In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Lehre Jesu über das „lautere Auge“ aus Lukas 11 und Matthäus 6. Er erklärt, dass es dabei nicht um physische Sehkraft, sondern um geistliches Verständnis und moralische Aufrichtigkeit geht. Anhand biblischer Beispiele von Paulus und der Urgemeinde betont er die Wichtigkeit eines einfachen, schlichten Lebenswandels, der frei von fleischlicher Weisheit und Komplexität ist, und warnt vor Satans Bestreben, uns davon abzubringen.
Der Ersehnte: 251. „der ganze Leib Licht“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:03] [Musik] [Applaus]
[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute einen neuen kleinen Abschnitt beginnen, der uns einiges sehr Interessantes zu sagen hat. Eine Lehre von Jesus, die für unser praktisches Glaubensleben von allergrößter Wichtigkeit ist. Wir wollen uns mit Lukas 11, Vers 34 bis 36, diesmal und das nächste Mal beschäftigen und in diesem Abschnitt, der gar nicht so häufig thematisiert wird, einige interessante Lektionen für unser Leben lernen und diesen Text ein bisschen erforschen. Und wir werden sehen, dass er ein ganz toller, leuchtender Text ist, der uns wirklich im Glauben sehr voranbringen wird.
[1:24] Bevor wir das tun, möchten wir natürlich Gott einladen, denn es ist er, der diesen Text inspiriert hat, und nur er uns diesen Text erklären kann, und nur er bewirken kann, dass dieser Text in unserem Leben das bewirkt, was dort steht. Wir möchten ihn einladen, dass er unser Lehrer ist, dass er zu uns spricht und dass wir mit ihm gemeinsam das jetzt hier erleben dürfen. Lass uns gemeinsam niederknien.
[1:55] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort uns so nahe kommst, Herr. Wenn wir auf uns selbst schauen, dann fühlen wir uns unwürdig, und das sind wir auch. Wenn wir auf dich schauen, sehen wir deine Liebe und deine Gnade und deine Güte, die alles übersteigt, was Menschen sich vorstellen können. Und Herr, wir möchten dich um eine Sache bitten, dass in den kommenden Minuten, da wir jetzt dein Wort studieren, dass du gegenwärtig bist, dass die Kraft, die Schönheit deines Wortes uns berührt, dass wir gestärkt werden, Herr, darum bitten wir dich und hab Dank dafür. Sei du jetzt unser Lehrer im Namen Jesu. Amen.
[2:51] Lukas Kapitel 11, und wir wollen uns zunächst einmal Vers 34 anschauen. Lukas Kapitel 11, Vers 34. Wir sind ja immer noch in diesen Wochen, wenige Monate vor der Kreuzigung. Jesus ist wieder noch einmal in Perea, im Ostjordanland, jenseits des Jordan, und wiederholt hier einige Lehren, die wir schon von früher kennen, unter anderem auch diesen Gedanken. Wir haben das letzte Mal ja in Vers 33 diesen Gedanken studiert, dass niemand ein Licht anzündet und es dann an einen verborgenen Ort setzt oder einen Scheffel stellt, sondern auf einen Leuchter stellt. Und wir werden sehen, dass auch der jetzige Gedanke, so wie Vers 33, auch aus der Bergpredigt kommt. Aber lesen wir erst einmal Lukas 11, Vers 34: "Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht. Wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster."
[4:08] Zunächst einmal können wir festhalten, dass es sich, wie gerade gesagt, hier um eine Wiederholung handelt. Einen ganz ähnlichen Satz hatte Jesus schon in Matthäus 6 in der Bergpredigt gesagt. Matthäus und dort Vers 22: "Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib Licht sein." Und dann Vers 23: "Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein."
[4:50] Jesus, und das haben wir jetzt schon immer wieder gesehen und wollen es hier noch mal kurz betonen am Anfang: Jesus hat bestimmte Aussagen immer wieder getätigt, und die Tatsache, dass sie fast wörtlich immer wieder auftauchen, bedeutet nicht, dass die Evangelisten alle völlig verwirrt waren, wann jetzt was passiert ist, sondern dass er zu verschiedenen Gegebenheiten, verschiedenen Momenten, teilweise wörtlich Lehren wiederholt hat. Und jeder, der viel predigt, weiß, dass das ganz oft passiert, wenn man eine Predigt halt mehrmals hält oder auch Gedanken aus Predigten wie dann eine neue Predigt einbaut, dann passiert das ganz selbstverständlich, dass man zum Teil wortwörtlich Sätze, Gedanken wiederholt, weil sie ja schon einmal einen so wichtigen Eindruck hinterlassen haben, was also etwas ganz völlig Natürliches ist. Leider haben manche kritische Theologen, die wahrscheinlich nicht diese Erfahrung des Predigens haben, das nicht erlebt und glauben, sie müssten das alles sezieren und sagen, na, das stimmt hier chronologisch nicht überein, weil es ja dasselbe an verschiedenen Orten. Aber ich glaube, wenn man das von einer pragmatischen, praktischen Seite sieht, ist ganz klar: Jesus hat wichtige Dinge immer wieder gepredigt und so auch diesen Gedanken hier.
