In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Jesus als der Tür zur Schafhürde, wie in Johannes 10 beschrieben. Er erklärt, wer die „Diebe und Räuber“ sind, die versuchen, die Schafe von Jesus wegzuführen, und zieht Parallelen zu falschen Führern im Alten Testament und in der Apostelgeschichte. Kramp betont, dass nur Jesus der wahre Weg ist und warnt vor den vielen falschen Lehren und Messiasen, die versuchen, Menschen zu täuschen.
Der Ersehnte: 220. „damit sie das Leben haben“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr heute Abend da seid und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute weiter studieren in diesem wunderbaren, wunderschönen Kapitel Johannes 10, in dem Jesus mit diesem Bild von dem Hirten und den Schafen etwas sehr Wertvolles über sich selbst offenbart hat. Und bevor wir das tun, wollen wir, wie immer, mit einem Gebet starten. Und wo es möglich ist, lade ich uns ein, dass wir dazu kurz niederknien.
[1:07] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du so ein wunderbarer und großer und gütiger Gott bist. Wir möchten dir danke sagen, dass du zu unseren Herzen sprichst und dass du unser Leben führst. Wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt dein Wort öffnen dürfen und durch deinen Heiligen Geist verstehen dürfen, wie du bist und wie du in uns wirkst. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt ganz persönlich zu uns sprichst und uns näher zu dir ziehst und dass wir von dir lernen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:51] Amen. Gut, schlagt mit mir auf Johannes Kapitel 10. Johannes Kapitel 10. Wir haben das letzte Mal angefangen, die ersten sieben Verse zu lesen. Ihr euch dort hat Jesus ein Gleichnis gesprochen, das Gleichnis von den Schafen in der Schafhürde und dann gibt es diejenigen, die durch die Tür hineingehen. Das sind die oder das ist der Hirte, der echte Hirte, der geht durch die Tür hinein. Und dann gibt's die, die nicht durch die Tür gehen, sondern die von einem anderen Weg hineinklettern. Und das sind die Diebe und die Räuber. Ja, und dann haben wir gesehen, dass Jesus gesagt hat, und wir wissen schon, er ist der Hirte, aber Jesus ist nicht nur der Hirte, er ist auch die Tür. Das haben wir in Vers 7 gesehen. Jesus ist die Tür zu den Schafen und wir haben gesehen, dass der einzige Weg, um Teil des Volkes Gottes zu sein, Jesus ist.
[2:47] Wollen wir heute ein bisschen weiter machen und wir fangen mal an in Vers 8. Machen und wir fangen mal an in Vers 8. Wir lesen mal Vers 8 und 9 vielleicht zusammen. Wer das hat, kann gerne mal vorlesen. Vers 8 und 9.
[3:00] "Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe hörten nicht auf sie. Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein und ausgehen und Weide finden."
[3:14] Genau, hier haben wir wieder diese Idee: "Ich bin die Tür". Jesus sagt, ich bin derjenige, durch den wir gerettet werden. Aber er sagt, es gab Leute, die vor mir kamen, und das waren Diebe und Räuber. Wollen wir uns kurz mal anschauen, wer sind diese Leute, die vor Jesus gekommen sind? Wir schauen mal ins Alte Testament und gehen mal dort zu Hosea. Hosea Kapitel 7, Vers 1. Wer sind diejenigen, die vor ihm waren? Hosea Kapitel 7 und dort lesen wir Vers 1. Dort sagt Gott durch den Propheten Hosea. Wer mag das mal lesen? Hat es jemand schon? Hosea 7, Vers 1.
[3:55] "Wenn ich Israel heilen will, so offenbaren sich Ephraims Schuld und die Übel Samarias, denn sie üben Betrug und der Dieb dringt ein und Räuberbanden plündern draußen."
[4:06] Genau, das heißt es also. Gott möchte Israel heilen, aber es gibt Diebe und Räuber, die Israel kaputt machen. Ja, also im Alten Testament gibt es natürlich Menschen, die Gott dienen wollen, die von Gott berufen sind, aber es gibt auch Menschen, die das Volk kaputt machen und die sozusagen verhindern, dass das Volk Gottes die Erlösung annimmt. Diebe und Räuber. Und es scheint fast so, als ob Jesus so ein bisschen auf Hosea abzielt, dass er das so im Hinterkopf hat. Wir schauen noch eine Textstelle an und zwar in Zefanja. Gehen wir bisschen durch die kleinen Propheten. Zefanja Kapitel 3 und dort Vers 3 und 4.
[4:47] Zefanja Kapitel 3, Vers 3 und 4. Dort sagt Gott durch den Propheten Zefanja:
[4:58] "Ihre Fürsten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen, ihre Richter Wölfe am Abend, die nichts übrig lassen für den Morgen. Ihre Propheten sind leichtfertige, betrügerische Menschen, ihre Priester entweihen das Heiligtum, tun dem Gesetz Gewalt an."
[5:14] Welche Personengruppen werden hier angesprochen als quasi Diebe und Räuber? Welche Personengruppen sind das?
[5:28] Hier geistliche, ja, die Fürsten, Richter, Propheten und Priester. Die politischen Führer des Landes, die Richter, die entscheiden sollen, was wahr und gerecht ist. Ja, die geistlichen Leiter, die Propheten, die Priester. Sie alle werden hier als leichtfertig, als als als Löwen, als Wölfe beschrieben. Es gab im Alten Testament viele Leiter, die nicht so geleitet haben, wie Gott es sich wünscht. Ja, und Jesus hat das so im Hinterkopf. Es gab viele Formen, die waren Räuber und Diebe.
[6:02] Noch ein Vers in der Hinsicht und zwar in Hesekiel. Hesekiel 22 und da haben wir denselben Gedanken, nur ein bisschen ausführlicher beschrieben. Hesekiel 22 und dort ab Vers 25.
[6:28] "Seine Propheten haben sich in ihm miteinander verschworen, gleich einem brüllenden Löwen, der den Raub zerreißt. Verschlingen sie Seelen, reißen Reichtum und Gut an sich und machen viele Witwen darin. Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine Heiligtümer. Sie machen keinen Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und lehren nicht zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen. Sie verbergen ihre Augen vor meinen Sabbat, und ich werde entheiligt in ihrer Mitte. Seine Fürsten, die darin wohnen, sind wie Wölfe, die den Raub zerreißen. Sie vergießen Blut, verderben Seelen, nur um unrechtmäßigen Gewinn zu machen. Und seine Propheten streichen ihn mit Tünche darüber. Sie schauen Trug und wahrsagen ihren ihnen Lügen und sagen: 'So spricht Gott, der HERR', während doch Gott gar nicht geredet hat."
[7:31] Genau, wir sind hier wie hier dieselben Personen oder wir sind Propheten, Priester, Fürsten im Alten Testament. Gab es immer wieder das Problem, dass man sich nicht auf die Menschen verlassen konnte, die eigentlich vorgegeben haben, Gottes Gemeinde zu führen. Die waren wie wie wie Wölfe, wie wie Löwen, die eigentlich sich nur an den Menschen bereichert haben. Ja, und wir sehen hier auch über die Propheten, dass sie zwar behauptet haben, im Namen Gottes zu reden, aber das gar nicht wirklich getan haben. Glaubt, es gibt heute auch noch, dass Leute behaupten, dass sie im Namen Gottes reden und eigentlich gar nicht wirklich echte Hirten sind, dass Leute nur vorgeben, Gottes Gemeinde führen zu wollen, aber in Wirklichkeit mehr kaputt machen. Das heißt, Jesus spricht ein echtes Problem an. Das ist nicht nur Theorie, dass es Räuber und Diebe gibt. Es gibt viele Menschen damals im Alten Testament, die den Eindruck erweckt haben, für Gott zu arbeiten, aber in Wirklichkeit die Gemeinde durcheinander gebracht haben.
