In dieser 236. Folge der Serie „Der Ersehnte“ vertieft sich Christopher Kramp in Johannes 10, Vers 28, wo Jesus seinen Schafen ewiges Leben verspricht und betont, dass niemand sie aus seiner Hand reißen kann. Anhand zahlreicher Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament erläutert er die Sicherheit der Gläubigen in Christus. Der Sprecher ermutigt dazu, Jesus als Top-Priorität im Leben zu setzen, um die Gabe des ewigen Lebens und die bewahrende Kraft Gottes zu erfahren.
Der Ersehnte: 236. „Ich und der Vater sind eins.“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt hier auf www.joelmedia.de. Wir wollen weiter studieren im Leben von Jesus und wollen unseren Erlöser besser kennenlernen.
[0:51] Bevor wir in die nächsten Verse einsteigen in Johannes 10, wo wir gerade Jesus im Tempel sehen beim Fest der Tempelweihe, wollen wir Gott einladen, dass er unser Studium in besonderer Weise segnet, dass wir die Wahrheit verstehen, wie sie in Jesus ist. Und ich lade dich ein, wenn es dir möglich ist, dazu auch mit mir niederzuknien.
[1:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns jetzt reden möchtest, dass du schon so oft zu uns persönlich gesprochen hast. Wir wissen, dass wenn wir die Bibel aufschlagen und wir mit einem offenen Herzen kommen, dass du zu uns sprechen wirst. Das haben wir so oft erlebt und wir danken dir, dass du auch heute unser Lehrer sein möchtest. Wir möchten dich bitten, dass die Worte, die wir lesen, in uns zu einer Quelle des Lebens werden, dass wir auch anderen weitergeben können von dem, was du uns gezeigt hast, dass wir selbst erfrischt werden und anderen helfen, den Weg zu dir zu finden. Wir möchten dich bitten, dass wir Jesus besser kennenlernen und durch das Anschauen seiner Herrlichkeit auch dich besser verstehen und dadurch gerettet und verwandelt werden. Herr, du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
[2:27] Wir sind in Johannes Kapitel 10. Johannes Kapitel 10. Wir werden heute in Vers 28 weitermachen, noch mal in 27 uns gedanklich hineinvertiefen, ganz kurz.
[2:36] Jesus befindet sich in Jerusalem, und zwar zu einem Fest, das haben wir in der letzten Folge uns ausführlich angeschaut. Das erst in der Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament erfunden und eingeführt worden ist: das Fest der Tempelweihe, Hanukkah. Und dieses Fest findet im Winter statt. Jesus ist jetzt wenige Monate vor der Kreuzigung noch einmal in Jerusalem, ein Fest, das so in den Dezember fällt. Und wie wir das letzte Mal schon gesagt haben, dieses Hanukkah-Fest fällt in diesem Jahr 2024 auf den 26. Dezember.
[3:33] Jesus geht dort umher in der Halle Salomos, wie wir gesehen haben, und er wird dort von den Obersten der Juden umringt, die ihn herausfordern und von ihm hören wollen, ob er der Christus ist oder nicht.
[3:51] Und Jesus antwortet, indem er deutlich macht, dass er das eigentlich schon durch seine Taten und Werke klar offenbart hat, aber ihnen der Glaube fehlt. Sie glauben ihm nicht, weil sie nicht von seinen Schafen sind, wie er bereits gesagt hatte. Und damit bezieht er sich auf die Begebenheit am Anfang in Johannes 10, die wir einige Zeit vorher studiert haben, die drei Monate in etwa zuvor geschehen war, als Jesus sich als der gute Hirte offenbart hat und über die Schafe, die auf seine Stimme hören, gesprochen hat.
[4:35] Dort haben wir letztes Mal aufgehört in Vers 27 mit diesem Vers: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach." Damit hatte Jesus noch einmal das zusammengefasst, was er, wie gesagt, drei Monate zuvor in den ersten Versen in Johannes 10 gesagt hat, dass er der gute Hirt ist und die Schafe ihn kennen, seine Stimme hören, auf seine Worte hören, ihm folgen, wohin er auch geht, wie es die Offenbarung auch von den 144.000 am Ende der Zeit sagt.
[5:13] Wir haben damals uns diese Entscheidung vor Augen geführt, die wir auch heute erneuern wollen: Wir möchten Jesus folgen, wir möchten auf seine Stimme hören, ihm folgen, wohin er auch geht.
[5:33] Und wir lesen jetzt weiter in Vers 28. Also Jesus sagt in Vers 27: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach." Wie gesagt, im Hintergrund sagt Jesus den Obersten: "Ihr seid nicht meine Schafe, deswegen, weil ihr nicht auf mich hört, und deswegen wisst ihr auch nicht, ob ich der Messias bin."
[5:54] Jesus sagt jetzt weiter in Vers 28 über seine Schafe: "Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen."
