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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Bitte „Gib uns täglich unser nötiges Brot“ aus dem Vaterunser. Er erklärt, warum Jesus lehrt, zuerst Gottes Reich zu suchen, bevor wir unsere eigenen Bedürfnisse vorbringen. Anhand biblischer Beispiele wie dem Manna in der Wüste und Weisheiten aus Sprüche und Jesaja wird die Bedeutung von Gottes täglicher, maßvoller Versorgung und die damit verbundenen Bedingungen erörtert. Die Episode ermutigt dazu, Sorgen um die Zukunft abzulegen und auf Gottes beständige Fürsorge zu vertrauen.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass du auch wieder dabei bist und dass wir heute uns etwas Zeit nehmen können, weiter zu studieren in dem Vaterunser. Wir sind gerade dabei zu studieren, wie Jesus dieses Vaterunser zum zweiten Mal seinen Jüngern nahegebracht hat, und wir wollen heute einen ganz besonderen, kurzen und wichtigen Vers dabei analysieren, aber nicht nur analysieren, sondern verstehen und anwenden auf unser persönliches Leben, zuhören, was Gottes Geist durch diesen Vers zu mir und zu dir zu sagen hat. Und um ihn einzuladen, tatsächlich auch wirklich in unser Herz hineinzusprechen, möchten wir mit einem Gebet starten. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir gemeinsam niederknien.

[1:43] Lieber Vater im Himmel, du kennst unsere Herzen besser als wir selbst. Du kennst all die Stürme, die Sorgen, die Nöte, die Trauer, die Rebellion, all das, was in unseren Herzen so herumlungert und kriecht. Und Herr, heute möchten wir das alles erneut in deine Hand legen, möchten dir erlauben, dass du unser Herz nimmst und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du alles hinwegnimmst, was uns wegziehen möchte von dir, was uns trennt von dir. Herr, wir möchten dich bitten, dass in den kommenden Minuten du unser Lehrer bist. Wir möchten zu deinen Füßen sitzen, wir möchten deine Herrlichkeit, die Kraft deines Evangeliums erleben, annehmen, glauben und daraus leben. Herr, wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt über das tägliche Brot nachdenken, dass wir heute gesättigt werden, gestärkt werden durch dein Wort, weil du es verheißen hast. Herr, wir möchten dich bitten, dass du unser Lehrer bist, dass wir hinter dir stehen dürfen, dass du uns vorangehst und dass wir mit dir durch diesen ganzen Tag heute gehen dürfen, gestärkt durch das, was du jetzt zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.

[3:29] Lukas Kapitel 11, und heute geht es um Vers 3. Lukas Kapitel 11, Vers 3, ein kurzer Vers. Jesus, indem er gerade den Jüngern die Elemente dieses Vaterunsers präsentiert, sagt hier in Vers 3: "Gib uns täglich unser nötiges Brot." Gib uns täglich unser nötiges Brot. Der Vers ist nur kurz und trotzdem beinhaltet er eine ganze Reihe von für uns tatsächlich lebenswichtigen Dingen. In der ersten Hälfte des Gebetes, das Jesus hier seinen Jüngern lehrt, da ging es um Gott, um sein Königreich, um seinen Namen, um seinen Willen. Wenn wir uns die Grundstruktur dieses Gebetes anschauen, dann stellen wir fest, dass es zuerst um Gott geht. Es geht um Gott und sein Reich. Sein Name soll geehrt werden, geheiligt werden. Sein Reich soll kommen, sein Wille soll geschehen, wie im Himmel so auch auf Erden, wie wir das letzte Mal studiert haben. Und erst danach kommen meine Bedürfnisse.

[4:59] Wahrscheinlich geht es dir so, dass wir manchmal in unserem Alltag besonders sehr auf unsere Bedürfnisse achten und weniger über Gott und sein Reich in unseren Gebeten nachdenken. Aber das ist eine ganz wichtige Grundlehre aus dem Vaterunser. Jesus zeigt uns, dass wenn wir zuerst über Gott nachdenken, zuerst ihn darum bitten, dass sein Reich, sein Wille, sein Wort, seine Kraft entfaltet, dass wir dann mit Zuversicht auch darum beten können, darum bitten können, dass unsere Bedürfnisse gestillt werden. Warum? Weil es ja Gottes Werk ist, es ist ja sein Wille, es ist das Wesen seines Reiches, unsere Bedürfnisse zu stillen. Und wenn wir vergessen, das an den Mittelpunkt zu stellen, in den Mittelpunkt zu stellen, dann werden wir immer unsicher sein, ob das hier auch tatsächlich erfüllt wird. Indem Gott, indem Jesus hier im Vaterunser unsere Bedürfnisse an die zweite Stelle setzt, will er nicht sagen, dass sie unwichtig sind. Er will nicht sagen, dass sie zu vernachlässigt sind oder weniger Bedeutung haben. Er will damit deutlich machen, dass unsere Bedürfnisse nur dann – wir nur dann sicher sein können, dass unsere Bedürfnisse auch wirklich gestillt werden, wenn wir zuerst uns auf den konzentrieren, der sie stillen kann. Nur wenn wir uns bewusst machen, wie stark Gott ist und was sein Wille ist und wie sein Reich funktioniert und wie sein Name geheiligt wird, wenn unser Leben eben ganz geweiht ist, dann verstehen wir, warum und wie unsere Bedürfnisse durch Gott gestillt werden.

