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In dieser Predigt wird das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus in Johannes 3 weiter vertieft. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung der von Mose in der Wüste erhöhten Schlange und zieht Parallelen zum Kreuz Jesu. Er beleuchtet, wie Glaube, Liebe und Werke im christlichen Leben zusammenhängen und betont, dass Erlösung allein durch den Glauben an Jesus möglich ist, nicht durch eigene Werke. Die Predigt ermutigt dazu, den Blick auf Jesus zu richten und sich von ihm wandeln zu lassen.

In dieser Predigt wird das Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus in Johannes Kapitel 3 beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die tiefgründige Symbolik der erhöhten Schlange in der Wüste und wie sie auf das Kreuz und die Erlösung durch Jesus Christus hinweist. Es wird erörtert, wie Glaube, Liebe zur Wahrheit und das Ablegen von bösen Werken entscheidend für die Rettung sind und wie Gottes Liebe sich am Kreuz offenbart.


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Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen. Schön, dass ihr wieder da seid zu unserem Seminar "Der Ersehnte". Und ich freue mich, dass ihr gekommen seid, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.tv.de. Und wir wollen heute die letzte Folge haben über Nikodemus. Wir haben die letzten beiden Wochen uns intensiv mit diesem ganz wichtigen Gespräch beschäftigt und wollen jetzt die letzten Verse dort gemeinsam betrachten. Und bevor wir beginnen, wollen wir noch guter Gewohnheit mit einem Gebet starten und ich lade euch dazu ein, niederzuknien.

[1:09] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir jetzt zu dir kommen können. Ich möchte dir Danke sagen, dass du uns jeden Tag zu dir rufst und dass wir immer wieder zu dir kommen dürfen, dein Wort zu hören, aus deinem Wort zu lernen. Bitte schenke uns den Heiligen Geist. Stärke uns, tröste uns, ermahne uns und gib, dass wir unser Glaubensgebäude wirklich auf ein festes Fundament bauen. Wenn wir jetzt diese so überaus wichtigen Verse lesen, bitte schenke uns neue Gedanken, frische Gedanken, die uns zeigen, wie sehr du uns liebst. All das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[2:04] Johannes Kapitel 3 und dort ab Vers 14. Vielleicht fassen wir kurz zusammen, was wir in den Versen vorher gelesen hatten. In Johannes 3 und dort ab Vers 11 hatten wir gesehen, wie Jesus auf dieses mehrmalige Nachfragen von Nikodemus ihm eine wichtige, wichtige Sache erklärt. Er sagt nämlich, wir hätten gesehen, es gibt dort zwei Dinge: Es gibt das Fleisch und den Geist. Wir hätten gesehen, in Vers 6 schon, was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.

[2:53] Und in Vers 11 sagt dann Jesus: "Wir reden, was wir wissen." Könnt ihr euch noch erinnern, was wir gesagt haben, wer dieses "wir" repräsentiert? Ja, wir haben letztes Mal herausgearbeitet, dass Nikodemus zu Jesus kommt und sagt: "Wir wissen, dass du ein Lehrer bist." Und dann sagt Jesus: "Wir" – und er meint sich selbst und alle, die im Geist leben – "wir wissen, was wir erlebt haben mit dem Geist, und du weißt es noch nicht. Ja, du bist noch nicht bekehrt, du bist noch nicht neu geboren." Er redet also von allen, die im Geist leben und nicht im Fleisch. Nikodemus ist religiös, aber er lebt im Fleisch. Er erkennt dieses Prinzip der Wiedergeburt noch nicht. Und Jesus sagt: "Wir wissen, was wir bezeugt haben." Ja, so wie auch später Johannes sagen wird: "Was wir gesehen haben, was wir betastet haben, das bezeugen wir euch."

[3:45] Und dann sagt Jesus in Vers 12 und 13, ich fasse das mal zusammen, das sind relativ schwer verständliche Verse. Er sagt: "Wenn ihr nicht uns glaubt in Bezug auf den irdischen Dienst des Messias, wie wollt ihr dann jemals den himmlischen Dienst des Messias verstehen?" Ja, die Juden haben immer auf das Königreich Gottes gewartet, das himmlische Königreich. Aber Jesus sagt: "Wenn ihr schon die irdischen Dinge nicht versteht, wenn ihr mich nicht in meinem irdischen Dienst versteht, werdet ihr niemals meinen Königreich-Dienst im Himmel verstehen."

[4:17] Und dann sagt er etwas, und das ist der Schlüssel für die nächsten Verse. In Vers 13: "Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist." Könnt ihr euch erinnern, welche alttestamentliche Stelle Jesus hier paraphrasiert oder zumindest auf welche alttestamentliche Stelle er anspielt mit dieser Idee von einem Sohn des Menschen, der im Himmel ist? Es geht um die Himmelsleiter, aber diese Idee von einem Menschensohn, der im Himmel ist. Daniel, der König in Daniel, in Daniel 7, der Menschensohn, der im himmlischen Heiligtum vor den Uralten, dem das Königtum gegeben wird.

[5:09] Und hier sagt Jesus etwas Erstaunliches. Er sagt: "Dieser Menschensohn im Himmel, der König, würde herabsteigen, um dann wieder heraufzusteigen." Also, er ist derjenige, der den Himmel mit der Erde verbindet, der Menschensohn. Er sagt mit anderen Worten: "Der König, den ihr erwartet, der kommt vom Himmel herab." Und das ist jetzt wichtig, um den nächsten Vers gut zu verstehen.

[5:28] Schauen wir mal in Vers 14. "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden." Okay, um welche Person geht es hier? Um Jesus, das wissen wir heute. Aber als Nikodemus diesen Satz gehört hat, an wen hat er gedacht? An die Geschichte von Mose, genau. Also die Geschichte von Mose ist ja ein Vergleich. Er hat an den Messias gedacht, an denselben Sohn des Menschen, den wir in Vers 13 gesehen haben. Der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Mit anderen Worten, Nikodemus hätte zu dem Zeitpunkt niemals zugegeben, dass Jesus dieser Messias ist. Jesus gibt ihm vielmehr eine theologische Erklärung und sagt: "Pass auf, dieser Menschensohn, den du aus Daniel 7 kennst, der König, auf den ihr alle wartet, der muss erhöht werden."

[6:29] Und zwar auf dieselbe Art und Weise, wie die Schlange erhöht worden ist in der Wüste. Jetzt, das muss für Nikodemus ziemlich spektakulär gewesen sein, denn in seinem Kopf wird wahrscheinlich die Geschichte von der Schlange mit Daniel 7 – er wird keine Parallele gesehen haben. Aber Jesus sagt: "Dieser Menschensohn, den du kennst aus der Vision von Daniel 7, der muss zunächst einmal erhöht werden, wie die Schlange in der Wüste."

