In dieser Folge von „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp Jesu Lehren aus Lukas 12:35-40 über die Vorbereitung auf seine Wiederkunft. Er erklärt die Metaphern der „umgürteten Lenden“ und „brennenden Lichter“ als Aufruf zur Wachsamkeit und Bereitschaft, die Welt hinter sich zu lassen. Der Vortrag verbindet diese biblischen Bilder mit der Adventbotschaft von 1844 und der Bedeutung der „Hochzeit“, von der Jesus zurückkehrt. Eine eindringliche Ermahnung, unser Denken auf den Himmel zu richten und auf das Kommen des Herrn vorbereitet zu sein.
Der Ersehnte: 264. „ … von der Hochzeit …“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.yolmedia.de. Heute mit einer wirklich ganz interessanten und spannenden Folge über ein Thema, über das wir bisher in all den Jahren noch nicht so viel Ausführliches von Jesus gehört haben, das ihn allerdings in den Wochen vor seinem Kreuztod immer wieder sehr beschäftigt hat, über das er einiges gesagt hat und ein Thema, das für unsere Zeit von unfassbarer Aktualität ist.
Es geht um die Vorbereitung auf die Wiederkunft. Und bevor wir dort richtig hineingehen, in diese Verse in Lukas 12, möchten wir Gott einladen, durch seinen Heiligen Geist uns zu zeigen, was diese Verse für uns heute zu bedeuten haben. Und ich lade dich ein, wenn es dir möglich ist, auch mit mir niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für die Evangelien und für all das Licht, das aus ihnen heraus in unser Leben scheint. Danke, dass du zu uns sprichst, dass wir es verstehen können, dass du uns ganz nahe bist, dass du unser Freund bist und dass du uns in allen Schwierigkeiten immer eine helfende Hand, deine rettende Hand entgegenstreckst, dass du uns auch in all unseren Schwachheiten und Fehlern nicht aufgibst, sondern dass du uns immer wieder neu umwirbst, dass du für uns da bist und dass du uns vorbereiten möchtest auf die Dinge, die auf uns zukommen auf diesem Planeten. Herr, wir möchten dich bitten, wenn wir jetzt dein Wort studieren, dass du zu uns sprichst und dass wir durch deinen Geist auch begreifen, es so zu verstehen, wie es für unser Leben heute wichtig ist. Hab Dank dafür von ganzem Herzen, möchte ich dir sagen und ich bitte, dass du jetzt unser Lehrer bist im Namen Jesu. Amen.
Lukas Kapitel 12 ab Vers 35. Wir haben die letzten Male gesehen, wie Jesus einige Gedanken aus der Bergpredigt wiederholt hat, ähm im Zuge dieser ganzen Frage nach der Erbteilung, und er noch einmal sehr deutlich mit einem Gleichnis und mit ähm der Wiederholung verschiedener Passagen aus der Bergpredigt vor der Habsucht gewarnt hat, auch einige neue Gedanken noch dazu gebracht hat, wie wir gesehen haben. Und jetzt in Lukas 12, Vers 35, scheinen wir unvermittelt, aber sicherlich in Jesu Denken auch vollgerichtig, geht es um die Vorbereitung auf die Wiederkunft. Wir haben gesehen, dass Habsucht eine dumme Entscheidung ist, denn niemand von uns weiß, wann das Leben endet. Der Reiche Narr dachte, er hätte Sicherheit auf lange Zeit und hat doch in derselben Nacht noch sein Leben verloren.
Und Jesus wendet jetzt unseren Blick weg von diesem allgemeinen, grundsätzlichen Prinzip, dass wir in diesem Leben kluge und richtige Entscheidungen fällen müssen, hin zu der Tatsache, dass es eine Generation geben wird, die nicht einmal bis zu ihrem Tod Zeit hat. Eine Generation, die bereits vor ihrem Tod endgültige Entscheidungen getroffen hat. Eine Generation, die Jesus wiederkommen sieht, die dann nicht sagen kann: "Warte, Jesus, ich habe noch 20 Jahre zu leben." Eine Generation, die die Wiederkunft lebendig erlebt, und all das, was für Menschen grundsätzlich gilt – kluge Entscheidungen im Leben zu fällen, sich nicht auf Habsucht das Leben zu bauen – das gilt insbesondere für diejenigen, die am Ende der Zeit leben und die noch vor ihrem Tod eine endgültige Entscheidung gefällt haben.
