In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp die Worte Jesu aus Lukas 11:33-36, die das Auge als „Leuchte des Leibes“ beschreiben. Er warnt eindringlich davor, dass das von Gott gegebene Licht zur Finsternis werden kann, wenn wir es nicht durch ein „lauteres Auge“ bewahren. Anhand biblischer Beispiele und Zitate von Ellen White wird aufgezeigt, wie Selbstüberschätzung, menschliche Weisheit und Ungehorsam die Fähigkeit, als Licht zu leuchten, trüben können.
Der Ersehnte: 252. „keinen finsteren Teil mehr“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:39] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.jyulmedia.de. In der letzten Folge vor der Sommerpause wollen wir uns noch einmal mit Lukas 11 beschäftigen. Wir sind das letzte Mal in Vers 34 gewesen und haben uns diesen Vers angeschaut.
[1:00] Wir wollen heute Vers 35 und 36, die dazu gehören, und wie wir heute sehen werden, auch auf Vers 33 noch Bezug nehmen und in die Lupe nehmen. Und wir wollen die wichtigen Lektionen, die diese Worte Jesu für uns bereiten, verstehen, glauben und durch seine Kraft auch umsetzen.
[1:24] Bevor wir uns dem Text nähern und uns Gedanken darüber machen, was er für uns heute zu bedeuten hat, möchten wir Gott einladen, dass er unser Bibelstudium segnet, dass er unser Gast ist. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, mit mir niederzuknien.
[1:46] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben und dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir lernen dürfen, wachsen dürfen, vertrauen dürfen. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und dass wir wissen dürfen, dass du ein Interesse daran hast, dass wir nicht nur verstehen, sondern auch umsetzen, dass dein Wunsch ist, dass wir diese Warnungen und die Ratschläge, die Prinzipien deines Wortes, wirklich beherzigen.
[2:16] Herr, ich möchte dich bitten, dass du uns stärkst, dass du uns inneren Frieden schenkst, Ruhe und Geborgenheit in dir. Hab Dank dafür, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:44] In Lukas Kapitel 11 haben wir das letzte Mal gesehen, wie in Vers 34 Jesus das Auge als die Leuchte des Leibes bezeichnet hat. Wir haben uns viel Gedanken darüber gemacht, was es bedeutet, dass das Auge lauter sein soll und über die Einfachheit, die Schlichtheit gesprochen, die in unserem Leben uns als Christen charakterisieren soll, weil, wie Jesus sagt: "Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist doch dein ganzer Leib Licht."
[3:21] Wenn es aber böse ist – und wir haben gesehen, was es bedeutet, ein böses Auge zu haben, wenn man gierig ist auf Gewinn und seinen eigenen Vorteil nur sucht – dann ist auch dein Leib finster. Was wir das letzte Mal noch nicht wirklich herausgestellt haben, ist die Tatsache, dass schon Vers 34 eine enge Bindung an Vers 33 hat.
[3:40] Wir lesen noch mal Vers 33, um das zu sehen. Und dann wollen wir heute weitergehen und Vers 35 und 36 im Gesamtbild dann dort einordnen. In Vers 33 lesen wir – und haben das ja schon vor zwei Wochen uns genauer angeschaut: "Niemand aber zündet sein Licht an und setzt es an einen verborgenen Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die hereinkommenden den Schein sehen."
[4:13] Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Und interessant ist, dass hier in Vers 33 bei dem Leuchter und in Vers 34, die Leuchte des Leibes, dasselbe Wort verwendet wird. Und wir haben, als wir Vers 33 vor einigen Wochen uns angeschaut haben, darauf Bezug genommen, dass in der biblischen Prophetie der Leuchter die Gemeinde ist.
[4:32] Und das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt in Offenbarung 1 und 2. Aber wenn wir hier Vers 34 noch dazu nehmen, gibt es noch eine Perspektive und eine Ebene, die wir noch nicht angesprochen haben, die hier ganz entscheidend ist. Auch unser eigenes Auge ist ein Leuchter.
[4:54] Gott zündet also ein Licht an und er verbirgt es nicht. Nicht an einen verborgenen Ort stellt er es. Er stellt es auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter. Wir haben gesehen, kollektiv bedeutet das, wir haben eine Gemeinde und die Gemeinde hat Gott ins Leben gerufen, damit wir leuchten sollen.
[5:10] Aber wenn wir das ganz konkret jetzt auf uns persönlich, auf unser eigenes Leben, auf unseren Körper beziehen, dann sagt Jesus: "Dein Auge ist die Leuchte." Und das ist offensichtlich sogar der Hauptgedanke, den er hier in diesem ganzen Abschnitt uns vermitteln möchte.