[6:57] Und das bringt uns natürlich zu der Geschichte. Wo finden wir diese Geschichte, wo die Schlange in der Wüste erhöht worden ist? In 4. Mose, noch ein bisschen genauer, wo? 4. Mose? Genau, 4. Mose 21 und wir können mal schon ab Vers 5 reden. Lesen. Das Volk murrt mal wieder. 4. Mose 21, Vers 5: "Und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser und unsere Seele hat einen Ekel vor dieser elenden Speise."

[7:46] "Da sandte der Herr Seraph-Schlangen – vielleicht steht bei euch feurige Schlangen, das ist, was es bedeutet, feurige Schlangen – unter das Volk, die bissen das Volk, so dass viel Volk in Israel starb." Also, wir haben das Volk, es sündigt, und was tut Gott als Folge darauf? Er bestraft sie, er ermahnt sie, er schickt ihnen etwas, und nur wenn sie sich zu ihm zuwenden, werden sie gerettet und müssen nicht sterben. Es ist eigentlich keine wirkliche Bestrafung.

[8:28] Lass uns mal kurz darüber nachdenken. Wo hat Gott die ganzen Schlangen herbekommen, um jetzt diese – jetzt mal in Anführungsstrichen – diese Strafe durchzuführen? Wo hat er die her exportiert? Ganz genau. Also, es ist nicht so, dass die Israeliten durch die Wüste marschieren und Gott sagt: "Wie könnte ich sie nur strafen? Ich importiere aus Saudi-Arabien jetzt Wüstenschlangen", sondern die Wüstenschlangen waren die ganze Zeit schon da. Nur die meiste Zeit der 40 Jahre haben die Israeliten keine gesehen. Warum? Weil Gott sie besonders beschützt hat. Sünde bringt uns an einen Zustand, wo wir Gottes Schutz verlieren und dann die natürlichen Konsequenzen zu spüren haben. Das ist also in Anführungsstrichen die Strafe. Gott zieht sich zurück, und die Israeliten, die erkennen das, diese Konsequenz der Sünde.

[9:23] Schaut Vers 7: "Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt." Und Mose bat für das Volk. Also, wir haben Sünde, wir haben die Konsequenzen der Sünde, die Seraphschlangen, wir haben Sündenerkenntnis, wir haben Sündenbekenntnis, und dann haben wir Mose, der für das Volk bittet.

[9:58] Und jetzt schaut mal in Vers 8: "Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine Seraphschlange und befestige sie an einem Feldzeichen, und es soll geschehen: Wer gebissen worden ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben."

[10:14] "Da machte Mose eine Erdschlange und befestigte sie an dem Feldzeichen, und es geschah: Wenn eine Schlange jemand biss und er die Erdschlange anschaute, so blieb er am Leben."

[10:27] Warum hat Gott ausgerechnet die Schlange auf ein Feldzeichen machen lassen? Da haben wir Gedanken gemacht. Was heißt denn "Feldzeichen"? Sein Stab, seine Stange. Warum nicht einfach eine Schlange, die so im Boden liegt? Warum eine Schlange auf einem Feldzeichen? Es war eine prophetische Voraussage auf das Kreuz, das stimmt. Nun, das haben die Israeliten natürlich zu dem Zeitpunkt nicht so klar gesehen. Aber was haben die mit einem Feldzeichen verbunden? Genau. Feldzeichen hat man benutzt, damit Armeen sich sammeln unter einem Banner. Die Israeliten hatten selbst ihre verschiedenen Feldzeichen. Jedes Lager, jeder Stamm hatte sein eigenes Feldzeichen, seinen Wimpel sozusagen. Und Gott sagt: "Wenn ihr gerettet werden sollt, dann müsst ihr euch unter einem besonderen Banner, unter einer besonderen Flagge sozusagen zusammenfinden, unter dem Banner der Seraph-Schlange."

[11:40] Jetzt, diese Idee von einem Banner und einem Feldzeichen kommt in der Bibel noch häufiger vor. Lasst mal euren Finger hier drin und geht mal mit mir zu Jesaja Kapitel 11. Wir wollen ja verstehen, was diese Geschichte mit dem Gespräch von Nikodemus und Jesus zu tun hat, weil Jesus benutzt jetzt diese bekannte Geschichte, die dem Nikodemus ja gut geläufig ist, um das Wesen der Erlösung wirklich gründlich zu erklären.

[12:16] In Jesaja 11 und dort Vers 10: "Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Heidenvölker fragen nach dem, nach wem fragen sie? Nach dem Reis aus der Wurzel Isai, oder der Wurzelspross Isais." Was bedeutet denn das? Was ist dieser Wurzelspross oder der Reis aus der Wurzel Isai? Der Nachkomme, wo haben wir den schon mal gehabt? Der Wurzelspross Isai, ganz, ganz berühmt, ganz bekannt, kennt ihr bestimmt.

[12:53] Im selben Kapitel, Jesaja 11, Vers 1: "Es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schössling hervorbrechen aus seinen Wurzeln. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn." Wer ist dieser Spross aus dem Stumpf Isais? Jesus, der Messias.

[13:16] Jesus benutzt genau diese Geschichte, weil wenn Nikodemus wirklich nachdenkt, kann er jetzt die einzelnen Punkte zusammenbringen. Nikodemus wartet auf den Messias, aber hier wird jetzt dieser Messias, dieser Wurzelspross Isais, er wird genannt ein Banner. Übrigens, im Hebräischen dasselbe Wort wie das Feldzeichen. Für wen soll der Messias ein Banner sein? Für wen soll er ein Feldzeichen sein, ein Banner? Für die Völker. Alle Heiden werden nach diesem Banner fragen.

[13:59] Also hier in Jesaja finden wir die Prophezeiung, dass wenn der Messias kommt, wird er sein wie eine Flagge, wie eine Standarte, wie ein Wimpel, und all die verschiedenen Völker werden nach diesem Messias sich ausrichten. Sie werden danach fragen und dahin kommen.

[14:23] Schaut man Vers 12: "Und er wird für die Heidenvölker ein Banner aufrichten und die verjagten Israel sammeln und die zerstreuten Judas zusammenbringen von den vier Enden der Erde." Also, der Messias kommt für Jude, er kommt für Israel und für die Heidenvölker. Der Messias war gedacht als ein Banner. Das gibt es übrigens mehrmals in der Bibel. Jetzt haben wir nicht Zeit, alle Phrasen nachzuschlagen. Ihr könnt es auch, wenn ihr das aufschreibt, in Jesaja 49, 22, selbe Idee.

[14:44] Der Messias ist also ein Feldzeichen, und Jesus sagt dem Nikodemus: "Der Menschensohn, der kommende König, der wird wie diese Schlange sein auf dem Feldzeichen."

