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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp das Gebetsleben Jesu, wie es in Lukas 11 beschrieben wird. Er zeigt auf, wie Jesu tiefe, persönliche und oft emotionale Gemeinschaft mit Gott seine Jünger dazu inspirierte, ihn zu bitten: „Herr, lehre uns beten.“ Die Sendung betont die transformative Kraft von Jesu Gebet und ermutigt dazu, selbst Schüler Jesu im Gebet zu werden, um eine tiefere Verbindung zu Gott zu erfahren.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.julimedia.de. Herzlich willkommen zur ersten Folge im Jahre 2025. Wir sind immer noch dabei, das Leben unseres Erlösers, unseres Schöpfers, unseres Königs und Freundes Jesus Christus genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten uns wieder ganz besonders auf das Lukasevangelium konzentrieren und dort einige Kapitel anschauen, in denen Geschichten und Begebenheiten erzählt werden, die aus den letzten wenigen Monaten vor der Kreuzigung stammen.

[1:24] Bevor wir heute mit einem neuen Thema beginnen, möchte ich dich einladen, lieber Freund, liebe Freundin, wenn es dir möglich ist, dass wir, wie es unsere gute Gewohnheit ist, mit einem Gebet starten.

[1:41] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir so viel über dich durch Jesus erfahren können. Und wenn wir jetzt über das Gebet, wie Jesus es praktiziert hat, nachdenken, wenn wir drüber nachdenken, welche Kraft Jesus aus dem Gebet geschöpft hat, dann wünsche ich mir für mich und für jeden von uns, dass wir auch lernen zu beten, wie Jesus gebetet hat. Bitte sei du unser Lehrer. Wir möchten in deine Gegenwart treten, in besonderer Weise durch dein Wort. Reinige uns von allem, was dich hindern könnte, uns so zu segnen, wie du es dir wünschst. Hab Dank, dass du jetzt zu uns sprechen wirst. Amen.

[2:51] Lukas Kapitel 11 ab Vers 1. Wir haben in den letzten Folgen Jesus beim Chanukka-Fest gesehen. Im Johannesevangelium haben wir dort studiert, wie er erneut mit den Schriftgelehrten in eine Konfrontation kam, wie er erneut in Todesgefahr gekommen ist, als er erneut auch seine Einheit mit Gott dem Vater offenbart hat. Wir haben gesehen, dass die Schriftgelehrten ihn umbringen wollten, dass sie ihn steinigen wollten. Jesus hat sich zurückgezogen, erneut nach Peräa, dort in die Gegend jenseits des Jordans im Ostjordanland, wo ihm nun sehr viele Menschen folgten, ganz ähnlich wie früher in Galiläa. Wir sind jetzt in einer Zeit, in der wir noch ungefähr gut drei Monate, knapp dreieinhalb Monate bis zum nächsten Passah haben. Jesus hat also ein bisschen mehr als drei Monate noch, und er weiß ganz genau, beim nächsten Passah wird er sterben. Mit diesem Hintergrund wollen wir nun diese nächsten Geschichten, die wir in Lukas 11, 12, 13, 14, 15 und so weiter finden, die jetzt aus diesen letzten Wochen sozusagen stammen, wir wollen diese Geschichten unter diesem Gesichtspunkt sehen. Jesus steht schon seit längerem unter dem Schatten des Kreuzes, und jetzt kommt es immer näher.

[4:31] Die erste Geschichte, die uns jetzt hier aus dieser Zeit berichtet wird, findet sich in Lukas Kapitel 11 und dort ab Vers 1. Lukas Kapitel 11 und dort ab Vers 1: „Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war.“

[4:55] Das scheint zunächst eine ganz einfache Aussage zu sein: Jesus betet. Wir sehen im Lukasevangelium immer wieder, dass Jesus alleine gebetet hat. Zwei Beispiele sollen das hier illustrieren. In Lukas Kapitel 6 und dort Vers 12 heißt es: „Es geschah aber in jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten. Er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.“ Das war damals, als er am nächsten Morgen die zwölf Apostel ordiniert hat. In Lukas 9 und dort Vers 18 lesen wir: „Und es geschah, als er einmal für sich allein betete, dass die Jünger in seiner Nähe waren, und er fragte sie und sprach: Für wen halten mich die Leute?“ Das war dann später die Situation, in der dann Petrus noch einmal dieses Bekenntnis ausgesprochen hat, dass Jesus der Christus ist.

