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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird die Bedeutung von Abrahams Erbe im Lichte von Jesu Lehren beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass die genetische Abstammung von Abraham nicht ausreicht, um als Gottes Kind zu gelten. Vielmehr zählt die innere Haltung, die Werke und die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Es wird betont, dass wahre Nachfolge Jesu sich in Taten zeigt und nicht nur im Bekenntnis.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[1:14] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir auch heute aus dem Johannesevangelium lesen dürfen und dass du versprochen hast, durch deinen Heiligen Geist uns so zu erklären, dass wir Jesus besser verstehen und seine Botschaft auf unser Leben anwenden können. Wir möchten dich bitten, dass die Worte, die Verse, die wir jetzt betrachten, wie Pfeile unser Herz hineinbringen und dass wir in unserer Freundschaft zu Jesus wachsen dürfen. Danke für die Kraft deines Wortes und danke, dass du mitten unter uns bist und durch deinen Heiligen Geist jetzt zu uns reden wirst. Im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.

[1:59] Schlagt mit mir auf Johannes Kapitel 8. Wir sind mittendrin in dem Gespräch, das Jesus mit den Pharisäern führt, nachdem er ja im Tempel die Ehebrecherin, ihr die Sünden vergeben hat und dann die Pharisäer und dann gesagt hat, dass er das Licht der Welt ist. Wir haben zuletzt gesehen, dass aufgrund dieses Gesprächs einige der Zuhörer, der Zuschauer, ja, die doch herumstanden, angefangen haben, Jesus zu glauben, an ihn zu glauben. Wir haben gesehen, dass Jesus quasi, und das wird dann eigentlich recht deutlich auch heute noch werden, dass er quasi dieses Gespräch mit den Pharisäern quasi kurzzeitig unterbricht, um diesen Menschen Mut zu sprechen und zu sagen: Bleibt bei meinem Wort, wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger und die Wahrheit wird euch frei machen. Und dann sind es nicht diese Gläubigen, sondern die Pharisäer, die das Gespräch wieder aufgreifen und sagen: Wieso sollen wir frei werden? Wir sind ja Abrahams Samen, wir waren nie jemandem Knechte. Und Jesus macht deutlich, was er meint. Er geht gar nicht darauf ein, dass sie politisch ganz oft Knechte gewesen sind, aber er geht auf die tiefere Ebene. Er zeigt, dass das eigentliche Problem ist, die Sünde. Und wer die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Und Jesus war gekommen, um uns wirklich frei zu machen. Das hat die Geschichte mit der Ehebrecherin gezeigt. Dieses war nicht nur gekommen, um Menschen zu heilen. Er war gekommen, um Sünden zu vergeben und zwar wirklich. Er war gekommen, um sein Volk von dessen Sünden zu erlösen. Und das hat er diesen Versen jetzt ab Vers 34 sehr deutlich gemacht. Wir steigen da jetzt direkt ein in Vers 37.

[3:45] Es geht immer noch um diesen Einwand, den die Pharisäer gegeben haben, gesagt haben: Ja, wir sind doch Abrahams Samen. Wer mag mal Vers 37 lesen? Johannes 8, Vers 37: "Ich weiß schon, dass ihr Abrahams Kinder seid, aber ihr sucht mich zu töten, denn mein Wort findet bei euch keinen Raum." Genau die Frage. Sie hatten gesagt: Wir sind Abrahams Samen, ja, was brauchen wir Freiheit? Und Jesus wollte ihnen deutlich machen: Ihr braucht Freiheit, weil ihr sündigt und weil ihr Sünder seid. Ihr braucht Freiheit, und ich bin gekommen, um euch Freiheit zu geben. Und jetzt greift er in den Gedanken von den auf und sagt: Ja, ich weiß ja, dass ihr Abrahams Samen seid. Ja, ist das das wusste Jesus. Das heißt, an dieser Stelle geht es um, worum, wenn er sagt: Ich weiß, ihr seid Abrahams Samen, was anerkennt er? Er anerkennt, dass sie genetisch von Abraham abstammen. Ja, ist das weiß ich ja. Ich weiß, dass wenn ihr eure Stammbäume rausholen würdet, die Geschlechtsregister, könntet ihr wahrscheinlich nachweisen, vielleicht nicht bis zu Abraham, aber ihr könntet nachweisen, dass ihr echte Israeliten seid, ja, Nachfahren Abrahams. Ich weiß das.

[5:03] Die Frage ist nur: Was bringt das, wenn man Abrahams Samen genetisch ist? Schaut mal mit mir in, wir lassen den Finger hier kommt immer wieder drauf zurück in Römer Kapitel 9, Vers 7. Da sagt Paulus, was total interessant ist. Schaut mal in Römer 9 und dort Vers 7. Sagt Paulus: "Auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Samen sind, Kinder, sondern in Isaak soll dir ein Same genannt werden." Paulus sagt was Bemerkenswertes. Er sagt nicht alle, die Abrahams Samen sind, sind Kinder. Und das wird in den Geschichten von den paar Drachen ganz deutlich, weil Abraham hatte erstmal, wie viel Kinder? Ja, noch mehr, nicht wahr? Also hat erstmal den Ismail, dann den Isaak und danach noch andere. Aber es geht hier natürlich um Ismail und Isaak. Beide stammen genetisch von Abraham, aber nur einer ist so. Und wenn man dann eine Generation weitergeht, Isaak hat wie viel Söhne? Zwei. Und von denen sind beide Nachkommen von Abraham, oder die sind beide genetisch Samen Abrahams, aber einer geht verloren, einer wird gerettet. Einer ist Kind im geistlichen Sinne, einer ist ein Kind Gottes und der andere nicht. Deswegen sagt Paulus: Nicht alle, die Abraham sind, sind Kinder.