[14:53] Jetzt, das mit der Schlange ist interessant. Die Israeliten, wenn sie an Seraph-Schlangen gedacht haben in dem Moment, woran haben sie gedacht? Ja, noch konkreter als in der Situation, als Mose diese eher eine Seraph-Schlange auf dieses Banner rauftut, auf dieses Feldzeichen. Woran haben sie bei Seraph-Schlangen gedacht? An die Schlangen um sich herum, oder? Denken wir drüber nach. Sie haben all diese Schlangen, die eine Konsequenz der Sünde sind, und dann sagt Mose: "Ins Wort vom Heiligen Geist, ich werde jetzt eine Schlange auf ein Feldzeichen machen, und alle, die von den Konsequenzen der Sünde gerettet werden wollen, müssen sich unter dem Banner versammeln, wo die Konsequenzen der Sünde abgebildet sind."

[15:57] Nochmal, um von den Konsequenzen der Sünde gerettet zu werden, muss man sich unter dem Banner sammeln, wo die Konsequenzen der Sünde sichtbar werden. Und damit ist das eigentlich ein wirklich eindrückliches Bild für das Kreuz, denn das Kreuz ist so ein Banner, an dem sich alle Völker sammeln können, und am Kreuz werden die Konsequenzen der Sünde sichtbar wie nirgendwo sonst.

[16:47] Schauen wir uns das ein bisschen genauer an. Der Messias, der dieses Feldzeichen ist, ja, das Feldzeichen wird verknüpft mit einer Schlange. Das heißt, der Messias selbst würde sich mit den Konsequenzen der Sünde identifizieren. Er würde selbst zur Schlange werden, sozusagen. Er würde zur Sünde werden, wie die Bibel sagt. So wie diese ehrende Schlange ein Abbild war von den echten Schlangen, so würde Jesus.

[17:11] Schaut mal in Römer 8, Vers 3. In Römer 8 und dort Vers 3, dort heißt es: "Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen, und die Sünde im Fleisch verurteilte."

[17:42] Also, so wie das rettende Banner auf dem Feldzeichen die gleiche Gestalt hatte wie die Schlange, so würde Jesus in der Gleichgestalt des sündigen Fleisches kommen. Er würde sich mit den Konsequenzen der Sünde identifizieren. Er würde nicht die Menschheit annehmen, wie sie Adam hatte, als er noch vier Meter oder fünf Meter groß war und noch 900 Jahre leben konnte, sondern er würde die Menschheit zu dem Zeitpunkt annehmen, wo sie nach 4.000 Jahren Sünde degradiert ist, degeneriert, mit all dem, was das bedeutet, körperlich, physisch, mental, moralisch. Er würde die Menschheit dort, er würde sich mit dem sündigen Menschen identifizieren.

[18:23] Und damit versucht natürlich Jesus dem Nikodemus etwas ganz Wichtiges deutlich zu machen. Der Nikodemus schaute nur auf diesen herrlichen Herrscher, aber nicht auf den Erlöser, der sich mit seiner Sünde identifizieren würde.

[18:46] Glaubt ihr, die Israeliten, als Mose diese Schlange aufgerichtet hat? Glaubt ihr, die Israeliten haben gedacht, dass das bronzene Metall ihnen helfen kann? Also, wir wissen später, wir wissen sogar, dass später die Israeliten wirklich geglaubt haben, dass die Schlange selbst was bewirken konnte. Ja, kommen wir gleich noch dazu. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Israeliten – Ellen White sagt das auch – dass die Israeliten in dem Moment gewusst haben: Metall kann uns nicht retten. Die Israeliten hatten durchaus die Idee manchmal, dass die Schafe und die Witter und die Böcke, die sie schlachten, irgendwie in sich sie retten könnten. Ja, wenn Mose jetzt gesagt hätte: "Schlachtet nur ein Schaf", dann hätten sie gedacht: "Naja, okay, durch das Schlachten des Schafes wären wir gerettet." Aber Gott hat jetzt mit Absicht eine Lektion gemacht, die so offensichtlich war, da war kein Lebewesen mehr involviert. Sie mussten einfach nur auf ein totes Stück Metall schauen. Es war wirklich nur Glaube und nichts anderes. Also kein einziges Werk, kein "Ich schneide was durch", "Ich habe was gebracht", "Ich habe ein Opfer gebracht". Das war nur Glaube und nichts dazu. Also die Basis von allem quasi.

[20:04] Interessant ist, dass die Israeliten das trotzdem später missverstanden haben, wie ich schon gerade angedeutet habe. Schaut mal in 2. Könige 18, 2. Könige 18, Vers 4. Sie haben sogar noch daraus einen Götzen gemacht. In 2. Könige 18, Vers 4, da heißt es: "Er schaffte die Höhen ab von Hiskia und zerbrach die Steinmale und hieb die Aschera-Standbilder um und zertrümmerte die Erdschlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert, und man nannte sie Nehuschtan."

[20:39] Also, statt es als Symbol zu begreifen für das, was Gott tun würde, hatten sie angefangen, diese Ehrenschlange zu räuchern und die Schlange anzubeten, was natürlich großer Unsinn war. Übrigens, Frage: Könnte es da eine Parallele geben auch in die moderne Zeit?

[21:02] Die Schlange war ein Symbol für? Ja, in der Situation war die Erdschlange ein Symbol für den Messias, der sich mit der Sünde identifiziert, der erhöht wird, und wir wissen, er ist am Kreuz. Hat man etwas Ähnliches auch gemacht wie die Israeliten mit der Nehuschtan, dass man jetzt dieses Bild nimmt und das Bild anbetet? Die ganze Kruzifix-Verehrung, wo man jetzt einfach so einen toten Jesus aus Holz und jetzt das Holz anbetet, ist, genau genommen, genau dasselbe, wie das, was die Israeliten gemacht haben. Das heißt, man kann genauso in die Irre laufen in neukristlicher, also neustestamentlicher Zeit, wie in alttestamentlicher Zeit. Der Satan hat nichts Neues zu bieten.

[21:51] Jetzt habt ihr gelesen, was Jesus gesagt hat? Schaut mal in Johannes 3 und dort Vers 14. Johannes 3, Vers 14: "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden."

[22:21] Jetzt kommt der nächste Satz: "So" – was ist das nächste Wort? – "muss der Sohn des Menschen erhöht werden." Also, Jesus sagt nicht: "So wird er", so im Sinne von "übrigens, das wird auch noch passieren", sondern er sagt: "Bevor der Menschensohn im Himmel sein Königreich empfangen kann, von dem er ständig redet, muss er erst erhöht werden, wie die Schlange erhöht worden ist. Er muss sich erst mit der Sünde identifizieren, bevor er dann dem Volk Gottes das ewige Königreich geben kann."

[22:46] Also, Jesus versucht ganz explizit, dem Nikodemus den irdischen Teil seines Dienstes zu erklären, weil den versteht der Nikodemus überhaupt gar nicht. Die Erniedrigung des Kreuzes kommt also vor der Krone. Die Krone kommt erst nach dem Kreuz.

