In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beginnt Christopher Kramp mit Lukas Kapitel 12 und warnt eindringlich vor der Heuchelei der Pharisäer, die Jesus als „Sauerteig“ bezeichnet. Er beleuchtet die biblische Bedeutung von Sauerteig im Kontext des Passahfestes und der Erlösung, um zu zeigen, wie tiefgreifend und zerstörerisch Heuchelei ist. Kramp betont, dass nichts verborgen bleiben wird und Gott alles ans Licht bringen wird, und ruft dazu auf, ein authentisches Leben in Wahrheit zu führen.
Der Ersehnte: 256. „was ihr im Finstern redet“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:47] Wir starten in 5, 4, 3. Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid und dass wir gemeinsam ein neues Kapitel beginnen können im Lukasevangelium, um noch mehr über unseren Jesus zu erfahren, über seine Worte, über seine Werte, über seine Werke, über das, was er für uns getan hat und tut. Wir wollen heute mit Lukas 12 beginnen, die ersten Verse, und bevor wir dort gleich einsteigen, möchten wir wie immer mit einem Gebet beginnen. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein für ein kurzes Anfangsgebet niederzuknien.
[1:32] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so gut zu uns bist. Danke, dass du uns lieb hast und dass du jetzt auch durch dein Wort noch einmal zu uns sprechen möchtest. Danke, dass deine Gnade jeden Tag neu ist und dass deine Worte uns Dinge über dich sagen, die wir nirgendswo sonst finden könnten, außer in deinem Wort, Herr. Wir möchten dich bitten, dass wenn wir jetzt lesen und nachdenken, dass wir deine Stimme hören, dass du zu mir sprichst, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort uns stärkt, ermutigt, herausfordert und dass wir zu dir gezogen werden, Herr. Sei du jetzt unser Lehrer und hab Dank dafür. Amen.
[2:20] Lukas Kapitel 12. Wir fangen ein neues Kapitel an, aber natürlich hat Lukas keine Kapiteleinteilung vorgenommen. Wir haben in Kapitel 11 ja über einen längeren Zeitraum ab Vers 37 die Strafrede gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten studiert, anlässlich einer Essenseinladung, die Jesus von einem gewissen Pharisäer erhalten hatte. Wir haben aufgehört mit der Feststellung in Lukas 11, Vers 53 und 54, dass statt den Tadel anzunehmen, statt die Warnungen ernst zu nehmen, diese Pharisäer und Schriftgelehrten vielmehr zu diskutieren anfingen und durch ein ja herabwürdigendes Ausfragen oder vielleicht sogar eher Abfragen ihm das Gefühl geben wollten, er sei ein belehrungsbedürftiger Schüler und sie waren die wahren Experten und sie suchten etwas in seinem Mund. Sie suchten etwas, was sie gegen ihn verwenden könnten, weil sie ihm feindlich gesinnt waren.
[3:25] Kapitel 12, Vers 1, macht deutlich, dass was jetzt kommt, damit in engstem Zusammenhang steht. Es heißt in Lukas 12, Vers 1: „Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte.“ Inzwischen, während also Jesus offenbar dort bei diesem Essen diese Strafrede hält und es dann zu diesem Gespräch kommt und diese Diskussion, die man gegen ihn anzettelt, haben sich inzwischen Tausende versammelt.
[3:58] Menschen kommen von überall her, weil sie von Jesus hören möchten. Jesus hatte den Gesetzesgelehrten in Lukas 11, Vers 52, gesagt: „Wehe euch Gesetzesgelehrten, denn ihr habt den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen und die, welche hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.“ Die Menschen waren ohne Wissen über das wahre Evangelium. Sie hatten zwar viele Bibelverse gehört, aber nicht so wie die Botschaft Gottes diese Verse gemeint hatte, sondern beladen mit menschlichen Interpretationen und widersprüchlichen Auslegungen, weil man allen möglichen exegetischen Schulen Rechnung tragen wollte und vor allem zeigen wollte, wie viel man an Sekundärliteratur gelesen hat. Aber die wahre Botschaft des Evangeliums, das auf Jesus Christus hinwies, war den Menschen unbekannt. Und als Jesus jetzt wirkte, haben Tausende Menschen diese Botschaft annehmen wollen. Sie interessierten sich für Jesus, den Inhalt der Bibel und nicht die menschlichen Spekulationen der Pharisäer und der Schriftgelehrten.
