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In dieser Predigt von Christopher Kramp aus der Serie „Der Ersehnte“ wird die Bedeutung des Feigenbaums im biblischen Kontext beleuchtet. Der Vortrag untersucht, wie dieses Symbol im Leben und Wirken Jesu Christi eine Rolle spielt und welche tieferen Bedeutungen dahinterstecken. Ein tiefgehender Einblick in die Symbolik der Heiligen Schrift.

In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ taucht Christopher Kramp tief in Johannes Kapitel 1 ein und beleuchtet die Begegnungen Jesu mit Philippus und Nathanael. Er erklärt die Bedeutung von Nachfolge, die Charakteristika eines wahren Israeliten und die göttliche Natur Jesu. Die Predigt zeigt auf, wie die Liebe zur Wahrheit und die Bereitschaft, Jesus weiterzugeben, auch mit unvollkommenem Wissen zu Glaubenswachstum führen können.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[1:00] die einen oder anderen von euch schon ein bisschen vorgelesen, was es heute zu entdecken gibt und ich kann euch versprechen, es gibt wieder einige Dinge zu lernen, die praktisch für unser Leben von großer Bedeutung sind. Und wir wollen nach guter Gewohnheit beginnen mit einem Gebet und lade euch dazu ein, ihn herzuknien.

[1:19] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute zu dir kommen können. Wir möchten dir Danke sagen, dass dein Wort zu uns sprechen wird. Danke für all das, was du in unserem Leben tust und wenn wir jetzt einige Verse aus dem Johannesevangelium betrachten, möchten wir dich bitten, dass wir auch Jesus so kennenlernen und so lieben lernen und so schätzen lernen, wie die Jünger damals dort in der Nähe des Jordan. Bitte sprichst du zu uns und gib, dass auch wir zu solchen Jüngern werden, sie dort finden. Im Namen Jesu. Amen.

[2:05] Also die letzten Verse von Johannes 1. Wir fangen an in Johannes 1 und dort Vers 43. Das letzte Mal waren wir bis Vers 42 gekommen, wo der Simon von seinem Bruder Andreas zu Jesus geführt wird. Und Jesus ihm sagt, du bist Simon, du bist Jesus und so weiter und so fort. Wir fangen jetzt an mit Vers 43.

[2:39] Dort heißt es in Kapitel 1 Vers 43. Am folgenden Tag wollte Jesus nach Galiläa reisen. Da findet er Philippus und spricht zu ihm. Folge mir nach. Also fangen wir mal an, es beginnt mit dieser Idee am folgenden Tag. Wie wir schon gelernt haben, sind diese ersten Tage sehr ausführlich beschrieben. Der wievielte Tag ist das jetzt in Reihenfolge?

[3:22] Also in Johannes Evangelium. Das heißt der folgende Tag. Wie viele Tage waren da jetzt bisher schon in Sequenz? Genau, wenn es dreimal am folgenden Tag gibt, haben wir wie viele Tage jetzt schon? Vier. Wir hatten den ersten Tag. Das war die Delegation, die zu Johannes kam, richtig? Am folgenden Tag, am zweiten Tag, haben wir dann Johannes, der Jesus kommen sah und sagte, siehe das Lamm Gottes. Dann am folgenden Tag, das ist der dritte Tag, haben wir dann Jesus, der die ersten beiden Jünger bekommt, wo Johannes und Andreas auf die Aussage von Johannes, siehe das Lamm Gottes, Jesus nachfolgen und einen ganzen Tag bei ihm verbringen, weil Jesus sagt, kommt und seht. Und am Abend des Tages ist der, so gegen 16 Uhr, haben wir herausgefunden, ist der Andreas so begeistert, dass er seinen Bruder Simon findet und ihn auch zu Jesus bringt. Und jetzt am folgenden Tag, das ist also der vierte Tag in Folge. Jesus hat einen Tag mit Jüngern bisher hinter sich und am vierten Tag, am folgenden Tag, sagt er, kommt lasst uns nach Galiläa gehen.

[4:53] Wo sind sie zu der Zeit noch gewesen? In der Nähe des Jordan, dort wo Johannes getauft hat, dort wo all die Menschen zusammengekommen waren, um die Predigt von Johannes zu hören. Und er möchte jetzt wieder nach Galiläa. Warum wieder nach Galiläa? Warum möchte er nach Galiläa reisen? Das heißt, er hatte sich in den Sinn gesetzt, so im original griechischen, er hatte sich seinen Sinn darauf gesetzt, nach Galiläa zu reisen. Warum? Hat jemand von euch eine Idee? Warum wollte er plötzlich nach Galiläa?

[5:38] Vielleicht um weitere Jünger zu finden, okay? Hat jemand noch eine Idee? Seine Mutter war da, dort war ja eigentlich seine Heimat. Wie lange war er jetzt nicht in Galiläa gewesen? Wie lange war er von seiner Heimatstadt Nazareth entfernt gewesen? Wie lange schon? Können wir ungefähr überschlagen, wir können es nicht genau sagen, aber ungefähr überschlagen können wir es. Vor diesen vier Tagen, wo ist er davor gewesen? In der Wüste. Wie lange war er in der Wüste? 40 Tage und davor war er am Jordan getauft worden und davor kam er aus Galiläa. Er kam aus Galiläa, um getauft zu werden, war dann in der Wüste 40 Tage und dann hier vier Tage. Also so Pi mal Daumen, ein Monat und einen halben, ein Monat und zwei Drittel Monate war er von zu Hause entfernt. Gut und gerne 50 Tage, vielleicht sogar ein bisschen mehr und er wollte wieder zurück. Und wenn ihr das Johannesevangelium gut kennt, wisst ihr, er wollte nicht einfach nur zurück, sondern er hatte eine Einladung. Wozu hatte er eine Einladung? Zu einer Hochzeit und jetzt hat er sich wahrscheinlich daran erinnert, die Hochzeit ist in ein paar Tagen, jetzt müssen wir uns langsam Richtung Galiläa bewegen. Und er hat also vor, auf den Weg nach Galiläa zu gehen. Und da heißt es hier, als er nach Galiläa reisen wollte, da findet er Philippus und spricht zu ihm Folge mir nach.

[7:15] Jetzt Philippus, das ist Vers 43. Nun Philippus ist später einer von den zwölf Aposteln. Interessanterweise berichten Markus, Matthäus und Lukas nichts weiter von ihm, als dass er einer von den zwölf Aposteln war. Alle Geschichten, die wir von Philippus kennen, stehen alle bei Johannes. Und weiß jemand von euch, was Philippus übersetzt heißt? So ist nicht das Allerwichtigste auf der Welt, aber genau, der Freund des Pferdes, Philippus eigentlich. Phil ist der Freund der Philosophie, der Philosoph, der Freund der Weisheit, Philologe, der Freund des Wortes und Philippus ist der Freund der Pferde, der Pferdeliebhaber, so nebenbei gesagt. Also wenn jemand Philipp heißt, dann wisst ihr, was es eigentlich übersetzt heißt. Und interessanterweise sagt er hier der Johannes, dass Jesus ihn fand. An welchen Vers erinnert euch das, den wir letzte Woche gelesen haben? In den Versen davor. Hier steht ja, Jesus findet Philippus. Gibt es einen ähnlichen Vers in den Versen vorher?

