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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp das Gleichnis vom reichen Narren aus Lukas 12. Er warnt eindringlich vor der Habsucht und der Illusion, dass materieller Reichtum wahre Sicherheit oder Glück bringt. Stattdessen ruft er dazu auf, Gottes Segen als Mittel zu sehen, um anderen zu dienen und Schätze im Himmel zu sammeln.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:33] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.yomedia.de.

[0:41] Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir wollen weiter studieren im Leben unseres Freundes, unseres Schöpfers, unseres Erlösers, Jesus Christus. Wir sind mitten im Lukasevangelium in Kapitel 12. Das letzte Mal haben wir gesehen, wie Jesus auf die Frage nach einer Erbteilung, die man ihm an ihn herangetragen hat, wie er darauf geantwortet hat. Und wir wollen heute sehen, wie das Ganze dann weiterging und welche weiteren Lehren Jesus in diesem Zusammenhang nicht nur den Menschen damals, sondern auch uns hier gibt.

[1:21] Bevor wir beginnen, nach guter Gewohnheit wollen wir mit einem Gebet starten, und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich auch dich ein, hier niederzuknien am Anfang.

[1:34] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben, dass wir darin lesen können, dass du zu uns sprichst, dass du uns lehrst und dass wir durch deine Kraft auch die Dinge, die wir verstehen, in unserem Alltag umsetzen können. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass wir etwas besser verstehen über dich und über die Wahrheit, über unser eigenes Leben und dass wir im Glauben gestärkt werden, wachsen dürfen und immer näher zu dir kommen, Herr. Hab Dank für diese Gelegenheit und segne uns jetzt nach deiner Verheißung, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:20] Lukas Kapitel 12. Wir lesen ab Vers 15. Wie gerade schon erwähnt, in Vers 13 kam ein Mann zu Jesus, der, nachdem er all die geistlichen Lehren gehört hat, die Jesus gepredigt hatte, nichts Besseres auf dem Herzen hatte, als dass Jesus jetzt in einem Erbstreit mit seinem Bruder schlichten solle. Und Jesus hat diese Verantwortung, diese Aufgabe von sich gewiesen. Dazu war er nicht gekommen. Er hatte gesagt in Vers 14: „Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?“ Er hatte ein geistliches Anliegen und Fragen rein weltlicher, politischer, wirtschaftlicher Natur, für die hat Jesus keine Autorität gehabt oder wollte nicht mit seiner Autorität in diesen Fragen mitmischen.

[3:11] Und da haben wir eine ganze Menge an wichtigen Lektionen für unser Leben auch herausziehen dürfen, aber Jesus hört an dieser Stelle nicht auf.

[3:20] Der nächste Satz zeigt, dass Jesus die eigentliche Motivation dieses Mannes genau durchschaut hat, und er, statt das oberflächliche juristische Problem zu lösen, viel mehr ein Interesse daran hat, das eigentliche geistliche Problem zu lösen, das diesen Mann plagt. Der Mann denkt, dass sein Glück davon abhängt, dass endlich sein Bruder versteht, wie man juristisch das Erbe teilen soll. Aber davon hängt sein Glück nicht ab, denn Jesus offenbart im nächsten Vers, dass ein tiefer sitzendes Problem ihn plagt, das auch ihn weiterplagen wird, selbst wenn Jesus juristisch korrekt das Erbe geteilt hätte.

[4:11] Wie oft glauben wir, dass unser persönliches Lebensglück von äußeren Entscheidungen und Umständen abhängt, wenn in Wirklichkeit die tiefsitzenden Probleme noch gar nicht angepackt worden sind? Jesus packt die echten Probleme an.

[4:28] Vers 15: „Er sagte aber zu ihnen: "Habt acht und hütet euch vor der Habsucht! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat."“

[5:05] Jesus hat geistlich messerscharf erkannt, dass dieser Mann, der zu ihm kam und der diese juristische Erbschaftsfrage ausgebreitet hat, eigentlich im tiefsten Kern seines Herzens habsüchtig gewesen ist. Das war das eigentliche Problem. Und Jesus weigert sich zwar, Jurist zu spielen, er weigert sich, sich in die Erbschaftsfrage einzumischen, aber er ist der Sache nicht gleichgültig gegenüber.

[5:33] Es ist nicht so, dass ihn das Schicksal dieses Mannes nicht interessiert. Er möchte an das wahre Problem gehen. Und wir sehen das im Leben und Wirken Jesu immer wieder: Als die Menschen dachten, ihre Probleme werden durch politische und wirtschaftliche und militärische Aktionen gelöst, hat Jesus ihnen deutlich machen wollen: Ihre Probleme liegen in ihrem Herzen. Die Sünde muss besiegt werden, nicht die Römer.

[6:02] Dieser Mann braucht Hilfe gegen die Habsucht. Er braucht nicht Hilfe gegen seinen Bruder.

[6:10] Habt acht und hütet euch vor der Habsucht. Jesus bittet nicht nur die Menschen damals, er bittet uns alle, genau hinzuschauen.

[6:21] Hinzuschauen in unsere Herzen, hinzuschauen in unsere Gewohnheiten, genau hinzuschauen auf unser Leben. Vielleicht versteckt sich dort Habsucht und wir haben es noch gar nicht bemerkt und glauben, es sind immer nur die anderen schuld.