[6:50] Wenn wir Gottes Willen zur Priorität machen, dann dürfen wir wissen: Unsere Bedürfnisse werden gestillt. Jesus hat genau das auch in der Bergpredigt erklärt und ausgeführt, als er in diesem berühmten Satz gesagt hat, in Matthäus 6, Vers 33: "Trachtet zuerst, trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden." Und da geht es ja unter anderem um Speise und Leib und Kleidung. Die Frage nach dem täglichen Brot, die wird da hier auch sozusagen aufgegriffen in Vers 25: "Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?"

[7:42] Ich muss sagen, in meinem Leben, das ist ein Thema, das mich immer wieder umtreibt. Ich habe Gedanken und Pläne und Dinge, die ich erreichen möchte, und ich habe Bedürfnisse, und so schnell tun die sozusagen sich ganz vorne auf die Agenda festsetzen. Und Jesus möchte mir und dir sagen:

[8:06] Denk zuerst über Gott nach, denk zuerst über sein Reich nach, denn dann wirst du wissen, dass so wie Gott ist und so wie er sich offenbart und das, was er für dein Leben möchte – du kannst dir sicher sein, er wird auf jeden Fall alle deine Bedürfnisse besser stillen, als du es dir vorstellen kannst. Und ich möchte das neu für mich persönlich lernen und in Anspruch nehmen, dass Gott meine Bedürfnisse gerne stillt. Zuerst sein Reich und dann meine Bedürfnisse, weil es in seinem Reich darum geht, meine Bedürfnisse zu stillen und nur er das wirklich kann.

[8:52] Schauen wir uns also diese Bitte genauer an: "Gib uns täglich unser nötiges Brot." Nun, wenn wir das vergleichen mit der Aussage in der Bergpredigt – wir haben ja gesehen, dass das Vaterunser wird hier in Lukas 11 zum zweiten Mal gegeben – dann ist die Formulierung ein klein wenig anders hier in der Schlachter-Übersetzung. Es heißt in Matthäus 6 und dort Vers 11: "Gib uns heute unser tägliches Brot." Gib uns heute unser tägliches Brot. Lukas 11, Vers 3: "Gib uns täglich unser nötiges Brot." Und der Hauptgedanke ist in beiden Fällen ganz klar deutlich erkennbar. Und doch sind diese beiden verschiedenen Übersetzungen symptomatisch dafür, dass es nämlich hier tatsächlich ein schwieriges Wort gibt. Die Bitte ist an sich sehr einfach und leicht zu verstehen, und trotzdem, wenn man so ganz genau festmachen möchte, was Jesus gesagt hat, ist das gar nicht so einfach.

[9:59] Wenn es um dieses Brot geht, dann steht nämlich in beiden Fällen, in Matthäus und in Lukas, dasselbe Wort: "epiousios". Und es ist gar nicht so einfach herauszufinden, was das eigentlich wirklich bedeutet. Man würde denken, nach so viel Jahrhunderten des Studiums der Bibel sollten doch mittlerweile alle wissen, was jedes griechische Wort bedeutet, aber tatsächlich ist das hier nicht ganz klar. Es kommt im Neuen Testament nur an diesen beiden Stellen vor.

