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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp Johannes 10, Vers 17, wo Jesus die Liebe des Vaters zu ihm mit seinem freiwilligen Opfer in Verbindung bringt. Er erklärt, dass der Erlösungsplan nicht erzwungen, sondern eine von Jesus vorgeschlagene, zutiefst emotionale Entscheidung war, die der Vater mit Freude annahm. Der Vortrag betont die ewige Verbundenheit von Vater und Sohn und die Bedeutung von Jesu freiwilligem Gehorsam für die Erlösung der Menschheit.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar *Der Ersehnte*. Schön, dass ihr heute Abend da seid und schön, dass ihr jetzt live zugeschaltet habt auf www.dolmedia.de zu einer ganz besonderen Folge, nämlich zu einem Thema, das es wirklich in sich hat und ein Thema, das so explosiv ist, was den theologischen Gehalt betrifft, dass es unser ganzes Glaubensleben revolutionieren kann, wenn wir das richtig verstehen. Es geht um eine Aussage von Jesus, die wirklich spektakulär ist in Johannes 10. Und bevor wir das anschauen, wollen wir gemeinsam niederknien und...

[1:10] ...beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort haben und dass Jesus uns in deinem Wort so viele wichtige, wertvolle und interessante Dinge gesagt hat. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt über dein Wort nachdenken, dass du es uns erklärst, dass wir zu deinen Füßen sitzen dürfen, dass du unser Lehrer bist und dass wir lernen dürfen, was Jesus für uns bedeutet. Herr, gib, dass das nicht nur ein theoretisches Verständnis heute sein wird, sondern dass es uns persönlich in unserem Leben trifft und verändert, dass wir die Kraft des Evangeliums für uns persönlich heute erneut annehmen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:05] Gut, schlagt mit mir auf Johannes Kapitel 10 und dort Vers 17. Ich denke, wir sind uns noch ganz im Klaren darüber, dass wir hier in Johannes 10 über das Gleichnis von dem Hirten gesprochen haben, dem Hirten mit den Schafen. Und dass Jesus einen dieser, mehrere Punkte gemacht hat, unter anderem den Punkt, dass er die Tür ist. Ja, durch Jesus allein werden wir erlöst. Und dass er der gute Hirte ist, dass er sich um uns kümmert, dass er für uns da ist, dass er uns führt, wir, die wir dumme, kurzsichtige Schafe sind. Und dass er bereit ist, sogar nicht nur uns zu führen und uns Leben zu geben. Ja, er hat gesagt: „Ich bin gekommen, damit ihr Leben habt und im Überfluss habt.“ Sondern er ist nicht nur bereit gewesen, sondern er kam auf die Erde, um für uns zu sterben. Er hat gesagt, dass er, dass der gute Hirte sein Leben für die Schafe gibt. Und deswegen ist er der gute Hirte. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass Jesus auch andere Schafe hat in anderen Hürden und dass sie alle gemeinsam ein Volk sein sollen, eine Herde und ein Hirte. Jetzt lesen wir Vers 17 und wir lesen mal erstmal nur Vers 17 und wollen das mal genau versuchen zu verstehen, was hier jetzt in diesen Versen steht. Vers 17: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme.“ Genau.

[3:36] Also versuchen wir mal diesen Gedanken mit eigenen Worten zusammenzufassen. Was sagt Jesus hier? Er sagt: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiederernehme.“ Also, was ist die Idee in dem Vers? Interessanter Vers. Er gibt dir, also wenn der Satz mit „darum“ beginnt, dann kommt jetzt was? Eine Begründung. Genau, in dem Fall ist es keine Begründung für das, was vorher war, sondern eine Begründung für das, was jetzt kommt. Ja, also „darum liebt mich der Vater“, und jetzt kommt „weil“. Ja, darum, also „darum liebt mich der Vater, weil“ – was will Jesus sagen? Was ist die...

[4:41] ...vereinfachen. Also, ich denke, wenn Jesus sein Leben lässt, das heißt, dass er freiwillig stirbt, dann ist es auch im Sinne von dem Vater. Und er weiß aber jetzt schon, dass er wieder zum Leben danach kommen wird. Okay, also wir sehen ganz deutlich, Jesus sagt hier nicht nur seinen Tod voraus, ja, sondern auch seine Auferstehung. Also, ist ja beides etwas, beides etwas, was die Jünger so noch nicht verstanden haben. Sie haben weder gesehen, dass Jesus sterben würde, noch haben sie gesehen, dass Jesus auferstehen würde. Und Jesus sagt: „Ich lasse mein Leben“, haben wir gesehen in Vers 15, ja, ähm, und ich lasse mein Leben für die Schafe. Er sagt: „Ich lasse mein Leben und ich werde es wieder...“

[5:33] ...nehme.“ Ja, und dann sagt er: „Und weil das so ist, deswegen liebt mich der Vater, weil er sein Leben lässt und weil er aufersteht.“ Hat Gott ihn sonst nicht lieb? Doch! Also, Gott hat ihn... Woher wissen wir, dass Gott der Vater und Jesus eine enge Liebe schon immer...

[6:05] ...hatten? Also, das nehmen wir erstmal sowieso an, ja. Aber gibt es Bibelverse, die belegen, dass die beide immer schon sehr eng miteinander verbunden waren? Ja, überhaupt grundsätzlich, also in der ganzen, so in der Bibel, wenn man so die Frage stellt, woher wissen wir, dass Gott der Vater und Gott der Sohn seit Ewigkeit im Himmel eng miteinander verbunden gewesen sind? Zum Beispiel die Stelle, wo Jesus sagt, dass wir eins sein sollen, wie er und der Vater eins sind. Genau, Johannes 17 zum Beispiel, ja. So wie der Vater und der Sohn eins sind, so sollen auch wir untereinander eins sein, damit die Welt an der Liebe erkennt, dass Gott uns gesandt hat. Ganz genau. Das war ein Beispiel. Ein anderes Beispiel wäre Johannes 1, oder: „Der Sohn, der im Schoß des Vaters ist.“ Ja, also da gibt es verschiedene Bibelstellen, die deutlich machen: Jesus musste nicht erst etwas tun, damit der Vater ihn liebt. Also, das will der Vers nicht sagen. Der Vers sagt also nicht, dass das der einzige Grund ist, warum Gott ihn liebt. Ja, aber der Vers sagt, dass er das tut, dass er diese Entscheidung gefällt hat, dass er also...

