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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp den Vers Lukas 11,33, der besagt, dass niemand ein Licht anzündet, um es zu verstecken. Er erklärt, dass Gott uns Licht schenkt, damit wir es für andere leuchten lassen, und dass dieses Licht die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in Gnade und Wahrheit ist. Der Vortrag betont, dass wahres Licht immer einen Zweck erfüllt und niemals nur für uns selbst gedacht ist.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast zur nächsten Folge unserer Serie über das Leben unseres Königs, Schöpfers, Erlösers, Freundes Jesus Christus.

[0:52] Wir wollen heute einen ganz besonderen Vers in den Mittelpunkt rücken aus Lukas Kapitel 11, ein Vers, der auch in meinem Leben immer wieder und vor allem auch an einer besonderen Stelle eine große Rolle gespielt hat. Ein Vers, von dem ich glaube, dass er zu den wichtigsten Versen gehört, die wir in den Evangelien finden, obwohl alle Verse dort natürlich von überwältigender Bedeutung sind. Ein Vers, der so oder ähnlich mehrmals von Jesus, nicht nur zweimal, mehrmals von Jesus gepredigt worden ist, und wir werden das gleich im Detail anschauen.

[1:33] Es geht um das Licht, und wir wissen aus der Bibel, dass Jesus das Licht der Welt ist und dass wir durch die Verbindung mit ihm, dadurch, dass seine Herrlichkeit über uns aufgeht, dass wir auch zum Licht der Welt werden dürfen und sollen.

[1:52] Bevor wir uns den Vers heute, Lukas 11 Vers 33, genau anschauen, möchten wir Gott einladen, dass er unser Denken, unser Herz, unser Fühlen erfüllt mit seinem Heiligen Geist, damit wir die Wahrheit verstehen, wie er sie gemeint hat und damit wir sie in unserem eigenen Leben erfahren, umsetzen und mit ihm gemeinsam leben.

[2:21] Wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir zu einem Anfangsgebet niederknien.

[2:35] Lieber Vater im Himmel, wir haben in den vergangenen Folgen so oft über das Gebet nachgedacht und festgestellt, dass du so gerne uns das Beste geben möchtest, noch mehr als ein Vater oder auch eine Mutter ihrem Kind das Beste geben möchte.

[2:57] So möchtest du uns den Heiligen Geist geben, Herr. Das möchten wir jetzt ganz bewusst in Anspruch nehmen. Wir brauchen deinen Geist, um dein Wort zu verstehen mit unserem menschlichen Verständnis, wenn wir alles durcheinanderbringen, verdrehen und uns falsch einschätzen und ein falsches Bild von dir gewinnen.

[3:17] Herr, wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Geist direkt zu jedem von uns sprichst. Wir möchten dich bitten, dass dein Wort in aller Klarheit uns vor Augen scheint und unser Herz hineindringt und dass dadurch dein Name verherrlicht wird.

[3:36] Herr, sei du jetzt unser Lehrer, so wie du es verheißen hast. Und dafür danken wir dir und loben und preisen deinen Namen im Namen Jesu. Amen.

[3:50] Lukas Kapitel 11 und dort Vers 33. Dieser Vers ist heute der Gegenstand dessen, was wir studieren und durchdenken wollen.

[4:01] Wir haben in den vergangenen Wochen über das Gebet viel studiert. In Lukas 11 ab Vers 1 haben wir gesehen, wie, nachdem die Jünger Jesus beten gesehen und gehört haben, sie ihn gebeten haben, dass er ihnen das Beten beibringt, und wir haben gesehen, wie Jesus noch einmal, wie schon in der Bergpredigt, das Vaterunser ihnen präsentiert.

[4:23] Wir haben uns das ausführlich angeschaut und dann diese Illustration studiert, die Jesus bringt, um uns zu zeigen, dass wir beharrlich beten sollen, dass wir dranbleiben und haben dann diese wichtigen Sätze: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan.“

[4:43] Studiert, um schließlich festzustellen, dass Gott noch lieber uns das Beste, nämlich seinen Heiligen Geist, geben möchte als Eltern ihren Kindern gute Nahrung geben möchten.

[4:56] Es folgen in Lukas 11 an dieser Stelle Geschichten, die wir schon an anderer Stelle behandelt haben, die von Lukas hier offensichtlich nicht der Chronologie nach, sondern eher thematisch eingefügt worden sind.

[5:11] Geschichten über die Macht Jesu, der die bösen Geister durch den Heiligen Geist austreiben kann. Das wird ganz deutlich, wenn man dann die Parallelgeschichten z.B. in Matthäus 12 noch hinzunimmt und die Debatte, die sich dann darüber entzündet, weil die Pharisäer glauben, dass Jesus statt im Heiligen Geist mit bösen Geistern, ähm, mit dem Beelzebul die Dämonen austreibt.

[5:37] Und Jesus spricht dann auch über die Notwendigkeit, dass, wenn wir erlöst sind, dass wir tatsächlich mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, damit nicht ein unreiner Geist wieder zurückkehrt. Es gibt auch dann das Zeichen des Propheten Jona. All das sind Geschichten, die sich früher ereignet hatten, die hier von Lukas des Themas wegen wohl eingefügt worden sind.

[6:00] Es geht weiter in Lukas Kapitel 11 und dort Vers 33. Auch diesen Satz, das werden wir gleich sehen, haben wir schon mehrfach gelesen in den Evangelien. Aber es wird deutlich, sowohl, wenn wir uns den Satz selbst anschauen, als auch dann beim nächsten Mal, wie es weitergeht, dass Jesus hier ihn erneut gepredigt hat.

[6:20] Wir erinnern uns daran: Jesus befindet sich wenige Monate oder vielleicht sogar nur noch etliche Wochen vor der Kreuzigung erneut in Perea, östlich des Jordan auf der gegenüberliegenden Seite im Ostjordanland.

[6:35] Und wie wir gelernt haben, er wiederholt dort eine ganze Reihe von den Lektionen und Predigten, die er auch schon z.B. in Galiläa gegeben hat.