[6:33] Und da werden wir gleich noch ein bisschen mehr dazu uns überlegen, aber schauen wir zurück zu Johannes, Johannes 8. Ja. Das heißt, nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Samen gerechnet. Genau. Das heißt, bei Gott zählt nicht die genetische Abstammung, sondern dass man der Verheißung glaubt. Oder wenn wir gleich dieses macht diesen Punkt jetzt sehr, sehr deutlich hier in Bezug auf Abraham. Er sagte Vers 37: "Ich weiß, dass ihr Abram zusammen seid, aber ihr sucht mich zu töten." Das haben wir gesehen. Jetzt würde ich wohl nicht alle Verse, aber schon in Johannes 5 wollten sie ihn töten, in Johannes 7 wollen sie ihn töten, hier in Johannes 8 wollen sie töten. Sie wollen die ganze Zeit töten. Ja, und Jesus macht jetzt diesen Kontrast deutlich. Ihr behauptet Abrahams Samen zu sein, aber ihr wollt mich töten. Und zwar warum? Warum wollen sie töten? Was sagt der Vers 37? Weil sein Wort in ihrem... weil sie auf sein Wort nicht hören wollen. Also das wollen sie nicht annehmen, was ist genau das ist so die praktisch. Was steht da wörtlich in dem Vers?

[7:48] Sein Wort hat keinen Raum in euch. Also mein Wort hat kein Rahmen in euch. Übersetzen das Wort macht keinen Fortschritt in euch oder es findet keinen Platz bei euch. Ja, dieses griechische Wort wird auch verwendet von Geschossen, die irgendwo eindringen. Ja, wenn es ein Pfeil und der trifft einen ins Herz, der dringt ein. Ihr wisst vielleicht zu Pfingsten, wie heißt das? Zu Pfingsten, als der Heilige Geist herabkommt und Petrus predigt mit Vollmacht, da heißt es: "Als er aber dies sagte, da drang es ihnen ins Herz hinein." Ja, und dann haben sie sich bekehrt. Ja, und dann haben sie gesagt: "Männer, was sollen wir tun?" Ja, und er sagt: "Lasst euch taufen." Aber hier dringt es nicht ein. Und ihr wisst vielleicht, es gibt dieses Gleichnis in Matthäus 13 von den vier Böden, wo der Same ausgestreut wird. Und bei einem Samen, da geht es gar nicht erst unter die Erde. Der dringt es gar nicht ein. Ja, das findet gar keinen Platz. Bei welchem Boden ist das? Beim ersten Boden, ja, der so fest getrampelt ist, da kommt der Same nur oben drauf, oberflächlich und er dringt gar nicht ein. Und was passiert dann, wenn bei diesem Boden ist das noch? Ja, da kommen die Vögel und picken wir alles weg. Und da sagt Jesus, der Satan. Man hört zwar die Predigt, aber es geht gar nicht, es geht hier rein und raus quasi. Ja, da sagt dann kann alles wieder wegnehmen. Und das ist bisschen, das Jesus hier sagt. Er sagt quasi mit anderen Worten: Ihr seid der erste Boden. Ja, ihr seid zwar Theologieprofessoren, aber wenn das Wort Gottes wirklich zu euch kommt, trifft es quasi wie auf eine Mauer. Es kommt nicht vorwärts, ja, es bleibt stehen vor euch sozusagen.

[9:35] Warum? Weil sie ihr Herz nicht für diese Worte öffnen. Und das heißt, man kann tatsächlich vor dem Wort Gottes stehen. Man kann es lesen und hören. Immer die standen ja vor dem Wort Gottes, buchstäblich. Die standen vor Jesus. Die standen vor ihm und das Wort Jesus kam nicht weiter. Ich meine, Gottes Wort hat eine unglaubliche Kraft. Sagt: Es werde Licht, wird es Licht. Aber mit unserem Willen können wir zumindest in unserem Leben quasi das Wort Gottes aufhalten, könnt quasi zu machen. Ja, und dann kann selbst das Wort Gottes nicht hindurchbringen, weil Gott uns natürlich so sehr liebt, dass er unseren Willen respektiert. Ja, das habe ich selber erlebt, als die Tradition oder das, was ich früher hatte, das blockiert hat, weil da hast du es gehört und dann hast du es gelesen. Ich habe ganz oft biblische Sprüche gelesen oder wie bestellen, aber ich habe sie nie so verstanden. Erst durch den Heiligen Geist kam das ja ganz genau, dass man ohne den Heiligen Geist die Dinge gar nicht, also man braucht den Heiligen Geist, um geistliche Dinge geistlich zu deuten. Ja, und der fehlt ihm. Ja, das wird jetzt hat er gesagt, euch. Er sagt: Ich bin von oben, ihr seid von unten. Ja, ganz deutlich den Kontrast gemacht zwischen geistlich und fleischlich.

[10:42] Jetzt sind wir mal weiter in Johannes 8, Vers 38. Johannes 8, Vers 38. "Wer mag diese, ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, so tut auch ihr, was ihr bei eurem Vater gesehen habt." Genau, Jesus macht wieder einen Kontrast. Ja, so wie auch schon vor dem Kapitel. Er sagt: "Ich bin von oben, ihr seid von unten." Ja, geistlich. Und jetzt sagte hier: Beide, soweit die Pharisäer haben einen Vater. Und woran erkennt man, dass sie beide einen unterschiedlichen Vater haben, nach dem Wort von Jesus hier? An dem, was sie tun. Oder das die Werke der Pharisäer offenbaren, wer ihr Vater ist. Ja, ich habe einen Vater und das, was ich gehört habe, das sage ich euch. Ja, an meinen Worten könnt ihr sozusagen meinen Vater erkennen. Und an euren Werken erkennt man auch euren Vater. Und die Implikation ist natürlich: Ihr habt den anderen Vater als ich, weil das Gespräch geht ja so.