[7:30] ...weil er das tut, das führt dazu, oder das wird von Gott positiv bewertet. Der Vater hat sich gefreut. Das heißt, dass als Jesus auf die Welt kam und gestorben ist, hat er nicht einfach einen Befehl ausgeführt. Er ist nicht einfach dazu verdonnert worden. Ja, Gott hat nicht gesagt: „Ich will die Menschen retten, also opfere ich jemand anders.“ Sondern Gott hat gesagt, wenn wir ein bisschen nachdenken, dass er selbst das Opfer bringt, und zwar auf zwei Arten und Weisen.

[8:07] Erst einmal, vielleicht lesen wir, oder ich lese mal vor, was Ellen White sagt. Als Adam und Eva gesündigt haben, ja, als in dem Moment, als Adam gesündigt hat, sagt sie folgendes – das ist aus dem ersten Band *Spirit Gifts*, Seite 23: „Ich sah den lieblichen Jesus und betrachtete einen Ausdruck der Sympathie und Sorge auf seinem Angesicht.“ Interessant, ja. Also, durch die Sünde sind Adam und Eva und Gott getrennt worden. Und wenn man, also wir schauen meistens erstmal auf Adam und Eva, wie ging es denen? Ja, das Lichtkleid war weg und sie haben sich dann die Feigenblätter umgemacht. Und irgendwann kommt Gott in die Geschichte wieder hinein. Aber wenn man sich die Frage stellt, okay, in dem Moment, was ist passiert? Vielleicht wissen noch, dass die Engel aufgehört haben zu singen. Ja, aber was hat Jesus empfunden? Und da sagt sie...

[9:06] ...er hat einen Ausdruck von Sympathie gehabt. Interessant, ja. Also, ist nicht so, dass er sich erst irgendwie dazu durchringen muss. Er hat den Ausdruck von Sympathie und von Traurigkeit gehabt. Ganz interessant. Er hat also auch durch den Sündenfall hindurch den Menschen geliebt. Ja, er hat einen Ausdruck von Sympathie und Sorge. Und dann sagt sie in *Patriarchen und Propheten*: „Der Sohn Gottes, der herrliche Befehlshaber des Himmels, wurde von Mitleid erfüllt.“ Er hat also Mitleid empfunden mit der gefallenen Rasse, also den Menschen. „Sein Herz war bewegt von unendlichem Mitleid, als die Wehen der verlorenen Welt vor ihm emporstiegen.“ Also, er hat quasi in Vision schon gesehen, hat in der Zukunft gesehen, was alles als Folgen kommen wird, und hat er Mitleid bekommen. Ähm, Mitleid bekommen mit uns. Und dann sagt sie: „Bald, sehr bald sah ich ihn, das ausnehmend helle Licht, in dem der Vater eingehüllt war, sich nähern.“ Ja, also ist er sobald zum Vater gekommen. Und dort hat er etwas vorgeschlagen. Das heißt, *Patriarchen und Propheten*...

[10:36] ...ähm, vor dem Vater hat er für die Sünder, für die Sünder eingetreten. Jetzt, woher kennen wir diese Idee, dass Jesus für uns Sünder Eintritt aus dem Heiligtum? Und in welcher Funktion, in welcher Funktion hat Jesus, oder tut Jesus das, dass er für uns eintritt als Hohepriester? War Jesus Hohepriester, als Adam von dem Apfel gegessen hat und gesündigt hat? War er jetzt der Hohepriester? Also, er war eigentlich nicht Hohepriester, nicht das Amt eines Hohenpriesters in dem Sinne. Und trotzdem tritt er ein. Das ist interessant. Also, Jesus tritt nicht für uns ein, weil Gott ihn zum Hohenpriester bestellt und gesagt hat: „So, jetzt ist das dein Amt, jetzt machst du das bitte.“ Sondern er ist Hohepriester geworden, weil er schon immer für uns eingetreten ist. Da kann man einen interessanten Punkt raus machen. Stichwort Gemeindewahl, Stichwort Ämter in der Gemeinde. Wie oft kommt es vor, dass jemand ein Amt bekommt und sagt: „Jetzt bist du Diakon“, oder: „Jetzt machst du Mission“, oder: „Jetzt machst du das oder jenes.“ Und derjenige hat es noch nie in seinem Leben gemacht und hat noch nie in der Richtung irgendwie mal versucht. Dann so pädagogisch jemand ins Amt zu hieven und sagt: „Jetzt mach mal, wir erklären dir, wie es geht.“ Aber eigentlich sollte man ein Amt dann ausführen, wenn man vorher schon gezeigt hat, dass man in dem Bereich sich gerne einbringt, auch ohne Amt. Ja, und dann ist das Amt quasi nur die Bestätigung, dass jemand sowieso dort schon gut arbeitet und deswegen bekommt er jetzt auch die Autorität, das zu tun.

[12:02] Jesus bittet für die Menschen. Aber was genau bittet er? Wir stellen fest, er hat offensichtlich sich entschieden zu sterben. Ja, also er bittet darum, für die Menschen sterben zu können. Aber das impliziert: Um für die Menschen sterben zu können, muss er ja was erst werden? Er muss Mensch werden. Er muss also auf die Erde herabkommen. Also, Jesus schlägt zwei Dinge vor: Er schlägt vor, dass er Mensch wird und dass er sich mit dieser Sünde, der von Adam und der von Eva und auch mit allen anderen, die es noch kommt, ja. Also, Jesus bittet für Sünden, die noch zukünftig sind. Ja, das ist ein ganz interessanter Punkt. Ja, es sind nur zwei Sünden bisher geschehen auf der Erde, aber er bittet für alle anderen auch schon, weil er weiß, dass sie kommen werden. Er ist bereit, für sie Mensch zu werden. Er ist bereit, sich mit ihnen zu identifizieren und ist bereit, für sie zu sterben. Das sind die Dinge, die Jesus offensichtlich, und den Tod zu besiegen, damit auch die Menschen den Tod dann besiegen können, also mit ihm auferstehen können.

