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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp Jesu Lehre über Vergebung in Lukas 12. Er erklärt den Unterschied zwischen der Verleugnung des Menschensohnes, die durch Buße vergeben werden kann, und der unvergebbaren Lästerung des Heiligen Geistes. Anhand biblischer Beispiele wie Petrus, Paulus und Stephanus wird aufgezeigt, wie Gottes Geist zur Umkehr führt und Gläubige in Zeiten der Verfolgung stärkt. Der Sprecher ermutigt dazu, das Wirken des Heiligen Geistes im Alltag zuzulassen, um Jesus treu zu bekennen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt, dabei seid. Wir wollen weiter studieren in Lukas Kapitel 12. Die Worte unseres Freundes und Erlösers, unseres Königs Jesus Christus, wollen wir besser verstehen. Wir haben heute die Verse 10 bis 12 vor uns. Und bevor wir uns da genauer hineinvertiefen, möchten wir Gott einladen, dass er unser Bibelstudium segnet und wir die Worte so verstehen, wie er es gemeint hat und wie er es sich wünscht, dass wir sie verstehen. Und ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, wenn es dir möglich ist, dass wir gemeinsam zu einem Anfangsgebet niederknien.

[1:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns so unfassbar lieb hast und dass du immer und immer wieder um uns wirbst. Wir möchten dir danke sagen, dass wir in den Worten von Jesus so viel lesen und lernen können und dass du mit deinem Heiligen Geist dein Gesetz in unser Herz schreiben möchtest. Herr, ich möchte dich bitten, wenn wir jetzt in den kommenden Minuten dein Wort lesen, möchte ich bitten, dass du zu mir und zu uns sprichst, dass die Kraft deines Wortes uns neue Erweckung schenkt, neuen Mut, neue Zuversicht und uns auch zeigt, wo wir Veränderung brauchen und wo wir dein Evangelium bisher noch nicht vollständig angewandt haben. Möchte ich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist. Herr, ich möchte dich bitten, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern so wie du gesagt hast, dass es ausführt, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:43] Wir sind in Lukas Kapitel 12. Wir haben das letzte Mal zum Schluss gesehen, wie Jesus diese äußerst bedeutsamen Worte, die er schon mal in Matthäus 10 gesagt hatte, wiederholt hat, wie der ganze Abschnitt eine eigenständig formulierte Wiederholung der Gedanken aus Matthäus 10 ist. Wir haben gesehen, wie er gesagt hat in Vers 8 und 9: "Ich sage euch aber, jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes." "Wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes." Und wir haben letztes Mal schon gesehen, dass es Menschen gegeben hat, die Jesus verleugnet haben und dennoch am Ende gerettet worden sind. Wir haben das Beispiel von Petrus angeschaut und wir sehen jetzt, dass Jesus im nächsten Vers genau diesen Fall sozusagen antizipiert.

[3:48] Er sagt in Vers 10: "Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen." Wir haben ja gerade in Vers 9 gelesen, wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. Und jetzt sagt er in Vers 10: "Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden." Jesus macht deutlich, dass auch wenn wir ihn einmal verleugnet haben, wenn wir gegen ihn gesprochen haben, es immer noch möglich ist, Vergebung zu bekommen. Vers 9 ist nicht so gemeint, dass jemand, der Jesus einmal verleugnet hat, nie wieder eine Chance hat, zu Gott zu kommen.

[4:27] Das Beispiel von Petrus, der Jesus sogar dreimal verleugnet hat und dabei aber tatsächlich wirklich fast an den Rand des ewigen Ruins kam, zeigt ganz deutlich, dass wenn wir die ausgestreckte Hand von Jesus – in dem Fall den Blick von Jesus – annehmen, Petrus wurde ja von Jesus angeschaut, wie es uns dann im Lukasevangelium berichtet, wenn wir das annehmen, dann kann uns auch die Verleugnung vergeben werden.

[5:12] Der Bibeltext dazu in Lukas 22, Vers 61: "Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an, da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: 'Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen?'" Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. Und wir wissen, dass Jesus ihm vergeben hat in Johannes Kapitel 21.

