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Der Ersehnte

„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Der Ersehnte“ tauchen wir tief in eine besondere Geschichte aus Lukas 13 ein, die Christopher Kramp beleuchtet. Erfahre mehr über Jesu Lehren in den Synagogen und wie er die Botschaft des Evangeliums verbreitete.


Weitere Aufnahmen

Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Und schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dabei seid. Heute mit einer interessanten Geschichte aus Lukas 13. Wir haben viel über die Worte und Predigten und ähm ja, Gleichnisse von Jesus in den letzten Wochen und Monaten gehört, die er dort in seinem Dienst in Perea kurz vor seiner Reise dann oder auf seinem Weg nach Jerusalem gesagt hat. Und wir wollen heute eine interessante Geschichte uns anschauen in Lukas 13 ab Vers 10. Bevor wir das tun, wollen wir natürlich wie immer ein Gebet sprechen und ich lade dich ein, wenn es dir möglich ist, dazu auch niederzuknien.

[1:18] Lieber Vater im Himmel, hab Dank für dein Wort und hab Dank, dass wir uns jetzt Zeit nehmen dürfen, es anzuschauen, drüber nachzudenken, es zu durchdenken, es zu verdauen und Herr, dass es unserem Leben tatsächlich wird. Bitte sprich zu uns, erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir die Wahrheit erkennen, wie du sie uns gibst und dass wir in dieser Wahrheit wachsen und dass dein Heiliger Geist uns in alle Wahrheit führt und dass wir das, was wir lernen, auch tatsächlich in deiner Kraft und durch dich umsetzen können. Hab Dank für das Evangelium und lass es uns heute neu verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:58] Lukas Kapitel 13 und dort ab Vers 10. Lukas 13, Vers 10. Die Bibel sagt, er Jesus lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat. Er hat immer wieder in Synagogen gelehrt. Nur ein anderes Beispiel aus dem Lukasevangelium damals noch in Galiläa in Lukas 4 und dort Vers 44. Und er verkündigte in den Synagogen von Galiläa. Wann immer Jesus die Möglichkeit hatte, wann immer sich die Türen dazu öffneten, hat er in den Gottesdiensthäusern auch gepredigt. Jesus hat auf dem Feld gepredigt, er hat am Wasser gepredigt, sogar auf dem Wasser eben Boot. Aber wann immer die Gelegenheit war, hat er auch in Gottesdiensthäusern gelehrt und gepredigt. Insbesondere natürlich auch am Sabbat, den Jesus, das haben wir studiert, hielt den Sabbat, den er selbst eingesetzt hat, den er selbst ähm befohlen hatte auf dem Berg Sinai und der durch das gesamte Alte Testament immer ein Erkennungszeichen des wahren Glaubens ist, nicht nur für die Israeliten, sondern Jesaja 56 macht ganz deutlich auch für die Fremdlinge. Das können wir vielleicht ganz kurz hier noch einmal uns in Erinnerung rufen. Jesaja 56 und dort Vers 2. Wohl dem Menschen, der dies tut und dem Menschenkind, das daran festhält, der den Sabbat hält und um ihn nicht zu entweihen und seine Hand davor bewahrt, irgendetwas Böses zu tun. Und der Fremdling, also der Ausländer, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiss von seinem Volk ausschließen. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum. Denn so spricht der Herr den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Haus und in meinem und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter. Ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll und so weiter.

[4:00] Im Alten Testament sind wir ganz deutlich, der Sabbat ist bindend. Der Sabbat ist gültig und zwar nicht nur für die Israeliten, auch für die Fremdlinge. Das vierte Gebot macht das ganz deutlich. In 2. Mose Kapitel 20 Vers 10. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun. Weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Der Sabbat ist ja für die Menschheit gemacht. Jesus sagt das selbst in Markus Kapitel 2 Vers 27 und 28, wo er sagte Markus 2, Vers 27 und 28. Und er sprach zu ihnen: "Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen. Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat." Jesus ist Herr über alle Menschen. Das der Sohn des Menschen, Daniel 7, der über alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen regieren wird. Und er ist Herr des Sabbats.