[6:02] Was ist damit gemeint? "Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht. Wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster." Wir sehen hier schon, es geht offensichtlich nicht um die physikalische Sehkraft.
[6:21] In der Bibel geht's natürlich manchmal auch um die Frage, dass wenn Menschen blind waren, dass Jesus sie physisch geheilt hat. Aber hier geht es um ein Auge, das böse sein kann. Wir hatten in Matthäus im Parallelbericht in der Bergpredigt, also Parallelvers in der Bergpredigt, noch gelesen. Wenn nun, Verzeihung, wenn Vers 23, "wenn aber dein Auge verdorben ist", ja, da hätte man vielleicht nur überlegen können, was das jetzt genau bedeutet, aber "böse" ist eine eindeutig moralische Kategorie. Und damit macht Jesus auch hier – das sehen wir ganz oft, dass er oft, wenn er diese Aussagen wiederholt, sie oft noch deutlicher formuliert, noch mehr auf den Punkt zuspitzt. Das ist eine Beobachtung, die wir schon zumindest mehrmals machen konnten. Das Auge, wenn es böse ist, so ist doch dein Leib finster. Das heißt, hier geht es um eine übertragende Bedeutung auch des Auges, denn die physische Sehkraft, die physiologischen Vorgänge, die sozusagen das Sehen ermöglichen, die sind ja nicht gut oder schlecht in einem moralischen Sinne. Aber wir sehen an vielen Stellen, dass Augen in der Bibel auch in dem übertragenen Sinne des Verständnisses und des Denkens und des, ja, womit man sich beschäftigt, verwendet werden. Geben wir ein Beispiel, nur in dem berühmten Psalm 119.
[7:52] Psalm 119 und dort Vers 18. Dort heißt es, und das ist ein sehr, sehr schöner Vers, der mir schon früh viel bedeutet hat: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz." Nun, jeder kann selbst die Augen aufmachen und die Buchstaben der Bibel lesen, man muss dazu nur die Sprache beherrschen, die Übersetzung und das Original Hebräische. Und dann kann man lesen, man kann das Gesetz lesen mit den eigenen Augen, wenn man dann über genügende Sehkraft verfügt. Aber darum bittet der Psalmist hier nicht.
[8:34] Er sagt: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz." Und jeder, der mit Gott lebt, der Jesus nachfolgt, weiß, wenn Gott einem die Augen öffnet, dann sieht man Dinge in der Bibel, die andere nicht bemerken, weil der Heilige Geist das Licht des Evangeliums zum Leuchten bringt in den Buchstaben, in den Sätzen, in den Geschichten, in den Psalmen, in Prophezeiungen, was immer es ist in der Bibel. Es gibt Wunder in seinem Gesetz.
[9:15] Es gibt Menschen, die studieren die Bibel berufsmäßig, ohne an Gott zu glauben. Sitzen vielleicht auf einem akademischen Posten an einer Universität. Sie kennen die linguistischen Gegebenheiten der hebräischen Sprache vielleicht oder auch der griechischen oder aramäischen, und trotzdem sehen sie nicht die Wunder.
[9:34] Stattdessen sezieren sie den Text und konstruieren Widersprüche und vermeintliche Komplikationen dort und zerreißen den Text, ohne irgendetwas daraus für sich mitnehmen zu können.
[9:52] Es braucht mehr als physische Sehkraft, um die Wunder im Wort Gottes zu sehen. Und so bittet der Psalmist eine Bitte, die wir alle wiederholen sollten, so oft es nur geht: "Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz."
[10:15] Hier geht es um eine geistliche Qualität. Hier geht es um mein moralisches, geistliches Verständnis. Hier geht es um eine Offenheit für den Charakter Gottes, für das Wesen Gottes, für sein Wirken, das aus jeder Seite der Bibel uns entgegenströmt, wenn wir Gott erlauben, unsere Augen dafür zu öffnen.
[10:44] Möchte dich einladen, lieber Freund, liebe Freundin, wollen wir uns das nicht zur Gewohnheit machen? Ich möchte es auch für mich wieder neu entdecken, dass wir Gott bitten, dass wenn wir die Bibel öffnen, dass wir bitten, dass er uns die Augen öffnet.
[11:05] Wir sagen auch im Deutschen: "Da sind mir die Augen aufgegangen." "Das hat mir die Augen geöffnet." Wir verstehen plötzlich Dinge, die wir vorher nicht begriffen haben. Das kann nur Gott tun.
[11:15] Und ich glaube, in diesem Sinne müssen wir auch die Augen in Lukas 11 und Matthäus natürlich betrachten.
[11:26] Hier geht es um unser geistliches Verständnis über das, was wir begreifen, womit wir uns beschäftigen, wo unsere Augen nicht nur physisch, sondern auch gedanklich gerichtet sind. Denn worauf ich schaue, das hat einen Einfluss auf mich, und worauf ich sozusagen in einem übertragenen Sinne schaue, womit ich mich gedanklich beschäftige, was mir sozusagen im übertragenen Sinne vor Augen steht, das hat einen Einfluss auf mich. Schauen wir uns jetzt an, was Jesus hier uns sagen möchte in Lukas 11, Vers 34: "Das Auge ist die Leuchte des Leibes, wenn nun dein Auge lauter ist."