[6:00] Jesus hat immer wieder allein gebetet. Er hat nicht nur gebetet, wenn es Gottesdienstzeit war oder vor dem Essen oder zu besonderen Gebetszeiten mit seinen Jüngern. Jesus hatte ein sehr individuelles, persönliches Gebetsleben. Jesus, der Heiland der Welt, hat es für notwendig erachtet, immer wieder persönlich alleine zu beten, ohne dass andere ihn dabei sehen konnten oder sehen mussten. Er hatte selbst in der Bergpredigt gesagt, wir erinnern uns an Matthäus Kapitel 6, wo er sagt in Vers 5: „Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, denn sie stellen sich gern in den Synagogen und an den Straßenecken auf und beten, um von den Leuten bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Tür zu und bete deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der es Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.“ Wir müssen unser Gebetsleben nicht zur Schau stellen. Die Kraft deines christlichen Lebens besteht darin, persönlich mit Gott Zwiesprache zu halten.

[7:25] Jesus betet. Uns wird gesagt im Buch „Gedanken vom Berg der Seligpreisung“, dass die Jünger eine kurze Zeit hier einmal woanders gewesen sind, und als sie zurückkehren, finden sie Jesus, wie er gerade in Gemeinschaft mit Gott versunken ist. Jesus hat also hier nicht sozusagen sich zur Schau hingestellt und hingekniet in der Hoffnung, dass möglichst viele seiner Jünger ihn jetzt beten hören, sondern sie waren eigentlich gar nicht in der Gegend, sie waren woanders gewesen. Er hat gebetet, und jetzt kommen sie zurück und sie finden ihn betend. Vielleicht hast du schon mal jemand gesehen, der vielleicht, weil du in dein Zimmer hineingestolpert bist, weil du plötzlich jemand getroffen hast, der dachte, allein zu sein, der wirklich von Herzen sein Herz ausgeschüttet hat im Gebet.

[8:21] Scheinbar bemerkte er ihre Gegenwart nicht. Er betete weiter laut. Interessanterweise hat Jesus auch in seinem privaten Gebet laut gebetet. Es wird gesagt im Hebräerbrief, dass er manchmal dabei sogar geweint hat. Es heißt in Hebräer Kapitel 5 und dort Vers 7: „Dieser, gemeint ist Jesus, hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen.“

[9:02] Gebet war für Jesus nicht eine Pflicht, die er abgehakt hat. Jesus hat mit seinem ganzen Wesen gebetet. Da steckte auch Emotion drin. Seine ganze Seele ausgeschüttet, wenn er gebetet hat. Er hat es wirklich von Herzen ernst gemeint. Er, der so Mensch war wie du und ich, hat gebetet, dass ihm sogar die Tränen manchmal gekommen sind. Er hat mit Bitten und mit Flehen, sogar mit lautem Rufen, wenn das Gebet einen entsprechenden Inhalt hatte. Jesus hat laut gebetet und Jesus hat von Herzen gebetet. Wenn man Jesus beten sah und beten hörte, dann hatte man nicht den Eindruck, dass jemand jetzt seine Pflicht absolvierte, weil er so und so oft beten müsste oder so, sondern es war ihm ein wirkliches Anliegen, mit Gott zu sprechen. Und die Frage ist, sind unsere Gebete auch so?

[10:05] Beten wir mit Gott so intensiv, wenn uns niemand hört und niemand sieht? Reden wir mit ihm so? Bringen wir unsere Anliegen ihm so vor, dass es wirklich deutlich wird, dass wir hier unser Herz ausschütten?

[10:24] Jesus betet. Die Jünger bemerken das. Und es heißt, das Angesicht des Erlösers war mit einer himmlischen Helligkeit erleuchtet. Es schien in der tatsächlichen Gegenwart des Ungesehenen, des Unsichtbaren zu sein. Und es gab eine, da war eine lebendige Kraft in seinen Worten, als jemand, der mit Gott spricht.

[11:01] Jesus hat nicht einfach nur eine Wunschliste abgebetet, eine Reihe von Bitten vorgetragen. Er hat mit Gott gesprochen. Da war eine Kraft in seinem Gebet. Er war erleuchtet, sagt sie. Und als die Jünger Jesus so beten sahen, sie wussten, dass er viel betet. Sie wussten, dass er die ganze Nacht vor ihrer Ordination gebetet hatte. Sie wussten, dass er immer wieder sich zurückzog. Sie hatten gemerkt, dass das Gebet für ihn eine entscheidende Kraftquelle war. Und als sie ihn so beten sehen, da formiert sich ein Wunsch. Wir lesen weiter in Lukas 11 Vers 1: „Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war, und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm, und offensichtlich ist das nicht nur ein Privatwunsch gewesen, sondern der Ausdruck dessen, was die anderen Jünger auch fühlten und dachten: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte.“