[10:36] "Epiousios". Zwei Herleitungen gibt es. Die eine leitet das Wort von "epiousa" ab. "Epiousa", und das heißt so viel wie herankommend, herannahend, bevorstehend. Deswegen übersetzen sogar manche: "Gib uns unser morgiges Brot", also das Brot, das erst sozusagen am nächsten, am bevorstehenden Tag gebraucht wird. Aber das kann eigentlich nicht wirklich die Bedeutung sein, wie wir noch sehen werden, denn Jesus sagt ja explizit in der Bergpredigt, dass wir uns nicht Sorgen machen sollen um den morgigen Tag. Andere leiten aus dieser Übersetzungsvariante ab: "Na ja, wenn also das, was bevorsteht, das sind halt der nächste Tag, das ist eine Abfolge von Tagen, die halt es kommt halt jeden Tag sozusagen, deswegen ist das täglich." Das daher kommt die Idee, dass uns unser tägliches Brot. Andere nehmen diesen Gedanken noch auf und denken: "Ja, okay, wenn es um täglich geht, dann geht's halt um das Beständige, das immer wiederkehrende Bedürfnis: Gib uns unser beständiges Brot oder so." Das sind also verschiedene Varianten, die sich alle von diesem "epiousios" ableiten: herankommend, herannahend, bevorstehend.

[11:52] Andere dagegen leiten "epiousios" von "epiousia" ab, und das ist dann "Ousia" ist dann "Seienden", also vom Sein hergekommen, und "Epi-" mit ein, also eine Präposition. Das ist dann vielleicht eher so etwas wie das, was für das Sein, für das Wohlbefinden notwendig ist, für den physischen Halt. Das ist das nötige Brot. Und das ist das, was wir jetzt hier in Lukas haben, das nötige Brot. So hat man sich hier zumindest in der Schlachterbibel in Lukas 11 entschieden. Aber wie gesagt, es ist in Matthäus und Lukas dasselbe Wort, und dass hier in der Schlachter zwei verschiedene Übersetzungen sind, zeigt nur, dass man hier nicht drauf geachtet hat, das gleich zu machen. Das nötige Brot. Und manche verstehen das auch, dass es das ist, was über dem Seienden ist, also über das, über dem, was notwendig ist, also das Wichtigste sozusagen. Manche sagen auch das reichhaltigste. Aber ich glaube, wenn wir uns diese Frage wirklich, wenn wir auf diese Frage eine Antwort finden wollen, dann wird uns einfach ein Blick in die griechische Grammatik nicht ausreichen, weil, wie gesagt, selbst damit man am Ende nicht ans Ziel kommt.

[13:08] Wir müssen uns eher die Frage stellen, was wir sonst noch an biblischen Stellen haben, um diesen Gedanken zu beleuchten. Schauen wir uns in 2. Mose 16 eine Stelle an, die eine Geschichte, die genau diesen Gedanken von dem Brot, das Tag für Tag gegeben wird, sehr gut illustriert. 2. Mose 16 und dort Vers 15, die bekannte Geschichte von dem Manna in der Wüste. Vers 15: "Und als es die Kinder Israels sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? (Hebräisch: Man hu). Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der Herr zur Speise gegeben hat. Das ist aber der Befehl, den der Herr gegeben hat: Jeder soll davon sammeln, so viel er zum Essen benötigt, einen Omer je Kopf nach der Zahl eurer Seelen. Jeder nehme für die, die in seinem Zelt sind."

[14:13] Also hier haben wir Brot, das direkt von Gott gegeben ist, und jeder kann sich jetzt sammeln. Es heißt in Vers 17: "Davon sammeln." Und die Kinder Israels machten es so und sammelten, der eine viel, der andere wenig. Als man es aber mit dem Omer-Maß maß, da hatte der, welcher viel gesammelt hatte, keinen Überfluss, hatte nicht zu viel, und der, welcher wenig gesammelt hatte, hatte keinen Mangel, hatte nicht zu wenig. Also sie hatten das, was Gott ihnen gegeben hat, war nicht zu viel, es war aber auch nicht zu wenig. Es war sozusagen das, was nötig war, das, was man brauchte, sondern jeder hatte für sich gesammelt, so viel er zum Essen brauchte. Und wenn man sich das anschaut, so ein Omer, das sind ungefähr 2,2 Liter. Wir wissen natürlich nicht genau, was die Dichte von diesem Manna gewesen ist, wir können das nicht eins zu eins umrechnen jetzt in Kilogramm, in Gramm. Aber eins ist sicher: Das war keine karge Portion, das war keine Notration, die gegeben worden. Das war wirklich reichhaltig, ausreichend, aber auch nicht so viel, dass man davon jetzt irgendwie übersättigt geworden wäre oder sich ja dann irgendwie überessen hätte, übergegessen hätte.

