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In dieser Predigt aus der Serie „Der Ersehnte“ beleuchtet Christopher Kramp das tiefgründige Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus in Johannes Kapitel 3. Es wird erklärt, warum die Wiedergeburt aus Geist und Wasser essenziell ist und dass geistliche Dinge niemals aus dem Fleisch kommen können. Anhand von biblischen Beispielen aus Hiob, den Psalmen und den Briefen des Paulus wird die Unterscheidung zwischen dem Fleisch und dem Geist verdeutlicht. Die Predigt betont, dass ein Leben im Geist, das auf Gottes Wort basiert, der einzige Weg zu wahrer Gerechtigkeit und Leben ist.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar, der Ersehnte. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Heute mit unserer nächsten Folge. Wir sind mittendrin im Gespräch von Jesus mit dem Nikodemus und da wollen wir heute in Johannes 3 weitergehen, weiterstudieren, die nächsten Verse uns zur Gemüte führen. Es ist wahrscheinlich die tiefgründigste Predigt, die Jesus überhaupt gehalten hat und ein Grund mehr zu beten, dass Gott uns mit seinem Heiligen Geist wirklich führt und leitet, damit wir die Tiefe der Gedanken zumindest ansatzweise nachvollziehen können und wenn ihr könnt und wollt, darf ich euch einen niederzuknien für ein Anfangsgebet.

[1:24] Lieber Vater im Himmel, danke für diesen Tag und danke für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Wir möchten dich jetzt bitten, dass die Worte, die wir lesen werden, dort im Evangelium in Johannes 3, für uns Worte des Lebens sein werden, dass wir ihre Bedeutung verstehen und dass wir erkennen, was sie uns heute im Alltag zu sagen haben, dass diese Worte, die damals gesprochen worden sind, um einem Menschen mit viel religiösem Wissen das ewige Leben zu erklären, dass sie auch uns helfen, wirklich zu verstehen, worauf es ankommt. Haltete alles Störende fern und sprich du durch dein Wort zu uns, im Namen Jesu, Amen.

[2:09] Johannes Kapitel 3, wir sind das letzte Mal bis Vers 5 gekommen, wenn ihr euch erinnern könnt. Wir haben festgestellt, Johannes 3 sollte eigentlich nicht in Vers 1 anfangen, sondern wo? Weiß es jemand noch? Genau, im vorigen Kapitel ab Vers 22 und 23, wo wir diese zwei Arten des Glaubens gesehen haben. Könnt ihr euch erinnern? Da war der Glaube, der auf dem Wort Gottes basiert und der Glaube, der auf den Zeichen basiert. Und Nikodemus hatte wie die meisten so ein Glauben, der auf Zeichen basierte. Er sagte, wir wissen, dass du von Gott gekommen bist, gesandt bist als Lehrer wegen der Zeichen, die du tust. Und Jesus sagt ihm direkt, du musst von, oder er sagt, wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht einmal sehen. Und wir haben festgestellt, diese Wiedergeburt ist nur möglich durch das Wort Gottes, der unvergängliche Same des Wortes Gottes. Und das Letzte, was Jesus sagte, war ihm in Vers 5, wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren ist. Diese Wiedergeburt durch das Wort wird ausgedrückt durch die Taufe und durch den Empfang des Heiligen Geistes. Es war der Dienst von Johannes dem Täufer und von Jesus. Und das war natürlich eine Wahrheit, die dem Nikodemus nicht geschmeckt hat. Wir fangen jetzt an in Vers 6 und schauen, wie Jesus dieses Thema weiter erklärt.

[3:54] Schaut mal mit mir in Johannes Kapitel 3 und dort Vers 6. Hier sagt Jesus etwas wirklich fundamental Wichtiges. Er sagt, was aus dem Fleisch geboren ist, das ist was? Das ist Fleisch. Und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Nun, das klingt erst mal recht einfach. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch. Und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Aber Jesus macht etwas sehr Wichtiges deutlich. Das Geistliche kann niemals aus dem Fleisch kommen. Das heißt, die ganze Idee der Juden, ich bin geistlich, weil ich Abraham zum Vater habe. Ich bin geistlich, weil ich in die richtige Familie geboren worden bin. Diese Idee ist null und nichtig. Und ich glaube, das ist eine Idee, die uns auch etwas zu sagen hat. Insbesondere dann, wenn wir vielleicht sogar in der Gemeinde aufgewachsen sind. Wenn wir vielleicht denken, naja, ich bin ja in die richtige Gemeinde geboren worden. Das Fleisch kann nichts Geistliches hervorbringen.

[5:07] Schauen wir mal, wie das der Hiob im Alten Testament schon ausgedrückt hat. In Hiob Kapitel 14 und dort Vers 4. Hiob Kapitel 14 und dort Vers 4. Das heißt es, wie könnte denn ein Reiner von einem Unreinen kommen? Rhetorische Frage, die der Hiob selbst beantwortet, nicht ein Einziger. Das heißt, es ist unmöglich für unreine Menschen reine Menschen zu produzieren. Diese Idee, dass das Herz von Natur aus böse ist, dass das Herz aus sich selbst heraus nicht das ewige Leben erlangen kann, die müssen wir ganz tief in unser Inneres verankern. Der Mensch aus sich selbst heraus ist dazu nicht in der Lage.

[6:07] Nun, kennt ihr eine Stelle im Alten Testament, vielleicht ein Gebet oder ein Psalm, wo diese Idee, aus dem Geist wiedergeboren zu werden, schön zum Ausdruck kommt? Wo jemand im Alten Testament davon spricht, dass er aus dem Geist neu gezeugt oder neu geschaffen werden möchte? Fällt euch da eine Stelle ein? Jemand, der davon spricht, dass er aus sich selbst heraus nichts tun kann und dass er von seinen Eltern auch nichts zu erwarten hat, sondern dass er ein neues Herz braucht. Ein reines Herz, genau Psalm 51.

[6:53] Schaut mal, was der hier sagt. Eine schöne Illustration auch für diese Worte. Psalm 51, ein bekannter Psalm, der die Geschichte von David und Bathseba letztlich aufarbeitet. David bekennt seine Sünde. Oder gibt es einen interessanten Vers in Vers 7? Schaut mal in Psalm 51 und dort Vers 7. Siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Frage, ist der David ein Sünder, weil er geboren worden ist, ja oder nein? Ich stelle die Frage noch mal. Das ist eine wichtige Frage, eine theologische Frage. Ist der David ein Sünder, weil er geboren worden ist, ja oder nein?

[8:04] Gut, dass ihr das alle so seht, weil genau dieser Vers, der Standardvers vieler Christen, um zu sagen, wir sind Sünder per Geburt. Als der David seine Sünde bekennt, sagt er nicht, na ich konnte ja nicht anders, weil ich bin ja so geboren worden. Er sagt, schaut mal in Vers 4, wasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde, denn ich erkenne meine Übertretung und meine Sünde ist allezeit vor mir. An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen. Also David wusste, er ist Sünder, weil er gesündigt hat und trotzdem macht er einen wichtigen Punkt in Vers 7. Er sagt, siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Er sagt, nicht ich bin als Sünder geboren, aber er sagt, in Sünde geboren. Von meinen Eltern erbe ich nichts, was mir helfen könnte gegen die Sünde. Von meiner Umgebung, von meiner Erziehung, da ist nichts, was mir helfen könnte, die Sünde zu besiegen. Ich bin in eine hoffnungslose Situation hineingeboren, wenn nicht Gott mir hilft. Also Gott verurteilt niemanden, weil er geboren worden ist. Wir glauben nicht an die Erbsünde, aber wir wissen auch, dass uns unsere Geburt nicht rein machen kann. Unsere Geburt kann uns nicht helfen. Deswegen sagt er in Vers 12, schaut mal in Psalm 51 und dort Vers 12, erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen was? Einen festen Geist in meinem Innern. Er sagt, schaffe mich neu, lass mich ein neues Leben beginnen. Wenn man neu geschaffen wird, dann fängt man von vorne an, oder? Widerschöpfung ist Neugeburt und diese Neugeburt geschieht durch den Geist.