[4:58] Jesus selbst hielt den Sabbat nach seiner Gewohnheit, wie uns Lukas 4 deutlich macht. Dort heißt es: "Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um fortzulesen." Genau das tut Jesus hier in Lukas 13. Er geht nach seiner Gewohnheit in die Synagoge am Sabbat. Es ist Sabbat. Er geht in den Gottesdienst und er nimmt aktiv teil, nicht nur als Konsument, der passiv zuhört, sondern er lehrte in einer der Synagogen am Sabbat. Wir wissen nicht genau, äh wo das war. Wir wissen nicht genau, wie viel Wochen vor der Kreuzigung wir uns hier befinden. Aber wir wissen, er ist am Sabbat, an dem Sabbat, den er selbst für alle Menschen geschaffen hat. Die Bibel sagt, dass alles, was geschaffen worden ist, von Jesus geschaffen worden ist. Der Sabbat ist Teil der Schöpfung. Am siebten Tag ruhte Gott aus. Und so wie die ganze andere Schöpfung ist auch der Sabbat für alle Menschen.

[5:55] Jesus ist am Sabbat in der Synagoge und er lehrt. Vers 11 in Lukas 13. "Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten." Sie ist 18 Jahre schon krank und Jesus heilt immer wieder, besonders auch Menschen, die seit langer Zeit krank sind. Hier ein paar Beispiele: In Lukas 8, Vers 27, die der Besessene dort am äh in am See auf der anderen Seite in der Dekapolis. Von dem heißt es, er war seit langer Zeit besessen mit diesen vielen Dämonen. Lukas 8, Vers 43. Die Frau mit dem Blutfluss hatte 12 Jahre lang Blutfluss. Sind Markus 9:21, der mondsüchtige Junge, wo der Vater die Apostel erst gebeten hatte, äh die das dann auch nicht konnten, während Jesus auf dem Verklärungsberg gewesen ist. Ähm, er sagt: "Der Sohn sei krank seit Kindheitstagen." Ganz besonders krass die Geschichte von dem Gelehmten am Teich Bethesda in Johannes 5, Vers 5 und 6. Dort ist der Mann seit 38 Jahren krank und die Bibel sagt sogar, dass Jesus diese besonders lange Zeit besonders bemerkt. Es heißt in Vers 5 und 6 von Johannes 5: "Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte. Als Jesus diesen da liegen sah und er fuhr, dass er schon so lange in diesem Zustand war, spricht er zu ihm: 'Willst du gesund werden?'" Und dann haben wir den blindgeborenen in Johannes 9, Vers 19 und 20, der natürlich blind seit der Geburt ist. Und wir sehen, wie immer wieder Jesus ganz besonders Menschen heilt, die seit langer Zeit krank gewesen sind. Menschen, wo andere Ärzte aufgegeben hatten. Man hatte das und jenes versucht. Aber wenn jemand über einen langen Zeitraum immer gleich krank bleibt, dann verliert ein Mensch irgendwann die Hoffnung, dass es besser wird. Jesus hat gerade die Hoffnungslosen geheilt. Es gibt vielleicht nicht nur Krankheiten, sondern auch Sündenkrankheit in unserem Leben, die wir nicht nur seit 3 Wochen haben, sondern vielleicht seit 10 Jahren, seit 20 Jahren, seit 18 Jahren oder vielleicht sogar seit 38 Jahren, seit Kindheitstagen. Dinge, die wir solange schon falsch machen, seit wir denken können. Jesus kann auch von Krankheiten heilen, die jahrzehntelang unser Leben bestimmt haben, die vielleicht seit uns seit wir denken können uns beschäftigen. Jesus kann uns von Sünden heilen, die wir schon lange, lange, lange mit uns rumschleppen.