[8:32] Genau, Vers 41. Dort heißt es nämlich, dieser findet zuerst seinen Bruder Simon. Okay und was sagt er dann? Und spricht zu ihm, wir haben den Messias gefunden. Das ist ganz lustig. Dieses Wort finden kommt ständig vor. Der findet den und sagt, wir haben den gefunden und dann findet Jesus den. Das Wort finden ist im Griechischen das Wort heurisko. Vielleicht kennt ihr das von diesem griechischen Wissenschaftler, der in eine Badewanne stieg und dann gemerkt hat, dass durch sein eigenes Körpergewicht das Wasser verdrängt wird. Dieses Gesetz der Wasserverdrängung entdeckt hat und dann aus der Wanne sprang und durch die Stadt schrie und rief Heureka. Ich habe es gefunden und manche Theologen haben dieses Kapitel Johannes 1 als das Kapitel der Heurekas. Es heißt Heurisko, nicht Heureka. Er hat ihn gefunden und er hat den gefunden und wir haben den Messias gefunden und Jesus findet ihn. Diese Idee, wir haben ihn gefunden und Jesus mit der gleichen Intention, wie die Jünger sagen, wir haben den Messias gefunden, heißt es hier, Jesus hat den Philippus gefunden. Er hat ihn gesucht und gefunden und das finde ich ganz interessant. Kommt gleich noch mal vor, das Wort und dann sagt er zu ihm, folge mir nach.

[10:07] Was meint ihr wohl soll das bedeuten, dieses folge mir nach? Was heißt das? Folge mir nach. Werde mein Jünger, werde mein Schüler. Noch eine Idee, folge mir nach. Drei Worte, folge mir nach. Dann kriege ich sogar nur zwei, kurz und bündig. Sei so wie ich. Das Interessante ist, das Wort bedeutet eigentlich oder die beiden Worte bedeuten, gehe mit mir gemeinsam den Weg. Also ist nicht so unbedingt im Sinne von, ich laufe vorne weg und du folgst mir irgendwie hinterher. Sondern lasst uns gemeinsam auf dem Weg gehen. Das wird sehr schön deutlich, wenn man sich anschaut. Dieses Wort kommt außerhalb der Evangelien nur noch beim Paulus im Korintherbrief vor. Schaut mal in 1. Korinther 10.

[11:09] 1. Korinther 10 und dort Vers 4. Denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Der Fels aber war Christus.

[11:38] Wer sind diejenigen, die hier angesprochen sind, über die hier gesprochen wird? Um wen geht es hier? In 1. Korinther 10. Von wem spricht Paulus hier? Der Fels ist Christus, genau. Aber wer sind sie? Sie tranken. Israel, das Volk Israel. Jetzt schaut den Vers genau an. Er sagt, sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. Wer ist der Fels? Christus. Also wer folgt hier wem? Jesus folgt Israel. Heißt das also, dass Israel den Weg bestimmt hat und Jesus hinterher getapst ist? Ja, also die Idee ist bei den Folgen, dass sie gemeinsam gingen. Jesus ging mit seinem Volk durch die Wüste. Das heißt, als Jesus zu Philippos sagt, folge mir nach, hat er eigentlich gesagt, komm, lass uns gemeinsam den Weg gehen, so wie ich vor Jahrhunderten mit Israel den Weg durch die Wüste gegangen bin. Lass uns, ich will mit dir gehen, so wie ich mit dem Volk Israel gegangen bin. Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen. Komm mit. Und das ist, glaube ich, sehr interessant, weil wenn wir uns Nachfolger Jesu nennen, dann meinen wir eigentlich genau dasselbe, was im alten Testament gesagt wird. Henoch wandelte mit Gott. Abraham, Abraham heißt es, wandle vor mir. Noah wandelte mit Gott. Das waren Nachfolger im gleichen Sinne. Also diese Idee von den Patriachen, die mit Gott wandelten, die mit Gott gingen, wie es von Mose heißt, er lebte, als sähe er den Unsichtbaren. Und dann das neutastamentliche Nachfolger sein, ist in der Bibel eigentlich dasselbe. Es meint, mit Gott gemeinsam gehen. Nicht einfach nur ein Anhänger von jemandem zu sein, so im Sinne von, naja, ich verfolge, was er tut. Mit ihm gehen im Leben. Jesus sagt also, ich möchte, dass wir gemeinsam den Lebensweg gehen. Und das ist etwas, was er uns anbietet. Er möchte, dass wir gemeinsam mit ihm Schritt für Schritt gehen, dass er an unserer Seite gehen darf, jeden Tag. Ja, und nicht nur, dass wir ihn alle einmal in der Woche besuchen in der Gemeinde, sondern dass wir mit ihm den Weg gehen.

[14:22] Jetzt gehen wir zurück zu Johannes und schauen uns an, was da weiter gesagt wird über Philippus. In Johannes 1 heißt es, Philippus aber war von Bethsaida aus der Stadt des Andreas und Petrus. Das ist interessant, oder? Bethsaida. Weiß jemand von euch, wo Bethsaida lag? Wo war das? Weiß jemand von euch, was das heißt, übersetzt? Du denkst wahrscheinlich an Bethlehem, aber Bethlehem heißt Haus des Brotes, aber Lehem heißt Brot und Beth heißt Haus. Das heißt, es ist das Haus. Beth und Saida meint eigentlich Fische oder Fischfang. Das Haus der Fische oder das Haus des Fischfanges. Also wo wird wahrscheinlich dieses Dorf gelegen haben? Am See. Genau. Es war auch am See Genezareth. Wenn ihr euch den See Genezareth vorstellt, hier kommt der Jordan, da fließt der Jordan wieder raus. Dann lag Bethsaida im Norden und zwar östlich vom Einfluss des Jordan. Eigentlich schon gar nicht mehr in Galiläa. Hier war Galiläa, hier war Nazareth, Tiberias und Capernaum und Cana. Bethsaida war auf der anderen Seite, da wo der Philippus regiert hat und war direkt am Meer gelegen oder am See gelegen.

[16:03] 1987 hat ein Hobbyarchäologe Bethsaida ausgegraben und man hat dort tatsächlich haufenweise Fischer Gegenstände gefunden. Fischerei Gegenstände, so Haken und Angeln und Netze und ich weiß nicht was. Und gleichzeitig auch römische Keramik, weil es war dann auch ein recht bevorzugter Ort von dem vier Fürsten Philippus. Und so weiß man also heute, wo Bethsaida gelegen hat, direkt am See. Und aus dieser Stadt kamen also nicht nur Philippus, sondern wer noch? Andreas und Simon Petrus. Das heißt, die allerersten, also Jesus hat am Anfang zwei Jünger. Johannes und Andreas, das waren die ersten, Johannes und Andreas. Der dritte Jünger war Simon Petrus, der war nämlich der Bruder von Andreas. Und jetzt kommt dazu Philippus und der ist ihr Freund oder so aus derselben Stadt. Also hier haben wir erste Hinweise darauf, wie quasi ganz organisch Gemeindewachstum ist. Es fängt an bei der eigenen Familie und dann im nächsten Schritt kommt jemand aus derselben Stadt dazu. Irgendwann später, wenn sie mal bis an die Enden der Welt gehen, werden wir bis nach Indien und nach Äthiopien und nach Italien und Spanien gehen. Aber am Anfang ist das alles Schritt für Schritt. Jesus findet einen weiteren Jünger, der die anderen schon gut kennt, aus derselben Stadt, aus Bethsaida.

[17:36] Jetzt interessanterweise Vers 45. Wie geht es da weiter? Was macht Philippus jetzt seinerseits? Er findet einen anderen und schon wieder Heureka. Wieder gleiches Wort. Er findet den Nathanael. Übrigens das ist interessant. Jesus findet ihn, ruft ihn und das Nächste, was er von dem Philippus erfahren ist, er findet jemand anderes. Das haben wir schon bei Simon und bei Andreas und Johannes gelernt. Die haben nicht erst jahrelang irgendwelche Kurse gemacht, die haben das, was sie von Jesus wussten, sofort weitergegeben. Bei der nächstbesten Gelegenheit. Er findet den Nathanael. Ellenweit sagt uns, Nathanael war wiederum ein Freund von Philippus. Beide waren gut befreundet. Sie waren beide auch dort an den Jordan gereist, um Johannes zu hören. Sie hatten die Prophezeiung auch gemeinsam studiert. Nathanael ist jetzt eine sehr interessante Persönlichkeit.