[6:52] Lesen wir Lukas 11 und dort Vers 33. Jesus sagt: „Niemand, beachten wir dieses 'Niemand'. Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen.“

[7:17] Mehrmals schon hatte Jesus über dieses Bild gesprochen. Wenn jemand ein Licht anzündet, dann hat er einen Grund, dann verfolgt er einen Zweck. Niemand zündet ein Licht an und versteckt es danach.

[7:34] Das erste Mal, dass Jesus dieses Bild gebraucht hat, zumindest wo wir es in den Evangelien schriftlich greifen können, ist in der Bergpredigt in Matthäus Kapitel 5. Das zeigt uns auch wiederum, dass die Inhalte der Bergpredigt von Jesus immer wieder aufgegriffen worden sind und immer wieder wiederholt worden sind.

[7:56] Matthäus 5 und dort Vers 14 und 15: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter. So leuchtet es allen, die im Haus sind.“

[8:15] Halten wir zunächst einmal fest: In Matthäus Kapitel 5 in der Bergpredigt sagt Jesus, oder sagt der Mann, zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel.

[8:28] Wir haben hier eine Variante, mit der ein angezündetes Licht sozusagen unbrauchbar gemacht wird. Wir haben damals, ist es schon lange, lange her, muss schon etliche Jahre her sein, wo wir uns mit dieser Passage beschäftigt haben und festgestellt: Dieser Scheffel, das ist im Griechischen der Modius, ein lateinisches Maß, und fasst ungefähr 8,7 Liter. Können wir vielleicht noch mehr dazu nachher gleich sagen.

[9:00] Ein Scheffel, also so ein Tongefäß. Wenn man das darunter stellt, dann ist der Zweck, wofür dieses Licht angezündet worden ist, nicht mehr erfüllt. Und wie wir wohl, denke ich, alle wissen, dauert es nicht allzu lange, bis das Licht dann tatsächlich sogar ausgeht.

[9:22] Wir haben also hier Matthäus 5 den Scheffel, unter den man es auf keinen Fall stellen sollte. Niemand zündet ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern natürlich setzt er das Licht auf den Leuchter und zwar mit dem Ziel, dass es denen leuchtet, die im Haus sind.

[9:46] Das Ziel ist also für die, die im Haus sind.

[9:56] Nicht unter den Scheffel, damit es leuchtet für die, die im Haus sind.

[9:58] Ein zweites Mal hat Jesus dieses Bild gebraucht, nicht nur in der Bergpredigt, sondern auch in der sogenannten Seepredigt, als Jesus am See Genezareth eine Reihe von berühmten Gleichnissen gesprochen hat.

[10:16] In Markus Kapitel 4 und dort Vers 21. Dort heißt es in Markus 4, Vers 21: „Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa das Licht, damit es unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird und nicht vielmehr, damit man es auf den Leuchter setzt?“

[10:39] Wir haben also in Markus 4 das gleiche Bild ein bisschen unterschiedlich beschrieben, weil wir nicht nur den Scheffel haben, unter den es nicht gestellt werden soll, sondern auch das Bett.

[10:54] Und das ist natürlich besonders gefährlich, wenn man Licht unter ein Bett stellt. Die Betten damals, die waren durchaus feueranfällig. Man könnte sein eigenes Bett dadurch zerstören.

[11:07] In diesem Vers haben wir jetzt keinen besonderen Grund genannt, aber natürlich ist selbstverständlich klar, das Licht soll leuchten, aber es wird niemand explizit erwähnt.

[11:16] In Lukas Kapitel 8 haben wir dann die Parallelstelle. Hier sehen wir die Bergpredigt, dann haben wir hier die Seepredigt.

[11:32] Und da haben wir parallel dazu Lukas Kapitel 8. Und in Lukas Kapitel 8 und dort in Vers 16 in Lukas 8 Vers 16 heißt es jetzt: „Niemand aber, der ein Licht anzündet, bedeckt es mit einem Gefäß oder stellt es unter ein Bett.“

[11:54] Das ist also genau derselbe Gedanke. Der Scheffel ist ja ein Gefäß oder unter ein Bett.

[12:03] Und Lukas berichtet uns das, was Markus jetzt nicht aufgeschrieben hat, sondern dass auch bei der Seepredigt ein Grund angegeben worden ist, nämlich heißt es hier, sondern er setzt es auf eine leuchtende, damit die, welche hereinkommen, das Licht sehen.

[12:26] Die Hereinkommenden, es sind also nicht nur die, die im Haus sind, sondern auch die, die in das Haus hineinkommen. Wir sehen hier schon, dass dadurch das Bild durch die verschiedenen Male, in denen Jesus das gebraucht, durch die verschiedenen Details und Nuancen, die er verwendet, dass dieses Bild noch reichhaltiger wird.

[12:44] Und jetzt sind wir hier in Perea. Es ist nicht mehr lange hin bis zum Frühjahr des Jahres 31, nicht mehr lange bis zu dem Punkt, wo Jesus am Kreuz von Golgatha für uns alle, für dich und für mich sterben wird.

[12:59] Und Jesus greift dieses bereits mindestens zweimal – sind nur die Male, wo wir es schriftlich aufgezeichnet haben, ist ja gut möglich, dass er das noch viel öfter gepredigt hat – aber dieses mehrmals gebrauchte Bild, er greift es noch einmal auf und wieder mit einer kleinen Modifikation.

[13:16] In Lukas 11 haben wir gelesen, Vers 33. Er sagt: „Niemand aber“, so wie in Lukas 8 hier, „Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel.“

[13:40] Und hier haben wir also in Lukas 11 noch eine kleine Variante, einen verborgenen Ort, und vielleicht, was in allen letztlich bleibt, ist der Scheffel beziehungsweise das Gefäß.

[13:51] Aber dieser verborgene Ort ist sozusagen das neue Detail hier in Lukas 11 und das lohnt sich, diesen verborgenen Ort kurz anzuschauen. Ist übrigens hier wiederum die Hereinkommenden.

[14:04] Das griechische Wort Kryptos, das können wir eigentlich auch ganz gut verstehen, wenn wir kein Griechisch je gemacht haben. Kryptos, wir kennen: etwas ist kryptisch, etwas ist verborgen, geheimnisvoll.

