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[5:00] und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Nun, wieder habt ihr dieses wiederum, also danach im Prinzip. Und hier wird jetzt der Versucher sehr deutlich als der Teufel, der Teufel bezeichnet. Und damit wird schon angedeutet, dass in dieser Versuchung, anders als bei der ersten und zweiten, der Satan jetzt ganz offen spielt, mit offenen Karten. In der ersten Versuchung kam er als Engel des Lichts und hat vorgegeben, Gottes Botschaft weiterzugeben. In der zweiten hat er ebenfalls als vermeintlich guter Engel ihn zum Tempel geführt. Aber nachdem beide Male sein versteckter Zweifel nicht gewirkt hat, sagt er jetzt ganz einfach so: Herr, ich bin ganz ehrlich mit dir, ich bin in Wirklichkeit der Feind. Ich bin der Satan, ich bin der Teufel. Und damit kommt diese ganze Geschichte jetzt auf eine ganz neue Dimension. Er legt die Maske ab, er nimmt die Handschuhe ab und sagt so: Herr, ich bin der Teufel. Wir werden jetzt gleich sehen, woran man das noch sehr gut erkennen kann.
[6:11] Es heißt hier in Vers 8: „Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg.“ Wir wissen nicht genau, welcher Berg das gewesen ist. Spielt offensichtlich keine große Rolle. Aber von einem hohen Berg, da hat man normalerweise eine gute Sicht. Da hat man das Gefühl, über den Dingen zu stehen. Und es heißt hier: „Er zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit.“ Also der Satan setzt jetzt alles auf eine Karte. Er weiß ganz genau, dass mit Verführung, die quasi von innen herauskommt, er nichts erreichen kann. Er hat zweimal versagt und jetzt setzt er alles auf eine Karte und zeigt ihm die ganze Welt. Alle Reiche der Welt.
[7:00] Welche Reiche gab es denn damals? Jetzt bin ich mal gespannt, was ihr so aus der Geschichte wisst. Welche Reiche hat ihm denn dort gezeigt, dass wir uns das mal so vorstellen können? Alle Reiche der Welt. Wenn wir mal davon ausgehen, dass er nur die Reiche gezeigt hat, die zu dem Zeitpunkt existiert haben und nicht alle, die es jemals gegeben hat. Wenn das, dann waren es sowieso noch viel mehr. Aber welche haben damals existiert? Ganz zuerst natürlich das Römische Reich. Und das war natürlich das größte und gewaltigste Reich. Das ging von Großbritannien bis nach Mesopotamien, von heutigem Rumänien bis nach Marokko. Gewaltig. Und wenn er ihm das gezeigt hat, wird er ihm auch all ihre Herrlichkeit, das heißt so die schönsten Anblicke dieses Reiches, ja wahrscheinlich hat er ihm Rom gezeigt und die ganzen Straßen und die Aquädukte und die Tempel und alles Mögliche. Das Römische Reich.
[8:04] Welche Reiche gab es noch außer dem Römischen Reich? Weiß jemand von euch, was es da noch so gegeben hat? Weil Rom hat ja nicht die gesamte Welt beherrscht. Es war zwar ein Weltreich, aber es gab noch mehr Reiche neben denen. Ja, Ägypten war eine Provinz von Rom seit Kleopatras Zeiten. Babylon dagegen gehörte nicht wirklich zu Rom, jedenfalls nicht zu der Zeit, sondern da gab es das sogenannte Partherreich. Habt ihr das schon gehört? Die Parther, das war ganz Persien. Die Parther, das war so der Gegenpart zu Rom. Und dann gab es noch einige andere Reiche. Zum Beispiel gab es das Reich von Kusch. Das war tief im Herzen Afrikas, wo heute Äthiopien ist. Wo schon die alten Geschichtsschreiber sagen, wie Herodot, dort waren die Menschen größer, schöner und schwerter. Dort gab es die wilden Elefanten und all diese Dinge. Stellt euch vor, Jesus sieht also nicht nur die ewige Stadt Rom und er sieht nicht nur diese gigantischen Bauwerke der Römer. Er sieht diese gewaltigen persischen Gegenden. Er sieht das äthiopische Reich, das afrikanische Reich Kusch.
[9:23] Dann gab es damals schon China. Das chinesische Kaiserreich hat es damals gegeben. Und auch dort könnt ihr euch ja vorstellen, wie das so ausgesehen hat mit den ganzen chinesischen Drachen und die große Mauer, die sie gebaut haben und ich weiß nicht was. Und dann gab es indische Königreiche. Und Indien, könnt ihr euch vielleicht auch vorstellen, wenn ihr mal früher so indische Filme geguckt habt, wie das so aussieht, die mit ihren Turbanen auf den Elefanten. All diese Herrlichkeit, die riesigen Dschungel, die gewaltigen Tiere, die es dort gibt und die Menschenmassen. Das waren ja damals schon Millionen Völker.
[10:01] Dann gab es ein Reich, das hieß Kushana. Das war so ganz Zentralasien. Also was heute so Afghanistan und Pakistan und Tatschikistan und Turkmenistan und Usbekistan ist bis hin nach Nordindien. Dann gab es das Königreich der Odrysen. Das waren so Thraker, die waren so im heutigen Bulgarien, so am Schwarzen Meer, die Odrysen. Und dann gab es das Bosporanische Königreich bei der heutigen Krim. Und dann gab es das Königreich der Nabatäer. Die waren recht nahe bei Juda. Das war so Jordanien. Und dann gab es Mauretanien und Armenien. Also das war nicht nur das Römische Reich. Und wenn man dennoch davon ausgeht, dass er vielleicht sogar ihm die germanischen Stämme gezeigt hat, die ja auch unter seiner Fuchtel standen. Und die indianischen Stämme in Nordamerika. Alles zog vor Jesus' Auge vorbei. Die gesamte Antike mit all ihren Schätzen, die japanischen Reiche und die südkoreanischen Reiche, die es gab, alles auf einmal und immer im schönsten und hellsten Licht.