[18:40] Was heißt Nathanael übersetzt? Nathanael, hat jemand eine Idee? Das ist ja ein hebräischer Name, ist kein griechischer Name. El heißt Gott und Nathan heißt geben. Nathan ist ein ganz typisches Verb. Also gegeben von Gott. Man könnte auch übersetzen ein Geschenk Gottes. Nathanael, schöner Name. Ellenweit sagt uns, dass Nathanael am zweiten Tag mit in der Menge gewesen ist, als Johannes der Täufer ausgerufen hatte, siehe das Lamm Gottes. Nathanael war dabei und Ellenweit sagt uns im Leben Jesu, dass Nathanael enttäuscht gewesen ist, als er Jesus sah. Er war so begeistert gewesen von den Predigten von Johannes dem Täufer und als er dann am ersten Tag erfahren hat, der Messias ist unter uns, war er ganz aufgeregt und als er am zweiten Tag dann sieht, wer das sein soll, sagt er, ach nee. Und er ist sich ganz unsicher. Er hat zwar Angst, das abzulehnen. Er möchte auch sich nicht gegen Gottes Wirken stellen, aber er kann sich das nicht vorstellen und deswegen zieht er sich zurück mit seiner Bibel in der Hand, sozusagen eine Schriftrolle und studiert doch mal die Prophezeiung. Wie kann das denn möglich sein? Und jetzt in dieser Situation, zwei Tage später, kommt der Philippus und findet ihn. Und was sagt er? Wir haben den gefunden, schon wieder. Wir haben den gefunden. Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben.

[20:24] Jetzt worauf bezieht er sich wohl? Ach, Verzeihung, bevor wir das lesen, eine Sache muss ich euch noch erzählen. Weiß jemand von euch, aus welcher Stadt Nathanael kam? Aus welcher Stadt war Nathanael gebürtig? Der kam nicht aus Bethsaida. Wer das weiß, kriegt ein extra Bienchen für Sonderbibelwissen. Es steht auch im Johannesevangelium, schaut mal ganz am Ende von Johannes in Johannes 21. Er ist der Einzige, der uns berichtet, woher Nathanael kam. Johannes 21 und dort Vers 2. Übrigens, sein Name, der Name von Nathanael kommt nur in Johannes 1 und Johannes 21 vor. Nirgendwo sonst in der ganzen Bibel. Johannes 21 und dort Vers 2. Es waren beisammen Simon, Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird und Nathanael von Cana in Galiläa. Nathanael kam aus Cana.

[21:39] Frage an euch, woher kennt ihr die Geschichte von, woher kennt ihr den Ort Cana? Die Hochzeit zu Cana. Wo finden wir die Hochzeit zu Cana? In Johannes 2. Das ist gleich die nächste Geschichte. Jesus ist auf dem Weg nach Cana, um dort gleich bei der Hochzeit sein erstes Wunder zu tun und den Jünger, den er direkt vorher trifft, ist Nathanael aus Cana. Wenn der dort aufkreuzen wird und sagen wird, wir haben den Messias gefunden, dann ist das sicherlich interessant, weil die Leute kennen auf jeden Fall Nathanael. Ob sie die anderen kennen, weiß ich nicht, weil da waren etliche Kilometer dazwischen. Aber den Nathanael werden sie gekannt haben. Der kam aus der Stadt. Also das ist ein kleines Detail. Das fand ich ganz interessant, wie das so zusammenhängt.

[22:39] Gehen wir zurück zu Johannes 1 und schauen uns an, was der Nathanael zu hören bekommt von Philippus. Philippus sagt, wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben. Also auf welche Art von Person bezieht er sich dabei? Von wem haben Mose und die Propheten geschrieben?

[22:57] Der Messias. Wo schreibt Mose, ohne dass wir jetzt alle Stellen aufschlagen, aber sagt mir mal ein paar Stellen, wo Mose von dem Messias schreibt. Einfach mal so Wiederholung. Wo schreibt Mose vom Messias? Genau, er sagt in 1. Mose 49, bei dem Segen, den Jakob ausspricht über seine zwölf Söhne, spricht über Judah, dass der Herrscher starb nicht, dass Septer nicht von ihm weichen soll, bis der Shiloh kommt. Dem gehört der Gehorsam, der Völker, der Friedensbringer, der Tröster, der Friedefürst, Shiloh. Genau, also in 1. Mose 49. Wo schreibt Mose noch von dem Kommenden? Welche Stellen? Wo Mose von einem Kommenden spricht.

[23:58] Genau, ein Prophet wie mich wird der Herr erwecken. Wo das ganz berühmte Stelle, wo steht die? Das sollt ihr im Hinterkopf vielleicht haben. Das ist 5. Mose 18, Vers 15 bis 18, ist sehr interessant die Stelle. Da heißt es, einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du hören. Er sagt also, ein Prophet wie mich, wie Mose. Und dann sagt er ganz so, wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Tag der Versammlung, indem du sprachst, ich will von nun an die Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe. Vers 17, der Herr sprach zu mir, sie haben recht geredet. Ich will ihn, einen Propheten wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen. Der soll alles zu ihm reden, was ich ihm gebieten werde. Was ist die Idee in dem Abschnitt? Die Idee ist, Gott sprach am Sinai die 10 Gebote. Sein Wort, was hat das Volk gesagt? Was hat das Volk gesagt? Was haben sie später gesagt? Was hat das Volk gesagt, als sie die Worte Gottes hörten?

[25:32] Genau, sie haben gesagt, Gott hör auf zu reden. Sie haben gesagt, Mose soll mit dir reden. Hör, wir können deine Worte nicht hören. Und dann sagt Gott, ich werde euch einen Propheten senden wie Mose und in den werde ich meine Worte hineinlegen, sodass die Worte, die ich euch eigentlich am Sinai sagen wollte, die werden euch jetzt durch diesen Propheten gebracht. Der wird quasi euch dieses Wort bringen. Was sagt Johannes 1? Das Wort wurde Fleisch. Das ist die Idee. Deswegen ist er die Erfüllung dieser Prophezeiung. Denn wer hat da gesprochen auf dem Sinai? Wer hat das Gesetz verkündet? Es war Jesus Christus, der Sohn Gottes. Und er wird Fleisch, er wird dieser Prophet, um das, was er eigentlich so sagen wollte, jetzt als ein Mensch fortzuleben. Wenn ich an die Predigt am Sabbat erinnern könnte, er hat gesprochen und jetzt demonstriert. Das ist die große Prophezeiung von Mose, die berühmteste.

[26:46] Dann kann man natürlich noch einige andere erwähnen. Erste Mose 3, der Same der Frau, der den Satan besiegen wird. Erste Mose 22, in deinem Nachkommen singular werden alle Völker gesegnet werden, wo Abraham den Isaac opfern soll und gibt es etliche. Also das ist Mose. Nennt man mal nur so überblicksmäßig ein paar Propheten oder Stellen bei den Propheten, wo von dem Messias die Rede ist. Welche würden euch einfallen? Jesaja, was? Jesaja, sehr gut, wo? Jesaja 53, Jesaja 9, sie ein Kind ist uns gegeben, die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Jesaja 7, Vers 14, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären, der wird den Namen Immanuel tragen. Denkt an Micha, der Herrscher über das Haus Israel sein soll und sein Volk weiden soll, der in Bethlehem geboren werden soll, in Ephrata. Sahaja, siehe dein König kommt auf einem Esel reitend, Sahaja 9 ist das. Eine schöne Stelle, die können wir später lesen.

[28:00] Also wir haben die ja schon an verschiedenen Stellen angeschaut, diese Prophezeiung und Philippus kommt zu Nathan und sagt, wir haben den gefunden. Unsere Hoffnung basiert auf der biblischen Prophetie, dass wir von den Propheten gesprochen haben. Wir haben die Erfüllung der Prophetie gesehen. Prophetische Botschaft, Begeisterung, ja, ist begeistert. Jetzt schaut mal, was der Philippus sagt noch. Gehen wir zurück zu Johannes 1 und das sollte euch ein bisschen Mut machen jetzt, obwohl es eigentlich fast ein bisschen traurig ist. Johannes 1 und dort Vers 45. Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm. Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben. Jesus, wie geht es weiter? Den Sohn Josefs von Nazareth.