Lukas 12, Vers 35: "Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend." Vers 36, im Zusammenhang: "Und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun." Statt sich in diesem Leben gemütlich einzurichten und Schätze anzusammeln, damit man Sicherheit hat, sagt Jesus: "Nein, nein, nicht nur sollt ihr keine Habsucht haben und ihr sollt auch eure Habe verkaufen und anderen helfen, ihr sollt euch vorbereiten auf die Wiederkunft."
Es hat den Anschein, als ob Jesus sagen möchte: Du kannst nicht gleichzeitig in diesem Leben Schätze sammeln auf dieser Erde und gleichzeitig dich auf die Wiederkunft vorbereiten. Wenn du Schätze im Himmel sammeln möchtest, wie Vers 33 ja sagt: "Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nicht vergeht im Himmel, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt." Wenn wir Schätze im Himmel sammeln, dann bereiten wir uns auch auf den vor, der vom Himmel herabkommen wird, um uns das Reich Gottes zu zeigen, indem er uns dann in den Himmel mitnehmen wird und dann nach den 1000 Jahren auf dieser neuen Erde, die dann geschaffen wird, für alle Ewigkeiten zu leben.
Vers 35: "Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend." Die Lenden hat man gegurtet im alten Orient und auch zur Zeit von Jesus, damit man mit den langen Gewändern bereit war zum Laufen. 1. Könige 18 gibt uns ein Beispiel dafür. 1. Könige 18 und dort Vers 46. Wir lesen hier über Elia: "Und die Hand des Herrn kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel." Wer seine Lenden gegurtet hat, ist bereit zum Aufbruch. Er ist bereit zu gehen. Er ist bereit zu laufen. Er ist vorbereitet. Die Lenden gegurtet zu haben, ist also eine Metapher dafür, bereit zu sein, vorwärts gehen zu können, sich bewegen zu können, laufen zu können.
Jemand, der damals dabei war, Petrus – wir wissen aus Lukas 12, dass er dabei war, denn wir lesen dann, wir werden dann ein andermal dazu kommen, in Vers 41: "Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?" Petrus war also ganz sicher dabei. Er selbst hat später einmal in seinem ersten Brief diese Metapher von den äh gegurteten Lenden aufgegriffen, in 1. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 13. Er sagt dort: "Darum umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, also eures Denkens. Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteilwird in der Offenbarung Jesu Christi."
Er hat von dieser Offenbarung Jesu Christi schon in Vers 7 gesprochen, und dort geht es im Kontext darum, dass wenn Jesus wiederkommt, unser Glaube sich bewähren soll, bewährt hat dann, und wir dann, wenn wir jetzt auch Anfechtungen erleiden, dann den Lohn erhalten werden. Bei Petrus geht es ja auch um die Erwartung der Wiederkunft. Und es spricht davon, dass wir die Lenden unserer Gesinnung umgürten sollen. Das heißt also konkret: Wir sollen in unserem Denken bereit sein, uns auf den Weg zu machen. Wir sollen im Denken bereit sein, das hinter uns zu lassen, was wir hier haben. Bereit sein, fortgehen zu können. Wer auf diese Welt seine Hoffnung setzt, Schätze sammelt und hier seine Scheunen vergrößert, der hat seine Lenden nicht umgürtet. Der ist nicht bereit, diese Welt zu verlassen. Jesus sagt: "Eure Lenden sollen umgürtet sein." Richtet euch nicht in dieser Welt zu Hause ein. Seid bereit, diese Welt zu verlassen, so wie die Israeliten ihre Lenden umgürtet haben sollten, als sie das Passah feierten, mit einem Stab in der Hand, um auszudrücken: "Wir sind bereit, diesen Platz Ägypten zu verlassen. Wir wollen das himmlische Kanaan." Die Lenden umgürtet.
2. Mose 12 und dort Vers 11 heißt es über diejenigen, die das Passah essen sollten in jener Nacht der Befreiung: "So sollt ihr es aber essen: Eure Lenden umgürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen. Es ist das Passah des Herrn." Jesus sagt: "Eure Lenden sollen umgürtet sein. Seid bereit, vorwärts zu gehen, diese Welt hinter euch zu lassen." In Epheser 6, Vers 14 wird auch die Wahrheit als ein Gurt bezeichnet, dort in der Waffenrüstung Gottes. Aber wir gehen weiter.