[10:16] Also hier im alten Testament haben wir diese Idee, dass jemand in Sünde gefallen ist und das Fleisch hilft ihm nicht, denn das Fleisch gebiert nur Fleisch. Wenn man geistlich werden will, dann muss das allein durch den Geist geschehen. Jetzt, wer hat besonders oft von diesem Gegenüber, von Fleisch und Geist gesprochen? Fleisch, Geist, Fleisch, Geist. Wer hat da ganz oft viel darüber gesprochen? Der Paulus, ja für den war das ein ganz großes Thema. Schaut mal ein paar Aussagen von ihm in Römer Kapitel 7. Da erklärt er einige dieser Dinge in Römer und dort Kapitel 7.

[10:50] Römer 7 und dort lesen wir erstmal Vers 5. Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten in unseren Gliedern die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, um dem Tod Frucht zu bringen. Er sagt, solange wir im Fleisch sind, haben die Leidenschaften der Sünden alle Kontrolle. Das Fleisch selbst ist eigentlich nicht das Problem, aber das Fleisch ist einfach geistlos und deswegen, wann immer die Neigung zur Sünde uns versuchen, ist da kein Gegengewicht. Wir werden sündigen. Die Leidenschaften der Sünde wirken in den Gliedern. Noch ein Vers in Römer 7, Vers 18, den kennt ihr bestimmt. Paulus spricht hier eine Erfahrung aus, die, denke ich, jeder schon gemacht hat. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Paulus kannte zu diesem Zeitpunkt Gott, er kannte das Evangelium, er kannte die Bibel und er wusste, in mir ist wie viel Gutes. Nichts Gutes. Das ist eine erst mal ernüchternde Botschaft an den Menschen. Wir neigen dazu, zu glauben, dass wir doch gar nicht so schlecht sind. Wir haben sicherlich unsere Fehler, aber da ist doch bestimmt genügend Gutes in uns, womit man arbeiten könnte. Aber Paulus verstand, wenn ich wirklich mit Gott leben möchte, muss ich mir eingestehen, in mir selbst, ohne Gott, ist nichts Gutes. Und jeder Versuch, auf das Fleisch zu bauen, auf meine Kraft zu bauen, auf das, was ich tun kann, auf meine Gedanken oder vielleicht sogar noch auf die Werke von anderen Menschen, ist nutzlos, weil da kann nichts Gutes bei rauskommen.

[13:19] Noch ein Vers, Römer 8, Vers 1. Hier macht Paulus jetzt eine interessante Beobachtung. Er sagt, so gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Wir sind also gar nicht gezwungen, nach dem Fleisch zu leben, sondern Paulus macht deutlich, jeder von uns kann sich entscheiden, ob er nach dem Fleisch lebt, nach seiner natürlichen Geburt, mit dem, was er dort mitbekommen hat, oder ob er nach dem Geist lebt, mit dem, was Gott ihm schenken möchte. Und wenn wir gemäß dem Geist leben, dann sind wir in Christus Jesus. Da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen.

[14:06] Schaut mal, Vers 4. Damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt wurde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. Der Nikodemus war ein Schriftgelehrter, er kannte die Bibel wahrscheinlich auswendig, aber er lebte nicht nach dem Geist. Ist es möglich, dass wir Gemeindeglieder sind, vielleicht sogar getaufte Gemeindeglieder, aber wir leben nicht nach dem Geist, sondern nach dem Fleisch, nach unserer eigenen Kraft, nach dem, was in uns ist. Paulus sagt, diejenigen, die nach dem Geist leben, in denen wird die Gerechtigkeit. Habt ihr das gesehen? Was passiert mit der Gerechtigkeit in denen? In Vers 4. Was passiert mit der Gerechtigkeit in denen, die nach dem Geist leben? Die Gerechtigkeit, und zwar die Gerechtigkeit, die vom Gesetz gefordert wird, wird in denen erfüllt, die nach dem Geist leben. Also was Jesus eigentlich dem Nikodemus sagte, schau Nikodemus, du möchtest immer die Gebote halten, du versuchst die Gebote zu halten wie ein Verrückter und du schaffst es nicht, weil du baust auf menschliche Kraft. Du schaffst es nicht, aber wenn du nach dem Geist lebst, dann wird in dir die Gerechtigkeit erfüllt werden. Die Gerechtigkeit, die vom Gesetz gefordert wird, erfüllt sich in dir.

[15:43] Noch ein Vers oder noch ein paar Verse, ab Vers 5, Römer 8, ab Vers 5, denn das Trachten des Fleisches, Verzeihung, denn diejenigen, die gemäß der Wesensart des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht. Diejenigen aber, die gemäß der Wesensart des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Woran soll ich jetzt also feststellen, ob ich nach dem Geist lebe oder nach dem Fleisch lebe? Wie kann ich das testen? Kann man das testen? Man sieht es an den Früchten, ja. Manchmal ist es gar nicht so einfach, die eigenen Früchte einzuschätzen, aber hier in dem Vers gibt es einen Lackmustest sozusagen, bei dem man sich selbst gut prüfen kann. Was heißt das Wort trachten? Geht mir ein anderes Wort für das Streben? Hinarbeiten, Hindenken. Die Frage ist also, worauf arbeitest du hin in deinem Leben? Wo sind deine Gedanken? Zielt dein Leben auf Geistliches oder zielt es auf Fleischliches? Und immer mal wieder erinnerst du dich, dass du auch ein Christ bist. Wir müssen uns die Frage stellen, wonach trachten wir? Trachten wir nach geistlichen Dingen oder trachten wir nach fleischlichen Dingen?

[17:08] Und Jesus wusste, er kannte Nikodemus, denn die Bibel sagte, wir haben gelesen, er wusste, was in dem Menschen ist. Er wusste, hier war ein super erzkonservativer, Sabbath haltender, das Heiligtum in Anführungsstrichen kennender, Zehnten zahlender, sich gesund ernährender Gläubiger, der tief in seinem Herzen nach fleischlichen Dingen strebte. Und deswegen sagt er, wenn du nicht wiedergeboren bist, kann das auch gar nicht anders sein. Du kannst dich auf den Kopf stellen, ohne den Heiligen Geist wird es nie anders werden, denn das Fleisch kann nur Fleisch erzeugen. Die Illusion der allermeisten Gläubigen ist, dass sie irgendwie, wenn sie sich nur lang genug anstrengen, dass aus dem Fleisch doch was Geistliches kommen kann. Aber Apfelkerne können nur Äpfelbäume erzeugen, das Fleisch kann nur Fleisch erzeugen.