[6:14] Jesus gibt seinen Schafen, die ihm nachfolgen, ewiges Leben. Niemals gehen sie verloren. Dieser Gedanke, nicht verloren zu gehen, sondern ewiges Leben zu haben, ist natürlich ein Gedanke, den wir im Johannesevangelium schon gelesen haben. Wir lesen hier nur noch mal ein paar ganz entscheidende Verse, die uns zeigen, wie sehr das so ein roter Faden ist, der durch das Johannesevangelium hindurchgeht.
[6:44] Johannes 3 Vers 16: "Denn so auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
[6:55] Johannes 3 Vers 36: "Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."
[7:16] Johannes 5 und dort Vers 39: "Und ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."
[7:28] Wer zu Jesus kommt, wer auf ihn hört, wer an ihn glaubt – das sind also offensichtlich alles synonyme Dinge. Wer auf Jesus hört, ihm glaubt, zu ihm kommt, ihm folgt, der erhält das ewige Leben.
[7:46] Johannes 6 und dort Vers 27: Dort heißt es: "Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen hat Gott der Vater bestätigt."
[8:03] Und dann Vers 40: "Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag."
[8:17] Immer und immer wieder betont Jesus, wie jetzt auch in Johannes 10 beim Hanukkah-Fest, dass wer ihm glaubt, ewiges Leben erhält.
[8:30] Vers 47, wahrlich, wahrlich, Johannes 6 Vers 47: "Amen, amen, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben." Und die Frage heute, lieber Freund, liebe Freundin, ist: Glaubst du Jesus? Hörst du auf seine Stimme? Folgst du ihm? Schaust du auf ihn? Wenn ja, dann hast du ewiges Leben. Denn Jesus verspricht, dass jedes Schaf, das auf den Hirten hört, jedes Schaf, das auf Jesus schaut, jeder, der an Jesus glaubt, ewiges Leben hat.
[9:17] Wer den Sohn hat, der hat das Leben, sagt die Bibel.
[9:27] Dieses ewige Leben ist ein Geschenk, das Gott uns gibt, wie Römer Kapitel 6 uns deutlich offenbart. In Römer 6 und dort Vers 23 heißt es: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes, ein Geschenk, Gnadengeschenk, die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."
[9:55] Wer zu Jesus kommt, erhält ein Geschenk, das Geschenk schlechthin, das beste Geschenk, das man erhalten kann: ewiges Leben mit Gott.
[10:05] Gott möchte dir und mir, lieber Freund, liebe Freundin, er möchte uns ewiges Leben schenken. Hast du dieses Geschenk angenommen, indem du Jesus vertraust, ihm glaubst?
[10:25] 1. Johannes 2 Vers 25 sehen wir, dass das nicht nur auf vager Vermutung basiert, sondern auf einem Versprechen, dass Jesus uns gegeben hat. 1. Johannes 2 Vers 25: "Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat", oder man könnte sagen, "das Versprechen, dass er uns versprochen hat: das ewige Leben."
[10:51] Jesus sagt: "Alle, die auf meine Stimme hören, denen gebe ich ewiges Leben." Lieber Freund, liebe Freundin, lass uns heute uns neu entscheiden. Ich möchte diese Entscheidung fällen, auf Jesus zu hören und ewiges Leben zu haben.
[11:14] Zurück zu Johannes 10. Es heißt hier: "Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen." Das haben wir schon gesehen in Johannes 3 Vers 16: "Denn so auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
[11:37] Wir haben die Wahl, lieber Freund, liebe Freundin, ob wir ewig leben oder verloren gehen. Wir haben nicht die Wahl, ob wir ewig im Himmel oder ewig in der Hölle leben wollen. Wir haben die Wahl, ob wir ewig leben wollen bei Gott, der allein Leben geben kann, oder ob wir verloren gehen, weil wir uns von Gott endgültig trennen wollten.
[12:03] Möchtest du heute das ewige Leben haben? Weil wenn du es hast, wirst du in Ewigkeit nicht verloren gehen.
[12:17] Und dann sagt Jesus weiter: "Und niemand reißt uns aus seiner Hand." Wenn wir in der Hand von Jesus sind, müssen wir nicht die Angst haben, dass wir vielleicht doch bald wieder verloren gehen und jemand uns von Jesus wegstiehlt. Wir können zwar uns alleine entscheiden, Jesus zu verlassen, aber wenn wir in der Hand von Jesus sind, kann niemand von außen uns von Jesus trennen. Wir müssen nicht in Angst vor äußeren Umständen leben, die uns zum Verlorengehen zwingen könnten. Nein, das müssen wir nicht. Wenn wir Angst haben, dann höchstens vor uns selbst, dass wir uns nicht von Jesus trennen.
[13:12] Aber niemand kann sie aus meiner Hand, wird sie aus meiner Hand reißen, sagt Jesus. "Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen."
[13:22] Johannes 6 Vers 37. Wir sehen hier, dass Jesus auch in diesem Gespräch wieder Dinge aufgreift, die schon vorher ausgesprochen hat. Johannes 6 Vers 37: Dort sagte Jesus damals: "Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen."
