ...vielleicht Gott noch nicht kennt. Gott kennenlernen.
[33:36] Wenn ich die Vergebung nur für mich selbst haben möchte, weil ich ein reines Gewissen habe, damit in den Himmel komme.
[33:41] Aber sie nicht weitergebe, dann blockiere ich sozusagen den Weg zwischen dem anderen Menschen und Gott.
[33:50] Und deswegen erwartet Gott, dass wir den Segen auch weitergeben.
[33:55] Dass wir auch, weil damit die Menschen ihn kennenlernen.
[33:58] Ja, und deswegen ist dieser Zusammenhang, den wir sehen, der ist total entscheidend.
[34:02] Man kann gar nicht mehr als genug betonen, wie...
[34:04] Habe es ja schon mehrmals gesagt, wir...
[34:08] Noch etwas anderes aufgefallen. Er sagt zu ihm: "Du böser Knecht."
[34:13] Es gibt noch eine Stelle im Neuen Testament, wo jemand sagt: "Du böser Knecht."
[34:18] Du böser Knecht. Feld ich noch ein. Dubioser Knecht.
[34:28] Zwar auch in einem Gleichnis. Genau. Später wird Jesus das gleiche erzählen von den Talenten.
[34:31] Ja, einer bekommt fünf Talente, einer bekommt zwei Talente, einer bekommt ein Talent.
[34:36] Und der mit einem Talent, was macht er damit? Er vergräbt ihn.
[34:40] Er würdigt damit an. Nicht so wirklich benutzen.
[34:42] Ja, er hat das von Gott, also von dem Herrn, nicht bekommen.
[34:44] Vergräbt es. Und dann nennt der Herr über den...
[34:47] ...ihn: "Du böser und fauler Knecht."
[34:51] Genau hier auch: "Du böser Knecht." Er nennt ihn nicht böser Knecht, als er 10.000 Euro Schulden hatte, 10.000 Talente.
[35:26] Nicht, du bist nicht das gefällt auch angemessen gewesen. Aber er, das Böse hier zeigt sich daran, dass er etwas, was Gott ihm gegeben hat, jetzt für sich behält.
[35:33] Also der König, was können die König...
[35:38] ...gegeben hat, eben für sich behält.
[35:43] Wir gehen am Ende nicht verloren, weil wir gesündigt haben, sondern weil wir gesündigt haben, das Evangelium kennengelernt haben, aber nicht ausgelebt haben.
[35:54] Deswegen nicht verloren, weil sie etwas von Gott verstanden haben, aber es nicht ausgelebt haben. Und weil und sie damit sagen: "Ich möchte nicht, dass mir geholfen wird."
[36:03] Und das ist genau das Problem hier. Er hat die Vergebung erlebt und sie dann doch wieder verloren.
[36:09] Und dieses Gleichnis zeigt unmissverständlich, dass jemand gerettet sein kann, Erlösung erleben kann, von seinen Schulden wirklich befreit ist und dann doch wieder am Ende verloren gehen kann, weil er nicht dabei bleibt.
[36:28] Weil seine Taten beweisen, dass er das gar nicht wirklich schätzt. Also ihr wisst, es gibt in der Christenheit manchmal einige Christen, wir haben diese Idee von "einmal gerettet, immer gerettet".
[36:37] Ja, also ich habe einmal nicht getauft, das... nicht einmal mein Leben Jesus begeben. Jetzt kann ich nicht mehr verloren gehen.
[36:42] Aber Matthäus 18 ist ein ganzes, machtvolles Zeugnis dagegen. Ich kann frei aus dem Gottesdienst gehen. Gott hat meine Schuld vergeben. Aber wenn mein Leben danach genauso böse ist wie vorher, dann wird es gar nichts.
[36:53] Dann habe ich das Evangelium und zwar in Anspruch genommen, aber nicht wirklich in mein Herz gelassen. Und dann nützt es nichts.
[37:01] Genau. Übrigens, dann lesen wir noch Vers 34.
