In dieser Predigt wird die Bedeutung des Buches des Lebens beleuchtet, in dem die Namen der Erretteten verzeichnet sind. Es wird erklärt, warum die Aufnahme in dieses Buch nicht auf Verdiensten basiert, sondern auf der Annahme Jesu als Erlöser. Die Predigt betont, dass die Freude der Gläubigen nicht primär aus dem Sieg über Dämonen resultieren sollte, sondern aus der Gewissheit, dass ihre Namen im Buch des Lebens stehen. Es wird auch auf die Konsequenzen eingegangen, wenn jemand nicht in diesem Buch verzeichnet ist.
Der Ersehnte: 231. „dass eure Namen im Himmel geschreiben sind“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de und dass wir gemeinsam heute weiter studieren können im Leben und Wirken von Jesus Christus. Er ist der Ersehnte. Wir wünschen uns so sehr, dass er auch in unserem Leben das Zentrum bildet, das A und O ist. Und wir möchten von ihm lernen, von seinen Predigten, von seinen Heilungen, von seinen Taten, von seinem Charakter. Wir wollen ihm ähnlicher werden, wir wollen seine Schüler sein. Und damit wir lernen können, brauchen wir seinen Heiligen Geist.
[1:17] Und bevor wir beginnen und heute in Lukas 10 weiter studieren wollen, wollen wir Gott bitten, dass er jetzt unser Lehrer ist. Und wenn es dir möglich ist, dann bitte ich dich mit mir dazu niederzuknien.
[1:36] Lieber Vater im Himmel, danke für deine Gegenwart, danke für deinen großen Segen, danke, dass du zu uns sprichst, uns einlädst und uns festhältst, wenn wir in Gefahr stehen, nach links und rechts abzubiegen. Herr, wir möchten dich bitten, dass das, was wir jetzt in den kommenden Minuten studieren, zu deiner Ehre ist, dass es dich verherrlicht, dass du im Mittelpunkt stehst und dass die Herrlichkeit deines Charakters dadurch sichtbar wird. Herr, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Schenk du uns Kraft und Weisheit, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Dank dafür.
[2:33] Amen. Lukas Kapitel 10. Wir sind in Vers 18 stehen geblieben. Die 70 Jünger sind von der Missionsreise, zu der Jesus sie zu Beginn des Kapitels ausgesandt hat, zurückgekehrt. Und sie haben mit Freuden darüber berichtet, dass sogar die Dämonen ihnen untertan gewesen sind im Namen Jesu. Das heißt, sie konnten im Namen Jesu Besessene von den Dämonen befreien. Und Jesus hat darauf geantwortet in Vers 18, dass er den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen sah und damit Bezug genommen auf Jesaja 14. Jesus hat ihr persönliches Erleben eingeordnet in den großen Konflikt, in den großen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen Licht und Finsternis, Gerechtigkeit und Sünde, Jesus Christus und Satan.
[3:41] Wir lesen weiter in Vers 19. Sie, ich gebe euch die Vollmacht auf Schlangen und Skorpione zu treten und über alle Gewalt des Feindes, und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden. Die Vollmacht, die sie erlebt hatten, sollte nicht temporär nur bei diesem einen Missionseinsatz gelten, sondern generell. Jesus sagt: "Ich gebe euch diese Vollmacht." Sie ist doch nicht beschränkt auf die 12 Apostel, sondern sie ist hier auch diesen 70 Jüngern gegeben worden.
[4:20] Woher kommt die Idee, auf Schlangen treten zu können? In Psalm 91, natürlich Vers 13, dort heißt es: "Auf den Löwen und die Otter wirst du treten, wirst den Junglöwen und den Drachen zertreten." Der Kontext in Psalm 91 ist, dass diejenigen, die bei Gott geborgen sind, wie es in Vers 1 steht: "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen." Ich sage zu dem Herrn: "Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue." Wer also sich bei Gott birgt, wer durch die Engel Gottes bewahrt wird, wie es in Vers 11 heißt, der kann seinen Fuß auf die Otter setzen und auch auf den Löwen und auf den Drachen und ihn zertreten.
[5:23] Und das bringt uns zu 1. Mose 3. Dort ist zum ersten Mal beschrieben, wie eine Schlange zertreten wird. Dort sagt nämlich Jesus in der ersten Prophezeiung des Evangeliums überhaupt, 1. Mose Kapitel 3, Vers 15: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Jesus ist derjenige, der der Schlange, überhaupt dem Satan, den Kopf zertritt. Dass die Schlange der Satan ist, das erfahren wir auch aus Offenbarung Kapitel 12 und dort Vers 9.
[6:09] Und weil Jesus Sieger ist im großen Kampf, und zwar im Himmel damals und auf Golgatha, und bis ans Ende in jeder Auseinandersetzung mit dem Satan den Sieg behalten hat, weil er Sieger ist, können auch wir Sieger sein im großen Konflikt. In Römer 16, Vers 20 wird deutlich, dass der Sieg, den Jesus auf Golgatha ein für allemal über den Satan errungen hat, auch auf unser persönliches Leben Anwendung findet. Römer 16 und dort Vers 20: "Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen."
[7:04] Amen. Gott gibt uns den Sieg über den Satan, weil Jesus gesiegt hat. Und Jesus möchte deutlich machen, dass der Erfolg, den die Jünger in der Mission gehabt haben, dass Dämonen vor ihrem Wort geflohen waren, dass das nicht an ihren Worten lag, dass das nicht an ihrer Weisheit, ihrer Klugheit, ihrer Technik oder irgendwelcher Erfahrung lag, sondern einzig und allein daran, dass sie im Namen Jesu diese Dämonen ausgetrieben haben. Und dass deswegen die Kraft und die Macht und die Herrlichkeit von Jesus am Wirken war und alle Ehre ihm gebührt und nicht dem Missionar.