[12:02] Herr, lehre uns beten. Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundin, möchten wir beten lernen? Die Jünger wussten zwar, dass man beten soll, und auch haben sie sicherlich einiges gelernt, schon bevor sie Jesus getroffen hatten. Man hatte in der Synagoge durchaus gelernt, man betet. Aber das Gebet von Jesus war anders als die meisten Gebete, die man sonst hört. Es war so anders als das Gebet der Rabbiner und der Schriftgelehrten und der Gesetzesgelehrten. Das Gebet von Jesus war etwas, was sie haben wollten. Kann es sein, dass wir manchmal Gebet als eine Pflicht sehen, weil wir sie als eine Pflicht gelernt haben, aber uns diese tiefe, innige Gebetserfahrung fehlt, die Jesus hatte? Wünschst du dir auch so zu beten, wie Jesus gebetet hat? Ich glaube, ich habe viel zu lernen von Jesus.

[13:11] Im Römerbrief, in Römer 8 Vers 26 und 27, wird uns deutlich, dass wir Hilfe brauchen beim Gebet. Ja, jeder kann kommen zu Gott, wie er ist, und jeder kann sein Gebet so vortragen, wie es ihm möglich ist. Und doch sagt die Bibel, dass ohne Gottes Hilfe unsere Gebete gar nicht annehmbar wären. Römer 8 Vers 26 und 27: „Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt. Aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzern. Der die Herzen erforscht, weiß, was das Trachten des Geistes ist, denn er tritt so für die Heiligen ein, wie es Gott entspricht.“ Wir brauchen Hilfe. Und als die Jünger Jesus beten sahen, realisieren sie: Unsere Gebete könnten eine deutliche Verbesserung erfahren. Herr, lehre uns beten.

[14:08] Weiter heißt es: „Die Herzen der zuhörenden Jünger waren tief bewegt. Sie hatten bemerkt, wie oft er viele Stunden in der Einsamkeit mit seinem Vater in Gemeinschaft verbracht hatte. Seine Tage waren im Dienst für die Menschenmengen verbracht, die sich so sehr um ihn scharten, und darin, die gefährlichen Philosophien der Rabbiner zu entlarven. Und seine unaufhörliche, unermüdliche Arbeit hat ihn oft völlig erschöpft zurückgelassen, sodass seine Mutter und die Brüder und sogar seine Jünger gefürchtet hatten, dass sein Leben geopfert werden könnte.“ Mit anderen Worten, Jesus hat so intensiv gearbeitet, so viel gearbeitet, dass er oft am Ende des Tages völlig am Ende war, völlig KO.

[15:13] Aber dann sagt sie: „Aber wenn er von den Stunden des Gebetes zurückkehrte, die den arbeitsreichen Tag beendeten.“ Mit anderen Worten, nach diesem heftigen, schweren Tag – und das war nicht einmal, sondern eine ständige Wiederholung, immer hat er diese anstrengenden Tage gehabt – nachdem er einen solchen arbeitsreichen Tag mit den Stunden des Gebets beendet hatte, hatten sie den Blick des Friedens auf seinem Gesicht bemerkt und diesen Sinn, dieses Gefühl der Erfrischung, die seine Gegenwart jetzt auszeichnete.

[16:01] Es war von Stunden, die er mit Gott verbracht hatte, Morgen für Morgen, von denen er ausging, um das Licht des Himmels zu den Menschen zu bringen. Jesus hatte sich Zeit genommen am Morgen und Zeit genommen am Abend. Und obwohl sein Tag völlig vollgestopft war mit Terminen, mit mühsamer Arbeit zum Teil, mit schwierigen Gesprächen mit schwierigen Menschen, mit den Rabbinern, den Schriftgelehrten zu tun hatte, hat er sich Zeit genommen für das Gebet am Morgen, das Gebet am Abend. Das war nicht ein Mehrzeiler, der schnell gebetet wurde. Lieber Freund, liebe Freundin, ich glaube, du und ich, wir müssen uns mehr Zeit nehmen für das Gebet. Und wenn wir vielleicht denken, na ja, aber wir sind doch so beschäftigt, wir sind so busy, wir haben keine Zeit, jetzt vielleicht sogar Stunden mit Gott zu verbringen.

[17:00] Jesus hatte mit Sicherheit mehr Termine als wir und mit Sicherheit mehr Stress und mit Sicherheit mehr Probleme zu bewältigen. Und es waren gerade die Zeiten mit Gott, die ihn wieder erfrischt haben. Ich möchte das in meinem Leben mehr ausprobieren. Du auch? Mehr Zeit alleine mit Gott.