[5:37] Da lesen wir in Vers 15: "Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: 'Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?'" Er spricht zu ihm: "Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe." Er spricht zu ihm: "Weide meine Lämmer." Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: "Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?" Er antwortete ihm: "Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe." Er spricht zu ihm: "Hüte meine Schafe." Und das dritte Mal fragte er ihn: "Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?" Da wurde Petrus traurig, dass er ihn das dritte Mal fragte: "Hast du mich lieb?" Und er sprach zu ihm: "Herr, du weißt alle Dinge. Du weißt, dass ich dich lieb habe." Jesus spricht zu ihm: "Weide meine Schafe."

[6:21] Jesus hat Petrus vergeben. Und Petrus wusste also aus eigener Erfahrung, selbst wenn man ein Wort gegen den Sohn des Menschen gesprochen hat, selbst wenn man ihn verleugnet hat, ist es möglich, Vergebung zu bekommen, wenn wir die ausgestreckte Hand, in dem Fall den Blick von Jesus, annehmen, die Buße, die er uns schenken möchte, annehmen, Buße tun und die Vergebung in Anspruch nehmen. Es ist möglich.

[6:47] Und weil Petrus diese Erfahrung selbst gemacht hat, konnte er sie auch anderen anbieten, andere darauf hinweisen, dass sie trotz der Verleugnung des Sohnes des Menschen trotzdem noch Vergebung haben können. In der Apostelgeschichte Kapitel 3, da haben wir gesehen in Vers 13 und 14, wie Petrus über Jesus spricht und das, was die Menschen zur Zeit Jesu dort mit Jesus getan haben.

[7:16] Wir lesen ab Vers 12: "Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: 'Ihr Männer von Israel, weshalb verwundert ihr euch darüber? Oder weshalb blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass dieser umhergeht?'" Vers 13: "Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht. Ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, dass euch ein Mörder geschenkt werde."

[7:48] Zweimal sagt Petrus der Menschenmenge, dass sie Jesus verleugnet haben. Aber für sie ist trotzdem der Zug noch nicht abgefahren. Die Hoffnung ist nicht gestorben. Vers 19: "Derselbe Petrus sagt ihnen jetzt: 'So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen.'"

[8:15] Jesus kann auch diesen Israeliten vergeben, so wie er dem Petrus vergeben hat. Die Botschaft hier, die Jesus in Lukas 12 macht, ist sehr, sehr bedeutsam. Er sagt, wenn wir zwar Jesus verleugnen, kann Jesus sich nicht zu uns bekennen im himmlischen Gericht. Aber wenn wir ihn verleugnet haben und uns bekehren, wenn es uns leid tut, wenn wir zu Jesus zurückkommen, dann kann er uns vergeben. Petrus bietet den Menschen, denen er zweimal sagt, ihr habt ihn verleugnet, an: Kommt zu Jesus, tut Buße, bekehrt euch, eure Sünden sollen vergeben und dann ausgetilgt werden.

[8:54] Niemand muss also denken, weil er Jesus einmal verleugnet hat, dass er jetzt ohne Hoffnung ist. Stimmt, wenn er dabei bleibt, solange er Jesus verleugnet, kann Jesus sich nicht im himmlischen Heiligtum zu ihm bekennen. Das haben wir sehr deutlich studiert. Aber auch wenn wir ihn in der Vergangenheit verleugnet haben, können wir uns doch heute für ihn entscheiden. Wir können die Vergebung in Anspruch nehmen.

[9:19] Jesus sagt sehr deutlich in Lukas 12, Vers 10: "Und jedem, nicht nur ausgesuchten Leuten, die schon ohnehin vorher mal Gutes getan hatten oder die zum engeren Kreis der Jünger gehören, jedem, wenn du, lieber Freund, liebe Freundin, wenn du in deinem Leben, sei es durch Worte, sei es durch dein Lebenswandel, Jesus verleugnet hast, kann dir vergeben werden."

[9:46] "Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden." Wer durch Buße und Umkehr die Sünde bereut und lässt, so wie es uns andere Bibelstellen ganz deutlich machen, der kann und wird Vergebung erhalten. Aber Jesus zeigt deutlich, es gibt eine Sünde, die kann nicht vergeben werden.

[10:13] Es ist nicht, dass man Jesus einmal mit Worten verleugnet hat oder durch sein Leben, denn das kann vergeben werden, wenn man umkehrt. Aber es gibt eine Sünde, die kann nicht vergeben werden. Und Jesus bringt jetzt hier einen Gedanken rein, den er ebenfalls an anderer Stelle schon gepredigt hat, allerdings nicht in Matthäus 10.