[11:15] Und wenn ihr schon mal einen Film gesehen habt, vielleicht sogar mal im Kino, dann wisst ihr, was für eine Macht Bilder haben. Wenn man sich vor so eine Kinoleinwand setzt, egal ob man jetzt eigentlich gucken möchte oder nicht, Bilder, vor allem, wenn sie mit viel Aufwand hergestellt werden, haben eine ziemliche Faszination, eine ziemliche Anziehungskraft. Und der Satan wird hier so eine Art Panoramaschau veranstaltet haben.
[11:42] Und dann sagt er folgendes in Vers 9. Matthäus 4 und dort Vers 9. Und spricht zu ihm: „Dieses alles will ich dir geben.“ Niemals zuvor und niemals danach hat ein Mensch die Gelegenheit gehabt, so viel auf einmal zu erobern. Wenn man all die Reiche, die es damals gab, nebeneinander legt, dann ist Alexanders Großreich eine kleine Provinz dagegen. Weder Alexander, noch Napoleon, noch Hitler, noch irgendjemand hat jemals so viel besessen an Territorium, wie Jesus auf einen Schlag angeboten worden ist. Es war das wahrscheinlich spektakulärste Angebot der Weltpolitik jemals. Niemals zuvor und niemals danach hätten alle Reiche der Welt sofort einer einzelnen Person gehört. Er hätte Herrscher über die ganze Welt werden können.
[12:49] Nun, interessant ist ja auch, stellt euch vor, Jesus nach 40 Tagen Hunger, wie das auf ihn gewirkt haben muss. Die Herrlichkeit der Reiche bestand ja unter anderem auch in dem, was die so produzieren. Die Kornkammern Nordafrikas, die ganzen Felder in der Ukraine, wo quadratkilometerweise Korn angebaut wird. Und dann die ganzen tropischen Früchte in Indien zum Beispiel. Also all diese Herrlichkeit, dieser Reichtum, das wirkt auf einen schwachen Menschen, der extrem hungrig ist, der nach 40 Tagen Wüste auch geblendete Augen fast hat von der Sonne. Das muss sehr, sehr faszinierend gewirkt haben.
[13:38] Nun, schaut mit mir in Matthäus 16, Vers 26. Matthäus 16 und dort Vers 26. Das ist ein interessanter Vers, den hat Jesus selbst gesagt später. Er sagt: „Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?“ Es gibt nur einen einzigen Menschen auf der Welt, der diesen Vers buchstäblich erlebt hat. Nur Jesus hätte wirklich die ganze Welt gewinnen können. Wir wenden den Vers auch auf Alexander und auf Napoleon an. Und ja, sie haben das meiste der damals bekannten Welt erobert oder doch einen erheblichen Teil. Aber niemand hat buchstäblich die ganze Welt gewinnen können außer Jesus. Und das sogar ohne Krieg, ohne weitere politische Anstrengungen. Quasi in einem Augenblick. Und damit ist seine Entscheidung größer als alles andere, was wir entscheiden können. Niemals zuvor ist einem Menschen so viel auf einmal versprochen worden.
[15:09] Nun, warum hat er es dann abgelehnt? Schauen wir zurück zu Matthäus 4. Und die Sache ist natürlich ganz einfach. Es heißt hier in Vers 9, Matthäus 4, Vers 9: „Und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“ Also hier geht es nicht darum, dass der Satan sagt: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Sondern er sagt: „Pass auf, ich weiß, du bist Gottes Sohn. Und jetzt sage ich dir, ich bin der Feind. Und ich weiß auch, warum du gekommen bist. Du bist nämlich gekommen, die Welt zu retten. Und pass auf, ich gebe sie dir. Du kannst sie sofort haben.“ Unter einer kleinen Bedingung. Das Kleingedruckte. Also die Anzeige sagt: „Ganze Welt zu vergeben. Du kannst alles haben, alles, alles, alles. Eine riesige Liste mit Vorteilen.“ Und dann auf der anderen Seite ein bisschen Kleingedrucktes: „Einmal hinknien, einmal beten zu dieser Person.“ Also auf den ersten Blick würde man noch denken, das ist doch ziemlich erstaunlich, oder? Nur einmal jemanden anbeten und dafür alles bekommen?
[16:28] Was wäre passiert, wenn Jesus das gemacht hätte? Dazu müssen wir erst einmal fragen, warum der Satan ihm diese Reiche anbieten kann. Haben Sie ihn eigentlich gehört? Ja? Genau, in Epheser 5 wird er genannt, der Fürst dieser Welt. Also ist er der König dieser Welt, ja oder nein? Er wird sogar der Gott dieser Welt genannt. Okay, er ist der Fürst oder ein König dieser Welt. Darf er ihm dann diese Reiche anbieten? Es gehört ihm nicht. Wie kann er denn König sein, wenn es ihm nicht gehört?
[17:24] Also das müssen wir kurz verstehen. Wie kommt er dazu, zu behaupten, dass er diese Reiche der Welt weitergeben kann? Also wer von euch sagt, er hat das Recht dazu und wer sagt, er hat das Recht nicht dazu? Machen wir eine kurze Meldung. Wer sagt, er hat das Recht dazu? Okay. Wer sagt, er hat das Recht nicht dazu? Okay. Die Wahrheit ist, ihr habt alle Recht, denn er hatte das Recht nur zum Teil. Das müssen wir kurz verstehen. Schauen wir zurück zu 1. Mose. 1. Mose Kapitel 1 und dort Vers 26.