[18:04] Schaut mal mit mir in Römer 8, Vers 6, denn das Trachten des Fleisches ist tot, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht und kann es auch nicht folgen. Wer ist der Feind Gottes? Ja, wer ist der eigentlich der erste und überhaupteste Feind Gottes? Der Satan, oder? Wenn also das Fleisch, das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, dann ist das Trachten des Fleisches auf der falschen Seite des Universums, auf der falschen Seite des großen Kampfes. Und wenn wir religiös handeln, aber fleischlich denken, dann befinden wir uns schlicht ergreifend auf der falschen Seite des großen Kampfes. Selbst wenn wir Zehnten zahlen, selbst wenn wir am Sabbat nicht arbeiten und geistliche Lieder singen. Die Frage von fleischlich oder geistlich ist eine lebensentscheidende Frage.

[19:29] Übrigens, Vers 9, Römer 8, Vers 9, ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn. Was ist die Bedingung? Wie geht es weiter? Wenn, nicht so schüchtern, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Er sagt mit anderen Worten, du bist nicht geistlich, wenn du vom Heiligen Geist redest oder von ihm singst, sondern wenn er in dir wohnt. Und jetzt natürlich die Frage, ja wie? Wie kommt er denn zu mir?

[20:02] Bevor wir das beantworten, noch ein Vers, Römer 8, Vers 13. Römer 8, Vers 13, denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr was. So müsst ihr, Vers 13, Römer 8, Vers 13, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben. Das heißt, hier gibt es einen Kampf. Das Fleisch und der Geist, die widerstreben einander, sagt der Paulus im Galaterbrief. Und Jesus präsentiert diesen großen Kampf zwischen dem, was unserem Herzen vor sich geht ohne Gott und dem, was der Heilige Geist unserem Herzen tun will. Es ist ein Kampf. Und hier war ein gut bekannter, gläubiger Mensch, der sich dieses Kampfes noch nicht mal bewusst war. Jesus sagt, du musst vom Geist erfüllt sein.

[21:02] Schaut mal mit mir in Johannes 6. Jesus sagt an anderer Stelle etwas Interessantes. Johannes Kapitel 6 und dort Vers 63. Johannes 6 und dort Vers 63. Da bringt es auf den Punkt. Wenn wir das mal ein andermal ausführlich betrachten, diese Stelle. Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch nützt wie viel? Das Fleisch nützt gar nichts. Und dann sagt er, Vers 63. Johannes 6, Vers 63. Der Geist ist es, der lebendig macht. Das Fleisch nützt gar nichts. Und jetzt der nächste Satz hat es in sich. Die Worte, die ich zu euch rede, sind was? Geist.

[22:04] Könnt ihr euch erinnern, worauf der wahre Glaube sich basieren soll? Der wahre Glaube. Könnt ihr euch erinnern, Vers 22, Vers 23 in Johannes 2. Der wahre Glaube basiert auf dem? Ja, in Johannes 2 hatten wir diese zwei Arten von Glauben gesehen. Den Glauben, den Jesus sich wünscht, den die Jünger nach der Kreuzigung hatten und den Glauben, den die Menschen beim Passafest hatten. Der falsche Glaube basiert auf dem? Der falsche Glaube basiert auf den? Auf den Zeichen. Und Jesus wünscht sich aber, dass der Glaube basiert auf dem Wort Gottes. Wenn also Jesus sagt, ihr müsst durch Wasser und Geist getauft werden, dann ist diese Aussage wichtig, weil er sagt, meine Worte sind Geist.

[22:54] Heute gibt es viele Christen, die trennen das Wort Gottes vom Geist. Die sagen, wir brauchen eine Erfahrung mit dem Heiligen Geist und machen die Bibel zu. Ja, und wollen dann durch irgendwelche Meditationen und irgendwelche Musik oder irgendwelche Erlebnisse den Heiligen Geist spüren. Aber Jesus sagt, wenn du mit dem Heiligen Geist leben willst, brauchst du keine sonderliche Erfahrung irgendwie, dass dir die Nackenhaare hochgehen. Du brauchst was? Das Wort Gottes, weil dort ist der Heilige Geist garantiert. Wenn du jetzt eine Vision hast, musst du erst mal prüfen, ob das der Heilige Geist war. Wenn erst mal, wenn du ein Gefühl hast, dann weißt du nicht genau, was der Heilige Geist ist, aber bei der Bibel kannst du dir sicher sein, dort spricht der Heilige Geist. Also was Jesus eigentlich dem Nikodemus sagen wollte, es nützt nichts, die Bibel auswendig zu kennen. Du musst aus der Bibel leben, denn in dem Wort ist das Leben. Die Worte Jesu sind Geist und Leben.

[23:58] Jetzt schauen wir mal, was der Nikodemus dazu sagt. Johannes Kapitel 3. Jesus sagt, vergiss deinen Stammbaum. Abraham und Isaac und Jakob sind alle nur Fleisch und sie können nur Fleisch gebären und dein Vater war auch nur Fleisch und wenn du geboren bist, dann bist du nur Fleisch und diese erste Geburt reicht nicht aus, weil in dir ist nichts, was dich zum Himmel bringt. Du brauchst eine zweite Geburt, du brauchst eine andere Quelle, du brauchst eine geistliche Quelle aus dem Wort, was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

[24:34] Jetzt, wie war die Reaktion von Nikodemus? Hat er das verstanden, ja oder nein? Genau, er stellt eine Frage. Es heißt hier, bevor wir zu der Frage kommen, man kann die Reaktion schon aus den Worten von Jesus ableiten. Schaut mal in Vers 7. Jesus sagt, wundere dich nicht, dass ich zu dir gesagt habe. Warum sagt Jesus wohl, wundere dich nicht? Also wir wissen nicht, wie Nikodemus ausgesehen hat, aber wie wird er wohl ungefähr ausgesehen haben, wenn Jesus sagt, wundere dich nicht? So lang statt, wie Wiedergeburt, nochmal geboren werden, Wasser, Geist. Jesus sagt, wundere dich nicht. Nikodemus war verwundert, er konnte das gar nicht verstehen und interessant ist jetzt an dem Satz, den Jesus sagt folgendes, wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe, ihr müsst von Neuem geboren werden. Welches Wort ist so interessant an diesem Satz von Jesus, was irgendwie bemerkenswert ist? Schaut mir den Vers genau an. Fällt euch da irgendein Wort auf? Von Neuem geboren, ja?

[26:00] Ihr müsst, also es ist keine Option, das ist etwas, das muss geschehen ohne den Geist, keine Chance auf Reich Gottes, aber es ist noch ein anderes Wort, ein kleines Wort, das in der Situation eigentlich merkwürdig ist. Wie viele Personen treffen sich da gerade? Genau, Jesus spricht zu einer Person, zu Nikodemus und sagt, ihr müsst wieder geboren werden. Hat er von ihm im Pluralis Majestatis gesprochen? Nein. Warum sagt er ihr? Hatte Nikodemus schon mal andeuten lassen, dass er ein Repräsentant war in der Geschichte? In der Geschichte, in Johannes 3, hat der Nikodemus schon irgendetwas gesagt, was deutlich machen lässt, er kam nicht nur alleine, er kam auch im Auftrag anderer sozusagen. Ja, fast gleich, knapp daneben. Er sagt, wir wissen, dass du ein Lehrer bist von Gott gesandt, ja? Also er hat ja angedeutet, ich bin hier nicht ganz alleine, ich bin zwar der Einzige, der gekommen ist, aber da gibt es noch andere, die denken ganz ähnlich. Wir haben einen Glauben, wir glauben, dass du ein Lehrer bist, weil wir sehen die Zeichen und Jesus sagt, ich habe interessante Neuigkeiten für euch, das reicht nicht aus, das ist ja gut und schön, aber das reicht nicht aus, ihr braucht den Heiligen Geist. Euer Stammbaum bis zu Abraham nützt nichts, weil Abraham ist schon tot. Ihr müsst von neuem geboren werden.