[13:40] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir zu Jesus kommen, nimmt er uns an. Wenn wir ernsthaft, aufrichtig, ehrlich, so wie wir sind, zu Jesus kommen, nimmt er uns an und schenkt uns ewiges Leben. Das Einzige, was wir tun müssen: Wir müssen zu Jesus kommen, unser Herz aufmachen, ihn hineinlassen, mit ihm zusammenarbeiten, ihn willkommen heißen.
[13:59] Der Satan will das verhindern. Der Satan wirft tausend Gründe in den Weg, warum wir nicht jetzt zu Jesus kommen, sondern später oder ein andermal, oder vielleicht, oder erst uns selbst verbessern wollen. Aber wenn wir zu Jesus kommen, wie wir sind, wenn uns der Vater zieht, wenn uns das Gewissen schlägt, wenn der Heilige Geist an uns wirkt, wenn wir den Wunsch haben, bei Jesus zu sein, und wir diesem Wunsch nachgeben und zu Jesus kommen, dann werden wir niemals zurückgewiesen werden. Es gibt keinen Türsteher vor Jesus, der sagt: "Du kommst hier nicht hinein."
[14:38] Niemand wird zurückgewiesen, wenn er aufrichtig und ehrlich das ewige Leben haben möchte.
[14:46] Schon im Alten Testament finden wir die Idee, dass die Gläubigen sich sicher sein können, wenn sie bei Gott sind. Psalm 37 und dort Vers 28. Psalm 37 Vers 28: "Denn der Herr hat das Recht lieb und verlässt seine Getreuen nicht. Sie werden ewiglich bewahrt, aber der Same der Gottlosen wird ausgerottet."
[15:09] Die Getreuen werden ewiglich bewahrt. Jesus sagt, sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen.
[15:22] Psalm 125 und dort Vers 1 und 2. Psalm 125 Vers 1 und 2: "Ein Wallfahrtslied. Die auf den Herrn vertrauen, sind wie der Berg Zion, der nicht wankt, sondern ewiglich bleibt. Wie Berge Jerusalem rings umgeben, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit."
[15:45] Wer auf Gott vertraut, der wird ewiglich bleiben. Jesus sagt, er wird in Ewigkeit nicht verloren gehen. Es ist keine temporäre Sache, die Gott uns anbietet, keinen Lebensabschnitt, den wir mit ihm gehen, sondern wenn wir ihn annehmen, hat er die Kraft, den Willen und den Wunsch und die Möglichkeit, dass wir für immer bei ihm bleiben.
[16:15] Jesus sagt das. Er sagt: "Ich werde ihnen ewiges Leben geben. Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen." Wir werden sicher bei Jesus sein.
[16:22] Sehnst du dich in deinem Leben nach Sicherheit, nach einem Ort, an dem du weißt, das wirst du nicht verlieren? Viele von uns haben Verlustängste. Wir haben schöne Dinge erlebt und sie wieder aufgeben müssen, schöne Momente, die vorbeigingen. Und wir haben manchmal vielleicht sogar Angst, dass wenn wir was Schönes erleben, wir schon in dem Moment Angst haben, dass das wieder verloren gehen könnte. Aber Jesus sagt, wenn wir zu ihm kommen und die Erlösung in Anspruch nehmen, dann müssen wir das niemals aufgeben. Es hört niemals auf, es kommt niemals zu einem, wo man sich dann wieder verabschieden muss von Jesus. Nein, lieber Freund, liebe Freundin, du kannst heute zu Jesus kommen und musst ihn nie wieder verlassen.
[17:10] Ist das heute dein Wunsch? Ich möchte mich neu dafür entscheiden, dieses Angebot von Jesus anzunehmen und einfach bei ihm zu bleiben, indem ich auf ihn schaue, indem ich ihm glaube, indem ich, wie Jesus in Johannes 10 sagt, auf seine Stimme höre.
[17:31] Wollen wir uns gemeinsam entscheiden, auf das Wort Gottes zu hören, so wie er es sagt, damit wir ewig nicht wanken, sondern bei ihm bleiben auf Ewigkeit?
[17:42] Jesaja 45 und dort Vers 17: Dort heißt es: "Israel aber wird durch den Herrn errettet mit einer ewigen Errettung. Ihr sollt nicht beschämt noch zu Schanden werden in alle Ewigkeiten."
[17:57] Jesus greift also, wie so oft schon gesehen, wieder auf einen Gedanken aus dem Alten Testament zurück und erklärt ihn. Er sagt: "Wenn ihr mir vertraut, dann wird genau das geschehen, was hier beschrieben steht. Wenn Israel durch den Herrn errettet wird, wird es in Ewigkeiten, in alle Ewigkeiten nicht beschämt noch zu Schanden werden." Jesus sagt, er wird in Ewigkeit nicht verloren gehen.
[18:25] Jesaja 54 und dort Vers 17: "Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr."
[18:44] Ja, der Satan wird versuchen, uns anzugreifen. Dort steht nicht, dass es keine Versuche geben wird, uns aus der Hand Jesu zu reißen. Es wird Angriffe geben, aber wenn wir auf Jesus schauen und seiner Stimme gehorchen, wenn wir ihm vertrauen und ihm folgen, dann kann uns niemand von Jesus trennen.