[14:17] Eigentlich meint das ein Gewölbe, etwas so, wie wir es kennen, vielleicht in alten Kirchen, da gibt es eine Krypta, so ein verborgener Ort, ein Gewölbe, wo man dann vielleicht hinunter muss, wo dann vielleicht Särge stehen, wo Menschen begraben sind, die Krypta, ein verborgener Ort.

[14:50] Jesus sagt also, ein Licht, das angezündet wird, wird von niemandem unter das Bett gestellt, weil das ist gefährlich und kann dann selbst nicht schlafen.

[14:56] Niemand, der ein Licht anzündet, stellt es unter den Scheffel, weil das Licht ja dann ausgehen würde.

[15:05] Aber Jesus fügt jetzt noch hinzu, um diesen Punkt so glasklar wie möglich zu machen: Niemand, der ein Licht entzündet, stellt es in einen verborgenen Ort.

[15:15] Der Grund, warum er das nicht tut, ist nicht, weil er Angst um sein Leben hat, denn an einem verborgenen Ort ist sein Leben nicht gefährdet. Wenn er es unter sein Bett stellt, ist sein Leben gefährdet.

[15:23] Jemand könnte sagen, na ja, er stellt es nicht unter sein Bett, weil es halt gefährlich ist. Aber diese Gefahr besteht beim verborgenen Ort nicht.

[15:35] Er stellt es auch nicht einfach nur nicht an den verborgenen Ort, damit das Licht nicht ausgeht. Bei dem Scheffel könnte man sagen, na ja, wenn man ein Licht anzündet, dann stellt man das nicht unter den Modius, weil dann geht es ja aus.

[15:45] Ist fast 8,7 Liter, dieses Gefäß ist relativ groß, aber irgendwann ist der Sauerstoff aufgebraucht, irgendwann geht das Licht aus. Aber auch diese Gefahr besteht in der Regel bei so einem verborgenen Ort nicht.

[16:00] Der Grund, warum man das Licht auch nicht an einen verborgenen Ort setzt, ist ganz einfach der: Das Licht hat einen Zweck, und wenn das Licht seinen Zweck nicht erfüllt, dann ist es sinnlos.

[16:16] Niemand zündet ein Licht an und will danach nicht Licht haben, sondern wer Licht anmacht, der möchte Licht, der möchte auch dann etwas sehen. Wer Licht anmacht, der möchte, dass die Lichtstrahlen die Dunkelheit vertreiben.

[16:31] Wenn jemand Licht anmacht und dann das Licht an einen verborgenen Ort setzt, dann ist das vollkommen nutzlos. Jesus sagt, niemand tut das.

[16:39] Und ich möchte in Klammern hinzufügen, nicht einmal Gott. Wenn Gott Licht anzündet, dann aus einem bestimmten Grund.

[16:51] Das sehen wir von den allerersten Seiten der Bibel an in 1. Mose Kapitel 1 und dort Vers 1. Wir lesen in Vers 2: „Die Erde aber war wüst und leer und es lag Finsternis auf der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern und Gott sprach: 'Es werde Licht.'“

[17:17] Wozu? Es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht und es wurde Abend und es wurde Morgen, der erste Tag.

[17:30] Das Licht wird gebraucht, um die Erde zu erleuchten. Gott schafft nicht das Licht, um es dann an einer dunklen Ecke des Universums zu vergraben, sondern es soll einen Zweck erfüllen.

[17:43] Wir sehen dasselbe in 1. Mose Kapitel 1 und dort in Vers 4. Wir lesen Kapitel 1, Vers 14, Entschuldigung, Vers am vierten Tag, Vers 14.

[17:56] „Und Gott sprach: 'Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht. Die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten.' Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten.“

[18:26] Gott zündet ein Licht an sozusagen. Er schafft diesen Feuerball Sonne und er schafft die Sterne und er platziert sie im Universum mit dem Ziel, dass sie Licht geben.

[18:45] Die Sonne, viel größer und mächtiger als die Erde, hat mit all ihrer Kraft und Leuchtkraft und Strahlkraft und ihrer unfassbaren physikalischen Eigenschaften, die man, die uns völlig, die wir nicht bis jetzt verstehen können.

[19:11] Diese mächtige Sonne ist dort, weil sie diesen kleinen Planeten Erde anleuchten soll. Dafür hat Gott sie geschaffen.

[19:27] Wenn Gott Licht gibt, dann immer, damit es zum Dienst für andere ist. Wenn Gott Licht gibt, dann immer, damit es einen bestimmten Zweck erfüllt.

[19:35] Wir sehen das durch die Bibel hindurch in 2. Mose Kapitel 25 und dort in Vers 37.

[19:55] 2. Mose 25 und dort Vers 37. Es geht hier im Kontext des Heiligtums um den siebenarmigen Leuchter und dort heißt es, dass Gott zu Mose sagt: „Und du sollst seine sieben Lampen machen und man soll seine Lampen aufsteigend anordnen, damit sie das, was vor ihm liegt, erleuchten.“

[20:19] Hier werden Lampen gemacht mit dem Ziel, dass das Licht das erleuchtet, was vor ihnen liegt.

[20:30] Die Leuchte im Haus erleuchtet das Haus. Die Leuchte im Haus erleuchtet nicht das Haus 7 km weiter weg, nicht auf der anderen Straßenseite, sondern das Licht leuchtet dort, wo die nächste Umgebung ist.

[20:51] Der siebenarmige Leuchter erleuchtet das Heiligtum.

[20:54] Und lieber Freund, liebe Freundin, wenn Gott in uns Licht anzündet, dann für den einzigen Zweck, damit unsere nächste Umgebung angeleuchtet wird.

[21:17] Niemand zündet Licht an und möchte dann nicht, dass es leuchtet. Gott schenkt dir und mir niemals Licht nur für uns, niemals. Kein einziger Lichtstrahl vom Thron Gottes ist nur für uns gedacht.

[21:35] Gott schenkt uns nicht Weisheit und Verständnis und seinen Heiligen Geist, damit wir es für uns behalten. Niemand würde so etwas tun.

[21:44] Ein Mensch, der eine Kerze anmacht, um sie dann in einer Kammer abzustellen und die Tür zuzumachen, da wird man sagen, okay, das ist völlig Zeitverschwendung, Kerzenverschwendung, eine Verschwendung der Kerze.