[17:26] Die Jünger waren zu dem Schluss gekommen, dass sie seine Stunden des Gebets mit der Kraft seiner Worte und seiner Werke verbunden haben. Mit anderen Worten, die Jünger haben gemerkt, es gibt diese Gebetszeiten, früher Morgen, spät am Abend, gelegentlich die ganze Nacht hindurch. Und dann haben sie gesehen, es gibt diese mächtigen Worte und Werke. Die konnte jeder sehen, die waren für die ganze Volksmenge offensichtlich. Was die meisten oft nicht mitbekamen, war diese Gebetszeiten. Aber die Jünger wussten das. Sie sahen am frühen Morgen, wie Jesus von der Gebetszeit kam. Sie sahen, wie er abends noch auf den Berg stieg. Und sie kamen irgendwann zu dem Schluss, sie verbanden diese Punkte, sagt sie. Sie haben realisiert, das hier kommt von dem.

[18:30] Die mächtigen Worte Jesu, die mächtigen Werke der Tat, sie kamen aus den Gebetszeiten. Die Bibel sagt in Jesaja 50 prophetisch über die Morgenandacht von Jesus.

[18:50] Jesaja 50 und dort Vers 4: „Gott der Herr hat mir die Zunge eines Jüngers, das heißt seines Schülers, gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken wisse. Er weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören.“

[19:19] Morgen für Morgen hat Jesus gebetet, geredet und zugehört. Jesus kam als ein Schüler in die Morgenandacht. Die Morgenandacht war nicht einfach nur seine Routine, damit er irgendwie so ein bisschen Struktur in den Tag bekommt, wie das heute manchmal ein bisschen propagiert wird. Es war nicht einfach nur ein Ritual, um ein bisschen Sinn zu stiften, sondern er kam als ein Schüler, der wissen wollte: Wie kann ich den Problemen, die heute auf mich zurollen werden, wie kann ich ihnen in deinem Geist, lieber Vater, begegnen? Welche Worte soll ich sprechen zu den Menschen, die heute mühselig und beladen zu mir kommen werden? Wie kann ich ihnen heute den Weg zum ewigen Leben so klar wie möglich präsentieren? Schenk mir die richtigen Bilder, schenk mir die richtigen Worte, schenk mir eine Erklärung, die das Herz der Menschen erreichen wird.

[20:17] Das waren seine Gebete. Und seine Worte, sei es die Bergpredigt, seine Gleichnisse, seine großen, mächtigen Wunder, die er getan hat, sie bezeugen die Kraft, die er aus der Gebetszeit mit Gott dem Vater gezogen hat. Seine Jünger waren nach Jahren des Beobachtens zu dem Schluss gekommen: Das ist die direkte Ursache für das. Jesus betete, und deswegen konnte er so reden, wie er redete, und so wirken, wie er gewirkt hat. Und jetzt, als sie auf seine Bitten hörten, jetzt, als sie ihn sozusagen gesehen hatten, gehört hatten, als sie sein Gebet mitbekommen haben, waren ihre Herzen erstaunt und gedemütigt. Offensichtlich haben sie gesehen, dass ihre Gebete nicht so waren wie seine Gebete. Vielleicht hatten sie gedacht, sie hätten ein gutes Gebetsleben, so wie wir manchmal denken, wir haben ein gutes Gebetsleben, bis wir realisieren, dass Jesus von einer ganz anderen Ebene gebetet hat. Als sie ihre Gebete mit seinen verglichen, stellten sie fest, sie haben etwas zu lernen.

[21:40] Herr, lehre uns zu beten. Sie sagt: „Als er aufhörte zu beten, war es mit einer Überzeugung ihrer eigenen tiefen Bedürftigkeit, dass sie ausriefen: Herr, lehre uns zu beten.“ Lieber Freund, liebe Freundin, haben wir auch dieses tiefe Bedürfnis, eine Überzeugung, dass wir so ein tiefes Bedürfnis haben, dass wir anders beten sollten, dass wir so beten, wie Jesus gebetet hat?

[22:20] Herr, lehre uns beten. Ich glaube, die folgenden Worte in Lukas 11 können nur dann ihre Wirkung auf mein und dein Herz entfalten, wenn wir bereit sind, uns lehren zu lassen, wenn wir bereit sind, als Schüler das Gebet neu lernen zu wollen. Jesus, der damals auf diese Bitte einging, der ihnen antwortete, der ihnen half, so zu beten, wie sie es sich wünschten, ist heute immer noch derselbe Jesus, der heute noch für dich und mich betet als Hoher Priester im himmlischen Heiligtum, mittlerweile im Allerheiligsten. Derselbe Jesus, der auch heute noch uns lehren wird, wenn wir bitten in unserem Herzen: Herr, lehre uns beten. Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst dieses Video anschauen und hören und lernen, was die Bibel über dieses Thema sagt, aber es wird nur wirklich in dein und in mein Herz hineindringen, wenn wir hören und lesen mit der Einstellung: Herr, ich möchte heute lernen zu beten. Möchtest du heute diese Entscheidung fällen und sagen: Herr, ich möchte dein Schüler sein?

