In dieser Folge von „Der Ersehnte“ tauchen wir tief in Lukas 12 ein und beleuchten Jesu Worte über das „Feuer auf die Erde“. Entdecke die tiefere Bedeutung hinter diesem kraftvollen Bild und wie es Jesu Mission und den Erlösungsplan offenbart. Lass dich von Christopher Kramp inspirieren, Jesu Denken und Fühlen besser zu verstehen.
Der Ersehnte: 266. „…Feuer auf die Erde…“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge. Wir wollen heute weiter studieren in Lukas Kapitel 12. Zwei Verse haben wir heute vor uns, die sehr interessant sind und die uns viel Einblick geben in Jesu Denken, in sein Fühlen und auch in den Erlösungsplan.
[1:02] Wir haben das letzte Mal, die letzten beiden Folgen über die Vorbereitung auf die Wiederkunft gesprochen. Wir werden sehen, dass Jesus jetzt hier in Lukas 12 ab Vers 49 ein neues Thema anspricht. Bevor wir damit beginnen, wollen wir natürlich nach guter Gewohnheit mit einem Gebet starten und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein dazu niederzuknien.
[1:25] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns lieb hast und dass du für uns da bist und dass du uns immer wieder und immer wieder durch dein Wort ansprichst. Danke, dass du uns führst und dass wir jetzt auch aus deinem Wort viele wichtige und interessante Dinge lernen dürfen. Möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns Weisheit schenkst und dass wir dich und deine Wahrheit so verstehen, dass es unser Herz wirklich heilt. Das bitten wir, weil du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:07] In Lukas Kapitel 12 und dort Vers 49 sagt Jesus einen bemerkenswerten Satz. In Lukas 12 und dort Vers 49 lesen wir, wie Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen. Und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet?“
[2:36] Jesus sagt hier, dass der Zweck seines Kommens auf die Erde darin besteht, Feuer auf die Erde zu bringen. Und er sagt auch, dass er sich ungemein wünscht. Er sagt: „Wie wünschte ich, es wäre schon entzündet.“ Zunächst halten wir fest, dass das Wort „bringen“ hier wörtlich „werfen“ meint. Er sagt sozusagen: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu werfen.“
[3:14] Das Feuer ist sogar besonders betont. Im Griechischen steht es ganz am Anfang des Satzes: „Feuer, so sagt er, auf die Erde zu bringen. Dazu bin ich gekommen.“
[3:32] Jesus wünscht sich, dass dieses Feuer schon entzündet wäre. Daraus können wir schlussfolgern, dass es dieses Feuer zu dem Zeitpunkt, wo das ist, zu dem Zeitpunkt, wo Jesus hier spricht, noch nicht entzündet ist. Also Jesus sagt, er spricht hier von diesem Feuer und er wünscht sich, dass das entzündet ist. Aber die Tatsache, dass er sagt: „Wie wünschte ich, dass es schon entzündet“, lässt uns ja schlussfolgern, dass es zu dem Zeitpunkt noch nicht entzündet ist.
[4:08] Nun, Jesus ist natürlich wegen einer ganzen Vielzahl von Dingen gekommen. Er ist gekommen, um das Wesen Gottes zu offenbaren. Er ist gekommen, um Gottes Wort in vollkommener Reinheit uns zu predigen. Er ist gekommen, um ein Beispiel zu geben, wie ein Gott wohlgefälliges Leben aussieht. Er ist gekommen, um alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Er ist gekommen, um unsere Sünden auf sich zu nehmen, um für uns zu sterben, um uns eine Hoffnung zu geben. So viele Dinge kommen und Menschen ähm, dass sie ein Leben im Überfluss haben. So viele verschiedene Dinge, die das Kommen Jesu auf diese Erde beinhaltet. Und hier bringt er eine interessante Sache zur Sprache, die uns vielleicht nicht so als erstes einfallen würde. Er sagt: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen.“ Und offensichtlich ist das etwas, was ihm sehr, sehr wichtig ist. Er er wünscht sich, es wäre schon entzündet.