[8:25] Diese Heilungswunder in den Evangelien sind immer Illustrationen für das Evangelium. Das macht Jesus ja ganz deutlich, wenn er den ähm den Gelähmten heilt in Matthäus Kapitel 9, wo er sagte in Matthäus 9 Vers 6: "Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gelähmten: 'Steh auf und nimm deine Liegematte und geh heim.'" Die Heilung des Gelähmten, dass Jesus ihm die Krankheit nahm und gleichzeitig die Kraft gab, jetzt zu gehen, ist eine Illustration für Jesu Werk der Sündenvergebung. Er nimmt die Schuld und gibt uns die Kraft, jetzt nach Gottes Geboten auch leben zu können. In Lukas Kapitel 13 heißt es: "Die Frau konnte sich nicht aufrichten. Sie war verkrümmt." Das griechische Wort sagt, sie war sozusagen zusammengezogen, zusammengebunden. Und jemand, der schon mal einen sehr krummen Menschen gesehen hat, weiß, das ist, man kann sich vorstellen, ob sozusagen mit unsichtbaren Bändern die Person sozusagen zusammengezogen wird. Genau, das ist hier sehe ich äh das wird hier sozusagen äh imaginiert, das wird so sich so vorgestellt in dem griechischen Wort.

[9:43] Vers 12: "Als nun Jesus sie sah, Jesus predigt, er sieht eine leidende Frau. Sie leidet schon viele Jahre, aber Jesus sagt sich nicht einfach: Na ja, kann ich irgendwann später noch machen." Jesus sieht das Leid dieser Frau und er möchte ihr jetzt hier helfen. Es ist Sabbat und Jesus weiß, dass schon öfter Heilung am Sabbat Widerstand erzeugt haben. Aber diese Frau ist schon seit 18 Jahren gebunden, verkrümmt. Das heißt hier in Vers 12: "Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich." Er heilt nicht nur aus der Distanz, er ruft den Menschen zu sich. Wenn wir seit 18 Jahren niedergebeugt sind durch schlechte Gedanken, durch schlechte Gewohnheiten, durch Schuldgefühle, was immer uns verkrümmt hat, zusammengebunden hat, Jesus ruft dich und mich zu sich.

[10:35] Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: "Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit." Das Wort "erlöst" wird in medizinischen Schreibern und Lukas ist ja auch ein Arzt auch so, also medizinischen Schreibern außerhalb der Bibel verwendet, z.B. um Bandagen zu lösen. Wenn man irgendetwas bandagiert und man löst jetzt den Verband, man löst die Bandagen, dann ist es dieses äh auflösen, ablösen, erlösen. Du bist sozusagen losgelassen, entlassen, freigelassen. Du wirst jetzt gehen gelassen von dieser Krankheit. Das wird jetzt quasi von dir abgelöst. Du wirst aufgelöst. Also, es wird aufgelöst. Du kannst jetzt gehen. Du bist erlöst. Erlösung ist also nicht ein technischer theologischer Begriff, sondern etwas ganz bildliches. Wir sind gebunden. Wir können uns nicht aufrichten. Aber Jesus nimmt das, was uns bindet, weg. Er löst es auf.

[11:31] Vers 13. "Und er legte ihr die Hände auf." Immer wieder finden wir auch Handauflegung in der Bibel. Z.B. in Lukas Kapitel 4 Vers 40. Jesus hat immer wieder auch so geheilt, hatte verschiedene Methoden, aber ein davon war Handauflegung. Lukas 4, Vers 40. "Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen zu ihm, sie zu ihm und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie." Er berührt sie, er legt ihr die Hände auf. Es heißt in Lukas 13, Vers 13: "Und er legte ihr die Hände auf und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott." Das Wort "gerade" bedeutet, sie hat sich aufgerichtet. Sie hat nicht nur eine eine bisschen Verbesserung gespürt, nicht nur eine gewisse Erleichterung, sondern es wurde es ging sofort wieder richtig gut. Apostelgeschichte 15, Vers 6, 16 gibt uns ein anderes Beispiel, wo dieses Wort für gerade sein äh verwendet wird. Das gibt uns so eine Idee, wie wir das uns hier vorstellen können. Apostelgeschichte 15, Vers 16. "Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen und ihre Türme will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten." Das also ein ein eine Hütte, die zusammengefallen ist und das wird wieder aufgebaut. Das wird wieder die Mauern werden wieder gerade aufgebaut. So ist dieses Bild. Diese Frau war quasi wie eine wie eine Ruine sozusagen körperlich äh gesundheitlich zusammengebrochen, zusammengefallen und jetzt wird sie wieder aufgerichtet. Sie wird wieder gerade gemacht. Äh Hebräer Kapitel 12 Vers 12 noch ein Beispiel, wo dieses Wort vorkommt. Hebräer 12, Vers 12. "Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie." Die Idee ist sozusagen, wenn jemand entmutigt ist, dann ist er hat er so schlaffe Hände, hat schlaffe Arme und dann heißt es aber, weil Jesus uns erlöst in Hebräer 12, "nein, habt wieder Mut, richtet die Hände, die so schlaff geworden sind, richtet sie wieder auf." Die Frau war zusammengedrückt, die war zusammengebunden. Jetzt kann sie sich wieder aufrichten.