[37:19] Genau. Hier ist euch vielleicht, wir haben da schon gesagt, denn auch im Zusammenhang mit dem Buch Christi Gleichnisse, dass nicht, dass in so einem Gleichnis nochmal auch Details drin sind, die nur zur Ausschmückung dienen.
[37:28] Hat jetzt also nicht deutlich machen, dass Gott irgendwie Folterknechte hat und irgendwie dann wie Mittelalter, ja, Sorgen die Leute foltern.
[37:35] Oder das ist nicht gemeint. Aber ihr wisst auch, also...
[37:40] Komm mir nicht so interessant ist das. Ist ja auch gar nicht sozusagen eine eine eine Folterkammer, die Gemeinde ist.
[37:48] Sondern wir wissen aus der römischen Geschichte, was man manchmal gemacht hat, wenn jemand Schulden hatte. Dann wurde er manchmal nicht die Schuld sklaverei verkauft, sondern der Livius berichtet von einem alten Kind Turin, also ein Hauptmann, der wurde nicht verkauft.
[38:02] Sondern der wurden arbeitslos gebracht, sondern als Arbeitslager. Und er musste sozusagen so lange arbeiten, bis er sozusagen die Schuld abgearbeitet hatte.
[38:10] Und in diesem Arbeitslager gab es Aufseher, die jetzt nicht besonders zimperlich gewesen sind, sondern die oft die Leute geschlagen haben.
[38:15] Weswegen man also kann sich von Folter spricht. Also nicht im Sinne von wie Mittelalter, wo man quasi Geständnisse herauspresst, sondern einfach so ein Arbeitslager, wo die Leute extrem schlecht behandelt worden sind.
[38:26] Ja, so ein Konzentrationslager fast oder so.
[38:30] Also nicht dem modernen Arbeitslosigkeit.
[38:33] Ich meine, und das ist sozusagen die Idee hier.
[38:38] Sozusagen, dass er, wenn ihr das seht, bisher alles bezahlt hätte, was ihm schuldig wie sein. Musst du zum abarbeiten.
[38:44] Und weil seine Schuld zu hoch ist, wissen wir jetzt schon, er wird darin sterben.
[38:49] Weil er wird niemals so viel arbeiten können, dass diese Schuld abbezahlen kann.
[38:54] Jedes vielleicht gibt es offenbar eine ganz interessante Passage und 200...
[38:57] ...dreifachen Engelsbotschaft im ewigen Evangelium, offenbar um 14, auf Rang 14.
[39:02] Evangelium, offenbar um 14, auf Rang 14. Und dort Vers 49 bis 11.
[39:12] Diese Endzeitbotschaft, wo das Evangelium durch den Himmel fliegt. Und das heißt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen."
[39:22] Da heißt es ab Vers 9 in der dritten Engelsbotschaft: "Und ein dritter Engel folgte ihnen. Er sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Zeichen auf seine Stirn oder seine Hand annimmt, so wird er auch von dem Wein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zorns. Und er wird gepeinigt werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit. Die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht."
[39:45] Und wer das Zeichen seines Namens annimmt. Also hier wird auch deutlich, dass Gott hier nicht so zu sagen, dass Gott Leute einfach wie in einer Folterkammer quält. Nein, es geht darum, dass sie sozusagen jetzt ihre die Schuld wieder auf sie gelegt.
[39:56] Sie müssen quasi ihre Schuld tragen. Oder das können sie nicht. Sie werden am Ende sterben.
[40:01] Ja, sie sterben sozusagen dann unter ihrer Schuld. Das ist ein eigenes Thema, das noch mal ausführlich zu studieren. Aber das nehmen das ganz deutlich.
[40:11] Deutlich. Also, was ist das Grundanliegen schon, weil Matthäus 18 und dort Vers 35. Der letzte Vers, da macht jetzt Jesus deutlich, was er mit diesem Gleichnis sagen wollte.
[40:20] Und es ist ja sehr, sehr offensichtlich. Matthäus 18, 35.