[12:06] Andere Übersetzungen, so steht's in der Schlachter: "einfältig" oder "aufrichtig". Schauen wir uns dieses Wort "lauter" an. Ist sehr interessant. Das griechische Wort ist das Wort *haplous*.
[12:20] Das sagt uns jetzt vielleicht erstmal noch nicht so viel. Es bedeutet so viel wie einfach, schlicht, aufrichtig. Es bedeutet auch, kann auch im übertragenen Sinne verwendet werden als ehrlich, aufrichtig, wahr, auch einfältig oder sogar simpel.
[12:39] Und interessant, im Lateinischen gibt's so ein verwandtes Wort, das ist das *simplex*.
[12:54] Ja, simpel. Und das wird gebildet aus zwei Wurzeln. Das eine *sim* kommt von *semel* (einmal) und *plicare* (falten).
[13:04] Und das nicht nur im Lateinischen, sondern das ist im Griechischen nur mittlerweile schwer zu sehen, weil tatsächlich – das ist jetzt für uns vielleicht auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar, aber griechische Sprachforscher, die die Indogermanistik durchstudieren, die stellen fest, dass das griechische *ha* hier an dieser Stelle sich aus *sem* entwickelt hat und das *pl*, das ist dieselbe Wurzel wie bei *plicare*. Würde jetzt zu weit führen, das sprachwissenschaftlich zu begründen, aber tatsächlich ist das hier auch dieselbe Idee. Da steckt eigentlich die Idee von einmal drin und *pl* dann falten. Das Bild ist eigentlich folgendes: Man hat ein Kleidungsstück.
[13:44] Und das faltet man einmal, nicht vielmal und kompliziert, sondern nur einmal. Ja, also wenn ich ein Stück Stoff habe, ein Stück Tuch habe, dann kann ich es entweder vielfach falten und vielleicht komplex falten, einrollen, oder ich falte es einmal.
[14:03] Das ist die einfachste Art, etwas zu falten. Ist das Bild ja, etwas ganz Einfaches ist nur einmal gefaltet. Daher kommt übrigens tatsächlich das deutsche Wort "einfältig", nicht kompliziert, nicht mit vielen Lagen, vielfach geknickt und gefaltet, sondern einfach einmal gefaltet, einfältig, einfach, ganz simpel. Das ist wie wenn man eine Serviette hat und sie einfach nur einmal faltet. Das ist natürlich längst nicht so komplex, wie wenn jemand da so ein Meister ist und so Kunstwerke dann durch das Falten macht. Ja, einfach.
[14:49] Ohne doppelten Boden, ohne hinterrücks noch was anderes zu denken, so wie Kinder manchmal sagen: "Ja, ich schwöre!" Und dann machen sie ein Zeichen im Rücken und es ist eigentlich ganz anders gemeint.
[14:57] Einfach zu dem stehen, was man sagt. Einfach denken, unkompliziert, einfach geradeaus. Einfach.
[15:05] Wir reden vielleicht gar nicht so oft über Einfachheit im Sinne von moralischer Einfachheit, Aufrichtigkeit, aber Jesus spricht hier, wenn dein Auge *haplous* ist, simpel, einfach, ohne doppelten Boden, ohne viele Varianten, einfach, einfach.
[15:40] Wir finden einen abgeleiteten Begriff, nämlich *Haplotēs*, die Einfachheit, immer wieder in der Bibel. Paulus zum Beispiel ermutigt und ermahnt uns in Römer 12 und dort Vers 8.
[15:57] Es heißt hier in Römer 12, Vers 8: "Wer ermahnt, diene der Ermahnung. Wer gibt – merken wir uns das? – gebe in Einfalt." Also einfach. "Wer vorsteht, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit." Einfachheit, Einfalt ist also eine Charaktereigenschaft, die wir pflegen sollen, insbesondere beim Geben von Gaben. Dazu gleich noch mehr.
[16:31] Oder vielleicht gleich an dieser Stelle. Denn Paulus verwendet mehrmals diesen Begriff, wenn es darum geht, freigebig zu sein. Schauen wir zum Beispiel in 2. Korinther Kapitel 8, Vers 2.
[16:43] 2. Korinther 8, Vers 2: "In einer großen Prüfung der Bedrängnis hat ihre überfließende Freude und ihre tiefe Armut die Schätze ihrer Freigebigkeit zutage gefördert." Mit anderen Worten, die Gemeinden in Mazedonien haben gesagt: "Oh, da gibt es Not in Jerusalem, wir geben einfach." Die haben sich nicht komplizierte Überlegungen gemacht: "Ah, was bleibt dann für uns noch übrig? Und ja, wir geben jetzt hier ein bisschen, aber nicht so viel." Sie haben einfach gegeben, ganz einfach. Und das hat zu Freigebigkeit geführt.