[24:01] Ich möchte diese Entscheidung fällen. Ich möchte Jesu Schüler werden im Gebet. Du auch?

[24:21] Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte. Sie sind ja dort in der Gegend, in der Johannes besonders viel gewirkt hatte, wie wir das letzte Mal in der letzten Folge gesehen haben. Genau in dieser Gegend waren jetzt auch viele Menschen wieder zu Jesus gekommen. Wahrscheinlich hatten die Jünger allein schon deswegen auch wieder diese Assoziation. Sie hatten ja auch die Bewegung von Johannes des Täufers mitbekommen. Sie waren ja zum Teil selbst Jünger von Johannes dem Täufer gewesen, wie zum Beispiel Andreas oder Johannes der Evangelist. Sie wussten, wie Johannes seine Jünger ausgebildet hatte. Und jetzt, wo sie hier in diese Gegend in Peräa waren, wo diese Ereignisse aus ihrer früheren Zeit vielleicht ganz bewusst neu ihnen neu bewusst geworden sind, da kommen sie zu Jesus und sagen: Herr, weißt du, Johannes hat auch seine Jünger gelehrt, wie man richtig betet. Könntest du das für uns auch tun?

[25:19] Aber Jesus hat noch mehr, als Johannes der Täufer ihnen geben konnte.

[25:31] Das, was Jesus sagt, geht sogar über das hinaus, was Johannes der Täufer lehren konnte. Lieber Freund, liebe Freundin, es gibt viele gute Initiativen, das Gebet zu fördern, viele gute Predigten, Seminare und Vorträge über das Thema Gebet, viele gute Bücher, die man lesen kann, von denen man viel lernen kann, so wertvoll wie das, was Johannes den Jüngern beibrachte. Aber es gibt etwas, das über das hinausgeht, und das ist der Unterricht bei Jesus selbst. Wir sind dankbar für jedes Gebetsministry, und möge es noch mehr davon geben, für jeden, der sich einsetzt für das Gebet in der Gemeinde und für das Gebet zu Hause. Aber kein Gebetsministry und keine Gebetskonferenz und kein Gebetskongress und kein Gebetsworkshop kann uns das über das Gebet beibringen, was Jesus, der Meisterbeter, mir und dir persönlich sagen kann. Und deswegen sind wir dankbar für jeden, der über das Gebet lehrt, aber wir müssen trotzdem Schüler von Jesus selbst sein.

[26:49] Vers 2: „Da sprach er zu ihnen.“ Jesus geht auf ihre Bitte ein. Wahrscheinlich waren sie sehr gespannt, was er jetzt sagen würde. Und die Bibel sagt uns, wie er sie jetzt lehrte. In Vers 2 heißt es: „Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht.“ Die Jünger werden sehr gespannt gewesen sein, was sind die Worte, die Jesus uns empfiehlt? Und dann werden sie wahrscheinlich, möglicherweise, eventuell erstaunt gewesen sein, denn Jesus sagt: „Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Gib uns täglich unser nötiges Brot. Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Das hatte Jesus schon einmal gesagt. Dieses Gebet kannten sie schon. Vielleicht hatten sie erwartet, dass er...

[28:00] Vielleicht hatten sie erwartet, dass er ihnen etwas völlig Neues präsentiert, etwas, das sie noch nie gehört hatten. Stattdessen wiederholt Jesus ein Modellgebet, das er schon einige Zeit vorher ihnen gezeigt hatte in Matthäus Kapitel 6 und dort ab Vers 6 finden wir in der Bergpredigt, als Jesus über das Gebet spricht. Es geht im Kontext darum, dass man Almosen nicht so

[28:30] geben soll, damit alle davon begeistert sind und es sehen, und man auch nicht beten soll, dass man sich vor allen zur Schau stellt, sondern dass man privat, persönlich, alleine mit Gott beten soll. Und dann spricht er darüber, dass man nicht zu viel, nicht so viele Worte machen soll, weil man denkt, dass man vielleicht wegen der vielen Worte erhört wird. Und dann gibt er ein Beispielgebet in der Bergpredigt. Wir wissen nicht ganz genau, in welchem Monat die Bergpredigt gewesen ist, aber sie war ungefähr im Jahre 29, als Jesus in Galiläa gerade mitten im Zentrum seines Wirkens stand, gut und gerne anderthalb Jahre zuvor. Und das Gebet dort ist genau dasselbe in Vers 9: „Deshalb sollt auf diese Weise beten: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme und so weiter.“