[19:13] Paulus stellt diese rhetorische Frage in Römer Kapitel 8, wo er die Frage stellt in Vers 35: "Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?" Dann sagt Vers 37: "Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat." Dann sagt er: "Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn."
[19:56] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du bei Jesus bist, dann kann dich niemand von ihm reißen.
[20:13] Jeremia 32. Vielleicht hast du Angst, wie vorhin schon angedeutet, dass wir selbst gehen, dass wir uns von Jesus wieder wegbewegen. Und wir alle kennen das, ich kenne das aus meinem Leben und du wahrscheinlich auch, dass wir Momente haben, in denen wir uns Gott sehr nahe fühlen, wo wir wissen, dass wir erlöst sind, wo wir wissen, dass Gott unser Leben segnet, dass er uns tiefen Frieden schenkt und Freude und wir in der Freiheit der Kinder Gottes leben. Und dann haben wir doch uns wieder von dem abgewandt, sind in Sünden gefallen, haben uns gegen ihn aufgelehnt. Und obwohl wir Vergebung bekommen haben, obwohl er uns wiederhergestellt hat, nagt vielleicht manchmal dieser Gedanke an uns: Kann uns das nicht vielleicht immer wieder und immer wieder passieren? Werden wir einmal wirklich für immer bei Jesus bleiben?
[21:13] Und hier ist ein interessanter Gedanke: Gott kann uns nicht umprogrammieren, sodass wir keinen freien Willen hätten. Das will und wird er nicht tun.
[21:34] Aber er hat einen Plan, mit dem er uns helfen kann, dass wir für immer bei ihm bleiben. Ich habe vorhin gesagt, wir müssten höchstens Angst vor uns selbst haben.
[21:50] Aber eigentlich besteht die Lösung nicht darin, dass wir Angst vor uns selbst haben, sondern indem wir wegschauen von uns und hinschauen auf Jesus, ihn zur Top-Priorität zu machen in Jeremia 32 und dort Vers 40.
[22:06] Dort heißt es: "Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun, und ich werde die Furcht vor mir, also die Furcht Gottes, in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen."
[22:33] Je näher wir zu Jesus kommen, desto mehr sehen wir unsere Unwürdigkeit, wie wenig wir uns auf uns selbst verlassen können. Desto mehr wird uns bewusst, dass wenn wir auf uns selbst gestellt sind, wir immer, immer, immer scheitern werden. Aber je näher wir zu Jesus kommen, desto mehr können wir realisieren, dass wir gar nicht auf uns selbst schauen müssen, sondern dass wir Jesus über uns selbst stellen, dass wir ihn zur Top-Priorität unseres Lebens machen, dass wir ihn sogar über das stellen, was uns am liebsten und teuersten ist, wie bei Abraham, der seinen Sohn Isaak auf den Altar legte. Und dann Gott sagte: "Jetzt weiß ich, dass du mich fürchtest."
[23:17] Denn wenn wir Gott an die erste Stelle setzen, wenn Gott uns das schenken darf, dass wir ihn an die erste Stelle setzen, dann sagt er hier: "Damit sie nicht mehr von mir abweichen."
[23:35] Wer auf die Stimme Jesu hört, bekommt ewiges Leben geschenkt, aber nicht nur in einem temporären, äußerlichen Sinne, dass wir ewig leben werden, sondern er bekommt auch geschenkt ein Herz, die Gottesfurcht, die uns dazu führt, auch unseren eigenen Willen nicht mehr gegen Jesus zu wenden, nicht mehr unseren eigenen Willen zu missbrauchen, nicht mehr gegen ihn zu rebellieren. Auch das ist ein Geschenk. Denn Gott sagt hier in Vers 40: "Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen."
[24:23] Philipper Kapitel 1 und dort Vers 6. Philipper 1 Vers 6. Paulus sagt: "Weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi."
[24:41] Jesus hat in unserem Leben angefangen zu wirken. Der Heilige Geist wirkt an und in unserem Herzen. Gott der Vater wirkt in deinem und meinem Leben, wenn wir es zulassen. Und wenn wir ihn wirken lassen, wird er auch das Werk vollenden. Glaubst du das?
[25:01] Ich möchte das heute neu in Anspruch nehmen, dass Gott in meinem Leben das Werk vollenden wird, so wie Judas es am Ende seines kurzen Briefes schreibt in Vers 24: "Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit." Amen.
[25:53] Niemand kann uns aus Jesu Hand herausreißen. In Hebräer 7 und dort Vers 25. Hebräer 7 und dort Vers 25 heißt es: "Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten."
[26:13] Wer bei Jesus ist, ist bei jemandem, der konstant für uns eintritt, konstant für uns kämpft, immer ein offenes Ohr für uns hat und der immer stärker ist als alle unsere Feinde, selbst wenn man alle Feinde kombinieren würde. Jesus ist stärker, und in seiner Hand sind wir. Und deswegen kann uns auch niemand aus seiner Hand reißen.