[28:49] Okay, jetzt dürft ihr theologisch mal über den Philippus richten. Was haltet ihr von seiner Aussage? Er war nicht der Sohn. Philippus macht etwas, was wahrscheinlich wir alle gemacht haben am ersten Tag oder am zweiten oder zehnten Tag unserer Bekehrung. Wir behaupten Dinge am Anfang, die noch gar nicht so Hand und Fuß haben. Vor lauter Begeisterung, ich erzähle immer wieder die Geschichte gern. Der Mark Finley, einer der größten Evangelisten der Adventgemeinde, der hat seine ersten Predigt gehalten über David in der Löwengrube und hat sich so mit solchem Feuereifer gepredigt, die Leute glaubten wirklich, der David war in der Löwengrube. Oder der Tasch Paglep zum Beispiel, der hat mal eine Predigt gehalten, als seine allererste Predigt hat er gehalten, wie Jesus am Kreuz hing in Schmerzen und dann hat er beschrieben, wie dann der römische Soldat kam mit dem Speer und ihn in die Wunde, also in die Seite gestochen hat und Jesus hat dann aufgeschrien angeblich. David sagt, er war schon tot. Was will ich damit sagen? Wenn wir begeistert sind für Jesus, wenn wir begeistert sind für die Prophetie und wir das bisschen, was wir wissen weitergeben, dann kann es passieren und es wird wahrscheinlich passieren, dass wir auch Dinge sagen, die eigentlich nicht ganz korrekt sind, aber das hat nicht gehindert, dass Nathanael zu Jesus gefunden hat. Wie viele Menschen sagen, ich kann keine Mission machen, wie viele Geschwister sagen das oder ich kann halt nicht über den Glauben reden, weil ich könnte einen Fehler machen, ich weiß nicht alles, ich kann das nicht genau erklären und wir sehen hier, hier ist jemand, der hat noch nicht alles genau verstanden, sein Glaube ist noch ein bisschen schwach, aber er kann schon einen Menschen zu Jesus bringen, selbst mit seinem unvollkommenen theologischen Wissen und das zeigt uns, dass das jeder von uns kann, weil jeder von uns hat schon mehr als einen Tag mit Jesus verbracht, oder? Der Philippus hatte nur einen Tag mit Jesus und genau, Jesus, den Sohn von Nazareth und jetzt wird es interessant, Vers 46 und Nathanael sprach zu ihm, was hat er gesagt? Kann aus Nazareth etwas Gutes kommt.

[31:00] Interessanterweise im Deutsch ist es gar nicht so so so so einträgsam. Im Griechischen fängt das an mit aus Nazareth. Das ist das erste was im Griechischen kommt. Aus Nazareth und dann kommt der Rest des Satzes. Macht im Deutschen grammatisch keinen Sinn, aber so müsste man es wörtlich versetzen. Also der Philippus kommt, wir haben den Messias gefunden, von dem Moses spricht und Jesaja und Jeremia und und Micha und zählt die alle auf. Es ist Jesus und dann als Nachsatz aus Nazareth. Und Nathanael schaut ihn an und sagt, aus Nazareth? Nazareth kommt nicht mal im Alten Testament vor. Wird nicht mal erwähnt. Tausende Städte werden im Alten Testament erwähnt. Nazareth wird nicht einmal erwähnt, geschweige denn einer Prophezeiung. Man könnte ja vermuten, dass er aus Bethlehem kommt. Das wäre das naheliegendste. Oder dass er in Jerusalem groß geworden ist oder in Hebron oder in Sichem oder ich weiß nicht was. Es gibt doch tausende Orte im Alten Testament. Aber Nazareth, dieses verruchte Bergdorf und er kam aus Kana und Kana ist nur ungefähr zehn Kilometer entfernt oder 15 Kilometer entfernt von Nazareth. Der Nathanael kannte Nazareth. Der hat das nicht vom Hörensagen gesagt, sondern das waren nur ein paar Kilometer dazwischen, zwischen Kana und Nazareth. Bethsaida war 50 Kilometer entfernt, aber das war relativ nah.

[32:27] Und interessanterweise sagt er eigentlich, im griechischen heißt es eigentlich, kann jemand, der aus Nazareth kommt, gut sein. Ist es möglich, dass etwas in Nazareth gut ist? Und naja, das ist jetzt die zweite Herausforderung. Wenn Menschen in der Gemeinde aufgefordert werden, Missionen zu machen, haben sie immer zwei Ausreden. Die erste Ausrede ist, ich kann das nicht so gut erklären. Die zweite Ausrede ist, ich habe Angst, dass jemand mir Fragen stellt, die ich nicht beantworten kann. Das ist vielleicht sogar die noch größere. Was mache ich, wenn mir jemand eine Frage stellt, auf die ich keine Antwort habe? Hier habt ihr Philippus, der hat ein paar Stunden mit Jesus. Er ist begeistert, er sagt etwas, das falsch ist und dann wird ihm eine Frage gestellt, die er nicht beantworten kann. Er hat keine Antwort. Der Philippus ist weit davon entfernt, dass er jetzt nachweisen kann, dass das hebräische Netzer für Stamm mit Nazareth zusammenhängt, wie wir das schon mal studiert haben. Da hat er keine Ahnung von. Er weiß nicht, was die Antwort ist. Er kann die Antwort nicht geben.

[33:40] Was macht er also? Warum sagt er, komm und sieh? Wo hat er denn das her? Von Jesus. Jesus hatte wo gesagt, komm und sieh? Also in Vers 39. Jesus hatte gesagt, kommt und seht. Also was macht Philippus? Er kommt zu Jesus, er schaut auf Jesus, dann geht er in die Welt, erzählt von Jesus, schwach wie er ist, mit dem wenigen, was er weiß und als er nicht mehr weiter weiß, macht er was? Er imitiert Jesus. Er sagt, ich mache einfach das, was Jesus gemacht hat. Ich habe keine Ahnung, komm und sieh. Und das zeigt mir, dass Missionen einfacher ist, als wir denken. Komm und sieh. Wenn du nicht mehr weiter weißt, imitier einfach Jesus. Übrigens, das könnte man auch, das sollte man auch machen, wenn man weiter weiß. Aber was für eine schöne Methode. Keine Antwort auf die Frage, komm und sieh. Komm doch selbst und schau.

[34:32] Und naja. Übrigens, was sagt euch das über Nathanael, dass er wirklich gegangen ist? Warum ist Nathanael nicht einfach unter seinem Feigenbaum geblieben und hat gesagt, ach naja, lass mal gut sein mit deiner schwärmerischen Idee da. Das ist mir nichts. Was sagt euch das über Nathanael, dass er trotzdem mitgegangen ist? Obwohl der, der mit ihm gesprochen hat, jetzt nicht gerade ein Ausbund an Bibelwissen hatte, oder war. Was sagt euch das über Nathanael?