[5:02] Inzwischen hatten sich Tausende gesammelt und das erinnert uns an Stellen, die wir früher im Lukasevangelium und den entsprechenden Parallelberichten gelesen haben, als Jesus seinen Dienst vor allem noch in Galiläa durchgeführt hatte. Lukas 5 und dort Vers 1: „Es begab sich aber, als die Menge sich zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er am See Genezaret stand.“ Mit so einem Auflauf an Menschen konnte man bei den pharisäischen Auslegungen in der Synagoge nicht beobachten. Die Menschen merken, hier spricht jemand wirklich das, was Gott sagt in seinem Wort. Sie drängten sich nicht einfach nur aus Kuriosität, sondern um das Wort Gottes zu hören. Gleiches Kapitel, Lukas 5, Vers 15: „Aber die Nachricht von ihm breitete sich desto mehr aus und große Volksmengen kamen zusammen, um ihn zu hören und durch ihn von ihren Krankheiten geheilt zu werden.“ Bei Jesus hörte man nicht nur die Theorie, man sah das Evangelium in der Praxis. Menschen wurden gesund, Menschen wurden heil, Menschen wurden gerettet, körperlich und geistlich.
[6:18] Lukas Kapitel 6 und dort Vers 17: „Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen Platz mit einer Menge seiner Jünger und einer großen Volksmenge, Verzeihung, einer großen Menge Volkes aus ganz Judäa und von Jerusalem und von der Meeresküste von Tyrus und Sidon, und die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten.“ An jenem Tag, der hier in Lukas 6 beschrieben wird, war die Menge so groß, dass Jesus ausnahmsweise nicht am Strand dann predigte, sondern auf den Berg gestiegen ist, wie uns Matthäus 5 sagt, als dann die Bergpredigt gehalten worden ist.
[6:53] Lukas hat davon zumindest seine Reihe von Ausschnitten. Matthäus hat dann die ausführliche Beschreibung dieser Bergpredigt. Die hatte Jesus auch vor dieser riesigen Menge gehalten, die alle zusammengekommen waren, weil sie ihn predigen hören wollten und das Evangelium in Aktion sehen wollten. So war es in Galiläa gewesen. Und Lukas, der das Ganze hier aufschreibt in Lukas 12, sagt uns jetzt wenige Wochen, wenige Monate vor der Kreuzigung, als Jesus nicht mehr in Galiläa wirkt, sondern wie wir ja schon früher festgestellt haben, seinen Dienst jetzt auf der östlichen Seite des Jordan in der Gegend von Peräa hat, passiert genau dasselbe.
[7:36] Wieder kommen Menschen in Scharen zusammen. Tausende sammeln sich. Es heißt sogar hier in Vers 1: „Als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, so dass sie aufeinander traten.“ Man wird fast unweigerlich erinnert an die entsprechenden Formulierungen früher, als er in Galiläa gewesen ist und die Menschen auch so eng beieinander waren, dass Jesus dann einmal musste er ein Boot nehmen und sich auf den See Genezaret dann hinausfahren lassen, damit sie ihn nicht zerdrücken. Ein anderes Mal ist er mit ihnen auf den Berg gestiegen, um dann dort die Bergpredigt zu halten.
[8:11] Interessanterweise werden wir jetzt sehen, dass hier in Lukas 12 eine ganze Reihe von Lehren Jesu unter anderem aus der Bergpredigt wiederholt werden.
[8:27] Jesus hatte nicht nur in Galiläa die Bergpredigt gehalten, er hat dann auch wesentliche Dinge, sowohl von dieser Predigt als auch von anderen Predigten in Peräa wiederholt. Und das passt in dieses Gesamtbild, dass wir schon gewonnen haben, dass auch in den letzten Monaten seines Dienstes Jesus nicht plötzlich neue Dinge gesagt hätte, die dem widersprochen hätten, was er früher gesagt hat, sondern dass er diese Dinge wiederholt hat. Er wollte, dass das, was die Menschen in Galiläa gehört haben, die Menschen auch in Peräa hören.