[8:28] Jetzt interessant, gab es das nicht nur im Alten Testament. Schauen wir mal in die Apostelgeschichte und wir gehen dort zu Kapitel 5. In Apostelgeschichte 5 dort finden wir, was der alte Priester, der berühmte Priester Gamaliel gesagt hat, als gerade die Jünger von Jesus nach ihrer Predigt gefangen genommen worden sind. Und da finden wir jetzt folgende interessante Erzählung von ihm in Apostelgeschichte 5, Vers 36 und 37.
[9:01] "Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf und gab vor, er wäre etwas. Ihm hing eine Anzahl Männer an, etwa 400. Er wurde erschlagen, und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zu nichts. Nach diesem trat Judas der Galiläer auf in den Tagen der Volkszählung und brachte unter seiner Führung viele aus dem Volk zum Abfall. Auch er kam um, und alle, die ihm nachfolgten, wurden zerstreut."
[9:27] Was waren das wohl für Menschen, dieser Theudas und dieser Judas der Galiläer? Was haben die wohl von sich behauptet? Was denkt ihr?
[9:37] Steht nicht explizit da, aber man kann es ein bisschen so rauslesen. Was haben die wohl wahrscheinlich gesagt? Gesagt, diesen Propheten ja, hat vielleicht noch niemand Idee, weil er sagt ja, bevor das jetzt ist, was wir gerade sozusagen verhandeln, gab es schon den Theudas und es gab schon Judas in Galiläa. Was ist denn gerade das in Anführungsstrichen Problem, um den es eigentlich geht? Wenn die Geschichte ein bisschen kennt, er bezieht sich ja nur auf den Theudas und den und den Judas, um zu sagen, na ja, wir hatten sowas schon mal. Ja, wir hatten sowas schon mal, und das ist kaputt gegangen. Das ist noch mal passiert, ist noch mal kaputt gegangen. Deswegen sagt er in diesem Fall jetzt: "Lass sie in Ruhe." Ja, weil das ist ein Argument.
[10:29] Ja, genau. Also, womit hat der Gamaliel gerade zu tun? Ja, der Gamaliel ist jetzt ja nicht unbedingt jemand, der auf Gottes Seite steht, so sehr. Aber was ist das Problem oder was ist die Situation gerade? Das sind Apostel, die Apostel von wem?
[10:42] Von Jesus. Die Apostel von Jesus. Genau. Und was behaupten die Apostel von Jesus? Was behaupten die über Jesus? Was sagen die ganze Zeit in den Predigten, in der Apostelgeschichte, erfüllt vom Heiligen Geist? Was sagen die über Jesus?
[10:58] Er ist der Messias. Ganz genau. Er ist der Messias. Er ist Gott. So das heißt, hier gibt es Leute, die behaupten, Jesus, der Messias. Und Gamaliel sagt: "Hatten wir schon. Das gab schon mal den Theudas. Ja, ist alles kaputt gegangen. Dann gab es den Simon, den den den den Judas den Galiläa, der ist auch zugrunde gegangen." Das heißt, was haben diese Leute eigentlich behauptet? Dann wahrscheinlich diese Theudas und der Judas. Sie haben behauptet, dass sie der Messias sind.
[11:28] Es gab bereits vor Jesus Leute, die gesagt haben, sie sind der Messias, und sie haben Menschen mit sich gezogen. Und waren sie der Messias? Nein. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Der Satan weiß, dass Jesus allein der Messias ist. Und weil er das weiß, versucht er viele falsche Messiasse, falsche Propheten, falsche Lehrer im Raum zu verteilen, so dass man irgendwann verwirrt ist, den Richtigen nicht mehr findet.
[11:59] Also, ich weiß noch vor vielen, vielen, vielen Jahren, als ich noch klein war, kennt ihr noch diese alten Comics, Tom und Jerry? Diese Zeichentrickserie. Da kann ich mich erinnern, wie das war, so, das habe ich bis heute nicht vergessen. Der Tom ist immer der Jerry her und die Jerry hat sich immer in diesem Mauseloch versteckt. Und da hat der Tom sich folgendes überlegt: Er hat die gesamte Wand angemalt, so mit Mauselöchern, so dass Jerry nicht mehr wusste, wo das wahre Mauseloch ist. Und ständig rannte die Wand entlang, weil alles so aussah wie ein Mauseloch. Und das ist so ein bisschen diese Idee, die hier deutlich wird. Es gibt nur ein Schutz. Es gibt nur Jesus. Und der Satan, er findet falsche Propheten, er findet falsche Lehrer, er findet falsche Messiasse.
[12:49] Und was wir hier sehen, was ist mit diesen Leuten passiert? Alle, die dem Theudas nachgefolgt sind, die gesagt haben: "Theudas ist der Messias." Was mit den passiert? Sie wurden alle zerstreut. Sie wurden alle zunichte. Ja, was ist mit denen passiert, die unter Judas dem Galiläer gesagt haben: "Das ist der Messias"? Sie wurden alle zerstreut. Und das hat Jesus wahrscheinlich auch vor Augen, als er gesagt hat: "Alle, die vor mir kamen, die behauptet haben, ich bin der Messias, ich bin der Messias."
[13:14] Es gab übrigens auch später noch Leute, ja, den Bar Kochba z.B. im zweiten Jahrhundert, der gesagt hat: "Ich bin der Messias." Sie alle waren Diebe und Räuber.
[13:25] Noch ein Beispiel in 2. Petrus 2. Da wir dieses Prinzip hier von den falschen Propheten und den falschen Lehrern. Zweite Petrus 2, zweite Petrus Kapitel 2, Vers 1 bis 3.
[13:44] "Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen. Ja, Diebe und Räuber kommen ja auch meistens eher wie heimlich. Oder ein Dieb sagt nicht: 'Guten Tag, ich würde gerne heute Abend ihr Haus ausräumen.' Ja, der macht das heimlich. Und die falschen Lehren kommen meistens auch heimlich in die Gemeinde, nicht offensichtlich, ja, also manchmal auch offensichtlich, aber in der Regel eher versteckt. Verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen. Und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen."
[14:22] Und dann steht in Vers 3: "Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten." Ein Thema, das wir immer wieder sehen. Die falschen Lehrer sind nicht nur theologisch falsch. Sie sagen nicht einfach nur etwas, was unwahr ist. Sie haben egoistische Motive. Das ist ganz wichtig. Ja, es geht also nicht nur darum, der hat recht und der liegt falsch, sondern es sind immer auch Menschen, die haben eigentlich den Wunsch, sich selbst zu erhöhen, sich selbst zu bereichern.
[14:47] Gibt es heute auch noch in der Christenheit, dass Leute behaupten, für Jesus zu reden und in Wirklichkeit einfach nur Geld einsammeln und sich ein tolles Leben machen wollen? Jesus warnt uns davor. Er sagt, da gibt es viele, die sind Diebe und Räuber. Viele, die behaupten, dass durch ihren Weg und durch ihre Botschaft man Teil des Volkes Gottes wird, dass man durch ihre Botschaft gerettet werden kann.
[15:14] Nun, ein ganz wunderbares Zitat sagt folgendes: "In allen Zeitaltern haben Philosophen und Lehrer der Welt Theorien präsentiert, durch die man angeblich die Bedürfnisse der Seele befriedigen kann. Jede heidnische Nation hatte ihre ihre großen Lehrer und ihre religiösen Systeme und haben dadurch versucht, andere Mittel der Erlösung anzubieten als Jesus Christus. Ja, egal ob es der Buddhismus gewesen ist, oder ob es die die die heidnischen Religionen Ägyptens oder Babylons gewesen sind. Alle hatten so ihre Methode, ihren Weg."
[15:57] Und dann heißt es hier weiter: "Ja, und sie haben dabei die Augen der Menschen weg vom Gesicht des Vaters gelenkt und haben die Herzen mit Furcht vor ihm erfüllt, der ihn doch nur Segen geben wollte." Also, was sie sagt, ist ganz interessant. Sie sagt, die ganzen falschen Religionen lenken unseren Blick weg von dem Gesicht des Vaters, der eigentlich gut es gut mit uns meint. Und wenn wir wegschauen vom Vater, fangen wir an, Angst vor ihm zu haben. Und das ist so ein ganz interessanter Gedanke, wie ich finde.