[18:13] 1. Mose 1 Vers 26: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, nach unserem Bild uns ähnlich. Die sollen was tun? Die sollen herrschen.“ Anderes Wort für, wenn jemand herrscht, dann ist er ein König, ein Fürst, ein Herrscher. „Sie sollten herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde.“ Das heißt, Gott schuf den Menschen als Herrscher über die Erde.
[18:55] Und dann schauen wir auf Vers 28: „Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch.“ Was ist das? Seid fruchtbar und mehrt euch. Was das ist? Ist das eine Frage? Nein. Was ist das? Es ist ein Befehl. Wer gibt einen Befehl? Jemand, der über mir oder unter mir steht? Über mir. Wenn ich Kind bin, kann mein Vater mir etwas gebieten. Wenn ich Vater bin, kann mein Kind mir nichts befehlen. Der General kann dem Soldaten befehlen, aber nicht der Soldat dem General. Wenn Gott dem Menschen gebietet, dann sagt die Bibel, dass obwohl der Mensch Herrscher ist über die ganze Erde, er immer noch über sich jemand hat, der ihm gebietet. Und das ist Gott. Gott ist der eigentliche Herrscher, denn ihm gehört die Erde. Himmel, Erde, Meer und alles und so weiter. Der Mensch ist eingesetzt als Vizekönig. Als König unter Gott. Und das ist seine Position. Deswegen sagt Gott auch, konnte Gott ihm Gebote geben, die er erhalten musste.
[20:11] Als der Satan jetzt den Menschen angreift, damals in 1. Mose 3, und der Mensch Gott glaubt, der Mensch Satan glaubt und nicht Gott, da hat sich der Satan hier reingezwängt. Jetzt ist er der Herrscher über die Erde und der Mensch ist ihm untertan. Aber Gott hat seine eigentliche Position als echter König nie aufgegeben. Das heißt, Satan ist in gewisser Weise zu diesem Zeitpunkt noch rechtmäßiger Vizekönig der Erde gewesen. Das ist auch der Grund, warum er in Hiob 1 in diesem Rat der Gottessöhne auftritt und über die Erde spricht. Er war Vizekönig über die Erde. Und Jesus kam, um ihm dieses Amt abzunehmen, ihm die Erde zu entreißen, die Erde wieder für Gott ganz zu erobern und den Menschen wieder in seine ursprüngliche Position einzusetzen.
[21:25] Was wäre also passiert, wenn Jesus als Mensch dem Satan an dieser einen Stelle gehorcht hätte? Was wäre passiert? Es hätte niemanden mehr gegeben, der Satan das Amt als Vizeherrscher streitig machen könnte, denn Jesus hätte sich als Diener Satans in Wirklichkeit präsentiert und damit hätte er Satan eigentlich bestätigt.
[22:00] Lass uns das noch ein bisschen weiter studieren. Schaut mal mit mir in Daniel Kapitel 4 und dort Vers 14.
[22:25] In Daniel Kapitel 4 und dort Vers 14, geht es um welche Geschichte? Welche Geschichte ist das dort in Daniel 4? Das ist Nebukadnezar mit seinem zweiten Traum. Dort in Vers 14 lesen wir: „Im Rat der Wächter wurde das beschlossen und von den Heiligen wurde es beschlossen und verlangt, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es gibt, wem er will und den Niedrigsten der Menschen darüber setzt.“ Also wer gibt die Königreiche weiter? Wer hat die Autorität über die Königreiche? Gott im Himmel. Schon Nebukadnezar hat das nicht geglaubt. Nebukadnezar hat geglaubt, dass er durch seine Macht die Königreiche an sich gerissen hat. Und im Buch Daniel geht es immer wieder darum, dass Nebukadnezar beigebracht werden muss, dass Gott Könige einsetzt und Könige absetzt. Der Mensch sollte zwar Herrscher über die Erde sein, aber zu bestimmen, wer einzelner Herrscher in welchem Bereich ist, steht nicht dem Menschen zu, sondern Gott. Und demzufolge kann auch Satan die Königreiche nicht weitergeben, weil das Gottesvorherrschaft ist, Gottes Vorrecht und nicht das der Menschen.
[23:52] Schaut mal noch ein Beispiel dazu in Apostelgeschichte. Also im Alten Testament heißt es deutlich, Gott setzt Könige ein und Gott setzt Könige ab und er gibt die ganze Erde, wem er will. In Apostelgeschichte 17 sehen wir das gleiche Prinzip.
[24:07] Apostelgeschichte 17. Apostelgeschichte 17 und dort Vers 26. Also Gott hat gesagt, die Römer sollen von dann und dann dort und dort regieren, oder die Babylonier sollen von dort und dort dort leben und die Germanen sollen von dort bis dort in jenen Wäldern leben und die Indianer sollen von dort und dort dort leben. Gott hat Grenzen und Zeiten festgelegt. Das heißt, wer, wann, wo regiert, ist Gottes Sache und nicht des Menschen. Und wenn es nicht die Sache des Menschen ist, dann kann es auch die Sache Satans sein, denn Satan hat das vom Menschen genommen. Satan hat die Vorrechte des Menschen auf sich übertragen, aber die Herrschaft über die Erde ist immer noch Gottes Vorrecht.
[25:20] Hätte also Jesus niedergekniet, hätte er tatsächlich diesen Anspruch von Satan bestätigt.