[15:43] Das heißt, wir finden hier in 2. Mose 16 die Idee, dass Gott uns so viel gibt, wie wir brauchen: nicht zu viel und nicht zu wenig. Dann heißt es in Vers 19: "Und Mose sprach zu ihnen: Niemand soll etwas davon übrig lassen bis zum anderen Morgen." Es soll also alles an diesem Tag gegessen werden. Vers 20: "Aber sie gehorchten Mose nicht, denn etliche ließen davon übrig bis zum Morgen. Da wuchsen Würmer darin und es wurde stinkend. Und Mose wurde zornig über sie." So sammelten sie es jeden Morgen, jeder so viel er zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. Und dann lesen wir in Vers 6: "Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei Omer für jede Person. Da kamen alle Obersten der Gemeinde und berichteten es Mose."

[16:33] Und wir finden hier also genau die beiden Kernelemente aus Lukas 11, Vers 3, wieder, nämlich: Es ist das Brot, was nötig ist, nicht zu viel und nicht zu wenig, und es wird jeden Tag gegeben. Es heißt: "Gib uns täglich unser nötiges Brot." Dieses nötige Brot wird täglich gegeben, das, was im Griechischen eigentlich so entsprechend des Tages, Tag für Tag. Und genau das ist in 2. Mose 16 gegeben. Gott gibt Tag für Tag das, was wir brauchen. Er gibt uns nicht alles auf einmal, sondern gibt uns Tag für Tag das, was für unser Leben notwendig ist. Und das ist genau die Idee, die Lukas 11, Vers 3, beschreibt. Deswegen, glaube ich, ist diese Übersetzung, "gib uns täglich unser nötiges Brot", das, was notwendig ist, und man sollte dann auch Matthäus 6, Vers 11, so übersetzen: "Gib uns unser nötiges Brot heute", "gib uns heute unser nötiges Brot". Der einzige Unterschied zwischen Matthäus und Lukas ist der, dass in Matthäus es heißt: "Gib uns dieses nötige Brot heute", und in Lukas hat man so ein bisschen eine weitere Perspektive: "Gib uns heute", also gib dieses nötige Brot Tag für Tag, jeden Tag dann aufs Neue.

[17:56] Noch mehr Bibeltexte, die diesen Gedanken verdeutlichen: Sprüche 30 und dort Vers 8 und 9. Hier in Sprüche 30 finden wir die Sprüche von Agur, dem Sohne Jakes, und er sagt hier folgendes in Vers 8 und 9: "Falschheit und Lügenwort entferne von mir. Armut und Reichtum gib mir nicht. Nähre mich mit dem mir beschiedenen Brot." Das ist genau diese Idee, man kann übersetzen: das Brot, das für mich bestimmt ist, das man mir sozusagen festgesetzt hat als Ration, wenn man so möchte. Vers 9: "Dass ich nicht aus Übersättigung dich verleugne und sage: Wer ist der Herr? Der hab es also nicht Übersättigung, nicht zu viel."

[19:03] Und dann weiter in Vers 9: "Dass ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife." Wir haben genau denselben Gedanken wie in 2. Mose 16: nicht zu viel und nicht zu wenig. Das Brot, das mir beschieden ist, das Brot, das für mich abgemessen ist, die Ration, die ich brauche. Nicht zu viel, damit ich es nicht vergeude und damit ich nicht vor lauter Überfluss und Übermut dann gegen Gott rebelliere und denke, ich brauche ihn nicht mehr. Aber auch nicht so wenig, dass ich in Verzweiflung gerate und dann vielleicht falsche Dinge tue, sondern so viel, wie ich brauche. Es gibt ein Maß, und es betrifft natürlich nicht nur das physische Brot, das betrifft all die Dinge, die ich zum Leben physisch brauche. Es gibt ein Maß, und Gott möchte mir es so geben, wie es nötig ist für mich.

[19:56] Gibt es Bedingungen dafür, dass diese Bitte erfüllt werden kann? Wir finden in Jesaja 33 eine interessante Stelle, in der ebenfalls uns versprochen wird, dass Gott für unser Brot und Wasser sorgt. Jesaja 33 und dort ab Vers 15. Dort heißt es: "Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet, wer es verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen, wer sich mit seinen Händen wehrt, ein Bestechungsgeschenk anzunehmen, wer seine Ohren verstopft, um nicht von Blutvergießen zu hören, wer seine Augen verschließt, um Böses nicht mit anzusehen, der wird auf Höhen wohnen. Felsenfest sind seine Burg. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie."