[23:09] Interessanterweise wird dieses Kreuz genannt Erhöhung. Warum nennt Jesus diesen Vorgang seiner Kreuzigung eine Erhöhung? Ja, also erstmal ganz buchstäblich, ganz genau, hat eine symbolische Bedeutung zwischen Himmel und Erde. Ich meine, ganz buchstäblich wurde er erhöht. Aber da steckt natürlich noch mehr dahinter. Seine Demütigung und seine Kreuzigung ist die wahre Größe Gottes. Das heißt, warum nimmt er später die Krone als der Höchste an? Weil er vorher seine Berechtigung dazu bewiesen hat. Darum geht es im großen Kampf. Im großen Kampf geht es um die Frage: Hat Jesus die Krone zurecht? Und deswegen versucht er dem Nikodemus zu sagen: "Schau her, bevor ich die Krone wieder auf mich nehme, möchte ich erst beweisen, dass ich wirklich der Höchste bin, weil ich nämlich aller Diener bin."

[24:30] Und das haben die Pharisäer sehr gar nicht verstanden. Sie haben gedacht, wir sind die Größten, weil wir heilig sind, toll sind und dienen. Naja, das machen die anderen. Jesus macht damit dem Nikodemus eine unbequeme Wahrheit deutlich. Je höher wir sein wollen, desto mehr müssen wir dienen. Jesus ist deswegen der Höchste. Er ist erhöht worden, weil er gedient hat.

[24:55] Philipper macht das ganz deutlich, wo es heißt, dass er in der Gestalt Gottes war und es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern sich erniedrigte und dann am Kreuz gestorben ist. Darum hat Gott ihn erhöht. Ganz genau.

[25:07] Diese Geschichte illustriert wie keine andere das Wesen des Glaubens. Was bedeutete Glaube bei der Geschichte von Mose? Was musste man tun, wenn man geglaubt hat? Man musste etwas tun, oder? Man konnte nicht einfach sagen: "Ich glaube, dass es funktioniert", und ich schaue in mich selbst hinein. Man musste schauen, und zwar, weil Gott es gesagt hatte. Man musste buchstäblich aus dem Wort Gottes leben. Wer das Wort Gottes ernst genommen hat und so gelebt hat, als ob Gottes Wort wahr ist, der hat gelebt. Wer das nicht getan hat, wer gedacht hat: "Naja, das ist ja wissenschaftlicher Unfug, wie soll das eher ein Metall dort auf dem Stab nicht heilen? Geht nicht", der ist gestorben.

[26:06] Glaube zeigt sich hier als ein Fürwahrhalten und ein Leben aus dem Wort Gottes. Und da konnte man nicht so mit aus dem Augenwinkel noch drauf schauen, aber sonst sagen: "Ich schaue mir mal in die Richtung." Man musste wirklich seine Augen auf die Schlange richten.

[26:24] Schaut mal mit mir in Johannes 1, Vers 29. Haben wir schon gelesen, vor einigen Wochen. Johannes 1, Vers 29: "Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt."

[26:39] Immer wieder sagt uns die Bibel: Schau und lebe. Die Israeliten mussten nichts weiter tun, als auf die Schlange zu schauen, und durch das Anschauen waren sie gerettet. Interessanterweise sagt uns ja die Bibel, durch das Anschauen werden wir verwandelt. Warum hatten sie noch mal die Schlangen überhaupt bekommen? Was war das Problem? Sünde. Was war genau ihre Sünde gewesen? Murren, waren unzufrieden, haben sich beschwert.

[27:19] Das Anschauen der Schlange im Glauben, dass jemand sich mit ihrer Sünde identifiziert und für sie stirbt. Je mehr wir auf Jesus schauen, werden wir nicht nur leben, sondern die Bibel sagt, durch Anschauen werden wir verwandelt. Und zwar in welches Bild? In dasselbe Bild. Wir werden auch dienen wie Jesus. Wir werden auch wie Jesus uns mit den Sünden und den Problemen anderer identifizieren.

[27:56] Was hat Daniel gesagt? Er sagt, unsere Sünden. Daniel hatte lange genug auf Jesus geblickt, dass er Mittler gewesen ist und nicht einfach kritisiert hat. Ja, die Israeliten, die haben kritisiert. Die haben gesagt: "Das ist falsch und hier der Weg funktioniert nicht und zu wenig Essen, kein gutes Essen, uns gefällt es nicht. Mach mal was, Mose."

[28:21] Die Heilung bestand darin, auf Jesus zu schauen und das, was er tun würde. Wenn wir auf Jesus schauen, ist das das beste Mittel gegen Murren.

[28:36] Jetzt interessanterweise schauen wir uns Johannes 3, Vers 15 an. Da geht es nämlich jetzt direkt weiter. Er sagt: "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden." Und jetzt kommen wirklich kostbare Worte. "Damit wie viele?" Jeder oder alle? Jeder, der an ihn glaubt. Und wirklich tief einsinken lassen: Es gibt hier nur eine Bedingung. Die einzige Bedingung ist Glaube, und zwar dieser Glaube, wie er bei der Schlange gesehen worden ist. Glaube, der aus dem Wort Gottes lebt und einfach das für wahr hält und auf Jesus schaut und schaut und schaut und schaut und schaut.

[29:26] Und jeder, der das tut, sagt die Bibel, jeder, egal ob Koreaner oder Brasilianer oder Deutsche oder Südafrikaner oder Israelit, jeder, der das tut, wird nicht verloren gehen, sondern er – was ist das Verb? – er hat ewiges Leben. Dort steht nicht: "Er wird ewiges Leben bekommen", sondern: "Er hat ewiges Leben."

[29:53] Kennt ihr noch jemanden, der das ganz ähnlich sagt, dass, wenn wir auf Jesus schauen, wir das Leben haben und nicht erst bekommen? Paulus spricht davon, ja. Schaut mal mit mir, 1. Johannes, der Johannes an anderer Stelle. 1. Johannes 5, da macht er das wirklich schön, so deutlich, dass man es nicht missverstehen kann. 1. Johannes 5 und dort ab Vers 11 und 12. 1. Johannes 5, Vers 11 und 12: "Und darin besteht das Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht."

[31:00] Also, hier sagt die Bibel, dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Übrigens, diese Idee, dass man zu Gott kommen soll und gerettet wird, wenn man sich zu ihm wendet, die findet sich schon im Alten Testament. Nur ein Beispiel dafür, schaut man in Jesaja 45. Also, Jesus sagt wiederum nichts Neues.

[31:13] Jesaja 45 und dort Vers 22. Jesaja 45 und dort Vers 22: "Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und keiner sonst."

[31:47] Das ist dieselbe Idee, nicht wahr? Kommt zu mir, schaut zu mir, wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, egal, ob ihr von Norden, Süden, Osten, Westen kommt. Das Entscheidende, was wir tun müssen, was der Nikodemus trotz all seiner dogmatischen Richtigkeit nicht tat, er hatte nicht auf den Messias geschaut. Dieser simple, einfache Glaube, das hat ihm gefehlt.