[7:48] Sie sollten als die Nachfolger Christi von nun an auf den Satan als auf einen besiegten Feind schauen, nicht mehr einen, mit dem man wo man nicht weiß, ob er gewinnen wird oder verlieren wird. Dass der große Kampf ist entschieden. Jesus sagt ihnen, dass er am Kreuz den Sieg für sie erringen würde. Und er wünschte sich, dass sie diesen Sieg als ihren eigenen akzeptieren würden.
[8:20] Lieber Freund, liebe Freundin, ist uns bewusst, dass wir den Sieg, den Jesus errungen hat, als unseren eigenen Sieg akzeptieren dürfen, dass wir ihn in Anspruch nehmen dürfen, dass der Satan, der von Jesus zertreten worden ist auf Golgatha, dass er auch durch Jesus in unserem Leben zertreten werden darf, kann, soll und muss.
[8:58] Die Jünger sollten das nicht als ein außergewöhnliches Ereignis sehen, das mal sozusagen passiert sei, sondern als eine Zusicherung, dass solange sie bei Jesus bleiben und im Namen Jesu wirken, der Satan die Mission nicht aufhalten könnte, der Satan sie nicht von Jesus wegbringen könnte, sondern dass sie Sieger sein würden.
[9:26] In Jesus, aber dann sagt er noch mehr. Jesus sagt in Vers 20, in Vers 10: "Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind, freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind." Die Freude sollte nicht darin bestehen, einfach Dämonen ausgetrieben zu haben und sich vielleicht jetzt sozusagen zu freuen, dass man stärker sei als Dämonen. Die Begründung der Freude sollte nicht daran liegen, dass wir Siege über den Feind sind, sondern dass wir bei Gott sind.
[10:04] Denn dann wird uns bewusst, dass auch der Sieg über den Feind nur deswegen möglich ist, weil wir bei Gott sind. In Matthäus 7, Vers 22 und 23 werden wir sehen, dass Menschen am Ende der Zeit irrtümlicherweise glauben, dass weil sie Dämonen ausgetrieben haben, sie deswegen einen Platz im Himmelreich hätten. Matthäus 7, Vers 22 und 23: "Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?" Und dann werde ich ihnen bezeugen: "Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen."
[10:46] Eine erfolgte Dämonenaustreibung im Namen Jesu ist kein Beweis für unsere Errettung, sondern nur ein Beweis, dass Jesus am Wirken war, dass Gottes Kraft sich dort gezeigt hat. Gott kann durch Esel wirken, er kann durch... meine Prophezeiung geben. Die Tatsache, dass und ich glaube hier in Matthäus 7 sind auch viele falsche Dämonenaustreibungen sicherlich gemeint. Aber selbst wenn es eine wahrhaftige Dämonenaustreibung ist, ist das noch nicht die Grundlage unserer Errettung.
[11:17] Die Grundlage unserer Rettung ist unser Eintrag im Buch des Lebens. Lasst uns kurz anschauen, was die Bibel über dieses Buch zu sagen hat, denn Jesus selbst sagt, dass wir uns darüber freuen sollen, dass unser Name dort geschrieben ist. Unsere Aufmerksamkeit wird von Jesus auf das Buch des Lebens gelenkt. Wer sich mit dem Buch des Lebens beschäftigt, der folgt der Aufforderung von Jesus. Lass uns das tun.
[11:41] Oder in 2. Mose 32 finden wir den ersten konkreten Hinweis auf dieses Buch. Mose hat dem Zuge der Sünde vom goldenen Kalb folgendes gesagt, in 2. Mose 32 und dort Vers 32: "Und nun vergib ihnen doch ihre Sünde, wenn aber nicht, so tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast." Das Buch, um das es geht, schreibt Gott, und dort werden Namen eingeschrieben. Und Mose ist bereit, seinen Namen streichen zu lassen, damit das Volk eine Chance erhält.
[12:24] Und Mose wird dann von Gott darüber unterrichtet, dass das so nicht geht. Der Herr sprach zu Mose: "Ich will den aus meinem Buch tilgen, der gegen mich sündigt." Mose ist hier ein Typus für Jesus, der bereit war für uns zu sterben.
[12:41] Das Buch des Lebens ist von Gott geschrieben. Und wer steht dort drin? In Psalm 69 und dort Vers 29: "Tilge sie aus dem Buch des Lebens, sie sollen nicht eingeschrieben sein mit den Gerechten." Dort stehen die Gerechten drin, die Gottlosen, die Sünder, sie sollen ausgestrichen, ausgetilgt werden. Wie wir gesehen haben, aber im Buch des Lebens stehen die Gerechten.
[13:20] Nun, was bedeutet das konkret? Schauen wir zu Jesaja Kapitel 4, Vers 3. Dort lesen wir diesen Vers 2 und 3: "Und an jenem Tag wird der Spross des Herrn ein Bild für den Messias, schön und herrlich sein, und die Frucht des Landes wird der Stolz und der Schmuck für die Entkommenen Israel sein, das sind die Übrigen. Und es wird geschehen: Jeder Übriggebliebene Zion und jeder Übriggelassene in Jerusalem wird heilig genannt werden. Jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem, wer dort eingeschrieben ist, der ist zum Leben eingeschrieben. Er wird heilig und übrig genannt werden."
[14:00] Der Kontext dieser Geschichte, sei nur kurz angerissen, er ist total interessant, denn hier geht es in dieser Geschichte in Jesaja immer wieder um die Geschichte von Hiskia und Sanherib. Es gab dort die Stadt Jerusalem auf dem Hügel, und es gab den Angriff der Assyrer, Sanherib und seine große assyrische Armee. Ich rede immer wieder gerne darüber. Und diese assyrische Armee hat fast das gesamte Land Juda erobert, berühmtes vor allem die Eroberung von Lachisch, was man an den berühmten Reliefs im Britischen Museum sehen kann. Und es blieb nur noch die Stadt Jerusalem übrig, nur noch sie. Und alle Flüchtlinge kamen nach Jerusalem. Und wer dort in Jerusalem war, war noch am Leben.