[16:34] Und dann geht es noch weiter hier. Der die ganze der Trend ihrer ihres Werkes war es, Gott zu berauben, dessen, was eigentlich sein eigenes ist, durch Schöpfung und durch Erlösung. Und diese falschen Lehrer berauben auch den Menschen. Millionen von Menschen sind gebunden in der falschen Religion, in der Sklaverei von Furcht und oder oder oder oder Gleichgültigkeit. Sie arbeiten wie Lasttiere ohne Hoffnung oder Freude oder Erwartung für die Ewigkeit. Und das zeigt so ein bisschen, was das Problem ist, was die Menschen heute alle haben. Ja, wir leben in einer Welt, auch heute noch, wo es viele Theorien gibt, wie man irgendwie Seelenfrieden finden könnte. Und Jesus sagt, es sind viele vor mir gekommen und sind noch viele nach mir noch gekommen, die waren alle Räuber und Diebe.
[17:34] Und dann sagt er, aber wie kommt man hinein? Wie kommt man in die Herde sozusagen? Wir haben wir das letztes Mal dieses Bild uns angeschaut von dem von der Schafhürde, wo die ganzen Schafe... Ich meine, jetzt kein Schaf mehr. Es gibt die Tür, und Jesus sagt: "Ich bin die Tür."
[17:51] Jesus allein ist die Tür. Nun, ich fand es so schön, als also dazu. Kommen wir bestimmt jetzt auch dann noch. Aber er sagt ja trotzdem, dass es sehr hoffnungsvoll ist, dass...
[18:17] Ja, na ja, auf jeden Fall sagt er, dass die Schafe aber auch warten. Also, die Schafe lassen sich nicht verführen. Genau.
[18:25] Das genau. Und die die Schafe hören, dass es eine fremde Stimme ist. Und das gibt uns wiederum Hoffnung. Ein echter Gläubiger, wenn er Gott kennengelernt hat, wird erkennen, ob es wirklich Gottes Stimme hier spricht. Früher oder später wird das merken. Ja, man ist man verwirrt, ja, auch als Gläubiger Mensch ist man mal durcheinander. Ja, man man man hat eine falsche Information aufbekommen. Es braucht vielleicht Zeit, sie wieder loszuwerden. Aber jeder, der wirklich der Wahrheit folgen möchte, wird sie finden. Das, was Gott verspricht: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, werdet ihr mich finden", sagt Gott.
[18:57] Nicht wahr? Das, also ein ganz wichtiger Gedanke noch. Ganz kurz zum Ende. Dieses Zitat ist hier, das ist mich sehr schön. Hier heißt es: "Es ist das Evangelium von der Gnade Gottes allein, das die Seele erheben kann." Vielleicht habt ihr das auch in eurem Leben erlebt. Es gibt viele Theorien, wie man ein besseres Leben leben kann. Aber nur das Evangelium von Gottes Gnade kann die Seele wirklich hochheben, so wirklich erheben.
[19:21] Und dann geht es hier noch weiter. Das Nachdenken über die Liebe Gottes, wie sie sich in seinem Sohn gezeigt hat, wird das Herz aufwühlen und die Kräfte der Seele aufwecken, wie es nichts anderes kann. Christus kam, dass er im Menschen das Bild Gottes wiederherstellen, wieder schaffen würde. Und was immer Menschen von Christus wegführt, führt sie weg von der Quelle wahrer Entwicklung. Und das zeigt uns, wie entscheidend es ist, dass wir Jesus folgen.
[20:05] Jetzt, wir haben gesehen in Johannes 10, Vers 9, dass Jesus sagt: "Ich bin die Tür." Das ist nicht das erste Mal, dass Jesus gesagt hat: "Ich bin..." Oder was haben wir im Johannes schon gelernt, was er sonst schon alles so gesagt hat?
[20:20] Über ja, genau. Johannes 8, Vers 12 sagt er: "Ich bin das Licht", und zwar das Licht der Welt. Nicht wahr, wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Leben haben. Oder z.B. was haben wir noch? "Ich bin die Wahrheit." Er sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben" in Johannes 14, Vers 6. Ganz genau.
[20:40] Oder was das Leben? Also, ja, er sagt z.B. auch in Johannes 6: "Ich bin das Brot." Ja. Und wir haben gelernt in Johannes 8 auch, dass dieses "Ich bin" ausdrückt, dass er der ist, der im Dornbusch zu Mose gesagt hat: "Ich bin der, ich bin." Er ist Gott. Und es wird erklärt, was das bedeutet. Gott, der "Ich bin" ist das Licht, er ist das Brot, von dem wir uns ernähren, und er ist auch die Tür. Allein durch Jesus kommen wir zu dem echten Frieden.
[21:15] Nun, schaut mal mit mir in Johannes, in Römer 5. Wollen ein bisschen drüber nachdenken, was es bedeutet, dass wir durch Jesus hier einen Zugang haben. Ja, Jesus, du hast gesagt, richtig gesagt, Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Er sagt nicht, er sagt nicht: "Ich bin ein Weg, eine Wahrheit, ein Leben", ja, wie es heute Leute gibt, die sagen, es gibt viele Wahrheiten und viele Wege, auf denen nicht...
[21:33] ...und jeder kommt so von seiner Seite. Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und deswegen ist es entscheidend, dass wir nicht nur einfach über Jesus reden, sondern dass wir den Jesus finden, den biblischen Jesus. Ja, und nicht irgendeinen Jesus, sondern den biblischen Jesus.
[21:47] Schaut mal, Römer 5, Vers 1 und 2. Dort haben wir etwas über diesen Zugang. Römer, Römer, Römer Kapitel 5. Römer Kapitel 5, Vers 1 und 2. Wer mag den mal lesen?
[22:10] "Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen."
[22:23] Schon, genau. Durch wen haben wir Zugang erlangt? Durch Jesus. Durch Jesus Christus. Und wo zu bekommen wir Zugang? Zu der Gnade. Das heißt, alle, die...
[22:33] Zugang zu der Gnade, das heißt, alle, die hier in der in der Dings sind, das sind
[22:35] hier in der in der Dings sind, das sind die, die eigentlich in der Gnade sind, ja.
[22:38] Wir haben Zugang zur Gnade allein durch Jesus. Das heißt, ohne Jesus können wir
[22:44] nicht begnadigt werden, haben keinen Zugang zur Gnade, als nur durch Jesus. Wir
[22:50] können einfach nur sagen, na ja, Gott hat mich schon irgendwie lieb, irgendwie wird
[22:53] schon klappen, ich brauche jetzt nicht Jesus folgen, er wird mir trotzdem irgendwie vergeben.
[22:57] Viele Menschen denken, na ja, es gibt irgendein etwas Gutes vielleicht in der Welt, irgendwas nach dem Tod, irgendwie werde ich schon
[23:01] hindurchkommen oder so. Aber Paulus sagt,
[23:06] der Zugang ist durch Jesus und Jesus sagt: "Ich bin die Tür." Schauen wir noch
[23:09] mal einen anderen Vers an und zwar im Epheserbrief, in
[23:13] Epheser, ein bisschen weiter, Epheser
[23:16] Kapitel 2, Vers 18. Da spricht Paulus
[23:23] über die Juden und über die Heiden und
[23:26] was sagt er dort?
[23:28] Epheser 2, Vers 18, über diese beiden
[23:31] Gruppen, ja, denn durch ihn haben wir
[23:34] beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. Genau. Was ist hier der Gedanke?