[32:34] Ganz genau. Diese Idee, wieder zu Gott zurückzukehren und auf ihn einfach zu schauen und von ihm zu lernen, das ist das, was Jesus ihm deutlich machen möchte.

[32:51] Jetzt schaut mit mir in Vers 16, der berühmteste Vers der ganzen Bibel. Aber wenn wir jetzt genau lesen, ist der eigentlich nur eine Erklärung zu 14 und 15. Eigentlich sind 14 und 15 der entscheidende Punkt und 16 fasst es nochmal zusammen. "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."

[33:20] Was fällt euch an dem Satz auf? Gibt es mehrere Dinge, die man jetzt sagen kann? Übrigens, zwei Übersetzungsvarianten. Die eine ist: "Denn so sehr", im Sinne von Gott, also "so sehr hat Gott die Welt geliebt". Aber die wahrscheinlich richtigere ist: "Denn auf diese Art und Weise hat Gott die Welt geliebt." Also, es wird jetzt quasi die Art und Weise erklärt, nicht die Intensität, sondern so zeigt sich die Liebe. Sie zeigt sich auf eine Art und Weise, die vielleicht den Nikodemus sehr überrascht hat.

[33:59] Paulus sagt das selbe. Schaut mal in Römer 5. Da sagt er genau diese Idee. In Römer 5 und dort Vers 8. Römer 5, Vers 8: "Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren."

[34:23] Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Das offenbart nicht nur uns, sondern dem ganzen Universum, dass Gott wirklich Liebe ist. Es wird offenbar, und durch das Kreuz, wenn durch das Kreuz sich die Liebe offenbart, dann kann Jesus später wirklich die Krone des Universums tragen, weil alle haben gesehen, er ist kein Tyrann, er ist wirklich ein liebevoller Herrscher. Deswegen muss das vor das kommen.

[35:03] Am Kreuz offenbart sich also die Liebe Gottes. Noch ein Vers, der das sehr deutlich macht. 1. Johannes 4 und dort Vers 9 und 10. Der Johannes, der hat das wie kaum ein anderer richtig intensiv verstanden. 1. Johannes 4, Vers 9 und 10: "Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen." Das ist fast das Gleiche wie in Johannes 3, Vers 16. Darin besteht die Liebe. Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnenopfer für unsere Sünden.

[35:47] Etwas, was dem Menschen so schwer in das Gehirn geht, ist, dass Gott uns zuerst liebt und wir nur folgen können. Das menschliche Denken, vor allem durch das Heidentum geprägt, denkt immer: Der Mensch muss etwas tun, damit Gott ihn lieben kann. Wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir das ganz oft auch unterbewusst bei uns drinnen. Wir müssen etwas tun, damit Gott uns endlich wieder liebt. Oder Nikodemus hat bestimmt so gedacht. Er hat gedacht: "Ich muss Zehnten geben, und ich muss meine Almosen geben, und ich muss den Sabbat halten. Wenn ich das alles tue, dann liebt Gott mich. Und weil ich das mehr tue als die Heiden, liebt Gott mich mehr als die Heiden, oder?"

[36:32] Und Jesus sagt: "Nein, nein, nein, nein, nein, er liebt euch alle gleich, und du hast es noch gar nicht verstanden. Er hat dich geliebt, lange bevor du überhaupt an ihn denken konntest."

[36:46] Übrigens, wenn es heißt: "Jeder, der in ihn glaubt, soll nicht verloren gehen." Das ist sehr interessant. Das Wort "verloren gehen" heißt eigentlich wörtlich "zerstören". Jeder, der nicht glaubt, wird zerstört. Das ist deswegen wichtig, weil der Vers an sich schon beweist, dass es keine unsterbliche Seele geben kann. Der Vers sagt nicht: "Jeder, der glaubt, wird ewiges Leben im Himmel haben, und alle, die nicht glauben, werden ewiges Leben in der Hölle haben", oder so, sondern: "Die einen haben ewiges Leben, die anderen werden vernichtet." Also schon da, Johannes 3, Vers 16, braucht man gar nicht weiterlesen. Sehr deutlich.

[37:25] Warum? Schauen wir uns jetzt genauer an. Johannes 3 und dort Vers 17. "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde."

[37:51] Was sagt euch dieser Vers? Das ist ein ganz, ganz wunderbarer Vers. Genau, wir sollen von Jesus lernen. Jesu Intention war immer, das Leben zu retten und zu geben, statt Leben zu nehmen. Es ist die Sünde des Lebens zerstört. Jesus kam nicht, um zu verderben, er kam, um zu retten.

[38:39] Übrigens, seht ihr in Vers 16, 17, ganz ähnliche Formulierung. Vers 16 heißt es: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Und hier in Vers 17 heißt es: "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt." Warum heißt es in Vers 16: "gab" und in Vers 17: "gesandt"?

[38:58] Ja, also Vers 16, also was soll ausgedrückt werden mit der Idee: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Er gab ihn in den Tod, das ist die Idee des Opfers, deutlich gemacht. Welche alttestamentliche Geschichte spielt im Hintergrund eine Rolle? "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Abram, der seinen einzig geborenen Sohn, wie er in Hebräer genannt wird, Isaak, gibt, weil er Gott so sehr liebt. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt. Das heißt, 1. Mose 22 ist noch eine andere Geschichte, die jetzt dem Nikodemus wahrscheinlich aufgegangen ist.

[39:43] Also, ihr seht, Jesus, der verknüpft die verschiedenen Prophezeiungen alle miteinander und versucht, es so deutlich wie möglich zu machen: Der Messias würde ein Opfer geben, ein Opfer sein. Gott wird seinen Sohn geben.

[39:57] Übrigens, noch eine interessante Stelle, die diese Opfergedanken deutlich macht, ist Römer 8, Vers 32. Römer 8, Vers 32: "Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat. Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?"

[40:28] Das ist die selbe Idee. Er hat seinen eigenen Sohn dahin gegeben, geopfert. Aber in Vers 17 von Johannes 3 geht es nicht um das Opfer, es geht um die Sendung. Gott hat seinen Sohn gegeben, aber er hat ihn auch gesandt. Jesus bringt ein Opfer, aber Jesus hat auch eine Mission. Er hat eine Botschaft und er wird ein Opfer bringen, um die Botschaft zu bestätigen.

[41:06] Zurück zu Johannes 3. Ist euch noch etwas aufgefallen in Johannes 3, Vers 17 an dem Vers? Da gibt es etwas Interessantes zu entdecken. Genau, die Welt wird durch ihn gerettet. Was ist denn das Schlüsselwort in dem Vers? In Vers 17. Retten, ja. Welches Wort kommt am häufigsten vor? Welt. Dreimal kommt das Wort Welt vor.

[41:42] "Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde." Wiederum möchte Jesus dem Nikodemus deutlich machen: "Schau, der Erlösungsplan ist weiter als zwischen Euphrat und dem Nil. Es ist nicht nur Israel, sondern wenn Gott seinen Sohn sendet, dann ist das für die ganze Welt." Er sendet seinen Sohn in die ganze Welt, um auch die ganze Welt möglicherweise zu retten.