[22:01] Lieber Freund, liebe Freundin, niemand wird so etwas tun. Gott wird uns niemals Licht schenken, nur für uns.

[22:27] In Lukas Kapitel 11 lesen wir in Vers 33: „Niemand aber zündet ein Licht an.“ Stellen wir fest hier, das Licht entsteht nicht von alleine.

[22:39] Die Kerze mag das Licht tragen, aber die Kerze selbst entzündet nicht das Licht. Das Licht kommt nicht von alleine. Es war auch nicht immer da, sondern jemand zündet das Licht an.

[22:54] Das große Problem von Luzifer, dem Lichtträger, war, dass er irgendwann anfing zu glauben, das Licht käme aus ihm selbst heraus.

[23:01] Luzifer hat dieses Prinzip nicht verstanden, dass das Licht, das er trug, angezündet worden war von jemand anderem. Er war die Kerze, aber nicht derjenige, der die Kerze angezündet hat.

[23:23] Wie wird die Kerze in unserem Herzen angezündet? Wie werden wir zu einer Kerze, zu einem Licht für die Welt, dass wir leuchten können?

[23:40] In 2. Korinther 4 Vers 6 wird uns gezeigt, wie das Licht in uns angezündet wird. 2. Korinther Kapitel 4 Vers 6: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten am ersten Schöpfungstag, als Gott sagte, es werde Licht und es wurde Licht.“

[23:56] Als Gott das Licht angezündet hat, sozusagen. Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch mit anderen Worten, so wie damals, so jetzt auch, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen.

[24:11] Mit anderen Worten, er hat es angezündet, das Licht in unseren Herzen. Wer hat das getan? Es war derselbe Gott, der gesagt hat, es werde Licht.

[24:22] So wie Gott am Anfang der Welt das physikalische Licht angezündet hat, das Tag und Nacht schied, so zündet Gott in unseren Herzen ein geistliches Licht an, das Wahrheit von Irrtum scheidet, Gerechtigkeit von Sünde.

[24:47] Ein Licht angezündet von Gott, denn Gott, der dem Licht gebot, Gott sprach und durch sein Wort entstand das Licht.

[25:04] Wenn Gott in unser Herz spricht, wenn wir es dem Wort Gottes erlauben, unser Herz zu verändern, dann wird es Licht. Das habe ich so oft in meinem Leben erlebt. Du auch?

[25:15] Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.

[25:32] Womit werden wir erleuchtet? Was ist das Licht? Das Licht, das uns erleuchtet, ist das Verständnis der Herrlichkeit Gottes. Das ist das Licht.

[25:42] Und wo sehen wir diese Herrlichkeit Gottes? Wo können wir sie erkennen? Wo können wir verstehen, was die Herrlichkeit Gottes ist? Johannes hilft uns an dieser Stelle.

[25:49] Er sagt in Johannes 1, Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

[26:03] Das Licht, das unser Leben erfüllt und zu einem Licht werden lässt für andere, ist die Erkenntnis, dass Gott voller Gnade und Wahrheit ist.

[26:18] Da gibt es Menschen, die reden von Gottes Gnade, aber wollen seine Wahrheit nicht kennen. Sie interessieren sich nicht für die Dinge, die er sagt. Sie wollen nur, dass er ihnen vergibt. Aber das ist ein Blendlicht.

[26:31] Da gibt es Menschen, die interessieren sich für die Theorie der Wahrheit und sie wollen alles ganz genau wissen und aus eigener Kraft halten, aber sie ignorieren die Gnade und wollen sie nicht annehmen. Auch das ist ein Blendlicht.

[26:44] Das wahre Licht Gottes ist seine Gnade und Wahrheit zusammen. Das ist die Herrlichkeit Gottes, von der in Offenbarung 18 heißt, dass es die ganze Erde erfüllen soll.

[27:01] In 2. Mose Kapitel 34, da lesen wir, Verzeihung, Kapitel 33. Da lesen wir, wie Mose Gott fragt in Vers...

[27:13] lesen wir, wie Mose Gott fragt in 2. Mose 33, Vers 18: Mose fragt Gott, er aber antwortete so: "Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen." Das ist das, wie wir gerade gelesen haben in 2. Korinther 4, Vers 6, was uns erleuchtet. Wir werden erleuchtet mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes. Und er fragt diese Frage: "Lass mich deine Herrlichkeit sehen." Mit anderen Worten, lass mich deine Herrlichkeit erkennen. Zünde mich an mit dem Licht. Vers 19: "Und der Herr sprach: 'Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig. Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.'"

[28:00] Gott sagt, wenn du meine Herrlichkeit verstehen willst, dann geht es nicht so sehr darum, dass du Lichtstrahlen von meinem Angesicht siehst, denn du kannst nicht mein Angesicht sehen. Du würdest sterben. Wenn du meine Herrlichkeit erkennen willst, dann musst du nicht mein physikalisches Angesicht sehen. Du musst meinen Charakter verstehen. Deswegen kam Jesus in menschlicher Gestalt und brachte den Charakter Gottes ungefiltert zu uns, damit wir nicht das göttliche Angesicht sehen müssen, was uns in unserem sündigen Zustand zu Tode gebracht hätte, sondern wir in dem menschlichen Angesicht den göttlichen Charakter sehen können, voller Gnade und Wahrheit. Und zwar eine solche Gnade, auf die man sich verlassen kann. Gott sagt, wem ich gnädig bin, dem bin ich wirklich gnädig. Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich wirklich. Gott sagt nicht, ich bin gnädig und überlegt sich es anders. Gott sagt nicht, ich erbarme mich und sag dann später: "Ah, vielleicht doch nicht." Wenn Gott sagt, ich vergebe dir, dann dürfen wir wissen, dass er uns vergeben hat. Das ist eine Herrlichkeit, weil in seiner Vergebung ist nicht ein "Ja, ich glaube, ich tue es jetzt erstmal noch nicht bestrafen." In seiner Vergebung ist die Garantie, dass er uns vergeben hat, weil er selbst Gott der Mensch geworden ist. Die Strafe vollkommen, vollständig, ohne einen Abstrich auf sich selbst genommen hat. Vollständig.