[40:37] Genau. Genau. Und was ist jetzt der entscheidende Passus hier? Was die entscheidende Frage sein? 35. Worauf kommt es eigentlich an hier? Welche Worte sind die wichtigsten?
[40:49] Ja, und es ist dieser Zusammenhang, den wir gesehen haben: "Nicht mal vergeben uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Ganz genau.
[40:56] Und sie gibt eine kleine Phrase hier, die richtig den entscheidenden Unterschied macht: "Von ganzem Herzen." Was Gott sich wünscht, ist, dass wir von ganzem Herzen vergeben.
[41:06] Nicht einfach nur mechanistisch: "So, okay, ich muss vergeben. Es tut mir leid." Er hat aber, wie man Kinder Vergebung sagen.
[41:11] Ja, weil der Papa dann daneben steht und sagt: "Jetzt entschuldige dich."
[41:14] Ja, Entschuldigung. Fröhlich nicht. Ja, da weiß man schon, das kommt nicht so wirklich von Herzen.
[41:20] Haben ist auch wichtig, denn man muss dem Kind beibringen. Aber Gott sehnt sich nicht danach, dass wir sagen: "Okay, lieber Bruder, es tut mir leid." Sondern dass wir wirklich von Herzen uns entschuldigen.
[41:30] Und woher kommt dieses "von Herzen"?
[41:38] Hier von nur, wenn wir verstehen, wie sehr wir vor Gott eigentlich schuldig wären.
[41:43] Wenn Jesus gestorben wäre. Nur dann sind wir bereit zu vergeben, ohne zu entschuldigen und wirklich von Herzen Vergebung zu haben.
[41:51] Und deswegen hat C.S. Lewis nicht umsonst gesagt: "Sollten wir jeden Tag eine Stunde uns mit dem Tod von Jesus beschäftigen." Nicht, weil wir sonst vergessen würden, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, sondern weil uns sozusagen das gar nicht so bewusst ist für den Alltag.
[42:08] Was es eigentlich bedeutet und was das wird unserem Leben machen sollte. Und sie wird andere Menschen behandeln sollten.
[42:14] Eigentlich auch denken wir, wir werden uns jeden Tag mehr als eine Stunde Zeit nehmen über den Kreuzestod von Jesus nachzudenken, dass wir schneller bereit sind zu vergeben im Alltag.
[42:26] Dass wir schneller bereit werden, wieder Harmonie hinzuarbeiten.
[42:30] Und genau das will Jesus eigentlich hier deutlich machen.
[42:37] Übrigens, dieses Gleichnis soll natürlich nicht bedeuten, dass wir uns nicht...
[42:42] ...missverstehen, dass man niemals auch Geld zurückfordern darf, wenn man jetzt Schulden hat. Ja, also das man darf das Gleichnis nicht miss anwenden.
[42:48] Nicht so nach dem Motto: "Okay, sei mehrmals 10.000 Euro, und wenn du sie wieder haben willst, hast du noch nie Matthäus 18 gelesen."
[42:56] Das ist natürlich ganz und gar nicht der Fall.
[43:01] Sind wir zum Abschluss noch Sprüche 21. Sprüche 21 und dort...
[43:19] ...Vers 13. David eigentlich ganz schön zusammengefasst, was eigentlich Jesus hier sagen will.
[43:26] Und wieder sehen wir, wie schon so oft hier in diesem Studium, dass was Jesus im Neuen Testament sagt und lehrt, hat er aus dem Alten Testament.
[43:33] Sprüche 21 und dort Vers 13.
[43:37] Das ist zwar jetzt nicht direkt mit Schulden, aber so das Prinzip dahinter wird sehr deutlich werden. Verlesen und...
[43:44] ...wird sehr deutlich werden. Verlesen und Sprüche 21, Vers 13.
[43:59] Genau. Und es genau, was passiert ist. Nicht der arme Mit-Knecht hat geschrien: "Bitte vergib mir doch, ja, ich habe hunderte nach in Schulen, hat mehrere tausend Euro Schulden. Bitte, bitte nicht mal vergibt mir, sondern gib mir Zeit."