[42:12] Also, das eine ist, der Nikodemus muss geistlich verstehen, was passiert. Das andere ist, er muss seinen Horizont erweitert bekommen. Das Feldzeichen, haben wir gesagt, ist für alle Völker. Ellen White sagt, diese Predigt war die tiefgründigste Predigt, die Jesus überhaupt gegeben hat vor dem Kreuz, und hat sie gleich am Anfang seines Dienstes gegeben, einem der besten Theologen seiner Zeit. Eigentlich, wenn man diese mit dem Alten Testament vergleicht und wirklich studiert, dann kann man nicht anders, als den Erlösungsplan zu verstehen. Also, niemand konnte sagen, Jesus hat sich nie klar ausgedrückt. Er hat dem besten Mann gleich am Anfang gesagt, was die Wahrheit ist. Aber Nikodemus hat, wie wir wissen, das lange Zeit mehr oder weniger für sich behalten.

[42:54] Übrigens, dreimal Welt kommt auch in Johannes 1 vor. Schaut mal in Johannes 1, Vers 10. Das ist wahrscheinlich so ein Parallelvers. Johannes 1, Vers 10: "Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht." Dreimal Welt. Und so auch in Johannes 3, Vers 17.

[43:16] Jetzt schauen wir in Vers 18. Johannes 3, Vers 18. Da heißt es: "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet. Wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat."

[43:37] Jetzt bin ich mal gespannt. Also, wird man gerichtet, wenn man Jesus glaubt? Ja oder nein? Aber warum sagt denn Jesus: "Ihr sagt ja natürlich." Welche Bibelfersen sagen uns, dass auch gläubige Menschen gerichtet werden? Warum gibt es ein Gericht? Ja, in Offenbarung 20 wird das nicht an den Gläubigen. Jakobus 2, Vers 12, redet und handelt so als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden. Also, Gläubige werden gerichtet, Jakobus 2, Vers 12. Genauso Prediger 12, Verse 13, 14: "Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird ein jedes Werk, es sei gut oder böse – also nicht nur die Bösen, auch die Guten – in ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen." Und auch Paulus spricht von dem Gericht, wo Gott alles richten wird nach seinem Evangelium.

[44:35] Also, was meint denn Jesus, wenn er sagt: "Wer glaubt, wird nicht gerichtet?" Also, offensichtlich gibt es zwei Arten von Gericht. Schaut mal hier in Johannes 5, da erklärt das Jesus noch ein bisschen genauer. In Johannes 5 und dort Vers 24. Johannes 5 und dort Vers 24: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der Glaube an das Wort, so wie wir gesehen haben, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben durchgedrungen."

[45:15] Also, hier wird deutlich, was eigentlich gemeint ist. Das Gericht hat zu tun mit dem Tod, es hat zu tun mit der Strafe, sozusagen. Nochmals zurück zur Geschichte von Mose. Die Geschichte ist wirklich gut, um das zu verstehen. Gab es in der Geschichte, in 4. Mose 21, gab es dort ein Gericht? Ja oder nein? Und wenn es ein Gericht gab, was war das Gericht? In 4. Mose 21, am Anfang mit der Schlange. Gab es dort ein Gericht? Ja, 50 Prozent schon. Ja, nochmal zurück zur Geschichte. Wo in der Geschichte gibt es ein Gericht? In 4. Mose. Was ist das Gericht? Wo die Schlangen kommen, genau.

[46:17] Lange vor dem Feldzeichen. Wir sagen ja auch, wenn die Babylonier Israel angegriffen haben, dann war das ein Gericht Gottes. Das war nicht ein Gericht wie 1844, wo die Bücher aufgetan werden und wo jetzt geprüft wird, sondern das war ein Prinzip, eine Exekution des Gerichts. Es war eine Folge der Sünde. Gottes Gerichte, in dem Sinne, sind immer eine Folge der Sünde.

[46:52] Also, es gibt Gericht im Sinne von Gott macht transparent vor dem Universum, wer wird dabei sein, wer wird nicht dabei sein. Das ist eine Bedeutung des Wortes Gericht, wie eine Gerichtsverhandlung. Aber dann gibt es das Wort Gericht im Sinne von Israel war untreu, hat die babylonischen Götter angebetet, also sendet Gott die Babylonier als Gericht. Da wird jetzt nicht geprüft, wer war treu, wer war untreu, da kommt einfach die Strafe sozusagen. In demselben Sinne, als die Schlangen kamen, waren die Schlangen das Gericht Gottes. Die Israeliten sind böse, sie sind rebellisch, Gott sendet ein Gericht. Das Gericht besteht, wie wir gesagt haben, im Prinzip daraus, dass Gott seinen Schutz zurücknimmt. Das ist das Gericht Gottes.

[47:37] Und jetzt sagt die Bibel: Genau so wie der mit der Schlange, wer auf dann die ehrende Schlange schaut, wird gerettet, wer nicht schaut, ist schon gerichtet. Das sagt Jesus: "Wer an den Sohn Gottes glaubt, wird ewiges Leben haben, und wer nicht glaubt, der ist schon gerichtet."

[47:54] Jetzt schauen wir uns das noch genauer an, was er damit meint. Er ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes geglaubt hat. Übrigens, was ist dieser Name? Der Name des Sohnes Gottes? Genau, wo hatten wir das schon mal bei Johannes gelesen, dass wir an den Namen des Sohnes Gottes glauben sollen? Vielleicht habt ihr das noch in Erinnerung. Es ist ziemlich weit am Anfang.

[48:36] Schaut mal in Johannes 1, Vers 12.

[48:50] Also, es ist die gleiche Idee wie in Johannes 3, dass alle, die an seinen Namen glauben, nicht gerichtet werden.

[49:05] Jetzt Vers 19, Johannes 3, Vers 19: "Darin aber besteht das Gericht." Jesus erklärt jetzt, was das Gericht ist. "Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht. Ihre Werke waren böse."

[49:30] Jetzt erklärt er eigentlich wirklich, was dieses Gericht ist. Worin besteht das Gericht? Genau, das heißt, erst ist da Finsternis, dann kommt das Licht, und jetzt kann ich mich entscheiden, ob ich das Licht annehme, da werde ich gerettet, oder ob ich das Licht ablehne, dann bleibe ich in der Finsternis, die vorher schon da war. Es ist also nicht so, dass Gott sagt: "Okay, wenn du mir folgst, kriegst du was, wenn du mir nicht folgst, bestrafe ich dich", sondern wir sind in einer ausweglosen Situation. Wir sind im Morast, im Treibsand. Da sind wir schon. Und dann kommt Gott und will uns retten. Wenn wir das Seil ergreifen, werden wir gerettet. Wenn wir es nicht ergreifen, dann sinken wir weiter, wie wir vorher schon gesunken sind.