[29:32] Jesus lehrt seine Jünger, indem er ihnen etwas zeigt, was sie eigentlich schon wissen. Jesu Lehre basiert auf Wiederholung. Wir denken oft: „Oh, unser Leben, unser Gebetsleben ist so schwach“ oder „es ist so unzufriedenstellend. Wir brauchen etwas Neues, wir brauchen etwas Spektakuläres, wir brauchen etwas, was wir vorher noch nie gehört haben, um uns neu zu stimulieren.“ Aber der Ansatz von Jesus ist ein komplett anderer. Er bringt uns zu dem zurück, was er uns schon gezeigt hat, was wir aber vielleicht nie richtig wertgeschätzt haben oder was in Vergessenheit geraten ist oder was uns aus den Augen gegangen ist. Er bringt uns wieder zu dem zurück. Jesus hatte nichts gegen Wiederholung. Im Gegenteil: Das Lieblingsbuch, das er hatte, wahrscheinlich Fünfte Mose, besteht im Wesentlichen aus Wiederholung.

[30:29] Und tatsächlich, Jesus hat dieses Gebet zweimal gesprochen. Es heißt im Buch „Gedanken vom Berg der Seligpreisung“, dass das Vaterunser von unserem Erlöser zweimal gegeben wurde: einmal der großen Menschenmenge in der Bergpredigt und einmal einige Monate später den Jüngern allein. Jesus bringt nicht immer neue Dinge, sondern er wiederholt die Dinge, die er schon gesagt hat. Auch das eine wichtige Lehre für uns: Wir müssen nicht immer die Zuhörer mit neuen Dingen kitzeln, die sie noch nie gehört haben, sondern die Dinge, die gut und richtig sind, wiederholen, weil in der Wiederholung steckt der Schlüssel zur tiefen Erfahrung.

[31:26] Damit keine Missverständnisse aufkommen: Dieses Gebet, auch wenn es zweimal von Jesus, als es um das Gebet ging, präsentiert worden ist, ist nicht das Gebet, das wir alleine nur so beten sollten. Es ist nicht ein Zwang, genau diese Worte zu verwenden. Sie sagt, als einer, der mit der Menschheit eins war, hat er sein eigenes Gebetsideal uns präsentiert. Worte, die so einfach sind, dass sie von einem kleinen Kind angenommen und verwendet werden können, und doch so umfassend, dass ihre Bedeutung selbst von den größten Denkern nicht völlig erfasst werden kann. Das Vaterunser ist wie das Heiligtum: ein paar simple Sätze, so wie das Heiligtum aus ein paar simplen Gegenständen auf den ersten Blick besteht, und doch verbindet sich mit jedem Satz, so wie im Heiligtum mit jedem Gegenstand, eine Tiefe der Bedeutung, die die Ewigkeit nicht ausfüllen kann.

[32:41] Es geht in Matthäus 6 um das viele Worte machen. In Vers 7 und 8 heißt es: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen, denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr bittet.“ Jesus hat nicht versucht, den Vater mit seinen Worten zu überreden. Auch wenn er geweint hat und wenn er laut gerufen hat und wenn er gefleht hat, hat er doch nicht versucht, einfach mit vielen Worten irgendwie den Vater zu manipulieren oder irgendwie zu beeindrucken. Nein, es war ein echtes Gespräch. Und wir alle wissen, wenn jemand auf einen einredet mit einem Wortschwall, dann ist das in der Regel gerade nicht das, was man sich unter einem Gespräch vorstellt.

[33:40] Einfache Worte, einfache Worte, so einfach, dass jedes Kind sie beten kann. Das Geheimnis des Gebetes ist nicht die richtige Formulierung, nicht die komplexe Struktur oder die Länge. Das Geheimnis des Gebetes ist die Einstellung eines echten Idealgebets.

[34:19] Mit dem Jesus zweimal beginnt. Das Idealgebet, das Jesus zeigt, beginnt in beiden Fällen mit dem Ausspruch „Unser Vater“.

[34:39] Diese Idee hat Jesus, wie so ziemlich alles, was er gelehrt hat, auch schon im Alten Testament gefunden in Jesaja 63 und dort Vers 16. Jesaja 63 und dort Vers 16 heißt es: „Und doch bist du“ – hier wird Gott angesprochen – „und doch bist du unser Vater, denn Abraham weiß nichts von uns und Israel kennt uns nicht.“ Übrigens, Nebenpunkt, ein interessanter Vers auch für den Zustand der Toten im Alten Testament. Ganz deutlich: Abraham wusste nichts von den Israeliten zur Zeit von Jesaja, und Israel auch nicht. Sie waren tot, sie haben geschlafen im Grab, wartend auf die Auferstehung. „Und doch bist du unser Vater“, heißt das, „denn Abraham weiß nichts von uns und Israel kennt uns nicht. Du aber, oh Herr, bist unser Vater, und dein Name ist unser Erlöser von Ewigkeit her.“ Schon hier wird der Begriff Vater verbunden mit der Erlösung. Gott ist seit Ewigkeiten unser Vater und unser Erlöser.