[29:47] Und wenn wir das glauben, dann beginnt das Licht der Herrlichkeit Gottes in unser Herz hineinzustrahlen und von dort herauszustrahlen. Als Jesus der Ehebrecherin diese Worte sagte: "So verurteile ich dich auch nicht. Gnade, geh hin und sündige nicht mehr. Wahrheit!" Als Gnade und Wahrheit aus seinem Angesicht und aus seinen Worten auf sie schienen, dann ist das nächste, was wir lesen in Johannes 8, Vers 12: "Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: 'Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.'" Jesus, ein wahres Licht. Gott hat Jesus mit all diesen Eigenschaften nicht in die Welt gesandt, damit niemand ihn sieht. Jesus hat sich nicht im Verborgenen aufgehalten, nicht in einer Krypta versteckt, so wie man im Mittelalter dachte, dass man besonders heilig ist, wenn man möglichst weit weg von den Menschen ist, in einer Höhle lebt, in einem Kloster als Einsiedler irgendwo. Nein, nein, nein, nein, nein. Das hat mit dem Charakter Gottes nichts zu tun. Jesus kam diese Welt, damit andere von dem Licht angeleuchtet werden.

[31:05] Und als die Frau die Verbindung von Gnade und Wahrheit im Leben von Jesus sah, da wurde es Licht in ihrem Herzen.

[31:36] In 4. Mose 14, ab Vers 21, finden wir, wie Gott sagt: "Aber Gott schwört: 'So wahr ich lebe und die ganze Erde mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden soll, keiner der Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe und die mich schon zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben und so weiter.'" Und hier erklärt Gott, was seine Herrlichkeit ist. Seine Herrlichkeit. Er sagt, sie haben meine Herrlichkeit gesehen in Ägypten und in der Wüste. Sie haben gesehen, wie ich sie erlöst habe. Sie haben gesehen, wie ich ihre Schreie gehört habe, wie ich herabgekommen bin, wie ich für sie gesorgt habe, wie ich sie vor dem Feind bewahrt habe, wie ich sie in den Schwierigkeiten hindurchgeführt habe durch das Rote Meer, wie ich ihnen Manna gegeben habe, wie ich ihnen Wasser gegeben habe, wie ich sie im Krieg beschützt habe, wie ich für sie gekämpft habe. Gott sagt, dass all die Dinge, die er getan hat, die die Israeliten erlebt haben, mit ihm, all diese Erfahrung, dass das seine Herrlichkeit darstellt.

[32:39] Wenn wir die Herrlichkeit Gottes erkennen, wie es in 2. Korinther 4, Vers 6 heißt, wenn wir sie erkennen, dann verstehen wir, was Gott alles für mich tut, in der Vergangenheit getan hat, jetzt tut und auch dann kann ich glauben, dass er in der Zukunft auch genauso weiter für mich wirken wird. Und das ist das Licht, das mein Leben sozusagen anzündet. Und wenn Gott das tut, dann immer, damit andere davon profitieren, damit dieses Licht weitergetragen wird, damit es auch andere sehen. Gott vergibt dir niemals nur für dich. Er vergibt dir immer, und jetzt zeigt er es, damit in deinem Leben das sichtbar wird für andere auch.

[33:27] Die Herrlichkeit, das, was Gott für uns getan hat.

[33:42] Niemand zündet ein Licht an und setzt es dann an einen verborgenen Ort oder unter einen Scheffel. Gott zündet nicht Licht an, um es danach wieder auslöschen zu wollen. Gott zündet nicht Licht an und denkt dann: "Aber für dich habe ich keine Verwendung, keine Aufgabe." Das macht er nie. Selbst ein Mensch würde das nicht tun. Wenn selbst Menschen nicht so dumm sind, dass sie ein Licht anzünden und das dann nicht gebrauchen, wie viel weniger würde Gott so etwas tun? Lieber Freund, liebe Freundin, hat Gott in deinem Leben gewirkt? Hat er dir vergeben? Hast du die Herrlichkeit Gottes gesehen? Hast du Gottes Wirken in deinem Leben erfahren? Dann hat Gott in deinem Leben ein Licht angezündet. Wenn du es erkennst, im Angesicht Jesu Christi, wenn du auf Jesus schaust und siehst, Gott ist gut zu mir gewesen, dann hat er ein Licht angezündet und das ist aus einem Grund angezündet worden. Das hat einen Zweck.

[34:46] Wir lesen in Lukas 11 und dort Vers 31: "Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die hereinkommenden den Schein sehen." Es gibt übrigens in der Offenbarung sieben Leuchter. Offenbarung Kapitel 1, Vers 20: "Das Geheimnis der sieben Sterne, die du meiner Rechten gesehen hast und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden." Wenn du das Licht, das du hast, effektiv strahlen lassen möchtest, dann hat Gott eine Vorrichtung, so wie jemand eine Kerze nimmt und sie dann auf den Kerzenhalter stellt, die Vorrichtung, damit die Kerze möglichst weit leuchten kann. So hat Gott einen Kerzenständer sozusagen, eine Kerzenhalterung in dieser Welt und das ist seine Gemeinde. Nun, es mag sein, dass nicht alle Kerzen in der Gemeinde momentan leuchten, aber das ändert nichts daran, dass Gott sich wünscht, dass jede leuchtende Kerze auf dem Kerzenständer platziert wird. Und wenn Gott in deinem Leben etwas Großes getan hat, wenn Gott dir vergeben hat, wenn du die Gnade Gottes erlebt hast, dann sei ein Licht für deine Welt, für deine Umwelt, indem du dich in die Gemeinde einbringst und mit der Gemeinde dort wirkst, wo dein Umfeld ist.