[14:53] Bei Joel heißt es später, oder heißt es dann überhaupt... ist nicht ganz klar, ob der vor da nachgeschrieben. Das ist jetzt nicht unser Thema, aber bei Joel heißt es, dass auf dem Berg Zion Errettung sein wird. Und während das gesamte Juda verwüstet wird, bleibt jeder Mensch in Jerusalem am Leben. Es sind die Übrigen, wie es in Jesaja 37 dann heißt. Jesaja 37 und dort ab Vers 31: "Und was vom Haus Juda entkommen und übrig geblieben ist, wird wieder nach unten Wurzeln schlagen und nach oben Frucht tragen. Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen und Entkommene vom Berg Zion." Der Eifer des Herrn wird dies tun. Es wird dort Übrige geben, diejenigen, die nicht erobert werden konnten, weil...
[15:46] Und das ist dann, was die Geschichte berichtet, obwohl Sanherib mit Briefen und mit seinem Gesandten, dem Rabschake, den Gott Israels verhöhnt, dann ein Engel von Gott ausgeht und 185.000 assyrische Soldaten tötet, und der König mit Schimpf und Schande zurückkehren muss. Jerusalem bleibt bestehen. Jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem, das ist ein Bild dann für Offenbarung 13 und 14, wo die endzeitlichen Mächte sich versammeln, so wie das Vielvölkerheer unter Sanherib, und die 144.000 auf dem Berg Zion, mit dem Lamm stehen und dort versiegelt sind. Sie sind zum Leben eingeschrieben, sie sind die Heiligen, sie haben die Geduld der Heiligen, sie halten die Gebote Gottes, sie haben den Glauben Jesu und sie gehen nicht verloren. Sie sind eingeschrieben in Jerusalem.
[16:48] Eins wird ganz deutlich, oder was ebenfalls sehr deutlich wird in Daniel Kapitel 12, Vers 1. Das heißt es: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet."
[17:15] Wer im Buch des Lebens steht, wer eingeschrieben ist zum Leben in Jerusalem, der wird gerettet werden. Paulus, oder fragen wir vielleicht erst einmal uns: Was sagt Hebräer 12, was das für uns bedeutet, zum Leben in Jerusalem eingeschrieben zu sein als die Heiligen, als die Übrigen? Hebräer 12, Verse 22 und 23: "Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das besseres redet als das Blut Abels."
[18:13] Die Festversammlung, die Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben ist, so wie die Israeliten, die im irdischen Jerusalem auf dem Berg Zion standen und vom Feind nicht erreicht werden konnten und deswegen als die Übriggebliebenen überlebten. So werden im Evangelium alle zu zum Leben eingeschrieben, die im Glauben zu Jesus kommen, zum himmlischen Heiligtum, deren Name im himmlischen Jerusalem eingeschrieben ist.
[18:51] Paulus sagt im Philipperbrief, in Philipper 3 und dort Vers 20: "Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, unsere Heimat ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter." Dort sind wir eingeschrieben. Wenn jemand eingeschrieben war in einer Stadt, dann war er dort der Bürger, sozusagen hat dort sein Heimatrecht gehabt. Und deswegen sagt er dann kurze Zeit später, wenige Verse weiter unten in Philipper 4 und dort Vers 3: "Und ich bitte auch dich, mein teuerer Mitknecht, nimm dich ihrer an, die mit mir gekämpft haben für das Evangelium samt Klemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind."
[19:29] Die Mitarbeiter von Paulus, die als Missionare mit ihm zusammen unterwegs waren, deren Namen stehen im Buch des Lebens. Jesus sagt den 70 nicht: "Hofft, dass irgendwann eure Namen im Buch des Lebens stehen." Er sagt nicht: "Arbeitet daran, dass sie hoffentlich bald reinkommen." Er sagt: "Freut euch, dass sie im Buch des Lebens stehen."
[19:54] Freut euch darüber, wer für Gott arbeitet, wer sich zu Jesus bekannt hat, wer öffentlich das Blut Jesu für sich in Anspruch genommen hat, dessen Name steht im Buch des Lebens.
[20:05] Heute gibt es viele Diskussionen über den Begriff Heilsgewissheit. Eine Sache ist ganz deutlich: Du kannst gewiss sein, wenn du dich zu Jesus bekannt hast, wenn du dich hast taufen lassen, wenn du öffentlich zu Jesus dich bekannt hast, dann steht dein Name im Buch des Lebens. Er steht dort, und mein Name auch. Unsere Namen stehen im Buch des Lebens.
[20:29] Die Frage, die sich mit dem Thema der Heiligung dann beschäftigt, ist: Kann unser Name dort stehen bleiben? Bleiben wir bei der Entscheidung, die wir am Anfang unseres Glaubenslebens getroffen haben, oder gehen wir wieder von ihr weg? Halten wir fest an dem Bekenntnis, oder lassen wir uns von der Welt wieder weglocken?
[21:00] In Offenbarung 3 und dort Vers 5 wird uns gesagt, wann unser Name nicht ausgelöscht wird. Offenbarung 3, Vers 5: "Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln."
[21:31] Wenn wir den Sieg von Jesus annehmen, und da berühren sich jetzt diese beiden Ideen, nicht wahr, dass Jesus uns Vollmacht gibt und dass wir wissen dürfen, dass der Satan uns nicht besiegen kann, solange wir mit Jesus verbunden sind. Wenn wir Überwinder sind, dann bleiben wir eingeschrieben.
[21:53] Aber wodurch sind wir eingeschrieben worden? Wodurch werden wir Bürger des himmlischen Reiches? Ich glaube, die eindeutigste Antwort steht in Johannes 3, Vers 3. So wie man durch Geburt in ein Geschlechtsregister eingetragen wurde damals, so lesen wir jetzt hier in Johannes 3, Vers 3. Jesus antwortete und sprach zu ihm: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." Vers 5: Jesus antwortete: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen."