[17:17] So auch in 2. Korinther 9 und dort Vers 11. 2. Korinther 9, Vers 11: "Sodass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt." Und dann noch mal Vers 13 – lesen wir Vers 12: "Denn die Besorgung dieses Dienstes füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern ist auch überreich durch die vielen Dankgebete zu Gott, indem sie durch den Beweis dieses Dienstes zum Lob Gottes veranlasst werden für den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium von Christus und für die Freigebigkeit der Unterstützung für sie und für alle." Also immer wieder dieses Wort verwendet, um deutlich zu machen, jemand ist bereit zu geben. Wie sagte Paulus? Er gebe in Einfalt, einfach, ohne es kompliziert zu machen, ohne sich wer weiß viele Gedanken zu machen, einfach geben, einfach.
[18:12] Aber nicht nur im Geben ist diese Einfachheit von Bedeutung. 2. Korinther 1, Vers 12. Paulus reflektiert hier über seinen Aufenthalt in Korinth, als er als Missionar dort aufgetaucht war. In 2. Korinther 1, Vers 12 sagt er: "Denn dieser Ruhm, das Zeugnis unseres Gewissens, dass wir in Einfalt, ja, *Haplotēs*, Einfachheit und göttlicher Lauterkeit" – und jetzt erklärt er – "nicht in fleischlicher Weisheit, sondern in göttlicher Gnade gewandelt sind in der Welt, besonders aber bei euch." Paulus sagt, er ist in Einfachheit gewandelt. Und wandeln bedeutet jetzt hier nicht einfach nur das Spazierengehen nach dem Essen, sondern ein Wandeln bedeutet die Lebensführung, der Lebenswandel, die Art und Weise zu leben war von Einfachheit geprägt. Paulus hat sein Leben nicht kompliziert gestaltet. Er hat einfach gelebt, geradeaus, schlicht.
[19:28] Schlichtheit und Einfachheit sind keine Tugenden, die so oft in den Mittelpunkt gestellt werden, auch in christlichen Predigten. Aber Paulus macht hier deutlich, dass die göttliche Lauterkeit, die Reinheit, im Zusammenhang stand mit seiner Einfachheit, mit seiner Schlichtheit.
[19:52] Der Aufrichtigkeit. Und er zeigt doch ganz deutlich, dass das etwas ganz anderes ist, das Gegenteil von fleischlicher Weisheit. Denn wir alle haben wahrscheinlich in unserem Leben die Erfahrung gemacht, dass Weisheit, die rein menschlich ist, einen unaufhaltsamen Drang zur Komplexität, zur Kompliziertheit hat.
[20:14] Das, was allein Menschen an Weisheit, an fleischlicher Weisheit produzieren, hat in der Regel ganz viel mit Stolz zu tun. Oftmals fühlen Gelehrte sich besonders wohl, wenn es so kompliziert ist, dass andere es eben nicht nachvollziehen können. Wir sehen bei Jesus etwas komplett anderes. Wir sehen bei Jesus, wie er die tiefsten Wahrheiten einfach und schlicht präsentiert hat. Er wollte nicht den Eindruck erwecken, er wäre besonders gelehrt, indem er sich mit Begriffen und technischen Details umgeben hat, die die meisten nicht verstanden hätten. Er wollte sich nicht abheben, sondern er wollte nahekommen. Menschliche Weisheit tendiert dazu, dass sie sich abhebt von den anderen, zu zeigen, wie klug ich bin, wie gewählt ich mich ausdrücken kann und wie wenig du da unten das nachvollziehen kannst.
[21:10] Gelehrte zu allen Zeiten haben die Tendenz besessen, ihr Wissen so in geheimen oder zumindest in elitären Zirkeln zu halten. Es geht schon los bei den Babyloniern, die irgendwann, als die aramäische Schrift da ist und Menschen schreiben können, dann ihre hochkomplizierte Keilschrift noch weiter pflegen, weil sie dort so in einer fast esoterischen Art und Weise ihr Geheimwissen pflegen können, was das gemeine Fußvolk da nicht mehr begreifen kann.
[21:37] So vielleicht die Vorstellung, und so finden wir das über die Jahrhunderte und Jahrtausende immer wieder, dass Gelehrte dazu neigen, es kompliziert zu machen.
[21:51] Und wir sehen bei Jesus genau das Gegenteil. Jedes Kind kann seine Lehren verstehen, obwohl sie so tief sind, dass wir die Ewigkeit brauchen, sie wirklich zu durchdenken.
[22:00] Und Paulus sagt das, als er in Korinth war, sein Gewissen ihm bezeugt, dass er dort nicht in fleischlicher Weisheit gepredigt hat und gelebt hat, sondern in göttlicher Gnade. Und das hat sich in Einfachheit, in Schlichtheit gezeigt und in göttlicher Lauterkeit.
[22:25] Und das sagt Paulus ja nicht einfach so, weil es bei ihm nun zufällig so war, sondern weil er, wie er an anderen Stellen ja sagt, wir ihn durchaus zum Vorbild nehmen sollen.
[22:38] Wir sehen, wie er im selben Brief sich wünscht, dass auch die Gemeinden Korinth, die Korinther, eine solche Einfachheit, eine Einfalt bewahren und haben.