[13:38] Das ist die Sünde, die uns peinigt. Ist die Sünde, die uns drückt, ist die Sünde, die uns zusammenpresst. Wenn wir Jesus annehmen, wenn wir seinem Ruf folgen, zu ihm kommen und seine Erlösung annehmen, wenn wir uns von ihm berühren lassen, dann können wir wieder gerade gehen, dann können wir wieder frei. Dann werden wir nicht gegen unseren Willen von etwas gebunden. Die Bibel sagt, dass wer die Sünde tut, ist der Sünde Knecht. Die Sünde knechtet uns und bringt uns in etwas, was wir eigentlich gar nicht wirklich wollten. Aber Jesus erlöst uns, sodass wir wieder uns aufrichten können. Er richtet uns wieder auf. Er baut die Mauern wieder gerade auf, sozusagen er gibt uns wieder Mut und wenn wir schlaff unsere Hände haben hängen lassen, dann gibt er uns neue Kraft.

[14:24] Soweit eine großartige Geschichte. Vers 13. "Und er legte ihr die Hände auf und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott." Was für ein Gottesdienst. Jesus predigt und eine Frau, die seit 18 Jahren krank war, wird gesund. Es kann doch nicht schöner sein. Und trotzdem ist einer sehr besorgt. In Vers 14 heißt es, der Synagogenvorsteher. Das ist derselbe Beruf, den auch Jairus in Kapernaum hatte, aber das ist natürlich ja offensichtlich ein anderer Ort. Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte. Und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: "Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll, und an diesen kommt und lasst euch heilen und nicht am Sabbattag." Dieser Mann, dieser Leiter der Synagoge zitiert quasi aus den Zehn Geboten, um damit ein Heilungswunder von Jesus zu diskreditieren. Unfassbar.

[15:22] Und wenn wir uns erinnern, dann wissen wir, diese Geschichte ist nicht singulär. Sie passiert so immer mal wieder im Leben von Jesus. Immer wieder geht es vor allem um den Sabbat und ob man dort heilen darf oder nicht. Lukas 6 z.B. ab Vers 6. "Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in eine Synagoge ging und lehrte." Gleiche Geschichte, also nicht gleiche Geschichte, gleiche gleiche gleiche Tatsache. Und dort war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war, aber die Schriftgelehrten und Pharisäer lauerten ihm auf, ob er am Sabbat heilen würde, um einen Grund zur Anklage gegen ihn zu finden. Erinnern wir uns daran, dass seine Heilung des Mannes vom Teich von Bethesda der Grund war, warum er dann in Jerusalem abgelehnt worden ist, warum er dann sogar eine längere Zeit nicht nach Jerusalem gehen konnte, warum er sogar mit dem Tode bedroht worden war. Vers 8: "Er aber kannte ihre Gedanken und sprach zu den Menschen, der die verdorrte Hand hat: 'Steh auf und stelle dich in die Mitte.' Da stand er auf und stellte sich dorthin. Da sprach nun Jesus zu ihnen: 'Ich will euch etwas fragen. Darf man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben retten oder verderben?'" Und indem er sie alle ringsumher ansah, sprach er zu den Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Der aber tat es, und seine Hand wurde wiederhergestellt und war gesund wie die anderen wie die andere. Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich miteinander, was sie Jesus antun könnten." Immer wieder, wenn Jesus in äh solchen Situationen am Sabbat geheilt hat, gab es Menschen, die das nicht nur nicht gut fanden, sondern die in Opposition dagegen aufgestanden sind und entsprechend ähm gegen ihn gekämpft haben. Auch der Blindgeborene in Johannes 9 wurde ja an einem Sabbat geheilt. Immer wieder treffen wir auf dieses Phänomen. Dieser Mann hatte zwar einen Eifer für das Gesetz Gottes, aber sein Eifer ist der Eifer, den Paulus in Römer 10, Vers 2 beschreibt: "Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach der rechten Erkenntnis." Kann es sein, dass auch wir Form und Tradition eintreten und gar nicht verstehen, warum Gott die Dinge, die er sagt, überhaupt gegeben hat, dass wir Gottes Werk behindern und scheinbar nach unserem Gutdünken glauben, dabei den Buchstaben des Gesetzes aufrecht zu halten.