[5:10] Nun, meint Jesus damit ein buchstäbliches Feuer? Können die Frage relativ einfach beantworten. In Lukas Kapitel 9 Vers 54, vor etlichen Monaten haben wir das mal hier auch behandelt in dieser Serie. In Lukas 9, Vers 54 heißt es: „Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: ‚Herr, willst du, dass wir sprechen, das Feuer vom Himmel herabfallen und sie verzehren soll, wie es auch Elia getan hat?‘“ Hier schlagen Jakobus und Johannes vor, buchstäblich Feuer vom Himmel auf die Erde zu werfen, um damit die Samariter, die Jesus abgelehnt haben, zu bestrafen.
[5:56] Das heißt in Vers 5: „Er aber wandte sich um und ermahnte sie ernstlich und sprach: ‚Wisst ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten.‘ Und sie zogen in ein anderes Dorf.“ Hier wird ganz deutlich: Jesus sagt, ich bin nicht dazu gekommen, mit buchstäblichem Feuer auf die Erde zu werfen, um Menschen zu bestrafen und zu vernichten. Das war nicht der Sinn seines ersten Kommens.
[6:28] Wir wissen, dass bei seinem zweiten Kommen Feuer vor ihm hergeht. Wir wissen, dass wenn er nach den 1000 Jahren dann auf die neue Erde wiederkommen wird mit allen Heiligen, die die 1000 Jahre mit ihm im Himmel verbracht haben, wenn das neue Jerusalem herabkommt. Wir wissen das dann, wenn die Gottlosen auf äh erstanden sind, um ihr finales Urteil zu bekommen, dass dann buchstäblich Feuer vom Himmel fällt. Aber dazu war Jesus nicht jetzt bei seiner ersten Ankunft auf der Erde gekommen.
[6:57] Sein Ziel war es nicht. Er wünschte sich nicht, wie schnell er sagte, er sagt ja: „Wie wünschte ich mir, dass es schon entzündet wäre?“ Jesus ging ja nicht bei seinem Erdenleben durch die Welt und wünschte sich, dass so schnell wie möglich die Menschen vernichtet werden.
[7:12] Es geht also ganz offensichtlich nicht bei dem Feuer aus Lukas 12 um buchstäbliches Feuer. Es geht nicht darum, dass Jesus sich wünscht, dass Menschen vernichtet werden. Nein, nein, nein.
[7:27] Also, was ist gemeint?
[7:29] Es lohnt sich noch einmal zurückzuschauen zu Johannes dem Täufer, der das Auftreten von Jesus vorhergesagt hat und vorbereitet hat. In Matthäus Kapitel 3 und dort ab Vers 10. Matthäus Kapitel 3 und dort ab Vers 10. Das heißt hier: „Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.“ Johannes sagt jetzt: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße. Der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen. Der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“
[8:15] Johannes sagt, dass Jesus mit Feuer tauft und mit Heiligem Geist.
[8:35] Johannes der Täufer taufte mit Wasser als Zeichen der Bekehrung, als Zeichen der Buße, als Zeichen der der Reinwaschung. Er sagt, der nach mir kommt, und das meint ja ganz offensichtlich den Messias, das meint Jesus. Er tauft mit Feuer und mit Heiligem Geist. So wie Johannes bekannt war wegen seiner Wassertaufe, so sollte Jesus bekannt werden wegen seiner Feuertaufe.
