In dieser Folge widmet sich Christopher Kramp den bewegenden Worten Jesu über Jerusalem aus Lukas 13. Erfahre, welche tiefgründigen Botschaften und Warnungen in diesen berühmten Versen stecken und wie sie unser heutiges Leben mit Gott prägen können. Tauche ein in eine inspirierende Betrachtung, die dazu einlädt, das eigene Herz für Gottes Wirken zu öffnen.
Der Ersehnte: 277. „Jerusalem, Jerusalem …“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, Bibelstudium, JesusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
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Transkript
[0:31] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar „Der Ersehnte“ hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge. Wir wollen heute die letzten beiden Verse aus Lukas 13 behandeln. Sehr berühmte Verse, obwohl man meistens vielleicht gar nicht so sehr im Hinterkopf hat, was der Kontext hier eigentlich ist. Und wir werden sehen, da steckt eine ganze Menge in diesen beiden Versen. Das wollen wir uns heute näher ansehen, aber natürlich wie immer, wie es unsere gute Gewohnheit ist, zunächst mit einem Gebet starten. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, dass du auch kurz zu einem Gebet niederkniest.
[1:15] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für die Gelegenheit, in deinem Wort zu lesen. Wir möchten dir danke sagen für die Botschaft, die du hineingelegt hast, dass es jeden von uns anspricht, dass da Kraft und Frische für uns enthalten ist. Und Herr, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass wir es gut verstehen und dass wir daraus lernen und vor allem, dass wir verstehen, wie wir heute an diesem Tag und jeden weiteren Tag an deiner Hand gehen können, mit dir zusammen leben können und dass wir immer näher zu dir wachsen, Herr. Wir möchten dich bitten, dass auch die Warnungen, die in diesem Text sind, unser Herz wirklich treffen, dass du deutlich zu uns sprichst und dass, wenn wir erkennen, dass es Dinge in unserem Leben gibt, die sich ändern müssen, dass wir sie zu dir bringen, der du sie allein ändern kannst. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Dank dafür. Amen.
[2:12] Lukas Kapitel 13, Vers 34, eine berühmte Bibelstelle: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind.“ Wir müssen ein bisschen noch einmal den Kontext Revue passieren lassen. Jesus ist ja unterwegs. So haben wir beim letzten Mal uns noch einmal daran erinnert. Er ist schon seit Lukas Kapitel 9 auf dem Weg, und zwar Lukas 9, Vers 51: „Es geschah aber, als sich die Tage seiner Wiederaufnahme in den Himmel erfüllten und er sein Angesicht entschlossen nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen.“ Und noch einmal wurde das bestätigt in Kapitel 13, Lukas 13, Vers 22: „Und er zog durch Städte und Dörfer und lehrte und setzte seine Reise nach Jerusalem fort.“
[3:16] Jesus zieht durch Galiläa und Samaria und durch Peräa, nicht auf dem direktesten Wege nach Jerusalem, sondern um möglichst noch einmal viele Menschen zu erreichen, um noch einmal die Botschaft des Evangeliums überall zu verbreiten und durch Wunder, durch Heilungen und durch Gleichnisse zu illustrieren. Und er ist hier – wir wissen gar nicht genau, wo er ist, aber wir haben gesehen, dass er dort ab Vers 23 auf eine Frage antwortet, auf die Frage, ob es wenige sind, die errettet werden. Jesus präsentiert einige sehr deutliche, wichtige Wahrheiten, die dazu führen, dass die Pharisäer realisieren, dass sie angesprochen sind, dass sie in ihrem geistlichen Zustand gar nicht das Reich Gottes sehen werden, sondern viele Ausländer, nicht Juden, eher als sie. Sie versuchen dann, Jesus einzuschüchtern, indem sie behaupten: „Herodes Antipas will dich töten“, gemeint ist Herodes Antipas. Und Jesus hat dann in Vers 32 und 33 darauf aufmerksam gemacht: „Ich bin unterwegs. Ich werde hier nicht in Peräa bleiben, was das Herrschaftsgebiet des Herodes Antipas gewesen ist, sondern ich bin auf dem Weg nach Jerusalem.“
[4:29] Wir lesen noch einmal in Vers 32 und 33: „Und er sprach zu ihnen: Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag bin ich am Ziel. Doch muss ich heute und morgen und übermorgen reisen, denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt.“ Das ist der Kontext. Jesus sagt in Peräa, das heißt im Ostjordanland, den Pharisäern dort, die ihn einschüchtern wollten mit dieser Idee, dass der Herrscher in diesem Gebiet, Herodes Antipas – der übrigens keine Herrschaft in Jerusalem hätte, dort hatten ja die Römer einen direkteren Zugriff durch den Prokurator Pontius Pilatus –, dass er ihn töten wolle.
[5:16] Jesus sagt den Pharisäern in Peräa: „Ich bin auf dem Weg nach Jerusalem. Also braucht ihr mir keine Angst mit Herodes machen. Ich werde sowieso jetzt nach Jerusalem reisen und ich werde sterben. Nicht durch Herodes Antipas, aber ich werde sterben, aber ich werde in Jerusalem sterben, denn es geht nicht an, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalem umkommt.“ Und in diesem Kontext sagt Jesus – zumindestens was wir aus den Evangelien jetzt herleiten können, was überliefert ist – zum ersten Mal diesen Satz: „Jerusalem, Jerusalem.“ Das heißt, er ist gar nicht in Jerusalem, er sieht auch gar nicht Jerusalem. Er hat diesen Satz später noch einmal in Jerusalem gesagt, wie uns Matthäus 23 ganz deutlich zeigt. Matthäus 23, Vers 37: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind.“ Wir werden jetzt sehen, dass einige Dinge, die er dann in Jerusalem gesagt hat, er jetzt auf dem Weg bereits vorher artikuliert.