[25:29] Schaut mal mit mir in Lukas Kapitel 4. Übrigens, nebenbei gesagt, kennt ihr jemanden in der Bibel, der zuvor eine große Position abgelehnt hat, weil er sein Volk retten wollte? Mose ist ein Typus auf diese Geschichte. Mose, der das größte Reich der damaligen Welt hätte leiten können, der hätte Pharao werden können, lehnt das ab. Die Bibel sagt, er weigerte sich, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen, damit er seinem Volk, dem Volk Israel, beistehen kann.
[26:15] Lukas 4 und dort Vers 6 und 7. Da sehen wir, wie deutlich der Satan eigentlich hier auf den Putz haut. Er sagt: „Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben, denn sie ist mir übergeben und ich gebe sie, wem ich will.“ Das ist fast genau dasselbe, was Gott gesagt hatte. Bei Nebuchadnezzar hatte Gott gesagt: „Und ich gebe sie, wem ich will.“ Könnt ihr das sehen? Der Satan verwendet im Grunde genommen dieselben Worte, die Gott bei Nebukadnezar verwendet hat. Gott hatte gesagt: „Ich gebe die Reiche der Welt, wem ich will.“ Und jetzt stellt sich Satan hin und sagt: „Ich gebe sie, wem ich will.“ Also Satan behauptet an dieser Stelle tatsächlich, nicht nur den Menschen zu vertreten, er behauptet, Gott zu sein. Und deswegen sagt er: „Bete mich an.“ Er stellt genau die Behauptung auf, die Gott von sich aufstellt, und dann sagt er: „Bete mich an.“
[27:30] Und hätte Jesus das gemacht, er hätte vor dem ganzen Universum gesagt: „Satan hat recht.“ Und damit wäre der große Kampf, man kann sich gar nicht ausmalen, was dann passiert wäre. Man möchte sich gar nicht ausmalen. Aber für den Erlösungsplan gab es keine weitere Alternative. Das wäre eine unvorstellbare Niederlage vor Gott gewesen.
[28:02] Jetzt, was war so attraktiv an diesem Angebot? Das war ein echter Kuhhandel. Das war ja so ein: „Ich weiß, wer du bist, du sollst wissen, wer ich bin, und ich biete dir jetzt etwas an.“ Wir kommen, wir kürzen es ab. Du bist gekommen, um mich zu besiegen. Und Satan sagt: „Statt mich zu besiegen, gebe ich gleich auf. Ich hisse die weiße Fahne, du kannst alles haben.“ Warum war das wohl attraktiv, oder hätte das attraktiv sein können in den Augen von Jesus? Es sah so aus, als hätte er sein ganzes Ziel erreichen können, ohne Leiden, ohne Schmerzen und ohne Tod. Und der Satan weiß, dass der Schmerz, der Schmerz, der Schmerz. Und der Satan weiß, dass der schwache Mensch natürlich vor Leiden, Schmerz und Tod zurückschreckt. Er benutzt so oft Folter, Verfolgung und solche Dinge, um Menschen in eine bestimmte Ecke zu treiben. Und wie viele Menschen haben ihren Glauben aufgegeben oder kompromittiert, weil sie deswegen Folter, Leiden, Schmerz und Tod verhindern konnten?
[29:28] Kennt ihr in der Geschichte einen ähnlichen Moment, wo Gläubige vor derselben Entscheidung standen? Entweder die ganze Wahrheit oder die Welt gewinnen. Wann standen Gläubige vor solch einer Entscheidung? Sie standen für die Wahrheit ein. Hieronymus ist ein Beispiel für jemanden, der für die Wahrheit stand und nicht die Welt gewählt hat. Wir könnten viele andere Märtyrer anführen. Ein berühmtes Beispiel ist die Geschichte der frühen Christenheit nach Konstantin. Als Konstantin kam, hat die Urgemeinde, die 4. Jahrhundertgemeinde, sich entscheiden müssen zwischen der ganzen Wahrheit und der Welt. Auch da kam der Satan und sagte: „Pass auf, bisher seid ihr verfolgt worden und gefoltert worden und getötet worden. Ihr könnt das aber verhindern. Ihr könnt euer Ziel erreichen, die Welt zu evangelisieren ohne Schmerzen und ohne Tod und ohne Folter. Ihr müsst einfach nur euch vor diesen Bildern niederknien.“ Was hat die Christenheit gemacht? Sie haben sich anders entschieden als Jesus.
[31:09] Als die jüdischen Führer bei Pontius Pilatus im Hof standen und ihnen Jesus, der Weg, die Wahrheit und das Leben gezeigt worden ist, der aber gekreuzigt werden sollte, da haben sie sich nicht für Jesus und die Schmach entschieden, sondern für den römischen Kaiser. Sie haben gesagt: „Wir haben keinen anderen König als den römischen Kaiser.“ So sehen wir, dass also viele Gläubige oft genau die gegenteilige Entscheidung gefällt haben. Und die Frage ist, wie oft könnte es auch in unserem Leben passieren, dass wir die Wahrheit kompromittieren, weil wir Angst vor Schmerzen, Leid, vielleicht sogar Tod haben. Dahinter steckt ja die Idee, dass wir meinen, dem Gläubigen müsste es immer gut gehen. Und wenn es dann dem Gläubigen nicht gut geht, dann fragt man sich schon: Ja, was ist hier eigentlich los? Aber was dieser Bibelforscher uns zeigt ist, wenn schon für Jesus, der sündlos war, der Weg des Willens Gottes auch Schmerz und Leid beinhaltet hat, dann wird das bei seinen Gläubigen nicht anders sein. Kein Gläubiger geht den Weg von seiner Bekehrung zum Himmel, ohne irgendwo mal Schmerzen gehabt zu haben. Es gibt für keinen Gläubigen die Abkürzung direkt ins Paradies. Den gibt es für niemanden. Und der Satan weiß das und deswegen bietet er diese Abkürzung an, aber die ist teuer erkauft, viel zu teuer. Sie wird erkauft mit dem Kompromiss.