[9:03] Das Volk hat sich gesammelt zu Tausenden. Sie traten fast aufeinander und Jesus beginnt jetzt hier zu sprechen. Es heißt, begann er zuerst zu seinen Jüngern zu sprechen. Das Wort „zuerst“, wenn man sich das Griechische anschaut, da ist die Wortstellung anders und es ist durchaus möglich und grammatisch ohne Zweifel denkbar, dass sich das „zuerst“ gar nicht auf das Sprechen bezieht, dass er also zuerst zu den Jüngern spricht, sondern dass das Wort „zuerst“ sozusagen Teil seines Satzes ist, den er dann redet. Dann würde man ungefähr so übersetzen, sodass, als sich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, sodass sie aufeinander traten, begann er zu seinen Jüngern zu sprechen: „Zuerst einmal, als allererstes, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welche die Heuchelei ist.“
[9:54] Also egal, wie man das grammatisch jetzt deuten möchte, ob das „zuerst“ noch zur Einleitung gehört oder bereits zur Rede Jesu. Auf jeden Fall ist ihm das sehr wichtig. Diese Warnung: „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer.“
[10:11] Diese Warnung kommt nicht zum ersten Mal vor. Wir haben sie schon in Matthäus Kapitel 16 gehabt. Wir schlagen das kurz auf. Matthäus 16 und dort in Vers 6: „Jesus aber sprach zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer.“
[10:34] Damals hatte Jesus von den beiden großen Gruppen gesprochen, den Pharisäern, diesen Erzkonservativen, die viele menschliche Regeln gemacht haben, um das Wort Gottes ihrer Meinung nach zu beschützen, und den Sadduzäern, die Aussagen der Bibel einfach ignorierten oder wegphilosophierten und einfach sozusagen die liberalen Machthaber waren. Das mal ganz platt zu kategorisieren. Jesus warnte vor beiden und zwar vor dem Sauerteig.
[11:01] Was hat er damals gemeint? In Vers 12 sagte er, oder besser gesagt, da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer. Jesus hatte nicht vor den Menschen, aber sehr wohl vor ihrer Lehre gewarnt.
[11:27] Und wenn wir den Parallelbericht in Markus dazu nehmen, in Markus 8 und dort Vers 15, dann kommt noch eine dritte Gruppe hinzu. Da gebot er ihnen und sprach: „Seht euch vor, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes“, also der Herodianer, die sozusagen die politische Fürstenpartei waren neben den beiden Religionsparteien, der Pharisäer und der Sadduzäer. Also Jesus hatte damals schon in der Zeit von Matthäus 16 bzw. Markus 8 – das war noch bevor diese berühmte Geschichte mit Petrus gewesen ist, dem Bekenntnis des Petrus – er hatte damals schon vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer gewarnt. Das war damals die Zeit gewesen, nachdem er Galiläa verlassen hatte nach der größeren Krise, zumindest dort diesen öffentlichen Dienst zunächst einmal etwas eingeschränkt hatte und mehr Zeit mit seinen Jüngern verbringen wollte. Hier in Lukas Kapitel 12 sind nun erst einmal tatsächlich nur die Pharisäer gemeint. Vielleicht auch genau deswegen, weil er ja gerade mit den Pharisäern so zu tun hat. Er kommt möglicherweise vielleicht sogar ganz frisch aus diesem Streitgespräch vom Essenstisch dort und sagt: „Hütet euch, vielleicht sogar zu allererst, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welche die Heuchelei ist.“
[13:00] Jesus hatte direkt zuvor in Lukas 11 den Pharisäern genau das vorgeworfen. „Wehe euch“, Vers 44 in Lukas 11, „euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler.“
[13:09] Jesus hatte zuerst den Pharisäern explizit gesagt, was ihr Problem ist. Dann haben sie das abgelehnt und als Nächstes geht Jesus zu seinen Jüngern und sagt: „Pass auf, hütet euch vor dieser Heuchelei, hütet euch vor der Heuchelei der Pharisäer.“ Er nennt sie einen Sauerteig. Nur ein Sauerteig, das lernen wir aus der Bibel, ist unvereinbar mit der Erlösung, wenn man 2. Mose 12 betrachtet.
[13:56] Dort haben wir die Geschichte von dem Passah und dort in 2. Mose 12 ab Vers 14 lesen wir: „Und dieser Tag soll euch zum Gedenken sein und sollt den feiern als ein Fest des Herrn bei euren künftigen Geschlechtern. Als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern. Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern hinwegtun, denn wer gesäuertes Brot isst vom ersten Tag an bis zum siebten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Ihr sollt am ersten Tag eine heilige Versammlung halten, ebenso am siebten Tag eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an diesen Tagen tun, nur was jeder zur Speise nötig hat. Das allein darf von euch zubereitet werden. Und haltet das Fest der ungesäuerten Brote.“ Vers 19: „Sieben Tage lang darf sich kein Sauerteig in euren Häusern finden, denn wer gesäuertes Brot isst, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israels.“
[14:52] „Es sei ein Fremdling oder ein Einheimischer im Land.“ Das Passah war ein Fest, das die Erlösung Israels aus der Knechtschaft Ägyptens in Erinnerung hielt und gleichzeitig auf die große Erlösung des geistlichen Israels von der Sünde hinwies. Paulus hat das verstanden und er hat ganz deutlich gesagt, was der Sauerteig in diesem Kontext – es gibt ja auch Verwendungen des Sauerteigs in der Bibel in komplett anderem Kontext, wo einfach nur diese Fähigkeit sich zu verbreiten gebraucht wird, wo Jesus den Sauerteig sogar als Bild des Evangeliums verwendet. Aber das ist nicht gemeint an diesen Stellen, die wir jetzt behandeln. Jesus warnt ja vor diesem Sauerteig.