[22:38] Es ist unsere Wiedergeburt durch den Heiligen Geist, ausgedrückt durch die Taufe, der wo wir uns öffentlich zu Jesus bekannt haben, dadurch werden wir in das Buch des Lebens eingeschrieben. Und unser Leben danach zeigt, ob wir auch wirklich mit Jesus leben, oder ob wir unser Bekenntnis verlassen haben.
[23:03] Lasst uns dankbar sein dafür, dass unser Name im Buch des Lebens steht. Lasst uns darauf achten, dass wir bei Jesus bleiben, sodass auch unser Name dort nicht ausgetilgt wird, dass wir durch Jesu Sieg Überwinder sein können.
[23:20] Offenbarung 13, Vers 8. Noch einige wenige Verse über das Buch des Lebens. Offenbarung 13, Vers 8: "Über den Antichristen, über das Papsttum und alle, die auf der Erde werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist von Grundlegung der Welt an." Wer nicht im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes steht, wird oder ist dem Antichristen nachgelaufen, ist ihm nachgelaufen in der Vergangenheit.
[23:56] Offenbarung 20 und dort Vers 12: "Und ich sah die Toten, kleine und große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens. Die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand." Es gibt neben dem Buch des Lebens noch Bücher, in denen die Werke verzeichnet sind. Aber das Buch des Lebens enthält Namen. Das Buch des Lebens enthält Namen, die dort stehen, nicht, weil die Menschen sich durch Werke dafür qualifiziert haben, sondern weil Jesus mit seinem eigenen Blut dafür bezahlt hat, dass sie dort stehen können.
[24:32] Die Werke offenbaren dann, ob sie ihrem Bekenntnis zu Jesus treu geblieben sind, ob sie es wirklich ernst gemeint haben, ob Gott in ihnen wirken durfte, oder ob sie wieder abgefallen sind. Aber das Buch des Lebens, der Eintrag in unserem Buch des Lebens hängt nicht davon ab, was wir getan haben, sondern ob wir Jesus als unseren Erlöser angenommen haben.
[25:00] Und dann sagt die Bibel in zwei bedeutsamen Versen, was die Konsequenz ist, ob wir im Buch des Lebens stehen oder nicht. Offenbarung 20, Vers 15: "Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen." Wer dort nicht steht, geht für immer und ewig verloren.
[25:20] Offenbarung 21, Vers 27: "Und es wird niemals jemand in sie, das heißt in die himmlische Stadt Jerusalem, hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes." Wer nicht dort steht, wird auf immer und ewig verloren sein. Wer dort drin steht, wer dort geschrieben steht, der wird für immer und ewig leben mit Jesus im Himmel.
[25:46] Und dann nach den 1000 Jahren auf der neuen Erde. Und lieber Freund, liebe Freundin, es geht nicht darum, dass du heute dich besser machst, damit du hoffentlich bald eingeschrieben wirst. Ich muss lernen, und du musst lernen, dass wir heute schon im Buch des Lammes, des für uns geschlachteten...
[26:04] Buch des Lammes, das für uns geschlachtet ist. Stehen wir, wenn wir uns zu Jesus bekannt haben, dann stehen wir schon dort drinnen.
[26:09] Die Frage ist, ob wir dort stehen bleiben wollen, ob wir zu diesem Bekenntnis fest, an diesem Bekenntnis festhalten unter allen Umständen, in allen Lebenslagen. Ob wir das, was bei der Taufe versprochen haben, auch dann noch festhalten, wenn Umstände sich ändern, wenn Lebensumstände uns in eine Ecke drängen, wenn unvorhergesehene Dinge plötzlich auf uns zukommen. Wenn wir mit Charakterfehlern konfrontiert werden, die wir vorher nicht bemerkt haben. Wenn wir daran festhalten an dem, was wir bei unserer Taufe versprochen haben, als wir zu Jesus kamen. Wenn wir daran festhalten, dann wirkt der Heilige Geist genau die Heiligung und unser Name im Buch des Lebens.
[26:54] Stehen wir. Wir müssen uns nicht dafür qualifizieren. Der Name steht schon dort. Die Frage ist, ob wir dabei bleiben. Lieber Freund, liebe Freundin, dein Name, wenn du dich zu Jesus bekannt hast, steht dein Name in diesem Buch. Darf er da bleiben? Das ist die Frage, die Jesus mir und dir stellt. Darf der Name, den Jesus dort hineingeschrieben hat, in der großen Vorfreude, dass wir einmal beim sind, darf er dort bleiben? Halten wir fest an Jesus?
[27:28] Ich möchte das tun. Du auch. Ellen White ergänzt, dass Jesus zu ihnen sagt, mit ihren Worten ausgedrückt, seine Gedanken nachvollziehend: Freut euch nicht an dem Besitz von Macht, das heißt über die Dämonen, damit ihr nicht eure Abhängigkeit von Gott aus den Augen verliert. Seid sorgsam, damit nicht Selbstzufriedenheit und Selbstgenügsamkeit hineinkommt und ihr in eurer eigenen Kraft arbeitet, statt in dem Geist und der Kraft eures Meisters. Das Ich ist immer bereit, das Lob zu nehmen, wenn irgendein ein Maß Erfolg sich einstellt für die Arbeit. Kennst du das auch, dass wenn man etwas für Gott arbeitet und das erfolgreich ist, dass das eigene Ich so leicht sich freut und so leicht geneigt ist, dass es auf die eigenen Fähigkeiten zurückzuführen ist? Damit haben wir alle zu kämpfen. Jesus warnt uns davor. Er sagt: Viel mehr freut euch, dass ihr eins mit Gott seid, eins mit Christus und mit der ganzen Familie des Himmels.