[17:30] Nun, wie wir gesehen haben, Jesus hat den Sabbat nicht abgeschafft. Jesus war weit davon entfernt, die Zehn Gebote ändern zu wollen oder ungültig zu erklären. Jesus hat auch am Kreuz die Zehn Gebote nicht abgeschafft. Jesus hat ja deutlich gesagt in Matthäus Kapitel 5, dass die Gebote bis ans Ende bleiben werden. Matthäus 5 und dort Vers 18. "Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, schon gar nicht das ganze Sabbatgebot. Es wird alles bleiben, bis alles geschehen ist." Jesus hat den Sabbat nicht aufgehoben. Er wollte ihn nicht unterminieren. Er wollte nur den Sabbat so nutzen, wie Gott ihn von vorneherein gedacht hatte.

[18:12] Am Sabbat soll man tatsächlich nicht seiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Das hat auch Jesus nie getan. Er hat einfach nur einen Menschen geholfen. Er hat einfach nur an dem Sabbat, der ein besonderes Zeichen der Schöpfungskraft Gottes ist, die Schöpfungskraft Gottes illustriert durch eine Heilung. Er hat den Sabbat eigentlich genauso genutzt, wie man ihn nutzen sollte.

[18:34] Und so sagt Jesus hier in Vers 15. "Der Herr nun antwortete ihm und sprach: 'Du Heuchler!'" Wir erinnern uns in Lukas 12, Vers 56 hat Jesus auch zu der Volksmenge gesagt: "Ihr Heuchler, das aus der Erde des Himmels könnt ihr beurteilen. Wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?" Die Menschen waren gut und Menschen sind noch immer gut darin, das Äußerliche zu sehen und zu beurteilen, aber sie erkennen oft die geistliche Bedeutung von Ereignissen nicht. Wie oft beurteilen wir Dinge nur nach dem äußerlichen Schein, nach unserem eigenen Gutdünken, nach unserer eigenen Wahrnehmung und nicht nach dem, wie Gott tatsächlich in seinem Wort Dinge beschreibt und beurteilt und uns erklärt.

[19:15] "Du Heuchler", sagt Jesus, "löst nicht jeder von euch?" Achten wir auf das Wort, "löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke?" Gesagt: "Hey, ihr alle habt Tiere, ihr habt Esel und Ochsen und ihr wisst, die müssen trinken und ihr seid bereit am Sabbat einen Ochsen, der gebunden ist an seiner Krippe, der gebunden ist an seinem Stall. Ihr seid bereit, diese Bindung aufzulösen, damit der Ochse trinken kann." Und hier sagt Jesus, Vers 16: "Diese aber, eine Tochter Abrahams."

[19:41] Und diese Bezeichnung "Tochter Abrahams" soll ganz offensichtlich zeigen, welch einen hohen Wert diese Frau hat. Sie ist nicht nur ein Tier, nicht nur ein Lasttier, sie ist eine Tochter Abrahams. Sie gehört zum Volk Gottes.