[12:05] War Jesus der erste, der angedeutet hat, dass sie, wenn er noch gleich dazu kommen, dass ein Vers 44 sagt: "Ihr seid, ihr habt den Teufel zum Vater." Nicht mehr gab es jemanden schon vorher den Pharisäern gesagt hat, dass sie einen Vater haben, der nicht gut ist? Genau, wer das gesagt? Johannes der Täufer. Der gesagt: "Schlangenbrut!" Ja, und was ist die Schlangenbrut? Also, was ist eine Schlangenbrut? Ja, ihr wisst ja, Jesus hat er gesagt in 1. Mose 3:15: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen." Ja, der Same der Frau, der Same der Schlange. Und das sieht man dann in 1. Mose 4, Kain und Abel, ja, die gegeneinander kämpfen. Und da haben wir diese Idee auch schon. Schaut mal mit mir genau. Das ist ganz kurz Zeit, das Anschauen der Matthäus 3, wo der Johannes das gesagt hat. Er sagt in Vers 7 in Matthäus 3 und dort Vers 7: "Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entgehen?" Jesus hat in Johannes 8 gesagt: "Wie wollt ihr dem Gerichte, der Hölle entgehen?" Also, wie wollt ihr dem entfliehen? Ja, und dann schaut den Vers 9. Das ist ganz interessant. Man hat das Gefühl, man ist quasi drei Jahre hier zurückversetzt. Ja, also das ist genau das gleiche. Johannes 8 und denkt nicht bei euch selbst sagen zu können: "Wir haben Abraham zum Vater." Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Hätten sie Johannes dem Täufer geglaubt, hätten sie dieses Jahr annehmen können, aber sie haben das von Johannes dem Täufer nicht angenommen.

[13:59] Und ich weiß nicht, wie das kennt das Problem ist oft, wenn man erstmal eine Meinung sich gebildet hat, ist es schwer, die Meinung wieder aufzugeben. Wenn man erstmal gesagt hat: Ich glaube, das ist falsch und vielleicht sogar anderen noch erzählt hat, dass es falsch ist, dann ist man nicht so leicht bereit, es doch als wahr anzuerkennen. Deswegen ist eines der wichtigsten Dinge, wenn man sich mit sogenanntem neuen Licht beschäftigt oder so, überhaupt mit biblischer Wahrheit, dass man nicht gleich eine Meinung formt, dass man sich erstmal alle Beweise zusammensammelt. Weil je früher man eine Meinung formt, desto eher ist man vielleicht auch falsch, ja, wenn man einfach nicht alles nicht angeschaut hat. Und die haben einfach ziemlich bald in Johannes abgelehnt und drei Jahre später kann selbst Jesus sie nicht mehr überzeugen. Und das ist eigentlich eine sehr ernste Warnung auch, die wir hier finden. Also Jesus sagt: Was ich bei meinem Vater gehört habe, könnte ich... Ich gerade erinnere an den Morgenständig. War er hat immer das gesagt, was er von seinem Vater gehört hat. Das finde ich so beeindruckend. Habe ich ja, glaube ich, schon mal erzählt. Den Jesaja 50 sagte ja: "Morgen für Morgen weckt er mich, damit ich höre, wie Jünger hören." Jesus war der größte Lehrer aller Zeiten, weil er der größte Schüler war. Die ganze Bergpredigt, die See-Predigt, die Endzeit-Predigt, man, alles Dinge, die vom Vater gehört hat, die Gott der Vater auch so gepredigt hätte, wenn er auf der Erde gewesen wäre. Und das sieht man hier ganz deutlich. Noch mal die das betont Jesus immer und immer wieder. Könnte im Johannesevangelium sehen, immer wieder sagt er: "Was ich bei meinem Vater gesehen habe." Das kommt ganz deutlich vor.

[15:33] Derselbe Johannes, der das hier aufstellt im Johannesevangelium, der sagt dann in den Johannesbriefen ganz ähnliche Dinge, die uns helfen, das Ganze noch ein bisschen besser zu verstehen. In 1. Johannes 3 und dort Vers 8 bis 10, da sagt er: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil aus Gott geboren ist. Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar. Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott. Ebenso Achtung, wer seinen Bruder nicht liebt."

[16:25] Jetzt, wie war die Haltung der Pharisäer zu Jesus? Hätten sie ihn lieben sollen, selbst wenn er nicht der Messias gewesen wäre? Ja, also das Problem ist nicht, dass sie den Messias hassen, das ist sowieso ein Problem, also sowieso das größte Problem. Aber das Problem ist schon, dass sie überhaupt einen Menschen hassen. Selbst wenn Jesus nur ein normaler Mensch gewesen wäre, hätte der Hass auf Jesus bewiesen, keine Kinder Gottes sind. Ja, und das sehen wir bei Kain und Abel. Und das sehen wir auch in unserem Leben, wenn wir andere Menschen nicht lieben, wenn wir irgendwie Groll auf die haben und Zorn, dann ist in diesem Bereich unseres Lebens ja der Satan noch die Kontrolle. Das heißt, dann dürften die auch die Römer nicht hassen, richtig? Und deswegen waren sie so erstaunt, als Jesus in der Bergpredigt sagt: "Lebt eure Feinde." Und ich glaube, das ist ein Thema, das ist echt ganz, ganz, ganz aktuell, weil wir leben in einer Welt, in der viele Menschen viele Dinge falsch tun und vielleicht auch zu unserem Schaden sind. Ja, oder vielleicht sogar Dinge tun, vielleicht auch bewusst und unbewusst, dahingestellt. Ja, aber wir haben auch in den letzten Jahren erlebt, wie leicht es dann ist, Menschen zu hassen, ja, weil sie falsche Entscheidungen treffen. Und das ging den Juden damals ganz genauso. Aber letztendlich kommt Hass immer von Satan und Liebe kommt von Gott. Sehr deutlich getrennt. Und Jesus macht in diesem Gespräch, er zeigt, es sind zwei völlig entgegengesetzte Pole. Das ist nicht so so grau. Es ist entweder dieser Vater oder dieser Vater.

[18:12] Gehen wir zurück zu Johannes und dort Vers 39. Also, was Jesus ihnen deutlich machen will, ist: Ihr sündigt und es nützt euch eure genetische Abstammung gar nichts. Mein Urgroßvater wurde Anfang des Jahres 20er Jahren damals im heutigen Polen getauft. Davon kann ich mir nichts kaufen, wenn ich sündige. Ist das vollkommen egal, was meine Vorfahren getan haben. Ja, niemand wird gerettet, weil seine Vorfahren so toll waren, sondern unser eigenes Leben ist entscheidend. Ja, und hier die Pharisäer, die hat natürlich nicht, die war nicht in vierter Generation Israeliten. Die waren in so in 40 Jahren, was ich nicht hundertster Generation kann. Ja, also die waren ja in, das war ja noch viel eindrucksvoller, aber es nützt nichts.