[23:39] Nicht nur, dass wir Zutritt haben, sondern was ist der Kerngedanke dieses
[23:43] Verses? Einem Geist. Genau. Aber wir haben
[23:45] beide Zugang. Das heißt, egal ob wir Juden
[23:48] sind oder Heiden, egal ob wir in der Kirche aufgewachsen sind oder quasi
[23:53] frisch hinein gestolpert sind, ja, egal ob
[23:55] wir Gott schon lange kennen oder gerade
[23:59] erst kennenlernen. Wir alle haben
[24:01] denselben Zugang. Es gibt nicht sozusagen
[24:04] eine
[24:05] eine "priority lane" sozusagen, wie am Flughafen, ja,
[24:08] wo dann Leute mit so aus der Business Class und mit mit extra Dings dann so
[24:11] ein schnelleren Weg gehen können und
[24:12] andere haben so ein zweiten, ja, oder mal
[24:14] ein dritten. Alle haben den gleichen Weg.
[24:16] Und das war für die Juden damals
[24:18] bisschen schwer zu verstehen. Die haben
[24:20] gesagt: "Hey, wir sind so schon seit über 1000 Jahren Gottes Volk, wir haben die
[24:24] Bibel, wir kennen die zehn Gebote. Warum
[24:25] sind wir jetzt auf derselben Stufe wie
[24:29] diese Sünder?" Aber das
[24:30] ist ganz entscheidend, denn vor Gott sind
[24:32] wir alle Sünder, egal wer wir sind, egal
[24:35] wie lange wir uns schon mit der Bibel auskennen oder egal welche Erfahrung wir
[24:37] gemacht haben. Wir kommen alle durch
[24:38] dieselbe Tür. Und das ist ganz wichtig. Und
[24:41] das zeigt auch, dass in einem echten,
[24:43] wahren Christentum es keinen Unterschied
[24:45] zwischen Menschen gibt. Sie sind alle gleich. Sie
[24:47] kommen alle durch dieselbe Tür. Paulus
[24:49] sagt: "Wir alle haben Zugang, weil es ist
[24:50] auch nur ein Heiliger Geist. Es gibt nur
[24:52] einen Jesus und nur einen Heiligen Geist."
[24:53] Deswegen sagt Paulus dann später in
[24:55] in Epheser, weil das so ist: "Nur ein Geist,
[24:57] nur ein Herr, nur ein Glaube, nur eine Taufe."
[24:59] Deswegen sollten wir auch alle
[25:01] zusammenhalten und versuchen, diese
[25:03] Einheit auch zu bewahren. Noch ein
[25:05] Gedanke in Hebräer 10 über diese Idee
[25:08] des
[25:09] des Zuganges. Hebräer 10 und dort Vers 19 bis
[25:17] 22. Hebräer 10 ab Vers 19 bis 22. Ich lese
[25:26] mal vor: "Und Brüder und Schwestern, können
[25:29] wir jetzt durch das Blut, das Jesus Christus am Kreuz für uns vergossen hat,
[25:33] frei von, frei, ungehindert ins
[25:35] Allerheiligste eintreten. Christus hat
[25:38] den Tod auf sich genommen und damit den
[25:40] Vorhang niedergerissen, der uns von Gott
[25:42] trennte. Durch sein geopferten Leib hat
[25:45] er uns einen neuen Weg gebahnt, der zum
[25:48] Leben führt." Amen. Genau, wunderbar.
[25:52] Ausgezeichnet. Wir haben ein, hat mir sehr
[25:55] gut gefallen, ein freier, ungehinderter
[25:57] Zugang. Nicht und zwar wohin? Wir meinen
[25:59] Zugang. Was sagt der Text? In das
[26:01] Heiligtum. Das Heiligtum meint was? Was
[26:05] meint er mit
[26:07] Heiligtum? Er meint genau, er meint das
[26:09] himmlische Heiligtum, denn er meint nicht
[26:11] mehr den irdischen Tempel, der spielt
[26:13] jetzt keine Rolle. Er meint den Himmel.
[26:14] Wie können wir in den Himmel
[26:16] hineinkommen, nachdem was er hier sagt?
[26:19] Also werden wir da jetzt einfach als
[26:21] Gläubige sofort hin transportiert? So
[26:24] körperlich? Nein, natürlich nicht, sondern
[26:26] wir haben Zugang zum himmlischen
[26:29] Heiligtum durch durch Jesus, durch den
[26:32] Glauben an ihn. Deswegen sagt Paulus
[26:34] in Hebräer 4: "Lasst uns hinzutreten, ja,
[26:37] mit Freimütigkeit." Freimütigkeit heißt
[26:41] nicht: "Darf ich wirklich? Ist das hier
[26:44] der richtige Weg?" Sondern ich kann zu ihm
[26:45] kommen, weil Jesus lebt, weil er im
[26:50] himmlischen Heiligtum unser Hoher
[26:51] Priester ist. Deswegen können wir zu Gott
[26:55] kommen. Wir können quasi zum zum
[26:57] himmlischen Thron kommen. Und
[26:59] interessanterweise, habt ihr gesehen im
[27:01] Heiligtum, wie war das so? Konnte man im
[27:03] Heiligtum einfach so ohne weiteres da
[27:06] reinspazieren? Was hat denn den Thron
[27:08] Gottes in der irdischen Stiftshütte von
[27:11] den Menschen draußen, was hat ihn denn
[27:13] getrennt? Was war denn da? Vorhänge. Wie
[27:16] viel Vorhänge gab's? Zwei. Der erste
[27:19] Vorhang führte zum Heiligen und der
[27:22] zweite führte zum Allerheiligsten. Der
[27:25] Priester hat wo gedient? Der Priester im
[27:27] Alten Testament im Heiligen oder im
[27:28] Allerheiligsten? Im Heiligen. Aber wann hat der Hohepriester im
[27:36] Allerheiligsten gedient? Einmal im Jahr.
[27:38] Nicht wahr? Also die Menschen blieben
[27:39] draußen. Ja, die haben ein Opfer gebracht.
[27:42] Das Opfer wurde geschlachtet. Das Blut
[27:45] wurde vom Priester genommen. Der Priester
[27:47] hat es dann wohin gebracht? Ins Heilige
[27:50] und hat dort das Opfer
[27:53] angewandt. Und dadurch, dass sozusagen das
[27:56] Opfer zu zu Gott, also was war eigentlich
[27:58] das Heiligtum? Was ist das eigentlich so
[28:00] ganz simpel ausgedrückt? Ein Zelt. Zelt.
[28:03] Genau. Was macht man im
[28:04] Zelt? Warum? Eine Wohnung. Ist eine Wohnung.
[28:08] Zelt. Warum? Eine Wohnung ist eine Wohnung.
[28:09] Und wo also ist die Wohnung Gottes? Weil
[28:11] die Israeliten waren in der Wüste. Was
[28:13] hatten die für Wohnungen? Zelte. Also sagt
[28:15] Gott: "Okay, ihr habt Zelte, baut mir auch
[28:17] ein Zelt." Gott sagt nicht: "Ihr seid
[28:18] Menschen, ich bin Gott, ich würde gerne einen großen Palast haben." Er sagt: "Ihr
[28:20] habt Zelte, ich will auch ein
[28:21] Zelt. Ich wohne unter euch." Aber dann sagt
[28:24] er noch was. Er sagt nämlich: "Bringt alle
[28:26] eure Sünden zu wem?"
[28:28] Zu mir. Ja, und wie kommen die Sünden
[28:30] durch das Opfer? Können die Sünden alle
[28:32] ins Heiligtum gebracht werden. Also das
[28:34] Heiligtum ist sozusagen die Wohnung
[28:35] Gottes und gleichzeitig ein
[28:37] Mülleimer. Ist eine Wohnung Gottes, weil
[28:39] Gott mitten unter ist, aber ist ein
[28:40] Mülleimer, in dem der mein ganzer Dreck
[28:42] meines Lebens zu Gott gebracht wird. Wird
[28:44] zu ihm gebracht, damit ich dafür frei werde.
[28:46] Er sagt: "Gebt's mir." Und wie kommt's da
[28:49] rein? Durch das Opfer. Das Opfer bringt
[28:51] den Müll meiner Sünde. Weil mit meiner
[28:53] Sünde komme ich zu dem mit dem Tier
[28:55] nicht, weil ich bekenne mein
[28:57] meine Sünde. Das Tier wird geschlachtet.