[5:27] Und deswegen wollen wir den hier noch einmal ganz deutlich betonen und noch hinzufügen, weil wir das letzte Mal, oder als wir das hier studiert haben, bisher noch nicht so gesehen hatten. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Was wir anschauen, spielt die entscheidende Rolle, ob unser Licht leuchtet oder nicht. Mit anderen Worten, da ist sozusagen ein Licht. Das Licht kommt von Gott.
[6:03] Aber ob dieses Licht tatsächlich leuchten kann in meinem Leben, in meinem Körper, sozusagen durch meine Persönlichkeit oder nicht, hängt von dieser Lampe ab, ob das Licht wirklich auf der Lampe steht, auf dem Leuchter, und dieser Leuchter ist das Auge.
[6:24] Und deswegen sagt er, wenn nun dein Auge lauter ist, das heißt, wenn du mit schlichtem Auge, mit einfachem Auge, ohne doppelten Boden, ohne Tricks und ohne politisches Manövrieren durchs Leben gehst, dann ist dein ganzer Körper erleuchtet. Dann leuchtest du, dann bist du ein Licht für die Welt.
[6:44] Wenn aber es böse ist, wenn also du zwar dich zum Glauben vielleicht formal bekennst, aber dein Augenmerk auf deinen eigenen Vorteil gerichtet ist, wenn dein Augenmerk auf deine eigene Selbsterhöhung gerichtet ist, dann ist dein Leib finster und dann leuchtest du nicht. Dann bekennst du dich zwar formal zum Licht und behauptest, ein Lichtträger zu sein, aber es leuchtet nicht.
[7:13] Gott zündet ein Licht an, damit es leuchtet. Aber damit es in meinem Leben leuchtet, muss mein Auge lauter sein.
[7:28] Und so kommt jetzt in Vers 35 ein Aufruf, eine Warnung, wenn man so möchte. So, habe nun acht. Pass auf. Mit anderen Worten, man kann auch übersetzen: Prüfe, untersuche. Habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Pass auf, dass das Licht auch wirklich leuchtet.
[7:50] Gott zündet ein Licht an. Er möchte nicht, dass das Licht wieder ausgeht. Gott zündet nicht ein Licht an, damit du nur Finsternis verbreitest. Pass auf. Offensichtlich können wir nicht selbst das Licht erzeugen. Wir können es nicht einfach aus uns selbst hervorbringen.
[8:08] Das Licht zündet Gott an, aber es ist unsere Verantwortung, ob das Licht, das Gott in uns anzündet, auch wirklich leuchten kann. Wir sollen darauf acht geben, wir sollen prüfen, untersuchen, ob tatsächlich das Licht, das Gott angezündet hat in uns, auch wirklich leuchten kann.
[8:33] Dieser Vers in Vers 35: "So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist", ist in mancher Hinsicht eine Wiederholung und eine Umformulierung dessen, was Jesus in der Bergpredigt gesagt hat. Wir haben letztes Mal schon gesehen, dass auch dieser Gedankengang hier in der Bergpredigt schon angesprochen worden ist von ihm.
[8:51] Wir hatten in Matthäus Vers 22 gelesen. Matthäus Vers 22: "Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib Licht sein. Wenn aber dein Auge verdorben ist oder, wie es in Lukas 11 heißt, böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein."
[9:11] Und jetzt sagt Jesus hier, wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein? Hier sagt er also, wenn Gott Licht anzündet, aber du es nicht leuchten lässt, dann ist die Finsternis besonders stark.
[9:32] Kein Mensch verbreitet mehr Finsternis als der, der das Licht kennt und es bewusst unterdrückt. Und deswegen ist der Satan der Fürst der Finsternis, weil er mehr Licht hatte als alle anderen und dieses Licht beiseite gesetzt hat.
[10:03] Er hat auf die Warnung nicht geachtet, die Jesus uns hier ausdrückt in Lukas 11: "Habe acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist." Denn wenn Gott in unser Leben Licht anzündet und wir das von uns stoßen, wenn wir es nicht leuchten lassen, weil wir mit einem bösen Auge durch die Welt gehen, dann ist die Finsternis umso größer.
[10:34] Wie geschieht es, dass das Licht, das Gott anzündet, zur Finsternis wird? Schauen wir ein paar Bibelstellen an, die uns das erklären.
[10:49] In Jesaja Kapitel 8 und dort Vers 20. Dort heißt es: "Zum Gesetz und zum Zeugnis! Wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot." Mit anderen Worten, dann gibt es für sie kein Licht.
[11:06] Wenn Menschen nicht die Bibel und das Wort Gottes zur Autorität nehmen, dann haben sie kein Licht. Wenn also Gott in uns Licht anzündet – und das tut er ja durch sein Wort, wir wissen in 1. Mose 1 und dort Vers 3: "Gott sprach und Gott sprach: Es werde Licht und es wurde Licht." – Gottes Licht kommt in unser Herz durch Gottes Wort.