[6:24] Es ist also dann später in Matthäus 23 nicht so eine plötzliche emotionale Erregung, die das bei ihm auslöst, sondern es ist eine tiefsitzende Überzeugung, eine tiefe Trauer, die dazu führt, dass Jesus hier schon in Peräa den Pharisäern sagt: „Jerusalem, Jerusalem.“ Zehnmal gibt es in der Bibel diesen Fall, dass Gott mit doppelter Anrede spricht. Das ist zum einen in 1. Mose 22 Abraham, als Gott ihn ruft auf dem Berg Moria und sagt: „Du brauchst das Kind nicht opfern. Das ist nur eine Illustration, mit der du verstehen sollst, dass ich, Gott, bereit bin, meinen Sohn für die Welt zu geben.“ Dann gibt es in 1. Mose 46 Jakob, als der alte Patriarch sich Gedanken macht, ob er überhaupt nach Ägypten ziehen soll, das Land der Verheißung verlassen soll, sagt Gott: „Geh hinab. Ich werde dafür sorgen, dass ihr wieder hinaufzieht und Ägypten irgendwann wieder verlassen werdet. Jakob, Jakob.“
[7:44] Und dann gibt es in 2. Mose 3 Mose, als der 80-jährige Hirte, ehemals General der ägyptischen Armeen, an einem brennenden Dornbusch dem Gott des Universums begegnet und den Auftrag erhält, das Volk Israel aus Ägypten herauszuholen. Und dann gibt es am Anfang des Samuelbuches, des ersten Samuelbuches: „Samuel, Samuel.“ Als zu einer Zeit, als es fast keine Visionen mehr gibt, Gott einen kleinen Jungen zum Propheten beruft, als unter Eli und seinen Söhnen das Volk einen geistlichen Tiefpunkt erleidet. „Samuel, Samuel.“ Gott kümmert sich um sein Volk. Er spricht durch den kleinen Jungen und dann jahrzehntelang durch diesen Samuel, der als Richter, Priester, Prophet eine große Rolle spielt.
[8:50] Und dann gibt es in Jesaja 29, eher unbekannt: „Ariel, Ariel.“ Und Ariel ist hier ein anderer Name für Jerusalem. Damals geht es in Jesaja 29 um die bald hereinbrechende assyrische Gefahr. Wir können das kurz lesen hier in Jesaja 29, Vers 1: „Wehe dir, Ariel, Ariel, du Stadt, wo David lagerte! Zähle noch ein Jahr zu diesem hinzu. Die Feste mögen ihren Kreislauf vollenden.“ Also noch ein Jahr, dann passiert es. Das dürfte bedeuten, dass wir diese Vision hier, diesen Text, an das Jahr 702 vor Christus datieren, denn im Jahre 701 standen die Armeen von Sanherib, dem König Assyriens – wie es auf Assyrisch heißt: Sinacherib –, die standen vor Jerusalem und drohten, die gesamte Bevölkerung wegzuschleppen bzw. wenn sie sich widersetzen, sogar zu töten.
[10:01] Vers 2: „Dann will ich Ariel bedrängen, dass Traurigkeit und Klage entstehen, und er wird mir zum rechten Gottesaltar werden. Denn ich will dich ringsum belagern und dich mit einem Belagerungswall einschließen und Bollwerke gegen dich aufrichten.“ Schon einmal ist Jerusalem gewarnt worden vor einer schweren Belagerung. „Ariel, Ariel.“ Vers 6: „Vom Herrn der Heerscharen wirst du heimgesucht werden mit Donner und Erdbeben, mit großem Krachen, Sturm, Wind und Ungewitter und mit verzehrenden Feuerflammen.“ Aber dann wird angedeutet, dass es Rettung gibt. „Es wird geschehen wie der Hungrige träumt, er esse, und wenn er erwacht, ist sein Verlangen ungestillt; und wie der Durstige träumt, er trinke, und wenn er erwacht, so ist er matt und seine Seele lechzt. So wird es der Menge der Heidenvölker ergehen, die Krieg führen gegen den Berg Zion.“ Mit anderen Worten: Die Heidenvölker werden Jerusalem nicht erobern.
[11:05] 701 vor Christus, einer der ganz großen Momente alttestamentlicher Geschichte. Die assyrischen Armeen schaffen es nicht, die Stadt zu erobern. Stattdessen sendet Gott einen Engel, der in einer Nacht 185.000 assyrische Soldaten besiegt. Jerusalem wird gerettet, weil Hiskia wirklich sein Herz zerreißt und um Vergebung bittet und um Rettung in höchster Not. „Ariel, Ariel.“ Natürlich kannten die Pharisäer alle diese fünf Stellen und sie wussten auch, dass es eine Stelle im Alten Testament gab, wo Jerusalem so angesprochen wurde, wenn auch mit einem anderen Namen: Ariel. Und das war die Androhung oder das war die Ankündigung eines nahenden Gerichtes durch die Weltmacht Assyrien mit schwerer Belagerung.
[11:58] Im Neuen Testament haben wir bisher erst eine Stelle gelesen, auch im Lukasevangelium: „Martha, Martha.“ Jesus kümmert sich um unsere alltäglichen Bedürfnisse. Er, der den großen Heilsplan im Auge hat und für sein Volk sorgt, er sorgt auch dafür, dass wir uns nicht im Alltagsstress verlieren, sondern erinnert uns daran, dass wir täglich Zeit mit ihm brauchen. Und jetzt haben wir hier: „Jerusalem, Jerusalem.“ Wir werden in der Zukunft noch drei andere Begebenheiten sehen und drei andere Doppelanrufungen, sozusagen. Eine wird sein: „Simon, Simon“, auch im Lukasevangelium, kurz vor der Verleugnung, als Jesus Simon Petrus warnt vor sich selbst und der das nicht sehen möchte und nicht glaubt. Und dann die vielleicht bedeutendste von allen, als Gott in menschlicher Gestalt und als Mensch Gott ruft: „Eli, Eli, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, am Kreuz von Golgatha, ausgerufen von Jesus Christus. Und schließlich: „Saul, Saul“, der Ruf an den Christenverfolger, der zum Missionar der Heiden wird vor Damaskus.