[15:37] 1. Korinther Kapitel 5 und dort Vers 6 bis 8: „Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert?“ Wenn Heuchelei ein Sauerteig ist, bedeutet das, wenn man erstmal anfängt zu heucheln und das nicht aufgibt und den Tadel Jesu nicht annimmt, dann wird das gesamte christliche Leben durchsäuern. Dann ist man ein Heuchler irgendwann durch und durch. Wir dürfen mit dem Heucheln gar nicht erst anfangen.
[16:13] Vers 7: „Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid, denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden, Christus. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig festfeiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.“ Die Pharisäer hielten sozusagen, wenn man das Bild jetzt hier verwenden möchte, ein Passah mit dem alten Sauerteig ihrer alten schlechten Herzen und hatten einfach biblische oder scheinbar biblische Regeln drüber gemalt.
[16:47] Sie hatten die Bibel zitiert, aber in ihrem Herzen die Bosheit behalten. Sie hatten die Grabmäler der Propheten geschmückt, aber selbst die Propheten verfolgt, Johannes den Täufer zum Beispiel. Sie hatten die Bibel zwar studiert und anderen damit imponiert, wie viel sie in der Bibel wussten. Aber als der Inhalt der Bibel vor ihnen stand, Jesus, wollten sie nicht glauben.
[17:10] Sie sahen äußerlich aus wie Bekehrte, waren innerlich voll vom Sauerteig der Bosheit und der Schlechtigkeit. Es war eine reine Heuchelei.
[17:26] Und Jesus warnt seine Jünger vor der Heuchelei. Er warnt davor, wenn wir einfach nur eine äußere Show abziehen, wenn wir uns als Christen ausgeben, aber innerlich unverändert sind, denn dann sind wir nicht nur selbst verloren, wir schaden auch anderen, wie Jesus in der Strafrede gegen die Pharisäer deutlich gemacht hat, dass sie den Schlüssel der Erkenntnis weggenommen haben, nicht selbst hineingehen und andere noch daran hindern hineinzugehen.
[17:54] Nichts Gesäuertes durfte als Speisopfer in 3. Mose 2, Vers 11 geopfert werden.
[18:04] Heuchelei wird in der Bibel parallel gesetzt mit Sünde. Hier haben wir in 1. Korinther die Auslegung. In Jesaja Kapitel 33 finden wir in einem so typischen Parallelismus, wie es die hebräischen Propheten so oft verwendet haben, diese Formulierung. Jesaja 33 ab Vers 14: „Die Sünder in Zion sind erschrocken. Zittern hat die Heuchler ergriffen.“ Sünder und Heuchler sind hier parallel zueinandergesetzt.
[18:39] Und deswegen sagt die Bibel, dass Menschen, die Gott nachfolgen, wirklich die Sünde aufgeben sollen. Sie sollen nicht heucheln, sondern echte Christen sein. Jakobus Kapitel 3 und dort Vers 17. Jakobus 3, Vers 17: „Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig. Sie lässt sich etwas sagen, ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.“
[19:16] Wenn die Weisheit Gottes wirken darf, wenn die Weisheit in unser Leben kommt, die Weisheit Gottes, die Christus ist – das haben wir letztes Mal herausgefunden, wir haben gesehen, dass Jesus dort seine eigenen Worte einleitet mit dem Satz: „Und die Weisheit Gottes hat gesprochen.“
[19:34] Wo die Weisheit Gottes wirken darf, da gibt es keine Heuchelei. Und deswegen hat Jesus den Heuchlern mit der Weisheit Gottes geantwortet, um die Heuchelei aus dem Leben der Pharisäer und Sadduzäer zu vertreiben. Wir hatten ja in Lukas 11 gelesen,
[19:56] wie er in Vers 44 ihnen gesagt hat, mit Tränen in der Stimme sozusagen, wie uns gesagt wird: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler,
[20:04] dass ihr wie die getünchten Gräber seid, über welche die Leute dahingehen, ohne es zu wissen, äußerlich scheinbar rein, innerlich verdorben und unrein.“
[20:16] Und dann Vers 49: „Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen.“ Diese Weisheit ist frei von Heuchelei. Sie hat die Fähigkeit, Heuchelei hinwegzunehmen. Lieber Freund, liebe Freundin, wir müssen uns vor der Heuchelei hüten. Wenn wir angefangen haben zu heucheln, dann ist es allein die Weisheit Gottes. Dann ist es Jesus, der das wegnehmen kann.