[33:03] Was macht Jesus mit dieser dritten Versuchung? Schaut mal, Matthäus 4 und dort Vers 10. Matthäus 4 und dort Vers 10. Dort heißt es: „Da spricht Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ Jetzt könnt ihr raten, aus welchem Buch zitiert Jesus wohl hier. Er zitiert nicht aus 2. Mose, aber fast. Da steht es ja so ähnlich: „Du sollst keine Bilder anbeten, du sollst kein Bildnis machen und es nicht anbeten.“ Der Gedanke ist derselbe im 2. Gebot. Aber das direkte Zitat in den 10 Geboten steht nirgendwo, wo Jesus sich anbetet. Und das ist das Problem. Das ist das Problem. Aber das direkte Zitat in den 10 Geboten steht nirgendwo wörtlich: „Du sollst den Herrn, deinen Gott anbeten.“ Sondern da steht: „Du sollst die Götze nicht anbeten“, was dann natürlich dasselbe beinhaltet. Aber woher zitiert er? Aus welchem Buch? Aus 5. Mose. Erste Versuchung, 5. Mose. Zweite Versuchung, 5. Mose. Dritte Versuchung, 5. Mose. 5. Mose ist ein wichtiges Buch. Und da haben wir jetzt nicht die Zeit, darauf mehr einzugehen. Aber es ist ein entscheidendes Buch.
[34:30] Schaut mal mit mir in 5. Mose 6, Vers 13. Das ist übrigens auch dort im Kontext der 10 Gebote. 5. Mose 6 und dort Vers 13. Und da heißt es in den deutschen Bibeln: „sondern du sollst den Herrn, deinen Gott fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.“ In der Bibel. Jesus hatte in der griechischen Übersetzung der Septuaginta stand: „Du sollst den Herrn anbeten und ihm dienen.“ Also fürchten, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Meer- und die Wasserquellen gemacht hat.
[35:13] In der letzten Zeit werden wir wiederum vor solch einer Versuchung stehen. Der Satan versucht mehrere Dinge. Zunächst einmal versucht er uns mit unseren fleischlichen Gelüsten überhaupt erst mal auf seine Seite zu ziehen. Wenn das nicht funktioniert, versucht er uns in den Fanatismus zu drängen, wie wir es in der zweiten Versuchung gesehen haben. Aber wenn das alles nicht funktioniert, dann kommt er manchmal ganz offen und ganz klar mit offenem Visier und sagt: „Pass auf, entweder du stirbst für den Glauben oder du hast ein schönes Leben hier auf der Erde.“ Und er weiß, dass dann Menschen, die vielleicht die erste und die zweite Versuchung abgelehnt haben, vielleicht doch sich für ihn an dem Moment entscheiden. Manchmal sind es nicht die versteckten Versuchungen, die so quasi von innen und verführerisch an uns herankommen, sondern manchmal weiß man ganz genau, worum es geht und man entscheidet sich doch für das Falsche. Und dafür ist die dritte Versuchung ein Typus. Die dritte Versuchung kommt nicht auf verführerischen Schritten daher, sodass man denkt, man kann sie kaum erkennen. Die dritte Versuchung, die Jesus erlebt, ist ganz deutlich. Er weiß ganz genau, worum es geht und trotzdem ist eine ganz starke Anziehungskraft für das Falsche. Aber Jesus hat ihr widerstanden, genauso wie er der ersten und der zweiten widerstanden hat, durch ein klares Wort Gottes. Und das sagt uns Folgendes: Egal, ob die Versuchung offensichtlich oder verführerisch ist, egal von welcher Seite sie kommt, egal auf welche Richtung sie zielt, die Bibel reicht für alle Versuchungen aus. Das Buch 5. Mose war immer gut genug.
[37:01] Übrigens, in diesem Kontext hier in 5. Mose geht es ja wirklich sehr direkt um die zehn Gebote. Es geht um Götzendienst. Und das ist ein interessanter Gedanke. Der Satan hat Jesus ja nicht gebeten, vor einem Götzen niederzuknien, oder? Also schaut doch mal in 5. Mose, wenn ihr in 5. Mose seid, in 5. Mose 6. 5. Mose 6 und dort Vers 13, da heißt es ja: „Jetzt, die Götter, das waren alles so Götzenbilder, oder?“ Aber als Jesus auf dem Berg steht, steht kein Götzenbild vor ihm. Also ist es jetzt Götzendienst, was ihm davor steht, oder nicht? Also versteht ihr meine Frage? Was Jesus zitiert, ist ein Verbot des Götzendienstes. Aber es steht doch gar kein Götze auf dem Berg. Ja, Anbetung des Satan wäre Götzendienst per se. Denn Anbetung von Götzen ist eigentlich nur ein Stellvertreter für Anbetung des eigenen Ichs.
[38:40] Glaubt ihr, die Menschen haben damals wirklich geglaubt, dass die Götzen ihnen helfen können? Also ich bezweifle, dass die Menschen wirklich im tiefsten Innern ihres Verstandes geglaubt haben, dass so ein Holzgötze irgendwas bewirken kann. Das waren oftmals nur Repräsentationen von irgendwelchen Verstorbenen vielleicht oder so. Aber eigentlich letztendlich war der Götze etwas, was man selbst gemacht hatte, ein eigenes Werk. Und sozusagen ist Satan in dieser Stelle bei der dritten Versuchung der Götze schlechthin, der sagt: „All das ist meins, ist meine Welt.“ Und wenn Jesus angebetet hätte, dann hätte er gesagt: „Ich nehme mir die Welt nicht durch Gottes Plan, sondern durch meine eigene Klugheit.“ Nicht, indem ich Gottes Plan folge, der vorsieht, dass ich sterben soll und dass ich leiden soll, sondern ich nehme mir das Ziel durch meine eigene Klugheit, durch meine eigene Idee, diesen Tauschhandel anzunehmen. Und das wäre Götzendienst. Wann immer wir uns für die Welt entscheiden und gegen Gottes Plan, ist das Götzendienst. Man muss nicht einen Buddha bei sich zu Hause im Wohnzimmer haben, man muss nicht eine Ischtar an der Wand stehen haben. Wenn man sich für die Welt entscheidet, gegen Gottes klaren Willen, dann ist das Götzendienst.