[35:21] Er war ein Suchender. Ein Suchender war auf jeden Fall. Er hat ja schon unter dem Feigenbaum studiert. Denn Nathanael hatte eine Eigenschaft, die Gott rechtmäßig von jedem Menschen erwartet, ob er gläubig ist oder nicht. Eine Eigenschaft, die jeder Mensch haben kann. Nämlich eine Liebe zur Wahrheit. Eine Liebe zur Wahrheit. Eine Liebe zur Wahrheit, die sagt, ich bin bereit, etwas zu untersuchen, weil es könnte ja wahr sein. Das Gegenteil von einer Liebe zur Wahrheit ist Tradition und Vorurteil. Die Pharisäer hatten keine Liebe zur Wahrheit. Die Pharisäer haben einfach gesagt, kann nicht sein. Wir wollen gar nicht. Es ist uns egal, ob es wahr ist oder nicht. Wir wollen nicht, dass es wahr ist. Sie haben es nicht aufrichtig untersucht. Aber Nathanael, der wie Ellenwhite sagt, er war eigentlich eher auf der Seite des Vorurteils. Er war eigentlich eher geneigt zu sagen, Jesus ist nicht der Messias, aber er hatte doch zumindest so viel Liebe zur Wahrheit, dass zu sagen, okay, ich schaue mal wenigstens selbst nach. Es gibt einige wenige Menschen, die eigentlich nicht an die Bibel geglaubt haben, die aber doch zumindest so viel Liebe zur Wahrheit hatten, dass sie gesagt haben, ich will mich mal wenigstens mit der Bibel auseinandersetzen. Wisst ihr, was mit solchen Menschen meistens passiert? Die bekehren sich meistens. Es gibt etliche, ich habe etliche Geschichten. Ich habe einen Freund sogar, der die Bibel studiert hat, mit dem ausdrücklichen Ziel zu beweisen, dass sie falsch ist. Er wollte, er hat die Wahrheit gesucht und er hat sich nur genervt von christlichen Freunden, die ihn immer von der Bibel erzeugen wollten. Er wollte zeigen, wahrheitsmäßig, dass die Bibel falsch liegt. Er hat sie studiert und hat sich bekehrt. Und so ein bisschen, was war auch vielleicht im Denken von Nathanael, der war jetzt nicht begeistert. Philippus ist begeistert. Er war eher kritisch, aber er war aufrichtig. Und wenn wir aufrichtig sind und die Wahrheit suchen, kann Gott uns retten. Egal, wie viele Fragen wir haben, weil Gott hat auf alle Fragen eine Antwort. Das Problem ist, Gott kann die Unaufrichtigen nicht retten. Die, die wider besseren Wissens trotzdem nicht zu ihm kommen, die, die die Beweise ablehnen, die kann er nicht retten. Aber egal, wie tief wir verstrickt sind in falschen Theorien, wenn wir aufrichtig sind, kann Gott uns immer rausführen. Und Nathanael war aufrichtig.

[37:53] Jetzt schauen wir mal, was Jesus sagt in Vers 47. Was waren die letzten Worte von Philippus? Komm und sieh. Und jetzt heißt es, Jesus sah. Das ist ein interessantes Spiel mit den Worten hier in diesem Johannes 1. Also Jesus sah ihn kommen und während er ihn kommen sieht, sagt er nicht zu ihm, sondern von ihm. Also während er auf ihn zukommt, sagt Jesus etwas von Nathanael, nicht zu Nathanael, sondern von ihm. Und was er dort sagt, ist wirklich gewaltig. Was sagt er von ihm? Genau. Und man könnte auch übersetzen, ein wahrhaftiger Israelit, ein echter Israelit, in dem keine Falschheit ist. Frage, was sagt Jesus hier mit anderen Worten? Warum sagt er zu ihm, wahrhaftig ein Israelit, ein wahrhaftiger Israelit, in dem keine Falschheit ist?

[38:53] Ein Nachfolger Abrams. Jesus gibt hier eigentlich eine Definition eines Israeliten. Er sagt, das ist ein wahrer Israelit. Um uns herum sind lauter ethnische Israeliten, aber das ist ein wahrhaftig, das ist ein Israelit. Was sagt der Paulus? Der ist ein Jude, nicht der, der äußerlich beschnitten ist, sondern der innerlich beschnitten ist. Das ist die, was es Jesus hier sagt. Wodurch wurde Jakob zu Israel? Als er sich bekehrt hat. Am Jabbok. Als er sich bekehrt hat. Nicht durch seine Geburt, sondern durch seine Bekehrung. Mit anderen Worten, Jesus sagt hier, das ist ein wahrhaftiger Israelit, in dessen Mund kein Falsch ist. Jesus gibt die wahre Definition eines Israeliten. Jeder Mensch, in dessen Mund kein Falsch ist, ist ein wahrhaftiger Israelit.

[39:58] Übrigens, schaut mal mit mir, was das bedeutet im Psalm 32. Psalm 32 und dort Vers 1 und 2. Psalm 32, Vers 1 und 2. Wollen wir das mal besser verstehen, diese Definition eines Israeliten. Psalm 32, Vers 1 und 2. Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Weiß jemand von euch, wann David diesen Psalm geschrieben hat oder welchen Zusammenhang? Psalm 32 ist in derselben Geschichte entstanden oder in derselben Zeit entstanden wie Psalm 51. Im Zusammenhang mit der Geschichte mit Bad Zeba. Als er dann rückblickend sieht, was seine Sünde angerichtet hat, als er sich bekehrt hat. Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist. Hier haben wir diese Idee von keine Falschheit. Wie kommt es, dass ein Mensch ohne Falschheit ist? Nach Vers 2 sagt es wohl dem, der keine Falschheit hat. Was sagt es in Vers 1? Wohl dem Menschen, der dem vergeben ist. Ein wahrer Israelit ist jemand, der wirklich Vergebung erfahren hat. Das macht einen wahren Israeliten aus. Die anderen Israeliten, die sagen nur, wir sind die Kinder Abrams und wir sind schon immer Kinder Abrams gewesen und das sind die zehn Gebote und wir essen kein Schweinefleisch. Wir hatten den Sabbat, wir sind besonders, wir sind Israeliten. Aber Jesus sagt, ein wahrhaftiger Israelit ist jemand, dem wirklich vergeben ist, der wirklich seine Sünde bereut hat. So wie Jakob am Jabbok. Da wurde er zu Israel, als ihm seine Sünde wirklich vergeben wurde. Als er gesagt hat, ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.

[42:09] Schaut mal mit mir in Psalm 73, Vers 1. Gleiche Idee. Das ist jetzt ein Psalm von Asaph. Psalm 73 und dort Vers 1. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die welchen, wie geht es weiter? Die reinen Herzen sind. Was hat David gesagt? Erschaffe mir ein neues Herz. Wer ist ein Israelit? Dem vergeben ist und der ein reines Herz hat. Jeder Mensch mit einem reinen Herzen ist in Gottes Augen ein Israelit. Unabhängig welche Haarfarbe, welche Größe, welche Gesichtsphysiognomie. Ein reines Herz macht einen wahren Israeliten.

[42:58] Schaut mit dem Zusammenhang in 1. Petrus 2, Vers 21. 1. Petrus 2 und dort ab Vers 21. Denn dazu seid ihr berufen. Das sind ziemlich gewaltige Verse hier. Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. Also was sollen wir tun? Wir sollen ihm nachfolgen in seinen Fußstapfen. Jetzt wird erklärt im nächsten Vers, worin wir ihm nachfolgen sollen. Also Jesus gibt uns ein Vorbild, wir sollen ihm nachfolgen. Jetzt was hat er uns vorbildmäßig vorgelegt? Vers 22. Er hat keine was getan, er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seine Mund gefunden worden. Also die Bibel sagt, Jesus ist unser Vorbild, er ist vorausgegangen und wir sollen ihm nachfolgen. Jesus sagt, kommt geht mit mir diesen Weg. Im nächsten Vers sagt der Petrus, der das ja von Anfang an miterlebt hat, worin Jesus ein Vorbild ist. Er hat keine Sünde getan und es war kein Betrug in seinem Mund.

[44:31] Dieses Wort, kein falsch, in Johannes 1 ist total interessant. Das Wort Dollos heißt eigentlich wirklich ein Fischerhaken, also ein Angelhaken, mit dem man sozusagen Fische fängt. Jetzt wenn man angelt, was tut man an den Haken dran? Ein Köder, ein Wurm und der Fisch, der schwimmt durchs Wasser und denkt sich nichts Böses. Was sieht er? Er sieht den Wurm und denkt sich, wunderbar, schon lange nicht mehr gegessen, beißt in den Wurm und ist betrogen. Und Jesus spricht dazu Fischern. Als der Nathanael auf ihn zukommt, da stehen Simon Petrus, Andreas und Johannes, alles drei Fischer und der Johannes und der Nathanael kommt auf ihn zu und sagt zu den Fischern, schaut mal, das ist ein echter Israelit, in dem ist kein Angelhaken. Wenn der redet, ist da kein Köder. Er betrügt nicht.