[20:42] Und wenn uns Jesus dafür tadelt, dass wir geheuchelt haben, dann lasst uns ihm dankbar sein, dass er uns davor bewahrt, weiter diesem Irrtum aufzusitzen.
[20:55] 1. Petrus fordert uns ultimativ auf, die Heuchelei abzulegen.
[21:00] Petrus Kapitel 2 und dort Vers 1: „So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen.“ All das gehört sich nicht für einen Christen. Weder die Bosheit noch der Betrug, noch die Heuchelei, noch der Neid, noch die Verleumdung. All das sollen wir ablegen. Jesus warnt seinen Nachfolger davor. Lieber Freund, liebe Freundin, er warnt uns,
[21:32] wenn wir eine religiöse Show abziehen, für Eltern, Verwandte, Freunde, für wen auch immer. Aber innerlich das Evangelium nicht zulassen, einfach nur nach außen etwas präsentieren, um vielleicht sogar noch toll gefunden zu werden.
[21:45] Dann mögen das Menschen vielleicht nicht erkennen, so wie viele Menschen das bei den Pharisäern nicht erkannt haben, aber Gott sieht es.
[21:52] Und Jesus warnt uns deutlich.
[21:56] In Lukas 12 geht es weiter in Vers 2: „Es ist aber nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird.“ Diese beiden Verse stehen sicherlich im Zusammenhang.
[22:12] Die Heuchelei basiert ja auf dem Gedanken, dass ja niemand mitbekommt, was ich vielleicht Böses im Geheimen denke. Solange ich freundlich wirke, solange ich heilig mich gebe, solange ich Bibelverse zitiere, am Sabbat in der Gemeinde bin, meinen Zehnten zahle und um Schweinefleisch einen Bogen mache, dann merkt doch keiner, was vielleicht für lüsterne Gedanken ich habe oder für böse Gedanken oder für zornige Gedanken. Es merkt ja vielleicht keiner, wie ich zu Hause bin, wenn ich nur in der Synagoge oder in der Gemeinde einfach den Frommen spiele. Es merkt doch keiner.
[22:47] Aber Jesus sagt, es ist dabei nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird. Nichts ist verborgen, das nicht bekannt werden wird. Die Heuchelei funktioniert auf Dauer nicht, denn am Ende kommt alles raus. Jesus sagt, es ist ein Trugschluss, wenn du denkst, du kannst dich in dem frommen Gewand verstecken. Gott sieht es. Am Ende werden es alle sehen.
[23:13] Das Wort für „verdeckt“ hier ist das griechische Wort *Sykalyptō* und es ist das Gegenteil dann zu „aufgedeckt“, *Apokalyptō*. Wir kennen Apokalypse, die, wenn etwas beiseitegeschoben wird, so plötzlich sichtbar wird, was vorher verborgen war. Das ist das Bild hier.
[23:28] Was immer wir meinen zu verdecken, wird sichtbar werden. Und dieses Prinzip, das kennen wir schon aus dem Alten Testament. Jesus hat nichts anderes gesagt, als was schon in Prediger 12, Vers 14 steht: „Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen. Es sei gut oder böse, was immer verborgen ist.“ Die Pharisäer kannten den Vers ganz genau. Die Tatsache, dass sie trotzdem heuchelten, bewies, dass sie nicht wirklich der Meinung waren, dass das wirklich stimmt und Gott wirklich das tun wird und wirklich Kraft in diesem Wort ist. Sie meinten, sie könnten dieses Wort Gottes einfach als äußeren Mantel nehmen, ohne dass sie davon überzeugt waren, dass das hier wirklich stimmt. Aber Jesus sagt, es stimmt. Es wird alles offenbar werden. Es wird alles ans Licht kommen. Gott wird alles richten.