[6:37] Jesus legt hier den Finger auf die Wunde und er bringt unsere Aufmerksamkeit auf das zehnte Gebot, das im Grunde genommen so ein bisschen auch ein Fundament ist. Denn wer das zehnte Gebot in seinem Herzen trägt, der wird auch mit den anderen, dem sechsten, dem siebten, dem achten so schnell keine Probleme bekommen.

[7:12] In 2. Mose 20 und dort Vers 17 sagt uns auch Jesus hier auf dem Berg Sinai: „Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat.“

[7:39] Jesus illustriert jetzt hier mit dem, was er sagt und was dann jetzt in den nächsten Versen kommt, das zehnte Gebot: „Du sollst nicht begehren.“ Er sagt: „Habt acht, schaut genau darauf hin, hütet euch vor der Habsucht.“

[7:59] In Lukas 8 hatte er vor dieser Gefahr gewarnt in dem berühmten Gleichnis von dem Sämann und den Böden. In Vers 14 lesen wir: „Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehört haben. Aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und Vergnügung des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.“

[8:17] Habsucht kann bei einem Menschen, der das Evangelium gehört und verstanden und angenommen hat, dazu führen, dass es am Ende nicht zur Vollendung kommt. Jesus sagt: „Schaut hin, achtet darauf, dass die Habsucht am Ende nicht in eurem Leben das Evangelium und die Verheißung Gottes neutralisieren, weil euch die Habsucht dann wichtiger wird, als gottgefällig zu leben.“

[8:44] Ein Mann, der durch die Habsucht ins Unglück gestürzt ist, den kennen wir aus dem Buch Josua. Das ist der Achan. Er wollte unbedingt jetzt sofort dieses babylonische Kleid und die anderen Dinge, die er mitgenommen hat. Obwohl Gott gesagt hatte, bei dieser ersten Stadt Jericho, gehört alles dem Herrn, alles ist dem Bann verfallen. Später durften die Israeliten auch Plündergut an sich nehmen. Aber Achan wollte es jetzt. Er wollte es gleich. Er dachte, er kann es verstecken. Er ist durch die Habsucht, die er bis zum Schluss nicht zugeben wollte, ...

[9:31] Psalm 10 und dort Vers 3. Dort heißt es: „Denn der Gottlose rühmt sich der Gelüste seines Herzens und der Habsüchtige sagt sich los vom Herrn und lästert ihn.“

[9:49] Interessanterweise, wir haben ja so eine auch aus der Prophetie so eine Idee, was es bedeutet, Gott zu lästern. Hier wird auch gesagt, dass jemand, der habsüchtig ist, Gott lästert. Und wenn wir mit historischer und prophetischer Genauigkeit auf das Papsttum schauen und Gotteslästerung feststellen an bestimmten theologischen Aussagen, aber wir selbst durch Habsucht dasselbe tun, dann haben wir am Ende nichts gewonnen.

[10:22] Der Habsüchtige sagt sich los vom Herrn, weil er nicht vertraut, dass Gott alles für ihn gibt, alles für ihn tut und für ihn sorgt.

[10:36] Übrigens ist es vielleicht für die Gotteslästerung auch in der Prophetie interessant, dass die Kirche im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Reichtum angehäuft hat. Könnte Habsucht auch dort ein Faktor sein in der Definition und in dem Umfang dessen, was wir als Gotteslästerung bezeichnen?

[11:03] Psalm 62 und dort Vers 11. Ist es okay, wenn man reich wird? Es heißt hier in Vers 11: „Verlasst euch nicht auf erpresstes Gut und setzt nicht trügerische Hoffnung auf Raub.“ Wir sollen also nicht mit unlauteren Mitteln durch Sünde versuchen, reich zu werden. Es heißt in Vers 11: „Wenn der Reichtum sich mehrt, das kann passieren. Menschen können reich werden. Abraham war reich und ist darüber nicht gestolpert.“

[11:34] Wenn der Reichtum sich mehrt, so hängt euer Herz nicht daran.

[11:47] Dann wollen wir auf dieses Wort hier achten. Der Reichtum an sich ist nicht das Problem, aber wenn unser Herz, unsere Gedanken sich daran hängen, ...

[12:07] Wohin soll sich das Herz neigen? Psalm 119 und dort Vers 36: „Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habgier.“ Der Psalmist weiß ganz genau, dorthin, wohin mein Herz sich wendet, wohin meine Gedanken gehen, dort wird mein ganzes Leben geprägt, davon wird mein ganzes Leben geprägt sein. Das Herz soll sich dem Wort Gottes zuwenden und nicht der Habgier.

[12:41] Was heißt das jetzt praktisch? In Sprüche 23 und dort Vers 4 und 5 wird uns das gut erklärt. Sprüche 23 Vers 4 und 5: „Bemühe dich nicht, Reichtum zu erwerben aus eigener Einsicht. Lass davon. Kaum hast du dein Auge darauf geworfen, so ist er nicht mehr da. Denn sicherlich schafft er sich Flügel wie ein Adler, der zum Himmel fliegt.“

[13:04] Wir bekommen den Ratschlag, nicht das zu einer Priorität zu machen, nicht zu einem Hauptaugenmerk, unbedingt reich werden zu wollen. Wenn aufgrund des Segens Gottes, einfach weil wir fleißig und ehrlich und aufrichtig sind, sich der Reichtum einstellt, so dürfen wir Gott preisen und den Reichtum als ein Talent Gottes nutzen zu seiner Ehre.