[50:27] Johannes 1 macht das sehr deutlich. Johannes 1, Vers 4, über das Wort. Johannes 1, ab Vers 4: "In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen, und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht ergriffen." Dann Vers 9: "Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. Er kam mit seinem Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf."

[51:02] Was ist das Problem? Jesus erklärt das in Vers 19, Johannes 3, Vers 19: "Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen – das nächste Wort ist entscheidend, das ist der Schlüssel zu allem – die Menschen, was haben sie getan? Sie liebten die Finsternis."

[51:22] Das Wort "Liebe" hatten wir vorher schon mal gehabt. Wo hatten wir es gehabt? Im gleichen Kapitel. Wo hatten wir schon mal das Wort Liebe? Gott liebt die Welt. Was tut er? Er gibt seinen Sohn. Die Menschen lieben die Finsternis. Damit wird eigentlich alles erklärt. Es ist eine fehlende Verbindung dieser, ja, dieser Liebe. Gott liebt die Menschen, aber die Menschen lieben Gott nicht zurück. Sie lieben das Böse mehr als Gott, und deswegen kann Gott nichts für sie tun, weil sie die Liebe nicht erwidern.

[52:04] Am Ende geht alles um die Liebe. Liebst du Gott so sehr, dass du lieber zum Licht gehst, als in der Finsternis bleibst? Und warum lieben sie die Finsternis mehr? Es heißt, ihre Werke waren böse. An den Taten erkennt man, wo die Liebe wirklich hinfällt. An dem, was die Menschen tun, erkennt man, was sie wirklich lieben.

[52:31] Hat Nikodemus Gott geliebt oder den Satan? Hat er das Licht geliebt oder die Finsternis? Er war schon in so einer Übergangsperiode. Aber die Pharisäer, wen haben sie geliebt? Das Licht oder die Finsternis? Natürlich haben sie das nicht gesehen, aber was haben sie geliebt? Die Finsternis. Jesus sagt: "Ihr habt den Teufel zum Vater." Sie hätten immer gesagt, dass sie Gott lieben, aber ihre Werke offenbaren, wen sie wirklich lieben.

[53:04] Das heißt, Gott ist nicht damit beeindruckt, was wir sagen, dass wir ihn lieben, sondern sieht man, dass wir ihn lieben. Ist das sichtbar? Er sagt, die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Die Werke offenbaren, was sie lieben. Wir können auch so viel singen und beten und reden. Unser Tun, unser Verhalten, unsere Worte, das spricht Ende. Das wird immer ausdrücken, was wir lieben.

[53:39] Jetzt Vers 20. Das ist ein sehr fundamentaler Satz. "Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht. Warum? Damit seine Werke nicht aufgedeckt werden." Der Erste, der das erlebt hat, war Luzifer. Er hat im Geheimen gearbeitet und hat gehofft, nicht entdeckt zu werden.

[54:07] Jeder, der Böses tut, hasst das Licht. Das heißt, in dem Moment, wo ich anfange, Ungerechtigkeit zu lieben, fange ich auch an, die Gerechtigkeit zu hassen. Man kann nicht gleichzeitig zwei Herren dienen, sagt die Bibel. Man kann nicht gleichzeitig an der Sünde festhalten und Gott lieben. Das ist das Problem. Die meisten Menschen denken: "Ich bin Christ und ich glaube schon an Gott und ich glaube auch, dass er für mich gestorben ist. Ich glaube die ganzen Dinge. Das bisschen Sünde wird mich nicht vom Himmelreich ausschließen, oder? Ich kann ein bisschen an der Sünde festhalten. Die Sünde überwinden kann ich sowieso nicht. Das wird schon passen."

[54:39] Die Bibel sagt, man kann nicht zwei Herren dienen. In dem Moment, wo ich das eine liebe, fange ich an, das andere zu hassen. Und deswegen, ganz offen gesagt, das ist der Hauptgrund für allen Streit, den es in Gemeinden gibt. In dem Moment, wo ich an einer Sünde festhalte, hasse ich diejenigen, die davon sprechen, dass man die Sünde überwinden kann. Das ist ganz automatisch. Deswegen haben die Pharisäer den Johannes gehasst. Deswegen haben sie den Jesus gehasst. Nicht, weil die hassenswert waren, sondern weil sie das Licht gebracht haben.

[55:09] Jeder, der Böses tut, hasst das Licht. Übrigens, kennt ihr die Geschichte von dem einen israelitischen Propheten? Schaut mal, 1. Könige 22. 1. Könige 22. Das ist ziemlich fast schon kurios, wenn es nicht so traurig wäre. 1. Könige 22, Vers 8: "Aber der König von Israel sprach zu Josaphat: Es gibt noch einen Mann, durch den man den Herrn befragen kann, aber ich hasse ihn. Warum? Denn er weiß, sagt mir nichts Gutes, sondern nur Böses." Ja, die anderen Propheten, die reden ihm zum Mund, die mag er gerne. Aber da ist ein wahrer Prophet, und er sagt, wo der Finger, nicht wahr, der legt den Finger in die Wunde, und ich hasse ihn.

[55:47] Schaut mal, Sprüche 15, Vers 12. Es gibt einen Grund, warum so viele lieber das Leben Jesu lesen, als die Zeugnisse an die Gemeinde. Das, was den Finger auf die Wunde legt, das mögen wir manchmal nicht so gerne.

[56:02] Sprüche 15, Vers 12: "Der Spötter liebt es nicht, wenn man ihn zurechtweist, darum geht er nicht zu den Weisen." Wow. Wie gesagt, es gibt Menschen, die vertragen keine Kritik und deswegen begeben sich gar nicht erst dort, wo sie kritisiert werden könnten. Sie hassen das Licht, weil es an ihrem eigenen Ego kratzt. Aber Licht hat immer aufdeckenden Charakter.

[56:40] Epheser 5, Vers 13: "Immer da, wo Licht ist, deckt das Licht auf, weil wenn das Licht in die Finsternis kommt, Licht besiegt Finsternis, oder? Wenn ihr Finsternis habt und Licht habt und das Licht trifft auf die Finsternis, wird das Licht immer die Finsternis vertreiben." Epheser 5, Vers 13: "Das alles aber wird offenbar." Da spricht es von den geheimen Werken der Bösen. "Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht aufgedeckt wird. Denn alles, was offenbar wird, das ist Licht."

[57:07] Das Licht deckt auf. Übrigens, was sagt die Bibel über Gottes Wort? "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege." Das Wort Gottes deckt auf. Und wenn ich das aber nicht möchte, dann fange ich an, das Wort Gottes zu hassen, oder ich komme einfach nicht zum Wort Gottes. Ich lese es einfach nicht.

[57:31] Übrigens, gilt es auch für prophetische Schriften außerhalb der Bibel. Der größte Teil an Aversionen gegen Ellen White hat genau an diesem Vers seinen Grund. Man hasst das Licht, weil man nicht möchte, dass das Licht die eigenen Werke aufdeckt. Das ist das Problem. Das war schon das Problem bei Jesus.