[24:19] Die Bibel sagt uns sogar, wer das tun wird, nämlich Jesus. 1. Korinther Kapitel 4 und dort Vers 5: „Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird.“
[24:36] Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird. Und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil. Unsere Aufgabe ist es nicht zu unterscheiden, bist du Heuchler oder nicht. Wir können nicht wissen, wer heuchelt oder nicht. Wenn wir Menschen das beurteilen sollten, würden wir viele Fehlurteile fällen. Gott wird das tun.
[24:56] Der Herr, der wiederkommt, Jesus Christus, er wird das im Finstern Verborgene ans Licht bringen.
[25:09] Paulus hat es so ausgedrückt: In dem Evangelium, dass er gepredigt hat, gibt es ein Gericht, in dem das Verborgene offenbar wird. Römer 2, Vers 16: „An dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“
[25:23] Es gibt heute viele Menschen, die predigen ein Evangelium ohne Gericht, aber Paulus hat ein Evangelium mit Gericht gepredigt, wo alles offenbar wird, wo die ganze Heuchelei von Menschen aller Jahrhunderte...
[25:44] Jesus hatte den Gedanken in diesem Vers schon an anderer Stelle gesagt, zum Beispiel in Lukas Kapitel 8 und dort Vers 17. Dort lesen wir: „Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird und nichts ist geheim, das nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.“
[26:02] Dieses Prinzip war für Jesus sehr wichtig. Wir finden es nicht nur im Parallelvers dann in Markus 4:22, sondern auch an anderer Stelle. Im Zuge einer anderen Predigt in Matthäus Kapitel 10, als Jesus seine Jünger für den Missionsdienst ausrüstete und aussandte.
[26:17] Dort heißt es in Vers 26: „So fürchtet euch nun nicht vor ihnen.“ Matthäus 10:26. Im Kontext der kommenden Verfolgungen sagt Jesus: „Fürchtet euch nicht vor ihnen.“ Warum? „Denn es ist nichts verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird und nichts verborgen, dass man nicht erfahren wird.“
[26:36] Jesus hat dieses Prinzip an verschiedenen Kontexten angewandt. Er sagt, wenn ihr Mission macht, dann fürchtet euch nicht vor denen, die euch verfolgen, denn was immer sie euch auch antun mögen, selbst wenn es auf dieser Welt nicht zu einer gerechten Bestrafung kommt, es wird alles aufgedeckt werden, es wird alles seiner gerechten Strafe zugefügt werden.
[26:55] Hier in Lukas 12 verwendet Jesus dieses Prinzip, um darauf hinzuweisen, dass Heuchelei nie ans Ziel kommt. Denn dasselbe Gericht, das die Bosheiten von Christenverfolgern aufdecken wird, wird auch die Heuchelei von vermeintlichen Nachfolgern aufdecken, die in Wirklichkeit in der Bosheit geblieben sind.
[27:22] Gehen wir zu Lukas 12 und dort Vers 3. Ein sehr interessanter Vers.
[27:27] Das heißt hier: „Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören.“ Auch hier sehen wir, Vers 3 baut auf Vers 2 auf. Es ist ein Gedankengang, den Jesus entwickelt. „Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden.“
[27:54] Wenn man das liest, hat man den Eindruck, das hat man doch schon mal gelesen und in der Tat hat Jesus schon früher einen fast identischen Satz gesagt, hat aber eine doch ziemlich bedeutsam andere Nuance, wie wir gleich sehen werden.
[28:05] Und zwar genau dort, wo wir gerade schon gewesen sind, in Matthäus 10. Genau nach dem Vers, nachdem auch hier steht. Also in Lukas 12, Vers 2, haben wir gesehen, dass nichts verdeckt ist, das nicht aufgedeckt wird, nichts verborgen, was nicht bekannt werden wird.
[28:20] Und dann kommt der Satz: „Alles, was ihr im Finstern redet, wird man darum im Licht hören und was ihr in den Kammern ins Ohr gesprochen habt, wird auf den Dächern verkündigt werden.“
[28:28] Die gleiche Reihenfolge der Gedanken findet sich auch in Matthäus 10, wie gerade schon erwähnt, in dieser Ausbildungs- und Aussendungspredigt von Jesus an die Jünger.
[28:38] Heißt es ja, wie gerade gelesen, in Vers 26: „So fürchtet euch nun nicht vor ihnen, denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt werden wird und nichts verborgen, was man nicht erfahren wird.“
[28:51] Jetzt kommt Vers 27: „Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht und was ihr ins Ohr hört, das verkündigt auf den Dächern.“
[29:10] Also in Matthäus 10 sagt Jesus, ich sage etwas im Geheimen und ihr werdet es dann öffentlich machen durch die Jünger.