[19:16] Johannes 8, Vers 39: "Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater." Jesus spricht zu ihnen: "Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, so würdet ihr Abrahams Werke tun." Genau, sie sagen: "Abraham ist unser Vater." Ich war, das haben sie schon gesagt in Vers 33. Haben sie gesagt: "Wir sind, Abraham ist unser Vater, wir sind seine Kinder." Und Jesus sagt wieder: "Wenn ihr seine Kinder wärt, dann würdet ihr es." Es geht um die, es geht um die Karte. Ja, das heißt, und das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt. Aber da kommen wir gleich noch, da kommen wir gleich noch zu.

[20:05] Mein Bekenntnis nützt überhaupt nur etwas, wenn mein Leben dem Bekenntnis entspricht. Und deswegen kann man die Werke nicht vom Glauben trennen. Es gibt mir die Diskussion mit dem Glauben und den Werken, aber wenn die Werke den Glauben nicht bezeugen, ist der Glaube völlig wertlos. Das, das Jakobus sagt. Nicht wann, da kommen wir jetzt dann an der Stelle gleich, gleich hin. Also, wir haben schon gesehen, in der Feindesliebe hätte man echte Kinder Gottes erkannt. Schauen wir rüber zu 2 und dort Vers 28. Das ist ein ganz wichtiges Thema, weil das heute auch in der Christenheit oft falsch verstanden wird. Ja, es gibt heute auch in der Christenheit immer so ein bisschen den Gedanken, dass vielleicht doch irgendwie das genetische Israel irgendwie eine besondere Rolle hat, weil sie ja genetisch irgendwie von Anfang abstammen. Aber sowohl das Alte als auch das Neue Testament sind sehr deutlich: Gott handelt nicht Menschen besser oder schlechter, weil sie bestimmte Vorväter haben. Ja, es geht immer um den Menschen selbst vor Gott.

[21:01] In Römer 2, Vers 28 und 29, sagt Paulus: "Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch nicht die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht, sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und seine Beschneidung geschieht am Herzen, im Geist, nicht dem Buchstaben nach. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott." Ihr wisst vielleicht, die Religion der Pharisäer bestand aus Äußerlichkeiten. Da fehlte der Heilige Geist. Und von wem kam die Anerkennung? Sagt Jesus ganz oft, wenn die Pharisäer ihre Religion ausgeübt haben, wessen Anerkennung haben sie gesucht? Die von Menschen. Oder wie gesagt, ich war, sie stehen da und warten auf den Applaus. Sie stellen sich an die einen an den Straßenecken hin und gesehen zu werden. Aber das ist eben diese Seite, die kann extrem religiös wirken. Übrigens, diese Seite hier sah so religiös aus, dass sogar die, dass sogar die Jünger Jesu dachten, dass das echte Gläubige sind. Ja, sogar die Jünger Jesu haben lange gebraucht, bis sie verstanden haben, die Pharisäer sind gar nicht so heilig, wie sie vorgeben. Das hatte enormen Eindruck gemacht. Auch wir sind als Menschen oft beeindruckt von Menschen, die viel in der Bibel lesen, die viel gut kennen, die vielleicht ein sehr heiliges Leben vorspielen. Und deswegen sollten wir uns niemals alleine auf Menschen verlassen, weil Gott allein könnte Herzen...

[22:22] ...innerlich ein wahrer Jude ist, am Herzen beschnitten. Schaut man Römer 4, wo jetzt gerade schon in Römer sind, in Römer 4 und dort Vers 11 und 12: "Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte, damit..."