[13:41] Zehnmal ruft Gott zweimal. Und hier ist eine ganz besondere Stelle: „Jerusalem, Jerusalem.“ Warum? Jesus sagt das mehrmals, sowohl in Peräa als auch dann noch mal in Jerusalem. Denn während all die anderen im Wesentlichen hoffnungsvolle Elemente mit sich bringen, ist das hier eine tieftraurige Anrufung. „Jerusalem, Jerusalem.“ Mehrmals hat Jesus es gesagt, um die Warnung so deutlich wie möglich zu machen. „Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten.“ Beispiele für getötete Propheten finden sich einige im Alten Testament. Schauen wir nur ein paar Beispiele an. 2. Chronik 24, dort Vers 20 und 21: „Da kam der Geist Gottes über Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters, sodass er gegen das Volk auftrat und zu ihnen sprach: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? Darum wird es euch nicht gelingen, denn weil ihr den Herrn verlassen habt, wird er euch auch verlassen. Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Haus des Herrn.“
[15:11] Der Sohn des Jojada, der so lange den König Joas auf einem guten geistlichen Weg geführt hat, der Sohn Sacharja wird auf Geheiß gesteinigt, im Vorhof am Haus des Herrn. Jeremia Kapitel 26, dort Vers 20 bis 23: Neben Jeremia gab es auch andere Propheten. Es gab die Hulda, es gab auch den Uria. „Es war aber auch ein anderer Mann, der im Namen des Herrn weissagte, Uria, der Sohn Schemajas von Kirjat-Jearim, der weissagte gegen diese Stadt und gegen dieses Land ganz entsprechend den Worten Jeremias. Als aber der König Jojakim und alle seine Gewaltigen und alle Fürsten seine Worte hörten, suchte der König ihn zu töten. Doch als es Uria hörte, fürchtete er sich und floh und entkam nach Ägypten. Da sandte der König Jojakim Männer nach Ägypten, Elnathan, den Sohn Achbors, und mit ihm noch andere. Und sie holten Uria aus Ägypten und brachten ihn zu dem König Jojakim, der erschlug ihn mit dem Schwert und warf seinen Leichnam in die Gräber des gemeinen Volkes.“
[16:23] Sacharja getötet, Uria getötet. Zusammenfassend finden wir das in Jeremia 2, Vers 30 ausgedrückt, wo es heißt: „Vergeblich habe ich eure Kinder geschlagen, sie haben die Züchtigung nicht angenommen. Euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie ein reißender Löwe.“ Auch 2. Chronik 36, dort Vers 15 und 16: Als dann das Unheil des babylonischen Exils über das Königreich Juda hereinbricht, wird erklärend folgendes gesagt: „Und der Herr, der Gott ihrer Väter, sandte an sie seine Boten, indem er sich früh aufmachte und sie immer wieder sandte, denn er hatte Erbarmen mit seinem Volk und seiner Wohnung.“ Das ist übrigens der Gedanke, den wir gleich bei Jesus hier sehen werden. Gott möchte nicht, dass das Volk verloren geht. Er möchte, dass es gerettet wird. Er hat Erbarmen. Er macht sich früh auf und wiederholt seine Einladung immer und immer wieder. Er sagt nicht einmal: „Ich habe euch ja eingeladen, ihr wolltet nicht, also lasse ich euch in Ruhe.“
[17:34] Vers 16: „Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verlachten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn über sein Volk so hochstieg, dass keine Heilung mehr möglich war.“ Wie oft sagt Jesus in Vers 34 hier in Lukas 13: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind. Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt.“ Wenn wir die Geschichte Israels anschauen durch das Alte Testament, dann sehen wir, wie oft Gott tatsächlich sich um das Volk Israel bemüht hat, immer wieder Propheten gesandt hat, immer wieder das Evangelium aus verschiedenen Perspektiven von Jesaja und von Micha und von Hosea und von Elia, von Daniel, von all den Propheten dargestellt hat, damit die Israeliten verstehen, dass sie gerettet werden können.
[18:34] Bemerkenswert hier ist in Vers 34, dass Jesus sagt: „Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen.“ Damit kann nicht gemeint sein nur ausschließlich das öffentliche Wirken von Jesus Christus auf dieser Erde, denn so oft ist er gar nicht in Jerusalem tatsächlich gewesen. Man kann es vermutlich an einer Hand abzählen. Er war beim Passah 28 in Jerusalem, dann möglicherweise beim Fest der Wochen – das wird in der Bibel nicht berichtet –, möglicherweise beim Laubhüttenfest – wird nicht berichtet, aber kann man vielleicht schon annehmen. Dann war er beim Passah 29, und dann ist er dort schon angeklagt vom Sanhedrin, war längere Zeit nicht da gewesen. Und jetzt erst wieder zum Laubhüttenfest des Jahres 30. Fünfmal. Das nächste Mal wird dann schon das Passah 31 sein.
[19:40] Das steckt also sicherlich mehr dahinter, wenn er sagt: „Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen“, wenn er direkt Jerusalem anspricht. Das kann nur bedeuten, dass es Jesus war, der schon im Alten Testament sich um Jerusalem immer wieder bemüht hat. Er war es gewesen, der Jesaja inspiriert hat, zu sagen: „Ariel, Ariel.“ Schon vor 700 Jahren hat er gesagt: „Jerusalem, Jerusalem“, nur halt mit anderen Begriffen. Und da war es nicht zum ersten Mal gewesen. Wir können die Geschichte des Alten Testaments zurückverfolgen. Dieser Vers implizit ist ein guter Beweis dafür, dass Jesus im Alten Testament um das Volk Israel gerungen hat. So oft, wo wir lesen, Gott kämpft für sein Volk, Gott wirbt um sein Volk, ist es Jesus gewesen, der genau das getan hat. Jesus sagt hier mit Blick auf all das, was er schon im Alten Testament für Jerusalem getan hat: „Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen?“
[20:41] Gott hat einen Wunsch. Wir sehen hier, dass Jesus einen Wunsch hat, der offensichtlich nicht erfüllt worden ist. Gott ist zwar allmächtig, aber er hat unerfüllte Wünsche. Gott kann alles. Er stellt die Frage in Jeremia 32: „Sollte mir irgendetwas unmöglich sein?“ Jeremia 32, Vers 27: „Siehe, ich, der Herr, bin der Gott alles Fleisches. Sollte mir irgendetwas unmöglich sein?“ Gott kann alles. Warum hat er dann unerfüllte Wünsche? Gottes unerfüllte Wünsche betreffen nicht Essen und Trinken, nicht Reichtum oder Macht. Sie betreffen die Liebe von Menschen, die er liebt. Er wünscht sich, dass seine Geschöpfe ihn zurücklieben, und weil er sie als echte freie Menschen geschaffen hat und sie nicht manipuliert und nicht programmiert, lebt er damit, dass viele dieser Wünsche unerfüllt bleiben, obwohl es dafür keinen erkennbaren, sinnvollen Grund gibt, von Seiten der Menschen gegen Gott zu sein.
[22:13] Immer wieder finden wir in der Bibel Hinweise darauf, wie Gott sich etwas wünscht, was aber nicht so richtig in Erfüllung geht. 5. Mose Kapitel 5, dort Vers 29: „Oh, wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und alle meine Gebote alle Zeit zu halten, damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich!“ Das Hebräische lässt sich auch übersetzen mit: „Wer vermag es, ihnen zu geben?“ Der Kontext ist ja, dass Gott die Zehn Gebote am Berg Sinai gesprochen hat und das Volk sagt: „Genug, zu viel. Wir wollen deine Stimme nicht mehr hören. Wir wollen jemanden dazwischen schalten, der uns sagt, was du von uns möchtest. Aber zu nah, zu intensiv, zu intim soll diese Beziehung nicht sein.“ Wir sehen hier, was Gott sich wünscht. Er wünscht sich, dass wir in unserem Herzen ihn fürchten. Er wünscht sich, dass wir in unserem Herzen ihn an die erste Stelle setzen.