[45:34] Übrigens, wie hieß denn der Jakob, bevor er Israel? Er hieß Jakob, nicht wahr, bevor er Israel. Und Jakob heißt was? Er war ein Betrügner. Wie hat er denn betrogen? Wen hat er denn betrogen? Sein Bruder Ese. Genau, hier, einen kleinen Haken, nicht wahr, einen kleinen Wurm an den Haken, in dem Fall einen roten Linsenwurm. Und dafür, der hat reingebissen und hat sein Erstgeburtsrecht verloren. Und dann, was hat er, welcher hat er noch betrogen? Sein Vater. Der hat auch einen Wurm im Mund gehabt. Er hat sich angezogen, als wäre er Ese. Ja, und der Vater dachte, es ist Ese. Hat ihn reingebissen und hat betrogen. Aber das hat er bereut. Und dann wurde aus dem Betrüger, Jakob, ein wahrhaftiger Israelit. Er wurde Israel. Und dann war kein Falsch mehr in seinem Mund. Kein Küder. Und jetzt ist interessant, weil der Text, wie gesagt, Jesus hat nie gesündigt und es war kein Falsch in seinem Mund. Aber was das krasse an diesem Vers ist, dort heißt es, Jesus ging uns voraus, damit wir ihm darin nachfolgen. Auch wir sollen ohne Falsch sein.

[47:05] Von wem heißt es in der Offenbarung, dass sie ohne Falsche sind in ihrem Mund? 144.000. Schaut mal in Offenbarung. Also jetzt seht ihr, was für eine gewaltige Bedeutung Johannes 1 für die Offenbarung hat. Weiß jemand, wo das steht? Genau, Offenbarung 14. Offenbarung 14, Vers 5. Offenbarung 14, Vers 5. Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes. Die 144.000. Und jetzt schaut mal in Kapitel 7, Offenbarung, was noch über die 144.000 gesagt wird. Die 144.000 in Vers 4, Offenbarung 7, Vers 4. Und ich hörte die Zahl der Versiegelten, 144.000 Versiegelte aus allen Stämmen der Kinder Israels. Und immer wieder sagen Leute, das heißt die 144.000 sind alles Nachfragen der Israeliten. So ein Quatsch. Wer ist der wahre Israel? Diejenigen, die ohne Falsch sind. Die 144.000 heißen deswegen aus allen Stämmen Israels, weil sie ohne Falsch sind. Jesus sagt, das ist wahrhaftig ein Israelit. In seinem Mund ist kein Falsch. Nathanael ist ein Vorbild auf die 144.000.

[48:34] Geschenk, übrigens, was für ein interessanter Name, Geschenk des Herrn. Denn dieser Charakter, den er Nathanael hat, ist nicht harte Arbeit. Dieser Charakter ist ein Geschenk des Herrn. Sollte Gott nicht, der uns seinen eigenen Sohn gegeben hat, uns nicht alles schenken, sagt die Bibel. Ein Geschenk des Herrn.

[48:58] Nun, gehen wir zurück zu Johannes 1. Und schaut mal, was Johannes sagt. Johannes hört ihn ja über sich reden, aber Johannes ist noch nicht besonders, nicht Johannes, Nathanael. Nathanael hört, dass Jesus über ihn redet, aber er ist noch nicht überzeugt. Er ist noch gar nicht beeindruckt, obwohl Jesus so großartige Dinge von ihm sagt. Sondern was sagt er zu ihm in Vers 48? Nathanael spricht zu ihm. Woher kennst du mich? Was sagt er nicht zu ihm, was die anderen Jünger sonst immer als erstes gesagt haben? Was haben, was haben Andreas und Johannes als allererstes Wort zu Jesus gesagt, als der sie gefragt hat, was sucht ihr? Schaut mal in Vers 38, als Jesus sich umdreht zu Andreas und Johannes und fragt, was sucht ihr? Was ist das erste Wort, was die Jünger sagen? Rabbi, mein Großer, Lehrer. So redet der Schüler zu dem Lehrer. Rabbi, Rabbi. Aber Nathanael sagt nicht Rabbi, jedenfalls hier noch nicht. Er fragt nur, woher kennst du mich? Woher kennst du mich? Er ist noch nicht überzeugt.

[50:21] Und dann antwortet Jesus. Jesus sprach zu ihm, ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Jesus ist an diesem Feigenbaum buchstäblich nicht vorbeigelaufen und das wusste der Nathanael. Der hätte ja auch unter einer Tamariske sitzen können oder einem Weinstock. Es gibt tausende Bäume, aber Jesus wusste, ohne da gewesen zu sein, dass er unter einem Feigenbaum saß und da läuft es dem Nathanael kalt den Rücken runter, weil er merkt, Jesus weiß Dinge, die kann er als Mensch normal nicht wissen.

[51:08] Es gibt einen Psalm, schaut mal mit mir in Psalm 139. Und dort Vers 1 bis 3. Herr, du erforscht mich. Kennt ihr den Psalm oder? Und kennst mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es. Du verstehst meine Gedanken von Ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder lege und bist vertraut mit allen meinen Wegen. Von wem sagt das der Psalmist? Als David das schreibt, an wen hat er gedacht? Wen beschreibt er hier? Gott, er sagt Herr, Jachwe. Und jetzt kommt hier der Nathanael zu diesem Rabbin, von dem alle vorschwärmen und der redet so, wie hier. Und plötzlich merkt er, dieser Jesus, der kann das, genau das, was der David von Jachwe beschreibt. Er kennt mich, er kennt meinen Ausgang und Eingang, er kennt alle meine Wege, er beobachtet mich. Dieser Jesus muss derselbe sein, von dem David hier singt. Und deswegen sagt er von, es fällt ihm wie Schuppen von den Augen und er sagt eines der erstaunlichsten Zeugnisse, die jemals im frühen Wirken von Jesus gesagt worden sind. Ellenweit sagt, der Nathanael hat auf einen Schlag mehr Glauben offenbart, als die Person, die ihn zu Jesus gebracht hat. Interessant, nicht? Man würde immer denken, dass der, der einen zu Jesus bringt, hat immer größeren Glauben, als der, der gebracht wird. Aber hier ist es andersrum. Philippus, begeistert, weiß wenig und bringt jemanden zu Jesus. Aber der Nathanael, der hat wirklich überlegt, der hat studiert und als er plötzlich sieht, was Jesus zu ihm sagt, macht er die logische Schlussfolgerung und er zieht die durch und sagt, dann muss Jesus Gottes Sohn sein.

[53:19] Schaut, was er sagt in Vers 49. Nathanael antwortet und sprach zu ihm, was ist das erste Wort? Rabbi, du bist mein Großer, du bist mein Lehrer, dich nehme ich als Lehrer an. Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel. Was hat Jesus gesagt, wahrhaftig ein? Israelit. Und er sagt jetzt, du bist der König von Israel. Er sagt mit anderen Worten, du bist mein König. Wenn ich ein wahrhaftiger Israelit bin, dann bist du der wahrhaftige König vom wahrhaftigen Israel. Du bist der wahrhaftige König Israels. Du bist der Sohn Gottes.