[9:12] Und Jesus selbst greift diesen Gedanken auf und sagt tatsächlich in Markus Kapitel 9 mit einem etwas anderen Bild, nicht mit der Taufe, sondern mit dem Salzen. Er sagt in Markus 9 und dort Vers 49: „Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden. Für jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.“
[9:36] Jeder muss mit Feuer gesalzen werden. Johannes sagt: „So wie ich euch alle taufe, wird Jesus euch alle, die Gläubigen, mit Feuer und Heiligem Geist taufen.“ Jesus selbst sagt: „Jeder“, und das meint natürlich in diesem Fall alle Gläubigen, „müssen, sie alle müssen mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.“
[9:58] Wir wissen, dass unser Leben, wenn wir Gott uns hingeben, wenn wir unser Leben ihm geben, wenn wir ähm uns bekehren, dass unser Leben ein lebendiges Opfer für Gott ist. So steht es in Römer Kapitel 12 und dort in Vers 1 und 2. „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Jedes Opfer wurde im Alten Testament mit Salz gesalzen. Jesus sagt: „Jeder Mensch, der sein Leben als lebendiges, heiliges Opfer Gott gibt, muss mit Feuer gesalzen werden.“
[10:55] Johannes sagt also, Jesus bringt Feuer in das Leben der Gläubigen. Jesus selbst sagt, dass er Feuer auf diese Gläubigen bringt. Sie müssen mit Feuer gesalzen werden.
[11:10] Und tatsächlich finden wir in Apostelgeschichte ein Ereignis, dass man nicht anders beschreiben kann, als dass Jesus Feuer auf die Erde wirft. In Apostelgeschichte 2 und dort in Vers 1 bis 4 heißt es: „Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“
[12:01] Petrus, Johannes, Andreas, Nathanael, die ganzen Jünger Jesu, die ganze Gruppe, die dort im Ober gemacht zusammen war, 120 Leute, sagt uns Apostelgeschichte 1 Vers 15, sie wurden mit Feuer getauft, sie wurden mit Feuer gesalzen. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten ist die Erfüllung von genau dem, was Jesus hier sagt.
[12:34] Feuerflammen auf den Köpfen machen ganz deutlich, dass sich hier das erfüllt hat, was Jesus sich so sehr wünscht.
[12:41] Gehen wir zurück zu Lukas 12. Jesus sagt in Vers 49: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen.“ Manchmal hat man vielleicht den Eindruck, na ja, Jesus hat seinen Erdendienst und als der Erdendienst vorbei ist, dann kommt sozusagen jetzt als Ersatz für seinen für seine körperliche Präsenz, für seine leibhaftige Präsenz kommt als Ersatz jetzt der Heilige Geist.
[13:02] Aber wenn wir Vers 49 in Lukas 12 richtig verstehen, dann wird deutlich, dass Jesus sich schon auf der Erde, als er als als Mensch unter uns lebte und heilte und predigte in den Synagogen und am am Segenzeret und überall, als er dort lebte, war sein größter Wunsch die Ausgießung des Heiligen Geistes. Er war gekommen, damit der Heilige Geist auf die Menschen ausgegossen werden kann. Er war gekommen, damit der Heilige Geist die Menschenherzen erfüllt. Er hat sich danach gesehnt.
[13:37] Als Jesus hier wenige Wochen, wenige Monate vor der Kreuzigung diese Worte sagt, weiß er, die Ausgießung hat noch nicht stattgefunden, aber er sehnt sich danach.
[13:49] Später heißt es in Johannes Kapitel 16 Vers 7, wo er sagt: „Aber ich sage euch die Wahrheit, es ist gut für euch, dass ich hingehe, denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.“
[14:09] Jesus kam auf diese Welt, ja, um uns den Vater zu zeigen. Ja, um Menschen zu heilen. Ja, um Gerechtigkeit zu erfüllen. Um zu zeigen, dass man Gottes Gebote halten kann als Mensch. Zu zeigen, wie Gottes Wort wirklich gemeint ist. Er kam auf diese Welt, um meine und deine Sünden zu tragen, am Kreuz von Golgatha für sie zu sterben, uns Hoffnungen für das ewige Leben zu geben. Er kam auch auf diese Welt, damit wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Er sagt hier, er wünscht sich so sehr, dass das geschieht.