[44:11] Ja, und hat seine Ohren verstopfen. Interessiert mich nicht. Ich mache einfach, was rechtens ist.
[44:18] Aber dann konnte auch nicht erwarten, dass Gott ihm weiterhin vergibt.
[44:22] Und das ist sozusagen die Idee. Gott vergibt uns nicht, weil wir anderen vergeben, aber er gibt uns während wir an ihn vergeben, sozusagen die Vergebung Gottes immer sozusagen an erster Stelle.
[44:39] Aber wenn wir nicht anderen vergeben, dann kann Gott seine Vergebung nicht weiter uns angedeihen lassen, weil wir sie eigentlich gar nicht haben wollen.
[45:15] Könnt ihr sehen, dass Matthäus 18 eine echte Endzeitbotschaft ist. Eine Botschaft für das Gericht. "Bist du böser Knecht?" Ist ja auch die...
[45:24] Haben gesehen, dass kleines von den Talenten hat das gleiche gesagt.
[45:26] Richtig. Ist auch eine Endzeitgleichnis. Wenn wir in der Endzeit bestehen wollen, wenn wir vor Gott bestehen wollen, vor dem himmlischen Gericht.
[45:38] Dann müssen wir lernen, regelmäßig, konstant über das Evangelium nachzudenken. Weil in dem wird über das Evangelium nachdenken, wenn wir ein Leben führen, das so warmherzig ist, dass auch wir beim Herzlichkeit im Gericht erhalten können.
[45:53] Das zeigt uns also Gottes Barmherzigkeit steht am Anfang. Er hat Barmherzigkeit in uns und es um...
[46:01] ...verliebt uns und dann wünscht er sich, dass wir diese Barmherzigkeit anderen weitergeben.
[46:05] Und wenn wir das tun, ist er auch noch im Gericht weiter hinter dem...
[46:09] ...herzlichen, der mich mich der Barmherzigkeit ja am Anfang gehabt hat.
[46:14] Da sieht man sehr schön, wie das Gericht letztendlich unseren Glauben offenbart.
[46:19] Wie das Gericht und das Evangelium zusammenhing.
[46:21] Also halten wir fest, das Wichtigste, was wir lernen können aus diesem Gleichnis, ist uns wirklich bewusst zu machen, wie viel Gott uns vergibt.
[46:33] Und dann diese Vergebungsbereitschaft, die wir durch Gott erlebt.
[46:34] ...erlebt.
[46:34] Bereitschaft, die Gläubige Gott erlebt haben, anfangen zu reflektieren. Zu anderen Menschen. Und ich glaube, wenn wir uns dessen bewusst sind, werden wir sehen, wie Gott unser Leben nutzen kann, um noch viele Menschen auf Jesus hinzuweisen. Und auch gemeinsam beten zum Abschluss.
[46:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir über dein Wort nachdenken durften. Danke, dass du dieses Gleichnis uns so unmissverständlich zeigst, dass wir wirklich ein christliches Leben leben können. Dass wir wirklich von ganzem Herzen unseren Blick auf das Kreuz richten müssen und verstehen, was Jesus am Kreuz von Golgatha uns persönlich getan hat. Und dass, wenn wir diese Liebe sehen und die Größe, dass Schulden erlassen hat, dann werden wir uns wirklich verstehen und annehmen. Dann werden wir auch anderen Menschen so vergehensbereit entgegentreten.
[47:33] Er möchte dich bitten, dass du uns hilft im Alltag, dass wir uns erstens daran erinnern, was du für uns getan hast. Und zweitens, dass wir, wenn wir in Situationen sind, wo andere etwas Schlechtes getan, wo wir ihnen vergeben müssen, dass wir es gerne tun von Herzen und nicht erzwungen, weil wir eine lebendige Erfahrung mit dir haben mit einer Vergebung. Das bieten wir im Namen Jesu. Amen.
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