[28:49] Dass eure Namen angeschrieben sind im Buch des Lebens. Und dann sagt sie folgendes: Als die 70 den Worten von Jesu lauschten, hat der Heilige Geist ihr Denken mit lebendigen Realitäten beeindruckt und die Wahrheit auf die Tafeln der Seele geschrieben. Obwohl sie von einer großen Volksmenge umgeben war, war es, als ob sie mit Gott ganz allein waren, mit ihm eingeschlossen waren. Die Worte von Jesu gingen nicht hier rein und daraus. Diese Worte von Jesus, die ihn sagt, die machen eine tiefe Wirkung auf diese 70 Jünger. Das ist interessant, weil wir meistens nur von den 12 Jüngern etwas mehr genaues erfahren, aber hier sehen wir die 70, wie sie ausgebildet worden sind, wie sie hinausgehen, wie sie tolle Erfahrungen machen, sie Jesus berichten und dann die Korrekturen und die vertiefenden Lehren von Jesu aufsaugen.
[29:46] Und dann sagt Ellen White da: Jesus wusste, dass, wie sie sagt, dass diese 70 die Inspiration der Stunde begriffen haben. Mit anderen Worten, sie haben verstanden, was Jesus ihnen sagen wollte. Deswegen passiert das, was jetzt in Lukas 10, Vers 21 passiert. Das heißt, hier zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig zu Wesen. Jesus freut sich, dass Menschen seine Worte annehmen. Jedes Mal, wenn Menschen die Worte von Jesus annehmen, wenn sie es hören und sagen: Ja, das glaube ich. Und wenn der Heilige Geist ihr Herz verändern kann, dann freut sich Jesus. Er frolockt.
[30:37] Jesu Leiden für uns ist nicht umsonst und darüber freut er sich. Jesaja 53 und dort Vers 11: Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen und ihre Sünde wird er ertragen. Es war eine mühselige Arbeit für ihn und zu retten, und doch macht es ihm Freude, wenn er sieht, dass wir ihm glauben.
[31:10] Die Worte, die Jesus hier sagt, hat er bereits in Matthäus 11, Vers 25 und 6 gesagt. Wir haben schon gelernt, dass Jesus hier auf dieser letzten Reise viele Lehren wiederholt hat, die er vorher schon in Galiläa gegeben hat. Herr des Himmels und der Erde, sagte in Vers 21: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde. In 5. Mose 10 und dort Vers 14 und 15 heißt es hier: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem HERRN, deinem Gott. Dennoch hat der Herr alle allein deinen Vätern sein Herz zugewandt, dass er sie liebt und hat und er hat ihren Samen nach ihnen aus allen Völkern erwählt, nämlich euch. Wie es heute der Fall ist. Der große Gott im Himmel und Erde gehört hat das kleine Israel auserwählt. Der große Vater, der der der der der Herr von Himmel und Erde hat die Unmündigen auserwählt, um ihnen die Wahrheit zu geben. Das ist der Gedanke, der hier steht. Es ist vor den Weisen verborgen.
[32:13] Jesaja 5, Vers 21: Weh denen, die sich selbst für weise halten. Jesaja 29 und dort ab Vers 10. Jesaja 29 und dort ab Vers 10. Und es heißt: Denn der Herr hat über euch einen Geist tiefen Schlafes ausgegossen und er hat eure Augen, die Propheten, verschlossen und eure Häupter, die Seher, verhüllt. Darum ist alle Offenbarung für euch geworden wie die Worte eines versiegelten Buches. Wenn man dies einem gibt, der lesen kann, und zu ihm sagt: Liest das. So antwortet er: Ich kann nicht, weil es versiegelt ist. Wenn man aber das Buch gibt, der nicht lesen kann, und zu ihm sagt: Liest das. So spricht er: Ich kann das nicht. Ich kann nicht lesen.
[32:52] Vers 13: Wie weiter spricht der HERR: Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist. Siehe, so will auch ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja, überaus wundersam und verwunderlich umgehen und die Weisheit seiner Weisen soll zunichte werden und der Verstand seiner Verständigen unauffindbar sein.
[33:14] Wer geistlich schläft, wer geistlich tot ist, kann nicht erwarten, durch menschliche, durch formale Theologie Gottes Wort verstehen zu können. Wenn Gottes Furcht nur angelerntes Menschengebot ist, wenn es nur durch formale theologische Kurse angelernt ist, dann wird man Gottes Wort nie wirklich verstehen können. Wenn wir nicht Gemeinschaft mit Jesus haben, wenn wir nicht ihn persönlich fragen, können wir sein Wort nicht verstehen. Ganz egal, ob wir Hebräisch, Griechisch, Aramäisch können, ganz egal, wie viel Manuskripte wir gelesen haben, ganz egal, wie viel Fachliteratur wir über den Hintergrund des alten und neuen Testamentes gelesen haben, oder wie sehr wir uns mit theologischen Werken beschäftigt haben. All das kann sogar im schlimmsten Fall hinderlich sein.
[33:59] Paulus sagt in 1. Korinther Kapitel 1 und dort ab Vers 18: Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft. Und dann erklärt er ganz deutlich in Vers 20: Wo ist der Weise? Wo der Vers 19. Denn es steht geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige dieser Welt? Seit Paulus sagt: Wo sind die Philosophen? Wo sind die Theologen? Wo sind die, die Rhetoriker? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit, durch die Philosophie, durch die formale Theologie und durch die Rhetorik Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. Es ist die Torheit der Predigt, die die Weisheit Gottes offenbart.
[35:04] Wenn du wirklich Weisheit suchst, lieber Freund, liebe Freundin, such sie bei Jesus, von dem es heißt in Kolosser 2, Vers 3: In welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. Und obwohl Menschen mit ihrem formalen akademischen Training aus eigener Kraft es niemals erreichen werden, egal wie viel Jahrzehnte sie Theologie studiert haben, kann jeder Mensch, auch Theologen, aber auch jedes Kleinkind, jeder Durchschnittsmensch, jeder die Wahrheit Gottes verstehen.