[10:34] Er sagt weiter: "Und jedem, der ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden." Diese Worte kommen aus Matthäus Kapitel 12.

[10:51] Wir sehen hier, wie Jesus in dieser Predigt in Lukas 12 zwar weitesgehend auf Material aus Matthäus 10, aus seiner Predigt, die er gehalten hatte, um die Jünger vorzubereiten auf ihre erste Missionsreise, wie er sich auf dieses Material weitesgehend gestützt hatte, aber jetzt hier aufgrund einer bestimmten Argumentation Material aus einer anderen Predigt herausgreift und damit verbindet, so wie jeder Prediger, der Praxiserfahrung hat, das auch machen würde.

[11:25] Jesus hatte das in Matthäus Kapitel 12.

[11:39] Wir sehen hier den tatsächlichen Prediger Jesus, der eine bestimmte Botschaft hat, die immer wieder an verschiedenen Gelegenheiten, wir haben es ja schon öfter angesprochen, immer wiederholt hat, manchmal in eigenen Formulierungen neu ausgedrückt, aber Jesus hatte eine Botschaft, die wo immer er hinkam, er rüberbringen wollte, die er weitergeben wollte.

[12:02] Matthäus Kapitel 12 und dort Vers 32: "Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen."

[12:22] Die Sünde gegen den Heiligen Geist kann nicht vergeben werden.

[12:28] Und wenn wir uns die Frage stellen, was genau ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, dann gibt uns Matthäus 12 bereits eine ganz hilfreiche Erklärung in der Geschichte. Und wir haben das ja vor langer Zeit schon einmal hier in dieser Serie auch angeschaut.

[12:44] Da wird ein Besessener zu Jesus gebracht, der blind und stumm ist. Besessen, blind und stumm. Und Jesus heilt ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah. Und die Volksmenge erstaunte und sich fragte: "Ist dieser nicht etwa der Sohn Davids?" Mit anderen Worten, ist er der Messias?

[13:03] Vers 24: "Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: 'Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus, als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen.'"

[13:17] Als Menschen das offensichtliche Wirken Gottes ablehnten und als satanisch und okkult bezeichneten. Als sie das Gute böse nannten, das sprachen sie gegen den Heiligen Geist.

[13:41] In Matthäus 12, Vers 31 heißt es: "Darum sage ich euch, jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden." Das Wort Lästerung ist das Wort Blasphemie.

[13:59] Und das bedeutet eigentlich, wenn man es wörtlich übersetzen möchte, so etwas wie Verleumdungen oder Böses reden.

[14:21] Wenn man über jemanden etwas behauptet, was gar nicht den Tatsachen entspricht, wenn man ihn verleumdet, wenn man ihm Böses unterstellt. Jesus hat hier einen Menschen geheilt und die Pharisäer unterstellen ihm eine okkulte Belastung. Sie unterstellen ihm, mit dem Satan im Bund zu sein. Das Wirken von Jesus soll so vor den Leuten quasi neutralisiert werden.

[14:52] Wenn wir das Wirken Gottes durch den Heiligen Geist an unserem Herzen mit Blasphemie belegen, wenn wir sozusagen schlecht darüber reden, wenn wir es ablehnen, dagegen rebellieren, wenn wir das Wirken Gottes quasi in unserem Herzen abblocken, kann uns nicht vergeben werden.

[15:13] Es war der Luzifer im Himmel, der dies erfand, indem er Verleumdungen über Gott sprach. Gott, der nur gut ist, ihm Böses unterstellte.

[15:29] Und solange jemand dem, der ihn retten kann und will, Böses unterstellt und ihm nicht traut und nicht vertraut, sondern ihn von sich weist, kann der Retter ihn nicht retten, denn der Gerechte, so sagt uns Habakuk 2, Vers 4, Römer 1, Vers 17, der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.

[15:50] Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist das Ablehnen, das in Misskredit bringen dessen, was Gott durch den Geist an und in uns tun möchte.

[16:04] Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist nicht eine besonders schlimme Tat, denn auch die schlimmste Tat, das schlimmste Wort, der schlimmste Gedanke können vergeben werden, wenn man bereit ist, das aufzugeben.

[16:20] Jesaja Kapitel 55 macht das ganz deutlich.