[27:38] Interessanterweise, vorher hatte Jesus immer nur gesagt, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er in das Reich Gottes nicht reingehen. Wenn jemand nicht durch Wasser und Geist geboren wird, kann er in das Reich nicht hineingehen. Er hat nie gesagt, ihr müsst. Er hat immer nur das als Bedingung gesagt, so das wäre die Bedingung, um ins ewige Leben zu kommen. Seht ihr das? In Vers 3 und 5, da sagt er nicht, Jesus sagt, wir denken das immer, aber Jesus war sehr taktvoll. Wir denken immer, der Nikodemus kam mit seiner Frage und Jesus wirft ihm an den Kopf, du bist unbekehrt. Nein, nein, das macht Jesus nicht. Jesus sagt nur, du weißt ja, die Bedingung, um ins ewige Leben zu kommen, ist die Wiedergeburt. Er hatte noch nicht explizit gesagt, dass Nikodemus nicht wiedergeboren ist. Er hat nur gesagt, das wäre die Bedingung, zweimal und erst als Nikodemus offensichtlich das gar nicht kennt, sagt er, ihr müsst von neuem wiedergeboren werden. Also Jesus, obwohl er genau wusste, was in dem Menschen ist, war trotzdem sehr taktvoll, auch gegenüber Nikodemus. Lasst euch nicht einreden, er hätte dem Nikodemus einfach so mit der Bratpfanne eben gleich so das Evangelium drüber gezogen. Er war sehr taktvoll und jetzt, als Nikodemus total verwirrt ist, sagt er, schau Nikodemus, nicht nur du, ihr alle, ihr Führer Israels, ihr habt ein Problem. Ihr müsst von neuem geboren werden.

[29:05] Und naja, aber was macht man, wenn derjenige, zu dem man predigt, es nicht versteht? Das hat Jesus oft erlebt, ja, die Leute haben es einfach nicht begriffen. Was macht man, wenn man etwas erklären will und die Leute verstehen es einfach nicht? Man macht ein Bild, man malt etwas auf, man gibt ein Gleichnis, man erzählt etwas und so macht es Jesus.

[29:27] Vers 8, Jesus verwendet ein Bild für den Heiligen Geist. Vers 8, der Wind weht, wo er will und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Also das Bild ist natürlich recht naheliegend. Ihr wisst wahrscheinlich, dass im Hebräischen das Wort ruach sowohl Wind als auch Geist als auch Atem bedeutet. Dasselbe im Griechischen, das ist pneuma. Also schon, das ist fast wie ein Wortspiel hier. Man könnte das fast identisch übersetzen mit dem Wind und dem Geist.

[30:18] Frage, jetzt bin ich mal gespannt. Gibt es irgendeine biblische Stelle, die uns etwas über den Wind lehrt? Eine meteorologische Stelle sozusagen über das Wesen des Windes? Kennt ihr eine Stelle, wo der Wind erklärt wird? Als Symbol, ja, aber ich meine den tatsächlichen buchstäblichen Wind dort draußen, wo jemand sich die Mühe macht zu erklären, wie der Wind so funktioniert. Im Hier gibt es einige Stellen, die so in die Richtung gehen, aber es gibt jemand, der war Naturbeobachter genug in der Bibel, um etwas Interessantes herausgefunden zu haben über den Wind. Wer war der Naturbeobachter in der Bibel? Wer hat sich beschäftigt mit den Tieren und den Pflanzen? Adam und Eva, ja, die haben nicht so viel aufgeschrieben, leider. Wer war einer der großen Biologen der Bibel? Jesus selbst natürlich, ja natürlich. Im alten Testament der klügste Mann, Salomon. Die Bibel sagt, er sprach über die Tiere, er sprach über die Vögel und über die Pflanzen, er sprach auch über den Wind.

[31:30] Schaut mal in Prediger 1, Vers 6. Relativ unbekannter Vers, aber der lehrt uns etwas, das ist interessant jetzt mit Nicodemus hier der Geschichte zu verbinden. In Prediger Kapitel 1 und dort Vers 6. Schaut mal, was der Salomon damals schon rausgefunden hat. Prediger 1, Vers 6. Was heißt es? Der Wind geht, weht gegen Süden und wendet sich nach Norden. Es weht und wendet sich der Wind und zu seinen Wendungen kehrt der Wind wieder zurück.

[32:13] Also kurz ausgedrückt, was will der Salomon damit sagen? Es wendet sich der Wind? Ja, es gibt sozusagen Systeme, ein Kreislaufsystem und der Wind weht mal von der Richtung, mal von der Richtung, aber letztendlich bleibt alles irgendwo im Gleichgewicht. Der Wind kommt mal von Osten, mal nach Norden, mal nach Süden, aber irgendwo kommt er immer wieder von denselben Stellen auch. Es ist nicht so, dass der Wind immer nur von einer Seite in die eine Richtung weht, sondern es hat einen gewissen zyklischen Charakter. Das ist interessant, weil Jesus den Wind verwendet, um das Wirken des Heiligen Geistes zu erklären. Wenn der Wind immer wieder bestimmte Dinge tut, immer wieder von bestimmten Seiten kommt, fast wie ein Zyklus, kann es dann sein, dass auch Gott, das Gottesgeist, immer wieder dieselben Dinge tut? Sagt nicht sogar der Salomon ein Vers später, es geschieht nichts Neues unter der Sonne? Nicht zuletzt deswegen, weil Gott seine Prinzipien immer wiederholt? Gottesgeist wirkt immer ähnlich. Nun, ihr wisst, der Wind ist vielleicht niemals genau gleich, aber bestimmte Gesetzmäßigkeiten lassen sich schon erkennen und so wie der Wind immer wieder von selben Richtungen weht, so wiederholt auch der Geist Gottes sein Wirken an den Menschen immer wieder. Der Wind ist nicht einfach nur von einer Himmelsrichtung in die andere, so eine Einbahnstraße. So ist auch der Heilige Geist nicht eine Einbahnstraße, der eine Methode versucht und wenn das nicht funktioniert hat, dann hört er auf. So ein Heiliger Geist arbeitet von verschiedenen Richtungen, so wie der Wind.

[34:04] Aber es gibt noch mehr. Gibt es im Alten Testament eine Stelle, wo der Wind eine wichtige Rolle bei der Wiederbelebung von Menschen hat? Wo der Wind eine entscheidende Rolle bei der Wiederbelebung von Menschen hat? In Hesekiel 37, Hesekiel 37 und ihr kennt vielleicht die Geschichte, da war die Armee Gottes tot, nicht nur tot, da waren noch Knochen übrig und die Knochen waren trocken. Da war gar nichts mehr zu hoffen. Und dann lesen wir mal Vers 9. Da sprach er zu mir, richte eine Weissagung an den Odem. Ruach, Wind, Geist. Weissage, Menschensohn und sprich zum Odem. So spricht Gott der Herr Odem. Komm aus den vier Windrichtungen und hauche diese Getöteten an, dass sie lebendig werden. Glaubt ihr, der Nikodemus kannte die Geschichte? Ja oder nein? Der wusste, der Wind, der Odem wird benutzt als ein Bild, um die tote Armee Israels wieder lebendig werden zu lassen. Erweckung und Reformation. Und Jesus benutzt dasselbe Bild, um ihm quasi durch die Blume zu sagen, ja Nikodemus, du bist geistlich tot. Geistlich gesehen gibt es bei dir nur ein paar Knochen, nicht mal mehr Fleisch. Du brauchst den Wind, der alles lebendig macht.