[11:32] Wenn wir aber nicht mehr zum Gesetz und zum Zeugnis sprechen, wenn wir nicht mehr uns auf die Bibel berufen, wenn wir nicht mehr Gottes inspiriertes Wort zur Grundlage und zur Überzeugung machen, dann wird das Licht, das er mal angezündet hat, zur Finsternis in uns. Dann haben wir kein Licht mehr.
[11:50] Das Licht, das der Luzifer trug im Himmel, das hatte er durch das Wort Gottes. Als er sich gegen das Wort stellte und zwar ganz buchstäblich, indem er gegen Jesus agierte, der das Wort Gottes ist, der das Licht der Welt ist, dann wurde das Licht in ihm zur Finsternis.
[12:08] Wenn wir anfangen, klüger zu sein als die Bibel, wenn wir unsere eigenen Meinungen und Theorien über das offenbarte Wort Gottes stellen, dann können wir kein Licht der Welt sein. Und vielleicht ist das der Hauptgrund, warum Gottes Gemeinde in der heutigen Zeit so wenig leuchtet, weil wir alles besser zu wissen meinen, als Gott in seinem Wort sagt.
[12:32] Wir kritisieren das und jenes. Wir wollen auf diese Inspiration und dieses inspirierte Wort und das Zeugnis Jesu nicht wirklich achten und meinen, dass wir trotzdem irgendwie besonders toll leuchten. Aber wir leuchten nur dann, wenn wir zum Gesetz und zum Zeugnis sprechen.
[12:57] Niemand hat etwas davon, wenn wir laut schreien, dass wir Licht haben. Unser Leben muss vom Licht erleuchtet werden. Und das geschieht nur, wenn wir uns auf die Bibel, auf das Wort Gottes, auf die inspirierten Texte, die Gott uns gegeben hat, berufen und danach leben.
[13:17] Wir bleiben in Jesaja, um mehr zu verstehen, wie Licht, das Gott angezündet hat, wieder zur Finsternis werden kann. Jesaja Kapitel 5, Vers 20 und 21.
[13:29] "Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären. Die Bitteres süß und Süßes bitter nennen. Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und die sich selbst für verständig halten."
[13:52] Das gleiche Problem: Wenn Menschen nicht mehr die Bibel zum Maßstab machen, sondern ihr eigenes Empfinden, ihr eigenes Urteil, dann passiert es, dass das, was eigentlich böse ist, plötzlich gut genannt wird und das, was gut ist, böse genannt wird.
[14:07] Denn die einzige Definition dessen, was gut ist, ist das, was Gott als gut bezeichnet. Und sein Wort sagt uns, was gut und was böse ist. Sein Wort definiert Licht und Finsternis.
[14:21] Aber wenn wir uns vom Wort Gottes abwenden und Dinge, die Gott als böse bezeichnet, für gut befinden, dann können wir uns zwar das Licht der Welt nennen, aber wir leuchten nicht mehr. Wehe denen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären.
[14:40] Geschieht das heute auch in unseren Gemeinden, in unseren Familien, in unserem Leben, dass wir in der Bibel Dinge lesen, aber sagen, es ist eigentlich ganz anders, dass Dinge, die die Bibel Sünde nennt, wir für okay befinden? Und dass wir diejenigen, die das Wort Gottes in Vollmacht predigen, vielleicht als harsch bezeichnen, obwohl die Bibel das als das Wirken des Heiligen Geistes bezeichnet. Und dass diejenigen, die Sünde entschuldigen, von uns gutiert werden.
[15:48] Gott sagt: "Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären." Jesus sagt: "Hab Acht, dass das Licht in dir nicht zur Finsternis wird, denn wir leuchten nur, wenn das Wort Gottes durch uns durchleuchten kann."
[16:11] Und wenn wir in unseren eigenen Augen uns für weise halten, wenn wir der Meinung sind, man muss die Bibel adaptieren, man muss sie umschreiben, man muss ihre Lehren verändern, um zur Gesellschaft zu passen, dann machen wir Licht zu Finsternis und Finsternis zu Licht.
[16:40] In Römer 1 lesen wir von Menschen, die sich für weise hielten. Vielleicht lesen wir besser noch in Vers 21, dort heißt es: "Denn obgleich sie Gott erkannten, und der Kontext macht deutlich, sie konnten ihn in der Natur erkennen, sie konnten ihn an den geschaffenen Werken erkennen. Seine ewige Kraft und Gottheit konnte durch Nachdenken wahrgenommen werden. Sie haben keine Entschuldigung."