[40:18] Wer war der Erste auf dieser Welt, der Götzendienst betrieben hat? Wer war der Erste, der sich wissentlich gegen Gottes Willen entschieden hat, für etwas, was in der Welt war? Kein, der war der Zweite. Der Erste, der sich gegen Gottes Willen bewusst, nicht verführt, sondern bewusst entschieden hat, für etwas, was in der Welt war. Adam, als er wählen konnte zwischen Gottes Plan und dem, was ihm so toll gefiel, was so schön anzusehen war, da hat er sich entschieden für die Eva. Das heißt, so wie die erste Versuchung von Jesus mit dem Anschauen, ich meine mit dem Hunger, ein Pendant ist zu Eva am Baum, die jetzt sagt: „Soll ich oder soll ich nicht?“ So ist die dritte Versuchung von Jesus ein Pendant zu Adam, der die Weinstöcke trainiert und Eva kommt angerannt und sagt: „Ich habe davon gegessen, ich habe davon gegessen, du musst auch essen.“ Und Adam weiß, das ist der Feind. Eva dachte, dass die Schlange, die da spricht, von Gott ist. Und sie war verführt und sie hörte diesen Zweifel, nicht wahr, sollte Gott gesagt haben. Das ist wie bei der ersten Versuchung, wo ein Engel vom Himmel kommt und sagt: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ Aber Adam wusste, das ist der Feind. Und dann war dieser Kampf: Soll ich jetzt Gottes Plan folgen, das würde nämlich Leid und Schmerz und Trennung bedeuten, nämlich Trennung von meiner Frau, Schmerz, weil das weh tut im Herzen, das wäre ein Leid, seine Frau zu verlieren. Und dann kommt der Satan und sagt: „Pass auf, du kannst deine Frau immer noch haben, du musst deine Frau nicht aufgeben. Du musst nur einmal reinbeißen, dann kannst du bei ihr bleiben. Du kannst dich für deine Frau entscheiden. Schau sie an, wie schön sie ist.“ Und Adam hat wissentlich, dass es der Teufel war, der es vorgeschlagen hat, sich für die Welt, für die Eva entschieden. Und deswegen musste Jesus auch solch eine Versuchung erleben. Wer denn nur die erste Versuchung erlebt, der wäre nicht ausgereicht. Die erste Versuchung hat das wieder gut gemacht, was Eva falsch gemacht hat. Aber die dritte Versuchung macht jetzt das gut, was Adam falsch gemacht hatte.
[43:02] Nun, übrigens Offenbarung 13, schaut mal in Offenbarung 13, wo wir gerade bei der Endzeit sind.
[43:14] Offenbarung 13 und dort Vers 3 und 4. In Offenbarung 13 sehen wir dieses Tier, ein Symbol für die römisch-katholische Kirche. Und dort in Vers 3 heißt es: „Und ich sah einen seiner Köpfe, wie zu Tode verwundet und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach und sie beteten den Drachen an.“ Wer ist der Drache? Der Satan, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte. Und sie beteten das Tier an und sprachen: „Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?“ Jetzt werden am Ende der Zeit alle Menschen buchstäblich den Satan anbeten. Ja oder nein? Nein. Aber was sie tun, ist wie die Anbetung Satans, weil sie sich für die Welt gegen Gottes Plan entscheiden. Wenn sie vor der Wahl stehen, Gottes Geboten Folge zu leisten und dafür zu leiden und vielleicht nicht mehr kaufen und verkaufen zu können, vielleicht sogar zu sterben, entscheiden sie sich für die Welt. Viele werden bewusst, wissen, dass eigentlich Gott recht hat, sich für die Welt entscheiden. Und das ist dann tatsächlich Anbetung Satans. So als wenn Jesus damals sich für die Welt entschieden hätte und auch das Anbetung Satans gewesen wäre.
[44:43] Man muss sich eigentlich bewusst machen, dass jedes Mal, wenn wir wissen, was Gott von uns möchte und wir bewusst uns gegen Gott entscheiden, dass wir damit vor dem Universum sagen: „Satan hat recht und Gott nicht.“ Weil im großen Kampf gibt es nur zwei Parteien und wenn Gott sagt: „Tu das, das ist gut für dich“ und Satan sagt: „Nein, nein, tu das nicht, ich habe etwas Besseres für dich“ und wir uns dann für Satans Vorschlag entscheiden, dann bezeugen wir vor dem Universum unsere Meinung unbewusst, dass Satan mehr zu bieten hat als Gott, dass wir Satan mehr vertrauen als Gott, dass Satan recht hat und Gott nicht. Und deswegen ist unsere Entscheidung, jede Entscheidung, die wir fällen, ist wie ein kleines Puzzlestück im großen Kampf. Nicht, dass Gott ohne uns den Kampf nicht gewinnen könnte, aber vor dem gesamten Universum sucht er Menschen, die bezeugen aus eigenem Antrieb: „Gott hat recht und nicht Satan.“ Und bis zu diesem Zeitpunkt in Matthäus 4 gab es keinen Menschen seit Adam, keinen Menschen, der immer Gott recht gegeben hatte, keinen einzigen. Und deswegen sagt die Bibel: „In Adam sterben alle.“ Alle haben letztendlich wie Adam auch gesündigt. Adam hat gesündigt, dadurch kam der Tod in die Welt und alle anderen haben auch gesündigt. Aber dann haben wir hier in Lukas 4, Vers 13, können wir mal lesen. In Lukas 4 und dort Vers 13. Hier kommt Jesus.