[20:54] Was ist die Bedingung? Wer in Gerechtigkeit wandelt, der richtig redet, wer keine Bedrückung benutzen möchte, um Gewinn zu machen, wer Bestechung ablehnt und wer sich entscheidet, ganz intentional entscheidet, Böses nicht anzusehen, nicht anzuschauen. Mit anderen Worten, wer durch sein Leben den Charakter Gottes repräsentiert. Es ist ein gerechtes und ein heiliges Leben als Bedingung hier, dass Gott auch in der Not uns Brot und Wasser gibt. Manchmal sagt man so leicht daher: "Na ja, Brot und Wasser ist uns gewiss", und man vergisst vielleicht, dass es hier eine Bedingung gibt, an der diese Bitte oder diese Verheißung gebunden ist.

[21:45] Wer bittet: "Gib uns Tag für Tag unser nötiges Brot", der impliziert ja auch, dass diese Bitte, oder besser gesagt, dass diese Bedingung auch mit erfüllt sein soll.

[22:12] Wie schon erwähnt, in Matthäus 6 und dort Vers 34, da heißt es: "Darum sollt ihr euch nicht Sorgen um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage." Tag für Tag wird Gott für uns sorgen. Und was ich gerne besser lernen möchte, und ich denke, was uns vielen so geht, ist, dass wir uns zu schnell Gedanken machen über das, was morgen kommt, Sorgen machen über das, was uns in der Zukunft erwarten könnte, Probleme, die wir sehen, Schwierigkeiten, für die wir jetzt noch keine Lösung haben. Und Gott sagt: "Ich gebe dir täglich das, was du brauchst, und zwar gemessen, was du für diesen Tag brauchst, nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern das, was du brauchst." Und deswegen, glaube ich, ist diese Übersetzung, das nötige Brot Tag für Tag, die, die wirklich hier auch von Jesus gemeint ist.

[23:15] Es gibt ein paar interessante Aussagen in diesem Kontext aus der Feder von Ellen G. White, und hier ist eine der erstaunlichsten, wie ich finde, zu diesem Thema. Sie sagt: "Wenn du dein Ich aufgegeben hast und dich Christus übergeben hast als ein Mitglied der Familie Gottes, dann bist du – Verzeihung – dann bist du ein Mitglied der Familie Gottes, und alles im Haus deines Vaters gehört dir. All die Schätze Gottes sind für dich geöffnet, sowohl in der Welt, die jetzt hier existiert, als auch der Welt, die noch kommen wird. Der Dienst der Engel, das Geschenk seines Geistes, die Arbeit seiner Diener – alles ist für dich, lieber Freund, liebe Freunde. Ist dir das bewusst? Wenn ich und wenn du, wenn wir unser Leben täglich in Gottes Hand legen, dann ist der gesamte Himmel, alles, was Gott hat, für uns. Die Welt mit allem, was in ihr ist, soweit sie uns Gutes tun kann. Selbst die Feindschaft der Gottlosen wird sich als ein Segen herausstellen, indem wir für den Himmel diszipliniert werden. Wenn wir in Christus sind, sind alle Dinge für uns."

[25:06] Und dann sagt sie: "Aber du bist wie ein Kind, das noch nicht die Kontrolle über dieses Erbe erhalten hat. Gott überlässt dir nicht einfach deine Kost, deinen kostbaren Besitz, damit nicht Satan durch seine bösen Künste dich verführen könnte, so wie es mit dem ersten Paar in Eden getan hat. Christus hält für dich deinen Besitz, damit er sicher ist vor dem Zugriff des Verderbers, wie ein Kind."

[25:42] Wie ein Kind erhältst du täglich Tag für Tag das, was für deine Notwendigkeit, also für deinen Tag, für deine Bedürfnisse notwendig ist.

[25:54] Mit anderen Worten, was sie sagt, ist: In dem Moment, wo ich mein Leben Jesus übergebe, gehört der gesamte Schatz des Himmels mir, ist mein Erbe, der gesamte Schatz des Himmels. Und sie zählt es auf: Der Dienst von Jesus, der Dienst der Engel, das Wirken des Heiligen Geistes, all das, was auch in dieser Welt mich segnen kann, alles ist für mich.

[26:26] Aber dann sagt sie: So wie ein Kind, das vielleicht Vater, Mutter verliert und ein immenses Erbe erbt, Millionen von Euro vielleicht, aber vielleicht noch mit fünf Jahren gar nicht das überblicken kann und es bekommt dann jemanden, der sozusagen als sein Vormund, als ein Treuhänder dieses Erbe verwaltet und täglich sozusagen damit die Dinge bezahlt, die das Kind jetzt benötigt, bis zu dem Zeitpunkt, dass es einmal erwachsen ist und all diese Dinge dann in Anspruch nehmen kann.