[16:59] Vers 21: "Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert."
[17:19] Gott hat Licht angemacht, und sei es durch die Natur, durch die sie Prinzipien der Kraft Gottes verstehen konnten, aber durch ihr eigenes Denken, weil sie Gott nicht danken wollten und durch Nichtigkeiten, weil sie in ihren eigenen Augen weise sein wollten, wurde ihr unverständiges Herz verfinstert. Das Licht wird zur Finsternis.
[17:42] Vers 22: "Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden." Die Weltgeschichte und auch die gegenwärtige gesellschaftliche Lage präsentiert Beispiele in Fülle dafür, was passiert, wenn Menschen sich für klüger halten als Gott und Gottes Wort beiseite setzen.
[18:02] Wir halten uns dann vielleicht für weise, aber in Wirklichkeit sind wir zu Narren geworden. Unsere Herzen werden verfinstert, und Jesus warnt uns vor der Möglichkeit, dass Gott zwar Licht anzündet, aber es besteht die Möglichkeit, dass dieses Licht zur Finsternis wird, weil wir es nicht auf den Leuchter setzen wollen, weil wir dieses Licht verdecken, bis es ausgeht.
[18:42] Was bedeutet es praktisch, wenn jemand zwar behauptet, Licht zu haben, aber in ihm das Licht zur Finsternis geworden ist? Vielleicht ist Römer 2 ein gutes Beispiel dafür.
[18:56] In Römer 2 ab Vers 19 lesen wir: "Und traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind." Paulus spricht zu Menschen, die den Eindruck haben, wir sind das Licht der Welt. Wir können anderen den Weg zum Leben zeigen. Wir kennen die Wahrheit.
[19:19] Er sagt, und du traust dir zu, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in der Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, der den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat. Und jetzt kommt Vers 21.
[19:44] "Nun also du lehrst andere, dich selbst aber lehrst du nicht. Du verkündigst, man soll nicht stehlen und stiehlst selber. Du sagst, man solle nicht Ehebruch begehen und brichst selbst die Ehe. Du verabscheust die Götzen und begehst dabei Tempelraub. Du rühmst dich des Gesetzes und verunehrst doch Gott durch Übertretung des Gesetzes."
[20:06] Warum hält sich so ein Mensch für ein Licht für die in der Finsternis? Weil er die Gebote Gottes kennt. Und die Kenntnis, die formale Kenntnis der Theorie, gibt ihm den Eindruck, ich bin ein Licht. Aber wenn wir die Theorie kennen und weitergeben, aber selbst das Gegenteil leben, wie groß ist die Finsternis?
[20:34] Denn Gott möchte, dass die Theorie nicht einfach als Buchstaben anderen weitergegeben wird, sondern als ein leuchtendes Zeugnis, ein leuchtendes Vorbild sozusagen. Es soll durch unser Leben hindurchleuchten.
[20:49] Wenn Gott uns also die Wahrheit schenkt, wenn er uns die zehn Gebote gibt, um hier bei dem Beispiel des Gesetzes zu bleiben, wenn er uns die zehn Gebote gibt, dann wünscht er sich, dass sie auf dem Leuchter sind, dass unser Auge schlicht ist und nur dorthin schaut.
[21:14] Denn wenn wir ein böses Auge haben, das habgierig ist, dann können wir zwar sagen, du sollst nicht stehlen, nicht begehren, aber unser Leben wird das Gegenteil beweisen. Und wie groß ist dann die Finsternis? Das ist der Gedanke, was Matthäus 6 sagt: "Wenn dann dein Licht finster ist, wie groß ist die Finsternis?"
[21:36] Und es ist erlaubt, an dieser Stelle auch Laodizea anzusprechen in Offenbarung 3 und dort Vers 17. "Denn du sprichst, ich bin reich und habe Überfluss und mir mangelt es an nichts. Und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt."
[22:03] Eine Gemeinde, die viel theoretisches Wissen hat und deswegen glaubt, das Licht der Welt zu sein, aber wo kaum ein Lichtstrahl durch den Körper hindurchkommt, weil das Licht zur Finsternis wird, der Reichtum zur Armut führt.
[22:33] Aus "Propheten und Könige", Seite 83 im Englischen, sagt Ellen White folgendes: "Diejenigen, die auf die Warnung des Abfalls Salomos achten – also die Warnung, die uns heute präsentiert, was wir daraus lernen können – werden den ersten Ansatz, das erste Aufkommen jener Sünden vermeiden, die ihn überwunden haben."
[23:16] "Nur Gehorsam gegenüber den Forderungen des Himmels wird den Menschen vom Abfall behüten. Gott hat den Menschen großes Licht gegeben und viele Segnungen. Aber wenn dieses Licht und diese Segnungen nicht angenommen werden, gibt es keine Sicherheit gegen Ungehorsam und Abfall."