[22:49] Er sagte in 2. Korinther Kapitel 11, Vers 2 und 3: "Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben und abgewandt werden von der Einfalt (*Haplotēs*), der Einfachheit gegenüber Christus."
[23:30] Paulus macht also deutlich, der Satan ist ein Feind der Einfachheit.
[23:41] Der Satan will uns wegziehen von einem schlichten, aufrichtigen, einfachen Leben, das Christus gefällt.
[23:54] Satans Ziel ist, uns von einem einfachen, schlichten Leben mit Jesus wegzuführen. Und Paulus schlägt Alarm und sagt: "Ich fürchte, ich fürchte, dass der Satan das tun könnte auch bei euch."
[24:12] Leben wir, lebst du und ich, leben wir einfach und schlicht mit Jesus?
[24:22] Das ist die Frage, die wir uns heute stellen wollen, denn Jesus sagt ja, wenn dein Auge *haplous* einfach ist, schlicht, ehrlich, aufrichtig, wahr, einfältig, simpel.
[24:41] Und das hat auch Konsequenzen für den Arbeitsalltag, auch wenn der unangenehm sein mag. In Epheser Kapitel 6 und dort Vers 5.
[24:52] Epheser Kapitel 6, Vers 5: "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens als dem Christus." Wir nehmen gleich noch Kolosser 3, Vers 22 dazu – Verzeihung, Kolosser 3, Vers 22, weil das eine gute Ergänzung ist.
[25:14] Kolosser 3, Vers 22: "Ihr Knechte, gehorcht euren leiblichen Herren in allen Dingen. Nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt, also in Einfachheit des Herzens, als solche, die Gott fürchten." Der Ratschlag ist also für Menschen auch, denen die äußeren Umstände es schwer machen im Leben, Sklaven, Knechte.
[25:40] Statt zu rebellieren, sollen sie mit einem einfachen Leben, mit einem einfachen, simplen Herzen gehorchen, aber nicht um Menschen zu gefallen, nicht um Menschen irgendwie zu umschmeicheln, sondern um in jeder Lebenslage ihren Glauben an Gott zu bezeugen als Menschen, die Gott fürchten.
[26:04] Gottesfurcht bedeutet also, dass ich auch im Arbeitsalltag ein schlichtes Leben mit Jesus führe. Ganz egal, ob ich gerade sehr gefördert werde oder ob ich unter Druck gesetzt werde.
[26:25] Nichts, auch im Alltag, soll uns von einem schlichten, einfachen Leben mit Jesus abbringen.
[26:32] Schlichtheit und Einfachheit ist tatsächlich ein Kennzeichen der Urgemeinde gewesen. Eines, das vielleicht mit am wenigsten beachtet wird, aber offensichtlich eine ganz klare Frucht des Heiligen Geistes, wenn er ausgegossen wird auf Gottes Gemeinde.
[26:49] Wir lesen in der Apostelgeschichte Kapitel 2 in Vers 46. Wir lesen ja dort vorher, wie sie beständig in der Lehre der Apostel blieben, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen, in den Gebeten, wie viele Zeichen und Wunder geschahen, wie die Gläubigen beisammen waren und alle Dinge gemeinsam hatten, wie sie ihre Güter zum Teil verkauften, um Bedürftigen zu helfen. Und dann lesen wir in Apostelgeschichte 2, Vers 46, über diese Gemeinde, erfüllt vom Heiligen Geist. Wir lesen: "Und jeden Tag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken, das heißt also"
[27:26] die Speise mit Frohlocken, das heißt also mit Freude und in Einfalt des Herzens. Sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. Ein Gemeindewachstum, das täglich voranschritt. Warum? Weil die Christen erfüllt vom Heiligen Geist das Leben Jesu imitierten, und zwar mit Freude und mit Einfachheit.
[27:57] Vielleicht wird manchmal sehr die Freude betont und die Einfachheit, die Schlichtheit aus den Augen verloren. Die Gläubigen der Urgemeinde waren keine Freaks, waren nicht hochkomplizierte Menschen, die alles extrem kompliziert gemacht haben. Sie waren einfach und schlichten, einfachen Herzens, aufrichtig, ehrlich, geradeaus.
[28:28] haben sie gemeinsam Gott gelobt. Da war kein Platz für politische Manöver. Politische Manöver und Einfachheit des Herzens schließen sich ziemlich aus. Denn bei politischen Manövern denke ich, na ja, ich werde jetzt mal mich mit dem hier verbünden, weil der kann mir dann in der Situation noch zum Vorteil sein. Ich muss aber auch aufpassen, dass ich dem nicht zu sehr in die Parade fahre, weil ich den noch für die Aussetzung brauche. Und deswegen werde ich jetzt an der Stelle mal einfach ein Auge zumachen, weil da kommt ja noch eine größere Sache, und werde ich jetzt mal diese kleine Sache hier mal alle fünfe gerade sein lassen, weil ich da noch... Das ist Politik, hat aber mit Einfachheit des Herzens nichts zu tun. Einfachheit des Herzens bedeutet:
[29:17] Statt jetzt meine Meinung zu biegen, weil ich dann später einen besseren Vorteil zu haben, bin ich einfach aufrichtig und ehrlich und wahr einfach in der Situation, egal was jetzt die Konsequenzen dann in fünf Jahren sein mögen. Das hat Gott in seiner Hand. Politik macht alles kompliziert. Deswegen kann man Politik auch nicht kleinen Kindern erklären.