Jesus sagt nicht nur: "Eure Lenden sollen umgürtet sein", er sagt auch: "Eure Lichter sollen brennen." Er hatte ja schon in der Bergpredigt deutlich gesagt, dass wir das Licht der Welt sind. In Matthäus 5, Vers 14 sagt er: "Ihr seid das Licht der Welt." Und das wird dann noch deutlich erklärt in Vers 16, dass wenn wir leuchten, dann sehen die Menschen unsere guten Werke und werden wen preisen? Gott den Vater, weil die guten Werke nicht aus uns selbst herauskommen, sondern weil Gott in uns wirkt. Epheser 2, Vers 10 sagt, dass Gott die guten Werke schon vorbereitet hat, dass wir in ihnen wandeln sollen. Wir sind Licht der Welt, weil Jesus das Licht der Welt ist, wie Johannes 8, Vers 12 deutlich sagt, als er dort der Ehebrecherin vergibt. Wenn Jesus in uns ist und durch uns wirkt, dann leuchten wir mit ihm.
Dieses Bild von den Lichtern, die brennend gehalten werden sollen, das werden wir dann noch später wiedersehen. Wenn Jesus das Thema von der Vorbereitung auf die Wiederkunft in Matthäus in der großen Endzeitrede noch mal aufgreift und dann ausführlich behandelt, in Matthäus 25, in diesem selben Kontext, wird es dann von den zehn Jungfrauen gehen, wo es um die Frage geht: Werden die Lampen bis ans Ende brennen?
"Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten." Hier geht es offensichtlich um die Wiederkunft, denn als Jesus das sagt, ist er ja bei ihnen. Er ist ja ihr Herr, aber er ist das erste Mal gekommen. Er ist als Mensch gekommen, um in dieser Welt zu zeigen, dass man Gottes Gebote halten kann, um in dieser Welt ein Vorbild zu geben, mehr noch, um in dieser Welt den perfekten Gehorsam auszuleben, den er uns dann anrechnen und verleihen kann – die Gerechtigkeit, die uns zugerechnet und verliehen werden soll –, um für uns zu sterben, unsere Sünden auf sich zu nehmen, für uns zu sterben, aufzuerstehen und dann in den Himmel zu gehen.
Hier in Lukas 12 in den Evangelien sehen wir Jesus in seinem ersten Kommen, aber er kündigt ein zweites Kommen an. Und das wird in den späteren äh Kapiteln, in den in anderen Kapiteln, Johannes 14, Matthäus 24 und 25, dann immer wieder aufgegriffen und noch viel weiter ausgeführt. Ich habe den Eindruck, dass hier eine der ersten Stellen ist, an denen Jesus so ausführlich drüber redet. Wenn ich es richtig sehe, es ist chronologisch gesehen die erste Stelle, in der er so ausführlich über die Vorbereitung auf die Wiederkunft spricht.
Er sagt: "Seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird." In der Regel, und das ist auch biblisch, verbinden wir die Idee der Wiederkunft mit einer Hochzeit. Wir hören in Offenbarung Kapitel 19 vom Hochzeitsmahl des Lammes. Dort heißt es in Offenbarung 19 und dort Vers 9: "Und er sprach zu mir: Schreibe: Glückselig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes." Und das ist doch keine falsche Sicht. Aber interessant ist hier, dass es hier heißt, dass er von der Hochzeit kommt. Er kommt nicht zur Hochzeit, er kommt von der Hochzeit. Er sagt, wir Gläubigen, die Wartenden, sollen auf Jesus warten, wie jemand, der von der Hochzeit kommt. Das heißt, wenn wir Jesus begegnen, wenn er das zweite Mal wiederkommt, hat die eigentliche Hochzeit schon stattgefunden.