[22:43] im unbeschnittenen Zustand hatte, damit er ein Vater aller unbeschnittenen
[22:47] Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit angerechnet werde und auch
[22:53] ein Vater der Beschnittenen, die nicht nur aus der Beschneidung sind, sondern
[22:57] die auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte,
[23:00] als er noch unbeschnitten war. So was ist Argument von Paulus ist ganz interessant.
[23:08] Was ist der Punkt, den Paulus hier machen möchte?
[23:13] Gibt zu, Paulus, dass man ein bisschen kompliziert, aber eigentlich ist er von
[23:15] ganz deutlich. Es gibt ein Zeichen des Namens, es geht um Abram oder Abraham.
[23:22] Er ist ein Vater von wem ist er der Vater?
[23:36] Er ist von allen, er ist von den Un- wann ist er von den unbeschnittenen der Vater?
[23:40] Was müssen die unbeschnittenen haben, damit er ihr Vater ist?
[23:50] Und was müssen die beschnittenen haben, damit er ihr Vater ist?
[23:53] Ja, es geht ja darum, dass Abraham ist ein Vater, ist der Vater der Unbeschnittenen
[23:58] und der Beschnittenen, aber unter welcher Bedingung?
[24:03] Ja, die Gerechtigkeit für den angerechnet, dann ja, was müssen diese Menschen haben,
[24:08] egal ob beschnitten oder unbeschnitten, damit sie Kinder Abrahams sein können?
[24:13] Mit Vater ist Glaube. Könnte es sehen, alle die glauben,
[24:18] egal ob beschnitten oder unbeschnitten, sind Kinder Abrahams. Das sagt der Paulus
[24:22] ganz deutlich.
[24:24] Steht ganz deutlich, oder die Unbeschnittenen können Kinder Abrahams sein.
[24:28] Also die Pharisäer haben gedacht, nur ein Beschnittener ist ein Kind Abrahams.
[24:33] Und Paulus sagt: Nein, nein, auch ein Unbeschnittener kann Kind Abrahams sein.
[24:38] Und ein Beschnittener ist nur dein Kind Abrahams, wenn er das eigentlich
[24:42] entschieden hat, nämlich Glaube.
[24:44] Und deswegen steht in Vers 16. Schaut mal, Vers 16. Darum ist es aus
[24:50] Glauben, damit es aufgrund von Gnade sei, auf dass die Verheißung den ganzen Samen
[24:54] sicher sei, also den beschnittenen und den unbeschnittenen, nicht nur demjenigen aus
[24:58] dem Gesetz, sondern auch dem aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist.
[25:04] Der Paulus spricht ja an die Römer. Die Römer waren keine Juden, das waren halt Römer.
[25:11] Und er sagt: Abraham ist euer Vater, weil es entscheidend war, nicht seine Beschneidung,
[25:15] sondern sein sein Glaube.
[25:17] Und genau das fehlt den Pharisäern, 100%. Denn sie glauben gar nicht.
[25:22] Sie glauben weder an Jesus, noch glauben sie an die Verheißung Gottes
[25:26] über den Messias. Ihr fehlt Glaube. Und deswegen können sie nicht Abrahams
[25:31] Kinder sein. Deswegen steht in Galater 3. Paulus hat diesen Punkt sehr deutlich
[25:37] und präzise beschrieben in Galater 3.
[25:41] Vers 7 ist es noch deutlicher. Brief Galater 3, Vers 7.
[25:44] So erkennt auch die aus Glauben sind.
[25:48] Diese sind Abrahams Kinder. Das heißt, wer ist gerettet?
[25:52] Wer glaubt? Ich bin nicht errettet, weil ich mich in einer Adventgemeinde befinde.
[25:58] Ich bin nicht errettet, weil meine Eltern oder Großeltern oder Urgroßeltern als
[26:02] Heiden gewesen sind. Ich bin nicht errettet, weil ich eine Familie voller
[26:08] Gläubiger Menschen habe, oder weil ich hunderte theologische Bücher geerbt habe.
[26:12] Was weiß ich was? Ich bin errettet durch den Glauben, dass jeder, der glaubt, nicht
[26:18] verloren geht, sondern ewiges Leben hat, sagt Johannes 3, Vers 16.
[26:21] Und damit es ganz deutlich wird, was wir glauben sollen, in Vers 29, selbes Kapitel, Vers 29.
[26:27] Wenn ihr aber wem angehört, Christus angehört, so seid ihr Abrahams
[26:35] Samen und nach der Verheißung Erben. Also biblisch gesehen ist man wann Abrahams
[26:39] Kind, wenn man zu Jesus gehört.
[26:43] Und was wollen die Pharisäer mit Jesus machen? Sie wollen ihn töten.
[26:48] Also das ist quasi sind 180 Grad von ihm entfernt. Ja, genau auf der anderen Seite.
[26:52] Und sagen, wir sind Kinder. Also man kann eigentlich keine größere Täuschung haben,
[26:56] als wenn man sagt: Ich bin gerettet, und man plant gleichzeitig die Tötung dessen,
[27:02] der einen retten kann. Man kann nicht weiter entfernt sein.
[27:05] Und das zeigt, wie krass man getäuscht sein kann, obwohl man sich selbst
[27:11] verheimlicht. Und das ist, glaube ich, eine ganz, ganz wichtige Lektion auch für uns,
[27:18] die uns deutlich macht, wie wichtig es ist, dass wir uns ganz fest an Jesus
[27:21] klammern und nicht auf uns selbst schauen, und nicht auf unsere eigenen Verdienste,
[27:24] auf unser eigenes Wissen und verlassen. Weil dann können wir richtig in die falsche Richtung
[27:28] abrutschen.
[27:34] Er sagt ja, eure Werke. Ja, wenn ihr Abrahams, wenn ihr Abrahams Kinder werden würdet,
[27:39] ihr Abrahams Werke tun. Das bringt uns zu einer Frage: Was waren denn die Werke
[27:43] Abrahams? Und dazu haben wir eine interessante Stelle, die ihr wahrscheinlich
[27:46] gut kennt, aber diese selten in diesem Licht lesen. In Jakobus Kapitel 2.
[27:50] Jakobus Kapitel 2. Da geht es ja um die Frage, der Jakobus, der von dem immer eine
[27:55] Gedenken, dass er gegen den Paulus spricht, aber das stimmt gar nicht. Ja, es schaut nur
[27:58] von anderer Perspektive drauf. Diskutiert jetzt die Frage bei Abraham, den Glauben
[28:03] und den Werken. Oder sagt er Jakobus in Vers 21 von Kapitel 2?