[26:40] Die entscheidende Frage ist: Höre ich auf die Stimme Jesu heute? Bin ich in seiner Hand? Und wenn ich in seiner Hand bin, dann darf ich wissen: Hier bin ich sicher, egal was kommt. Ist das nicht ein schöner Gedanke? Jesus möchte das dir und mir heute ganz deutlich machen.
[27:02] heute ganz deutlich machen: Wenn du ihn annimmst, wenn wir ihn annehmen und bei ihm bleiben, dann sind wir sicher. Ich möchte das heute sein, und ich glaube, du auch, oder? Amen.
[27:16] Gehen wir weiter in Johannes 10 und dort Vers 29. Jesus sagt noch mehr zu diesem Thema. Er sagt: „Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.“
[27:42] Interessant: In Vers 28 heißt es: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ So steht es in Vers 28. Aber in Vers 29 haben wir „aus der Hand des Vaters“, „der Hand meines Vaters“. Und jemand könnte die Frage stellen: Ja, sind wir jetzt in der Hand von Jesus oder sind wir in der Hand von Gott dem Vater? Und es zeigt schon, dass wir hier denselben Gedanken ausgedrückt haben, denn wie der nächste Vers gleich sagt, in Vers 30: „Ich und der Vater sind eins.“
[28:29] Und wir werden sehen, dass diese berühmte Aussage, die wir gleich studieren werden, in Vers 30 deswegen von Jesus erwähnt wird, weil Jesus nicht eine abstrakte theologische Aussage machen wollte, sondern weil wir wissen dürfen: Wenn wir in der Hand von Jesus sind, sind wir gleichzeitig in der Hand von Gott dem Vater. Es ist nicht so, dass man in der Hand von Jesus sein kann, aber noch nicht in der Hand von Gott dem Vater, so dass man vielleicht schon bei Jesus angenommen ist, aber jetzt erst noch irgendwie bei dem Vater angenommen werden muss. Wer in der Hand von Jesus ist, ist auch in der Hand des Vaters.
[29:08] Und in Vers 28 finden wir das Wort, eine Verheißung: Jemand wird nicht aus der Hand Gottes gerissen. Und in Vers 29 finden wir den Grund: Man kann nicht herausgerissen werden. Das eine ist die Verheißung, dass es nicht passieren wird. Das andere ist die Zusicherung, dass es gar nicht möglich ist.
[29:35] Warum? Vers 29: „Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle.“ Niemand ist auch nur annähernd so stark, mächtig, allwissend und allkönnend, wie allmächtig wie Gott. Und wenn Gott uns in seiner Hand hat, dann sind wir sicher. Komme, was da wolle. Jesus sagt: „Niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.“
[30:18] 2. Mose 18 und dort Vers 11 erfahren wir, wie ein Mann, der zwar Gott kannte, aber gleichzeitig auch viele andere Götter anerkannte und offensichtlich den wahren Gott so als einen von mehreren betrachtete, wie er dazu kam, festzustellen, dass Gott größer als alle anderen ist, ja, weit aus größer.
[30:44] 2. Mose 18, Vers 11. Jethro sagt, nachdem er erfahren hat von seinem Schwiegersohn Mose, was Gott an den Ägyptern getan hat, wie er das Volk Israel gerettet hat aus Ägypten durch das Rote Meer, dort sagt jetzt Jethro in Vers 11: „Nun weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Völker, denn in der Sache, worin sie in Vermessenheit handelten, ist er über sie gekommen.“
[31:14] Die Erlösung Israels war der Beweis für Jethro: Gott ist stärker als alle anderen. Gott ist stärker als die Dämonen, Gott ist stärker als der Satan. Gott ist der Größte. Und das bedeutet für uns: Wenn wir die Erlösung erleben, wissen wir, Gott ist stärker. Wenn wir uns wirklich Jesus anvertrauen, erleben wir seine Kraft. Und diese Kraft versichert uns auch, dass Gott stärker ist als alle anderen. Und dieses Wissen gibt uns dann die Zuversicht, dass wir nicht nur zu Jesus gekommen sind, sondern auch bei Gott bleiben werden, weil, wenn Gott stärker ist, wie wir erlebt haben, als wir zu ihm kamen, so wissen wir auch, dass uns niemand mehr aus seiner Hand reißen kann, solange wir bei ihm bleiben.
[32:12] Wie schon angedeutet, aufgrund dieser Parallele, dass Jesus sagt: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen“, und dann in Vers 29: „Und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen“, macht Jesus jetzt eine bemerkenswerte Aussage in Vers 30. Er sagt nämlich: „Ich und der Vater sind eins.“
[32:37] Das ist eine der zentralen Aussagen von Jesus zum Thema seiner Göttlichkeit, seiner Gottheit. Er sagt hier nicht einfach nur: „Wir sind einig“ im Sinne von „wir streiten uns nicht“. Er sagt: „Wir sind ein.“ Und er verwendet hier das Griechische, verwendet hier das Wort *hen*, das hier im Neutrum *hen* verwendet wird. Das ist deswegen interessant, weil wir auch in 5. Mose Kapitel 6, Vers 4, dort im Hebräischen ebenfalls das Zahlwort haben: „ein“, „einer“.