Es mag erstaunlich sein, aber es ist für das Verständnis der Adventbewegung und der Adventbotschaft von großer Bedeutung. Als im 19. Jahrhundert Menschen auf der ganzen Welt sich die Frage stellten: "Wann kommt Jesus wieder und wohin führen die letzten großen Zeitprophezeiungen der Bibel?", da kamen viele Gelehrte und viele Bibelstudenten auf verschiedenen Kontinenten auf den Punkt: Das muss irgendwo in den 1840er-Jahren sein, 1843, 1844, 1847. Wir haben eine ganze Serie über dieses Thema. Wer das noch nicht kennt, kann das nachschauen äh in der Serie auf Yolmedia: "Die Zeit des Endes". Einer von ihnen war William Miller, der 1843 als das Ende der Welt ähm favorisierte, basierend auf der Zeitberechnung aus Daniel Kapitel 8 und Daniel Kapitel 9. Keiner vor ihm hat es so genau ausgelegt. Er und seine Mitstreiter. Schließlich haben sie am Ende noch einen Rechenfehler korrigiert von 1843 auf 1844, ähm dann noch äh feinjustiert und erwartet, dass die letzte Zeitprophezeiung der Bibel in Daniel 8 – die am weitesten oder besser gesagt die am weitestreichendste Zeitprophezeiung der Bibel – auch das Ende der Welt mit sich bringt, denn die Prophezeiungen schienen ja alle erfüllt. Daniel 2, Daniel 7, Daniel 8, die Tiere und Hörner in Offenbarung, die Gemeinden, die Siegel – es schien alles erfüllt, was noch fehlte. Es war alles erfüllt zu diesem Punkt. Was noch fehlte, war die Wiederkunft. So war der Schluss ja nicht abwegig und trotzdem falsch, denn Jesus sagt: "Zeit und Stunde der Wiederkunft weiß niemand auf dieser Erde."
Und als dann im Oktober 1844 die große Enttäuschung über die Milleriten hereinbrach und die Frage sich stellte: "Haben wir vielleicht einfach die Historiker falsch gelesen? Haben die vielleicht Fehler gemacht in der genauen Berechnung des siebten Jahres von Artaxerxes und in der Berechnung der Taufe Jesu? Und gibt's da vielleicht eine Varianz von ein paar Jahren? Müssen wir einfach noch ein paar Jahre warten?" Viele haben das versucht und dann nach ein paar Jahren irgendwann aufgegeben, oder es war alles sowieso umsonst und Quatsch. Auch das haben einige als Optionen gewählt. Da gab es einige, die daran festgehalten haben, dass die Prophetie sich erfüllt hat. Einige haben sich daran festgeklammert, dass nach 2300 Abend und Morgen das Heiligtum wirklich gerechtfertigt worden ist oder gerechtfertigt wird. Aber was bedeutet das? Niemand hatte zu dem Zeitpunkt so wirklich sich Gedanken über den Begriff Heiligtum gemacht, oder zumindest nicht so ausführlich, wie man es hätte tun sollen.
Aber es war dieser Vers hier in Lukas 12, Vers 36, der einen ersten Erklärungsansatz gab, denn Jesus sagt: "Wenn er kommt, kommt er von der Hochzeit." Und so haben damals im Januar 1845 die ersten Publikationen deutlich gemacht: Es ist etwas geschehen im Himmel. Hat die Hochzeit stattgefunden oder begonnen? Das gab dann noch unterschiedliche äh Detailsichtweisen, aber diese Hochzeit ist mit 1844 in Verbindung zu bringen. Und wenn die Hochzeit zu Ende ist, wird er – oder wenn, genau, dann wird er von der Hochzeit zurückkehren. Er wird aufbrechen. Man nannte diese Gruppe von Adventisten die Bräutigams-Adventisten. Jesus, der Bräutigam, der von der Hochzeit wiederkommen wird.
Es hat noch ein paar Monate gedauert, bis immer klarer wurde, was diese Hochzeit bedeutet und was damit alles verbunden ist und vor allem, was eigentlich das Heiligtum wirklich ist, das in Daniel 8, Vers 14 beschrieben wird, und dass es dort um ein himmlisches Heiligtum geht und dass Jesus in das Allerheiligste gegangen ist. Und dann hat es noch länger gedauert, bis man auch die ganzen Komponenten des Gerichtes verstanden hat – Jahre, was dort im Allerheiligsten eigentlich alles geschieht. Und so ist manchmal so ein bisschen dieser allererste Grund, dieser allererste Baustein von der Hochzeit, ein bisschen aus dem Blick verloren gegangen, aber er ist immer noch gültig. Dort gibt es eine Hochzeit seit 1844, oder es wird eine Hochzeit dann im Zuge dieses Gerichtes stattfinden, bevor Jesus wiederkommt. Und wenn er wiederkommt, kommt er von der Hochzeit.