[28:59] Das Blut wird hineingebracht und dadurch
[29:02] ist die Sünde von mir genommen, jetzt bei
[29:04] Gott. Was macht man mit einem Mülleimer,
[29:07] wenn er voll ist? Muss man den leeren. Ja.
[29:10] Deswegen gibt es immer Heiligtum damals
[29:12] auch die Reinigung des Heiligtums. Und
[29:14] das war, wenn der Hohepriester nicht nur
[29:15] im Heiligen war, sondern ins Allerheiligste
[29:18] gegangen ist. Ja, und das heißt am Ende
[29:21] geht der Priester ins Allerheiligste und
[29:23] reinigt damit das ganze Heiligtum. Nun,
[29:24] was ich damit sagen, das Ganze ist ein
[29:28] Weg. Die
[29:30] Sünde, also die Sünde wird ins Heiligtum
[29:33] gebracht und am Ende aus dem Heiligtum
[29:35] wieder herausgebracht. Ja, das ist ein Weg,
[29:38] von dem, bei dem die Sünde von mir
[29:40] weggenommen wird und ein Weg, in dem ich
[29:42] immer näher zu Gott kommen kann. Die
[29:45] Menschen damals konnten Gott aber nicht.
[29:48] Also die konnten ins Heiligtum
[29:49] hineinlaufen. Sie mussten glauben, dass
[29:52] der Priester im Heiligtum das tut, was er
[29:54] tut. Oder sie hatten also nur im Glauben
[29:57] Zugang zum Heiligtum. Und genauso ist
[30:00] heute auch. Denn wer ist das Opfer
[30:02] gewesen für uns? Wer hat die Sünden, das
[30:05] Jesus? Oder und Jesus, unser Hohepriester.
[30:07] Er hat sozusagen meine Sünden getragen.
[30:09] Er nimmt sie mit in das Heiligtum im
[30:14] Himmel. Ja, und ich kann im Glauben darauf
[30:17] vertrauen, dass er im himmlischen
[30:18] Heiligtum jetzt all diese Dinge tut, die
[30:20] er tun muss, damit mein Leben gereinigt
[30:23] wird. Und was der Paulus jetzt hier sagt
[30:26] in Römer ist,
[30:27] dass äh dieser Vorhang ein Symbol ist
[30:31] für den Körper von Jesus. Ja, dass er ist
[30:34] Fleisch geworden. Und das heißt, so wie
[30:37] man quasi einen Vorhang beiseite zieht
[30:39] und dadurch
[30:40] hineinkommt, so ist dadurch, dass Jesus
[30:43] Mensch geworden ist und als Mensch in
[30:46] den Himmel gefahren ist, durch Jesus
[30:48] haben wir Zugang. Also momentan noch
[30:51] nicht buchstäblich. Momentan können wir
[30:52] noch nicht in den Himmel hinein
[30:53] spazieren. Aber durch Jesus haben wir
[30:56] Zugang. Er ist in dem Fall jetzt der
[30:59] Vorhang, sozusagen, ja, der Vorhang, der
[31:01] beiseite geht, die Tür, die sich aufmacht.
[31:03] Durch Jesus haben wir Zugang zu Gott, dem
[31:05] Vater. Und nur durch Jesus, denn niemand
[31:08] erklärt uns, wie Gott der Vater ist,
[31:10] außer Jesus. Jesus sagt an einer Stelle:
[31:12] "Niemand offenbart das, außer der Sohn. Und
[31:15] wer der Sohn es offenbaren will."
[31:29] Nun schauen wir noch. Ach übrigens,
[31:30] wodurch haben wir, haben wir es gerade gesehen?
[31:32] Ich sag, ich betone es noch mal, damit es
[31:34] gleich deutlich wird, wodurch hat Jesus
[31:36] diesen Weg möglich gemacht, nachdem was
[31:39] wir gerade gelesen haben, wodurch ist das
[31:41] möglich geworden, dass wir im Glauben
[31:43] Zugang zum himmlischen Heiligtum haben?
[31:45] Durch
[31:48] seinen Tod. Das heißt, Jesus, wenn er sagt: "Ich bin die
[31:50] Tür", bereitet er eigentlich schon etwas
[31:52] vor, was jetzt nachher gleich in dem
[31:54] Kapitel noch kommt, nämlich, dass er nicht
[31:56] nur der Hirte ist, sondern als als Hirte
[31:57] auch sein Leben gibt. Denn es gibt keinen
[32:00] Zugang ohne den Tod von Jesus. Ja, das ist
[32:02] also ganz, ganz entscheidender
[32:07] Gedanke.
[32:14] Gut, jetzt gehen wir zurück zu Johannes.
[32:16] Johannes 10 und das steht in Vers 9: "Wenn
[32:18] jemand durch mich hineingeht, wird er
[32:21] gerettet werden." Ja, also wenn wir durch,
[32:23] wenn wir versuchen, durch unsere eigene
[32:25] Kraft Christ zu werden, gehen wir
[32:27] verloren. Wenn wir versuchen, durch Kraft
[32:28] Gottes Gebote zu halten, gehen wir
[32:30] verloren. Wenn wir versuchen, einfach nur
[32:31] das zu machen, was unser Pastor sagt und
[32:33] einfach dem durch den gerettet zu werden,
[32:34] oder durch unsere Eltern oder durch
[32:37] Tradition, gehen wir verloren. Und das ist
[32:38] so wichtig, weil ich glaube, es gibt heute
[32:40] viele Christen, die wollen wirklich sich
[32:41] an die strengen, sich an die wollen
[32:43] einfach das Beste tun, oder die wollen
[32:46] einfach das tun, was die Tradition
[32:49] sagt. Aber die Frage, die wir uns stellen
[32:52] müssen, ist: Kenne ich Jesus? Bin ich durch
[32:56] Jesus hineingegangen? Nicht, wer ist er die
[32:58] Tür, durch die ich in die Gemeinde, in das
[33:00] Volk Gottes hineingegangen bin? "Wenn
[33:02] jemand durch mich hineingeht, wird er
[33:04] gerettet werden." Und jetzt ist
[33:07] interessant: "Er wird ein- und ausgehen und
[33:09] wird Weide finden." Also das Bild ist
[33:12] interessant, weil die Schafe bleiben
[33:13] nicht immer nur hier, oder sie gehen
[33:16] jetzt rein und raus. Warum? Weil sie sind
[33:18] Teil. Die Schafe bleiben nicht
[33:19] nur eine Hürde. Sie gehen hinaus und
[33:21] wohin führt der Hirte sie? Er führt sie
[33:23] genau. Also, wenn ich hineingehe, sage ich
[33:26] damit: "Ich bin ein echtes Schaf." Und Gott
[33:29] oder Jesus führt uns dann zur Weide.
[33:31] Kennt ihr Textstellen in der Bibel, wo
[33:34] Gott davon spricht, dass wir von ihm
[33:39] geweidet werden? Wo es Psalm 23: "Der Herr
[33:43] ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln."
[33:45] Nichts mangeln. Er führet
[33:48] mich. Ja, genau. Lest kurz einmal, wie es genau
[33:53] steht. Psalm 23 ist ja super berühmt und
[33:55] super schön. "Der Herr ist mein Hirte, mir
[33:59] wird nichts mangeln. Er weidet mich auf
[34:02] grünen Auen und führt mich zu stillen
[34:05] Wassern." Zu Wassern, die ruhig sind. Ja, also
[34:10] Gott weiß, was ich brauche. Und das ist
[34:12] eine ganz wichtige Erkenntnis, die wir
[34:13] jetzt gleich noch ein bisschen vertiefen
[34:15] wollen. Schauen wir noch ein paar Texte
[34:19] an über die Weide und zwar in Jesaja
[34:27] 49. Jesaja 49 und dort Vers 9, 10. Da geht
[34:29] es um die Erlösung, wie eigentlich immer
[34:32] im Buch Jesaja, gerade in den Kapiteln
[34:37] hier. Jesaja 49 und dort Vers
[34:40] 9 und
[34:43] 10: "Damit du zu den Gefangenen sagst: Geht
[34:46] hinaus! Und zu denen in der Finsternis:
[34:48] Kommt hervor! Sie werden an den
[34:51] Straßen weiden und auf allen kahlen Hügeln
[34:55] ihre Weide haben. Sie werden weder Hunger
[34:57] noch dürsten. Keine üble
[34:59] Wasserspiegelung, noch Sonne wird sie
[35:02] blenden, denn je B wird sie führen und zu
[35:05] den Wasserquellen leiten." Ganz
[35:08] genau. Das ist so schön, oder? Sie werden
[35:09] keine nicht wieder Hunger noch dürsten.