[36:26] Und natürlich darüber hinaus in deiner Familie, deinem Arbeitsplatz, dort, wo du bist. Und darin soll sich die Gemeinde unterstützen. Wusstest du, dass es eigentlich nie so gedacht war, dass unser Alltagsleben so ist: Hier ist meine Familie, das ist meine Freizeit und meine Hobbys, da ist die Arbeit und da ist auch noch die Gemeinde. Und jetzt muss ich alles irgendwie unter einen Hut kriegen. Ich muss für meine Familie da sein. Ich möchte ja auch noch ein bisschen Freude am Leben haben, muss ein bisschen Spaß haben, muss mich ein bisschen körperlich ertüchtigen, kreativ betätigen, was auch immer. Und dann muss ich ja Geld verdienen. Ich muss auf der Arbeit auch alles gut. Und dann muss ich natürlich in der Gemeinde auch noch aktiv sein und muss da auch noch was machen und das muss ich alles irgendwie unter einen Hut kriegen. So war es nie gedacht. Die Gemeinde war nie dazu gedacht, noch ein weiteres Kuchenstück zu sein in dieser riesigen Torte an Lebensaufgaben, die man alle irgendwie bewältigen muss, ohne am Ende krank zu werden, sondern die Gemeinde ist gedacht als ein Kerzenhalter.

[37:38] Der Kerzenhalter selbst leuchtet nicht. Es sind die Kerzen, die leuchten. Und die Kerzen leuchten wo? Sie leuchten in ihrer Umgebung. Sie leuchten dort, wo sie gesehen wird. Die nächsten Zentimeter, Meter, je nachdem, wie groß die Kerze oder die Leuchtkraft ist, wie groß die Dunkelheit ist. In der Dunkelheit leuchtet sie weiter. Die Kerze leuchtet das an, was um sie rum ist. Wenn das Evangelium in meinem Herzen ist und in deinem Herzen, dann leuchtet es in der Familie. Und es leuchtet auf meinem Arbeitsplatz und es leuchtet in meiner Freizeit. Überall leuchtet es und jetzt kommt's: Die Gemeinde ist nicht noch ein weiterer Bereich, in dem ich noch was tun muss, sondern die Gemeinde ist eigentlich der Leuchter, der Kerzenhalter, der sozusagen mir Stabilität verleiht, damit ich meine Umgebung anleuchten kann. Die Gemeinde ist nicht ein extra Lebensbereich, sondern sie ist die von Gott vorgesehene Halterung, sein Instrument sozusagen, das mir die Stabilität gibt, damit ich jetzt in meiner Familie und in meiner Freizeit und in meiner Arbeit leuchten kann. Wenn die Gemeinde der Grund ist, dass ich nicht in meiner Familie oder meiner Arbeit leuchten kann, ist was falsch. Liebe Freunde, Gemeinde existiert, damit wir leuchten können in unserem Umfeld. Dafür gibt's die Gemeinde und die Gemeinde sollte so strukturiert sein und so arbeiten, dass sie jede einzelne Kerze so unterstützt, dass sie hell leuchten kann, wo immer wir uns gerade befinden. Gemeinde sollte uns befähigen, in der Familie, in der Freizeit und im Beruf oder im Urlaub, wo immer wir sind, ein Licht zu sein. Aber die Gemeinde selbst, der Leuchter, ist nur die Stütze. Die Gemeinde kann das Licht nicht anzünden. Ein Kerzenhalter zündet die Kerze nicht an. Er stützt nur die Kerze, damit sie aufrecht steht. Das Licht wird angezündet durch Jesus Christus. Jemand kann sagen, ich kann doch einfach Kerze sein, wie ich will. Ich brauch doch keinen Leuchter. Ich kann mich einfach hier in die Ecke stellen, da leuchte ich halt in die kleine Ecke darin. Aber Jesus sagt: "Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, Verzeihung, sondern auf den Leuchter." Mit anderen Worten, jeder, der eine Kerze damals angemacht hat, hat sie auf den Kerzenständer getan, wohl wissend, dass der Kerzenständer nur die Unterstützung ist.

[40:12] Gott führt Menschen, die er angezündet hat mit der Liebe Gottes und mit der Vergebung und der Gnade und der Wahrheit, wenn er sie angezündet hat, er stellt sie in die Gemeinde, auf den Leuchter, die Gemeinde sozusagen, damit so viele wie möglich ihr Licht sehen. Was sollen sie dort sehen? Das heißt ja hier: "Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit" – also jetzt kommt der Grund – "damit die hereinkommenden den Schein sehen." Und zwar hier meint es nicht so den Schein im Sinne von Lug und Trug, sondern den Kerzenschein, die Lichtstrahlen, die von der Kerze ausgehen. Was sollen die Menschen sehen? Die Bergpredigt gibt uns eine gute Antwort. Matthäus Kapitel 5 und dort Vers 16. Matthäus 5, Vers 16, das ist ja direkt die Erklärung nach Vers 15, wo es heißt: "Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter. So leuchtet es allen, die im Haus sind." Vers 16: "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie was sehen, dass sie eure guten Werke sehen und dann wen preisen? Euren Vater im Himmel." Das heißt, wir sind dann ein Licht im Sinne, wie Jesus gemeint hat, wenn gute Werke an uns sichtbar werden, die dazu führen, dass die Menschen nicht uns preisen, sondern Gott im Himmel. Warum? Weil sichtbar wird, dass das, was in unserem Leben an guten Werken sichtbar wird, nicht unsere eigenen Werke sind, sondern Gottes Werke, seine Herrlichkeit. Erinnern wir uns, was wir in 4. Mose gelesen haben, als Gott gesagt: "Meine Zeichen, meine Herrlichkeit." Die Ägypter haben die Herrlichkeit Gottes, die Macht Gottes anerkennen müssen, weil sich im Leben der Israeliten Gottes Kraft gezeigt hat. Das war nicht die Israeliten, die das Rote Meer gespalten haben. Es war nicht Israeliten, die die Plagen gebracht haben. Es war nicht Israeliten, die durch Klugheit und durch Anstrengung die letzten sieben Plagen fernhalten konnten. Das war alles Gottes Wirken. Das war Gottes Wirken konkret in ihrem Leben, so dass die Nachbarn, die neben ihnen wohnten, das sehen konnten und sehen konnten, wie Gott in ihrem Leben gewirkt hat und deswegen Gott am Ende die Ehre geben mussten.

[42:55] In Epheser Kapitel 2 und dort Vers 8 bis 10: "Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme, denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet, seine Herrlichkeit, das sind seine guten Werke, damit wir in ihnen wandeln sollen."