[36:03] Übrigens, wenn wir zurückgehen zu Johannes, da hat Jesus ja gesagt, so ist der, welcher aus dem Geist geboren ist. Hatte Johannes vorher schon mal eine ähnliche Formulierung gehabt, außer nicht im Geist geboren, sondern so ähnlich. Der Johannes hat in seinem Evangelium so eine ähnliche Formulierung, ziemlich am Anfang. Schaut mal in Johannes 1, Vers 13 und das ist ein wichtiger Punkt, wenn es um den Heiligen Geist geht. Was sagt Johannes 1, Vers 13? Welche nicht? Die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Also halten wir mal fest, in Johannes 1, Vers 13 heißt es aus Gott und in Johannes 3, Vers 8 wird derselbe Vorgang, Bekehrung, beschrieben aus dem Geist.

[37:21] Frage, seht ihr hier eine interessante Parallele? Der Geist ist nicht nur das Instrument, das Gott benutzt. Warum? Benutzt Gott auch Engel für unsere Bekehrung, ja oder nein? Klar, aber könnten wir sagen, wir sind aus dem Engel geboren? Nein. Diese Formulierung aus Gott geboren bezieht sich nicht einfach nur auf die Instrumente, die er benutzt, sondern auf ihn selbst. Das ist eine interessante Parallele, die deutlich macht, eine von vielen Stellen, dass der Heilige Geist auch tatsächlich Gott ist. Denn ansonsten könnte nicht der, der aus dem Geist geboren ist, wirklich aus Gott geboren sein. Aber da könnte man natürlich mehr dazu sagen, aber nur das mal als Punkt hier nebenbei.

[38:07] Übrigens, warum sagt Jesus, du weißt nicht, woher er kommt und du weißt nicht, wohin er geht? Warum sagt er denn das? Was will er damit ausdrücken? Du weißt nicht, woher er kommt, du weißt nicht, wohin er geht.

[38:23] Es gibt verschiedene Arten der Bekehrung, aber in jeder Art ist es so, egal ob sie plötzlich dramatisch wie bei Paulus oder ob sie Schritt für Schritt ist, immer war der Heilige Geist schon lange vorher da, bevor wir irgendwas realisiert haben. Der Geist Gottes schwebt schon in der Finsternis, lange bevor es Licht wird. Wenn wir unser allererstes Interesse gehabt haben an Gott und seinem Wort, war der Heilige Geist schon längst am Wirken. Man kann also nie auf Gott zugehen, man kann eigentlich sich nur von ihm ziehen lassen. In dem Moment, wo man anfängt zu sagen, vielleicht ist er doch was dran, war der Heilige Geist schon längst am Wirken. Man weiß gar nicht, seit wann. Und das Interessante ist, Jesus sagt nicht nur, du weißt nicht, woher er kommt, er sagt auch, du weißt nicht, wohin er geht. Nicht nur ist der Beginn des geistlichen Lebens für uns etwas nebulös, auch das Ziel des geistlichen Lebens ist etwas nebulös. Denn ganz genau, was mit uns am Ende alles sein wird, wissen wir auch nicht. Der Johannes sagt, wir wissen noch nicht ganz genau, wie wir sein werden. Wir wissen zwar, wir werden ihm gleich sein, aber so ganz können wir es nicht beschreiben. Als Christ wissen wir nicht ganz genau, wie unser Leben als Christ angefangen hat. Wir wissen auch nicht ganz genau, wie es enden wird. Aber eins wissen wir, wir wissen, der Geist ist gegenwärtig, weswegen. Woran kann man das nach Jesu Worten eindeutig festmachen? Dass der Geist da ist, auch wenn man ihn nicht fassen kann. Aber woher weiß man, dass er da ist? An der Wirkung. Man sieht den Wind daran, dass sich die Blätter bewegen. Bei einem bekehrten Menschen sieht man, dass die Blätter sich bewegen. Bei einem bekehrten Menschen sieht man, dass das, was man in der Bibel liest, sich mehr und mehr im Leben zeigt. Kein Mensch ist bekehrt, wenn da nichts zu sehen ist. Also die Bibel sagt nicht, dass alles auf einmal sofort in voller Blüte steht. Die Bibel sagt, das Reich Gottes wächst. Aber irgendetwas muss da sichtbar sein. Etwas von dem Einfluss des Geistes Gottes.

[41:08] Nicodemus ist jetzt wirklich interessiert. Schaut mal in Johannes 3, Vers 9. In Johannes 3, Vers 9 fragt er Nicodemus, antwortet und sprach zu ihm, wie kann das geschehen? Hat er schon mal so eine ähnliche Frage gestellt? Kurz davor hat er schon mal gefragt, wie kann das denn sein? Soll der Mensch etwa noch mal in den Mutterleib gehen? Diesmal fragt er dieselbe Frage ohne alle sarkastischen Untertöne, ohne satirischen Kommentar. Er fragt einfach nur, wie kann das sein? Vorher war das mehr so, ich glaube das nicht. Jetzt hat er echtes Interesse. Ellenweitz sagt, er war zwar nicht überzeugt, dass die Wiedergeburt notwendig ist, aber die Art und Weise, wie Jesus die Wiedergeburt beschrieben hat, das hat interessiert, wie das funktioniert. Er wusste noch nicht, ob er es wirklich braucht, aber die Art und Weise, wie das funktionieren würde, das hat ihn neugierig gemacht. Und er fragt, wie kann das geschehen?

[42:13] Frage, kennt ihr noch jemanden außer Nikodemus, der in den Evangelien eine ganz ähnliche Frage stellt, wie kann das geschehen? Eine ganz berühmte Person, das haben wir auch schon vor einigen Monaten hier besprochen. Da fragt eine Frau, als der Engel kommt und sagt, du wirst schwanger werden, da sagt die Maria, könnt ihr nachlesen in Lukas 1, wie kann das sein, wie kann das so geschehen, da ich von keinem Mann weiß. Wie soll das sein, wie kann das geschehen? Das heißt, diese Frage, wie kann das sein, das ist nicht einfach, dass jemand sagt, ein bisschen unrealistisch, es ist eher so, das ist ja fast unmöglich. Und das ist übrigens interessant, dass die Bibel diese beiden Dinge dadurch miteinander verknüpft. Diese Unmöglichkeit, dass Gott Mensch wird und dann diese Unmöglichkeit, dass ein Mensch wieder geistlich denkt. Gott wird Mensch, Jesus, der Heilige Geist erfüllt den Menschen. Das ist eine ganz interessante Sache.

[43:23] Jetzt, Nikodemus fragt, wie kann das geschehen und Jesus sagt jetzt etwas sehr Interessantes.