[35:11] Keine trügerische Wasserspiegelung. Was
[35:14] ist das? So eine Fata Morgana? Oder wenn
[35:16] eine Wüste ist und du denkst, das ist schon Wasser,
[35:18] dann das passiert im Leben oft, oder dass
[35:20] man denkt, das ist die Lösung meines
[35:22] Problems und dann das war nur
[35:24] eine Illusion. Wie oft sind Menschen
[35:25] enttäuscht, weil sie gedacht haben, das
[35:27] löst ihr Problem und dann ist nur eine
[35:29] Illusion. Und Gott sagt hier: "Was ich dir
[35:30] anbiete, ist keine Illusion. Du wirst da
[35:31] nicht ankommen und sagen: Es war alles
[35:34] nur Lug und Trug. Keine trügerische
[35:36] Wasserspiegelung. Die Sonne wird uns
[35:38] nicht blenden. Der Erbarmer wird sie
[35:41] führen und zu Wasserquellen leiten. Auf
[35:43] allen Hügeln werden sie ihre Weide haben."
[35:46] Damals waren für die Menschen war Schafe
[35:48] hüten eine ziemlich allgegenwärtige
[35:50] Sache. Heute gibt es gar nicht mehr so
[35:51] häufig, oder muss schon ziemlich, also ab und
[35:53] zu gibt es schon noch, ja, aber ist jetzt
[35:54] nicht so überall präsent für die
[35:57] Menschen damals war das eines, eine ganz
[35:58] selbstverständliche Sache, dass überall
[36:01] Schafe gehütet wurden. Nicht wahr? Und
[36:02] deswegen wird das in der Bibel so oft
[36:04] verwendet. Schauen wir noch ein Bild an
[36:07] und zwar in Psalm
[36:24] 3: "Erkennt, dass der Herr Gott ist. Er hat
[36:25] uns gemacht und nicht wir selbst zu
[36:26] seinem Volk und zu sind und zu Schafen
[36:28] seiner Weide." Genau. Wir sind Gottes Volk,
[36:30] wenn wir durch Jesus hineingekommen sind.
[36:32] Wir sind Schafe seiner Weide. Das heißt,
[36:34] wenn man darüber nachdenkt, Jesus ist in diesem
[36:38] Bild zwei Dinge: Er ist die Tür und er
[36:41] ist der Hirte. Er ist Tür und Hirte und
[36:45] das sind zwei verschiedene Aspekte, die
[36:47] alle zusammen gehören. Nämlich die Tür sagt,
[36:51] dass allein durch Jesus wir erlöst
[36:53] werden. Allein durch Jesus haben wir
[36:55] Zugang zu Gott. Allein durch Jesus haben
[36:57] wir Zugang zum ewigen Leben. Ja, das
[36:59] ist sozusagen die Erlösung. Aber was heißt es,
[37:02] dass er unser Hirte ist? Jetzt, wenn ich
[37:04] sozusagen durch die Tür hindurchgegangen
[37:05] bin, wenn ich Schaf bin, wenn ich Teil
[37:08] des Volkes Gottes bin, was macht jetzt
[37:10] Jesus als der Hirte? Er führt mich. Es ist
[37:14] also nicht so, dass ich einfach nur durch
[37:15] Jesus in die Gemeinde komme und jetzt
[37:17] bin ich erlöst und jetzt kann ich tun
[37:18] lassen, was ich will, sondern jetzt werde
[37:19] ich
[37:20] geführt. Und das, also wer entscheidet, wo
[37:23] es langgeht? Der Hirte oder das Schaf? Genau.
[37:27] Was was passiert mit dem Schaf, das
[37:30] alleine entscheiden will? Das geht
[37:31] verloren. Ja, das ist ein verlorenes Schaf.
[37:32] Und was macht der Hirte, wenn das Schaf
[37:34] verloren ist? Er lässt die 99 zurück und
[37:36] sucht das verlorene Schaf. Nicht wahr? Er
[37:37] geht uns nach, wenn wir auf Irrwege gehen.
[37:39] Aber der entscheidende Punkt ist: Ein
[37:43] Schaf hört auf den Hirten. Und wenn hier
[37:44] steht: "Wir sind Schafe seiner Weide", will
[37:47] damit zum Ausdruck gebracht werden,
[37:49] eigentlich: Wir sollten auf Gott hören.
[37:50] Wir sollten nicht nur die Erlösung in
[37:52] Anspruch nehmen, sondern wenn wir das
[37:53] in Anspruch nehmen, sollten wir uns auch
[37:55] bewusst machen: Jesus ist mein
[37:57] Hirte. Übrigens, hier muss ich noch ein
[37:59] schönes Zitat vorlesen, das mir sehr
[38:02] gefallen. Wo hab ich das? Hier habe ich
[38:05] das. Ja, das ist: "Von allen Geschöpfen ist
[38:10] das Schaf eines der ängstlichsten und
[38:13] hilflosesten." Finde ich sehr schön. Und im
[38:17] Osten war die Sorge eines Hirten für
[38:21] seine Herde unermüdlich und unaufhörlich.
[38:23] Ja, wenn wir später oder nächste Woche
[38:25] noch mehr drüber hören, aber das war für
[38:28] einen Hirten eine ziemlich anstrengende
[38:30] Sache. Und deswegen verwendet Gott dieses
[38:32] Bild. Er sagt: "Wir sind", sagt: "Ihr seid wie
[38:35] Schafe", weil Schafe ziemlich ängstlich
[38:37] sind. Schafe sind jetzt nicht so
[38:40] besonders durchgeplant. Ja, Schafe lassen
[38:42] sich schnell erschrecken. Schafe sind
[38:44] auch ziemlich kurzsichtig. Wusstet ihr,
[38:45] dass Schafe nicht weit gucken können? Ja, die
[38:47] sind ziemlich, nicht nicht blind, aber
[38:48] ziemlich äh, die wissen nicht auf lange
[38:51] Sicht, wo es lang geht. Das ist alles
[38:52] super Bilder für uns, oder? Weil erstens
[38:55] sind wir ziemlich leicht zu erschrecken,
[38:58] ziemlich ängstlich. Ja, wir sind wir
[39:00] wissen nicht, was in der Zukunft passiert.
[39:01] Ja, wir sind ziemlich hilflos.
[39:05] Und die Menschen damals haben ja diese
[39:06] Schafe gekannt. Die wussten, Schafe haben
[39:07] einen anderen Charakter als Pferde, z.B. Ja.
[39:09] Und obwohl wir uns mehr wie Pferde fühlen,
[39:12] ja, sind wir wirklichkeit eigentlich wie
[39:13] Schafe. Und das ist, was dieser
[39:15] Psalmschreiber sagt: "Wir sind Schafe
[39:17] seiner Weide und wir brauchen einen
[39:19] Hirten." Ja, es reicht nicht aus, wenn wir
[39:21] den richtigen Stall gefunden haben. Wir
[39:23] brauchen jetzt einen Hirten, der uns
[39:26] ständig führt und uns dorthin führt, wo
[39:28] es was zu essen gibt. Weide. Was ist denn
[39:30] was was machen die Schafe auf der
[39:34] Weide? Sie essen. Was essen sie denn? Sie
[39:36] essen das, was ihnen gut tut. Jetzt, wenn
[39:39] ein Hirte seine Schafe führt, sagt er
[39:40] einfach: "Ah, zum Glück bin ich jetzt
[39:42] angekommen. Jetzt mal alle." Und ah, ich
[39:43] ruhe mich erstmal aus. Das war ja
[39:44] anstrengend. Bisschen. Was macht der Hirte?