[54:01] Übrigens, wisst ihr noch, warum das Johannesevangelium geschrieben worden ist? Das haben wir letztes Mal, glaube ich, oder vor ein paar Wochen gesagt. Warum ist das Johannesevangelium geschrieben worden? Johannes sagt es am Ende. Er hat gesagt, diese Dinge sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Das ganze Johannesevangelium ist ein Nachweis dessen, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Und Nathanael versteht das nach fünf Minuten. Er hat das sofort begriffen. Du bist der Sohn Gottes. Bisher hatte das nur ein einziger Mensch von Jesus gesagt. Johannes der Täufer. Ja, und das war der Prophet. Der hatte gesagt, nachdem er den heiligen Geist vom Himmel hat, Raum kommen sehen, hat er gesagt, okay, das muss der Sohn Gottes sein. Aber hier kommt jemand, der nicht den heiligen Geist vom Himmel hat, Raum kommen sehen wahrscheinlich. Er hört einfach nur das, was jemand über Jesus sagt. Er kommt zu Jesus und vergleicht die Worte von Jesus mit dem, was er aus der Bibel weiß und sagt, okay, es gibt nur eine Möglichkeit. Jesus muss Gott sein. Das ist der König Israels.

[55:19] Und ein schöner Vers, den ich vor kurzem so fand über den König Israels im alten Testament. Schaut mal in Zephania. Zephania Kapitel 3 Vers 15. Es gibt viele Verse, die von dem König Israels sprechen. Denkt an Psalm 2 oder welche fallen euch noch so ein, während ihr Zephania sucht? Welche alten Testamenten sprechen von dem kommenden König Israels? Die haben ja alle auf den König gewartet. Welche Stellen im alten Testament sprechen von diesem König, der kommen soll? Fallen euch da Stellen ein? Ich wiederhole das immer wieder gerne, weil wir müssen uns das richtig einprägen. Jesaja 9 Vers 6. Die Herrschaft liegt auf seinen Schultern. Er wird auf dem Thron Davids sitzen. Wie wäre es mit Hesekiel 37? Der König David, der kommen wird. Jeremiah 23. Der Herr, unsere Gerechtigkeit, der König Israels. Wie ist es mit Daniel 9? Der kommende Fürst. Es gibt viele, viele Prophezeiungen. Aber die ist auch sehr schön hier in Zephania 3. Ach dann, Zephania 9. Ich war der König. Siehe, dein König kommt, der auf einem Föhn reitend nach Jerusalem kommt. Zephania 3 Vers 15. Denn der Herr hat die Gerichte von dir abgewendet. Er hat deinen Feind weggeräumt. Schau mal, was für ein schöner Vers ist. Denn der Herr hat die Gerichte von dir abgewendet. Er hat deinen Feind weggeräumt. Der Herr, der König Israels ist in deiner Mitte. Du brauchst kein Unheil mehr zu fürchten. Was für eine Verheißung. Habt ihr gesehen, wie hier der König Israels genannt wird? Das heißt, dem Nathanael geht das wie Schuppen von den Augen, dass der kommende König nicht einfach irgendein Mensch ist, der eine Königskrone aufhat. Der König Israel muss der Sohn Gottes, das muss Gott selbst sein, weil in Zephania zum Beispiel wird der König Israels Yahweh genannt.

[57:35] Du bist der Sohn Gottes. Du bist der König Israels. Womit fängt Johannes 1 Vers 1 an? Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Ganz am Ende von dem Kapitel sagt ein Mensch, als er Jesus begegnet, du bist Gott. Vom Anfang bis zum Ende des Kapitels zieht sich dieser Faden durch. Jesus ist Gott.

[58:12] Übrigens, wer hat vor schon gewusst, dass Jesus ein König ist? Also in den Evangelien. Wer hatte vorher schon, lange vorher, Jahre vorher schon Jesus als König bezeichnet? Wer hat Jesus vorher schon als König bezeichnet? Jahrzehnte vorher schon in den Evangelien. Da kam jemand und sagte, wir haben da was gesehen im Morgenland, einen Stern. Sie kamen und sagten, wo ist der Neugeborene? König der Juden, denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten. 30 Jahre später ungefähr, kommt jetzt endlich mal auch in Israel drauf und sagt, du bist der König Israels. Vorher haben das nur Heiden gesagt. Der Erste, der das mit Vollmacht sagt und mit Überzeugung sagt, du musst der König Israels sein.

[59:15] Naja und was sagt Jesus darauf? Letzter Vers in Johannes 1 und dort Vers 51 und da wird es jetzt richtig interessant. Er sagt, Johannes 1 Vers 51, Vers 50, Entschuldigung. Jesus antwortete und sprach zu ihm, du glaubst, weil ich dir sagte, ich sah dich unter dem Feigenbaum, du wirst Größeres sehen, als das. Jesus wusste ja, was noch alles kommt. Er wusste aus den Prophezeiungen, er wird die Kranken heilen, er wird die Blinden sehen, er wird die Lamen springen, er wird die Toten auferwecken. Er wusste, was noch alles kommt. Du wirst noch ganz andere Dinge sehen. Freu dich, wenn du jetzt schon so glaubst. Was wird erst das Ende davon sein?

[59:52] Und dann sagt er, und das ist vielleicht der Schlüssel Vers im ganzen Kapitel und er spricht zu ihm, wahrlich, wahrlich. Weiß jemand von euch, was dort eigentlich original steht? Was steht original? Amen, Amen. Heißt nämlich übersetzt, Amen heißt, so ist es, so soll es sein, so sei es. Und wenn man etwas doppelt sagt in der Bibel, dann ist das deutlich. Dieses Wort Amen, ich habe das vielleicht schon mal vor einiger Zeit erklärt, ich erkläre es gerne wieder. Wenn die Nomaden durch die Wüste zogen, vor langer Zeit, und ihr Zelt aufbauen wollten, dann brauchten sie einen Ort, wo das Zelt gut haften kann. Sie brauchten festen Untergrund, weil im Wüstensand, da wird man weggeweht. Und wenn sie einen Boden gefunden hatten, der fest genug war, dann hatten sie einen Aman. Da kommt das Wort Amen, fester Grund. So ist es, festes Fundament. Amen, Amen heißt doppelt festes, ganz festes Fundament. Im Johannes-Evangelium sagt Jesus mindestens drei sich mal. Amen, Amen. Und hier ist das erste Mal. Zum ersten Mal, zumindest aufgeschrieben, sagt er hier, wahrlich, wahrlich. Er sagt noch viele große Dinge mit dieser Einleitung. Aber hier ist das erste Mal, wahrlich, wahrlich. Ich sage euch, künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf und nieder steigen auf den Sohn des Menschen. Also auf welcher Geschichte spielt er an? Jakob. Die Jakobsleiter. Die Jakobsleiter gingen nämlich von wo bis wo? Ganz vom Boden bis ganz an den Himmel. Und es ist damit ein Parallel und ein Kontrast zu welchem anderen Bauwerk? Der Turmbau zu Babel. Der sollte nämlich auch von dem Boden bis in den Himmel gehen, aber in der Mitte ist das abgebrochen worden. Der Turmbau zu Babel wurde vom Boden ausgebaut und sollte in den Himmel reichen. Woher kam die Himmelsleiter? Vom Boden oder vom Himmel? Die kam vom Himmel herab. Die kam ja von Gott. Das war ein Traum von Gott.

[1:02:06] Übrigens, die Himmelsleiter, wir reden immer von der Himmelsleiter und denken vielleicht an so eine Strickleiter. Das Wort heißt einfach nur Treppe, Stufen. Das könnte genauso gut, das könnten bestäblich hätten, das kann gut sein, dass Jakob im Traum wirklich Stufen gesehen hat, wie auf einer Stufenpyramide. Aber eine Stufenpyramide eben sozusagen oder Stufen wie von der Stufenpyramide, die nicht von vom Boden ausgebaut werden, sondern die vom Himmel herab kommen. Also nicht, dass man jetzt denkt, ich muss hier auf so einer Leiter steigen oder ganz tief unter und jetzt wackelt die vielleicht. Nein, Stufen, eine Treppe, eine Treppe und Jesus sagt, ich bin diese Treppe. Ich bin nämlich der Weg und die Wahrheit und das Leben. Ihr werdet auf mir die Engel auf- und niedersteigen sehen. Er sagt, ich bin dieser Weg und Johannes, als der jetzt Jahrzehnte später das aufschreibt, mit 90 Jahren oder so, da hat er versucht, in Johannes, ich habe es ja schon mal angedeutet, der hat versucht, das anzudeuten im ganzen Kapitel.