[23:20] So wie Abraham, der bereit war, den Wunsch Gottes sogar über seinen eigenen geliebten Sohn zu stellen. Und als er das gezeigt hat, indem er den Isaak auf den Berg Moria bringt und dort auf den Altar legt, sagt Gott: „Jetzt weiß ich, dass du mich fürchtest.“ Warum wünscht sich Gott, dass wir ihn über alles stellen? Weil er uns über alles stellt. Er hat sogar seinen eigenen Sohn tatsächlich gegeben. Er hat den gesamten Himmel als Geschenk ausgeschüttet für uns. Er hat alles gegeben, was er geben konnte. Er wünscht sich, dass wir aus freien Stücken ihn zurücklieben. „Oh, wer vermag ihnen ein Herz zu geben?“ Wer vermag es ihnen ein Herz zu geben, mich zu fürchten und alle meine Gebote alle Zeit zu halten? Gott ist kein Diktator, der einfach willkürlich Regeln aufstellt und dann als Machtmensch will, dass andere das einhalten. Wenn Gott sich wünscht, dass wir ihn an die erste Stelle setzen, aus einem ganz simplen und nachvollziehbaren Grund: Er will, dass es uns gut geht, und er kann mehr für uns tun und Besseres für uns tun, als wir jemals für uns selbst. Nur er kann unser Leben wirklich gut leben. Nur er kann uns helfen, so zu leben, dass es wirklich erfüllend ist.
[24:41] Er sagt in Jeremia 32, dort Vers 40: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen.“ Vers 39: „Und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich alle Zeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen.“ Wenn wir die Furcht Gottes im Herzen haben, dann ist es das Beste für uns. Und Gott sagt: „Ich kann das tun. Ich will das tun.“ Wenn Gott sagt: „Wer vermag es zu geben, dass wir ein solches Herz haben?“, dann liegt es nicht daran, dass Gott dieses Herz nicht verwandeln kann. Es liegt nicht daran, dass Gott nicht weiß, wie er das anstellen könnte. Es liegt daran: Er bekommt keine Erlaubnis.
[25:31] Wenn Gott sagt: „Wer vermag ihnen ein solches Herz zu geben?“, liegt es nicht daran, dass er nicht weiß, wie er dieses neue Herz schaffen könnte. Es liegt daran: Die Israeliten haben die Tür geschlossen. Sie wollen keine neue Herztransplantation, sie wollen kein neues Herz. Sie wollen nicht, und Gott wird niemanden zwingen. Weißt du, dass Gott für dein Leben weitaus mehr tun kann, als wir das jemals uns vorstellen? Öffnen wir die Herzensstür? Lassen wir ihn hinein, damit er tatsächlich das Größte und Wichtigste für uns ist, weil wir erlebt haben, dass wir das Wichtigste für ihn sind? Darf er uns ein solches Herz geben? Er sagt in Jeremia zwar, dass ich will das, ich kann das, aber er fragt in 5. Mose 5: „Wer vermag, dass sie das bekommen? Wer vermag es? Wer vermag, dass sie das annehmen, dass sie dieses Herz auch haben wollen?“
[26:35] „Und wenn sie doch immer ein solches Herz hätten, mich zu fürchten. Oder wer vermag ihnen ein solches Herz zu geben, mich zu fürchten und alle meine Gebote zu halten, damit es“ – hier steht es ja auch – „damit es ihnen gut ginge und ihren Kindern ewiglich.“ Die Antwort auf diese Frage hier in 5. Mose 5, wo der alte Bund geboren wird, wo das Gesetz auf Steintafeln geschrieben wird und ein menschlicher Mittler zwischen Gott und den Menschen vermitteln und die Sündenvergebung als Theorie in Opfern theoretisch illustriert wird. Die Antwort auf diesen alten Bund hier in 5. Mose, Verzeihung, in Jeremia 32, wo Gott sagt: „Ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen“, den neuen Bund aus Jeremia 31. Er will geben, dass wir ein solches Herz haben, ihn alle Zeit zu fürchten. Ganz interessante Verbindung, oder? Zwischen 5. Mose 5 und Jeremia 32. Der alte und der neue Bund.
[27:46] Gerade aufgefallen: 5. Mose 32, dort Vers 29. Hier sehen wir noch einmal Gott, wie er sich wünscht. Er sagt hier: „Wenn sie weise wären, so würden sie das beherzigen. Sie würden an ihr Ende denken.“ Gott fragt sich: Warum überlegen die Menschen nicht? Was wird die Folge davon sein, wenn ich jetzt gegen Gott rebelliere, wenn ich sündige, wenn ich Gottes Wort beiseite schiebe? Was wird die Folge davon sein? Warum denken sie nicht an das Ende? Jesus fragt die Pharisäer, sagt: „Warum lehnt ihr das Evangelium ab? Bedenkt doch, wohin das führt. Jerusalem, Jerusalem, wie oft habe ich euch sammeln wollen?“
[28:32] Psalm 81, Vers 13: „Da gab ich sie dahin in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandelten nach ihrem eigenen Rat.“ Gott ist bereit, uns gehen zu lassen, wenn wir es unbedingt wollen. Aber es tut ihm weh. Er kann uns nicht gegen unseren Willen festhalten, das widerspricht echter Liebe. Die Tatsache, dass Gott uns laufen lässt, ist ein Beweis dafür, dass er uns liebt, uns wirklich liebt. Ich möchte mir das neu bewusst machen, dass Gott mich wirklich von Herzen liebt. Selbst die Tatsache, dass ich manchmal von ihm weggelaufen bin, dass ich das konnte – also im Sinne von, dass ich die Option dazu hatte –, ist Beweis dafür, dass er mich wirklich liebt und ein Beweis dafür, dass er unbedingt möchte, dass ich ihn von Herzen liebe und nicht nur irgendwie formal, oberflächlich.