[28:13] Jakobus 2 und dort Vers 21: Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch
[28:20] was direkt rechtfertigt, durch Werke, als er seinen Sohn Isaak auf dem
[28:24] Altar da brachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken
[28:29] wirksam war und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so
[28:35] erfüllte sich die Schrift, die spricht: Abraham aber glaubte Gott, und das wurde
[28:39] ihm als Gerechtigkeit angerechnet, und er wurde ein Freund Gottes genannt.
[28:45] So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den
[28:50] Glauben allein. Also meistens lesen wir das aus der Perspektive:
[28:54] Ich war reicht der Glaube, oder müssen noch Werke folgen? Ja, aber jetzt geht es
[28:57] mal hier um die andere Perspektive. Geht's darum, Jesus sagt: Es geht um die Werke,
[29:04] wenn ihr Abrahams Kinder wärt, würdet ihr Abrahams Werke tun. Was sind Abrahams Werke?
[29:27] Er war gehorsam. Aber was sagt er Jakobus? Was macht, was machen die Werke Abrahams
[29:30] hier? Er ist also das war der vieles. Ich war erst, erst rechtzeitig aufgestanden,
[29:33] er hat gehorcht, er ist den ganzen Weg gegangen, er hat den Sohn gebunden. Ich war
[29:40] der ganze Reihe von Dingen getan. Aber all das ist
[29:46] Ja.
[29:47] Es war aus Glauben.
[29:50] Also der Jakobus will natürlich deutlich machen, der Glaube allein reicht nicht.
[29:53] Er musste noch umsetzen. Aber den Punkt, den ich jetzt machen möchte, ist, dass was
[29:57] Abram getan hat, hat er immer aus Glauben getan. Es waren Werke des Glaubens.
[30:02] Es waren Werke des Glaubens. Deswegen sagt er, sagt der Jakobus, als er diese
[30:06] Werke getan hat, war das nicht erst, hatte er geglaubt, dann hat er Werke getan, sondern
[30:10] er hat dadurch den Glauben erfüllt. Ja.
[30:12] Ja, diese Schriftsteller kommt ja eigentlich aus 1. Mose 15. Aber glaubte Gott, und das wurde
[30:18] ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Er hatte den Glauben. Und jetzt sagt Jakobus,
[30:24] indem er den Isaak geopfert hat, hat er diesen Glauben bewiesen. Er den Glauben ausgesprochen.
[30:34] Was ich damit sagen möchte, ist Jesus sagt: Wenn ihr Abrahams Kinder werden würdet,
[30:38] ihr seine Werke tun, nämlich Werke des Glaubens.
[30:44] Ein Kind Gottes kann daran erkannt werden, das was es sagt und was es tut.
[30:49] Auf Glauben geschieht das. Ein Kind Gottes, die Definition.
[30:54] Jeder Mensch, der aus Glauben redet und aus Glauben handelt und aus Glauben denkt,
[31:03] ist ein Kind Gottes, erstmal unabhängig davon, wie viel er theologisch
[31:09] verstanden hat. Ja, das kommt danach. Aber das ist ein Kind Gottes.
[31:12] Es gibt Menschen, die haben theologisch enorm viel verstanden, aber handeln nicht aus
[31:15] Glauben.
[31:17] Und die sind vielleicht sogar Leiter in der Gemeinde hier, ja,
[31:21] und halten sich für die größten Experten der Bibel und für die konservativsten
[31:26] überhaupt. Aber sie tun es nicht aus Glauben, sondern aus Egoismus.
[31:31] Und sie haben den Vater, den Teufel zum Vater.
[31:49] Ja, da würde ich jetzt sagen, genau der echte Glaube
[31:51] ist der Glaube, der sich in den Werken zeigt. Ja, also ich gebe dem Beispiel: Wenn
[31:55] ich sage, ich glaube an Jesus, aber deswegen kann ich trotzdem die Gebote brechen,
[31:58] wie ich will. Das kann Glaube, das ist Anmaßung. Ja, wenn ich, wenn ich sage,
[32:05] ich glaube an Jesus, aber ich möchte mit niemand drüber reden, und ich will das
[32:08] einfach für mich behalten und niemandem erzählen, dass nicht der Glaube an Jesus.
[32:13] Das ist anders. So der Glaube der Bibel, der echte Glaube,
[32:15] ist immer der rettende Glaube, den die Bibel beschreibt, der mit der Bibel
[32:18] Übereinstimmung ist. Ja, daran kann man den Glauben messen. Ja, denn Jesus sagt:
[32:25] Der Mensch lebt aus jedem Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.
[32:30] Ganz genau. Ein Vers schaffen wir noch.
[32:31] Vers 40. Johannes 8, Vers 40. Und da macht Jesus diesen Punkt jetzt ganz deutlich.
[32:39] Er sagt in Vers 40: Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit
[32:47] gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Da habt es wieder nicht mehr von Gott gehört.
[32:57] Das hat aber nicht getan. Eure Werke und die von das ist ihr handelt nicht wie Abraham.
[33:08] Schaut mal mit mir in Psalm 37 und dort Vers 12.
[33:35] Der Gottlose heckt Pläne aus gegen den Gerechten und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.
[33:46] Pläne aus gegen Jesus. Erst später, bei Stephanus heißt es ja buchstäblich:
[33:47] Sie knirscht mit den Zähnen. Ich war zuerst 32.
[33:51] Da steht es noch mal explizit: Der Gottlose lauert auf den Gerechten und
[33:55] sucht ihn zu töten. Glaubte die Pharisäer
[33:57] kann diese Texte? Ja, Jesus hält ihn ja nur den Spiegel.
[34:01] Bevor Jesus beleidigt, sie ja nicht. Er zeigt, er hält den Spiegel vor. Schaut mal,
[34:05] ihr wisst ganz genau, ihr wollt mich töten. Ihr verleugnet Pläne in eurem Herzen.
[34:09] Sprecht euch hier, überlegt, wie mich fangen könnt. Ihr wollt mich töten.
[34:12] Schaut doch mal in euer eigenes Gesetz. Schaut dahin, eure Werke sind nicht aber
[34:17] geplant. Wie kann ich jemanden umbringen?
[34:20] Und wir brauchen manchmal diesen Spiegel, dass wir feststellen, hey, was wir so denken,
[34:23] was wir so planen, die du über andere Menschen denkst, das stimmt nicht