[23:44] Salomo war klüger als alle anderen. Er war so weise, dass die Welt sich die Augen rieb. Aber weil er das Licht Gottes in seinem Herzen irgendwann von sich wies, wurde das Licht zur Finsternis. Dann kann auch ein Salomo abfallen. Niemand von uns, selbst wie Luzifer, kann abfallen.
[24:17] Niemand von uns, egal wer er ist, egal wo er steht, welche Position er hat, egal was er geleistet haben mag, niemand von uns ist sicher, wenn wir das Licht, das Gott uns gibt, nicht auf den Leuchter stellen, auf ein lauteres, schlichtes, einfaches Auge, das nicht doppelzüngig lebt, das nicht das eine sagt, das andere tut.
[24:47] Nur wenn wir aufrichtig, einfach, einfältig mit Gott leben, kann das Licht in uns Licht bleiben.
[25:06] Sie sagt weiter: "Wehe denen, die Gott zu hohen Vertrauenspositionen erhöht hat, wenn sie sich von ihm abwenden hin zur menschlichen Weisheit, dann wird ihr Licht Finsternis."
[25:25] Wenn Gottes Gemeinde, die so viel Licht und Wahrheit bekommen hat, wie keine christliche Ära zuvor, wenn wir uns abwenden von der prophetischen Botschaft, von der Botschaft der gegenwärtigen Wahrheit hin zur menschlichen Weisheit, dann wird das Licht zur Finsternis werden.
[25:47] Und wenn Gott mich und dich und egal wen gesegnet hat mit Erkenntnis und mit Wissen über ihn und seinen Charakter, und wenn wir Segnung von ihm bekommen haben durch Erfahrung, die wir gemacht haben, Erlösung, Befreiung, Dinge, die er uns geschenkt hat, und wir uns von ihm abwenden und menschliche Weisheit höher achten als das, was das Wort Gottes uns sagt, dann wird das Licht zur Finsternis und davor warnt uns Jesus.
[26:31] Anderes Zitat: "Die Wahrheit, tief in den Herzen der Gläubigen verwurzelt, wird aufkeimen und Frucht zur Gerechtigkeit bringen."
[26:44] "Ihre Worte und Werke sind die Kanäle, durch die reine Prinzipien der Wahrheit und Heiligkeit der Welt präsentiert werden. Also die Prinzipien der Wahrheit und Heiligkeit kommen zu der Welt durch meine Worte und durch meine Werke. Die sind die Kanäle, durch die sie die Welt erreichen."
[27:03] "Spezielle Segnungen und Vorrechte sind für diejenigen, die die Wahrheit lieben und entsprechend dem Licht, das sie empfangen haben, wandeln. Also, wer die Wahrheit liebt, wer dem Licht entsprechend in seinem Leben lebt, der empfängt besondere Segnung, besondere Vorrechte."
[27:22] "Wenn sie dies vernachlässigen, wird ihr Licht Finsternis."
[27:33] "Wenn das Volk Gottes selbstzufrieden wird, verlässt der Herr sie oder überlässt er sie ihrer eigenen Weisheit."
[27:45] "Sie sagt: Gnade und Wahrheit sind den Demütigen, den von Herzen Demütigen, den Gehorsamen und Treuen verheißen." Und die Frage heute, lieber Freund, liebe Freundin ist, bleiben wir beim Wort Gottes, wie es zu uns spricht? Oder ist uns menschliche Weisheit, unsere eigene oder die eines anderen Menschen, wichtiger als das, was Gottes Wort sagt?
[28:14] Sie sagt ebenfalls: "Aber Licht wird Finsternis für alle, die nicht in ihm wandeln." Mit anderen Worten, Gott gibt uns Licht. Aber wenn wir es nicht umsetzen, wenn wir es nicht schätzen, dann wird das Licht zur Finsternis.
[28:31] "Um von Gott akzeptiert und gesegnet zu sein, so wie es unsere Vorväter waren,"
[28:35] sein, so wie es unsere Vorväter waren, müssen wir wie sie auch treu sein. Wir müssen auch treu zu Gott stehen. Wir müssen die Segnung auch in Anspruch nehmen. Es ist keine Selbstverständlichkeit. Was Gott uns hier sagen möchte, ist: Er zwingt uns nicht, Licht zu sein. Er zündet nicht ein Licht an und gibt uns keine Option, kein Licht zu sein. Er zündet das Licht an, aber wir entscheiden, ob wir auch leuchten wollen oder ob wir das Licht wieder ersticken, an einen dunklen Ort stellen, so dass es niemand sieht. Und wir entscheiden das durch das, was wir anschauen, durch unseren Lebenswandel, durch die Einstellung, die wir haben, ob sie einfach und geradeaus ist oder verwinkelt und doppelbödig. Ein doppelbödiger Christ kann nicht leuchten.