[33:17] In 5. Mose 6, Vers 4: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein.“ Wird jetzt übersetzt in der Schlachter. Dort steht, man könnte wörtlich übersetzen: „Der Herr ist unser Gott, der HERR ist einer.“ Und manch einer hat aufgrund dieser Tatsache, dass hier das Zahlwort „ein“ verwendet wird, schlussfolgern wollen, dass demzufolge nur Gott der Vater wirklich Gott ist und Jesus nicht wirklich Gott ist. Aber dabei hat man übersehen, dass in Johannes 10 Jesus selbst sagt: „Ich und der Vater sind eins.“
[33:57] Und dahinter steckt die Idee, dass tatsächlich in der Bibel zwei Personen eins sein können. Die Geschichte der Schaffung von Adam und Eva macht das ja ganz deutlich: „Und sie werden ein Fleisch sein.“ Sie werden nicht nur einig sein, sie werden nicht nur ein politisches Agreement haben, dass sie sich nicht streiten. Sie werden eins sein, obwohl sie zwei Personen bleiben, sind sie eins. „Ich und der Vater sind eins.“
[34:30] Die Aussagen zur Gottheit Jesu im Johannesevangelium sind ausführlich und sehr deutlich. In Johannes 1 heißt es Vers 1: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“
[34:43] In Johannes 5 hat Jesus deutlich gemacht, dass sein Wirken in völliger Harmonie mit dem Wirken seines Vaters ist. Vers 17 in Johannes 5: „Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch.“ Damals haben schon die Obersten der Juden realisiert, was Jesus damit ausdrücken wollte, dass er sich damit Gott gleich macht.
[35:14] Vers 23, Johannes 5, Vers 23. Jesus sagt: „Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ Jesus sagt, sie sollen den Sohn, das heißt ihn, so ehren, wie sie den Vater ehren. Kein Unterschied der Verehrung des Vaters und des Sohnes.
[35:38] Johannes 8, Vers 58, eine der vielleicht deutlichsten Aussagen von Jesus überhaupt zu diesem Thema. Jesus sprach zu ihnen, als die Obersten der Juden fragen, wie er denn Abraham gesehen haben möchte, da er noch keine 50 Jahre alt ist. Jesus sagt in Vers 58: „Wahrlich, wahrlich, Amen, Amen, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“ Er verwendet den Namen Gottes, der gesagt hat: „Ich bin der ich bin.“ Er war es ja selbst, der im brennenden Dornbusch genau diese Aussage gemacht hat.
[36:14] Paulus sagt später über Jesus in 1. Timotheus Kapitel 3, Vers 16: „Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottesfurcht: Gott ist geoffenbart worden im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, verkündigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.“ Jesus ist Gott, offenbart im Fleisch. Er ist Immanuel, Gott mit uns.
[36:46] Und als die Jünger das nach und nach begriffen, dann riefen sie aus, wie Thomas in Johannes 20 und dort Vers 28: „Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“
[37:10] Jesus und der Vater sind eins. Und in einer Zeit, in der immer wieder die Gottheit Jesu angegriffen und angezweifelt wird, sollten diese Aussagen uns große Klarheit geben. Auch wenn wir nicht alles verstehen können und wir nicht die Aufgabe haben, die letzten Strukturdetails der Gottheit klären zu können, wir sind weit davon entfernt, auch nur ein wenig zu verstehen, sollten wir doch mit Überzeugung an dem festhalten, was klar und deutlich offenbart worden ist: Jesus ist Gott. Er und der Vater sind eins.
[37:52] Eins in ihrer Natur, eins in ihrer Macht, eins in ihrem Willen, eins in ihrer Ewigkeit. Zwei Personen, die so eng sich lieben und einander dienen und miteinander kooperieren und miteinander arbeiten, dass sie wie eins sind.
[38:19] Die Obersten der Juden haben die Worte durchaus durchdrungen. Sie haben durchaus verstanden, welchen Anspruch Jesus damit erhoben hat. In Vers 31, Johannes 10, Vers 31, lesen wir: „Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.“ Das bezieht sich natürlich auf Johannes 8, Vers 58, wo drei Monate zuvor, kurz nach dem Laubhüttenfest, Jesus ja, wie gerade zitiert, gesagt hatte in Vers 58: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“ Und dann lesen wir in Vers 59: „Da hoben sie die Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch und entkam so.“
[39:08] Da hoben sie Steine auf. Und jetzt, drei Monate später, sagt Jesus schon wieder einen Satz, der ganz unmissverständlich eigentlich deutlich macht, was seine Beziehung zu Gott dem Vater ist. Und wiederum heben sie die Steine auf. Wörtlich heißt es hier diesmal: „sie trugen Steine“. Das könnte bedeuten, dass sie eventuell diese Steine erst herbeibringen mussten, da vermutlich ja in der Halle selbst gar nicht so viele Steine jetzt herumlagen. Eventuell – das ist von jemandem vorgeschlagen worden – es wurde ja zu der Zeit noch am Tempel gebaut, der war ja noch gar nicht fertig, der hat ja noch Jahrzehnte gedauert, bis der ganz fertig war. Hat man auch von einer der Baustellen dort Steine herbeigebracht? Das wissen wir nicht. Aber eins ist sicher: Man brachte Steine, man trug sie jetzt zu Jesus, um ihn zu steinigen.