[13:23] Aber wer von Anfang an intentional darauf absieht, reich zu werden, ...

[13:44] Unser Leben hängt nicht von unseren materiellen Besitztümern ab. Das sagt Jesus hier ganz deutlich. In Sprüche 15 und dort Vers 16 heißt es: „Besser wenig mit der Furcht des Herrn als großer Reichtum und ein unruhiges Gewissen dabei.“

[13:59] Viele Menschen, die extrem reich geworden sind und dachten, dann glücklich zu sein, haben in ihrem Leben festgestellt, dass Geld und Besitz Glück nicht kaufen können.

[14:14] Sprüche 16, Vers 16: „Wie viel besser ist es, Weisheit zu erwerben als Gold und Einsicht zu erwerben ist begehrenswerter als Silber?“ Möchtest du reich sein, materiell, oder möchtest du reich sein an echter geistlicher Weisheit, an echtem Glauben?

[14:32] Prediger 5, Vers 9 bis 11. Jemand, der es wirklich wissen musste: Salomo. Unfassbar reich ist er gewesen. Aber am Ende seines Lebens, nach dem Auf und Ab seiner moralischen Karriere sozusagen, stellt er fest, dass der Reichtum ihn nicht glücklich gemacht hat.

[14:55] Prediger 5, Vers 9: „Wer Geld liebt, bekommt vom Geld nicht genug und wer Reichtum liebt, nicht vom Gewinn.“ Auch das ist nichtig. Man wird niemals reich genug sein, wenn man reich werden möchte.

[15:09] „Wo viele Güter sind, da sind auch viele, die davon zehren. Und was hat ihr Besitzer mehr davon als eine Augenweide? Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er nun wenig oder viel isst, aber den Reichen lässt seine Übersättigung nicht schlafen.“

[15:23] Aber Jesus warnt nicht nur im Alten und im Neuen Testament vor der Habsucht. Jesus präsentiert auch die Lösung in Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 25 und 26.

[15:41] In der berühmten Bergpredigt spricht er genau von diesem Thema, wenn er in Matthäus 6, Vers 25 und 26 sagt: „Darum sage ich euch, sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel des Himmels.“

[16:06] „Schaut genau hin. Seht euch die Vögel an. Haben wir gerade gesehen. Achtet darauf, nicht habsüchtig zu werden. Seht die Vögel des Himmels an.“

[16:17] Um die Habsucht zu vermeiden, ist es wichtig, mal von sich wegzuschauen, mal zu schauen, wie Gott für alles andere um uns herum sorgt. „Seht die Vögel des Himmels an, sie säen nicht und ernten nicht. Sie sammeln auch nicht in die Scheunen. Und euer himmlischer Vater ernährt sie. Doch seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“

[16:36] Die Lösung ist, dass wir uns wieder bewusst machen müssen, dass wir uns wieder daran erinnern müssen, dass Gott sich um uns sorgt und dass wir ihm deswegen ganz vertrauen dürfen und sollen.

[16:51] Wer weiß und glaubt, dass Gott für ihn sorgt und ihm alles Gute geben wird, der wird nicht begehren, was andere haben, weil er weiß, alles, was ich brauche, alles, was gut für mich ist, alles, was das Beste für mich ist, das werde ich von Gott erhalten.

[17:14] Und so erfüllt sich das, was Paulus in Römer 8 schreibt, Vers 28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“

[17:24] Wir nehmen diesen Vers meistens nur im Bezug auf Schicksalsschläge und begründen dann ja auch zurecht, dass trotzdem Gott uns liebt. Aber der Punkt hier ist, dass wenn wir Gott lieben, wenn wir auf ihn schauen, dann realisieren wir, dass er immer nur das Beste für uns will. Und weil wir ihm vertrauen, können wir von ihm auch das Beste empfangen, was in dieser sündenkranken Welt und angesichts unseres Charakters das Beste für uns ist.

[17:54] Das Gegenmittel gegen die Habsucht ist ein Leben aus dem Glauben. Ein Glaube an das Wort Gottes, ein Glaube daran, dass Gott uns so sehr liebt, dass er uns alles gibt, nicht nur was wir brauchen, sondern dass er das Beste für uns vorbereitet hat, in dieser Welt und in der zukünftigen.

[18:17] Der praktische Rat von Paulus an diejenigen, die überdurchschnittlich viel Geld und Besitztümer besitzen, den finden wir in 1. Timotheus Kapitel 6 und dort Vers 17.

[18:35] 1. Timotheus 6, Vers 6: „Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden ist.“ Das ist der große Ratschlag, den Paulus uns allen gibt. Egal, ob wir viel oder wenig haben, lass uns genügsam sein.

[18:55] Vers 7: „Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können.“ Hiob hat das in tiefster Not eindrucksvoll verstanden.

[19:05] Vers 8: „Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen.“

[19:10] Ein echter Christ braucht keinen hohen Standard, braucht keinen hohen Luxus. Ein echter Christ ist zufrieden mit dem Lebensnotwendigen und dankbar für alles, was Gott schenkt.

[19:24] Und so ist der praktische Ratschlag an die, die, wie gerade schon gesagt, etwas mehr besitzen, in Vers 17: „Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen.“

[19:40] Es ist also nicht verkehrt, reich zu sein, aber wer aufgrund des Reichtums hochmütig ist, der hat ein Problem. Wer auf den Reichtum vertraut, hat ein Problem.