[39:46] Macht er das so? Was macht der Hirte, wenn
[39:49] er irgendwo ankommt an einer Grasfläche?
[39:51] Was ein Hirte
[39:54] macht, er schaut erstmal, ob es da überhaupt
[39:55] da vielleicht irgendwelche giftigen
[39:57] Kräuter gibt. Der ja, er schaut nach, ob
[39:59] das sicher ist, was dort gegessen werden
[40:00] kann. Jesus sorgt sich dafür. Jesus hat
[40:03] versprochen, dafür zu sorgen, dass wir
[40:05] gute Nahrung bekommen. Ja, weil wir
[40:08] brauchen Nahrung. Als Christen brauchen
[40:09] wir Nahrung. Wir müssen uns geistlich
[40:10] ernähren und in dieser Welt gibt es
[40:12] nicht nur gute Nahrung, es gibt auch
[40:14] schlechte Nahrung, dornige Nahrung,
[40:16] giftige Nahrung. Und Jesus, wenn er sagt,
[40:19] er wird uns auf grüner Aue weiden, das
[40:22] heißt, Gott möchte dafür sorgen, dass wir
[40:24] Dinge lesen und den gehören uns mit
[40:27] Dingen beschäftigen, die uns geistlich
[40:29] stärken und die nicht dazu führen, dass
[40:32] wir jetzt mit Irrlehren vergiftet werden
[40:34] oder mit Dingen, die unser unsere Seele
[40:36] kaputt machen und so weiter. Jesus hat
[40:39] eine Sorge für uns. Aber wir gehen noch
[40:40] mal ganz kurz zurück zu dem Hirten.
[40:43] Schaut mal mit mir in Hesekiel 34.
[40:47] Hesekiel 34 und das ist ganz schön. In
[40:50] Hesekiel 34 geht es um die Hirten Israels,
[40:53] die alle so schlimm waren, ja, die wir von
[40:56] haben wir von gelesen, ja, z.B. die als
[40:58] Räuber und und als Diebe alles kaputt
[41:01] gemacht haben und das Volk Gottes war
[41:03] oft ziemlich durcheinander und zerstreut.
[41:05] Und dann steht jetzt folgendes in
[41:07] Hesekiel 34, Vers 11 bis 16. Wer mag das
[41:14] mal
[41:16] lesen? "Denn so spricht Gott, der Herr: Siehe,
[41:22] ich selbst will nach meinen Schafen suchen
[41:23] und mich ihrer annehmen, wie ein
[41:26] Hirte seine Herde zusammensucht an dem
[41:29] Tag, da mitten unter seinen
[41:31] zerstreuten Schafen ist. So will ich mich
[41:34] meiner Schafe annehmen und sie aus allen
[41:37] Orten retten, wohin sie zerstreut wurden
[41:39] an dem Tag des Gewölks und des
[41:42] Wolkendunkels. Und ich werde sie aus den
[41:45] Völkern herausführen und aus den Ländern
[41:47] zusammenbringen und ich werde sie in ihr
[41:49] Land führen und ich werde sie weiden auf
[41:52] den Bergen Israels, in den Tälern und
[41:55] allen bewohnten Gegenden des
[41:57] Landes. Auf einer guten Weide F ich sie."
[42:00] Landes auf einer guten Weide F ich sie weiden und ihr Weideplatz soll auf den hohen Bergen Israels sein. Dort sollen sie sich auf einem guten Weideplatz lagern und auf den Bergen Israels fette Weide haben. Ich selbst will meine Schafe weiden und sie lagern, spricht Gott der HERR. Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurückholen und das Verwundete verbinden. Das Schwache will ich stärken, das Fette aber und das Starke will ich vertilgen. Ich will sie weiden, wie es recht ist.
[42:35] Genau. Also Gott schaut auf sein Volk und er sieht lauter falsche Hirten, lauter Diebe und Räuber, die das Volk zerstreuen, die ihnen falsche Lehren beibringen, die sie von Gott wegbringen. Was ist Gottes Lösung? Was sagt er? Er sagt: "Ich selbst mache das. Ich will selbst mein Volk führen. Ich bin selbst der Hirte." Er tut nicht einfach nur einen Engel schicken und sagen: "Mach du das" oder einen Menschen beauftragen. Am Ende ist Gott selbst unser Hirte. Übrigens, wenn hier ständig steht: "Gott der HERR sagt", "Gott der HERR sagt", "Ich werde selbst der Hirte sein", was heißt das? Wenn Jesus dann sagt: "Ich bin der gute Hirte", er ist Gott. Das bedeutet, er ist Gott. Oder Jesus sagt das über sich, was im Alten Testament immer Gott der HERR sagt: "Ich will selbst Hirte werden. Ich werde sie sammeln, die von den Menschen zerstreut sind. Ich werde sie wieder sammeln."
[43:20] Heute gibt es viele Menschen, die sind enttäuscht, weil sie von falschen Lehrern, von Priestern, von Gurus und ich weiß nicht wem, irgendwie in die Irre geführt worden sind. Und viele sind dann zerstreut und wollen mit Gemeinde, mit Kirche, mit Religion nichts mehr zu tun haben. Obwohl sie eigentlich theoretisch glauben würden, wenn es ihnen nur richtig erklärt werden würde. Und Jesus kommt und sagt: "Ich will sie sammeln. Ich will die, die von Menschen weggetrieben worden sind, will ich wieder zusammenammeln."
[43:44] Ja, weil du das vorhin gesagt hast mit dem, dass Gott sie weidet. Die also, ich bin letztens an der Schafweide vorbeigekommen und das war schon, es war fast dunkel, aber die Schafe waren immer noch da gelegen und haben wieder gekaut. Ja, und wenn man sich das mal so überlegt, wie viel Zeit die Schafe eigentlich nur mit dem Fressen und dem Wiederkäuen und dem Trinken aufwenden, dann kann man sich auch überlegen, das ist das, was der Hirte ihnen gegeben hat. Und gerade, wenn es jetzt um die Lehren geht, wie viel, also im übertragenen Sinn, wie viel Zeit dürfen wir damit verbringen, die Wahrheit wiederzukauen? Ja, vor allem und das mit der Wahrheit immer und immer wieder zu beschäftigen, dann ist auch, glaube ich, gar keine Zeit mehr für die Irrläufer und darf also irgendwie abgelenkt zu werden.
[44:39] Ja, genau. Vor allem ist es wieder, die Dinge, die man schon gegessen hat, noch mal wiederzubringen. Ja, das ist das, was Paulus sagt: "Euch immer wieder dasselbe zu schreiben, macht mir nichts aus, ist mir nicht lästig. Ihr müsst euch immer mit den Dingen wieder beschäftigen." Guter Gedanke.
[44:50] Also Gott sagt: "Ich will selbst gehen. Ich will sie, die Hirten, haben sie alle zerstreut. Ich bin selbst guter Hirte. Ich führe sie alle wieder." Und habt ihr gesehen, was für eine Weide ihnen geben will? Wie wird diese Weide hier beschrieben? Aus allen Ländern, Völkern, sagt er, holt sie alle zusammen und dann führe ich sie auf die, was für eine Weide? Eine gute Weide und noch eine gute Weide, eine fette Weide. Gott sagt also nicht nur: "Ja, bei mir kriegt er halt auch ein paar Krümel und bisschen Grashalmen." Kriegt wirklich gutes Futter, richtig fettes Futter. Gott kümmert sich wirklich gut um uns.