[27:04] So, sagt sie, ist es mit dem Schatz des Himmels für uns. Gott hat uns alles geschenkt, was er hat, aber er gibt es uns täglich, damit wir nicht mit allem überschüttet, es plötzlich falsch gebrauchen, missbrauchen und damit dann verschleudern. Er gibt uns die Segnungen Tag für Tag.

[27:33] Und deswegen sagt sie dann: Jeden Tag müssen wir beten: „Gib uns heute unser tägliches, unser nötiges Brot.“ Das, was wir für den heutigen Tag benötigen. Das Kind braucht an einem Tag nicht die zwanzig Millionen, die es geerbt hat. Es braucht nur einen gewissen kleinen Betrag, und der treue Vormund wird dann jeden Tag das Geld ausgeben, was dem Kind hilft, was nötig ist.

[28:02] Genauso macht es Gott. Er gibt uns all seine Segnungen Tag für Tag. Und deswegen ist es unnötig, dass wir uns heute Gedanken machen über das, was in drei Wochen ist, denn in drei Wochen wird Gott auch jeden Tag uns den Segen geben, den er für diesen Tag uns vorgesehen hat.

[28:26] Lieber Freund, liebe Freundin, wollen wir uns heute vornehmen, dankbar zu sein für den Schatz des Himmels? Dankbar zu sein, dass Gott und sein Reich die Garantie sind, dass alle meine, dass alle unsere Bedürfnisse gestillt werden? Wollen wir uns heute vornehmen, heute zu beten: „Herr, schenk du mir heute, gib mir heute mein nötiges Brot.“

[28:58] Diese Bitte bezieht sich nicht nur auf das Brot, das wir essen, das Getreide, das wir essen, das Obst und Gemüse und die Dinge, die auf unserem Teller landen. Es bezieht sich auf mehr.

[29:17] In Johannes 6 und dort ab Vers 27, da sagt Jesus uns einen ganz wichtigen Gedanken, der direkt damit zu tun hat, wenn wir bitten: „Herr, gib uns täglich unser nötiges Brot.“

[29:32] Johannes 6, Vers 27: „Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt.“ Jesus hatte gerade ganz viele Menschen durch ein Wunder mit dem nötigen Brot versorgt, und auch hier zeigte sich: Das nötige Brot war wirklich, das war mehr als ausreichend. Niemand muss hungern, wenn Gott das nötige Brot gibt.

[29:58] Und die Leute waren begeistert, sie waren begeistert von diesem Brot. Aber Jesus möchte deutlich machen: Auch dieses Wunder der Brotvermehrung sollte sie hinweisen auf ein noch wichtigeres Brot. Er sagt: „Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist“ – das heißt für das irdische Brot – „sondern für die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott der Vater bestätigt.“

[30:27] Es gibt ein Brot, das wir von Jesus erhalten, vom Sohn des Menschen.

[30:32] Vers 28: „Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?“ Also, worum geht es?

[30:41] Vers 29: Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“ Das Entscheidende ist nicht nur, dass wir täglich das nötige Brot bekommen, sondern dass wir täglich Glauben haben, täglich glauben, um das eigentliche Brot zu erhalten, das uns geistlich ernährt.

[31:11] Vers 30: „Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du?“ Das ist so eine interessante Stelle, weil er ja gerade am Tag zuvor dieses enorme Wunder der Brotvermehrung getan hatte.

[31:27] Und jetzt sagen sie: „Oh, wenn wir also ständig an dich glauben sollen, was für ein Zeichen gibst du?“ Und dann sagen sie in Vers 31: „Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen.“ Die Implikation ist: Jesus, Mose hat uns vierzig Jahre lang täglich Tag für Tag das nötige Brot gegeben. Du hast gestern an einem Tag einmal uns das Brot gegeben. Was tust du, ein Zeichen?

[31:59] Aber dann sagt Jesus Folgendes in Vers 32: „Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. Denn das Brot ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“

[32:22] Lieber Freund, liebe Freundin, ja, wir brauchen, wir brauchen Brot und vielleicht auch etwas, um noch draufzuschmieren, wenn es gut kommt. Wir brauchen Brot, um am Leben zu bleiben, aber um geistlich am Leben zu bleiben, brauchen wir das Brot, das aus dem Himmel kommt.

[32:37] Wir brauchen nicht nur täglich nötiges physisches Brot, wir brauchen auch täglich eine Erfahrung mit Jesus. Wir brauchen täglich geistliche Speise.