[43:27] Gott zündet ein Licht an. Seine Herrlichkeit, seine Gnade und Wahrheit, damit wir, wenn wir ihm folgen – deswegen sagt Jesus in Johannes 8: "Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben." Wer nachfolgt, wer in den Fußstapfen folgt, wer Jesus in sich wirken lässt, deswegen kann Jesus zu der Frau sagen, die als Ehebrecherin vor ihm liegt. Er kann sagen: "So verurteile ich dich nicht. Geh hin." Das heißt, folge mir und sündige nicht mehr. Er sagt nicht: "Streng dich noch mal ein bisschen mehr an." Er sagt nicht: "Jetzt reiß dich zusammen." Er sagt: "Folge mir. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben." Gottes Heiliger Geist wird sein Gesetz in das Herz dieser Frau schreiben und aus Liebe zu ihm und aus Dankbarkeit für die unverdiente Gnade wird er sie verwandeln und Menschen werden sehen, dass sie sich verändert hat und sie werden wissen, das war nicht einfach eine Therapie, das war nicht einfach ein "Ich strenge mich jetzt mal an und werde ein besserer Mensch", das ist eine Verwandlung, die Herrlichkeit Gottes. Als sie die Werke dieser Frau später sahen, konnten sie dann offensichtlich sagen: "Gepriesen sei Gott." Hier ist die große entscheidende Frage: Können die Menschen, wenn sie unser Leben sehen, sagen: "Gott sei gelobt?"

[45:19] Philipper Kapitel 2 und dort Vers 14 bis 16: "Tut alles ohne Murren und Bedenken." Das möchte ich, dass es zu mir persönlich spricht. Ich weiß nicht, geht's dir auch so, dass wir manchmal Gedanken machen, wie das und jenes werden wird und dass wir unzufrieden sind mit dem Zustand hier und dem Zustand dort. Es heißt in Philipper 2, Vers 14: "Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr untadelig und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechtes, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt." Und zwar wie? "Indem ihr das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhm am Tag des Christus, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet habe." Paulus sagt, er sagt mit anderen Worten: "Niemand zündet ein Licht an und stellt es an einen verborgenen Ort." Ich zünde nicht dieses Licht an bei euch, denn das ist ja wie man eine Kerze an Kerze halten kann und immer weiter neue Kerzen an. Wenn meine Kerze angezündet worden ist mit dem Licht, dann hat die Kerze nicht das Licht produziert, es ist dir gegeben und es ist angezündet worden, von außen gekommen, aber jetzt trägt dieses Licht und sie gibt es weiter an andere. Und jede Kerze, die angezündet wird, wird angezündet aus einem Grund, damit es leuchtet. Und Paulus sagt: "Ich möchte nicht vergeblich gearbeitet haben. Ich möchte nicht die Kerze der Gemeinde Philippi, diese ganzen Kerzen bei euch angezündet haben, um dann zu erfahren, niemand von euch hat das Licht leuchten lassen." Er sagt: "Leuchtet als Licht, damit ich nicht vergeblich gelaufen bin, nicht vergeblich euch angezündet habe, euch zu dem gebracht habe, besser gesagt, der euch anzünden konnte, damit ich nicht vergeblich gearbeitet habe." Wie sollen sie ein Licht der Welt sein? "Indem ihr das Wort des Lebens darbietet." Durch unsere Werke, aber auch durch das, was wir sagen. Wir sollen nicht nur einfach Christen sein, wir sollen noch aktiv davon erzählen, was die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben getan hat. Wir sollen davon erzählen, was passiert ist, als wir Jesus getroffen haben. Und ich möchte persönlich bekennen und sagen, dass Jesus mir unfassbar viel vergeben hat und dass, wenn ich in meinem Leben gedacht habe, es geht nicht weiter, hat er ein Licht angezündet. Und ich weiß, dass, was immer leuchten mag in meinem Leben, was immer leuchtet, das ist seine Schöpfung, das ist sein Wirken, seine Herrlichkeit. Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen. Das sagt Paulus 2. Korinther 4, Vers 7. Nicht die Kerze, nicht der Leuchter, es ist das Licht, das erleuchtet.

[48:21] Das, was uns beeindruckt, wenn wir eine Kerze sehen, ist das Licht. Nicht die Kerze. Die Kerze ist wichtig. Entscheidend ist das Licht. Und das Licht, das Licht möchte in deinem und meinem Leben wirken. Wir sind Kerzen. Die Gemeinde ist der Kerzenhalter, wo die Kerzen alle in eine Position gebracht werden sollen, damit sie in ihrer Umgebung, wo immer sie sind, leuchten können. Aber das Licht, das Licht, was da leuchtet, ist nicht unsere Weisheit, unsere Stärke, unsere Kraft, unsere, was weiß ich was. Es ist die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben.

[49:12] Jesaja 60. Kann man es besser formulieren als der Prophet Jesaja, der die Worte Gottes hier wie folgt ausformuliert in Jesaja 60, das es ausdrückt mit diesen Worten, den Gedanken, den wir die ganze Zeit hier schon studiert haben. Jesaja 60, ab Vers 1: "Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt." Die Kerze zündet sich nicht selbst an. Das Licht kommt von außen und macht uns zu Licht. Jesus, das Licht der Welt, macht uns zu einem Licht mit ihm zusammen. "Denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir, denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker, so wie am ersten Schöpfungstag. Aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir." Vers 3: "Und Heidenvölker werden zu seinem Licht kommen und Könige zu dem Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh um dich! Diese alle kommen, versammelt zu dir. Deine Söhne werden von Ferne kommen und deine Töchter auf dem Arm herbeigetragen werden. Wenn du das siehst, wirst du vor Freude strahlen. Dein Herz wird klopfen und weit werden, denn der Reichtum des Meeres wird dir zugewandt. Die Schätze der Heidenvölker werden zu dir kommen." Liebe Freunde, liebe Freundin, Gott wünscht sich, dass das Licht, das er uns anzündet, weit leuchtet. Und wenn wir Leuchter sind, wenn wir leuchten, wenn die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben wirken darf, dann werden wir für andere Menschen ein Licht sein. Werden sagen,

[50:39] Menschen ein Licht sein. Werden sagen: So möchte ich auch sein. Ich möchte Gott kennenlernen. Ich möchte wissen, wer das in deinem Leben bewirkt hat.