[16:28] Jesaja 55 und dort ab Vers 6: "Such den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nah ist. Nutzt die Gelegenheit, solange sie noch da ist." Mit anderen Worten, Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken. Es geht also um das Tun, auch um das Denken, und er kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung."

[16:51] Und wenn wir denken, das können wir uns nicht vorstellen, sagt Gott im nächsten Vers: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken, denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grün gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst. Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe."

[17:29] Wenn das Wort Gottes arbeiten darf, tut es das, was dort steht. Wenn wir dem Wort Gottes glauben, kann das Wort Gottes in unserem Leben völlige Veränderung bringen: Vergebung, Reinigung, Wiederherstellung, Gehorsam. All das kann Gottes Wort mit seiner schöpferischen Kraft in unserem Leben bewirken, wenn wir es zulassen, wenn wir bereit sind, unseren Weg zu verlassen, unsere Gedanken zu verlassen, egal wie schlimm sie vorher gewesen sind.

[17:58] Denn Jesaja sagt uns ebenfalls, oder Gott sagt uns in Jesaja Kapitel 1, Vers 18: "Kommt doch, wir wollen miteinander rechten", spricht der Herr. "Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden."

[18:15] Paulus hat gegen die Gemeinde Gottes geschossen. Er hat sie verfolgt. Er hat Menschen, die Jesus liebten, gefoltert. Er hat sie zu Tode bringen lassen. Er hat systematisch versucht, das Christentum auszurotten. Wir würden denken, man kann nicht schlimmer gegen Jesus agieren.

[18:34] Aber in 1. Timotheus Kapitel 1 und dort Vers 13 sagt uns Paulus, der sich später so unfassbar dafür geschämt hat. Er sagt in 1. Timotheus 1, Vers 13: "Der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war. Mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben tat. Und die Gnade unseres Herrn wurde über alle Maßen groß samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin."

[19:11] Paulus sagt: "Mit all seinen schlimmen Sünden, die er begangen hat, war es doch möglich, dass er Vergebung findet." Weil er das Wirken des Heiligen Geistes in seinem Leben zugelassen hat.

[19:29] Er hat sein Herz durchbohren lassen. Er hat aufgegeben. Er hat sein Leben Gott übergeben. All diese Dunkelheit, all das Böse, all das Finstere, den ganzen Stolz, das hatte er alles ihm gegeben und Gott konnte ihn neu schaffen, ihm vergeben, ihn wiederherstellen.

[19:41] Lieber Freund, liebe Freundin, egal was wir getan haben, egal ob es klein oder groß war in unseren Augen – in Gottes Augen sind keine Sünden unbedeutend – egal was wir getan haben. Und wenn wir mit Worten öffentlich Jesus verleugnet haben, wie Petrus, oder sogar mit aller Kraft gegen das Evangelium gekämpft haben, wie Paulus, dir und mir kann vergeben werden, wenn wir umkehren, wenn wir das Wirken des Geistes zulassen, egal wie tief wir gefallen sind, egal wie weit wir von Gott entfernt sind.

[20:19] 5. Mose 30 sagt uns: "Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen."

[20:38] Warum? Wenn (Vers 1 und 2): "Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, wenn wir umkehren, wenn wir es uns zu Herzen nehmen, wenn wir dem Wirken des Geistes nachgeben."

[21:12] Derselbe Paulus, der davon spricht, dass er trotz all seiner Sünden, trotz all seiner Lästerung und seinem Frevel Vergebung bekommen hat. Er spricht auch im Hebräerbrief über den Zustand oder über dieses Thema, dass unter welchen Umständen man keine Vergebung erhält. Er spricht über die Sünde gegen den Heiligen Geist sozusagen in Hebräer 10 ab Vers 26: "Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig, sondern nur ein schreckliches Erwarten des Gerichts und ein Zorneseifer des Feuers, der die Widerspenstigen verzehren wird."

[21:49] Damit ist nicht gemeint, dass wenn ich einmal das Evangelium verstanden habe und dann eine Sünde begehe, dass ich dann keine Chance mehr habe. Denn die Bibel sagt uns in 1. Johannes Kapitel 2, Vers 1: "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt" – Johannes schreibt ja an Leute, die das Evangelium kennen – "und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten."

[22:20] Wenn wir die Wahrheit erkannt haben und wir sündigen, dann gibt es immer die Möglichkeit umzukehren. Petrus hatte die Wahrheit ja verstanden, hatte gelästert, hatte geleugnet und konnte umkehren.