[1:03:08] Damit enden wir jetzt. Schaut noch mal die, das ganze Kapitel Johannes 1 ist quasi eine Stufenleiter. Das geht in Vers 1 bis 5 los. Vers 1 bis 5 ist, Jesus ist Gott, das Wort. In Johannes 1 bis 5, das ist der erste Abschnitt, wird Johannes, der Täufer, nicht einmal erwähnt. Es ist nur Jesus und Jesus allein. Dann in Vers 6 bis 14, da wird Jesus schon etwas konkreter dargestellt. Also am Anfang ist es nur seine Gottheit. Er ist Gott, er ist das Wort, er ist der Schöpfer, er ist das Licht, er ist das Leben. In Kapitel 6 bis 14 heißt es schon, das Wort wurde Fleisch. Das wahre Licht, er kam in sein eigenes. Hier ist die Idee schon, dass er herabsteigt, dass er sich der Menschheit nähert sozusagen. Hier haben wir also das Wort wird Fleisch, er kommt in sein Eigentum und so weiter. Und hier haben wir schon die Erwähnung von Johannes dem Täufer. Da heißt es in Vers 6, da war ein Mann, es war ein Mann, gesandt von Gott. Sein Name war Johannes. Er sollte Zeugnis geben. Im nächsten Abschnitt in Vers 15 bis 18, da wird jetzt das Wort Gottes sogar mit seinem menschlichen Namen schon genannt, nämlich in Vers 17, da heißt es nämlich schon Jesus Christus. Und da wird gesagt, er hat den Vater offenbart. Der Sohn, der Aufschluss über den Vater gibt, der also den Menschen das erklärt. Und jetzt haben wir Johannes den Täufer und seine Worte. Es heißt nicht nur, da war Johannes, es wird schon gesagt, was Johannes gesprochen hat. Seht ihr, wie das so sich entwickelt.

[1:05:21] In den nächsten Versen, Vers 19 bis 28, da ist Jesus jetzt auf der Erde. Man sieht ihn nur noch nicht, er ist irgendwo in der Menge. Das ist die Geschichte, wo die Delegation kommt, könnt ihr euch erinnern? Die Sanhedrin-Delegation kommt und fragt den Johannes, was machst du hier? Das ist plötzlich jetzt schon auf der Erde. Das ist jetzt quasi nicht mehr Theologie, das ist jetzt Geschichte. Eine echte Begebenheit mit Johannes und Jesus ist schon anwesend, aber niemand sieht ihn, niemand kennt ihn. Er ist jetzt schon da, aber noch unerkannt. Der Fokus ist auf Johannes. Johannes der Täufer mit dem, was er sagt und tut und so weiter.

[1:06:08] Dann in Vers 29 bis 34, da wird jetzt Jesus identifiziert als Mensch. Das ist er. Jesus wird jetzt identifiziert und Johannes tut das. Johannes der Täufer zeigt auf Jesus. Im nächsten Abschnitt in Vers 35 bis Vers 42 oder 44, wie man möchte, da kommen jetzt die Jünger von Johannes dem Täufer zu Jesus und Jesus wird jetzt kennengelernt. Jetzt sehen wir, Jesus hat ein Zuhause, den kann man besuchen, man kann mit ihm sprechen. Er ist ein echter Mensch. Der Fokus ist jetzt, erst ist Jesus anwesend, dann wird Jesus identifiziert und dann haben Menschen Interaktion mit Jesus.

[1:07:22] Und im letzten Abschnitt, das ist, was wir heute angeschaut haben, in Versen 44 oder 45 bis 51, da kommt jetzt ein Mensch und sagt, du Mensch Jesus, du bist Gott, du bist Gott und du kennst mich unter, du siehst mich unter meinem Feigenbaum. Das Wort, das ewige Wort ist Mensch geworden und trifft den Menschen unter seinem Feigenbaum. Und Johannes der Täufer spielt schon keine Rolle mehr. Der ist schon wieder aus dem Bild hinaus. Johannes der Täufer kommt in das Bild hinein als Vermittler zwischen der himmlischen Welt und der irdischen Welt und dann, als er die Menschen zu Jesus geführt hat, verschwindet er wieder. Ab jetzt spielt Johannes der Täufer erst mal keine Rolle mehr, ist wieder weg. Die Menschen sind jetzt im direkten Kontakt mit Jesus und das in sieben Stufen. Johannes erzählt die Geschichte des Anfangs von Jesus in sieben Stufen als eine Himmelsleiter von, am Anfang war das Wort, bis zu, da steht ein Mensch und sagt einem anderen Menschen, du bist der Sohn Gottes. Da theologisch der Schöpfer, das Licht, das Wort Gottes und da steht er plötzlich in Sandalen mit einem Gewand und redet mit einem anderen Menschen, während irgendwo vielleicht eine Echse über den Weg läuft und drei Männer daneben stehen und die Sonne scheint und folgen. Das Wort wurde Fleisch, er war ganz Gott, er war ganz Mensch und das ganze Johannes Evangelium ist nichts weiter als eine Himmelsleiter, es ist die Himmelsleiter.

[1:09:17] Übrigens, was war der Zustand von Gott vor aller Sünde? Was sagt die Bibel über Gott? Gott ist die Liebe, der Vater, der Sohn, der Heilige Geist. Liebe. Was ist die nächste Geschichte in Johannes 2? Die Hochzeit von Kanan. Oben, Gott ist die Liebe, da unten die menschliche Liebe. Verbindung zwischen Gott, dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, nicht wahr? Manchmal war das Wort, das Wort war Gott und dann kommt Jesus zu einer menschlichen Hochzeit und kümmert sich um den Traubensaft. Das schauen wir nächste Woche an. Aber seht ihr, wie unglaublich schön Johannes dieses Kapitel geschrieben hat? Nicht einfach nur Geschichten aneinander gereiht, der hat sich Gedanken gemacht, der hat eine Himmelsleiter in das Kapitel reingebaut. Die meisten haben es noch nie gesehen, aber er stand da, als Jesus gesagt hat, ich bin die Himmelsleiter. Und ich glaube, also ich bin überzeugt, es gibt kaum ein anderes Stück in der Literatur, das so genial gemacht ist, wie Johannes 1. Das ist jetzt mein absolutes Lieblingskapitel in der Bibel. Wirklich grandios.

[1:10:32] Nächste Woche schauen wir dann, wie es mit Johannes 2 weitergeht. Ihr könnt schon mal vorlesen und euch Gedanken machen, was ihr antworten würdet, wenn jemand sagt, hat Jesus da Alkohol produziert? Da könnt ihr mir dann nächste Woche eure Antwort geben, bin ich schon mal gespannt. Jetzt wollen wir gemeinsam noch beten und dann unsere kurze Pause.

[1:10:46] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir zu dir kommen durften, dein Wort studieren konnten und dass wir neue Dinge erkannt haben in deinem Wort. Wir möchten dich bitten, dass wir so wie Nathanael eine echte Liebe zur Wahrheit haben, dass wir bereit sind zu prüfen, was du uns vorlegst. Und wir möchten dich bitten, dass wir so wie Philippus und die anderen auch diese Bereitschaft haben zu gehen und anderen zu erzählen, was wir gefunden haben. Hab Dank, dass du uns gefunden hast, dass du uns aufforderst mit dir zu gehen, Herr Jesus, hab Dank, dass du unser König bist. Bitte schenk du uns, dass auch wir wahrhaftige Israeliten sein können, denen die Sünde vergeben ist und in dessen Mund kein Falsch gefunden wird. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesus. Amen.


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