[50:50] Und so wird das Evangelium vollendet werden in uns und in der ganzen Welt, indem die ganze Welt davon erfährt, was Gott tut in uns, für uns, was er getan hat in der Vergangenheit, was er jetzt tut, was er noch tun wird für uns, in uns, durch uns, mit uns – Gottes Wirken.

[51:07] Offenbarung 18, Vers 1: „Nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit.“

[51:19] Liebe Freunde, liebe Freunde, wenn wir als Gemeinde das Licht, das Gott in uns anzünden möchte, wenn wir es zulassen, wenn wir sein Wirken in uns annehmen und ihn wirken lassen, und wenn wir als Gemeinde all diese angezündeten Kerzen in die richtige Position bringen, dann wird die ganze Erde erleuchtet werden mit der Herrlichkeit Gottes, mit seinem Wirken, mit seiner Kraft, mit seiner Gnade und seiner Wahrheit.

[51:44] Und die ganze Welt wird vor die Entscheidung gebracht werden, ob sie Jesus folgen möchte oder nicht. Und Jesus wird dann wiederkommen in den Wolken des Himmels, weil das Evangelium vom Reich Gottes in der ganzen Welt gepredigt worden ist.

[52:00] Lieber Freund, liebe Freundin, hat Gott in deinem Leben ein Licht angezündet? Hat er in deinem Herzen ein Licht angezündet?

[52:13] Dann wisse, er tat es aus einem Grund. Nicht, damit du ab und zu mal routinemäßig auch einen Missionseinsatz machst, sondern dass *immer* du bist. Eine Kerze kann sich nicht entscheiden, einmal plötzlich nicht zu leuchten. Sie leuchtet einfach. Sie kann sich nicht einfach an-aus-an-ausmachen und sagen: „Jetzt passt es mal, jetzt ist mir gerade unangenehm.“ Sondern eine Kerze leuchtet, weil sie leuchtet. Sie leuchtet einfach.

[52:39] Darf Jesus so in deinem Herzen wirken, dass egal wo du bist – das möchte ich für mich in Anspruch nehmen – dass egal wo ich bin, egal wo du bist, dass egal wo wir sind, die Gnade und die Wahrheit der Herrlichkeit Gottes in unserem Leben leuchtet?

[52:58] Kurz bevor ich zur Missionsschule ging im Jahre 2010, da hat mein Prediger damals, dem ich viel zu verdanken habe, der Nicola Torbert, mir damals die Aufgabe gegeben, über diesen Vers – alle Verse in Lukas 8 und so weiter – eine Predigt auszuarbeiten.

[53:25] Ich kann mich heute noch dran erinnern. Ich glaube, dass das Nachdenken über diesen Vers mich vorbereitet hat darauf, dass auf der Missionsschule Gott mich gerufen hat in den Vollzeitdienst.

[53:45] Ich glaube, dass wenn wir über diesen Vers nachdenken und ihn im Herzen bewegen, versuchen, ihn besser zu verstehen, wenn wir Gott dadurch besser verstehen, dann bereitet uns das vor, seine Pläne für unser Leben zu verstehen und anzunehmen.

[54:16] Ellen White sagte einmal, dass ein Bote, den sie in der Vision sah, Folgendes sagte: „Ihr habt zu begrenzte Ideen für die Arbeit, die in dieser Zeit getan werden muss.“

[54:32] „Ihr versucht das Werk so zu planen, dass ihr es in euren Armen umarmen könnt.“ Mit anderen Worten, wir planen immer nur so viel, dass wir es unter Kontrolle haben. Wir planen immer nur so viel, wie wir uns vorstellen können. Wir planen immer nur so viel, wie wir meinen, schaffen zu können.

[54:51] Und dann sagt sie, dass der Bote sagte: „Ihr müsst breitere Blickwinkel haben, eine breitere Ansicht. Euer Licht darf nicht unter einem Scheffel oder unter einem Bett sein, sondern auf dem Leuchter, dass es Licht für alle gibt, die im Haus sind.“ Matthäus 5.

[55:17] Euer Haus ist die Welt, lieber Freund, liebe Freundin, dein Haus ist die Welt.

[55:24] Darf Jesus heute in deinem Leben das Licht anzünden, so wie er es anzünden möchte? Und möchtest du für ihn zum Lichtträger werden, die Kerze hochhalten? Und darf die Gemeinde dir dabei helfen, stabil in deiner Umgebung ein Licht zu sein?

[55:51] Gott wird niemals etwas anderes mit dir vorhaben, als dass du gerettet wirst und dadurch anderen zum Segen wirst und zum Leuchtturm, der andere ebenfalls zum Licht des Lebens führt.

[56:13] Wollen wir noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast.

[56:21] Danke, dass du uns ganz tief in unserem Herzen berührt hast und Herr, wir möchten dich heute einladen, dass du in unserem Herzen das entzünden möchtest, dass deine Gnade und Wahrheit, deine Herrlichkeit in unserem Herzen aufscheint, sichtbar für alle Menschen an dem, was wir sagen und tun.

[56:52] Dass wir ein Licht sein können für dich, Herr. Ich weiß aus eigener Erfahrung, es gibt keine schönere Freude, keine tiefere, keine tiefe Befriedigung, als zu wissen, dass du für uns, durch uns und mit uns arbeitest.

[57:09] Herr, wir möchten unser Leben heute erneut dir geben. Du weißt, wie oft wir uns von dir abgewandt haben, wie oft wir Dinge getan und gesagt haben, die das Licht verdunkelt haben, wie oft wir das Licht versteckt haben oder sogar haben ausgehen lassen.

[57:30] Herr, zünde uns an mit deiner Herrlichkeit und lass uns immer bewusst sein, dass es deine Gnade und dein Wirken, deine Werke, deine Wahrheit ist. Danke, dass du mit uns zusammenarbeitest.

[57:47] Danke, dass wir ein Licht sein dürfen und Herr, wir möchten dich bitten, dass unsere Augen immer auf dich gerichtet sind. Im Namen Jesu. Amen.


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