[22:33] Was der Paulus hier meint in Hebräer 10 ist, wenn wir die Wahrheit kennen, aber sie ignorieren und mutwillig sündigen und sündigen und sündigen und das Evangelium nicht in Anspruch nehmen, denn es heißt weiter in Vers 28: "Wenn jemand das Gesetz Moses verwirft, muss er ohne Erbarmen sterben auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin." Und jetzt kommt Vers 29: "Wie viel schlimmere Strafe meint ihr?" Das als das, was jetzt Vers 26 und 27 erklärt. "Wie viel schlimmere Strafe meint ihr, wird derjenige schuldig geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten hat? Mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat."

[23:18] Hier geht es nicht um jemand, der das Evangelium verstanden hat, in Sünde fällt – die ja letztendlich immer auch eine bewusste Entscheidung ist – und dann das Wirken des Heiligen Geistes zulässt, wirklich Reue zeigt und Vergebung erhält. Um den geht es hier nicht. Es geht um Menschen, die das Evangelium kennen, die das Evangelium vielleicht sogar erlebt haben, dann aber nicht mehr an ihrem Leben anwenden, die den Sohn Gottes mit Füßen treten, das Blut des Bundes für sich nicht in Anspruch nehmen wollen, die mit anderen Worten an ihrer Sünde festhalten wollen. Für die gibt es dann kein Opfer mehr.

[23:59] Mit anderen Worten, wer das Opfer Jesu nicht für sich in Anspruch nimmt, für den gibt es kein anderes Opfer. Es gibt keine andere Möglichkeit. Wer den Weg der Erlösung ablehnt, wie Jesus ihn uns in der Bibel präsentiert, für den gibt es keine andere Hoffnung. Das ist die Geschichte von Kain und Abel. Adam und Eva konnten Vergebung bekommen, weil sie das Evangelium angenommen haben. Für Kain gab es kein anderes Opfer mehr, keine Vergebung, weil er das eine Opfer, das Gott vorgegeben hatte, nicht geben wollte.

[24:33] Und so gab es keine Hoffnung für Kain. Wenn wir den Erlösungsplan, wie er in der Bibel steht, wie Gott ihn uns anbietet und wie der Heilige Geist ihn uns vorschlägt und in unserem Herzen arbeitet, wenn wir das ablehnen, gibt es kein anderes Opfer mehr, keine andere Möglichkeit, denn Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Niemand kommt zum Vater allein nur durch ihn. Es sei durch ihn.

[25:08] Zurück zu Lukas Kapitel 12. Jesus macht also deutlich, dass selbst die Verleugnung seiner Person vergeben werden kann. Aber es gibt keine Vergebung, wenn der Heilige Geist nicht an unserem Herzen arbeiten darf.

[25:24] Wenn Petrus den Blick von Jesus abgelehnt hätte, wenn er das Wirken des Geistes blockiert hätte, wäre er für immer verloren gewesen.

[25:35] Die Menschen, zu denen Petrus spricht in Apostelgeschichte 3, da gab es Leute, die haben das Wort Gottes angenommen. Sie haben es zugelassen, dass der Heilige Geist ihr Herz durchbohrt hat. Sie haben gefragt, was sollen wir tun, wie auch in Kapitel 2. Und Menschen haben sich bekehrt, aber da gab es sicherlich auch Menschen, die das gehört haben und abgelehnt haben. Und wer in der Ablehnung verharrte...

[26:12] Und so hat hier Jesus sozusagen, wenn man so möchte, einen in Anführungsstrichen pastoralen Gedanken hineingebracht, nachdem er in Vers 8 und 9 dieses große Prinzip aufgestellt hat: Wer sich zu Jesus bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich Jesus im Himmel bekennen. Wer Jesus verleugnet vor den Menschen, den wird Jesus auch vor den Engeln verleugnen.

[26:33] Jemand hätte denken können, wow, jetzt habe ich einmal Jesus verleugnet, bin ich jetzt für immer verloren? Jesus sagt: "Nein, nein, nein, nein, nein. Du bist nur dann verloren, wenn du das Wirken des Geistes, der dich auf diese Verleugnungen aufmerksam macht und dir helfen möchte, sie alle zu Jesus zu bringen, wenn du dem widerstehst."