[29:33] Jesaja 48, Vers 17 bis 19: „So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst. Oh, dass du doch auf meine Gebote geachtet hättest! Dann wäre dein Friede wie ein Wasserstrom gewesen und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.“ Gott sagt: „Wenn du einfach nur gehorcht hättest, dann würde es dir viel besser gehen.“ Gott wünscht sich, dass das Leben der Menschen glücklicher wäre. Er wünscht sich, dass sie weniger mit Schuld und mit Gewissensbissen und mit allen möglichen mentalen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Er wünscht sich, dass sie einen viel ausgeglicheneren Charakter hätten, ein viel glücklicheres Leben. Er wünscht sich das. Er sagt: „Wenn ihr nur meinem Rat gefolgt wärt, dann wäre das nicht passiert.“ Ein unerfüllter Wunsch in vielen, vielen Fällen.
[30:36] Vers 19: „Dein Same wäre wie der Sand und die Sprösslinge deines Leibes wie seine Körner. Sein Name würde weder ausgerottet noch vertilgt vor meinem Angesicht.“ Gott sieht, was hätte sein können. Ständig. Er sieht ständig, was eigentlich sein Plan gewesen wäre und was durch Sünde und Rebellion nicht so möglich gewesen ist, weil Menschen es abgelehnt haben. Und wir alle wissen aus eigener Erfahrung: Wenn man weiß, was möglich gewesen wäre und das ist ja nicht möglich, weil jemand einfach aus Dummheit, aus Rebellion etwas zerdeppert, zerbricht, das ist – man könnte sich ärgern. Das wäre doch möglich gewesen. Gott hat viele unerfüllte Wünsche und sein Wunsch war es, dass Jerusalem hört. „Jerusalem, Jerusalem.“
[31:32] Er sagt in Vers 34: „Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken.“ Immer wieder verwendet Gott auch im Alten Testament das Bild von Vögeln, um seine Fürsorge für das Volk Gottes zu unterstreichen. 5. Mose 32, dort Vers 11 und 12: „Wie ein Adler seine Nestbrut aufscheucht, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt. Der Herr allein leitete ihn und kein fremder Gott war mit ihm.“ Wir sehen das auch im Buch Rut, z.B. in Rut Kapitel 2 und dort Vers 12: „Der Herr vergelte dir deine Tat und dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um Zuflucht zu suchen unter seinen Flügeln.“ Rut, die Moabiterin, hat Zuflucht gesucht unter den Flügeln. Aber die Pharisäer und viele Bewohner von Jerusalem weigern sich, unter die Flügel Gottes zu kommen. Sie weigern sich, Zuflucht zu suchen unter den Flügeln. Jesus sagt: „Wie oft habe ich euch versammeln wollen wie eine Henne ihre Küken, aber ihr wolltet nicht.“
[32:58] Und damit illustriert Jesus genau den Gedanken, den er ja in Lukas Kapitel 13 schon gesagt hat in Vers 28 und 29: „Da wird das Heulen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes seht, euch selbst aber hinausgestoßen.“ Vers 29: „Und sie werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, um zu Tisch zu sitzen im Reich Gottes. Und siehe, es sind Letzte, die werden Erste sein, und es sind Erste, die werden Letzte sein.“ Und es war ja genau das, was die Pharisäer so getriggert hat, dass sie gesagt haben: „Wie kann Jesus behaupten, dass wir als Pharisäer, als Judäer nicht im Reich Gottes sind und stattdessen irgendwelche Ausländer?“ Und Jesus sagt: „Ihr habt nicht gewollt.“ Wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammeln möchte, so möchte ich euch versammeln. Und die Pharisäer waren bibelfest genug, um zu wissen, dieses Bild von den Flügeln, das kommt bei Rut vor. Rut, die Moabiterin, hat sich unter die Flügel des Gottes Israels begeben. Sie hätte Zuflucht dort gefunden.
[34:06] Psalm 57. Immer wieder kommt das in den Psalmen vor. Psalm 57 und dort Vers 2: „Sei mir gnädig, oh Gott, sei mir gnädig, denn bei dir birgt sich meine Seele und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel, bis das Verderben vorübergezogen ist.“ Zuflucht bei Gott, um Gnade zu finden. Das ist, was Jesus anbietet. „Ich möchte euch Gnade geben. Kommt unter meine Flügel.“ Psalm 36 und dort Vers 8: „Wie köstlich ist deine Gnade, oh Gott, dass Menschenkinder Zuflucht finden unter dem Schatten deiner Flügel.“ Die Flügel sind ein Symbol für die Gnade, die Gott jedem Menschen angedeihen lassen möchte, die jedem Menschen schenken möchte. Psalm 17 und dort Vers 8: „Behüte mich wie den Augapfel im Auge. Beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.“ Schutz und Bewahrung durch Jesus Christus. Das ist, was er anbietet. Was er Jerusalem anbietet, sagt Jerusalem: „Jerusalem, Jerusalem. Wie oft habe ich euch sammeln wollen unter meine Flügel? Aber ihr wolltet nicht.“
[35:27] Psalm 91 und dort Vers 4: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen. Ich sage zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue. Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen. Deine Treue ist Schirm und Schild.“ Und dann spricht es später in den nächsten Versen von den Plagen. Wenn Gefahr ist, muss sich niemand fürchten, der unter den Flügeln Gottes ist. Und auf Jerusalem wartete immense Gefahr. Die Wolken zogen sich zusammen, sozusagen, so wie damals bei Ariel, Ariel, als die Assyrer dann bald ins Land kamen, aber als Hiskia in höchster Not sein Herz zerriss und betete und Zuflucht suchte unter den Flügeln Gottes, konnte noch im letzten Moment die Katastrophe abgewendet werden. Engel hat 185.000 Soldaten getötet. Würden die Menschen in Jerusalem jetzt noch im letzten Moment die Gnade von Jesus annehmen, Schutz suchen unter seinen Flügeln, Schutz vor dem Verderben, Schutz vor den Plagen, Schutz vor der Katastrophe?