[43:32] Vers 10, Jesus erwiderte und sprach zu ihm, du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht. Das sind schon ziemlich deutliche Worte, oder? Wir könnten etliche Verse lesen, die Zeit haben wir jetzt nicht, wie schon im alten Testament immer wieder angedeutet wird, wie die Lehrer des Volkes, die Schriftgelehrten oft die grundsätzlichen Dinge nicht verstanden haben. Die Bibel spricht von den Blinden, Blindenleiter, schon das alte Testament spricht davon, dass die Propheten und die Seher, ihre Augen sind verhüllt, sie sind eingeschlafen, sie sind trunken und so weiter. Aber denkt mir den Satz nochmal nach. Jesus sagt, du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht. Was impliziert die Frage? Wenn man die Frage mal nachdenkt, stellt euch dieses vor, Nikodemus fragt ihn, wie kann das geschehen und Jesus sagt, hey, du bist der Lehrer Israels, du bist Professor für Theologie und du weißt das nicht. Was impliziert die Frage? Du bist kein echter Theologe, ja. Vielleicht, Menschen halten dich für einen Theologen, aber eigentlich bist du kein Theologe in Gottes Augen. Das ist übrigens dann ein toller Punkt für das, was Paulus macht. Paulus sagt, wo ist die Weisheit dieser Welt, wo sind die Schriftgelehrten? Die Schriftgelehrten dieser Welt haben Jesus ans Kreuz gebracht, die kannten die Bibel, hatten ihren theologischen Doktor gerade und haben überhaupt nichts geblickt, während Fischer die Bibel verstanden hat, obwohl auch dann nur mit drei Jahren, ich war nach Hilfe und Recht bei Jesus, aber immerhin. Okay, das eine ist also, du bist gar kein echter Theologe, jedenfalls nicht in Gottes Augen. Was ist der zweite Punkt? Was impliziert das noch? Das ist eine interessante Aussage. Ja, das ist ein bisschen auch, genau, du bist doch Theologe, du weißt es nicht, impliziert natürlich auch, willst du es denn wissen, genau, was ja gleich deutlich wird, dass er es wirklich will. Aus der Frage, wenn ihr die Frage nachdenkt, darüber nachdenkt, hätte Nicodemus das wissen können, ja oder nein? Wenn ja, woher? Welche Schrift stand dem Nicodemus zur Verfügung? Das Alte Testament. Was Jesus sagt ist, was ich hier in Johannes 3 predige, was immer so als das Musterbeispiel neutestamentlicher Theologie, die Lehre Jesus, nicht wahr, Johannes 3, Vers 16, oft immer gesehen als das Gegenteil zum Alten Testament. Ich war im Alten Testament, das Gesetz und der Gehorsam und die Vorschriften und der Bund und so weiter und im Neuen Testament, Johannes 3, Vers 16. Aber in dem Kapitel sagt Jesus, diese Dinge müsstest du als Professor für Altes Testament doch kennen.

[46:24] Was ist die Implikation? Jesus sagt, was ich hier jetzt predige, ist so eins zu eins alles im Alten Testament zu finden. Das Neue Testament, Johannes 3, Vers 16 oder 14 oder 15 bringt überhaupt nichts Neues. Denn schaut mal, ansonsten wäre die Aussage von Jesus ein bisschen gemein, oder? Wenn Jesus etwas Neues offenbart hätte, was Nicodemus nicht hätte wissen können und er dann sagt, du bist der Lehrer und weißt es nicht, dann wäre es arrogant. Aber indem Jesus sagt, du bist der Lehrer Israels, du kennst das Alte Testament und du kennst diese Lehre von der Wiedergeburt nicht, macht deutlich, dass Gott erwartet hatte, dass das, was wir Evangelium nennen, was wir aus Matthäus, Markus, Lukas ableiten, die Juden alle schon aus Obadja und Zacharja und Jesaja und Daniel und 5. Mose hätten ableiten sollen. Das stand alles schon drin. Und wir haben einige Beispiele letztes Mal gegeben, wo Gott sagt, ich will meinen Geist in euer Inneres legen, ich will euch mit Wasser besprengen. Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist war deutlich gelehrt in 5. Mose und in Ezekiel und in vielen Stellen. Also Jesus bringt keine neue Wahrheit, sondern er frischt nur die alte auf.

[47:35] Und übrigens sagt er noch etwas hier, das ist eine wichtige Lehre. Er sagt, hey Nicodemus, du hast dich gerade lustig gemacht über meine Worte. Als Jesus sagt, du musst von neuem wiedergeboren werden, wie soll das denn geschehen? Soll man wieder in den Bauch der Mutter zurückkehren? Nicodemus, anstatt dich lustig zu machen über Dinge, die du nicht verstehst, erkenne erstmal, was du alles nicht weißt. Ganz oft geschieht es so, wenn Leute uns etwas sagen, was uns nicht gefällt, weil wir das vielleicht noch nicht erkannt haben, dass wir erstmal dagegen schießen, es vielleicht sogar lächerlich machen, erstmal irgendwie uns davon distanzieren. Statt einfach erstmal einzustehen, das habe ich noch nie studiert, eigentlich kann ich dazu gar nichts sagen. Unsere Gemeinden wären viel besser dran, wenn jeder nur zu den Dingen was sagen würde, die er wirklich in der Bibel studiert hat. Ich sage es nochmal, auch für alle die zuschauen, unseren Gemeinden ginge es sehr viel besser, wenn jeder nur sich zu den Dingen äußert, die er wirklich in der Bibel gelesen und studiert hat. So oft erlebe ich das, dass Leute einfach mal in der Sabbatschule einfach aus dem Bauch heraus so denken, ich denke das ist so, ich denke das ist aber anders, ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott das so sagt oder das passt gar nicht in mein Gottesbild, ist doch vollkommen egal, ob es in dein Gottesbild passt oder nicht. Die Frage ist, hast du es in der Bibel studiert? Weißt du, was du sagst oder tust du vielleicht nur eine unbequeme Wahrheit wegdrücken? Jesus sagt, wenn du es schon nicht weißt, dann hör wenigstens zu, dann hör erst mal zu und lerne und das glaube ich ist sehr, sehr wichtig.

[49:21] Jetzt, Jesus sagt in Vers 11, wahrlich, wahrlich. Das wievielte wahrlich, wahrlich ist das jetzt, wenn ihr mitgezählt habt? Das dritte im Kapitel und das vierte insgesamt, wir hatten schon eins in Johannes 1 und jetzt das vierte, aber in diese Geschichte kommt das sehr oft, nicht wahr? Also diese Geschichte ist unglaublich wichtig. Er sagt zum dritten Mal wahrlich, wahrlich und dann sagt er was wirklich spannendes, das solltet euch interessieren. Er sagt hier, wir reden, was wir wissen und wir bezeugen, was wir gesehen haben und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.

[50:00] Frage, hat Jesus gewusst, was er gepredigt hat, ja oder nein? War er sich davon übersichert, dass wenn er über den Vater gesprochen hat, wusste er, was er sagt? Klar wusste er, dass er dabei beim Vater gewesen. Jetzt habe ich eine Frage an euch, warum sagt er wir? Spricht er jetzt von sich im Plural des Majestatis? Warum sagt er wir? Er sagt nicht, ich weiß, was ich rede, er sagt, wir wissen, was wir reden und ihr nehmt es nicht an. Okay, aber Gott, der Vater und der Heilige Geist haben jetzt nicht so direkt, ich meine, du hast natürlich letztlich recht, aber die haben nicht so direkt jetzt für den Nikodemus gesprochen. Also wenn der Nikodemus, die Frage ist, was hat der Nikodemus gedacht, als Jesus sagt wir? Er sah ja nur erstmal Jesus. Den Vater hat Nikodemus nicht gehört, den Heiligen Geist hat Nikodemus nicht gehört, aber er hat Jesus gehört. Wenn also Jesus sagt, Jesus sagt ja, wir haben es euch gesagt und ihr nehmt es nicht an. Ja, ja, die Propheten, schaut mal mit mir in Johannes, in Erstjohannes 1, Erstjohannes 2, Entschuldigung, Erstjohannes 2 und dort Vers 20.