[29:32] Nur die Christen, die es wirklich von Herzen aufrichtig meinen, nur die Christen leuchten. Vollkommen egal, wie viel der doppelbödige Christ weiß, vollkommen egal, wie enorm sein Bibelwissen ist, wie viel Zitat er auswendig kann, wie toll er reden, beten kann, Menschen erreichen kann. Nur die Menschen, die aufrichtig sind, nur die können leuchten. Denn wenn unser Auge lauter ist, dann ist der ganze Leib Licht, sagt Jesus. Aber wenn das Auge böse ist, der ganze Leib finster.
[30:19] Lukas Kapitel 11 und dort Vers 35: "So habe nun acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist." Gott zündet das Licht an. Es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, zu prüfen, ob das Licht in unserem Leben scheinen darf.
[30:36] Und dieses Licht kommt von Gott. In 2. Korinther Kapitel 4 und dort Vers 6 erkennen wir, wo wir das Licht finden. 2. Korinther Kapitel 4 Vers 6: "Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervor zu leuchten." Wann hat er das gemacht? Am ersten Schöpfungstag, als Gott sprach: "Es werde Licht und es wurde Licht." Dieser Gott, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Wenn wir auf das Leben von Jesus schauen, wenn unser Auge auf Jesus gerichtet ist, unser Augenmerk auf Jesus gerichtet ist, dann fangen wir an zu leuchten, weil Jesus kann in unser Herz das Licht hineinsprechen, das am ersten Schöpfungstag in diese Erde gesprochen hat. Er kann sagen: "Es werde Licht", und es wird Licht sein, weil wir auf ihn schauen. Wir sehen dort die Herrlichkeit Gottes, seine Bereitschaft, uns zu vergeben.
[31:31] Denn das ist die Herrlichkeit Gottes, wie die Bibel das beschreibt in 2. Mose Kapitel 33. Als Mose Gott betet und sagt: "So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen" in Vers 18, sagt Gott in Vers 19: "Und der Herr sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, den bin ich gnädig. Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich."
[32:01] Im Angesicht Jesu sehen wir, wie Gott wirklich ist. Und wenn wir das annehmen und glauben, dann werden wir ein Licht für die ganze Welt.
[32:16] Aber nur dann. Wenn wir es aufrichtig, ehrlich, ohne Tücke, ohne doppelten Boden wirklich annehmen.
[32:26] Diesen Gedanken bringt Jesus jetzt sehr schön zum Ausdruck in Lukas Kapitel 11 Vers 36. Lukas 11, Vers 36. Er sagt: "Wenn nun dein ganzer Leib Licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit einem Strahl dich erleuchtet." Und das ist ein ganz besonderer Vers. Das ist ein Vers, den Jesus jetzt hier sozusagen hinzufügt. Diesen Gedanken gab es so in der Bergpredigt nicht.
[32:58] Jesus fügt jetzt seinen ganz interessanten und schönen Gedanken dazu. Er sagt nämlich, es ist möglich, dass das Licht Gottes meinen ganzen Leib erleuchtet.
[33:10] Das ganze Herz kann voll von Licht sein. In Jesu Worten steckt nicht ein Yin und Yang, ja, so ein bisschen hell, ein bisschen dunkel.
[33:24] Das Ziel des christlichen Lebens ist nicht, dass wir ein bisschen mehr Licht haben.
[33:32] Jesus sagt nicht: "Das ist zu dunkel, weil ich mache ein bisschen mehr Licht, aber ich weiß, dass ein paar Ecken immer dunkel bleiben werden." Nein, er sagt: "Euer ganzer Leib kann leuchten." Die Herrlichkeit Gottes dringt in jede Kammer ein. Es gibt keine dunkle Kammer in unserem Herzen, Denken, in unseren Emotionen, wo nicht die Liebe Gottes und die Gnade der Herrlichkeit Gottes in unser Leben hineindringen kann.
[33:58] Es muss keine Ecke in unserem Körper, keine Ecke in unserem Denken muss verschlossen bleiben. Das Licht kann überall hin.
[34:14] Wenn wir also ein einfaches, lauteres Auge haben, dann kann Gott uns völlig ausleuchten, sodass keine dunkle Ecke in unserem Herzen bleibt. Das heißt hier, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet. Nun, das klingt ganz schön. Im Griechischen heißt es eigentlich wie mit einem Blitz, ein Blitzlicht, ein Glanz. So kann man es auch übersetzen.