[29:33] Aber jetzt sagt er, ihr, die Jünger, sagt etwas im Geheimen und das wird öffentlich werden.
[29:45] Er wendet also ein bestimmtes Prinzip, das wir besser verstehen wollen gleich, das er auf sich angewendet hat, jetzt auch auf die Jünger an.
[29:54] Im Kontext von Lukas 12, wir haben gesehen, diese drei Verse, Vers 1, 2 und 3, hängen miteinander zusammen.
[29:57] Er sagte: „Hütet euch vor der Heuchelei“, wo er sozusagen etwas Böses im Geheimen verborgen wird vor der Welt, wo man nach außen hin einen frommen Schein erwecken möchte.
[30:12] Er sagt, hütet euch davor, weil das Böse offenbar wird. Es wird offenbar werden. Und zwar haben wir gelernt durch das Gericht.
[30:20] Und dann sagt er, was ihr sagt im Geheimen, wird öffentlich werden. Das kann eigentlich nur bedeuten im Kontext durch das Gericht.
[30:29] Was bedeutet das alles? Jesus sagt folgendes. Er sagt: „Ich habe euch hier im Geheimen, vielleicht in einem Garten Gethsemane oder auf dem Ölberg oder in Galiläa oder wo immer auch in einem kleinen Haus, ich habe euch Dinge mitgeteilt und ihr werdet sie einmal öffentlich machen. Alles, was ich sage, wird mal an die Öffentlichkeit kommen durch euren Dienst.“
[30:54] Aber jetzt sagt Jesus, alles, was ihr im Geheimen sagt, wird auch öffentlich werden und zwar spätestens durch das Gericht.
[31:04] Nun ist es so, was immer Jesus im Geheimen gesagt hatte, er hatte keine Angst, dass seine Jünger das später mal öffentlich sagen würden, weil es alles auch öffentlich gesagt werden konnte.
[31:13] Jesus hat nicht gesagt, ah, wisst ihr was? Irgendwelche so, ich habe das gepredigt, aber das meine ich eigentlich wirklich. Ja, er hat nicht Dinge gesagt, für die er sich später schämen würde, wenn seine Jünger gesagt haben: „Übrigens, er hat dann später nach der Predigt noch das zu uns gesagt.“
[31:31] Was immer Jesus auch im Geheimen gesagt hatte, war der Art, dass es auch von den Jüngern öffentlich gesagt werden konnte, ohne dass das ein negatives Bild auf Jesus warf.
[31:43] Jesus hat auch in der Unterredung, in der Kammer zwischen Tür und Angel immer so gesprochen, dass man seine Worte in der ganzen Welt hätte predigen können, was man dann auch getan hat.
[31:53] Die Frage ist, wie ist es mit uns?
[32:01] Kann man alle unsere Worte, die wir so mal zwischen Tür und Angel sagen, zur Not auch öffentlich predigen und überall ausbreiten?
[32:14] Jesus war ein so reiner Mensch, dass er nichts gesagt hätte, was man nicht auch öffentlich hätte sagen können.
[32:23] Wie ist das mit uns? Ich glaube, indem Jesus das hier noch aufgreift, das gleiche Prinzip aber auf die Jünger bezieht, macht er deutlich, dass er selbst ein Vorbild ist.
[32:31] Er war frei von Heuchelei. Er hat nicht das eine gepredigt und dann im Geheimen andere Sachen gesagt. Das, was er im Geheimen gesagt hat, stimmte mit der Predigt überein. Es konnte überall veröffentlicht werden.
[32:44] Was wäre passiert, wenn jemand die geheimen Unterredungen der Pharisäer untereinander veröffentlicht hätte?
[32:55] Wenn jemand, der dabei stand, veröffentlicht hätte, was die Pharisäer untereinander in Johannes 7 gesagt hatten, als sie diese berühmten Worte aussprachen hier in Vers 49: „Aber dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch.“
[33:10] Was wäre passiert? Hätten sie gerne gehabt, dass man diese in geheimer Beratung ausgesprochenen Sätze jetzt plötzlich vor dem ganzen Volk verkündigt? Was hätte das gegeben?
[33:23] Jesus macht deutlich: Seid nicht wie die Pharisäer, die nach außen eine heilige Atmosphäre erzeugen, aber innerlich und im Geheimen Dinge sagen, die, wenn das bekannt werden würde, sie würden sich schämen. Das wäre eine Katastrophe. Sie heucheln.