[19:52] Reichtum ist eine Gabe, ein Geschenk Gottes und muss dann auch im Sinne Gottes zu seiner Ehre eingesetzt werden.

[20:00] „Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuss darreicht.“

[20:13] Gott gibt uns ja nicht nur das Notwendigste. Wenn Gott für uns sorgt, dann ist das nicht wie das Essen im Krankenhaus, wo man nur ein bisschen bekommt und nicht mal das Beste. Wenn Gott für uns sorgt, dann sagt hier Paulus, dass er uns alles reichlich zum Genuss darreicht. Er gibt uns alles, was wir brauchen. Er gibt uns reichlich mehr, als wir uns das vorstellen können. Und er gibt es uns zum Genuss.

[20:37] Gott freut sich, wenn wir uns freuen. Er freut sich, wenn uns Dinge gefallen. Gott hat Gefallen daran, uns Gefallen zu tun.

[20:52] So steht es in Jeremia 32, einer meiner großen Lieblingspassagen. Jeremia 32 und dort Vers 41: „Und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun. Ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele.“

[21:08] Gott freut sich, wenn er mir etwas Gutes tun kann. Gott freut sich, wenn er dir etwas Gutes tun kann. Und wenn wir das glauben und daraus leben und ihn von Herzen lieben, dann kann die Habsucht in unserem Herzen nicht wachsen.

[21:26] Jesus illustriert die Gefahr der Habsucht jetzt in Lukas 12 mit einem Gleichnis.

[21:38] Wie so oft gebraucht Jesus Gleichnisse, um tiefe geistliche Wahrheiten, Weisheiten, Einsichten praktisch zu veranschaulichen. Und die nächsten Verse offenbaren, dass dieses Gleichnis ganz offensichtlich die Illustration für Vers 15 darstellt.

[21:55] Lukas 12, Vers 16: „Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: "Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen."“ Hier ist ein Mann, der bereits reich ist. Er hat schon sehr viel. Er hat schon mehr als die meisten anderen Menschen. Er ist bereits reich und bekommt noch mehr. Seine Ernte war groß. Viel Frucht konnte er einfahren.

[22:29] Nun sagt Reichtum aber noch nichts über den geistlichen Zustand aus. So sagt uns das ja in Psalm 73 und dort Vers 12.

[22:41] Psalm 73, Vers 12: „Siehe, das sind die Gottlosen, denen geht es immer gut und sie werden reich.“ Reichtum ist kein Gradmesser, ob jemand geistlich oder ungeistlich ist, ob er gläubig oder ungläubig ist.

[22:57] Es gibt zwar einige christliche Kirchen heute oder Bewegung, das Prosperity Gospel in Amerika z.B., die so den Eindruck erwecken, dass ein gläubiger Mensch, der wirklich Gott Vertrauen hat, immer auch materiell gesegnet sein wird und woraus dann oft der Umkehrschluss gezogen wird: Leute, die materiell gesegnet sind, müssen auch ziemlich gläubig sein. Aber das ist vollkommen und absolut falsch. So funktioniert es nicht.

[23:23] Die Tatsache, dass dieser Mann hier reich ist und noch viel geerntet hat, ist noch kein Hinweis darauf, dass er in irgendeiner Weise besonders geistlich ist. Denn Erntesegen ist immer ein Geschenk Gottes, egal ob wir besonders gläubig oder ungläubig gewesen sind.

[23:40] In Hosea, Kapitel 2 und dort Vers 10 wird das deutlich, dass auch Menschen, die gegen Gott rebellieren, trotzdem auch einmal eine große und gute Ernte einfahren können. Hosea 2 und dort Vers 10, dort geht es um diese ehebrecherische Frau.

[23:54] Vers 10: „Sie erkannte ja nicht, dass ich es war“ – also Gott, der hier über Israel spricht – „sie erkannte ja nicht, dass ich es war, der ihr das Korn, den Most und das Öl gab und ihr das Silber und Gold mehrte, das sie für den Baal verwendeten.“

[24:12] Gott hat das Volk Israel gesegnet mit Erntesegen, obwohl sie untreu gewesen sind und dann auch seinen Segen, also nicht nur in Getreide und in Traubensaft und in Öl, sondern auch in Edelmetall. Sie haben diesen ganzen Segen dann gegen seinen Willen eingesetzt und missbraucht.

[24:32] Jesus selbst hat in der Bergpredigt deutlich gesagt in Matthäus 5 und dort Vers 45, dass Gott auch über die Bösen es regnen lässt und die Sonne aufgehen lässt. Da heißt es: „Damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“

[24:52] Dieser Mann hat also großen Segen empfangen, aber das sagt noch nichts über seinen Zustand aus.

[25:00] Aber eine Sache können wir auf jeden Fall festhalten: Gott segnet ihn nicht ohne Grund. Gott verteilt seinen Segen nicht vollkommen gedankenlos.

[25:12] In Apostelgeschichte 14 wird deutlich, dass wenn Gott segnet und wenn er auch durch die Ernte segnet oder wenn er uns reich werden lässt, dass er eine bestimmte Absicht verfolgt.

[25:25] Apostelgeschichte 14 und dort Vers 16 und 17. Paulus sagt das hier zu den Menschen in Lystra. „Er ließ in den vergangenen Generationen aller Heiden ihre eigenen Wege gehen und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen. Er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude.“

[25:47] Gott hat den Heiden, die ihre eigenen Wege gingen, eigene Götzen anbeteten, von ihm nichts wissen wollten oder auch nichts gewusst haben. Er hat ihnen Regen gegeben, fruchtbare Zeiten, reichen Erntesegen, hat ihnen Freude gegeben, ihre Herzen erfüllt mit Freude und mit Speise. Warum?