[35:52] Ein Kapitel weiter in Jesaja 64 und dort Vers 7. Dort heißt es, Jesaja 64 Vers 7: „Nun aber bist du, HERR, unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer. Wir alle sind das Werk deiner Hände.“ Gott ist unser Vater, und das ist verbunden mit der Erlösung. Es ist verbunden mit der Schöpfung.

[36:24] Im Kontext geht es um die Sünden des Volkes Israel. Es geht um die Sünden der Gemeinde, die eigene Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid in Vers 5. Aber weil Gott unser Vater ist, dürfen wir mit dem befleckten Kleid unserer eigenen Gerechtigkeit zu ihm kommen in der Bitte, uns unsere Sünden zu vergeben. Weil Gott unser Vater ist und weil er nicht ein ferner, strenger Tyrann im Universum, sondern unser Vater, können wir mit unseren Fehlern, unseren Sorgen, unseren Problemen zu ihm kommen. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott ist dein und mein Vater.

[37:09] Der verlorene Sohn in Lukas 15, Vers 18, der kommt zu seinem Vater. Und selbst als er der Meinung ist, dass aufgrund seiner vielen Sünden er das Recht verwirkt hat, noch Sohn zu heißen. Es heißt ja in Lukas 15, Vers 18: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Mache mich zu einem deiner Tagelöhner.“ Er hat das Gefühl, er darf nicht mehr Sohn sein, er kann nicht mehr Sohn sein, er hat das verwirkt, vergeudet. Aber als er zum Vater kommt, dann sagt er genau das, was ganz tief in seinem Herzen immer noch ihm bewusst ist. Vers 21: „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, deinen Sohn zu heißen.“ Er weiß, seine Sünden haben ihn von dem Vater getrennt, und doch nennt er ihn Vater. Und der Vater ist ihm immer noch sein Vater. Auch wenn wir uns von Gott getrennt haben, wenn wir ihn behandelt haben, als wäre er tot, so wie der verlorene Sohn das getan hat, dürfen wir trotzdem Gott unseren Vater nennen.

[38:26] Denn so wie der Vater im Gleichnis, ist auch Gott. Es heißt in Vers 20: „Als er den Sohn sieht, und er machte – also der Sohn machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“ Wenn wir sagen „Unser Vater“, dann meinen wir, oder dann sollten wir meinen, dann sollten wir denken, dass Gott, den wir jetzt anbeten, dem wir jetzt unseren Dank bringen, unsere Bitten vortragen, dass er so ist wie dieser Vater hier in Lukas 15.

[39:11] Wenn du betest, ist dir bewusst, dass Gott so ist, wie es hier in Lukas 15 im Gleichnis von dem verlorenen Sohn beschrieben wird? Möge Gott uns helfen, dass die Worte „Unser Vater“ nicht einfach nur eine Floskel sind, die wir auswendig gelernt haben, sondern dass wir wirklich beim Beten zu unserem wahren himmlischen Vater sprechen.

[39:46] Immer wieder wird diese Idee von Gott, dem Vater, in der Bibel, im Alten wie im Neuen Testament uns gezeigt. Römer 1 Vers 7, nur eines von vielen, vielen Beispielen. Römer 1 Vers 7: Paulus schreibt seinen Brief an alle in Rom Anwesenden, geliebten Gottes, an die berufenen Heiligen: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.“ Manchmal schleicht sich so dieses bewusste oder unbewusste Gefühl ein, dass Jesus derjenige ist, der uns liebt, dass Jesus für uns eintritt, dass Jesus uns gerne vergeben möchte. Und der Vater wird dann manchmal unbewusst vielleicht zu jemandem, der einfach nur noch streng auf dem Thron sitzt und von Jesus irgendwie in Anführungsstrichen bearbeitet werden müsste. Aber die Wahrheit ist, Jesus selbst hat uns gelehrt, dass Gott, der Vater, unser Vater ist und dass er selbst uns geliebt hat, so sehr, dass er seinen Sohn gegeben hat, und dass er selbst uns retten möchte und sich freut, dass Jesus durch sein Opfertod es möglich gemacht hat, dass er uns vergeben kann und trotzdem gerecht sein kann. Gott, der Vater, möchte, dass du einmal die Ewigkeit bei ihm verbringst.

[41:17] Johannes 17 und dort Vers 23. Jesus betet zu seinem Vater: „Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst.“ Lieber Freund, liebe Freundin, nicht nur Jesus liebt uns, der Vater liebt uns, und zwar so sehr, wie er seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus liebt. Wenn wir beten „Unser Vater“, ist uns bewusst, mit wem wir dort reden: dem König des Universums, der dich und mich so sehr liebt, wie er Jesus auch liebt. Wie viel steckt schon in diesen ersten beiden Worten: „Unser Vater“?