[45:20] Und wenn wir nur wirklich auf Jesus vertrauen und ihm folgen, hat er versprochen, dass wir alles bekommen, was wir brauchen für unseren geistlichen Fortschritt. Hat nicht Paulus gesagt in Epheser 2: "Ich preise den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen Regionen in Jesus." Gott segnet uns mit allem, was wir brauchen. Und das sagt er hier: "Fette Weide." Er sagt: "Ich will meine Schafe selbst weiden."
[45:51] Und das heißt, damit enden wir heute. Das eine ist, und das ist sehr schön, also das ist ja, hier ist die Tür. Wenn ich durch Jesus gehe, bin ich dabei, dann bin ich gerettet, dann bin ich erlöst. Aber was auch dazu zählt und was wichtig ist: Jesus führt mein Leben. Wenn ich mein Leben Jesus anvertraue, glaube ich, dass er mein Leben besser führen kann, als ich es selbst führen kann. Dann glaube und vertraue ich, dass er besser weiß, wo ich wirklich auftanken kann, als was ich mir selbst aussuche.
[46:29] Ja, dann glaube ich, dass ich wirklich auf die Stimme Jesu hören muss und ihm folgen muss. Ja, ich musste gerade an das eine Lied denken: "Jeden Tag ein Augenblick des Lebens", wo es dann auch heißt: "Mich zu schützen als ein Kind und Schäflein hat er selber sich zur Pflicht gemacht." Oder im Englischen heißt es dann noch genauer: "Das ist eine Pflicht, die er sich selbst auferlegt hat." Also, man denkt so leicht, na ja, die hatten ja auch ihre Hüter und so bei den Schafen und ja gut, die Schafe halt. Aber Gott sieht es nicht als Nebensache an, sondern als etwas Wichtiges, dass er die Aufgabe niemand anderem überlassen möchte.
[47:12] Ja, ganz genau. Ganz genau. Das ist es. Es gibt so ein paar Dinge in der Bibel, die hat Gott nicht mal Engel übertragen. Das Schreiben der Zehn Gebote zum Beispiel hat er selbst gemacht. Ja. Und mich zu hüten, also natürlich benutzt auch Engel, aber mich zu hüten ist Chefsache für ihn. Und das ist interessant.
[47:28] Interessant, ne? Für Gott ist es so wichtig, dass ich einmal bei ihm bleibe, dass er sich selbst dafür gegeben hat, dass er selbst alles gibt, um mich zu behüten. Und die Frage ist: Bin ich da noch ein williges Schaf, das glaubt, dass es selbst zu kurzsichtig ist, dass ich auf den Hirten höre? Oder bin ich ein rebellisches Schaf, das wieder in die Richtung laufen will? Das ist die Frage.
[47:53] Ja, zum Schluss ganz kurz schauen wir noch ganz kurz in Johannes 10 Vers 10 und dann schließen wir damit ab. In Johannes 10 Vers 10 heißt es ja: "Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten und zu verderben." Das haben wir gesehen, ja. Der Unterschied zwischen dem Dieb und dem wahren Hirten ist nicht nur die Lehre, ist auch die Motivation. Ein Dieb, der will sich selbst bereichern, der denkt an sich und ich an die Schafe. Einen echten Hirten, auch in der Gemeinde, der Jesus nachfolgt, erkennt man daran, dass er sich für das geistliche Wohl der Geschwister interessiert und nicht für sich selbst.
[48:32] Ja, ein Hirte denkt an die Schafe. Der Hirte will, dass die Schafe leben. Er sagt: "Ich bin gekommen, damit sie was haben, das Leben haben und zwar im Überfluss." Was war Jesu Motivation? Die letzten Verse, die wir lesen, Matthäus Kapitel 18 Vers 11. Und da werdet ihr sehen, dass das hier wieder auch Hesekiel 34 aufnimmt.
[49:06] Matthäus 18 Vers 11: "Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorene zu retten." Und ich glaube, das ist eine ganz wichtige Sache, die wir uns niemals aus den Augen verlieren dürfen. Jesus ist gekommen, um die Kranken zu heilen. Er ist gekommen, die Verlorenen zu retten. Er ist gekommen, um die Verwirrten wieder zurückzubringen. Er ist gekommen, um die Zerbrochenen wiederherzustellen. Weil der Satan möchte uns so oft einreden: "Wenn ich verwirrt bin, wenn ich zerbrochen bin, wenn ich krank bin, wenn ich gefallen bin, wenn ich gesündigt habe, dann bin ich verloren und kann nicht mehr gerettet werden." Aber Jesus ist genau für die Menschen gekommen, die verloren sind. Er ist gekommen für die Verlorenen, um sie zu retten.
[49:37] Noch ein Vers und zwar in Timotheus. Paulus hat das verstanden und Paulus hat sich das richtig persönlich. Und das ist ganz wichtig, dass wir das nicht nur allgemein verstehen und sagen: "Ja, ja, ja, Jesus ist für die Sünder gekommen", sondern dass wir es persönlich auf uns beziehen. Ja, er Timotheus Kapitel 1 und dort Vers 15. Timotheus 1 Vers 15. Paulus sagt: "Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert." Also, mit anderen Worten, was jetzt kommt, das ist wirklich vertrauenswürdig, das kann man glauben und das sollte man wirklich annehmen. Das ist wirklich wert, es für sich persönlich in Anspruch zu nehmen. Nämlich, was, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um genau um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin." Für Paulus, für Paulus war das nicht einfach nur so eine theologische Wahrheit. "Ja, ja, das muss ich predigen, weil ich Prediger bin." Paulus hatte erlebt: "Ich war selbst ein Sünder." Und zwar nicht nur irgendeiner, ich habe ziemlich viel gesündigt. Und ich glaube, jeder Mensch, der wirklich Jesus kennenlernt, wird zu dem Schluss kommen: "Ich war der größte Sünder auf die eine oder andere Weise." Nicht wahr? Aber Paulus wusste: "Mit eigenen Werken kann ich das niemals wieder gut machen." Durch Anstrengen, vergiss es. Aber durch Jesus bin ich gerettet worden. Jesus ist die Tür. Er ist mein Hirte. Das war seine, das war die Motivation. Er ist gekommen, um Sünder zu retten. Wenn ich Sünde habe, bin ich ein Fall für Jesus. Bin ich Sünder, dann bin ich genau das, was Jesus vor Augen hat, was er retten möchte.
[51:08] Allerletzter Vers, Johannes 3 Vers 17. Hier sehen wir die Motivation von Jesus, als er in diese Welt kam. Johannes Kapitel 3 und dort Vers 17. Das ist der Vers nach dem berühmten, ja, der berühmte Vers 16 sagt: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass sein eingeborener Sohn gab, auf dass jeder, der ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Ja, das die Tür. Jetzt, was ist Vers 17? "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde."
[51:42] Ganz genau. Was die Motivation nicht nur die Motivation von Jesus, sondern auch das sehr wichtig. Wer hat Jesus gesandt? Gott. Und was ist Gottes Motivation? Gottes Motivation des Vaters ist es, dass die Welt gerettet werde. Es ist also nicht so, wie manchmal behauptet wird oder manchmal so unbewusst gedacht wird: "Jesus liebt uns und Gott der Vater ist streng." Ja, es gibt die Idee, ja, Gott der Vater ist streng und Jesus hat versucht, irgendwie Gott den Vater zu besänftigen oder so. Und hat versucht, irgendwie. Das ist nicht so. Sondern Gott der Vater hat Jesus gesandt, weil Gott der Vater die Welt nicht retten möchte, richten möchte, weil er sie retten möchte, weil er uns liebt. Und Jesus zeigt das. Jesus zeigt, dass der Vater uns liebt. Und deswegen dürfen wir alle Leben haben. Und zwar nicht nur ein bisschen Leben, nicht nur ab und zu leben, sondern Leben eben im Überfluss. Das griechische sagt: "Über das gewöhnliche Maß hinaus." Ein gläubiger Mensch lebt über das gewöhnliche Maß hinaus. Er ist vielleicht nicht reicher als andere.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.