[26:07] Natürlich, um den Weg zu bereiten, dass wenn das Evangelium auf sie trifft, sie wissen: „Ah, Gott hat mich bereits gesegnet.“

[26:16] Gott spricht durch den Erntesegen zu den Menschen. Er spricht durch den Erntesegen zu diesem reichen Mann. Er spricht durch all das Gute, was mir und dir in unserem Leben widerfährt. Er spricht zu uns, dass wenn uns Gutes widerfährt, ist das nicht notwendigerweise nicht unbedingt eine Belohnung, weil wir gut waren. Es ist eine Rede Gottes an uns, eine Botschaft, die uns sagt: „Vertrau mir, ich habe Gutes für dich vor.“

[26:50] Dieser Mann ist also von Gott gesegnet. Das sagt nichts über seinen eigenen geistlichen Zustand erstmal aus, aber Gott möchte ihm etwas sagen. Er hat ihm Gutes getan.

[27:08] Vers 17 in Lukas 12: „Und er überlegte bei sich selbst und sprach: "Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann?"“

[27:17] Der Mann hat ein Problem in Anführungsstrichen. Er hat keine Kapazität, all den ganzen Segen, die ganze Ernte für sich zu behalten. Er hat nicht genügend Speichermöglichkeiten.

[27:34] Was hätte er tun sollen? Die Sache ist total klar. Man muss nicht Theologie studiert haben, um zu verstehen, was dieser Mann hätte tun sollen. Wenn du so viel Segen von Gott bekommst, dass du selbst gar nicht irgendwo aufspeichern kannst, gib es doch ab. Gib es doch anderen.

[27:51] Lukas Kapitel 3 und dort Vers 11. Johannes der Täufer sagte denen, die getauft werden wollen am Jordan. Er antwortete und sprach zu ihnen: „Wer zwei Hemden hat, gebe dem, der keines hat. Und wer Speise hat, der mache es ebenso.“

[28:06] Wenn das schon für Menschen gilt, die zwei Hemden haben, wie viel mehr für einen reichen Mann, der so viel erntet, dass er nicht weiß, wohin damit?

[28:17] Das wahre Fasten, sagt uns Jesaja 58, Vers 7, besteht darin, dem Hungrigen das Brot zu teilen.

[28:24] Vers 7: „Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst?“

[28:35] Nutze die Gelegenheiten, die Möglichkeiten, die Talente, die Gaben, den Segen, das Geld, den Besitz, den Reichtum, den du hast, um anderen zum Segen zu werden.

[28:48] Jesus hat in der Bergpredigt deutlich gemacht, dass wir gerne geben sollen. Matthäus 5, Vers 42: „Gib dem, der dich bittet und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.“

[29:02] Auch innerhalb der Gemeinde soll das so praktiziert werden. Römer 12, Vers 13. Paulus sagt: „Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen, übt willig Gastfreundschaft.“

[29:19] Dieser Mann, so wird uns gesagt, hat nicht verstanden, dass Gott ihn zu einem Haushalter seiner, also der göttlichen Güte, gemacht hat, dass er den Armen hilft.

[29:29] Gott hat ihm diesen Segen gegeben, nicht um ihn zu überfordern bezüglich der Speicherung, sondern um ihm zu helfen, ein Kanal der Liebe zu werden.

[29:43] Er hatte eine gesegnete Gelegenheit für Gott zu wirken, aber er dachte nur daran, für sein eigenes Wohlergehen zu sorgen.

[30:02] Die Situation des Armen, des Waisen, der Witwe, des Leidenden, des Betrübten, das wurde diesem reichen Mann alles vor Augen geführt. Er wusste, dass es die Gelegenheit gab.

[30:13] Es gab viele Orte, wo er seine Güter hätte hinbringen können. Er hätte ganz einfach einen Teil seines Überflusses geben können und in vielen Häusern hätte es dann keinen Mangel mehr gegeben.

[30:32] Viele, die hungrig waren, hätten gesättigt werden können. Viele Nackte gekleidet werden können. Viele Herzen froh gemacht werden können. Viele Gebete um Brot und Kleidung hätten beantwortet werden können. Eine Melodie des Dankes, des Lobes wäre zum Himmel aufgestiegen.

[30:54] Der Herr hatte die Gebete der Bedürftigen gehört und hatte in seiner Güte etwas vorbereitet für die Armen. Eine überreiche Vorkehrung für den Mangel der vielen war vorgesehen worden, war gemacht worden, indem der reiche Mann gesegnet worden ist.

[31:21] Gott hat mit anderen Worten die Gebete der Armen dadurch beantwortet, dass er dem reichen Mann, der ja von allen am ehesten in der Lage gewesen wäre abzugeben, weil er ja nun wirklich nicht viel brauchte – er hat ja schon so viel –, noch viel Segen gegeben hat.

[31:42] Aber genau an der Stelle stockte es dann. Genau an der Stelle floss der Segen nicht weiter. Der Mann nahm das, was andere segnen sollte, für sich selbst allein in Anspruch.