[14:51] Als er mit seinen Jüngern unterwegs war, seine Jünger dachten, sie sind jetzt kurz auf dem Weg vor Jerusalem. Sie werden demnächst irgendwann nach Jerusalem kommen. Vielleicht wird er dort sein Königreich etablieren, weil Jesus hat ein anderes Ziel. Er wünschte sich so sehr, dass sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
[15:15] Und vielleicht kann man hier einen Zusammenhang zu dem vorherigen sehen. Wir haben gesehen in den Versen vorher in Lukas 12 und dort ab Vers ab Vers 35 die Ermahnung zur Wachsamkeit, die Vorbereitung auf die Wiederkunft. Wir haben gesehen, dass auf die Frage von Petrus, dieses Gleichnis für alle gilt oder nur für die Jünger, Jesus mit diesem bemerkenswerten Gleichnis geantwortet hat, indem er deutlich gemacht hat, dass derjenige, der von dem Hausherrn einen Auftrag bekommen hat, dass der auch zur richtigen Zeit, zur rechten Zeit die verordnete Speise geben soll. Das Gleichnis vom Haushalter.
[16:09] Nur wer mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, kann tatsächlich die gegenwärtige Wahrheit zur richtigen Zeit geben. Nur wer mit dem Feuer getauft ist, wer mit dem Feuer gesalzen ist, der kann das tun, was Jesus hier in Vers 42 bis 48 beschrieben hat, von dem klugen Haushalter.
[16:38] Jesus hat sich gewünscht, dass die Menschen, dass die Verkündiger, die Jünger, seine Nachfolger mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Er hat sich darauf gefreut auf den Moment, wo er endlich vom Himmel den Geist auf die Jünger ausgießen kann.
[16:59] Glaubst du, dass wenn wir ernsthaft und aufrichtig um den Heiligen Geist beten, dass Jesus ihn zurückhalten möchte? Er hatte selbst in Lukas Kapitel 11 seinen Jüngern gesagt in Vers 13: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten?“
[17:28] Wenn wir um den Heiligen Geist bitten, dann treffen unsere Gebete erstens auf Gott, den Vater, der uns lieber den Heiligen Geist gibt, als Eltern ihren Kindern gute Gaben geben. Und zweitens treffen sie im himmlischen Heiligtum auf Jesus, der schon, als er hier auf der Erde war, sich danach gesehnt hat, endlich den Heiligen Geist ausgießen zu können.
[17:53] Endlich wollte er ihn ausgießen. „Wie wünschte ich, es wäre schon entzündet.“ Wenn wir um den Heiligen Geist beten, dann werden der Vater und Jesus niemals sagen: „Ah, jetzt noch nicht.“ Sie wünschen sich, dass wir, dass du und ich mit Feuer getauft sind.
[18:19] Und das meint nicht, wie in der charismatischen Bewegung, dass man irgendwelche äh komischen Verrenkungen macht, dass man irgendwie unkontrolliert dann lacht oder irgendwelche äh seltsamen Phänomene erlebt, körperlicher Art, sondern es meint das, was in Markus Kapitel 9 beschrieben wird, von denjenigen, die mit Feuer gesalzen sind. Das heißt hier in Vers 50: „Habt Salz in euch und haltet Frieden.“
[18:43] Also Vers 50, das Salz ist etwas Gutes. „Wenn das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander.“ Als die Apostel eine geistliche Einheit waren, da wurden sie mit dem Heiligen Geist getauft, mit Feuer.
[19:09] Jesus wünscht sich, dass das Feuer der Liebe Gottes auch in deinem Herzen und in meinem Herzen brennt.
[19:19] Im Hohelied lesen wir, was das Feuer repräsentiert in der Bibel. Hohelied, Kapitel 8 und dort Vers 6: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Armen, denn die Liebe ist stark wie der Tod und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“ Gottes Liebe ist ein Feuer.