[34:27] über einen mit dem Wort Gottes. Einer meiner Lieblingsprediger mal gesagt:
[34:29] Manchmal brauchen wir das Evangelium hier direkt zwischen die Augen. So, ja, so
[34:34] als was muss uns mal so packen und sagen: Wow, ich denke die ganze Zeit so über
[34:37] jemanden und denke, ich bin gerechtfertigt darin, aber es ist falsch.
[34:39] Es ist total falsch.
[34:43] Und jetzt hat er gehofft, dass er irgendwie zu ihnen durchkommt. Er sagte zu ihm: Ihr
[34:48] wollt mich töten, weil ich euch die Wahrheit sage.
[34:51] Dann erlebt man, dass wenn ihr die Wahrheit gesagt habt, also die biblische Wahrheit,
[34:54] dass Leute, die euch vorher wohlgesonnen waren, plötzlich sich umgedreht haben.
[34:58] Das passiert. Wir leben in einem großen Kampf. Der Paulus hat auch Angst gehabt,
[35:04] dass das ihm passiert. Schaut mal in Galater Kapitel 4.
[35:11] Galater Kapitel 4, Vers 16. Das ist nicht nur bei Jesus passiert. In Galater 4 und
[35:13] dort Vers 16, da stellt Paulus eine ganz bewegende Frage.
[35:25] Er sagt: Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?
[35:30] So, also, wenn ihr euch mal in die Lage von Paulus hineinversetzt, der hat ja
[35:35] diese ganzen Galater zum Glauben geführt. Der hat ihn ja das Evangelium beigebracht.
[35:38] Der hat sie zu Jesus geführt. Und jetzt merkt er, wie andere Leute, die so verwirrt
[35:44] haben, dass er sagt: Hey, wenn ich jetzt die Wahrheit sage, seid ihr mir dann Feind?
[35:48] Kämpft die gegen mich nur, weil ich die Wahrheit sage?
[35:53] Dürfen wir die Wahrheit unterdrücken und mit allen Menschen Freund zu sein?
[35:59] Unter keinen Umständen. Ich war Jesus und sehen wir hier. Jesus auch. Jesus hat
[36:04] versucht, die Pharisäer zu retten, aber er hätte einfach sagen können: Okay, ich lass mal
[36:07] ein Stück von der Wahrheit weg. Ich mach mal ein bisschen mit mit der Selbsterführung,
[36:10] weil dann lieben die mich ja. Ich mache mal ein bisschen mit Römer Bashing.
[36:14] Ich schimpfe mal ein bisschen gegen die Römer, damit die mich auch ein bisschen dann
[36:18] hätten sie wahrscheinlich einen Schulterschluss gemacht.
[36:20] Aber was Evangelium hätten nicht mehr funktioniert. Dieses Jahr seine Sache untreu geworden.
[36:27] Das heißt, Jesus hat mit äußerster Liebe. Und wenn das nächste Mal, heute haben wir
[36:30] nicht mehr die Zeit. Wir werden sehen, wie auch dann umgeht mit mit Attacken, die wirklich
[36:34] fies sind, mit äußerster Liebe mit ihm gesprochen. Aber er hat die Wahrheit
[36:38] ihnen gesagt. Und was wir lernen müssen: Wir brauchen die ganze Liebe, die Gott
[36:44] uns in unser Herz geben kann. Aber wir müssen auch die ganze Wahrheit sagen.
[36:48] Wir können es uns nicht leisten zu sagen: Naja, dann lasse ich halt die Wahrheit
[36:52] weg, um der lieben Friedens willen. Jesus wusste, wenn er die Wahrheit sagt,
[36:55] töten sie ihn.
[36:59] Und er hat alles versucht, das aufzuhalten, indem er sie versucht dazu bekehren,
[37:04] indem er versucht hat, sie zu retten, indem er versucht hat, auch ihnen zum Teil aus dem
[37:07] Weg zu gehen, wie wir gesehen haben. Er ist ja nicht ständig nach Hause gerannt.
[37:10] Aber wenn er sie begegnet ist, hat er die Wahrheit gesagt, um sie zu retten.
[37:15] Er wusste, was das für Konsequenzen hat. Und wir kommen eine Zeit, da werden wir
[37:19] wissen, wenn wir die Wahrheit sagen, dass diese Konsequenzen haben.
[37:26] Und Jesus wollte nicht, dass sie seine Feinde sind, oder er wollte sie retten.
[37:28] Aber trotzdem hat er die Wahrheit gesagt, auch wenn er wusste, sie werden ihn töten.
[37:33] Und ich glaube, das kann man wirklich von Jesus lernen, dass man Liebe zu Menschen
[37:37] hat, aber auch Liebe zur Wahrheit. Und dieses sagt nicht: Ja, weil ich euch die
[37:41] Wahrheit gesagt habe, ihr wisst kein er schlug den Abel, weil dieser gerecht war.
[37:53] Übrigens ist etwas aufgefallen. In Johannes 8, Vers 40 sagt Jesus: Nun aber sucht ihr mich
[37:57] zu töten, einen Menschen.
[37:59] Wir haben vorgesehen in Johannes 8, hat Jesus mehrfach seine Göttlichkeit
[38:02] angedeutet. Ja, gesagt: Ich bin ja. Wenn ihr werdet sehen, dass ich bin. Und das kommt
[38:08] ja später noch ein Kapitel, wo sagt er: Abraham war, bin ich. Aber gleichzeitig
[38:11] das sieht man die ausgewogen Jesus gewesen ist. Nicht wahr? Seine Göttlichkeit
[38:16] immer wieder angedeutet. Und sagt, aber jetzt, aber ihr wollt mich einen Menschen töten.
[38:20] Ja, Jesus ist ganz Gott, aber ist eben auch ganzer Mensch.
[38:28] Das Verhalten damit schließen wir das Verhalten der Pharisäer stand in krassem
[38:31] Gegensatz zu ihrem selbsternannten
[38:35] Herr.
[38:37] Ich würde mal ein aktuelles Beispiel nehmen. Ich denke, so gut wie jeder von uns,
[38:42] der sich mit der Adventgemeinde identifiziert, würde sagen, die Pioniere
[38:47] sind unser Vorbild.
[38:50] Kann es uns auch passieren, dass wir zwar uns auf die Pioniere berufen und sagen,
[38:53] ja, unsere Pioniere, die Adventbotschaft, aber dass dann unser Verhalten
[39:00] dem Verhalten der Pioniere völlig entgegengesetzt ist? Ich habe schon oft
[39:04] manchmal Leute getroffen, die mir sagen: Aber James White und Joseph Bates und
[39:09] hier, ne? Und wenn ich dann lese, dem zweiten oder Joseph oder Ellen White
[39:11] gewesen sind, wieso gehandelt haben, nach welchem Prinzip gelebt haben, dann denke
[39:15] ich mir: Die würden euch ziemlich kritisieren.