Interessant ist jetzt, wie es hier steht in Vers 36: "Und seid Menschen gleich, die ihren Herrn – die ihren, verzeiht, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun." Nun gibt es in der Offenbarung ein interessantes Pattern, wenn man so sagen möchte, ein interessantes Muster. In den sieben Gemeinden finden wir eine Darstellung der verschiedenen Zeitalter der christlichen Kirchen von der Zeit von Johannes bis zum Ende. Und da finden wir diese sieben Gemeinden mit ihren verschiedenen Charakteristiken, die man im Einzelnen auslegen kann. Ich möchte hier auf einen Punkt nur hinweisen. Die ersten drei Gemeinden – Ephesus, Smyrna, Pergamon – enthalten keinen direkten Hinweis auf die Wiederkunft. Dieses Ereignis war prophetisch gesehen noch zu weit weg, als dass es eine direkte äh konkrete, spezifische Dringlichkeit hatte, die wohl natürlich alle Christen zu allen Zeiten das Kommen des Herrn ersehnt haben. Aber es ist in der vierten Gemeinde, dass dieses Thema zum ersten Mal konkret aufscheint. Es heißt in Offenbarung 2, Vers 25: "Doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme." Da haben wir in der vierten Gemeinde diese Idee: "Bis ich komme." In der fünften Gemeinde, in der Gemeinde Sardes, heißt es dann in Vers 3: "So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb. Du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde." Hier sagt Jesus nicht nur, dass er kommt, sondern auch, dass er überraschend kommt, dass es schneller sein wird, als man es erwartet hat, wie ein Dieb. Wir werden noch sehen, dass in Lukas genau dieses Bild auch verwendet wird wie ein Dieb. Also halten wir das mal im Hinterkopf, und dann sehen wir in der sechsten Gemeinde die Formulierung in Vers 11: "Siehe, ich komme bald" oder "schnell". In allen drei Fällen steht das Kommen noch aus, aber die Dringlichkeit wird immer größer.
Interessant ist jetzt, was in der siebten Gemeinde steht. Dort steht nämlich in Vers 20: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Ich stehe vor der Tür und klopfe an." Und das ist kein Zufall, wie wir jetzt im weiteren Studium sehen werden. Und es hat damit zu tun, dass die siebte Gemeinde Laodizea, das Volk des Gerichts oder das Volk, das gerichtet wird, zu der Zeit spielt, in der bereits seit 1844 das himmlische Gericht stattfindet, die himmlische Hochzeit, mit der die himmlische Hochzeit verbunden ist. Jesus sagt nicht: "Ich komme bald." Er sagt: "Ich bin jetzt dabei, von der Hochzeit zu kommen. Ich stehe vor der Tür." Das eine große Ereignis im Himmel, das vor der Wiederkunft stattfinden muss, damit Jesus wiederkommen kann, das findet jetzt statt. Das Untersuchungsgericht, das darin mündet, dass Jesus zum König der Könige im Himmel gekrönt wird. Neu-Jerusalem heiratet. Vielleicht hat sich jemand gefragt, wen oder was heiratet Jesus, ähm, wenn nicht seine Braut, die Gemeinde? Nun, in Offenbarung wird ganz deutlich, dass es eine andere Braut gibt oder ein anderes Bild noch, ähm, um das äh zu verdeutlichen. Offenbarung 21, eine andere Anwendung vielleicht auf dieses Bild der Braut. Offenbarung 21 und dort Vers 9 und 10: "Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen. Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam." Die Braut des Lammes. Natürlich heiratet Jesus nicht einfach nur eine Stadt, sondern natürlich auch die Einwohner mit in der Stadt. Aber als das Gericht tagt seit 1844, sind die Einwohner von Jerusalem noch gar nicht da. Es wird ja erst darüber gesprochen und entschieden, wer letztendlich – oder es wird entschieden, wer letztendlich dort sein Bürgerrecht auch ausleben kann, weil er auch entsprechend gelebt hat. Jesus heiratet sozusagen vor der Wiederkunft das neue Jerusalem, und wenn er wiederkommt, kommt er von der Hochzeit wieder, und wenn er von der Hochzeit wiederkommt, steht er vor der Tür und klopft an. Und in der siebten Gemeinde wird dieses Bild aufgegriffen: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an." Jesus will deutlich machen, dass wir nicht mehr auf Ereignisse im Himmel warten, sondern dass Jesus bereit ist, von der Hochzeit zu kommen. Er ist bereit. Sind wir bereit, ihn aufzunehmen? Sind wir wachsam? Sind wir vorbereitet auf sein Kommen?