[29:45] Aber Politik lähmt auch die Gemeinde auf allen Ebenen, von der Ortsgemeinde, der Gruppe. Ja, selbst Missionswerke sind davon nicht ausgenommen, von ganz unten bis hoch zur Generalkonferenz mit allen Ebenen dazwischen. Politik, politisches Manövrieren, komplizierte Strategien.
[30:10] Glauben wir ernsthaft, dass Paulus – damals noch nicht Paulus, also Petrus, Johannes, Jakobus – Strategiesitzungen gemacht haben, wie sie jetzt die Gemeinde in eine bestimmte Richtung führen und wen sie dazu brauchen und wo sie jetzt vielleicht mal Abstriche machen müssen, damit sie dann denjenigen auch noch mit ins Boot haben? Haben sie so gehandelt? Nein.
[30:31] Sie waren einfach Tag für Tag zusammen, haben gemeinsam gegessen, haben gemeinsam Gott gelobt, haben das Evangelium ernst genommen, haben ihre Sünden bekannt, haben dem Nächsten geholfen und hatten Freude und Einfachheit des Herzens. Das ist die Wirkung des Heiligen Geistes. Und wenn der Heilige Geist in Gottes Gemeinde kommt, dann ist eine der Dinge, die er wegschiebt: politisches Manövrieren.
[31:00] Bin ich gegen Klugheit und äh gegen ähm vorausschauendes Denken? Überhaupt gar nicht. Aber Klugheit und vorausschauendes Denken – auch der Paulus hat mal überlegt, dass er, bevor er im Apostelkonzil ist, erstmal mit den leitenden Brüdern spricht, um die nicht zu überfahren. Ja, nichts gegen Diplomatie und nichts gegen ein diplomatisches, höfliches Vorgehen und ein kluges Vorgehen, ist keine Frage. Aber bei allem dürfen und sollen wir unsere Schlichtheit, unsere Einfalt, wie es die Bibel sagt, einmal gefaltet, nicht kompliziert, einmal gefaltet, nicht aufgeben.
[31:42] Die Gemeinde hat ein einfaches Herz, Einfachheit, Schlichtheit. Das Wort, das hier verwendet wird in Apostelgeschichte 2, ist war ein anderes Wort, aber ist derselbe Gedanke.
[31:57] Und Jesus macht deutlich, wenn wir so sind, wenn unser Auge einfach ist, wenn es schlicht ist – Vers 34: „Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht.“
[32:29] Das bedeutet, dann ist dein ganzer Körper, dein ganzes Leben beleuchtet. Licht bedeutet hier leuchtend oder beleuchtet. Also nicht, weil wir selbst leuchten, sondern weil unsere Augen geöffnet sind, wie wir in Psalm 119 gelesen haben, und wir die Wunder des Gesetzes Gottes, des Wortes Gottes sehen. Wenn das Licht, wenn wir uns allein mit dem Wort Gottes und mit Gottes Gedanken beschäftigen und Gottes Wort in alle Lebensbereiche mitnehmen, ganz einfach und schlicht, dann wird unser gesamtes Leben angeleuchtet, ausgeleuchtet, durchgeleuchtet.
[33:10] Was bedeutet es also, wenn wir stattdessen ein... Übrigens, das heißt, wenn unser Leben ein Licht sein soll für die Menschen, ja, Stichwort Vers 33: „Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Reinkommenden den Schein sehen“, wie Jesus sagte in Matthäus 5, Vers 14: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Dann müssen wir ein schlichtes, ein einfaches Leben leben.
[33:42] Dann leuchten wir, weil dann wird sichtbar, dass es nicht unsere Weisheit ist, sondern Gottes Weisheit. Dass nicht einfach nur unsere Anstrengungen sind, sondern dass es Gottes Segen ist. Und wenn wir die Dinge verkomplizieren, wenn wir uns auf uns selbst konzentrieren und wenn wir versuchen, uns durch Leistung oder durch Wissen oder durch sonst irgendetwas von anderen abzusetzen, dann kommt es nicht mehr so rüber, dass Gott uns gesegnet hat. Deswegen ist die Schlichtheit ein ganz entscheidender Punkt, damit unser ganzes Leben sozusagen leuchten kann, angeleuchtet von der Herrlichkeit Gottes. Was bedeutet also jetzt das böse Auge? Es heißt hier in Vers 34: „Wenn es aber böse ist.“ Hier ist ein Text sehr interessant in Sprüche Kapitel 28.
[34:31] Sprüche 28 und dort Vers... In der deutschen Schlachterübersetzung kommt es gar nicht so deutlich heraus, aber im Hebräischen ist es ganz deutlich. Es heißt hier: „Wer nach Reichtum jagt, ist ein habgieriger Mann, und er weiß nicht, dass Mangel über ihn kommen wird.“ Das Wort „habgieriger Mann“ ist im Hebräischen wörtlich „ein Mann des bösen Auges“.