[19:57] Und die Bibel sagt uns in Römer Kapitel 5 Vers 5, dass die Liebe Gottes ausgegossen wird in unsere Herzen. Genau das, was hier bei Pfingsten passiert ist. Das heißt in Römer 5 Vers 5: „Die Hoffnung aber lässt nicht zu schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“ Das Feuer ist die Liebe Gottes. Die Liebe Gottes wird in unsere Herzen gegossen durch den Heiligen Geist. Wir werden mit Feuer und Geist getauft.
[20:33] Wenn wir mit dem Heiligen Geist getauft sind, wenn wir mit Feuer getauft sind, dann springen wir nicht über eine Bühne. Wir lieben unseren Nächsten wie uns selbst. Wenn wir mit Feuer getauft sind, dann sehen wir in der Gemeinde den anderen höher als uns selbst an. Wenn wir mit Feuer getauft sind, dann sind wir sogar bereit, unsere Feinde zu lieben.
[20:58] Wenn wir mit Feuer getauft sind, dann lieben wir Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele. Wenn wir mit Feuer getauft sind, dann werden wir aus Liebe zu Jesus seine Gebote halten.
[21:10] Wenn wir mit Feuer getauft sind, dann werden wir Liebe zur Wahrheit haben und die Wahrheit in Liebe sagen. Jesus hat sich so sehr gewünscht, dass das sich im Leben seiner Jünger zeigt. Sie sind ihm gefolgt. Sie sind ihm treu gewesen, aber sie haben so oft nicht verstanden, was er eigentlich wollte. Sie haben so oft seine geistlichen Lektionen nicht verstanden. So oft kam das eigene Ich hoch. So oft sind sie im Streit gewesen und haben gezeigt, dass sie den Heiligen Geist noch längst nicht wirklich in seinem Wesen, in seinem Wirken verstanden haben.
[21:51] In Lukas 12, Vers 49, sagt Jesus: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet.“ Vers 50: „Aber mich taufen lassen mit einer Taufe, und wie drängt es mich, bis sie vollbracht ist.“
[22:12] Jesus macht deutlich, bevor das Feuer kommen kann, muss etwas anderes passieren. Die Taufe. Die Taufe von Jesus geschieht vor dem Feuer, vor der Ausgießung des Feuers, vor dem Hinabwerfen des Feuers. Und wir haben gesehen, dieses Feuer, das hinabgeworfen worden ist, das weist uns auf Pfingsten.
[22:44] Was meint Jesus mit der Taufe? Er war doch schon getauft worden im Jordan von Johannes. Diese Taufe ist offensichtlich nicht gemeint, denn er sagt: „Wie drängt es mich, bis sie vollbracht ist.“ Die Wassertaufe war schon vollbracht. Er war gleich zu Beginn seines Dienstes von Johannes getauft worden im Jahre 27 im Jordan, hatte seinen Dienst markiert, den Beginn seines Dienstes markiert, als der gesalbte, als der Heilige Geist auf ihn kam.
[23:12] Jesus spricht ja offensichtlich von einer anderen Taufe.
[23:15] In Römer Kapitel 6 Vers 3 und 4 wird deutlich, was diese Taufe eigentlich ist. Denn unsere eigene Taufe, die wir erleben im Wasserbad, verweist eigentlich auf diese Taufe. In Römer 6, Vers 3 und 4 heißt es: „Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hineingetauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit gleich wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“
[23:52] Die Taufe ist Jesu Tod.
[23:59] Und Jesus wusste, ohne seinen Tod auf Golgatha wird es keine Erfüllung mit dem Heiligen Geist geben. Ohne den Tod auf Golgatha wird es unmöglich sein, dass Menschen wieder Gott von ganzem Herzen lieben. Ohne den Tod auf Golgatha wird es nie wieder echte Nächstenliebe geben. Wird so etwas, was zu Pfingsten geschah, gar nicht möglich sein. Jesus wusste, das ist sein großes Ziel. Er wünscht sich so sehr, dass die Menschen wieder erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Aber bevor das geschehen kann, muss er für ihre Sünden sterben.