Vers 37. Lukas 12, Vers 37. Eine Seligpreisung. Wir kennen die Seligpreisungen von der Bergpredigt in Matthäus Kapitel 5. Wir kennen vielleicht auch die Seligpreisungen aus der Offenbarung, die sieben, aber hier gibt es eine interessante Seligpreisung. Vers 37: "Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird. Wahrlich." Jetzt Achtung: "Wahrlich, ich sage euch" – wenn immer Jesus "Wahrlich" sagt, wir wissen, alles, was Jesus sagt, ist wahr, aber das sind Dinge, die besonders unterstrichen werden, besonders betont werden. Achten wir darauf, was er sagt. Er sagt: "Wahrlich, ich sage euch, er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen."
Hat jemand noch im Hinterkopf, was in Offenbarung 3, Vers 20 steht? Wenn Jesus an der Tür steht, er sagt: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir." Das kann kein Zufall sein. Jesus greift in Offenbarung 3 Sprache und Metaphern aus Lukas 12 auf, die von der baldigen Wiederkunft, von der Hochzeit, sprechen. Glückselig sind die, die wach sind. Das Problem ist, Laodizea ist alles andere als wachend. Wir haben übrigens in unserem Offenbarungsseminar auf Yolmedia ausführliche Studien der Laodizea-Botschaft, die an dieser Stelle sehr wichtig und passend ist, die wir hier jetzt nicht wiederholen können aus Zeitgründen natürlich, aber es lohnt sich, dort diese einzelnen Verse der Laodizea-Botschaft in Offenbarung 3, Vers 14 bis 22, genauer zu studieren. Wir brauchen das alle, denn Jesus sagt, diejenigen, die wachsam sind, sind glückselig zu preisen.
Er wird sich schürzen. Wenn wir unsere Lenden umgürten, wird auch Jesus sich schürzen, um uns zu dienen. Wenn wir bereit sind, dieser Welt den Rücken zu kehren und uns auf die Wiederkunft vorzubereiten, wird Jesus vom Himmel herabkommen, um uns in seine Ewigkeit zu führen. Er war zuerst bereit, alles aufzugeben. Er kam auf diese Welt. Er hat sich gegurtet, um uns zu dienen. Wenn wir jetzt bereit sind, die Welt und den Mammon hinter uns zu lassen, unsere Lenden zu umgürten, dann werden wir ihm entgegengehen. Wir werden mit ihm zu Tisch sitzen. Er wird sich schürzen. Er wird uns zu Tisch führen. Er wird bedienen. Er hat das schon beim Abendmahl exemplarisch gezeigt. Und 1. Korinther 11, Vers 26 sagt uns, dass das Abendmahl nicht nur an das Kreuz zurückerinnert, sondern uns auch vorwärts auf die Wiederkunft vorbereitet. 1. Korinther 11, Vers 26: "Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt." Jesus wird dann wieder mit uns das Mahl halten. Jesus hatte damals gesagt, er wird jetzt nicht mehr von diesem Gewächs trinken, bis er es im Reich Gottes erneut mit uns trinken wird. Darauf warten wir. Jesus sagt, wenn ihr wach seid, werden wir es gemeinsam wieder essen und trinken.
Das Mahl. Kann es sein, dass er später kommt als gedacht? Vers 38 sagt uns, Lukas 12, Vers 38: "Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, das heißt wachend, glückselig sind jene Knechte." Jesus wiederholt die Seligpreisung innerhalb von zwei Versen, zweimal, und sagt dann noch dazu, noch dazwischen, ein "Wahrlich, ich sage euch". Jesus will diesen Punkt betonen, mehr als wir uns das vorstellen können. Er möchte, dass wir wachen. Zu viele haben mit Feuereifer Jesus angenommen, um später wieder abzufallen. Zu viele haben sich aufrichtig für Jesus entschieden, um später wieder der Welt sich zuzuwenden. Zu viele haben Jesus versprochen, alles zu weihen und sind dann wieder eingeschlafen. Glückselig sind die, die wachen, die wachsam sind.