[34:42] Das ist nicht einfach nur ein flackerndes Licht, dass du ein Blitzlichtgewitter, hätte ich beinahe gesagt. Nein, es ist der Blitz, der Glanz des Lichtes, das einen völlig erleuchtet.
[35:06] Wie sicher können wir uns sein, dass Jesus wirklich unser ganzes Leben erleuchtet?
[35:10] Wenn wir ihn aufrichtig suchen. In Hosea Kapitel 6 wird uns diese Frage beantwortet.
[35:24] Hosea 6 und dort Vers 3: "So lasst uns ihn erkennen. Ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des Herrn. Sein Hervorgehen, sein Erscheinen, ist so sicher wie das Licht des Morgens und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt." Lieber Freund, liebe Freundin, machst du dir abends Sorgen, ob am nächsten Morgen die Sonne aufgeht?
[35:52] Hast du schon einmal abends gedacht: "Meine Güte, ob diese Nacht jemals enden wird? Wird die Sonne wieder? Werden Lichtstrahlen am Horizont zu sehen sein?" Wahrscheinlich hast du dich noch niemals diese Frage gestellt. Du weißt ganz genau, es wird auf jeden Fall am nächsten Tag die Sonne scheint. Ob wir sie sehen oder nicht, ist eine andere Frage. Vielleicht Wolken davor sind, aber die Lichtstrahlen werden den Tag wieder hell machen.
[36:22] Wenn wir eifrig nach der Erkenntnis des Herrn trachten, wenn wir Gott wirklich kennenlernen wollen, dann werden wir ihn kennenlernen. Dann werden wir erleuchtet werden mit der Herrlichkeit seiner Gnade und seiner Güte. Dann werden wir seine Gegenwart erleben. Lieber Freund, liebe Freundin, niemand leuchtet, ne? Es gibt niemanden, der nicht leuchtet. Oder anders gesagt, um es positiv zu formulieren: Jeder, der mit einem lauteren Auge Jesus sucht, leuchtet. Und Gott ist in der Lage, uns vollständig auszuleuchten.
[37:04] Unser gesamtes Leben, das geschieht nach und nach, Stück für Stück. Sprüche 4 Vers 18 bis 19 zeigt uns, dass so wie das Morgenlicht immer heller und heller wird, so auch in unserem Leben wird es immer heller und kann es immer heller und heller werden. Sprüche 4 Vers 18 und 19: "Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag. Der Weg der Gottlosen ist dichte Finsternis. Sie wissen nicht, worüber sie straucheln."
[37:39] Ein Mensch, der die Gerechtigkeit Jesu, die uns geschenkt wird, weil Jesus für uns gestorben ist, annehmend im Glauben, dessen Leben kann heller und heller und heller und heller werden, bis der gesamte Leib Licht ist.
[38:02] Aber wenn wir unsere eigene Weisheit für höher achten als das Wort Gottes, dann wird das Licht zur Finsternis und dann wissen wir nicht einmal, worüber wir stolpern in unserem Leben.
[38:13] Wusstest du, dass Gottes Gesetz als ein Licht bezeichnet wird? In Sprüche 6, Vers 23: "Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ist ein Licht. Und Erweisung und Ermahnung sind ein Weg des Lebens." Wenn wir also leuchten, werden wir mit Gottes Gesetz in Übereinstimmung sein. Denn seine Güte, seine Gnade und seine Gerechtigkeit
[38:46] verbinden sich im Evangelium. Und wenn wir die Herrlichkeit seiner Gnade sehen, wird auch sein Gesetz in unser Herz geschrieben. Also in 2. Mose 33, als Mose die Herrlichkeit Gottes erfährt, dass Gott gnädig ist und barmherzig ist, soll er im nächsten Schritt, um dann diesem barmherzigen, gnädigen, vergebenen Gott zu begegnen, zwei Steintafeln mitbringen, damit derselbe Gott, der ihm dort seine Gnade, Vergebung und Barmherzigkeit offenbart, bei derselben Gelegenheit die zehn Gebote, die übertreten worden sind und die vergeben worden sind, jetzt wieder auf Steintafeln zu schreiben. Sie bleiben gültig.
[39:30] Gottes Gnade ändert niemals das Gesetz. Gottes Gnade vergibt dem Sünder, weil Gott in der Person von Jesus selbst die Strafe auf sich genommen. Denn Jesus sagt in 2. Mose, Gott sagt in 2. Mose 34, dass er Sünde, Schuld in Vers 6: "Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue, der tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt." Gott vergibt
[40:13] uns, weil er selbst die Strafe getragen hat in der Person von Jesus, denn er vergibt Sünde, Schuld und Übertretung, aber lässt sie keineswegs ungestraft.
[40:28] Und so sehen wir, wie im Evangelium Gottes Gnade und Gerechtigkeit zusammenwirken.