[31:54] Und so geht es immer, wenn Gott uns segnet und wir dann habsüchtig sind. Unabhängig davon, ob wir arm oder reich sind. Wenn wir alles, was Gott uns gibt, nur für uns selbst haben wollen, dann unterbrechen wir diesen Kreislauf, dann unterbrechen wir diesen Kanal, den Gott eigentlich vorgesehen hat, dass wir als Haushalter den Segen weitergeben.

[32:19] Lukas 12, Vers 18: „Und er sprach: "Das will ich tun. Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist und meine Güter aufspeichern."“

[32:34] Die Habsucht sieht nicht den anderen. Obwohl die Möglichkeiten gegeben waren, obwohl die Möglichkeiten offensichtlich waren, sieht er nicht die Notwendigkeit abzugeben. Er sieht nur, wie er alles selbst behalten kann. Er nimmt sogar extra Mühen auf sich, reißt die Gebäude, die er hat, ab, baut größere, nur damit er nicht abgeben muss, damit er alles selbst behalten kann.

[33:02] Ihm erschien das sehr weise. Ihm erschien das sehr klug. Ein Beispiel für die weltliche, gottlose Weisheit in Anführungsstrichen, die Jakobus in Kapitel 3, Vers 15 erwähnt.

[33:15] Jesus rät uns, Schätze im Himmel zu suchen, wo der Dieb nicht hingelangen kann, Schätze, die nicht vergehen. Ein unvergängliches Erbe, das für uns vorbereitet ist in 1. Petrus 1, Vers 4.

[33:31] Und insbesondere für die Endzeit haben wir eine ganz deutliche, explizite, massive Warnung, dass wir keinesfalls Reichtümer exzessiv ansammeln sollen in Jakobus Kapitel 5, Vers 1 bis 3.

[33:52] Jakobus 5, Vers 1 bis 3: „Wohl an nun, ihr Reichen! Weint und heult über das Elend, das über euch kommt! Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden. Euer Gold und Silber ist verrostet und euer Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.“

[34:12] Wenn wir in der Endzeit nur an uns selber denken, kommen wir irgendwann an den Punkt, dass wir merken werden, der ganze Reichtum, der ganze Besitz war am Ende wertlos. Wenn die Welt zugrunde geht, geht auch der Besitz und der Reichtum zugrunde und dann ist er nichts mehr wert und dann kann er nicht mehr in die Gewinnung von Seelen und die Verbreitung des Evangeliums investiert werden.

[34:33] Wer in der Endzeit seinen Reichtum für sich zurückbehält, begeht einen schweren Fehler.

[34:43] Jesus rät uns deswegen, wie gerade schon erwähnt, in Matthäus Kapitel 6, dass wir Schätze im Himmel sammeln sollen.

[34:55] Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 19: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

[35:14] Lukas 12. Zurück zu Lukas 12, Vers 19. Dieser Mann plant größere Scheunen und er sagt in Vers 19: „Und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre. Habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes.“

[35:32] Dieser Mann glaubt, dass in seinem Reichtum, in seinem Besitz, die Ruhe für die Seele gefunden werden kann. Er glaubt, auf absehbare Zeit abgesichert zu sein. Er glaubt, jetzt könne er das Leben genießen.

[35:49] Sprüche 18, Vers 11 spricht von so einer Einstellung. Sprüche 18, Vers 11: „Der Besitz des Reichen ist für ihn eine feste Stadt und wie eine hohe Mauer in seiner Einbildung.“ Der Reiche bildet sich ein, dass sein Reichtum wie eine feste Stadt ist, wie eine hohe Mauer, wie eine Sicherheit, wie ein Schutz.

[36:16] Aber der Vers davor sagt uns, wo die wirkliche Sicherheit zu finden ist. In Vers 10 steht nämlich: „Der Name des Herrn ist ein starker Turm. Der Gerechte läuft dorthin und ist in Sicherheit.“ Nicht in der Einbildung wie beim Reichen, sondern in Wirklichkeit.

[36:42] 5. Mose 8. Da warnt Gott durch Mose, dass sie angesichts des unverdienten Reichtums und Segens Gott nicht vergessen sollen.

[36:53] Schauen wir noch zu Psalm 49. Auch hier Verse, die gut zu dieser Geschichte vom reichen Mann passen. Psalm 49 ab Vers 17.

[37:09] Vers 17: „Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird, denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit. Seine Herrlichkeit fährt ihm nicht nach, denn er preist sich glücklich, solange er lebt. Und man lobt dich, wenn es dir gut geht, nicht?“

[37:30] Fantastisch, größere Scheunen. Menschen loben uns vielleicht sogar noch, wenn wir habsüchtig sind und halten uns für besonders fleißig und klug, aber man kann nichts mitnehmen.

[37:40] Vers 20: „Bis auch er eingehen wird zum Geschlecht seiner Väter, die in Ewigkeit das Licht nicht sehen. Der Mensch, der in seiner Pracht lebt und doch ohne Einsicht ist, er gleicht dem Vieh, das umgebracht wird.“

[38:01] Es wird uns gesagt, die Ziele dieses Mannes waren nicht höher als die Ziele der Tiere, die vergehen. Er lebte, als gäbe es keinen Gott, keinen Himmel, kein zukünftiges Leben, als ob alles, was er besaß, sein eigenes wäre und er nichts Gott oder dem Menschen schuldig sei.

[38:30] So ein Mann nennt die Bibel einen Toren. Der Tor hat in seinem Herzen gesagt, es gibt keinen Gott. Der Mann verliert in dieser Nacht sein Leben und all sein Besitz ist umsonst.