Drei Nachtwachen gab es im Alten Testament. Wir wissen von der dritten, der Morgenwache, aus 2. Mose 14, Vers 24. Dort heißt es: "Und es geschah, als die Morgenwache kam, da schaute der Herr aus der Feuersäule und der Wolke auf das Heer der Ägypter und verwirrte das Heer der Ägypter." Dann gab es auch die mittlere Wache, und daraus können wir entnehmen, dass wenn es eine Morgenwache gibt und eine mittlere Wache, dass die quasi in der Mitte der Nacht war, als zweite sozusagen. Das ergibt sich aus Richter Kapitel 7 und dort Vers 19: "Als nun Gideon und die 100 Mann, die bei ihm waren, an den Rand des Heerlagers kamen zu Beginn der mittleren Nachtwache. Als man eben die Wachen aufgestellt hatte, da stießen sie in die Hörner und zerschlugen die Krüge in ihren Händen." Von der ersten Nachtwache liest man im Alten Testament nicht direkt was, aber sie ist impliziert. Wenn es eine mittlere gibt, muss auch eine erste gegeben haben und eben auch die Morgenwache. So kann man also möglicherweise denken, dass Jesus hier auch dieses Bild von den drei Nachtwachen vor Augen hat, wenn er zur zweiten kommt oder zur dritten. Es ist aber natürlich auch denkbar, dass er das römisch-griechische System vor Augen hat, das wir aus Matthäus 14, Vers 25 kennen. Denn die Römer teilten die Nacht in vier Nachtwachen ein. In Matthäus 14 und dort Vers 25 heißt es aber: "Um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem See." In dem griechisch-römischen System gab es also vier Nachtwachen. Die zweite Nachtwache endete also immer um Mitternacht. Wenn Jesus das gemeint hat, dann meint es hier in Lukas 12, Vers 38, kurz vor Mitternacht und kurz nach Mitternacht. Wenn er die alttestamentlichen Nachtwachen vor Augen gehabt hat, dann bedeutet das eben, dass es zu einem späteren Zeitpunkt in der Nacht, vielleicht bis kurz vor dem Morgengrauen, dauern kann. In jedem Fall ist hier sozusagen der Gedanke enthalten, dass man stundenlang warten muss. Es dauert. Er kommt in der zweiten, er kommt in der dritten. Man weiß nicht, wann er kommt.
1. Thessalonicher Kapitel 5. Paulus hat dieses Thema ja insbesondere in den Thessalonicherbriefen, das Thema der Wiederkunft, intensiv behandelt. Er sagt hier in 1. Thessalonicher 5, Vers 4 und 5: "Ihr aber, Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte. Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht, noch der Finsternis." Die wahren Gläubigen, die im Licht des Evangeliums wandeln, werden nicht überrascht werden von der Wiederkunft. Sie wachen. Auch in der zweiten Nachtwache, auch in der dritten Nachtwache, bleiben sie wachsam.
Wir finden eine ganz ähnliche Seligpreisung. Interessanterweise in der Offenbarung, in Offenbarung 16 und dort Vers 15. Dort heißt es: "Siehe, Jesus sagt: Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht." Die Gemeinde Laodizea braucht das Kleid der Gerechtigkeit Jesu, damit, wenn Jesus kommt, sie vorbereitet sind. Trägst du heute? Tragen wir heute das Kleid der Gerechtigkeit Jesu? Wenn Jesus heute wiederkommen würde, wären wir wachsam, bereit für seine Wiederkunft? Das ist die Frage, die ich mir stellen muss, die Frage, die du dir stellen musst.
Jesus verwendet jetzt noch hier in Lukas 12 ein weiteres Gleichnis. Er sagt in Vers 39: "Das aber wisst – verzeiht, das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint." In beiden Fällen sind die Bilder relativ ähnlich. Es geht um jemand, der in ein Haus hineinkommt. Einmal geht es um den Bräutigam, der von der Hochzeit kommt. Dann geht es hier um einen Dieb. In beiden Fällen ist der Punkt ein gleicher. Es geht darum, wachsam zu sein. Wenn man weiß, wann der Dieb kommt, bereitet man sich wachsam vor und will ihn abfangen.