[33:37] Seid nicht so. Seid so, dass ihr auch im Geheimen so redet, dass ihr euch im Gericht nicht schämen müsst, denn nichts bleibt unaufgedeckt.
[33:55] In Matthäus Kapitel 12 und dort Vers 36 heißt es: „Ich sage euch aber, dass die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, dass sie geredet haben.“
[34:11] Vers 37: „Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, nach deinen Worten wirst du verurteilt werden.“
[34:14] Lieber Freund, liebe Freundin, das Thema heute trifft mich und dich.
[34:24] Wie sind unsere Worte im Geheimen? Ist das, was wir nach außen geben, kongruent mit dem, was wir im Innern sind?
[34:41] Reden wir so auch im kleinsten Kreis unter den Freunden? Reden wir so, dass uns einmal bewusst ist, dass das ganze Universum diese Worte sehen und hören wird?
[34:55] Ist uns bewusst, dass jede geheime Absprache, jedes geheime Manöver, das wir planen und vor anderen verbergen, einmal von allen gesehen und gehört wird?
[35:09] Und wenn wir uns jetzt daran erinnern, dass wir schon viele Dinge gesagt haben, von denen wir nicht wünschen, dass sie gehört werden, lasst uns daran erinnern, dass das Blut Jesu Sünden bedeckt.
[35:31] Und lasst uns die Sünden, die wir begangen haben, zu Jesus bringen und von ihm die Kraft erhalten, dass der Sauerteig der Bosheit hinweggefegt wird, dass die Heuchelei nicht unser ganzes Leben durchsäuert, sondern wir wirklich das auch im Kleinen und Geheimen sagen und denken, was wir nach außen repräsentieren.
[35:57] Dass die Kraft Gottes unser Herz erreicht und in unseren Worten sichtbar wird.
[36:08] Und dass, wenn das Gericht einmal alles offenbar macht, sichtbar wird, dass Gott in uns gewirkt hat.
[36:15] Ich schließe mit Hosea Kapitel 14, einer wunderbaren Verheißung, dass tatsächlich unsere Worte, unsere Taten einmal als Gottes Frucht in unserem Leben sichtbar werden können.
[36:31] Hosea 14, Vers 9 und 10: „Ephraim wird sagen: Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben?“
[36:44] Gott sagt: „Ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt.“ Dann wieder Ephraim: „Ich bin wie eine grünende Zypresse.“
[36:52] Und jetzt kommt Gott: „Es soll sich zeigen, dass deine Frucht von mir kommt.“
[36:55] Das zeigt sich im Gericht, wenn Gott unser Herz verwandelt hat, dass wir durch und durch ein neuer Mensch sind.
[37:04] Wer ist so weise, dass er das versteht, einseht und so klug, dass er es versteht?
[37:12] Lieber Freund, liebe Freundin, bist du heute weise? Bist du heute klug?
[37:17] Möchtest du heute niederknien vor Jesus und sagen: „Herr, vergib mir, dass ich so oft Dinge gesagt habe, die, wenn ich genau drüber nachdenke, eigentlich nicht richtig waren? Und ich würde mich schämen, wenn sie überall bekannt würden. Reinige mich, vergib mir. Schaffe mir ein neues Herz und schaffe in mir eine solche Einstellung, ein von deinem Geist gewirktes Wesen, das auch im Geheimen nicht anders ist als nach außen. Lass mich frei sein von Heuchelei.“
[37:59] Ist das dein Wunsch heute? Lasst uns gemeinsam niederknien und beten.
[38:07] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns gesprochen hast und Herr, du weißt, wie oft wir in unserem Leben, ich und sicherlich jeder, der dieses Video anschaut, schon Dinge gesagt haben, weil wir meinten, es wird ja keiner vielleicht mitbekommen oder nur die Eingeweihten und niemand anders sonst.
[38:24] Dinge, für die wir uns schämen, wenn sie allen bekannt werden.
[38:32] Herr, gib, dass wir von ganzem Herzen uns dafür entscheiden, keine Heuchler sein zu wollen, sondern echte Christen, die das ernst meinen, was du gesagt hast und dir von ganzem Herzen folgen.
[38:46] Hilf uns, dass wir allen Neid, alle Verleumdung, alle Heuchelei, alle Bosheit ablegen und aufrichtige, ehrliche und durch und durch von deinem Heiligen Geist erfüllte Christen sind, die dich lieb haben und deren Worte sowohl öffentlich als auch im Privaten das bezeugen.
[39:12] Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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