[35:35] Psalm 25 und dort Vers 14: Das Geheimnis des Herrn ist für die, welche ihn fürchten, nicht für die, die viele theologische Titel haben, sondern für die, welche ihn fürchten und seinen Bund lässt er sie erkennen. Wenn wir Gottesfurcht haben, dann werden wir das Geheimnis Gottes erfahren. Wir werden Gott erkennen und seinen Bund, das ewige Evangelium.
[35:58] Stehen Jesaja 28. Eine Stelle, die durch die Übersetzung leider ein bisschen verunklart worden ist. Eigentlich, wir haben nicht die Zeit, das ausführlich zu erklären, aber ich möchte kurz drauf eingehen. Da in Jesaja 28 ebenfalls drüber gesprochen wird, dass die Propheten und die Priester durch rausstrank und von Weinen brauscht und benebelt sind und nicht mehr klar urteilen können. Da heißt es in Vers 9 und 10: Wem soll er die Erkenntnis beibringen? Wem die Botschaft erläutern, wenn die Propheten besoffen sind, wenn die Priester so benebelt sind, dass sie die Wahrheit nicht mehr richtig verstehen können? Wer soll die Botschaft verstehen? Und dann kommt ein Satz, der im Hebräischen gar nicht als Frage formuliert ist: denen, die von der Milch entwöhnt sind, von den Brüsten abgesetzt sind, Kleinkindern. Und dann kommt ein Satz in Vers 10, in der Schlachter Bibel steht am Anfang, weil sie sagen, aber das ist eine Ergänzung des Übersetzers, weil diese Stelle sehr kompliziert ist. Aber steht im Hebräischen gar nicht so. Steht einfach nur: Denn Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung. Hier ein wenig, da ein wenig. Das hebräische "kavlakav, kavlakav, zavlav, zavlav" ist eigentlich wie ein Kinderreim und es bedeutet ungefähr das, was hier im Deutschen steht. Die Idee ist sozusagen, dass Gott seine Wahrheit als ein Kinderreim offenbaren kann, wenn die hohen Theologen vom Wein benebelt, besoffen daliegen und Gottes Wort nicht verstehen können. Gott seine Botschaft erläutern, nämlich Kindern. Das ist genau das, was Jesus hier sagt. Er preist Gott, dass er den Unmündigen die Wahrheit offenbart.
[37:39] Genau das. Übrigens, wir haben die Zeit hier nicht, aber Jesaja 28 ab Vers, dieser ganze Abschnitt hat eine tolle Parallele bis bis Vers 13 zu Matthäus 11, 25 bis 30. Ganz interessant, kann man mal vergleichen. Wir haben auch eine Spezialserie über Jesaja, wo man hier das auch dann Vers Vers ein bisschen genauer studieren kann auf Joelmedia. Jesaja 35. Jesaja hat einiges zu diesem Thema zu sagen. Ein toller Vers, der auch in meinem Leben eine ganz besondere Bedeutung gespielt hat: Jesaja 35, Vers 8: Und eine Straße wird dort sein und ein Weg. Man wird ihn den heiligen Weg nennen. Kein Unreiner wird auf ihn gehen, wird auf ihm gehen, sondern er ist für sie, die auf dem Weg wandeln. Selbst Einfältige werden nicht irre gehen.
[38:28] Gott selbst offenbart uns die rettende Wahrheit. Als Petrus sagt: Du bist der Sohn Gottes, äh, der Sohn des lebendigen Gottes, du bist der Christus. Da sagt Jesus: Das hast du nicht selbst dir ausgedacht. Das hast du auch nicht durch fleischliche, durch Fleisch, also durch menschliche Autorität und Theologie erfahren. Das hat dir Gott offenbart. Alle Wahrheit, alle rettende Wahrheit offenbart Gott selbst.
[38:50] Gott hat das Tüchtige dieser Welt erwählt, sagt Paulus in 1. Korinther Kapitel 1. Und er sagt dann in Kapitel 2, Vers 6 und 7: Dass das Evangelium echte Weisheit ist, aber nicht die Weisheit dieser Welt, sondern echte geistliche Weisheit.
[39:09] Petrus 2, Vers 2: Wir sind wie neugeborene Kinder, die die Milch des Wortes brauchen und dadurch heranwachsen. Und Jesus freut sich, dass jeder Nachfolger, egal wie gebildet oder ungebildet, egal mit welchen Voraussetzungen er kommt, wenn er ein aufrichtiges Herz hat, Gott zu lieben und ihm zu folgen, wird Gott ihm Wahrheiten offenbaren können, die kein Theologe durch all seine technischen Auslegungsprinzipien jemals erreichen kann. Was die Wahrheit habe ich immer und immer und immer wieder gesehen: Wenn ein Theologe sich wirklich bekehrt, wie der Paulus, dann kann Gott durch ihn mächtiges vollbringen. Wenn jemand alle seine fünf Talente, die er hat, in den Dienst Gottes stellt, dann werden es besonders viele. Aber besser der, der ein Talent in den Dienst Gottes stellt, als der, der zehn Talente vielleicht bekommen hat und sie zur Kritik an der Bibel benutzt.
[40:09] Gott offenbart die Wahrheit dem, der wie ein Kind lernen möchte. Schauen wir zurück zu Lukas Kapitel 10 und dort Vers 22. Und zu den Jüngern gewandt, sagte er: Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater, und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater. Und wer der Vater ist, weiß niemand als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will. Auch das ist ein Zitat aus Matthäus 11, das hatte Jesus damals auch schon ziemlich genauso gesagt. Gott hat Jesus alles übergeben. Das hatte er schon in Johannes 3, Vers 35 gesagt. Und Jesus offenbart den Vater. Das das sehen wir in Johannes 1, Vers 18 ganz deutlich, wo es heißt: Niemand hat Gott je gesehen. Der Eingeborene Sohn, dem Schoß des Vaters, ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben.