[46:21] Jesus erkennt nicht nur die Verführung, Jesus erkennt nicht nur falsche Bibelauslegung. Als dann der Satan alles auf eine Karte setzt, alles was er hat auf eine Karte setzt und es dem Jesus so leicht wie möglich machen möchte zu sündigen, da sagt Jesus. Da heißt es ja in Lukas 4, Vers 13: „Und nachdem der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeit lang.“ Als Jesus auch hier gesagt hat: „Es steht geschrieben“, da hatte der Satan kein Ass mehr im Ärmel. Er wusste nicht mehr, was er sagen sollte. Der Satan hatte keine weitere Verführung mehr und er hatte 4.000 Jahre Zeit darüber nachzudenken, was er denn dem Jesus an den Kopf werfen würde, wenn der mal auf die Welt kommt. 4.000 Jahre Nachdenken waren an dieser Stelle zunichte gemacht. Er hatte nichts mehr auf Lager und damit war etwas Außergewöhnliches passiert. Hier war zum ersten Mal ein Mensch, zum allerersten Mal, der in einer Situation, in der Adam stand, sich nicht so wie Adam verhalten hat, sondern genau andersrum.
[47:50] Ich versuche es nochmal zu erklären. In dieser Situation war zum ersten Mal seit Beginn der Schöpfung ein Mensch, der in der gleichen Situation wie Adam war, aber sich nicht wie Adam entschieden hat. Also Adam hat gesündigt, als er die Wahl hat zwischen Gott und der Welt. Und alle seine Kinder, Söhne, Töchter, Enkel, Urenkel, allesamt haben ebenfalls, sagt die Bibel, gesündigt. Alle haben sich nicht nur verführen lassen, sondern alle haben auch rebellisch agiert. Es stimmt, manche unserer Sünden waren wie bei Eva, wo wir dachten, wir tun das Richtige, aber es war das Falsche. Aber jeder von uns weiß, wir alle haben schon Dinge getan, da wussten wir ganz genau, es ist falsch und wir haben es trotzdem getan. Und jetzt kommt zum ersten Mal jemand, Jesus, der in derselben Situation treu ist. Und deswegen wird er auch genannt der zweite Adam. Er ist gehorsam und als zweiter Adam hat auch er Kinder, Söhne, Töchter, Enkel und Urenkel. Alle, die jetzt Jesus folgen, die in Jesus sind, können jetzt ihm gehorsam sein. So wie Adam der Prototyp aller Menschen ist, ist Jesus jetzt ein zweiter Prototyp Mensch. Vorher gab es nur Adam und alle haben letztendlich das getan, was Adam getan hat. Jetzt gibt es ein zweites Vorbild. Neben dem Adam gibt es Jesus, den zweiten Adam. Und jetzt kann jeder entscheiden: Möchte ich leben wie Adam oder wie Jesus? Und das ist eigentlich das vielleicht entscheidendste Resultat dieser drei Versuchungen.
[50:02] Nach diesen drei Versuchungen steht der gesamten Menschheit die Möglichkeit jetzt da, wir müssen nicht mehr so wie Adam leben, wir können leben wie Jesus. Dann gibt es einen zweiten Adam, einen zweiten Prototyp Mensch, einen zweiten Art Menschen sozusagen, der gehorsam ist. Und das in dem gleichen Fleisch, das auch wir haben. Und der Satan hat keinen einzigen Angriffsfall mehr. Er hat alle Versuchungen vollendet.
[50:32] Wie viele Versuchungen waren es? Drei Stück. Manchmal denken wir, der Satan hat so ein riesiges Arsenal an Dingen und man kann ihn nie irgendwie besiegen. Aber eigentlich hat Satan genau drei Hauptpfeile. Alle seine Verführungen sind nur Varianten dieser drei Hauptpfeile. Schaut mal in 1. Johannes 2.
[50:53] 1. Johannes 2 und dort. 1. Johannes 2 und dort Vers. Vers 16, Vers 15 und 16. Fleischeslust? Als Jesus bei der ersten Versuchung hungrig war, dann war das Fleischeslust. Hochmut des Lebens? Wenn man denkt, man kann Bibelferser halb zitieren und sich runterschmeißen und dann wird Gott einen schon auffangen. Das ist Stolz. Aller Fanatismus ist eigentlich Stolz. Anmaßung. Und dann Augenlust. Er hat all diese Reiche gesehen und er wusste, er kann sie haben. Alle Versuchungen, die wir erleben, sind letztlich Varianten dieser drei Grundprinzipien. Und wenn ihr darüber nachdenkt und wisst, dass Jesus mit der Bibel alle diese drei Sündenquellen verstopft hat, sodass da keine Versuchung erstmal rausfließen konnte, dann heißt das, dass mit seiner Kraft, so wie Jesus und mit seinem Wort, wir die Quellen der Versuchung verstopfen können.