[40:34] Und dass derjenige, der die Güte und Gnade und Liebe Jesu in sein Herz lässt, dass er auch das Gesetz in sein Herz lässt und leuchten wird, weil das Gesetz Gottes in ihm, in seinem Herzen, ein Licht ist. Und deswegen sagt die Bibel, dass das Gesetz Gottes nicht auf Steintafeln stehen soll, sondern in unserem Herzen. Denn was nützt es, wenn auf Steintafeln steht: "Du sollst nicht Ehe brechen", aber mein Herz und mein Auge etwas anderes sagen?
[41:05] Leuchten kann ich nur, wenn mein Auge und mein Herz das in sich tragen, was Gott als Licht angezündet hat.
[41:19] Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst nur für Jesus leuchten, wenn du seine Worte wirklich ernst nimmst, wenn du sie wirklich von Herzen annimmst, wenn du ihm mehr glaubst als allen anderen Menschen,
[41:43] ihm mehr glaubst als dir selbst und allen, die um dich herum sind.
[41:53] Wie sieht so ein Leben aus? Wenn das Licht der Gnade, das Licht der Gerechtigkeit, das Licht des Gesetzes, das Licht des Evangeliums unser Leben durchleuchtet.
[42:03] Ich könnte mir vorstellen, dass Psalm 119 eine Illustration für so ein Leben darstellt.
[42:11] Schauen wir, was der Psalmist hier sagt im Psalm 119. Wir lesen ab Vers 97: "Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein Teil. Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. Ich bin einsichtiger als die Alten, denn ich achte auf deine Befehle. Ich halte meine Füße fern von jedem bösen Weg, damit ich dein Wort befolge. Von deinen Bestimmungen bin ich nicht abgewichen, denn du hast mich gelehrt. Wie süß ist dein Wort meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund. Von deinen Befehlen werde ich verständig. Darum hasse ich jeden Pfad der Lüge. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und dein Licht auf meinem Weg."
[43:12] Ich wünsche dir und ich wünsche mir, dass diese Verse unsere Erfahrung sind und bleiben werden, dass wir das erleben, dass Gottes Licht uns ganz ausleuchten kann, weil wir uns einfach aufrichtig und schlicht an ihn halten, ihm glauben, seine Vergebung in Anspruch nehmen, seine Worte in Anspruch nehmen, seine Verheißung, sein Gesetz im Glauben und aus Liebe halten wollen, weil wir ihn zu unserem Gott machen und seine Kinder sein wollen und sein dürfen, weil er dieses Licht in uns angezündet hat.
[44:00] Lieber Freund, liebe Freundin, Gott zündet ein Licht in dir an. Darf es leuchten? Das ist die Frage, die Jesus dir heute stellt. Darf es leuchten? Achte darauf, dass das Licht nicht ausgeht. Achte darauf, dass du nicht doppelbödig fährst, dass du nicht mit einer Seite bei Gott bist und bei der anderen versuchst, die Welt auch noch bei dir zu halten.
[44:20] Achte darauf, dass das Licht, das Gott dir schenkt, dadurch, dass du alleine auf Gott schaust, auch Licht bleiben kann in deinem Leben. Das ist der Wunsch, den ich persönlich habe für mich und auch für dich.
[44:38] Das ist der Wunsch, den Jesus für uns alle hat.
[44:41] Und wir gemeinsam ihn bitten, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen und Monaten und Jahren bis zur Wiederkunft, wann immer er kommt, dass wir darauf achten, was er für uns tut, dass wir darauf achten, was seine Gnade, seine Barmherzigkeit, sein Wort, seine Gerechtigkeit in unserem Leben bewirken und dass wir darauf achten, dass das nicht verloren geht,
[45:11] sondern dass wir uns einfach und schlicht an das halten, was er uns gegeben hat. Lasst uns gemeinsam knien dazu.
[45:30] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns geholfen hast zu verstehen, dass es nicht reicht, das Wissen zu haben, sondern dass das Licht, das du angezündet hast, auch in uns leuchten soll.
[45:48] Es kann nur leuchten, wenn wir es in unserem Leben auch willkommen heißen. Es nicht verdecken, nicht verstecken, nicht beiseite drängen, weil wir wieder für anderes Platz haben wollen, sondern wenn wir deinem Licht den Platz einräumen, den es haben soll.
[46:06] Und Herr, darum bitte ich dich für mich und für jeden, der heute dieses Video auch sieht, die Aufnahme hört. Ich möchte dich für jeden bitten, dass du uns hilfst, mit lauterem Auge das Licht, dass du uns geschenkt hast, zu schätzen, darin zu wandeln
[46:29] und mit dir zusammenzuarbeiten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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