[39:18] Hier wird euch tadeln für euren Fanatismus oder für was soll man ihr
[39:21] jetzt da da gerade tut. Und wir können das mit Reformatoren machen. Ich war, wie
[39:27] viele Leute sagen heute noch: Ach, der Martin Luther. Und ihr Verhalten ist aber
[39:30] 180 Grad entgegengesetzt, sehen, was runter getan hätte.
[39:35] Wie hier mit Anfang. Ja, und dann können wir jetzt ein Beispiel nach dem anderen
[39:37] nehmen.
[39:43] Und einen letzten Punkt sich noch machen, weil der ist sehr interessant. Ist die
[39:50] Pharisäer dachten tatsächlich, dass so eine formale Abfolge, in dem Fall eine Genetik,
[39:56] sicherstellt, dass man vom Heiligen Geist geführt ist.
[39:59] Dieses gleiche Prinzip gibt es auch in der Kirchengeschichte. In der Kirchengeschichte
[40:03] hat man die Idee entwickelt,
[40:08] wenn ein Bischof den nächsten Bischof weit und ein Bischof dem nächsten folgt und man
[40:13] sich zurückverfolgen kann auf den Apostel, die sogenannte apostolische Sukzession,
[40:18] dann ist garantiert, dass dieser Bischof die Wahrheit sagt. Ja, also mit anderen Worten,
[40:21] wenn der Bischof sagen kann, ich habe, ich wurde von dem Bischof geweiht, und der wurde
[40:25] von dem Bischof geweint, und der von dem, und der und dem und dem, und das geht bis zurück,
[40:30] dann ist sichergestellt, dass dieser Bischof die Wahrheit sagt, weil er sich auf Petrus
[40:34] zurückrufen kann. So ist das Papsttum entstanden. Das entstanden dadurch, dass man gesagt hat,
[40:37] wir haben eine Ohren, eine lückenlose, also die ist gar nicht so lückenlos, aber man hat
[40:42] behauptet, eine lückenlose Linie zurück bis zu Petrus.
[40:45] Aber das ist vollkommen egal, weil wenn die Linie auch noch so lückenlos ist,
[40:52] wenn dieser eine Mensch sündigt, sagt er nicht die Wahrheit, auch wenn er von Petrus
[40:56] abstammt. Ja, und daran kann man sehen, dass das Argument, das für die katholische Kirche
[41:01] vorgebracht wird, die apostolische Sukzession, im Grunde genommen das Argument dieser Pharisäer
[41:05] ist.
[41:06] Also, wenn ihr mehr studiert über die Pharisäer, wenn wir feststellen, dass vieles von dem,
[41:10] was in der katholischen Kirche so theologisch gesagt und gedacht wird, eigentlich dem ziemlich
[41:15] entspricht, auch mit der Werksgerechtigkeit, ja, mit dem Pomp.
[41:19] Und wenn man die Offenbarung liest, dann auch ganz deutlich dieser Punkt hier.
[41:25] Und das zeigt uns wiederum, wie Jesus möchte, dass wir auch mit den
[41:30] Mächten der Endzeit umgehen, wie wir sie behandeln. Denn so wie Jesus mit den
[41:36] Pharisäern umgegangen ist, so sollen auch wir in der Endzeit mit denen umgehen,
[41:40] die uns dann verfolgen oder verfolgen werden.
[41:49] Nächste Woche werden wir sehen, wie das weitergeht. Ja, es gibt noch mehr zu entdecken,
[41:52] aber das nächste Woche nicht. In zwei Wochen, dann nächste Woche machen wir Pause, urlaubsbedingt.
[41:57] Aber in zwei Wochen werden wir dann sehen, wie das Gespräch weitergeht. Und das wird sehen,
[42:00] es gibt nur einige ganz interessante Wendungen in diesem Gespräch. Für heute wollen wir uns
[42:06] vornehmen und selbst zu hinterfragen: Sind meine Werke aus Glauben oder aus Ich-Suche?
[42:15] Höre ich, was Gott mir sagt, oder will ich mich selbst in den Vordergrund schieben
[42:17] und bin dadurch, ohne dass ich selbst weiß, dann die haben sie nicht gewusst,
[42:21] ein Kind Satans.
[42:27] Der pharisäische Glaube am Anfang hat man vielleicht nicht, aber durch Lob oder
[42:30] dass man da was hast du ganz toll gemacht und so stolz kommt man manchmal
[42:34] auch in das man rutscht da richtig rein.
[42:40] Aber letztendlich gibt's ein ganz einfaches Hilfsmittel dagegen, weil auch die auch die Jünger
[42:43] von Jesus hat manchmal so Anwandlung, oder aber die Jünger von Jesus wurden nicht versehen,
[42:49] warum? Weil sie sich mal in Jesus gewandt haben.
[42:50] Wie alle haben mit Stolz zu kämpfen. Wir alle haben ein Herz, das erneuert werden muss.
[42:56] Nicht wahr? Aber Jesus ist das Hilfsmittel. Und wenn wir, wenn wir Jesus haben und an Jesus
[43:01] uns festhalten, das werden wir mal falsche Gedanken gehabt haben, dann können wir wieder
[43:04] zurückkehren. Das Problem ist hier, sie
[43:06] wollten nicht hören.
[43:10] Und das war das große Problem. Aber noch gemeinsam reden.
[43:20] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für diese Studium und für die Dinge,
[43:27] die du uns gezeigt hast darin. Möchten dich bitten, dass du uns hilfst,
[43:34] dass wir uns wirklich selbst prüfen, dass wir uns selbst erforschen, ob wir Dinge
[43:36] tun, um gesehen zu werden, um gelobt zu werden von Menschen, um uns selbst zu erhöhen,
[43:42] oder ob wir Dinge tun, weil sie sich von dir gehört haben, weil wir aus Glauben leben.
[43:49] Herr, wir möchten uns von ganzem Herzen
[43:51] an dich wenden und an dich klammern. Wir möchten echte Christen sein und keine
[43:55] Heuchler. Und Herr, wir danken dir, dass du uns berufen hast und dass du uns stärkst.
[44:01] Und wir möchten dich bitten, dass wir auch von Jesus lernen, wie wir mit Menschen
[44:08] umgehen, die uns das Böse wollen, dass wir ihnen in Liebe begegnen und
[44:11] gleichzeitig die Wahrheit nicht verleugnen.
[44:19] Herr, wir möchten dich bitten, dass wir in das Bild von Jesus mehr und mehr verwandelt werden.
[44:23] Es bitten wir in seinem Namen. Amen.


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