[34:59] Jetzt verstehen wir, was das böse Auge bedeutet. Das meint jetzt also gar nicht, wie das in manchen Kulturen so eine magische Sache ist. Nein, das bedeutet einfach ein Mensch, dessen Augenmerk – so sagen wir im Deutschen auch – dessen Augenmerk auf Weltliches gerichtet ist, sein böses Auge, ein Mann des bösen Auges.
[35:22] Ein Mensch, dessen Augenmerk darauf gerichtet ist, selbst durch eigenes Zutun und durch eigene Kraft reich zu werden, zum Beispiel, oder vielleicht auch in einem anderen Zusammenhang einflussreich zu werden oder vielleicht sogar klug zu werden.
[35:49] Dazu sagt Ellen White im „Review and Herald“, September 1888: Sie sagt, wenn das Auge des Denkens, also das geistliche Auge, die Exzellenz, das Geheimnis der Gottesfurcht, der Gottseligkeit betrachtet,
[36:17] den Vorteil der geistlichen Reichtümer im Vergleich zu den weltlichen Reichtümern. Also, wenn unser Augenmerk darauf gerichtet ist, dass geistlicher Reichtum größer ist als weltlicher Reichtum, wenn wir die Exzellenz und die Herrlichkeit, also das Geheimnis der Gottseligkeit betrachten, dann sagt sie, dann wird der ganze Körper voller Licht sein. Bezieht sich hier auf Lukas 11. Wenn wir uns also auf das Geistliche konzentrieren, dann werden wir erfüllt mit Licht. Und dann sagt sie, wenn die Vorstellungskraft pervertiert wird durch eine Faszination für irdische Zurschaustellung und Pomp,
[37:06] bis es soweit kommt, dass Gewinn, also weltlicher, materieller Gewinn, wie Gottseligkeit aussieht, dann wird der ganze Körper voller Finsternis sein. Wenn die Kräfte des Denkens sich auf die Schätze der Erde konzentrieren, werden sie verdorben und klein gemacht.
[37:34] Mit anderen Worten, es geht um die Frage: Wo ist mein Schatz? Was ist mir wichtig? Worauf schaue ich, worauf ist mein Augenmerk gerichtet? Sind es die geistlichen Reichtümer? Dann wird mein Leben leuchten. Sind es irdische Reichtümer, dann wird mein ganzes Leben dunkel werden.
[37:53] Und deswegen sagt Jesus: „Das Auge ist die Leuchte des Leibes.“ Was das Auge macht, hat Einfluss auf den gesamten Körper.
[38:02] Unser Augenmerk, unser geistiges Augenmerk hat einen Einfluss darüber, ob unser Leben erleuchtet sein wird oder verfinstert.
[38:17] Der Satan möchte unser Denken verfinstern. Das ist keine Frage. In 2. Korinther Kapitel 4 und dort Vers 4 lesen wir – 2. Korinther Kapitel 4, Vers 4: „Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat.“ Blenden, das hat was mit blind sein zu tun. Das Denken, äh die Augen werden sozusagen verdunkelt. Aber hier geht's um die Sinne. Das heißt, es geht um die geistlichen Augen. Wir werden geistlich blind gemacht. „Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit“, also Satan, „die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet.“ Mit anderen Worten, ihr Körper wird nicht hell. Wir haben gesehen, wenn das Auge lauter ist, wird der ganze Körper voller Licht sein. Wenn das Auge böse ist, verblendet, dann wird der ganze Körper dunkel sein,
[39:16] „sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist.“ Satan versucht uns ständig, unser Augenmerk auf Dinge zu richten, die von Gott wegführen. Und wenn wir uns mit anderen Dingen gedanklich beschäftigen, wird das einen Einfluss haben auf unser gesamtes Leben.
[39:37] Und deswegen können Menschen zwar physisch in eine Gemeinde gehen und trotzdem nicht leuchten, weil ihr geistliches Augenmerk, obwohl sie vielleicht sogar in Amt und Würden der Gemeinde sind, weil ihr geistliches Auge auf etwas anderes gerichtet ist, nämlich auf weltliche Macht, weltlichen Reichtum, weltliche Weisheit, was immer es ist, womit unser geistliches Auge sich beschäftigt.
[40:07] Das bestimmt, ob das Licht unser Leben durchfluten kann oder ob unser Leben in Finsternis bleibt.
[40:25] In „Heavenly Places“, Seite 145: Es gibt Stimmen, die wir um uns herum hören werden, die uns von der Wahrheit wegziehen werden. Aber wenn wir ein lauteres Auge haben – was sie oft verwendet, ist der Begriff „an eye single to the glory of God“, also ein Auge, das sich allein auf die Herrlichkeit Gottes konzentriert. Und das ist mit Einfachheit gemeint. Einfachheit meint nicht dumm. Einfach meint nicht ähm so unscheinbar wie möglich. Nein, nein. Einfach bedeutet allein Jesus. Nicht Jesus und dann noch ein bisschen was anderes und hier noch ein Notfallplan, falls das nicht klappt und noch fünf andere Optionen. Nein, Jesus, einfach ganz Jesus.