[38:43] Er hat nicht einmal mehr in der Hand, was damit passiert. Es war tatsächlich dann buchstäblich alles umsonst.

[38:53] Psalm 39 und dort Vers 7: „Ja, als Schattenbild geht der Mensch einher, nur um Nichtigkeit. Er macht sich so viel Lärm. Er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird.“

[39:05] Jakobus Kapitel 4 ab Vers 13: „Wohl an nun, die ihr sagt: "Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen." Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist. Danach aber verschwindet er. Stattdessen solltet ihr sagen: "Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun."“

[39:31] Oh, hätte dieser reiche Mann das gesagt, aber er hatte keine Gedanken an den Herrn, der ihm all den Reichtum gegeben hat. Er hatte nur Gedanken an sich selbst und glaubte in seinem Reichtum mit seinen so scheinbar weisen Vorausplanungen, er hätte jetzt die Sicherheit, die er sich gewünscht hat.

[39:47] Und die Geschichte zeigt, es war ein komplettes Versagen seinerseits, eine Riesen-Enttäuschung, eine totale Katastrophe.

[39:54] Lukas 12, Vers 20: „Aber Gott sprach zu ihm: "Du Narr, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird gehören, was du bereitet hast?"“

[40:13] Unser Leben, wie gerade gelesen, ist nur wie ein Hauch. Wir wissen nicht, was morgen ist. Lieber Freund, liebe Freundin, wir wollen zwar nicht schwarzmalen, wir wollen mit Hoffnung und Zuversicht durch das Leben gehen, aber letztendlich können wir nur sagen: „Wenn Gott möchte, werden wir morgen leben. Wenn Gott möchte, werden diese Überlegungen sich materialisieren können.“ Nur wenn Gott es möchte, dann können Pläne auch gelingen und Gott hat vielleicht andere Pläne als wir.

[40:46] Am Tag des Zorns hilft der Reichtum nicht. Das sagt Sprüche 11, Vers 4: „Die Gerechtigkeit, die rettet.“

[40:58] Wir haben schon gelesen in 1. Timotheus 6, dass wir aus dieser Welt keine Güter mitnehmen können. Auch dieser Mann mit all seinem gewaltigen Reichtum konnte nichts mitnehmen ins Grab.

[41:13] Gott sagt zu ihm: „Du Narr!“ Das griechische Wort „Afron“ bedeutet, er ist jemand, der nicht nachdenkt. „Fron“, das ist die Wurzel für das Denken. Verschiedene Worte im Griechischen. Das „A“ davor sagt immer, das ist das Gegenteil. Ja, ein Atheist ist jemand, der nicht an Gott glaubt. Jemand, der asozial ist, ist jemand, der nicht sozial ist. Anomia ist die Gesetzlosigkeit, das Gegenteil vom Gesetz. Afron ist jemand, der nicht nachdenkt.

[41:40] Dieser Mann dachte, dass er klug überlegt hat. Er hat sich ja Gedanken gemacht. Das heißt ja hier in Vers 17: „Und er überlegte bei sich selbst.“ Aber statt Gott zu fragen, hat er nur sich selbst mit sich selbst beratschlagt. Er hat selbst Gedanken gemacht, wie es ihm selbst am besten gehen könnte. Und die Bibel sagt, dass Gott so einen Menschen betrachtet als jemand, der nicht nachdenkt.

[42:00] Wer nur an sich selbst denkt, hat nicht nachgedacht und trifft unsinnige Entscheidungen.

[42:09] Der Luzifer im Himmel, der plötzlich meinte, er müsse Dinge begehren, die ihm nicht zustanden. Der Narr, er hat nicht nachgedacht, dass er doch alles bekommen hatte, was Gott ihm geben konnte. Es war eine unsinnige, völlig unnötige und ja, dumme Entscheidung, gegen Gott zu rebellieren.

[42:33] Ein Narr ist jemand, der nicht nachdenkt, jemand, der ohne geistliche Weisheit ist. Er hat zwar sein Gehirn benutzt, aber nicht zur Ehre Gottes. Und wer sein Gehirn nicht zur Ehre Gottes benutzt und ohne Gottes Wort und ohne Ratschlag, trifft am Ende Entscheidungen, die völlig unsinnig sind.

[42:58] Interessanterweise hatte Jesus im Kapitel vorher in Lukas 11, Vers 40 auch die Pharisäer so bezeichnet: „Ihr Toren, hat nicht der, welcher das Äußere schuf, auch das Innere gemacht?“

[43:13] Auch in ihren theologischen Streitigkeiten und Diskussionen und Verdrehungen der Bibel haben sie nicht wirklich nachgedacht.

[43:23] Das, was für die Habsucht gilt, gilt auch für die falsche Theologie. Man denkt mit menschlicher Logik Dinge aus und hält sich für besonders klug, aber aus der Perspektive der Ewigkeit, aus der Perspektive Gottes, ist das alles völlig unsinnig.

[43:41] Aus der Perspektive seines gesamten Lebens, jetzt unter der Perspektive, dass er jetzt dann dieser Nacht stirbt, waren alle seine Pläne komplett unsinnig.

[43:53] Er hatte nicht mal ein Testament offensichtlich gemacht. Sein ganzer Besitz, der andere segnen sollte, war jetzt ungewiss, wer das überhaupt bekommt. Vielleicht für immer verloren, um für Arme eingesetzt zu werden.