[36:58] Der Vers 34 in Lukas 13 endet unfassbar traurig: „Und ihr habt nicht gewollt.“ Ihr habt nicht gewollt. Das ist die Grenze für das Tun Gottes. Wenn der Mensch nicht gerettet werden will, kann Gott nichts für ihn tun, obwohl er alles kann. Und die Frage ist: Möchtest du gerettet werden? Möchte ich gerettet werden? Wollen wir unter die Fittiche Gottes kommen? Wenn nicht, kann selbst der allmächtige Gott uns nicht vor uns selbst bewahren. Er kann uns nicht vor den Folgen unserer Sünde bewahren. Er kann uns nicht vor der gerechten Strafe bewahren, die unser Fehlverhalten nach sich zieht. „Ihr habt nicht gewollt.“
[37:50] Psalm 81 und dort Vers 12: „Aber mein Volk hat meiner Stimme nicht gehorcht und Israel war mir nicht zu Willen.“ In Vers 11 steht: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich heraufgeführt hat aus dem Land Ägypten. Tu deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen.“ Fast wie ein anderes Vogelbild, nicht? Wo ein Vöglein, ein Vogelbaby im Nest sitzt und sein Schnabel aufmacht und Gott sagt: „Wie eine Vogelmama dem Vogelbaby in den Schnabel alles reingibt, was es braucht, so bin ich bereit, dir alles zu geben.“ Gott verwendet immer wieder Bilder aus der Vogelwelt. Wir denken auch an Jesaja 31, Vers 5: „Wie flatternde Vögel ihre Jungen, so wird der Herr der Heerscharen Jerusalem beschirmen. Ja, beschirmen und retten, verschonen und befreien.“ Er sagt zwar Ariel, Ariel, aber er sagt: „Ich bin noch wie ein Vogel. Ich werde flattern mit meinen Flügeln. Ich werde euch beschirmen, befreien, erretten, verschonen.“ Da steckt das Wort Passah drinne.
[39:02] Das Problem war nur: Zur Zeit von Jesus gab es keinen Hiskia mehr in Jerusalem. Es gab noch ein paar treue Leute, einzelne hier und dort, die dann alle Jesus nachgefolgt sind. Aber aufs Große gesehen wollte Jerusalem nicht. Jesaja 30, Vers 15, wenn wir schon bei Jesaja sind, passt hier sehr gut: „Denn so spricht Gott der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden. Im Stille-Sein und im Vertrauen läge eure Stärke, aber ihr habt nicht gewollt.“ Gott sagt: „Ich könnte euch retten. Ihr müsst nur umkehren. Ihr müsst nur zu mir kommen. Ihr müsstet nur unter meine Fittiche kommen, aber ihr wollt nicht.“
[40:01] Jeremia Kapitel 6 und dort Vers 16: „So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Wir hören Jesus in Matthäus 11: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Lernt von mir, nehmt auf euch mein Joch. Ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“ Und dann steht: „Sie aber sprechen: Wir wollen nicht darauf wandeln.“ Die Einladung von Jesus im Neuen Testament ist dieselbe, die Jesus auch schon im Alten Testament ausgesprochen hat. Er sagt: „Schaut nach dem guten Weg.“ Er sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wandelt darauf, lebt mit Jesus, kommt unter seine Fittiche. Ihr werdet Frieden finden, Ruhe für eure Seelen.“ Sie sagen: „Wir wollen nicht.“ Und wer sagt: „Ich will nicht“, kann auch keine Ruhe finden. Wer sagt: „Ich will nicht“, kann auch keine Gnade finden. Wer sagt: „Ich will nicht“, kann keinen Schutz erleben. Es liegt in unserer Hand.
[41:11] Jesus sagt in Lukas 13, Vers 35: „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden. Und wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Euer Haus soll verwüstet bleiben. Und damit spielt Jesus auf eine Prophezeiung an aus dem Buch 3. Mose 26, Vers 31 und 32: „Und ich will eure Städte zu Ruinen machen und eure heiligen Stätten verwüsten und euren lieblichen Geruch nicht mehr riechen. Und ich will das Land verwüsten, sodass eure Feinde, die darin wohnen, sich davor entsetzen sollen.“ Das hatten die Israeliten schon einmal erlebt. Irgendwann gab es keine Heilung mehr, wie wir in 2. Chronik 36 gelesen haben. Irgendwann kamen die Babylonier, haben das Land verwüstet, Jerusalem zu Ruinen gemacht. Die Israeliten wurden größtenteils nach Babylon verschleppt. Ein Teil ging nach Ägypten. Ein kleiner Teil.
[42:13] Aber 3. Mose 26 hatte auch die Verheißung der Wiederherstellung. Daniel hatte ja genau das gebetet in Daniel 9. Es hatte eine Verheißung gegeben, dass das nur 70 Jahre werden soll in Jeremia 29. Es war zwar eine Erfüllung dieser Prophezeiung, aber es war nicht die endgültige Verwüstung, sondern eine Verwüstung, die wiederhergestellt werden kann. Aber Jesus sagt: „Ihr nicht. Euer Haus wird verwüstet bleiben.“ Er sagt: „Euer Haus wird für 70 Jahre zerstört werden.“ Er sagt: „Euer Haus wird verwüstet bleiben.“ Es ist sozusagen das Ende der Gnadenzeit. Nicht in Bezug auf persönlicher Rettung, aber in Bezug auf die Frage, ob das Volk Israel als Kollektiv weiter das Volk Gottes ist. Euer Haus, der Tempel, wird verwüstet werden.
[43:08] Da gibt es einen besonderen Bezug zu Psalm 69 und dort Vers 25 und 26: „Gieße deinen Grimm über sie aus und die Glut deines Zorns erfasse sie. Ihre Wohnstätte, ihr Haus sozusagen, soll verwüstet werden und in ihren Zelten wohne niemand mehr.“ Der Kontext zeigt, wie aktuell das war zur Zeit von Jesus, denn in den Versen vorher heißt es Vers 21: „Die Schmach hat mein Herz gebrochen und ich bin elend. Ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf Tröster, aber ich fand sie nicht. Und sie gaben mir Galle zur Speise und Essig zu trinken in meinem Durst.“ Hier wird prophetisch vorhergesagt, wie die Menschen von Jerusalem den sterbenden Erlöser am Kreuz behandeln werden. Sie werden sich nicht unter seinen Fittichen bergen, wie es einige wenige gab, wie den römischen Hauptmann z.B., die sich noch in letzter Minute unter die Fittiche Jesu geborgen haben, aber die meisten haben ihn ausgelacht, angespuckt, verachtet, ihm noch Galle gegeben.