[20:00] "Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan sie schon es betont, dass sie schon 18 Jahre gebunden hat, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag?" Wenn man einen Ochsen loslöst, damit er trinken kann, darf nicht eine Frau, die zum Volk Gottes gehört, sein und die seit 18 Jahren gebunden ist, nicht aufrichten kann, darf die nicht gelöst werden? Der Synagogenvorsteher hat in seinem vermeintlichen Eifer für das Gesetz Gottes diese Frau als minderwertig betrachtet als einen Esel und einen Ochsen, obwohl sie eine Tochter Abrahams ist.

[20:36] Falsche Auslegung der Religion, Gesetzlichkeit, Pharisäertum führt dazu, dass wir Menschen degradieren. Aber Jesus sieht die Frau und ihr Bedürfnis und er wollte, dass es ihr gut geht. Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus möchte, dass es dir und mir gut geht. Das ist sein größter Wunsch.

[21:05] Jesus hat immer wieder die Inkonsequenz der Argumentation der Pharisäer und Sadduzäer und Schriftgelehrten und so weiter bezüglich des Sabbats angesprochen. In Johannes 7 haben wir noch ein Beispiel, wo Jesus sagte in Vers um, sage ich euch, Mose hat euch die Beschneidung gegeben. Nicht, dass sie von Mose kommt, sondern von den Vätern und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat. Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz Moses nicht übertreten wird. Was zählt ihr mir denn, dass ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil. Das ist genau dieser Punkt. Ähm, die Heuchler, die schauen nur den Himmel an, aber betrachten nicht die Zeichen der Zeit. Die Heuchler, die schauen nur den von außen und fällen dann ihr eigenes Urteil. So, aber nicht ein gerechtes Urteil. Jesus möchte, dass wir geistlich denken und auch sein Gesetz geistlich auslegen, auslegen, geistlich verstehen und auch dann so handeln und auch dem Gesetz geistlich als geistliche Menschen gehorchen.

[22:11] Jesus hat niemals gegen den Sabbat gesprochen. Er wollte den Sabbat wieder zu dem machen, was der Sabbat schon immer gewesen war. Ein Zeichen der Schöpferkraft Gottes, ein Zeichen der Freude, der Nähe. Etwas, was für den Menschen ist, gut für ihn und gut für die Beziehung zwischen Menschen und Gott.

[22:30] In Lukas 13 und dort Vers 16 wird deutlich, der Satan stand hinter dieser Krankheit. Wir können nicht mehr genau diagnostizieren und sagen, in welchem Maße und wie genau das gewesen ist. Aber eins ist sicher, egal was uns plagt, ob es ein direkter Einfluss Satans ist oder ob es indirekt ist, ob es eine lange Krankheit ist, eine kurze. Wir können zu Jesus kommen. Wenn Jesus uns sieht und er uns zu sich ruft, ist er in der Lage, uns zu befreien, uns wieder aufzurichten, uns frei zu machen, zu erlösen. Und selbst dann, wenn das Jahre und Jahrzehnte in unserem Leben gewesen ist, Jesus ist weitaus stärker als Satan.