2. Petrus Kapitel 3, da wird uns gesagt, der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb. 2. Petrus 3, Vers 10: "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht." Das meint nicht, dass das heimlich sein wird, denn das heißt weiter: "Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen." Der Tag des Herrn kommt so, dass man es sehen, hören, bemerken wird. Das Diebhafte daran wird sein, dass viele es nicht erwarten, dass sie überrascht sein werden, dass sie nicht gewacht haben. Und so ermahnt Jesus seine Jünger, uns zu wachen.
Lukas 12, Vers 40: "Darum seid auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint." Wenn wir unser ganzes Leben mit den Sorgen des Lebens uns nur darauf konzentrieren, wenn wir die ganze Zeit nur sammeln, sammeln, sammeln, Scheunen bauen und wie die Heiden nur auf dieses Leben achten, dann werden wir uns nicht vorbereiten auf die Wiederkunft.
Jesus sagt: "Darum seid auch ihr bereit, der Sohn des Menschen." Und damit spielt er natürlich, wie so oft in den Evangelien, auf jene Stelle an, die in Daniel 7 berichtet wird, wo genau das beschrieben wird, was hier mit der Hochzeit ausgedrückt wird. In Daniel 7, Vers 13 und 14 heißt es im Kontext des Gerichtes, das ab Vers 9 beschrieben wird – und heißt es ab Vers 9: "Ich sah, bis Throne aufgestellt wurden, ja, vom Heiligen ins Allerheiligste, und ein Hochbetagter, der sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron war aus Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm und Zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet." In diesem Kontext erscheint der Sohn des Menschen. Vers 13: "Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht zugrunde geht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen."
Er wird im Gericht zum König gekrönt. Denn wenn er wiederkommt, sagt uns die Offenbarung – Offenbarung 14 –, kommt er als König gekrönt. Er kommt in Offenbarung 19 als König der Könige und Herr der Herren. Offenbarung 14, Vers 14 sieht man ihn mit der Krone. Er wird im Gericht, im Himmel gekrönt. Er wird dort vermählt, geistlich gesprochen, mit Neu-Jerusalem, und er kommt dann von der Hochzeit als gekrönter König, um uns zu sich zu holen, die wir als seine Knechte, als seine ähm Mägde auf ihn gewartet haben. So wie die zehn Jungfrauen, zumindestens fünf von ihnen, konnte er mitnehmen. Sind wir bereit auf die Wiederkunft Jesu, wenn er wiederkommt von der Hochzeit?
Er sagt heute in Offenbarung 3 zu uns: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an." Lasst uns unsere Lenden umgürten. Lasst uns die Entscheidung fällen, bereit zu sein, diese Welt hinter uns zu lassen. Unser Denken auf den Himmel zu richten, unser Denken auf die neue Erde zu richten, uns Schätze zu sammeln im Himmel. Lasst unser Licht brennend sein. Unsere Liebe zu Gott, unsere Bereitschaft, das Evangelium weiterzutragen und erfüllt zu sein mit dem Heiligen Geist. Lasst uns die Lampen brennend halten und lasst uns Menschen sein, die auf Jesus warten. Ich glaube, in meinem eigenen Leben hatte ich zu viele Phasen, in denen ich nicht so wirklich aktiv gewartet habe. Wollen wir uns neu vornehmen, auf Jesus wirklich zu warten, so zu leben, dass sichtbar wird, dass wir Menschen gleichen, die auf ihren Hausherrn warten, der von der Hochzeit kommt.
Wir glauben, die Hochzeit findet im himmlischen Heiligtum statt. Wir glauben, dass das Gericht seit 1844 tagt. Wir glauben, Jesus kommt bald. Wir glauben, er spricht zu uns, wenn er sagt: "Siehe, ich stehe vor der Tür." Lasst uns von ganzem Herzen auf ihn erneut schauen. Wollen wir gemeinsam beten? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Möchten dir danke sagen, dass du uns immer wieder neu aufweckst aus unserem geistlichen Schlaf, gibst, dass wir lernen, wachsam zu sein, dass wir lernen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Prophetie zu verstehen, aber vor allem eine tiefe Liebe zu dir zu haben. Herr, füll uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir bereit sind, unsere Lenden zu umgürten – die Lenden unseres Geistes, unseres Denkens, unseres Sinnens, unserer Gesinnung –, dass wir bereit sind, von ganzem Herzen die Wiederkunft zu erwarten, uns darauf vorzubereiten. Das bitte ich dich für mich und für jeden, der dieses Video sieht, im Namen Jesu. Amen.
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