[52:48] Übrigens, ist Jesus danach irgendwann nochmal versucht worden? Ja oder nein? Ist Jesus danach irgendwann nochmal versucht worden? Oder hat der Satan ihn von da an in Ruhe gelassen? Also Satan kam wieder, kam immer wieder. Ihr erinnert euch vielleicht an die Geschichte von Petrus, wo der Satan Petrus verwendet hat. Der Satan hat nicht aufgegeben. Wir können niemals an einen Zeitpunkt kommen vor der Wiederkunft, wo wir sagen können: „Jetzt kommt nie wieder eine Versuchung.“ Aber trotzdem war der Sieg von Jesus vollständig.
[52:59] Und zum Schluss schaut mal mit mir in Jakobus 4, Vers 7.
[53:35] Jakobus Kapitel 4 und dort Vers 7. Jakobus 4 und dort Vers 7. „So unterwerft euch nun Gott, widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.“ Bei Lukas heißt es, dass der Satan floh von Jesus. Nachdem er alle Versuchungen vollendet hatte, ist er geflohen. Aber nicht, weil Jesus einfach nur Gott war. Jesus hat zwar in seiner Göttlichkeit dann gesagt: „Weiche, Satan.“ Aber auch wir können mit dem Wort Gottes genauso den Satan in die Schranken weisen und er wird genauso von uns fliehen, wie er von Jesus geflohen ist. Wenn er ständig nur die Bibel hört und keinen Stich sieht, dann wird er uns weitaus mehr in Ruhe lassen, als wir es normalerweise erleben. Normalerweise rennen wir förmlich oft zu ihm und sagen: „Bitte versuch mich, bitte versuch mich, bitte versuch mich“ mit den Dingen, die wir tun.
[54:39] Matthäus 4 und dort Vers 11. Matthäus sagt uns: „Da verließ ihn der Teufel und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm.“ Im Ellenwald sagt, als Satan ihn verlassen hat, in dem Moment, kann man sich fast bildlich vorstellen, in dem Moment ist Jesus wie tot zusammengefallen. Es war keine Kraft mehr in ihm, es war das Letzte, was er noch konnte. Und Gott hat dem Satan nur so lange erlaubt, Jesus zu versuchen, solange noch ein Fünkchen Kraft in ihm war. Und als dann der Satan alles getan hat, was er konnte, dann musste er gehen und Jesus ist zusammengebrochen. Und Engel kamen, haben ihn gestärkt, haben ihn wieder mit zu Kräften gebracht, mit Nahrung und so weiter und so fort. Haben ihm gedient und haben ihm erzählt, was im Himmel gerade los ist. Im Himmel haben 40 Tage lang und 40 Nächte die Engel wahrscheinlich auch kaum gegessen von lauter Spannung und haben geschaut, was Jesus jetzt machen wird. Wird er Zugeständnisse machen oder wird er treu bleiben? Weil Engel haben 4.000 Jahre lang gesehen, wie schwach die menschliche Natur ist. Und es muss totspannend gewesen sein für sie. Und als er dann dreimal die Versuchung abgewiesen hat, da war Freude im Himmel. Und das haben sie ihm erzählt.
[56:19] Und wisst ihr, was so spannend ist? Das ist der allerletzte Vers jetzt. In Offenbarung 11 und dort Vers 15. Und das gehört zu dem Thema dazu. In Offenbarung 11, Vers 15 heißt es.
[56:57] Als Jesus dort auf dem Berg stand, wusste er, all die Reiche, die er jetzt sieht, in all ihrer Herrlichkeit, wenn er jetzt einmal niederkniet und betet, dann bekommt er sie vielleicht sogar kurz, aber wird für immer verloren sein. Aber wenn er treu ist und stattdessen sich weiter verfolgen lässt und leiden wird und Schmerzen ertragen wird und sein Leben gehen wird, dann wird er all diese Reiche und noch viel mehr für alle Ewigkeit bekommen. Und das ist der Glaube, den auch die Märtyrer gehabt haben. Sie wussten, wenn ich jetzt ein bisschen nachgebe, dann werde ich für ein paar weitere Jahre Frieden haben. Aber dann bin ich für immer verloren. Aber wenn ich treu bin, dann werde ich jetzt zwar leiden und Schmerzen erleiden und Widerstand haben, aber dafür für alle Ewigkeit, ewiges Leben haben. Und ganz objektiv ist das auch die weitaus bessere Entscheidung, oder?
[58:00] Wenn wir also im Angesicht von Schwierigkeiten, von Verfolgung, von Druck vor der Wahl stehen, Kompromisse zu machen oder nicht, lasst uns immer daran denken, an das, was Jesus gedacht hatte. Er wusste, all das, was Satan mir jetzt anbietet, werde ich sowieso bekommen, weil Gott wird mir nichts Gutes vorenthalten. Aber ich werde es dann bekommen, wenn Gott es für richtig hält und auf die Art und Weise, wie Gott es für richtig hält, damit es auch für immer anhält. Ich wünsche mir, dass wir von diesen Versen lernen, dass wir so überwinden, wie Jesus überwunden hat. Jesus sagt in Lukas in Offenbarung 3 Vers 21: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich bei meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Wollen wir uns vornehmen, Gottes Kraft in Anspruch zu nehmen und dem Satan mit einem „Es steht geschrieben“ entgegen zu treten? Dann lasst uns noch gemeinsam in die Knie gehen für ein Gebet.
[59:16] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen. Danke, dass wir dein Wort haben. Danke, dass wir darin lesen dürfen und dass wir sehen können, wie wir Sieger sein dürfen. Und wir möchten, so wie Jesus damals, deine Kraft in Anspruch nehmen, dein Wort in Anspruch nehmen, dass, wenn der Satan mit seinen Verführungen und seinen Angeboten und seinen Täuschungen kommt, dass wir treu zur Wahrheit stehen und dir Ehre geben. Bitte hilfst du uns, dass wir so überwinden, wie Jesus überwunden hat. Im Namen Jesu. Amen.