[13:14] Was ist Jesus geworden, nachdem er auferstanden ist? Als er von den Toten auferstanden ist und dann in den Himmel gefahren ist, was ist er dann geworden? Also, welches Amt hat er bekommen? Dann ist er Hohepriester geworden. Und warum? Wer hat das vorgeschlagen? Es gibt eine interessante Stelle, und zwar in Hebräer Kapitel 5. Das ist mir mal vor einiger Zeit aufgefallen. Hebräer 5 und dort Vers 4 und 5. Ja, und: „Keiner nimmt sich selbst diese Ehre, sondern der empfängt sie, welcher von Gott berufen wird, gleich wie Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: ‚Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.‘“ Genau.

[14:12] Genau, was hat Jesus nicht getan? Er hat sich nicht selbst... Jesus stand nicht dort vor dem Vater und hat gesagt: „Okay, ich werde Mensch und sterbe dann und werde auferstehen, damit ich Hohepriester sein kann.“ Sondern er hat das vorgeschlagen, was erniedrigend gewesen ist. Und daraufhin hat Gott dann gesagt: „Okay, dann wirst du aber auch Hohepriester und König.“ Wie wieder König sein, ja. Also, da gibt es ja sozusagen dann ein Wiederhinauf, ja. Und dann gibt es die Krone am Ende, ja, der Hohepriester vor im Himmel. Und es ist dieser Teil, den Jesus selbst vorgeschlagen...

[14:55] ...hat. Ja, ganz kurz dazu: Ich hatte gerade so Philipper 2 vor Augen, wo es um Jesu Gesinnung geht. Das genau, wo es heißt, dass Jesus sich erniedrigt hat und Gott ihn erhöht hat. Also, gerade wenn wir jetzt auch von so was wie Amtseinsetzung sprechen, dann dürfen wir uns auch fragen, welche Gesinnung hat dieser Mensch? Ist es jemand, der sich gerne selbst irgendwie erhöht, oder einer, der erst bereit ist zu dienen nach Jesu Vorbild? Wir können es nicht in dem Ausmaß wie er, ja, aber im Prinzip nach... genau, genau, ganz genau. Das ist genau das Prinzip: Jesus ist bereit, sich zu erniedrigen, Gott hat ihn erhöht. Das ist genau die Umkehrung von dem, was Satan gemacht hat, der ein Amt haben wollte, aber nicht den Dienst davon tun wollte. Ja, der hat nicht verstanden, was das Amt eigentlich bedeutet. Ganz genau.

[15:52] Also, das ist das, was Jesus vorgeschlagen hat. War das eine neue Idee? Also, hat Gott gesagt, also war das für Gott überraschend? War es nicht überraschend. Okay, woher wissen wir, dass es nicht überraschend gewesen ist? Es heißt ja, dass er vor Grundlegung der Welt, dass das Lamm geschlachtet ist von Grundlegung der Welt an. Genau, in Offenbarung 13 und 17. Ja, ganz genau. Also, schon bevor Adam und Eva überhaupt die Sünde getan haben, schon vor der Schöpfung hatte Gott diesen Erlösungsplan beschlossen. Genau, Epheser 1 Vers 4 sagt das Gleiche: „Wie er uns in ihm, also in Christus, auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe.“ Er hat uns auserwählt vor Grundlegung der Welt. Das heißt, der Plan war schon seit, also was haben wir gesagt im Seminar davor: „Mit ewiger Liebe hab ich dich geliebt“, sagt Gott. Ja, also was ist jetzt passiert, als Adam und Eva gesündigt haben? Warum kommt Jesus und schlägt das vor? Das ist interessant, nicht? Also, der Plan war schon gelegt und trotzdem, ja...

[17:06] Ich denke, es ist so, dass Jesus an dem Plan dann festgehalten hat, weil er hätte es trotzdem nicht tun müssen, nur weil der Plan schon... Woher wissen wir, dass dieser Plan nicht hätte umgesetzt werden müssen? Warum war Gott nicht sozusagen gebunden an diesem Plan und konnte jetzt nicht anders als... Gibt es einen Hinweis in der Bibel, dass dieser Plan der Erlösung nicht, also dass Gott nicht sozusagen an den gebunden war im Sinne von, wie wenn jemand es nicht will, aber machen muss gegen seinen eigenen Willen? Gibt es einen Hinweis darauf in der Bibel, dass es einen Punkt gibt, wo man deutlich merkt: Okay, Jesus hat tatsächlich die Möglichkeit, weiterzugehen oder aufzuhören, ohne dass es für ihn irgendwelche Konsequenzen hätte? Das ist in Gethsemane. Oder in Gethsemane wird deutlich, dass Jesus die Wahl hat. Der Plan ist zwar da, der ist sozusagen schon seit Ewigkeiten in der Schublade. Das ist quasi wie eine Beschlussvorlage. Es ist genau klar, was müsste geschehen, wie müsste das funktionieren. Aber Gott ist nicht daran gebunden, das zu tun. Das ist sozusagen der Punkt. Satan hat sozusagen nicht durch seine Sünde und durch das Verführen der Menschen in die Sünde Gott zu etwas gezwungen, was er vielleicht gar nicht wollte, sondern Gott hat lediglich in diesem Fall einen bereits vorgefertigten Plan, den es gab, weil Gott durch nichts überrascht werden kann, sozusagen zur Beschlussvorlage jetzt zum Beschluss vorgelegt. Und die Initiative kam von wem? Von Jesus.

[18:56] Jesus. Und der Engel, der sie begleitet hat, der sagt, der sagt, es sagt sich hier in ersten Band *Spiritual Gifts*: „Der mich begleitende Engel sagte, er ist in einer sehr, also im Englischen ‚close converse‘, also einer sehr engen Unterhaltung.“ So, eine sehr intensive Unterhaltung. Hat der Vater gleich zugestimmt? Der Vater gleich zugestimmt? Gesagt: „Ja, klar, machen wir das.“ Das ist jetzt interessant für diesen Vers, weil der Vers Jesus sagt: „Der Vater liebt mich, weil ich das vorgeschlagen habe.“

[19:38] Hat der Vater gleich zugesagt? Ich meine, nicht also in dem Sinne von, es hat dem Vater ja selber das Herz gebrochen. Genau, sie sagt, er ist dreimal hinein, rein und wieder raus, ohne dass ein Schluss gefasst worden ist. Und wieder rein in die Herrlichkeit des Herrn, also in dieses herrliche Licht, und dann wieder raus. Und erst beim dritten Mal. Ähm, und wir bekommen so ein Gefühl dafür, wenn wir... Welche Geschichte gibt uns so ein Gefühl dafür? Das sind ja Sachen, die wir auch in der Bibel sozusagen zwischen den Zeilen fühlen können, dass das so gewesen ist. Welche Geschichte gibt uns ein Gefühl dafür, was das für ein Schmerz gewesen sein muss für Gott, einen Vater? Eine Geschichte in der Bibel, also, dass dieses Opfer gebracht wird. Klar, Abraham und Isaak. Die Geschichte ist bewusst so krass gestaltet, nicht um uns abzuschrecken, sondern uns eigentlich deutlich zu machen, was für eine krasse Entscheidung das für Gott den Vater gewesen...