[44:14] Und über diese Menschen, die so mit dem Erlöser der Welt umgehen, heißt es hier in Vers 25: „Gieße deinen Grimm über sie aus und die Glut deines Zornes erfasse sie. Ihre Wohnstätte soll verwüstet werden. Das Haus wird verwüstet werden.“ Jesus kündigt an, dass die Pharisäer, die Bewohner von Jerusalem, so behandelt werden wie die Gottlosen hier in Psalm 69, weil sie genau das tun werden. Es bleibt nicht mehr viel Zeit für sie umzukehren. Noch haben sie es nicht getan. Noch haben sie nicht final abgelehnt. Noch gibt es Möglichkeiten. Jesus wird auch in Jerusalem noch einmal genau das sagen: „Jerusalem, Jerusalem.“
[45:02] Daniel 9. Das ist das, was Jesus sicherlich im Hinterkopf hatte. Daniel 9, Vers 26: „Nur nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden. Der Messias wird sterben und ihm wird nicht zuteilwerden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie wird untergehen in der überströmenden Flut und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstung.“ Die Stadt wird vernichtet werden, die Stadt wird untergehen und sie wird in dem Sinne als Hauptstadt des Reiches Gottes nie wieder auferstehen. Vers 27: „Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang und in der Mitte der Woche, im Jahre 31, wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt.“
[45:51] Das kann man dann sehen in Matthäus 24 und Lukas 21: Die römischen Armeen, die diese Verwüstung dann schon ankündigen, als im Jahre 66 Cestius Gallus Rom belagern, sich noch einmal zurückziehen, damit die Christen die Stadt verlassen können, die dann nach Pella geflohen sind. Aber dann kamen sie wieder, die Römer, und haben die Stadt verwüstet, und zwar die festbeschlossene Vernichtung, bis die festbeschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt. Es wird eine endgültige Verwüstung sein. Nun, die Stadt Jerusalem steht heute noch, aber sie steht nicht mehr als das Jerusalem der Bibel im Sinne des heiligen Ortes, im Sinne, dass dort der Heilsplan Gottes konzentriert ist. Jerusalem ist heute aus der Sicht der Bibel eine Stadt wie jede andere, tatsächlich, auch wenn viele Christen das heute anders sehen.
[46:38] Aber Jesus hat ihnen gesagt: „Eure Stadt wird euch verwüstet bleiben.“ Er sagt nicht: „Sie wird eine Zeit lang verwüstet bleiben und dann wieder zu einer religiösen Hauptstadt werden, wo alle Gläubigen hin müssen.“ Er sagt: „Eure Stadt wird verwüstet bleiben.“ Dass die Stadt heute wieder existiert, dass sie aufgebaut worden ist, es ist wunderschön und es gibt nichts dagegen an sich zu sagen, dass Menschen dort leben. Aber die Stadt hat keine religiöse Bedeutung mehr. Jesus hat gesagt: „Eure Stadt wird euch verwüstet bleiben.“ Übrigens ist dieses Thema von der Zerstörung Jerusalems dann in den nächsten Jahren noch sehr in den Köpfen der Leute gewesen, als Stephanus angeklagt wird. Da wird ihm vorgeworfen, er hätte folgendes gepredigt in Apostelgeschichte Kapitel 6 und dort Vers 13 und 14: „Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz, denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der Nazarener, wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.“
[47:46] Aber Jesus hat nie gesagt, dass er die Stätte zerstören wird. Er, Daniel 9, sagt: „Das Volk des kommenden Fürsten“, das heißt das Volk des Messias, „wird durch ihr Verhalten dafür sorgen, dass die Stadt zerstört wird.“ Und tatsächlich haben die falschen Ankläger und die Steiniger von Stephanus noch weiter auf diesen Schuldenberg draufgetan, noch mehr Schuld auf sich geladen, was letztendlich alles zur Zerstörung von Jerusalem geführt hat. Jesus sagt in Vers 35: „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden. Und wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen.“ Wir haben gesehen, dass in Johannes 7 Jesus schon mal etwas gesagt hatte, in Johannes 7, Vers 34: „Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, dorthin könnt ihr nicht kommen.“ Da haben sich die Juden gefragt, was er da meinte. Vers 36: „Was ist das für ein Wort, dass er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden. Und wo ich bin, dorthin könnt ihr nicht kommen.“ Jesus meinte natürlich, dass er nach seinem Tod auferstehen würde und in den Himmel gehen würde. Sie würden ihn dann nicht mehr verfolgen können.
[48:51] Jesus weiß, und er sagt es jetzt – wir sind wahrscheinlich nur noch wenige Wochen von der Kreuzigung entfernt –, Jesus sagt: „Ich gehe nach Jerusalem und ich werde dort sterben. Und wenn ihr nicht umkehrt noch im letzten Moment, wenn ihr nicht doch unter die Fittiche kommen wollt, die ich euch ständig einlade, dann wird das dazu führen, dass ihr eure Zeit als Volk Gottes beenden werdet.“ Daniel 9 sagt: „70 Wochen, 490 Jahre sind abgeschnitten, bestimmt für Jerusalem und das Volk Israel.“ Danach wird es nicht mehr das Volk Israel als Volk Gottes sein. Das endete übrigens im Jahre 34, als Stephanus gesteinigt worden ist. Wir haben das in anderen Seminaren über das Buch Daniel ausführlich dargelegt. Das ist genau der Kontext. Das Volk Israel, da kommt es zu einem Ende. Jesus kündigt das an. Das Buch Daniel hat es vorhergesagt.
[49:54] Lukas 13: „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden. Und wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mich nicht mehr sehen.“ Das heißt, Jesus geht nach Jerusalem. Das Volk wird dann kurze Zeit später das Volk Israel seine Rolle als besonderer Träger des Evangeliums verlieren. Aber Jesus wird in den Himmel auffahren. Sie werden ihn nicht mehr sehen. Vers 35: „...bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Und das ist jetzt noch etwas am Ende enorm Interessantes, denn das ist ein Zitat aus Psalm 118. Psalm 118 und dort Vers 26: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Wenn man sich den Kontext anschaut, dann beginnt das jetzt richtig zu leuchten. Hier z.B. in Vers 19: „Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich durch sie einziehe und den Herrn preise. Dies ist das Tor des Herrn. Die Gerechten werden durch es eingehen. Ich danke dir, denn du hast mich erhört und wurdest mir mein Heil.“
[51:08] Vers 22: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.“ Das ist natürlich eine Prophezeiung auf Jesus Christus, der von den Obersten verworfen wird und zum Eckstein der christlichen Kirche wird. „Vom Herrn ist das geschehen. Es ist wunderbar in unseren Augen. Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat. Wir wollen uns freuen und fröhlich sein.“ Ein Evangelium sozusagen, eine gute Nachricht. „Ach Herr, hilf!“ – Hebräisch: „Hosianna! Hosianna! Ach Herr, lass wohl gelingen!“ Das, was hier gesagt wird, erfüllt sich, als Jesus nach Jerusalem kommt. Er wird von den Bauleuten verworfen, aber er wird zum Eckstein, weil er am Kreuz von Golgatha stirbt. Die Menschen rufen sogar am Sonntag noch: „Hosianna dem Sohn Davids, gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Matthäus 21, Vers 9 macht das ganz deutlich.