[41:05] Wenn wir wissen wollen, wie Gott der Vater ist, müssen wir zu Jesus gehen. Es gibt keinen anderen Weg, Gott den Vater kennenzulernen, als Jesus kennenzulernen. Deswegen sagt er in Johannes 14, als sie ihn fragen: Zeig uns den Vater. Er sagt: So lange bin ich bei euch gewesen und du hast noch nicht mich noch nicht erkannt, Philippus. Wer mich gesehen hat, sagt er, hat den Vater gesehen. Auf der anderen Seite sagt er genauso: Wir können nur zu Jesus kommen, weil uns der Vater zieht.
[41:28] Johannes 6, Vers 44: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken. Nicht, dass jemand den Vater gesehen hat. Vers 46 oder Vers 45: Er steht geschrieben in den Propheten, und sie werden alle von Gott gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, der kommt zu mir. Kommt zu mir. Nicht, dass jemand den Vater gesehen hätte. Nur der, welcher von Gott ist, der hat den Vater gesehen.
[41:53] Im Angesicht Jesu Christi, das macht 2. Korinther 4, Vers 6 deutlich. Im Angesicht Jesu Christi sehen wir die Herrlichkeit Gottes. Wenn wir bei Jesus sind, sind wir bei der Quelle aller Wahrheit. Sie sagt: Der einzige Weg, durch den wir eine vollkommenere Wahrnehmung der Wahrheit und Wertschätzung der Wahrheit gewinnen können, ist, indem wir unser Herz zart halten und dem durch den Geist Gottes untergeordnet, den Geist Christi untergeordnet. Die Seele muss von aller Eitelkeit und allem Stolz gereinigt sein, freigemacht werden von allem, dass sie gefangen in Besitz gehalten hat. Und Christus muss innenrinne intronisiert sein.
[42:49] Menschliche Wissenschaft ist zu begrenzt, um die Versöhnung zu verstehen. Der Plan der Erlösung ist so weitreichend, dass Philosophie ihn nicht erklären kann. Er wird immer ein Geheimnis bleiben, das das tiefste, profundeste Nachdenken nicht durchdringen kann. Die Wissenschaft der Erlösung kann nicht erklärt werden, aber sie kann durch Erfahrung erlebt werden. Nur der, der seine eigene Sündhaftigkeit sieht, kann die Kostbarkeit des Erlösers erkennen.
[43:39] Wir enden mit Lukas Kapitel 10, Vers 23 und 24. Und er wandte sich zu seinen Jüngern besonders und sprach: Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch, viele Propheten und Könige wünschten zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Auch das ist ein Zitat, dass er schon einmal vorher ausgedrückt hat, und zwar in diesem Fall, während der oder besser gesagt, direkt nach der Bergpredigt, als nach all den Gleichnissen, die vor allem in Matthäus 13 beschrieben sind, die Jünger dann danach zu Jesus kommen und ihn fragen, was z.B. das Gleichnis vom Sämann bedeutet, und Jesus es ihnen erklärt, weil sie sich für die Wahrheit interessieren und sie die Wahrheit des Evangeliums jetzt Stück für Stück erklärt bekommen. Dann sagt er genau, fast wörtlich, bis auf ein Wort, ungefähr ist es wörtlich genau das. Er sagt, dass viele sich das gewünscht haben. Er sagt dort in Matthäus nicht viele Propheten und Könige, sondern viele Propheten und Gerechte. Aber die Idee ist genau dieselbe.
[44:45] Auch hier haben wir wieder die Idee, dass Jesus seine Lehren wiederholt und je mehr wir das sehen, desto deutlicher wird es, dass Jesus nicht einfach ständig neue Dinge gepredigt hat, sondern im Grunde genommen eine bestimmte Anzahl von wichtigen Gedanken immer wiederholt hat, damit sie im Denken sich festigen. Und weil auch andere diese ersten Predigten nicht gehört haben, war es wichtig, dass alle diese Dinge hören.
[45:13] Lieber Freund, liebe Freundin, von Jesus lernen zu dürfen ist ein großes Privileg. Ein Privileg, dass wir die Bibel aufschlagen dürfen. Wie viele Menschen haben sich danach gesehnt, durch das Mittelalter, durch eine ganze Bibel haben zu können? Sie waren vielleicht, sie haben sich damit zufrieden geben müssen, vielleicht das Johannesevangelium zu besitzen, vielleicht einen Brief, ein paar Bruchstücke. Wie viele haben sich gewünscht, eine ganze Bibel haben zu dürfen? Wie viele Menschen haben sich gewünscht, im Alten Testament den Messias kennenzulernen, zu wissen, wie die Erlösung letztendlich konkret sich manifestieren würde? Wie viel Menschen haben sich gewünscht, in Freiheit Gott anbeten zu können? Wie viel Menschen haben sich gesehen danach, dass ihnen nicht verboten wird, das Evangelium weiterzugeben? Wie viel Menschen haben sich gesehen, Möglichkeiten haben, das Evangelium, die ganze Welt zu tragen, in Zeiten, als man kaum das eigene Land verlassen konnte, weil es kaum Transportmöglichkeiten gab, wo man von bestimmten Weltgegenden noch nicht mal was gehört hatte.