[20:38] ...gewesen ist, weil wir neigen manchmal dazu, das einfach sozusagen als ein, das ist ein Masterplan, ist alles klar, alles geht seinen gewohnten Gang. Aber das sind emotionale Entscheidungen gewesen. Gott trifft eine emotionale Entscheidung, und bei der er wirklich hin- und hergerissen ist, ja. Er sagt sogar, also der Engel sagt sogar, für den, für Gott im Himmel war es ein Kampf. Es war ein Kampf. Es war für Jesus in Gethsemane war es ein Kampf. Er ist nicht einfach sozusagen einen festgefügten, eine festgefügte Bahn einfach gegangen, ohne sich irgendwie weiter Gedanken zu machen. Es war ein Kampf. Es war Kampf Vater, es war ein Kampf für Jesus.

[21:26] Und vielleicht ganz kurz dazu: Also, es war ja nicht deswegen Kampf, weil Gott nicht auch dafür gewesen wäre. Das zeigt uns der Johannes 10 sehr schön, finde ich. Genau, Gott wollte es ja auch, aber es war unheimlich schwer für ihn, dann auch diese Entscheidung anzunehmen. Ja, ganz genau. Sie kommentiert das so, dieser Vers, sie zitiert den Vers aus Johannes 10 Vers 17 und dann sagt sie: „Das bedeutet jetzt...“ Also, sie legt quasi Jesus die erklärenden Worte in den Mund: „Mein Vater hat euch so geliebt, dass er mich sogar noch mehr liebt dafür, dass ich mein Leben gebe, um euch zu erlösen.“ Ja, also Gott liebt Jesus über alles, aber er liebt auch die Menschen und er will Jesus unter keinen Umständen verlieren. Aber als Jesus vorschlägt, dass er sein Leben gibt, opfert, um die auch zu retten, dann: „Danke, danke, danke!“ Also, dies so ein, so: „Danke, dass du das vorschlägst!“ Ja, weil Gott hätte es nicht von ihm verlangen können. Warum hätte Gott das nicht von ihm verlangen können? Warum hätte Gott der Vater nicht einfach sagen können: „Ich möchte die retten, du stirbst!“ Was wäre passiert, wenn Jesus gesagt hätte: „Okay, du hast von mir verlangt, für die Menschen zu sterben, ich mache es.“ Was ja passiert, also hätte Jesus das gemacht, er es vielleicht gemacht, ja, hätte es gemacht, sicherlich gemacht. Äh, aber warum hätte das nichts genützt? Ein ganz, ganz interessanter Punkt: Wenn Jesus einfach nur einen Befehl ausgeführt hätte, dann hätte er etwas tun müssen, wozu er sozusagen den Auftrag, den Befehl bekommen hat. Und dann hätte er das auch, also er wäre sozusagen Gehorsam schuldig gewesen. Aber Jesus hat freiwillig vorgeschlagen, gehorsam zu sein. Etwas, was man nicht von ihm verlangt hatte, etwas, was man auch nicht verlangen konnte. Er hat es also freiwillig gemacht, und weil er das also gar nicht musste, braucht er das nicht auch für sich selbst und...

[23:38] das nicht auch für sich selbst. Und deswegen kann er seinen Gehorsam übertragen. Das ist der Unterschied zu dem Gehorsam eines Engels, denn Engel gab es auch, die gesagt haben: „Wir würden unser Leben geben!“ Aber das hätte – und sie sagt es ganz deutlich – das hätte nicht gereicht. Warum? Weil ein Engel ist dafür geschaffen, das zu tun, was Gott sagt. Engel sind dazu gemacht, sie sind ja Engel sind ja Boten, sind ins Dasein gerufen worden, damit sie als Boten die Aufträge Gottes erfüllen. Und wenn ein Engel alles das gemacht hat, was Gott gesagt hat, dann hat er genau das getan, was seine Existenz erfordert. Ein Engel kann niemals einen Überschuss an guten Werken produzieren, an an Gehorsam, den man jetzt auf andere übertragen kann. Und deswegen musste es ein jemand sein, der der Gott ist, der nicht geschaffen ist.

[24:21] Das ist ein interessanter Punkt auch in der ganzen Frage mit der Dreieinigkeit. Also, das heißt, dann sagt sie weiter: „Indem ich euer – also sie legt das Jesus in den Mund, ja – indem ich euer Ersatz und eure Sicherheit werde, indem ich mein Leben übergebe, indem ich eure Schwachheiten auf mich nehme und eure Übertretungen. Dadurch werde ich meinem Vater so lieb. Also, ich werde ihm ganz, ganz, also ich komme so nah ins Herz, ja. Er mag mich so dafür.“ Und das muss man sich mal vorstellen, dass am Kreuz von Golgatha, dass Gott – und das ist, wie hat die, mit welchem Bild drückt das die Bibel aus, dass dieses schreckliche Geschehen trotzdem, also dass es Gott freut, dass er dadurch uns retten kann.

[25:15] Wie drückt das die Bibel aus? Es gibt so ein interessantes Bild im Opferdienst: Wenn das Opfer aufsteigt, dann heißt es, dieses Opfer ist ein lieblicher Geruch. Und das natürlich für die Israeliten damals schon auch merkwürdig gewesen: „Das riecht nämlich gar nicht lieblich.“ Das soll ja sozusagen zum Nachdenken anregen. Warum ist das lieblich? Weil das, was hier Jesus erlebt und was auch Gott erlebt, ist eigentlich total schrecklich.