[24:39] Wir wissen aus der Bibel, dass das keine angenehme Sache war. Wir wissen, dass Jesus in Gethsemane ernsthaft den Gedanken erwogen hat, das nicht zu tun, weil er die Sünde so sehr gehasst hat. Der Gedanke, dass diese Sünde jetzt auf ihm lastet, mit ihm identifiziert wird, das hat ihn buchstäblich zerbrochen. Aber er wusste, ich muss mit dieser Taufe getauft werden, damit das hier geschehen kann.
[25:13] Wie sehr wünschst du dir die Erfüllung mit dem Heiligen Geist? Jesus wünscht sich deine Erfüllung mit dem Heiligen Geist so sehr, dass er bereit war, dafür ans Kreuz zu gehen, damit du mit Feuer getauft werden kannst.
[25:36] Es heißt hier in der Schlachter 2000 Übersetzung: „Wie drängt es mich?“ Einige Übersetzungen übersetzen das möglicherweise sogar etwas besser. Die Elberfelder sagt so, auch die Einheitsübersetzung: „Wie bin ich bedrängt?“ Luther übersetzt: „Wie ist mir so bange.“ Auch die Zürcher macht das so. Die neue Genfer übersetzt: „Wie schwer ist mir das Herz.“ In der Schlachter könnte man den Eindruck gewinnen, das geht so, er drängt drauf, er möchte jetzt unbedingt sterben, damit es scheint eher der Fall zu sein, dass das Wort bedeutet, wie dramatisch ist das, dass Jesus sterben muss. Wie drängt, wie fühlt er sich bedrängt?
[26:16] Das Wort *synechomai* im Griechischen, passiv von *synecho*. *Synecho* heißt eigentlich erstmal zusammenhalten. Etwas wird zusammengehalten und daher kommt dann die Idee, dass man etwas zusammenschließt, also etwas umschließt und damit einschließt und von da ist es nicht mehr weit der Gedanke, dass etwas aufgehalten wird. Also, wenn man einen Menschen von allen Seiten einschließt, dann wird er aufgehalten, dann wird er bedrängt, dann wird er festgehalten, dann wird er vielleicht sogar gequält.
[26:46] Wir finden äh solchen solche Verwendung des Wortes immer wieder, vor allem bei Lukas in Lukas 8, Vers 45 z.B. da lesen wir: „Jesus fragte: ‚Wer hat mich angerührt?‘ Als es nun alle bestritten, sprachen Petrus und die mit ihm waren: ‚Meister, die Volksmenge drückt und drängt dich.‘ Ja, sie sie umschließt dich und du sprichst: ‚Wer hat mich angerührt?‘“ Oder Lukas 19, wo es um die Belagerung Jerusalems geht. Lukas 19, Vers 43: „Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen.“ Das ist genau dieses Wort einschließen und von allen Seiten bedrängen werden.
[27:35] Bedrängt, ne? Das ist, glaube ich, das Wort bedrängt. Muss ich schon mal ganz kurz nach, nicht, dass ich was falsches gesagt habe. Lukas 19 Vers 43. Dort steht... Nein, das Bedrängen. Verzeih, das Bedrängen natürlich nicht das Einschließen, das Bedrängen. Aber das ist diese Idee, man wird bedrängt, weil man eingeschlossen ist. Ja, so muss es richtig sein, dass das Wort Bedrängen ist hier das Wort, das auch Jesus verwendet: „Wie bedrängt bin ich.“ Also er fühlt sich quasi wie jemand wie eine belagerte Stadt, so wie also mental, geistlich fühlt er sich so wie damals, als er sich körperlich gefühlt hat, als die Menschen alle bedrängt haben von allen Seiten. Paulus sagt an einer Stelle: „Ich werde von beidem bedrängt, von beiden Optionen.“ Das das drängt so auf mich ein. Dringt so auf mich ein.