[26:56] Ansonsten kann dir immer vergeben werden.

[27:05] Der Heilige Geist aber ist nicht nur derjenige, der uns auf all das hinweist, was in unserem Leben falsch läuft. Er ist doch eine echte Hilfe in der Verfolgung. Damit kommen wir jetzt wieder zu dem Thema, das ja der Hauptgedanke hier in diesem ganzen Abschnitt ist: Vers 11 und 12. "Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt, denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt."

[27:46] Der Heilige Geist arbeitet nicht nur in unserem Herzen, er erfüllt uns auch und ist unser Beistand in den größten Schwierigkeiten, wenn wir Verfolgung erleiden. Wir sehen hier jetzt, dass dieser ganze Zusammenhang ab Vers 1 eigentlich einen Gedankengang bildet.

[28:04] Jesus hatte, wie wir schon öfter betont haben, die Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer gewarnt, vor der Heuchelei. Die Jünger dachten ja, dass die Pharisäer doch relativ fromme Menschen seien, denen man irgendwie doch vielleicht folgen sollte, und sie konnten das nicht richtig verstehen, dass Jesus mit ihnen nicht zusammenarbeiten konnte.

[28:28] Und Jesus warnt sie vor der Heuchelei der Pharisäer und warnt dann in oder sagt dann in Vers 4, dass sie keine Angst haben sollen vor denen, die vielleicht den Leib töten können. Und jetzt wird hier in Vers 11 deutlich, dass die Nachfolger Jesu von diesen falschen religiösen Führern vor Gericht gestellt werden.

[28:51] Es gibt eine religiöse Verfolgung und auch eine weltliche, eine politische Verfolgung. Die Fürsten und Obrigkeiten machen da auch mit in Vers 11, aber es sind auch die Synagogen.

[29:02] Und Jesus muss seine Jünger vorsichtig, aber deutlich darauf vorbereiten, dass diejenigen, zu denen sie noch größtenteils aufschauen und als religiöse Autoritäten akzeptieren, dass die sie einmal verfolgen werden wegen ihrem Bekenntnis zu Jesus.

[29:25] Das, was hier steht in Vers 11 und 12, ist im Grunde genommen eine sehr präzise Zusammenfassung dessen, was Jesus etwas ausführlicher wiederum in Matthäus Kapitel 10 gesagt hat, dort vor den Gedanken, die hier in Lukas 12 schon früher gesagt worden waren. Auch hier wieder ein guter Hinweis, ein guter Beleg dafür, wie Jesus vorhandene Predigten gehalten hat, neu strukturiert hat und dann die gleichen Gedanken in neuer Form präsentiert hat.

[29:54] Matthäus Kapitel 10 und dort Vers 17 bis 20. So klang das damals: "Hütet euch aber vor den Menschen, denn sie werden euch den Gerichten ausliefern und in ihren Synagogen werden sie euch geißeln. Auch vor Fürsten und Könige wird man euch führen, um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie euch aber ausliefern, so sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt, denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt, denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet."

[30:35] Und deswegen sollten wir unter gar keinen Umständen das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben blockieren.

[30:44] Nicht nur deswegen, aber das ist einer der Gründe, die wir anführen können. Der Heilige Geist, der uns das Evangelium zeigt, der uns zu Jesus führt, der in unserem Herzen wirkt, er ist es auch, der uns in den größten Notsituationen in besonderer Weise beistehen wird.

[31:06] In 2. Mose Kapitel 4 lernen wir, dass wir uns keine Gedanken machen müssen, was wir sagen sollen, wie wir es sagen sollen. Mose hat sich diese Gedanken gemacht. Er wurde von Gott berufen, zum Pharao, zum mächtigsten Herrscher der damaligen Welt zu gehen, um eine für den Pharao unangenehme Botschaft von Gott zu übermitteln.

[31:34] Und er sagte in Vers 10, 2. Mose 4, Vers 10: "Mose aber sprach zum Herrn: 'Ach, mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann. Ich bin es von jeher nicht gewesen und bin es auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht geredet hast, denn ich habe einen schwerfälligen Mund und habe eine schwere Zunge.'" Was soll ich reden? Mit anderen Worten, er macht sich Sorgen, er macht sich Gedanken, was er reden soll, wie er reden soll.