[25:37] Denn für Gott ist es natürlich – ich glaube, ich habe das schon mal gesagt – es ist ja nicht nur, dass Jesus hier den Preis bezahlt, sondern auch Gott der Vater bezahlt den Preis, als er nämlich hier daneben steht in der dunklen Wolke und Jesus sagen hört: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und dann plötzlich feststellt: „Wir sind uns so nahe, wir können – also Gott hätte ihn wahrscheinlich fast anfassen können,“ sozusagen, ja.

[26:02] Und trotzdem hat die Sünde einen so tiefen Keil getrieben, dass Jesus was sagt, was er noch nie gesagt hat. Und da sagt sie: „Das Herz, das unendliche Herz der unendlichen Liebe hat den Preis bezahlt am Kreuz von Golgatha.“

[26:13] Jesus hat das vorgeschlagen, und Gott hat sich gefreut, sich gefreut, dass Jesus dazu bereit gewesen ist, dass er diese Beschlussvorlage auch wirklich umgesetzt hat. Jetzt, und ich glaube, da steckt so ein bisschen auch die Idee in Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt.“ Das, was – also ich stell mir eigentlich das so vor, dass Johannes 3, Vers 16, eigentlich genau den Moment beschreibt. Wir haben den Vers so oft gelesen, aber wir wissen, glaube ich, gar nicht, was da wirklich dahinter steckt. Dies Moment beschreibt, wo Jesus das dritte Mal beim Vater ist und das wirklich abgewogen wird und dann dieser Vers beschreibt, okay, die Welt: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“ Das ist der Moment. Johannes 3, Vers 16, beschreibt genau das.

[26:59] Johannes 10, Vers 18.

[27:11] Weiter Vers 18: „Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“

[27:26] Genau das Entscheidende hier ist er einmal: „Niemand nimmt es von mir.“ Also, wer nimmt es nicht? Niemand. Es sind nicht die Juden, die ihm das Leben nehmen. Es sind nicht die Römer, die ihm das Leben nehmen. Es ist auch nicht Gott der Vater, der ihn dazu zwingt. Er lässt – er lässt es freiwillig. Das heißt, als er ans Kreuz genagelt worden ist, musste man ihn auch nicht zwingen. Die die die die Verbrecher, die werden sich gewehrt haben, oder die... Aber Jesus hat – Jesus hat seinen Arm einfach hingelegt. „Niemand nimmt es von mir.“

[27:57] Ähm, gibt es eine Bibelstelle, die deutlich macht, dass Jesus sich hätte wehren können? Dass, als er dann gefangen genommen wird, als er abgeführt wird, dass er eigentlich ohne Probleme sich hätte befreien können? Er sagt es ja in Matthäus 26. Oder gehen wir mal ganz kurz dahin: Matthäus 26 und dort Vers 53. Das ist, als Petrus mit dem Schwert eingreifen will. Und da sagt Jesus: „Oder meinst du, ich könnte nicht jetzt meinen Vater bitten, und er würde mir mehr als zwölf Legionen Engel schicken?“ Also, ob die Engel jetzt wirklich in Legionen auf – das ist, war das, was die Römer damals kannten, die römischen Legionen. Die Menschen kannten Legionen. Zwölf Armeen Engel. Einer würde reichen, die Römer zu vertreiben, wie die Auferstehung beweist. Einer würde reichen. „Ich könnte zwölf Armeen senden.“ Bekommen, als Jesus gefangen genommen worden ist, gleich am Anfang, dann sind die erstmal alle umgefallen, nicht? Um deutlich zu machen: „Was jetzt geschieht, geschieht nur, weil Jesus es freiwillig will. Er wird nicht gezwungen. Alles, was ihm angetan wird, das Deswegen hat er es am Anfang so deutlich gezeigt: „Ich habe Macht, euch alle unmächtig dahin fallen zu lassen.“ Er tut es freiwillig.

[29:11] Jesus ist dazu nicht gezwungen. Das heißt, er hat es so gewollt. Er will mich retten, er will dich retten, er will uns alle retten.

[29:26] Hier ist, was Ellen White sagt: „Obwohl er als Mitglied der menschlichen Familie sterblich war, war er als Gott die Quelle des Lebens für die Welt. Er war ja Gott mit uns, Gott und Mensch. Er hätte den Angriffen des Todes widerstehen können und sich weigern können, unter seine Herrschaft zu kommen.“ Jesus hätte einfach sagen können: „Ich bin Mensch und ich lebe für immer“, weil er sozusagen mit seiner Göttlichkeit einfach dem Tod entgegenstehen kann. Er sagt: „Ich lasse es nicht zu, dass ich sterbe.“ Aber freiwillig legte er sein Leben nieder, dass er Leben und Unsterblichkeit ans Licht bringen könnte. Er trug die Sünden der Welt, und er duldete ihren Fluch und gab sein Leben als Opfer auf, dass Menschen nicht ewig sterben.

[30:21] Es gibt im Alten Testament eine interessante Grundlage dafür, und zwar, wie alles, was Jesus sagt, kommt irgendwo aus dem Alten Testament: Jesaja 53 und dort ab Vers 10. Da ist so ein Vers, der eigentlich genau das hier auch ausdrückt, was wir hier in Johannes 10 haben. Jesaja 53 ab Vers 10: „Aber dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen.“ Genau, das ist diese – dem Herrn, er hat sich gefreut, dass Jesus sein Leben gibt, aber nicht, weil Jesus, sondern wegen uns. Ja, weiter: „Er ließ ihn leiden. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und seine Tage verlängern, und das Vorhaben des Herrn wird in seiner Hand gelingen.“ Bis 12. Bis 12, okay. „Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er tragen. Darum will ich ihm die vielen zum Anteil geben, und er wird Starke zum Raub erhalten, dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen hat und für die Übeltäter gebetet hat.“ Genau.

[31:48] Also, da haben wir diese Idee einmal: „Dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen.“ Dann haben wir die Idee, dass er seine Seele preisgegeben hat. Er hat es freiwillig gemacht. Er hat seine Seele dem Tod preisgegeben, hat sich drunter zählen lassen, und dafür wird er jetzt erhöht, ja? „Dafür will ich ihm die die die ähm die vielen zum Anteil geben. Er wird Starke zum Raub behalten. Er wird belohnt dafür,“ sozusagen. Das ist die Idee.