[42:39] Der erste Schritt im Gebet ist, zu realisieren, wer Gott wirklich ist und wie sehr er uns liebt. Und das wird dazu führen, dass wir erkennen, dass dieser Vater nicht nur mich liebt, sondern auch alle anderen so sehr liebt. Und damit wird das, was unser Leben so krank macht, unsere Konzentration auf unser eigenes Ich aus dem Weg geräumt.

[43:05] Der Heilige Geist kann dann wirken. Denn es heißt in Römer Kapitel 8 Vers 15. Achtung, Römer 8 Vers 15: Wie ist es möglich, wirklich mit Überzeugung zu beten „Unser Vater“? Wie können wir das erleben, was Jesus in seinem Gebet erlebt hat, wo die Jünger sagten, als sie es hörten: „Lehre uns zu beten, wir möchten so beten wie du.“ Wie können wir tatsächlich mit Überzeugung und mit ganzer Hingabe verstehend beten „Unser Vater“? In Römer 8 Vers 15 heißt es – Römer 8 Vers 15 – „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch wiederum fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, indem wir rufen: Abba, Vater!“ Es ist der Geist Gottes, von dem es heißt in Vers 16: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“ Wir rufen „Unser Vater“, wir rufen „Abba, Vater“ durch den Geist der Sohnschaft, durch den Heiligen Geist.

[44:16] Wenn wir mit Überzeugung beten „Unser Vater“, das ist der Heilige Geist, der an uns wirkt, der in uns wirkt, der zu uns sprechen kann und der unsere Gebete vor Gott angenehm macht. Wer mit Überzeugung und wirklichem Verständnis, wirklich aus Überzeugung, sagen kann „Unser Vater“, der zeigt damit, dass der Heilige Geist in seinem Leben regiert.

[44:47] Mit anderen Worten, das Vaterunser ist die Einwilligung, vom Heiligen Geist geleitet zu werden. Indem wir sagen „Unser Vater“, möchten wir ein Kind Gottes sein. Wir möchten vom Geist Gottes geleitet werden. Galater Kapitel 4 Vers 6, hier wird es wunderbar zusammengefasst. Galater 4 Vers 6: „Weil ihr nun Söhne seid, Kinder, Söhne und Töchter, weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater!“ Wer ist es, der sagt „Abba, Vater“ in uns? Es ist der Geist seines Sohnes.

[45:34] Wenn wir sagen „Unser Vater“, dann beten wir das, was auch Jesus gebetet hat. Der Heilige Geist, der Jesus repräsentiert, wie in Johannes 16 deutlich erklärt wird, wo es heißt, dass er – wie heißt es hier in Johannes 16 Vers 13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“ Jesus hat gebetet „Unser Vater.“ Jesus hat gebetet „Abba, Vater.“ Der Heilige Geist erinnert uns, der jetzt in unser Herz kommt, erinnert uns an das, wie Jesus gebetet hat auf der Erde, erinnert uns an die Worte, und durch den Heiligen Geist können auch wir das beten, was Jesus gebetet hat: „Unser Vater.“ Durch das Wirken des Heiligen Geistes in uns wird die Bitte erfüllt: „Herr, lehre uns beten.“

[46:43] Jesus, der vom Heiligen Geist erfüllt war, betete „Unser Vater.“ Wenn wir den Geist in unserem Herzen haben, der Jesus Christus repräsentiert und seine Worte wiederholt und uns gelehrt hat, dann werden wir auch so beten, wie Jesus gebetet hat: Abba, Vater, unser Vater.

[47:13] Nächste Woche werden wir die nächsten kurzen Aussagen dieses so unfassbar tiefgründigen Gebetes betrachten. Für heute gibt es, glaube ich, eine entscheidende Entscheidung, mit der wir heute enden wollen. Lass uns im Gebet zu Jesus kommen und sagen: „Herr, lehre uns beten.“ Das ist auch dein Wunsch. Lass uns auch gemeinsam, wo es möglich ist, Himmel.

[47:54] Himmel, wir realisieren, dass es ein echtes Privileg ist, dass wir sagen dürfen: „Lieber Vater, du bist wirklich wie ein Vater zu uns.“ Und so oft beten wir, ohne das wirklich zu realisieren. Ich möchte danke sagen, dass du zu mir gesprochen hast in diesen Minuten.

[48:19] Ich möchte dich bitten, dass du mich lehrst und dass du uns lehrst zu beten, wie Jesus gebetet hat durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns betet. Amen.


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