[32:53] Mancher einer von uns ist geistlich total unterernährt, weil wir uns nur mit kleinen Brotsamen sozusagen begnügen, die wir vielleicht irgendwo anders aufgeschnappt haben, weil wir vielleicht nur alle sieben Tage mal ausführlich essen, weil wir vielleicht sowieso nur das essen, was andere schon gekaut haben.

[33:23] Bist du geistlich unterernährt? Kann es sein, dass wir uns manchmal mit Fastfood, mit geistlichem Fastfood begnügen und nicht die Zeit nehmen, selbst uns eine Speise zu bereiten (in Anführungsstrichen)? Nehmen uns selbst Zeit nehmen, um das, was Jesus als himmlisches Manna uns hier präsentiert, um das zu sammeln, zu zerstampfen und daraus geistlichen Kuchen zu machen, geistliches Brot?

[33:50] So wie die Israeliten jeden Tag mussten sie hinausgehen und sammeln. Tag für Tag gab es Brot vom Himmel, und dieses Brot ist ein Bild für Jesus.

[34:01] Er sagt selbst in Matthäus 4, Vers 4 – wir kennen diese Stelle – sagt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Jedes Wort ernährt uns.

[34:23] Bitten wir Gott, dass er uns täglich die nötige Portion an geistlicher Speise gibt.

[34:39] Sind wir darauf bedacht? Es gibt keinen Zweifel, dass Gott das gerne tun möchte, aber es ist unser Wunsch, jeden Tag so viel von Gottes Wort zu verstehen, wie wir für diesen Tag brauchen.

[34:48] Der ganze Schatz des Himmels ist für uns da, nicht nur physisch, nicht nur für unser körperliches Wohlbefinden, sondern auch geistlich. Aber wir können nicht alles auf einmal verstehen. Gott kann uns nicht all seine Wahrheiten auf einmal in unser Gehirn zwängen, das ist unmöglich. Aber er kann uns Tag für Tag das geben, das wir für diesen Tag brauchen.

[35:15] Haben wir heute schon gegessen, geistlich gegessen?

[35:23] Und wenn nicht, wollen wir uns nicht die nächste sich bietende Gelegenheit nutzen, um uns geistlich zu ernähren? Wollen wir es nicht zu einer Angewohnheit machen, täglich das nötige Brot zu essen, das Brot, das aus dem Himmel herabkommt?

[35:43] Jesus wird sehr, sehr deutlich in Vers 58 von Johannes 6: „Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Manna, dass eure Väter gegessen haben und sind gestorben. Wer dieses Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.“

[36:02] Lieber Freund, liebe Freundin, physisches Brot ist wichtig, aber die Bibel, Jesus, sind für das ewige Leben unabdingbar.

[36:17] Er sagt in Vers 54, Vers 53 und 54: „Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“

[36:44] Lieber Freund, liebe Freundin, wir müssen täglich über den Tod Jesu nachdenken. Das ist nicht etwas, was wir einmal betrachten, verstanden haben, abhaken und dann zu neuen Themen kommen.

[37:04] Ist das Kreuz von Jesus, sein Leiden, Sterben, seine Auferstehung für dich und mich, ist das mein täglich Brot? Und könnte es sein, dass wir so viele Probleme haben, geistiger, geistlicher, emotionaler Art, weil wir geistlich unterernährt sind, weil wir, was das Evangelium betrifft, unterernährt sind?

[37:34] Weil wir vielleicht mehr Zeit damit verbringen, anderen beim Essen zuzuschauen, als selbst zu essen? Hast du dir heute schon Zeit genommen, lieber Freund, liebe Freundin?

[37:49] Auch ein Video wie dieses, das davon spricht, wie wichtig das ist, ist noch nicht dasselbe, wie wenn du dir jetzt danach Zeit nimmst, die Bibel aufschlägst und sagst: „Herr, ich möchte heute mein nötiges geistliches Brot an diesem Tag von dir erhalten. Ich möchte mir das vornehmen.“ Ich lade dich ein, das heute gleich noch zu tun, sobald du die nächste Gelegenheit dazu hast. Nimm dir etwas Zeit und iss das Wort Gottes.

[38:40] Psalm 119 und dort Vers 100 – Verzeihung – Vers 103: „Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund!“

[38:54] Das Wort Gottes, unser tägliches, nötiges Brot, ist nicht nur nahrhaft, es schmeckt auch wirklich sehr gut, wenn du dir Zeit nimmst und – ich spreche aus eigener Erfahrung – bei Gottes Wort nachzudenken, selbst zu kauen, zu durchdenken, Fragen zu stellen, Dingen auf den Grund zu gehen, sich in Gottes Lage hineinzuversetzen, zu lernen.