[28:39] Lukas 22 und dort Vers 63. Lukas 22 und dort Vers 63. „Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und misshandelten ihn.“ Also haben auch diese Idee vom Festhalten, er ist eingeschlossen, er kommt da nicht weg.
[29:00] Und dann haben wir Matthäus 4 und dort Vers 24. „Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Sie brachten alle Kranken zu ihm, die von mancherlei Krankheiten und Schmerzen geplagt waren und Besessene und Mondüchtige und Lahme, und er heilte sie.“ Das Wort geplagt. Also, wenn man so eingeschlossen ist, wenn man nicht wegkommt, das kann eine echte Qual sein, eine Plage. Man fühlt sich geplagt. Das ist was hier ähm zum Ausdruck kommt, so auch in anderen Stellen von Lukas und Apostelgeschichte.
[29:37] Und dann haben wir noch Lukas Kapitel 8 Vers 37. Da heißt es: „Da bat ihn die ganze Volksmenge aus der umliegenden Gegend der Gadarener, von ihnen wegzugehen, denn es hatte sie eine große Furcht ergriffen.“ Er stieg in das Schiff und kehrte zurück. Auch sie werden sozusagen bedrängt in Anführungsstrichen von einer Furcht, die sie hier haben. Negative Gefühle, die ein bedrängen, die ein anfechten.
[30:12] Jesus sagt, wie also der Gedankengang ist, er sagt, ich möchte es, ich bin gekommen auf diese Welt, damit ich euch mit Feuer taufe, damit ihr mit Feuer gesalzen seid, damit ihr mit der Liebe Gottes erfüllt seid und mit dem Heiligen Geist. Dazu bin ich gekommen, damit damit ich das auf die Erde werfen kann. Aber bevor das geschehen kann, muss ich getauft werden. Das bedrängt mich, das quält mich, das schließt mich ein.
[30:39] Jesus versucht seinen Jüngern, die ja nach wie vor nicht begreifen, was auf sie zukommt und was auf Jesus zukommt, obwohl es ihnen ja schon deutlich gesagt hat. Er versucht ihnen deutlich zu machen, welche enorme Qual Jesus erleiden wird und erlitten hat, damit wir mit der Liebe Gottes erfüllt werden können.
[31:04] Das Opfer Jesu bringt für ihn unvorstellbare Bedrückung, Anfechtung und Qual.
[31:17] Uns wird folgendes gesagt: „Die menschliche Natur von Christus war so wie unsere, und das Leiden wurde von ihm noch viel stärker gefühlt, denn seine geistliche Natur war frei von jedem Makel der Sünde. Deswegen war sein Wunsch, dass Leiden entfernt wird, noch stärker als Menschen es erfahren können.“ Mit anderen Worten, wir alle haben einen Wunsch, das Leiden aufhört. Wenn wir Leiden sehen, wenn wir Leiden erleben, dann haben wir so einen Wunsch, das Leiden muss zu Ende gehen. Es muss aufhören. Was sagt ist, dass dadurch, dass Jesu geistliche Natur ohne den geringsten Makel der Sünde war, war sein Wunsch, dass Leiden beendet wird, noch viel größer als bei Menschen.
[32:11] Wir fragen uns manchmal, sieht Gott das Leid nicht? Will er nicht, dass das Leid aufhört? Gottes Wunsch, dass das Leid aufhört, ist noch größer als unsere.
[32:27] Und dann sagt sie, wie intensiv war das Verlangen der Menschlichkeit, der Menschheit Jesu, dem Missfallen eines beleidigten äh offendet im Englischen Gottes zu entfliehen. Wie sehr hat seine Seele nach Befreiung verlangt? Weil Jesus ohne jede Sünde war, weil seine geistliche Natur davon völlig unberührt war, war der Gedanke jetzt von Gott das Missfallen zu erdulen, für ihn unfassbar, unerträglich. Und so hat seine Seele sich danach gesehen, dass das nicht geschieht.