[41:21] Also mit einem Auge, das sich allein der Herrlichkeit Gottes zuwendet, soll... Verzeihung, wenn wir ein anderes Zitat... Verzeihung, wenn wir ein Auge haben, das allein auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet ist, und wenn wir uns danach bemühen, seinen Willen zu tun, werden wir seine Stimme hören und wissen, dass es die Stimme des guten Hirten ist. Auch wenn um uns herum viele Stimmen uns wegführen wollen, wenn der Satan uns verblenden will, wenn wir einfach mit einfachem Herzen allein die Herrlichkeit Gottes vor Augen haben, werden wir die Stimme des guten Hirten hören. Was für eine wunderbare Verheißung!
[42:06] An anderer Stelle, „Lift Him Up“, Seite 245: Er soll treu sein, wo immer er gefunden ist. Also der Gläubige, er soll seine Pflicht mit Treue ausführen und die Gelegenheiten nutzen, die Gott ihm gegeben hat. Das meiste aus seinen Fähigkeiten machen. Mit einem Auge, das allein, einfach allein auf die Herrlichkeit Gottes ausgerichtet ist, soll er für Jesus wirken, wo immer er sein mag.
[42:37] Wir müssen unseren Willen übergeben, das Herz. Wir müssen das Gott übergeben und mit Christus vertraut werden. Wir müssen das eigene Ich verleugnen, das Kreuz auf uns nehmen und Jesus folgen.
[42:55] Und dann noch ein schönes Zitat aus „Maranatha“, 249.
[43:05] Es sagt: „Wenn das Auge allein auf die Herrlichkeit Gottes ausgerichtet wäre, was für eine Flut von himmlischem Licht würde sich über die Seele ergießen!“ Das, was Jesus sagt: „Wenn dein Auge lauter ist, wenn es allein auf Gott gerichtet ist, dann wird dein ganzer Körper Licht sein.“ Und ich weiß im eigenen Leben, dass wenn wir Gott nicht einfach nur an die erste Stelle von 15 Positionen setzen, sondern wenn wir in allem ihm gehorchen wollen, ihm dienen wollen, ihn lieb haben, wenn wir einfach, ganz einfach, ihm folgen wollen, wohin er auch geht,
[43:47] dann flutet Gott unser Verständnis mit Licht. Er flutet unsere Seelen mit Licht, das uns tröstet und stärkt und wieder aufhilft.
[44:07] Lieber Freund, liebe Freundin, möchtest du heute ein Auge haben, das sich einfach auf Jesus konzentriert, das nicht versucht, viele Dinge gleichzeitig zu jonglieren – den Glauben und dann noch hier noch das Reich werden und da noch die Hobbys und da noch das alles so irgendwie so – sondern sich einfach auf Jesus konzentriert, und so, dass das Licht vom Thron Gottes uns so erleuchtet, dass egal ob wir uns auf Arbeit oder im Hobby befinden, in der Familie, alleine, in der Gemeinde,
[44:43] das ist die Einfachheit Jesus zu folgen, uns zu einem Licht werden lassen, dass wir nicht abgehoben sind, wo Menschen uns nicht mehr verstehen können, sondern dass sie in uns das Wirken des Geistes sehen.
[44:58] Das wünscht sich Gott. So hat Jesus es uns vorgemacht. Jesus war das Licht der Welt, und die Menschen haben ihn verstanden. Also sie hätten ihn verstehen können, wenn sie gewollt hätten. Es war nie zu kompliziert.
[45:12] Er hat durch ein schlichtes, einfaches Leben gezeigt, was echtes Gottvertrauen bedeutet. Möchtest du heute diesem Ruf von Jesus folgen?
[45:26] Und möchtest du sagen: „Ja, ich möchte, dass mein Auge einfach auf Jesus gerichtet ist.“ „Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht.“ Das ist dein Wunsch heute.
[45:41] Wollen wir noch Gott gemeinsam bitten, dass er das in unserem Leben heute tut? Lass uns da knien.
[45:53] Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir unser Leben so extrem kompliziert machen und uns dann beschweren, wie kompliziert es ist.
[46:02] Und Herr, ja, in dieser Welt gibt es sicherlich so viele Herausforderungen, aber du hast uns gebeten, dass egal, was über uns einstürmt, wir uns einfach auf dich konzentrieren, ganz schlicht dir folgen wie Kinder, die nicht alles infrage stellen, die nicht tausend Theorien entwickeln und sich absichern, sondern einfach folgen.
[46:27] Herr, wir möchten dich bitten, dass wir lernen, dass unser Augenmerk ganz auf deine Herrlichkeit gerichtet ist mit allem, was wir sind und haben. Ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass du unser Leben erleuchtest, dass wir einmal die ganze Erde erleuchten können mit deiner Herrlichkeit, weil deine Herrlichkeit über uns aufgeht in unserem Leben. Herr, dafür danke ich dir von ganzem Herzen. Amen.
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