[39:30] Dann wirst du merken, dass es nichts gibt, was so glücklich macht, glückselig! Oh, das Glück des Menschen! „Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust, sein Interesse hat an dem Gesetz des Herrn, über sein Wort nachdenkt Tag und Nacht.“

[39:56] Wir sollen, sagt sie, Tag für Tag, wenn wir sein Wort lesen, dass Gott seinen Geist senden wird, um uns die Wahrheit zu offenbaren, die uns unsere Seelen für die Bedürfnisse des Tages stärken wird.

[40:18] Mit anderen Worten, wenn du die Bibel liest, dann bitte Gott: „Sende deinen Geist, uns die Wahrheit zu offenbaren, die wir für heute und die Bedürfnisse des heutigen Tages brauchen, die Wahrheit, die jetzt für mich wichtig ist, dass wir Tag für Tag das nötige Brot erhalten.“

[40:35] Und weil wir zuerst auf Gott uns fokussieren und sein Reich in den Mittelpunkt stellen, dürfen wir wissen, dass er auch alle unsere Bedürfnisse – die physischen, die mentalen, die emotionalen, die sozialen und vor allem die geistlichen Bedürfnisse – kennt und stillen wird.

[40:54] Er hat für alles das richtige Maß, das, was wir für den Tag brauchen.

[41:05] Warum möchte Gott, dass wir täglich darum bitten? Ich glaube, eine der Hauptlektionen ist – neben der Tatsache, dass wir, wenn wir alles auf einmal bekommen würden, es gar nicht richtig händeln könnten, wir würden es wahrscheinlich vergeuden und hätten wir nicht mehr genügend (in Anführungsstrichen) – eine Hauptlektion ist, dass wir lernen, von ihm abhängig zu sein.

[41:29] Gott schenkt uns alles, aber gibt es uns Stück für Stück, damit wir lernen, dass es alles von ihm kommt und dass dieser Schatz des Himmels keine Selbstverständlichkeit ist und dass in allem, was wir sind und haben, wir immer abhängig von ihm sind.

[41:50] Und an dieser Stelle hinkt dann das Beispiel von dem Kind und dem Schatz, dem Erbe, denn all das, was Gott uns schenkt, ist ja immer auch noch das, was Gott gehört und was wir von ihm erhalten, was sein Eigentum ist, was er uns schenkt, damit wir täglich daraus leben.

[42:16] Wir sind und wir werden für alle Ewigkeit immer abhängig von ihm sein. Und diese Abhängigkeit zu verstehen und zu glauben ist eines der ganz großen Ziele, die Gott im Erlösungsplan uns beibringen möchte, dass wir verstehen, wie abhängig wir von ihm sind, aber nicht in einer Sklaverei, sondern aufgrund der Tatsache, dass er Gott ist und wir nur deswegen leben, weil er die Quelle des Lebens, die Quelle der Weisheit, die Quelle der Freude ist, wie es im Buch „Schritte zu Jesus“ gleich auf der ersten Seite heißt.

[42:56] Heute möchte Gott mir und dir das nötige Brot geben: physisch, mental, sozial, geistlich. Es gibt heute Wahrheiten, die er mir beibringen möchte, die für den heutigen Tag notwendig sind, und morgen hat er wieder Wahrheiten, und ich kann nicht heute die Dinge schon für morgen lernen.

[43:19] Jeden Tag gibt es nötiges Brot, und zwar in toller Qualität, gut schmeckend.

[43:28] Die Frage heute ist: Sind wir Gott dankbar dafür, dass er uns täglich das gibt, was wir brauchen? Und sind wir bereit, uns täglich Zeit zu nehmen, damit das, was für unseren Lebensalltag jetzt notwendig ist, wir auch wirklich empfangen und dass wir nicht hungrig, geistlich hungrig, durch den Tag laufen, sondern gestärkt?

[43:47] Das ist dein Wunsch? Dann wollen wir noch gemeinsam beten.

[43:58] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, vergib mir und vergib uns, dass wir immer wieder versäumen, dieses tägliche Brot, dieses nötige Brot, das, was du uns für den heutigen Tag zugemessen hast, dass wir es versäumen, das uns abzuholen, und dass so manche wichtige Wahrheit, die du uns geben wolltest, um uns auf die Probleme des Alltags vorzubereiten, dass wir die verpasst haben, weil wir keine Zeit gehabt haben oder meinten, keine Zeit haben zu können. Ja, ja, wir möchten lernen.


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