[31:57] Und die Antwort von Gott ist bezeichnend. Vers 11: "Da sprach der Herr zu ihm: 'Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht ihn stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin ich es nicht, der Herr?'"

[32:12] Gott sorgt für uns.

[32:16] Und deswegen sagt Jesus: "Macht euch keine Gedanken. Der Geist meines Vaters wird euch sagen, was ihr sagen sollt. Er wird bei euch sein."

[32:25] Und wir sehen, wie sich das im Leben der Apostel buchstäblich erfüllt hat. Als zu Pfingsten der Heilige Geist ausgegossen wird, sehen wir die Apostel in Vollmacht das Evangelium predigen. Dieselben, die vorher weggelaufen waren, als die Soldaten gekommen waren, um Jesus zu fangen in Gethsemane. Sie stehen jetzt auf den großen Versammlungen vor den einflussreichsten Männern und predigen ganz furchtlos das Evangelium von Jesus.

[32:56] Apostelgeschichte 4, Vers 8: "Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: 'Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel.'" Und dann kommt eine ganze Rede.

[33:08] Apostelgeschichte 6 und dort Vers 10. Da geht es um den Stephanus. "Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen."

[33:19] Gott hatte den Heiligen Geist ihnen gegeben, genauso wie Jesus in Lukas Kapitel 12 vorher gesagt hatte, dass in der Situation, wenn sie vor Könige, vor Synagogen, vor Obrigkeiten geführt werden würden, würde der Geist Gottes durch sie sprechen.

[33:36] Stephanus ist ein besonderes Beispiel, denn wir sehen in der ganzen Predigt, wie der Geist durch ihn spricht. Und dann sagt er in Vers 51 von Kapitel 7 in der Apostelgeschichte: "Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr." Das ist genau das, was wir in Vers 10 gesehen haben: die Lästerung des Geistes, das sich Wehren gegen das Wirken des Geistes.

[34:04] Und wir sehen das in Vers 54: "Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz." Der Geist Gottes wirkte an ihnen. "Und sie knirschten mit den Zähnen über ihn", statt traurig zu sein über ihre eigenen Sünden, zuzugeben, dass der Geist Gottes sie getroffen hat. Wollen sie das nicht akzeptieren? Sie kämpfen gegen den Geist Gottes und der allein könnte sie zur Buße führen, durch die sie Vergebung erhalten könnten. Stattdessen kämpfen sie jetzt gegen den Boten.

[34:38] Vers 55: "Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Und er sprach: 'Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen.'" Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los.

[35:01] Das ist die Sünde, die Lästerung des Geistes.

[35:08] Wer so das Evangelium ablehnt, der kann nicht gerettet werden. Wir sehen hier in dieser Geschichte, wie sowohl der Vers 10 (Lästerung des Geistes, die nicht vergeben werden kann) als auch Vers 11 und 12 aus Lukas 12, nämlich, dass wir vom Heiligen Geist erfüllt werden, wenn wir vor Gericht gestellt werden, um des Glaubens willen. Wir sehen, wie beide diese Gedanken sich hier in der Geschichte von Stephanus treffen und wiederfinden.

[35:42] Jesus hat ganz fraglos seine Jünger auf die unmittelbare Zukunft vorbereitet, auf die Dinge, die kommen würden, auf die Verfolgung. Er wusste, dass nach seinem Tod und seiner Himmelfahrt die Jünger selbst in den Fokus rücken würden, dass sie für das Evangelium auf dieser Erde kämpfen müssten.

[35:59] Und er wollte ihnen deutlich machen, dass es sein Wunsch ist, dass sie notfalls bis zum Tod für ihn und die Wahrheit einstehen, dass sie ihn bekennen vor den Menschen, weil auch Jesus im Himmel sich zu ihnen bekennt.

[36:22] Und sie haben die Erfahrung gemacht, dass der Heilige Geist tatsächlich ihnen in derselben Stunde gezeigt hat, was sie sagen sollten. Lieber Freund, liebe Freundin, auch wir müssen nicht uns lange Predigten ausarbeiten für den Fall, dass wir irgendwann mal vor Gericht gestellt werden. Wir können darauf vertrauen, dass in dem Moment der Heilige Geist uns das geben wird, was wir sagen sollen. Er wird uns an das erinnern, was wir tagtäglich studiert haben.