[51:17] Erstjohannes 2, Vers 20. Hier schreibt Johannes, der auch das Evangelium geschrieben hat und er schreibt an die Gläubigen und sagt und ihr habt die Salbung von dem Heiligen, übrigens was ist die Salbung? Was ist die Salbung? Womit werden wir gesalbt? Mit dem Heiligen Geist. Und was ist der nächste Satz? Und ihr wisst alles. Ja, heißt das jetzt, dass Gläubige allwissend sind, dass sie nicht mehr lernen müssen in der Schule? Ja oder nein? Sind Gläubige allwissend? Was meint er mit, ihr wisst alles? Schaut mal in Erstjohannes 5, Vers 11 und 12. Erstjohannes 5, Vers 11 und 12.

[52:10] Jesus sagt ja, wir wissen, was wir reden und wir bezeugen es euch. Schaut mal in Erstjohannes 5, Vers 11. Johannes sagt uns, Menschen die im Geist leben, die gesalbt sind mit dem Heiligen Geist, die nicht aus Fleisch geboren sind, sondern die aus dem Geist geboren sind, die wissen, dass sie mit Gott leben. Sie wissen, dass sie den Sohn haben. Johannes sagt das sehr deutlich. Schaut mal in Erstjohannes 1, Vers 1 bis 3. Da sagt Johannes, was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir in unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens. Das Leben ist erschienen und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch. Also seht ihr, der Johannes sagt, ich weiß, was ich sage. Johannes sagt, ich habe gehört, das könnte sein, eventuell, nicht wahr, da ist die Wahrscheinlichkeit. Johannes sagt, ich habe es erlebt, ich habe es gesehen, ich weiß, mein Zeugnis ist wahr. Johannes sagt nicht, ich bin allwissend. Aber Johannes sagt, ich bin vom Heiligen Geist erfüllt. Jesus ist Gottes Sohn und ich habe ewiges Leben und ich weiß es.

[53:40] Wenn Jesus also sagt, wir wissen, spricht er von einer Gruppe von Menschen. Wir haben gelernt in Johannes 3, Vers 6, was aus Fleisch geboren ist, das ist Fleisch und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. In dieser Welt gibt es zwei Gruppen von Menschen. Es gibt die, die aus dem Fleisch geboren sind und die, die nicht nur aus dem Fleisch, sondern auch aus dem Geist geboren sind. Und in dieser Gruppe gibt es nicht nur eine Person, es gibt viele. Alle, die aus dem Geist geboren sind, wissen, was sie sagen. Sie wissen vielleicht nicht alles in der Welt, aber das, was sie sagen, die Erfahrungen, die sie mit Jesus haben, die kann ihnen niemand nehmen. Sie wissen, dass es so ist. Er sagt, wir, er sieht sich als Repräsentant aller, die im Geist leben. Seine Jünger, sicherlich auch die Propheten, die vor ihm gewesen sind, klar. Letztlich auch wir, wenn wir im Geist leben. Er sagt, wir wissen.

[54:46] Übrigens, wer hatte vorher gesagt, wir wissen? Wer hat im gleichen Kapitel schon vorher gesagt, wir wissen? Nicodemus. Nicodemus war zu Jesus gekommen und hat gesagt, wir wissen, dass du ein Lehrer bist. Er sagt, das nehme ich nicht an. Und dann sagt Jesus, wir wissen, aber ihr nehmt es nicht an. Nicodemus kam als Repräsentant der Pharisäer. Er kam als Repräsentant von weltlich weisen Menschen, die sogar religiös waren und alles, was sie wussten, war das, was sie gesehen haben, wie sie es eingeschätzt haben, ihr fleischliches Wissen. Jesus sagt, ja, du sagst, wir wissen. Wir, du lebst noch im Fleisch. Wir haben erlebt, was es bedeutet, im Geist zu leben. Wir wissen, was wir sagen, aber ihr nehmt es nicht an.

[55:34] Was sagt Paulus? Geistliches wird wie verstanden? Geistlich. Und der natürliche Mensch nimmt nicht an, was das Geist des Gottes ist. Er sagt, die Predigt vom Kreuz ist ihm eine Torheit. In Johannes 3 sehen wir den Geist und das Fleisch im Kampf. Genau den Kampf, den Paulus beschreibt und Römer 7 und Römer 8 und Galater, die kämpfen gegeneinander, sind ganz deutlich. Jesus sagt, wir wissen das, wir, die wir im Geist leben. Die Frage ist, ihr Lieben, die Frage ist, weißt du auch? Weißt du, dass Jesus mit dir ist? Weißt du, dass du das Leben hast? Zu viele, auch im Volk Gottes, versuchen ihr Bestes in der Hoffnung, dass es am Ende irgendwie klappen könnte. Und das können manchmal die in Anführungsstrichen konservativsten Christen sein, versuchen alles richtig zu machen. Aber sie haben es nicht erlebt, dass sie sagen können, ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Ich weiß, dass er mir vergeben hat und auch wenn ich nicht alles verstehe, aber ich weiß, dass wenn ich bei ihm bleibe, ich das ewige Leben habe. Nicht so als hoffentlich, wenn alles gut geht. Nein, wir wissen, sagt er.

[57:23] Und dann sagt er etwas Interessantes, Vers 12, wir sind gleich fertig. In Johannes 3, Vers 12, glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? Jesus macht hier einen Unterschied, das ist jetzt sehr wichtig. Er unterscheidet zwei Dinge, die irdischen Dinge und die himmlischen Dinge. Frage, jetzt bin ich gespannt, wer von euch den Vers versteht. Hat Jesus in Johannes 3 und davor, hat er von irdischen Dingen gesprochen oder von himmlischen Dingen? Schaut den Vers genau an. Hat er von irdischen oder von himmlischen Dingen gesprochen? Von irdischen. Also an der Stelle meint irdisch und himmlisch nicht sündhaft und heilig, sondern es meint Dinge, die mit der Erde zu tun haben und Dinge, die mit dem Himmel zu tun haben.

[58:27] Jesus kam ja auf die Erde, um den Erlösungsplan erst mal auf der Erde zu beginnen. Ist der Erlösungsplan auf der Erde vollendet? Ja oder nein? Nach seinem Leben und Kreuzestod und Auferstehung würde er in den Himmel gehen, um dort als Hoher Priester den himmlischen Dienst zu verrichten. Aber vor den himmlischen Dienst kommt der irdische Dienst. Und jetzt sagt Jesus etwas Interessantes. Er sagt, wenn ihr schon nicht meinen irdischen Dienst versteht, wenn ihr schon nicht versteht, was ich hier in Bezug auf die irdischen Dinge, auf mein Leben und Sterben erklären will, wenn ihr das schon nicht versteht, wie wollt ihr jemals die himmlischen Dinge verstehen? Wenn jemand nicht das Leben und den Tod und die Auferstehung Jesu versteht, kann er niemals den himmlischen Heiligungsdienst verstehen. Jesus sagt mit anderen Worten, ihr erwartet das himmlische Königreich. Ihr wollt, dass der König kommt und die Römer vertreibt. Aber ihr versteht nicht mal, wenn der König als Mensch auf der Erde ist. Ihr wollt ins Himmelreich, aber ihr versteht es nicht mal, wenn es menschlich vor euch steht. Ihr versteht es gar nicht. Das ist übrigens ein wichtiger Hinweis. Das bedeutet, wir können das Untersuchungsgericht nach 1844 überhaupt nur verstehen, wenn wir die Evangelien verstehen. Das, was Jesus sagt. Und es wäre ein törichter Fehler, wenn wir denken als Adventisten, Evangelium haben wir alle, nicht wahr, das Matthäus, Markus, Lukas, das brauchen wir nicht. Wir machen jetzt nur noch eine Offenbarung. Wäre ein tödlicher Fehler, weil Jesus sagt, wenn ihr das Evangelium nicht versteht, die irdischen Dinge, wie sollt ihr jemals die himmlischen Dinge verstehen.