[32:09] Ähm, und jetzt kommen wir zu dem interessanten weiteren Punkt in Johannes 10. Jesus sagt – oder du wolltest was sagen?
Ja, ich wollte noch sagen, also das zeigt doch ganz schön, wie Jesus die Menschen vor Augen hatte und wie Gott auch die Menschen vor Augen hatte, als sie das getan haben. Und ich glaube auch, weil du vorhin es gesagt hattest: „Er hätte Möglichkeiten gehabt, nicht sterben zu müssen.“ Wir hatten jetzt auch schon ganz oft im Seminar Situationen gesehen, wo Jesus dem Tod so davon gekommen ist. Also, die haben auch gezeigt, entweder durch weise Überlegungen oder auch durch Gottes Kraft hat er, als es noch nicht an der Zeit war, dem Tod entfliehen können. Aber als es an der Zeit war, hat er dann selber gesagt: „Ganz genau, ich tue es nicht mehr.“

[33:01] Das heißt, am Kreuz finden wir Jesus, der all das freiwillig tut für dich und für mich. Oder der das Beste für uns will. Am Kreuz finden wir Gott den Vater, der, obwohl er selbst unfassbar leidet und wirklich unfassbar leidet und sein Sohn leidet, trotzdem sich dafür entschieden hat und obwohl es so schmerzvoll ist, es trotzdem auch noch sich darüber – weil er uns etwas Gutes tun kann.

[33:30] Das heißt, wenn wir – wenn Gott uns bittet, auf das Kreuz zu schauen, und zwar weg von uns, ja? Wir denken, warum sollen wir wegschauen von uns und auf das Kreuz? Wenn wir auf das Kreuz schauen, dann sehen wir den Ort, wo die mächtigsten Personen des Universums sich für mich interessieren. Wenn ich auf das Kreuz schaue, schaue ich auf die, die auf mich schauen. Der Satan will uns immer einreden, dass, wenn wir wegschauen von uns, ist das gegen unser Interesse. In Wirklichkeit ist es für unser Interesse, dorthin zu schauen, wo die versammelt sind. Das gesamte Universum haben die – die gesamte Kraft des Universums haben die sich freiwillig für mich interessieren. Wer zum Kreuz schaut, schaut dorthin, wo das wo mein Interesse eigentlich, also wo wo alles, was für mich gut ist, sozusagen sich bündelt, ja? Weil Gott dort unbedingt mir was Gutes tun will. Eigentlich müssen wir mehr drüber nachdenken, oder jedes Mal, wenn wir auf uns selbst schauen, sagen: „Wenn ich auf mich selbst schaue, dann geht es mir gar nicht so gut, als wenn ich aufs Kreuz schaue, weil dort sind die, die mir das – das Beste für mich wollen.“ Das ist die Idee.

[34:43] Johannes 10, Vers 18: „Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe – und jetzt: Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“

[35:00] Jetzt, das Wort Vollmacht ist das Wort Exousia. Und Exousia bedeutet so viel wie können, Vermögen. Also, da geht es darum, dass jemand etwas kann. Das wird dann auch verwendet für Autorität. Also, wenn jetzt jemand zum Beispiel ein ein Magistrat ist, wenn er ein Bürgermeister ist, wenn er Kaiser ist, dann hat er bestimmte Macht, also Machtbefugnisse. Er kann dann Dinge tun, ja? Als Bürgermeister kann man Dinge tun, die man als normaler Bürger nicht tun kann. Als Kanzler kann man Dinge tun, die man als normaler Bürger nicht tun kann. Jesus hat Vollmacht, er kann Dinge tun. Das heißt, er kann das Leben lassen, und er kann es sich auch wieder nehmen. Ganz entscheidend: Jesus kann sich das Leben wieder nehmen. Das ist seine Fähigkeit, während das andere Wort, das dieser Auftrag, das ist entolē ist das Gebot. Das ist also sozusagen ein Auftrag, das ist sozusagen: „Tu das!“ Die Kraft aber, diesen Auftrag zu erfüllen, hat er selbst.

[36:09] Das heißt, was ich hier finde, ist sehr interessant: Wir haben auf der einen Seite haben wir den Wunsch, der von Jesus selbst ausgeht. Dann haben wir aber, dass Gott ihm dann den Auftrag gegeben hat, der auf dem übrigens das heißt, dass die Gebote Gottes auf der Liebe Jesu basieren. Jesus liebt uns, und das vorgeschlagen hat, das vorgeschlagen. Daraufhin gibt das Gebot, also: „Tu das! Ich gebiete dir, das zu tun.“ Aber er tut das sozusagen freiwillig, und die Kraft das zu tun, die Fähigkeit hat er selbst. Er hat die Fähigkeit, das Leben abzulegen, und er hat die Fähigkeit, das Leben wieder aufzunehmen.

[36:42] Und das ist der vielleicht krasseste Gedanke, einer der krassesten Gedanken auf jeden Fall im Neuen Testament. Denn das heißt, schauen wir in Johannes Offenbarung – Entschuldigung, also Offenbarung von Johannes, Offenbarung Kapitel 1, Vers 17 und 18. Offenbarung 1, Vers 17 und 18. Dort steht: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot, und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende. Und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und ich habe die Schlüssel des Totenreichs und des Todes.“

[37:28] Genau. War Jesus der Erste, der gestorben ist und auferstanden ist? Wer war schon vorher auferstanden von den Toten? Das Kind zum Beispiel von – genau, die bei das Kind bei Elisa, ja, dann das Kind bei Elia, bei der bei der Witwe von Sarepta. Mose, Mose, die beiden ein ein Sohn, also ein Kind bei Elia, ein Kind bei Elisa, dann die die Tochter des Jairus, der Jüngling von Nain, Lazarus, ja.

[38:03] Vielleicht. Stimmt, stimmt, ja, genau. Danke schön. Ja, genau, der der der der der der tote Mann, der auf die Gebeine Elisas fällt. Genau. Also, wir haben eine Handvoll mindestens von Leuten, noch mehr auferweckt, wo es nicht beschrieben steht. Aber wir haben eine Handvoll von Leuten.