[40:03] Und wir sehen hier, dass dieses Motiv, Jesus töten zu wollen wegen diesem Anspruch, auch wie ein roter Faden sich durch das Johannesevangelium zieht. Schon in Johannes 5 haben wir gesehen, in Vers 18, dass die Juden ihn töten wollten, weil er diese Aussage über sich und den Vater gemacht hat.
[40:28] Wie reagiert Jesus, als er merkt, dass er erneut in Todesgefahr schwebt? Und Jesus wusste natürlich, dass seine Stunde noch nicht gekommen war, im 10. Monat des Jahres, im Kislev, dem heutigen ungefähr zur heutigen Dezemberzeit. Er wusste, es sind noch ein paar Monate. Er wusste also, dass er hier nicht sterben würde. Aber seine Antwort ist auch in anderer Hinsicht interessant.
[41:02] Johannes 10, Vers 32: „Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater. Um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?“ Jesus antwortet und verweist auf das, was Gott der Vater in seinem Leben getan hat. Diese guten Werke, die ganz offensichtlich, wie Jesus das sagt, vom Vater selbst gewirkt worden sind, die führt Jesus jetzt an und fragt: Was ist an den Werken, die Gott in meinem Leben bewirkt, so dass ihr mich jetzt töten wollt?
[41:44] Jesus hatte schon wenige Momente zuvor in Vers 25 auf genau diese Werke sich bezogen, als er gesagt hatte: „Jesus antwortet ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters.“ Und damit ist jetzt deutlich, was er damit meint, wenn er sagt: „Die Werke, die von meinem Vater gezeigt hat.“ Es sind die Werke, die im Namen des Vaters getan hat. Er sagt: „Diese geben Zeugnis von mir.“ Wenn die Obersten der Juden wirklich auf das Handeln von Jesus mit offenem Herzen geschaut hätten, hätten sie gemerkt, dass Gott mit Jesus ist.
[42:28] Aber das Problem war ja, dass sie nicht geglaubt haben. Jesus hatte schon in Johannes 5 in ähnlicher Situation ebenfalls angeklagt, unter anderem, weil er sich selbst mit Gott gleich mache. Auf die Werke verwiesen, die Gott der Vater durch ihn wirkt. In Vers 19, zum Beispiel, in Johannes 5 heißt es: „Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, Amen, Amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ Jesus macht deutlich: Das, was ich tue, das ist eine Reflektion, ein Spiegelbild, ein Ausdruck dessen, was der Vater tun möchte.
[43:22] Jeder Widerstand gegen das Handeln Jesu ist ein Widerstand gegen Gott selbst. Vers 20: „Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. Und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet.“ Jesus sagt: „Gott zeigt mir, was ich tun soll, und alles, was ich tue, sind die Dinge, die auch Gott der Vater auf dieser Erde tun würde, wenn er als Mensch hier auf die Erde gekommen wäre. In meinem Handeln seht ihr das, was Gott der Vater tut.“
[43:57] Und so sind diese Werke, die Jesus tut, ein besonders gewichtiges Argument, auch in seiner Argumentation hier vor dem Obersten Rat. In Vers 36 sagt er: „Ich habe – Verzeihung – ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes. Denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.“ Jesus war keine Marionette, der willenlos einfach nur getan hat, wozu ihm der Vater, wozu der Vater programmiert hatte, sondern Jesus hat sich Gott dem Vater unterstellt, ihm geglaubt, auf ihn gehört und von ihm gelernt und das getan, eins zu eins, was der Vater ihm gezeigt hat.
[44:57] Später haben auch die Apostel die Werke Jesu als ein entscheidendes Argument immer und immer wieder angeführt. Wir lesen zwei Beispiele aus der Apostelgeschichte in Kapitel 2 und dort Vers 22. Petrus sagt hier am Pfingsttag: „Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wisst.“ Die Taten Jesu, sagt Petrus, sind gewirkt worden durch Gott den Vater in der Mitte der Israeliten, und dadurch hat Gott Jesus bestätigt als den Messias.
[45:44] Noch ein Beispiel in Apostelgeschichte 10, Vers 38. Das ist jetzt wiederum Petrus, wie er zu Kornelius sagt in Vers 38: „Wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.“ Die guten Taten, das Retten der Menschen von der Sünde, von der Krankheit, all die Dinge, die Jesus getan hat, waren deswegen möglich, weil Gott der Vater mit ihm war. Diese Einheit von Jesus und dem Vater zeigt sich an den Werken.