[57:53] Zurück zu Johannes, letzter Vers. Johannes 3. Jesus macht einen Aufruf. Er sagt: "Schau mal, du kannst dich entscheiden. Du bist nicht wiedergeboren momentan, aber du kannst es werden, wenn du das tust, was die Israeliten in der Wüste getan haben. Wenn du einfach auf Gott schaust, wenn du auf den Sohn Gottes schaust und ihm glaubst, wirst du gerettet werden, aber dazu musst du es aushalten, dass du verändert wirst."

[58:25] Vers 21: "Wer aber die Wahrheit tut, das ist auch ein schöner Vers, oder? Nicht nur wer die Wahrheit glaubt." Interessanterweise ist der Glaube ohne Werke immer aktiv. Du musst nur schauen, aber du tust die Wahrheit. "Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden." Jetzt ist es interessant, dass sie in Gott getan sind.

[58:59] Jemand, am Ende gibt es nur zwei Klassen von Menschen. Es gibt die Geretteten und die, die verloren gehen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel sie wissen. Nikodemus, wenn er an der Stelle, an dem Tag gestorben wäre, wäre er sicherlich verloren gegangen. Der wusste sehr viel. Der Unterschied zwischen den Geretteten und den Verlorenen ist: Die einen kommen zum Licht, und die anderen kommen nicht zum Licht.

[59:27] Wann immer Licht offenbar wird, wann immer die Bibel eine neue Wahrheit offenbart, kommt der, der wirklich Glauben hat, hinzu. Auch wenn das bedeutet, dass er neue Dinge lernen muss oder alte Sünden aufgeben muss. Und jeder, der zum Licht kommt, offenbart, dass er Werke tut, genauso wie die Verlorenen. Was können wir die Werke der Verlorenen sagen? Die Werke der Verlorenen sind böse. Und was ist mit den Werken der Geretteten?

[1:00:00] Verlorene, Gerettete, die kommen zum Licht, die kommen nicht zum Licht. Das Licht offenbart Werke, die nicht gut sind. Sie sind natürlich gut, aber sie sind göttlich. Sie kommen von Gott. Es sind Gottes Werke.

[1:00:36] Jesus macht etwas deutlich, und was immer so missverstanden wird, dass die Leute das immer durcheinander kriegen. Ständig wird in den Gemeinden diskutiert über gute Werke und schlechte Werke, gute Werke, schlechte Werke. Es geht nicht um gute Werke, denn auch meine guten Werke sind böse Werke. Ist nicht alle unsere Gerechtigkeit wie ein unreines Kleid? Es gibt nur böse Werke und Gottes Werke.

[1:00:59] Schaut mal Epheser 2, letzter Vers, der macht das so richtig schön deutlich. Epheser 2 und dort Verse 8 bis 10: "Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe. Jesus schenkt es euch. Gott schenkt es euch. Jesus stirbt am Kreuz. Schau auf ihn, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen."

[1:01:45] Werden wir durch Werke gerettet? Jeder Gerettete wird die Werke Gottes tun. Woran erkannte man, wenn jemand zum Satan gehört? An den Werken. "Ihr wollt das tun, was euer Vater tut. Ihr habt den Teufel zum Vater. Wenn ihr Abrahams Kinder wärt, würdet ihr Abrahams Werke tun." Wenn wir zu Gott gehören, erkennt man das daran, dass wir Gottes Werke tun, dass Gott sie in uns tut.

[1:02:17] Was also Jesus dem Nikodemus sagte: "Schau, deine guten Werke sind böse." Was du brauchst, ist, dass der Heilige Geist in dir das tut, was Gott möchte. Nicht Gutes tun, um Gott zu gefallen, sondern Gott in dir wirken lassen. So wie Paulus sagt: "Jetzt lebe ich, aber nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir."

[1:02:41] Allerletzter Vers, Jesaja 26. Und dort Vers 12.

[1:03:00] Das ist so ein schöner Vers, den könnt ihr euch merken oder irgendwo aufschreiben. Jesaja 26, Vers 12: "Uns aber wirst du Frieden schaffen, denn auch alle unsere Werke hast du für uns vollbracht." Toller Vers. Alle unsere Werke hast du für uns vollbracht. Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit.

[1:03:28] Das ist Johannes 3, Vers 16. Ein Mensch, der auf Christus schaut und weiß, dass er nichts tun kann, um Gottes Gnade zu gewinnen, und einfach im Glauben schaut, sodass Gott durch die Verwandlung seines Sinnes jetzt seine Werke im Gläubigen tun kann. Der hat ewiges Leben, und er braucht sich nicht zu fragen: "Oh, werde ich es schaffen?" Er hat ewiges Leben.

[1:03:58] Die Frage ist, lieber Freund, liebe Freundin, die du zuschaust auch: Schaust du auf Jesus? Schaust du auf Jesus? Mehr ist nicht notwendig, aber schaust du tagtäglich auf Jesus? Ist dein Blick unabwendbar auf ihn gerichtet? Wenn ja, dann sind wir auf dem Weg zum Himmel. Alles, was wir tun müssen, ist immer auf Jesus zu schauen. Zu seinem Licht zu kommen. Dann wird sich zeigen vor dem Universum, dass er in uns wirkt. Wir brauchen uns gar nicht um die Werke Sorgen zu machen, weil wir auf ihn schauen. Er wird es in uns tun.

[1:04:41] Wer von euch möchte sagen: "Ich möchte wirklich tag für Tag auf Jesus schauen, so wie die Schlange in der Wüste erhöht worden ist. So möchte ich auf ihn schauen und mich nicht um die ganzen Schlangen in meinem Leben kümmern, die da um mich herum krabbeln und mich beißen, sondern auf Jesus schauen, der sich mit all dem identifiziert hat, und er soll mein Banner sein, mein Feldzeichen, mein Wimpel sozusagen, unter dem ich mich versammle." Ja, das ist euer Wunsch auch. Dann lasst uns noch gemeinsam beten.

[1:05:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du diese Worte in unserem Herzen wirklich tief hinein sinken lässt, dass wir verstehen, dass wir aus eigener Kraft nichts tun können, aber dass alles, was wir tun brauchen, auf dich zu schauen ist, auf das Kreuz und auf das, was dort passiert ist. Bitte hilf uns, dass wir zu dem Licht kommen, dass wir nicht das Licht hassen, auch wenn es die schändlichsten Dinge in uns aufdecken mag. Schenkt uns eine Liebe zur Wahrheit, die größer ist als eine Liebe zu unseren eigenen Ideen oder eine Liebe zur Finsternis. Bitte hilf uns, dass sichtbar wird, dass du in uns wirkst, dass unsere Werke deine Werke sind, dass du sie in uns vollenden kannst. Wir danken dir von ganzem Herzen für dein wunderbares Evangelium. Amen.


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