[52:02] Dort steht: „Und die Volksmenge, die vorausging und die, welche nachfolgten, riefen und sprachen: Hosianna dem Sohn Davids, gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn. Hosianna in der Höhe!“ Und sie erfüllen damit Psalm 118, machen deutlich, was dort steht. Er erfüllt sich jetzt. Noch einmal Psalm 118 lesen, dann stellen wir fest in Vers 27: „Der Herr ist Gott. Er hat uns Licht gegeben. Bindet das Festopfer mit Stricken an die Hörner des Altars.“ Da geht es um das Fest. Es geht um das Opfer. Jesus ist das Opfer. Und die Menschen, die ihn begrüßen, ahnen gar nicht, wie tief eigentlich die Worte sind, die sie sagen.
[52:48] Es gab eine Gruppe, die hat nicht gesagt: „Hosianna dem Sohn Davids“, die hat nicht gesagt: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Wenn sie das gemacht hätten, wenn sie Jesus als religiöse Führer angenommen hätten als Erlöser, Jesus wäre trotzdem gestorben. Aber das Haus wäre nicht verwüstet worden. Sie hätten Zuflucht gefunden unter seinen Flügeln. Und so sagt Jesus: „Euer Haus wird euch verwüstet werden. Ihr werdet mich da nicht mehr sehen bis zu der Zeit, da...“ Und jetzt ergänze ich: „...da ihr sprechen werdet.“ Das heißt mit anderen Worten: Auch wenn sie bei dem Einmarsch in Jerusalem von Jesus, bei dem Einzug in Jerusalem das nicht gesagt haben, sagt Jesus: „Es wird eine Zeit kommen, da werdet ihr es anerkennen.“ Er hat es ihnen dann in Matthäus genauso erklärt.
[53:48] Matthäus 23, Vers 39: „Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Jetzt zur Zeit von Matthäus 23 und den späteren Kapiteln, zur Zeit der Kreuzigung, wollten sie ihn nicht als den Gesandten von Gott, als das Opfer für die Menschheit anerkennen. Aber Jesus sagt: „Der Zeitpunkt kommt, und wenn ihr mich jetzt nicht anerkennt, werdet ihr mich später anerkennen, nach den 1000 Jahren.“ Der eine oder andere schon bei der Wiederkunft, wenn er auferstehen wird, bei der speziellen Auferstehung, wie Offenbarung Kapitel 1, Vers 7 deutlich macht: „...auch die, welche ihn durchbohrt haben.“ Da werden sicherlich auch die dabei sein, die dafür verantwortlich waren, dass er durchbohrt wurde.
[54:30] Offenbarung 1, Vers 7: „Siehe, er kommt mit den Wolken und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben. Es werden sich seiner wegen die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.“ Es kommt der Zeitpunkt. Einige von den Pharisäern, von den Obersten, sie werden Jesus bei der Wiederkunft sehen, werden speziell auferweckt werden, um ihn zu sehen. Und sie werden sagen: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Alle von ihnen, all die Gottlosen, die Jesus abgelehnt haben, werden nach den 1000 Jahren, nach der zweiten Auferstehung, wenn sie Jesus Christus sehen in seiner Herrlichkeit, feststellen, dass er tatsächlich der Sohn Gottes ist, dass er tatsächlich der Erlöser der Menschheit ist, dass er tatsächlich Herr über Leben und Tod ist, dass er tatsächlich das eine Opfer für die Sünde war, dass er tatsächlich der Messias war, auf den sie immer gewartet hatten. Und dann werden sie sagen: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“
[55:21] Aber dann wird es zu spät sein. Dann werden sie das nicht mehr sagen, um Zuflucht zu finden unter den Flügeln, sondern nur, weil sie es nicht mehr leugnen können, weil einfach die Beweise überwältigend sind, weil es einfach unleugbar dann geworden ist. Lieber Freund, liebe Freundin, wann möchtest du Jesus anerkennen? Als das geschlachtete Lamm? Jetzt, wo du Zuflucht unter den Flügeln Gottes findest, jetzt, wo du seine Gnade in deinem Leben anwenden kannst, oder erst nach den 1000 Jahren, wenn es keine Gnade mehr gibt, wenn nur noch das Urteil vollzogen wird, wenn man dann nicht aus Liebe, sondern nur aus purer Überwältigung von den offensichtlichen Fakten zugeben muss, dass Gott recht hat? Wann möchtest du Jesus bekennen? Ich möchte ihn bekennen jetzt, heute hier. Ich möchte Zuflucht suchen unter seinen Flügeln, weil er mich einlädt und er immer wieder und immer wieder um mich wirbt, und wenn ich weggelaufen bin, dann wirbt er erneut um mich. Ich möchte Zuflucht suchen unter seinen Flügeln und seinen Ruf an mich ernst nehmen. Ist das auch dein Wunsch? Lass uns gemeinsam beten.
[56:54] Lieber Vater im Himmel, möchte dir von ganzem Herzen sagen, dass wir dich gernhaben, dass du wirklich sehr viel Gutes in unserem Leben getan hast. Wir reden leider oft viel zu theoretisch von dir, aber in Wirklichkeit sehnen wir uns danach, dass wir dich von Herzen liebhaben und dass wir wirklich von ganzem Herzen dir folgen möchten, dass wir uns wirklich bei dir bergen, so wie kleine Küken bei der Henne Schutz suchen, weil wir wissen, dass nur du uns helfen kannst in den Situationen des Alltags, den großen Krisen der Endzeit, was immer es ist. Wir brauchen dich und wir wollen von Herzen dir vertrauen, Herr Jesus, dein Opfer für uns jetzt annehmen, jetzt, wo es uns reinwaschen kann von aller Sünde und von aller Ungerechtigkeit. Jetzt wollen wir es annehmen. Nicht erst anerkennen, wenn es zu spät ist, wenn es niemand mehr leugnen kann, sondern jetzt aus Glauben und Vertrauen für uns persönlich annehmen. Herr, das wünschen wir uns von ganzem Herzen und hab Dank dafür, dass du uns das anbietest, dass du uns rufst mit ganz viel Liebe und Geduld und uns zu dir ziehst und wir das annehmen dürfen. In deinem Namen, Herr Jesus, beten wir. Amen.
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