[23:07] Vers 17. "Und als er das gesagt hat, wurden alle seine Widersacher beschämt." Er hatte gezeigt, ihre, wenn die Argumentation des Synagogenvorstehers richtig gewesen wäre, dann wäre diese Frau weniger wert als ein Ochse und ein Esel. Das zeigte, wie widersprüchlich und wie falsch diese Auslegung war. Alle seine Widersacher wurden beschämt. Und hier erfüllt sich, was in Psalm 132 steht. Psalm 132 und dort Vers 18 lesen wir ab Vers 17. "Dort will ich dem David ein Horn hervorsprießen lassen." Das Horn, das Zacharias in Lukas 1 erwähnt, der Messias. "Eine Leuchte zurichten meinem Gesalbten. Seine Feinde will ich mit Schande bekleiden, aber auf ihm soll seine Krone glänzen." Es geht hier im Kontext um Zion, um Jerusalem. Jesus auf dem Weg nach Jerusalem und hier haben wir die Verheißung, dass die Feinde des Messias, die Feinde des Gesalbten mit Schande bekleidet werden. Es heißt in Lukas 13: "Seine Widersacher wurden beschämt." Der Bibeltext hat sich wortwörtlich erfüllt. Jesaja 45 und dort Vers 24. Jesaja 45, Vers 24. "Nur in dem Herrn wird man von mir sagen: 'Habe ich Gerechtigkeit und Stärke', sagt Gott. Zu ihm wird man kommen, aber beschämt werden alle, die sich gegen ihn auflehnten." In Christus hatte diese Frau Gerechtigkeit und Stärke. Sie konnte sich wieder aufrichten und alle, die sich dagegen aufgelehnt haben, wurden beschämt, genauso wie es die Bibel hier sagt. Lukas 13:17. "Und als er das gesagt hatte, wurden alle seine Widersacher beschämt." Es gibt Menschen, die äh möchten vielleicht nicht, dass es uns gut geht. Es gibt den Satan, der sich dagegen stellt, der Opposition betreibt, der äh sagt, es ist nicht gerecht, wenn wir äh wieder hergestellt werden, aber sie alle, die Widersacher, werden beschämt durch unseren Erlöser, der für uns spricht, der unseren Wert sieht, der uns als eine Tochter, einen Sohn Abrahams bezeichnet, der uns der uns so sieht und der uns von allen Krankheiten, von aller Not, von aller Sünde befreien kann. Und wenn er uns vielleicht nicht immer von jeder Krankheit befreit, weil es manchmal Situationen gibt, wie bei Hiob oder ähm ja, bei Elia, wo eine Krankheit auch zu unserem zur Ehre Gottes eine Funktion erfüllt, so wird er uns immer zu allen Zeiten von Sünde befreien, wenn wir das wünschen. Das hat er versprochen, wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

[26:04] Und es heißt weiter hier in Vers 17: "Und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen." Da muss es noch mehr gegeben haben. Lukas berichtet hier diese eine Sache, um uns einen Eindruck zu vermitteln. Und die Menschen haben gesehen, hier ist jemand, der wirklich Menschen sieht, Menschen einen Wert zuspricht und sie erlöst.

[26:29] Die Frage ist, wenn wir das sehen, wenn Gott im Leben von Menschen wirkt, sind wir wie der Synagogenvorsteher oder sind wir wie die Menge, die sich freut, weil wir sehen, dass Gott wirkt? Freust du dich, wenn du das Wirken Gottes im Leben von anderen Menschen siehst? Freust du dich, wenn Menschen heil werden, gesund werden an Körper, Geist und Seele, wenn sie sich wieder aufrichten können, weil Jesus in ihr Leben getreten ist? Freust du dich darüber? Lass uns solche Menschen sein, die sich darüber freuen, weil sie erkennen, was Gott für den Menschen vorgesehen hat, weil sie erkennen, wie sehr Gott den Menschen liebt und dass selbst der Sabbat und alle die Dinge, die Gott uns in seinen Geboten gegeben hat, für unser Gutes sind und dafür, dass wir Segen empfangen.

[27:17] Wollen wir noch gemeinsam mit einem Gebet schließen.

[27:23] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir in dieser Geschichte sehen dürfen, dass Jesus uns sieht. Andere Menschen sehen vielleicht nicht wirklich die Not, die wir haben, aber Jesus sieht sie. Wir danken, dass Jesus uns von allen Bindungen, von allem, was uns niederbeugt, frei macht, freimachen kann und freimachen will. Und dass er alle Widersacher beschämt, weil deutlich wird, bei Jesus hat jeder Mensch einen echten, tiefen Wert. Und danke, dass du uns daran erinnerst, dass der Sabbat dein Geschenk ist, ein Tag, an dem wir tatsächlich unsere Erwerbstätigkeit nicht ausüben, um Zeit zu haben, über deine schöpferische Kraft und deine Erlösung nachzudenken. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass auch wir, wenn wir in einen Gottesdienst gehen, die Menschen sehen, die dort leiden, dass wir nicht nur eine Theorie und eine Zeremonie abspulen, sondern dass wir versuchen, so wie Jesus am im Gottesdienst ein Segen war für andere, die leiden, dass wir zum Segen werden für die, die leiden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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