[44:14] Interessanterweise gibt es schon im Alten Testament einen ganz ähnlichen Gedanken, wie in dieser Geschichte in Jeremia 17 und dort Vers 11.

[44:25] Dort heißt es: „Wie ein Rebhuhn, das Eier brütet, die es nicht gelegt hat, so ist, wer ein Vermögen erwirbt, aber nicht auf rechtmäßige Weise. In der Mitte seiner Tage muss er es verlassen und an seinem Ende ist er ein Narr.“

[44:45] Gut möglich, so wie wir Jesus im Laufe der letzten Jahre hier in dieser Serie kennengelernt haben, dass Jesus diesen Vers aus Jeremia vor Augen hatte, als er Gott sagen lässt in diesem Gleichnis zu dem reichen Mann: „Du Narr!“

[45:08] Es wird uns gesagt, die Ziele dieses Mannes waren nicht höher als die Ziele der Tiere, die vergehen. Er lebte, als gäbe es keinen Gott, keinen Himmel, kein zukünftiges Leben, als ob alles, was er besaß, sein eigenes wäre und er nichts Gott oder dem Menschen schuldig sei.

[45:30] So ein Mann nennt die Bibel einen Toren. Der Tor hat in seinem Herzen gesagt, es gibt keinen Gott. Der Mann verliert in dieser Nacht sein Leben und all sein Besitz ist umsonst.

[45:43] Er hat nicht einmal mehr in der Hand, was damit passiert. Es war tatsächlich dann buchstäblich alles umsonst.

[45:53] Psalm 39 und dort Vers 7: „Ja, als Schattenbild geht der Mensch einher, nur um Nichtigkeit. Er macht sich so viel Lärm. Er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird.“

[46:20] Wer ist ein gutes Beispiel? Der in einer Nacht alles verlor, was er hatte, und sein Leben dazu, und der noch bis zum letzten Moment gegen Gott rebelliert hat, bis zum letzten Tag noch Party gemacht hat und dachte, das Leben geht immer so weiter.

[46:58] Und dort der letzte Vers, Vers 21, die Schlussfolgerung: „So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott.“

[47:10] Der reiche Narr, der reiche Mann in diesem Gleichnis, illustriert Menschen, die ihren Reichtum für sich und nicht für Gott haben wollen.

[47:20] Dann ist es doch besser, reich im Glauben zu sein, oder? Jakobus 2 und dort Vers 5.

[47:30] „Hört, meine geliebten Brüder, hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden?“ Denken wir auch an Offenbarung 2, Vers 9 in der Gemeinde Smyrna: „und Erben des Reiches, dass er den verheißen hat, die ihn lieben.“

[47:43] Wir müssen uns nicht schämen, wenn wir aufrichtig und mit Fleiß und mit allem, was wir geben können, vielleicht doch nur ein bescheidenes Einkommen haben. Gott hat viele Arme berufen, dass sie reich im Glauben sind.

[48:01] Es wird uns gesagt: „Für das eigene Ich zu leben bedeutet zu vergehen.“

[48:09] Habsucht, der Wunsch, einfach nur sich selbst immer Gutes zu tun und für sich selbst da sein zu wollen, schneidet die Seele vom Leben ab.

[48:25] Es ist der Geist Satans, für das eigene Ich etwas zu bekommen, etwas zum eigenen Ich zu ziehen. Es ist der Geist von Christus, zu geben und sich selbst aufzuopfern für das Gute für andere.

[48:45] Das, was wir heute gesagt haben, gilt, so glaube ich, für jeden Segen, den Gott uns gibt. Ob es Geld ist oder Ländereien, ob es intellektuelle Fähigkeiten sind, soziale Fähigkeiten, besondere Besitztümer, was immer es ist, das Gott uns geschenkt hat, Gaben, Talente materieller, immaterieller Art, was immer Gott uns schenkt, womit er uns segnet, das gibt er uns, um ein Segen für andere zu sein.

[49:21] Wenn wir das alles nur für uns selbst haben wollen, sei es Gold oder theologisches Wissen, dann werden wir zum Narren.

[49:35] Gott beruft Menschen wie damals den Abraham, zu dem er sagte in 1. Mose 12, Vers 2: „Ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen und du sollst ein Segen sein.“ Gott segnet uns, damit wir andere segnen. Er schenkt uns Erkenntnis, damit wir anderen in der Erkenntnis helfen. Er schenkt uns Geld, damit wir anderen mit Geld helfen. Er schenkt uns soziale Empathie, damit wir anderen beistehen. Er schenkt uns Gaben, Fähigkeiten, Segnungen, damit wir mit ihm zusammenarbeiten und für ihn für andere ein Segen sind.

[50:20] Jesus sagt: „Schaut genau hin, hütet euch vor der Habsucht.“ Ist das dein Wunsch? Dann lass uns noch gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet.

[50:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns segnest und Herr, vergib uns, dass wir so oft in unserem Leben Segen für uns alleine behalten haben, so oft nur an uns gedacht haben. Herr, gib, dass wir nicht wie dieser reiche Mann sind, dass wir nicht Pläne machen, wie unser eigenes Leben besser werden kann, sondern dass wir erkennen, dass in jedem Segen, den du uns schenkst, du direkt zu uns sprichst und uns einlädst, mit dir zusammen andere zu segnen. Herr, lass uns Mitarbeiter deiner Gnade und Güte und deines Segens werden im Namen Jesu. Amen.


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