[36:54] Nicht um uns auf irgendeine spätere Verfolgung vorzubereiten, sondern um Jesus im Alltag zu erleben, um mit ihm verbunden zu sein. Wer nie mit Jesus redet, wer nie sich für Jesus interessiert, an den kann der Heilige Geist auch am Ende der Zeit nicht plötzlich an Dinge erinnern, die er nie gelesen hat. Aber wenn wir täglich mit Jesus gehen, wenn wir täglich Jesus bekennen, kann uns der Heilige Geist dann in der Notsituation vor Gericht genau das und dann das erinnern, was in der Situation am allerwichtigsten ist.

[37:27] Wenn wir gelernt haben, den Heiligen Geist als Lehrer zu haben im Alltag, dann werden wir auch darauf vertrauen, dass er uns vor den Gerichten nicht im Stich lassen wird. So wie die Jünger das erlebt haben, als sie vor dem Synedrium und vor römischen Autoritäten und vor verschiedenen Gerichten standen, haben sie immer erlebt, dass der Heilige Geist ihnen genau die richtigen Worte inhaltlich als auch in der Ausdrucksweise gegeben hat.

[37:59] Und sie haben erlebt, dass Gott sich um sie sorgt, dass sie wertvoller sind als Sperlinge, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod, weil sie wussten, dass Nero, Herodes, Agrippa, Festus, wie sie alle hießen, Kajaphas, dass all diese Leute vielleicht den Leib töten könnten, aber danach nichts weiter tun können. Wie Vers 4 in Lukas 12 sagt: Sie wussten, dass wenn sie Gott fürchten und sich zu Jesus bekennen, er sich im himmlischen Heiligtum zu ihnen bekennt, im Gericht zu ihnen bekennen wird und sie dann einmal für alle Ewigkeit bei ihm sein werden, wenn er wiederkommt und sie aus dem Grab hervorholt. Sie haben überwunden.

[38:49] Offenbarung 12, Vers 11: "Und sie haben ihn, den Satan, überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod." Das ist nicht einfach das Zeugnis, dass sie aus eigener Kraft zusammengezimmert haben, sondern das Zeugnis, dass sie gegeben haben, weil der Heilige Geist in ihnen gewirkt hat.

[39:09] Das Zeugnis, dass sie geben konnten, weil sie bereit waren, das Wirken des Geistes zuzulassen, sich einzugestehen, wie oft und wie vielfältig sie Jesus verleugnet hatten und dem Geist erlaubt haben, ihnen diese Sünden zu präsentieren, ihnen Buße anzubieten, diese Buße anzunehmen, das Blut des Lammes für sich in Anspruch zu nehmen und dann erfüllt vom Heiligen Geist Zeugnis zu geben, so wie Petrus, wie Stephanus, wie Paulus.

[39:41] Und die erlebt haben, dass der Heilige Geist der beste Lehrer ist. Das, was die Apostel erlebt haben, werden auch wir erleben, wenn wir bereit sind, treu zu Jesus zu stehen.

[39:56] Möchte dich heute fragen, lieber Freund, liebe Freundin, niemand von uns weiß, wie viele Predigten wir noch sehen können, wie viele Bibelstudien wir noch erleben werden. Möchtest du heute, heute an diesem Tag bereit sein, für Jesus zu stehen und ihn zu bekennen in der Kraft des Heiligen Geistes? Ich möchte diese Entscheidung fällen. Lass uns gemeinsam beten.

[40:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, Herr. Danke für das Wirken des Heiligen Geistes und danke, dass du uns im richtigen Moment die Worte eingibst, die wir brauchen, dass wir dir vertrauen dürfen, dass du uns niemals alleine in die Krise schickst. Und Herr, danke für die Gewissheit, dass selbst wenn wir dich verleugnet haben durch Worte, durch Taten, durch unsere Einstellung, dass wir Vergebung finden können, wenn wir die Sünde bereuen und lassen durch deine Kraft, durch das Wirken deines Geistes. Herr, zeig uns, wo in unserem Leben wir dich verleugnet haben und wo es uns vielleicht noch nicht mal aufgefallen ist. Und mach uns zu Menschen, die in allen Bereichen ihres Lebens dich verherrlichen und dich bekennen, dass es auch von uns gesagt werden kann, dass wir durch das Blut des Lammes, das Wort unseres Zeugnisses den Satan überwunden haben bis zum Tod. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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