[33:25] Die sagt, das ist offenbart in den Worten: „Oh mein Vater, wenn dieser Kelch an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, dein Wille geschehe.“
[33:39] Diese beiden Verse in Lukas 12 sind kurz, aber sie sind sehr intensiv. Sie zeigen uns zum einen das große intensive Verlangen von Jesus, dass wir, dass du und ich mit dem Heiligen Geist getauft werden, dass wir mit der Liebe Gottes getauft werden. Das ist ein ganz großer Wunsch. Deswegen kam auf die Erde. Aber sie zeigen auch, dass es nur möglich ist, wenn Jesus dieses Opfer gebracht hat.
[34:05] Und sie zeigen uns, wie sehr Jesus gelitten hat bei dem Gedanken, ein solches Opfer zu bringen, wie sehr es ihn mental, geistlich bedrängt hat, wie er sich eingeschlossen gefühlt hat.
[34:20] Wenn wir jetzt die Frage stellen, welches Gefühl war stärker? Das Gefühl des eingeschlossen seins, das Gefühl des bedrängt seins, das Gefühl der Qual angesichts von Golgatha oder der Wunsch, das Verlangen, dass du und ich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden können. Was war stärker? Dann stellen wir fest, Jesus war bereit, das auf sich zu nehmen, weil er nicht darauf verzichten wollte.
[34:52] Er war bereit, das, was er so sehr gehasst hat, die Sünde auf sich zu nehmen, weil er das unbedingt sehen wollte: Menschen erfüllt mit der Liebe Gottes und dem Heiligen Geist.
[35:05] Die Frage ist, möchtest du ihm erlauben, dass er seinen Wunsch erfüllt sieht? Wäre es nicht schade, wenn Menschen, die zwar zu Jesus sich formal bekennen, doch nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, weil sie ihre Herzen nicht öffnen und damit das ganze Opfer Jesu für sie umsonst gewesen ist.
[35:37] Und weil Jesus sich darauf gefreut hat, ist er auf diesen Weg gegangen. Er wusste, dass das dazu führt und deswegen wollte er auch das. Man hat ihn nicht gezwungen. Es hat ihn unfassbare Qualen bereitet, aber sie sagt, er war nicht gezwungen worden, diesen Schritt zu nehmen. Er hatte diesen Kampf vorher durchdacht.
[36:11] Und unser Auftrag ist es, so steht es im Buch „This Day with God“ 49. Unser Auftrag ist: Hebe das Kreuz. Trage es Jesus nach. Immer danach zu trachten, denselben Geist zu haben, den Jesus, der Jesus dazu führte, sich nach der Taufe des Leidens am Kreuz zu sehnen. Nicht, weil Jesus gerne litt, sondern weil er wusste, was danach kommt.
[36:47] Wie groß ist dein Verlangen, andere Menschen mit der Liebe Gottes erfüllt zu sehen? Wie groß ist dein Verlangen, andere Menschen mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sehen? Und was bist du bereit dafür zu opfern? Jesus hat sogar sein Leben geopfert. Er war bereit, sogar auf sein ewiges Leben zu verzichten, damit du und ich mit Feuer getauft werden können.
[37:20] Wollen wir heute uns neu dafür entscheiden, dass der Heilige Geist uns auch wirklich erfüllen darf, dass er die Liebe Gottes wirklich in unser Herz bringen darf, damit Jesus nicht umsonst für uns gestorben ist. Lass uns auch gemeinsam beten.
[37:43] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast, Herr. Vergib uns, dass wir so oft gar nicht wirklich schätzen, was du für uns getan hast. Möchte dich von Herzen bitten, dass du uns neu vor Augen führst, was das Kreuz bedeutet und dass wir dankbar dafür sind, dass du den Weg dafür bereitet hast, dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden können. Ich möchte dich bitten, dass du uns zeigst und bewusst machst, wie sehr du dich danach sehnst, dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden können. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.
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