[38:14] Jesus ist nicht einer in der Reihe von denen, sondern bei Jesus etwas anderes. Die anderen wurden aus dem Grab hervorgerufen, und zwar nicht nur im Sinne, dass jemand gerufen hat, sondern im Sinne, dass Gott kam und ihnen das Leben zurückgegeben hat. Aber Jesus sagt: „Ich habe den Schlüssel des Totenreiches.“ Jesus hat gesagt: „Ich habe aufgeschlossen von innen.“ Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“

[38:41] Und Ellen White beschreibt das wie folgt: „Er, der gesagt hatte – also ich bin die Auferstehung, das Leben. Er, der gesagt hatte: „Ich lege mein Leben, ich lasse mein Leben, damit ich es wiedernehme“, kam aus dem Grab zum Leben, das in ihm selbst war. Die Menschheit starb. Die Göttlichkeit starb nicht. In seiner Göttlichkeit besaß Christus die Kraft, die Bande des Todes zu brechen. Er erklärt, dass er Leben in sich selbst hat, um jeden zu beleben, der also den – dem das geben möchte, so wie er möchte.“ Das heißt, Jesus hat Tote und – er war nicht halbtot, war nicht 99% tot, er war ganz tot, und zwar als Mensch. Er war als Mensch ganz tot. Hat er trotzdem die Fähigkeit gehabt, in sich selbst sich das Leben wiederzugeben, weil das Leben noch in ihm war. Das heißt, das göttliche Leben hat sich buchstäblich mit dem Tod des Menschen verbunden. Kann sich also fast vorstellen, wie – also, mir fehlen ein bisschen die Worte, um das zu beschreiben. Aber wenn quasi der menschliche Körper wie eine Hülle ist, dann war sozusagen die göttliche – das göttliche Leben da drinnen eingeschlossen, das göttliche Leben im.

[40:09] Das heißt, Gott hat sich nicht nur mit unseren Sünden identifiziert, er hat sich mit unserem Tod identifiziert. Das heißt, wenn wir ihm das glauben, ist der nicht – sind wir nicht nur mit ihm gekreuzigt, wir sind buchstäblich mit ihm gestorben. Aber jetzt kommt's: Er hat dann und zwar, wann hat er das gemacht? Wann hat er sich das Leben wiedergegeben? Genau. Und wo wusste – wann er das tun soll? Jetzt wird's richtig interessant. Woher wusste er jetzt der Moment?

[40:49] konnte. Es war ja auch schon prophetisch vorausgesagt worden mit den drei Tagen von Jona, ja? Aber ich meine gelesen zu haben, er konnte auch nicht länger im Grab bleiben, weil dieses göttliche Leben sich auch dann so geregt hat.

[41:11] Ähm, ja, er wird gerufen, er wird gerufen. Wer ruft ihn? Ja, aber der Vater kommt nicht buchstäblich, sondern wie ruft der Vater ihn? Der Vater sendet einen – der Vater sendet einen Engel ruft ihn aus dem Grab hervor. Bringt der Engel das Leben mit? Der Engel bringt nicht das Leben mit. Das heißt, der Engel sagt nur: „Jetzt ist der Zeitpunkt!“ Und Jesus, der die Macht hat, sich selbst von den Toten aufzuerwecken, wartet auf den Befehl des Vaters und gehorcht dann mit seiner eigenen Kraft. Was für ein Beispiel für Gehorsam! Er, der – und das ist ja das, was wir auch – also sein ganzes Leben lang sehen, dass er, der die Macht hatte, alles selbst zu tun, immer gehorsam ist.

[41:56] Ich schlussfolgere daraus, dass, wenn der Vater ihn nicht gerufen hätte, wäre er im Grab geblieben. Und das ist der Grund, warum Jesus nicht mehr durch die Tore des Grabes hindurchschauen konnte, als er in – er hat ja immer noch gewusst, dass er Gott ist. Aber getrennt vom Vater durch die Sünde hatte er kein gefühlsmäßigen Beweis mehr, dass der Vater ihn rufen würde. Das war seine größte Angst, dass der Vater vielleicht nicht ruft, und dann ist er im Grabe tot. Dann wäre die Göttlichkeit Jesu im im Leichnam. Also, kann man gar nicht zu Ende denken, aber die wäre da geblieben, obwohl die Macht dazu gehabt hätte.

[42:41] Und also, was man da sieht, was man daran unglaublich sieht, ist, wie fein austariert der Erlösungsplan ist. Also, wenn er nicht ganzer Gott wäre, dann hätte das nicht funktioniert. Wenn nicht ganzer Mensch gewesen wäre, auch nicht funktioniert, ja? All die verschiedenen Dinge kommen zusammen, und Jesus fasst das so in wenigen Sätzen so kurz zusammen, und wir noch eine ganze Ewigkeit brauchen, das zu verstehen. Aber er hatte die Macht, sich selbst das Leben zu geben.

[43:07] Ja, ich finde, das ist auch ein gutes Beispiel von Haushalterschaft. Weil wir haben jetzt vielleicht nicht die Kraft, uns selbst wieder zum Leben zu erwecken, aber es gibt doch so viel, was Gott uns auch anvertraut hat, wo er uns die freie Verfügung darüber gegeben hat, und wir benutzen es manchmal so, als ob wir damit tun und lassen könnten, was wir wollen. Aber Jesus hat so einen Gehorsam da an den Tag gelegt, dass er gesagt hat: „Ich habe zwar potenziell die die Entscheidungskraft, ja, aber ich nutze es nur genauso, wie es der Vater mir gesagt hat.“ Ja, ja, ganz genau, ganz genau.

[43:50] Und damit beweist Jesus natürlich aber auch damit beweist die – wie die Auferstehung beweist, dass Jesus Gott ist. Wenn wir die Frage stellen: „Warum wissen wir, dass Jesus Gott war?“, dann können wir eigentlich nicht direkt sagen: „Weil er auf dem Wasser ging“, weil das konnte Petrus auch. Auch nicht, dass er Kranke geheilt hat, das hat Petrus auch gemacht. Auch nicht, dass er vollmächtig gepredigt hat, das hat Petrus auch gemacht. Nicht mal, dass er Tote auferweckt hat, weil das hat Petrus auch gemacht. Aber der Beweis – Römer 1 sagt, schau mal Römer 1, Römer 1 und dort Vers 3. Der Beweis dafür, dass er Gottes Sohn ist, in Römer 1, Vers 3 und 4, nämlich das Evangelium von seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus

[44:26] seinem Sohn, der hervorgegangen ist aus dem Samen Davids nach dem Fleisch, und er erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft, das heißt also mächtig, kraftvoll bewiesen ist als Sohn Gottes nach dem Geist der Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten. Die Auferstehung beweist mächtig, ja, er ist wirklich Gott. Und damit ist klar: Wenn Jesus sich selbst das Leben geben kann, hat er das Leben in sich selbst. Er hat es, es ist nicht abgeleitet. Er ist nicht ein anderes geschaffenes Wesen, wie vielleicht der der der Luzifer sich irgendwann eingeredet hat, ja, der einfach ein bisschen besser behandelt wird oder so, sondern er ist Gott selbst. Und das beweist diese Geschichte sehr deutlich. Deswegen ist die Auferstehung auch so, so fundamental wichtig. Und Jesus deutet das hier nur so ganz kurz an: Ich habe Vollmacht, das Leben zu nehmen, das Leben zu geben, Vollmacht, es wiederzunehmen. Und diesen Auftrag habe ich von meinem Vater bekommen. Und je mehr man da hineingeht, desto, desto mehr kann man es gar nicht richtig fassen. Aber ich möchte ganz kurz auf einen Punkt hinaus, äh, weil das nämlich für uns auch total wichtig ist, weil was heißt denn das?

[45:44] Schaut mal mit mir in Kolosser 2 und dort Verse 11 und 12. Wir lesen da den Zusammenhang, aber Vers 12, darum geht's: „In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die nicht von Menschenhand geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes der Sünden in der Beschneidung des Christus, da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mit auferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.“ Genau, er sagt, wir sind mit ihm gekreuzigt, das sagt der Paulus an anderer Stelle, ja, ich bin mit Christus gekreuzigt. Wir sind mit ihm begraben und jetzt kommt's, diese Kraft, diese Kraft soll uns mit auferwecken. Ja, das ist, was Paulus auch sagt, wir sind mit auferweckt und mitversetzt in den Himmel im Glauben. Das heißt, diese Kraft hier ist nicht einfach nur so apologetisch, ah, Jesus ist wirklich auferstanden und er ist wirklich Gott, sondern diese Kraft, die soll für uns gelten, die soll unser Leben verändern. Deswegen sagt der Paulus in Römer, in Römer Kapitel 8, Vers 11: „Wenn aber der Geist dessen, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.“ Genau, er sagt, genauso auf irgendeine Weise hat auch der Heilige Geist noch mitgewirkt. Ich verstehe noch gar nicht genau wie, aber der Heilige Geist muss ja auch bei der Auferstehung mitgewirkt haben. Und es ist dieser Heilige Geist, der diese Kraft, die in Jesus, den toten Jesus wieder zum Leben erweckt hat, die uns auch zur Verfügung steht, die wir tot in Sünden gewesen sind und die dazu führt, dass wir mit Jesus gedanklich in den Himmel gehen können, sozusagen Hineingehen ins Heiligtum. Und ich glaube, deswegen ist es wichtig, dass wir uns Gedanken machen, dass wir uns daran erinnern: Jesus ist für mich am Kreuz gestorben, ich bin mit ihm gekreuzigt und und er ist, ich bin mit ihm begraben und ich bin mit ihm auferweckt.

[48:05] Das ist wirklich wichtig, ähm, weil wir, also das Bild zeigt ja, wie stark diese Kraft ist, dass ein Mensch von Toten aufersteht. Und manchmal kommen wir an diesen Punkt, wo wir sagen, ähm, ich habe die und die Sünde, ich kann sie nicht überwinden, ich fühle mich so kraftlos. Mhm. Wenn es doch die gleiche Kraft ist, dann gibt es doch keine Sünde, die wir nicht überwinden können, zumal ja alle Sünden hier auf ihm lagen, genau. Alle. Das heißt, wir schauen aufs Kreuz und sehen, dass unsere Sünden da schon sind. Wir sehen aufs Kreuz und sehen, dass dort Gott bereit ist, lieber sich selbst zu opfern, als uns verloren zu geben. Das heißt, wir schauen auf das Kreuz und sehen dort, wie jemand unser allerhöchstes und bestes Glück für uns möchte. Und wir schauen dann auf die Auferstehung und sehen, dass Gott sogar den Tod besiegt hat und so auch in uns alles besiegen kann, was feindlich gegen unser Glück ist, sozusagen. Und wenn wir drüber nachdenken, ich glaube, dann wird uns ganz bewusst, dass diese Botschaft von der Auferstehung, also vom Tod und von der Auferstehung Jesu, unglaublich kostbare Botschaft ist. Und dass je mehr wir Jesus kennenlernen als Mensch und als Gott, je mehr wir diese beiden Aspekte immer mehr studieren, desto größer wird der Erlösungsplan, desto dramatischer wird das alles, was da eigentlich zusammenhängt, ja? Und wir werden in der Ewigkeit das noch weiter studieren, aber wollen uns heute vornehmen, dass wir uns mehr bei Jesus Gedanken machen und über seinen menschlichen und göttlichen Charakter.

[49:49] Dann noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, das, was am Kreuz geschehen ist, das kann eigentlich niemand von uns bis ins Letzte selbst begreifen. Aber heute wollen wir eine Sache mitnehmen, dass, wenn wir auf das Kreuz schauen, wir dorthin schauen, wo unser größtes Glück geplant worden ist. Wenn wir auf das Kreuz schauen, wir dorthin schauen, wo die größte Liebe zu uns sich befindet. Dass, wenn wir auf das Kreuz schauen, wir dorthin schauen, wo jemand alles für uns tut, ohne dass wir irgendetwas dazu erst uns qualifizieren müssten. Herr, vergib uns, dass wir so selten auf das Kreuz schauen. Und hab Dank für diese wunderbare Botschaft. Gib, dass sie ganz tief in unserem Herzen Wurzeln schlägt und dass wir, wenn wir mit Schwierigkeiten konfrontiert sind, wenn alte Sünden uns wieder neu greifen wollen, dass wir uns daran erinnern, dass wir mit Jesus gekreuzigt und begraben worden sind und auferweckt sein dürfen durch die Kraft, die Jesus hat, dass er nicht nur Mensch ist, sondern auch Gott. Dass er uns als Mensch gezeigt hat, wie wir leben sollen, und als Gott uns die Kraft gibt, auch so zu leben. Herr, dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Lass uns glauben und vertrauen und deine Liebe bauen. Das bitten wir alles im Namen Jesu.


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