[46:17] Lieber Freund, liebe Freundin, ist dir bewusst, dass diese Worte von Jesus hier in Lukas 10, 23 und 24 sich nicht nur auf die 70 Jünger beziehen, sondern in einem ganz konkreten Sinne auch auf uns heute, die wir über eine über eine Akkumulation, über ein Zusammenbringen von Wahrheit verfügen, wie noch keine Generation in der Geschichte der Welt. Und ja, ich meine geistliche Wahrheit, Wahrheiten der Bibel, die über die Jahrhunderte entdeckt worden sind, die aufeinander aufbauen, die ein mittlerweile ein Gebäude ergeben von imposanter Größe. Ein Vorrecht, dass wir das haben dürfen, dass wir es verstehen können, dass uns, dass wir umgeben sind von technischen Mitteln, die überall uns Material zur Verfügung stellen, damit wir diese Adventbotschaft richtig verstehen. Ist uns bewusst, wie groß dieses Privileg ist? Wie viel Menschen sich danach gesehnt hätten, über solche Möglichkeiten zu verfügen, dass man die Bibel so leicht, so schnell, mit technischen Mitteln, so schnell durchsuchen kann, so schnell Bibeltexte findet, die zueinander passen. Nutzen wir
[47:24] sind. Ich möchte von diesem Vorrecht mehr Gebrauch machen. Du auch.
[47:38] 1. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 10 und 11: Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zu Teil gewordenen Gnade gewiss sagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Jahrhunderte lang haben Propheten Dinge vorhergesagt und haben sich selbst gefragt: Ja, wann wird es eintreten? Wie
[48:10] gefragt, ja, wann wird es eintreten? Wie wird es eintreten? Wie sind die Details? Sie haben es versucht zu verstehen.
[48:15] Dann heißt es in Vers 12: Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde. Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.
[48:34] Ist uns bewusst, dass es kein spannenderes Thema gibt im ganzen Universum? Was das Universum mehr in Atem hält als der Erlösungsplan? Das Thema, über das das gesamte Universum spricht. Du möchtest über ein Thema sprechen, das angesagt ist. Du möchtest über Dinge reden, die überall von allen durchdacht werden, die das größte Interesse haben.
[49:01] Dann schauen nicht allein auf diese Welt. Diese Welt ist ein kleiner schwarzer Fleck im gesamten Universum. Gibt es ein Thema, das alle Schlagzeilen beherrscht? Ein Thema, das alle Gespräche beherrscht? Ein Thema, über das alle reden seit Jahrhunderten und Jahrtausenden: ist der Erlösungsplan.
[49:18] Wenn du den Erlösungsplan zu deinem Thema machst, dann redest du über das, was in diesem Universum wirklich angesagt ist. Über das, was in diesem Universum wirklich wichtig ist, wofür sich man sich in diesem Universum interessiert.
[49:34] Bist du glücklich, dass Gott dir Wahrheiten offenbart hat in seinem Wort, für die sich selbst die Engel, die klüger sind als wir, interessieren? Dass Gott dir Wahrheiten offenbart hat, die selbst Engel besser verstehen möchten? Dass Gott dir Wahrheiten auf den Bart hat, die Jesaja gerne und Jeremia und Hesekiel und Daniel, die sie gerne besser verstanden hätten.
[50:03] Was hätten die darum gegeben, wenn sie das gewusst hätten, was wir heute wissen? Bist du bereit, dein Leben zu geben in den Dienst für Jesus, weil Gott dir so viel kostbare Wahrheit offenbart hat? Glückselig bist du, glückselig sind wir, dass wir das sehen und das hören, was Jesus uns offenbart hat.
[50:29] Lass uns uns glücklich schätzen und dankbar sein. Dankbar sein für Jesus. Dankbar ihm, dass er uns ganz nahe kommt, dass er durch sein Wort zu uns spricht. Dankbar sein, dass sein Wort alle unsere Nöte heilt.
[50:48] Wollen wir noch gemeinsam beten? Dann lasst uns gemeinsam niederknien. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu mir gesprochen hast und dass du zu uns gesprochen hast durch dein Wort. Danke, dass dein Wort eine solche Kraft hat. Danke, dass wir heute lernen dürften, wenn wir uns um das Evangelium bemühen, es besser zu verstehen.
[51:12] Wenn wir auf dich achten und dein Wort und dein Werk zum Zentrum unseres Denkens machen, dann sind wir dort, wo das ganze Universum sich drum dreht. Dann beschäftigen wir uns mit der größten Wissenschaft, den tiefen Gedanken der höchsten Kunst, der schönsten Melodie, der praktischsten Sache, die es gibt in dieser Welt.
[51:38] Etwas, was unser gesamten Alltag durchzieht. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns vergibst, dass wir so oft nur menschlich über dein Wort gedacht haben. Dass wir so oft auf Menschen geschaut haben.
[51:54] Und möchten wir von Herzen Dank sagen, dass du jedem Einzelnen von uns ein Lehrer sein möchtest. Wir wollen deine Schüler sein und danken dir, dass du uns die Wahrheit offenbarst, wenn wir dich von Herzen darum bitten. Dank dafür von ganzem Herzen.
[52:06] Segne uns und lass uns nie vergessen, wie glückselig wir sind, dass wir all das wissen dürfen. Amen.
[52:18] Lieber Freund, liebe Freundin, lass uns nie vergessen, wie glücklich wir sind, dass wir Jesus kennen dürfen, dass wir alles wissen dürfen, Jesus kennen dürfen. Dass wir mit ihm leben dürfen.
[52:26] Wir werden jetzt in den nächsten Wochen in die Sommerpause gehen und dann im September, Anfang September, wieder mit neuen Folgen, so Gott will, starten und dann mit der Geschichte vom barmherzigen Samariter in Lukas 10 fortsetzen.
[52:44] Es kommen viele interessante Geschichten, Gleichnisse, Erfahrungen, die in Lukas aufgeschrieben sind, die wir dann in den kommenden Monaten, im Herbst und Winter, dann studieren wollen.
[52:55] Bis dann wünschen wir euch Gottes reichen Segen und nutzt die Zeit ähm in der Sommerpause auch euch ganz bewusst mit Gottes Wort zu beschäftigen. Das Wort Gottes zu verstehen und wie es in Habakuk 2 Vers 4 sagt, aus dem Glauben zu leben als Gerechte.
[53:12] Und dass, wenn wir uns dann im Herbst wiedersehen, wir mit Jesus ein Schritt vorangegangen sind. Gott segne euch und bis bald.
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