[46:28] Jesus hat immer wieder auf seine Werke als ein entscheidendes Argument verwiesen, auch als Johannes der Täufer sich nicht mehr sicher war, ob Jesus wirklich der Ersehnte war, der ersehnte Messias, und er zwei seiner Jünger zu ihm sandte, um herauszufinden, ob Jesus wirklich der Messias sei. Dann hat Jesus auf seine Werke verwiesen in Matthäus 11 und dort Vers 4 und 5. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht: Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt und Armen wird das Evangelium verkündigt.“ Vers 6: „Und glückselig ist, wer nicht Anstoß nimmt an mir.“ Die Werke Jesu, die Gott durch ihn gewirkt hat, sind Beweis für seine Sendung, Beweis dafür, dass er der Messias ist.
[47:30] Psalm 35 und dort Vers 12. Jesus stellt die Frage: „Warum wollt ihr mich töten angesichts der Tatsache, dass ich das tue, was Gott der Vater gerne möchte, dass es getan wird? Ihr, die ihr vorgebt, Gott den Vater zu ehren, ihn zu verehren, ihn anzubeten, ihr gebt vor, Gott dem Vater zu folgen, aber mich wollt ihr töten, der ich das tue, was Gott der Vater gerne möchte. Ich tue seine Werke.“
[48:03] Psalm 35, Vers 12, erfüllt sich in diesem Moment, wo es heißt: „Sie vergelten mir Gutes mit Bösem.“ Jesus hatte gute Werke getan, denn Gott der Vater wollte das Gute für die Menschen, auch für die Obersten der Juden. Deswegen hat Jesus geheilt und gesegnet und Sünden vergeben und die Liebe des Vaters offenbart.
[48:30] Aber sie haben das Gute mit Bösem vergolten. Sie wollten ihn trotzdem umbringen. Psalm 109 und dort Vers 4 und 5. Derselbe Gedanke hier auch von David: „Dafür, dass ich sie liebe, sind sie mir Feind.“ Hast du das mal erlebt, dass du Menschen magst, aber sie dich trotzdem hassen? Gott erlebt das ständig. Er liebt diese Welt so sehr, dass er seinen Sohn sandte, um sie zu retten, und trotzdem hassen die meisten Menschen ihn. Ja, alle haben ihn zunächst gehasst, denn wir waren alle Sünder und Feinde Gottes, obwohl er die Sonne aufgehen lässt und den Regen sendet, uns geschaffen hat und uns auch in dieser sündenkranken Welt mit so vielen Segnungen umgibt.
[49:27] Vers 5: „Sie weisen mir Böses für Gutes und Hass für Liebe.“ Wenn das Jesus so erging, dann dürfen wir nicht anderes auch für uns erwarten, dass selbst dann, wenn wir unsere Feinde lieben, nicht alle dadurch sich verändern lassen. Es kann sein, dass wir dann auch von Menschen verfolgt werden, denen wir das Beste wollen. Es ist schmerzhaft. War schmerzhaft für Jesus. Er wollte gern, dass diese Obersten das ewige Leben haben. Er wäre gern mit ihnen auf ewig zusammen auf der neuen Erde gewesen. Aber sie vergalten ihm das Gute mit Bösem.
[50:13] Nächste Woche wollen wir uns anschauen, wie diese Auseinandersetzung hier mit den Obersten der Juden, die bereits die Steine herbeigebracht haben, um Jesus zu töten, wie diese Situation weitergeht und welche interessanten Aussagen auch von Jesus wir dann sehen werden. Das werden wir uns das nächste Mal anschauen.
[50:35] Für heute wollen wir uns vornehmen, fest darauf zu vertrauen, dass, wenn wir die Stimme Jesu hören und ihm folgen, wohin er auch geht, wir sicher sind in seiner Hand, weil wir sicher in der Hand des Vaters sind. Und wir werden dann nicht herausgerissen werden, denn wir können nicht herausgerissen werden. Und alles, was wir dann jetzt brauchen, ist, dass Gott, wenn wir es ihm erlauben, in unser Herz die Gottesfurcht hineinbringt, die uns so verändert, dass wir nicht mehr von ihm abweichen werden, nicht mehr unseren freien Willen gegen ihn missbrauchen werden, sodass wir für alle Ewigkeit bei Jesus sind.
[51:25] Ist dein Wunsch? Dann lass uns noch mit einem Gebet schließen.
[51:32] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir dein Wort studieren dürfen und heute gesehen haben, dass wir in deiner Hand sicher sind. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir uns aus deiner Hand selbst entfernt haben. Wir möchten heute hier und jetzt – ich möchte das tun, und ich glaube, so gut wie jeder, der das Video sieht, hat auch diesen Wunsch – wir möchten uns in deine Hand begeben. Wir möchten auf die Stimme von Jesus hören und ihm nachfolgen. Schenk uns das Wollen und Vollbringen. Vollende dein Werk in uns. Und hab Dank, dass du uns echte Gottesfurcht schenken möchtest, dass wir nicht mehr von dir abweichen. Das bitten wir im Namen Jesu, der all dies uns gezeigt hat. Amen.
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