[1:00:05] Also, letzter Vers, Vers 13 und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Jetzt, ich zugegeben, diese beiden Versen sind relativ schwierig. Die werden auch in allen Johannes 3 Predigten immer übersprungen. Ich habe die noch nie in den Johannes 3, ich habe schon viele Johannes 3 Predigten gehört, aber selten diese Verse. Ja, man spricht immer gleich zu Vers 14. Kommen wir nächste Woche hin. Was heißt dieser Vers? Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen.

[1:00:45] Erste Frage, ist es eine buchstäbliche Stelle oder eine symbolische Stelle? Denkt mal nach. Ist es eine buchstäbliche Aussage oder eine metaphorische, symbolische? Hm? Er war noch nicht in den Himmel gestiegen, okay. Ja, schau dir das erst einmal genau an. Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist. Kann diese Aussage buchstäblich gemeint sein? Ja oder nein? Warum nicht? Weil schon Menschen, außer Jesus, in den Himmel gestiegen sind. Wer denn? Henoch und Elia, nicht wahr, Moses ist auch verweckt worden, genau, aber mindestens zwei sind lebendig von der Erde in den Himmel hinaufgestiegen. Wenn also jemand, wenn Jesus sagt, niemand ist in den Himmel aufgestiegen, dann ist das offensichtlich keine buchstäbliche Aussage, weil ansonsten würde er dem alten Testament widersprechen. Also was bedeutet sie da?

[1:02:06] Erste Frage, wer ist dieser Sohn des Menschen, der im Himmel ist? Ihr sagt natürlich Jesus, klar. Versetzt euch in die Lage von Nikodemus. Als Jesus sagt, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist, woran wird der Nikodemus sofort unweigerlich haben denken müssen? Versucht euer alttestamentliches Pharisäer-Gehirn aufzusetzen. Jemand sagt, Sohn des Menschen im Himmel. Für einen guten Alttestamentler, der das Alttestament kennt, gibt es nur eine Stelle, die mir sofort einfällt. Daniel 7. Das Wort Menschensohn kommt öfter vor. Hesekiel wird immer Menschensohn genannt, aber Hesekiel ist immer auf der Erde, der ist ja nicht im Himmel. Aber schaut mal in Daniel 7, Vers 13. Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Also wenn es einen Sohn des Menschen gibt, der im Himmel ist, dann doch der aus Daniel 7, Vers 13. Und was passiert mit dem? Er gelangt zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verdient. Und alle Völkerstämme sprachen zu ihm, seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und so weiter und so fort.

[1:03:43] Nicodemus kannte die Stelle, das ist der Messias, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist, der König. Und Jesus sagt, dieser Menschensohn ist vom Himmel herabgestiegen und er ist der Einzige, der herabsteigt und heraufsteigt. Und zwar nicht im Sinne, dass er der Einzige im Himmel ist, sondern der Einzige, der die Verbindung, die geistliche Verbindung zwischen Himmel und Erde schafft. Wie nennt man so eine Verbindung zwischen Himmel und Erde? Die Himmelsleiter. Könnt ihr euch erinnern, in Johannes 1, wo wir gesagt haben, dass Jesus gesagt hat, ich bin die Himmelsleiter? Der Turmbau zu Babel hatte versucht, den Himmel zu erreichen. Die hatten versucht, in den Himmel hinauf zu steigen. Ist es geglückt? Ja oder nein? Klingt nicht gescheitert. Die einzige Möglichkeit, in den Himmel zu gelangen, ist durch den, der zuerst vom Himmel herabgestiegen ist. Das heißt, die Idee beim Turmbau zu Babel war, wir strengen uns an und wenn wir nur stark genug bauen, dann kommen wir in den Himmel. Das ist das Denken des Fleisches. Wenn wir uns nur anstrengen, wenn wir nur Askese machen, wenn wir uns nur bemühen, gute Werke zu tun, werden wir in den Himmel kommen. Und Jesus sagt, vergiss es. Der einzige Weg, in den Himmel zu kommen, ist über den, der vom Himmel gekommen ist. Die einzige Verbindung zum Himmel ist nicht der Turmbau zu Babel, sondern die Jakobsleiter und die kommen vom Himmel herab.

[1:05:41] Jesus macht an der Stelle eine sehr eindrucksvolle Schilderung. Er vergleicht zwei Arten letztlich, in den Himmel zu kommen und sagt, nur der. Niemand ist in den Himmel gestiegen, außer über mich. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und damit hat er Nikodemus dann bereitet, auf die Verse, die so berühmt sind, dass wir sie nächste Woche machen werden. Aber ich hoffe, ihr seht, Jesus zeigt dem Nikodemus hier wirklich ganz tiefe Wahrheiten, die wir gar nicht oft genug wiederholen können. Wir müssen im Geist leben.

[1:06:26] Alle religiöse Form und Aktivität nützt nichts, gar nichts, wenn wir nicht mit Jesus sagen können, wir wissen, was wir glauben, denn wir haben aus seinem Wort den Heiligen Geist empfangen. Und wir leben aus dem Wort. Wir glauben ihm nicht wegen Zeichen und Wunder und weil wir ihn so toll finden. Wir glauben ihm aufgrund des Wortes. Das ist ein festes Fundament, das uns keiner nehmen kann. Und auf diesem Fundament können wir alle gemeinsam die Jakobsleiter in den Himmel steigen. Das ist der einzige Weg. Nächste Woche sehen wir, wie das Gespräch endet. Aber für heute, lasst uns diese Entscheidung fällen, täglich mit dem Geist zu leben und nicht mit dem Fleisch. Amen.

[1:07:20] Lasst uns noch gemeinsam beten.

[1:07:21] Liebe Vater im Himmel, hab Dank für die Worte, die aufgezeichnet sind in Johannes 3. Es sind so fundamental wichtige Worte und so oft ignorieren wir sie oder vergessen sie. Bitte hilf uns wirklich von ganzem Herzen. Hilf uns, ein Leben im Geist zu leben. Dass wir nicht fromme fleischliche Christen sind, sondern überzeugte geistliche Christen. Lass dein Heiligen Geist reichlich in uns wohnen. Dass wir täglich wiedergeboren werden durch den unvergänglichen Samen des Wortes Gottes. Dass wir wissen, dass unsere einzige Hoffnung, in den Himmel zu kommen, allein in Jesus Christus fußt und darauf baut. So danken wir dir, Herr Jesus, für das, was du getan hast. Dass du herabgekommen bist, um den Weg zum Himmel zu ebnen. Hab Dank dafür, Jesus, von ganzem Herzen. Amen.

[1:08:51] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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